[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Überführung von in einem Ascheauffangraum
einer Feuerstätte für Festbrennstoff anfallender Verbrennungsasche in eine von dem
Festbrennstoffkessel entfernt angeordnete Entsorgungsvorrichtung.
[0002] Festbrennstoffkessel haben insbesondere in der Form von Pelletheizkesseln als Feuerstätten
zur Wärmeversorgung von insbesondere privaten Wohnhäusern weite Verbreitung gefunden.
Dabei sind für die Beschickung mit dem Brennstoff teilweise automatische Zuführvorrichtungen
vorgesehen. Dagegen wird die in verhältnismäßig geringer Menge anfallende Verbrennungsasche
in einer sog. Aschebox gesammelt. Wenn Letztere voll ist, muß sie von Hand entleert
werden. Dieses Problem tritt gleichermaßen bei Zimmeröfen wie Kachelöfen, Kaminöfen
oder dgl. auf.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche ohne manuellen Eingriff eine automatische Entsorgung
der Verbrennungsasche ermöglicht.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine sich von dem Ascheauffangraum
zu der Entsorgungsvorrichtung erstreckende Fördervorrichtung, durch die die Verbrennungsasche
von dem Ascheauffangraum in die Entsorgungsvorrichtung förderbar ist.
[0005] Die von der Feuerstätte, beispielsweise dem Festbrennstoffkessel oder Zimmerofen,
entfernt angeordnete Entsorgungsvorrichtung, bei der es sich beispielsweise um einen
der Zwischenlagerung dienenden Lagerbehälter oder auch um einen geeignet ausgebildeten
Anschluß zur Einspülung in den öffentlichen Abwasserkanal handelt, kann beispielsweise
in der Garage, einem sonstigen Nebengebäude oder einem Mülltonnenunterstand bzw. im
Bereich des Kanalanschlusses eines von der Feuerstätte mit Wärme versorgten Wohnhauses
untergebracht sein. Durch die Fördervorrichtung gelangt die Verbrennungsasche von
dem beispielsweise im Untergeschoß des Wohnhauses angeordneten Festbrennstoffkessel,
der insbesondere ein Pelletheizkessel sein kann, in den verhältnismäßig großvolumigen
Lagerbehälter. Letzterer kann insbesondere eine für ein öffentliches Entsorgungssystem
vorgesehene Abfalltonne sein, die von dem Betreiber des Entsorgungssystems in regelmäßigen
Zeitabständen entleert wird. Der üblicherweise vorhandene obere Deckel dieser Abfalltonne
ist beim Betrieb der Überführungseinrichtung in seine Offenstellung geklappt und statt
dessen die Deckelöffnung der Abfalltonne von dem austragsseitigen Endbereich der Fördervorrichtung
abgedeckt. Dann kann die Abfalltonne für die Entleerung seitlich weggezogen, der Deckel
zugeklappt und wie eine übliche Mülltonne in das Entsorgungsfahrzeug hinein entleert
werden.
[0006] Der im Rahmen der Erfindung vorgesehene alternative Gedanke, die mit der Fördervorrichtung
von der Feuerstätte abgeförderte Verbrennungsasche zu ihrer endgültigen Entsorgung
in den öffentlichen Abwasserkanal hinein wegzuspülen, ist in einer zweckmäßigen Ausführungsform
derart gestaltet, daß die Entsorgungsvorrichtung ein von der Fördervorrichtung mit
der Verbrennungsasche beschickbarer Behälter ist, in dem die Verbrennungsasche mit
Wasser zusammenführbar und in einen Abwasserentsorgungskanal ableitbar ist. Insbesondere
kann es sich bei dem Behälter um einen Sammelschacht einer Abwasserhebeanlage handeln,
in den die Verbrennungsasche von der Fördervorrichtung eingetragen wird. Von dort
wird die Verbrennungsasche mittels der in dem Sammelschacht angeordneten Abwasserpumpe
zusammen mit dem in dem Sammelschacht befindlichen Abwasser in den Abwasserentsorgungskanal
gefördert. Sofern das Gebäude, in dem sich die Feuerstätte befindet, nicht ohnehin
mit einer Hebeanlage ausgestattet ist, kann beispielsweise in einem Technikraum ein
separater Behälter vorgesehen sein, in dem die von der Fördervorrichtung zugeführte
Verbrennungsasche mit Wasser vermischt und über eine Pumpe in den öffentlichen Kanal
entsorgt wird.
[0007] Vorzugsweise ist die Fördervorrichtung eine pneumatische Fördervorrichtung mit einer
sich zwischen dem Ascheauffangraum und der Entsorgungsvorrichtung erstreckenden Förderleitung
und einem einen Förderluftstrom erzeugenden Fördergebläse. Insbesondere kann diese
Förderleitung eine Rohrleitung aus nicht brennbarem Material sein, die beispielsweise
aus starren Rohrabschnitten und Rohrbögen in Anpassung an die Gebäudeverhältnisse
fest verlegt ist. Insbesondere besteht die Förderleitung zweckmäßig aus einem metallischen
Werkstoff und ist zur Vermeidung statischer Aufladungen geerdet. Die Ausbildung in
Form eines flexiblen Rohr- oder Schlauchgebildes ist jedoch nicht ausgeschlossen.
Der Förderluftstrom und die Förderung der davon transportierten Verbrennungsascheteilchen
können ohne Schwierigkeit dem durch die baulichen Gegebenheiten bedingten Verlauf
des Förderweges folgen.
[0008] Zweckmäßigerweise ist das Fördergebläse ein Sauggebläse. Insbesondere kann Letzteres
im Bereich des entsorgungsvorrichtungsseitigen Endes der Förderleitung angeordnet
sein. Bei der Ausbildung der Entsorgungsvorrichtung als Lagerbehälter ist es weiterhin
zweckmäßig, daß sich dieses Ende und das Sauggebläse nach Art einer Abdeckhaube über
der Deckelöffnung des Lagerbehälters erstrecken und eine leckfreie Verbindung zwischen
Letzterem und dem Ascheauffangraum der Feuerstätte ermöglichen.
[0009] Im Rahmen der Erfindung ist insbesondere auch vorgesehen, daß die Förderleitung ein
zwischen einer Freigabestellung, in der die Förderleitung offen ist, und einer Sperrstellung,
in der die Förderleitung verschlossen ist, schaltbares Ventil aufweist. Diese Maßnahme
trägt dem Umstand Rechnung, daß die Abförderung der Asche zweckmäßigerweise nur in
deren abgekühltem Zustand stattfindet, der sich einstellt, wenn der Festbrennstoffkessel
für eine gewisse Zeitdauer außer Betrieb ist, wie es beispielsweise während der Nachtabsenkung
der Heizung der Fall ist. Nach der Abförderung der abgekühlten Asche bei geöffnetem
Ventil wird Letzteres in seine Sperrstellung geschaltet. Auf diese Weise wird im Betrieb
des Festbrennbrennkessels eine unkontrollierte Luftzufuhr durch die Förderleitung
verhindert.
[0010] Wenn mehr als eine Feuerstätte, beispielsweise ein Festbrennstoffkessel und ein Kachelofen,
vorgesehen sind, kann eine gemeinsame Förderleitung vorgesehen sein, an die jeweils
der Ascheauffangraum jeder Feuerstätte über eine Zweigleitung und ein ihr zugeordnetes
Ventil an die gemeinsame Förderleitung angeschlossen ist. Wenn das Fördergebläse in
der gemeinsamen Förderleitung einen Förderluftstrom erzeugt, kann durch selektives
Öffnen der Ventile jeweils diejenige Feuerstätte ausgewählt werden, aus der die Verbrennungsasche
abgefördert werden soll.
[0011] Für einen vollständig automatischen Betrieb ist in einer vorteilhaften Ausführungsform
eine elektronische Steuervorrichtung vorgesehen, durch die das Ventil und/oder das
Fördergebläse in Abhängigkeit von einem Betriebszustand der Feuerstätte schaltbar
sind. Im Fall eines Festbrennstoffkessels kann diese Steuervorrichtung beispielsweise
in dessen Steuerung integriert sein. Diese Steuervorrichtung hält beispielsweise im
Normalbetrieb das Ventil in seiner Sperrstellung und das Fördergebläse in seinem abgeschalteten
Zustand. Dadurch wird insbesondere verhindert, daß durch die Förderleitung im Normalbetrieb
des Festbrennstoffkessels ein unerwünschter Lufteintritt stattfindet. In dessen abgeschaltetem
Zustand während der Nachtabsenkung und/oder bei hinreichend niedriger Temperatur im
Ascheauffangraum steuert dagegen die Steuervorrichtung das Ventil in seine Freigabestellung
und setzt das Fördergebläse in Betrieb. Dadurch wird die Verbrennungsasche aus dem
Ascheauffangraum des Festbrennstoffkessels von der Fördervorrichtung in die Entsorgungsvorrichtung
überführt.
[0012] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung dieses Gedankens ist vorgesehen, daß die elektronische
Steuervorrichtung einen ihr zugeführten Istwert einer im Bereich des Ascheauffangraums
herrschenden Temperatur mit einem vorgegebenen Schwellwert vergleicht und ansprechend
auf einen ihr zugeführten Startbefehl einen Befehl zum Umschalten des Ventils in seine
Freigabestellung sowie einen Einschaltbefehl für das Fördergebläse erzeugt, wenn der
Istwert den Schwellwert nicht überschreitet. Hierdurch wird sichergestellt, daß die
Absaugung der Verbrennungsasche aus der Feuerstätte ansprechend auf den Startbefehl,
der manuell oder von einer übergeordneten Steuerung eingegeben werden kann, unterbleibt,
wenn an der Feuerstätte die Temperatur der abzusaugenden Verbrennungsasche über dem
Schwellwert, der beispielsweise auf 20 °C eingestellt werden kann, liegt. Dadurch
wird vermieden, daß die Verbrennungsasche in einem zu heißen Zustand abgefördert wird.
[0013] Zweckmäßigerweise erfolgt die Erzeugung des Einschaltbefehls für das Fördergebläse
gegenüber der Erzeugung des Befehls zum Umschalten des Ventils in seine Freigabestellung
mit einer vorgegebenen zeitlichen Verzögerung. Dadurch kann sichergestellt werden,
daß das Ventil volständig geöffnet ist, wenn das Fördergebläse zur Absaugung der Verbrennungsasche
in Betrieb genommen wird.
[0014] Zweckmäßig ist ferner vorgesehen, daß die Steuervorrichtung nach Ablauf einer vorgegebenen
Zeitspanne einen Abschaltbefehl für das Fördergebläse und einen Befehl zum Umschalten
des Ventils in seine Sperrstellung erzeugt. Hierdurch wird der Absaugbetrieb auf die
vorgegebene Zeitspanne begrenzt. Letztere kann beispielsweise auf 180 sec eingestellt
werden, was normalerweise zur vollständigen Absaugung der angesammelten Verbrennungsasche
genügt.
[0015] In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Überführung von Verbrennungsasche aus
einem Festbrennstoffkessel in einen Lagerbehälter;
- Fig. 2
- ein dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 entsprechendes weiteres Ausführungsbeispiel,
bei dem zusätzlich eine Absaugung der Verbrennungsasche aus einem Kachelofen vorgesehen
ist, und
- Fig. 3
- ein gegenüber dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 abgewandeltes Ausführungsbeispiel,
bei dem die Verbrennungsasche in einen Abwasserentsorgungskanal abgeführt wird.
[0016] Fig. 1 zeigt lediglich schematisch in einem Vertikalschnitt ein Wohngebäude mit einem
zwischen einem Kellergeschoßboden 1 und einem Erdgeschoßboden 2 begrenzten Kellergeschoß
3 und einem sich über dem Erdgeschoßboden 2 erhebenden Erdgeschoß 4. Letzteres weist
einen Garagenanbau 5 auf.
[0017] In dem Kellergeschoß 3 ist als Feuerstätte ein Festbrennstoffkessel 6 in Form eines
Pelletheizkessels installiert. Eine in dem Garagenanbau 5 abgestellte Entsorgungsvorrichtung
in Form einer Abfalltonne, die zur intervallweisen Leerung durch ein öffentliches
Entsorgungssystem ausgebildet und bestimmt ist, dient als Lagerbehälter 7 für in dem
Festbrennstoffkessel 6 anfallende Verbrennungsasche.
[0018] An einen Ascheauffangraum 8 des Festbrennstoffkessels 6 ist im tiefstgelegenen Bereich
eine Förderleitung 9 mit ihrem einen Ende 10 angeschlossen. Von dort aus erstreckt
sich die Förderleitung 9 bis oberhalb des Lagerbehälters 7. Dort ist ihr anderes Ende
11 an eine ein Sauggebläse aufweisende Saugvorrichtung 12 angeschlossen. Letztere
erstreckt sich haubenartig über eine Deckelöffnung 13 des Lagerbehälters 7, dessen
zur Freigabe der Deckelöffnung 13 aufgeklappter Deckel in der Zeichnung nicht dargestellt
ist. In der Förderleitung 9 ist nahe ihrem ascheauffangraumseitigen Ende 10 ein Ventil
14 angeordnet, das zwischen einer Freigabestellung und einer Sperrstellung schaltbar
ist. In der Freigabestellung des Ventils 14 ist die Förderleitung offen, in der Sperrstellung
verschlossen.
[0019] Dem Festbrennstoffkessel 6 ist eine Einrichtung 15 zur Steuerung/Regelung seiner
Betriebszustände zugeordnet. Diese weist auch eine Steuervorrichtung für den Betrieb
der die Förderleitung 9 und die Saugvorrichtung 12 aufweisenden Fördervorrichtung
auf, die zur Überführung von in dem Ascheauffangraum 8 anfallender Verbrennungsasche
in den Lagerbehälter 7 dient. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel steuert diese
Steuervorrichtung das im normalen Heizbetrieb seine Sperrstellung einnehmende Ventil
14 in seine Freigabestellung und schaltet das Sauggebläse der Saugvorrichtung 12 ein,
wenn beispielsweise während der Nachtabsenkung in dem Festbrennstoffkessel keine Verbrennung
stattfindet und die Verbrennungsasche ausreichend abgekühlt ist. Dadurch wird die
Verbrennungsasche aus dem Ascheauffangraum 8 in den Lagerbehälter 7 überführt.
[0020] Die Leerung des Lagerbehälters 7 erfolgt gemäß den im Rahmen des öffentlichen Entsorgungssystems
vorgesehenen Zeitintervallen. Hierzu wird der Lagerbehälter 7 unter der Saugvorrichtung
12 seitlich weggezogen und in für Abfalltonnen üblicher Weise in das im Rahmen des
Entsorgungssystems tätige Entsorgungsfahrzeug entleert.
[0021] In der Zeichnung ist auch angedeutet, daß die Durchführungen 16, 16' der Förderleitung
9 durch die Kellerwand 17 bzw. den Erdgeschoßboden 2 nach den für Schutz gegen drückendes
Wasser sowie für Brandschutz und Schallschutz anerkannten Regeln der Technik ausgeführt
sind.
[0022] Alle Komponenten der Einrichtung sind aus nichtbrennbarem Material ausgeführt.
[0023] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zusätzlich zu den anhand
von Fig. 1 dargestellten und beschriebenen Teilen des ersten Ausführungsbeispiels
in einem Wohnraum des Erdgeschosses 4 als weitere Feuerstätte ein Kachelofen 20 aufgestellt,
dessen Ascheauffangraum 8' über einen Förderleitungszweig 21 mit der Förderleitung
9 verbunden ist. In dem Förderleitungszweig 21 ist ein in seiner Funktion dem Ventil
14 der ersten Ausführungsform entsprechendes Ventil 14' angeordnet. Der Kachelofen
20 weist einen Fühler 22 auf, der zur Erfassung der im Bereich des Ascheauffangraums
8' herrschenden Temperatur dient.
[0024] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel, das im übrigen mit dem in Fig.
2 dargestellten Ausführungsbeispiel übereinstimmt, erstreckt sich abweichend von Letzterem
die Förderleitung 9 nicht in den Garagenanbau 5 und zu einem dort befindlichen Lagerbehälter
7. Statt dessen ist das entsorgungsvorrichtungsseitige Ende 11' der Förderleitung
9 mit der daran angeschlossenen Saugvorrichtung 12' und einem von dieser mit der angesaugten
Verbrennungsasche beschickten Sammelbehälter 23 oberhalb einer in dem Kellergeschoß
3 befindlichen Abwasserhebeanlage 24 angeordnet. Die von der Saugvorrichtung 12 in
den Sammelbehälter 23 geförderte Verbrennungsasche fällt aus dem Sammelbehälter 23
in den Abwassersammelschacht 25 der Hebeanlage 24 und vermischt sich dort mit dem
in dem Abwassersammelschacht 25 stehenden Abwasser. Durch die Hebepumpe 26 wird die
Verbrennungsasche in einem von der Hebepumpe 26 erzeugten Förderstrom durch eine Entleerungsleitung
27 über einen Siphon 28 in eine mit dem öffentlichen Abwasserkanalnetz verbundene
Abwasserleitung 29 gespült. Die Abwasserleitung 29 ist mit einer Durchführung 16'"
durch die Kellerwand 17 hindurchgeführt. Die Funktion dieser Durchführung 16'" entspricht
ebenso wie die einer Durchführung 16" des Förderleitungszweigs 21 durch den Erdgeschoßboden
2 den weiter oben erläuterten Durchführungen 16, 16'.
[0025] Eine für alle Ausführungsformen geeignete elektronische Steuervorrichtung kann eines
oder mehrere der folgenden funktionellen Merkmale aufweisen: Sie empfängt von der
oder jeder der mit einem Fühler 22 ausgestatteten Feuerstätte(n) 20 den (die) Istwert(e)
der jeweils im Bereich des Ascheauffangraums der Feuerstätte 20 herrschenden Temperatur.
Sie vergleicht diesen Istwert mit einem vorgegebenen Schwellwert. Nur wenn der Istwert
den vorgegebenen Schwellwert nicht überschreitet, erzeugt die Steuervorrichtung bei
Eingabe eines Startsignals, das entweder manuell oder von einer übergeordneten Steuerung
eingegeben werden kann, einen Befehl zum Umschalten des Ventils 14 bzw. 14' von dessen
Sperrstellung in dessen Freigabestellung sowie einen Einschaltbefehl für das Fördergebläse
12 bzw. 12'. Durch die niedrige Schwellwertvorgabe von beispielsweise 20 °C ist es
bei Zimmeröfen, beispielsweise Kachelöfen 20 oder auch offenen Kaminen, gefahrlos
möglich, zur Unterstützung der Reinigung außerhalb des Ascheauffangraums 8' angelagerte
Verbrennungsasche mit einem Handbesen in den Ascheauffangraum 8' hineinzukehren. Die
Steuervorrichtung ermöglicht ferner die Eingabe eines Auswahlbefehls, der manuell
oder von einer übergeordneten Steuerung eingegeben werden kann, durch den festgelegt
wird, welche der Feuerstätten 6, 20 der Ascheabsaugung unterzogen werden sollen, d.
h. welches der Ventile 14 bzw. 14' geöffnet wird.
[0026] Weiterhin kann vorgesehen sein, daß die Erzeugung des Einschaltbefehls für das Fördergebläse
gegenüber der Erzeugung des Befehls zum Umschalten des Ventils 14, 14' in seine Freigabestellung
mit einer vorgegebenen zeitlichen Verzögerung erfolgt. Ferner kann die Steuervorrichtung
mit einem Zeitgeber versehen sein, der nach Ablauf einer vorgegebenen, für die Ascheaustragung
ausreichenden Zeitspanne, die beispielsweise 240 sec betragen kann, die Abschaltung
des Fördergebläses 12 bzw. 12' und die Umschaltung des Ventils 14 bzw. 14' in seine
Sperrstellung bewirkt.
Verzeichnis der Bezugszeichen
[0027]
- 1
- Kellergeschoßboden
- 2
- Erdgeschoßboden
- 3
- Kellergeschoß
- 4
- Erdgeschoß
- 5
- Garagenanbau
- 6
- Festbrennstoffkessel
- 7
- Lagerbehälter
- 8, 8'
- Ascheauffangraum
- 9
- Förderleitung
- 10
- Ende der Förderleitung
- 11, 11'
- Ende der Förderleitung
- 12, 12'
- Saugvorrichtung
- 13
- Deckelöffnung
- 14, 14'
- Ventil
- 15
- Einrichtung zur Steuerung/Regelung
- 16, 16', 16", 16"'
- Durchführungen
- 17
- Kellerwand
- 20
- Kachelofen
- 21
- Förderleitungszweig
- 22
- Fühler
- 23
- Sammelbehälter
- 24
- Hebeanlage
- 25
- Abwassersammelschacht
- 26
- Hebepumpe
- 27
- Entleerungsleitung
- 28
- Siphon
- 29
- Abwasserleitung
1. Einrichtung zur Überführung von in einem Ascheauffangraum (8, 8') einer Feuerstätte
für Festbrennstoffkessel (6, 20) anfallender Verbrennungsasche in eine von der Feuerstätte
(6, 20) entfernt angeordnete Entsorgungsvorrichtung (7, 24), gekennzeichnet durch eine sich von dem Ascheauffangraum (8, 8') zu der Entsorgungsvorrichtung (7, 24)
erstreckende Fördervorrichtung (9, 12, 12'), durch die die Verbrennungsasche von dem Ascheauffangraum (8, 8') in die Entsorgungsvorrichtung
(7, 24) förderbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung eine pneumatische Fördervorrichtung mit einer sich zwischen
dem Ascheauffangraum (8, 8') und der Entsorgungsvorrichtung (7, 24) erstreckenden
Förderleitung (9) und einem einen Förderluftstrom erzeugenden Fördergebläse (12, 12')
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördergebläse (12, 12') ein Sauggebläse ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sauggebläse im Bereich des entsorgungsvorrichtungsseitigen Endes (11, 11') der
Förderleitung (9) angeordnet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (9) ein zwischen einer Freigabestellung, in der die Förderleitung
offen ist, und einer Sperrstellung, in der die Förderleitung verschlossen ist, schaltbares
Ventil (14, 14') aufweist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine elektronische Steuervorrichtung, durch die das Ventil (14, 14') und/oder das Fördergebläse (12, 12') in Abhängigkeit von
einem Betriebszustand der Feuerstätte (6, 20) schaltbar sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Steuervorrichtung einen ihr zugeführten Istwert einer im Bereich
des Ascheauffangraums herrschenden Temperatur mit einem vorgegebenen Schwellwert vergleicht
und ansprechend auf einen ihr zugeführten Startbefehl einen Befehl zum Umschalten
des Ventils (14, 14') in seine Freigabestellung sowie einen Einschaltbefehl für das
Fördergebläse (12, 12') erzeugt, wenn der Istwert den Schwellwert nicht überschreitet.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung des Einschaltbefehls für das Fördergebläse (12, 12') gegenüber der
Erzeugung des Befehls zum Umschalten des Ventils (14, 14') in seine Freigabestellung
mit einer vorgegebenen zeitlichen Verzögerung erfolgt.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne einen Abschaltbefehl
für das Fördergebläse (12, 12') und einen Befehl zum Umschalten des Ventils (14, 14')
in seine Sperrstellung erzeugt.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuerstätte ein Festbrennstoffkessel (6) ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Festbrennstoffkessel (6) ein Pelletheizkessel ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuerstätte ein Zimmerofen (20), insbesondere ein Kachelofen, Kaminofen oder
offener Kamin, ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Entsorgungsvorrichtung ein Lagerbehälter (7) ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbehälter (7) eine für ein öffentliches Entsorgungssystem vorgesehene Abfalltonne
mit einer von einem oberen Deckel verschließbaren Deckelöffnung (13) ist und die Fördervorrichtung
(12) an die Deckelöffnung (13) anschließbar ist.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Entsorgungsvorrichtung ein von der Fördervorrichtung (12') mit der Verbrennungsasche
beschickbarer Behälter (24) ist, in dem die Verbrennungsasche mit Wasser zusammenführbar
und in einen Abwasserentsorgungskanal (29) ableitbar ist.