[0001] Die Erfindung betrifft eine Flachstrahldüse, insbesondere für ein Hochdruckreinigungsgerät,
mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
[0002] Derartige Flachstrahldüsen kommen zum Einsatz, um einen Gegenstand mit einem aufgefächerten
Fluidstrahl überstreichen zu können. Als Fluid kann beispielsweise unter Druck gesetztes
Wasser zum Einsatz kommen, dem eine Reinigungschemikalie beigefügt sein kann. Der
Wasserstrahl kann auf einen zu reinigenden Gegenstand gerichtet werden, wobei der
Gegenstand vom aufgefächerten Wasserstrahl überstrichen werden kann. Der Einsatz der
Flachstrahldüsen ist jedoch nicht auf unter Druck gesetztes Wasser beschränkt, beispielsweise
können derartige Flachstrahldüsen auch zur Erzeugung eines aufgefächerten Luft- oder
Wasserdampfstrahles zum Einsatz kommen. Der Luftstrahl kann beispielsweise auf einen
zu trocknenden Gegenstand gerichtet werden. So kann beispielsweise vorgesehen sein,
dass derartige Flachstrahldüsen an Trocknungsgeräten von Fahrzeugwaschanlagen Verwendung
finden.
[0003] Zur Formung eines Flachstrahles sind Flachstrahldüsen mit einer schlitzförmigen Düsenöffnung
bekannt. Derartige Düsen sind beispielsweise in der
DE 29 27 737 C2 und in der
US 6,402,062 B1 beschrieben. Die Strahlformung erfolgt bei derartigen Düsen unmittelbar an der schlitzförmigen
Düsenöffnung.
[0004] Es sind auch Flachstrahldüsen bekannt, bei denen ein an der Düsenöffnung im Querschnitt
runder Fluidstrahl durch einen nachfolgenden Aufprall auf seitliche Wände zu einem
Flachstrahl geformt wird. Derartige Düsen kommen beispielsweise zur Bewässerung von
Grünanlagen zum Einsatz.
[0005] Darüber hinaus sind Flachstrahldüsen bekannt, bei denen die Strahlformung bereits
stromaufwärts der Düsenöffnung in einem Strahlformungsabschnitt des Strömungskanals
erfolgt. Derartige Düsen sind beispielsweise in der
EP 0 683 696 B1 und in der
DE 694 00 060 T2 beschrieben. Die Strahlformung erfolgt dadurch, dass unmittelbar stromaufwärts der
Düsenöffnung einander diametral gegenüberliegend zwei konkave Erweiterungen des sich
ansonsten in Strömungsrichtung des Fluids kontinuierlich verjüngenden Strömungskanals
vorgesehen sind. Die seitlichen Erweiterungen führen zu einer Umlenkung des Fluids
dergestalt, dass dieses nach Austritt aus der Düsenöffnung eine aufgefächerte Strahlform
aufweist. Derartige Flachstrahldüsen haben sich in der Praxis bewährt, allerdings
erfährt das Fluid in der Flachstrahldüse einen nicht unerheblichen Strömungsverlust
und die Herstellung der Flachstrahldüsen ist aufgrund der aufwändigen Bearbeitung
des Düsenkörpers mit beträchtlichen Kosten verbunden.
[0006] Aus der
EP 1 293 258 A1 ist eine Flachstrahldüse mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1
bekannt. Die Flachstrahldüse weist einen Düsenkörper auf, der von einem Strömungskanal
durchsetzt ist. Der Strömungskanal erstreckt sich von einer Einlassöffnung bis zu
einer Auslassöffnung, wobei sich sein Strömungsquerschnitt kontinuierlich verjüngt.
Die Auslassöffnung bildet eine Düsenöffnung der Flachstrahldüse aus und weist eine
längliche (elliptische) Form auf. Stromaufwärts der Düsenöffnung bildet der Strömungskanal
einen Bereich, in dem sein Strömungsquerschnitt kontinuierlich von einer Kreisform
in einer Ellipsenform übergeht.
[0007] Aus
DE 696 22 835 T2 sowie aus
US 4,619,402 A und
US 2,125,445 A sind Flachstrahldüsen bekannt mit einer länglichen (elliptischen) Düsenöffnung und
einem der Düsenöffnung vorgelagerten Bereich mit ellipsenförmigem Strömungsquerschnitt.
[0008] Aus der
DE 10 2007 024 245 B3 ist eine Flachstrahldüse bekannt mit einer elliptischen Düsenöffnung, der ein sich
in Strömungsrichtung verjüngender kreiskegelförmiger Bereich eines Strömungskanals
unmittelbar vorgelagert ist.
[0009] Aus der
DE 20 2005 010 110 U1 ist eine Schwalldusche bekannt mit einem Strömungskanal, der sich von einer Einlassöffnung
bis zu einer Auslassöffnung erstreckt. Die Einlassöffnung weist einen elliptischen,
annähernd runden Querschnitt auf und die Auslassöffnung ist rechteckförmig ausgestaltet.
Die Schwalldusche ist aus einem glasfaserverstärkten Kunststoffmaterial gefertigt.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Flachstrahldüse der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass das Fluid bei der Bildung eines Flachstrahls nur geringen
Strömungsverlusten unterliegt und die Flachstrahldüse kostengünstig hergestellt werden
kann.
[0011] Diese Aufgabe durch eine Flachstrahldüse mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Flachstrahldüse erfolgt im Strahlformungsabschnitt des
Strömungskanals ein kontinuierlicher, das heißt stufenloser und kantenloser Übergang
des Strömungsquerschnitts des Strömungskanals von einer Kreisform in eine Ellipsenform.
Gleichzeitig verkleinert sich der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals kontinuierlich
in Strömungsrichtung des Fluids. Die kontinuierliche Verkleinerung des Strömungsquerschnitts
führt dazu, dass das Fluid gleichmäßig beschleunigt wird. Aufgrund des kontinuierlichen
Übergangs des Strömungsquerschnitts ausgehend von einer Kreisform in eine Ellipsenform
wird das Fluid in zwei einander diametral gegenüberliegenden Umfangsbereichen des
Strahlformungsabschnitts stärker in Richtung Strahlmitte umgelenkt als in den restlichen
Umfangsbereichen des Strahlformungsabschnitts. Dies führt dazu, dass das Fluid beim
Hindurchtreten durch die Düsenöffnung einen Flachstrahl ausbildet. Da der Übergang
des sich in Strömungsrichtung kontinuierlich verjüngenden Strömungsquerschnitts von
einer Kreisform in eine Ellipsenform kontinuierlich ohne Stufen oder Kanten erfolgt,
wird das Fluid beschleunigt ohne dass eine Ablösung des Fluids von der Wand des Strahlformungsabschnitts
erfolgt. Strömungsverluste können durch den kontinuierlichen Übergang gering gehalten
werden. Die erfindungsgemäße Flachstrahldüse zeichnet sich daher durch eine verlustarme
Strahlformung aus. Aufgrund des Wegfalls von Stufen und Kanten im Inneren des Strahlformungsabschnitts
kann die erfindungsgemäße Flachstrahldüse kostengünstig beispielsweise durch ein Spritzgießverfahren
hergestellt werden, wobei zur Herstellung ein Kunststoffmaterial oder alternativ metallische
oder keramische Werkstoffe verwendet werden können. Die erfindungsgemäße Flachstrahldüse
hat außerdem den Vorteil, dass mit ihrer Hilfe eine verbesserte Reinigungswirkung
im Nahbereich erzielt werden kann, da die Strömung an der Düsenöffnung praktisch nebelfrei
und präzise fokussiert ist.
[0013] Gemäß der Erfindung weist der Strahlformungsabschnitt einen der Düsenöffnung stromaufwärts
unmittelbar vorgelagerten Endbereich auf, in dem der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals
kontinuierlich von einer Ellipsenform in eine Kreisform übergeht, wobei die Düsenöffnung
ebenfalls kreisförmig ausgestaltet ist. Bei einer derartigen Formgebung erfolgt ein
kontinuierlicher Übergang des Strömungsquerschnitts ausgehend von einer Kreisform
über eine Ellipsenform zurück in eine Kreisform, wobei sich der Strömungsquerschnitt
in Strömungsrichtung des Fluids kontinuierlich verringert. Die Flachstrahldüse kann
beispielsweise an ein Strahlrohr angeschlossen sein. Das Strahlrohr kann einen kreisförmigen
Strömungsquerschnitt aufweisen. Ausgehend von einem kreisförmigen Eintrittsquerschnitt,
der sich an das Strahlrohr anschließt, kann sich die Kontur des Strömungskanals kontinuierlich
verjüngen, wobei ausgehend von der Kreisform ein kontinuierlicher Übergang zunächst
in eine Ellipsenform und anschließend wieder in eine Kreisform erfolgt, so dass das
Fluid durch die ebenfalls kreisförmige Düsenöffnung in Form eines Flachstrahls nach
außen abgegeben werden kann, wobei sich das Fluid gleichmäßig und ohne Ablösung von
der Wand des Strömungskanals beschleunigt und Strömungsverluste auf ein Minimum reduziert
sind.
[0014] Eine Formgebung des Strömungskanals mit kreisförmigem Eintrittsquerschnitt und kreisförmiger
Düsenöffnung vereinfacht die Herstellung eines Spritzgusswerkzeugs und die Entformung
der Flachstrahldüse bei ihrer Herstellung.
[0015] Die Ausrichtung der Hauptachse der Ellipsenform des Strömungsquerschnitts bleibt
bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung entlang des gesamten Strahlformungsabschnittes
gleich. Bei einer derartigen Ausgestaltung bleibt die Ausrichtung der Hauptachse des
ellipsenförmigen Strömungsquerschnitts im Raum entlang des gesamten Strahlformungsabschnitts
unverändert.
[0016] Von Vorteil ist es, wenn die Düsenöffnung eine Abrisskante für das Fluid aufweist,
die in einer senkrecht zur Längsrichtung des Strömungskanals ausgerichteten Ebene
angeordnet ist. Im Bereich der Düsenöffnung weist der Strömungskanal seinen kleinsten
Strömungsquerschnitt auf. Die Strömung des Fluids reißt an der Düsenöffnung von der
Wand des Strömungskanals ab. Die Düsenöffnung bildet hierzu eine Abrisskante aus.
Von Vorteil insbesondere für die Bauteil-Entformung ist es, wenn die Abrisskante in
einer Ebene angeordnet ist, die senkrecht zur Längsrichtung des Strömungskanals ausgerichtet
ist.
[0017] Die Innenwand des Strömungskanals wird vorzugsweise durch eine dreidimensionale Freiformfläche
definiert, wobei sich die Krümmung der Freiformfläche zumindest in einer Längsschnittebene
des Strömungskanals kontinuierlich ändert.
[0018] Vorzugsweise weist die dreidimensionale Freiformfläche eine stetige Krümmungsänderung
auf bezogen auf die Strömungsrichtung des Fluids.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass die dreidimensionale Freiformfläche durch Bézier-Kurven
definiert wird. Derartige Bezier-Kurven sind dem Fachmann bekannt und bedürfen daher
vorliegend keiner näheren Erläuterung.
[0020] Günstig ist es, wenn der Strömungskanal spiegelsymmetrisch zu zwei Längsschnittebenen
des Strömungskanals ausgestaltet ist, die senkrecht zueinander ausgerichtet sind.
[0021] Wie bereits erwähnt, ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Düsenöffnung eine
längliche Querschnittsfläche aufweist. Die Düsenöffnung kann beispielsweise kreisförmig
ausgestaltet sein.
[0022] Es ist von Vorteil, wenn die Düsenöffnung spiegelsymmetrisch zu zwei Längsschnittebenen
des Strömungskanals ausgestaltet ist, die senkrecht zueinander ausgestaltet sind.
[0023] Es kann vorgesehen sein, dass die Düsenöffnung eine eckige Gestalt aufweist.
[0024] Der Strömungskanal umfasst bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
einen Eingangsabschnitt, der dem Strahlformungsabschnitt stromaufwärts unmittelbar
vorgelagert ist.
[0025] Der Eingangsabschnitt weist günstigerweise einen kreisförmigen Strömungsquerschnitt
auf.
[0026] Von Vorteil ist es, wenn der Strömungskanal einen Erweiterungsabschnitt aufweist,
der sich in Strömungsrichtung des Fluids an die Düsenöffnung unmittelbar anschließt
und in dem sich der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals erweitert. Die Düsenöffnung
bildet den engsten Strömungsquerschnitt des Strömungskanals. Der Strömungskanal kann
sich in Strömungsrichtung des Fluids über die Düsenöffnung hinaus erstrecken, wobei
sich an die Düsenöffnung der Erweiterungsabschnitt anschließt.
[0027] Vorteilhafterweise erweitert sich der Erweiterungsabschnitts kontinuierlich.
[0028] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass sich der Erweiterungsabschnitt in Strömungsrichtung
des Fluids konisch erweitert.
[0029] An den Erweiterungsabschnitt schließt sich bei einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung ein Ausgangsabschnitt des Strömungskanals an.
[0030] Der Ausgangsabschnitt kann beispielsweise zylindrisch ausgebildet sein.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung wird der Ausgangsabschnitt quer zur Längsrichtung
des Strömungskanals von einer in eine Stirnfläche des Düsenkörpers eingeformten, sich
senkrecht zur Längsrichtung des Strömungskanals erstreckenden Quernut durchgriffen.
Die Quernut gibt die Ausrichtung des Flachstrahls an und erleichtert das Einsetzen
und Ausrichten der Flachstrahldüse in eine Düsenaufnahme, beispielsweise in eine Düsenaufnahme
eines Strahlrohrs eines Hochdruckreinigungsgerätes.
[0032] Die Flachstrahldüse ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung aus einem Metalloder
Keramikpulver hergestellt. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Flachstrahldüse
durch ein Pulverspritzgießverfahren (Powder Injection Moulding PIM) hergestellt wird.
Bei einem derartigen Verfahren wird ein Metall- oder Keramikpulver mit einem Binder
vermischt, beispielsweise einer Polyolefin-Wachsmischung. Diese Mischung wird dann
durch Spritzgießen in die gewünschte Form gebracht. In einem anschließenden Verfahrensschritt
wird der Binder chemisch oder thermisch entfernt, so dass ein aus einem Metalloder
Keramikpulver bestehendes Formteil zurückbleibt, das anschließend gesintert wird.
Derartige Pulverspritzgießverfahren werden bei Einsatz von Metallpulver als MIM (Metal
Injection Moulding)-Verfahren und im Falle von Keramikpulver als CIM (Ceramic Injection
Moulding)-Verfahren bezeichnet.
[0033] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die erfindungsgemäße Flachstrahldüse aus einem
Kunststoffmaterial, insbesondere aus einem Duroplast, hergestellt ist. Die Herstellung
kann durch ein übliches Spritzgießverfahren erfolgen.
[0034] Die nachfolgende Beschreibung einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine teilweise aufgeschnittene perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Flachstrahldüse;
- Figur 2:
- eine Schnittansicht der Flachstrahldüse entlang der Linie 2-2 in Figur 1;
- Figur 3:
- eine Schnittansicht der Flachstrahldüse entlang der Linie 3-3 von Figur 1, wobei eine
Folge von Strömungsquerschnitten, die ein Strömungskanal an verschiedenen Positionen
aufweist, schematisch dargestellt ist;
- Figur 4:
- eine Draufsicht auf die Flachstrahldüse aus Figur 1, wobei die in Figur 3 dargestellten
Strömungsquerschnitte des Strömungskanals veranschaulicht sind.
[0035] In den Figuren 1 bis 4 ist schematisch eine erste vorteilhafte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Flachstrahldüse dargestellt, die insgesamt mit dem Bezugszeichen
10 belegt ist. Sie umfasst einen Düsenkörper 12 mit einem zylindrischen Oberteil 14,
an das sich ein kegelstumpfförmiges Mittelteil 16 anschließt, an das sich wiederum
ein zylindrisches Unterteil 18 anschließt. Das Oberteil 14 weist eine dem Mittelteil
16 abgewandte obere Endfläche 20 auf und das Unterteil 18 weist eine dem Mittelteil
16 abgewandte untere Endfläche 22 auf.
[0036] Von der oberen Endfläche 20 erstreckt sich ein Strömungskanal 24 durch den Düsenkörper
12 hindurch bis zur unteren Endfläche 22. Der Strömungskanal 24 weist einen zylindrischen
Eingangsabschnitt 26 mit kreisförmigem Strömungsquerschnitt auf. An den Eingangsabschnitt
26 schließt sich ein Strahlformungsabschnitt 28 an, der sich in der durch den Pfeil
30 symbolisierten Strömungsrichtung eines Fluids, das den Strömungskanal 24 durchströmt,
kontinuierlich verjüngt, das heißt der Strömungsquerschnitt des Strahlformungsabschnitts
28 verringert sich in Strömungsrichtung 30 kontinuierlich.
[0037] Der Strahlformungsabschnitt 28 erstreckt sich bis zu einer Düsenöffnung 32, die sich
durch den kleinsten Strömungsquerschnitt des Strömungskanals 24 auszeichnet.
[0038] An die Düsenöffnung 32 schließt sich in Strömungsrichtung 30 ein Erweiterungsabschnitt
34 des Strömungskanals 24 an. Der Erweiterungsabschnitt 34 ist konisch ausgebildet,
so dass sich sein Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung 30 ausgehend von der Düsenöffnung
32 kontinuierlich vergrößert. An den Erweiterungsabschnitt 34 schließt sich in Strömungsrichtung
30 ein zylindrischer Ausgangsabschnitt 36 an.
[0039] Der Strömungskanal 24 weist eine Längsachse 38 auf. Quer zur Längsachse 38 wird der
Ausgangsabschnitt 36 von einer Quernut 40 durchgriffen, die in die untere Endfläche
22 eingeformt ist.
[0040] Der Strömungsquerschnitt des Strahlformungsabschnitts 28 ändert sich kontinuierlich.
Ausgehend von einer Kreisform, die der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals 24
am Übergang zwischen dem Eingangsabschnitt 26 und dem Strahlformungsabschnitt 28 aufweist,
geht der Strömungsquerschnitt des Strahlformungsabschnitts 28 über einen Großteil
seiner Längserstreckung kontinuierlich in eine Ellipsenform mit immer kleiner werdender
Querschnittsfläche über, und in einem Endbereich des Strahlformungsabschnitts 28 erfolgt
ein kontinuierlicher Übergang von der Ellipsenform in eine Kreisform, die auch die
Düsenöffnung 32 aufweist. In Figur 3 sind an sechs Positionen des Strahlformungsabschnitts
28 einschließlich der Düsenöffnung 32 die Strömungsquerschnitte des Strömungskanals
24 veranschaulicht. In der Position 1 am Übergang zwischen dem Eingangsabschnitt 26
und dem Strahlformungsabschnitt 28 weist der Strömungskanal 24 eine Kreisform auf.
In den jeweils in einem gegenseitigen Abstand von etwa 20% der Gesamtlänge des Strahlformungsabschnitts
28 angeordneten Positionen 2, 3, 4 und 5 weist der Strömungskanal 24 einen ellipsenförmigen
Strömungsquerschnitt auf, wobei sich die Exzentrizität der Ellipse kontinuierlich
erhöht. In einem anschließenden Endbereich des Strahlformungsabschnitts 28, der sich
zwischen den Positionen 5 und 6 erstreckt und eine Länge von etwa 20% der Gesamtlänge
des Strahlformungsabschnitts 28 aufweist, geht der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals
24 kontinuierlich von einer Ellipsenform in eine Kreisform über. In der Position 6
von Figur 2 befindet sich die Düsenöffnung 32, die kreisförmig ausgestaltet ist.
[0041] Durch den kontinuierlichen Übergang des Strömungsquerschnitts ausgehend von einer
Kreisform in eine Ellipsenform innerhalb des Strahlformungsabschnitts 28 erfährt das
dem Strömungskanal 24 durchströmende Fluid, beispielsweise unter Druck gesetztes Wasser,
eine Strahlformung dergestalt, dass sich ein Flachstrahl ausbildet. Eine derartige
Strahlformung wird dadurch erzielt, dass das Fluid in den einander diametral gegenüberliegenden
Umfangsbereichen des Strahlformungsabschnitts 28, die von der Hauptachse 42 des elliptischen
Strömungsquerschnitts durchgriffen werden, einer stärkeren Umlenkung in Richtung der
Längsachse 28 unterliegen als in den restlichen Umfangsbereichen des Strahlformungsabschnitts
28, die im Wesentlichen parallel zur Hauptachse 42 ausgerichtet sind. Der durch die
Düsenöffnung 32 hindurchtretende Fluidstrahl erweitert sich daher fächerförmig quer
zur Hauptachse 42.
[0042] Die Innenkontur des Strahlformungsabschnitts 28 wird von einer dreidimensionalen
Freiformfläche definiert, die zumindest in der in Figur 2 dargestellten Längsschnittebene
des Strömungskanals 24 eine sich kontinuierlich ändernde Krümmung aufweist. Die Änderung
der Krümmung erfolgt hierbei stetig.
[0043] Wie aus dem Vergleich der Längsschnittansichten in Figur 2 und 3 deutlich wird, entspricht
die Gestalt des Strahlformungsabschnitts 28 im Wesentlichen der Gestalt eines sich
in Strömungsrichtung 30 kontinuierlich verengenden Schlauches, der an zwei einander
diametral gegenüberliegenden Bereichen zusammengepresst wird. Durch das Zusammenpressen
bildet das durch den Strömungskanal 24 hindurchströmende Fluid einen Flachstrahl aus,
der sich in der senkrecht zur Hauptachse 42 ausgerichteten Ebene auffächert.
[0044] Aus den in Figur 3 dargestellten Strömungsquerschnitten wird unmittelbar deutlich,
dass der Strömungskanal 24 einschließlich der Düsenöffnung 32 spiegelsymmetrisch zu
zwei Längsschnittebenen ausgestaltet ist, die senkrecht zueinander ausgerichtet sind.
Eine erste Längsschnittebene verläuft senkrecht zur Hauptachse 42 und eine zweite
Längsschnittebene verläuft senkrecht zur Nebenachse 44 des ellipsenförmigen Strömungsquerschnitts
des Strahlformungsabschnitts 28.
[0045] Die Flachstrahldüse 10 ist bevorzugt mittels eines Pulverspritzgießverfahrens hergestellt,
wobei ein mit einem Binder versehenes Metall- oder Keramikpulver in einem Spritzgussverfahren
verarbeitet wird. Durch Spritzgießen wird das mit dem Binder versehene Metall- oder
Keramikpulver zu einem Düsenkörper geformt, der gesintert wird, nachdem zuvor der
Binder entfernt wurde. Durch das Pulverspritzgießverfahren lässt sich der Düsenkörper
12 auf kostengünstige Weise mit geringen Fertigungstoleranzen herstellen.
[0046] Bei einer alternativen Herstellung wird der Düsenkörper 12 aus einem Kunststoffmaterial,
vorzugsweise aus einem Duroplast geformt, wobei zur Formgebung ein Spritzgießverfahren
zum Einsatz kommt.
[0047] Die Flachstrahldüse 10 hat nicht nur den Vorteil, dass sie kostengünstig hergestellt
werden kann, sondern sie zeichnet sich darüber hinaus durch sehr geringe Strömungsverluste
des Fluids aus. Da die Innenkontur des Strömungskanals 24 keinerlei Stufen und Kanten
aufweist, löst sich das Fluid beim Durchströmen des Strömungskanals 24 erst an einer
Abrisskante 46 der Düsenöffnung 32 von der Wand des Strömungskanals 24 ab. Die Abrisskante
46 ist in einer senkrecht zur Längsachse 32 ausgerichteten Ebene 48 angeordnet. Stromabwärts
der Düsenöffnung 32 wird der sich auffächernde Fluidstrahl vom Strömungskanal 24 nicht
weiter beeinflusst. Die Flachstrahldüse 10 ermöglicht somit eine verlustarme Strahlformung
und aufgrund ihrer leichten Formbarkeit kann sie kostengünstig in einem Spritzgießverfahren,
insbesondere in einem Pulverspritzgießverfahren hergestellt werden. Sie eignet sich
insbesondere für den Einsatz bei einem Hochdruckdruckreinigungsgerät. Hierbei kann
sie in eine Düsenaufnahme eines Strahlrohrs des Hochdruckreinigungsgeräts eingesetzt
werden. Die Bereitstellung der Quernut 40 erleichtert hierbei das Einsetzen.
1. Flachstrahldüse, insbesondere für ein Hochdruckreinigungsgerät, mit einem Düsenkörper
(12), der von einem Strömungskanal (24) für ein Fluid durchsetzt ist, wobei der Strömungskanal
(24) eine Düsenöffnung (32) definiert und einen der Düsenöffnung (32) in Strömungsrichtung
(30) des Fluids stromaufwärts vorgelagerten Strahlformungsabschnitt (28) umfasst,
in dem sich der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals (24) kontinuierlich verjüngt,
wobei der Strahlformungsabschnitt (28) einen Bereich aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt
des Strömungskanals (24) ausgehend von einer Kreisform kontinuierlich in eine Ellipsenform
übergeht, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlformungsabschnitt (28) einen der Düsenöffnung (32) stromaufwärts unmittelbar
vorgelagerten Endbereich aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt des Strömungskanals
(24) kontinuierlich von einer Ellipsenform in eine Kreisform übergeht, und dass die
Düsenöffnung (32) ebenfalls kreisförmig ausgestaltet ist.
2. Flachstrahldüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtung der Hauptachse (42) des ellipsenförmigen Strömungsquerschnitts entlang
des Strahlformungsabschnitts (28) unverändert bleibt.
3. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenöffnung (32) eine Abrisskante (46) für das Fluid aufweist, die in einer
senkrecht zur Längsrichtung des Strömungskanals (24) ausgerichteten Ebene (48) angeordnet
ist.
4. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkontur des Strahlformungsabschnitts (28) durch eine dreidimensionale Freiformfläche
definiert wird, wobei sich die Krümmung der Freiformfläche zumindest in einer Längsschnittebene
des Strahlformungsabschnitts kontinuierlich ändert.
5. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (24) spiegelsymmetrisch zu zwei Längsschnittebenen des Strömungskanals
(24) ausgestaltet ist, die senkrecht zueinander ausgerichtet sind.
6. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenöffnung (32) spiegelsymmetrisch zu zwei Längsschnittebenen des Strömungskanals
(24) ausgestaltet ist, die senkrecht zueinander ausgerichtet sind.
7. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (24) einen Eingangsabschnitt (26) aufweist, der dem Strahlformungsabschnitt
(28) stromaufwärts unmittelbar vorgelagert ist.
8. Flachstrahldüse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsabschnitt (26) einen kreisförmigen Strömungsquerschnitt aufweist.
9. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (24) einen Erweiterungsabschnitt (34) aufweist, der sich in Strömungsrichtung
(30) des Fluids an die Düsenöffnung (32) unmittelbar anschließt und in dem sich der
Strömungsquerschnitt des Strömungskanals (24) erweitert.
10. Flachstrahldüse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Strömungsquerschnitt des Erweiterungsabschnitts (34) in Strömungsrichtung
(30) des Fluids kontinuierlich, insbesondere konisch erweitert.
11. Flachstrahldüse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachstrahldüse (10) aus einem Metall- oder Keramikpulver hergestellt ist.
12. Flachstrahldüse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachstrahldüse (10) aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere aus einem Duroplast
hergestellt ist.
1. Flat-jet nozzle, in particular for a high-pressure cleaning apparatus, comprising
a nozzle body (12) having extending therethrough a flow channel (24) for a fluid,
wherein the flow channel (24) defines a nozzle orifice (32) and comprises, upstream
of the nozzle orifice (32) in a flow direction (30) of the fluid, a jet shaping section
(28) in which the flow cross-section of the flow channel (24) tapers continuously,
wherein the jet shaping section (28) comprises a region in which the flow cross-section
of the flow channel (24) transitions continuously from a circular shape to an elliptical
shape, characterized in that the jet shaping section (28) comprises, immediately upstream of the nozzle orifice
(32), an end region in which the flow cross-section of the flow channel (24) transitions
continuously from an elliptical shape to a circular shape, and in that the nozzle orifice (32) is also of circular configuration.
2. Flat-jet nozzle in accordance with claim 1, characterized in that the orientation of the main axis (42) of the elliptical flow cross-section remains
unchanged along the jet shaping section (28).
3. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the nozzle orifice (32) has a breakaway edge (46) for the fluid which is arranged
in a plane (48) oriented perpendicularly to the longitudinal direction of the flow
channel (24).
4. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the inner contour of the jet shaping section (28) is defined by a three-dimensional
freeform surface, wherein the curvature of the freeform surface changes continuously
in at least one longitudinal cutting plane of the jet shaping section.
5. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the flow channel (24) has a mirror-symmetric configuration relative to two longitudinal
cutting planes of the flow channel (24) which are oriented perpendicularly to one
another.
6. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the nozzle orifice (32) has a mirror-symmetric configuration relative to two longitudinal
cutting planes of the flow channel (24) which are oriented perpendicularly to one
another.
7. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the flow channel (24) has an inlet section (26) which is positioned immediately upstream
of the jet shaping section (28).
8. Flat-jet nozzle in accordance with claim 7, characterized in that the inlet section (26) has a circular flow cross-section.
9. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the flow channel (24) has a widening section (34) which immediately adjoins the nozzle
orifice (32) in the flow direction (30) of the fluid and in which the flow cross-section
of the flow channel (24) widens.
10. Flat-jet nozzle in accordance with claim 9, characterized in that the flow cross-section of the widening section (34) widens continuously, in particular
conically, in the flow direction (30) of the fluid.
11. Flat-jet nozzle in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that flat-jet nozzle (10) is made of a metal powder or a ceramic powder.
12. Flat-jet nozzle in accordance with any one of claims 1 to 10, characterized in that flat-jet nozzle (10) is made of a plastic material, in particular a thermosetting
plastic material.
1. Buse à jet plat, en particulier destinée à un appareil de nettoyage à haute pression,
comprenant un corps de buse (12) qui est traversé par un conduit d'écoulement (24)
pour un fluide, le conduit d'écoulement (24) définissant un orifice de buse (32) et
comprenant une partie de formation de jet (28) placée en amont de l'orifice de buse
(32) dans le sens d'écoulement (30) du fluide, la section d'écoulement du conduit
d'écoulement (24) s'amincissant continuellement dans cette partie de formation de
jet, la partie de formation de jet (28) comportant une zone dans laquelle la section
d'écoulement du conduit d'écoulement (24) d'abord circulaire se transforme continuellement
en une section elliptique, caractérisée en ce que la partie de formation de jet (28) comprend une zone d'extrémité placée directement
en amont de l'orifice de buse (32) et dans laquelle la section d'écoulement du canal
d'écoulement (24) se transforme continuellement d'une forme elliptique en une forme
circulaire, et en ce que l'orifice de buse (32) est également circulaire.
2. Buse à jet plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'orientation de l'axe principal (42) de la section d'écoulement elliptique le long
de la partie de formation de jet (28) reste inchangée.
3. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'orifice de buse (32) comprend une arête de rupture (46) pour le fluide qui est
agencée dans un plan (48) orienté perpendiculairement à la direction longitudinale
du conduit d'écoulement (24).
4. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le contour intérieur de la partie de formation de jet (28) est défini par une surface
de forme libre tridimensionnelle, la courbure de la surface de forme libre variant
continuellement au moins dans un plan de coupe longitudinale de la partie de formation
de jet.
5. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le conduit d'écoulement (24) est en symétrie spéculaire par rapport à deux plans
de coupe longitudinale du conduit d'écoulement (24), qui sont orientés perpendiculairement
l'un à l'autre.
6. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'orifice de buse (32) est en symétrie spéculaire par rapport à deux plans de coupe
longitudinale du conduit d'écoulement (24), qui sont orientés perpendiculairement
l'un à l'autre.
7. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le conduit d'écoulement (24) comprend une partie d'entrée (26), qui est placée directement
en amont de la partie de formation de jet (28).
8. Buse à jet plat selon la revendication 7, caractérisée en ce que la partie d'entrée (26) comprend une section d'écoulement circulaire.
9. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le conduit d'écoulement (24) comprend une partie d'élargissement (34) qui est directement
adjacente à l'orifice de buse (32) dans le sens d'écoulement (30) du fluide et dans
laquelle la section d'écoulement du conduit d'écoulement (24) s'élargit.
10. Buse à jet plat selon la revendication 9, caractérisée en ce que la section d'écoulement de la partie d'élargissement (34) s'élargit continuellement,
en particulier de manière conique, dans le sens d'écoulement (30).
11. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la buse à jet plat (10) est fabriquée à partir d'une poudre métallique ou céramique.
12. Buse à jet plat selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la buse à jet plat (10) est fabriquée à partir d'une matière plastique, en particulier
à partir d'une résine thermodurcissable.