[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauwerk mit wenigstens einer Gebäudedecke, einem Fensterrahmen
und einem Rollladenkasten oder einem Jalousiekasten, der zwischen dem Fensterrahmen
und der Gebäudedecke angeordnet ist. Daneben betrifft die Erfindung ein Befestigungselement
für die Befestigung eines Fensterrahmens an einer Gebäudedecke eines Bauwerks und
ein Verfahren zum Befestigen eines Fensterrahmens an einer Gebäudedecke eines Bauwerks.
[0002] Es sind Bauwerke bekannt, die an ihrer Fassade als Teil der Gebäudehülle Fenster
aufweisen, vor denen von außen ein Rollladen beziehungsweise eine Jalousie angebracht
ist. Dies erfordert, dass über dem Fensterrahmen ein Rollladenkasten beziehungsweise
ein Jalousiekasten angeordnet ist. Der Rollladenkasten beziehungsweise Jalousiekasten
dient der Aufnahme des Rollpanzers bzw. der Lamellen der Jalousie und bildet bei einem
Rollladen eine Umschließung um den Rollraum. In dem Rollraum ist die Welle angeordnet,
um die der Rollladen gewickelt wird, oder der Raum, in dem die Lamellen der Jalousie
beziehungsweise der Rollpanzer des Rollladens im hochgezogenem beziehungsweise aufgerolltem
Zustand aufgenommen werden. Um eine gute Wärmedämmung zu erreichen, sind derartige
Rollladenkästen beziehungsweise Jalousiekästen gedämmt. Als Dämmmaterial wird beispielsweise
geschäumtes Polystyrol oder ein anderes Material verwendet, das eine gute Dämmeigenschaft
aufweist.
[0003] Bei Gebäuden mit großen Fensterflächen wirken entsprechend große Windlasten auf die
Fensterfläche, die aufgenommen werden müssen. Dies kann, da der Fensterflügel oberseitig
über seine Länge nur am aufgesetzten Rollladen- oder Jalousiekasten befestigt ist,
zu Problemen führen. Denn es ist schwierig, eine stabile Befestigung des Fensterrahmens
an dem aus Dämmmaterial bestehenden beziehungsweise Dämmmaterial aufweisenden Rollladenkasten
zu erreichen. Daher können aufgenommene hohe Windlasten nur unzureichend auf den Rollladenkasten
übertragen werden können, weshalb es zu Bewegungen des Fensters relativ zum Rollladen-
oder Jalousiekasten kommen kann, was sich in Geräuschen äußern und zu Beschädigungen
am Fenster beziehungsweise am Rollladenkasten sowie dem diesen umgebenden Putz führen
kann.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Bauwerk anzugeben, bei dem die
Befestigung des Fensterrahmens verbessert wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Bauwerk der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
vorgesehen, dass das Bauwerk wenigstens ein Befestigungselement mit einem Befestigungsabschnitt,
einem Verankerungsabschnitt und einen den Befestigungsabschnitt mit dem Verankerungsabschnitt
verbindenden Verbindungsabschnitt aufweist, wobei der Fensterrahmen mit dem Befestigungsabschnitt
verbunden und der Verankerungsabschnitt in der Gebäudedecke verankert ist und der
Verbindungsabschnitt den Rollladenkasten oder den Jalousiekasten durchgreift.
[0006] Erfindungsgemäß wird sonach vorgeschlagen, dass der Fensterrahmen mit dem Befestigungselement
verbunden wird und die Kräfte, die beispielsweise durch Windlast von dem Fenster aufgenommen
werden, durch das Befestigungselement in die Gebäudedecke des Bauwerks übertragen
werden. Das Befestigungselement durchgreift dazu mit seinem Verbindungsabschnitt den
Rollladenkasten beziehungsweise den Jalousiekasten, so dass dieser die auf das Fenster
wirkenden Kräfte nicht aufnehmen muss.
[0007] Die Kraft wird hingegen von dem Fenster auf den Befestigungsabschnitt, an dem der
Fensterrahmen befestigt ist, übertragen, der wiederum die Kraft über den Verbindungsabschnitt
in den Verankerungsabschnitt und somit in die Gebäudedecke leitet. Da der Verankerungsabschnitt
in der Gebäudedecke verankert ist, ist insbesondere verglichen mit einer Anbindung
des Fensterrahmens an einem Rollladenkasten bzw. Jalousiekasten, eine hohe Aufnahme
von Kräften möglich. Der Fensterrahmen ist somit über das Befestigungselement fest
mit der Gebäudedecke verbunden.
[0008] Insbesondere kann der Befestigungsabschnitt derart ausgeformt sein, dass bei der
Verwendung eines Rollladenkastens der Rollraum des Rollladenkastens nicht vom Verbindungsabschnitt
durchdrungen wird, sondern der Befestigungsabschnitt so weit in der Richtung der Gebäudeinnenseite
hineinragt, dass der Verbindungsabschnitt senkrecht nach oben durch das hinter dem
Rollraum angeordnete Dämmmaterial verlaufen und den Rollladenkasten somit außerhalb
des Rollraums durchdringen kann.
[0009] Besonders bevorzugt kann bei dem erfindungsgemäßen Bauwerk vorgesehen sein, dass
der Befestigungsabschnitt als Befestigungsplatte, insbesondere als Stockschlauder,
ausgebildet ist. Die Befestigungsplatte weist selbstverständlich geeignete Öffnungen
auf, um diese am Fensterrahmen zu befestigen. Insbesondere kann die Befestigungsplatte
mittels geeigneter Befestigungsmittel, wie Schrauben, mit dem Fensterrahmen verbunden
werden. An ihrem Ende, das dem Abschnitt an dem die Befestigungsplatte mit dem Fensterrahmen
verbunden wird, gegenüberliegt, weist diese einen Abschnitt auf, an dem der Verbindungsabschnitt
angebunden werden kann. Die Befestigungsplatte ist, wie zuvor beschrieben, insbesondere
so ausgebildet, dass der Rollraum des Rollladenkastens nicht vom Verbindungselement
durchdrungen werden muss. Dies bietet den Vorteil, dass Rollladenkästen, die bereits
verwendet werden, weiterhin benutzt bzw. verbaut werden können, da diese durch die
Befestigungsplatte und den Verbindungsabschnitt nicht, beispielsweise in ihrem Rollraum
beeinträchtigt werden.
[0010] Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Bauwerks kann vorsehen, dass der Befestigungsabschnitt
von dem Verbindungsabschnitt und/oder dem Fensterrahmen lösbar oder dass der Befestigungsabschnitt
einteilig mit dem Verbindungsabschnitt ausgebildet ist. Vorteilhafterweise ist der
Befestigungsabschnitt von dem Verbindungsabschnitt und dem Fensterrahmen lösbar, so
dass dieser beispielsweise zum Zugang einer Revisionsöffnung im Rollladenkasten oder
bei Montagearbeiten am Fensterrahmen gelöst werden kann. Es ist jedoch ebenfalls möglich,
den Befestigungsabschnitt einteilig mit dem Verbindungsabschnitt auszubilden, so dass
diese als ein Bauteil im erfindungsgemäßen Bauwerk verbaut werden können.
[0011] Ebenso kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass der Verankerungsabschnitt an dem Verbindungsabschnitt
lösbar angeordnet, insbesondere geschraubt, ist.
[0012] Selbstverständlich sind weitere formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindungsmechanismen
zwischen dem Verankerungsabschnitt und dem Verbindungsabschnitt möglich. Die lösbare
Verbindung zwischen Verankerungsabschnitt und Verbindungsabschnitt bietet den Vorteil,
dass diese in Einzelteilen zerlegt vor der Montage transportiert werden können. Bei
einem Einbau des Befestigungselements in einem Neubau ist dies besonders bevorzugt,
da die Montage bevorzugt derart geschieht, dass der Verbindungsabschnitt in den Rollladenkasten
eingebracht wird und oberhalb des Rollladenkastens in einem Abstand von ca. 4 bis
5 cm von einer Filigrandecke beabstandet beziehungsweise von einer beabsichtigten
Filigrandecke beabstandet aus dem Rollladenkasten austritt. Dort kann der Verankerungsabschnitt
mit dem Verbindungsabschnitt verbunden werden. Durch das separate Ausbilden der beiden
Abschnitte ist ein Transport der Befestigungselemente effizienter möglich.
[0013] Besonders bevorzugt weist der Verankerungsabschnitt einen Y-förmigen oder einen V-förmigen
Querschnitt auf. Durch die Formgebung in Y- oder V-Form erhöht sich die Verankerungsfestigkeit
mit dem Beton, in dem der Verankerungsabschnitt eingegossen wird, merklich. Ferner
kann an dem Verankerungsabschnitt vorgesehen sein, dass dieser perforiert ist beziehungsweise
Öffnungen aufweist, die eine weitere Verbesserung des Einfließens des Betons beziehungsweise
des Verkrallens des Verankerungsabschnitts mit dem Beton ermöglichen.
[0014] Alternativ ist es möglich, insbesondere bei Altbauten bzw. Bauwerken mit bestehender
Gebäudedecke, in denen das Befestigungselement in ein bereits bestehendes Gebäude
eingebracht werden soll, dass der Verankerungsabschnitt in der Gebäudedecke verklebt
oder mit einem Dübel verbunden ist, der in der Gebäudedecke verspannt oder verspannbar
ist. Hierzu wird in die bestehende Gebäudedecke durch den Rollladenkasten beziehungsweise
den Jalousiekasten hindurch ein Loch gebohrt, in das der Verankerungsabschnitt eingebracht
und verklebt werden kann, oder in das ein Dübel eingebracht werden kann, mit dem der
Verankerungsabschnitt verbindbar ist, so dass sich der Dübel bei verbundenem Verankerungsabschnitt
in der Gebäudedecke verspannt.
[0015] Der Verbindungsabschnitt kann insbesondere rohrförmig ausgebildet sein, es ist jedoch
ebenfalls möglich, diesen in Form eines flachen bandartigen Materials, oder eines
Vierkantmaterials auszubilden. Generell sind alle Formgebungen möglich, solange der
Verbindungsabschnitt eine stabile Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt und
dem Verankerungsabschnitt aufweist und den Rollladenkasten, insbesondere durch eine
Durchbrechung, insbesondere eine Bohrung durch den Rollladenkasten, durchgreifen kann.
[0016] Ebenso kann an dem erfindungsgemäßen Bauwerk vorgesehen sein, dass der Verankerungsabschnitt
und/oder der Verbindungsabschnitt und/oder der Befestigungsabschnitt des Befestigungselements
einteilig ausgebildet sind. Je nach Anforderung kann somit der Verankerungsabschnitt
und der Verbindungsabschnitt einteilig ausgebildet werden oder der Befestigungsabschnitt
einteilig an den Verbindungsabschnitt ausgebildet werden. Selbstverständlich sind
sämtliche Kombinationen der einteiligen oder mehrteiligen Verbindung der einzelnen
Abschnitte möglich.
[0017] Schließlich ist an dem erfindungsgemäßen Bauwerk bevorzugt vorzusehen, dass der Verbindungsabschnitt
den Rollladenkasten oder den Jalousiekasten derart durchgreift, dass das mit dem Verankerungsabschnitt
zu verbindende Ende des Verbindungsabschnitts von einer Filigrandecke oder einer Halbfertigdecke
in der Richtung der Gebäudehülle des Bauwerks definiert, insbesondere 4 - 5 cm, beabstandet
angeordnet ist. Wie zuvor beschrieben, wird der Verbindungsabschnitt durch den Rollladenkasten
beziehungsweise den Jalousiekasten insbesondere durch eine Bohrung in diesem geführt.
Unterhalb des Rollladenkastens wird der Verbindungsabschnitt mit dem Befestigungsabschnitt
verbunden, oder ist einteilig mit diesem ausgebildet. Oberhalb des Rollladenkastens,
in dem Bereich, in dem eine Filigrandecke auf das Mauerwerk, und somit auf den Rollladenkasten
beziehungsweise den Jalousiekasten aufgesetzt wird, insbesondere 4 - 5 cm beabstandet
von der Kante der Filigrandecke, ragt der Verbindungsabschnitt aus dem Rollladenkasten.
Dieser kann in einfacher Ausführungsform als Rohr mit einem Innengewinde ausgebildet
sein, in das der Verankerungsabschnitt oberhalb des Rollladenkastens einschraubbar
ist. Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, den Verankerungsabschnitt mit einem
geeigneten Befestigungsmittel mit dem Verbindungsabschnitt zu verbinden. Selbstverständlich
ist es ebenso möglich, den Verbindungsabschnitt zunächst mit dem Verankerungsabschnitt
zu verbinden und diesen von oben in die Bohrung im Rollladenkasten einzubringen und
anschließend den Befestigungsabschnitt von unten mit dem Verbindungsabschnitt zu verbinden.
[0018] Ist der Befestigungsabschnitt mit dem Fensterrahmen und dem Verbindungsabschnitt
und der Verbindungsabschnitt mit dem Verankerungsabschnitt verbunden, so kann nach
entsprechendem Schalen des Bauwerks die Gebäudedecke beispielsweise in Ortbeton eingegossen
werden. Der Verankerungsabschnitt ragt von dem Verbindungsabschnitt wegweisend in
Richtung der Gebäudedecke beziehungsweise ist in der Gebäudedecke angeordnet. Durch
das Eingießen des Verankerungsabschnitts in den Ortbeton wird dieser mit der Gebäudedecke
verbunden, wodurch sich eine besonders stabile Verbindung ergibt. Es ist ebenso möglich
den Verankerungsabschnitt vor dem Anfertigen der fertigen Gebäudedecke mit einer Bewehrung
bzw. Armierung in der Gebäudedecke zu verbinden.
[0019] Je nach Größe der Fensterfront, die an die Gebäudedecke angebunden werden soll, ist
es selbstverständlich möglich mehrere Befestigungselemente an dem erfindungsgemäßen
Bauwerk vorzusehen. Der Abstand zwischen zwei Befestigungselementen kann an den Bedarfsfall
angepasst werden, insbesondere kann der Abstand weniger als einen Meter betragen,
insbesondere im Bereich von 60 bis 90 cm liegen. Aus diesem Abstand beziehungsweise
den Präferenzen des Benutzers ergeben sich die Anzahl der Befestigungen, die über
eine Rohbaulichte des Fensters verteilt angeordnet werden müssen, so dass eine entsprechende
Kraft, die auf eine Fensterfläche wirkt, sicher auf die Befestigungselemente verteilt
und somit in die Gebäudedecke geleitet werden können.
[0020] Daneben betrifft die Erfindung ein Befestigungselement für die Befestigung eines
Fensterrahmens an einer Gebäudedecke eines Bauwerks, welches einen Befestigungsabschnitt
zum Verbinden des Befestigungselements mit einem Fensterrahmen, einen Verankerungsabschnitt
zum Verankern des Befestigungselements in der Gebäudedecke des Bauwerks und einen
den Befestigungsabschnitt mit dem Verankerungsabschnitt verbindenden Verbindungsabschnitt
aufweist, wobei der Verbindungsabschnitt in einem befestigten Zustand des Befestigungselements
einen Rollladenkasten oder einen Jalousiekasten des Bauwerks, der zwischen dem Fensterrahmen
und der Gebäudedecke angeordnet ist, durchgreift. Das erfindungsgemäße Befestigungselement
weist selbstverständlich sämtliche Merkmale auf, die im Hinblick auf das erfindungsgemäße
Bauwerk beschrieben wurden.
[0021] Daneben betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Befestigen eines Fensterrahmens
an einer Gebäudedecke eines Bauwerks, umfassend die Schritte:
- Einbringen des Verbindungsabschnitts in den Rollladenkasten oder in den Jalousiekasten,
der zwischen dem Fensterrahmen und der Gebäudedecke angeordnet ist
- Befestigen des Fensterrahmens an dem Befestigungsabschnitt
- Verankern des Verankerungsabschnitts in der Gebäudedecke.
[0022] Die Reihenfolge der einzelnen Verfahrensschritte ist selbstverständlich beliebig.
So steht es im Belieben des Fachmanns, zunächst den Verbindungsabschnitt in den Rollladenkasten
oder in den Jalousiekasten einzubringen, der zwischen dem Fensterrahmen und der Gebäudedecke
angeordnet ist und anschließend den Befestigungsabschnitt mit dem Fensterrahmen und/oder
dem Verbindungsabschnitt zu befestigen und anschließend den Verankerungsabschnitt
mit dem Verbindungsabschnitt zu verbinden. Es ist jedoch ebenfalls möglich, den Verankerungsabschnitt
und den Verbindungsabschnitt zu verbinden und diesen anschließend mit dem Befestigungsabschnitt
und diesem wiederum an dem Fensterrahmen zu verbinden. Diese Schritte sind weitgehend
beliebig aneinanderreihbar, werden jedoch abhängig von der Verwendung des Befestigungselements,
beispielsweise bei einem Neubau oder bei einem Altbau, in ihrer Reihenfolge zumindest
teilweise festgelegt. Dies wird nachfolgend im Detail beschrieben.
[0023] Bevorzugt ist der Befestigungsabschnitt einteilig mit dem Verbindungsabschnitt ausgebildet
oder wird lösbar an dem Verbindungsabschnitt befestigt. In der Alternative, in der
der Verbindungsabschnitt lösbar an dem Befestigungsabschnitt befestigt wird, ist besonders
vorteilhaft, dass dieser, beispielsweise um einen Zugang zu einer Revisionsöffnung
im Jalousiekasten beziehungsweise Rollladenkasten zu ermöglichen, von dem Verbindungsabschnitt
lösbar ist.
[0024] Insbesondere in Bezug auf die Befestigung des Fensterrahmens bei einem Neubau beziehungsweise
des Einbringens des Befestigungselements bei einem Neubau kann bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren vorgesehen sein, dass nach dem Einbringen des Verbindungsabschnitts in den
Rollladenkasten oder in den Jalousiekasten der Verankerungsabschnitt an dem Verbindungsabschnitt
befestigt und anschließend der Verankerungsabschnitt in der Gebäudedecke verankert,
insbesondere in Ortbeton eingegossen, wird. Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens im Falle eines Neubaus ist somit die größte Freiheit dahingehend gegeben,
in welcher Reihenfolge die Verfahrensschritte ausgeführt werden. So ist es zum einen
möglich zunächst die Verbindung zwischen Befestigungsabschnitt und Verbindungsabschnitt
herzustellen und diesen von unten in die Öffnung im Rollladenkasten einzubringen und
anschließend den Fensterrahmen am Befestigungsabschnitt und/oder den Verankerungsabschnitt
am Verbindungsabschnitt anzubringen, diesen in die Bohrung einzubringen. Ferner ist
es ebenso möglich zunächst den Verankerungsabschnitt an dem Verbindungsabschnitt anzubringen
und den Verankerungsabschnitt anschließend in Ortbeton beziehungsweise in die Gebäudedecke
einzugießen. Erst danach ist es ebenso möglich den Befestigungsabschnitt an dem Verbindungsabschnitt
anzubringen und den Fensterrahmen mit dem Befestigungsabschnitt zu verbinden. Es ist
somit deutlich, dass die Reihenfolge der Verfahrensschritte im Wesentlichen von der
Präferenz des Benutzers abhängen.
[0025] Daneben, insbesondere im Hinblick auf Altbauten beziehungsweise Gebäude, in denen
bereits eine Gebäudedecke und ein Rollladenkasten beziehungsweise Jalousiekasten fest
verbaut ist, kann das Verfahren auch dahingehend weitergebildet werden, dass der Verankerungsabschnitt
in eine bestehende Gebäudedecke des Bauwerks eingebracht und dort verankert wird,
wobei der Verbindungsabschnitt anschließend mit dem Verankerungsabschnitt verbunden
wird oder einteilig mit diesem ausgebildet ist. Sonach wird bevorzugt von unterhalb
der Gebäudedecke durch den Rollladenkasten hindurch in die Gebäudedecke gebohrt, so
dass eine Bohrung bzw. eine Ausnehmung geschaffen wird, die durch den Rollladenkasten
in die Gebäudedecke führt. In diese Ausnehmung oder Bohrung in der Gebäudedecke kann
der Verankerungsabschnitt eingebracht und darin verankert werden. Anschließend kann
der Verbindungsabschnitt mit dem Verankerungsabschnitt verbunden werden. Selbstverständlich
ist es ebenso möglich den Verankerungsabschnitt und den Verbindungsabschnitt zunächst
miteinander zu verbinden und anschließend den Verankerungsabschnitt in die Ausnehmung
in der Gebäudedecke einzubringen und diesen dort zu verankern. Sämtliche weiteren
Kombinationsmöglichkeiten mit dem Verbinden des Verbindungsabschnitts mit dem Befestigungsabschnitt
sowie das Verbinden des Befestigungsabschnitts mit dem Fensterrahmen wurden bereits
zuvor beschrieben beziehungsweise ergeben sich diese durch entsprechende Kombination
der Einzelschritte.
[0026] Insbesondere kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren im Hinblick auf Bauwerke mit
bestehender Gebäudedecke vorgesehen sein, dass in der Gebäudedecke des Bauwerks eine
Ausnehmung bzw. eine Bohrung erzeugt wird, in die der Verankerungsabschnitt eingebracht
und verankert, insbesondere verklebt, wird oder in die ein Dübel eingebracht wird,
mit dem der Verankerungsabschnitt verbunden wird, so dass sich der Dübel in der Ausnehmung
verspannt. Es ist somit möglich den Verankerungsabschnitt und den Verbindungsabschnitt
einteilig auszubilden, so dass dieser beispielsweise in Form eines Rohres in die Ausnehmung
eingebracht werden kann und dort mittels eines geeigneten Befestigungsmittels verklebt
werden kann. Alternativ ist es möglich in die Ausnehmung einer Gebäudedecke einen
Dübel einzubringen, der beispielsweise mit einem als Gewindestab ausgebildeten Verankerungsabschnitt
verbunden wird. Durch das Einbringen des Verankerungsabschnitts in den Dübel verspannt
sich dieser mit der Gebäudedecke und kann anschließend mit dem Verbindungsabschnitt
verbunden werden oder einteilig mit diesem ausgeführt sein.
[0027] Selbstverständlich sind sämtliche Merkmale des erfindungsgemäßen Bauwerks, des erfindungsgemäßen
Befestigungselements sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens beliebig miteinander kombinierbar
beziehungsweise beliebig übertragbar oder aufeinander anwendbar.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Die Zeichnungen sind schematische Darstellungen und zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Befestigungselement in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- das erfindungsgemäße Befestigungselement von Fig. 1 in einem erfindungsgemäßen Bauwerk;
- Fig. 3
- das erfindungsgemäße Befestigungselement von Fig. 1 in einem zweiten erfindungsgemäßen
Bauwerk;
- Fig. 4
- ein erfindungsgemäßes Befestigungselement in einer zweiten Ausführungsform; und
- Fig. 5
- das erfindungsgemäße Befestigungselement von Fig. 4 in einem dritten erfindungsgemäßen
Bauwerk.
[0029] Fig. 1 zeigt ein Befestigungselement 1 für die Befestigung eines Fensterrahmens 2
an einer Gebäudedecke 3 eines Bauwerks 4, siehe auch Figuren 2, 3. Das Befestigungselement
1 weist einen Befestigungsabschnitt 5 zum Verbinden des Befestigungselements 1 mit
dem Fensterrahmen 2, einen Verankerungsabschnitt 6 zum Verankern des Befestigungselements
1 in der Gebäudedecke 3 des Bauwerks 4 und einen den Befestigungsabschnitt 5 mit dem
Verankerungsabschnitt 6 verbindenden Verbindungsabschnitt 7 auf.
[0030] Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist der Befestigungsabschnitt 5 als Befestigungsplatte
ausgebildet. Dieser ist an dem Verbindungsabschnitt 7 lösbar befestigt, beispielsweise
geschraubt. Der Verbindungsabschnitt 7 verbindet den Befestigungsabschnitt 5 mit dem
Verankerungsabschnitt 6. Die Länge des Verbindungsabschnitts 7 ist dabei an die Höhe
eines Rollladenkastens 12 (vgl. Fig. 2) beziehungsweise eines Jalousiekastens (vgl.
Fig. 3) angepasst. Der Verbindungsabschnitt 7 ist mittels eines Befestigungsmittels
8 an dem Verankerungsabschnitt 6 befestigt, beispielsweise angeschraubt.
[0031] Der Verankerungsabschnitt 6 ist hierbei in seinem dem Verbindungsabschnitt 7 zugewandten
Bereich gewinkelt, beispielsweise rechtwinklig, ausgebildet und weist in seinem vom
Verbindungsabschnitt 7 wegweisenden Bereich einen Y-förmigen Querschnitt auf. Insbesondere
kann der Verankerungsabschnitt 6 aus einem Blech geformt werden, das im unteren Bereich,
also dem dem Verbindungsabschnitt 7 zugewandten Bereich, gewinkelt ist und im gegenüberliegenden
Bereich, dem Bereich 9, der den Y-förmigen Querschnitt aufweist, etwa in der Hälfte
entlang der Längsachse des Verankerungsabschnitts 6 getrennt und zu einem Y-förmigen
Querschnitt aufgebogen sein. Der Verankerungsabschnitt 6 weist insbesondere im Bereich
des Y-förmigen Querschnitts 9 Löcher 10 auf, die der besseren Verankerung bzw. Verkrallung
im Ortbeton dienen. Der eingebaute Zustand des Befestigungselements 1 in dem Bauwerk
4 wird in Fig. 2 dargestellt.
[0032] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch das Bauwerk 4, insbesondere im Bereich eines
Fensters 11 und des Rollladenkastens 12, der über dem Fenster 11 angeordnet ist. Das
Befestigungselement 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit dem Befestigungsabschnitt
5 gegen den Fensterrahmen 2 des Fensters 11 geschraubt. Der Befestigungsabschnitt
5 liegt an der Unterseite des Rollladenkastens 12 an und ist im der Gebäudeinnenseite
zugewandten Teil des Rollladenkastens 12 hinter dem Rollraum des Rollladenkastens
12 mit dem Verbindungsabschnitt 7 des Befestigungselements 1 verbunden. Die Verbindung
des Befestigungsabschnitts 5 mit dem Verbindungsabschnitt 7 ist bevorzugt lösbar,
so dass z.B. ein Zugang in das Innere des Rollladenkastens 12 bei Bedarf geschaffen
werden kann.
[0033] Der als Rohr ausgebildete Verbindungsabschnitt 7 ist wiederum an der dem Befestigungsabschnitt
5 gegenüberliegenden Seite mittels eines Befestigungsmittels 8, das als Schraube ausgebildet
ist, an den Verankerungsabschnitt 6 geschraubt. Der Verbindungsabschnitt 7 weist,
wie gezeigt, einen Gewindeabschnitt auf, in dem das Befestigungsmittel 8 von der Seite
des Verankerungsabschnitts 6 und Befestigungsmittel 13 von der Seite des Befestigungsabschnitts
5 in den Verbindungsabschnitt 7 eingeschraubt ist. In der in Fig. 2 dargestellten
Situation ist der Verankerungsabschnitt 6 ca. 5 cm von der Kante einer Filigrandecke
14 beabstandet, die auf einer innenseitigen Kante des Mauerwerks des Bauwerks 4 und
somit auf dem Rollladenkasten 12 aufliegt. Durch die Beabstandung des Verbindungsabschnitts
7 von der Kante der Filigrandecke 14 ist es möglich, den Verankerungsabschnitt 6 an
den Verbindungsabschnitt 7 mit dem Befestigungsmittel 8 zu verschrauben.
[0034] Der in Fig. 2 dargestellte Zustand zeigt bereits den fertigen Zustand der Gebäudedecke,
in dem der Verankerungsabschnitt 6 in Ortbeton eingegossen ist. Der Verankerungsabschnitt
6 ist somit in dem Ortbeton verankert bzw. verkrallt und kann somit eine stabile Verbindung
gewährleisten. Auf das Fenster 11 wirkende Kräfte, beispielsweise eine Windlast, wird
somit durch den Fensterrahmen 2 in den Befestigungsabschnitt 5 übertragen und von
dort über den Verbindungsabschnitt 7 in den Verankerungsabschnitt 6 und somit in die
Gebäudedecke 3 des Bauwerks 4 geleitet. Ferner ist in Fig. 2 ein Armierungsstahl 15
dargestellt, an den der Verankerungsabschnitt 6 vor dem Eingießen in Ortbeton angebunden
wurde.
[0035] Fig. 3 zeigt das Verbindungselement 1 in einem Bauwerk 16. Das Befestigungselement
1 ist analog zu der in Fig. 2 vorliegenden Einbausituation mit dem Befestigungsabschnitt
5 an einen Fensterrahmen 17 eines Fensters 18 angebunden bzw. angeschraubt. An dem
Befestigungsabschnitt 5 ist lösbar über das Befestigungsmittel 13 der Verbindungsabschnitt
7 befestigt und an diesen ist auf der gegenüberliegenden Seite der Verankerungsabschnitt
6 über ein Befestigungsmittel 8 angebracht. Der Verankerungsabschnitt 6 ist, wie zuvor
beschrieben, in den Ortbeton der Gebäudedecke 19 des Bauwerks 16 einbetoniert. Im
Unterschied zu der in Fig. 2 dargestellten Situation durchsetzt der Verbindungsabschnitt
7 keinen Rollladenkasten 12, sondern einen Jalousiekasten 20. Es ist in Fig. 3 dargestellt,
wie die Lamellen der Jalousie im Jalousiekasten 20 aufgenommen sind. Der Verbindungsabschnitt
7 durchsetzt den Jalousiekasten 20 in einem Bereich, der der Gebäudeinnenseite zugewandt
ist. Der Abstand von der Außenseite des Jalousiekasten 20, in dem der Verbindungsabschnitt
7 den Jalousiekasten 20 durchgreift, hängt von den Dimensionen des Befestigungsabschnitts
5 ab und ist weitgehend beliebig wählbar, solange der Befestigungsabschnitt 7 nicht
die Funktion der Jalousie des Jalousiekastens 20 bzw. den Rollraum im Rollladenkasten
12 (in Fig. 2) beeinträchtigt.
[0036] In der Ausgestaltung, die in Fig. 3 gezeigt ist, wäre es ebenso möglich, den Verbindungsabschnitt
7 weiter in Richtung des Fensterrahmens anzuordnen. Der Abstand zwischen dem Verbindungsabschnitt
7 und dem Fensterrahmen 17 ist weitgehend beliebig. Der Befestigungsabschnitt 5, der
mithin den Abstand zwischen dem Fensterrahmen 17 und dem Verbindungsabschnitt 7 angibt,
kann somit auch beliebig gewählt werden.
[0037] Fig. 4 zeigt ein Befestigungselement 21 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Das Befestigungselement 21 weist ebenfalls einen Befestigungsabschnitt 22, einen Verankerungsabschnitt
23 und einen den Befestigungsabschnitt 22 mit dem Verankerungsabschnitt 23 verbindenden
Verbindungsabschnitt 24 auf. Der Befestigungsabschnitt 22 ist hierbei als Befestigungsplatte
ausgebildet, die über ein Befestigungsmittel 25 mit dem Verbindungsabschnitt 24 lösbar
verbunden ist. Der Verankerungsabschnitt 23 weist ein Außengewinde 26 auf und ist
einteilig mit dem Verbindungsabschnitt 24 ausgebildet.
[0038] Das Befestigungselement 21 ist sonach insbesondere dazu geeignet, in Bauwerke mit
bestehender Gebäudedecke eingebaut zu werden.
[0039] Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch ein Bauwerk 27, insbesondere im Bereich eines
Fensters 28, das einen Fensterrahmen 29 aufweist, der unterhalb eines Rollladenkastens
30 angeordnet ist. Durch den Rollladenkasten 30 bzw. darin angebrachtes Dämmmaterial
führt eine Bohrung, in der der Verbindungsabschnitt 24 des Befestigungselements 21
aufgenommen ist. Der Verbindungsabschnitt 24 durchsetzt sonach den Rollladenkasten
30. In der Gebäudedecke 31 des Bauwerks 27 ist eine Ausnehmung 32, beispielsweise
in Form einer Bohrung vorhanden. In die Ausnehmung 32 ist zur Montage des Befestigungselements
21 ein Dübel 33 eingebracht. Der Verankerungsabschnitt 23, der einstückig mit dem
Verbindungsabschnitt 24 ausgebildet ist weist ein Außengewinde 26 auf und ist durch
den Rollladenkasten 30 in die Ausnehmung 32 eingeführt und dort über das Außengewinde
26 mit dem Dübel 33 verschraubt. Dadurch ist der Verankerungsabschnitt 23 sicher in
dem Dübel 33 verankert. Durch die Verschraubung der beiden Elemente spannt sich der
Dübel 33 auf und wird somit in der Ausnehmung 32 in der Gebäudedecke 31 des Bauwerks
27 verspannt. Der Verankerungsabschnitt 23 ist sonach in der Gebäudedecke 31 verankert.
Am unteren Abschnitt des Verbindungselements 24 ist dieses mittels eines Befestigungsmittels
25 mit dem Befestigungsabschnitt 22 verbunden, der wiederum über ein Befestigungsmittel
mit dem Rahmen 29 des Fensters 28 verbunden, insbesondere verschraubt ist. Damit ist
die Verbindung zwischen dem Befestigungselement 25, z.B. einer Schraube, und dem Befestigungsabschnitt
22 lösbar, so dass der hier gezeigte Revisionsdeckel geöffnet werden kann.
[0040] Selbstverständlich ist es auch hierbei möglich, den Abstand zwischen Verbindungselement
24 und Fensterrahmen 29 beliebig zu wählen, solange der Verbindungsabschnitt 24 nicht
den Rollraum des Rollladenkastens 30 durchsetzt. Es ist ferner möglich, sämtliche
gezeigten Ausführungsformen beliebig miteinander zu kombinieren. Es sei hierzu angemerkt,
dass insbesondere im Hinblick auf einen Neubau oder ein Bauwerk mit bestehender Gebäudedecke
eine spezielle Ausführungsform bevorzugt sein kann.
1. Bauwerk (4, 16, 27) mit wenigstens einer Gebäudedecke (3, 19, 31), einem Fensterrahmen
(2, 17, 29) und einem Rollladenkasten (13, 30) oder einem Jalousiekasten (20), der
zwischen dem Fensterrahmen (12, 17, 29) und der Gebäudedecke (3, 19, 31) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauwerk (4, 16, 27) wenigstens ein Befestigungselement (1, 21) mit einem Befestigungsabschnitt
(5, 22), einem Verankerungsabschnitt (6, 23) und einen den Befestigungsabschnitt (5,
22) mit dem Verankerungsabschnitt (6, 23) verbindenden Verbindungsabschnitt (7, 24)
aufweist, wobei der Fensterrahmen (2, 17, 29) mit dem Befestigungsabschnitt (5, 22)
verbunden und der Verankerungsabschnitt(6, 23) in der Gebäudedecke (3, 19, 31) verankert
ist und der Verbindungsabschnitt (7, 24) den Rollladenkasten (13, 30) oder den Jalousiekasten
(20) durchgreift.
2. Bauwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) als Befestigungsplatte, insbesondere als Stockschlauder,
ausgebildet ist.
3. Bauwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) von dem Verbindungsabschnitt (7, 24) und/oder dem
Fensterrahmen (12, 17, 29) lösbar oder dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) einteilig
mit dem Verbindungsabschnitt (7, 24) ausgebildet ist.
4. Bauwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) an den Verbindungsabschnitt (7, 24) lösbar angeordnet,
insbesondere geschraubt, ist.
5. Bauwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) einen Y-förmigen oder einen V-förmigen Querschnitt
aufweist.
6. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) in der Gebäudedecke (3, 19, 31) verklebt oder mit
einem Dübel (33) verbunden ist, der in der Gebäudedecke (3, 19, 31) verspannt ist.
7. Bauwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) und/oder der Verbindungsabschnitt (7, 24) und/oder
der Befestigungsabschnitt (5, 22) einteilig ausgebildet sind.
8. Bauwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (7, 24) den Rollladenkasten (13, 30) oder den Jalousiekasten
(20) derart durchgreift, dass das mit dem Verankerungsabschnitt (6, 23) zu verbindende
Ende des Verbindungsabschnitt (7, 24) von einer Filigrandecke (14) oder einer Halbfertigdecke
in der Richtung der Gebäudehülle des Bauwerks (4, 16, 27) definiert, insbesondere
4 - 5cm, beabstandet angeordnet ist.
9. Befestigungselement (1,21) für die Befestigung eines Fensterrahmens (2, 17, 29) an
einer Gebäudedecke (3, 19, 31) eines Bauwerks (4, 16, 27) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, welches Befestigungselement (1, 21) einen Befestigungsabschnitt (5, 22)
zum Verbinden des Befestigungselements (1, 21) mit dem Fensterrahmen (2, 17; 29),
einen Verankerungsabschnitt (6, 23) zum Verankern des Befestigungselements (1, 21)
in der Gebäudedecke (3, 19, 31) des Bauwerks (4, 16, 27) und einen den Befestigungsabschnitt
(5, 22) mit dem Verankerungsabschnitt (6, 23) verbindenden Verbindungsabschnitt (7,
24) aufweist, wobei der Verbindungsabschnitt (4, 27) in einem befestigten Zustand
des Befestigungselements (1, 21) einen Rollladenkasten (13, 30) oder einen Jalousiekasten
(20) des Bauwerks (4, 16, 27), der zwischen dem Fensterrahmen (2, 17, 29) und der
Gebäudedecke (3, 19, 31) angeordnet ist, durchgreift.
10. Befestigungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) als Befestigungsplatte, insbesondere als Stockschlauder,
ausgebildet ist.
11. Befestigungselement nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) von dem Verbindungsabschnitt (7, 24) und/oder dem
Fensterrahmen (2, 17, 29) lösbar oder dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) einteilig
mit dem Verbindungsabschnitt (7, 24) ausgebildet ist.
12. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) an den Verbindungsabschnitt (7, 24) lösbar angeordnet,
insbesondere geschraubt, ist.
13. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) einen Y-förmigen oder einen V-förmigen Querschnitt
aufweist.
14. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) in der Gebäudedecke (3, 19, 31) verklebbar oder
mit einem Dübel (33), der in der Gebäudedecke (3, 19, 31) verspannbar ist, verbindbar
ausgebildet ist.
15. Befestigungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) und/oder der Verbindungsabschnitt (7, 24) und/oder
der Befestigungsabschnitt (5, 22) einteilig ausgebildet sind.
16. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (7, 24) den Rollladenkasten (13, 30) oder den Jalousiekasten
(20) derart durchgreift, dass das mit dem Verankerungsabschnitt (6, 23) zu verbindende
Ende des Verbindungsabschnitt (7, 24) von einer Filigrandecke (14) oder einer Halbfertigdecke
in der Richtung der Gebäudehülle des Bauwerks (4, 16, 27) definiert, insbesondere
4 - 5 cm, beabstandet angeordnet ist.
17. Verfahren zum Befestigen eines Fensterrahmens (2, 17, 29) an einer Gebäudedecke (3,
19, 31) eines Bauwerks (4, 16, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mittels eines
Befestigungselements (1, 21) nach einem der Ansprüche 9 bis 16, umfassend die Schritte:
- Einbringen des Verbindungsabschnitts (7, 24) in den Rollladenkasten (13, 30) oder
in den Jalousiekasten (20), der zwischen dem Fensterrahmen (2, 17, 29) und der Gebäudedecke
(3, 19, 31) angeordnet ist
- Befestigen des Fensterrahmens (2, 17, 29) an dem Befestigungsabschnitt (5, 22)
- Verankern des Verankerungsabschnitts (6, 23) in der Gebäudedecke (3, 19, 31)
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (5, 22) einteilig mit dem Verbindungsabschnitt (7, 24)
ausgebildet ist oder lösbar an dem Verbindungsabschnitt (7, 24) befestigt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einbringen des Verbindungsabschnitts (7, 24) in den Rollladenkasten (13,
30) oder in den Jalousiekasten (20) der Verankerungsabschnitt (6, 23) an dem Verbindungsabschnitt
(7, 24) befestigt und anschließend der Verankerungsabschnitt (6, 23) in der Gebäudedecke
(3, 19, 31) verankert, insbesondere in Ortbeton eingegossen, wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsabschnitt (6, 23) in eine bestehende Gebäudedecke (3, 19, 31) des
Bauwerks (4, 16, 27) eingebracht und dort verankert wird, wobei der Verbindungsabschnitt
(7, 24) anschließend mit dem Verankerungsabschnitt (6, 23) verbunden wird oder einteilig
mit diesem ausgebildet ist.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass in die Gebäudedecke (3, 19, 31) des Bauwerks (4, 16, 27) eine Ausnehmung gebohrt
wird, in die der Verankerungsabschnitt (6, 23) eingebacht und verankert, insbesondere
verklebt, wird oder in die ein Dübel (33) eingebracht wird, mit dem der Verankerungsabschnitt
(6, 23) verbunden wird, so dass sich der Dübel (33) in der Ausnehmung verspannt.