| (19) |
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(11) |
EP 2 906 078 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.12.2016 Patentblatt 2016/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.10.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/070453 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/056763 (17.04.2014 Gazette 2014/16) |
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| (54) |
AUSZUGSFÜHRUNG
PULL-OUT GUIDE
SYSTÈME DE GLISSIÈRE TÉLESCOPIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.10.2012 DE 102012109760 22.03.2013 DE 102013102944
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.08.2015 Patentblatt 2015/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Paul Hettich GmbH & Co. KG |
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32278 Kirchlengern (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BACHOR, Jürgen
32278 Kirchlengern (DE)
- JÄHRLING, Peter
32257 Bünde (DE)
- REHAGE, Daniel
09137 Chemnitz (DE)
- REIDT, Daniel
32052 Herford (DE)
- BASTKOWSKI, Sebastian
32052 Herford (DE)
- FROBIETER, Edgar
49205 Hasbergen (DE)
- KUNSCH, Matthias
32051 Herford (DE)
- KOLDEWEY, Christian
33611 Bielefeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
|
Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U1-202006 000 519 US-A1- 2012 020 593
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US-A1- 2006 186 773
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auszugsführung, insbesondere für Haushaltsgeräte
oder Möbel, mit mindestens drei relativ zueinander verfahrbar gelagerten Schienen,
wobei eine Schiene an einem Korpus festlegbar ist und eine Schiene mit einem Schubelement
verbindbar ist, wobei ein Sperrmechanismus vorgesehen ist, um eine erste Schiene relativ
zu einer zweiten Schiene in einer vorbestimmten Position gegen eine Bewegung zu sperren.
[0002] Die
WO 2010/060724 offenbart eine Auszugsführung, bei der zwischen den einzelnen Schienen Rastmittel
vorgesehen sind, die es ermöglichen, die verfahrbare Laufschiene in einer Auszugsposition
zu verrasten. Die Rastelemente umfassen dabei Federelemente, die an entsprechenden
Rastausnehmungen oder Vorsprüngen festlegbar sind. Zwar ist mit dieser Anordnung ein
Verrasten der Laufschiene in einer oder mehreren Positionen möglich, allerdings sind
die Rastkräfte nur ungenau bestimmbar, denn gerade bei einem Vollauszug mit mindestens
drei Schienen sind zwei Rastmittel vorgesehen, wobei zum Verfahren der Laufschiene
eines der beiden Rastmittel gelöst werden muss. Mit den Rastmitteln lässt sich daher
keine Ablaufsteuerung für eine Auszugsführung realisieren, bei der bestimmt wird,
wann welche Schiene bewegt wird. Zudem besteht das Problem, dass beim Einfahren oder
Ausfahren der Laufschiene ein Verrasten in einer Zwischenposition aufgehoben werden
muss, was als störend bei einer kontinuierlichen Bewegung empfunden wird.
[0003] Auch die
US 2012/020593 A1 offenbart eine Auszugsführung mit einer Führungsschiene und mindestens einer zusätzlichen
Schiene, die mindestens ein Rastmittel aufweisen, um die zusätzliche Schiene in einer
vorbestimmten Position an der Führungsschiene oder einer weiteren zusätzlichen Schiene
lösbar zu fixieren. Das Rastmittel umfasst ein Federelement, welches mit einer im
Abstand zu einer Lauffläche angeordneten Profilierung oder Aussparung an einer Schiene
in Eingriff bringbar ist.
[0004] In der
DE 20 2006 000 519 U1 ist eine Sperrvorrichtung für eine Außenschiene, eine Mittelschiene, und eine Innenschiene,
offenbart, wobei die Sperrvorrichtung derart ausgebildet ist, dass beim Herausziehen
der Innenschiene zuerst die Innen- und Mittelschiene in Mitnahme zusammen von der
Außenschiene herausgezogen werden, in dem die Mittelschiene gegen ein weiteres Herausziehen
von der Außenschiene gesichert wird, und bei einem weiteren Herausziehen der Innenschiene
diese von der Mittelschiene entkoppelt und herausgezogen wird, in dem die Innenschiene
gegen ein weiteres Herausziehen aus der Mittelschiene gesichert wird.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auszugsführung zu schaffen,
die eine definierte Ablaufsteuerung besitzt und eine hohe Funktionssicherheit besitzt.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Auszugsführung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst die Auszugsführung einen Sperrmechanismus mit einem Sperrelement,
das federnd in die Sperrposition vorgespannt ist. Durch den Einsatz eines Sperrelementes
ist zunächst sichergestellt, dass eine Schiene der Auszugsführung gegen eine Bewegung
blockiert werden kann, also ein Sperren stattfindet und nicht nur ein Verrasten, bei
dem die Verrastung durch Überwindung der Rastkräfte gelöst werden kann. Dadurch kann
mit dem Sperrmechanismus eine definierte Ablaufsteuerung bereitgestellt werden, die
aufgrund der Vorspannung des Sperrelementes eine hohe Funktionssicherheit auch bei
längerem Gebrauch besitzt.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Sperrelement an einer
der Schienen der Auszugsführung festgelegt, so dass sich ein kompakter Aufbau mit
nur wenigen Bauteilen ergibt. Die Festlegung kann dabei kraft-, form- oder stoffschlüssig
an der jeweiligen Schiene erfolgen.
[0009] Vorzugsweise ist ein Entriegelungselement vorgesehen, um den Sperrmechanismus zu
entriegeln und eine Bewegung der ersten Schiene zu der zweiten Schiene zu ermöglichen.
Ein solches zusätzliches Entriegelungselement verhindert Fehlbetätigungen bei der
Auszugsführung, wobei das Entriegelungselement für den Sperrmechanismus vorzugsweise
an der dritten Schiene vorgesehen ist. Dann kann das Entriegelungselement zusammen
mit der dritten Schiene bewegt werden, wobei über das Entriegelungselement ein Sperrelement
beispielsweise senkrecht zur Längsrichtung der Schienen bewegbar ist. Dies ermöglicht
eine besonders zuverlässige Funktion der Auszugsführung, wobei nur geringe Kräfte
für eine Entriegelung aufgewendet werden müssen. Die Entriegelung ist für den Anwender
dadurch kaum spürbar.
[0010] Für eine einfache mechanische Ausgestaltung des Sperrmechanismus kann dieser ein
Sperrelement aufweisen, das direkt an der ersten oder zweiten Schiene angreift, beispielsweise
an einem Vorsprung oder einer Aussparung.
[0011] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weist der Sperrmechanismus ein Sperrelement
auf, das an einem Gleitelement, an einem Wälzkörperkäfig oder einem Wälzkörper zwischen
der zweiten und der dritten Schiene angreift. Dies ermöglicht einen besonders kompakten
Aufbau, wobei das Sperrelement eine Aussparung oder Öffnung in einer der Schienen
durchgreifen kann, um zu dem Gleitelement, dem Wälzkörperkäfig oder dem Wälzkörper
zu gelangen. Die Wälzkörper können dabei verschiedene Geometrien aufweisen, beispielsweise
kugelförmig, rollenförmig oder tonnenförmig.
[0012] Das Sperrelement kann dabei als biegbarer Hebel ausgebildet sein, der einen Betätigungsabschnitt
aufweist, an dem ein Entriegelungselement angreifen kann. Dadurch kann mit geringen
Kräften ein Entriegeln des Sperrmechanismus vorgenommen werden.
[0013] Für eine zuverlässige Blockade kann das Sperrelement als Vorsprung an einem biegbaren
Hebel ausgebildet sein, der beispielsweise eine Aussparung an einer Schiene durchgreift
und einen Anschlag für einen Wälzkörperkäfig, einen Wälzkörper oder einen Wandabschnitt
einer Schiene ausbildet
[0014] Um ein Verrasten der Auszugsführung in einer vorbestimmten Position zu ermöglichen,
ist vorzugsweise ein Rastmechanismus vorgesehen. Der Rastmechanismus kann dabei ein
Federelement aufweisen, das vor Erreichen der vorbestimmten Position der ersten, zweiten
oder dritten Schiene gebogen wird, um dann hinter einem Rastmittel einzugreifen. Das
Rastmittel kann an einer der Schienen als Vorsprung oder Aussparung ausgebildet sein,
aber als Rastmittel kann auch ein Wälzkörper oder ein Vorsprung bzw. eine Aussparung
an einem Wälzkörperkäfig dienen.
[0015] Vorzugsweise sind das Sperrelement des Sperrmechanismus und/oder das Federelement
des Rastmechanismus aus einem Metallblech oder Draht hergestellt, so dass die Auszugsführung
auch bei höheren Temperaturen einsetzbar ist. Vorzugsweise wird die Auszugsführung
zum Verschieben eines Gargutträgers in einem Backofen verwendet. Die Auszugsführung
kann natürlich auch bei anderen Haushaltsgeräten, Möbeln oder anderen Einrichtungen
zur verschiebbaren Lagerung von Gegenständen eingesetzt werden. Die Auszugsführung
kann in einem Autoklav sterilisiert werden und ist daher auch zum Einsatz im medizinischen
Bereich sowie in Laboratorien geeignet. Weiterhin ist die Auszugsführung zum Einsatz
in Reinräumen geeignet.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1 bis 7
- mehrere Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Auszugsführung;
- Figuren 8 bis 11
- mehrere Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Auszugsführung;
- Figuren 12 bis 16
- mehrere Ansichten einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Auszugsführung;
- Figuren 17 bis 19
- mehrere Ansichten eines vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Auszugsführung,
und
- Figuren 20 bis 26
- mehrere Ansichten eines fünften Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Auszugsführung.
[0017] Eine Auszugsführung 1 umfasst eine an einem Korpus eines Möbels oder eines Haushaltsgerätes
festlegbare erste Schiene 2, die meist stationär angeordnet ist, eine zweite Schiene
3, die als Mittelschiene ausgebildet ist, sowie eine dritte Schiene 4, die auch als
Laufschiene bezeichnet wird, an der Schubelemente, wie Schubkästen, Gargutträger oder
andere Bauteile bewegbar gelagert werden. Ein an der dritten Schiene 4 nach oben ragender
Stopfen 7 dient zur Halterung eines Schubelementes, beispielsweise eins Gargutträgers,
während an der gegenüberliegenden Vorderseite eine Platte 15 an der ersten Schiene
4 festgelegt ist.
[0018] Wie in Figur 1 gezeigt ist, befindet sich an der dritten Schiene 4 ein Rastmechanismus
10 mit einem biegbaren Federelement 11, das mit einem Vorsprung 12 eine Öffnung 13
in der ersten Schiene 4 durchgreift. Der Vorsprung 12 ragt von der Schiene 4 nach
innen hervor und liegt dort hinter einem kugelförmigen Wälzkörper 6 an einem Wälzkörperkäfig
5 an. Beim Verfahren der dritten Schiene 4 wird der Wälzkörperkäfig 5 mit den Wälzkörpern
6 entlang der zweiten Schiene 3 und der dritten Schiene 4 verfahren, bis der hinterste
Wälzkörper 6 das biegbare Federelement 11 nach außen auslenkt und der Vorsprung 12
dann hinter dem ersten Wälzkörper 6 verrastet. Um den Rastmechanismus 10 aus der Rastposition
zu lösen, muss nun die erste Schiene 4 wieder in Schließrichtung bewegt werden, wodurch
der Vorsprung 12 durch den hintersten Wälzkörper 6 nach außen ausgelenkt wird, gegen
die Kraft des Federelementes 11. Durch die vergleichsweise exakte Führung des Wälzkörpers
6 zwischen der dritten Schiene 4 und der zweiten Schiene 3 ist die Auslenkung des
Federelementes 11 beim Verrasten bzw. Entrasten exakt definiert, so dass die Rastkräfte
entsprechend eingestellt werden können. Es ist natürlich möglich, statt einer Verrastung
des Federelementes 11 an einem Wälzkörper 6 auch eine Verrastung an einem Vorsprung
oder einer Aussparung an dem Wälzkörperkäfig 5 vorzunehmen.
[0019] Ferner ist ein Sperrmechanismus 40 vorgesehen (Figur 2), der zwischen der ersten
Schiene 2 und der zweiten Schiene 3 wirkt. Es ist natürlich möglich, den Rastmechanismus
10 an der ersten Schiene 2 oder der zweiten Schiene 3 anzuordnen und den Sperrmechanismus
40 an der dritten Schiene 4 vorzusehen. Nachfolgend werden lediglich die gezeigten
Ausführungsbeispiele erläutert, wobei es auch möglich ist, die Position und die Anordnung
des jeweiligen Rastmechanismus und/oder Sperrmechanismus zu ändern, je nachdem, welche
baulichen Vorgaben für die jeweilige Auszugsführung bestehen.
[0020] Der Sperrmechanismus 40 umfasst einen biegbaren Federsteg 41, der mit einem Vorsprung
42 die erste Schiene 2 durchgreift. Auf der zu dem Vorsprung 42 abgewandten Seite
ist ein Befestigungsabschnitt 43 vorgesehen, an dem der Federsteg 41 an einer Außenseite
der ersten Schiene 2 festgelegt ist, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben. Zwischen
der ersten Schiene 2 und der zweiten Schiene 3 ist ein Wälzkörperkäfig 5 mit einer
Vielzahl von Wälzkörpern 6 vorgesehen, wobei in dem Wälzkörperkäfig 5 eine Aussparung
44 des Sperrmechanismus angeordnet ist.
[0021] Zwischen der zweiten Schiene 3 und der dritten Schiene 4 befindet sich ebenfalls
ein Wälzkörperkäfig 5 mit einer Vielzahl von Wälzkörpern 6, wobei integral mit dem
Wälzkörperkäfig 5 ein Betätigungsabschnitt 45 zum Entriegeln des Sperrmechanismus
40 ausgebildet ist.
[0022] In den Figuren 3 und 4 ist der Sperrmechanismus 40 in einer verriegelten Position
gezeigt, während der Rastmechanismus 10 bereits gelöst wurde und die erste Schiene
4 in Schließrichtung verfahren wurde. Das Entriegelungselement 45 an dem Wälzkörperkäfig
5 befindet sich nun benachbart zu dem Federsteg 41, wobei an dem Entriegelungselement
45 Anlaufschrägen 46 ausgebildet sind, die dazu dienen, den Federsteg 41 nach außen
zu bewegen, um den Vorsprung 42 aus der Aussparung 44 an dem Wälzkörperkäfig 5 zu
bringen. Das Entriegelungselement 45 wirkt dabei auf einen Betätigungsabschnitt 48,
der integral mit dem Federsteg 41 ausgebildet ist. Wie in der vergrößerten Ansicht
der Figur 5 zu erkennen ist, befindet sich der Betätigungsabschnitt 48 mit einem abgewinkelten
Vorsprung zwischen der ersten Schiene 2 und der dritten Schiene 4 und kann somit in
Eingriff mit den Anlaufschrägen 46 des Entriegelungselementes 45 gebracht werden.
Beim Überfahren des Entriegelungselementes 45 wird der Vorsprung 42 kurzzeitig aus
der Aussparung 44 in dem Wälzkörperkäfig 5 gebracht, so dass dann die zweite Schiene
3 in Schießrichtung relativ zu der ersten Schiene 2 verfahren werden kann.
[0023] In Figur 6 ist eine rückseitige Ansicht der Auszugsführung 1 gezeigt. Die zweite
Schiene 3 besitzt zwei im Querschnitt kreuzförmige Abschnitte 31 und 32, an denen
jeweils drei gekrümmte Laufbahnen für kugelförmige Wälzkörper 6 ausgebildet sind.
Die Wälzkörper 6 sind dabei an einem Wälzkörperkäfig 5 gehalten, dessen Bewegung durch
Profilierungen 9 oder 19 in Längsrichtung der Schienen 2, 3 und 4 begrenzt wird.
[0024] Der nach innen gerichtete Betätigungsabschnitt 48 wird beim Überfahren des Entriegelungselementes
45 nach außen gedrückt, wodurch sich gleichzeitig der Vorsprung 42 aus der Aussparung
in den Wälzkörperkäfig 5 herausbewegt. Gleichzeitig kann der Wälzkörperkäfig 5 frei
bewegt werden oder durch eine Profilierung an der zweiten Schiene 3 in Schließrichtung
bewegt werden.
[0025] In Figur 7 ist der Wälzkörperkäfig 5 dargestellt, der zwischen der zweiten Schiene
3 und der dritten Schiene 4 angeordnet ist. An dem Wälzkörperkäfig 5 ist eine Vielzahl
von Taschen 60 für die Aufnahme eines kugelförmigen Wälzkörpers ausgebildet. Ferner
ist ein nach unten hervorstehender stegförmiges Entriegelungselement 45 vorgesehen,
an dem die Anlaufschrägen 46 angeformt sind.
[0026] Bei den nachfolgenden Ausführungsbeispielen werden für die gleichen Bauteile dieselben
Bezugszeichen verwendet, wobei im Wesentlichen nur die modifizierten Bauteile in ihrer
Funktion nachfolgend erläutert werden.
[0027] In Figur 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Auszugsführung 1' dargestellt,
bei dem der Rastmechanismus 10 wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet
ist. Ferner ist zwischen der zweiten Schiene 3 und der dritten Schiene 4 ein Wälzkörperkäfig
5 angeordnet, der ein Entriegelungselement 45 mit Anlaufschrägen 46 aufweist, wie
dies in Figur 7 auch gezeigt ist.
[0028] Die Auszugsführung 1' umfasst einen modifizierten Sperrmechanismus 50, der außen
an der ersten Schiene 2 angebracht ist. Der Sperrmechanismus 50 umfasst ein biegbares
Federelement 51, das auf einer Seite einen Vorsprung 52 aufweist, der eine Öffnung
53 in der ersten Schiene 2 durchgreift und an dem rückwärtige Ende einen klammerartigen
Abschnitt 54 aufweist, der benachbart zu einer Platte 15 der Auszugsführung 1' angeordnet
ist, wobei eine andere Anordnung ebenfalls denkbar ist. Der klammerartige Abschnitt
54 umgreift die erste Schiene 2 U-förmig und kann durch Schweißen oder Kleben an der
ersten Schiene 2 fixiert sein. Oberhalb des Vorsprunges 52 ist ein Betätigungsabschnitt
58 an dem Federelement 51 ausgebildet, das über das Entriegelungselement 45 bewegbar
ist. In Figur 10 ist die Aussparung 53 in der ersten Schiene 2 gezeigt, die von dem
Vorsprung 52 durchgriffen ist. Ferner ist ein Ende 55 des klammerartigen Abschnitts
54 gezeigt, der die Schiene 2 U-förmig umgreift. Es ist auch denkbar, dass anstelle
des klammerartigen Abschnittes 54 ein abgewinkelter L-förmiger oder anders gestalteter
Bereich anliegt oder umgreift.
[0029] Wie in Figur 11 zu sehen ist, befindet sich das Entriegelungselement 45 mit den Anlaufschrägen
46 in einem Bereich des Betätigungsabschnittes 58, so dass beim Überfahren des Entriegelungselementes
45 der Betätigungsabschnitt 58 nach außen gedrückt wird, wodurch auch der Vorsprung
52 aus einer Aussparung in dem Wälzkörperkäfig 5 zwischen der ersten Schiene 2 und
der zweiten Schiene 3 herausbewegt wird. Dadurch kann der Sperrmechanismus 50 entriegelt
werden, so dass dann die erste Schiene relativ zu der dritten Schiene 3 verfahren
werden kann.
[0030] In Figur 12 ist ein drittes Ausführungsbeispiel einer Auszugsführung 1" gezeigt,
bei dem die Schienen 2, 3 und 4 in einer Einzugsposition dargestellt sind. Die Auszugsführung
1" umfasst einen Rastmechanismus 10, der wie bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen
ausgebildet ist, allerdings zusätzlich ein Entriegelungselement 75 aufweist, das von
dem Federsteg 11 nach unten hervorsteht. Ferner ist ein modifizierter Sperrmechanismus
70 vorgesehen, der einen länglichen Federsteg 71 aufweist, der mit einem Endabschnitt
72 an der ersten Schiene 2 festgelegt ist. Der Federsteg 71 ist parallel zur Längsrichtung
der ersten Schiene 2 ausgerichtet und kann im Bereich eines Vorsprunges 74 nach außen
gebogen werden. Anstelle eines länglichen Federsteges 71 ist hier auch ein klammerartiger
Sperrmechanismus denkbar, der die Schiene 2 quer zur Längsrichtung umgreift.
[0031] In den Figuren 13 und 14 ist der Sperrmechanismus im Detail gezeigt, wobei sich die
Auszugsführung 1" in einer Auszugsposition befindet, bei der der Sperrmechanismus
70 aktiv ist. Der Sperrmechanismus 70 umfasst einen Betätigungsabschnitt 73, der benachbart
zu einem Vorsprung 74 angeordnet ist. Der Betätigungsabschnitt 73 und der Vorsprung
74 sind durch Stanzen und Biegen hergestellt und liegen in unterschiedlichen Höhen.
Der Vorsprung 74 bildet das eigentliche Sperrelement, das an einer Prägung 77 der
zweiten Schiene 3 anliegt, wie dies in Figur 14 zu sehen ist. Dadurch wird verhindert,
dass die zweite Schiene 3 sich bei aktivem Sperrmechanismus 70 in Schließrichtung
bewegt.
[0032] Zur Entriegelung des Sperrmechanismus 70 wird die dritte Schiene 4 in Schließrichtung
bewegt, bis die in den Figuren 15 und 16 gezeigte Position erreicht ist. In dieser
Position greift das Entriegelungselement 75 mit den Anlaufschrägen 76 an dem Betätigungsabschnitt
73 an, der bei einem Bewegen der dritten Schiene 4 in Schließrichtung dadurch nach
außen gedrückt wird, so dass der Vorsprung 74 außer Eingriff mit der Prägung 77 an
der zweiten Schiene 3 gelangt. Dadurch wird die Blockade der zweiten Schiene 3 in
Schließrichtung aufgehoben und die zweite Schiene 3 kann nun in Schließrichtung bewegt
werden, wobei der Betätigungsabschnitt 73 nach Überfahren der zweiten Anlaufschräge
76 eine Bewegung des Vorsprunges 74 nach innen ermöglicht, wobei dann schon die Prägung
77 auf der gegenüberliegenden Seite des Vorsprunges 74 angeordnet ist.
[0033] In den Figuren 17 bis 19 ist eine modifizierte Ausführungsform gezeigt, bei der der
Betätigungsabschnitt 73 und der Vorsprung 74 nicht übereinander, wie in Figur 16,
sondern nebeneinander angeordnet sind, wobei ein modifizierter Sperrmechanismus 70'
vorgesehen ist, an dem ein Federsteg 71 mit einem integral ausgebildeten Vorsprung
74 und einem integral ausgebildeten Betätigungsabschnitt 73 vorgesehen sind, die allerdings
in der Funktion wie bei den vorangegangenen Ausführungsbeispiele wirken. Beim Verfahren
der dritten Schiene 4 in Schließrichtung bewirkt ein an dem Federsteg ausgebildetes
Entriegelungselement 75 mit Anlaufschrägen eine Bewegung des Betätigungsabschnittes
73 nach außen, wodurch der Vorsprung 74 außer Eingriff mit der Prägung 77 an der zweiten
Schiene 3 gelangt. Dadurch wird die Blockade der mittleren zweiten Schiene 3 aufgehoben
und die Auszugsführung kann vollständig in die eingefahrene Position bewegt werden.
[0034] In den Figuren 20 bis 26 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Auszugsführung
gezeigt, bei der an drei Schienen 2, 3 und 4 ein Rastmechanismus 10 vorgesehen ist,
der wie in Figur 1 und 8 ausgebildet ist und neben dem biegbaren Federelement 11 und
dem Vorsprung 12 aufweist, wobei zusätzlich ein Entriegelungselement 75 mit einer
Anlaufschräge 76 vorgesehen ist. Beabstandet von dem Rastmechanismus 10 ist ein Sperrmechanismus
80 angeordnet, der einen biegbaren Federsteg 81 aufweist, der an einem Ende einen
Befestigungsabschnitt 83 aufweist und beabstandet von dem Befestigungsabschnitt 83
einen Vorsprung 82. In Figur 20 ist die Auszugsführung dabei in einer Einzugsposition
dargestellt.
[0035] Wie aus der vergrößerten Detailansicht der Figur 21 erkenntlich ist, greift der Rastmechanismus
mit dem Vorsprung 12 hinter einen Wälzkörper 6, der als Kugel ausgebildet ist, und
verrastet somit die Schiene 4 an der Schiene 3.
[0036] In Figur 22 ist der Sperrmechanismus 80 gezeigt, der an der Schiene 2 festgelegt
ist. An dem biegbaren Federsteg 81 ist ein Vorsprung 82 ausgebildet, der von dem streifenförmigen
Federsteg 81 im Wesentlichen senkrecht hervorsteht und zwischen die Schienen 2 und
4 eingreift. An dem Vorsprung 82 ist eine Aussparung 85 zur Aufnahme einer Prägung
77 an der Schiene 3 vorgesehen, die von einem weiteren Vorsprung 84 umgeben ist. Aus
dem Vorsprung 84 ist ferner ein Anschlag 89 ausgestellt, der verhindert, dass der
Vorsprung 82 mehr als einen gewissen Betrag von der Schiene 2 ausgelenkt wird. Für
den Entriegelungsvorgang wird der Vorsprung 82 beispielsweise zwischen 2 mm und 6
mm ausgelenkt, so dass der Anschlag 89 dazu dient, die Biegebewegung zu begrenzen,
um eine plastische Verformung des biegbaren Federsteges 81 zu vermeiden.
[0037] Wie in Figur 22 dargestellt ist, weist der Befestigungsabschnitt 83 eine schmale
Abkantung 95 in Richtung der Schiene 2 auf, die zur Vorspannung dient, um ein sicheres
Anliegen des Federsteges 81 und des hinteren Sperrfederendes nach dem Anschweißen
zu gewährleisten und damit ein ungewolltes Aufbiegen zu verhindern.
[0038] In den Figuren 23 bis 25 ist die Auszugsführung in einer Auszugsposition gezeigt,
wobei der Sperrmechanismus 80 verriegelt ist. Hierfür greift eine Prägung 77 an der
Schiene 3 in die Aussparung 85 zwischen den Vorsprüngen 82 und 84 ein. Dadurch können
die Schienen 2 und 3 nicht relativ zueinander bewegt werden, während die als Laufschiene
ausgebildete Schiene 4 nach Überwindung der Rastkräfte in eine Einzugsposition bewegt
werden kann. Bei einer Schließbewegung gelangt die Schiene 4 dann zu dem Sperrmechanismus
80, wobei an den den Vorsprüngen 82 und 84 gegenüberliegenden Seiten Anlaufschrägen
86 und 87 ausgebildet sind, die in Kontakt mit den Anlaufschrägen 76 des Entriegelungselementes
75 gelangen, so dass die Vorsprünge 82 und 84 von der Schiene 2 nach außen, maximal
bis der Anschlag 89 die Bewegung begrenzt, bewegt werden und die Prägung 77 aus der
Aussparung 85 gelangt, so dass die Schienen 2 und 3 relativ zueinander bewegt werden
können. Anschließend kann dann die Schiene 3 ebenfalls in Schließrichtung bewegt werden.
[0039] Figur 26 zeigt die Auszugsführung bei einer Ausfahrbewegung der Schienen 3 und 4,
wobei an der Schiene 3 die Prägung 77 an der Anlaufschräge 87 des Vorsprunges 82 anliegt,
so dass entsprechend der Darstellung des Pfeiles der Federsteg 81 weg von der Schiene
2 gebogen wird. Dadurch kann die Schiene 3 weiter in Ausfahrrichtung bewegt werden,
bis die Prägung 77 in die Aussparung 85 zwischen den Vorsprüngen 82 und 84 eingreift.
Damit sind die Schienen 2 und 3 gegeneinander verriegelt. Um die Biegebewegung nach
außen zu begrenzen, ist ein Anschlag 89 durch einen abgewinkelten Steg an dem Vorsprung
84 ausgebildet, der verhindert, dass der Federsteg 81 manuell weiter als für den Entriegelungsvorgang
oder den Einrastvorgang erforderlich von der Schiene 2 wegbewegt wird.
[0040] In den dargestellten Ausführungsbeispielen befindet sich jeweils ein Rastmechanismus
10 zwischen der verfahrbaren dritten Schiene 4 und der mittleren zweiten Schiene 3.
Der Sperrmechanismus ist zwischen der zweiten Schiene 3 und der an einem Korpus festlegbaren
ersten Schiene 2 angeordnet. Es ist natürlich auch möglich, den Rastmechanismus 10
zwischen der am Korpus festlegbaren Schiene 2 und der mittleren zweiten Schiene 3
anzuordnen und den Sperrmechanismus jeweils zwischen der zweiten Schiene 3 und der
verfahrbaren Schiene 4 vorzugsehen.
[0041] Zudem ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen eine vorbestimmte Rastposition
in der vollständig ausgefahrenen Position der Auszugsführung 1, 1', 1" vorgesehen.
Es ist natürlich auch möglich, die vorbestimmte Rastposition an einer anderen Position
vorzusehen und/oder mehrere Rastpositionen auf dem Verfahrweg der Auszugsführung anzuordnen.
[0042] Die Auszugsführungen 1, 1', 1" können vollständig aus metallischen Bauteilen hergestellt
sein, da sowohl der Rastmechanismus als auch der Sperrmechanismus vorzugsweise aus
gestanzten und gebogenen Metallblechen hergestellt sind. Dadurch können die Auszugsführungen
1, 1', 1" bevorzugt für Haushaltsgeräte, wie Backöfen, eingesetzt werden, insbesondere
weisen sie eine hohe Temperaturbeständigkeit auf. Auch ein Einsatz für andere Bereiche,
wie Möbel, Kühlgeräte oder andere Einsatzzwecke, ist möglich.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1, 1', 1"
- Auszugsführung
- 2
- erste Schiene
- 3
- zweite Schiene
- 4
- dritte Schiene
- 5
- Wälzkörperkäfig
- 6
- Wälzkörper
- 7
- Stopfen
- 8
- Prägung
- 9
- Profilierung
- 10
- Rastmechanismus
- 11
- Federelement
- 12
- Vorsprung
- 13
- Öffnung
- 14
- Endabschnitt
- 15
- Platte
- 19
- Profilierung
- 31
- kreuzförmiger Abschnitt
- 32
- kreuzförmiger Abschnitt
- 40
- Sperrmechanismus
- 41
- Federsteg
- 42
- Vorsprung
- 43
- Befestigungsabschnitt
- 44
- Aussparung
- 45
- Entriegelungselement
- 46
- Anlaufschräge
- 48
- Betätigungsabschnitt
- 50
- Sperrmechanismus
- 51
- Federelement
- 52
- Vorsprung
- 53
- Öffnung
- 54
- Abschnitt
- 55
- Ende
- 58
- Betätigungsabschnitt
- 60
- Tasche
- 70, 70'
- Sperrmechanismus
- 71
- Federsteg
- 72
- Endabschnitt
- 73
- Betätigungsabschnitt
- 74
- Vorsprung
- 75
- Entriegelungselement
- 76
- Anlaufschräge
- 77
- Prägung
- 80
- Sperrmechanismus
- 81
- Federsteg
- 82
- Vorsprung
- 83
- Befestigungsabschnitt
- 84
- Vorsprung
- 85
- Aussparung
- 86
- Anlaufschräge
- 87
- Anlaufschräge
- 88
- Biegung
- 89
- Anschlag
- 95
- Abkantung
1. Auszugsführung (1, 1', 1 "), insbesondere für Haushaltsgeräte oder Möbel, mit mindestens
drei relativ zueinander verfahrbar gelagerten Schienen (2, 3, 4), wobei eine Schiene
(2) an einem Korpus festlegbar ist und eine Schiene (4) mit einem Schubelement verbindbar
ist, wobei ein Sperrmechanismus (40, 50, 70, 70', 80) vorgesehen ist, um eine erste
Schiene (2) relativ zu einer zweiten Schiene (3) in einer vorbestimmten Position gegen
eine Bewegung zu sperren, wobei der Sperrmechanismus (40, 50, 70, 70', 80) ein Sperrelement
(42, 52, 74, 75 82, 84) umfasst, das federnd in die Sperrposition vorgespannt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (42, 52, 74, 75, 82, 84) an einem Wälzkörperkäfig (5) oder einem
Wälzkörper (6) zwischen der ersten oder zweiten Schiene (2, 3) angreift.
2. Auszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (42, 52, 74, 80) an einer der Schienen (2, 3, 4) der Auszugsführung
(1, 1', 1 ") festgelegt ist.
3. Auszugsführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Entriegelungselement (45, 75) vorgesehen ist, um den Sperrmechanismus (40, 50,
70 70', 80) zu entriegeln und eine Bewegung der ersten Schiene (2) zu der zweiten
Schiene (3) zu ermöglichen.
4. Auszugsführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (45, 75) für den Sperrmechanismus (40, 50, 70, 70', 80)
an einer dritten Schiene (4) vorgesehen ist.
5. Auszugsführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (45, 75) zusammen mit der dritten Schiene (4) bewegbar ist
und über das Entriegelungselement (45, 75) ein Sperrelement (42, 52, 74, 82, 84) im
Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Schienen (2, 3, 4) bewegbar ist.
6. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (42, 52, 73, 82, 84) aus einem gebogenen Metallblech hergestellt
ist.
7. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (42, 52, 73 82, 84) integral mit einem biegbaren Hebel ausgebildet
ist, der einen Betätigungsabschnitt (48, 58, 73) aufweist, an dem das Entriegelungselement
(45, 75) angreifen kann.
8. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (42, 52, 73, 82, 84) als Vorsprung an einem biegbaren Hebel ausgebildet
ist, der eine Aussparung an einer Schiene (2, 3, 4) durchgreift und einen Anschlag
für einen Wälzkörperkäfig (5), einen Wälzkörper (6) oder einen Wandabschnitt (77)
einer Schiene ausbildet.
9. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag (89) vorgesehen ist, um eine Bewegung des Sperrelementes (82, 84) an
einem Federsteg (81) zu begrenzen.
10. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu einem Befestigungsabschnitt (83) eines Federsteges (81) des Rastmechanismus
(80) eine Abkantung (95) vorgesehen ist, um den Federsteg (81) gegen die Schiene (2,
3, 4) vorzuspannen.
11. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastmechanismus (10) vorgesehen ist, um eine dritte Schiene (4) in einer vorbestimmten
Position relativ zu einer zweiten Schiene (3) zu verrasten
12. Auszugsführung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastmechanismus (10) ein Federelement (11) aufweist, das vor Erreichen der vorbestimmten
Position der ersten und zweiten Schiene (3, 4) gebogen wird, gebogen wird, um dann
hinter einem Rastmittel (6) einzugreifen.
13. Auszugsführung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel ein Wälzkörper (6) oder ein Vorsprung an einem Wälzkörperkäfig (5)
ist.
14. Auszugsführung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (11) des Rastmechanismus (10) einen Vorsprung (12) umfasst, an dem
Anlaufschrägen ausgebildet sind, die von einem Wälzkörper (6) und/oder einem Wälzkörperkäfig
(5) kontaktierbar sind.
1. A pull-out guide (1, 1', 1"), in particular for domestic appliances or furniture,
having at least three rails (2, 3, 4) mounted so they are movable in relation to one
another, wherein one rail (2) can be fixed on a body and one rail (4) is connectable
to a thrust element, wherein a locking mechanism (40, 50, 70, 70', 80) is provided
to lock a first rail (2) against movement in relation to a second rail (3) in a predetermined
position, wherein the locking mechanism (40, 50, 70, 70', 80) comprises a locking
element (42, 52, 74, 82, 84), which is pretensioned in a springy manner in the locking
position, characterized in that the locking element (42, 52, 74, 82, 84) engages on a roller body cage (5) or a roller
body (6) between the first or second rail (2, 3).
2. The pull-out guide according to claim 1, characterized in that the locking element (42, 52, 74, 80) is fixed on one of the rails (2, 3, 4) of the
pull-out guide (1, 1', 1").
3. The pull-out guide according to claim 1 or 2, characterized in that an unlocking element (45, 75) is provided, to unlock the locking mechanism (40, 50,
70, 70', 80) and enable a movement of the first rail (2) in relation to the second
rail (3).
4. The pull-out guide according to claim 3, characterized in that the unlocking element (45, 75) for the locking mechanism (40, 50, 70, 70', 80) is
provided on a third rail (4).
5. The pull-out guide according to claim 4, characterized in that the unlocking element (45, 75) is movable together with the third rail (4) and a
locking element (42, 52, 74, 82, 84) is movable via the unlocking element (45, 75)
is essentially perpendicularly to the longitudinal direction of the rails (2, 3, 4).
6. The pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (42, 52, 73, 82, 84) is produced from a bent metal plate.
7. The pull-out guide according to one of the preceding claims 3 to 5, characterized in that the locking element (42, 52, 73, 82, 84) is implemented integrally with a bendable
lever, which has an actuating section (48, 58, 73), on which the unlocking element
(45, 75) can engage.
8. The pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (42, 52, 73, 82, 84) is implemented as a projection on a bendable
lever, which engages through a recess on a rail (2, 3, 4) and implements a stop for
a roller body cage (5), a roller body (6), or a wall section (77) of a rail.
9. The pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that a stop (89) is provided to limit a movement of a locking element (82, 84) on a spring
web (81).
10. The pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that a folded edge (95) is provided, adjacent to a fastening section (83) of a spring
web (81) of the latch mechanism (80), to pre-tension the spring web (81) against the
rail (2, 3, 4).
11. The pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that a latch mechanism (10) is provided in order to latch a third rail (4) in a predetermined
position in relation to a second rail (3).
12. The pull-out guide according to claim 11, characterized in that the latch mechanism (10) has a spring element (11), which is bent before reaching
the predetermined position of the first and second rail (3, 4) in order to then engage
behind a latching means (6).
13. The pull-out guide according to claim 12, characterized in that the latching means is a roller body (6) or a projection on a roller body cage (5).
14. The pull-out guide according to claim 12 or 13, characterized in that the spring element (11) of the latch mechanism (10) comprises a projection (12),
on which intake bevels are implemented, which can be contacted by a roller body (6)
and/or a roller body cage (5).
1. Guidage de déploiement télescopique (1, 1', 1") en particulier pour des appareils
domestiques ou des meubles comprenant au moins trois rails (2, 3, 4) montés, déplaçables
les uns par rapport aux autres, un rail (2) pouvant être fixé à un corps et un rail
(4) pouvant être relié à un élément de poussée, un mécanisme de blocage (40, 50, 70,
70', 80) étant prévu pour permettre de bloquer un premier rail (2) par rapport à un
second rail (3) dans une position prédéfinie pour éviter un déplacement, ce mécanisme
de blocage (40, 50, 70, 70', 80) comprenant un élément de blocage (42, 52, 74, 75,
82, 84) qui est élastiquement précontraint dans la position de blocage,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (42, 52, 74, 75, 82, 84) vient en prise sur une cage de corps
de roulement (5) ou un corps de roulement (6) entre le premier rail ou le second rail
(2, 3).
2. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que
l'élément de blocage (42, 52, 74, 80) est fixé sur l'un des rails (2, 3, 4) du guidage
de déploiement télescopique (1, 1', 1").
3. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
il est prévu un élément de déverrouillage (45,75) pour permettre de déverrouiller
le mécanisme de blocage (40, 50, 70, 70', 80) et permettre un déplacement du premier
rail (2) par rapport au second rail (3).
4. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 3, caractérisé en ce que
l'élément de déverrouillage (45, 75) du mécanisme de blocage (40, 50, 70, 70', 80)
est prévu sur un troisième rail (4).
5. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 4, caractérisé en ce que
l'élément de déverrouillage (45, 75) peut être déplacé conjointement avec le troisième
rail (4), et par l'intermédiaire de l'élément de déverrouillage (45, 75) un élément
de blocage (42, 52, 74, 82, 84) peut être déplacé essentiellement perpendiculairement
à la direction longitudinale des rails (2, 3, 4).
6. Guidage de déploiement télescopique conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (42, 52, 73, 82, 84) est réalisé en une tôle métallique courbe.
7. Guidage de déploiement télescopique conforme à l'une des revendications précédentes
3 à 5,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (42, 52, 73, 82, 84) est réalisé intégralement avec un levier
flexible qui comporte un segment de manoeuvre (48, 58, 73) sur lequel l'élément de
déverrouillage (45, 75) peut venir en prise.
8. Guidage de déploiement télescopique conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (42, 52, 73, 82, 84) est réalisé sous la forme d'une saillie
sur un levier flexible qui traverse un évidemment d'un rail (2, 3, 4) et forme une
butée pour une cage de corps de roulement (5), un corps de roulement (6) ou un segment
de paroi (77) d'un rail.
9. Guidage de déploiement télescopique conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu une butée (89) pour permettre de limiter le déplacement de l'élément
de blocage (82, 84) sur une traverse élastique (81).
10. Guidage de déploiement télescopique conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
à proximité d'un segment de fixation (83) d'une traverse élastique (81) du mécanisme
de blocage (80), il est prévu un biseau (95) pour précontrainde la traverse élastique
(81) contre le rail (2, 3, 4).
11. Guidage de déploiement télescopique conforme à l'une des revendications précédente,
caractérisé en ce qu'
il est prévu un mécanisme d'encliquetage (10) pour permettre d'enclipser un troisième
rail (4) dans une position prédéfinie par rapport à un second rail (3).
12. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 11,
caractérisé en ce que
le mécanisme d'encliquetage (10) comporte un élément élastique (11) qui est recourbé
avant d'avoir atteint la position prédéfinie du premier et du second rail (3, 4) pour
venir ensuite en prise en arrière d'un moyen d'encliquetage (6).
13. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 12,
caractérisé en ce que
le moyen d'encliquetage est un corps de roulement (6) ou une saillie d'une cage de
corps de roulement (5).
14. Guidage de déploiement télescopique conforme à la revendication 12 ou 13,
caractérisé en ce que
l'élément élastique (11) du mécanisme d'encliquetage (10) comporte une saillie (12)
sur laquelle sont formés des biseaux d'accès qui peuvent être mis en contact d'un
corps de roulement (6) et/ou d'une cage de corps de roulement (5).
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