[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verschließelement gemäß Oberbegriff Patentanspruch
1 sowie auf eine Verschließmaschine gemäß Oberbegriff Patentanspruch 7.
[0002] Verschließelemente zum Verschließen von Flaschen oder dergleichen Behältern, insbesondere
mit Behälterverschlüssen in Form von Schraubverschlüssen sind bekannt. Grundsätzlich
bestehen derartige Verschließelemente aus jeweils einem Verschließkopf oder Verschließkonus
zur Aufnahme des jeweiligen Behälterverschlusses, der mit dem Verschließkopf auf dem
jeweiligen Behälter in einer Zustellbewegung oder in einem Zustellhub im Bereich seiner
Behältermündung aufgesetzt (Fügen) und dann unter Anpressen gegen den Behälter auf
diesen durch An- oder Aufschrauben fixiert wird. Der Verschließkopf ist hierfür in
einer vertikalen Verschließelementachse mit einer Hubbewegung in einem Füge- oder
Zustellhub (Spindelhub) axial zwischen einer angehobenen und einer abgesenkten Position
bewegbar sowie um die Verschließelementachse (VA) zum Fixieren bzw. Festschrauben
des Behälterverschlusses am Behälter drehbar (Dreh- oder Schraubbewegung). Das Verschließen
umfasst somit das Zustellen oder Fügen und das anschließende Fixieren des Behälterverschlusses,
z.B. durch An- oder Aufschrauben an oder auf den Behälter.
[0003] Bei bekannten Verschließelementen oder Verschließmaschinen ist für die Dreh- und
Schraubbewegung jeweils ein motorischer Antrieb (elektrischer Spindelantrieb) vorgesehen,
während der Zustellhub üblicherweise durch Hubkurven erzeugt wird. Nachteilig ist
hierbei, dass zur Anpassung des Zustell- und Anpresshubes bzw. der Hubbewegung an
unterschiedliche Behälterverschlüsse bzw. Höhe von Behälterverschlüssen die Hubkurven
ausgetauscht werden müssen. Nachteilig ist weiterhin, dass vielfach für den Zustellhub
auch die den Verschließkopf tragende Welle oder Spindel mit bewegt werden muss und
dass bekannte Verschließelemente eine Vielzahl von beweglichen Teilen, Führungen,
Lager, eventuell auch Zahnräder usw. aufweisen, die u.a. schwer zugängliche Bereiche,
wie Ecken, Spalten usw. mit der Gefahr einer Verkeimung bilden und sich funktionsbedingt
in einem Raum befinden, in dem die Verschließpositionen und damit auch die anfänglich
noch offenen Behälter angeordnet sind. Hierdurch besteht ein hohes mikrobiologisches
Risiko für die gerade befüllten und noch offenen Behälter.
[0004] Ein Verschließelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wird dabei durch
DE 10 2007 057 857 A1 offenbart.
[0005] Nachteilig ist bei den bekannten Verschließelementen oder Verschließmaschinen weiterhin,
dass sich diese noch sehr beschränkt für die Anwendung in Steril-, Reinoder Ultraclean-Räumen
eignen. Diese nur eingeschränkte Nutzbarkeit resultiert daraus, dass diese bekannten
Elemente stets eine Kombination einer Rotationsbewegung mit einer axialen Bewegung
aufweisen, wobei durch die axiale Bewegung stets Verschmutzungen und/oder Keime aus
der Umgebung in den Raum mit besonderen Reinheitsanforderungen eingetragen werden
können, wodurch letztlich eine Kontamination der abgefüllten Produkte nicht völlig
ausgeschlossen werden kann.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verschließelement aufzuzeigen, welches sich durch
eine vereinfachte und kompakte Bauweise aufweist und bei welchem das oben beschriebene
Kontaminationsrisiko zumindest erheblich vermindert ist.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verschließelement entsprechend dem Patenanspruch
1 ausgebildet. Eine Verschließmaschine ist Gegenstand des Patentanspruchs 7.
[0008] Das erfindungsgemäße Verschließelement zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass nicht
nur für das Fixieren bzw. Aufschrauben des jeweiligen Verschlusses auf den Behälter,
d.h. zur Erzeugung der hierfür erforderlichen Dreh- und Schraubbewegung, sondern auch
für die vertikale Hubbewegung (Spindelhub) ein für jedes Verschließelement einer Verschließmaschine
eingeständiger Antrieb vorgesehen ist. Diese Antriebe sind weiterhin so ausgebildet,
dass zumindest das Antriebsglied eines Antriebs und dabei vorzugsweise zumindest der
Antrieb für die Dreh- und Schraubbewegung in Bezug auf die Verschließelementachse
beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren des Behälterverschlusses keine axiale
Bewegung ausführt, sondern als durch seinen Antrieb drehbar angetriebene Spindel oder
Welle ausgebildet ist. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die Antriebe außerhalb bzw.
oberhalb des Raumes anzuordnen, in dem sich die Verschließköpfe und Behälter bewegen,
und dabei eine vereinfachte wirksame Abdichtung für das axial nicht bewegte Antriebsglied
am Durchtritt in diesen Raum vorzusehen.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Antriebsglied des Antriebs für die
Hubbewegung und das Antriebsglied des Antriebs für die Dreh- und Schraubbewegung jeweils
eine drehbar gelagerte, aber axial nicht bewegte Spindel oder Welle, wobei diese Wellen
dann bevorzugt achsgleich miteinander angeordnet und hierfür zumindest eine Welle
als Hohlwelle ausgebildet ist. Die Drehbewegung einer Welle wird dabei über ein Hub-
oder Spindelgetriebe in die axiale Hubbewegung umgesetzt, die dann ebenso wie die
Dreh- und Schraubbewegung durch eine entsprechende Ansteuerung der beiden Antriebe
relativ zueinander erzeugt wird. Das Hub- oder Spindelgetriebe, welches sehr kompakt
bzw. kleinvolumig und konstruktiv einfach ausgeführt werden kann, ist beispielsweise
unmittelbar über dem Verschließkopf bzw. in dem Raum angeordnet, in dem sich auch
die Behälter zumindest mit ihrer Behälteröffnung bewegen.
[0010] Der Ausdruck "im Wesentlichen" bzw. "etwa" bedeutet im Sinne der Erfindung Abweichungen
vom jeweils exakten Wert um +/- 10%, bevorzugt um +/- 5% und/oder Abweichungen in
Form von für die Funktion unbedeutenden Änderungen.
[0011] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
[0012] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 6, die jeweils in vereinfachter
Darstellung und teilweise im Schnitt Verschließelemente in unterschiedlichen Ausführungen
zusammen mit einem Behälter in Form einer Flasche zeigen, näher erläutert. In den
Figuren 7 und 8 ist eine Variante des Verschließelementes dargestellt, bei welcher
die Achse des Antriebes für die gesteuerte Hubbewegung nicht konzentrisch zur Achse
des Antriebes zur gesteuerten Drehbewegung des Verschließkopf angeordnet ist, sondern
parallel versetzt hierzu.
[0013] Das in den Figuren 1 - 6 jeweils allgemein mit 1 a, 1 b, 1 c, 1 d, 1 e bzw. 1f bezeichnete
Verschließelemente ist jeweils Bestandteil einer Verschließmaschine 2 (Verschließer)
umlaufender Bauart und ist zusammen mit einer Vielzahl gleichartiger Verschließelemente
1a - 1f am Umfang eines um eine vertikale Maschinenachse MA umlaufend antreibbaren
Rotors 3 vorgesehen. Jedes Verschließelement 1a - 1f bildet am Umfang des Rotors 3
eine Verschließposition 4 zum Verschließen von Behältern 5 in Form von Flaschen mit
jeweils einem kappenartigen Behälterverschluss 6, der als Schraubverschluss am Behälter
durch Aufdrehen auf ein im Bereich der Behälteröffnung vorgesehenes Behältergewinde
fixiert wird. Die Behälter 5 sind hierbei an einem Behälterträger 7 mit einem Behälter-
oder Mündungsflansch hängend unter dem jeweiligen Verschließelement 1a - 1f achsgleich
mit einer vertikalen Verschließelementachse VA gehalten, wobei grundsätzlich die Behälter
auch am Boden aufstehen können.
[0014] Jedes Verschließelement 1a - 1f ist mit einem Verschließkonus oder -kopf 8 ausgebildet.
Bei umlaufendem Rotor 3 nimmt der Verschließkonus oder -kopf 8 an einer Verschlussaufgabeposition
der Verschließmaschine 2 den jeweiligen Behälterverschluss 6 auf, sodass dieser dann
in der nach unten hin offenen Ausnehmung des Verschließkopfes 8 in geeigneter Weise,
beispielsweise durch Klemmsitz gehalten ist.
[0015] Mit weiterer Rotation des Rotors 3 führt der Verschließkopf 8 eine Hubbewegung A
aus, mit welcher der jeweilige Behälterverschluss 6 auf die Behälteröffnung des zu
verschließenden Behälters 5 abgesenkt und anschließend mit der Drehbewegung B durch
Drehen um die Verschließelementachse VA durch Aufschrauben auf dem Behälter 5 befestigt
wird. Vorzugsweise erfolgt die Hubbewegung A derart, dass diese einen, bezogen auf
die Verschließelementachse VA axialen Füge- oder Zustellhub darstellt.
[0016] Anschließend gibt der Verschließkopf 8 den Behälterverschluss 6 durch einen axialen,
nach oben gerichteten Rückhub wieder frei.
[0017] Hierfür sind wenigstens zwei Bewegungen des Verschließkopf 8 erforderlich, nämlich
die Hubbewegung A für den Zustellhub nach unten und Rückhub nach oben sowie die Drehbewegung
B um die Verschließelementachse VA zum Aufschrauben des jeweiligen Behälterverschlusses
6 auf einen Behälter 5. Weiterhin ist es auch erforderlich, eventuell im Verschließkopf
8 verbliebene Behälterverschlüsse 6, d.h. solche Behälterverschlüsse 6, die nicht
auf einen Behälter 5 aufgebracht wurden, vor der Aufnahme eines weiteren Behälterverschlusses
6 aus dem Verschließkopf 8 auszustoßen. Diese grundsätzlichen Merkmale sind allen
Verschließelementen 1a - 1f gemeinsam. Weiterhin ist es erforderlich, den jeweiligen
Behälterverschluss 6 während des Aufschraubens auf das Behältergewinde gegen den Behälter
5 axial anzudrücken (Verschlussanpressdruck). Im Detail sind die Verschließelemente
1a - 1f hierfür in der nachstehend beschriebenen Weise ausgeführt. Aus Gründen der
vereinfachten Darstellung, ist in den Figuren 4 und 5 keine Anpressfeder für den Anpressdruck
des Verschließerkopfes gezeigt.
Verschließelement 1 a
[0018] Das in der Figur 1 dargestellte und nicht erfindungsgemäße Verschließelement 1 a
weist u.a. zwei konzentrisch bzw. achsgleich angeordnete Antriebe 10 und 11 auf, von
denen der Antrieb 10 die gesteuerte Hubbewegung A in der Verschließelementachse VA
und der Antrieb 11 die gesteuerte Drehbewegung B des Verschließkopf 8 um die Verschließelementachse
VA bewirken. Beide Antriebe 10 und 11 befinden sich oberhalb der Oberseite des Rotors
3 und damit außerhalb des Raumes der Verschließposition 4, der (Raum) beispielsweise
bei Füll- und Verschließanlagen zum aseptischen oder sterilen Füllen und Verschließen
der Behälter 5 mit einem sterilen gas- und/oder dampfförmigen Medium, beispielsweise
mit steriler Luft beaufschlagt ist und in dem sich die Behälter 5 zumindest mit ihren
oberen die Behälteröffnungen aufweisenden Behälterabschnitten bewegen. Die Antriebe
10 und 11 sind fest mit dem Rotor 3 verbunden.
[0019] Der Antrieb 10, der bei der dargestellten Ausführungsform oberhalb des Antriebes
11 vorgesehen und als Hubantrieb oder Hubelement ausgebildet ist, wirkt auf das obere
Ende einer Führungseinrichtung 12 ein, die aus zwei parallel zur Verschließelementachse
VA angeordneten und gegenüber dieser radial versetzten Führungsstangen 13 besteht,
die in dem Rotor 3 in dortigen Führungen 14 axial verschiebbar geführt sind. An ihren
oberen, über den Rotor 3 und den Antrieb 11 vorstehenden Enden sind die beiden Führungsstangen
13 durch eine Traverse 15 miteinander verbunden, auf die der Antrieb 10 einwirkt.
An den unteren, über die Unterseite des Rotors 3 vorstehenden Enden sind die beiden
Führungsstangen 13 durch eine Traverse 16 miteinander verbunden, in der eine Welle
17 um die Verschließelementachse VA drehbar gelagert ist. Am unteren, über die Unterseite
der Traverse 16 vorstehenden Ende der Welle 17 ist der achsgleich mit dieser Welle
und mit der Verschließelementachse VA angeordnete Verschließkopf 8 vorgesehen. Durch
eine zwischen der Traverse 16 und der Oberseite des Verschließkopf 8 wirkende, die
Welle 17 umschließende Druck- oder Anpressfeder 9 ist der Verschließkopf 8 zur Erzeugung
des Verschlussanpressdruckes in eine untere Stellung vorgespannt.
[0020] Der Antrieb 11 ist als Drehantrieb oder als elektrischer Dreh- oder Servo-Antrieb
ausgebildet, und zwar mit einer Spindel oder Welle 18a, die achsgleich mit der Verschließelementachse
VA angeordnet ist und durch eine Bohrung des Rotors 3 hindurchgeführt und z.B. im
Gehäuse des Antriebs 11 drehbar gelagert ist, so dass die Welle 18a beim Verschließen,
d.h. beim Fügen und Fixieren des Behälterverschlusses 5 bezogen auf die Verschließelementachse
VA axial nicht bewegt wird.
[0021] An ihrem unteren, dem Antrieb 11 entfernt liegenden Ende ist die Welle 18 als Hohlwelle
ausgeführt, in deren Ausnehmung 19 die Welle 17 mit ihrem oberen Bereich hineinreicht,
und zwar derart, dass die Welle 17 innerhalb der Ausnehmung 19 relativ zu der Welle
18a axial um den Zustell- und Rückhub der Hubbewegung A bewegbar ist. Durch mindestens
einen Mitnehmer 21, der in einen Schlitz 20 der Welle 18a eingreift, ist die Welle
17 für die Drehbewegung B um die Verschließelementachse VA antriebsmäßig mit der Welle
18a verbunden. Der Durchtritt der Führungsstangen 13 durch den Rotor 3 ist mit jeweils
einer nur schematisch angedeuteten Faltenbalgdichtung 22 oder einer geeigneten anderen
Dichtung abgedichtet.
[0022] Da die Welle 18a beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren des Behälterverschlusses
5 keine axiale Bewegung durchführt, ist das Abdichten des Durchtritts dieser Welle
durch den Rotor 3 mit relativ einfachen Dichtungen zuverlässig möglich, sodass insgesamt
ein dichter Abschluss des sterilen Raums der Verschließpositionen 4 gegenüber der
äußeren Umgebung oberhalb des Rotors 3 erreicht werden kann, und zwar bei außerhalb
des sterilen Raumes angeordneten Antrieben 10 und 11.
Verschließelemente 1b
[0023] Die Figur 2 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Verschließelement 1b, welches wiederum
den als Hubantrieb ausgebildeten Antrieb 10 und den als Drehantrieb bzw. als elektrischen
Servo-Antrieb ausgebildeten Antrieb 11 aufweist Der Antrieb 10 wirkt bei dieser Ausführungsform
auf das obere Ende einer achsgleich mit der Verschließelementachse VA angeordneten
Hubstange 23 ein, die an ihrem über die Unterseite des Rotors 3 vorstehenden Bereich
mit einem Bund 23.1 versehen ist, auf welchem sich ein Führungsstück 24 abstützt.
Letzteres ist Teil einer achsgleich mit der Verschließelementachse VA angeordneten
Hohlwelle 25, an deren unteren Ende der Verschließkopf 8 befestigt ist. Das Führungsstück
24 ist in Bezug auf die Verschließelementachse VA axial verschiebbar an Führungsstangen
26 geführt, die parallel zur Verschließelementachse VA angeordnet und gegenüber dieser
radial versetzt sind. Die Führungsstangen 26 sind mit ihrem oberen Ende stirnseitig
an der Welle 18b des Antriebs 11 befestigt, die als Hohlwelle ausgeführt ist. Mit
ihren unteren Enden sind die Führungsstangen 26 über einen Ring 27 miteinander verbunden.
Das Verschließelement 1 b weist wiederum eine als Druckfeder ausgebildete und die
Hubstange 23 umschließende Anpressfeder 9 für den Verschlussanpressdruck auf, die
zwischen dem Führungsstück 24 und einem oberen an der Hubstange 23 oberhalb des Führungsstücks
24 ausgebildeten Bund 23.2 wirkt.
[0024] Wie die Figur 2 auch zeigt, bildet die Welle 18b den Rotor des Antriebes 11 und ist
nicht nur im Gehäuse dieses Antriebs drehbar gelagert, sondern weist auch die mit
einem äußeren Stator bzw. mit einer äußeren Statorwicklung 28 zusammenwirkenden Rotorelemente
29 auf, die beispielsweise von einer Rotorwicklung oder aber bevorzugt von mehreren
Permanentmagneten gebildet sind. Mit dem Antrieb 10 ist über die Hubstange 23 die
gesteuerte Hubbewegung A des Verschließkopfes 8 möglich. Über die Führungsstangen
26 und das an diesen Führungsstangen geführte Führungsstück 24 und die Hohlwelle 25
ist die Drehbewegung B des Verschließkopfes mit dem Antrieb 11 möglich. Wie die Figur
2 weiterhin zeigt, steht die Hubstange 23 über den unteren Bund 23.1 mit einer Teillänge
vor. Diese Teillänge ist so gewählt, dass das untere Ende der Hubstange 23 als Stößel
23.3 ausgeformt ist, welches bei angehobenem Verschließkopf 8 durch eine Öffnung 8.1
in diesen Verschließkopf 8 hineinreicht und dadurch einen eventuell im Verschließkopf
verbliebenen Behälterverschluss 6 ausstößt. Auch bei dem Verschließelement 1 b wird
die Welle 18b des Antriebs 11 beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren axial
nicht bewegt.
Verschließelement 1 c
[0025] Das in der Figur 3 dargestellte Verschließelement 1c weist wiederum die beiden konzentrisch
bzw. achsgleich angeordneten Antriebe 10 und 11 oberhalb der Oberseite des Rotors
3 auf, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform den Antrieb 10 oberhalb des
Antriebs 11. Bei dieser Ausführungsform ist der Antrieb 10 ebenfalls als Drehantrieb
ausgeführt, und zwar mit einer Spindel oder Welle 30c, die von der als Hohlwelle ausgebildeten
Welle 18c des Antriebs 11 umschlossen ist. Beide Wellen 18c und 30c sind achsgleich
mit einander angeordnet. Die Welle 30c ist an ihrem unteren Ende als Gewindespindel
mit einem Gewinde 31 ausgebildet, die in eine achsgleich mit der VA angeordnete Gewindehülse
32 eingreift. Auf der Gewindehülse 32 ist ein Ring 33 vorgesehen, an dessen Unterseite
der Verschließkopf 8 befestigt ist. Das mit dem Innengewinde der Gewindehülse 32 zusammenwirkende
Gewinde 31 bildet ein Hub- oder Spindelgetriebe 34, welches die Drehbewegung der Welle
30c in die Hubbewegung A umsetzt. Über Führungsstangen 35, die parallel zur Verschließelementachse
VA angeordnet und gegenüber dieser radial versetzt sind und die über die den Verschließkopf
8 abgewandte Oberseite des Ringes 33 vorstehen, ist dieser Ring 33 bezogen auf die
Verschließelementachse VA axial an dem unteren Ende der Welle 18c verschiebbar geführt.
Weiterhin ist der Ring 33 auch um einen kleineren Hub in Richtung der Verschließelementachse
VA relativ zur Gewindehülse 32 bewegbar, wobei diese Gewindehülse aber über Führungsstifte
35.1 gegen Verdrehen relativ zum Ring 33 gesichert ist. Diese Relativbewegung zwischen
der Gewindehülse 32 und dem Ring 33 ermöglicht es der Anpressfeder 9 den beim Verschließen
der Behälter 5 notwendigen Verschlussanpressdruck zu erzeugen. Die die Gewindehülse
32 umschließende und als Druckfeder ausgebildete Anpressfeder 9 wirkt hierfür zwischen
einem Bund am oberen Ende der Gewindehülse 32 und der Oberseite des Ringes 33.
[0026] Die Besonderheit des Verschließelementes 1 c besteht darin, dass beide Antriebe 10
und 11 als Drehantriebe beispielsweise als elektrische Servo-Antriebe ausgebildet
sind, dass auf den Wellen 18c und 30c, die jeweils im Gehäuse der Antriebe 10 und
11 gelagert sind, die den Rotor der Antriebe bildenden und mit der jeweiligen Statorwicklung
28 zusammenwirkenden Rotorelemente 29 (Rotorwicklung oder Permanentmagnete) vorgesehen
sind. Beide Wellen 18c und 30c werden beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren
des Behälterverschlusses 5 axial nicht bewegt, wodurch sich das Abdichten eines die
Verschließpositionen 4 bildenden sterilen Raumes gegenüber der Umgebung vereinfacht.
[0027] Die Hubbewegung A sowie die Drehbewegung B wird durch Steuerung der Relativbewegung
der beiden Antriebe 10 und 11 zueinander bzw. der Wellen 18c und 30 erreicht. Um die
gewünschte Bewegung des Verschließkopfes 8 zu erzielen ist vorgesehen, die Antriebe
10 und 11 gleichzeitig so anzusteuern, dass sich deren Drehbewegungen und -verhalten
zueinander einstellen.. Dabei ist festzuhalten, dass unterschiedliche Drehverhalten
der Antriebe 10 und 11 bei ihren Wellen 30c und 18c zwangsläufig zu einem Drehwinkelversatz
zueinander führen. Dieser Versatz wird über die Steigung des Gewindes 31 in die Hubbewegung
A umgesetzt.
[0028] Hierbei ist es insbesondere auch möglich, den Ring 33 durch entsprechende Steuerung
der Relativbewegungen der Antriebe 10 und 11 soweit anzuheben, dass das untere Ende
der Welle 30c durch die Öffnung 8.1 in den Verschließkopf 8 eintritt, und zwar zum
Ausstoßen eines eventuell dort verbliebenen Behälterverschlusses 6. Die Welle 30c
ist bei 36 in der Welle 18c gelagert.
Verschließelement 1 d
[0029] Die Figur 4 zeigt als weitere Ausführungsform ein Verschließelement 1 d, welches
sich von dem Verschließelement 1 c im Wesentlichen nur dadurch unterscheidet, dass
das auf der Welle 30d des Antriebs 10 vorgesehene Gewinde 31 in ein Innengewinde eingreift,
welches an einem an den Führungsstangen 35 axial geführten Ring 37 vorgesehen ist,
sodass dieser Ring und das Gewinde 31 das Hub- oder Spindelgetriebe 34 bilden. Die
Führungsstangen 35 sind mit ihren oberen Enden fest mit dem unteren Ende der wiederum
als Hohlwelle ausgeführten Welle 18d des Antriebs 11 verbunden. Die Welle 18d umschließt
die Welle 30d. Beide Wellen 18d und 30d sind achsgleich mit der Verschließelementachse
VA angeordnet und werden beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren des Behälterverschlusses
5 axial nicht bewegt. Die unteren Enden der Führungsstangen 35 sind über einen Ring
38 miteinander verbunden. Der Ring 37 ist Bestandteil einer Hohlwelle 39, die achsgleich
mit der Verschließelementachse VA angeordnet an ihrem unteren Ende den Verschließkopf
8 trägt. Dieser führt durch gesteuertes Drehen der Wellen 18d und 30d relativ zu einander
über das Hub- oder Spindelgetriebe 34 die Hubbewegung A sowie über die Führungsstangen
35 die Drehbewegung B aus. Auch bei dieser Ausführungsform ist der Verschließkopf
8 mit der Hubbewegung A soweit anhebbar, dass das untere Ende der Welle 30d für das
Ausstoßen eventuell verbliebener Behälterverschlüsse 6 durch die Öffnung 8.1 in den
Verschließkopf 8 eintritt.
Verschließelement 1 e
[0030] Die Figur 5 zeigt als weitere Ausführungsform ein Verschließelement 1 e, welches
sich von dem Verschließelement 1d im Wesentlichen nur dadurch unterscheidet, dass
der Verschließkopf 8 am unteren Ende einer Hohlwelle 40 vorgesehen ist, die mit einem
oberen Abschnitt bezogen auf die Verschließelementachse VA axial bzw. teleskopartig
in der als Hohlwelle ausgebildeten Welle 18e des Antriebs 11 verschiebbar angeordnet
ist. Die Welle 18e umschließt die Welle 30e. Beide Wellen 18e und 30e sind achsgleich
mit der Verschließelementachse VA angeordnet und werden beim Verschließen, d.h. beim
Fügen und Fixieren des Behälterverschlusses 5 axial nicht bewegt. Das Gewinde 31 der
Welle 30 greift in ein Innengewinde ein, welches am oberen, in der Welle 18e aufgenommenen
Ende der Hohlwelle 40 ausgebildet ist, sodass dieses Innengewinde zusammen mit dem
Gewinde 31 das Hub- oder Spindelgetriebe 34 bilden. Die Welle 18e ist mit sich in
Richtung der Verschließelementachse VA erstreckenden Schlitzen 41 versehen, in die
Mitnehmer 42 der Hohlwelle 40 eingreifen, sodass diese zwar relativ zur Welle 18e
axial verschiebbar ist, mit der Welle 18e aber mitgedreht wird. Die Hubbewegung A
sowie die Drehbewegung B des Verschließkopfes 8 werden wiederum durch gesteuerte Relativbewegung
der Antriebe 10 und 11 bzw. deren Wellen 18e und 30e erreicht.
Verschließelement 1f
[0031] Die Figur 6 zeigt schließlich ein Verschließelement, welches sich von den Verschließelementen
1c - 1e zunächst dadurch unterscheidet, dass bei dem Verschließelement 1f der Antrieb
11 oberhalb des Antriebes 10 vorgesehen ist und dass die als Hohlwelle ausgebildete
Welle 30f des Antriebes 10 die Welle 18f des Antriebes 11 umschließt. Beide Antriebe
10 und 11 sowie deren Wellen 18f und 30f sind wiederum konzentrisch bzw. achsgleich
mit der Verschließelementachse VA angeordnet und die Wellen 18f und 30f und werden
beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren des Behälterverschlusses 5 axial nicht
bewegt.
[0032] Die Welle 30f ist im Bereich ihres unteren Endes mit einem Innengewinde 43 versehen,
in welches das Außengewinde eines Gewindestücks 44 eingreift, das zusammen mit dem
Gewinde 43 das Hub- oder Spindelgetriebe 34 bildet. Über parallel zur Verschließelementachse
VA angeordnete und gegenüber dieser Achse radial versetzte Führungsstifte 45, die
in Führungsbohrungen 46 der Welle 18f eingreifen, ist das Gewindestück 44 bezogen
auf die Verschließelementachse VA axial verschiebbar, aber antriebsmäßig (rotativ)
mit der Welle 18f verbunden.
[0033] Die Führungsstifte 45 sind mit ihren unteren, über das Gewindestück 44 nach unten
wegstehenden Enden mit dem Verschließkopf 8 verbunden, sodass auch dieser für die
Dreh- und Schraubbewegung B mit der Welle 18f mitgedreht wird. Auf jedem Führungsstift
45 ist eine diesen Stift umschließende und sich am Verschließkopf 8 sowie am Gewindestück
44 abstützende Anpressfeder 9 für den Verschlussanpressdruck vorgesehen. Wie Figur
6 zeigt, sind beide Wellen 18f und 30f wiederum Teil des Rotors der Antriebe 10 und
11, d.h. diese Wellen tragen die mit der Statorwicklung 28 zusammenwirkenden rotorseitigen
Rotorelemente 29.
[0034] Mit 47 ist ein Stößel bezeichnet, der achsgleich mit der Verschließelementachse VA
axial nicht verschiebbar angeordnet und von der als Hohlwelle ausgebildeten Welle
18f umschlossen ist. In der angehobenen Position des Verschließkopfes 8 dient dieser
Stößel 47 wiederum zum Ausstoßen von eventuell im Verschließkopf 8 verbliebenen Behälterverschlüssen
6.
[0035] Allen vorbeschriebenen Ausführungsformen ist u.a. gemeinsam, dass zumindest die Welle
18a - 18f für die Drehbewegung B, aber bei den Verschließelementen 11c - 1f auch die
Wellen 30c - 30f für die Hubbewegung A des jeweiligen Verschließkopf 8 drehbar, aber
axial nicht beweglich vorgesehen sind, wodurch sich eine wirksame aber vereinfachte
Abdichtung des Durchtritts der betreffenden Welle durch den Rotor 3 oder eine andere
Trennwand bzw. in den die Verschließposition 4 aufweisenden Raum erreichen lässt,
insbesondere die Verschließelemente 1c - 1f sind damit solche ohne Hubbewegung und
eignen sich in besonderem Maße als aseptische Verschließelemente;
dass die beiden Antriebe 10 und 11 achsgleich miteinander und auch achsgleich mit
der Verschließelementachse VA angeordnet und fest mit dem Rotor 3 verbunden sind und
damit beim Verschließen, d.h. beim Fügen und Fixieren der Behälterverschlüsse in der
Verschließelementachse VA nicht bewegt werden;
dass sich die Antriebe 10 und 11 außerhalb des die Verschließpositionen 4 aufweisenden
Raumes befinden;
dass für die Hubbewegung A ein für jedes Verschließelement der Verschließmaschine
eigenständiger Antrieb vorgesehen ist;
dass die als Wellen ausgebildeten Antriebsglieder des jeweiligen Drehantriebes, d.h.
die Wellen 18a - 18c sowie auch die Wellen 30c - 30f unmittelbar, also ohne ein zwischen
geschaltetes Getriebe, zugleich auch Teil des jeweiligen Rotors des elektromotorischen
Antriebes sind. Somit sind die Wellen 18a bis 18f und 30c bis 30f direkt ohne Zwischenanpassungsglieder
mit den Rotoren der jeweiligen Antriebe 10 oder 11 fest verbunden.
[0036] In den Figuren 7 und 8 sind zwei Varianten des Verschließelementes dargestellt, bei
welchen jeweils die Achse des Antriebes für die gesteuerte Hubbewegung nicht konzentrisch
zur Achse des Antriebes zur gesteuerten Drehbewegung des Verschließkopf angeordnet
ist, sondern hierzu parallel versetzt wurde, nämlich radial nach innen versetzt, wobei
die Anordnung natürlich auch eine hierzu verschieden analoge Anordnung möglich ist,
insb. eine umgekehrte Antriebsanordnung. Im Falle einer sehr kleinen, engen Bauform,
könnten die Antriebe radial und in Umfangsrichtung versetzt angeordnet werden.
Verschließelement 1g
[0037] Die Figur 7 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Verschließelement 1 g, welches vergleichbar
dem Verschließelementes 1 a eine Hubstange 48 aufweist, an deren unterem Ende ein
in Richtung der Verschließerachse VA weisender Arm 49 angeordnet ist. Die Lagerung
50 am freien Ende des Armes 49 dient zur drehbaren Lagerung und Aufnahme der Führungsstangen
26, analog der vorgenannten Ausführungen, insbesondere der Verschließelemente 1 a
und 1 b, so dass das Lager 50 die zur Traverse 16 bzw. dem Ring 27 analoge Funktion
übernimmt. Die Hubstange 48 ist achsgleich mit der Hubantriebsachse HA des Antriebes
10 zum geregelten Heben und Senken des Verschließkopfes 8 und parallelversetzt zur
Verschließelementachse VA angeordnet.
[0038] In der gezeigten Ausführungsbeispiel ragen u.a. die Hubstange 48, der Arm 49 und
die Lagerung 50 sowie die Welle 18 mit den Führungsstangen 26 in einen Isolatorraum
51, der durch eine feststehenden nicht rotierende Wand 51.1 und rotierenden Begrenzungen
gebildet wird. Als untere, ebenfalls rotierende Begrenzung dient eine Diffusorplatte
52. Der obere Isolatorraum 51 weist einen oder mehrere Einlässe 54 auf, welche über
einen gemeinsamen Kanal 53 oder eine Vielzahl von Zuleitungen (nicht dargestellt),
mit einem Gas, i.d.R. steriler Luft, versorgt werden können. Der Verschließerkopf
8 bzw. die tragende Welle ist durch die Diffusorplatte 52 hindurch in den unteren
Isolatorraum 51.2 geführt, so dass in dem Bereich des Behälterverschlusses 6 bzw.
der Behältermündung (Isolatorraum 51.2) eine beruhigte Gasströmung ausbildbar ist.
[0039] Die Hubstange 48 ist weiterhin mit einem Faltenbalg 55 abgedichtet und die Kopplung
der Hubstange 48 mit der Hubstange 56 des Antriebes 10 erfolgt über eine Kopplungselement
57, welches mittels eines Federelementes 9 eine definierte Anpresskraft des Verschließkopfes
8 sicherstellt, analog der Funktion der Anpressfeder 9 des Verschließelementes 1 b
bspw.. Federelement 9 und Kopplungselement 57 sind in einem Raum 58 auf dem Rotor
der Verschließmaschine 2 angeordnet, auf oder oberhalb von welchem der Antrieb 10
platziert ist. Der Raum 58 kann ebenfalls mit einem sterilen Gas oder eine Sterilisierungsmittel
versorgt werden (nicht dargestellt).
[0040] Der Isolatorraum 51 mit den entsprechenden Ein- und Auslässen, ist exemplarisch nur
für das Verschließelement 1 g dargestellt, kann aber in analoger Weise aus für die
anderen Aufführungsformen der beschriebenen Verschließelemente vorteilhafterweise
vorgesehen werden.
Verschließelement 1 h
[0041] Die Figur 8 zeigt ein Verschließelement 1 h, welches sich von der Ausführung des
Verschließelementes 1g im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass der Antrieb 10
eine Welle 59 aufweist, welche am unteren Ende einen Gewindeabschitt 59.1 umfasst.
Der Arm 49 weist ein Gegengewinde 60 auf, in welchem der Gewindeabschnitt 59.1 aufgenommen
und geführt wird. Je nach Drehrichtung, wird durch Drehung der Welle 59 wird ein Heben
oder Senken der Lagerung 50 und hierdurch des Verschließkopfes 8 veranlasst.
[0042] Eine zu einem der vorstehenden Ausführungsformen vergleichbare Kopplung und/oder
Anpressfeder zur Festlegung und Begrenzung der Anpresskraft des Verschließerkopfes
8, ist nicht dargestellt, kann aber analog vorgesehen werden. Mittels eines gestrichelt
dargestellten Faltenbalges 55 (optional) wird im gezeigten Ausführungsbeispiel die
gesamte Welle 59 sowie ein Abschnitt des Armes 49 umschlossen. Wie vorstehend ausgeführt,
kann zusätzlich ein Isolationsraum vorgesehen werden.
[0043] Ein Vorteile dieser Ausführungen gemäß den Figuren 7 oder 8 gestehen darin, dass
sich die Regelungstechnik vereinfacht, weil der externe Hubantrieb hinsichtlich seiner
Drehbewegung unabhängig von der Drehbewegung der Verschließspindel wird, so dass sich
eine regelungstechnische Vereinfachung für einen elektrisch nachgebildeten Hubkurvenablauf
ergibt. Zudem können Motoren mit einer einfacheren Technik zum Einsatz kommen, im
Vergleich zu Hohlwellenmotor, die im Falle der Ausführungen nach den Figuren 1 bis
6 als Verschließmotor vorzusehen sind.
[0044] Die Erfindung wurde voranstehend für Rotationsmaschinen erwähnt und beschrieben,
wobei diese aber prinzipiell ebenfalls in Linearmaschinen bzw. Reihenverschließern
einsetzbar ist.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1a - 1f
- Verschließelement
- 2
- Verschließmaschine
- 3
- Rotor der Verschließmaschine
- 4
- Verschließposition
- 5
- Behälter
- 6
- Behälterverschluss
- 7
- Behälterträger
- 8
- Verschließkopf
- 8.1
- Öffnung
- 9
- Anpressfeder
- 10, 11
- Antrieb
- 12
- Führungselement
- 13
- Führungsstange
- 14
- Führung
- 15, 16
- Traverse
- 17, 18
- Welle
- 19
- Ausnehmung
- 20
- Schlitz
- 21
- Mitnehmer
- 22
- Dichtung
- 23
- Hubstange
- 23.1, 23.2
- Bund der Hubstange 23
- 23.3
- Stößel der Hubstange 23
- 24
- Führungsstück
- 25
- Hohlwelle
- 26
- Führungsstange
- 27
- Ring
- 28
- Statorwicklung
- 29
- Motorelement
- 30c - 30f
- Welle
- 31
- Gewinde
- 32
- Gewindehülse
- 33
- Ring
- 34
- Hub- oder Spindelgetriebe
- 35
- Führungsstange
- 35.1
- Führungsstift
- 36
- Lager
- 37, 38
- Ring
- 39, 40
- Hohlwelle
- 41
- Schlitz
- 42
- Mitnehmer
- 43
- Innengewinde
- 44
- Gewindestück
- 45
- Führungsstift
- 46
- Führungsbohrung
- 47
- Stößel
- 48
- Hubstange
- 49
- Arm
- 50
- Lagerung
- 51
- Isolatorraum (oberer)
- 51.1
- Wand des Isolatorraumes, feststehend
- 51.2
- Isolatorraum (unterer)
- 52
- Diffusorplatte
- 53
- Kanal
- 54
- Einlass
- 55
- Faltenbalg
- 56
- Hubstange
- 57
- Kopplungselement
- 58
- Raum
- 59
- Welle
- 59.1
- Gewindeabschnitt
- 60
- Gegengewinde
- A
- axiale Hubbewegung des Verschließkopfs
- B
- Dreh- und Schraubbewegung des Verschließkopfs 8
- VA
- Verschließelementachse
- MA
- Maschinenachse
- HA
- Antriebsachse für Hubbewegung
1. Verschließelement zum Verschließen von Flaschen oder dergleichen Behältern (5) durch
Aufsetzen von Behälterverschlüssen (6) auf den jeweiligen Behälter (5) in einer Verschließelementachse
(VA) und durch Fixieren der Behälterverschlüsse (6) an dem jeweiligen Behälter (5),
vorzugsweise durch An- oder Aufschrauben an bzw. auf ein Behältergewinde, mit einem
Verschließkopf (8) zur Aufnahme des Behälterverschlusses (6) während des Aufsetzens
und Fixierens, mit einem ersten Antrieb (10) mit einem ersten Antriebsglied (30c -
30f) zur Erzeugung einer axialen Hubbewegung (A) des Verschließkopfes (8) für das
Fügen der Behälterverschlüsse (6), sowie mit einem zweiten Antrieb (11) mit einem
zweiten Antriebsglied (18c - 18f), welches antriebsmäßig mit dem Verschließkopf (8)
für das Fixieren der Behälterverschlüsse (6) an den Behältern (5) verbunden ist, wobei
das erste Antriebsglied des ersten Antriebs (10) sowie das zweite Antriebsglied des
zweiten Antriebs (11) jeweils eine durch ihren Antrieb (10, 11) um eine Achse parallel
zur Verschließelementachse (VA), vorzugsweise um die Verschließelementachse (VA) angetriebene
Welle (30c - 30f; 18c - 18f) ist, wobei die Welle (30c - 30f) des ersten Antriebs
(10) über ein deren Drehbewegung in die Hubbewegung umsetzendes Hubgetriebe (34),
vorzugsweise über ein Spindelgetriebe, antriebsmäßig mit dem Verschließkopf (8) verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (30c - 30f; 18c - 18f) beim Verschließen mit der axialen Hubbewegung (A)
des Verschließkopfes (8) axial nicht mit bewegt werden.
2. Verschließelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die das erste und zweite Antriebsglied bildenden Wellen (30c - 30f; 18c- 18) mit
ihren Achsen achsgleich mit einander und vorzugsweise auch achsgleich mit der Verschließelementachse
(VA) angeordnet sind.
3. Verschließelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Welle (18c - 18d; 30f) als die andere Welle (30c - 30d, 18f) umschließende
Hohlwelle ausgebildet ist.
4. Verschließelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens einen Stößel (23.3, 47), der in einer angehobenen Position des Verschließkopfes
(8) in diesen zum Ausstoßen eines evtl. verbliebenen Behälterverschlusses (6) hineinreicht.
5. Verschließelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (23.3) von dem unteren Ende der das Antriebsglied des ersten oder zweiten
Antriebs (10, 11) bildenden Welle (30c - 30d) oder von einem achsgleich mit der Verschließelementachse
(VA) angeordneten Stößel (47) gebildet ist.
6. Verschließelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es Bestandteil einer Anlage zum aseptischen Füllen und Verschließen von Behältern
ist.
7. Verschließmaschine zum Verschließen von Flaschen oder dergleichen Behältern (5) mit
Behälterverschlüssen (6), vorzugsweise in Form von Schraubverschlüssen, mit mehreren
an einem umlaufenden Transportelement, beispielsweise an einem um eine vertikale Maschinenachse
(MA) umlaufend angetriebenen Rotor (3) vorgesehenen Verschließelementen (1a - 1f),
dadurch gekennzeichnet, dass die Verschließelemente (1a - 1f) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet
sind.
8. Verschließmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (10, 11) der Verschließelemente (1a - 1f) außerhalb eines Raumes angeordnet
sind, in welchem sich die Verschließköpfe (8) und Behälter (5) befinden, beispielsweise
an der Oberseite des Rotors (3), und dass lediglich die Antriebsglieder (30c - 30f;
18c - 18f) vorzugsweise abgedichtet in diesem Raum hineinreichen.
1. Closing element for closing bottles or similar containers (5) by placing container
closures (6) onto the respective container (5) in a closing-element axis (VA) and
by fastening the container closures (6) to the respective container (5), preferably
by screwing the container closures onto a container thread, by means of a closing
head (8) for holding the container closure (6) during the placing and fastening, with
a first drive (10) with a first drive element (30c-30f) for producing an axial lift
movement (A) of the closing head (8) for the joining of the container closures (18c
- 18f), which is connected on the drive side to the closing head (8) for the fastening
of the container closures (6) to the containers (5), wherein the first drive element
of the first drive (10) and the second drive element of the second drive (11) are
in each case a shaft (30c-30f; 18c-18f), driven by their drive (10, 11) about an axis
parallel to the closing-element axis (VA), preferably about the closing-element axis
(VA), wherein the shaft (30c-30f) of the first drive (10) is connected to the closing
head, for the purposes of drive, by a raising gear unit (34), converting a rotational
movement into the raising movement, preferably by means of a spindle gear, characterised in that, during the closing, the shafts (30c-30f; 18c-18f) are not moved axially together
with the axial raising movement (A) of the closing head (8).
2. Closing element according to claim 1, characterised in that the shafts (30c-30f; 18c-18f) forming the first and second drive elements are arranged
with their axes coaxial to one another and preferably also coaxial to the closing
element axis (VA).
3. Closing element according to claim 2, characterised in that at least one shaft (18c-18d; 30f) is configured as a hollow shaft surrounding the
other shaft (30c-30d, 18f).
4. Closing element according to any one of the preceding claims, characterised by at least one plunger (23.3, 47), which, in a raised position of the closing head
(8), extends into the said head in order to eject any container closure (6) which
may still be remaining.
5. Closing element according to claim 4, characterised in that the plunger (23.3) is formed from the lower end of the shaft (30c-30d) forming the
drive element of the first or second drive (10, 11) or from a plunger (47) arranged
coaxially with the closing element axis (VA).
6. Closing element according to any one of the preceding claims, characterised in that it is a constituent part of a system for the aseptic filling and closing of containers.
7. Closing machine for closing bottles or similar containers (5) with container closures
(6), preferably in the form of screw closures, with a plurality of closing elements
(1a-1f) provided at a circulating transport element, such as, for example, a rotor
(3) driven about a vertical machine axis (MA), characterised in that the closing elements (1a-1f) are configured in accordance with one of the preceding
claims.
8. Closing machine according to claim 7, characterised in that the drives (10, 11) of the closing elements (1a-1f) are arranged outside a space
in which the closing heads (8) and containers (5) are located, for example on the
upper side of the rotor (3), and that only the drive elements (30c-30f; 18c-18f) extend
into this space, preferably in a sealed manner.
1. Elément de fermeture pour fermer des bouteilles ou des contenants (5) similaires en
posant des fermetures de contenant (6) sur chaque contenant (5) dans un axe d'élément
de fermeture (VA) et en fixant les fermetures de contenant (6) au niveau de chaque
contenant (5), de préférence en montant ou en installant par vissage au niveau ou
sur un filetage de contenant, comprenant une tête de fermeture (8) pour recevoir la
fermeture de contenant (6) au cours de la pose et de la fixation, comprenant un premier
entraînement (10) avec un premier organe d'entraînement (30c - 30f) pour produire
un déplacement en élévation (A) axial de la tête de fermeture (8) pour l'assemblage
des fermetures de contenant (6), et comprenant également un deuxième entraînement
(11) avec un deuxième organe d'entraînement (18c - 18f), qui est relié en entraînement
à la tête de fermeture (8) pour la fixation des fermetures de contenant (6) au niveau
des contenants (5), dans lequel le premier organe d'entraînement du premier entraînement
(10) ainsi que le deuxième organe d'entraînement du deuxième entraînement (11) sont
respectivement un arbre (30c - 30f ; 18c - 18f) entraîné par son entraînement (10,
11) autour d'un axe de manière parallèle par rapport à l'axe d'élément de fermeture
(VA), de préférence autour de l'axe d'élément de fermeture (VA), dans lequel l'arbre
(30c - 30f) du premier entraînement (10) est relié en entraînement à la tête de fermeture
(8) par l'intermédiaire d'un mécanisme d'élévation (34) convertissant le mouvement
de rotation de l'arbre en mouvement d'élévation, de préférence par l'intermédiaire
d'un mécanisme à broche,
caractérisé en ce que les arbres (30c - 30f ; 18c - 18f) ne sont pas amenés, lors de la fermeture, en déplacement
axial avec le déplacement en élévation (A) axial de la tête de fermeture (8).
2. Elément de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les arbres (30c - 30f ; 18c - 18f) formant le premier et le deuxième organe d'entraînement
sont disposés, par leurs axes, de manière coaxiale les uns avec les autres et de préférence
également de manière coaxiale avec l'axe d'élément de fermeture (VA).
3. Elément de fermeture selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins un arbre (18c - 18d ; 30f) est réalisé sous la forme de l'arbre creux entourant
l'autre arbre (30c - 30d ; 18f).
4. Elément de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par au moins un coulisseau (23.3, 47), qui, dans une position relevée de la tête de fermeture
(8), parvient à l'intérieur de cette dernière afin d'éjecter une fermeture de contenant
(6) éventuellement restée.
5. Elément de fermeture selon la revendication 4, caractérisé en ce que le coulisseau (23.3) est formé par l'extrémité inférieure de l'arbre (30c - 30d)
formant l'organe d'entraînement du premier ou du deuxième entraînement (10, 11) ou
par un coulisseau (47) disposé de manière coaxiale avec l'axe d'élément de fermeture
(VA).
6. Elément de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il fait partie intégrante d'une installation pour remplir et fermer de manière aseptique
des contenants.
7. Capsuleuse pour fermer des bouteilles ou des contenants (5) similaires avec des fermetures
de contenant (6), de préférence sous la forme de fermetures à visser, comprenant plusieurs
éléments de fermeture (1a - 1f) prévus au niveau d'un élément de transport se déplaçant
de manière périphérique, par exemple au niveau d'un rotor (3) entraîné en rotation
autour d'un axe de machine (MA) vertical, caractérisée en ce que les éléments de fermeture (1a - 1f) sont réalisés selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
8. Capsuleuse selon la revendication 7,
caractérisée en ce que les entraînements (10, 11) des éléments de fermeture (1a - 1f) sont disposés à l'extérieur
d'un espace, dans lequel les têtes de fermeture (8) et les contenants (5) se trouvent,
par exemple au niveau du côté supérieur du rotor (3), et en ce que seulement les organes d'entraînement (30c - 30f ; 18c - 18f) parviennent dans cet
espace de préférence de manière étanchéifiée.