[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bearbeitung von Wertdokumenten,
insbesondere zur Steuerung der Nachführung eines Wertdokumentstapels.
[0002] Aus der
EP0865398 B1 ist ein Vereinzeler für Wertdokumente bekannt, durch den Wertdokumente einzeln von
einem Wertdokumentstapel abgezogen werden. Dabei wird ein auf einer beweglichen Andruckplatte
liegender Wertdokumentstapel, durch Anheben der Andruckplatte dem Vereinzeler zugeführt.
Der Vereinzeler weist eine Vorschubeinrichtung, eine Vereinzelungswalze und eine Rückhalteeinrichtung
auf. Zur Vereinzelung des Blattguts wird die Andruckplatte in Richtung des Vereinzelers
bewegt, bis der Wertdokumentstapel mit leichtem Druck an die Vorschubeinrichtung angedrückt
wird. Danach wird das jeweils oberste Wertdokument des Stapels mittels der Vorschubeinrichtung
in Richtung der Vereinzelungswalze bewegt, die dann das oberste Wertdokument vereinzelt.
Da die Anzahl an Wertdokumenten in dem Wertdokumentstapel mit fortschreitender Vereinzelung
abnimmt, wird die Andruckplatte kontinuierlich nach oben nachgeführt, um den Wertdokumentstapel
weiter anzuheben, so dass jeweils das oberste Wertdokument von der Vorschubeinrichtung
des Vereinzelers erfasst werden kann.
[0003] Um den Wertdokumentstapel geeignet nachzuführen wird während der Vereinzelung kontinuierlich
die Dichte der Wertdokumente in dem Stapel bestimmt. So kann der Stapel während der
gesamten Vereinzelung mit einem passenden Druck an die Vorschubeinrichtung des Vereinzelers
angedrückt werden. Zur Bestimmung der Dichte des Wertdokumentstapels wird z.B. eine
Kamera verwendet, welche auf die Seite des Wertdokumentstapels gerichtet ist, um ein
Bild der Wertdokumentkanten zu erfassen. Mittels einer Bildverarbeitung werden die
Wertdokumentkanten erkannt und daraus die Dichte des Wertdokumentstapels, d.h. die
Anzahl an Wertdokumenten in einem bestimmten Abschnitt des Wertdokumentstapels ermittelt.
In Abhängigkeit der ermittelten Anzahl an Wertdokumenten wird der Abstand zwischen
der Andruckplatte und dem Vereinzeler gesteuert.
[0004] Mit den bisher bekannten Bildverarbeitungsmethoden ist eine Erkennung der Wertdokumentkanten
jedoch nicht immer möglich. Daher wurden Bildverarbeitungsverfahren vorgeschlagen,
die eine verbesserte Kantenerkennung erlauben, z.B. in der
WO2011161642 A1. Desweiteren wurde in der
EP1576552 B1 vorgeschlagen, das aufgenommene Bild der Wertdokumentkanten in der Richtung entlang
des Stapels zu vergrößern und die Anzahl der Pixel entlang der Stapelrichtung zu erhöhen,
um eine genauere Kantenerkennung zu erreichen. Für den Fall von stark gebrauchten
Wertdokumenten, bei denen die Kantenerkennung nicht funktioniert, wurde in der
EP1576552 B1 vorgeschlagen, den Wertdokumentstapel mechanisch zu schneiden, damit die gebrauchten
Wertdokumente eine neue saubere Schnittkante erhalten, und anschließend die Kantenerkennung
anhand der erhaltenen sauberen Schnittkanten durchzuführen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative Lösung für solche
Fälle zu finden, in denen die Wertdokumentkanten bisher nicht oder nur unzureichend
erkannt werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere
Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Während der Stand der Technik darauf abzielt, die Kanteerkennung der Wertdokumentkanten
immer weiter zu verbessern, um auch schwer erkennbare Wertdokumentkanten zu erkennen,
rückt die Erfindung von diesem Vorgehen ab. Denn die Erfindung ermöglicht es, die
Nachführung eines Wertdokumentstapels auch in dem Fall zu steuern, wenn die Erkennung
der Wertdokumentkanten nicht funktioniert.
[0008] Um die Nachführung des Wertdokumentstapels zu steuern, wird ein Bild einer Seite
des Wertdokumentstapels aufgenommen. Das aufgenommene Bild der Seite des Wertdokumentstapels
wird ausgewertet, um die Kanten der einzelnen Wertdokumente zu erkennen und um in
dem Bild eine Anzahl an Wertdokumentkanten zu ermitteln. Die Nachführung des Wertdokumentstapels
wird in Abhängigkeit der Anzahl der Wertdokumentkanten gesteuert, die in dem aufgenommenen
Bild ermittelt werden.
[0009] Falls beim Auswerten des Bilds in einem Bildabschnitt des Bilds die Anzahl an Wertdokumentkanten
ermittelt werden kann, wird, wird, beim Vereinzeln der in dem Bildabschnitt abgebildeten
Wertdokumente, die Nachführung des Wertdokumentstapels in Abhängigkeit der für diesen
Bildabschnitt ermittelten Anzahl an Wertdokumentkanten gesteuert.
[0010] Falls jedoch beim Auswerten des Bilds in einem Bildabschnitt des Bilds die Anzahl
an Wertdokumentkanten nicht oder nur unzureichend ermittelt werden kann, kann die
Nachführung des Wertdokumentstapels nicht auf Basis der Anzahl der in diesem Bildabschnitt
vorhandenen Wertdokumentkanten gesteuert werden. Stattdessen wird zusätzlich eine
Helligkeit des Bilds in diesem Bildabschnitt ermittelt. Und beim Vereinzeln der in
diesem Bildabschnitt abgebildeten Wertdokumente wird die Nachführung des Wertdokumentstapels
in Abhängigkeit der in diesem Bildabschnitt ermittelten Helligkeit gesteuert.
[0011] Falls in dem Bildabschnitt, in dem die Anzahl an Wertdokumentkanten nicht oder nur
unzureichend ermittelt werden konnte, eine große Helligkeit ermittelt wird, wird angenommen,
dass in dem betreffenden Abschnitt des Wertdokumentstapels Wertdokumente mit sehr
gutem Zustand vorliegen. Da solche Wertdokumente in einem Stapel üblicherweise dicht
aufeinander liegen und so einen Wertdokumentstapel größerer Dichte bilden als stark
gebrauchte Wertdokumente, wird für solche Wertdokumente eine geringe Nachführgeschwindigkeit
gewählt. Daher wird beim Vereinzeln der in dem Bildabschnitt abgebildeten Wertdokumente,
falls die Anzahl an Wertdokumentkanten in dem Bildabschnitt nicht oder nur unzureichend
ermittelt werden kann und falls in dem Bildabschnitt eine große Helligkeit ermittelt
wird, die Nachführung zeitweise angehalten oder eine geringe Nachführgeschwindigkeit
gewählt. Beispielsweise wird dabei eine geringere Nachführgeschwindigkeit gewählt
als in dem Fall, wenn in diesem Bildabschnitt, in dem die Anzahl an Wertdokumentkanten
nicht oder nur unzureichend ermittelt werden kann, eine geringe Helligkeit ermittelt
wird.
[0012] Durch die Erfindung wird erreicht, dass die Nachführung im Fall von dicht aufeinander
liegenden Wertdokumenten, deren Kanten nicht erkannt werden, abgebremst wird. So wird
vermieden, dass dichte Wertdokumentstapel durch die Nachführung zu stark an den Vereinzeler
bzw. die Vorschubeinrichtung angedrückt werden und dass der Wertdokumentstapel zwischen
der Andruckplatte und dem Vereinzeler eingeklemmt wird.
[0013] Falls aber in dem Bildabschnitt, in dem die Anzahl an Wertdokumentkanten nicht oder
nur unzureichend ermittelt werden konnte, eine geringe Helligkeit ermittelt wird,
wird angenommen, dass in dem betreffenden Abschnitt des Wertdokumentstapels Wertdokumente
vorliegen, die weniger dicht aufeinander liegen, z.B. Wertdokumente mit schlechterem
Zustand. In einem solchen Fall kann die Nachführung beim Vereinzeln der in dem Bildabschnitt
abgebildeten Wertdokumente z.B. unverändert bleiben. Zum Beispiel wird die Nachführgeschwindigkeit
so beibehalten wird wie sie zuvor gewählt wurde, d.h. wie sie für die Wertdokumente
gewählt wurde, bei denen zuletzt eine Anzahl an Wertdokumentkanten ermittelt werden
konnte.
Die Nachführgeschwindigkeit wird z.B. so beibehalten, wie sie auf Basis einer früher
ermittelten Anzahl an Wertdokumentkanten gewählt wurde, die in einem früher ausgewerteten
Bildabschnitt desselben Wertdokumentstapels ermittelt wurde. Oder die Nachführung
bleibt angehalten, falls sie zuvor angehalten war. Alternativ dazu wird die Nachführgeschwindigkeit
auf einen Wert gesetzt, der für weniger dicht aufeinander liegende Wertdokumente vordefiniert
wurde. Alternativ kann auch die Nachführung und ggf. auch die Vereinzelung der Wertdokumente
angehalten werden. Das Anhalten des Vereinzelers kann sinnvoll sein, wenn der Verdacht
besteht, dass sich in dem betreffenden Bildabschnitt, in dem keine Wertdokumentkanten
und eine geringe Helligkeit festgestellt wurden, fehlerhafte Wertdokumente oder gefaltete
Wertdokumente oder Fremdobjekte befinden.
[0014] Beispielsweise wird die Nachführung des Wertdokumentstapels, beim Vereinzeln der
in diesem Bildabschnitt abgebildeten Wertdokumente, in Abhängigkeit der in diesem
Bildabschnitt ermittelten Helligkeit derart gesteuert, dass die Nachführgeschwindigkeit
mit zunehmender Helligkeit des Bildabschnitts stufenweise oder kontinuierlich reduziert
wird. Das Reduzieren der Nachführgeschwindigkeit kann auch ein zeitweises Anhalten
der Nachführung umfassen. Es können z.B. verschiedene Stufen für die Nachführgeschwindigkeiten
in Abhängigkeit der ermittelten Helligkeit gewählt werden, z.B. bei einer geringen
Helligkeit eine große Nachführgeschwindigkeit, bei einer mittleren Helligkeit eine
mittlere Nachführgeschwindigkeit und bei einer großen Helligkeit eine geringe Nachführgeschwindigkeit
oder sogar ein Anhalten der Nachführung.
[0015] Zusätzlich kann auch die Vereinzelungsrate, mit der die Wertdokumente vereinzelt
werden, in Abhängigkeit der in dem betreffenden Bildabschnitt ermittelten Helligkeit
gesteuert wird. Zum Beispiel wird eine abnehmende Helligkeit des Bildabschnitts als
Indiz für einen schlechteren Zustand der Wertdokumente verwendet werden. Die Vereinzelungsrate
wird dann mit abnehmender Helligkeit des Bildabschnitts reduziert, um Störungen beim
Vereinzeln von Wertdokumenten mit schlechtem Zustand zu vermeiden. Zum Beispiel wird
bei Unterschreiten einer Helligkeitsschwelle eine etwas geringe Vereinzelungsrate
gewählt. Diese Helligkeitsschwelle ist i.a. verschieden von der für die Nachführung
relevanten Helligkeitsschwelle.
[0016] Der Bildabschnitt, in dem die Anzahl an Wertdokumentkanten ermittelt wird, kann das
gesamte aufgenommene Bild sein oder nur ein Teil des aufgenommenen Bilds. Der Bildabschnitt
wird z.B. so gewählt, dass darin die nächsten der zu vereinzelnden Wertdokumente des
Wertdokumentstapels abgebildet sind. Bevorzugt liegt der Bildabschnitt in demjenigen
Abschnitt des Wertdokumentstapels, der dem Vereinzeler zugewandt ist. Der auszuwertende
Bildabschnitt kann auch in mehrere Bildabschnitte unterteilt werden, in denen jeweils
eine Anzahl der Wertdokumentkanten ermittelt wird. Diese Bildabschnitte können z.B.
entlang der Stapelrichtung zueinander versetzt sein und aneinander grenzen.
[0017] Der Bildabschnitt des Bilds, in dem die Kantenerkennung durchgeführt wird und die
Anzahl der Kanten ermittelt wird, kann ein zusammenhängender zweidimensionaler Bildabschnitt
sein. Alternativ kann der Bildabschnitt auch aus mehreren Bildstreifen bestehen, die
derart parallel zueinander und senkrecht zur Stapelrichtung des Wertdokumentstapels
verlaufen, dass in diesen Bildstreifen dieselben Wertdokumente des Wertdokumentstapels
abgebildet sind. Die Kantenerkennung wird dann entsprechend für den zweidimensionalen
Bildabschnitt oder für diese Bildstreifen durchgeführt.
[0018] Um die Helligkeit des Bildabschnitts, in dem die Anzahl an Wertdokumentkanten nicht
oder nur unzureichend ermittelt werden konnte, zu bewerten, kann diese mit einer Helligkeitsschwelle
verglichen werden. Es können auch aber mehrere Helligkeitsschwellen verwendet werden,
um die Helligkeit zu bewerten. Falls die Anzahl an Wertdokumentkanten in dem Bildabschnitt
nicht oder nur unzureichend ermittelt werden kann und die Helligkeit in dem Bildabschnitt
die Helligkeitsschwelle überschreitet, wird die Nachführung zeitweise angehalten oder
die Nachführgeschwindigkeit reduziert. Beispielsweise wird beim Vereinzeln der in
diesem Bildabschnitt abgebildeten Wertdokumente eine geringere Nachführgeschwindigkeit
gewählt als in dem Fall, wenn in diesem Bildabschnitt eine Helligkeit ermittelt wird,
die die Helligkeitsschwelle nicht überschreitet. Beispielsweise kann beim Überschreiten
der Helligkeitsschwelle eine Nachführgeschwindigkeit gewählt werden, die geringer
ist als die Nachführgeschwindigkeit in dem Fall, wenn in dem Bildabschnitt Wertdokumentkanten
erkannt werden.
[0019] Die Nachführgeschwindigkeit, die aufgrund der ermittelten Helligkeit reduziert wurde,
bleibt solange reduziert, bis in einem später aufgenommenen Bildabschnitt, z.B. im
als nächstes ausgewerteten Bildabschnitt der folgenden Wertdokumente desselben Wertdokumentstapels,
wieder eine Anzahl an Wertdokumentkanten ermittelt werden kann. Sobald in einem später
aufgenommenen Bildabschnitt wieder eine Anzahl an Wertdokumentkanten ermittelt werden
kann, kann die Nachführgeschwindigkeit für die Wertdokumente, die in dem später aufgenommenen
Bildabschnitt abgebildet sind, wieder in Abhängigkeit der Anzahl der Wertdokumentkanten
gewählt werden.
[0020] Falls beim Auswerten des Bilds in einem Bildabschnitt des Bilds die Anzahl an Wertdokumentkanten
ermittelt werden kann, braucht die Helligkeit des Bilds in dem betreffenden Bildabschnitt
nicht ermittelt zu werden, sondern die Nachführgeschwindigkeit kann - ohne Berücksichtigung
der Helligkeit - nur in Abhängigkeit der Anzahl der in dem betreffenden Bildabschnitt
erkannten Wertdokumentkanten gewählt werden. Optional kann aber auch im Fall der Erkennung
der Wertdokumentkanten, die Helligkeit des Bilds ermittelt, ausgewertet und zusätzlich
zur Steuerung der Nachführung verwendet werden.
[0021] Das aufgenommene Bild ist z.B. ein Graustufenbild. Die Helligkeit des Bilds ergibt
sich aus den Pixelintensitäten des Bilds, z.B. im sichtbaren und/oder im infraroten
Spektralbereich. Als Maß für die Helligkeit des Bilds in dem Bildabschnitt wird z.B.
ein Mittelwert der Pixelintensität über den Bildabschnitt gebildet.
[0022] Zum Ermitteln der Helligkeit in dem Bildabschnitt kann die Häufigkeitsverteilung
der Pixelintensitäten in dem Bildabschnitt ermittelt werden. Die Nachführung wird
z.B. in Abhängigkeit der Lage des Mittelwerts der Häufigkeitsverteilung und/oder in
Abhängigkeit der Breite (z.B. Halbwertsbreite oder Standardabweichung) der Häufigkeitsverteilung
gesteuert. Zum Beispiel kann eine geringe Breite (schmale Häufigkeitsverteilung) als
Indiz für das Vorliegen eines homogenen Stapels von Wertdokumenten verwendet werden.
Bei großem Helligkeits-Mittelwert und geringer Breite der Häufigkeitsverteilung wird
auf das Vorliegen von Wertdokumenten mit sehr gutem Zustand geschlossen. Bei großer
Breite wird auf das Vorliegen gebrauchter Wertdokumente oder eines inhomogenen Stapels
von Wertdokumenten geschlossen.
[0023] Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Steuerung der Nachführung eines
Wertdokumentstapels, von dem die Wertdokumente vereinzelt werden sollen. Die Vorrichtung
weist einen Bildsensor, eine Auswerteeinrichtung zum Auswerten des durch den Bildsensor
aufgenommenen Bilds und eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Nachführung des Wertdokumentstapels
auf.
[0024] Der Bildsensor ist derart in der Nähe des Vereinzelers angeordnet, dass er ein Bild
einer Seite des Wertdokumentstapels aufnehmen kann. Der Bildsensor erfasst das Bild
von einer Seite des Wertdokumentstapels, d.h. aus einer Richtung, die senkrecht zur
Stapelrichtung des Wertdokumentstapels verläuft. Der Bildsensor ist vorzugsweise ein
zweidimensionaler Bildsensor. Der Wertdokumentstapel, von dem die Wertdokumente mittels
des Vereinzelers vereinzelt werden sollen, wird nachgeführt, um jeweils das oberste
Wertdokument des Wertdokumentstapels in den Erfassungsbereich einer Vorschubeinrichtung
des Vereinzelers zu bringen. Der Wertdokumentstapel liegt dabei auf z.B. einer Andruckplatte
auf, die in Richtung zum Vereinzeler bewegt wird, um den Wertdokumentstapel zu dem
Vereinzeler nachzuführen.
[0025] Die Auswerteeinrichtung ist mit dem Bildsensor verbunden und empfängt von diesem
Bilddaten des aufgenommenen Bilds. Die Auswerteeinrichtung ist dazu ausgebildet, das
von dem Bildsensor aufgenommene Bild der Seite des Wertdokumentstapels auszuwerten,
um in einem Bildabschnitt des Bilds die Kanten der einzelnen Wertdokumente zu erkennen
und um in dem Bildabschnitt eine Anzahl an Wertdokumentkanten und ggf. die Helligkeit
des Bilds zu ermitteln. Die Auswerteeinrichtung weist z.B. entsprechende Härdwareschaltungen
und/ oder ein entsprechendes Softwareprogramm zur Kantenerkennung auf. Die Auswerteeinrichtung
prüft, ob sie beim Auswerten des Bilds in einem vorgesehenen Bildabschnitt des Bilds
die Anzahl an Wertdokumentkanten ermitteln kann. Falls sie die die Anzahl an Wertdokumentkanten
nicht oder nur unzureichend ermitteln kann, ermittelt die Auswerteeinrichtung zusätzlich
eine Helligkeit des Bilds in diesem Bildabschnitt.
[0026] Die Auswerteeinrichtung ist mit einer Steuereinrichtung verbunden, die zur Steuerung
der Nachführung des Wertdokumentstapels in Abhängigkeit der Anzahl der Wertdokumentkanten
ausgebildet ist, die die Auswerteinrichtung in dem aufgenommenen Bild ermittelt hat.
Beispielsweise sind dazu in der Steuereinrichtung zwei oder mehrere Nachführmodi vorgesehen,
die durch entsprechende Hardware und/oder Software der Steuereinrichtung realisiert
sein können. Die Auswerteeinrichtung sendet die Informationen darüber, ob die Erkennung
der Wertdokumentkanten erfolgreich war, sowie ggf. die Anzahl an Wertdokumentkanten
und die ggf. die Helligkeit des Bildabschnitts an die Steuereinrichtung. Die Steuereinrichtung
steuert die Nachführung des Wertdokumentstapels, beim Vereinzeln der in diesem Bildabschnitt
abgebildeten Wertdokumente, in Abhängigkeit der ermittelten Anzahl an Wertdokumentkanten
und in Abhängigkeit der Helligkeit, die die Auswerteeinrichtung im Bildabschnitt dieser
Wertdokumente ermittelt hat. Die Steuereinrichtung wählt den Nachführmodus in Abhängigkeit
der Anzahl an Wertdokumentkanten und, falls dies nicht möglich ist, in Abhängigkeit
der Helligkeit des Bildabschnitts. Im Nachführmodus ist festgelegt, ob der Wertdokumentstapel
nachgeführt wird, und wenn ja, mit welcher Geschwindigkeit der Wertdokumentstapel
nachgeführt wird. Zur Nachführung veranlasst die Steuereinrichtung eine entsprechende
Bewegung der Andruckplatte, die den Wertdokumentstapel dem Vereinzeler zuführt.
[0027] Der Bildsensor kann auch dazu ausgebildet sein, sich selbstständig auf Verschmutzung
zu überprüfen, und zwar bevorzugt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich in seinem Sichtfeld
kein Wertdokumentstapel befindet. Falls dann eine zu geringe Helligkeit detektiert
wird, wird auf eine Verschmutzung des Bildsensors geschlossen. Als Folge der Verschmutzung
kann eine automatische Reinigung des Bildsensors oder einer diesem vorgelagerten Linse
oder Fenster (z.B. durch Anblasen) erfolgen oder es kann eine entsprechende Meldung
von der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung ausgegeben werden, z.B. um eine Bedienperson
zu einer Reinigung des Bildsensors, der Linse oder des Fensters aufzufordern.
[0028] Vorteilhaft kann an derjenigen Seite des Wertdokumentstapels, die dem Bildsensor
gegenüberliegt, eine Referenzfläche angebracht sein, so dass zu Zeitpunkten, in denen
sich kein Wertdokumentstapel im Sichtfeld des Bildsensors befindet, die Helligkeit
des von dem Bildsensor aufgenommenen Bilds durch die Referenzfläche bestimmt wird.
Dadurch wird erreicht, dass das aufgenommene Bild des Wertdokumentstapels eine definierte
Hintergrundhelligkeit aufweist. Die Referenzfläche ermöglicht es, von Zeit zu Zeit
eine Referenzhelligkeit zu detektieren, welche in die Bildauswertung einbezogen wird.
Beispielsweise wird die Helligkeitsschwelle, mit der die detektierte Helligkeit des
Bildabschnitts verglichen wird, in Abhängigkeit der Referenzhelligkeit gewählt, die
der Bildsensor von der Referenzfläche (ohne vorhandenen Wertdokumentstapel) detektiert.
Die Referenzfläche kann schwenkbar ausgebildet sein oder fest installiert. Bevorzugt
weist die Referenzfläche - soweit sie im Sichtfeld des Bildsensors liegt - eine gleichmäßige
Helligkeit auf.
[0029] Die Erfindung betrifft auch eine Vereinzelungsvorrichtung, die eine Vorrichtung zur
Steuerung der Nachführung aufweist sowie eine Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung,
die eine solche Vereinzelungsvorrichtung aufweist. Die Vereinzelungsvorrichtung enthält
z.B. eine Vorschubeinrichtung, ein Vereinzelungselement (z.B. Walze) und eine Rückhalteeinrichtung
sowie ggf. die Andruckplatte zur Aufnahme und zum Nachführen des Wertdokumentstapels.
Die Vorrichtung zur Wertdokumentbearbeitung weist ferner ein Transportsystem zum transportieren
der Wertdokumente, Sensoren zur Prüfung der Wertdokumente und ggf. eines oder mehrere
Ausgabefächer und/ oder Aufbewahrungsbehälter für die Wertdokumente auf.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a
- Ansicht einer Vorrichtung zur Wertdokumentbearbeitung von oben,
- Fig. 1b
- Seitenansicht des Vereinzelers der Vorrichtung,
- Fig. 2a-d
- Seitenansichten eines Wertdokumentstapels und Bildabschnitt, in dem eine Erkennung
der Wertdokumentkanten erfolgreich ist (Fig. 2a-b), teilweise erfolgreich ist (Fig.
2c) und nicht erfolgreich ist (Fig. 2d),
- Fig. 3a-d
- vier Beispiele für die Häufigkeitsverteilung der Pixelintensitäten in einem Bildabschnitt,
in dem die Anzahl an Wertdokumentkanten nicht ermittelt werden konnte.
[0031] Figur 1a zeigt beispielhaft einen Ausschnitt einer Vorrichtung 100 zur Wertdokumentbearbeitung
in einer Ansicht aus der Vogelperspektive mit Blick von oben (z-Richtung) auf den
Bereich des Vereinzelers 30 der Vorrichtung 100. Von der Bedienerseite B der Vorrichtung
100 aus wurde ein Wertdokumentstapel 10 in das Vereinzelerfach 6 der Vorrichtung 100
eingelegt. Der Wertdokumentstapel 10 liegt auf einer beweglichen Andruckplatte 20
auf, die auf- und abbewegt werden kann (z-Richtung), um den Stapel 10 dem Vereinzeler
30 der Vorrichtung 100 zuzuführen. Mit Hilfe der Vereinzelerwalze 33 wird jeweils
das oberste Wertdokument entlang der x-Richtung von dem Wertdokumentstapel 10 abgezogen.
Zur besseren Darstellung sind die weiteren Komponenten des Vereinzelers 30 und der
Vorrichtung 100, die sich zwischen dem Betrachter in der Vogelperspektive und dem
Wertdokumentstapel 10 befinden, in Figur 1a weggelassen.
[0032] Die Vorrichtung 100 weist ein Kameramodul 3 auf, das im Innenraum der Vorrichtung,
an derjenigen Seite des Vereinzelers 30 angeordnet ist, die von der Bedienerseite
B der Vorrichtung 100 abgewandt ist. Das Kameramodul 3 ist aus dem Innenraum der Vorrichtung
100 in das Vereinzelerfach 6 gerichtet, um ein Bild des Wertdokumentstapels 10 von
der Seite des Wertdokumentstapels aufzunehmen. Der Wertdokumentstapel 10 wird dabei
in y-Richtung betrachtet. Der Bildsensor 1 des Kameramoduls 3 ist so angeordnet ist,
dass er ein Bild der dem Innenraum der Vorrichtung 100 zugewandten Seite des Wertdokumentstapels
10 aufnehmen kann. Zur Beleuchtung des Wertdokumentstapels 10 sind zwei Lichtquellen
2 an dem Kameramodul 3 vorgesehen, die synchron zueinander Blitzlicht aussenden. Das
von dem Bildsensor 1 aufgenommene Bild wird mittels einer Auswerteeinrichtung 4 ausgewertet,
die eine Bildverarbeitung durchführt, um die Kanten der einzelnen Wertdokumente zu
erkennen und aus dem aufgenommenen Bild die Anzahl an Wertdokumentkanten bzw. die
Dichte der Wertdokumente zu ermitteln. Dazu wird der Bildabschnitt einem Kantenerkennungsverfahren
unterzogen, z.B. mit Hilfe von Kantenoperatoren, wie sie aus dem Stand der Technik
bekannt sind. Die Auswerteeinrichtung 4 ist mit der Steuereinrichtung 21 der Andruckplatte
20 verbunden, welche die Bewegung der Andruckplatte 20 entlang der z-Richtung steuert.
[0033] Figur 1b zeigt eine Seitenansicht des Vereinzelers 30, von der Seite des Kameramoduls
3 aus betrachtet. Der Vereinzeler 30 weist in diesem Beispiel eine Vorschubeinrichtung
31, eine Rückhalteeinrichtung 32, eine Vereinzelungswalze 33 und eine Rückhaltewalze
34 auf. Die Vorschubeinrichtung ist hier als Luftleitplatte ausgebildet, die das oberste
Wertdokument ansaugt und in x-Richtung bewegt, kann aber auch anders realisiert sein,
z.B. durch Vorschubwalzen etc.
[0034] Zur Vereinzelung des Wertdokumentstapels 10 wird das oberste Wertdokument 5 durch
die Vorschubeinrichtung 31 in Richtung der Vereinzelungswalze 33 (x-Richtung) transportiert.
Diese ergreift dann das oberste Wertdokument und zieht es vom Stapel 10 ab. Die dem
obersten Wertdokument nachfolgenden Wertdokumente des Stapels 10 werden von der Rückhalteeinrichtung
32 zurückgehalten. Für den Fall, dass von der Vorschubeinrichtung 31 mehrere Wertdokumente
in Richtung der Vereinzelungswalze 33 transportiert werden, ist zusätzlich die Rückhaltewalze
34 vorgesehen, die dann die nachfolgenden Wertdokumente wieder in den Stapel 10 zurücktransportiert.
Das von der Vereinzelungsvorrichtung 30 vereinzelte Wertdokument wird dann an ein
Transportsystem 40 übergeben werden. Dieses weist z.B. Transportrollen 41 auf, mittels
derer Transportriemen 42 bewegt werden. Zum Transport wird das jeweilige Wertdokument
zwischen den Transportriemen 42 eingeklemmt.
[0035] Da die Anzahl an Wertdokumenten in dem Wertdokumentstapel 10 mit fortschreitender
Vereinzelung der Wertdokumente abnimmt, wird die Andruckplatte 20 mit Hilfe eines
Motors entlang der z-Richtung nachgeführt, um den Wertdokumentstapel weiter anzuheben.
Dadurch kommt jeweils das oberste Wertdokument 5 in den Erfassungsbereich der Vorschubeinrichtung
31 und kann vereinzelt werden. Die Nachführgeschwindigkeit, mit der die Andruckplatte
20 nach oben bewegt wird, wird jedoch in Abhängigkeit der Dichte des Wertdokumentstapels
10 unterschiedlich groß gewählt. Bei locker aufeinander liegenden Wertdokumenten (geringe
Stapeldichte) wird der Stapel 10 mit relativ großer Geschwindigkeit nachgeführt, um
eine hohe Vereinzelungsrate zu erreichen. Bei einem dichten Wertdokumentstapel 10
wird die Nachführung verlangsamt oder zeitweise angehalten, damit es zu keiner Störung
der Vereinzelung kommt. Um den Abstand D zwischen der Andruckplatte 20 und der Vorschubeinrichtung
31 während Vereinzelung an die Dichte der jeweils zu vereinzelnden Wertdokumente anzupassen,
wird die Bewegung der Andruckplatte 20 entlang der z-Richtung mittels der Steuereinrichtung
21 gesteuert. Die Steuereinrichtung 21 steuert die Stelleinrichtung 25, die mit der
Andruckplatte 20 mechanisch verbunden ist.
[0036] Die Dichte des Wertdokumentstapels wird aus der Anzahl K an Wertdokumentkanten ermittelt,
die in einem Bildabschnitt 8 erkannt werden. In Figur 2a ist ein zu diesem Zweck geeigneter
Bildabschnitt 8 skizziert, den der Bildsensor 1 von der Seite des Wertdokumentstapels
10 aufnimmt. Falls die Kantenerkennung in dem Bildabschnitt 8 erfolgreich ist, erhält
die Steuereinrichtung 21 von der Auswerteeinrichtung 4 Informationen über die aktuell
vorliegende Anzahl K an Wertdokumentkanten, die in dem Bildabschnitt 8 erkannt wurden.
Die Anzahl K der Wertdokumentkanten wird während der Vereinzelung der Wertdokumente
z.B. kontinuierlich ermittelt. Die Steuereinrichtung 21 steuert die Nachführung der
Andruckplatte 20 in Abhängigkeit dieser Anzahl K an Wertdokumentkanten. Zum Beispiel
wird der Abstand D zwischen der Andruckplatte 20 und dem Vereinzeler 30 in Abhängigkeit
der ermittelten Anzahl K an Wertdokumentkanten so angepasst, dass der Stapel 10 leicht
an die Vorschubeinrichtung 31 angedrückt wird.
[0037] Der Bildabschnitt 8 wird bevorzugt in demjenigen Seitenabschnitt des Wertdokumentstapels
aufgenommen, der sich in der Nähe des Vereinzelers 30 befindet (in Figur 2a rechts
oben). Der Bildabschnitt 8 umfasst bevorzugt diejenigen Wertdokumente, die als nächstes
vereinzelt werden, unmittelbar bevor diese vereinzelt werden. Die jeweils aus dem
Bildabschnitt ermittelte Anzahl K an Wertdokumenten dann direkt, praktisch ohne Verzögerung,
zur Steuerung der Bewegung der Andruckplatte 20 verwendet werden. Die jeweilige Anzahl
K an Wertdokumentkanten und/oder die Bilddaten können aber auch permanent oder temporär
gespeichert werden. Durch Speichern der Anzahl K kann die in dem jeweiligen Bildabschnitt
ermittelte Anzahl K bereits ermittelt werden, bevor die Wertdokumente vereinzelt werden
und erst dann abgerufen und zum Steuern verwendet werden, wenn die jeweiligen Wertdokumente
tatsächlich vereinzelt werden. Das Speichern der Anzahl K ermöglicht es daher, dass
der Bildsensor 3 entlang der z-Richtung auch in einiger Entfernung zum Vereinzeler
30 angeordnet werden kann.
[0038] Der auf der Andruckplatte 20 aufliegende Wertdokumentstapel 10 besteht im Beispiel
aus Figur 2a aus einem oberen Stapelabschnitt 10a und einem unteren Stapelabschnitt
10b. Im oberen Stapelabschnitt 10a befinden sich gebrauchte Wertdokumente, die eine
gewisse Welligkeit aufweisen und daher mit relativ geringer Dichte aufeinander liegen.
Der untere Stapelabschnitt 10b enthält Wertdokumente mit verschwindender Welligkeit,
die sehr dicht aufeinander liegen, z.B. Wertdokumente, die kaum gebraucht sind oder
neue Wertdokumente.
[0039] Im Beispiel der Figur 2a werden in dem Bildabschnitt 8, in dem die gebrauchten Wertdokumente
des oberen Stapelabschnitts 10a abgebildet sind, zehn Wertdokumentkanten erkannt.
Figur 2b zeigt den Wertdokumentstapel aus Figur 2a, nachdem ein Teil des oberen Stapelabschnitts
10a bereits vereinzelt wurde. Der Bildabschnitt 8 der Figur 2b umfasst daher nur noch
die unteren Wertdokumente des oberen Wertdokumentstapels 10a. Darin sind vierzehn
Wertdokumentkanten abgebildet. Die zehn Wertdokumentkanten des Bildabschnitts 8 aus
Figur 2a und die vierzehn Wertdokumentkanten des Bildabschnitts 8 aus Figur 2b können
mit Hilfe von üblichen Bildverarbeitungsverfahren zur Kantenerkennung erkannt werden.
[0040] Beispielsweise wird die Nachführung der Andruckplatte 20 in Abhängigkeit der Anzahl
K an Wertdokumenten gesteuert, die in dem Bildabschnitt 8 erkannt wurden. So kann
z.B. im Fall der zehn Wertdokumentkanten in Figur 2a eine Nachführgeschwindigkeit
G2 gewählt werden, die größer ist als eine Nachführgeschwindigkeit G1, die im Fall
der vierzehn Wertdokumentkanten aus Figur 2b gewählt wird.
[0041] Alternativ kann allerdings auch in beiden Fällen dieselbe Nachführgeschwindigkeit
der Andruckplatte 20 gewählt werden. Zum Beispiel kann eine Anzahl Z an Wertdokumentkanten
als Schwelle vorgegeben sein, z.B. Z=20, und in allen Fällen, in denen die in dem
Bildabschnitt 8 ermittelte Anzahl unterhalb der Schwelle Z liegt, eine vorbestimmte
Nachführgeschwindigkeit G eingestellt werden. Werden Z oder mehr als Z Wertdokumentkanten
in dem Bildabschnitt 8 erkannt, so erfolgt die Nachführung langsamer oder wird zeitweise
angehalten.
[0042] Figur 2c zeigt einen Fall, in dem in dem Bildabschnitt 8 sowohl ein Teil des oberen
Wertdokumentstapels 10a als auch ein Teil des unteren Wertdokumentstapels 10b abgebildet
ist. Da die Kantenerkennung nur im oberen Teil des Bildabschnitts 8 erfolgreich ist,
wird in diesem Fall eine geringe Anzahl von K=8 Wertdokumentkanten erkannt. Die Auswertung
kann wieder anhand des eben erwähnten Schwellenvergleichs durchgeführt werden. Da
die Anzahl K=8 Wertdokumentkanten unterhalb der Schwelle Z=20 liegt, würde dann wieder
die vorbestimmte Nachführgeschwindigkeit G gewählt werden.
[0043] In Figur 2d ist der Wertdokumentstapel 10 gezeigt, nachdem bereits alle Wertdokumente
des oberen Stapelabschnitts 10a vereinzelt wurden, so dass im Bildabschnitt 8 nur
noch die dicht aneinander liegenden Wertdokumente des unteren Stapelabschnitts 10b
enthalten sind. Bei einer derart großen Stapeldichte kann die Anzahl K an Wertdokumentkanten
nicht oder nur unzureichend bestimmt werden ("K=?"), weil durch die Bildverarbeitung
zu wenige oder überhaupt keine Wertdokumentkanten erkannt werden. Aber nicht nur die
Dichte, sondern auch die Farbe oder die Verschmutzung der Wertdokumente kann die Erkennung
der Wertdokumentkanten beeinträchtigen, oder auch eine Fehllage oder eine sehr große
Welligkeit der in dem Stapel 10 enthaltenen Wertdokumente. In solchen Fällen, wenn
die Anzahl an Wertdokumentkanten in dem Bildabschnitt 8 nicht oder nur unzureichend
ermittelt werden kann, wird daher zusätzlich die Helligkeit des Bilds in dem Bildabschnitt
8 ermittelt. Und die Nachführung des Wertdokumentstapels 10 wird dann in Abhängigkeit
der ermittelten Helligkeit des Bildabschnitts 8 gesteuert.
[0044] Für den Bildabschnitt 8 aus Figur 2d ist in Figur 3a die Häufigkeitsverteilung d
der Helligkeit des Bildabschnitts 8 skizziert, hier schematisch ein Histogramm N(I)
der Pixelintensitäten I aller Bildpunkte des Bildabschnitts 8. In dem Ausführungsbeispiel
der Figur 3a wird die Häufigkeitsverteilung d analysiert, um anhand von Parametern
dieser Häufigkeitsverteilung d auch in dem Fall, wenn keine Anzahl K an Wertdokumentkanten
ermittelt werden kann, die Nachführung der Wertdokumente zu steuern. Als Parameter
zum Steuern der Nachführung werden z.B. die Lage und/oder die Breite S der Häufigkeitsverteilung
verwendet.
[0045] Als Maß für die Lage der Häufigkeitsverteilung kann z.B. der Mittelwert M der Häufigkeitsverteilung
bestimmt werden und mit einer Schwelle T verglichen werden, die z.B. im Vorfeld der
Wertdokumentbearbeitung festgelegt wurde. Überschreitet der Mittelwert M die Schwelle
T, wie es bei der Häufigkeitsverteilung d aus Figur 3a der Fall ist, so weist der
Bildabschnitt 8 eine relativ große Helligkeit auf. Dies wird als Indiz dafür verwendet,
dass in dem Bildabschnitt 8 Wertdokumente abgebildet sind, die sehr dicht aneinander
liegen und daher hell erscheinen. Die Nachführung des Wertdokumentstapels 10b mit
Hilfe der Andruckplatte 20 wird in diesem Fall zeitweise angehalten oder es wird eine
geringe Nachführgeschwindigkeit G0 gewählt, die geringer ist als die oben genannten
Nachführgeschwindigkeiten G bzw. G1 und G2.
[0046] Figur 3b zeigt den Fall, wenn in dem Bildabschnitt 8 überhaupt keine Wertdokumente
abgebildet sind, z.B. wenn das Vereinzelerfach 6 leer ist. Auch in diesem Fall kann
die Bildverarbeitung in dem Bildabschnitt keine Wertdokumentkanten ermitteln. Da in
dem Bildabschnitt 8 in diesem Fall nur den dunklen Hintergrund des Vereinzelerfachs
6 erscheint, liegt die Häufigkeitsverteilung e bei einer wesentlich geringeren Helligkeit
bzw. Pixelintensität I und daher deutlich unterhalb der Schwelle T. Die Tatsache,
dass der Mittelwert M der Häufigkeitsverteilung e - im Gegensatz zur Häufigkeitsverteilung
d - die Schwelle T unterschreitet, wird als Indiz dafür verwendet, dass nicht wegen
eines dichten Wertdokumentstapels, sondern aus einem anderen Grund keine Anzahl an
Wertdokumentkanten ermittelt werden konnte. Wenn der Mittelwert M die Schwelle T unterschreitet,
wird die Nachführgeschwindigkeit beispielsweise beibehalten oder auf die oben genannte
Nachführgeschwindigkeit G oder G2 gesetzt, die auch in dem Fall verwendet wird, wenn
in dem Bildabschnitt eine geringe Anzahl K an Wertdokumentkanten ermittelt wird.
[0047] Die Helligkeitsschwelle T kann auch mit einem Helligkeitsintervall T+/-Δ versehen
werden, vgl. Figur 3b, und der Mittelwert M auf das Überschreiten der oberen Grenze
T+Δ des Helligkeitsintervalls und das Unterschreiten der unteren Grenze T-Δ des Helligkeitsintervalls
geprüft werden.
[0048] Alternativ oder zusätzlich zur Lage M der Häufigkeitsverteilung kann auch die Breite
S der Häufigkeitsverteilung berücksichtigt werden, z.B. die Halbwertsbreite. Als Maß
für die Breite S kann auch die Standardabweichung der Pixelintensität I in dem Bildabschnitt
8 verwendet werden. Zum Beispiel wird - zusätzlich zur Lage des Mittelwerts M oberhalb
der Schwelle T - auch eine geringe Breite S als Hinweis für das Vorliegen eines sehr
dichten Stapels (Fall der Figur 3a) verwendet.
[0049] Ist die Breite S dagegen groß, z.B. größer als ein vorgegebener Breitengrenzwert
S*, wie es bei der Häufigkeitsverteilung f der Figur 3c der Fall ist, so wird dies
als Indiz dafür genommen, dass die Probleme bei der Kantenerkennung nicht wegen der
große Dichte des Stapels und auch nicht aufgrund fehlender Wertdokumente auftreten,
sondern aus einem anderen Grund. Der Grund kann z.B. eine große Welligkeit der Wertdokumente
sein, vgl. den in Figur 3c gezeigten Bildabschnitt 8, oder eine Fehllage der Wertdokumente.
Eine große Breite S kann auch vorliegen, wenn im Bildabschnitt 8 ein relativ inhomogener
Wertdokumentstapel aus verschiedenen Wertdokumentarten oder -qualitäten abgebildet
ist.
[0050] Falls die Anzahl K der Kanten nicht bestimmt werden kann, aber auch die Lage M und
die Breite S der Häufigkeitsverteilung auf keinen der oben genannten Fälle schließen
lässt, kann die Auswertung auch auf einen Teil des Bildabschnitts 8 beschränkt werden.
Dies kann z.B. hilfreich sein, wenn in dem Bildabschnitt 8 verschiedene Qualitäten
von Wertdokumenten enthalten sind, wie es im Beispiel der Figur 3d der Fall ist. Dort
ist im Bildabschnitt 8 oben ein dichter Teilstapel aus hellen Wertdokumenten und unten
ein dichter Teilstapel aus etwas dunkleren Wertdokumenten abgebildet. Da die Lage
und Standardabweichung der zugehörigen Häufigkeitsverteilung g keine eindeutige Schlussfolgerung
zulassen, wird die Häufigkeitsverteilung nur für die obere Hälfte des Bildabschnitts
8 ausgewertet. Im Fall der Figur 3d würde die Häufigkeitsverteilung der oberen Hälfte
des Bildabschnitts 8 nur den rechten der beiden Peaks P2 aus Figur 3d aufweisen. Die
Lage und Breite des Peaks P2 deuten auf das Vorliegen eines dichten Wertdokumentstapels
(analog zum Fall aus Figur 3a) hin, der mit geringer Geschwindigkeit nachzuführen
ist oder bei dem die Nachführung angehalten werden sollte.
[0051] Es kann aber auch eine aufwändigere Analyse der Häufigkeitsverteilung durchgeführt
werden, z.B. eine Ausgleichsrechnung zur Identifizierung von Kurvenmaxima. Durch eine
aufwändigere Analyse können die zwei Peaks P1, P2 der Häufigkeitsverteilung g identifiziert
werden und deren Lage und Breite zur Steuerung der Nachführung verwendet werden. Die
Breite dieser beiden Peaks P1, P2 ist relativ gering und lässt auf zwei homogene Teilstapel
aus dicht aufeinander liegenden Wertdokumenten schließen. Die Lage der Peaks auf der
Intensitätsachse I weist darauf hin, dass einer der Teilstapel aus hellen Wertdokumenten
besteht und der andere Teilstapel aus etwas dunkleren Wertdokumenten. Aufgrund der
großen Dichte beider Wertdokumentstapel sollte die Nachführung entsprechend verlangsamt
oder angehalten werden, während diese vereinzelt werden.
[0052] In denjenigen Fällen, in denen die Auswertung des Bildabschnitts 8 auf keinen der
oben erwähnten Fälle schließen lässt, kann die Nachführgeschwindigkeit beibehalten
werden, wie sie auf Basis der Anzahl K' an Wertdokumentkanten eines früher ausgewerteten
Bildabschnitts 8' desselben Wertdokumentstapels 10 gewählt wurde oder auf eine vordefinierte
Nachführgeschwindigkeit gesetzt werden.
[0053] Falls trotz der Steuerung der Nachführung dennoch Probleme bei der Vereinzelung der
Wertdokumente auftreten, so wird die Vereinzelung angehalten und die Vorrichtung 100
gibt eine entsprechende Meldung aus.
[0054] Die durch den Bildsensor 1 aufgenommenen Bilder, auf denen die Seite des zu vereinzelnden
Wertdokumentstapels 10 abgebildet ist, können an einer Anzeigeeinrichtung der Vorrichtung
100, z.B. an einem Display, dargestellt werden. Das Darstellen der aufgenommenen Bilder
erfolgt vorzugsweise in Echtzeit mit der Vereinzelung der Wertdokumente, wobei die
Bilder einem Bediener bzw. einer Serviceperson der Vorrichtung live oder unmittelbar
nach der Aufnahme der Bilder gezeigt werden können. Die Bilder umfassen z.B. jeweils
den Bildabschnitt 8, auf dessen Basis die Nachführung des Stapels gesteuert wird und/oder
jeweils das oberste Wertdokument, das gerade vereinzelt wird. Aufgrund der gepulsten
Beleuchtung mittels der Lichtquellen ergibt die schnelle Abfolge der einzelnen aufgenommenen
Bilder eine Art Film, der dazu verwendet werden kann, die Parameter zur Steuerung
der Nachführung und/oder die Vereinzelungsparameter des Vereinzelers manuell zu optimieren.
1. Verfahren zur Steuerung der Nachführung eines Wertdokumentstapels (10), von dem Wertdokumente
vereinzelt werden, mit den Schritten:
- Aufnehmen eines Bilds einer Seite des Wertdokumentstapels (10),
- Auswerten des aufgenommenen Bilds der Seite des Wertdokumentstapels, um in einem
Bildabschnitt (8) des Bilds die Kanten der einzelnen Wertdokumente zu erkennen und
um eine Anzahl (K) an Wertdokumentkanten in dem Bildabschnitt (8) zu ermitteln,
- Steuern der Nachführung des Wertdokumentstapels in Abhängigkeit der Anzahl (K) der
Wertdokumentkanten, die in dem Bildabschnitt (8) ermittelt wurden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass beim Auswerten des aufgenommenen Bilds, falls in dem Bildabschnitt (8) die Anzahl
(K) an Wertdokumentkanten nicht oder nur unzureichend ermittelt werden kann, zusätzlich
eine Helligkeit des Bilds in diesem Bildabschnitt (8) ermittelt wird, und
- dass beim Vereinzeln der in diesem Bildabschnitt (8) abgebildeten Wertdokumente, die Nachführung
des Wertdokumentstapels (10) in Abhängigkeit der in diesem Bildabschnitt (8) ermittelten
Helligkeit gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachführung des Wertdokumentstapels, beim Vereinzeln der in diesem Bildabschnitt
(8) abgebildeten Wertdokumente, in Abhängigkeit der in diesem Bildabschnitt (8) ermittelten
Helligkeit derart gesteuert wird, dass die Nachführgeschwindigkeit mit zunehmender
Helligkeit des Bildabschnitts (8) reduziert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Bildabschnitt (8) ermittelte Helligkeit mit einer Helligkeitsschwelle
(T) verglichen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, wenn die in dem Bildabschnitt (8) ermittelte Helligkeit die Helligkeitsschwelle
(T) überschreitet, die Nachführung beim Vereinzeln der in diesem Bildabschnitt (8)
abgebildeten Wertdokumente zeitweise angehalten wird oder dass beim Vereinzeln der
in diesem Bildabschnitt (8) abgebildeten Wertdokumente eine geringere Nachführgeschwindigkeit
gewählt wird als in dem Fall, wenn die in diesem Bildabschnitt ermittelte Helligkeit
die Helligkeitsschwelle (T) nicht überschreitet.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, wenn die in dem Bildabschnitt (8) ermittelte Helligkeit die Helligkeitsschwelle
(T) überschreitet, die Nachführung beim Vereinzeln der in diesem Bildabschnitt (8)
abgebildeten Wertdokumente zeitweise angehalten wird oder dass beim Vereinzeln der
in diesem Bildabschnitt (8) abgebildeten Wertdokumente eine geringere Nachführgeschwindigkeit
(G0) gewählt wird, als in dem Fall, wenn in dem Bildabschnitt (8) Wertdokumentkanten
erkannt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, wenn die in diesem Bildabschnitt (8) ermittelte Helligkeit in dem Bildabschnitt
(8) die Helligkeitsschwelle (T) nicht überschreitet, die Nachführung beim Vereinzeln
der in dem Bildabschnitt (8) abgebildeten Wertdokumente unverändert bleibt oder die
Nachführgeschwindigkeit auf eine für diesen Fall vordefinierte Nachführgeschwindigkeit
(G) gesetzt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, zusätzlich zur Nachführung des Wertdokumentstapels (10), auch die Vereinzelungsrate,
mit der die Wertdokumente vereinzelt werden, in Abhängigkeit der in dem Bildabschnitt
(8) ermittelten Helligkeit gesteuert wird, wobei die Vereinzelungsrate insbesondere
mit abnehmender Helligkeit des Bildabschnitts (8) reduziert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, beim Ermitteln der Helligkeit des Bilds in dem Bildabschnitt (8), als Maß für die
Helligkeit des Bilds in dem Bildabschnitt (8) ein Mittelwert (M) der Pixelintensität
(I) in dem Bildabschnitt (8) gebildet wird und die Nachführung des Wertdokumentstapels
(10) in Abhängigkeit dieses Mittelwerts (M) gesteuert wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auswerten des aufgenommenen Bilds, falls in einem Bildabschnitt (8) des Bilds
die Anzahl an Wertdokumentkanten (K) nicht oder nur unzureichend ermittelt werden
kann, zum Ermitteln der Helligkeit die Häufigkeitsverteilung (d, e, f, g) der Helligkeit
in dem Bildabschnitt (8) ermittelt wird und die Nachführung des Wertdokumentstapels
(10) in Abhängigkeit der Lage (M) der Häufigkeitsverteilung und/oder in Abhängigkeit
der Breite (S) der Häufigkeitsverteilung gesteuert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachführung des Wertdokumentstapels aufgrund der in dem Bildabschnitt ermittelten
Helligkeit unter der Bedingung angehalten wird oder die Nachführgeschwindigkeit unter
der Bedingung reduziert wird, dass der Mittelwert (M) der Häufigkeitsverteilung in
dem Bildabschnitt (8) eine vorgegebene Schwelle (T) überschreitet.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachführung des Wertdokumentstapels aufgrund der in dem Bildabschnitt ermittelten
Helligkeit unter der Bedingung angehalten wird oder deren Nachführgeschwindigkeit
unter der Bedingung reduziert wird, dass die Breite (S) der Häufigkeitsverteilung
in dem Bildabschnitt (8) unter einem vorgegebenen Breitengrenzwert (S*) liegt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachführung, die aufgrund der ermittelten Helligkeit angehalten oder deren Geschwindigkeit
aufgrund der ermittelten Helligkeit reduziert wurde, solange unverändert bleibt, bis
in einem später aufgenommenen Bildabschnitt (8) wieder eine Anzahl (K) an Wertdokumentkanten
ermittelt werden kann.
13. Vorrichtung zur Steuerung der Nachführung eines Wertdokumentstapels (10), von dem
die Wertdokumente vereinzelt werden sollen, umfassend:
- einen Bildsensor (1) zum Aufnehmen eines Bilds einer Seite des Wertdokumentstapels
(10),
- eine Auswerteeinrichtung (4) zum Auswerten des aufgenommenen Bilds, die dazu ausgebildet
ist, das Bild der Seite des Wertdokumentstapels auszuwerten, um in einem Bildabschnitt
(8) des Bilds die Kanten der einzelnen Wertdokumente zu erkennen und um in dem Bildabschnitt
(8) eine Anzahl (K) an Wertdokumentkanten zu ermitteln,
- eine Steuereinrichtung (21) zur Steuerung der Nachführung des Wertdokumentstapels
in Abhängigkeit der Anzahl (K) der Wertdokumentkanten, die die Auswerteinrichtung
(4) in dem Bildabschnitt (8) ermittelt hat,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Auswerteeinrichtung (4), falls sie beim Auswerten des aufgenommenen Bilds in
dem Bildabschnitt (8) die Anzahl (K) an Wertdokumentkanten nicht oder nur unzureichend
ermitteln kann, zusätzlich eine Helligkeit des Bilds in diesem Bildabschnitt (8) ermittelt,
und
- dass die Steuereinrichtung (21) die Nachführung des Wertdokumentstapels (10) für
die in diesem Bildabschnitt (8) abgebildeten Wertdokumente in Abhängigkeit der in
diesem Bildabschnitt (8) ermittelten Helligkeit steuert.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet dass, die Steuereinrichtung (21) dazu ausgebildet ist, die Nachführung des Wertdokumentstapels
(10) gemäß dem Verfahren einem der Ansprüche 1 bis 12 zu steuern.
15. Vereinzelungsvorrichtung (30) zur Vereinzelung von Wertdokumenten von einem Wertdokumentstapel,
die dazu ausgebildet ist, die Wertdokumente von dem Wertdokumentstapel zu vereinzeln
und die eine Vorrichtung zur Steuerung der Nachführung des Wertdokumentstapels gemäß
einem der Ansprüche 13 bis 14 aufweist.
16. Vorrichtung (100) zur Bearbeitung von Wertdokumenten, die eine Vereinzelungsvorrichtung
gemäß Anspruch 15 aufweist.
1. A method for controlling the feed of a value document stack (10) from which value
documents are singled, having the steps:
- recording an image of a side of the value document stack (10),
- evaluating the recorded image of the side of the value document stack, in order
to recognize the edges of the individual value documents in an image portion (8) of
the image and in order to ascertain a number (K) of value document edges in the image
portion (8),
- controlling the feed of the value document stack in dependence on the number (K)
of the value document edges which were ascertained in the image portion (8),
characterized in
- that upon the evaluation of the recorded image, if in the image portion (8) the number
(K) of value document edges cannot, or not sufficiently, be ascertained, additionally
a brightness of the image is ascertained in this image portion (8), and
- that upon the singling of the value documents imaged in this image portion (8) the feed
of the value document stack (10) is controlled in dependence on the brightness ascertained
in this image portion (8).
2. The method according to claim 1, characterized in that the feed of the value document stack, upon the singling of the value documents imaged
in this image portion (8), is controlled in dependence on the brightness ascertained
in this image portion (8) in such a way that with increasing brightness of the image
portion (8) the feed speed is reduced.
3. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the brightness ascertained in the image portion (8) is compared with a brightness
threshold (T).
4. The method according to claim 3, characterized in that in the case when the brightness ascertained in the image portion (8) exceeds the
brightness threshold (T) the feed upon the singling of the value documents imaged
in this image portion (8) is temporarily stopped or that upon the singling of the
value documents imaged in this image portion (8) a lower feed speed is chosen than
in the case when the brightness ascertained in this image portion does not exceed
the brightness threshold (T).
5. The method according to claim 3, characterized in that in the case when the brightness ascertained in the image portion (8) exceeds the
brightness threshold (T) the feed upon the singling of the value documents imaged
in this image portion (8) is temporarily stopped or that upon the singling of the
value documents imaged in this image portion (8) a lower feed speed (GO) is chosen
than in the case when value document edges are recognized in the image portion (8).
6. The method according to any of claims 3 to 5, characterized in that in the case when the brightness in the image portion (8) ascertained in this image
portion (8) does not exceed the brightness threshold (T), the feed upon the singling
of the value documents imaged in the image portion (8) remains unchanged or the feed
speed is set to a feed speed (G) predefined for this case.
7. The method according to any of the preceding claims, characterized in that, additionally to the feed of the value document stack (10), also the singling rate
with which the value documents are singled is controlled in dependence on the brightness
ascertained in the image portion (8), wherein the singling rate in particular is reduced
with decreasing brightness of the image portion (8).
8. The method according to any of the preceding claims, characterized in that upon ascertaining the brightness of the image in the image portion (8) there is formed
a mean value (M) of the pixel intensity (I) in the image portion (8) as a measure
for the brightness of the image in the image portion (8) and the feed of the value
document stack (10) is controlled in dependence on this mean value (M).
9. The method according to any of the preceding claims, characterized in that upon the evaluation of the recorded image, if in an image portion (8) of the image
the number of value document edges (K) cannot, or not sufficiently, be ascertained,
for ascertaining the brightness the frequency distribution (d, e, f, g) of the brightness
in the image portion (8) is ascertained and the feed of the value document stack (10)
is controlled in dependence on the location (M) of the frequency distribution and/or
in dependence on the width (S) of the frequency distribution.
10. The method according to claim 9, characterized in that due to the brightness ascertained in the image portion the feed of the value document
stack is stopped under the condition or the feed speed is reduced under the condition
that the mean value (M) of the frequency distribution in the image portion (8) exceeds
a prescribed threshold (T).
11. The method according to claim 9 or 10, characterized in that due to the brightness ascertained in the image portion the feed of the value document
stack is stopped under the condition or the feed speed thereof is reduced under the
condition that the width (S) of the frequency distribution in the image portion (8)
lies under a prescribed width limit value (S*).
12. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the feed which was stopped due to the ascertained brightness or whose speed was reduced
due to the ascertained brightness remains unchanged as long as in a later recorded
image portion (8) again a number (K) of value document edges can be ascertained.
13. An apparatus for controlling the feed of a value document stack (10) from which the
value documents are to be singled, comprising:
- an image sensor (1) for recording an image of a side of the value document stack
(10),
- an evaluation device (4) for evaluating the recorded image, which is configured
to evaluate the image of the side of the value document stack, in order to recognize
the edges of the individual value documents in an image portion (8) of the image and
in order to ascertain a number (K) of value document edges in the image portion (8),
- a control device (21) for controlling the feed of the value document stack in dependence
on the number (K) of value document edges which the evaluation device (4) has ascertained
in the image portion (8),
characterized in that
- the evaluation device (4) ascertains, if upon the evaluation of the recorded image
in the image portion (8) it cannot, or not sufficiently, ascertain the number (K)
of value document edges, additionally a brightness of the image in this image portion
(8), and
- that the control device (21) controls the feed of the value document stack (10)
for the value documents imaged in this image portion (8) in dependence on the brightness
ascertained in this image portion (8).
14. The apparatus according to claim 13, characterized in that the control device (21) is configured to control the feed of the value document stack
(10) in accordance with the method of any of claims 1 to 12.
15. A singling apparatus (30) for singling value documents from a value document stack,
which is configured to single the value documents from the value document stack and
which has an apparatus for controlling the feed of the value document stack according
to any of claims 13 to 14.
16. An apparatus (100) for processing value documents, which has a singling apparatus
according to claim 15.
1. Procédé de commande du guidage précis d'une pile de documents de valeur (10) dont
des documents de valeur sont déliassés, comprenant les étapes:
- capture d'une image d'une face de la pile de documents de valeur (10),
- évaluation de l'image capturée de la face de la pile de documents de valeur afin
de reconnaître dans une section d'image (8) de l'image les bords des différents documents
de valeur et afin de déterminer une nombre (K) de bords des documents de valeur dans
la section d'image (8),
- commande du guidage précis de la pile de documents de valeur en fonction du nombre
(K) des bords de documents de valeur qui ont été déterminés dans la section d'image
(8),
caractérisé en ce
- que, lors de l'évaluation de l'image capturée , dans le cas où, dans la section d'image
(8), le nombre (K) de bords des documents de valeur ne peut pas ou seulement insuffisamment
être déterminé, une luminosité de l'image dans cette section d'image (8) est déterminée
en plus, et
- que, lors du déliassage des documents de valeur représentés dans cette section d'image
(8), le guidage précis de la pile de documents de valeur (10) est commandé en fonction
de la luminosité déterminée dans cette section d'image (8).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guidage précis de la pile de documents de valeur lors du déliassage des documents
de valeur représentés dans cette section d'image (8) est commandé de telle façon en
fonction de la luminosité déterminée dans cette section d'image (8) que la vitesse
de guidage précis est réduite à mesure que la luminosité de la section d'image (8)
s'accroît.
3. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la luminosité déterminée dans la section d'image (8) est comparée avec un seuil de
luminosité (T).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, dans le cas où la luminosité déterminée dans la section d'image (8) dépasse le seuil
de luminosité (T), le guidage précis lors du déliassage des documents de valeur représentés
dans cette section d'image (8) est arrêté temporairement ou que, lors du déliassage
des documents de valeur représentés dans cette section d'image (8), une vitesse de
guidage précis plus faible est choisie dans le cas où la luminosité déterminée dans
cette section d'image (8) ne dépasse pas le seuil de luminosité (T).
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, dans le cas où la luminosité déterminée dans la section d'image (8) dépasse le seuil
de luminosité (T), le guidage précis lors du déliassage des documents de valeur représentés
dans cette section d'image (8) est arrêté temporairement ou que, lors du déliassage
des documents de valeur représentés dans cette section d'image (8), une vitesse de
guidage précis (G0) plus faible est choisie dans le cas où, dans la section d'image
(8), des bords de documents de valeur sont reconnus.
6. Procédé selon une des revendications de 3 à 5, caractérisé en ce que, dans le cas où la luminosité déterminée dans cette section d'image (8) ne dépasse
pas dans la section d'image (8) le seuil de luminosité (T), le guidage précis lors
du déliassage des documents de valeur représentés dans la section d'image (8) reste
inchangé ou la vitesse de guidage précis est réglée sur une vitesse de guidage précis
(G) prédéfinie pour ce cas.
7. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, en plus du guidage précis de la pile de documents de valeur (10), également le taux
de déliassage auquel les documents de valeur sont déliassés est, en fonction de la
luminosité déterminée dans la section d'image (8), commandée, le taux de déliassage
étant réduit en particulier à mesure que la luminosité de la section d'image (8) diminue.
8. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors de l'évaluation de la luminosité de l'image dans la section d'image (8), en
tant que mesure pour la luminosité de l'image dans la section d'image (8), une valeur
moyenne (M) de l'intensité de pixels (I) dans la section d'image (8) est constituée
et le guidage précis de la pile de documents de valeur (10) est commandé en fonction
de cette valeur moyenne (M).
9. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors de l'évaluation de l'image capturée, dans le cas où, dans une section d'image
(8) de l'image, le nombre de bords des documents de valeur (K) ne peut pas ou seulement
insuffisamment être déterminé, pour la détermination de la luminosité, la répartition
de la fréquence (d, e, f, g) de la luminosité dans la section d'image (8) est déterminée
et le guidage précis de la pile de documents de valeur (10) est commandé en fonction
de la situation (M) de la répartition de fréquence et/ou en fonction de la largeur
(S) de la répartition de la fréquence.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le guidage précis de la pile de documents de valeur est, en raison de la luminosité
déterminée dans la section d'image, arrêté sous la condition que, ou la vitesse de
guidage précis est réduite sous la condition que la valeur moyenne (M) de la répartition
de fréquence dépasse dans la section d'image (8) un seuil (T) prédéterminé.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le guidage précis de la pile de documents de valeur (10) est, en raison de la luminosité
déterminée dans la section d'image, arrêté sous la condition que, ou sa vitesse de
guidage précis est réduite sous la condition que la largeur (S) de la répartition
de fréquence se situe, dans la section d'image (8), en-dessous d'une valeur limite
prédéterminée de largeur (S*).
12. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le guidage précis qui fut arrêté en raison de la luminosité déterminée ou dont la
vitesse fut réduite en raison de la luminosité déterminée reste inchangé jusqu'à ce
que, dans une section d'image (8) capturée plus tard, à nouveau un nombre (K) de bords
des documents de valeur peut être déterminé.
13. Dispositif de commande du guidage précis d'une pile de documents de valeur (10) dont
les documents de valeur doivent être déliassés, comprenant:
- un capteur d'image (1) destiné à la capture d'une image d'une face de la pile de
documents de valeur (10),
- un équipement d'évaluation (4) destiné à l'évaluation de l'image capturée et conçu
pour évaluer l'image de la face de la pile de documents de valeur afin de reconnaître
dans une section d'image (8) de l'image les bords des différents documents de valeur
et afin de déterminer dans la section d'image (8) une nombre (K) de bords des documents
de valeur,
- un équipement de commande (21) destiné é à la commande du guidage précis de la pile
de documents de valeur en fonction du nombre (K) des bords de documents de valeur
que l'équipement d'évaluation (4) a déterminé dans la section d'image (8),
caractérisé en ce que
l'équipement d'évaluation (4), dans le cas où, lors de l'évaluation de l'image capturée,
il ne peut pas ou seulement insuffisamment déterminer dans la section d'image (8)
le nombre (K) de bords des documents de valeur, détermine en plus une luminosité de
l'image dans cette section d'image (8), et
en ce que le dispositif de commande (21) commande le guidage précis de la pile de documents
de valeur pour les documents de valeur (10) représentés dans cette section d'image
(8) en fonction de la luminosité déterminée dans cette section d'image (8).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'équipement de commande (21) est conçu pour commander le guidage précis de la pile
de documents de valeur (10) conformément au procédé selon une des revendications de
1 à 12.
15. Dispositif (30) de déliassage de documents de valeur d'une pile de documents de valeur
(10), qui est conçu pour déliasser les documents de valeur de la pile de documents
de valeur (10) et qui comporte un dispositif de commande du guidage précis de la pile
de documents de valeur conformément à une des revendications de 13 à 14.
16. Dispositif (100) de traitement de documents de valeur, qui comporte un dispositif
de déliassage conformément à la revendication 15.