[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beutel oder einen Behälter für die Aufbewahrung
und Zubereitung von Lebensmitteln, mit einem aus mindestens zwei Lagen gebildeten
Beutelkörper.
[0002] Es gibt Beutel aus Kunststofffolie, insbesondere aus thermofixiertem PET oder einem
speziellen Polyamid, die als Bratbeutel Verwendung finden und an ihrer Innenseite
glatt und nicht klebend ausgebildet sind. Um diese Beutel zu verschließen, ist es
notwendig, die Beutelöffnung mit einem separaten Verschluss zu versehen, beispielsweise
einem Clip oder einer Klemme. Herkömmlich biaxial orientierte und thermofixierte PET-Folien
lassen sich nicht durch beheizte Balken siegeln, sondern es muss dazu eine zusätzliche
Siegelschicht vorgesehen sein. Daher werden solche Beutel meist im Trennschweißverfahren
hergestellt, weshalb keine Fertigung der Beutel auf einer Rolle möglich ist, da die
Bahnen immer durchtrennt werden müssen.
[0003] Aus Polyamid hergestellte Beutel sind zudem relativ steif und werden durch Wasseraufnahme
weicher und eignen sich daher weniger gut zum Einfrieren, da sie an dem Gefriergut
anhaften können. Beim Einsatz als Bratbeutel müssen die Beutel dann durch den Anwender
perforiert werden, beispielsweise durch Einschneiden mit einer Schere, um ein versehentliches
Platzen durch den sich bildenden Innendruck beim Erhitzen zu verhindern.
[0004] Die
US 4 571 337 offenbart einen Beutel mit einer äußeren Lage aus Papier und einer inneren Lage aus
einer Polyesterfolie. An der inneren Folie ist eine Beschichtung aufgebracht, die
durch Wärme und Druck aktiviert werden kann, um zwei innere Lagen miteinander zu versiegeln.
[0005] Die
GB 1 508 492 offenbart einen Beutel mit einem Laminat aus einer Außenlage aus Papier und einer
Innenlage aus einer Folie aus Polyethylen. An gegenüberliegenden Seitenkanten wird
die Innenlage heißgesiegelt. An einem Bodenbereich werden Nahtstellen mit einem Kleber
beschichtet, um das Laminat mit einem standfesten Boden herzustellen.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Beutel für die Aufbewahrung
und Zubereitung von Lebensmitteln zu schaffen, der einfach herstellbar ist und eine
optimierte Handhabung gewährleistet.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Beutel oder ein Behälter mit den Merkmalen des
Anspruches 1 geschaffen.
[0008] Erfindungsgemäß sind die Lagen des Beutelkörpers aus einem Verbundmaterial mit einer
für den Lebensmittelkontakt geeigneten Innenlage aus Kunststoff und einer Außenlage
aus Papier und/oder Metallfolie gebildet. Dadurch ist die Innenseite im Gegensatz
zu reinen Aluminiumfolien säure- und korrosionsbeständig. Das Verbundmaterial ist
jedoch durch die Außenlage aus Papier und/oder Metallfolie formbar, d.h. der Benutzer
kann das Material so verformen, dass dieses weitgehend in der verformten Lage verbleibt.
Dies kann dazu genutzt werden, die Beutelöffnung durch ein Eindrehen, Falten oder
Um- bördeln weitgehend dicht zu verschließen und den Beutel als Bratbeutel einzusetzen.
Zudem lässt sich das Verbundmaterial auf einfache Weise verarbeiten, da sich überraschend
herausgestellt hat, dass das Verbundmaterial heißsiegelfähig ist. Dementsprechend
können auf herkömmlichen Beutelmaschinen Siegelrandbeutel mit beliebig vielen Nähten
auf einer Rolle oder als Einzelbeutel hergestellt werden.
[0009] Gemäß der Erfindung ist die Innenlage mit der Außenlage verklebt. Dadurch wird ein
Ablösen der Innenlage von der Außenlage sicher vermieden.
[0010] Ferner ist auch die direkte Aufbringung eines temperaturfesten Kunststoffes als Innenlage
aus der Schmelze heraus möglich, beispielsweise durch Extrusionsbeschichtung. Auf
diese Weise ist der Einsatz eines Klebers nicht mehr erforderlich.
[0011] Um den Beutel auch als Bratbeutel einsetzen zu können, weist das Verbundmaterial
eine Hitzebeständigkeit bis 200° C, insbesondere bis 220° C, auf. Dadurch kann der
Beutel zum Garen von Lebensmitteln im Backofen verwendet werden.
[0012] Ferner sind die Lagen des Beutels randseitig zumindest teilweise an Nähten miteinander
verschweißt und an einer Seite ist eine Beutelöffnung ausgebildet. Dadurch kann der
Beutel aus zwei übereinander gelegten Lagen hergestellt werden.
[0013] Als Außenlage wird vorzugsweise Aluminiumfolie eingesetzt, die leicht faltbar ist
und eine gute Formbarkeit besitzt. Die Dicke der Außenlage kann dabei zwischen 2 µm
bis 20 µm, insbesondere 5 bis 10 µm, betragen.
[0014] Die Innenlage des Verbundmaterials besteht aus Kunststofffolie aus PET. Die Innenlage
weist vorzugsweise eine Dicke von 2 µm bis 15 µm, insbesondere 3 bis 7 µm, auf. Dabei
kann die Innenlage dünner als die Außenlage ausgebildet sein.
[0015] Die Nähte des Beutels weisen vorzugsweise eine Nahtfestigkeit von mehr als 4 N/cm
auf. Dadurch wird ein reißfester Beutel hergestellt, der im Haushalt einfach eingesetzt
werden kann.
[0016] Das Verbundmaterial ist vorzugsweise faltbar ausgebildet. Mit faltbar ist in diesem
Zusammenhang gemeint, dass die Duktilität so ausgebildet ist, dass nach einem Falten
des Verbundmaterials das Material im Wesentlichen in einer gefalteten Position verbleibt
und nicht elastisch in eine Ausgangslage zurückbewegt wird.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Innenlage auf der nach innen
gewandten Seite mit einem Antihaftmittel, insbesondere Silikon, beschichtet. Dadurch
wird ein Anhaften des Verbundmaterials an dem Lebensmittel beim Einfrieren oder beim
Garen vermieden.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltung ist als Außenlage ein Papier vorgesehen. Das Papier kann
dabei ein Flächengewicht zwischen 10 bis 50 g/m
2 aufweisen. Durch den Einsatz von Papier kann die Außenseite bedruckt und in der gewünschten
Weise grafisch gestaltet sein.
[0019] Vorzugsweise ist der Beutel als geschlossene Verpackung ausgebildet, bei der die
Beutelöffnung verschlossen ist, wahlweise durch eine Naht oder ein gesondertes Verschlusselement,
beispielsweise ein Klebeetikett. In der geschlossenen Verpackung ist vorzugsweise
ein zu erwärmendes Material, insbesondere ein Lebensmittel, angeordnet. Dadurch kann
der Beutel zum Erwärmen des Materials direkt auf eine Herdplatte gelegt werden.
[0020] Erfindungsgemäß wird auch eine Verwendung eines Beutels als Kochgefäß zur Ablage
auf einer Herdplatte, insbesondere einer Induktionsherdplatte, bereitgestellt. Dadurch
kann der Vorteil genutzt werden, dass der Beutel als Kochgefäß eingesetzt wird und
nur eine geringe Masse aufweist. Im Vergleich mit handelsüblichen Kochtöpfen dauert
es zunächst relativ lange, bis sich der Boden erwärmt hat und dann die eingefüllten
Speisen erwärmt werden. Durch die Erwärmung des in dem Beutel enthaltenen Materials
wird der Aufwärmvorgang deutlich verkürzt und zudem kann der Beutel auch als industriell
befüllbare Verpackung eingesetzt werden. Es ist natürlich auch möglich, dass ein Beutel
vom Anwender selbst zur anschließenden Zubereitung von Speisen gefüllt wird.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Beutels mit Bodenfalte;
- Figur 2
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Beutels mit Siegelrand;
- Figur 3
- eine Ansicht einer Bahn aus mehreren erfindungsgemäßen Beuteln;
- Figuren 4A bis 4C
- mehrere Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Beutels;
- Figuren 5A und 5B
- zwei Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Beutels;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines als Verpackung ausgebildeten Beutels, und
- Figuren 7A und 7B
- zwei Ansichten eines als Kochgefäß ausgebildeten Beutels.
[0022] In Figur 1 ist ein Beutel 1 oder ein Behälter gezeigt, der aus einem Beutelkörper
aus zwei übereinander angeordneten Lagen gebildet ist, die an gegenüberliegenden Längsseiten
durch eine streifenförmige Siegelschicht 5 miteinander verbunden sind. An einer Stirnkante
ist eine Bodenfalte 4 vorgesehen, die die beiden Lagen miteinander verbindet. An der
zur Bodenfalte 4 gegenüberliegenden Seite ist eine Beutelöffnung 3 zum Befüllen des
Beutels 1 ausgebildet.
[0023] Bei dem in Figur 2 gezeigten Beutel 1' ist statt der Bodenfalte 4 eine weitere Siegelrandschicht
4' im Bodenbereich vorgesehen, so dass die beiden Lagen an drei Seiten über streifenförmige
Siegelrandschichten 4' und 5 aneinander festgelegt sind.
[0024] In Figur 3 sind mehrere aneinanderhängende Beutel 1" gezeigt, die jeweils aus einem
Beutelkörper 2 gebildet sind, der über Siegelrandschichten 5 an den Längsseiten und
einen Siegelrand 4" im Bodenbereich zwei Lagen miteinander verbindet, die an einer
Beutelöffnung 3 offen ausgestaltet sind. Zwei benachbarte Beutelkörper 2 sind im Bereich
einer längsseitigen Siegelrandschicht 5 über eine Perforation aneinander gehalten
und können durch Auftrennen der Perforation 6 gelöst werden. Dadurch lassen sich die
Beutel 1" auf eine Rolle zusammenhängend aufwickeln und dann vom Benutzer abreißen.
[0025] Die Beutel 1, 1' und 1" bestehen jeweils aus zwei Lagen aus einem Verbundmaterial,
wobei als Innenlage eine Kunststofffolie vorgesehen ist, die mit einer Außenlage unlösbar
verbunden ist, beispielsweise durch Verkleben. Die Außenlage besteht aus einer Metallfolie,
insbesondere einer Aluminiumfolie, und weist eine Dicke zwischen 2 µm bis 20 µm, insbesondere
5 bis 10 µm, auf. Statt einer Außenlage aus Metallfolie kann auch ein Papier eingesetzt
werden, das mit der Kunststofffolie unlösbar verbunden ist. Zudem kann die Lage aus
Verbundmaterial auch mehr als zwei Schichten aufweisen.
[0026] Als Kleber kann jedes Klebemittel eingesetzt werden, das zum Verbinden der Kunststofffolie
mit der Außenlage geeignet ist, damit eine stabile Verbindung zwischen der Innenlage
und der Außenlage unter den zu erwartenden thermischen und mechanischen Bedingungen
erhalten wird. Vorzugsweise werden Zwei-oder Mehrkomponentensysteme oder Schmelzkleber
eingesetzt. Insbesondere kann ein Polyurethankleber eingesetzt werden, der beispielsweise
in einer Menge von 2 bis 5 g/m
2 aufgetragen wird.
[0027] Die Innenlage aus Kunststoffmaterial ist für den Lebensmittelkontakt geeignet und
vorzugsweise bis zu einem Bereich von 220° C hitzebeständig. Die Innenlage kann dabei
eine Dicke zwischen 2 µm bis 15 µm, insbesondere 3 bis 7 µm, aufweisen und somit dünner
ausgebildet sein als die Außenlage. Die Kunststofffolie besteht aus PET (Polyethyleneterephtalat).
[0028] Zudem ist es möglich, die Innenlage an der Innenseite antihaftend zu beschichten,
beispielsweise mit Silikon, um ein Anhaften von Lebensmitteln zu vermeiden.
[0029] Durch die dünne Ausbildung der Innenlage lässt sich das Verbundmaterial gut verformen
und falten, so dass sich das Verbundmaterial gut an das Füllgut im Beutel 1, 1', 1"
anschmiegen kann. Ferner kann der Anwender den Beutel 1, 1', 1" leicht durch Falten,
Einwickeln oder Umbördeln der Beutelöffnung 3 verschließen.
[0030] Das Verbundmaterial weist zudem eine ausreichende mechanische Stabilität bei Einfriertemperaturen
bis etwa -20° C auf und die Beutel 1, 1', 1" können mit den Lebensmitteln unmittelbar
aus dem Gefrierfach in einen Backofen gelegt werden, damit der Beutel 1, 1', 1" dort
erhitzt werden kann.
[0031] In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Beutel 1, 1', 1" mit einer glatten
Beutelöffnung 3 gezeigt, bei der die beiden Lagen baugleich aufeinander gelegt sind.
Es ist natürlich auch möglich, eine Lage des Beutelkörpers 2 länger auszubilden, die
dann als Lasche um die andere Lage gefaltet werden kann.
[0032] Zudem kann der Beutel aus dem Verbundmaterial weitgehend frei in der Form und in
der Größe gestaltet werden, um ihn für unterschiedliche Anwendungsfälle einsetzen
zu können.
[0033] In den Figuren 4A bis 4C ist ein weiterer Beutel 1'" gezeigt, bei dem verglichen
mit dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel eine nach innen umgefaltete Bodenfalte
4'" zwischen den streifenförmigen Siegelschichten 5 an dem Beutelkörper 2 auf der
zur Beutelöffnung 3 gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist. Durch die nach innen
gefaltete Bodenfalte 4'" kann der Beutel im Bodenbereich weiter geöffnet werden und
beispielsweise auf einer Herdplatte 6 abgestellt werden, wie dies schematisch in Figur
4C gezeigt ist. Dadurch kann ein in dem Beutel 1"' enthaltenes Material besonders
effektiv erwärmt werden, da die Herdplatte 6 nur durch das dünne Verbundmaterial im
Bereich der Bodenfalte 4"' von dem Material getrennt ist. Zum Erhitzen des Beutels
1'" kann die Herdplatte 6 als Induktionsherdplatte ausgebildet sein, die die Metallfolie
an dem Beutel 1"' direkt erwärmt, so dass ein schnelles Erwärmen ermöglicht wird.
Die Beutelöffnung 3 kann dabei geöffnet bleiben oder durch eine Faltkante verschlossen
sein.
[0034] In den Figuren 5A und 5B ist eine weitere Ausführungsform eines Beutels gezeigt,
bei dem gegenüber Figur 2 eine Abwandlung dahingehend vorgenommen wurde, dass die
Siegelrandschichten durch Seitenfalten 5' ersetzt worden sind. Die Seitenfalten 5'
erstrecken sich von der Beutelöffnung 3 bis zu einem Siegelrand 4' am Boden des Beutels.
Parallel zu den Seitenfalten 5' ist in einem mittigen Bereich des Beutelkörpers 2
eine Längsnaht 7 ausgebildet, an der die Lagen des Verbundmaterials des Beutels miteinander
verklebt oder verschweißt sind. Durch die Seitenfalten 5' lässt sich der Beutel 3
leichter öffnen und er kann dadurch leichter eine quaderförmige Kontur erhalten.
[0035] Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Beutels 10 ist in Figur
6 dargestellt. Der Beutel 10 ist als verschlossene Verpackung ausgebildet, die einen
Beutelkörper 11 aufweist, der an gegenüberliegenden Seiten über Nähte 12 verschlossen
ist. An einer Oberseite des Beutelkörpers ist eine Öffnung über ein Klebeetikett 13
verschlossen. Der Beutel 10 besteht aus dem gleichen Verbundmaterial wie die vorangegangenen
Beutel und enthält ein Material, beispielsweise ein Lebensmittel, das in dem Beutel
10 erwärmt werden kann.
[0036] In den Figuren 7A und 7B ist ein weiterer Beutel 20 gezeigt, der schematisch dargestellt
ist und im Wesentlichen als zylindrischer Behälter aus Verbundmaterial hergestellt
ist. Der Beutel 20 besitzt eine im Wesentlichen kreisförmige Öffnung 21 und kann mit
einem zu erwärmenden Material befüllt werden. Ein Boden des Beutels 20 umfasst eine
Außenschicht aus einer Mietallfolie, insbesondere Aluminiumfolie, und eine Innenlage
aus Kunststoff. Es ist auch möglich, den Boden des Beutels außen mit einer Kunststofffolie
und innen die Metallfolie, insbesondere die Aluminiumfolie, vorzusehen. Die Aluminiumfolie
kann dann optional auch noch beschichtet sein, beispielsweise mit einer Schutzschicht
für den Korrosionsschutz aus Kunststoff oder Silikon.
[0037] Der Begriff "Beutel" im Sinne der vorliegenden Anmeldung soll auch Behälter erfassen,
die im Wesentlichen schalenförmig ausgebildet sind. Zu solchen Behältern können auch
halbstarre Behälter zählen, die eine dünne Aluminiumlage im Bodenbereich enthalten
und im Wandbereich aus einem Aluminium-Kunststoff-Verbund bestehen. Ein solcher Behälter
kann prinzipiell jede geometrische Form haben, die Bodenfläche kann rechteckig, quadratisch,
oval oder kreisförmig sein. Die Seitenwände können länger oder kürzer ausgebildet
sein, je nach Anwendungsfall. Die Schicht aus Aluminium kann somit wahlweise an der
Außen- oder Innenseite angeordnet sein.
[0038] Der Beutel muss nicht vollständig aus dem Verbundmaterial hergestellt sein, sondern
kann auch Abschnitte aufweisen, die aus einem anderen Verbundmaterial oder aus nur
einer Lage bestehen.
[0039] Der erfindungsgemäße Beutel wird vorzugsweise zum Erwärmen von Materialien, insbesondere
Lebensmitteln, eingesetzt. Dabei kann der Beutel auf eine Herdplatte 6 gelegt werden,
die entweder lediglich erwärmt wird oder als Induktionsfeld ausgebildet ist. Der Beutel
liegt dann mit einer solchen Fläche auf dem Induktionsfeld auf, dass der Herd erkennt,
dass ein induktionsgeeignetes Medium auf dem Induktionsfeld angeordnet ist. Optional
kann der erfindungsgemäße Beutel auch in einem nichtleitenden Behältnis, beispielsweise
einer Glas- oder Keramikschale, auf das Induktionsfeld gestellt werden, da das Magnetfeld
des Induktionsofens die Materialien im Wesentlichen ohne Verluste durchdringt.
[0040] Das erfindungsgemäße Verbundmaterial besteht vorzugsweise aus einer Aluminiumfolie,
die eine Schichtdicke zwischen 6 und 10 µm aufweist, die über einen Polyurethankleber
mit einer Kunststofffolie aus PET verklebt ist. Die Kunststofffolie weist eine Dicke
zwischen 4 und 8 µm, insbesondere zwischen 5 bis 7 µm, auf. Es ist für das Verkleben
der Kunststofffolie nur ein geringer Klebemitteleinsatz erforderlich, beispielsweise
im Bereich zwischen 2 bis 4 g/m
2.
[0041] Soll der Beutel als halbstarrer Behälter ausgebildet sein, ist eine größere Schichtdicke
vorteilhaft, wobei der Gesamtverbund vorzugsweise eine Dicke zwischen 40 bis 80 µm
aufweist.
1. Beutel (1, 1', 1") oder Behälter für die Aufbewahrung und Zubereitung von Lebensmitteln,
mit einem aus mindestens zwei Lagen gebildeten Beutelkörper (2), bei dem an einer
Seite eine Beutelöffnung (3) ausgebildet ist, wobei die Lagen aus einem Verbundmaterial
mit einer für den Lebensmittelkontakt geeigneten Innenlage aus Kunststoff und einer
Außenlage aus Papier und/oder einer Metallfolie gebildet sind, und die Innenlage mit
der Außenlage verklebt oder die Außenlage mit der Innenlage schmelz- bzw. extrusionsbeschichtet
ist, wobei die Innenlage aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt ist und das
Verbundmaterial eine Hitzebeständigkeit bis 200° C aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen des Beutels (1, 1', 1", 1'", 10) randseitig zumindest teilweise an Nähten
(4', 4", 5) miteinander verschweißt sind.
2. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenlage eine Dicke zwischen 2 µm bis 20 µm, insbesondere 5 bis 10 µm, aufweist.
3. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenlage eine Dicke zwischen 2 µm bis 15 µm, vorzugsweise 3 bis 7 µm, aufweist.
4. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nähte (4', 4", 5) eine Nahtfestigkeit von mehr als 4 N/cm aufweisen.
5. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundmaterial faltbar ausgebildet ist.
6. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Kleber zwischen der Innenlage und der Außenlage ein Polyurethankleber vorgesehen
ist.
7. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenlage auf der nach innen gewandten Seite mit einem Antihaftmittel, insbesondere
Silikon, beschichtet ist.
8. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Außenlage eine Aluminiumfolie vorgesehen ist.
9. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Außenlage ein Papier vorgesehen ist, das ein Flächengewicht zwischen 10 bis 50
g/m2 aufweist.
10. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel als geschlossene Verpackung (10) ausgebildet ist.
11. Beutel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der geschlossenen Verpackung (10) ein zu erwärmendes Lebensmittel angeordnet ist.
12. Verwendung eines Beutels (1, 1', 1", 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche als
Kochgefäß zur Ablage auf einer Herdplatte (6), insbesondere einer Induktionsherdplatte.
1. Bag (1, 1', 1") or container for storage and preparation of foodstuffs, with a bag
body (2) formed from at least two layers, a bag opening (3) being formed at one side
of the bag body (2), wherein the layers are formed from a composite material with
an inner layer of plastics material suitable for contact with foodstuffs and an outer
layer of paper and/or a metal foil, and the inner layer is glued to the outer layer
or the outer layer is coated with the inner layer by fusion or extrusion, wherein
the inner layer is produced from polyethylene terephthalate (PET) and the composite
material has a heat resistance up to 200° C, characterised in that the layers of the bag (1, 1', 1", 1"', 10) are welded together at the edge at least
partly at seams (4', 4", 5).
2. Bag according to claim 1 or 2, characterised in that the outer layer has a thickness between 2 µm to 20 µm, particularly 5 to 10 µm.
3. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that the inner layer has a thickness between 2 µm to 15 µm, preferably 3 to 7 µm.
4. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that the seams (4', 4", 5) have a seam strength of more than 4 N/cm.
5. Bag according to any one of the preceding claims, characterised in that the composite material is constructed to be foldable.
6. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that a polyurethane adhesive is provided as adhesive between the inner layer and the outer
layer.
7. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that the inner layer is coated on the inwardly facing side with an anti-adhesion agent,
in particular silicon.
8. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that an aluminium foil is provided as outer layer.
9. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that a paper is provided as outer layer, having a grammage between 10 to 50 g/m2.
10. Bag according to one of the preceding claims, characterised in that the bag is constructed as a closed packaging (10).
11. Bag according to claim 10, characterised in that a foodstuff to be heated is arranged in the closed packaging (10).
12. Use of a bag (1, 1', 1", 10) according to one of the preceding claims as a cooking
container for placing on an oven plate (6), particularly an induction oven plate.
1. Sac (1, 1', 1") ou réceptacle pour la conservation et la préparation d'aliments comportant
un corps de sac (2) formé d'au moins deux couches, une ouverture de sac (3) est formée
d'un côté du corps de sac (2), ces couches étant réalisées en un matériau composite
comprenant une couche interne en matière plastique adaptée pour être en contact avec
l'aliment et une couche externe en un papier ou un film métallique, et la couche interne
est collée à la couche externe ou la couche externe est enduite par fusion ou extrusion
sur la couche interne, la couche interne est réalisée en polyéthylène téréphtalate
(PET) et le matériau composite est résistant à la chaleur jusqu'à au moins 200°C,
caractérisé en ce que
les couches du sac (1, 1', 1", 1"', 10) sont au moins partiellement collées ou soudées
l'une à l'autre au niveau de leurs bords sur des joints (4', 4", 5).
2. Sac conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la couche externe a une épaisseur comprise entre 2 µm et 20 µm, en particulier entre
5 et 10 µm.
3. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la couche interne a une épaisseur comprise entre 2 µm et 15 µm, de préférence entre
3 et 7 µm.
4. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les joints (4', 4", 5) présentent une résistance supérieure à 4 N/cm.
5. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le matériau composite est pliable.
6. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
en tant qu'adhésif entre la couche interne et la couche externe il est prévu une colle
polyuréthane.
7. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la couche interne est revêtue, sur sa face tournée vers l'intérieur, d'un agent anti-adhérant,
en particulier de silicone.
8. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
en tant que couche externe il est prévu un film d'aluminium.
9. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
en tant que couche externe il est prévu un papier qui a un grammage compris entre
10 et 50 g/m2.
10. Sac conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il est réalisé sous la forme d'un emballage (10) fermé.
11. Sac conforme conforme à la revendication 10,
caractérisé en ce que
dans cet emballage (10) fermé est positionné un aliment à réchauffer.
12. Utilisation d'un sac (1, 1', 1", 10) conforme à l'une des revendications précédentes,
en tant que récipient de cuisson destiné à être positionné sur une plaque de cuisson
(6), en particulier une plaque de cuisson à induction.