[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Verwendung einer Anordnung zur Verifikation
eines Sicherheitsdokuments mit einem Sicherheitsmerkmal in Form von mindestens einem
fluoreszierenden Druckelement. Insbesondere lässt sich ein derartiges Verfahren mit
einem Smartphone ausführen oder eine solche Anordnung kann integraler Bestandteil
eines Smartphones sein.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es seit langem bekannt Sicherheitsdokumente mit Sicherheitsmerkmalen
in Form von lumineszierenden Substanzen zu versehen, um sie dadurch fälschungssicher
bzw. verifizierbar zur machen. Sicherheitsdokumente im Sinne der Erfindung sind insbesondere
Banknoten, Reisepässe, ID-Karten, Führerscheine, Tickets und ähnliche Dokumente oder
Gegenstände, bei denen der Bedarf der Fälschungssicherheit besteht.
[0003] Die
EP 1 673 231 B1 beschreibt ein Wertdokument mit einem Wertdokumentsubstrat mit mindestens zwei unterschiedlichen
Merkmalsstoffen zur Prüfung des Wertdokuments. Zumindest einer der Merkmalsstoffe
wird durch einen Lumineszenzstoff oder eine Mischung aus Lumineszenzstoffen gebildet.
Der Merkmalsstoff kann mit sichtbarer bzw. infraroter Strahlung bestrahlt werden,
wobei eine Emission im infraroten Spektralbereich stattfindet. Die Prüfung der Echtheit
wird basierend auf der erfassten Emission durchgeführt.
[0004] Die
EP 0 977 670 B1 zeigt ein bedrucktes Wertdokument mit einem Echtheitsmerkmal in Form einer lumineszierenden
Substanz auf Basis eines mit einem Seltenerdmetall dotierten Wirtsgitters. Das Wirtsgitter
absorbiert nahezu im gesamten sichtbaren Spektralbereich, so dass alle Linien im sichtbaren
Spektralbereich der lumineszierenden Substanz unterdrückt werden. Der Anregungsbereich
der lumineszierenden Substanz deckt sich mit dem Strahlungsbereich von starken Lichtquellen,
wie Halogenlampen, Blitzlampen o. ä. Es kann jedoch auch mit Licht aus dem sichtbaren
Bereich angeregt werden.
[0005] Die
EP 0 991 522 B1 beinhaltet ein Wertdokument mit lumineszierenden Substanzen, welche Emissionsspektren
aufweisen, die so weit im IR-Spektralbereich liegen, dass sie mit gebräuchlichen Detektoren
nur unter hohem messtechnischen Aufwand nachweisbar sind, wenn sie dem Wertdokument
in maximaler, aber das Dokument nicht verändernder Menge zugemischt werden. Als geeignete
Substanzen werden Stoffe auf der Basis von holmiumdotierten Wirtsgittern angegeben.
[0006] Die
EP 0 053 183 B1 zeigt ein Wertpapier mit Echtheitsmerkmalen in Form von lumineszierenden und absorbierenden
Substanzen, die mit unsichtbarem und/oder sichtbarem Licht anregbar sind und nur im
unsichtbaren Bereich des optischen Spektrums lumineszieren.
[0007] Weiterhin soll noch auf die
EP 0 052 624 B1,
EP 0 053 124 B1,
EP 0 053 148 B1,
EP 0 975 468 B1 und
EP 0 975 469 B1 verwiesen werden, wo ebenfalls Wertdokumente mit lumineszierenden Echtheitsmerkmalen
beschrieben sind. Die Anregung der Leuchtstoffe kann sowohl im sichtbaren als auch
im nicht sichtbaren Spektralbereich erfolgen. Als zusätzlicher Sicherheitsfaktor wird
darauf verwiesen, dass möglichst keine Emissionen im sichtbaren Bereich auftreten
sollen.
[0008] Zur Verifikation von Sicherheitsdokumenten werden üblicherweise spezielle Detektionsgeräte
benötigt, welche zumeist stationär betrieben werden und nur einer eingeschränkten
Nutzergruppe zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit Bestrebungen,
Detektoren auch für mobile Anwendungen zur Verfügung zu stellen.
[0009] Die
WO 2006/056268 A1 und die
DE 10 2004 056 007 A1 beinhalten eine mobile Verifikationseinrichtung zur Echtheitsüberprüfung von Reisedokumenten.
Die Verifikationseinrichtung umfasst eine Identifizierungseinrichtung zur Identifizierung
eines berechtigten Benutzers, eine Freigabeeinrichtung zur Freigabe der Verifikationseinrichtung
aufgrund eines Signals der Identifizierungseinrichtung, eine optische Leseeinheit
zum Auslesen von auf den Seiten des Reisedokuments enthaltener bildmäßiger bzw. alphanumerischer
Information, eine Datenverarbeitungseinrichtung zur Verarbeitung der von der optischen
Leseeinheit gelieferten Signale nach einem vorgegebenen Algorithmus, eine Anzeigeeinheit
zur Anzeige der ausgelesenen Daten sowie des Verifikationsergebnisses sowie eine Kommunikationseinheit
zur verschlüsselten Übermittlung der ausgelesenen Daten bzw. des Verifikationsergebnisses
an eine zentrale Stelle. Nach einer bevorzugten Ausführung kann ein Mobiltelefon als
grafische Anzeigeeinheit, Datenverarbeitungseinheit und Kommunikationseinheit dienen.
Als optische Leseeinheit kommt beispielsweise eine Kamera zum Einsatz, welche vorzugsweise
eine Beleuchtungseinrichtung mit modulierbaren, insbesondere pulsbaren Lichtquellen,
wie LEDs bzw. Laserdioden aufweist. Durch Verwendung derartiger Beleuchtungssysteme
können die in Pigmenten von Druckfarben enthaltenen Sicherheitselemente angeregt werden
und die dabei gewonnenen Signale ebenfalls zur Echtheitsprüfung herangezogen werden.
[0010] In der
CN 1462010 A ist ein System zur Identifikation gefälschter Banknoten mit Hilfe eines Mobilfunktelefons
beschrieben. Die Banknoten sind mittels Infrarotbarcode verschlüsselt. Der Barcode
wird in einer zentralen Computer-Datenbank erfasst. Nachdem die Banknoten im Umlauf
sind kann mittels einer über eine geeignete Software realisierten Banknotenerkennungsfunktion
des Mobilfunktelefons die Echtheit von Banknoten geprüft werden. Hierzu wird per Mobilfunkverbindung
auf die zentrale Datenbank zugegriffen.
[0011] Die
CN 101252612 A zeigt ein Mobilfunktelefon mit einem System zur Echtheitsprüfung von Banknoten. Das
System umfasst eine am Mobilfunktelefon angeordnete CCD-Kamera sowie Lichtquellen,
die auf der gleichen Seite wie die CCD-Kamera angeordnet sind. Die Lichtquellen umfassen
vorzugsweise eine Infrarotlichtquelle sowie eine Ultraviolettlichtquelle. Das System
kann weiterhin einen Infrarotfilter und einen Ultraviolettfilter aufweisen, welche
auf die Infrarotlichtquelle bzw. Ultraviolettlichtquelle mittels eines Transfermechanismus
aufgeschoben werden können. Durch das beschriebene System kann die bei Mobilfunktelefonen
herkömmlich verwendete CCD-Kamera Sicherheitsmerkmale von Banknoten erfassen. Ein
Nachteil der beschriebenen Lösung besteht darin, dass zusätzliche Modifikationen,
wie das Anbringen von Lichtquellen, am Mobilfunktelefon erforderlich sind.
[0012] Aus der
US 2006/0279732 A1 ist ein Mobiltelefon mit einem integrierten spektroskopischen Sensor bekannt. Der
spektroskopische Sensor umfasst eine Lichtquelle und einen Fotosensor, wobei das bereits
vorhandene Blitzlicht und der CMOS/CCD-Bildsensor des Mobiltelefons als Lichtquelle
bzw. als Fotosensor Verwendung finden. Mittels Mobiltelefon soll eine Echtheitsüberprüfung
von Objekten, wie Banknoten, Juwelen u. a. vorgenommen werden. Die Wellenlängenbereiche
der zu verwendenden Strahlung werden jedoch nicht näher beschrieben.
[0013] Die
US 2005/0100204 A1 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Detektion fluoreszierender Partikel
zur Echtheitsüberprüfung von Dokumenten. Die Vorrichtung umfasst ein Mobiltelefon
mit einer integrierten Lichtquelle und einem Fotosensor.
[0014] Die
US 2010/144387 A1 zeigt ein multifunktionales portables elektronisches Gerät mit integrierter Verifikationsfunktion.
Das Gerät kann z. B. ein Mobiltelefon oder ein PDA sein. Zur Verifikation von Wertdokumenten
wie Geldscheinen wird der entsprechende Bereich beispielsweise mit rotem oder blauviolettem
Licht aus einer Lichtquelle des Geräts angeregt. Die hieraus resultierenden Emissionen
können mit bloßem Auge ausgewertet werden und des Weiteren mittels Kameramodul erfasst
werden. Mittels einer zentralen Prozessoreinheit erfolgt ein Vergleich mit vorgegebenen
Daten. Das Verifikationsergebnis wird auf einer Anzeigeeinheit ausgegeben.
[0015] Die
EP 1 986 162 A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Echtheitsprüfung, bei dem ein ein
Echtheitsmerkmal enthaltener Zielbereich mit sichtbarem bzw. nichtsichtbarem Licht
angeregt wird und die im sichtbaren bzw. nichtsichtbaren Spektralbereich liegenden
Emissionen mittels Fotosensor erfasst werden.
[0016] Die
EP 1 672 668 A1 befasst sich mit fluoreszierenden Sicherheitsmerkmalen, welche im sichtbaren Spektralbereich
emittieren. Zum Anregen kann eine Beleuchtungseinheit mit einem Array von LEDs verwendet
werden, welche Licht in verschiedenen Spektralbereichen emittieren können.
[0017] Die
WO 2008/113963 A1 zeigt ein portables Gerät zur Echtheitsprüfung mit zwei sich gegenüberliegend angeordneten
LEDs, die sichtbares Licht emittieren, welches mittels Fresnel-Linse fokussiert wird
und auf eine Gruppe von Sicherheitselementen trifft. Das von den Sicherheitselementen
emittierte Licht wird mittels Bildsensor erfasst und von einem Prozessor weiterverarbeitet.
Das emittierte Licht liegt im sichtbaren Spektralbereich. Das Ergebnis der Prüfung
wird optisch bzw. akustisch signalisiert.
[0018] Die
WO 2010/100378 A2 beschreibt ein Verfahren zur optischen Analyse einer Substanz auf einem Objekt bzw.
einem Dokument. Das Objekt bzw. Dokument wird mit sichtbarem Licht bestrahlt, um die
Substanz anzuregen, woraufhin die Substanz sichtbares Licht emittiert. Um eine charakteristische
chromatische Strahlung, welche nicht im sichtbaren Licht detektierbar ist, sichtbar
zu machen, wird ein entsprechendes Filterelement verwendet.
[0019] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Verwendung einer Anordnung
und ein Verfahren zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments zur Verfügung zu stellen.
Die Anordnung soll sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass sie aus einfachen,
allgemein verfügbaren Komponenten besteht und im Vergleich zu herkömmlich verwendeten
Verifikationsanordnungen preiswert zu realisieren ist. Insbesondere wird angestrebt,
die Anordnung und das Verfahren zur Verifikation solcher Sicherheitsdokumente so zu
gestalten, dass sie sich leicht in Mobiltelefone, Smartphones und vergleichbare Geräte
integrieren lassen.
[0020] Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe dient ein Verfahren zur Verifikation eines
Sicherheitsdokuments gemäß dem beigefügten Anspruch 1. Zur Lösung der erfindungsgemäßen
Aufgabe dient auch eine Verwendung einer Anordnung zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments
an, gemäß Anspruch 3.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments umfasst
die nachfolgend beschriebenen Schritte: Zunächst wird das pigmentartige fluoreszierende
Druckelement, das in einem Prüfbereich des Sicherheitsdokumentes angeordnet ist, mittels
einer im sichtbaren Spektralbereich emittierenden Lichtquelle angeregt. Als Lichtquelle
wird vorzugsweise eine als Blitz- oder Fotolicht verwendete LED-Leuchte eingesetzt,
wie sie insbesondere an modernen Mobiltelefonen Anwendung findet. Die Anregung kann
jedoch auch über eine kontinuierliche Lichtquelle, wie beispielsweise durch Neonröhren,
Halogenstrahler oder LED-Beleuchtung erfolgen. Ebenso kann eine Anregung auch über
das natürliche Sonnenlicht realisiert werden. Zur Anregung des vorzugsweise genutzten
fluoreszierenden Druckelementes reicht in der Regel blaues Licht aus. Infolge der
Anregung wird vom fluoreszierenden Druckelement Licht emittiert. Die Emission des
pigmentartigen fluoreszierenden Druckelementes wird mit einem Fotosensor erfasst und
anschließend ausgewertet. Die Auswertung erfolgt über ein spezifisches Anwendungsprogramm,
welches auch die unterschiedlichen Lichtquellen berücksichtigt. Der Fotosensor ist
vorzugsweise ein Bildsensor eines Mobiltelefons und das Anwendungsprogramm kann als
sogenannte App auf einem Smartphone installiert sein.
[0022] Im Rahmen dieser Auswertung kann ein Vergleich mit der restlichen Oberfläche des
Sicherheitsdokuments, auf der kein fluoreszierendes Druckelement angeordnet ist (Vergleichsbereich),
bzw. mit einer bildlichen Aufnahme des nicht angeregten fluoreszierenden Druckelementes
erfolgen. Die Vergleichsdaten sind in der Regel in einer Datenbank hinterlegt, die
z. B. im Mobiltelefon abgelegt oder online verfügbar ist. Es ist jedoch auch möglich
die zum Vergleich benötigten Daten während des Verfahrens zu erzeugen, indem ein Vergleichsbereich
des Sicherheitsdokuments mittels der anregenden Lichtquelle beleuchtet wird und die
Emission des Vergleichsbereichs erfasst wird. Alternativ kann das fluoreszierende
Druckelement auch im nicht angeregten Zustand erfasst werden und zum Vergleich herangezogen
werden.
[0023] Im letzten Verfahrensschritt erfolgt eine Ausgabe des Verifikationsergebnisses, vorzugsweise
auf dem Display des Mobiltelefons. Bei Bedarf kann das Verifikationsergebnis vom Mobiltelefon
zu einem entfernten Empfänger übermittel werden.
[0024] Das mittels erfindungsgemäßem Verfahren zu verifizierende Sicherheitsdokument weist
ein Sicherheitsmerkmal in Form von mindestens einem pigmentartigen fluoreszierenden
Druckelement auf, welches in einem ersten Wellenlängenbereich elektromagnetischer
Strahlung anregbar ist, um elektromagnetische Strahlung in einem zweiten Wellenlängenbereich
zu emittieren, wobei der erste und der zweite Wellenlängenbereich im sichtbaren Spektralbereich
liegen.
[0025] Besonders bevorzugt wird als fluoreszierendes Druckelement ein feinkörniger anorganischer
LED-Konversionsleuchtstoff in abgewandelter Form verwendet, der in Druckfarben, Drucktinten
oder Druckpasten eingearbeitet ist. Zu dieser Gruppe gehören Konversionsleuchtstoffe,
die bei der Herstellung von LEDs verwendet werden, um zur Erzeugung von weißem Licht
zumindest einen Teil der Emission des Halbleiters im blauen Bereich in einen anderen
Farbbereich zu wandeln.
[0026] Die Anordnung umfasst ein frei programmierbares Mobiltelefon mit einer Lichtquelle
zur Emission von Licht im sichtbaren Spektralbereich und mit einem Fotosensor zur
Aufnahme bzw. Messung von Licht im sichtbaren Spektralbereich. Das frei programmierbare
Mobiltelefon ist derart konfiguriert, dass es die mit dem Fotosensor aufgenommene
bzw. gemessene vom pigmentartigen fluoreszierenden Druckelement emittierte Strahlung
mit vorgegebenen Daten vergleichen und eine Überstimmung oder Abweichung signalisieren
kann, um die Sicherheitsmerkmale des untersuchten Sicherheitsdokuments zu verifizieren.
[0027] Ein wesentlicher Vorteil der Verifikationsanordnung besteht darin, dass lediglich
ein entsprechend konfiguriertes Mobiltelefon benötigt wird. Somit steht eine einfache
und auch preiswerte Lösung für den Echtheitscheck von Sicherheitsdokumenten zur Verfügung.
Die Verifikationsanordnung kann einer breiteren Nutzergruppe zur Verfügung gestellt
werden, welche ortsungebunden eine Überprüfung von Sicherheitsdokumenten vornehmen
kann.
[0028] Zu den frei programmierbaren Mobiltelefonen gehören Smartphones, welche über zusätzliche
Programme (sogenannten Apps) vom Anwender individuell mit neuen Funktionen aufgerüstet
werden können. Die zur Verifikation benötigte Lichtquelle sowie der Fotosensor sind
standardmäßig bei Smartphones vorhanden, so dass die vorhandene Hardware nicht verändert
werden muss. Smartphones weisen in der Regel eine LED-Lichtquelle zur Realisierung
einer Blitz- oder Beleuchtungsfunktion auf. Mit Hilfe dieses sogenannten LED-Blitzes
kann die Anregung des als Sicherheitskennzeichen dienenden fluoreszierenden Druckelementes
erfolgen. Ein Smartphone-Fotosensor, wie zum Beispiel ein CCD-, CMOS- oder Foveon-Sensor,
ist mit einem Verschlusssystem im Bereich von 10 ms bis 50 ms, insbesondere im Bereich
von 33 ms im Wellenlängenbereich von etwa 360 nm bis 1100 nm ausgestattet. Derartige
Fotosensoren sind in der Regel mit RGB-Farbfiltern und IR-Sperrfiltern ausgestattet,
da sie bis etwa 1100 nm sensitiv sind und insbesondere im nichtsichtbaren Bereich
von 780 nm bis 1100 nm eine hohe Sensitivität aufweisen.
[0029] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch das als Sicherheitskennzeichen
verwendete fluoreszierende Druckelement eine Emission im sichtbaren Spektralbereich
erfolgt. Diese Emission kann, da sie im sichtbaren Spektralbereich liegt, aufwandsarm
und ohne spezielle Detektoren erfasst werden, beispielsweise durch einen Farbbildsensor
eines Smartphones. Bei den aus dem Stand der Technik vorbekannten Lösungen werden
stattdessen in der Regel durch die verwendeten Leuchtstoffe Emissionen im nicht-sichtbaren
Bereich hervorgerufen, deren Detektion wesentlich aufwendiger ist.
[0030] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform liegt der zur Anregung des fluoreszierenden
Druckelementes verwendete erste Wellenlängenbereich zwischen 380 nm bis 500 nm. Die
mittlere Wellenlänge des ersten Wellenlängenbereichs liegt vorzugsweise im sichtbaren
Spektralbereich, wobei sie ebenfalls vorzugsweise im Wellenlängenbereich zwischen
380 nm bis 500 nm liegt. Für einige Ausführungsformen hat sich eine mittlere Wellenlänge
zwischen 420 nm bis 470 nm oder zwischen 450 nm bis 470 nm als günstig erwiesen.
[0031] Das fluoreszierende Druckelement emittiert in einem zweiten Wellenlängenbereich,
dessen Wellenlänge vorzugsweise im sichtbaren Spektralbereich liegt. Die Wellenlänge
bzw. mittlere Wellenlänge des zweiten Wellenlängenbereichs liegt bevorzugt zwischen
490 nm und 780 nm oder zwischen 550 nm und 780 nm im sichtbaren Spektralbereich.
[0032] Das Sicherheitsmerkmal wird in der Regel drucktechnisch auf das Sicherheitsdokument
aufgebracht oder in das Sicherheitsdokument integriert. Die verwendeten Druckfarben,
Drucktinten oder Druckpasten weisen vorzugsweise eine polymere Bindemittelmatrix auf,
in welcher das fluoreszierende Druckelement homogen dispergiert ist. Die Druckfarben,
Drucktinten oder Druckpasten werden mittels geeigneter Auftragsverfahren, wie beispielsweise
Intagliodruck, Tiefdruck, Offsetdruck, Flexodruck, Siebdruck, InkJet-Druck, Transfer-Druck,
Re-Transfer-Druck, Laser-Transfer-Druck, Tampondruck oder Nummerierungswerk auf das
Sicherheitsdokument aufgebracht oder in das Sicherheitsdokument durch Bedruckung von
Innenlagen und anschließender Lamination integriert.
[0033] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform weist das pigmentartige fluoreszierenden
Druckelement eine d50 Pigmentverteilung im Bereich 1 µm bis 20 µm auf. Der d50-Wert
ist das Maß für die mittlere Pigmentgröße. d50 bedeutet, dass 50% der Pigmente kleiner
sind als der angegebene Wert. Bei anderen Ausführungsformen hat sich eine d50 Pigmentverteilung
im Sub-µm-Bereich, insbesondere im nanoskaligen Bereich als günstig erwiesen. Hierbei
liegen vorteilhafte d50 Pigmentverteilungen im Bereich von 3 nm bis 30 nm oder im
Bereich von 100 nm bis 500 nm.
[0034] Das fluoreszierende Druckelement wird durch einen nitridischen Leuchtstoff gebildet,
der ein Wirtsgitter der Struktur M-Si-N, M-Si-O-N, M-Al-N, M-Si-Al-N oder M-Si-Al-O-N
aufweist und mit Eu
2+ als Aktivator dotiert ist, oder der ein Wirtsgitter der Struktur M-Si-N, La-Si-N,
M-Si-Al-N oder M-Si-Al-O-N aufweist und mit Ce
3+ als Aktivator dotiert ist. Dabei steht M für ein Metall, welches bevorzugt durch
Ca, Sr und/oder Ba gebildet ist.
[0035] In der nachfolgenden Tabelle 1 und in der nachfolgenden Tabelle 2 sind wichtige Vertreter
der Eu
2+- bzw. Ce
3+-dotierten nitridischen Leuchtstoffe unter Angabe ihrer charakteristischen Emissionswellenlängen
zusammengestellt.
Tabelle 1
| Eu2+-Dotierung |
Emissionswellenlänge in nm |
| M = |
Ca |
Sr |
Ba |
| M-Si-N |
|
|
|
| MSiN2 |
620-625 |
630-700 |
550-650 |
| M2Si5N8 |
605-615 |
610-680 |
570-680 |
| MSi7N10 |
- |
- |
660 |
| MYSi4N7 |
- |
550-570 |
505-540 |
| M-Si-O-N |
|
|
|
| MSi2O2N2 |
560 |
530-570 |
490 |
| M3Si2O4N2 |
510 |
- |
- |
| M3Si6O12N2 |
- |
- |
480-580 |
| LaMSi2O2N3 |
- |
650 |
- |
| M-Al-N |
|
|
|
| M3Al2N4 |
- |
700-750 |
- |
| M-Si-Al-N |
|
|
|
| MSiAlN3 |
660 |
- |
- |
| MSi10Al2N16 |
560-580 |
- |
- |
| M-Si-Al-O-N |
|
|
|
| Mx/2Si12-(x+y)Al(x+y)OyN16-y (α-Sialon) |
550-600 |
- |
- |
Tabelle 2
| Ce3+-Dotierung |
Emissionswellenlänge in nm |
| M = |
Ca |
Sr |
Ba |
| M-Si-N |
|
|
|
| MSiN2 (Li+-, Na+-codotiert) |
540-640 |
450-600 |
450-550 |
| M2Si5N (Li+-, Na+-codotiert) |
470 |
555 |
450 |
| La3Si6N11 |
550-590 |
550-590 |
550-590 |
| M-Si-Al-N |
|
|
|
| MSiAlN3 |
565 |
- |
- |
| M-Si-Al-O-N |
|
|
|
| Mx/2Si12-(x+y)Al(x+y)OyN16-y (α-Sialon) |
485-540 |
- |
- |
[0036] Die hier beispielhafte Nennung verschiedener Leuchtstoffe soll keine Einschränkung
bedeuten. Es können auch andere geeignete Leuchtstoffe, die nach Anregung im blauen
bzw. sichtbaren Spektralbereich im Sichtbaren emittieren, sowie Mischungen unterschiedlicher
Leuchtstoffe eingesetzt werden. Darüber hinaus besteht eine bevorzugte Ausführungsform
darin, insbesondere diejenigen Konversionsleuchtstoffe, die auch zur Herstellung weißes
Licht emittierender LED verwendet werden, in geeigneter Weise durch Variation der
Gitterzusammensetzung, der Aktivatorkonzentration und/oder durch Codotierung mit weiteren,
anders gearteten Seltenerdionen zu modifizieren und in dieser Form als fluoreszierendes
Druckelement gemäß der Erfindung zu verwenden.
1. Verfahren zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments unter Verwendung eines frei
programmierbaren Mobiltelefons, wobei das Sicherheitsdokument mindestens ein pigmentartiges
fluoreszierendes Druckelement als Sicherheitsmerkmal umfasst, welches in einem Prüfbereich
angebracht und in einem ersten Wellenlängenbereich elektromagnetischer Strahlung anregbar
ist, um elektromagnetische Strahlung in einem zweiten Wellenlängenbereich zu emittieren,
wobei der erste und der zweite Wellenlängenbereich im sichtbaren Spektralbereich liegen,
und wobei das pigmentartige fluoreszierende Druckelement durch einen nitridischen
Leuchtstoff gebildet ist, der ein Wirtsgitter der Struktur M-Si-N, M-Si-O-N, M-Al-N,
M-Si-Al-N oder M-Si-Al-O-N aufweist und mit Eu
2+ als Aktivator dotiert ist, oder der ein Wirtsgitter der Struktur M-Si-N, La-Si-N,
M-Si-Al-N oder M-Si-Al-O-N aufweist und mit Ce
3+ als Aktivator dotiert ist, wobei M für ein Metall steht,
folgende Schritte umfassend:
- Anregen des fluoreszierenden Druckelementes mittels einer im ersten Wellenlängenbereich
emittierenden Lichtquelle;
- Erfassen der Emission des fluoreszierenden Druckelementes mit einem Fotosensor;
- Auswerten der im zweiten Wellenlängenbereich erfassten Emission des fluoreszierenden
Druckelementes durch Vergleich mit vorgegebenen Daten;
- Ausgabe des Verifikationsergebnisses in Abhängigkeit vom Ergebnis des ausgeführten
Vergleichs.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin folgende Schritte aufweist:
- Beleuchten eines Vergleichsbereichs des Sicherheitsdokuments mittels der im sichtbaren
Spektralbereich emittierenden Lichtquelle, wobei der Vergleichsbereich den im Prüfbereich
angeordneten fluoreszierenden Druckelement nicht enthält;
- Erfassen der Emission des Vergleichsbereichs mit dem Fotosensor;
- Anwenden der erfassten Emission des Vergleichsbereichs als vorgegebene Daten, die
beim Auswerten der erfassten Emission des fluoreszierenden Druckelementes herangezogen
werden.
3. Verwendung einer Anordnung umfassend ein frei programmierbares Mobiltelefon mit einer
Lichtquelle zur Bestrahlung eines Prüfbereichs des Sicherheitsdokuments mit sichtbarem
Licht in einem ersten Wellenlängenbereich und mit einem Fotosensor zur Aufnahme von
sichtbarem Licht, wobei das Mobiltelefon konfiguriert ist, um die mit dem Fotosensor
aufgenommene, vom fluoreszierenden Druckelement im zweiten Wellenlängenbereich emittierte
Strahlung mit vorgegebenen Daten zu vergleichen und eine Übereinstimmung zu signalisieren
zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments, welches ein Sicherheitsmerkmal in Form
von mindestens einem pigmentartigen fluoreszierenden Druckelement aufweist, wobei
das pigmentartige fluoreszierende Druckelement durch einen nitridischen Leuchtstoff
gebildet ist, der ein Wirtsgitter der Struktur M-Si-N, M-Si-O-N, M-Al-N, M-Si-Al-N
oder M-Si-Al-O-N aufweist und mit Eu2+ als Aktivator dotiert ist, oder der ein Wirtsgitter der Struktur M-Si-N, La-Si-N,
M-Si-Al-N oder M-Si-Al-O-N aufweist und mit Ce3+ als Aktivator dotiert ist, wobei M für ein Metall steht,
wobei das fluoreszierende Druckelement in einem Prüfbereich des Sicherheitsdokuments
angebracht ist, in einem ersten Wellenlängenbereich im sichtbaren Spektralbereich
anregbar ist, und infolge dieser Anregung elektromagnetische Strahlung in einem zweiten
Wellenlängenbereich im sichtbaren Spektralbereich emittiert.
4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wellenlängenbereich zwischen 380 nm und 500 nm liegt und/oder der zweite
Wellenlängenbereich zwischen 490 nm und 780 nm liegt.
5. Verwendung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmerkmal drucktechnisch auf das Sicherheitsdokument aufgebracht ist
oder/und in das Sicherheitsdokument integriert ist, wobei das pigmentartige fluoreszierende
Druckelement in einer polymeren Bindemittelmatrix homogen dispergiert ist.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das pigmentartige fluoreszierende Druckelement eine d50-Pigmentverteilung im Bereich
1 µm bis 20 µm aufweist.
1. Method for verifying a security document using a freely programmable mobile phone,
wherein the security document includes at least one pigment-like fluorescent print
element as a security feature, which element is mounted in a test area and is excitable
in a first wavelength range of electromagnetic radiation to emit electromagnetic radiation
in a second wavelength range, wherein the first and second wavelength ranges are both
in the visible spectral range, and wherein the pigment-like fluorescent print element
is formed by a nitride fluorescent material with a host lattice which has a structure
M-Si-N, M-Si-O-N, M-Al-N, M-Si-Al-N or M-Si-Al-O-N and is doped with Eu
2+ as activator, or with a host lattice which has a structure M-Si-N, La-Si-N, M-Si-Al-N
or M-Si-Al-O-N and is doped with Ce
3+ as activator, wherein M stands for a metal, comprising the following steps:
- exciting the fluorescent print element by means of a light source emitting in the
first wavelength range;
- detecting the emission of the fluorescent printing element with a photosensor;
- evaluating the emission of the fluorescent printing element detected in the second
emission wavelength range by comparison with predetermined data;
- outputting the result of verification depending on the result of the comparison
performed.
2. Method according to claim 1,
characterized in that it further comprises the steps of:
- illuminating a comparison area of the security document by means of the light source
emitting in the visible spectral range, wherein the comparison area does not contain
the fluorescent print element located in the in the test area;
- detecting the emission of the comparison area with the photosensor;
- applying the detected emission of the comparison range as predetermined data which
is used when evaluating the detected emission of the fluorescent print element.
3. Use of an apparatus comprising a freely programmable mobile phone having a light source
for irradiating a test area of the security document with visible light in a first
wavelength range and having a photosensor for capturing visible light, wherein that
mobile phone is configured to compare the radiation emitted by the fluorescent print
element in the second wavelength range and captured by the photosensor with predetermined
data and to report a match for the purpose of verifying a security document that has
a security feature in the form of at least one pigment-like fluorescent print element,
wherein the pigment-like fluorescent print element is formed by a nitride fluorescent
material with a host lattice which has a structure M-Si-N, M-Si-O-N, M-Al-N, M-Si-Al-N
or M-Si-Al-O-N and is doped with Eu2+ as activator, or with a host lattice which has a structure M-Si-N, La-Si-N, M-Si-Al-N
or M-Si-Al-O-N and is doped with Ce3+ as activator, wherein M stands for a metal, wherein the fluorescent print element
is applied in a test area of the security document, is excitable in a first wavelength
range in the visible spectral range, and in consequence of this excitation electromagnetic
radiation is emitted in a second wavelength range in the visible spectral range.
4. Use according to claim 3, characterized in that the first wavelength range is between 380 nm and 500 nm and/or the second wavelength
range is between 490 nm and 780 nm.
5. Use according to claim 3 or 4, characterized in that the security feature is applied to and/or integrated in the security document using
printing techniques, wherein the pigment-like fluorescent print element is dispersed
homogeneously in a polymer binder matrix.
6. Use according to any one of claims 3 to 5, characterized in that the pigment-like fluorescent print element has a d50 pigment distribution in the
range from 1 µm to 20 µm.
1. Procédé de vérification d'un document de sécurité en utilisant un téléphone mobile
librement programmable, le document de sécurité comprenant au moins en tant que caractéristique
de sécurité un élément d'impression fluorescent de type pigmentaire qui est installé
dans une plage de contrôle et est excitable dans une première plage de longueur d'onde
de rayonnement électromagnétique afin d'émettre du rayonnement électromagnétique dans
une seconde plage de longueur d'onde, les première et seconde plages de longueurs
d'onde se trouvant dans la plage spectrale visible et l'élément d'impression fluorescent
de type pigmentaire étant constitué d'une substance luminescente nitridique qui présente
une grille hôte de structure M-Si-N, M-Si-O-N, M-Al-N, M-Si-Al-N ou M-Si-Al-O-N et
est dotée d'Eu
2+ faisant office d'activateur ou qui présente une grille hôte de structure M-Si-N,
La-Si-N, M-Si-Al-N ou M-Si-Al-O-N et est dotée de Ce
3+ faisant office d'activateur, M étant un métal, comprenant les étapes suivantes :
- excitation de l'élément d'impression fluorescent au moyen d'une source lumineuse
émettant dans la première plage de longueur d'onde ;
- enregistrement de l'émission de l'élément d'impression fluorescent au moyen d'un
photocapteur ;
- exploitation de l'émission enregistrée par la seconde plage de longueur d'onde de
l'élément d'impression fluorescent par comparaison avec des données prédéfinies ;
- édition d'un résultat de vérification en fonction du résultat de la comparaison
réalisée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il comporte en outre les étapes suivantes :
- éclairage d'une zone comparative du document de sécurité au moyen d'une source lumineuse
émettant dans la plage spectrale visible, la zone comparative ne contenant pas l'élément
d'impression fluorescent disposé dans la zone de contrôle ;
- enregistrement de l'émission de la zone comparative au moyen du photocapteur ;
- utilisation de l'émission enregistrée de la zone comparative comme données prédéfinies
auxquelles on aura recours lors de l'exploitation de l'émission enregistrée de l'élément
d'impression fluorescent.
3. Utilisation d'un dispositif comprenant un téléphone mobile librement programmable
avec une source lumineuse pour irradier une zone de contrôle du document de sécurité
avec de la lumière visible dans une première plage de longueur d'onde et avec un photocapteur
pour enregistrer la lumière visible, le téléphone mobile étant configuré pour comparer
le rayonnement enregistré par le photocapteur et émis par l'élément d'impression fluorescent
dans la seconde plage de longueur d'onde avec des données prédéfinies et signaler
une concordance, pour la vérification d'un document de sécurité qui présente une caractéristique
de sécurité sous forme d'au moins un élément d'impression fluorescent de type pigmentaire,
l'élément d'impression fluorescent de type pigmentaire étant constitué d'une substance
luminescente nitridique qui présente une grille hôte de structure M-Si-N, M-Si-O-N,
M-Al-N, M-Si-Al-N ou M-Si-Al-O-N et est dotée d'Eu2+ faisant office d'activateur ou qui présente une grille hôte de structure M-Si-N,
La-Si-N, M-Si-Al-N ou M-Si-Al-O-N et est dotée de Ce3+ faisant office d'activateur, M étant un métal,
l'élément d'impression fluorescent étant installé dans une zone de contrôle du document
de sécurité, étant excitable dans une première plage de longueur d'onde dans la plage
spectrale visible et, suite à cette excitation, émettant du rayonnement électromagnétique
dans une seconde plage de longueur d'onde dans la plage spectrale visible.
4. Utilisation selon la revendication 3, caractérisée en ce que la première plage de longueur d'onde se situe entre 380 nm et 500 nm et/ou la seconde
plage de longueur d'onde entre 490 nm et 780 nm.
5. Utilisation selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la caractéristique de sécurité est appliquée par technique d'impression sur le document
de sécurité et/ou est intégrée dans le document de sécurité, l'élément d'impression
fluorescent de type pigmentaire étant dispersé de manière homogène dans une matrice
de liant polymère.
6. Utilisation selon une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que l'élément d'impression fluorescent de type pigmentaire présente une répartition pigmentaire
d50 de l'ordre de 1 µm à 20 µm.