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(11) |
EP 2 341 403 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.12.2016 Patentblatt 2016/49 |
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Anmeldetag: 13.12.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
05.01.2010 DE 102010000696 08.01.2010 DE 102010000749
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.07.2011 Patentblatt 2011/27 |
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Patentinhaber: Lange Uhren GmbH |
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01768 Glashütte (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Wenzel, Jan
01773, Altenberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klein, Thomas |
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Mainzer Strasse 18 e 55263 Wackernheim 55263 Wackernheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 331 529 EP-A1- 1 852 754 US-A- 5 714 012
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EP-A1- 1 843 226 WO-A2-03/042764
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Uhr, insbesondere Armbanduhr, mit einem topfartigen
Uhrgehäuse, das eine zu einem Beobachter gerichtete Sichtöffnung aufweist, wobei ein
Uhrwerk und Bauteile mit Bereichen lichtempfangender Oberfläche in dem Uhrgehäuse
angeordnet und von einem lichtdurchlässigen Abdeckteil zur Beobachterseite hin abgedeckt
sind und wobei Licht von außen durch das Abdeckteil zu den lichtempfangenden Bereichen
hinter dem Abdeckteil gelangt.
[0002] Bei einer derartigen solarbatteriegespeisten Uhr ist es bekannt das Abdeckteil aus
einer Keramik auszubilden, die darauf fallendes Licht durchläßt, so daß eine hinter
dem Abdeckteil angeordnete Solarbatterie ohne Probleme geladen werden kann. Dabei
ist das Abdeckteil auch für das für den Menschen sichtbare Licht durchlässig.
[0003] Dies führt dazu, daß das durch das Abdeckteil auf dessen einem Beobachter abgewandten
Seite hindurchgetretene Licht an hinter der Abdeckscheibe befindlichen Bauteilen reflektiert
werden kann und das Abdeckteil erhellend wieder zur Beobachterseite durch das Abdeckteil
hindurchtritt.
[0004] Aus der
EP 1 852 754 A1 ist eine Uhr bekannt, die ein Gehäuse mit einer Sichtöffnung aufweist. In dem Gehäuse
ist ein Uhrwerk angeordnet, vor dem sich auf Sichtöffnungsseite eine Solarzelle befindet.
Vor der Solarzelle befinden sich wiederum eine reflektive Polarisatorplatte und davor
ein Lichttransmissionssubstrat. Das Lichttransmissionssubstrat ist an seiner dem Uhrwerk
zugewandten Seite mit einer Prismenreflektionsfläche versehen. Das auf seiner Beobachterseite
mit einem transmissiven Farbfilter versehene Lichttransmissionssubstrat bildet eine
Displayplatte. Von dem von außen durch die Displayplatte eintretenden Licht wird ein
erster Teil an der Prisrnenreflektiansfläche reflektiert und nach außen geleitet.
Ein zweiter Teil wird an der reflektiven Polarisatorplatte wieder nach außen reflektiert.
Ein dritter Teil durch die Polarisatorplatte linear polarisierten Lichts gelangt zur
Solarzelle, von dem wiederum ein Teil von der Solarzelle absorbiert und ein weiterer
Teil von der Solarzelle reflektiert wird, Von dem von der Solarzelle reflektierten
Licht wird ein Teil ebenfalls wieder nach außen gelenkt. Das wieder nach außen reflektierte
Licht weist das gesamte Lichtspektrum und somit auch sichtbares Licht auf, Dadurch
erscheint das Abdeckteil für einen Beobachter aufgehellt.
[0005] Aus der
EP 1 843 226 A1 ist eine Uhr bekannt, die eine rotierende Scheibe aufweist, die die Zeitangaben aus
einer fluoreszierenden Substanz trägt. Beobachterseitig vor der rotierenden Scheibe
ist ein undurchsichtiges Zifferblatt angeordnet, das eine Öffnung aufweist, durch
die die jeweils aktuelle Zeitangabe zu sehen ist. Im Bereich entgegen der Bewegungsrichtung
der rotierenden Scheibe vor der Öffnung ist das Zifferblatt mit einer durchscheinenden
Zone versehen, die geeignet ist die fluoreszierende Substanz der Lichtstrahlung auszusetzen.
Diese Lichtstrahlung weist das vollständige Spektrum des Lichts auf, so daß die unter
der durchscheinenden Zone befindlichen Zeitanzeigen aus fluoreszierender Aus der
EP 1 852 754 A1 ist eine Uhr bekannt, die ein Gehäuse mit einer Sichtöffnung aufweist. In dem Gehäuse
ist ein Uhrwerk angeordnet, vor dem sich auf Sichtöffnungsseite eine Solarzelle befindet.
Vor der Solarzelle befinden sich wiederum eine reflektive Polarisatorplatte und davor
ein Lichttransmissionssubstrat, Das Lichttransmissionssubstrat ist an seiner dem Uhrwerk
zugewandten Seite mit einer Prismenreflektionsfläche versehen. Das auf seiner Beobachterseite
mit einem transmissive Farbfilter versehene Lichttransmissionssubstrat bildet eine
Displayplatte. Von dem von außen durch die Displayplatte eintretenden Licht wird ein
erster Teil an der Prismenreflektionsfläche reflektiert und nach außen geleitet. Ein
zweiter Teil wird an der reflektiven Polarisatorplatte wieder nach außen reflektiert.
Ein dritter Teil durch die Polarisatorplatte linear polarisierten Lichts gelangt zur
Solarzelle, von dem wiederum ein Teil von der Solarzelle absorbiert und ein weiterer
Teil von der Solarzelle reflektiert wird. Von dem von der Solarzelle reflektierten
Licht wird ein Teil ebenfalls wieder nach außen gelenkt. Das wieder nach außen reflektierte
Licht weist das gesamte Lichtspektrum und somit auch sichtbares Licht auf. Dadurch
erscheint das Abdeckteil für einen Beobachter aufgehellt.
[0006] Aus der
EP 1 843 226 A1 ist eine Uhr bekannt, die eine rotierende Scheibe aufweist, die die Zeitangaben aus
einer fluoreszierenden Substanz trägt. Beobachterseitig vor der rotierenden Scheibe
ist ein undurchsichtiges Zifferblatt angeordnet, das eine Öffnung aufweist, durch
die die jeweils aktuelle Zeitangabe zu sehen ist. Im Bereich entgegen der Bewegungsrichtung
der rotierenden Scheibe vor der Öffnung ist das Zifferblatt mit einer durchscheinenden
Zone versehen, die geeignet ist die fluoreszierende Substanz der Lichtstrahlung auszusetzen.
Diese Lichtstrahlung weist das vollständige Spektrum des Lichts auf, so daß die unter
der durchscheinenden Zone befindlichen Zeitanzeigen aus fluoreszierender Substanz
auch zum Beobachter hin durch die durchscheinende Zone hindurch zu sehen sind. Genau
dies soll aber durch den Anmeldungsgegenstand vermieden werden.
[0007] Aus der
EP 1 331 529 A1 ist eine Solarzellenuhr bekannt, die ein Zifferblatt aufweist, hinter dem eine Solarzelle
angeordnet ist. Das Zifferblatt besteht aus einem transparenten Träger, der bis auf
verteilt angeordnete Lichtdurchlässe von einem nichttransmissiven Film bedeckt ist.
Die Lichtdurchlässe nehmen dabei einen Anteil zwischen 20% und 50% der Gesamtfläche
des Trägers ein. Ist der Anteil nur nahe 20%, so ist er so gering, daß ein Beobachter
nicht die dahinterliegende Solarzelle erkennen kann. Die Solarzelle kann wiederum
auch nur über 20% der Gesamtfläche des Trägers also nur 20% des auf den Träger von
außen auftreffenden Lichts von außen empfangen.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Uhr der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei der den Bauteilen mit lichtempfangenden Bereichen von außen durch das Abdeckteil
unter zumindest weitgehender Vermeidung eines für einen Menschen sichtbaren Aufhellens
des Abdeckteils Licht gut zugeführt wird.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Abdeckteil für ultraviolettes
Licht durchlässig und für Licht sichtbaren Spektrums zumindest weitgehend undurchlässig
ist, wobei das Abdeckteil aus einem plattenartigen Trägerteil aus einem lichtdurchlässigen
Material besteht, auf dem eine oder mehrere Beschichtungen aufgebracht sind, die für
ultraviolettes Licht durchlässig und für Licht sichtbaren Spektrums zumindest weitgehend
undurchlässig sind.
[0010] Durch diese einfach und kostengünstig herstellbare Ausbildung gelangt ultraviolettes
Licht ohne wesentliche Dämpfung und somit mit hoher Intensität seiner Lichteinstrahlung
durch das Abdeckteil zu den lichtempfangenden Bereichen hinter dem Abdeckteil.
[0011] Da das Licht mit einem für den Menschen sichtbaren Spektrums bereits an einem Durchtritt
von außen durch das Abdeckteil in das Innere des Uhrgehäuses gehindert wird, kann
es nicht zu einem Aufhellen des Abdeckteils durch im Inneren des Uhrgehäuses reflektierten
Lichts mit für den Menschen sichtbaren Spektrums kommen.
[0012] Die Bereiche lichtempfangender Oberfläche können je nach Verwendungszweck unterschiedlich
ausgebildet sein.
[0013] So ist es möglich, daß die Oberflächen Teile von Solarbatterien sind.
[0014] Bestehen die Bereiche lichtempfangener Oberfläche aus einem lange nachleuchtenden
Leuchtstoff, insbesondere aus phosphoreszierenden Pigmenten, so wird der Leuchtstoff
durch die ultravioletten Lichtanteile des durch das Abdeckteil von außen hindurchtretenden
Tageslichts oder Kunstlichts aktiviert und führt zu einem Nachleuchten mit hoher Leuchtdichte.
[0015] Dieses Nachleuchten kann dann bei Dunkelheit und nicht mehr vorhandener Lichtbeaufschlagung
von außen zu bestimmten Beleuchtungszwecken genutzt werden.
[0016] Dabei können die vorzugsweise beobachterseitig auf das Trägerteil aufgebrachten Beschichtungen
auf unterschiedlichste Art auf das Trägerteil aus lichtdurchlässigem Material aufgebracht
werden. Vorteilhafte Möglichkeiten dazu sind z.B. Bedampfen, Sputtern oder Drucken.
[0017] Das Trägerteil kann dabei aus jedem geeigneten Material bestehen.
[0018] Vorzugsweise besteht das Trägerteil des Abdeckteils aus Glas, insbesondere aus Saphirglas.
[0019] Besteht zumindest eine der Beschichtungen aus Silber oder enthält einen Silberanteil,
so erhält man ein kontraststarkes Abdeckteil dunkler Färbung.
[0020] Besteht zumindest eine der Beschichtungen aus Titanoxid oder enthält einen Titanoxidanteil,
so erhält das Abdeckteil nicht nur eine kontrastreiche dunkle Färbung sondern wirkt
zusätzlich noch entspiegelnd.
[0021] Um eine ausreichende Undurchlässigkeit für Licht des für den Menschen sichtbaren
Spektrums zu erreichen, besitzt die Beschichtung aus Titanoxid eine Dicke zwischen
65 nm und 100 nm.
[0022] Vorzugsweise weist die Beschichtung aus Titanoxid eine Dicke zwischen 75 nm und 90
nm, insbesondere von 80 nm auf.
[0023] Das Abdeckteil kann für jeden Wellenlängenbereich des ultravioletten Lichtspektrums
durchlässig sein.
[0024] Es ist dabei von Vorteil, wenn die Absoptionskurve der phosphoreszierenden Pigmente
einen Absorptionspeak aufweisen, der in, insbesondere etwa in der Mitte des Wellenlängenbereichs
liegt, für den das Abdeckteil für das Licht ultravioletten Spektrums durchlässig ist.
[0025] Vorzugsweise ist das Abdeckteil für ultraviolettes Licht mit einer Wellenlänge zwischen
250 nm und 430 nm lichtdurchlässig. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die
Absorptionskurve der phosphoreszierenden Pigmente einen Absorptionspeak bei einer
Wellenlänge in der Nähe von 370 nm haben.
[0026] Darüber hinaus ist dieser Wellenlängenbereich ausreichend zu dem für den Menschen
sichtbaren Lichtspektrum beabstandet, um einen Durchtritt diesen Lichts zu vermeiden.
[0027] Weist das Abdeckteil ein oder mehrere durchgehende Fenster auf und sind die Bauteile
mit den lichtempfangenden Bereichen von dem Uhrwerk bewegbar antreibbare Trägerelemente
sowie die lichtempfangenden Bereiche Anzeigeelemente, die in einem durch den Antrieb
des Uhrwerks bestimmten Rhythmus in den Bereich der Fenster gelangen und durch diese
für den Beobachter sichtbar sind, so werden die Anzeigeelemente nicht nur während
ihrer Positionierung im Bereich der Fenster sondern auch dann, wenn sie von dem Abdeckteil
bedeckt sind, von ultraviolettem Licht beaufschlagt, so daß bei Tages- oder Kunstlicht
immer eine ausreichend starke Anregung des lange nachleuchtenden Leuchtstoffs, der
insbesondere aus anorganischen phosphoreszierenden Pigmenten besteht, erfolgt.
[0028] Bei Dunkelheit kommt es dann zu einem langen Nachleuchten der Anzeigeelemente mit
hoher Leuchtintensität.
[0029] Das Abdeckteil kann dabei ein Zifferblatt der Uhr bilden.
[0030] Die Anzeigeelemente können Zahlen- und/oder Ziffern- und/oder Buchstaben- und/oder
Symbolscheiben und/oder -ringe sein, durch die eine digitale Anzeige der Zeit und/oder
des Datums und/oder des Wochentags und/oder des Monats erfolgen kann.
[0031] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine Draufsicht auf eine Uhr
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Uhr nach Figur 1 mit entferntem Zifferblatt
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie I - I in Figur 1 des Bereichs von Anzeigescheiben
und Zeitbrücke der Uhr nach Figur 1.
[0032] Die Uhr ist eine Armbanduhr mit mehreren Ziffernscheiben 1, 3, 5 zur digitalen Anzeige
der Uhrzeit.
[0033] Dabei ist in einem topfartigen Uhrgehäuse 2 eine Zehnerziffernscheibe 1 parallel
vor eine Einerziffernscheibe 3 angeordnet.
[0034] Die koaxial zueinander angeordneten Zehnerziffernscheibe 1 und Einerziffernscheibe
3 sind innerhalb der äußeren Kontur 4 einer ringartig ausgebildeten Stundenziffernscheibe
5 angeordnet, die sich in einer zu der Zehnerziffernscheibe 1 und der Einerziffernscheibe
3 parallelen Ebene befinden.
[0035] Auf dem Umfang gleichmäßig verteilt sind auf der Zehnerziffernscheibe 1 die Zehnerziffern
10, 0 bis 5, auf der Einerziffernscheibe 3 die Einerziffern 11, 0 bis 9 und auf der
Stundenziffernscheibe 5 die Stundenziffern 12, 1 bis 12 angeordnet.
[0036] Diese Ziffern 10, 11, 12 bilden lichtempfangende und lichtemittierende Bereiche aus
einem langen nachleuchtenden Leuchtstoff. Dieser Leuchtstoff besteht vorzugsweise
aus phosphoreszierenden anorganischen Pigmenten.
[0037] Das Zifferblatt 6 selbst besteht aus einem transparenten Trägerteil aus Saphirglas,
dessen beobachterseitige Oberfläche durch Bedampfen mit einer Beschichtung aus Titanoxid
in einer Dicke von 80 nm versehen ist.
[0038] Dadurch ist das Zifferblatt 6 für ultraviolettes Licht einer Wellenlänge zwischen
250 nm und 430 nm durchlässig, für Licht des für einen Menschen sichtbaren Spektrums
aber undurchlässig.
[0039] Somit ist das Zifferblatt 6 für einen Menschen undurchsichtig. Damit kann ein Beobachter
von der Beobachterseite her die hinter dem Zifferblatt 6 liegenden Bauteile der Uhr,
insbesondere die Ziffernscheiben 1, 3 und 5 nicht sehen.
[0040] Sich diametral gegenüberliegend sind in der Zeitbrücke 7 zwei Fenster 8 und 9 ausgebildet.
[0041] Durch das erste Fenster 8 ist die jeweils darunter befindliche Stundenziffer 12 der
Stundenziffernscheibe 5 und durch das zweite Fenster 9 die jeweils darunter befindlichen
Zehnerziffern 10 und Einerziffern 11 der Zehnerziffernscheibe 1 und der Einerziffernscheibe
3 zu sehen.
[0042] Durch diese zu sehenden Ziffern erfolgt die Anzeige der Zeit. Im vorliegenden Fall
ist die Zeit 3 Uhr 21 Minuten.
[0043] Da das Zifferblatt 6 für ultraviolettes Licht durchlässig ist, werden die Zehnerziffern
10, Einerziffern 11 und Stundenziffern 12 nicht nur von ultraviolettem Licht beaufschlagt,
wenn sie sich gerade im Bereich eines der Fenster 8 oder 9 befinden, sondern auch
dann, wenn sie sich in einem von dem Zifferblatt 6 abgedeckten Bereich befinden.
[0044] Damit erfolgt auch in diesen von dem Zifferblatt 6 abgedeckten Positionen eine Aufladung
des lange nachleuchtenden Leuchtstoffs, dessen Absorptionskurve vorzugsweise einen
Absorptionspeak bei einer Wellenlänge in der Nähe von 370 nm aufweist, so daß dieser
bei Dunkelheit auch sehr lange nachleuchtend ist.
[0045] In der Zeitbrücke 7 ist weiterhin eine runde Ausnehmung ausgebildet, in die eine
Skalenscheibe 13 einer kreisförmigen Sekundenanzeige eingesetzt ist, die von einem
drehbar antreibbaren Sekundenzeiger 14 überstrichen wird.
[0046] Oberhalb der Zeitbrücke 7 durchragt eine Achse eines drehbar antreibbaren Gangreservezeigers
15 einer Gangreserveanzeige eine Öffnung des Zifferblatts 7.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Zehnerziffernscheibe
- 2
- Uhrgehäuse
- 3
- Einerziffernscheibe
- 4
- Kontur
- 5
- Stundenziffernscheibe
- 6
- Zifferblatt
- 7
- Zeitbrücke
- 8
- erstes Fenster
- 9
- zweites Fenster
- 10
- Zehnerziffern
- 11
- Einerziffern
- 12
- Stundenziffern
- 13
- Skalenscheibe
- 14
- Sekundenzeiger
- 15
- Gangreservezeiger
1. Uhr, insbesondere Armbanduhr, mit einem topfartigen Uhrgehäuse, (2) das eine zu einem
Beobachter gerichtete Sichtöffnung aufweist, wobei ein Uhrwerk und Bauteile (1, 3,
5) mit Bereichen lichtempfangender Oberfläche (10,11,12) in dem Uhrgehäuse angeordnet
und von einem lichtdurchlässigen Abdeckteil (6) zur Sichtöffnung hin abgedeckt sind
und wobei Licht von außen durch das Abdeckteil (6) zu den lichtempfangenden Bereichen
(10, 11, 12) hinter dem Abdeckteil (6) gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckteil (6) für ultraviolettes Licht durchlässig und für Licht sichtbaren
Spektrums zumindest weitgehend undurchlässig ist, wobei das Abdeckteil (6) aus einem
plattenartigen Trägerteil aus einem lichtdurchlässigen Material besteht, auf dem eine
oder mehrere Beschichtungen aufgebracht sind, die für ultraviolettes Licht durchlässig
und für Licht sichtbaren Spektrums zumindest weitgehend undurchlässig sind.
2. Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Bereiche lichtempfangender Oberfläche (10, 11, 12) aus einem lange nachleuchtenden
Leuchtstoff bestehen.
3. Uhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil des Abdeckteils (6) aus Glas besteht.
4. Uhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Beschichtungen aus Silber besteht oder einen Silberanteil enthält.
5. Uhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Beschichtungen aus Titanoxid besteht oder einen Titanoxidanteil
enthält.
6. Uhr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung aus Titanoxid eine Dicke zwischen 65 nm und 100 nm besitzt.
7. Uhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckteil (6) für ultraviolettes Licht mit einer Wellenlänge zwischen 250nm
und 430 nm lichtdurchlässig ist.
8. Uhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckteil (6) ein oder mehrere durchgehende Fenster (8, 9) aufweist und die
Bauteile (1, 3, 5) mit den lichtempfangenden Bereichen (10, 11, 12) von dem Uhrwerk
bewegbar antreibbare Trägerelemente sowie die lichtempfangenden Bereiche Anzeigeelemente
sind, die in einem durch den Antrieb des Uhrwerks bestimmten Rhythmus in den Bereich
der Fenster (8, 9) gelangen und durch diese für den Beobachter sichtbar sind.
9. Uhr nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeelemente Zahlen- und/oder Ziffern- und/oder Buchstaben- und/oder Symbolscheiben
(10, 11, 12) und/oder -ringe sind.
1. Watch, in particular wristwatch, having a pot-like watch case (2) that has a viewing
opening oriented towards an observer, wherein a movement and components (1, 3, 5)
with regions of light-receiving surface (10, 11, 12) are arranged in the watch case
and are covered by a light-transmissive covering part (6) in the direction of the
viewing opening, and wherein light passes from the outside through the covering part
(6) to the light-receiving regions (10, 11, 12) behind the covering part (6), characterized in that the covering part (6) is transmissive for ultraviolet light and is at least largely
opaque for light in the visible spectrum, wherein the covering part (6) consists of
a plate-like support part which is made of a light-transmissive material and to which
one or more coatings are applied, said coatings being transmissive for ultraviolet
light and at least largely opaque for light in the visible spectrum.
2. Watch according to Claim 1, characterized in that regions of light-receiving surface (10, 11, 12) consist of a luminous substance having
a long afterglow.
3. Watch according to Claim 2, characterized in that the support part of the covering part (6) consists of glass.
4. Watch according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the coatings consists of silver or contains a silver fraction.
5. Watch according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the coatings consists of titanium oxide or contains a titanium oxide
fraction.
6. Watch according to Claim 5, characterized in that the coating of titanium oxide has a thickness of between 65 nm and 100 nm.
7. Watch according to one of the preceding claims, characterized in that the covering part (6) is transmissive for ultraviolet light having a wavelength of
between 250 nm and 430 nm.
8. Watch according to one of the preceding claims, characterized in that the covering part (6) has one or more continuous windows (8, 9) and the components
(1, 3, 5) with the light-receiving regions (10, 11, 12) are support elements that
can be driven movably by the movement and the light-receiving regions are display
elements which, in a rhythm determined by the drive of the movement, pass into the
region of the windows (8, 9) and are visible to the observer through said windows.
9. Watch according to Claim 8, characterized in that the display elements are number and/or numeral and/or letter and/or symbol discs
(10, 11, 12) and/or rings.
1. Montre, en particulier montre-bracelet, comprenant un boîtier en forme de tonneau
(2), qui comprend une ouverture dirigée vers un observateur, un mouvement et des composants
(1, 3, 5), comportant des zones à surface photoréceptrice (10, 11, 12), étant disposés
dans le boîtier de la montre et étant recouverts d'une pièce de recouvrement (6),
transparente, dirigée vers l'ouverture, la lumière venant de l'extérieur à travers
la pièce de recouvrement (6) arrivant aux zones (10, 11, 12) photosensibles en arrière
de la pièce de recouvrement (6), caractérisée en ce que la pièce de recouvrement (6) est transparente à la lumière ultraviolette et au moins
presque parfaitement non transparente à une lumière du spectre visible, la pièce de
recouvrement (6) étant constituée d'une pièce support en forme de plaque, en un matériau
transparent, sur lequel sont disposées une ou plusieurs couches, qui sont transparentes
à la lumière ultraviolette et au moins presque parfaitement non-transparentes à une
lumière du spectre visible.
2. Montre selon la revendication 1, caractérisée en ce que les zones à surface photosensible (10, 11, 12) sont constituées d'une substance luminescente
à longue persistance.
3. Montre selon la revendication 2, caractérisée en ce que la pièce support de la pièce de recouvrement (6) est constituée de verre.
4. Montre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins l'une des couches est constituée d'argent ou contient une certaine proportion
d'argent.
5. Montre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins l'une des couches est constituée d'oxyde de titane ou contient une certaine
proportion d'oxyde de titane.
6. Montre selon la revendication 5, caractérisée en ce que la couche d'oxyde de titane présente une épaisseur comprise entre 65 nm et 100 nm.
7. Montre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pièce de recouvrement (6) est transparente à une lumière ultraviolette ayant une
longueur d'onde comprise entre 250 nm et 430 nm.
8. Montre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pièce de recouvrement (6) comprend une ou plusieurs fenêtres continues (8, 9),
et les composants (1, 3, 5) comportant des zones photosensibles (10, 11, 12) sont
des éléments supports entraînables, pouvant être déplacés sous l'effet du mouvement,
et les zones photosensibles étant des éléments d'affichage, qui selon un rythme défini
par l'entraînement du mouvement, arrivent dans la zone des fenêtres (8, 9) et sont
visibles à travers ces dernières par l'observateur.
9. Montre selon la revendication 8, caractérisée en ce que les éléments d'affichage sont des disques et/ou des couronnes (10, 11, 12) de nombres
et/ou de chiffres et/ou de lettres et/ou de symboles.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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