[0001] Die Erfindung betrifft einen Kernträger zum Spannen von Kernen, auf die Wickelgut,
insbesondere bahnförmige Materialien wie Selbstklebebänder, aufgewickelt beziehungsweise
von denen Wickelgut abgewickelt wird.
[0002] Wenn ein Wickelgut auf Kerne gewickelt werden soll, müssen die einzelnen Kernträger
auf der Wickelwelle vor Inbetriebnahme der Wickelwelle mit leeren Kernen, die zum
Beispiel im Falle der Wicklung eines Klebebandes aus Pappe bestehen können, bestückt
werden. Dazu wird zunächst die vorgesehene Anzahl an Kernträgern auf die Wickelwelle
geschoben. Die Kernträger werden fest miteinander axial verspannt. Anschließend werden
die Kernträger mit einer entsprechenden Anzahl Kerne bestückt, wobei insbesondere
die Kerne in der Mitte der Wickelwelle über eine größere Anzahl von Kernträgern geführt
werden müssen.
[0003] Beim Abwickeln von auf Kernen befindlichem Wickelgut zeigt sich prinzipiell das gleiche
Bild. Eine Rolle mit dem Wickelgut, das sich beispielsweise auf einem Kern aus Pappe
befindet, wird auf den Kernträger geschoben und muss auf diesem derart fixiert werden,
dass ein Verrutschen ausgeschlossen ist.
Nur auf diese Weise kann ein vorgegebener Wert der Bahnspannung innerhalb des abzuwickelnden
Gutes sichergestellt werden.
[0004] Ein derartiger Kernträger muss eine Vielzahl an ihn gestellter Forderungen erfüllen:
- Beim Schieben eines Kernes aus beispielsweise Pappe oder Kunststoff über den Kernträger
darf keine Beschädigung des Kernes auftreten.
- Die sichere Fixierung des Kerns muss gewährleistet sein, so dass ein Durchrutschen
des Kernträgers im Kern nicht auftritt. Verschärft gilt es, dies im Wickelprozess
zu vermeiden.
- Der Kernträger sollte nur ein geringes Gewicht aufweisen.
- Er muss durch eine hohe Lebensdauer gepaart mit einer hervorragenden Wartungsfreundlichkeit
ausgezeichnet sein.
- Durch Aufbringen einer Friktion soll der Kernträger die Bahnspannung des Wickelgutes
beim Wickeln kontrollieren.
- Der Kernträger soll für große Innendurchmesserschwankungen des Wickelkernes verwendbar
sein.
[0005] Vergleichbare Anforderungen werden an den Kernträger gestellt, wenn sich auf diesem
ein Kern mit Wickelgut befindet, das abgewickelt werden soll. Dies kann zum Beispiel
der Fall sein, wenn das Gut in einen Produktionsprozess gespendet wird.
[0006] Die
DE 43 09 062 A1 offenbart einen einzeln angetriebenen Kernträger für Wickelwellen. Die wesentlichen
Bauteile des Kernträgers bilden eine Laufbuchse, ein Grundkörper, ein Druckstück sowie
ein geschlitzter Klemmring, wobei sowohl der Grundkörper als auch der Klemmring umlaufende
Nuten zur Aufnahme von zwei elastischen Ringen aufweisen. Die Übertragung der Drehbewegung
der Wickelwelle auf den auf dem Klemmring befindlichen Kern erfolgt, indem das mit
dem Grundkörper verbundene Druckstück gegen die auf der Wickelwelle fest verspannte
Laufbuchse drückt. Die dadurch hervorgerufene Reibkraft bei der Rotation der Wickelwelle
erzeugt ein Drehmoment, das auf den Grundkörper übertragen und mittels der elastischen
Ringe auf den Klemmring weitergegeben wird.
[0007] Aus der
DE 12 52 032 A1 ist eine Lagerung für eine Spule zum Abwickeln und faltenfreien Aufwickeln von bandförmigem
Material auf einen sehr kleinen Wickeldorn bekannt, wobei die Spule einseitig gelagert
und allseitig um die Achsmitte kippbar ist. Die Lagerung besteht aus einer Hülse,
in der umlaufende Rillen vorgesehen sind, und einem elastischen Element, das gleichzeitig
zur Übertragung des Drehmoments der Welle und zum Spannen der Spule dient.
[0008] Die
DE 21 42 286 A1 beschreibt eine Kernhülsenspannvorrichtung mit einer Nabe zum Einsetzen in das Ende
einer Kernhülse.
[0009] Die Kernhülsenspannvorrichtung wird von einer Nabe gebildet, auf der ein O-Ring gelagert
ist. Mittels einer Ausnehmung in der Nabe ist es möglich, beim Aufschieben einer Kernhülse
in axialer Richtung auf die Kernhülsenspannvorrichtung die Kernhülse durch den O-Ring
zu fixieren.
[0010] Aus der
JP 62 041144 A1 ist ein Kernträger für Wickelwellen bekannt, der aus einer Laufbuchse, einem Friktionskörper,
einem Übertragungselement, zwei Kugellagern und weiteren Bauteilen wie beispielsweise
Sprengringen besteht. Der Friktionskörper ist dabei nicht untrennbar mit der Laufbuchse
verbunden.
[0011] Dieser Kernträger ist auf einer Wickelwelle aufgezogen, in der ein Druckschlauch
eingelassen ist. Wird der Druckschlauch mit Luft beaufschlagt, wird ein Friktionskörper
im Kernträger vom Druckschlauch gegen ein Übertragungselement gedrückt, das seinerseits
einen Kern trägt. Dadurch entsteht zwischen Friktionskörper und Übertragungselement
ein Drehmoment, das zum Antrieb des Übertragungselements dient.
[0012] Die hohe Zahl an Einzelteilen des Kernträgers bedingt aber, dass der Kernträger sehr
aufwändig hergestellt werden muss und dass darüber hinaus auch das Bestücken der Wickelwelle
mit den Kernträgern sehr zeit- und personalintensiv ist.
[0013] Weiterhin weist der Kernträger durch den komplizierten Aufbau eine große Bauhöhe
auf, so dass die Einsatzmöglichkeiten für Kerne mit kleinen Innendurchmessern beschränkt
sind.
[0015] Der Kernträger besteht im Wesentlichen aus einer Laufbuchse, in der auf der dem Kern
zugewandten Seite keilförmige Nuten eingelassen sind, die zur Aufnahme von Kugeln
dienen.
[0016] In der Wickelwelle ist ein Druckschlauch eingelassen, der bei entsprechender Beaufschlagung
Friktionskörper gegen die Unterseite der Laufbuchse presst, wodurch die Laufbuchse
angetrieben wird.
[0017] Bei entsprechender Rotation der Laufbuchse verkeilen sich die Kugeln zwischen Kern
und Laufbuchse. Die Übertragung des Wickeldrehmoments von der Wickelwelle auf den
Kern erfolgt im Kernträger demgemäß über eine Vielzahl von Kugeln.
[0018] Die
US 3,817,468 A1 beschreibt eine Kernträger/Wickelwelle-Kombination, die aus einer Vielzahl von Einzelbauteilen
besteht.
[0019] In der Wickelwelle ist zumindest ein Druckschlauch eingelassen, der bei entsprechender
Füllung einen Friktionskörper gegen eine Laufbuchse drückt. In der anderen Lauffläche
der Laufbuchse sind Nuten vorhanden, in denen Kugeln das Drehmoment aus der Laufbuchse
auf den Kern übertragen.
[0020] In der
DE 12 37 398 A1 wird eine Wickelwelle offenbart, die mit einer Vielzahl von Kernträgern bestückt
werden kann. Auch hier erfolgt die Friktionsübertragung, in dem viele in der Wickelwelle
lose eingelassene Friktionskörper mittels eines Druckschlauchs gegen die Innenringe
der Kernträger gepresst werden.
[0021] Jeder Kernträger besteht aus einem Innenring, einem Außenring sowie aus in Durchbrechungen
des Außenrings geführten, gleitbar gelagerten Spannstücken.
[0022] Die
US 4,220,291 A1 beschreibt eine Wickelwelle, auf der gleichzeitig mehrere Kerne gewickelt werden
können. Die Friktion wird mit Hilfe von Kugeln erzeugt, die mittels eines Druckschlauchs
direkt auf die Kerne einwirken.
[0023] Hier wird auf einzelne Kernträger verzichtet, so dass eine Beschädigung oder der
Verschleiß einer Kugel als Friktionskörper den Austausch der gesamten Wickelwelle
nach sich zieht.
[0024] In der
DE 11 43 074 A1 ist eine Wickelwelle dargelegt, in der viele einzelne, lose Friktionskörper mit Hilfe
eines Druckschlauchs gegen Schulterringe gepresst werden, die ihrerseits die mit den
Kernen bestückten Spanneinrichtungen tragen.
[0025] Des Weiteren ist aus der
DE 195 17 226 A1 ein Kernträger zum Spannen von Kernen bekannt, um Wickelgut, insbesondere Selbstklebebänder,
aufzuwickeln, wobei der Kernträger einen Grundkörper aufweist, der zur Aufnahme des
Kernes und zur Übertragung des Drehmoments der Wickelwelle auf den Kern dient.
[0026] Der Grundkörper weist einen flexiblen Außenring auf, der als einseitig geschlitzter
Ring ausgeführt ist, und einen Tragring, wobei in dem Außenring und/oder dem Tragring
eine Vielzahl von Aussparungen vorgesehen sind, in die ein Ausweichen von mindestens
einem elastischen Spannring des Grundkörpers, die zur Sicherstellung der reibschlüssigen
Verbindung zwischen Tragring und Außenring dienen, erfolgt, wenn von außen ein radial
wirkender Druck auf den Außenring ausgeübt wird, wie er insbesondere beim Aufziehen
von Kernen auf den Kernträger auftritt.
[0027] In der
DE 195 17 225 A1 ist eine Wickelwelle zum Spannen von einem oder mehreren Kernen auf einen oder mehreren,
in axialer Richtung nebeneinander auf der Wickelwelle angeordneten Kernträgern und
zur Erzeugung eines Drehmomentes in den Kernträgern zum Aufwickeln von Wickelgut,
insbesondere von Selbstklebebändern, offenbart, wobei sich in der Wickelwelle eine
Vorrichtung zur gezielten Abgabe einer radial nach außen wirkenden, innerhalb eines
großen Bereiches frei wählbaren Kraft befindet, insbesondere ein Druckmittelschlauch.
[0028] Durch die aus der Vorrichtung stammenden Kräfte sind eine oder mehrere Reibzungen
in jedem Kernträger, die jeweils in mindestens einer Aussparung in der Lauffläche
der Laufbuchse des jeweiligen Kernträgers angeordnet sind, radial gegen das Übertragungselement
des jeweiligen Kernträgers drückbar, um somit durch die Reibung zwischen Reibzunge
und Übertragungselement ein Drehmoment zu erzeugen, das zum Antrieb des Übertragungselements
dient.
[0029] Die
DE 101 15 297 A1 zeigt einen Kernträger zum Spannen von Kernen, um Wickelgut, insbesondere Selbstklebebänder,
auf- und/oder abzuwickeln, wobei der Kernträger einen Grundkörper aufweist, der zur
Aufnahme des Kernes und zur Übertragung eines Drehmoments auf den Kern dient.
[0030] Die äußere Lauffläche des Grundkörpers ist im Wesentlichen zylindrisch geformt ist,
und in dem Grundkörper ist zumindest eine sich in die Lauffläche erstreckende Aussparung
vorhanden. In dem Grundkörper ist weiterhin zumindest ein Stift rotationsfähig gelagert,
wobei der Stift einen exzentrischen Abschnitt aufweist, der sich bei Rotation des
Stiftes aus der Aussparung des Grundkörpers erhebt, so dass dieser Abschnitt teilweise
außerhalb der Kontur des Grundkörpers liegt.
[0031] Durch Drehung an dem Stift wird erreicht, dass der exzentrische Abschnitt desselben
ebenfalls in Rotation versetzt wird. Da die Mittelachse des Stiftes nicht identisch
mit derjenigen des exzentrischen Abschnittes ist, erhebt sich dieser bei entsprechender
Anordnung aus der Lauffläche des Grundkörpers und wird gegen den Kern des Wickelgutes
gepresst. Je weiter der Stift gedreht wird, desto mehr wird der exzentrische Abschnitt
des Stiftes gegen den Kern geführt, so dass ab einem gewissen Zeitpunkt der Kern press
auf dem Abschnitt sitzt.
[0032] Der Kern rutscht dann nicht mehr durch, auch wenn Gut von diesem abgerollt wird.
[0033] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Kernträger zu schaffen, der die
Nachteile des Stands der Technik nicht oder zumindest nicht in dem Umfang aufweist
und der gleichzeitig die gestellten Forderungen erfüllt, der also beim Schieben eines
Kernes aus beispielsweise Pappe über den Kernträger keine Beschädigung des Kernes
hervorruft, der den Kern sicher festsetzt, der ein geringes Gewicht aufweist, möglichst
vielseitig einsetzbar ist und der durch eine hohe Lebensdauer gepaart mit einer hervorragenden
Wartungsfreundlichkeit ausgezeichnet ist.
[0034] Zur Lösung wird ein Kernträger vorgeschlagen, wie er in den Patentansprüchen näher
gekennzeichnet ist. Gegenstand der Unteransprüche sind vorteilhafte Ausführungsformen
des Erfindungsgegenstands.
[0035] Demgemäß betrifft die Erfindung einen Kernträger zum Spannen von Kernen, um Wickelgut,
insbesondere bahnförmige Materialien wie Klebebänder, auf- und/oder abzuwickeln, wobei
der Kernträger einen Spannring umfasst, der zur Aufnahme eines Kernes und der auf
einer Wickelwelle sich befindend zur Übertragung eines Drehmoments auf den Kern dient
und dessen äußere Lauffläche im Wesentlichen die Form eines geraden Kreiszylinders
aufweist. Der Spannring ist derart flexibel gestaltet, dass der Außendurchmesser des
Spannrings variiert werden kann, und ist als in sich geschlossener Ring ausgebildet
und zumindest eine Aussparung aufweist, die sich in die innere und/oder äußere Lauffläche
erstreckt.
[0036] Der Kernträger kann einzig aus dem Spannring bestehen und somit nur ein einziges
Bauteil umfassen. Es ist grundsätzlich aber auch möglich, dass der Kernträger zusätzlich
zum Spannring weitere Bauteile umfasst.
[0037] In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Spannring die
Form eines dickwandigen Hohlzylinders auf. Üblicherweise - dies ist aber nicht zwingend
- ist der Hohlzylinder als gerader Kreiszylinder ausgeführt.
[0038] Um das Auf- und Abziehen des Kerns vom erfindungsgemäßen Kernträger zu erleichtern,
sind die Kanten des Spannrings vorteilhaft leicht angeschrägt. Gleichzeitig verringert
dies die Gefahr der Beschädigung der Kerne während des Aufziehvorganges.
[0039] Weiter vorteilhaft befindet sich zwischen Wickelwelle und Spannring des Kernträgers
eine Laufbuchse. Die Laufbuchse kann dabei durch Verspannen (beispielsweise über Madenschrauben)
oder durch Mitnehmer mit der Wickelwelle kraft- oder formschlüssig verbunden sein,
so dass sich die Laufbuchse mit der identischen Drehzahl wie die Wickelwelle dreht,
also kein Schlupf zu beobachten ist.
[0040] Weiter vorzugsweise ist die Laufbuchse so geformt, dass sie als Abstandshalter zwischen
den einzelnen Kernträgern auf der Wickelwelle dient. Hierzu weist sie einseitig einen
scheibenförmigen Bund am Rand auf, dessen Durchmesser vorzugsweise annähend dem Außendurchmesser
des Spannrings gleicht.
[0041] In dem Spannring sind in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
zumindest eine, bevorzugt mehrere Aussparungen vorhanden, die sich in die innere und/oder
äußere Lauffläche erstrecken und die für die Flexibilität des Spannrings sorgen. Diese
Aussparungen gehen dabei nicht durch den gesamten als Hohlzylinder geformten Körper
des Spannrings. Weil der Spannring auf diese Weise zwar flexibel, aber dennoch geschlossen
ist, kann kein Staub oder Schmutz durch den Spannring auf die innere Lauffläche dringen,
so dass die Standzeiten der Wickelwelle sowie sonstiger Bauteile auf der Wickelwelle
aufgrund nicht auftretender Reibungsverluste erheblich verlängert werden können. Bei
dieser Ausführungsform besteht der Kernträger vorteilhaft nur aus dem Spannring, so
dass ein einfacher Aufbau sowie eine kostengünstige Herstellung sichergestellt werden.
[0042] Vorzugsweise weisen die Aussparungen die Form von Sacklöchern auf, die sich von der
inneren und/oder äußeren Lauffläche in den Spannring erstrecken.
[0043] Besonders bevorzugt weisen die Aussparungen die Form von in axialer Richtung angeordneten
Schlitzen auf, die sich von der inneren und/oder äußeren Lauffläche in den Spannring
erstrecken. Jeder Schlitz kann über die gesamte Breite der Lauffläche vorhanden sein,
so dass er einen schmalen Spalt in der Lauffläche bildet.
[0044] Die Tiefe der Aussparungen in dem Spannring ist so gewählt, dass auf der einen Seite
der Spannring durch die Materialausdünnung an dieser Stelle beweglich wird. Auf der
anderen Seite aber sollte soviel Restmaterial zwischen Lauffläche und Ende der Aussparung
stehen bleiben, dass auch unter Belastung die Festigkeit des Spannrings derart ist,
dass ein mechanisches Versagen ausgeschlossen ist.
[0045] Die Tiefe beträgt vorzugsweise bezogen auf die Dicke des zylindrischen Spannrings
50 bis 80 %.
[0046] Beispielsweise liegt bei einer Dicke des Spannrings von 10 mm die Tiefe zwischen
5 und 8 mm.
[0047] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind jeweils mehrere
Aussparungen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander angeordnet, beispielsweise
drei, die eine Gruppe bilden.
[0048] Besonders vorteilhaft bilden drei Schlitze eine Gruppe. Von den drei erstrecken sich
zwei Schlitze, die parallel ausgerichtet sind, von der äußeren Lauffläche des Spannrings
in das Innere, während der dritte aus der inneren Lauffläche in den Spannring geht
und dabei mittig zwischen den andere beiden angeordnet ist.
[0049] Weiter bevorzugt sind mehrere dieser Gruppen in regelmäßigen Abständen im Spannring
vorhanden, um einen gleichmäßigen Verlauf der Spannung im Spannring zu gewährleisten.
[0050] Geht man von der oben beschriebenen Gruppe aus drei Schlitzen aus, so haben sich
acht Gruppen als vorteilhaft gezeigt, zwischen denen auf der äußeren Lauffläche jeweils
ein Abstand von 360°/8= 45° vorhanden ist.
[0051] In einem alternativen Ausführungsbeispiel, das nicht durch die Erfindung abgedeckt
wird, weist der Spannring wenigstens eine Unterbrechung auf. Mit anderen Worten ist
der Spannring nicht als in sich geschlossener Ring ausgebildet, sondern weist an wenigstens
einer Stelle eine Unterbrechung auf. Die Unterbrechung kann beispielsweise als durchgehender,
radial verlaufender Schnitt durch den Ring an der Unterbrechungsstelle ausgebildet
sein. Durch die wenigstens eine Unterbrechung ist es möglich, dass sich der Spannring
nach außen ausdehnt und somit der Außendurchmesser des Spannringes variiert werden
kann. Dehnt sich der Spannring aus, entsteht an der Unterbrechungsstelle eine Lücke
bzw. ein Spalt zwischen den beiden Ringenden. Zweckmäßigerweise weist das Material
des Spannringes bei diesem Ausführungsbeispiel zumindest eine gewisse Flexibilität
auf, so dass eine Ausdehnung des Spannringes ohne Beschädigung des Materials möglich
ist.
[0052] Bevorzugt besteht der Spannring bei diesem Ausführungsbeispiel aus zwei, vorzugsweise
gleich großen, Ringabschnitten. Somit weist der Spannring bei diesem Ausführungsbeispiel
zwei Unterbrechungen auf, die im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet sind. Der
Spannring lässt sich also aus zwei Ringhälften zusammensetzen. Hierdurch kann auf
besonders einfach herzustellende Weise ein Spannring geschaffen werden, dessen Außendurchmesser
variiert werden kann.
[0053] Grundsätzlich kann der mit wenigstens einer Unterbrechung versehene Spannring das
einzige Bauteil des Kernträgers bilden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist jedoch vorgesehen, dass der Kernträger zusätzlich ein Federelement zur Aufbringung
einer Vorspannung auf den Spannring umfasst. Durch die inhärente Vorspannung des Kernträgers
kann dieser alleine von sich aus bereits eine Friktionskraft auf einen auf den Kernträger
aufsitzenden Kern ausüben, ohne dass es dabei zusätzlicher Vorrichtungen zur Aufbringung
von radial nach außen wirkenden Spannkräften bedarf. Die Größe der aufgebrachten Friktionskraft
ist abhängig von der Größe der Vorspannkraft. Durch die Vorsehung der wenigstens einen
Unterbrechung ist es möglich, dass das Federelement den Spannring radial ausdehnt,
so dass der Außendurchmesser des Spannringes variierbar ist.
[0054] Grundsätzlich kann hier jedes geeignete, federnd wirkende Bauteil als Federelement
verwendet werden. Besonders bevorzugt ist das Federelement als Sprengring ausgebildet,
der vorteilhafterweise in eine innenseitige Nut des Spannringes einsetzbar ist. Ein
üblicherweise aus Federstahl oder einem ähnlichen, Federeigenschaften aufweisenden
Material bestehender Sprengring ist ein handelsübliches Bauelement, das einfach aufgebaut
ist und somit kostengünstig verwendbar ist. Gleichzeitig wird dadurch auf einfache
Weise eine effiziente und im Wesentlichen gleichmäßige Aufbringung der Vorspannkraft
auf den Spannring erreicht. Durch die Vorsehung der Nut wird der Sprengring lagefixiert
und somit eine sichere Funktion des Kernträgers gewährleistet. Ein Sprengring besteht
üblicherweise aus einem als Ring gebogenen Strang aus Federstahl oder einem ähnlichen
Material, wobei die beiden Strangenden beabstandet voneinander angeordnet sind, so
dass sich ein Ring ergibt, der nicht in sich geschlossen ist.
[0055] Zum Spannen des Spannrings und damit zur Vergrößerung des Außendurchmessers des Spannrings
befindet sich in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform in der Wickelwelle eine
Vorrichtung, die die gezielte Abgabe einer radial nach außen wirkenden, innerhalb
eines großen Bereiches frei wählbaren Kraft ermöglicht.
[0056] Vorzugsweise wird die Vorrichtung aus einem oder mehreren Druckmittelschläuchen gebildet,
die in axialer Richtung in der Wickelwelle angeordnet sind und dabei möglichst gleichmäßig
über den Umfang der Wickelwelle verteilt sind. Bei vorteilhaft drei Schläuchen weisen
diese einen Abstand von jeweils 120° auf.
[0057] Die Drückschläuche liegen insbesondere in Nuten, die in der Wickelwelle vorhanden
sind, so dass sich bei entleerten Druckschläuchen diese vollständig in den Nuten befinden.
[0058] Die Kraftübertragung aus der Vorrichtung in den Spannring erfolgt vorzugsweise über
Reibelemente. Sollten Laufbuchsen vorhanden sein, müssen diese Aussparungen vorweisen,
in denen die Reibelemente laufen können.
[0059] Über die Reibelemente wird das Drehmoment der Wickelwelle auf die innere Lauffläche
des Spannrings unter Schlupf übertragen.
[0060] Der erfindungsgemäße Kernträger erlaubt, dass während des Auf- oder Abwickelvorganges
noch ein leichter Rutsch zwischen Reibelement und Kernträger auftritt.
[0061] Des Weiteren wird bei Druckbeaufschlagung der Schläuche (durch Fluide wie Luft oder
Wasser) der Durchmesser des Spannrings derart vergrößert, dass der auf der äußeren
Lauffläche befindliche Kern press sitzt. Der Kern rutscht dann nicht mehr durch, auch
wenn Gut auf diesen gerollt wird.
[0062] Gleichzeitig können die Kerne durch die Flexibilität des Spannrings beim Auf- und
Abschieben vom Kernträger leicht vorgespannt werden. Hierzu ist der Außendurchmesser
des Kernträgers leicht höher zu wählen als der Innendurchmesser der Kerne.
[0063] Schließlich hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn der Spannring
aus Kunststoff gefertigt ist.
[0064] Der erfindungsgemäße Kernträger weist eine weitere Reihe von Vorteilen auf.
[0065] Aufgrund der besonderen konstruktiven Ausführung des Spannrings ist ein unerwünschtes
Durchrutschen des Kerns während des Auf- und/oder Abwickelvorganges ausgeschlossen
ist. Diese hohen Haltekräfte zwischen Kern und Kernträger verhindern gleichzeitig
eine seitliche Eigenbewegung des Kerns auf dem Kernträger. Damit wird ein nachteiliger
Versatz des Kerns während des Wickelvorganges unterbunden. Es herrscht jeweils die
optimale Haltekraft für die jeweilig anliegende Zugkraft.
[0066] Wegen der Flexibilität des Kernträgers und der damit verbundenen Erhöhung des Außendurchmessers
können unterschiedliche Innendurchmesser der Kerne, welche fertigungstechnisch nicht
immer zu unterdrücken sind, durch den Kernträger ausgeglichen werden.
[0067] Da die auf die Kerne wirkenden Haltekräfte auf einem größeren Durchmesser angreifen
als die Friktionskräfte, resultiert ein Kraftüberschuss, der zum Fixieren der Kerne
dient.
[0068] Im Stillstand können die Kerne wegen der geringen Aufschiebekräfte leicht über die
nebeneinander angeordneten Kernträger bewegt werden.
[0069] Aufgrund der geringen Anzahl an Einzelteilen, aus denen der Kernträger besteht, ist
eine besonders kostengünstige Fertigung möglich. Der vergleichsweise einfache Aufbau
stellt darüber hinaus eine sehr gute Wartungsfreundlichkeit sicher.
[0070] Bei der besonders vorteilhaften Fertigung des Kernträgers aus Kunststoff, beispielsweise
aus Novatron HPV
® der Firma PolyPenco (ein Kunststoff auf Basis Polyethylenterephthalat), wird noch
ein geringes Gewicht der Kernträger erzielt. Weiterhin sind die Kernträger aus dem
erwähnten Material durch eine hohe Standfestigkeit gekennzeichnet.
[0071] Der erfindungsgemäße Kernträger weist insbesondere im Verbund mit weiteren auf einer
Wickelwelle eine Reihe von Vorteilen auf. Das Wickeldrehmoment ist für jeden einzelnen
Kernträger reproduzierbar und regelbar, weil eine gegenseitige Beeinflussung der die
Einzelfriktionen übertragenden Kernträger, wenn sie auf einer Wickelwelle angeordnet
sind, ausgeschlossen ist. Auf diese Weise ist eine gewünschte Wickelcharakteristik
einstellbar, das heißt, für die Qualität des späteren Wickels relevante und technisch
wichtige Daten können von außen vorgegeben werden. Die geschickte Regulierung der
Friktion verhindert die Bildung von Lunkern im Wickel sowie die Teleskopierung des
fertigen Wickels.
[0072] Ein Kernversatz ist ausgeschlossen, weil sich der Kernträger auf der Wickelwelle
wegen des Bundes am Rand der Laufbuchse beim Aufschieben der Kerne nicht verschieben
kann. Dieser Bund gewährleistet auch, dass die einzelnen Kernträger auf der Wickelwelle
an definierter Stelle spannbar sind.
[0073] Verschiedene Ausführungsformen des erfinderischen Kernträgers sollen im Folgenden
durch sechs Figuren veranschaulicht werden, ohne sich durch die Wahl der abgebildeten
Figuren unnötig beschränken zu wollen.
Es zeigen
[0074]
Figur 1 einen besonders vorteilhaft ausgeführten Kernträger in der seitlichen Ansicht,
Figur 2 in der seitlichen Ansicht den besonders vorteilhaft ausgeführten Kernträger
aus Figur 1 mit einem darauf aufgeschobenen Kern, wobei der Kernträger auf einer Wickelwelle
sitzt,
Figur 3 den Kernträger samt Wickelwelle nach Figur 2 im seitlichen Schnitt gemäß der
Linie A-A,
Figur 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel, das nicht durch die Erfindung abgedeckt
wird, eines Kernträgers mit Sprengring in einer Explosionsdarstellung,
Figur 5 eine perspektivische Seitenansicht eines Ringabschnittes des Spannringes aus
Figur 4, und
Figur 6 eine seitliche Ansicht des Kernträgers aus Figur 4 mit einem darauf aufgeschobenen
Kern, wobei der Kernträger auf einer Wickelwelle sitzt.
[0075] In der Figur 1 ist ein besonders vorteilhaft ausgeführter Kernträger 1 in der seitlichen
Ansicht dargestellt. Der Kernträger 1 besteht aus einem Spannring 11, der auf seiner
äußeren Seite zur Aufnahme eines Kernes 6 und der auf einer Wickelwelle 3 sich befindend
zur Übertragung eines Drehmoments auf den Kern 6 dient. Die äußere Lauffläche weist
die Form eines geraden Kreiszylinders auf, der Spannring 11 selbst die Form eines
dickwandigen Hohlzylinders.
[0076] In dem Spannring 11 sind mehrere Aussparungen 21, 22, 23 vorhanden, die sich in die
innere und äußere Lauffläche erstrecken und die für die Flexibilität des Spannrings
11 sorgen. Die Aussparungen 21, 22, 23 sind schlitzförmig und erstrecken sich in axialer
Richtung. Jeder Schlitz 21, 22, 23 ist über die gesamte Breite der Lauffläche vorhanden,
so dass er einen schmalen Spalt in der Lauffläche bildet.
[0077] Jeder Schlitz 21, 22, 23 weist eine Breite von einem Millimeter sowie eine Tiefe
von fünf Millimetern auf. Am Ende erweitern sich die Schlitze 21, 22, 23 zylindrisch.
[0078] Bei der gewählten Tiefe ist gewährleistet, dass auf der einen Seite der Spannring
11 durch die Materialausdünnung an dieser Stelle beweglich wird, auf der anderen Seite
aber soviel Restmaterial zwischen Lauffläche und Ende der Aussparung 21, 22, 23 steht,
dass auch unter Belastung die Festigkeit des Spannrings 11 derart ist, dass ein mechanisches
Versagen ausgeschlossen ist.
[0079] Drei Aussparungen 21, 22, 23 sind in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander angeordnet
und bilden eine Gruppe 2, wobei sich zwei Schlitze 21, 22 von der äußeren Lauffläche
des Spannrings 11 in das Innere erstrecken, während der dritte 23 aus der inneren
Lauffläche in den Spannring 11 geht und dabei mittig zwischen den andere beiden 21,
22 angeordnet ist. Alle drei 21, 22, 23 verlaufen in axialer Richtung parallel zueinander.
[0080] In dem Spannring 11 sind acht Gruppen 2 vorhanden, die in regelmäßigen Abstand über
den Umfang des Spannrings angeordnet sind. Durch diese acht Gruppen 2 ist der Spannring
in seiner Festigkeit geschwächt, so dass der Kernträger 1 in der Lage ist, bei Druck
von innen seinen Außendurchmesser zu vergrößern.
[0081] Figur 2 stellt in der seitlichen Ansicht den besonders vorteilhaft ausgeführten Kernträger
1 mit einem darauf aufgeschobenen Kern 6 für ein Klebeband dar, wobei der Kernträger
1 auf einer Wickelwelle 3 sitzt.
[0082] Zwischen Wickelwelle 3 und Spannring 11 des Kernträgers 1 befindet sich eine Laufbuchse
5 aus Metall. Die Laufbuchse 5 wird durch (nicht dargestellte) Mitnehmer mit der Wickelwelle
3 formschlüssig verbunden, so dass sich die Laufbuchse 5 mit der identischen Drehzahl
wie die Wickelwelle 3 dreht, also kein Schlupf zu beobachten ist.
[0083] Zum Spannen des Spannrings 11 und damit zur Vergrößerung des Außendurchmessers des
Kernträgers 1 befinden sich in der Wickelwelle 3 drei Druckschläuche 31, die die gezielte
Abgabe einer radial nach außen wirkenden, innerhalb eines großen Bereiches frei wählbaren
Kraft ermöglichen.
[0084] Die Druckmittelschläuche 31 sind in axialer Richtung in der Wickelwelle 3 angeordnet
und gleichmäßig über den Umfang der Wickelwelle 3 verteilt. Die Druckschläuche 31
liegen in die Wickelwelle 3 gefräste Nuten, so dass sich bei entleerten Druckschläuchen
31 diese vollständig in den Nuten befinden.
[0085] Beim Aufbau von Druck in den Druckmittelschläuchen 31, beispielsweise indem Luft
hineingepresst wird, dehnen sich diese aus und pressen zur Kraftübertragung dienende
Reibelemente 4 gegen den Spannring 11. In den Laufbuchsen 5 sind entsprechende Aussparungen
vorhanden, die zur Aufnahme der Reibelemente 4 dienen und in denen die Reibelemente
4 laufen können.
[0086] Über die Reibelemente 4 wird das Drehmoment der Wickelwelle 3 auf die innere Lauffläche
des Spannrings 11 unter Schlupf übertragen.
[0087] Gleichzeitig drücken die Reibelemente 4 den Spannring 11 nach außen, was dessen Durchmesser
vergrößert, so dass ein Reibschluss zwischen Kern 6 und Kernträger 1 hergestellt wird.
[0088] Figur 3 zeigt den Kernträger 1 samt Wickelwelle 3 nach Figur 2 im seitlichen Schnitt
gemäß der Linie A-A.
[0089] Um das Auf- und Abziehen des Kerns 6 vom Kernträger 1 zu erleichtern, sind die Kanten
des Spannrings 11 leicht angeschrägt.
[0090] Des Weiteren ist die Laufbuchse 5 so geformt, dass sie als Abstandshalter zwischen
den einzelnen Kernträgern 1 auf der Wickelwelle 3 dient. Hierzu weist sie einseitig
einen scheibenförmigen Bund 51 am Rand auf, dessen Durchmesser dem Außendurchmesser
des Spannrings 11 gleicht.
[0091] Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das nicht durch die Erfindung abgedeckt
wird, eines Kernträgers 1 in einer Explosionsdarstellung. Der Kernträger 1 umfasst
einen Spannring 11, der sich aus zwei in etwa gleich großen Hälften bzw. Ringabschnitten
11a, 11 b zusammensetzt. Zusammengesetzt ergeben beide Ringabschnitte 11a, 11b einen
kompletten, in sich geschlossenen Ring. Ferner umfasst der Kernträger 1 einen Sprengring
12 aus Federstahl. Der Sprengring 12 ist in eine innenseitige Nut 14 (siehe Figur
5) des Spannringes 11 bzw. der Ringabschnitte 11 a, 11 b einsetzbar. Der Sprengring
12 besteht aus einem ringförmig gebogenen Strang, dessen Enden gegenüberliegend und
beabstandet voneinander angeordnet sind. Im zusammengesetzten, unbelasteten Zustand
ist der vorliegende Kernträger derart dimensioniert, dass zwischen den beiden Ringabschnitten
11 a, 11 b an einer Unterbrechungsstelle 13a eine Lücke besteht, die in etwa genauso
groß ist wie der Abstand zwischen den beiden Ringenden des Sprengringes 12. Beispielsweise
kann dieser Abstand bei einem Spannringdurchmesser von 7,6 cm 4 mm betragen. Aus Materialeinsparungsgründen
weisen die Ringabschnitte 11a, 11b beidseitig außen liegende Aussparungen 15 auf,
die als durchgehende Nuten ausgebildet sind.
[0092] Figur 5 zeigt eine perspektivische Detailansicht einer der Ringabschnitte 11 a, 11
b, die identisch ausgebildet sind. Insbesondere ist auf der Innenseite die in etwa
mittig angeordnete und gleichmäßig verlaufende Nut 14 erkennbar, in die der Sprengring
12 (siehe Figur 4) einsetzbar ist.
[0093] Die Ansicht der Figur 6 entspricht im Wesentlichen derjenigen aus Figur 2, wobei
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6, das nicht durch die Erfindung abgedeckt
wird, der Kernträger 1 gemäß Figur 4 verwendet wurde. Insofern weist der Spannring
11 aus der Figur 6 zwei Unterbrechungsstellen 13a, 13b auf. Bei der Unterbrechung
13b liegen beide Ringabschnitte 11a, 11b aneinander an, wohingegen bei der Unterbrechungsstelle
13a ein Abstand zwischen beiden Ringabschnitten 11a, 11 b besteht. Die Größe des Abstandes
hängt von dem Innendurchmesser des Kerns 6 bzw. von den durch die Reibelemente 4 aufgebrachten
Radialkräften ab. Die übrigen Elemente der Darstellung aus der Figur 6 entsprechen
denjenigen aus der Figur 2.
Bezugszeichenliste
[0094]
- 1
- Kernträger
- 2
- Gruppe
- 3
- Wickelwelle
- 4
- Reibelemente
- 5
- Laufbuchse
- 6
- Kern
- 11
- Spannring
- 11a, 11b
- Ringabschnitte
- 12
- Sprengring / Federelement
- 13a, 13b
- Unterbrechungsstelle
- 14
- innenseitige Nut
- 15
- Aussparung
- 21,22,23
- Aussparungen
- 31
- Druckschläuche
- 51
- scheibenförmiger Bund
1. Kernträger (1) zum Spannen von Kernen (6), um Wickelgut, insbesondere bahnförmige
Materialien wie Klebebänder, auf- und/oder abzuwickeln, wobei der Kernträger (1) aus
einem Spannring (11) besteht, der zur Aufnahme eines Kernes (6) und der auf einer
Wickelwelle (3) sich befindend zur Übertragung eines Drehmoments auf den Kern (6)
dient und dessen äußere Lauffläche im Wesentlichen die Form eines geraden Kreiszylinders
aufweist,
wobei der Spannring (11) derart flexibel gestaltet ist, dass der Außendurchmesser
des Spannrings (11) variiert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (11) als in sich geschlossener Ring ausgebildet ist und zumindest eine
Aussparung (21) aufweist, die sich in die innere und/oder äußere Lauffläche erstreckt.
2. Kernträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (11) als gerader Kreiszylinder ausgeführt ist.
3. Kernträger (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (11) an seinen äußeren Kanten leicht angeschrägt ist.
4. Kernträger (1) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen Wickelwelle (3) und Spannring (11) eine Laufbuchse (5) befindet, die
mit der Wickelwelle (3) verbunden ist, wobei die Laufbuchse (5) vorzugsweise einseitig
am Rand einen scheibenförmigen Bund (51) aufweist.
5. Kernträger (1) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Spannring (11) mehrere Aussparungen (21, 22, 23) vorhanden sind, die sich
in die innere und/oder äußere Lauffläche erstrecken und die für die Flexibilität des
Spannrings (11) sorgen.
6. Kernträger (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (21, 22, 23) die Form von Sacklöchern aufweisen, die sich von der
inneren und/oder äußeren Lauffläche in den Spannring erstrecken.
7. Kernträger (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (21, 22, 23) die Form von in axialer Richtung angeordneten Schlitzen
aufweisen, die sich von der inneren und/oder äußeren Lauffläche in den Spannring erstrecken.
8. Kernträger (1) nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mehrere Aussparungen (21, 22, 23) in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander
angeordnet sind, die eine Gruppe 2 bilden, wobei bevorzugt mehrerer dieser Gruppen
2 in regelmäßigen Abständen im Spannring (11) vorhanden sind.
9. Kernträger (1) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (11) durch eine in der Wickelwelle (3) befindliche Vorrichtung (31),
die die gezielte Abgabe einer radial nach außen wirkenden, innerhalb eines großen
Bereiches frei wählbaren Kraft ermöglicht, gespannt wird.
10. Kernträger (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (31) aus einem oder mehreren Druckmittelschläuchen besteht, die in
axialer Richtung in der Wickelwelle (3) angeordnet sind.
11. Kernträger (1) nach zumindest einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragung aus der Vorrichtung (31) in den Spannring (11) über Reibelemente
(4) erfolgt.
12. Kernträger (1) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (11) aus Kunststoff gefertigt ist.
1. Core carrier (1) for tensioning cores (6) for winding up and/or unwinding wound products,
in particular web-shaped materials such as adhesive tapes, wherein the core carrier
(1) is composed of a tension ring (11) which serves for receiving a core (6) and,
being located on a winding shaft (3) serves for transmitting a torque to the core
(6), the external running surface of said tension ring (11) having substantially the
shape of a linear circular cylinder, wherein the tension ring (11) is designed to
be flexible in such a manner that the external diameter of the tension ring (11) may
be varied,
characterized in that the tension ring (11) is configured as a self-contained ring and at least has one
recess (21) which extends into the internal and/or external running surface.
2. Core carrier (1) according to Claim 1, characterized in that the tension ring (11) is embodied as a linear circular cylinder.
3. Core carrier (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the tension ring (11) at the external edges thereof is slightly tapered.
4. Core carrier (1) at least according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a bushing (5) which is connected to the winding shaft (3) is located between the
winding shaft (3) and the tension ring (11), wherein the bushing (5) preferably on
the periphery of one side has a disc-shaped flange (51).
5. Core carrier (1) at least according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of recesses (21, 22, 23) which extend into the internal and/or external
running surface and provide the flexibility of the tension ring (11) are present in
the tension ring (11).
6. Core carrier (1) according to Claim 5, characterized in that the recesses (21, 22, 23) have the shape of blind holes which extend from the internal
and/or external running face into the tension ring.
7. Core carrier (1) according to Claim 5, characterized in that the recesses (21, 22, 23) have the shape of slots which are disposed in the axial
direction and which extend from the internal and/or external running surface into
the tension ring.
8. Core carrier (1) at least according to one of Claims 5 to 7, characterized in that in each case a plurality of recesses (21, 22, 23) are disposed in direct mutual proximity
so as to form a group 2, wherein preferably a plurality of these groups 2 are present
at regular spacings in the tension ring (11).
9. Core carrier (1) at least according to one of the preceding claims, characterized in that the tension ring (11) is tensioned by a device (31) which is located in the winding
shaft (3) and which enables a force which acts in a radially outward manner and which
within a wide range is freely selectable to be dispensed in a targeted manner.
10. Core carrier (1) according to Claim 9, characterized in that the device (31) is composed of one or of a plurality of pressure-means hoses which
are disposed in the axial direction in the winding shaft (3).
11. Core carrier (1) at least according to one of Claims 9 or 10, characterized in that the transmission of force from the device (31) to the tension ring (11) is performed
by way of friction elements (4).
12. Core carrier (1) at least according to one of the preceding claims, characterized in that the tension ring (11) is made of plastics.
1. Support de noyau (1) pour serrer des noyaux (6), afin d'enrouler et/ou de dérouler
des produits enroulés, en particulier des matériaux en bande tels que des bandes adhésives,
le support de noyau (1) se composant d'une bague de serrage (11) qui sert à recevoir
un noyau (6) et, se trouvant sur un arbre d'enroulement (3), sert à transmettre un
couple au noyau (6), et dont la surface de roulement extérieure présente essentiellement
la forme d'un cylindre circulaire droit, la bague de serrage (11) étant configurée
de manière flexible de telle sorte que le diamètre extérieur de la bague de serrage
(11) puisse être varié, caractérisé en ce que
la bague de serrage (11) est réalisée sous forme de bague fermée et présente au moins
un évidement (21) qui s'étend dans la surface de roulement intérieure et/ou extérieure.
2. Support de noyau (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bague de serrage (11) est réalisée sous forme de cylindre circulaire droit.
3. Support de noyau (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la bague de serrage (11) est légèrement biseautée au niveau de ses arêtes extérieures.
4. Support de noyau (1) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'entre l'arbre d'enroulement (3) et la bague de serrage (11) se trouve une douille
de glissement (5) qui est connectée à l'arbre d'enroulement (3), la douille de glissement
(5) présentant de préférence d'un côté au niveau du bord un épaulement en forme de
disque (51).
5. Support de noyau (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans la bague de serrage (11) sont prévus plusieurs évidements (21, 22, 23), qui
s'étendent dans la surface de roulement intérieure et/ou extérieure et qui assurent
la flexibilité de la bague de serrage (11).
6. Support de noyau (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les évidements (21, 22, 23) présentent la forme de trous borgnes qui s'étendent depuis
la surface de roulement intérieure et/ou extérieure dans la bague de serrage.
7. Support de noyau (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les évidements (21, 22, 23) présentent la forme de fentes disposées dans la direction
axiale qui s'étendent depuis la surface de roulement intérieure et/ou extérieure dans
la bague de serrage.
8. Support de noyau (1) selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'à chaque fois plusieurs évidements (21, 22, 23) sont disposés les uns à côté des autres
à proximité immédiate, lesquels forment un groupe 2, plusieurs de ces groupes 2 étant
de préférence prévus à intervalles réguliers dans la bague de serrage (11).
9. Support de noyau (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la bague de serrage (11) est serrée par un dispositif (31) se trouvant dans l'arbre
de d'enroulement (3), lequel permet de fournir de manière spécifique une force agissant
radialement vers l'extérieur, librement sélectionnable à l'intérieur d'une large plage.
10. Support de noyau (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif (31) se compose d'un ou de plusieurs tuyaux souples pour fluide sous
pression, qui sont disposés dans la direction axiale dans l'arbre d'enroulement (3).
11. Support de noyau (1) selon au moins l'une quelconque des revendications 9 à 10, caractérisé en ce que le transfert de force du dispositif (31) à la bague de serrage (11) s'effectue par
le biais d'éléments de friction (4).
12. Support de noyau (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la bague de serrage (11) est fabriquée en plastique.