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(11) |
EP 2 875 888 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2016 Patentblatt 2016/44 |
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Anmeldetag: 11.11.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Werkzeug, System und Verfahren zum Abtrennen eines Kopfs von einem Schaft
Tool, system and method for separating a head from a shaft
Outil, système et procédé de séparation d'une tête d'une tige
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
25.11.2013 DE 102013112959
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.05.2015 Patentblatt 2015/22 |
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Patentinhaber: fischerwerke GmbH & Co. KG |
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72178 Waldachtal (DE) |
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Erfinder: |
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- Kaupp, Andreas
72280 Dornstetten (DE)
- Herwig, Peter
98574 Schmalkalden (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 207 658 US-A- 2 202 340 US-A- 5 984 272
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GB-A- 2 483 355 US-A- 5 813 297
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Abtrennen eines Kopfs von einem Schaft mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, ein System umfassend ein solches Werkzeug
sowie einen Kopf und einen Schaft mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
8 und ein Verfahren zum Abtrennen eines Kopfs von einem Schaft mit dem Werkzeug mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 10. Ein derartiges Werkzeug, System und
Verfahren geht beispielsweise aus der
US 5 984 272 A hervor.
[0002] Die Erfindung ist insbesondere dazu vorgesehen, den Kopf von einem Anker abzutrennen,
der in einem Ankergrund verankert ist, so dass der Kopf an einer Oberfläche des Ankergrunds
oder eines daran angeordneten Bauteils anliegt. Verankert bedeutet, dass der Anker
im Ankergrund befestigt ist. Vorgesehener Anwendungsfall der Erfindung ist das Entfernen
von Brandschutzplatten an Tübbings in Tunnels beispielsweise zu Prüf-, Revisions-
oder Wartungszwecken. Sind die Brandschutzplatten mit Ankern innen an den Tübbings
befestigt, müssen Köpfe von Schäften der Anker abgetrennt werden, um die Brandschutzplatten
abnehmen zu können. Da der Kopf eines Ankers auf der Oberfläche der Brandschutzplatte
aufliegt, wenn der Anker wie vorgesehen verankert ist, ist der Schaft des Ankers unzugänglich.
Zu berücksichtigen ist, dass Anker im Tunnelbau aus nichtrostenden Stählen beispielsweise
der Sorte A4 oder sogar der Sorte 1.4529 bestehen (müssen), also aus Stählen hoher
Festigkeit und Zähigkeit. Allerdings ist die Erfindung nicht auf das Abtrennen von
Köpfen von Ankern aus Stählen hoher Festigkeit und/oder Zähigkeit beschränkt, sondern
allgemein zum Abtrennen von Köpfen von Schäften aus beliebigem Werkstoff verwendbar.
[0003] aufgabe der Erfindung ist ein einfach handhabbares Werkzeug zum Abtrennen eines Kopfs
von einem Schaft vorzuschlagen, wenn der Schaft in einem Ankergrund verankert ist
und der Kopf an einer Oberfläche des Ankergrunds oder eines daran angeordneten Bauteils
anliegt. Das Werkzeug soll sich auch für Köpfe und Schäfte aus Stählen hoher Festigkeit
und Zähigkeit eignen. Dabei ist der Begriff "Werkzeug" weit auszulegen und kann beispielsweise
auch ein Gerät umfassen. Weiter ist es Aufgabe der Erfindung, ein System mit einem
solchen Werkzeug sowie einem Kopf und einem Schaft und ein Verfahren zum Abtrennen
eines Kopfs von einem Schaft mit einem derartigen Werkzeug vorzuschlagen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1, 8 und 10 gelöst.
Das erfindungsgemäße Werkzeug weist mindestens zwei Backen mit Schneiden auf, die
aufeinander zubewegbar und voneinander wegbewegbar sind. Das Bewegen der Backen und
Schneiden aufeinander zu wird auch als Schließen und das Bewegen der Backen und der
Schneiden voneinander weg auch als Öffnen des Werkzeugs bzw. der Backen bezeichnet.
Die Backen weisen eine vorspringende Schneide und eine zurückgesetzte Schneide auf,
die beispielsweise nebeneinander an der Backe angeordnet sind. Die Schneiden sind
so angeordnet und das Werkzeug ist so ausgebildet, dass beim Schließen der Backen
die vorspringenden Schneiden so dicht zueinander gelangen, dass sie einen zwischen
sich befindlichen Schaft abtrennen. Die vorspringenden Schneiden können so angeordnet
sein, dass sie sich bei geschlossenen Backen berühren oder es verbleibt bei geschlossenen
Backen ein Spalt zwischen den vorspringenden Schneiden, der so klein ist, dass der
zwischen den Schneiden befindliche Schaft trotz des Spalts zwischen den vorspringenden
Schneiden abreißt. Die Bemessung ist abhängig von einem Durchmesser und einem Werkstoff
des Schafts, der mit dem Werkzeug abgetrennt werden soll.
[0005] Die zurückgesetzten Schneiden weisen bei geschlossenen Backen einen Abstand voneinander
auf, der ungefähr so groß oder größer wie der Schaft dick ist. Zum Abtrennen des Kopfs
vom Schaft kommen zuerst die zurückgesetzten schneiden zum Einsatz: Das erfindungsgemäße
Werkzeug wird so am Kopf angesetzt, dass die zurückgesetzten Schneiden auf einer Oberfläche
eines Ankergrunds oder eines daran angeordneten Bauteils oder mit möglichst kleinem
Abstand von der Oberfläche gegen einen Umfang des Kopfs gelangen. Anschließend wird
das Werkzeug geschlossen, wobei sich die Backen und die Schneiden aufeinander zubewegen.
Die zurückgesetzten Schneiden am Umfang des Kopfs treten zwischen den Kopf und die
Oberfläche, heben dabei den Kopf wenig, beispielsweise etwa 1 mm bis 2 mm, von der
Oberfläche ab und ziehen den Schaft entsprechend weit aus dem Ankergrund heraus. Beispielsweise
nachspreizende Spreizanker lassen sich immer so weit aus einem Ankergrund, in dem
sie verankert sind, herausziehen. Nachspreizende Anker, die in einem Ankerloch in
einem Ankergrund verankert sind, spreizen nach, d. h. spreizen weiter auf, wenn sich
das Ankerloch beispielsweise in Folge einer Rissbildung in einer Zugzone des Ankergrunds
aufweitet. Insbesondere handelt es sich bei dem, nachspreizenden Anker um einen Bolzenanker
mit einem sich entgegen der Einbringrichtung des Ankers in ein Bohrloch im Durchmesser
erweiternden Spreizkonus, an dem eine in Längsrichtung entlang des Schafts des Spreizanker
verschiebbare Spreizhülse angeordnet ist. Das Nachspreizen erfolgt bei einer Zugbeanspruchung
des Spreizankers, die den Spreizanker ein kurzes Stück aus dem Ankergrurid herauszieht,
indem der am Schaft angeordnete Spreizkonus weiter in die verschiebbar am Schaft angeordnete
Spreizhülse gezogen und die Spreizhülse in radialer Richtung aufgeweitet wird. Aber
auch andere Anker, Nägel und dgl. lassen sich ein kurzes Stück aus einem Ankergrund
herausziehen, indem die zurückgesetzten Schneiden des erfindungsgemäßen Werkzeugs
wie beschrieben am Umfang des Kopf angesetzt und durch Schließen der Backen zwischen
den Kopf und die Oberfläche eindringen. Weil die zurückgesetzten Schneiden nicht zum
Trennen verwendet werden, sondern wie Schneiden von Keilen zwischen den Kopf und die
Oberfläche eindringen, werden die zurückgesetzten Schneiden vergleichsweise gering
beänsprucht und lassen sich deswegen verhältnismäßig scharf ausbilden, ohne bei ihrer
Verwendung ab- oder auszubrechen. Scharfe Schneiden ermöglichen oder erleichtern zumindest
das Eindringen zwischen einen auf einer Oberfläche aufliegenden Kopf und die Oberfläche.
Insbesondere ist die Beanspruchung der zurückgesetzten Schneiden des erfindungsgemäßen
Werkzeugs unabhängig vom Werkstoff des Schafts, von dem der Kopf abgetrennt werden
soll, weil die zurückgesetzten Schneiden den Schaft nicht abtrennen. Bei geschlossenen
Backen ist der Abstand der zurückgesetzten Schneiden vorzugsweise mindestens so groß
wie der Schaft dick ist, so dass die zurückgesetzten Schneiden nicht oder kraftlos
am Schaft anliegen. Denkbar ist auch ein etwas kleinerer Abstand der zurückgesetzten
Schneiden voneinander bei geschlossenen Backen. Ihr Abstand sollte jedenfalls so groß
gewählt werden, dass eine Anlagekraft der zurückgesetzten Schneiden am Schaft bei
geschlossenen Backen die zurückgesetzten Schneiden nicht beschädigt, auch wenn sie
scharfkantig ausgebildet sind.
[0006] Nach dem Herausziehen des Schafts um ein kurzes Stück von beispielsweise 1 mm bis
2 mm aus dem Ankergrund mit den zurückgesetzten Schneiden wird das erfindungsgemäße
Werkzeug geöffnet, so dass sich die vorspringenden Schneiden so weit voneinander entfernen,
dass sie zwischen dem Kopf und der Oberfläche am Schaft angesetzt werden können. Durch
erneutes Schließen der Backen wird der Schaft von den vorspringenden Schneiden durchtrennt
und damit der Kopf vom Schaft abgetrennt. Die vorspringenden Schneiden können gerundet
oder stumpf ausgebildet sein, was sie vorzugsweise auch sind, so dass sie der Beanspruchung
beim Durchtrennen des Schafts standhalten. Mit "stumpf" ist gemein, dass die vorspringenden
Schneiden beispielsweise eine schmale, ebene Fläche anstatt einer Kante aufweisen.
Indem das werkzeug den Schaft erst so weit aus dem Ankergrund herauszieht, dass er
den vorspringenden Schneiden zugänglich ist, können die vorspringenden Schneiden so
stark gerundet oder stumpf ausgebildet werden, dass sie auch dem Durchtrennen eines
Schafts aus einem Stahl hoher Festigkeit und Zähigkeit standhalten.
[0007] Die Erfindung ermöglicht ein preisgünstiges Werkzeug, mit dem Köpfe von Schäften
schnell durch zweimaliges Schließen des Werkzeugs von Schäften abgetrennt werden können,
auch wenn die Schäfte aus einem Stahl hoher Festigkeit und Zähigkeit bestehen.
[0008] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung schlägt vor, dass die Backen Widerlagerflächen
aufweisen, die bei einem Ansetzen des Werkzeugs an dem abzutrennenden Kopf oder dem
zu durchtrennenden Schaft des Werkzeugs an der Oberfläche anliegen und das Werkzeug
dort an der Oberfläche abstützen. Die zurückgesetzten Schneiden befinden sich in einer
Ebene mit den Widerlagerflächen, wobei die Widerlagerflächen auch gerundet sein können.
Beispielsweise enden die Widerlagerflächen an den zurückgesetzten Schneiden. Diese
Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht ein Ansetzen des erfindungsgemäßen Werkzeugs
an einem Kopf eines in dem Ankergrund verankerten Schafts so, dass die zurückgesetzten
Schneiden an der Oberfläche anliegen, wenn sie gegen den Umfang des Kopfs gelangen.
Das ermöglicht ein bestmögliches Eindringen der zurückgesetzten Schneiden zwischen
den Kopf und die Oberfläche beim Schließen der Backen.
[0009] Vorzugsweise sind die Backen zumindest im Bereich der zurückgesetzten Schneiden nach
Art von Keilen ausgebildet, die beim Eindringen zwischen den Kopf und die Oberfläche
wie Keile wirken und den Kopf durch Keilkraft von der Oberfläche abheben, wobei sich
die Backen an der Oberfläche abstützen. Die Backen weisen zwei Keilflächen auf, deren
Übergang die vorzugsweise scharfkantigen, zurückgesetzten Schneiden bilden. Eine der
Keilflächen ist beispielsweise die Widerlagerfläche der Backen, mit denen sich die
Backen beim Herausziehen des Schafts aus dem Ankergrund an der Oberfläche abstützen.
Die anderen Keilflächen untergreifen den Kopf und drücken ihn von der Oberfläche ab,
wenn die Backen geschlossen werden. Die Keilflächen können eben oder beispielsweise
auch gerundet sein, wobei die Widerlagerflächen, wenn sie gerundet sind, vorzugsweise
konvex und die anderen Keilflächen, wenn sie gerundet sind, vorzugsweise konkav gerundet
sind.
[0010] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht einen seitlichen Anschlag des Werkzeugs
bzw. der Backen an einem Ende der vorspringenden Schneiden vor. Der Anschlag liegt
seitlich an dem von dem Schaft abzutrennenden Kopf an, wenn die vorspringenden Schneiden
zwischen dem Kopf und der Oberfläche am Schaft angesetzt werden. Der Anschlag vereinfacht
ein Positionieren des Werkzeugs beim Ansetzen der vorspringenden Schneiden am Schaft.
Für die zurückgesetzten Schneiden können die vorspringenden Schneiden einen seitlichen
Anschlag bilden.
[0011] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Werkzeug ein Handwerkzeug, d. h. ein handbestätigtes
Werkzeug, insbesondere ist es eine Zange. Das hat den Vorteil, dass das Werkzeug keine
Energieversorgung benötigt. Als Zange kann das erfindungsgemäße Werkzeug beispielsweise
ein Seitenschneider sein, wobei die vorspringenden und die zurückgesetzten Schneiden
hintereinander auf einer Seite der Backen oder die vorspringenden Schneiden auf einer
Seite und die zurückgesetzten Schneiden auf der anderen Seite der Backen angeordnet
sind. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Vornschneider als Zange vor, bei
der die Schneiden an vorderen, einem Zangengelenk fernen Enden der Backen angeordnet
sind. Die Zange kann eine Hebelzange mit einer kraftübersetzenden Hebelmechanik sein.
[0012] Die Umfangsfläche des Kopfs, der vom Schaft abgetrennt werden soll, kann senkrecht
auf die Oberfläche stoßen, wenn der Kopf an der Oberfläche anliegt. Auch dann werden
sich in den meisten Fällen die zurückgesetzten Schneiden des erfindungsgemäßen Werkzeugs
zwischen den Kopf und die Oberfläche zwängen, wenn die Backen geschlossen werden,
insbesondere wenn die zurückgesetzten Schneiden scharfkantig sind. Allerdings erleichtert
es das Ansetzen des erfindungsgemäßen Werkzeugs, das Eindringen der zurückgesetzten
Schneiden zwischen den Kopf und die Oberfläche, das Abheben des Kopf von der Oberfläche
und das Herausziehen des Schafts um ein kurzes Stück aus dem Ankergrund, wenn der
Kopf eine Hinterschneidung am Umfang aufweist. Die Hinterschneidung kann beispielsweise
durch einen gerundeten Umfangsrand des Kopfs oder eine Fase am Umfang des Kopfs, die
sich zur Oberfläche, d. h. zum Schaft verjüngt, gebildet sein. Es genügt eine niedrige
Hinterschneidung, die so hoch ist, dass die zurückgesetzten Schneiden gegen sie gelangen
können, wenn der Kopf an der Oberfläche anliegt. Die Hinterschneidung ist derart ausgebildet,
dass ein dem Schaft abgewandtes Ende der Hinterschneidung einen größeren Abstand von
einer Unterseite des Kopfs aufweist, als die zurückgesetzten Schneiden von der Widerlagerfläche
des Werkzeugs. Ein Kopf mit einer solchen, nämlich kegelstumpfförmigen Hinterschneidung
ist in einer Ausführungsform beschrieben. Insbesondere ist die Umfangsfläche des Kopfs
kegelstumpfförmig und verjüngt sich in Richtung des Schafts. Die kegelstumpfförmige,
die Hinterschneidung bildende Umfangsfläche des Kopfs ist axial höher als der Abstand
der zurückgesetzten Schneiden des Werkzeugs von dessen Widerlagerflächen, so dass
die zurückgesetzten Schneiden beim Ansetzen und Schließen des Werkzeugs gegen die
kegelstumpfförmige Umfangsfläche des von einem Schaft abzutrennenden Kopfs gelangen,
wenn das Werkzeug mit seinen Widerlagerflächen auf einer Oberfläche oder eines daran
befestigten Gegenstands und die Unterseite des Kopfs ebenfalls auf der Oberfläche
aufliegt.
[0013] In einer Ausführungsform ist ein nachspreizender Spreizanker mit einem Schaft und
einem vom Schaft abzutrennenden Kopf beschrieben. Ein nachspreizender Spreizanker
ist besonders zum Abtrennen seines Kopfs mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug geeignet,
weil sich sein Schaft wie bereits erläutert wie bei einem Nachspreizen ein kurzes
Stück aus dem Ankergrund herausziehen lässt.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren ist bereits anhand vorstehender Erläuterungen des
erfindungsgemäßen Werkzeugs erläutert worden, worauf zur Vermeidung von Wiederholungen
verwiesen wird.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert:
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Werkzeug zum Abtrennen eines Kopfs von einem Schaft gemäß der Erfindung;
- Figur 2
- einen vorderen Teil des Werkzeugs aus Figur 1 etwas schräg gestellt in größerer Darstellung
und von einer gegenüberliegenden Seite;
- Figur 3
- einen nachspreizenden Spreizanker mit einem Schaft mit einem Kopf;
- Figur 4
- ein Ansetzen des Werkzeugs aus Figur 1 an einem Kopf eines Schafts;
- Figur 5
- ein Herausziehen des Schafts aus einem Ankergrund mit dem Werkzeug aus Figur 1; und
- Figur 6
- ein Abtrennen des Kopfs vom Schaft mit dem Werkzeug aus Figur 1.
[0017] Das in Figur 1 dargestellte, erfindungsgemäße Werkzeug 1 ist ein Hebelvornschneider
2, also eine Zange mit einem Hebelmechanismus 3 zu einer Kraftübersetzung, die quer
zur Zange angeordnete Schneiden 4, 5 (siehe Figur 2) an vorderen Stirnenden zweier
Backen 6 der Zange aufweist. Das Werkzeug 1 ist also ein Handwerkzeug bzw. ein handbetätigtes
Werkzeug 1. Durch Schwenken von Hebeln 19 sind die Backen 6 mit den Schneiden 4, 5
über den Hebelmechanismus 3 zusammen- und auseinanderbewegbar, was auch als Schließen
und Öffnen der Backen 6 bzw. des Werkzeugs 1 aufgefasst werden kann. Figur 2 zeigt
einen vorderen Teil des Werkzeugs 1 mit geschlossenen Backen 6 von einer gegenüberliegenden
Seite wie. Figur 1. Die Backen 6 weisen auf einer Seite je eine zurückgesetzte Schneide
4 und eine vorspringende Schneide 5 neben der zurückgesetzten Schneide 4 auf der anderen
Seite der Backen 6 auf. Bei geschlossenen Backen 6 stoßen die vorspringenden Schneiden
5 gegeneinander, wogegen die zurückgesetzten Schneiden 4 einen Abstand voneinander
aufweisen. Die zurückgesetzten Schneiden 4 sind scharfkantig, wogegen die vorspringenden
Schneiden 5 gerundet sind. Vordere Stirnflächen der Backen 6 bilden Widerlagerflächen
7, die an den zurückgesetzten Schneiden 4 enden. An Innenseiten weisen die Backen
6 Keilflächen 8 auf, die ebenfalls an den zurückgesetzten Schneiden 4 enden, so dass
an den Backen 6 Keile 9 ausgebildet sind, die von den Keilflächen 8 und den Widerlagerflächen
7 begrenzt sind und spitz zu den scharfkantigen, zurückgesetzten Schneiden 4 auslaufen.
In der Ausführungsform sind die Keilflächen 8 konkav, was allerdings nicht zwingend
für die Erfindung ist.
[0018] Die vorspringenden Schneiden 5 sind an Keilen 10 ausgebildet, die von den Backen
6 nach innen aufeinander zu vorspringen. Auf der Seite der Backen 6, an der die vorspringenden
Schneiden 5 angeordnet sind, weist das Werkzeug 1 einen seitlichen Anschlag 11 auf.
[0019] Das Werkzeug 1 dient zum Abtrennen eines Kopfs 12 von einem Schaft 13 eines in Figur
3 dargestellten nachspreizenden Spreizankers 20. Der Spreizanker 20 dient zur Befestigung
von beispielsweise Brandschutzplatten 14 an einem Ankergrund 15, beispielsweise einem
Tübbing in einem Tunnel (Figur 4). Der Schaft 13 durchsetzt die Brandschutzplatte
14 und ist im Tübbing 15 verankert. Der Tübbing bildet den Ankergrund 15. Im Ausführungsbeispiel
bildet die dem Ankergrund 15 abgewandte Seite der Brandschutzplatte 14 eine Oberfläche
1.8. Durch Zug lässt sich der Spreizanker 20 nachspreizen, d. h. weiter aufspreizen,
beispielsweise wenn sich ein Ankerloch, in dem der Spreizanker verankert ist, in Folge
einer Rissbildung in einer Zugzone des Tübbings bzw. Ankergrunds 15 aufweitet. Durch
eine am Schaft 13 des Spreizarikers wirkende Zugkraft wird der Schaft 13 ein kurzes
Stück aus dem Tübbing bzw. Ankergrund 15 herausgezogen und spreizt dadurch nach. Der
Schaft 13 weist einen Spreizkonus 21 an seinem kopffernen Ende auf, auf dem eine geschlitzte
Spreizhülse 22 angeordnet ist. Beim Nachspreizen wird durch Zug am Schaft 13 der Spreizkonus
21 weiter in die Spreizhülse 22 eingezogen und weitet sie stärker auf, d. h. spreizt
die Spreizhülse weiter auf, was als Nachspreizen bezeichnet wird. Zur Bildung einer
Hinterschneidung 17 weist der Kopf 12 eine Fase 16 an seinem Umfang auf, die sich
in Richtung des Schafts 13 verjüngt. Die Fase 16 ist eine kegelstumpfförmige Fläche
am Umfang des Kopfs 12, die sich in Richtung des Schafts 13 verjüngt und eine Umfangsfläche
des Kopfs 12 bildet.
[0020] Zum Abtrennen des Kopfs 12 vom Schaft 13 des Spreizankers 20 wird das erfindungsgemäße
Werkzeug 1 wie in Figur. 4 gezeichnet mit geöffneten Backen 6 so angesetzt, dass die
Widerlagerflächen 7 an einer Oberfläche 18 der Brandschutzplatte 14 anliegen, der
Kopf 12 des Spreizankers 20 sich zwischen den zurückgesetzten Schneiden 4 befindet
und die Schneiden 4 beim Schließen gegen den Umfang des Kopfs 12 gelangen. Die zurückgesetzten
Schneiden 4 gelangen gegen die Fase 16, die die Hinterschneidung 17 des Kopfs 12 bildet.
Beim weiteren Schließen der Backen 6 zwängen sich die zurückgesetzten Schneiden 4
zwischen den Kopf 12 und die Brandschutzplatte 14, wobei das Hineinzwängen durch die
kegelstumpfförmige Fase 16 am Umfang des Kopfs 12 begünstigt ist, die sich in Richtung
des Schafts 13 und damit in Richtung der Brandschutzplatte 14 verjüngt. Ein dem Schaft
abgewandtes Ende der Hinterschneidung (17) weist in diesem Zustand einen größeren
Abstand von einer Unterseite des Kopfs (12) auf, als die zurückgesetzten Schneiden
(4) von der Widerlagerfläche (7). Durch Keilwirkung der einander zugewandten Keilelemente
9 an den Innenseiten der Backen 6, an deren Enden die zurückgesetzten Schneiden 4
ausgebildet sind, wird der Kopf 12 von der Brandschutzplatte 14 abgedrückt bzw. abgehoben
und der Schaft 13 entsprechend aus dem Tübbing bzw. Ankergrund 15 herausgezogen (Figur
5). Der Kopf 12 wird um beispielsweise etwa 2 mm von der Brandschutzplatte 14 abgehoben
und der Schaft 13 entsprechend ebenfalls um etwa 2 mm aus dem Tübbing bzw. Ankergrund
15 herausgezogen. Der Schaft 13 ist nunmehr zwischen dem Kopf 12 und der Brandschutzplatte
14 zugänglich. Beim Ansetzen des Werkzeugs 1 helfen die vorspringenden Schneiden 5
bei einem seitlichen Positionieren, weil die vorspringenden Schneiden 5 bzw. die Keile
10, an denen sie ausgebildet sind und die neben den vorspringenden Schneiden 4 angeordnet
sind, seitlich am Umfang des Kopfs 12 anlegbar sind.
[0021] Nach dem kurzen Herausziehen des Schafts 13 aus dem Tübbing bzw. Ankergrund 15 werden
die Backen 6 wieder geöffnet und das Werkzeug 1 wird seitlich so versetzt, dass sich
der Schaft 13 nunmehr zwischen den vorspringenden Schneiden 5 befindet. Zum seitlichen
Positionieren dient der seitliche Anschlag 11 des Werkzeuges 1, der an den Umfang
des Kopfs 12 anlegbar ist. Anschließend werden die Backen 6 wieder geschlossen, die
vorspringenden Schneiden 5 dringen in den Schaft 13 ein und Durchtrennen ihn, so dass
der Kopf 12 vom Schaft 13 abgetrennt ist, wie in Figur 6 dargestellt.
[0022] Nach dem Abtrennen der Köpfe 12 aller Spreizanker, mit denen die Brandschutzplatte
14 am Tübbing bzw. Ankergrund 15 befestigt ist, kann die Brandschutzplatte 14 vom
Ankergrund abgenommen werden. Zu einer erneuten Befestigung werden die Schäfte 13
der Spreizanker 20, die bei abgenommener Brandschutzplatte 14 aus dem Tübbing bzw.
Ankergrund 15 vorstehen, in den Tübbing bzw. Ankergrund 15 eingeschlagen. Danach kann
die Brandschutzplatte 14 mit neuen Spreizankern 20 wieder am Tübbing bzw. Ankergrund
15 befestigt werden.
[0023] Im Tunnelbau bestehen Spreizanker aus korrosionsbeständigem Stahl hoher Festigkeit
und Zähigkeit beispielsweise der Sorte A4 oder 1.4529. Zum Durchtrennen ist ein dementsprechend
ausreichend stabiles Werkzeug 1 notwendig. Weil die zurückgesetzten Schneiden 4 nicht
zum Durchtrennen des Schafts 13 verwendet werden, ist ihre Beanspruchung vergleichsweise
niedrig und sie können deswegen scharfkantig ausgeführt sein, damit sie sich zwischen
den an der Brandschutzplatte 14 anliegenden Kopf 12 und die Brandschutzplatte 14 zwängen
lassen. Die zum Durchtrennen des Schafts 13 verwendeten vorspringenden Schneiden 5
lassen sich durch ihre Rundung oder durch eine stumpfe Ausbildung (nicht dargestellt)
so stabil ausbilden, dass sie in der Lage sind, den Schaft 13 durchzutrennen, ohne
beschädigt zu werden, auch wenn der Schaft 13 aus einem Stahl hoher Festigkeit und
Zähigkeit besteht.
Bezugszeichenliste
Werkzeug, System und Verfahren zum Abtrennen eines Kopfs von einem Schaft
[0024]
- 1
- Werkzeug
- 2
- Hebelvornschneider
- 3
- Hebelmechanismus
- 4
- zurückgesetzte Schneide
- 5
- vorspringende Schneide
- 6
- Backe
- 7
- Widerlagerfläche.
- 8
- Keilfläche
- 9
- Keil
- 10
- Keil
- 11
- seitlicher Anschlag
- 12
- Kopf
- 13
- Schaft
- 14
- Brandschutzplatte
- 15
- Ankergrund
- 16
- Fase
- 17
- Hinterschneidung
- 18
- Oberfläche
- 19
- Hebel
- 20
- Spreizanker
- 21
- Spreizkonus
- 22
- Spreizhülse
1. Werkzeug zum Abtrennen eines Kopfs (12) von einem Schaft (13), mit mindestens zwei
Schneiden (4, 5) aufweisenden Backen (6), die aufeinander zubewegbar sind, wobei die
Backen (6) zurückgesetzte Schneiden (4) aufweisen, die bei geschlossenen Backen (6)
einen Abstand voneinander aufweisen, der mindestens ungefähr so groß wie der Schaft
(13) dick ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (6) vorspringende Schneiden (5) aufweisen, die bei einem Schließen der
Backen (6) so dicht zueinander gelangen, dass sie einen zwischen sich befindlichen
Schaft (13) durchtrennen.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorspringenden Schneiden (5) gerundet oder stumpf sind.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (6) Widerlagerflächen (7) zum Abstützen des Werkzeugs (1) an einer Oberfläche
(18) aufweisen und dass sich die zurückgesetzten Schneiden (4) in einer Ebene mit
den Widerlagerflächen (7) der Backen (6) befinden.
4. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (6) Keilflächen (8) aufweisen, die sich an die zurückgesetzten Schneiden
(4) anschließen und die Keile (9) mit den Widerlagerflächen (7) bilden.
5. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1) einen Anschlag (11) für den von dem Schaft (13) abzutrennenden Kopf
(12) an einem den zurückgesetzten Schneiden (4) fernen Ende der vorspringenden Schneiden
(5) aufweist.
6. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1) ein Handwerkzeug ist.
7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1) eine Zange Ist.
8. System zum Abtrennen eines Kopfs (12) von einem Schaft (13), mit einem Werkzeug nach
einem der Ansprüche 3 - 7, das mindestens zwei aufeinander zubewegbare Backen (6)
mit einer vorspringenden Schneide (5) und einer zurückgesetzten Schneide (4) und mit
einer Widerlagerfläche (7), in deren Ebene sich die zurückgesetzten Schneiden (4)
befinden, aufweist, wobei bei einem Schließen der Backen (6) die vorspringenden Schneiden
(5) so dicht zueinander gelangen, dass sie einen zwischen sich befindlichen Schaft
(13) abtrennen und die zurückgesetzten Schneiden (4) einen Abstand voneinander aufweisen,
der mindestens ungefähr so groß wie der Schaft (13) dick ist, aufweist und mit einem
einen Kopf (12) aufweisenden Schaft (13), dadurch gekennzeichnet" dass die Backen (6) des Werkzeugs (1) eine Widerlagerfläche (7) zum Abstützen des
Werkzeugs (1) an einer Oberfläche (18) aufweisen, dass der Kopf (12) des Schafts (13)
eine Hinterschneidung (17) aufweist und dass ein dem Schaft abgewandtes Ende der Hinterschneidung
(17) einen größeren Abstand von einer Unterseite des Kopfs (12) aufweist als die zurückgesetzten
Schneiden (4) von der Widerlagerfläche (7).
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (12) und der Schaft (13) Bestandteile eines nachspreizenden Spreizankers
sind.
10. Verfahren zum Abtrennen eines Kopfs (12) von einem Schaft (13), wobei der Schaft (13)
in einem Ankergrund (15) befestigt ist und der Kopf (12) an einer Oberfläche (18)
anliegt, mit einem Werkzeug (1) nach einem der Ansprüche 3 - 7, das mindestens zwei
Backen (6) mit einer vorspringenden Schneide (5) und einer zurückgesetzten Schneide
(4) aufweist, wobei bei einem Schließen der Backen (6) die vorspringenden Schneiden
(5) so dicht zueinander gelangen, dass sie einen zwischen sich befindlichen Schaft
(13) abtrennen und die zurückgesetzten Schneiden (4) einen Abstand voneinander aufweisen,
der mindestens ungefähr so groß wie der Schaft (13) dick ist, und mit Widerlagerflächen
(7) zum Abstützen des Werkzeugs (1) an der Oberfläche (18), dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (6) so an dem Kopf (12) angesetzt werden, dass die Widerlagerflächen (7)
an der Oberfläche (18) anliegen, dass die Backen (6) geschlossen werden, so dass die
zurückgesetzten Schneiden (4) zwischen den Kopf (12) und die Oberfläche (18) gelangen
und der Kopf (12) von der Oberfläche (18) abgehoben und der Schaft (13) etwas aus
dem Ankergrund (15) herausgezogen wird, dass danach die Backen (6) wieder geöffnet
und die vorspringenden Schneiden (5) des Werkzeugs (1) zwischen dem Kopf (12) und
der Oberfläche (18) am Schaft (13) angesetzt und die Backen (6) dann geschlossen werden,
so dass die vorspringenden Schneiden (5) den Schaft (13) durchtrennen.
1. Tool for separating a head (12) from a shank (13), with at least two jaws (6) having
blades (4, 5), which jaws are movable towards one another, the jaws (6) having set-back
blades (4) which, when the jaws (6) are in the closed position, are spaced apart from
one another by a distance which is at least approximately as large as the shank (13)
is thick, characterised in that the jaws (6) have projecting blades (5) which, when the jaws (6) are closed, come
so close together that they cut through a shank (13) located therebetween.
2. Tool according to claim 1, characterised in that the projecting blades (5) are rounded or blunt.
3. Tool according to claim 1 or 2, characterised in that the jaws (6) have counter-bearing faces (7) for supporting the tool (1) against a
surface (18), and the set-back blades (4) are located in the same plane as the counter-bearing
faces (7) of the jaws (6).
4. Tool according to claim 3, characterised in that the jaws (6) have wedge faces (8) which adjoin the set-back blades (4) and form the
wedges (9) with the counter-bearing faces (7).
5. Tool according to any one of the preceding claims, characterised in that at an end of the projecting blades (5) remote from the set-back blades (4) the tool
(1) has a stop (11) for the head (12) to be separated from the shank (13).
6. Tool according to any one of the preceding claims, characterised in that the tool (1) is a hand tool.
7. Tool according to claim 6, characterised in that the tool (1) is a pair of pliers.
8. System for separating a head (12) from a shank (13), having a tool according to any
one of claims 3 - 7 which has at least two jaws (6), which are movable towards one
another, with a projecting blade (5) and a set-back blade (4) and with a counter-bearing
face (7) in the plane of which the set-back blades (4) are located, wherein when the
jaws (6) are closed the projecting blades (5) come so close together that they cut
off a shank (13) located therebetween and the set-back blades (4) are spaced apart
from one another by a distance which is at least approximately as large as the shank
(13) is thick, and with a shank (13) having a head (12), characterised in that the jaws (6) of the tool (1) have a counter-bearing face (7) for supporting the tool
(1) against a surface (18); the head (12) of the shank (13) has an undercut (17);
and an end of the undercut (17) remote from the shank is spaced a greater distance
apart from an underside of the head (12) than the set-back blades (4) are spaced apart
from the counter-bearing face (7).
9. System according to claim 8, characterised in that the head (12) and the shank (13) are components of an expansible anchor capable of
follow-up expansion.
10. Method of separating a head (12) from a shank (13), wherein the shank (13) is fixed
in an anchoring substrate (15) and the head (12) rests against a surface (18), having
a tool (1) according to any one of claims 3 - 7 which has at least two jaws (6) with
a projecting blade (5) and a set-back blade (4), wherein when the jaws (6) are closed
the projecting blades (5) come so close together that they cut off a shank (13) located
therebetween and the set-back blades (4) are spaced apart from one another by a distance
which is at least approximately as large as the shank (13) is thick, and with counter-bearing
faces (7) for supporting the tool (1) against the surface (18), characterised in that the jaws (6) are positioned against the head (12) so that the counter-bearing faces
(7) rest against the surface (18); the jaws (6) are closed so that the set-back blades
(4) pass between the head (12) and the surface (18) and the head (12) is lifted away
from the surface (18) and the shank (13) is pulled slightly out of the anchoring substrate
(15); the jaws (6) are subsequently opened again and the projecting blades (5) of
the tool (1) are positioned against the shank (13) between the head (12) and the surface
(18) and the jaws (6) are then closed so that the projecting blades (5) cut through
the shank (13).
1. Outil pour détacher une tête (12) d'une tige (13), avec des mâchoires (6) qui présentent
au moins deux tranchants (4, 5) et qui peuvent être déplacées l'une vers l'autre,
sachant que les mâchoires (6) présentent des tranchants en retrait (4) qui, lorsque
les mâchoires (6) sont fermées, présentent une distance mutuelle qui est au moins
approximativement égale à l'épaisseur de la tige (13), caractérisé en ce que les mâchoires (6) présentent des tranchants en saillie (5) qui, lors de la fermeture
des mâchoires (6), parviennent tellement près l'un de l'autre qu'ils sectionnent une
tige (13) se trouvant entre eux.
2. Outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les tranchants en saillie (5) sont arrondis ou obtus.
3. Outil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les mâchoires (6) présentent des faces de contre-appui (7) pour appuyer l'outil (1)
contre une surface (18), et en ce que les tranchants en retrait (4) se trouvent dans un même plan avec les faces de contre-appui
(7) des mâchoires (6).
4. Outil selon la revendication 3, caractérisé en ce que les mâchoires (6) présentent des faces biaises (8), qui font suite aux tranchants
en retrait (4) et forment les coins (9) avec les faces de contre-appui (7).
5. Outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'outil (1) présente, à une extrémité des tranchants en saillie (5) qui est éloignée
des tranchants en retrait (4), une butée (11) pour la tête (12) à détacher de la tige
(13).
6. Outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'outil (1) est un outil à main.
7. Outil selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'outil (1) est une pince.
8. Système pour détacher une tête (12) d'une tige (13), avec un outil selon l'une des
revendications 3 à 7 qui présente au moins deux mâchoires (6) pouvant être déplacées
l'une vers l'autre et dotées d'un tranchant en saillie (5), d'un tranchant en retrait
(4) et d'une face de contre-appui (7) dans le plan de laquelle se trouvent les tranchants
en retrait (4), sachant que, lors de la fermeture des mâchoires (6), les tranchants
en saillie (5) parviennent tellement près l'un de l'autre qu'ils sectionnent une tige
(13) se trouvant entre eux et les tranchants en retrait (4) présentent une distance
mutuelle qui est au moins approximativement égale à l'épaisseur de la tige (13), et
avec une tige (13) présentant une tête (12), caractérisé en ce que les mâchoires (6) de l'outil (1) présentent une face de contre-appui (7) pour appuyer
l'outil (1) contre une surface (18), en ce que la tête (12) de la tige (13) présente une contre-dépouille (17), et en ce qu'une extrémité de la contre-dépouille (17) qui est opposée à la tige présente une distance
par rapport à un coté inférieur de la tête (12) qui est plus grande que la distance
entre les tranchants en retrait (4) et la face de contre-appui (7).
9. Système selon la revendication 8, caractérisé en ce que la tête (12) et la tige (13) font partie d'un élément d'ancrage à post-expansion.
10. Procédé pour détacher une tête (12) d'une tige (13), sachant que la tige (13) est
fixée dans un fond d'ancrage (15) et que la tête (12) s'applique contre une surface
(18), avec un outil (1) selon l'une des revendications 3 à 7 qui présente au moins
deux mâchoires (6) dotées d'un tranchant en saillie (5) et d'un tranchant en retrait
(4), sachant que, lors de la fermeture des mâchoires (6), les tranchants en saillie
(5) parviennent tellement près l'un de l'autre qu'ils sectionnent une tige (13) se
trouvant entre eux et les tranchants en retrait (4) présentent une distance mutuelle
qui est au moins approximativement égale à l'épaisseur de la tige (13), et avec des
faces de contre-appui (7) pour appuyer l'outil (1) contre la surface (18), caractérisé en ce que les mâchoires (6) sont placées sur la tête (12) de telle sorte que les faces de contre-appui
(7) s'appliquent contre la surface (18), en ce que les mâchoires (6) sont fermées, de sorte que les tranchants en retrait (4) parviennent
entre la tête (12) et la surface (18) et décollent la tête (12) de la surface (18)
et que la tige (13) est tirée quelque peu hors du fond d'ancrage (15), en ce que les mâchoires (6) sont ensuite rouvertes et les tranchants en saillie (5) de l'outil
(1) sont placés sur la tige (13) entre la tête (12) et la surface (18), et les mâchoires
(6) sont alors fermées, de sorte que les tranchants en saillie (5) sectionnent la
tige (13).
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