[0001] Die Erfindung betrifft eine kontinuierlich arbeitende Bandgieß- und Walzanlage gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Bandgieß- und Walzanlage, wie sie aus der
DE 102007056191 A1 bekannt ist.
[0003] Eine kontinuierlich arbeitende Bandgieß- und Walzanlage ist z. B, aus steel research
74 (2003), No, 11/12, page 724 - 731 bekannt. Insbesondere ist dieses als DSC-Verfahren
(Direct-Strip-Casting) bekannte Herstellungsverfahren geeignet zur Herstellung von
Warmband aus hochmanganhaltigem Leichtbaustahl.
[0004] Bei diesem bekannten Verfahren wird die Schmelze aus einem Zulaufgefäß über eine
Gießrinne und einen siphonartig als Gießdüse ausgebildeten Auslaufbereich einer Gießmaschine
auf ein umlaufendes Gießband einer horizontalen Bandgießanlage aufgegeben. Durch intensive
Kühlung des Gießbandes erstarrt die aufgegebene Schmelze zu einem Vorband mit einer
Dicke im Bereich zwischen 6 - 20 mm. Nach der Durcherstarrung wird das Vorband einem
Warmwalzprozess unterzogen.
[0005] Das Gießen, Walzen und Aufwickeln des Stahlbandes erfordert von der Bandgießanlage,
dass die Abnahme des gegossenen Stranges von der Gießmaschine mit sehr geringer Zugkraft,
idealerweise mit einer Nullzugkraft, durchgeführt wird. Insbesondere neigen die bekannten
hochmanganhaltigen Leichtbaustähle schon bei geringfügigen Bandzugspannungen, vor
allem wenn das Band noch nicht durcherstarrt ist, zu Bandrissen, dies führt zu Anlagenstillstand
und erhöhtem Reparaturaufwand.
[0006] Allgemein sind Bandzugregelungen für kontinuierlich arbeitende Walzstraßen beispielsweise
aus der
DE 101 37 246 A1 oder der
DE 26 18 901 C2 bekannt. Diese für kontinuierlich arbeitende Walzstraßen ausgelegten Vorrichtungen
zur Bandzugregelung reichen jedoch nicht aus, den Bandzug zwischen Gießeinheit und
der nachfolgenden Walzeinheit so zu steuern und auf so geringem Niveau zu halten,
dass Bandrisse sicher vermieden werden können.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine kontinuierlich arbeitende Bandgieß- und Walzanlage
anzugeben, mit der Bandrisse sicher vermieden werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sowie eine Vorrichtung
zum Erzeugen von Warmbändern sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0009] Nach der Lehre der Erfindung sind zur Bandzugminimierung, die Gießeinheit und die
nachfolgende Walzeinheit mechanisch entkoppelt, wobei zur Entkopplung mindestens eine
mindestens zwei antreibbare Rollen aufweisende Treibereinheit zum Antreiben des Bandes
zwischen Gießband und Walzeinheit angeordnet ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Bandgieß- und Walzanlage ist grundsätzlich für die Erzeugung
von Warmbändern aus den verschiedensten metallischen Werkstoffen geeignet, insbesondere
jedoch für hochmanganhaltigen Leichtbaustahl, der sehr empfindlich auf zu hohe Bandzugspannungen
reagiert.
[0011] Versuche zeigten, dass nur durch die erfindungsgemäße Entkopplung der Gießeinheit
von der nachfolgenden Walzeinheit, der Bandzug wirksam geregelt und auf sehr niedrigem
Niveau gehalten werden kann.
[0012] Die Betriebszeiten und damit die Wirtschaftlichkeit der Bandgießanlage können durch
die erfindungsgemäße Entkopplung und Bandzugregelung deutlich gesteigert und damit
die Instandhaltungskosten für die Bandgießanlage deutlich gesenkt werden.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird zusätzlich eine Entkopplung von
Treibereinheit und Walzeinheit vorgenommen. Hierbei wird zur Entkopplung vorteilhaft
eine pneumatisch betriebene als Looper arbeitende federnde Einheit eingesetzt.
[0014] Die Treibereinheit ist erfindungsgemäß exzentrisch drehgelagert, wobei die Rollen
der Treibereinheit im Wesentlichen parallel zur Strangnormalen während des Gieß- und
Walzvorgangs in Gießrichtung oder entgegen der Gießrichtung versetzbar sind.
[0015] Die Lagerstellen können entweder unterhalb der unteren oder oberhalb der oberen Rolle
im Gestell der Treibereinheit liegen. Die Lagerung entspricht dabei einer Pendellagerung
der Treibereinheit, wobei das "Pendel" (Treibereinheit) unten oder oben gelagert ist.
[0016] Je nach Auslegung der Bandgieß- und Walzanlage können eine oder auch mehrere Treibereinheiten
vorgesehen werden, die jeweils exzentrisch drehgelagert sind.
[0017] Die einzelnen Treibereinheiten mit den Rollenpaaren können durch die erfindungsgemäße
Lagerung Bewegungen mit- und entgegen der Gießrichtung ausführen. Die Treibereinheiten
sind dabei erfindungsgemäß über Kraftmessdosen (Zug-Druck) gegen den Rahmen des Multirollenglättsystems
abgestützt. Die aus der Krafteinwirkung resultierenden Bewegungen mit und gegen die
Gießrichtung werden durch die Elastizität der Kraftmessdosen im Messbereich (Hughscher
Bereich) auf wenige µm begrenzt. Hierdurch werden keine wirksamen Bewegungen in Richtung
der Strangnormalen ausgeübt.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind insbesondere die oberen Rollen
der Treibereinheiten mit Mänteln aus Kupfer versehen, um die Abkühlung an der Oberseite
des erstarrenden Stranges zu beschleunigen.
[0019] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Figur 1 ein schematisch ausschnittweise dargestelltes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Bandgieß- und Walzanlage und einer Bandzugregelung,
Figur 21. alternatives Ausführungsbeispiel,
Figur 32. alternatives Ausführungsbeispiel,
Figur 43. alternatives Ausführungsbeispiel.
[0020] Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachfolgenden Erläuterung eines in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels ersichtlich. Dargestellt ist in Figur
1 ausschnittweise eine erfindungsgemäße Bandgieß- und Walzanlage mit einer den Bandzug
minimierenden Bandzugregelung.
[0021] In dieser ausschnittweisen Darstellung wird insbesondere der Anlagenbereich "Übergabe
gegossenes Band vom Förderband zu den nachfolgenden Aggregaten" dargestellt.
[0022] Die Bandgieß- und Walzanlage besteht aus einer hier nicht dargestellten Gießeinheit
mit einem die Schmelze enthaltenden Zulaufgefäß mit einer horizontal liegenden Gießrinne
und einem als Gießdüse ausgebildeten Auslaufbereich und einer zwei Umlenkrollen und
ein umlaufendes gekühltes Förderband 1 aufweisenden Primärkühlzone und mindestens
einer nachfolgenden aus mindestens zwei antreibbaren Walzen bestehenden Walzeinheit
4. Dargestellt ist hier die Umlenkrolle 2 des Förderbandes 1 an der Übergabeseite
zur Walzeinheit 4.
[0023] Erfindungsgemäß ist die Gießeinheit (Caster) und die nachfolgende Walzeinheit 4 mechanisch
entkoppelt, wobei zur Entkopplung drei Treibereinheiten 3, 3', 3" mit je zwei Rollen
zum Antreiben des gegossenen Bandes 5 zwischen Förderband 1 und Walzeinheit 4 angeordnet
sind.
[0024] Zusätzlich ist eine Entkopplung von Treibereinheit 3, 3', 3" und Walzeinheit 4 vorgesehen,
wobei zur Entkopplung eine pneumatisch betriebene Hubeinrichtung 6, als Looper arbeitende
federnde Einheit, eingesetzt ist.
[0025] Die Minimierung des Bandzuges während des kontinuierlichen Bandgieß- und Walzprozesses
geschieht mit der dargestellten Regelung wie folgt:
[0026] Das gegossene Band 5 wird zunächst vom Förderband 1 mit der Mastergeschwindigkeit
v0 abtransportiert. Die Auslaufgeschwindigkeit des Bandes 5 wird dabei von einem Tacho
T0 gemessen und die Umfangsgeschwindigkeit der Treiberrollen wird auf T0 synchronisiert.
Mit dieser Geschwindigkeit tritt das Band 5 in die Treibereinheiten 3, 3', 3" eines
Multirollenglättsystems ein.
[0027] Nach Einlaufen in das Rollenpaar der ersten Treibereinheit 3 wird die obere Rolle
mit einer definierten Kraft auf das Band 5 abgesenkt. Durch vorhandene Unsynchronitäten
zwischen Förderband 1 und Rollenpaar wird das Band 5 vom Förderband 1 gezogen oder
abgebremst. Jetzt greift ein erster Regler ein und stellt die Rollenpaargeschwindigkeit
so ein, dass das Rollenpaar keine Zug- bzw. Schubkräfte auf das gegossene Band 5 ausübt.
[0028] Unsynchronitäten können beispielsweise durch unterschiedliche Rollendurchmesser (Verschleiß),
durch unterschiedliche Anstellkräfte (Umformgrad) oder Schrumpfung durch Abkühlung
des Bandes verursacht werden.
[0029] Im folgenden senkt das Rollenpaar der zweiten Treibereinheit 3' auf das Band 5 ab.
Auch hier ist wieder eine geringe Unsynchronität in den Geschwindigkeiten vorhanden.
Diese Unsynchronität des zweiten Rollenpaares erzeugt an der ersten Treibereinheit
3 des ersten Rollenpaares eine Zug- bzw. Druckkraft. Diese Kraft wird mittels einer
Kraftmesseinrichtung gemessen und ausgewertet. Die Treibereinheiten 3, 3', 3" sind
dafür in einem Rahmengestell 8 angeordnet, wobei sich die jeweiligen Kraftmesseinrichtungen
der Treibereinheiten 3, 3', 3" gegen dieses Rahmengestell 8 abstützen.
[0030] Die Geschwindigkeit des zweiten Rollenpaares der Treibereinheit 3' wird jetzt durch
eine weitere Regleinrichtung so eingestellt, dass sich hier eine Zugkraft von idealerweise
0N einstellt. Die Rollenpaare der dritten Treibereinheit 3" und alle eventuell weiteren
Rollenpaare arbeiten analog zum zweiten Rollenpaar.
[0031] Das erstarrende Band 5 verlässt jetzt die Treibereinheiten 3, 3', 3" des Multirollenglättsystems
und wird von einer Pilotzug-Kaltstrang-Einrichtung 7 gezogen. Das letzte Rollenpaar
hat ebenfalls eine Kraftmesseinrichtung an der Treibereinheit 3". Die Pilotzug-Kaltstrang-Einrichtung
7 stellt ebenfalls auf eine gemessene Zugkraft von ON am letzten Rollenpaar ein und
zieht das Band 5 über die Hubeinrichtung 6 in die noch nicht angestellte Walzeinheit
4. Dargestellt ist als Walzeinheit 4 nur ein Walzgerüst, es können aber je nach Anforderung
auch mehrere sein.
[0032] Wenn das Band 5 in den noch offenen Walzspalt eingelaufen ist, wird der Looperbogen
aufgebaut (Looper hebt an) und der Walzspalt wird zugefahren. Jetzt üben die Looperhöhe
und die Walzengeschwindigkeit eine Krafteinwirkung auf das letzte Rollenpaar der Treibereinheit
3" des Multirollenglättsystems aus. Die Wirkung der Hubeinrichtung 6 und der Walzeinheit
4 auf die Kraftmessung an der Treibereinheit 3" des letzten Rollenpaares des Multirollenglättsystems
wird über eine weitere Regeleinrichtung so eingestellt, dass sich auch hier eine Zugkraft
von ON einstellt.
[0033] Wenn die Walzeinheit 4 das Band 5 mit genügender Traktion gegriffen hat, wird die
Pilotzug-Kaltstrang-Einrichtung 7 vom Strang ausgeklinkt.
[0034] Als Looper für die Hubeinrichtung 6 werden entgegen der konventionellen Looper vorteilhaft
pneumatische Zylinder mit sehr geringem Vordruck eingesetzt. Mit diesem System wird
eine sehr weiche, selbst federnde Einheit aufgebaut. Die weiche selbst federnde Eigenschaft
der Looper unterstützt die für die Herstellung von hochmanganhaltigen Leichtbaustählen
geforderte Minimalzugkraft auf den Strang bzw. das erstarrende Band.
[0035] Die Walzen der Walzeinheit 4 werden in einer vorteilhaften Weiterbildung über aktive
hydraulische Stoßdämpfer auf den Strang aufgesetzt, damit die Einflüsse beim Eintauchen
der Rollen in das Band 5 (Umformgrad) gemindert bzw. unterdrückt werden.
[0036] Der entstehende Loopbogen verschafft der Walzgeschwindigkeitsregelung genügend Zeit,
um eventuell entstehende Unsynchronitäten auszuregeln.
[0037] Die Pilotzugeinrichtung 7 zieht das gegossene Band 5 schon mit der geforderten Kraft
in das erste Walzgerüst der Walzeinheit 4, damit auch hier keine Kraftsprünge entstehen.
[0038] Die Aufsetzgeschwindigkeit der Walzen wird mittels Einlauftachos vor dem Aufsetzen
auf die Geschwindigkeit des einlaufenden Bandes 5 synchronisiert. Auch hierdurch wird
eine Beeinflussung auf das Band 5 verhindert.
[0039] Die Looperregelung kann entweder kraftgesteuert, höhengesteuert oder als physikalisches
Loopermodell ausgelegt sein.
[0040] Als Antriebe können z. B. Asynchronmotoren aber auch Gleichstrommotoren verwendet
werden. Bei der Verwendung von Asynchronmotoren werden diese über Frequenzumrichter
gespeist, wobei jeder Frequenzumrichter einen internen PID-Regler enthält.
[0041] Die geforderte Zugkraft kann als Sollwert für die Pilotzug-Kaltstrang-Einrichtung
7 und die Zugkraft für die Walzeinheit 4 getrennt vorgegeben werden.
[0042] Das Multirollenglättsystem mit den Treibereinheiten 3, 3', 3" ist erfindungsgemäß
mit Überlagerungsgetrieben (Ü) starr mit dem Antrieb des Gießbandes 1 verbunden. Hierdurch
werden auch sehr kurzfristige Schwankungen der Geschwindigkeit des gegossenen Bandes
5 auf das Multirollenglättsystem übertragen und es entstehen somit auch keine kurzfristigen
Differenzgeschwindigkeiten zwischen Band 5 und Multirollenglättsystem mit den Treibereinheiten
3, 3',3".
[0043] In Figur 2 ist ein alternatives Regelkonzept dargestellt. Gleiche Bezugszeichen entsprechen
gleichen Bauteilen.
[0044] In diesem Fall wird der Bandzug über eine weitere Kraftmessdose, die an dem Gestell
der Gießeinheit (Castergestell) angebracht ist, gemessen. Die Kraftmessung zeigt die
Reaktionskräfte der auf das Band aufgebrachten Zug- bzw. Schubkräfte direkt an. Dieser
Messwert wird einem Regler zugeführt, welcher die Drehzahl eines Überlagerungsmotors
(M) direkt regelt.
[0045] Bei dieser Reglungsart ist es von Vorteil, die gemessenen Kräfte am Rahmengestell
8 der Treibereinheit und am Gestell der Gießeinheit (Caster) zu bilanzieren und die
Differenz der beiden Messwerte auf ON zu regeln.
[0046] In Figur 3 ist eine weitere Alternative gezeigt. Hier wird die Reaktionskraft des
Castergestells über Kraftmesszellen einzeln oder als Summenkraft gemessen. Das Castergestell
steht entweder auf diesen speziellen Kraftmesssystemen oder ist hängend an diesen
befestigt. Auch hier wird direkt die Reaktionskraft des Castergestells auf 0N mit
Hilfe des Überlagerungsantriebes ausgeregelt.
[0047] In Figur 4 ist ein weiteres mögliches alternatives Regelkonzept dargestellt. Hier
wird die Rolle von Tacho T0 als Minilooper eingesetzt. Die Rolle wird wenige Millimeter
über die vorgegebene Passline angehoben. Die Biegung des gegossenen Bandes 5 muss
hierbei gering gehalten werden, um eine etwaige Rissbildung zu vermeiden. Wenn das
Förderband 1 das gegossene Band 5 durch die Treibereinheiten 3, 3', 3" schiebt, wird
sich der entstandene "Looperbogen" tendenziell vergrößern. Wenn die Treibereinheiten
3, 3', 3" am Band 5 "ziehen", wird sich der "Looperbogen" verringern. Auch dieses
Signal wird erfindungsgemäß zur Regelung des Überlagerungsgetriebes (Ü) benutzt.
[0048] Zusammenfassend dienen die in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Regelkonzepte dazu,
zwischen Gießeinheit und der davon erfindungsgemäß entkoppelten Treibereinheit 3,
3', 3", sowie zwischen Treibereinheit 3, 3', 3" und Walzeinheit 4 einen minimalen
Zug (0N) einstellen zu können.
Bezugszeichenliste
| Nr. |
Bezeichnung |
| 1 |
Förderband |
| 2 |
Umlenkrollen |
| 3, 3', 3" |
Treibereinheiten |
| 4 |
Walzeinheit |
| 5 |
gegossenes Band |
| 6 |
Hubeinrichtung (Looper) |
| 7 |
Pilotzug-Kaltstrang-Einrichtung |
| 8 |
Rahmengestell |
| Ü |
Überlagerungsgetriebe |
| T |
Tacho |
| M |
Motor |
| R |
Regler |
| Z |
Pneumatikzylinder |
| ZH |
Hydraulikzylinder |
| F |
Kraftmessung |
| S |
Walzspalt |
| Lh |
Looperhöhe |
| FI |
Looperkraft |
1. Kontinuierlich arbeitende Bandgieß- und Walzanlage mit einer Bandzugregelung bestehend
aus einer Gießeinheit mit einem die Schmelze enthaltenden Zulaufgefäß mit einer horizontal
liegenden Gießrinne und einem als Gießdüse ausgebildeten Auslaufbereich und einer
zwei Umlenkrollen (2) und ein umlaufendes gekühltes Gießband (1) aufweisenden Primärkühlzone
und mindestens einer nachfolgenden aus mindestens zwei antreibbaren Walzen bestehenden
Walzeinheit (4),
wobei
zur Minimierung des Zuges auf das gegossene Band (5) die Gießeinheit und die nachfolgende
Walzeinheit (4) mechanisch entkoppelt sind, wobei zur Entkopplung mindestens eine
mindestens zwei antreibbare Rollen aufweisende Treibereinheit (3, 3', 3") zum Antreiben
des Bandes (5) zwischen Gießband (1) und Walzeinheit (4) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Treibereinheit (3, 3', 3") exzentrisch drehgelagert ist, wobei die Rollen der
Treibereinheit (3, 3', 3") im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Bandes (5)
während des Gieß- und Walzvorgangs in Gießrichtung oder entgegen der Gießrichtung,
versetzbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Treibereinheiten (3, 3', 3") in einem Rahmengestell (8) angeordnet sind und die
einzelnen Treibereinheiten (3, 3', 3") über Kraftmesseinrichtungen gegen das Rahmengestell
(8) abgestützt sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebe des Gießbandes (1) und der Treibereinheit (3, 3', 3") mechanisch gekoppelt
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplung durch Überlagerungsgetriebe (Ü) erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet;
dass zur Entkopplung von Treibereinheit (3, 3', 3") und Walzeinheit (4) eine Hubeinrichtung
(6) für das Band (5) zwischengeschaltet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hubeinrichtung (6) als selbst federnde Einheit ausgelegt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die federnde Einheit z. B. ein pneumatischer Zylinder ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzen der Walzeinheit (4) mit einem das Aufsetzen auf das Band (5) abfedernden
Stoßdämpfer versehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stoßdämpfer einstellbare, abschaltbare hydraulische Stoßdämpfer sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebe Gleichstrommotoren sind.
1. Continuously operating strip casting and rolling plant with a strip tension regulation
consisting of a casting unit with a feed vessel, which contains the melt, with a horizontally
disposed runner and an outlet region formed as a casting nozzle and a primary cooling
zone, which has two deflecting rollers (2) and an encircling cooled casting belt (1),
and at least one downstream rolling unit (4) consisting of at least two drivable rollers,
wherein for minimisation of the tension on the cast strip (5) the casting unit and
the downstream rolling unit (4) are mechanically decoupled, and
wherein for the decoupling at least one driver unit (3, 3', 3"), which comprises at
least two drivable rollers, for driving the strip (5) is arranged between casting
belt (1) and rolling unit (4),
characterised in that the driver unit (3, 3', 3") is eccentrically mounted for rotation, wherein the rollers
of the driver unit (3, 3', 3") are displaceable substantially parallel to the longitudinal
axis of the strip (5) in casting direction or opposite to the casting direction during
the casting and rolling process.
2. Device according to claim 1, characterised in that the driver units (3, 3', 3") are arranged in a frame structure (8) and the individual
drive units (3, 3', 3") are supported relative to the frame structure (8) by way of
force measuring devices.
3. Device according to one of claims 1 and 2, characterised in that the drives of the casting belt (1) and the driver unit (3, 3', 3") are mechanically
coupled.
4. Device according to claim 3, characterised in that the coupling is effected by a superposition transmission (Ü).
5. Device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that for the decoupling of driver unit (3, 3', 3") and roller unit (4) a stroke device
(6) for the strip (5) is interposed.
6. Device according to claim 5, characterised in that the stroke device (6) is designed as a self-cushioning unit.
7. Device according to claim 6, characterised in that the cushioning unit is, for example, a pneumatic cylinder.
8. Device according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the rolls of the rolling unit (4) are provided with a shock absorber cushioning touchdown
on the strip (5).
9. Device according to claim 8, characterised in that the shock absorbers are settable hydraulic shock absorbers which can be switched
off.
10. Device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the drives are direct current motors.
1. Installation de laminoir et de coulée travaillant en continu munie d'un réglage de
la tension de la bande, constituée par une unité de coulée comprenant une cuve d'entrée
qui contient la masse fondue comportant une goulotte de coulée s'étendant en direction
horizontale et une zone d'évacuation réalisée sous la forme d'une buse de coulée,
et par une zone de refroidissement primaire qui présente deux poulies de renvoi (2)
et une courroie de coulée (1) périphérique refroidie, et par au moins une unité de
laminage ultérieure (4) constituée par au moins deux cylindres susceptibles d'être
entraînés, dans laquelle, pour minimiser la tension qui s'exerce sur la bande coulée
(5), l'unité de coulée et l'unité de laminage (4) qui la suit sont soumises à un découplage
mécanique, au moins une unité d'entraînement (3, 3', 3") qui présente au moins deux
cylindres susceptibles d'être entraînés pour l'entraînement de la bande (5) étant
disposée, pour le découplage, entre la courroie de coulée (1) et l'unité de laminage
(4), caractérisée en ce que l'unité d'entraînement (3, 3', 3") est montée en rotation dans une position excentrée,
les rouleaux de l'unité d'entraînement (3, 3', 3") pouvant être décalés dans une position
essentiellement parallèle à l'axe longitudinal de la bande (5) au cours du processus
de coulée et de laminage, dans la direction de coulée ou à l'encontre de la direction
de coulée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les unités d'entraînement (3, 3', 3") sont disposées dans un encadrement (8) et les
unités d'entraînement individuelles (3, 3', 3") s'appuient via des mécanismes de mesure
de force contre l'encadrement (8).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que les entraînements de la courroie de coulée (1) et de l'unité d'entraînement (3, 3',
3") sont couplés par voie mécanique.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le couplage a lieu via des engrenages superposés (Ü).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour le découplage de l'unité d'entraînement (3, 3', 3") et de l'unité de laminage
(4), on intercale un mécanisme de levage (6) destiné à la bande (5).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le mécanisme de levage (6) est conçu sous la forme d'une unité faisant ressort de
sa propre initiative.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité faisant ressort représente par exemple un cylindre pneumatique.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les cylindres de l'unité de laminage (4) sont munis d'un dispositif amortissant les
chocs qui amortit l'application sur la bande (5).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que les dispositifs amortissant les chocs représentent des dispositifs amortissant les
chocs, réglables, de type hydraulique, qui peuvent être mis hors circuit.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les entraînements sont des moteurs du type à courant continu.