[0001] Die Erfindung betrifft ein Eintreibwerkzeug zum Eintreiben von Befestigungsmitteln
in ein Werkstück mittels Eintreibzyklen, bei denen eine Sicherungseinrichtung ein
unbeabsichtigtes Auslösen bei betätigtem Trigger nach einer vorbestimmten Zeit unterbinden
soll.
[0002] Ein gattungsgemäßes Eintreibwerkzeug ist im wertvollen Beitrag zum Stand der Technik
DE 10 2013 106 657 A1 gezeigt. Bei diesem Eintreibwerkzeug wird eine Sicherheitseinrichtung, dort als Rücksetzanordnung
bezeichnet, durch einen ersten Eintreibzyklus aktiviert, der im dort so benannten
Einzelauslösebetrieb durchgeführt wird. Die Sicherheitseinrichtung überführt das Werkzeug
nach einer vorbestimmten Verzögerungszeit in einen sicheren Zustand, sofern der Trigger
gedrückt gehalten bleibt und sofern innerhalb der Verzögerungszeit kein Eintreibzyklus
stattfindet.
[0003] Die
EP 2 767 365 A1 betrifft einen Druckluftnagler, der unter anderem aufweist ein zweites Steuerventil,
das bei einer Betätigung des Auslösers unabhängig von einer Betätigung des Aufsetzfühlers
angesteuert wird, eine Kammer, die über eine Drossel bei Ansteuerung des zweiten Steuerventils
entweder belüftet oder entlüftet wird, und einen Sperrkolben, der von einer Ruhestellung
in eine Sperrstellung verlagert wird, wenn der Druck in der Kammer eine vorgegebene
Druckschwelle passiert, und der in der Sperrstellung das Auslösen eines Eintreibvorgangs
verhindert.
[0004] Der Erfinder befand den Stand der Technik insofern als nachteilig, als zur Erhöhung
der Sicherheit die Flexibilität der Werkzeugnutzung eingeschränkt ist und/oder ein
aufwendiger konstruktiver Aufbau notwendig ist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung
war es, die Nachteile des Stands der Technik zu verbessern, insbesondere die Flexibilität
der Werkzeugnutzung zu erhöhen und dabei eine vergleichbare Sicherheit zu gewährleisten.
[0005] Die Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen definiert.
[0006] Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch ein Eintreibwerkzeug zum Eintreiben von
Befestigungsmitteln in ein Werkstück wobei das Werkzeug aufweist:
- eine Aktuatoreinheit, mittels der die Befestigungsmittel in Eintreibzyklen in das
Werkstück eintreibbar sind,
- eine Auslöseanordnung, mittels der die Eintreibzyklen der Aktuatoreinheit auslösbar
sind, wobei die Auslöseanordnung ein Triggerelement aufweist, das handbetätigbar ist
und einen Ruhezustand sowie einen gedrückten Zustand aufweist, wobei die Auslöseanordnung
weiterhin ein Werkstückkontaktelement aufweist, das durch das Aufsetzen des Eintreibwerkzeugs
auf das Werkstück betätigbar ist,
- einen Gasdruckquellenanschluss, an den eine Gasdruckquelle anschließbar ist,
- eine Sicherungseinrichtung, welche mit dem Triggerelement gekoppelt ist und eingerichtet
ist, nach Ablauf einer von einer Aktivierung der Sicherungs-einrichtung ausgehenden
Verzögerungszeit eine Überführung des Eintreibwerk-zeugs von einem auslösebereiten
Zustand in einen gesicherten Zustand zu bewirken,
▪ wobei die Sicherungseinrichtung ein Steuervolumen aufweist,
▪ wobei die Sicherungseinrichtung ein Aktivierungselement aufweist, welches mittels
des Triggerelements zwischen einer ersten und einer zweiten Position wechselbar ist,
wobei in der ersten Position des Aktivierungselements eine pneumatische Verbindung
zwischen dem Steuervolumen und dem Gasdruckquellenanschluss definiert ist, die im
Folgenden Ladeverbindung genannt wird,
und wobei in der zweiten Position des Aktivierungselements eine pneumatische Verbindung
zwischen dem Steuervolumen und einer Drucksenke definiert ist, die im Folgenden Entladeverbindung
genannt wird,
wobei, bevorzugt mindestens, eine aus der Ladeverbindung und der Entladeverbindung
einen kleinsten Strömungsquerschnitt aufweist, welcher zusammen mit einem Gasdruck
der Gasdruckquelle die Verzögerungszeit der Sicherungseinrichtung bestimmt.
[0007] Die Aufgabe wird weiterhin insbesondere gelöst durch ein Verfahren zum Eintreiben
von Befestigungsmitteln in ein Werkstück
- wobei die Befestigungsmittel mittels einer Aktuatoreinheit in Eintreibzyklen in das
Werkstück eingetrieben werden,
- wobei mittels einer Auslöseanordnung die Eintreibzyklen der Aktuatoreinheit ausgelöst
werden, wobei ein Triggerelement der Auslöseanordnung handbetätigt wird und dabei
von einem Ruhezustand in einen gedrückten Zustand gebracht wird, wobei ein Werkstückkontaktelement
durch das Aufsetzen des Eintreibwerkzeugs auf das Werkstück betätigt wird,
- wobei ein Gasdruckquellenanschluss, an eine Gasdruckquelle angeschlossen wird,
- wobei eine mit dem Triggerelement gekoppelte Sicherungseinrichtung nach einer von
einer Aktivierung der Sicherungseinrichtung ausgehenden Verzögerungszeit eine Überführung
des Eintreibwerkzeugs von einem auslösebereiten Zustand in einen gesicherten Zustand
bewirkt,
indem ein Aktivierungselement mittels des Triggerelements zwischen einer ersten und
einer zweiten Position gewechselt wird,
wobei in der ersten Position des Aktivierungselements eine erste pneumatische Verbindung
zwischen dem Steuervolumen und dem Gasdruckquellenanschluss definiert wird, die im
Folgenden Ladeverbindung genannt wird,
und wobei in der zweiten Position des Aktivierungselements eine zweite pneumatische
Verbindung zwischen einem Steuervolumen der Sicherheitseinrichtung und einer Drucksenke
definiert wird, die im Folgenden Entladeverbindung genannt wird,
wobei durch, bevorzugt mindestens, eine aus der Ladeverbindung und der Entladeverbindung
ein maximale Gasströmung strömt, welche die Verzögerungszeit der Sicherungseinrichtung
bestimmt.
[0008] Im Gegensatz zum eingangs genannten Eintreibwerkzeug wird die Flexibilität der Werkzeugnutzung
erhöht, da die Sicherungseinrichtung unabhängig von dem Zustand des Werkstückkontaktelements
aktivierbar ist und somit nicht erst ein erster Einzelauslösebetriebs-Eintreibzyklus
vorgenommen werden muss, um die Sicherungseinrichtung zum ersten Mal zu aktivieren.
Der Benutzer kann von Beginn an das Werkzeug nach Wahl im Einzelauslösebetriebs oder
im Kontaktauslösebetrieb betreiben. Gleichzeitig wird dabei eine vergleichbare Sicherheit
erhalten, da die Sicherheitseinrichtung das Werkzeug nach wie vor nach einer vorbestimmten
Verzögerungszeit in einen gesicherten Zustand überführt, so dass selbst wenn der Benutzer
versehentlich das Triggerelement drückt bevor er einen ersten Eintreibzyklus ausgelöst
hat, ein unbeabsichtigtes Auslösen eines Eintreibzyklus nur innerhalb der vorbestimmten
Verzögerungszeit möglich ist, ansonsten jedoch nicht. Hierfür weist das Werkzeug ein
Aktivierungselement auf, mittels dessen eine Aktivierung der Sicherungseinrichtung
an die Triggerbewegung gekoppelt ist, indem die Verschiebung des Aktivierungselements
durch das Triggerelement bei Drücken des Triggerelements dafür genutzt wird, eine
Aktivierung der Sicherheitseinrichtung zu veranlassen.
[0009] Befestigungsmittel sind z.B. Nägel, Stifte oder spezielle eintreibbare Schrauben.
Als Werkstück kommt z.B. Holz, Metall oder Beton in Betracht.
[0010] Die Aktuatoreinheit ist bevorzugt eine pneumatische Aktuatoreinheit, bei welcher
der für das Eintreiben notwendige Kraftaufwand rein aus pneumatischer Energie bereitgestellt
wird. Die Aktuatoreinheit weist bevorzugt einen in einem Arbeitszylinder geführten
Arbeitskolben auf. Die Aktuatoreinheit weist dabei bevorzugt ein Hauptauslöseventil
auf, bevorzugt ein Rückschlagventil, mittels welchem der Arbeitszylinder schlagartig
mit Druckluft befüllbar ist, so dass der Eintreibkolben in Richtung Werkzeugspitze
bewegt wird. Der Arbeitskolben ist bevorzugt mit einem Eintreibstempel verbunden,
welcher das einzutreibende Befestigungsmittel beaufschlagt. Ein Eintreibzyklus ist
ein wiederkehrender Ablauf, welchen die Aktuatoreinheit zum aufeinanderfolgenden Eintreiben
von Befestigungsmitteln ausführt.
[0011] Die Auslöseanordnung weist bevorzugt ein rein mechanisch über Festkörper (ohne fluid)
mit dem Triggerelement gekoppeltes Auslöseventil auf. Das Auslöseventil ist bevorzugt
in einem Auslöseventilgehäuse aufgenommen, welches separat zu dem Gehäuse des Werkzeugs
ist und somit einfach auswechselbar oder nachrüstbar ist. Bevorzugt ist das Aktivierungselement
in dem Auslöseventilgehäuse aufgenommen. Das Aktivierungselement ist bevorzugt Teil
des Auslöseventils.
[0012] Im auslösebereiten Zustand ist es für den Benutzer möglich, einen Eintreibzyklus
auszulösen - im gesicherten Zustand ist dies dem Benutzer nicht möglich.
[0013] Das Steuervolumen ist bevorzugt ein Innenraum des Werkzeugs, welcher zur temporären
Speicherung von pneumatischer Energie eingerichtet ist. Es ist bevorzugt direkt an
den Arbeitszylinder des Werkzeugs, welcher den Arbeitskolben beinhaltet, angrenzend
im Werkzeug angeordnet. Bevorzugt umgibt es die Mantelfläche des Arbeitszylinders
zumindest in einem Bereich vollständig um 360°. Bevorzugt weist das Werkzeug eine
Belüftungsanordnung (z.B. Öffnungen im Arbeitszylinder) auf, mittels welcher das Steuervolumen
im Laufe eines Eintreibvorgangs mit Druckluft befüllbar ist.
[0014] Das Triggerelement kann z.B. schwenkbar oder linear schiebbar sein, z.B. ein Hebel
oder Knopf. Es ist bevorzugt mittels einer Feder in den Ruhezustand vorgespannt. Bevorzugt
ist das Triggerelement eingerichtet, (auch) bei unbetätigtem Werkstückkontaktelement
die Sicherungseinrichtung durch einen Wechsel von seinem Ruhezustand in den gedrückten
Zustand zu aktivieren.
[0015] Eine aus der ersten und der zweiten Position des Aktivierungselements ist bevorzugt
eine Aktivierungsposition zur Aktivierung der Sicherheitseinrichtung, d.h. dass ein
Wechsel des Aktivierungselements von der anderen Position in die Aktivierungsposition
das Ablaufen einer Verzögerungszeit starten lässt, bevor dann die Sicherungseinrichtung
das Werkzeug in den gesicherten Zustand überführt. Das Aktivierungselement befindet
sich bevorzugt in der Aktivierungsposition, wenn sich das Triggerelement im gedrückten
Zustand befindet. Bevorzugt ist diejenige pneumatische Verbindung aus Ladeverbindung
und Entladeverbindung, welche mittels des Aktivierungselements in der Aktivierungsposition
bereitgestellt ist, die Verbindung, welche den kleinsten Strömungsquerschnitt aufweist,
welcher zusammen mit dem Gasdruck der Gasdruckquelle die Verzögerungszeit bestimmt.
Bevorzugt ist diese Verbindung die Entladeverbindung, d.h. über welche Luft aus dem
Steuervolumen zur Drucksenke fließt. Bevorzugt verläuft die Entladeverbindung durch
eine, bevorzugt zwei (bevorzugt in einer Mantelfläche eines als Rohrstück ausgebildeten
Aktivierungselements vorhandenen) Öffnungen des Aktivierungselements. Bevorzugt bildet
diese Öffnung einen kleinsten Strömungsquerschnitt, welcher zusammen mit dem Gasdruck
die vorbestimmte Verzögerungszeit definiert. Bevorzugt ist in dieser Öffnung eine
Einstellnadel angeordnet, welche bevorzugt konisch zulaufend ist und somit der Strömungsquerschnitt
der Öffnung durch verschieben der Nadel verändert werden kann. Durch die Nadel wird
ein besonders kleiner Strömungsquerschnitt erreicht, bevorzugt kleiner als mit einem
konventionellen Bohrer erreicht werden kann.
[0016] Aufgrund des kleinsten Strömungsquerschnitts weist die eine aus der Ladeverbindung
und der Entladeverbindung einen hohen Strömungswiderstand auf, welcher ein langsames
Entladen oder Laden (je nach Fall) ermöglicht.
[0017] Bevorzugt ist die Sicherungseinrichtung eingerichtet, das Werkzeug von dem gesicherten
Zustand in den auslösebereiten Zustand zu überführen (und bevorzugt dieses darin stabil
zu halten), wenn das Werkzeug an eine Energieversorgung angeschlossen ist und sich
das Triggerelement in dessen Ruhezustand befindet. Hierdurch wird der auslösebereite
Zustand des Werkzeugs als Standardzustand definiert, so dass der Benutzer das Gerät
bei nicht gedrücktem Trigger und angeschlossener Energiequelle im auslösebereiten
Zustand vorfindet und der auslösebereite Zustand nicht erst durch einen ersten speziellen
Eintreibzyklus (z.B. Einzelauslösung) erreicht werden muss.
[0018] Eine Aktivierung der Sicherungseinrichtung wird bevorzugt als ein Aktivieren eines
Countdowns verstanden, wobei der Countdown solange läuft wie die Sicherungseinrichtung
aktiviert ist - die Sicherungseinrichtung wird bevorzugt deaktiviert, indem sie zurückgesetzt
wird (entweder durch einen Eintreibvorgang oder indem der Trigger - oder in einer
bevorzugten Variante nach Fig. 10-12 Triggerelement und Werkstückkontaktelement -
wieder in den Ruhezustand überführt wird) oder indem die vorbestimmte Zeit abgelaufen
ist. D.h. im aktivierten Zustand der Sicherungseinrichtung läuft ein Countdown, während
im deaktivierten Zustand kein Countdown läuft. Im deaktivierten Zustand der Sicherungseinrichtung
kann sich das Werkzeug im gesicherten oder im auslösebereiten Zustand befinden - beides
ist möglich.
[0019] Bevorzugt ist die Sicherungseinrichtung zurücksetzbar durch einen Eintreibzyklus
(wobei der Eintreibzyklus nur solang möglich ist, wie die Sicherheitseinrichtung noch
nicht eine Überführung des Werkzeugs in den gesicherten Zustand bewirkt hat) oder
durch einen Wechsel des Triggerelements - oder in einer bevorzugten Variante nach
Fig. 10-12: Triggerelement und Werkstückkontaktelement - von dem gedrückten Zustand
in seinen Ruhezustand. Hierdurch kann der Benutzer mittels jeder dieser beiden Aktionen
das Gerät im betriebsbereiten Zustand halten. Somit ist z.B. ein durchgehender Betrieb
im Kontaktzyklus realisierbar, ohne dass der Trigger losgelassen werden muss und weiterhin
wird durch Loslassen des Triggers die Sicherheitseinrichtung auch zurückgesetzt, wobei
dabei auch eine Überführung des Werkzeugs in den auslösebereiten Zustand erfolgt,
sofern sich das Werkzeug im gesicherten Zustand befunden hat.
[0020] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die entsprechend
andere aus der Ladeverbindung und der Entladeverbindung einen größeren kleinsten Strömungsquerschnitt
auf als die eine aus der Ladeverbindung und der Entladeverbindung. In einem weiteren
erfindungsgemäßen Verfahren strömt durch die entsprechend andere pneumatische Verbindung
bei gleichem angelegten Druck eine stärkere Gasströmung, als in der einen Verbindung.
[0021] Hierdurch kann, nachdem der Trigger (ohne eine Auslösung zu verursachen) so lange
gedrückt gehalten wurde, dass die Sicherheitseinrichtung das Werkzeug in den gesicherten
Zustand überführt hat, der ungesicherte Zustand schneller wieder eingenommen werden,
d.h. innerhalb einer kürzeren Zeitdauer als die Verzögerungszeit, was z.B. bei ausreichend
großem minimalen Strömungsquerschnitt der anderen aus der Ladeverbindung und der Entladeverbindung
sogar als augenblicklich wahrnehmbar sein kann. Aufgrund des größeren kleinsten Strömungsquerschnitts
weist die andere aus der Ladeverbindung und der Entladeverbindung einen niedrigen
Strömungswiderstand auf, welcher ein schnelles Entladen oder Laden (je nach Fall)
ermöglicht.
[0022] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Werkzeug
eine pneumatische Leitung auf, welche sowohl Teil der Ladeverbindung als auch Teil
der Entladeverbindung ist und welche sich von dem Aktivierungselement hin zum Steuervolumen
erstreckt, und wobei das Werkzeug weiterhin zwei voneinander getrennte Leitungen aufweist,
wobei eine der voneinander getrennten Leitungen ein Teil der Ladeverbindung ist und
sich von dem Aktivierungselement hin zum Gasdruckquellenanschluss erstreckt und die
andere der voneinander getrennten Leitungen Teil der Entladeverbindung ist und sich
von dem Aktivierungselement hin zur Drucksenke erstreckt, wobei der kleinste Strömungsquerschnitt,
welcher zusammen mit dem Gasdruck die Verzögerungszeit der Sicherungseinrichtung bestimmt,
in genau einer der voneinander getrennten Leitungen vorhanden ist.
[0023] Hierdurch ist eine Y-Konfiguration bereitgestellt, mit dem Aktivierungselement als
Knotenpunkt, mittels welcher die verschiedenen Strömungsquerschnitte von Entlade-
und Ladverbindung konstruktiv vorteilhaft realisierbar sind. Als Alternative zu einer
solchen Y-Konfiguration weist das Werkzeug bevorzugt eine Überbrückungsleitung auf
und der kleinste Strömungsquerschnitt befindet sich in der gemeinsamen Leitung und
ist mittels der Überbrückungsleitung in einer Position (aus erster und zweiter Position)
des Aktivierungselements überbrückt oder parallel geschaltet und in der anderen Position
des Aktivierungselements nicht überbrückt oder parallel geschaltet, so dass sich in
der einen Position insgesamt ein größerer Strömungsquerschnitt ergibt als in der anderen
Position.
[0024] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Sicherungseinrichtung
eingerichtet, das Werkzeug bei Unterschreiten einer Druckschwelle in dem Steuervolumen
in den gesicherten Zustand zu überführen. In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren
wird das Werkzeug entsprechend in den gesicherten Zustand überführt.
[0025] Hierdurch wird die Sicherheit des Werkzeugs weiter erhöht da ein niedrigerer Druck
einen stabileren Zustand darstellt als ein höherer Druck und das Werkzeug, den stabileren
Zustand anstrebend (auch generell bei Fehlfunktionen) somit sicherer gesperrt wird,
sollten unerwartete Ausfälle an irgendwelchen Bauteilen auftreten.
[0026] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung liegt die Ladeverbindung
dann vor, wenn sich das Triggerelement (und bevorzugt das Werkstückkontaktelement)
in seinem Ruhezustand befindet. In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird
das Steuervolumen mit Druckluft befüllt, wenn sich das Triggerelement (und bevorzugt
das Werkstückkontaktelement) in seinem Ruhezustand befindet.
[0027] Hierdurch ist das Steuervolumen bei losgelassenem Triggerelement (und bevorzugt unbetätigtem
Werkstückkontaktelement) befüllbar, so dass im auslösebereiten Zustand ein hoher Luftdruck
in dem Steuervolumen vorliegt.
[0028] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Aktivierungselement
zusätzlich mittels des Werkstückkontaktelements zwischen der ersten und der zweiten
Position wechselbar. In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird das Aktivierungselement
zusätzlich mittels des Werkstückkontaktelements entsprechend zwischen diesen Positionen
gewechselt.
[0029] Hierdurch wird die Sicherheit noch weiter erhöht, da die Sicherungseinrichtung auch
dann aktivierbar ist, wenn nur das Werkstückkontaktelement betätigt wird.
[0030] Bevorzugt ist das Aktivierungselement in die eine Position (bevorzugt Aktivierungsposition)
durch das Triggerelement oder das Werkstückkontaktelement bringbar, d.h. es reicht
eine Betätigung eines dieser Elemente aus, es können auch beide Elemente betätigt
werden. Hingegen müssen beide Elemente unbetätigt sein, damit das Aktivierungselement
die andere Position wieder einnehmen kann.
[0031] Werkzeug gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche wobei das Aktivierungselement pneumatisch
in diejenige aus seiner ersten und zweiten Position zurücksetzbar ist, in welcher
sich das Aktivierungselement im Ruhezustand des Triggerelements befindet. In einem
weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird das Aktivierungselement pneumatisch in Richtung
der entsprechenden Position bewegt.
[0032] Hierdurch kann auf eine Rückstellfeder für das Aktivierungselement verzichtet werden.
Bevorzugt weist das Aktivierungselement hierzu eine Flächendifferenz von Flächen,
die durch Gas der Gasdruckquelle beaufschlagt werden abzüglich Flächen, die mit der
Drucksenke verbunden sind, auf, wobei die Flächendifferenz positiv ist.
[0033] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Sicherungseinrichtung
ein pneumatisch in eine Sicherungsposition und eine Bereitschaftsposition verschiebbares
Bereitschaftselement auf, wobei sich das Werkzeug in dem gesicherten Zustand befindet,
wenn sich das Bereitschaftselement in der Sicherungsposition befindet, und wobei sich
das Werkzeug in dem auslösebereiten Zustand befindet, wenn sich das Bereitschaftselement
in der Bereitschaftsposition befindet. In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren
überführt die Sicherungseinrichtung das Eintreibwerkzeug von dem auslösebereiten Zustand
in den gesicherten Zustand mittels eines pneumatischen Verschiebens eines Bereitschaftselements
von einer Bereitschafts- in eine Sicherungsposition.
[0034] Hierdurch ist eine Ausgestaltung der Sicherungseinrichtung gegeben, welche mittels
Pneumatik und des Bereitschaftselements die Sicherung/Bereitschaft des Werkzeugs ermöglicht.
[0035] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Bereitschaftselement,
insbesondere pneumatisch bzw. strömungstechnisch, zwischen dem Steuervolumen und dem
Gasdruckquellenanschluss angeordnet und die Ladeverbindung ist durch eine Öffnung
des Bereitschaftselements hindurchgeführt. In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren
wird Gas von dem Gasdruckquellenanschluss durch eine Öffnung des Bereitschaftselements
hindurch und weiter zu dem Steuervolumen geführt.
[0036] Hierdurch ist das Steuervolumen über das Bereitschaftselement mit Luft befüllbar
- im Gegensatz zum eingangs genannten Eintreibwerkzeug, bei dem eine Befüllung des
Steuervolumens allein über den Arbeitskolben erfolgt, ist es somit möglich, das Steuervolumen
auch ohne einen Eintreibzyklus zu befüllen. Zudem wird hierdurch eine Konstruktion
erhalten, mittels der eine pneumatische Sicherung erreicht werden kann, da das Bereitschaftselement
einen Teil der Ladeverbindung darstellt.
[0037] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Bereitschaftselement,
- einen ersten Oberflächenbereich mit einem ersten Flächeninhalt auf, der durch Gasdruck
des Steuervolumens beaufschlagbar ist, wenn sich das Triggerelement in seinem gedrückten
Zustand befindet, sowie
- einen zweiten Oberflächenbereich mit einem zweiten Flächeninhalt auf, der durch Gasdruck
der Gasdruckquelle beaufschlagbar ist, wenn sich das Triggerelement in seinem gedrückten
Zustand befindet und bevorzugt und wenn sich das Triggerelement in seinem Ruhezustand
befindet;
wobei der erste und der zweite Oberflächenbereich eingerichtet sind bei Beaufschlagung
von Druck entgegensetzte Verschiebungskräfte auf das Bereitschaftselement 27 zu leiten
(wozu sie bevorzugt sich entgegengesetzte Komponenten von Oberflächennormalen aufweisen)
und wobei der erste und zweite Oberflächenbereich sich in einem gemeinsamen pneumatischen
Volumen befinden, wenn sich das Aktivierungselement in der ersten Position befindet,
und sich in zwei getrennten Volumen befinden, wenn sich das Aktivierungselement in
der zweiten Position befindet. In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird
das Bereitschaftselement über zwei entgegensetzte Flächenbereiche pneumatisch verschoben
und die Volumen, in denen sich die Flächenbereiche jeweils befinden, werden pneumatisch
miteinander (direkt, d.h. ohne wesentlichen Strömungswiderstand dazwischen) verbunden,
wenn das Aktivierungselement in die erste Position gewechselt wird, und sie werden
pneumatisch voneinander getrennt, wenn das Aktivierungselement in die zweite Position
gewechselt wird.
[0038] Hierdurch ist, wenn sich das Triggerelement in dessen gedrückten Zustand befindet,
die Position des Bereitschaftselements durch zwei antagonistisch wirkende Oberflächenbereiche
und dem Druckunterschied zwischen dem Druck im Steuervolumen und dem Druck in der
Gasdruckquelle bestimmt. Da die Gasdruckquelle im Wesentlichen konstant ist, ist die
Position des Bereitschaftselements daher im Wesentlichen abhängig von der Änderung
des Drucks im Steuervolumen. Durch die Möglichkeit, die Volumen, in denen sich die
beiden verschiedenen Flächenbereiche befinden, mittels des Aktivierungselements zu
verbinden, ist ein sehr schneller Druckausgleich und somit ein sehr schnelles Rücksetzen
des Bereitschaftselements aktiv durch den Benutzer mittels des Triggerelements (das
mit dem Aktivierungselement gekoppelt ist) gegeben.
[0039] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist der erste Flächeninhalt
größer als der zweite Flächeninhalt.
[0040] Hierdurch kann auf die Verwendung etwaiger Federn verzichtet werden, welche das Bereitschaftselement
in eine Ruhelage drücken. Die Position und Positionierung des Bereitschaftselements
sowie die durch das Bereitschaftselement realisierte Zeitkonstante ist somit für verschiedene
Gasdrücke gleichbleibend, was mit einem Federelement mit Federkonstante, die sich
nicht anderen Gasdrücken anpasst, nicht möglich ist.
[0041] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Bereitschaftselement
als Rohrstück ausgebildet, welches an beiden Stirnseiten geöffnet ist und einen zentralen
Durchgangskanal aufweist.
[0042] Hierdurch wird eine äußerst kompakte Bauform erreicht. Das Rohrstück weist bevorzugt
verschiedene Außendurchmesser auf. Es ist bevorzugt in einem Ventilgehäuse verschiebbar
gelagert. Das Ventilgehäuse weist bevorzugt ebenfalls analog entsprechende, verschiedene
Innendurchmesser auf. Die verschiedenen Durchmesser ermöglichen eine einfache Realisierung
antagonistisch wirkender Oberflächenbereiche mit unterschiedlichen Flächeninhalten.
[0043] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Rohrstück
neben dem Durchgangskanal einen axialen Nebenkanal auf, welcher eine dem Durchgangskanal
zugewandte, bevorzugt radial innere Öffnung aufweist sowie eine davon axial beabstandete,
der Außenumgebung des Rohrstücks zugewandte, bevorzugt radial äußere Öffnung. In einem
weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird zum Laden des Steuervolumens eine Gasströmung
von dem Gasdruckquellenanschluss durch einen entsprechenden axialen Nebenkanal des
Rohrstücks geleitet.
[0044] Hierdurch wird eine kompakte Bauform und vorteilhafte Führung der Ladeverbindung
ermöglicht. Die beiden Öffnungen bilden bevorzugt jeweils das Ende des axialen Nebenkanals.
[0045] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind das Aktivierungselement
zusammen mit dem Bereitschaftselement als Auslöseventil oder Teil des Auslöseventils
der Auslöseanordnung in einem Auslöseventilgehäuse angeordnet, welches in ein Werkzeuggehäuse
einsetzbar ist.
[0046] Hierdurch ist sind die wesentlichen bewegbaren Teile der Sicherungseinrichtung (Aktivierungselement,
Bereitschaftselement) als kompakte Baugruppe zusammengefasst, die somit einfach montierbar,
platzsparend und/oder nachrüstbar ist.
[0047] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Aktivierungselement
an dem Bereitschaftselement sowie relativ zu dem Bereitschaftselement beweglich geführt.
In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird das Aktivierungselement entsprechend
geführt.
[0048] Hierdurch wird eine kompakte Bauform erhalten, da das Aktivierungselement und Bereitschaftselement
so direkt miteinander interagieren und keine zusätzlichen Führungsteile vorgesehen
werden müssen. Bevorzugt ist das Aktivierungselement von dem Bereitschaftselement
aufgenommen. Bevorzugt liegt eine Kontur des Aktivierungselements oder ein Dichtungselement
(z.B. Dichtungsringe) des Aktivierungselements an einer Kontur des Bereitschaftselements
oder einem Dichtungselement (z.B. Dichtungsring) des Bereitschaftselements (direkt)
an.
[0049] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind das Aktivierungselement
und das Bereitschaftselement ineinander gesteckt und bevorzugt konzentrisch.
[0050] Hierdurch ist die Bauform sehr kompakt. Besonders bevorzugt ist das Aktivierungselement
in dem als Rohrstück ausgebildeten Bereitschaftselement konzentrisch aufgenommen,
wobei eine Außenkontur des Aktivierungselements oder äußere Dichtungselemente (z.B.
Dichtungsringe) des Aktivierungselements an der Innenkontur des Bereitschaftselements
oder an inneren Dichtungselementen (z.B. Dichtungsringen) des Bereitschaftselements
(direkt) anliegen.
[0051] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Aktivierungselement
in der zweiten Position eingerichtet, die Ladeverbindung zu unterbrechen. In einem
weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wird die Ladverbindung durch das Aktivierungselement
in der zweiten Position unterbrochen.
[0052] Hierdurch wird das Steuervolumen in Abhängigkeit der Triggerposition mittels des
Aktivierungselements von der Gasdruckquelle getrennt, so dass sich der Gasdruck im
Steuervolumen von dem der Gasdruckquelle verändern kann.
[0053] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Werkzeug
ein Hauptauslöseventil auf und das Werkzeug weist ein Auslöseelement auf, welches
eingerichtet ist, eine pneumatische Verbindung, im Folgenden Auslöseverbindung genannt,
von dem Gasdruckquellenanschluss zum Hauptauslöseventil zu unterbrechen, wenn sich
das Bereitschaftselement in der Bereitschaftsposition befindet, und wobei mittels
des Bereitschaftselements eine pneumatische Nebenleitung unter Umgehung des Auslöseelements
zwischen dem Hauptauslöseventil und dem Gasdruckquellenanschluss bereitgestellt ist,
wenn sich das Bereitschaftselement in der Sicherungsposition befindet. In einem weiteren
erfindungsgemäßen Verfahren wird mittels eines Auslöseelements eines Hauptauslöseventils
eine Auslöseverbindung entsprechend unterbrochen und es wird eine pneumatische Nebenleitung
entsprechend bereitgestellt.
[0054] Hierdurch wird pneumatisch verhindert, dass eine Auslösung stattfindet, wenn sich
das Bereitschaftselement in der Sicherungsposition befindet. Hingegen ist eine Auslösung
mittels des Auslöseelements möglich, wenn sich das Bereitschaftselement in der Bereitschaftsposition
befindet. Bevorzugt besteht ebenfalls eine solche Nebenleitung, wenn sich das Bereitschaftselement
in der Bereitschaftsposition befindet und sich das Aktivierungselement nicht in der
Aktivierungsposition befindet. Bevorzugt ist das Auslöseelement eingerichtet, eine
pneumatische Auslöseentladeverbindung zwischen dem Hauptauslöseventil und einer Drucksenke
zu definieren (und nicht nur die Auslöseverbindung zu unterbrechen), wenn sich das
Bereitschaftselement in der Bereitschaftsposition befindet. Hierdurch nimmt das Auslöseelement
eine Doppelfunktion ein, wodurch eine kompakte Bauform ermöglicht wird.
[0055] Bevorzugt weist das Triggerelement ein Kupplungselement auf, welches von dem Werkstückkontaktelement,
bevorzugt in jeder Position des Auslöseelements, beaufschlagbar ist und welches das
Werkstückkontaktelement mit dem Auslöseelement mechanisch koppelt.
[0056] Das Auslöseelement ist bevorzugt ein Stift. Bevorzugt weist das Auslöseelement Dichtungsflächen
(z.B. Dichtungsringe) auf. Das Auslöseelement weist bevorzugt eine Ruheposition und
eine Auslöseposition auf. Bevorzugt ist die Auslöseverbindung nur dann unterbrochen,
wenn sich das Aktivierungselement in einer seiner beiden Position (z.B. die zweite
Position oder die Aktivierungsposition) befindet UND sich das Auslöseelement in der
Auslöseposition befindet. Hierdurch hat auch das Aktivierungselement eine Auslösefunktion,
wenn es in die entsprechende Position gebracht wird, sofern sich das Auslöseelement
bereits in der Auslöseposition befindet. Das Auslöseelement ist bevorzugt Teil des
Auslöseventils.
[0057] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung definiert das Aktivierungselement
einen Teil der Auslöseverbindung von dem Gasdruckquellenanschluss zum Hauptauslöseventil.
[0058] Hierdurch wird eine sehr kompakte Bauform ermöglicht.
[0059] In einem weiteren Ausführungsbeispiel/Verfahren der vorliegenden Erfindung ist/wird
das Auslöseelement an dem Aktivierungselement und relativ zu dem Aktivierungselement
beweglich geführt.
[0060] Hierdurch wird eine kompakte Bauform erhalten, da Auslöseelement und Aktivierungselement
so direkt miteinander interagieren und keine zusätzlichen Führungsteile vorgesehen
werden müssen. Bevorzugt liegt eine Kontur des Aktivierungselements oder ein Dichtungselement
(z.B. Dichtungsringe) des Aktivierungselements an einer Kontur des Auslöseelements
oder einem Dichtungselement (z.B. Dichtungsring) des Auslöseelements (direkt) an.
[0061] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind das Aktivierungselement
und das Auslöseelement ineinandergesteckt und bevorzugt konzentrisch.
[0062] Hierdurch ist die Bauform sehr kompakt. Bevorzugt liegen eine Außenkontur des Auslöseelements
oder äußere Dichtungselemente (z.B. Dichtungsringe) des Auslöseelements an der Innenkontur
des Aktivierungselements oder an inneren Dichtungselementen (z.B. Dichtungsringen)
des Aktivierungselements (direkt) an.
[0063] Die Erfindung soll nun anhand von Zeichnungen beispielhaft weiter veranschaulicht
werden. Hierbei zeigen:
Fig. 1a, 1b eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Werkzeugs,
Fig. 2 - Fig. 8 Schnittdarstellungen einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform
eines Werkzeugs basierend auf Fig. 1a, 1b in verschiedenen Zuständen,
Fig. 9 ein Ablaufdiagramm der Verwendung einer weiter bevorzugten Ausführungsform
eines Werkzeugs basierend auf den vorigen Figuren in verschiedenen Zustanden, die
sich teils in den vorigen Figuren abgebildet wiederfinden,
Fig. 10 - Fig. 12 aufbauend auf den vorigen Figuren eine Variante, in welcher das
Aktivierungselement auch mittels den Werkstückkontaktelements verschiebbar ist, Fig.
13 ein Ablaufdiagramm für diese Variante.
[0064] Fig. 1a, 1b zeigen eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Werkzeugs 1 zum
Eintreiben von Befestigungsmitteln 90 in ein Werkstück 91. Das Werkzeug 1 weist auf:
- eine Aktuatoreinheit 3, mittels der die Befestigungsmittel 90 in Eintreibzyklen in
das Werkstück 91 eintreibbar sind,
- eine Auslöseanordnung 5, mittels der die Eintreibzyklen der Aktuatoreinheit 3 auslösbar
sind, wobei die Auslöseanordnung 5 ein Triggerelement 6 aufweist, das handbetätigbar
ist und einen Ruhezustand 600 (Fig. 1a) sowie einen gedrückten Zustand 601 (Fig. 1
b) aufweist, wobei die Auslöseanordnung 5 weiterhin ein Werkstückkontaktelement 7
aufweist, das durch das Aufsetzen des Eintreibwerkzeugs 1 auf das Werkstück 91 betätigbar
ist,
- einen Gasdruckquellenanschluss 23, an den eine Gasdruckquelle anschließbar ist,
- eine Sicherungseinrichtung 8, welche mit dem Triggerelement 6 gekoppelt ist und eingerichtet
ist, nach Ablauf einer von einer Aktivierung der Sicherungseinrichtung 8 ausgehenden
Verzögerungszeit eine Überführung des Eintreibwerkzeugs 1 von einem auslösebereiten
Zustand in einen gesicherten Zustand zu bewirken,
▪ wobei die Sicherungseinrichtung 8 ein Steuervolumen 15 aufweist,
▪ wobei die Sicherungseinrichtung 8 ein Aktivierungselement 33 aufweist, welches mittels
des Triggerelements 6 zwischen einer ersten und einer zweiten Position wechselbar
ist. In der ersten Position des Aktivierungselements 33 ist eine pneumatische Verbindung
zwischen dem Steuervolumen 15 und dem Gasdruckquellenanschluss 23 definiert, die im
Folgenden Ladeverbindung 27.1 genannt wird. In der zweiten Position des Aktivierungselements
33 ist eine pneumatische Verbindung zwischen dem Steuervolumen 15 und einer Drucksenke
40 definiert, die im Folgenden Entladeverbindung 33.1 genannt wird. Eine aus der Ladeverbindung
27.1 und der Entladeverbindung 33.1, hier die Entladeverbindung 33.1, weist einen
kleinsten Strömungsquerschnitt auf, welcher zusammen mit einem Gasdruck der Gasdruckquelle
die Verzögerungszeit der Sicherungseinrichtung 8 bestimmt.
[0065] Dabei funktioniert die Sicherungseinrichtung 8 des Werkzeugs 1 wie folgt. In Fig.
1a wird das Steuervolumen 15 über die Ladeverbindung 27.1 geladen. Drückt der Benutzer
ausgehend von Fig. 1 a den Trigger 6, wird das Aktivierungselement 33 verschoben,
so dass die Ladeverbindung 27.1 getrennt wird und die Entladeverbindung 33.1 hergestellt
wird (Fig. 1 b). Durch den kleinen Querschnitt der Entladeverbindung 33.1 erfolgt
eine Entladung des Steuervolumens 15 langsam, d.h. mit der bestimmten Verzögerungszeit.
Abhängig von dem Druck in dem Steuervolumen 15 wird dann das Werkzeug 1 in einen auslösebereiten
Zustand oder einen gesicherten Zustand versetzt.
[0066] In diesen Figuren ist zudem die bevorzugte Ausgestaltung veranschaulicht, gemäß welcher
die entsprechend andere aus der Ladeverbindung 27.1 und der Entladeverbindung 33.1,
d.h. hier die Ladeverbindung 27.1, einen größeren kleinsten Strömungsquerschnitt aufweist
als die eine aus der Ladeverbindung 27.1 und der Entladeverbindung 33.1, d.h. die
Entladeverbindung 33.1, wodurch das Steuervolumen 15 sehr schnell geladen werden kann.
[0067] Weiterhin ist die bevorzugte Ausgestaltung veranschaulicht, gemäß welcher das Werkzeug
1 eine pneumatische Leitung aufweist, welche sowohl Teil der Ladeverbindung 27.1 als
auch Teil der Entladeverbindung 33.1 ist und welche sich von dem Aktivierungselement
33 hin zum Steuervolumen 15 erstreckt. Dabei weißt das Werkzeug 1 weiterhin zwei voneinander
getrennte Leitungen auf, wobei eine der voneinander getrennten Leitungen ein Teil
der Ladeverbindung 27.1 ist und sich von dem Aktivierungselement 33 hin zum Gasdruckquellenanschluss
23 erstreckt und die andere der voneinander getrennten Leitungen Teil der Entladeverbindung
33.1 ist und sich von dem Aktivierungselement 33 hin zur Drucksenke 40 erstreckt.
Der kleinste Strömungsquerschnitt, welcher zusammen mit dem Gasdruck die Verzögerungszeit
der Sicherungseinrichtung 8 bestimmt, ist in genau einer der voneinander getrennten
Leitungen vorhanden, hier in der Leitung, welche sich von dem Aktivierungselement
33 hin zur Drucksenke 40 erstreckt. Das schnelle Laden und langsame Entladen des Steuervolumens
15 wird hierdurch konstruktiv sehr vorteilhaft realisiert.
[0068] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen sind hier gegeben, nämlich dass die Sicherungseinrichtung
8 eingerichtet ist, das Werkzeug 1 bei Unterschreiten einer Druckschwelle in dem Steuervolumen
in den gesicherten Zustand zu überführen und dass die Ladeverbindung 27.1 dann vorliegt,
wenn sich das Triggerelement 6 in seinem Ruhezustand 600 befindet.
[0069] Fig. 2 - Fig. 8 zeigen Schnittdarstellungen einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform
eines Werkzeugs 1 basierend auf Fig. 1a, 1b in verschiedenen Zuständen. Es weist die
in Fig. 1 a und 1 b gezeigten und beschriebenen Merkmale auf.
[0070] Ferner sind hier die folgenden bevorzugten Merkmale gegeben, welche üblicherweise
bei einem Drucklufteintreibwerkzeug auch vorhanden sind, aber nicht zwingend notwendig
sind und auch in alternativer Form mit den erfinderischen Merkmalen gut zusammenarbeiten:
- das Triggerelement 6 ist ein Triggerhebel, welcher an einer Triggerelementachse 6a
schwenkbar gelagert ist;
- die Aktuatoreinheit 3 weist einen Arbeitszylinder 10 auf, in welchem ein Arbeitskolben
11 geführt, welcher einen Eintreibstempel 9 bewegt;
- auf der Seite des Arbeitskolbens 11 jenseits des Eintreibstempels 9 ist ein Treibvolumen
13 vorhanden.
[0071] Fig. 2 und 3 zeigen das Werkzeug 1, wenn keine Druckluft angeschlossen ist, das Bereitschaftselement
27 befindet sich in der Sicherungsposition. Fig. 4 zeigt das Werkzeug 1 bei angeschlossener
Druckluft, wobei weder Triggerelement 6 noch Werkstückkontaktelement 7 betätigt sind
- das Bereitschaftselement 27 befindet sich in der Bereitschaftsposition. Fig. 5 zeigt
das Werkzeug 1 mit gedrücktem Triggerelement 6 und mit dem Bereitschaftselement 27
immer noch in der Bereitschaftsposition, Fig. 6 das Werkzeug 1, nachdem die vorbestimmte
Zeit abgelaufen und das Werkzeug 1 in den gesicherten Zustand überführt worden ist,
das Bereitschaftselement 27 befindet sich nun in der Sicherungsposition. Fig. 7 zeigt
das Werkzeug 1 im Zustand der Auslösung eines Eintreibvorgangs, das Bereitschaftselement
27 ist dabei in der Bereitschaftsposition, Fig. 8 das Werkzeug bei gedrückten Triggerelement
6 und Werkstückkontaktelement 7, wobei es sich im gesicherten Zustand befindet - das
Bereitschaftselement 27 befindet sich in der Sicherungsposition - und daher kein Eintreibvorgang
ausgelöst wird.
[0072] Das Aktivierungselement 33 ist pneumatisch in diejenige aus seiner ersten und zweiten
Position zurücksetzbar, in welcher sich das Aktivierungselement 33 im Ruhezustand
600 des Triggerelements 6 befindet. Das Aktivierungselement 33 weist eine positive
Flächendifferenz von Flächen auf, die durch Gas der Gasdruckquelle beaufschlagt werden
abzüglich Flächen, die mit der Drucksenke 40 verbunden sind.
[0073] Die Sicherungseinrichtung 8 weist ein pneumatisch in eine Sicherungsposition und
eine Bereitschaftsposition verschiebbares Bereitschaftselement 27 auf. Das Werkzeug
1 befindet sich in dem gesicherten Zustand (Fig. 2, 3, 6, 8), wenn sich das Bereitschaftselement
27 in der Sicherungsposition befindet, und es befindet sich in dem auslösebereiten
Zustand 100 (Fig. 4, 5, 7), wenn sich das Bereitschaftselement 27 in der Bereitschaftsposition
befindet. Das Bereitschaftselement 27 ist zwischen dem Steuervolumen 15 und dem Gasdruckquellenanschluss
23 angeordnet und die Ladeverbindung 27.1 ist durch mindestens zwei Öffnungen des
Bereitschaftselements 27 hindurchgeführt (Fig. 4). Das Bereitschaftselement 27 weist
einen ersten Oberflächenbereich mit einem ersten Flächeninhalt A1 auf, der durch Gasdruck
des Steuervolumens 15 beaufschlagbar ist, wenn sich das Triggerelement 6 in seinem
gedrückten Zustand 601 befindet. Es weist einen zweiten Oberflächenbereich mit einem
zweiten Flächeninhalt A2 auf, der durch Gasdruck der Gasdruckquelle beaufschlagbar
ist, wenn sich das Triggerelement 6 in seinem gedrückten Zustand 601 befindet und
wenn sich das Triggerelement 6 in seinem Ruhezustand 600 befindet. Der erste und der
zweite Oberflächenbereich sind eingerichtet, bei Beaufschlagung von Druck entgegensetzte
Verschiebungskräfte auf das Bereitschaftselement 27 zu leiten. Hierfür weisen sie
sich entgegengesetzte Komponenten von Oberflächennormalen auf. Der erste und zweite
Oberflächenbereich befinden sich in einem gemeinsamen pneumatischen Volumen, wenn
sich das Aktivierungselement 33 in der ersten Position (links, bzw. zum Triggerelement
nähere Position) befindet, und sich in zwei getrennten Volumen befinden, wenn sich
das Aktivierungselement 33 in der zweiten Position (rechts, bzw. vom Triggerelement
weiter entfernt) befindet. Der erste Flächeninhalt A1 ist größer als der zweite Flächeninhalt
A2. Das Bereitschaftselement 27 ist als Rohrstück ausgebildet, welches an beiden Stirnseiten
geöffnet ist und einen zentralen Durchgangskanal 27.3 aufweist. Das Rohrstück weist
neben dem Durchgangskanal 27.3 einen axialen Nebenkanal 27.4 auf, welcher eine dem
Durchgangskanal 27.3 zugewandte Öffnung aufweist sowie eine davon axial beabstandete,
der Außenumgebung des Rohrstücks zugewandte Öffnung. Der Nebenkanal 27.4 ist Teil
der Ladeverbindung 27.1 (Fig. 4). Das Aktivierungselement 33 ist an dem Bereitschaftselement
27 sowie relativ zu dem Bereitschaftselement 27 beweglich geführt. Das Aktivierungselement
33 und das Bereitschaftselement 27 sind ineinander gesteckt und konzentrisch. Äußere
Dichtungsringe 33.2, 33.3, 33.4, 33.5, 33.6, 33.7 des Aktivierungselements 33 liegen
an der Innenkontur des Bereitschaftselements 27 direkt an. Das Aktivierungselement
33 ist ebenfalls als Rohrstück ausgebildet. Die Entladeverbindung 33.1 verläuft durch
zwei in einer Mantelfläche des Aktivierungselements 33.1 vorhandene Öffnungen des
Aktivierungselements 33 (Fig. 5). Durch das Aktivierungselement 33 ist in der Aktivierungsposition
(zweite Position, rechts) die Entladeverbindung 33.1 definiert.
[0074] Das Werkzeug 1 weist ein Hauptauslöseventil 12 und ein Auslöseelement 21 auf, welches
eingerichtet ist, eine pneumatische Auslöseverbindung 21.1 (Fig. 5) von dem Gasdruckquellenanschluss
23 zum Hauptauslöseventil 12 zu unterbrechen, wenn sich das Bereitschaftselement 27
in der Bereitschaftsposition befindet. Mittels des Bereitschaftselements 27 ist eine
pneumatische Nebenleitung 27.2 unter Umgehung des Auslöseelements 21 zwischen dem
Hauptauslöseventil 12 und dem Gasdruckquellenanschluss 23 bereitgestellt, wenn sich
das Bereitschaftselement 27 in der Sicherungsposition befindet (Fig. 6) oder wenn
sich das Aktivierungselement 33 in der ersten Position, links (Fig. 4) befindet. Das
Aktivierungselement 33 definiert einen Teil der Auslöseverbindung 21.1 vom Gasdruckquellenanschluss
23 zum Hauptauslöseventil 12 (Fig. 5). Das Auslöseelement 21 ist an dem Aktivierungselement
33 und relativ zu dem Aktivierungselement 33 beweglich geführt. Das Aktivierungselement
33 und das Auslöseelement 21 sind ineinandergesteckt. Das Auslöseelement 21 ist hier
eingerichtet, eine pneumatische Auslöseentladeverbindung 21.2 zwischen dem Hauptauslöseventil
12 und der Drucksenke 40 zu definieren.
[0075] Das Triggerelement 6 weist ein Kupplungselement 26 auf, welches von dem Werkstückkontaktelement
7 in jeder Position des Auslöseelements 21 beaufschlagbar ist und welches das Werkstückkontaktelement
7 und das Triggerelement 6 mit dem Auslöseelement 21 mechanisch koppelt.
[0076] Zudem sind hier folgende vorteilhafte, optionale Konkretisierungen gezeigt:
- Um eine durchgehende Kontaktauslösung zu ermöglichen (Triggerelement 6 im gedrückten
Zustand gehalten, Werkstückkontaktelement 7 wiederholt in kurzen Intervallen, kleiner
als vorbestimmte Zeit, betätigt) weist der Arbeitszylinder 10 eine Belüftungsanordnung
18 aus mindestens einer, hier mehreren Öffnungen 18a in der Mantelfläche auf, welche
radial (bzgl. Arbeitszylinder 10) außen mittels eines elastischen, als Einwegventil
wirkenden Dichtungsrings 18b abgedeckt sind; die Belüftungsanordnung 18 ist in einem
bezogen auf den Arbeitskolben 11 in Ruhestellung jenseits des Treibvolumens 13 liegenden
Abschnitt 14 des Arbeitszylinders 10 angeordnet; auf diese Weise wird durch einen
Eintreibvorgang über die Öffnungen 18a Druckluft in das Steuervolumen geleitet; Hiermit
wird der Countdown der Sicherheitseinrichtung 8 zurückgesetzt, auch wenn das Triggerelement
6 durchgehend gedrückt gehalten wird;
- Elemente (insbesondere 27, 33, 21) der Sicherungseinrichtung 8 sind als Auslöseventil
20 der Auslöseanordnung 5 zusammengefasst, wobei das Auslöseventil 20 bevorzugt im
Griffabschnitt 24 des Werkzeugs 1 angeordnet ist - insoweit kann das Auslöseventil
20 selbst auch als Teil der Sicherungseinrichtung 8 angesehen werden; das Auslöseventil
weist ein Gehäuse 20.1 auf, in welchem das Bereitschaftselement 27 verschiebbar mit
Dichtungselementen, hier Dichtungsringe, gelagert ist; ferner sind auch Aktivierungselement
33 und Auslöseelement 21 in dem Gehäuse 20.1 aufgenommen; eine pneumatische Leitung
12a führt vom Auslöseventil 20 zum Hauptauslöseventil 12 (hier ist nur der Anfang
dieser Leitung am Auslöseventil 20 zu sehen, der restliche Teil der Leitung 12a ist
verdeckt); im Gehäuse 20.1 ist ein gasquellenseitiger Ventileinlass 22 vorhanden sowie
ein steuervolumenseitiger Ventileinlass 30; zwischen dem steuervolumenseitigen Ventileinlasse
30 und dem Steuervolumen 15 ist eine Be-/Entlüftungsleitung vorhanden, mittels welcher
das Steuervolumen 15 über das Auslöseventil 20 be- oder entlüftbar ist;
- eine Auslöseelementfeder 21 a spannt das Auslöseelement 21 in seine Ruhelage (links)
vor.
[0077] Fig. 9 zeigt ein Ablaufdiagramm der Verwendung der weiter bevorzugten Ausführungsform
eines Werkzeugs basierend auf den vorigen Figuren in verschiedenen Zustanden, die
sich teils in den vorigen Figuren abgebildet wiederfinden (Querverweise durch römische
Ziffern gekennzeichnet). Zustände sind jeweils eingekreist, Ereignisse eckig umrandet.
[0078] Im Zustand I ist das Werkzeug 1 nicht mit der Gasdruckquelle verbunden. Daher befindet
sich das Werkzeug im gesicherten Zustand 101. Das Triggerelement 6 befindet sich im
Ruhezustand 600, das Werkstückkontaktelement 7 im unbetätigten Zustand 700. Die Sicherungseinrichtung
8 ist nicht aktiv, d.h. es läuft kein Zeitzähler. Das Bereitschaftselement 27 kann
sich in diesem Zustand entweder in der Sicherungsposition (linke Position) oder in
der Bereitschaftsposition (rechte Position) befinden.
[0079] In den Zustand II wird das Werkzeug 1 dann durch Anschließen 230 an die Gasdruckquelle
gebraucht, wodurch das Gerät den auslösebereiten Zustand 100 einnimmt. Dabei wird
das Bereitschaftselement 27 (wenn nicht es sich dort nicht schon im Zustand I befunden
hat) in seine Bereitschaftsposition bewegt. Dies ist durch die Flächendifferenz der
Flächenbereiche A1 und A2 verursacht, die in diesem Zustand beide durch den Druck
der Gasdruckquelle beaufschlagt werden. Über die Ladeverbindung 27.1 wird das Steuervolumen
15 mit Gasdruck "aufgeladen". Ferner liegt eine Nebenleitung 27.2 in diesem Zustand
vor, welche eine Überbrückung des Auslöseelements 21 darstellt. Die Nebenleitung 27.2
ist somit eine von dem Auslöseelement 21 nicht unterbrechbare Verbindung von dem Gasdruckquellenanschluss
23 zu dem Hauptauslöseventil 12.
[0080] Von diesem Zustand II ausgehend kann nun durch Betätigen 710 des Werkstückkontaktelements
7 (z.B. Aufsetzen und Andrücken der Werkzeugspitze auf ein Werkstück) ein nächster
Ablaufzustand erreicht werden (links, zweite Zeile), bei dem sich das Werkstückkontaktelement
7 dann in seinem betätigten Zustand 701 befindet.
[0081] Von diesem Zustand ausgehend gelangt man durch Betätigen 610 des Triggerelements
6 in den Zustand V oder durch Abheben 720 des Werkstückkontaktelements 7 wieder zurück
in Zustand II.
[0082] Im Zustand V wird ein Eintreibzyklus ausgelöst (angedeutet durch die doppelte Umrandung).
Triggerelement 6 befindet sich im gedrückten Zustand 601, Werkstückkontaktelement
7 im betätigten Zustand 701. Das Auslöseelement 21 ist in seiner Auslöseposition,
was mittels des Kopplungselements 26 erreicht wird. Dadurch, dass sich in diesem Zustand
V sowohl das Triggerelement 6 als auch das Werkstückkontaktelement 7 in ihren jeweils
betätigten bzw. gedrückten Zuständen befinden, wird die Auslöseverbindung 21.1 von
dem Hauptauslöseventil 12 zur Drucksenke 40 hergestellt, so dass das Hauptauslöseventil
12 aktiviert wird und der Eintreibvorgang ausgeführt wird. Dabei wird das Treibvolumen
13 mit dem Gasdruck der Gasdruckquelle beaufschlagt, so dass sich der Arbeitskolben
in Richtung Werkzeugspitze (nach links) bewegt. Er passiert die Belüftungsanordnung
18, wodurch das Steuervolumen 15 ebenfalls über die Öffnungen 18a mit Gasdruck der
Gasdruckquelle beaufschlagt wird. Von diesem Zustand V gelangt man durch Loslassen
620 des Triggerelements 6 in den vorigen Zustand (links, zweite Zeile) oder durch
Abheben 720 des Werkstückkontaktelements 7 in den Zustand III. Das Abheben 720 initiiert
gleichzeitig ein Aktivieren 810 der Sicherheitseinrichtung 8, wodurch ein Countdown
zum Versetzen des Werkzeugs 1 in den gesicherten Zustand 101 startet. Denn mit dem
Abheben 720 bewegt sich der Arbeitskolben 11 wieder in seine Ruhestellung, so dass
das Steuervolumen 15 dann nicht mehr über die Belüftungsanordnung 18 geladen werden
kann - der elastische Ring verhindert dabei ein Entladen in Richtung des Arbeitszylinders
10. Da das Triggerelement 6 gedrückt ist, 601, und somit die Entladeverbindung 33.1
hergestellt ist, nimmt der Druck in dem Steuervolumen 15 allmählich ab, d.h. der Countdown
läuft, die Sicherungseinrichtung 8 ist aktiviert.
[0083] In den Zustand III gelangt man zudem durch Betätigen 610 des Triggerelements 6 im
Zustand II, wodurch ebenfalls die Sicherheitseinrichtung 8 aktiviert wird und somit
ein Countdown zum Versetzen des Werkzeugs 1 in den gesicherten Zustand 101 startet.
Das Steuervolumen 15 ist dabei durch die Ladeverbindung 27.1 im Zustand II geladen
worden und wird dann über die Entladeverbindung 33.1 langsam entladen.
[0084] Im Zustand III ist das Steuervolumen 15 von der Gasdruckquelle abgetrennt (während
z.B. in Zustand II eine Verbindung zwischen diesen über die Ladeverbindung 27.1 bestanden
hat) und Luft entweicht über die Entladeverbindung 33.1, so dass sich das Bereitschaftselement
27 nach Ablauf der vorbestimmten Zeit schlagartig in Richtung der Sicherungsposition
bewegt.
[0085] Wird nun das Triggerelement 6 losgelassen 620, gelangt man zurück zu Zustand II.
Dabei wird das Steuervolumen 15 wieder mit dem Gasdruck der Gasdruckquelle verbunden,
Ladeverbindung 27.1, und die Entladeverbindung 33.1 getrennt. Das Bereitschaftselement
27 wird in die Bereitschaftsposition zurückverschoben und verbleibt dort.
[0086] Wird andererseits das Werkstückkontaktelement 7 betätigt 710, gelangt man zurück
in den Zustand V und es findet ein Eintreibzyklus statt. Das Betätigen 710 bewirkt
ein Verschieben des Auslöseelements 20 in die Auslöseposition (rechte Position) mittels
des Kopplungselements 26, so dass dann die Auslöseverbindung 21.2 wieder hergestellt
ist.
[0087] Wird hingegen im Zustand III länger als die vorbestimmte Zeit verblieben, d.h. es
wird ein Ablaufen 820 der vorbestimmten Zeit abgewartet, so gelangt man in den Zustand
IV.
[0088] Im Zustand IV ist das Bereitschaftselement 27 in der Sicherungsposition (linke Position)
angekommen. Das Bereitschaftselement 27 erlaubt in dieser Position eine Nebenleitung
27.2, welche das Hauptauslöseventil 12 mit dem Gasdruck der Gasdruckquelle verbindet,
so dass, egal in welcher Position sich Auslöseelement 21 oder Aktivierungselement
33 befinden, keine Unterbrechung dieser Verbindung möglich ist. Eine Unterbrechung
wäre jedoch notwendig, um einen Eintreibvorgang auszulösen. Daher ist keine Auslösung
möglich und somit befindet sich das Werkzeug 1 in dem gesicherten Zustand 101. Auch
ein Betätigen 710 des Werkstückkontaktelements 7, welches in den Zustand VI führt
und das Auslöseelement in seine Auslöseposition verschiebt, vermag keine Auslösung
hervorzurufen, da durch das Bereitschaftselement 27 die Nebenleitung 27.2 definiert.
Um aus dem gesicherten Zustand 101 wieder herauszukommen muss der Benutzer das Triggerelement
6 loslassen 620. So gelangt er aus dem Zustand IV zurück in den Zustand II oder aus
dem Zustand VI zurück in den Zustand, der in der zweiten Zeile links gezeigt ist.
Durch das Lösen 620 des Triggers 6 wird das Steuervolumen 15 wieder mit der Gasdruckquelle
verbunden und das Bereitschaftselement 27 in die Bereitschaftsposition verschoben,
da das Aktivierungselement 33 bei gelöstem Trigger 6 pneumatisch wieder zurück in
die linke Position verschoben wird und dann die Ladeverbindung 27.1 wiederherstellt.
[0089] Fig. 10-Fig. 12 zeigen aufbauend auf den vorigen Figuren eine Variante, in welcher
das Aktivierungselement 33 auch mittels den Werkstückkontaktelements 7 verschiebbar
ist. Das Werkstückkontaktelement 7 ist mit dem Aktivierungselement 33 derart mechanisch
gekoppelt, dass das Werkstückkontaktelement 7 das Aktivierungselement 33 in die Aktivierungsposition
(rechte Position) drücken kann; dieser Zustand ist in Fig. 11 und 12 gezeigt, wobei
sich das Bereitschaftselement 27 in Fig. 11 in der Bereitschaftsposition befindet
und in Fig. 12 in der Sicherungsposition. Diese zusätzliche mechanische Kopplung zum
Aktivierungselement 33 ist hier mittels eines abgewinkelten Bereichs des Werkstückkontaktelements
7 beispielhaft und grob angedeutet. Gleichsam ist das Werkstückkontaktelement 7 wie
zuvor eingerichtet, über das Kopplungselement 26 das Auslöseelement 21 zu drücken.
Nur wenn beide Elemente aus Triggerelement 6 und Werkstückkontaktelement 7 unbetätigt
bzw. im Ruhezustand sind, kann sich das Aktivierungselement 33 aus der Aktivierungsposition
herausbewegen.
[0090] Fig. 13 zeigt ein Ablaufdiagramm für diese Variante der Fig. 10-12, wobei wiederum
Zustände mit römischen Zahlen referenziert sind - die Zustände II-VI können dabei
den Fig. 2-8 entnommen werden, wobei lediglich die geänderte mechanische Kopplung
zwischen Aktivierungselement 33 und Werkstückkontaktelement 7 einen Unterschied ausmacht,
der Zustand ansonsten jedoch gleich ist. Der Ablauf baut auf dem in Fig. 9 gezeigten
Ablauf auf; im Unterschied dazu wird nun bereits mit dem Betätigen 710 des Werkstückkontaktelements
7 die Sicherungseinrichtung 8 aktiviert, so dass sie sich im Zustand VII nun im aktivierten
Zustand 801 befindet, denn durch das Werkstückkontaktelement 7 wird das Aktivierungselement
33 in die Aktivierungsposition linke Position verschoben, so dass die Entladeverbindung
33.1 hergestellt ist. Daher kann bereits von Zustand VII aus die vorbestimmte Zeit
ablaufen 820 und das Werkzeug wird in den gesicherten Zustand 101 überführt, was insgesamt
zum Zustand VIII führt, welcher im Gegensatz zu Fig. 9 neu ist, da nun auch dann ein
gesicherter Zustand 101 erreicht werden kann, wenn sich das Triggerelement 6 im ungedrückten
Zustand 600 befindet. Weiterhin ist unterschiedlich, dass nun nicht mehr von dem Zustand
VI ausgehend durch Loslassen 620 des Triggerelements 6 das Werkzeug in einen auslösebereiten
Zustand 100 zurück überführt werden kann, denn generell gilt, dass ein Überführen
in den auslösebereiten Zustand 100 nur möglich ist, wenn sowohl das Triggerelement
6 als auch das Werkstückkontaktelement 7 in den unbetätigten bzw. ungedrückten Zustand
gebracht werden.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Eintreibwerkzeug |
17 |
Verbindung |
| 3 |
Aktuatoreinheit |
18 |
Belüftungsanordnung |
| 5 |
Auslöseanordnung |
18a |
Öffnungen |
| 6 |
Triggerelement |
18b |
elastischer Ring |
| 6a |
Triggerelementachse |
19 |
Be-/Entlüftungsleitung |
| 7 |
Werkstückkontaktelement |
20 |
Auslöseventil |
| 8 |
Sicherungseinrichtung |
20.1 |
Gehäuse |
| 9 |
Eintreibstempel |
21 |
Auslöseelement |
| 10 |
Arbeitszylinder |
21.1 |
Auslöseverbindung |
| 11 |
Arbeitskolben |
21.2 |
Auslöseentladeverbindung |
| 12 |
Hauptauslöseventil |
21a |
Auslöseelementfeder |
| 12a |
Leitung zum Hauptauslöseventil |
22 |
gasquellenseitiger Ventileinlass |
| 13 |
Treibvolumen |
23 |
Gasdruckquellenanschluss |
| 14 |
der bezogen auf den Arbeitskolben jenseits des Treibvolumens liegende Abschnitt des
Arbeitszylinders |
24 |
Griffabschnitt |
| 26 |
Kopplungselement |
| 27 |
Bereitschaftselement |
| 15 |
Steuervolumen |
27.1 |
Ladeverbindung |
| 27.2 |
Nebenleitung |
610 |
Betätigen des Triggerelements von Ruhezustand zu gedrücktem Zustand |
| 27.3 |
zentraler Durchgangskanal |
| 27.4 |
axialer Nebenkanal |
| 30 |
steuervolumenseitiger Ventileinlass |
620 |
Betätigen des Triggerelements von gedrücktem Zustand zu Ruhezustand |
| 33 |
Aktivierungselement |
| 33.1 |
Entladeverbindung |
| 33.2, 33.3, 33.4, 33.5, 33.6, 33.7 |
Dichtungsringe des Aktivierungselements |
700 |
unbetätigter Zustand des Werkstückkontaktelements |
| 701 |
betätigter Zustand des Werkstückkontaktelements |
| 40 |
Drucksenke |
| 90 |
Befestigungsmittel |
710 |
Betätigen des Werkstückkontaktelements |
| 91 |
Werkstück |
| 100 |
auslösebereiter Zustand des Werkzeugs |
720 |
Abheben des Werkstückkontaktelements vom Werkstück |
| 101 |
gesicherter Zustand des Werkzeugs |
800 |
inaktive Sicherheitseinrichtung |
| 801 |
aktive Sicherheitseinrichtung |
| 230 |
Anschließen an Energiequelle |
810 |
Aktivieren der Sicherheitseinrichtung |
| 600 |
Ruhezustand des Triggerelements |
| 601 |
gedrückter Zustand des Triggerelements |
820 |
Automatisches Ablaufen der vorbestimmten Zeit |
| |
|
A1 |
erster Flächeninhalt |
| |
|
A2 |
zweiter Flächeninhalt |
1. Eintreibwerkzeug (1) zum Eintreiben von Befestigungsmitteln (90) in ein Werkstück
(91) wobei das Werkzeug (1) aufweist:
- eine Aktuatoreinheit (3), mittels der die Befestigungsmittel (90) in Eintreibzyklen
in das Werkstück (91) eintreibbar sind,
- eine Auslöseanordnung (5), mittels der die Eintreibzyklen der Aktuatoreinheit (3)
auslösbar sind, wobei die Auslöseanordnung (5) ein Triggerelement (6) aufweist, das
handbetätigbar ist und einen Ruhezustand (600) sowie einen gedrückten Zustand (601)
aufweist, wobei die Auslöseanordnung (5) weiterhin ein Werkstückkontaktelement (7)
aufweist, das durch das Aufsetzen des Eintreibwerkzeugs (1) auf das Werkstück (91)
betätigbar ist,
- einen Gasdruckquellenanschluss (23), an den eine Gasdruckquelle anschließbar ist,
- eine Sicherungseinrichtung (8), welche mit dem Triggerelement (6) gekoppelt ist
und eingerichtet ist, nach Ablauf (820) einer von einer Aktivierung (810) der Sicherungseinrichtung
(8) ausgehenden Verzögerungszeit eine Überführung des Eintreibwerkzeugs (1) von einem
auslösebereiten Zustand (100) in einen gesicherten Zustand (101) zu bewirken,
▪ wobei die Sicherungseinrichtung (8) ein Steuervolumen (15) aufweist,
▪ wobei die Sicherungseinrichtung (8) ein Aktivierungselement (33) aufweist, welches
mittels des Triggerelements (6) zwischen einer ersten und einer zweiten Position wechselbar
ist,
wobei in der ersten Position des Aktivierungselements (33) eine pneumatische Verbindung
zwischen dem Steuervolumen (15) und dem Gasdruckquellenanschluss (23) definiert ist,
die im Folgenden Ladeverbindung (27.1) genannt wird,
und wobei in der zweiten Position des Aktivierungselements (33) eine pneumatische
Verbindung zwischen dem Steuervolumen (15) und einer Drucksenke (40) definiert ist,
die im Folgenden Entladeverbindung (33.1) genannt wird,
wobei eine aus der Ladeverbindung (27.1) und der Entladeverbindung (33.1) einen kleinsten
Strömungsquerschnitt aufweist, welcher zusammen mit einem Gasdruck der Gasdruckquelle
die Verzögerungszeit der Sicherungseinrichtung (8) bestimmt.
2. Werkzeug (1) gemäß Anspruch 1, wobei die entsprechend andere aus der Ladeverbindung
(27.1) und der Entladeverbindung (33.1) einen größeren kleinsten Strömungsquerschnitt
aufweist als die eine aus der Ladeverbindung (27.1) und der Entladeverbindung (33.1).
3. Werkzeug (1) gemäß Anspruch 2, wobei das Werkzeug (1) eine pneumatische Leitung aufweist,
welche sowohl Teil der Ladeverbindung (27.1) als auch Teil der Entladeverbindung (33.1)
ist und welche sich von dem Aktivierungselement (33) hin zum Steuervolumen (15) erstreckt,
und wobei das Werkzeug (1) weiterhin zwei voneinander getrennte Leitungen aufweist,
wobei eine der voneinander getrennten Leitungen ein Teil der Ladeverbindung (27.1)
ist und sich von dem Aktivierungselement (33) hin zum Gasdruckquellenanschluss (23)
erstreckt und die andere der voneinander getrennten Leitungen Teil der Entladeverbindung
(33.1) ist und sich von dem Aktivierungselement (33) hin zur Drucksenke (40) erstreckt,
wobei der kleinste Strömungsquerschnitt, welcher zusammen mit dem Gasdruck die Verzögerungszeit
der Sicherungseinrichtung (8) bestimmt, in genau einer der voneinander getrennten
Leitungen vorhanden ist.
4. Werkzeug (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Sicherungseinrichtung
(8) eingerichtet ist, das Werkzeug (1) bei Unterschreiten einer Druckschwelle in dem
Steuervolumen in den gesicherten Zustand zu überführen.
5. Werkzeug (1) gemäß Anspruch 4, wobei die Ladeverbindung (27.1) dann vorliegt, wenn
sich das Triggerelement (6) in seinem Ruhezustand befindet.
6. Werkzeug (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aktivierungselement
(33) zusätzlich mittels des Werkstückkontaktelements (7) zwischen der ersten und der
zweiten Position wechselbar ist.
7. Werkzeug (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche wobei das Aktivierungselement
(33) pneumatisch in diejenige aus seiner ersten und zweiten Position zurücksetzbar
ist, in welcher sich das Aktivierungselement (33) im Ruhezustand (600) des Triggerelements
(6) befindet.
8. Werkzeug (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Sicherungseinrichtung
(8) ein pneumatisch in eine Sicherungsposition und eine Bereitschaftsposition verschiebbares
Bereitschaftselement (27) aufweist, wobei sich das Werkzeug in dem gesicherten Zustand
(101) befindet, wenn sich das Bereitschaftselement (27) in der Sicherungsposition
befindet, und wobei sich das Werkzeug in dem auslösebereiten Zustand (100) befindet,
wenn sich das Bereitschaftselement (27) in der Bereitschaftsposition befindet.
9. Werkzeug (1) gemäß Anspruch 8, wobei das Bereitschaftselement (27) zwischen dem Steuervolumen
(15) und dem Gasdruckquellenanschluss (23) angeordnet ist und die Ladeverbindung (27.1)
durch eine Öffnung des Bereitschaftselements (27) hindurchgeführt ist.
10. Werkzeug (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 9, wobei das Bereitschaftselement (27),
- einen ersten Oberflächenbereich mit einem ersten Flächeninhalt (A1) aufweist, der
durch Gasdruck des Steuervolumens (15) beaufschlagbar ist, wenn sich das Triggerelement
(6) in seinem gedrückten Zustand (601) befindet, sowie
- einen zweiten Oberflächenbereich mit einem zweiten Flächeninhalt (A2) aufweist,
der durch Gasdruck der Gasdruckquelle beaufschlagbar ist, wenn sich das Triggerelement
(6) in seinem gedrückten Zustand (601) befindet;
wobei der erste und der zweite Oberflächenbereich eingerichtet sind bei Beaufschlagung
von Druck entgegensetzte Verschiebungskräfte auf das Bereitschaftselement (27) zu
leiten und wobei der erste und zweite Oberflächenbereich sich in einem gemeinsamen
pneumatischen Volumen befinden, wenn sich das Aktivierungselement (33) in der ersten
Position befindet, und sich in zwei getrennten Volumen befinden, wenn sich das Aktivierungselement
(33) in der zweiten Position befindet.
11. Werkzeug (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei das Bereitschaftselement (27)
als Rohrstück ausgebildet ist, welches an beiden Stirnseiten geöffnet ist und einen
zentralen Durchgangskanal (27.3) aufweist.
12. Werkzeug (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei das Aktivierungselement (33)
zusammen mit dem Bereitschaftselement (27) als Auslöseventil (20) oder Teil des Auslöseventils
(20) der Auslöseanordnung (5) in einem Auslöseventilgehäuse (20.1) angeordnet sind,
welches in ein Werkzeuggehäuse einsetzbar ist.
13. Werkzeug (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei das Aktivierungselement (33)
an dem Bereitschaftselement (27) sowie relativ zu dem Bereitschaftselement (27) beweglich
geführt ist.
14. Werkzeug (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Werkzeug ein Hauptauslöseventil
(12) aufweist und wobei das Werkzeug (1) ein Auslöseelement (21) aufweist, welches
eingerichtet ist, eine pneumatische Verbindung, im Folgenden Auslöseverbindung (21.1)
genannt, von dem Gasdruckquellenanschluss (23) zum Hauptauslöseventil (12) zu unterbrechen,
wenn sich das Bereitschaftselement (27) in der Bereitschaftsposition befindet, und
wobei mittels des Bereitschaftselements (27) eine pneumatische Nebenleitung (27.2)
unter Umgehung des Auslöseelements (21) zwischen dem Hauptauslöseventil (12) und dem
Gasdruckquellenanschluss (23) bereitgestellt ist, wenn sich das Bereitschaftselement
(27) in der Sicherungsposition befindet.
15. Werkzeug (1) gemäß Anspruch 15, wobei das Auslöseelement (21) an dem Aktivierungselement
(33) und relativ zu dem Aktivierungselement (33) beweglich geführt ist.
16. Verfahren zum Eintreiben von Befestigungsmitteln (1) in ein Werkstück (91)
- wobei die Befestigungsmittel (1) mittels einer Aktuatoreinheit (3) in Eintreibzyklen
in das Werkstück (91) eingetrieben werden,
- wobei mittels einer Auslöseanordnung (5) die Eintreibzyklen der Aktuatoreinheit
(3) ausgelöst werden, wobei ein Triggerelement (6) der Auslöseanordnung handbetätigt
wird und dabei von einem Ruhezustand (600) in einen gedrückten Zustand (601) gebracht
wird, wobei ein Werkstückkontaktelement (7) durch das Aufsetzen des Eintreibwerkzeugs
auf das Werkstück (91) betätigt (710) wird,
- wobei ein Gasdruckquellenanschluss (23), an eine Gasdruckquelle angeschlossen wird,
- wobei eine mit dem Triggerelement (6) gekoppelte Sicherungseinrichtung (8) nach
einer von einer Aktivierung (810) der Sicherungseinrichtung (8) ausgehenden Verzögerungszeit
eine Überführung des Eintreibwerkzeugs von einem auslösebereiten Zustand (100) in
einen gesicherten Zustand (101) bewirkt,
indem ein Aktivierungselement (33) mittels des Triggerelements (6) zwischen einer
ersten und einer zweiten Position gewechselt wird,
wobei in der ersten Position des Aktivierungselements (33) eine erste pneumatische
Verbindung zwischen dem Steuervolumen (15) und dem Gasdruckquellenanschluss (23) definiert
wird, die im Folgenden Ladeverbindung (27.1) genannt wird, und wobei in der zweiten
Position des Aktivierungselements (33) eine zweite pneumatische Verbindung zwischen
einem Steuervolumen (15) der Sicherheitseinrichtung (8) und einer Drucksenke (40)
definiert wird, die im Folgenden Entladeverbindung (33.1) genannt wird,
wobei durch eine aus der Ladeverbindung (27.1) und der Entladeverbindung (33.1) ein
maximale Gasströmung strömt, welche die Verzögerungszeit der Sicherungseinrichtung
(8) bestimmt.