Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bindung von Laufschaufeln einer Turbomaschine
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Aus
DE 35 17 283 C2 ist eine Laufschaufelbindung der eingangs genannten Art bekannt, bei der Ansätze
vorgesehen sind, die sich in Umfangsrichtung erstrecken, paarweise mit einer Laufschaufel
starr verbunden sind und sich jeweils über wenigstens einen Druckkörper an dem in
Umfangsrichtung benachbarten Ansatz abstützen. Dabei weist jeder Druckkörper an einer
dem zugehörigen Ansatz zugewandten Halteseite eine Haltekontur auf, die in eine am
zugehörigen Ansatz ausgebildete Aufnahme hineinragt und sich darin in Umfangsrichtung
und quer dazu abstützt. Des weiteren weist jeder Druckkörper an einer dem benachbarten
Ansatz zugewandten Stützseite eine ebene Stützfläche auf, die sich an einer dem benachbarten
Ansatz zugeordneten ebenen Gegenstützfläche flächig abstützt. Bei der bekannten Laufschaufelbindung
sind die Haltekonturen der Druckkörper jeweils als Konus ausgebildet. Die zugehörigen
Aufnahmen sind ebenfalls als Konus ausgebildet, wobei der Konus der Haltekontur jedoch
eine andere Konizität aufweist als der Konus der Aufnahme. Hierdurch wird erreicht,
dass Fertigungstoleranzen der Sitzfläche und der Druckkörper durch geringfügige plastische
Verformungen am äußeren Rand der Konusaufnahme und der Konushaltekontur ausgeglichen
werden können. Die Gegenstützfläche, an welcher sich die Stützfläche des Druckkörpers
abstützt, kann bei einer Weiterbildung der bekannten Laufschaufelbindung durch die
Stützfläche eines Gegendruckkörpers gebildet sein, der mit dem Druckkörper baugleich
ist.
[0003] Die bekannte Laufschaufelbindung funktioniert optimal, wenn im Betrieb der Turbomaschine
ausschließlich Relativbewegungen auftreten, die parallel zur Stützfläche verlaufen.
Die Stützfläche kann dann an der Gegenstützfläche abgleiten. In der Praxis treten
jedoch nicht nur parallel geführte Relativbewegungen zwischen den aneinander abzustützenden
bzw, miteinander zu verbindenden Ansätzen auf. Insbesondere beim Hochfahren einer
Turbine oder bei bestimmten Schwachlast-Betriebsphasen, z.B. während der Ventilation
in der letzten Turbinenstufe, kann es zu Verwindungen und Verdrehungen der Laufschaufeln
und somit der Ansätze kommen, was insbesondere zu einer verstärkten Schwingungsbeanspruchung
der Schaufelbindung führt. Drehbewegungen zwischen den Ansätzen führen jedoch zu einer
Linien- oder Punktbelastung der jeweiligen Druckkörperaufnahme, was zu einem Sprödbruch
des harten Druckkörpers bzw. zur Anrissbildung des Druckkörpersitzes führen kann.
[0004] US 4 257 743 A zeigt eine Kopplungsvorrichtung mit zwei Ansätzen, deren einer mit einem fixierten
Druckkörper in Form eines halbkugelförmigen Vorsprungs versehen ist und der andere
mit einer halbkugelförmigen Haltekontur zur losen Aufnahme des halbkugelförmigen Vorsprungs,
wenn die benachbarten Schaufeln montiert sind.
[0005] Des weiteren offenbaren
JP 63 132801 U und
JP H01 152003 U, dass die Haltekontur des Druckkörpers und die Kontur der zugehörigen Aufnahme als
komplementäre zylindrische Abschnitte ausgebildet werden können.
[0006] Ferner offenbart die
EP202531 eine Laufschaufelbindung mit konusförmig gestalteten Druckkörpern.
Darstellung der Erfindung
[0007] Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
für eine Laufschaufelbindung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform
anzugeben, die es erlaubt, Fertigungstoleranzen, Spiele, elastische Verformung und
ähnliche Faktoren ausschliesslich durch eine Gleitbewegung auszugleichen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Haltekontur des Druckkörpers
und die Kontur der zugehörigen Aufnahme als komplementäre Kugelabschnitte auszubilden
und die Gegendruckkörper bezüglich ihrer Längsmittelachse starr am Ansatz zu fixieren,
so dass der Gegendruckkörper dadurch als Widerlager für den sich daran abstützenden
Druckkörper dienen kann. Durch diese Bauweise wird zum einen erreicht, dass der Druckkörper
flächig am zugehörigen Ansatz abgestützt ist. Zum anderen wird durch diese Maßnahme
eine Kugelkopflagerung des Druckkörpers am zugehörigen Ansatz ausgebildet, die es
dem Druckkörper ermöglicht, seine Stützfläche um den Kugelmittelpunkt zu drehen. Im
Falle von grösseren Einstelldrehbewegungen der Ansätze bzw. der Laufschaufeln, zum
Beispiel während des Hochfahrens auf Nenndrehzahl, können die drehbar gelagerten Druckkörper
diese Relativbewegungen ausgleichen, so dass stets eine flächige Kraftübertragung
zwischen den aneinander abgestützten bzw. miteinander verbundenen Ansälzen erzielbar
ist. Sich ändernde Winkellagen der Laufschaufeln bzw. der Ansätze bewirken bei der
erfindungsgemäßen Aufschaufelbindung eine selbsttätige Einstellung der beweglich gelagerten
Druckkörper. Spannungsspitzen werden dadurch vermieden. Im Betrieb bei Nenndrehzahl
kommt dagegen die Reibdämpfung durch die flächige Anlage voll zur Geltung. Es entstehen
keine hochfrequenten Kippbewegungen.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Kugelabschnitt der Haltekontur einen
Kugelmittelpunkt auf, während die Stützfläche kreisförmig ist und einen Kreismittelpunkt
besitzt. Der Druckkörper ist dann so gestaltet, dass eine Gerade, die sich sowohl
durch den Kreismittelpunkt als auch durch den Kugelmittelpunkt erstreckt, senkrecht
auf der Stützflächenebene steht. Mit anderen Worten, der Druckkörper ist bezüglich
dieser Geraden rotationssymmetrisch aufgebaut. Durch diese Ausgestaltung können quasi
beliebig räumlich orientierte Drehungen und Verwindungen der Ansätze bzw. der Laufschaufeln
ausgeglichen werden.
[0011] Die Gegenstützfläche, die dem benachbarten Ansatz zugeordnet ist und an weicher sich
die Stützfläche des Druckkörpers flächig abstützt, kann beispielsweise durch die Stützfläche
eines Gegendruckkörpers gebildet sein t, der am benachbarten Ansatz gehaltert ist.
Bevorzugt wird jedoch eine Ausführungsform, bei welcher der Gegendruckkörper bezüglich
der Normalenrichtung seiner Gegenstützfläche keine Taumelbewegungen durchführen kann.
Auf diese Weise werden sämtliche Ausgleichsbewegungen ausschließlich von dem kugelgelagerte
Druckkörper durchgeführt. Hierdurch wird erreicht, dass sich der bewegliche Druckkörper
bei entsprechenden Verdrehungen der Ansätze immer wieder von selbst in seine Ausgangslage
zurück verstellt. Bei einer Ausführungsform wird dieser Zweck erreicht, indem sowohl
die Haltekontur des Gegendruckkörpers als auch die zugehörige Aufnahme als Konus bzw.
als Kegelstumpf ausgebildet sind, wobei beide Kegelstümpfe dieselbe Konizität besitzen.
Auf diese Weise kommt es zum einen zur einer flächigen Anlage des Gegendruckkörpers
am zugehörigen Ansatz. Zum anderen ist der Gegendruckkörper bezüglich seiner Längsmittelachse
starr am Ansatz fixiert und kann dadurch als Widerlager für den sich daran abstützenden
Druckkörper dienen.
[0012] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Laufschaufelbindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen. Es zeigen jeweils
schematisch,
- Fig. 1a, 1b
- je eine Draufsicht auf einen Schaufelkranzausschnitt im Außerbetriebszustand (1a)
und im Betriebszustand (1b),
- Fig. 2
- einen Schnitt gemäß einer Schnittlinie II - II in Fig. 1b durch zwei miteinander verbundene
Ansätze,
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0014] Entsprechend den Fig. 1a und 1b sind Laufschaufeln 1 einer im übrigen nicht gezeigten
Turbomaschine jeweils mit zwei, auf verschiedenen Seiten des Schaufelblatts liegenden
Ansätzen 2 ausgestattet. Diese Ansätze 2 erstrecken sich dabei in einer durch einen
Pfeil angedeuteten Umfangsrichtung 3, in welcher die Laufschaufeln 1 im Betrieb der
Turbomaschine umlaufen. Die Ansätze 2 sind starr mit der jeweiligen Laufschaufel 1
verbunden und können insbesondere einen integralen Bestandteil der jeweiligen Laufschaufel
1 bilden. Zweckmäßig sind die Ansätze 2 in Form von Stützflügeln ausgestaltet, die
strömungsgünstige Profile besitzen und in der Regel zwischen den radialen Enden der
Laufschaufeln 1 angeordnet sind. Grundsätzlich können die Ansätze 2 aber auch als
Deckplatten oder Deckbänder ausgestaltet sein, die an den radial außen liegenden Enden
der Laufschaufeln 1 angeordnet sind. Grundsätzlich können die Ansätze 2 auch andere
Bindungselemente sein.
[0015] Im Außerbetriebszustand gemäß Fig. 1a ist in Umfangsrichtung 3 zwischen einander
zugewandten Stirnseiten 4 benachbarter Ansätze 2 ein Spalt 5 ausgebildet. Im Betriebszustand
gemäß Fig. 1b bewirken die Fliehkräfte eine Entwindung der Laufschaufeln 1 entsprechend
einem in Fig 1a eingetragenen Pfeil 6, wodurch sich der Spalt 5 schließt.
[0016] Abweichend von den Fig. 1a und 1b stützen sich die Ansätze 2 jedoch an ihren Stirnseiten
4 nicht direkt aneinander ab, sondern indirekt jeweils über wenigstens einen Druckkörper
7 (vgl. die Fig. 2). Diese Druckkörper 7 sind jedoch zur Vereinfachung der Darstellung
in den Fig. 1 a und 1 b nicht wiedergegeben.
[0017] In den Schnittansichten der Fig. 2 sind jeweils die einander gegenüberliegenden Endabschnitte
eines Paars von Ansätzen 2, die sich zumindest im Betrieb der Turbomaschine aneinander
abstützen, geschnitten wiedergegebenen, während der in diesem Bereich angeordnete
Druckkörper 7 nicht geschnitten dargestellt ist. Es ist klar, dass die Schnittdarstellung
der Fig. 2 bis 4 auch einem Schnitt entsprechen können, der um die Schnittlinie II
in der Zeichnungsebene der Fig. 1 b um 90° gedreht ist.
[0018] Entsprechend der Fig. 2 besitzt jeder Druckkörper 7 eine kugelförmige Halteseite
8 und eine ebene Stützseite 9. Während die Halteseite 8 demjenigen Ansatz 2 zugewandt
ist, dem der jeweilige Druckkörper 7 zugeordnet ist (gemäß der Fig. 2 jeweils der
rechte Ansatz 2), ist die Stützseite 9 dem in Umfangsrichtung 3 benachbarten Ansatz
2 zugewandt (also gemäß der Fig. 2 jeweils dem linken Ansatz 2). An der Halteseite
8 ist eine ab- oder vorstehende Haltekontur 10 ausgebildet. Der Ansatz 2, dem der
Druckkörper 7 zugeordnet ist, weist an seiner Stirnseite 4 eine Aufnahme 11 auf, in
welche die Haltekontur 10 des Druckkörpers 7 eingesetzt ist. Die Haltekontur 10 ragt
somit in die Aufnahme 11 hinein und kann sich darin in Umfangsrichtung 3 sowie quer
zur Umfangsrichtung 3 abstützen, Erfindungsgemäß ist nun die Haltekontur 10 als Kugelabschnitt
ausgebildet. Komplementär dazu ist auch die Aufnahme 11 ebenfalls als Kugelabschnitt
ausgebildet. Die Kugelabschnitte besitzen dabei denselben Radius R, wodurch der Kugelabschnitt
der Haltekontur 10 flächig am Kugelabschnitt der Aufnahme 11 zur Anlage kommt. Gleichzeitig
bildet der erfindungsgemäße Druckkörper 7 dadurch eine Art Kugelgelenk, das in einer
Gelenkpfanne um einen Kugelmittelpunkt 12 beweglich am zugehörigen Ansatz 2 gelagert
ist. Die Gelenkpfanne wird hierbei durch die Aufnahme 11 gebildet. Zur Optimierung
des Spannungszustands im Kontaktbereich können die Radien von Druckkörper 7 und Aufnahme
11 auch geringfügig voneinander abweichen.
[0019] Des weiteren besitzt der Druckkörper 7 an seiner Stützseite 9 eine ebene Stützfläche
13. Wie aus der Fig. 2 hervorgeht, stützt sich der Druckkörper 7 zumindest im Betrieb
der Turbomaschine mit seiner Stützfläche 13 an einer Gegenstützfläche 14 ab, die dem
benachbarten Stützflügel 2 zugeordnet ist. Auch die Gegenstützfläche 14 ist eben ausgestaltet,
so dass die Stützflächen 13 und 14 flächig aneinander anliegen.
[0020] Wie aus der Fig. 2 entnehmbar ist, kann der erfindungsgemäße Druckkörper 7 zwischen
den miteinander verbundenen Ansätzen 2 vergleichsweise große Kräfte F in Umfangsrichtung
3 übertragen. Darüber hinaus können durch die Reibung auch Koppelmomente M zwischen
benachbarten Laufschaufeln 1 über die miteinander verbundenen Ansätze 2 übertragen
werden. Auf Grund der beweglichen Lagerung des Druckkörpers 7 am zugehörigen Ansatz
2 können außerdem Drehverstellungen oder Verwindungen zwischen benachbarten Laufschaufeln
1 bzw. zwischen aneinander abgestützten Ansätzen 2 ausgeglichen werden. Durch die
vorgeschlagene Lagerung des Druckkörpers 7 bleibt dabei die flächige Anlage zwischen
den Stützflächen 13 und 14 erhalten, ebenso wie die flächige Anlage zwischen der Haltekontur
10 und der Aufnahme 11.
[0021] Die erfindungsgemäße Laufschaufelbindung kann somit die im Betrieb, vor allem beim
An- und Abfahren, möglicherweise anfallenden Drehbewegungen und unterschiedlichen
Winkelstellungen der Ansätze 2 ausgleichen, ohne dass es dabei zu größeren elastischen
oder sogar zu plastischen Verformungen kommt.
[0022] Die Geometrie des Stützkörpers 7 ist zweckmäßig so gewählt, dass die Stützfläche
13 kreisförmig ausgestaltet ist und einen Kreismittelpunkt 15 besitzt. Die kugelförmige
Haltekontur 10 ist dabei so auf die ebene Stützfläche 13 abgestimmt, dass eine Gerade
16, die sowohl durch den Kreismittelpunkt 15 als auch durch den Kugelmittelpunkt 12
verläuft, senkrecht auf der Ebene der Stützfläche 13 steht. Hierdurch ergibt sich
eine Rotationssymmetrie für den Druckkörper 7, so dass die hierdurch erzielte Lagerung
in allen Raumrichtungen gleichsam wirkt.
[0023] Alternativ dazu kann gemäß der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform die Gegenstützfläche
14 auch an einem speziellen Widerlagerelement 17 ausgebildet sein. Dieses Widerlagerelement
17 ist an der Stirnseite 4 des benachbarten Ansatzes 2 befestigt, insbesondere durch
Löten oder Schweißen. Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist das Widerlagerelement
17 als Platte ausgestaltet, die in die Stirnseite 4 des benachbarten Ansatzes 2 eingesetzt
und darin versenkt angeordnet ist.
[0024] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist die Gegenstützfläche 14 jedoch auch an
einem Gegendruckkörper 18 ausgebildet. Hierbei handelt es sich im wesentlichen um
die in
DE 3517283 dargelegte Bauform. Der Gegendruckkörper 18 besitzt - ebenso wie der Druckkörper
7 - eine Stützseite 19 mit einer ebenen Stützfläche, welche die Gegenstützfläche 14
bildet. Desweiteren ist auch der Gegendruckkörper 18 mit einer Halteseite 20 ausgestattet,
an der eine Haltekontur 21 ausgebildet ist. Auch die Haltekontur 21 des Gegendruckkörpers
18 ist in eine entsprechende Aufnahme 22 eingesetzt, die im benachbarten Ansatz 2
ausgebildet ist. Die Formgebung der Haltekontur 21 des Gegendruckkörpers 18 und die
damit zusammenwirkende Aufnahme 22 sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass die
Gegenstützfläche 14 des Gegendruckkörpers 18 relativ zum zugehörigen Ansatz 2 räumlich
fixiert ist. Erreicht wird dies hier dadurch, dass die Haltekontur 21 als Konus ausgebildet
ist, während passend dazu auch die zugehörige Aufnahme 22 als Konus ausgestaltet ist,
der die selbe Konizität wie der Konus der Haltekontur 21 besitzt. Folglich liegt die
Haltekontur 21 des Gegendruckkörpers 18 flächig an der Aufnahme 22 an. Zwar ist es
grundsätzlich noch möglich, den Gegendruckkörper 18 um seine Längsmittelachse zu drehen,
jedoch bleibt dabei die Ebene seiner Gegenstützfläche 14 relativ zum zugehörigen Ansatz
2 invariant.
[0025] Um die ebenen Stützflächen 13 der Druckkörper 7 und die damit zusammenwirkenden Gegenstützflächen
14 vor Verschleiß zu schützen, können die Stützflächen 13 und/oder die Gegenstützflächen
14 mit einer reibungsarmen Beschichtung versehen sein (nicht dargestellt). Gleichzeitig
können durch diese Maßnahme die in der Ebene der Stützflächen 13 bzw. der Gegenstützflächen
14 auftretenden Reibungskräfte reduziert werden.
[0026] Zusätzlich oder alternativ kann zur Verschleißreduzierung vorgesehen sein, die Druckkörper
7 bzw. die Gegendruckkörper 18 zumindest in einem die Stützfläche 13 bzw. die Gegenstützfläche
14 aufweisenden Abschnitt aus einem geeigneten Hartmetall auszubilden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Laufschaufel
- 2
- Ansatz/Stützflügel
- 3
- Umfangsrichtung
- 4
- Stirnseite von 2
- 5
- Spalt
- 6
- Moment
- 7
- Druckkörper
- 8
- Halteseite von 7
- 9
- Stützseite von 7
- 10
- Haltekontur von 8
- 11
- Aufnahme
- 12
- Kugelmittelpunkt
- 13
- Stützfläche von 9
- 14
- Gegenstützfläche
- 15
- Kreismittelpunkt
- 16
- Gerade
- 18
- Gegendruckkörper
- 19
- Stützseite von 18
- 20
- Halteseite von 18
- 21
- Haltekontur von 20
- 22
- Aufnahme
- R
- Radius
- F
- Kraft
- M
- Kopplungsmoment
1. Bindung von Laufschaufeln (1) einer Turbomaschine, mit Ansätzen (2), die sich in Umfangsrichtung
(3) erstrecken, paarweise mit einer Laufschaufel (1) starr verbunden sind und sich
zumindest im Betrieb der Turbomaschine jeweils über wenigstens einen Druckkörper (7)
am in Umfangsrichtung (3) benachbarten Ansatz (2) abstützen,
- wobei jeder Druckkörper (7) an einer dem zugehörigen Ansatz (2) zugewandten Halteseite
(8) eine Haltekontur (10) aufweist, die in eine am zugehörigen Ansatz (2) ausgebildete
Aufnahme (11) hineinragt und sich darin in Umfangsrichtung (3) und quer dazu abstützt,
- wobei jeder Druckkörper (7) an einer dem benachbarten Ansatz (2) zugewandten Stützseite
(9) eine ebene Stützfläche (13) aufweist, die sich zumindest im Betrieb der Turbomaschine
an einer dem benachbarten Ansatz (2) zugeordneten ebenen Gegenstützfläche (14) flächig
abstützt,
- wobei jedem Paar sich aneinander abstützender Ansätze (2) mindestens ein Druckkörper
(7) zugeordnet ist, dessen Haltekontur (10) als Kugelabschnitt ausgebildet ist,
- wobei die zugehörige Aufnahme (11) ebenfalls als Kugelabschnitt ausgebildet ist,
deren Radius (R) wenigstens annähernd gleich groß ist wie der Radius (R) des Kugelabschnitts
der Haltekontur (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenstützfläche (14) durch die Stützfläche eines Gegendruckkörpers (18) gebildet
ist, der mit seiner Haltekontur (21) in eine im benachbarten Ansatz (2) ausgebildete
Aufnahme (22) hineinragt,
wobei die Haltekontur (21) des Gegendruckkörpers (18) als Konus ausgebildet ist, und
wobei die zugehörige Aufnahme (22) ebenfalls als Konus ausgebildet ist, dessen Konizität
gleich groß ist wie die Konizität des Konus der Haltekontur (21).
2. Laufschaufelbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stützfläche (13) und/oder die Gegenstützfläche (14) reibungsarm und verschleissfest
ausgeführt ist/sind.
1. Connecting arrangement for rotor blades (1) of a turbomachine, with projections (2),
which extend in the circumferential direction (3), are rigidly connected in pairs
to a rotor blade (1) and, at least during operation of the turbomachine, are respectively
supported by at least one pressure body (7) on the projection (2) which is adjacent
in the circumferential direction (3),
- each pressure body (7) having a securing contour (10) on a securing face (8) which
faces toward the associated projection (2), which securing contour (10) protrudes
into an acceptance feature (11) configured on the associated projection (2) and is
supported in the circumferential direction (3) and transverse to it, in the acceptance
feature (11),
- each pressure body (7) having a plane support surface (13) on a support face (9)
which faces toward the adjacent projection (2), which support surface (13) has, at
least during operation of the turbomachine, area support on a plane mating surface
(14) which is associated with the adjacent projection (2),
- at least one pressure body (7), whose securing contour (10) is configured as a spherical
segment, being associated with each pair of mutually supporting projections (2),
- the associated acceptance feature (11) being likewise configured as a spherical
segment whose radius (R) is at least approximately of the same magnitude as the radius
(R) of the spherical segment of the securing contour (10),
- in that the mating support surface (14) is formed by the support surface of a mating
pressure body (18) which, with its securing contour (21), protrudes into an acceptance
feature (22) configured in the adjacent projection (2),
- the securing contour (21) of the mating pressure body (18) being configured as a
cone, and the associated acceptance feature (22) being likewise configured as a cone
whose conicity is of equal magnitude to the conicity of the cone of the securing contour
(21).
2. Rotor blade connecting arrangement according to Claim 1, characterized in that the support surface (13) and/or the mating support surface (14) is/are embodied with
low friction and to be wear-resistant.
1. Dispositif de connexion pour les aubes de rotor (1) d'une turbomachine, avec des embases
(2) qui s'étendent dans la direction périphérique (3), qui sont rigidement reliées
par paires à une aube de rotor (1) et qui s'appuient, au moins pendant le fonctionnement
de la turbomachine, respectivement par au moins un corps de pression (7) sur l'embase
(2) voisine dans la direction périphérique (3),
- dans lequel chaque corps de pression (7) présente sur un côté de maintien (8) tourné
vers l'embase correspondante (2) un contour de maintien (10), qui pénètre dans un
logement (11) formé sur l'embase correspondante (2) et s'appuie dans celui-ci dans
la direction périphérique (3) et transversalement à celle-ci,
- dans lequel chaque corps de pression (7) présente sur un côté d'appui (9) tourné
vers l'embase voisine (2) une face d'appui plane (13), qui s'appuie à plat, au moins
pendant le fonctionnement de la turbomachine, sur une face d'appui opposée plane (14)
associée à l'embase voisine (2),
- dans lequel au moins un corps de pression (7), dont le contour de maintien (10)
est réalisé en forme de partie de sphère, est associé à chaque paire d'embases (2)
s'appuyant l'une sur l'autre,
- dans lequel le logement correspondant (11) est également réalisé en forme de partie
de sphère, dont le rayon (R) est au moins approximativement égal au rayon (R) de la
partie de sphère du contour de maintien (10),
caractérisé en ce que la face d'appui opposée (14) est formée par la face d'appui d'un corps de contrepression
(18), qui pénètre avec son contour de maintien (21) dans un logement (22) formé dans
l'embase voisine (2), dans lequel le contour de maintien (21) du corps de contrepression
(18) est réalisé en forme de cône, et dans lequel le logement correspondant (22) est
également réalisé en forme de cône, dont la conicité est identique à la conicité du
cône du contour de maintien (21).
2. Dispositif de connexion pour les aubes de rotor selon la revendication 1, caractérisé en ce que la face d'appui (13) et/ou la face d'appui opposée (14) est/sont réalisée(s) à frottement
faible et est/sont résistante(s) à l'usure.