[0001] Die Erfindung betrifft einen Ausgleichsbehälter für ein Kühlsystem eines, insbesondere
landwirtschaftlichen, Kraftfahrzeuges nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Kühlsysteme für Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen weisen üblicherweise einen
an einen Kühlmittelkreislauf angeschlossenen Ausgleichsbehälter für ein Kühlmittel
auf. Es ist bekannt, Ausgleichsbehälter als Mehrkammer-Ausgleichsbehälter auszubilden,
wobei eine Kammer als Kühlmittelreservoir für den Kühlmittelkreislauf und eine weitere
der Aufnahme des expandierenden Kühlmittels dienen kann. Die Kammern können dabei
übereinander angeordnet sein. Das Kühlsystem eines Verbrennungsmotors wird auf den
jeweiligen Verbrennungsmotor abgestimmt, wobei üblicherweise auch der Ausgleichsbehälter
angepasst wird, so dass für unterschiedliche Verbrennungsmotoren unterschiedliche
Ausgleichsbehälter vorzusehen sind, was einen erhöhten Konstruktionsaufwand und erhöhte
Herstellungskosten erfordert.
[0003] Aus der
DE 198 38 220 A1 ist ein Ausdehnungsgefäß welches einen Grundkörper in Form eines durch Extrudieren
hergestellten Profilelementes aufweist, welcher an seinen beiden Enden mit zwei anderen
Bauteilen zusammengefügt wird, wobei der Grundkörper einen Teil der Außenwände des
Ausdehungsgefäßes bildet. Der Innenraum des Profilelementes wird durch einzubringende
Scheiben unterteilt, die im Inneren des Profilelementes angeordnet werden. Die Anordnung
der Scheiben innerhalb des Profilelementes bestimmt die Anordnung der Kammern.
[0004] Aus der
US 2007/0235458 A1 ist ein Flüssigkeitsreservoir mit modularem Aufbau bekannt.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung einen Ausgleichsbehälter für ein Kühlsystem
eines Kraftfahrzeuges bereitzustellen, der einen verringerten Konstruktionsaufwand
und eine kostengünstigere Herstellung ermöglicht. Zudem soll ein Verfahren zur Herstellung
eines Ausgleichsbehälters für ein Verbrennungsmotor-Kühlsystem bereitgestellt werden,
das ein kostengünstigere Herstellung des Ausgleichsbehälters ermöglicht.
[0006] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1
und 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Der Ausgleichsbehälter für ein Kühlsystem für einen Verbrennungsmotor, beispielsweise
einen Dieselmotor, eines, insbesondere landwirtschaftlichen, Kraftfahrzeuges, beispielsweise
einer selbstfahrenden Erntemaschine oder eines Traktors, ist in Form eines Zwei-Kammer-Ausgleichsbehälters
ausgebildet.
[0008] Der Anschlussstutzen kann mit einer Kühlmittelpumpe des Kühlsystems verbunden sein.
Der mindestens eine Entlüftungsstutzen kann beispielsweise fluiddurchlässig mit einem
Bauteil des Kühlsystems, beispielsweise einem Wärmetauscher oder dem Verbrennungsmotor,
verbunden sein, wobei der Entlüftungsstutzen jeweils fluiddurchlässig mit dem höchsten
Punkt des Kühlsystems in dem jeweiligen Bauteil verbunden sein kann, wodurch eine
Entlüftung des Bauteils, beispielsweise des Wärmetauschers oder Verbrennungsmotors,
und ein Überlauf für ein expandierendes Kühlmittel in den Ausgleichsbehälter ausgebildet
werden kann. Der mindestens eine Entlüftungsstutzen kann in einem oberen Bereich der
Kühlmittelkammer einmünden. Mehrere Entlüftungsstutzen können an paarweise und/oder
einzeln an gegenüberliegenden Seitenwänden und/oder randseitig in der Oberseite an
dem Ausgleichsbehälter angeordnet sein. Der Entlüftungsstutzen können in die Kühlmittelkammer
hineinragen und innerhalb der Kühlmittelkammer nach unten gebogen und/oder gekröpft
ausgebildet sein.
[0009] Die Kühlmittelkammer kann als Reservoir für das Kühlmittel dienen. Die Kühlmittelkammer
ist über eine Überströmleituna. welche einen runden Querschnitt aufweisen kann, fluiddurchlässig
mit einer Expansionskammer zur Aufnahme eines expandierenden Kühlmittels verbunden.
Die Überströmleitung weist ein erstes und ein zweites Ende zur Verbindung eines oberen
Bereiches der Kühlmittelkammer mit einem unteren Bereich der Expansionskammer auf.
Bei einer Expansion des Kühlmittels kann bei zunehmendem Volumen des Kühlmittels und
mit steigendem Druck die Kühlmittelkammer vollständig gefüllt sein, wobei bei einer
weiteren Zunahme des Volumens und Druckes Kühlmittel von der Kühlmittelkammer durch
die Überströmleitung in die Expansionskammer strömen kann. Bei einer Reduzierung des
Volumens und des Druckes des Kühlmittels kann Kühlmittel aus der Expansionskammer
in die Kühlmittelkammer zurückströmen, beispielsweise durch einen Unterdruck in der
Kühlmittelkammer.
[0010] In einer Einbaulage des Ausgleichsbehälters kann eine Oberseite des Ausgleichsbehälters
im Wesentlichen waagerecht angeordnet sein. Die Expansionskammer kann in der Einbaulage
des Ausgleichsbehälters unterhalb der Kühlmittelkammer angeordnet sein. Die Kühlmittelkammer
und die Expansionskammer sind durch eine Trennwand fluiddicht voneinander getrennt.
Der Ausgleichskörper weist einen durch mindestens zwei Abdeckelemente fluiddicht verschlossenen
Grundkörper. Der Grundkörper kann eine Oberseite, Seitenwände und einen Boden aufweisen.
Die Oberseite des Grundkörpers kann der Oberseite des Ausgleichsbehälters entsprechen.
Der Grundkörper kann in Form eines Abschnittes eines sich entlang einer Längsachse
erstreckenden extrudierten Profils ausgebildet sein. Das extrudierte Profil kann eine
Längsachse aufweisen, entlang derer sich das Profil erstreckt. Das extrudierte Profil
kann beispielsweise ein Strangpressprofil sein. Durch Ablängen oder Heraustrennen
eines Abschnittes aus dem Profil, beispielsweise durch Trennen des Profils im Wesentlichen
quer zu seiner Längsachse, kann der Grundkörper in einer gewünschten Länge generiert
werden. Eine Länge des Profils, des Abschnittes des Profils und des Grundkörpers ist
entlang der Längsachse bestimmbar. Der Grundkörper kann in seiner Längsrichtung, entlang
der Längsachse des Profils, von der Vorderseite zur Rückseite fluiddurchlässig als
offenes Profil ausgebildet sein.
[0011] Die Anordnung der Kühlmittelkammer, der Expansionskammer und der Trennwand ist durch
die Ausgestaltung des Querschnittes des Profils vorgegeben. Die Trennwand ist einstückig
mit dem Grundkörper ausgebildet. Durch parallele Trennschnitte, beispielsweise horizontal
rechtwinklig und vertikal senkrecht oder geneigt zu der Längsachse, kann beispielsweise
ein Grundkörper für einen Ausgleichsbehälter generiert werden, dessen Kühlmittelkammer
und Expansionskammer im Wesentlichen gleichgroße Volumina aufweisen. Durch in horizontaler
und/oder vertikaler Richtung unparallele Trennschnitte kann ein Grundkörper für einen
Ausgleichsbehälter generiert werden, dessen Kühlmittelkammer und Expansionskammer
unterschiedliche Volumina aufweisen. Die mindestens zwei Abdeckelemente können in
einem montierten Zustand an der Vorderseite und der Rückseite des Grundkörpers angeordnet
sein und diese fluiddicht verschließen. An der Vorder- und/oder Rückseite des Grundkörpers
können mehrere Abdeckelemente in gleicher oder unterschiedlicher Anzahl angeordnet
sein. Die Abdeckelemente können stirnseitig stoffschlüssig mit dem Grundkörper verbunden
sein und/oder innerhalb des Grundkörpers angeordnet und mit einer Innenseite des Grundkörpers
stoffschlüssig verbunden sein. Die Abdeckelemente können eine im Wesentlichen ebene
oder zumindest teilweise gewölbte Form aufweisen. Durch ein zumindest teilweise gewölbtes
Abdeckelement kann das Volumen der Kühlmittelkammer und/oder der Expansionskammer
gegenüber einem ebenen Abdeckelement vergrößert oder verkleinert werden.
[0012] Die Ausbildung des Grundkörpers in Form eines Abschnittes eines extrudierten Profils
hat den Vorteil, dass die Volumina der Kühlmittelkammer und der Expansionskammer durch
eine entsprechende Bestimmung der Länge des Grundkörpers an ein neues Kühlsystem angepasst
werden können, wobei die Abdeckelemente unverändert bleiben können. Dadurch kann der
Konstruktionsaufwand bei einer Anpassung eines Ausgleichsbehälters an ein neues Kühlsystem
eines Verbrennungsmotors verringert werden. Das Ändern der Volumina des Ausgleichbehälters
durch eine Änderung der Länge des Grundkörpers und durch Abtrennen eines entsprechenden
Abschnittes des Profils kann, insbesondere bei unveränderten Abdeckelementen, eine
kostengünstigere Herstellung ermöglichen.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Trennwand
in einer Einbaulage schräg unter einem Winkel von 10 Grad bis 30 Grad, vorzugsweise
von 20 Grad, zur Waagerechten angeordnet ist. In der Einbaulage des Ausgleichsbehälters
kann die Oberseite des Ausgleichsbehälters und/oder des Grundkörpers im Wesentlichen
waagerecht angeordnet sein. Die Trennwand kann einstückig mit dem Grundkörper ausgebildet
sein. Der Winkel in dem die Trennwand in Einbaulage bezogen auf die Waagerechte und/oder
die Oberseite des Ausgleichsbehälters angeordnet sein kann, beträgt im Wesentlichen
von 10 Grad bis 30 Grad, vorzugsweise 20 Grad. Durch die schräg in dem Ausgleichsbehälter
angeordnete Trennwand kann in einem unteren Bereich der Kühlmittelkammer zwischen
Trennwand und einer Seitenwand ein erster Kühlmittelsumpf ausgebildet sein, der den
niedrigsten Bereich der Kühlmittelkammer bilden kann. Der Anschlussstutzen kann derart
in der Seitenwand des Ausgleichsbehälters angeordnet sein, dass der Anschlussstutzen
den ersten Kühlmittelsumpf fluiddurchlässig mit der Kühlmittelpumpe des Kühlsystems
verbinden kann, wodurch eine Kühlmittelversorgung der Kühlmittelpumpe auch bei einem
geringen Kühlmittelstand in der Kühlmittelkammer ermöglicht werden kann. Die Seitenwand
kann im unteren Bereich der Kühlmittelkammer, insbesondere oberhalb des Anschlussstutzens,
nach innen ausgebildet sein, beispielsweise unter einem Winkel von im Wesentlichen
20 Grad zur Waagerechten. Dies hat den Vorteil, dass der Anschlussstutzen nicht über
die äußeren Abmessungen des Ausgleichsbehälters hinausragt. Zudem kann der erste Kühlmittelsumpf
durch eine nach innen verlaufende Seitenwand in waagerechter Richtung weiter nach
innen und in vertikaler Richtung höher in dem Ausgleichsbehälter ausgebildet werden,
als ohne eine nach innen verlaufende Seitenwand. Dadurch kann die geodätische Höhendifferenz
zwischen dem Eintrittsquerschnitt der Kühlmittelpumpe und dem Bezugsniveau an dem
ersten Kühlmittelsumpf vergrößert werden. Durch die schräge Anordnung der Trennwand
kann die Nutzbarkeit einer Restmenge an Kühlmittel in der Kühlmittelkammer, insbesondere
bei einer Schräglage des Kraftfahrzeuges und des Ausgleichsbehälters, verbessert werden.
[0014] Besonders bevorzugt weist ein Boden des Grundkörpers einen ersten und einen zweiten
Bodenbereich auf, wobei der erste und der zweite Bodenbereich V-förmig angeordnet
sind. Der Boden des Grundkörpers ist der Oberseite des Ausgleichsbehälters oder Grundkörpers
gegenüberliegend an einer Unterseite des Ausgleichsbehälters und/oder Grundkörpers
angeordnet. Der Boden des Grundkörpers kann dem Boden des Ausgleichsbehälters entsprechen.
Der Boden kann die Unterseite der Expansionskammer bilden. Der Boden weist einen ersten
und einen zweiten Bodenbereich auf, die im Wesentlichen gleichgroß oder unterschiedlich
groß ausgebildet sein können. Der erste oder der zweite Bodenbereich kann im Wesentlichen
parallel zu der Trennwand angeordnet sein. Der erste und der zweite Bodenbereich können
V-förmig aneinander angeordnet sein, wobei der zwischen dem ersten und dem zweiten
Bodenbereich eingeschlossene Winkel von 130 Grad bis 150 Grad, vorzugsweise 140 Grad,
betragen kann. Durch die V-förmige Anordnung des ersten und des zweiten Bodenbereiches
kann ein zweiter Kühlmittelsumpf in der Expansionskammer ausgebildet werden, wobei
der zweite Kühlmittelsumpf im Wesentlichen den niedrigsten Bereich der Expansionskammer
bildet. Das zweite Ende der Überströmleitung kann in dem Bereich des zweiten Kühlmittelsumpfes
angeordnet sein, wobei der zweite Kühlmittelsumpf fluiddurchlässig über das zweite
Ende der Überströmleitung mit der Kühlmittelkammer verbunden sein kann.
[0015] Weiterhin ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass
das Profil mindestens eine der Kühlmittelkammer und/oder der Expansionskammer zugeordnete
Schwallwand aufweist. Die mindestens eine der Kühlmittelkammer und/oder Expansionskammer
zugeordnete Schwallwand kann einstückig mit dem, insbesondere extrudierten, Profil
ausgebildet sein. Mehrere Schwallwände können einander gegenüberliegend an der Trennwand
in der Kühlmittelkammer und Expansionskammer angeordnet sein, und beispielsweise einstückig
mit der aus dem Profil gebildeten Grundkörper und der Trennwand ausgebildet sein.
Die Schwallwand innerhalb der Kühlmittelkammer und/oder der Expansionskammer kann
mindestens eine fluiddurchlässige Öffnung aufweisen. Dadurch, dass die Schwallwand
einstückig mit dem, insbesondere extrudierten, Profil ausgebildet ist, kann die Schwallwand
einstückig mit dem Grundkörper und dem Ausgleichbehälter ausgebildet sein. Durch die
Schwallwand kann eine Bewegung des Kühlmittels innerhalb der Kühlmittelkammer und/oder
Expansionskammer gedämpft werden. Zudem kann besonders durch eine paarweise gegenüberliegende
Anordnung von Schwallwänden an der Trennwand eine Erhöhung der Steifigkeit des Ausgleichsbehälters
ermöglicht werden.
[0016] Ferner ist bevorzugt vorgesehen, dass die Kühlmittelkammer und/oder die Expansionskammer
mindestens eine Verschlusseinheit aufweist. Die Verschlusseinheit kann eine Öffnung
in der Kühlmittelkammer und/oder der Expansionskammer und einen Verschluss zum fluiddichten
Verschließen der Öffnung umfassen. Die Verschlusseinheit kann einen an der Öffnung
angeordneten Kragen umfassen, wobei der Verschluss außenseitig, beabstandet zu einer
Oberfläche des Ausgleichsbehälters an dem der Kragen angeordnet sein kann, fluiddicht
anordbar ist. Der Verschluss kann oberflächenbündig an dem Ausgleichsbehälter angeordnet
sein, wobei die Verschlusseinheit beispielsweise in einer Mulde des Ausgleichskörpers
angeordnet sein kann. Die Kühlmittelkammer und/oder die Expansionskammer können jeweils
mindestens eine Verschlusseinheit aufweisen. Die Verschlusseinheit kann in einem oberen
Bereich, beispielsweise an der Oberseite, der Kühlmittelkammer angeordnet sein. Die
Verschlusseinheit kann in einem oberen Bereich, beispielsweise einer Seitenwand, der
Expansionskammer angeordnet sein. Durch die Verschlusseinheit kann ein Zugang zu der
Kühlmittelkammer und/oder der Expansionskammer ermöglicht werden, wodurch beispielsweise
ein Befüllen der Kühlmittelkammer mit einem Kühlmittel ermöglicht werden kann.
[0017] Besonders bevorzugt weist die Verschlusseinheit ein Überdruckventil und/oder ein
Unterdruckventil auf. Das Überdruckventil und/oder Unterdruckventil kann in dem Verschluss
und/oder Kragen der Verschlusseinheit angeordnet sein. Das Überdruckventil kann bei
einem Druckanstieg im Kühlsystem, beispielsweise durch eine temperaturbedingte Expansion
des Kühlmittels, den Überdruck in dem Kühlsystem auf einen voreinstellbaren Wert abbauen.
Bei einem Absinken des Druckes im Kühlsystem kann über das Unterdruckventil ein Unterdruck
in dem Kühlsystem auf einen voreinstellbaren Wert begrenzt werden.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Überströmleitung zumindest
teilweise außerhalb des Ausgleichsbehälters angeordnet, wobei die Überströmleitung
ein erstes Ende und ein zweites Ende zur Verbindung eines oberen Bereiches der Kühlmittelkammer
mit einem unteren Bereich der Expansionskammer aufweist. Die Überströmleitung kann
teilweise innerhalb und außerhalb des Ausgleichsbehälters angeordnet sein. Die außerhalb
des Kühlmittelbehälters angeordnete Überströmleitung kann kontaktfrei und/oder beabstandet
zu dem Ausgleichsbehälter angeordnet sein. Das erste Ende der Überströmleitung kann
an, insbesondere dem Kragen, der ersten Verschlusseinheit fluiddurchlässig angeordnet
sein und außerhalb des Ausgleichsbehälters bis zu einer fluiddurchlässigen Verbindung
mit der Expansionskammer geführt sein. Die Überströmleitung kann teilweise innerhalb
der Expansionskammer angeordnet sein. Das zweite Ende der Überströmleitung kann innerhalb
der Expansionskammer in dem Bereich des zweiten Kühlmittelsumpfes angeordnet sein.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist ein Schauglas und/oder ein Schwimmschalter
vorgesehen. Das Schauglas kann in einer Seitenwand, beispielsweise oberhalb des Anschlussstutzens,
an der Kühlmittelkammer angeordnet sein. Der Schwimmschalter kann in einem Abdeckelement
an der Kühlmittelkammer angeordnet sein.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind das extrudierte Profil
und/oder die Abdeckelemente aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt. Das Profil
aus Aluminium, von dem ein Abschnitt als Grundkörper des Ausgleichbehälters dienen
kann, kann in Form eines extrudierten, beispielsweise stranggepressten, Aluminiumprofils
ausgebildet sein. Ein extrudiertes Profil kann durch ein dem Druckumformen zuordbares
Umformverfahren, beispielsweise Extrudieren oder Strangpressen, hergestellt sein.
Die Abdeckelemente können beispielsweise in Form von Aluminiumplatten ausgebildet
sein. Der in Form eines Abschnittes des Aluminiumprofiles ausgebildete Grundkörper,
insbesondere mit einer einstückig ausgebildeten Trennwand, kann an der Vorderseite
und/oder Rückseite durch ein oder mehrere Abdeckelemente aus Aluminium fluiddicht
verschlossen werden. Die Abdeckelemente aus Aluminium können stoffschlüssig, beispielsweise
durch Kleben oder Schweißen, mit dem aus dem Aluminiumprofil erzeugten Grundkörper
aus Aluminium verbunden werden. Aufgrund der Wärmeleitfähigkeit von Aluminium kann
ein Ausgleichsbehälter aus Aluminium Wärmeenergie des Kühlmittel an die Umgebung abgeben.
Das Profil aus Kunststoff, von dem ein Abschnitt als Grundkörper des Ausgleichbehälters
dienen kann, kann in Form eines extrudierten Kunststoffprofils ausgebildet sein. Die
Abdeckelemente können beispielsweise in Form von Kunststoffplatten ausgebildet sein.
Der Kunststoff kann ein faserverstärkter Kunststoff sein. Die Abdeckelemente aus Kunststoff
können stoffschlüssig, beispielsweise durch Kleben und/oder Kunststoffschweißen, beispielsweise
Ultraschallschweißen, mit dem aus dem Kunststoffprofil erzeugten Grundkörper aus Kunststoff
verbunden werden. Durch einen Ausgleichsbehälter aus Kunststoff können das Gewicht
des Ausgleichsbehälters reduziert und die Herstellungskosten vermindert werden.
[0021] Die Erfindung betrifft ferner ein landwirtschaftliches Kraftfahrzeug mit mindestens
einem wie zuvor beschriebenen aus- und weitergebildeten Ausgleichsbehälter. Durch
den erfindungsgemäßen Ausgleichsbehälter können der Konstruktionsaufwand bei einer
Anpassung eines Ausgleichsbehälters an ein neues Kühlsystem eines Verbrennungsmotors
verringert und die Herstellungskosten gesenkt werden.
[0022] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines wie zuvor beschriebenen
aus- und weitergebildeten, Ausgleichsbehälters für ein, insbesondere landwirtschaftliches,
Kraftfahrzeug umfassend die Herstellungsschritte des Anspruchs 10.
[0023] Das Profil ist ein extrudiertes Profil, beispielsweise ein Aluminiumprofil oder ein
Kunststoffprofil. An dem Grundkörper erfolgt die Montage, mit oder ohne verbundenen
Abdeckelementen, von mindestens einer Verschlusseinheit, beispielsweise für die Kühlmittelkammer
und/oder die Expansionskammer. Die Montage der Verschlusseinheit kann das Anbringen
der Öffnung, das Anbringen oder Ausbilden eines Kragens, und/oder das Montieren eines
Verschlusses umfassen.
[0024] Ein erstes Ende der Überströmleitung kann beispielsweise mit einer Verschlusseinheit
der Kühlmittelkammer und ein zweites Ende der Überströmleitung mit einem zweiten Kühlmittelsumpf
in der Expansionskammer verbunden werden. Die Überströmleitung kann zumindest teilweise
außerhalb des Ausgleichsbehälters und/oder des Grundkörpers montiert werden. In dem
Grundkörper kann mindestens eine Schwallwand montiert werden. In einstückig mit dem
Grundkörper ausgebildete Schwallwände kann mindestens eine fluiddurchlässige Öffnung
für das Kühlmittel eingebracht werden. Eine Montage der Stutzen kann die Montage mindestens
eines Auslassstutzens und/oder eines Entlüftungsstutzens, insbesondere an der Kühlmittelkammer,
mit dem Ausbilden entsprechender Öffnungen in dem Grundkörper umfassen. Das fluiddichte
Verbinden der Abdeckelemente mit dem Grundkörper kann durch stoffschlüssiges Fügen
erfolgen. Das stoffschlüssige Fügen kann, je nach Werkstoff, durch Kleben, Schweißen
oder Kunststoffschweißen, beispielsweise Ultraschallschweißen, erfolgen. Die Anpassung
des Ausgleichsbehälters an ein neues Kühlsystem durch die Anpassung der Länge des
Abschnitts des Profils, das als Grundkörper des Ausgleichsbehälters dient, kann zusammen
mit einheitlichen Abdeckelementen ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung des
Ausgleichbehälters bereitgestellt werden. Besonders bevorzugt umfasst das Verfahren
weiter den Schritt Ablängen des extrudierten Profils. Das Profil kann in einer den
gewünschten Volumina der Kühlmittelkammer und der Expansionskammer entsprechenden
Länge abgetrennt werden, beispielsweise durch Trennen des Profils im Wesentlichen
quer zu seiner Längsachse, wodurch ein Abschnitt des Profils als Grundkörper bereitgestellt
werden kann. Der Abschnitt des Profils, der als Grundkörper bereitgestellt werden
soll, kann in zwei im Wesentlichen parallelen Trennschnitten aus dem Profil getrennt
werden. Dadurch kann die Vorderseite und die Rückseite des Grundkörpers im Wesentlichen
parallel angeordnet sein, wodurch die Kühlmittelkammer und die Expansionskammer, abhängig
von dem Profilquerschnitt, im Wesentlichen gleich große Volumina aufweisen können.
Durch in horizontaler und/oder vertikaler Richtung unparallele Trennschnitte kann
ein Grundkörper für einen Ausgleichsbehälter generiert werden, dessen Kühlmittelkammer
und Expansionskammer unterschiedlich große Volumina aufweisen.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine geschnittene, perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Ausgleichsbehälters;
- Fig. 2:
- eine Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Ausgleichsbehälters mit Abdeckelementen;
- Fig. 3 A-C:
- eine Darstellung des Kühlmittelflusses bei einem Betriebsdruck, einem Überdruck und
einem Unterdruck in dem Kühlsystem;
- Fig. 4:
- eine Darstellung eines teilgefüllten und geneigten Ausgleichsbehälters; und
- Fig. 5 A-B:
- eine Darstellung eines extrudierten Profils.
[0027] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Ausgleichsbehälter 10 für ein Kühlsystem eines,
insbesondere landwirtschaftlichen, Kraftfahrzeuges dargestellt. Das Kühlsystem dient
insbesondere zur Kühlung eines Verbrennungsmotors des Kraftfahrzeuges. Landwirtschaftliche
Kraftfahrzeuge können beispielsweise selbstfahrende Erntemaschinen oder Traktoren
sein. Der Ausgleichsbehälter 10 weist eine Kühlmittelkammer 12 zur Aufnahme eines
Kühlmittels des Kühlsystems auf. Die Kühlmittelkammer 12 ist über einen Anschlussstutzen
14 und Entlüftungsstutzen 16 fluiddurchlässig mit dem Kühlsystem verbindbar. Die Kühlmittelkammer
12 ist oberhalb einer Expansionskammer 18 angeordnet, wobei die Kühlmittelkammer 12
und die Expansionskammer 18 durch eine Trennwand 20 fluiddicht voneinander getrennt
sind. Die Trennwand 20 ist in einer Einbaulage des Ausgleichbehälters 10 schräg, unter
einem Winkel von ungefähr 20 Grad zur Waagerechten, angeordnet. Eine Überströmleitung
22, welche teilweise außerhalb des und beabstandet zu dem Ausgleichsbehälters 10 angeordnet
ist, weist ein erstes Ende 24 und ein zweites Ende 26 zur Verbindung eines oberen
Bereiches der Kühlmittelkammer 12 mit einem unteren Bereich der Expansionskammer 18
auf.
[0028] Der Ausgleichsbehälter 10 weist einen Grundkörper 28 auf, welcher in Form eines Abschnittes
eines extrudierten, Profils (nicht dargestellt) mit einer Längsachse (nicht dargestellt)
ausgebildet ist. Der Grundkörper 28 ist rahmenförmig, offen ausgebildet und weist,
eine Oberseite 30 mit einem Boden 32 verbindende, Seitenwände 34 auf. Der rahmenförmig,
offen ausgebildete Grundkörper 28 hat eine Vorderseite und eine Rückseite, die jeweils
durch mindestens ein Abdeckelement 36 verschließbar sind. Die Vorderseite und/oder
Rückseite des Grundkörpers 28 kann jeweils durch mehrere Abdeckelemente 36, welche
jeweils einen Teilbereich der Vorderseite oder Rückseite abdecken, verschlossen sein.
Die Abdeckelemente 36 und der Grundkörper 28 sind durch stoffschlüssiges Fügen, wie
Kleben, Schweißen oder Kunststoffschweißen, beispielsweise Ultraschallschweißen, miteinander
fluiddicht verbindbar.
[0029] Die Trennwand 20 kann einstückig mit dem aus einem extrudierten, Profil abgetrennten
Grundkörper 28 ausgebildet sein. Innerhalb der Kühlmittelkammer 12 und der Expansionskammer
18 können paarweise und einander an der Trennwand 20 gegenüberliegend angeordnete
Schwallwände 38 angeordnet sein. Die Schwallwände 38 können in einem montierten Zustand
der Abdeckelemente 36 diese zumindest teilweise durchdringen, wodurch werkstoffabhängig,
beispielsweise Aluminium, eine fertigungstechnisch günstigere Verbindung zwischen
Schwallwand 38 und Abdeckelement 36 ermöglicht werden kann. Durch die schräg ausgebildete
Trennwand 20 und eine nach innen gewölbt ausgebildete Seitenwand 34 kann benachbart
zu dem Anschlussstutzen 14 in der Kühlmittelkammer 12 eine erste Kühlmittelsenke 40
ausgebildet sein. Der Boden 32 weist einen ersten Bodenbereich 42 und einen zweiten
Bodenbereich 44 auf, die V-förmig aneinander angeordnet sind. Der erste und der zweite
Bodenbereich 42,44 schließen einen Winkel von ungefähr 140 Grad ein, wodurch in dem
unteren Bereich der Expansionskammer 18 ein zweiter Kühlmittelsumpf 46 ausgebildet
wird. Der zweite Bodenbereich 44 ist im Wesentlichen parallel zu der Trennwand 20
angeordnet. Das zweite Ende 26 der Überströmleitung 22 ist in dem zweiten Kühlmittelsumpf
46 angeordnet. Über die Überströmleitung 22 ist der zweite Kühlmittelsumpf 46 fluiddurchlässig
mit einer ersten Verschlusseinheit 48 an der Oberseite 30 des Grundkörpers 28 und
des Ausgleichbehälters 10 verbunden. Die erste Verschlusseinheit 48 ist der Kühlmittelkammer
12 zugeordnet und umfasst einen Kragen 50, an dem das erste Ende 24 der Überströmleitung
22 fluiddurchlässig angeordnet ist, und einen Verschluss 52 zum fluiddichten verschließen
einer Öffnung (nicht dargestellt), beispielsweise zum Nachfüllen eines Kühlmittels
in die Kühlmittelkammer 12. Eine zweite Verschlusseinheit 54 ist in einem oberen Bereich
der Expansionskammer 18 an einer Seitenwand 34 angeordnet. Die zweite Verschlusseinheit
54 weist ebenfalls einen Kragen 50 und einen Verschluss 52 auf. An dem Kragen 50 der
zweiten Verschlusseinheit 54 ist ein Entlüftungsstutzen 16 für die Expansionskammer
18 angeordnet.
[0030] Die erste und die zweite Verschlusseinheit 48,54 weisen jeweils einen Verschluss
52 auf, in dem ein Überdruckventil 56 und ein Unterdruckventil 58 zum Abbau eines
Über- und Unterdruckes auf einen vorbestimmten Druck angeordnet sind (Fig. 2). In
einem oberen Bereich der Kühlmittelkammer 12 ist in einem in der Einbaulage vertikal
ausgerichteten Bereich der Seitenwand 34, zwischen dem Anschlussstutzen 14 und der
ersten Verschlusseinheit 48 ein Schauglas 60 angeordnet. In dem gezeigten Abdeckelement
36, welches zweiteilig ausgebildet ist, ist an der Vorderseite des Grundkörpers 28
eine Aufnahme zur Halterung eines Schwimmschalters 62 in vertikaler Richtung im Wesentlichen
mittig an dem die Kühlmittelkammer 12 abdeckenden Abdeckelement 36 angeordnet, wobei
die Aufnahme des Schwimmerschalters 62 entsprechend eines Kühlmittelstandes eines
Restvolumens an Kühlmittel an der Kühlmittelkammer 12 angeordnet sein kann. Das Abdeckelement
36 zum fluiddichten Verschließen der Vorderseite des Grundkörpers 28 ist zweiteilig
ausgebildet, wobei die Schwallwände 38 das Abdeckelement 36 durchdringen. An den Seitenwänden
34 des Ausgleichsbehälters 10 sind Befestigungswinkel 64 zur seitlichen Montage des
Ausgleichsbehälters 10 angeordnet.
[0031] In der Fig. 3A ist der Ausgleichsbehälter 10 in einer teilweise geschnittenen Ansicht
dargestellt, wobei die obere Kühlmittelkammer 12 unverschlossen und die darunter angeordnete
Expansionskammer 18 durch ein Abdeckelement 36 verschlossen dargestellt sind. Der
Anschlussstutzen 14 des Ausgleichsbehälters 10 kann fluiddurchlässig mit einer Kühlmittelpumpe
(nicht dargestellt) des Kühlsystems verbunden sein. In einem Betriebszustand kann
aus der im Wesentlichen vollständig mit Kühlmittel gefüllten Kühlmittelkammer 12 Kühlmittel
über den Anschlussstutzen 14 von der Kühlmittelpumpe angesaugt werden. Bei einem Überdruck
(Fig. 3B) in dem Kühlsystem und einer Ausdehnung des Kühlmittels kann das Kühlmittel
über die Entlüftungsstutzen 16 in die Kühlmittelkammer 12 strömen. Kühlmittel, welches
nicht in der Kühlmittelkammer 12 aufgenommen und nicht über den Anschlussstutzen 14
abgeführt werden kann, strömt über die Überströmleitung 22 von der Kühlmittelkammer
12 in die Expansionskammer 18. Das Kühlmittel in der Expansionskammer 18 sammelt sich
bevorzugt in dem zweiten Kühlmittelsumpf 46 bodenseitig des Grundkörpers 28. Bei einem
Absinken des Druckes, beispielsweise bei einem Unterdruck, in dem Kühlsystem (Fig.
3C) strömt das Kühlmittel aus der Expansionskammer 18 über die Überströmleitung 22
zurück in die Kühlmittelkammer 12, wobei gleichzeitig Kühlmittel über den Anschlussstutzen
14 zur Kühlmittelpumpe strömen kann.
[0032] Ein teilweise mit Kühlmittel gefüllter Ausgleichsbehälter 10 ist in Fig. 4 dargestellt,
wobei die Kühlmittelkammer 12 unverschlossen und die Expansionskammer 18 durch ein
Abdeckelement 36 verschlossen dargestellt sind. Die gezeigten Kühlmittelstände in
dem Ausgleichsbehälter 10 entsprechen jeweils einer Neigung des Ausgleichsbehälters
10 um ungefähr 20 Grad zu jeder Seite. In jeder Lage ist der erste Kühlmittelsumpf
40 mit Kühlmittel gefüllt und das Kühlmittel ist über den Anschlussstutzen 14 ansaugbar,
so dass eine ausreichende Versorgung der Kühlpumpe mit Kühlmittel ermöglicht werden
kann.
[0033] Ein Abschnitt eines entlang einer Längsachse 66 extrudierten, beispielsweise stranggepressten,
Profils 68 ist in Fig. 5 dargestellt. Der Abschnitt des Profils 68 ist durch Abtrennen
eines Teils des Profils 68 generiert und ist der Grundkörper 28 für den Ausgleichsbehälter
10. Die Länge des Profils 68, des Abschnittes des Profils 68, und des Grundkörpers
28 ist entlang der Längsachse 66 bestimmbar. Die Trennwand 20 und die Schwallwände
38 (Fig. 5B) sind einstückig mit dem Grundkörper 28 ausgebildet und in dem extrudierten
Profil 68 vorgeformt. Durch die fluiddichte Trennwand 20 sind die Kühlmittelkammer
12 und die Expansionskammer 18 in dem Grundkörper 28 ausgebildet.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Ausgleichsbehälter
- 12
- Kühlmittelkammer
- 14
- Anschlussstutzen
- 16
- Entlüftungsstutzen
- 18
- Expansionskammer
- 20
- Trennwand
- 22
- Überströmleitung
- 24
- erstes Ende
- 26
- zweites Ende
- 28
- Grundkörper
- 30
- Oberseite
- 32
- Boden
- 34
- Seitenwände
- 36
- Abdeckelement
- 38
- Schwallwände
- 40
- erster Kühlmittelsumpf
- 42
- erste Bodenbereich
- 44
- zweiter Bodenbereich
- 46
- zweiter Kühlmittelsumpf
- 48
- erste Verschlusseinheit
- 50
- Kragen
- 52
- Verschluss
- 54
- zweite Verschlusseinheit
- 56
- Überdruckventil
- 58
- Unterdruckventil
- 60
- Schauglas
- 62
- Schwimmschalter
- 64
- Befestigungswinkel
- 66
- Längsachse
- 68
- Profil
1. Ausgleichsbehälter für ein Kühlsystem eines, insbesondere landwirtschaftlichen Kraftfahrzeuges,
mit einer Kühlmittelkammer (12) zur Aufnahme eines Kühlmittels, wobei die Kühlmittelkammer
(12) über mindestens einen Anschlussstutzen (14) und mindestens einen Entlüftungsstutzen
(16) fluiddurchlässig mit dem Kühlsystem verbindbar ist, einer durch eine Trennwand
(20) von der Kühlmittelkammer (12) abgetrennten Expansionskammer (18), wobei die Expansionskammer
(18) im Wesentlichen unterhalb der Kühlmittelkammer (12) angeordnet ist, und einer
Überströmleitung (22), welche ein erstes und ein zweites Ende (24,26) zur Verbindung
eines oberen Bereiches der Kühlmittelkammer (12) mit einem unteren Bereich der Expansionskammer
(18) aufweist, wobei die Kühlmittelkammer (12) und/oder die Expansionskammer (18)
mindestens eine Verschlusseinheit (48, 54) aufweist, und wobei der Ausgleichsbehälter
(10) einen durch mindestens zwei Abdeckelemente (34) fluiddicht verschlossenen Grundkörper
(28) aufweist, der in Form eines Abschnittes eines extrudierten Profils (68) ausgebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Verschlusseinheit (48,54) und/oder ein Entlüftungsstutzen (16) durch
Ausbilden einer entsprechenden Öffnung in dem Grundkörper (28) montiert ist.
2. Ausgleichsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (20) in einer Einbaulage schräg unter einem Winkel von 10 Grad bis
30 Grad, vorzugsweise von 20 Grad, zur Waagerechten angeordnet ist.
3. Ausgleichsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Boden (32) des Grundkörpers (28) einen ersten und einen zweiten Bodenbereich
(42,44) aufweist, wobei der erste und der zweite Bodenbereich (42,44) v-förmig angeordnet
sind.
4. Ausgleichsbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (66) mindestens eine der Kühlmittelkammer (12) und/oder der Expansionskammer
(18) zugeordnete Schwallwand (38) aufweist.
5. Ausgleichsbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinheit (48,54) ein Überdruckventil (56) und/oder ein Unterdruckventil
(58) aufweist.
6. Ausgleichsbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überströmleitung (22), die zumindest teilweise außerhalb des Ausgleichsbehälters
(10) angeordnet ist, ein erstes Ende (24) und ein zweites Ende (26) zur Verbindung
eines oberen Bereiches der Kühlmittelkammer (12) mit einem unteren Bereich der Expansionskammer
(14) aufweist.
7. Ausgleichsbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schauglas (60) und/oder ein Schwimmschalter (62) vorgesehen ist.
8. Ausgleichsbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte Profil (68) und/oder die Abdeckelemente (36) aus Aluminium oder Kunststoff
hergestellt sind.
9. Landwirtschaftliches Kraftfahrzeug mit mindestens einem Ausgleichsbehälter (10) nach
einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Verfahren zur Herstellung eines Ausgleichsbehälters nach einem der Ansprüche 1 bis
8, für ein, insbesondere landwirtschaftliches, Kraftfahrzeug, umfassend die Schritte
- Bereitstellen eines Abschnittes eines extrudierten Profils (68) als Grundkörper
(28) für einen Ausgleichsbehälter (10), umfassend eine Kühlmittelkammer (12), eine
Trennwand (20) und eine Expansionskammer (18),
- Bereitstellen von Abdeckelementen (36),
- Montage mindestens einer Verschlusseinheit (48, 54) und/oder eines Stutzens (14,
16),
- Montage einer Überströmleitung (22),
- fluiddichtes Verbinden des Grundkörpers (28) mit Abdeckelementen (36),
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Montage der Verschlusseinheit (48, 54) und/oder des Entlüftungsstutzens (16) entsprechende
Öffnungen in dem Grundkörper (28) ausgebildet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, weiter umfassend den Schritt
- Ablängen des extrudierten Profils (68).
1. A compensation tank for a cooling system of an in particular agricultural motor vehicle
comprising a coolant chamber (12) for receiving a coolant, wherein the coolant chamber
(12) can be connected in fluid-conducting relationship to the cooling system by way
of at least one connecting portion (14) and at least one venting portion (16), an
expansion chamber (18) separated from the coolant chamber (12) by a partition (20),
wherein the expansion chamber (18) is disposed substantially below the coolant chamber
(12), and an overflow conduit (22) which has a first and a second end (24, 26) for
connecting an upper region of the coolant chamber (12) to a lower region of the expansion
chamber (18), wherein the coolant chamber (12) and/or the expansion chamber (18) has
at least one closure unit (48, 54) and wherein the compensation tank (10) has a main
body (28) which is fluid-tightly closed by at least two cover elements (34) and which
is in the form of a portion of an extruded profile (68),
characterised in that
at least one closure unit (48, 54) and/or a venting connection (16) is mounted by
the provision of a corresponding opening in the main body (28).
2. A compensation tank according to claim 1 characterised in that in an installation position the partition (20) is arranged inclinedly at an angle
of 10 degrees to 30 degrees, preferably 20 degrees, relative to the horizontal.
3. A compensation tank according to claim 1 or claim 2 characterised in that a bottom (32) of the main body (28) has a first and a second bottom region (42, 44),
wherein the first and second bottom regions (42, 44) are arranged in a v-shape.
4. A compensation tank according to one of the preceding claims characterised in that the profile (66) has at least one baffle (38) associated with the coolant chamber
(12) and/or the expansion chamber (18).
5. A compensation tank according to one of the preceding claims characterised in that the closure unit (48, 54) has a pressure relief valve (56) and/or a vacuum relief
valve (58).
6. A compensation tank according to one of the preceding claims characterised in that the overflow conduit (22) which is at least partially arranged outside the compensation
tank (10) has a first end (24) and a second end (26) for connecting an upper region
of the coolant chamber (12) to a lower region of the expansion chamber (14).
7. A compensation tank according to one of the preceding claims characterised in that there is provided a sight glass (60) and/or a float switch (62).
8. A compensation tank according to one of the preceding claims characterised in that the extruded profile (68) and/or the cover elements (36) are made from aluminium
or plastic.
9. An agricultural motor vehicle having at least one compensation tank (10) according
to one of claims 1 to 8.
10. A process for the production of a compensation tank according to one of claims 1 to
8 for an in particular agricultural motor vehicle including the steps:
- providing a portion of an extruded profile (68) as a main body (28) for a compensation
tank (10) including a coolant chamber (12), a partition (20) and an expansion chamber
(18),
- providing cover elements (36),
- mounting at least one closure unit (48, 54) and/or a connection (14, 16),
- mounting an overflow conduit (22), and
- fluid-tightly connecting the main body (28) to cover elements (36),
characterised in that
for mounting the closure unit (48, 54) and/or the venting portion (16) corresponding
openings are provided in the main body (28).
11. A process according to claim 10 and further including the step:
- cutting the extruded profile (68) to length.
1. Vase d'expansion pour un système de refroidissement d'un véhicule automobile, en particulier
agricole, comprenant une chambre de liquide de refroidissement (12) destinée à recevoir
un liquide de refroidissement, la chambre de liquide de refroidissement (12) étant
reliée au système de refroidissement de manière perméable aux fluides par au moins
une tubulure de raccordement (14) et au moins une tubulure d'aération (16), une chambre
d'expansion (18) séparée de la chambre de liquide de refroidissement (12) par une
paroi de séparation (20), la chambre d'expansion (18) étant disposée sensiblement
sous la chambre de liquide de refroidissement (12), et une conduite de trop-plein
(22), laquelle présente une première et une deuxième extrémité (24, 26), pour relier
une zone supérieure de la chambre de liquide de refroidissement (12) à une zone inférieure
de la chambre d'expansion (18), la chambre de liquide de refroidissement (12) et/ou
la chambre d'expansion (18) présentant au moins une unité de fermeture (48, 54), et
le vase d'expansion (10) présentant un corps de base (28) fermé de manière étanche
aux fluides par au moins deux éléments de recouvrement (34) et réalisé sous la forme
d'une section d'un profilé extrudé (68), caractérisé en ce qu'au moins une unité de fermeture (48, 54) et/ou une tubulure d'aération (16) est montée
dans le corps de base (28) par formation d'une ouverture correspondante.
2. Vase d'expansion selon la revendication 1, caractérisé en ce que la paroi de séparation (20) est disposée dans une position de montage inclinée d'un
angle de 10 degrés à 30 degrés, de préférence de 20 degrés, par rapport à l'horizontale.
3. Vase d'expansion selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce qu'un fond (32) du corps de base (28) présente une première et une deuxième zone de fond
(42, 44), la première et la deuxième zone de fond (42, 44) étant disposées en forme
de V.
4. Vase d'expansion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé (66) présente au moins une paroi déflectrice (38) associée à la chambre
de liquide de refroidissement (12) et/ou à la chambre d'expansion (18).
5. Vase d'expansion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de fermeture (48, 54) présente une soupape de surpression (56) et/ou une
soupape de dépression (58).
6. Vase d'expansion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la conduite de trop-plein (22) qui est disposée au moins en partie à l'extérieur
du vase d'expansion (10) présente une première extrémité (24) et une deuxième extrémité
(26) pour relier une zone supérieure de la chambre de liquide de refroidissement (12)
à une zone inférieure de la chambre d'expansion (14).
7. Vase d'expansion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un verre-regard (60) et/ou un interrupteur à flotteur (62) sont prévus.
8. Vase d'expansion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profil extrudé (68) et/ou les éléments de recouvrement (36) sont réalisés en aluminium
ou en matière plastique.
9. Véhicule automobile agricole doté d'au moins un vase d'expansion (10) selon l'une
des revendications 1 à 8.
10. Procédé de fabrication d'un vase d'expansion selon l'une des revendications 1 à 8,
pour un véhicule automobile, en particulier agricole, comprenant les étapes consistant
à :
- mettre à disposition une section d'un profilé extrudé (68) en tant que corps de
base (28) d'un vase d'expansion (10) comprenant une chambre de liquide de refroidissement
(12), une paroi de séparation (20) et une chambre d'expansion (18),
- mettre à disposition des éléments de recouvrement (36) ,
- monter au moins une unité de fermeture (48, 54) et/ou une tubulure (14, 16),
- monter une conduite de trop-plein (22),
- relier de manière étanche aux fluides le corps de base (28) aux éléments de recouvrement
(36),
caractérisé en ce que
pour monter l'unité de fermeture (48, 54) et/ou la tubulure d'aération (16), des ouvertures
correspondantes sont formées dans le corps de base (28).
11. Procédé selon la revendication 10, comprenant en outre l'étape consistant à
- mettre à longueur le profilé extrudé (68).