| (19) |
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(11) |
EP 2 238 308 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2016 Patentblatt 2016/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.02.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/000828 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/098069 (13.08.2009 Gazette 2009/33) |
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| (54) |
PROFIL FÜR FENSTER- ODER TÜRRAHMEN
PROFILE FOR WINDOW OR DOOR FRAMES
PROFILÉ POUR CADRE DE FENÊTRE OU DE PORTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
08.02.2008 DE 102008008343
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (73) |
Patentinhaber: aluplast GmbH |
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76227 Karlsruhe (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WÜST, Manfred
86833 Ettringen (DE)
- HEILIG, Andreas
76676 Graben-Neudorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lemcke, Brommer & Partner
Patentanwälte Partnerschaft mbB |
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Bismarckstraße 16 76133 Karlsruhe 76133 Karlsruhe (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/81072 DE-A1-102004 038 868
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DE-A1- 19 933 099
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Profil für Fenster- oder Türrahmen, bestehend aus einem
mehrkammerigen, extrudierten Hohlprofil aus thermoplastischem Kunststoff und einer
Armierung aus zumindest einer thermoplastischen Kunststoffleiste, die zumindest lokal
mit dem Hohlprofil verbunden ist.
[0002] Ein derartiges Profil ist unter anderem durch die
WO 01/06079 bekannt, wobei als Material für die in Form von band- oder leistenförmigen Versteifungselementen
ausgebildete Armierung sowohl Kunststoff wie auch Stahl genannt werden, wobei die
Stahl-Variante sich durch eine schlechtere Wärmedämmung gegenüber der Kunststoff-Armierung
abgrenzt. Die Wärmedämmung wird aber im Fensterbau immer wichtiger. Die Versteifungselemente
der
WO 01/06079 können insbesondere an ihren einander gegenüberliegenden Längskanten Ausstanzungen
aufweisen, die einen Formschluss mit dem Rahmenprofil eingehen.
[0003] Außerdem ist durch die
DE 199 33 099 ein Kunststoff-Hohlprofil für Fenster oder Türen bekannt geworden, bei dem die Armierung
aus Metallbändern besteht, die durch Ausnehmungen formschlüssig mit dem Kunststoff-Hohlprofil
verbunden sind. Zur Herstellung dieser Ausnehmungen muss das Metallband lokal ausgestanzt
werden, was einen zusätzlichen Herstellungsaufwand erfordert.
[0004] Wenn aus derartigen Profilen ein Fensterrahmen hergestellt werden soll, werden die
entsprechenden Profilabschnitte auf Gehrung gesagt und an den Eckbereichen miteinander
verschweißt. Enthält das Profil eine Aussteifung aus metallischem Werkstoff, muss
vor dem Verschweißen sichergestellt werden, dass sie an den Enden des Kunststoffprofils
einige Millimeter zurücksteht, damit sie nicht am Schweißspiegel anliegt und die Zustellbewegung
beim Erwärmen des thermoplastischen Werkstoffs verhindert. Dies wird bei separat eingeschobenen
Aussteifungsprofilen dadurch erreicht, dass ein entsprechendes verkürztes Profil verwendet
wird; bei einextrudierten Aussteifungsprofilen muss die Aussteifung einige Millimeter
zurückgefräst werden. Beide Maßnahmen erschweren die Herstellung des Rahmens.
[0005] In der
WO 01/81072 A1 ist ein Herstellungsverfahren für ein faserverstärktes Kunststoffbauteil und eine
entsprechende Vorrichtung beschrieben, welche nach einem Pultrusionsverfahren unter
Verwendung endloser Glasfaser-Verstärkungsfasern arbeitet. Hierbei ist insbesondere
als nachteilig anzusehen, dass es sich bei der Pultrusion um ein relativ aufwändiges
Verfahren handelt, und dass weiterhin aufgrund der Verwendung von Endlos-Verstärkungsfasern
eine schlechte Schweißbarkeit des mit dem vorgeschlagenen Verfahren hergestellten
Profilmaterials resultiert, was in der Praxis ein lokales Zurückfräsen der Verstärkungsfasern
an den Schweißstellen erforderlich macht. Dies impliziert einen erhöhten Arbeits-
und Kostenaufwand.
[0006] Die gleiche Problematik ergibt sich, wenn anstelle einer metallischen Aussteifung
mit glasfaserverstärkten Kunststoffprofilen aus einem duroplastischen Werkstoff gearbeitet
wird. Die bekannten faserverstärkten PVC-Profile haben keine ausreichende Stabilität,
um alle Lastfälle abzudecken.
[0007] In der
DE 695 11 608 T2 sind zur Herstellung homogener Profilstrukturen für Gebäuderahmen bestimmte thermoplastische
Kunststoffe offenbart, insbesondere Polybutylenterephthalat, Polybutylenterephthalat
sowie Mischungen hiervon. Auch hierdurch lassen sich nicht alle Lastfälle abdecken.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt deshalb darin, ein Fensterprofil zu
entwickeln, das einerseits hinreichend stabil ist, andererseits beim Schweißen ohne
lokales Zurückfräsen direkt an den Schweißspiegel anlegbar ist. Nicht zuletzt soll
sich das Profil durch einen geringen Herstellungsaufwand sowie eine hohe Wärmedämmung
auszeichnen.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Armierung weitgehend
freistehend in dem Hohlprofil angeordnet ist, dass die Armierung im Einbauzustand
des Rahmens vertikal oder geneigt in das Hohlprofil eingebaut ist, dass die Armierung
selbst zur Bildung eines in der Rahmenebene wirksamen Formschlusses mit dem Hohlprofil
durch in Querrichtung der Armierung vorstehende Ausformungen, wie Leisten oder dergleichen,
profiliert ist und dass die formschlüssige Verbindung der Armierung mit dem Hohlprofil
durch die Profilierung der Armierung gebildet ist.
[0010] Hierdurch ergibt sich zunächst der Vorteil, dass keine metallische Armierung verwendet
und die dadurch verursachte Verschlechterung der Wärmedämmung vermieden wird. Des
Weiteren kann auf das Ausstanzen der Armierung verzichtet werden, weil der Formschluss
erfindungsgemäß durch in Querrichtung der Armierung vorstehende Teile gebildet ist,
die zusammen mit der Armierung hergestellt werden. Man erhält dadurch mit geringerem
Herstellungsaufwand eine starke Aussteifung des Kunststoff-Hohlprofils.
[0011] Die Profilierung der Armierung kann in Längsrichtung durchlaufen oder auch nur absatzweise
vorgesehen sein.
[0012] Eine zweckmäßige Realisierung dieser Profilierung besteht darin, dass sie durch randständige
Verdickungen der Armierungsleiste gebildet ist.
[0013] Für die Form der Armierung bieten sich dem Fachmann zahlreiche Möglichkeiten. Vorzugsweise
wird mit schmalen Armierungsleisten gearbeitet, die hochkant, also parallel zur Rahmenebene
im Profil angeordnet werden, und zwar bevorzugt nahe derjenigen Seite des Profils,
die der Gebäudeaußenseite zugewandt ist. Dort treten die stärksten Temperaturänderungen
auf und daher empfiehlt es sich, die Armierungsleisten, die auch zur Abschwächung
der thermisch bedingten Dehnungen dienen sollen, dort vorzusehen.
[0014] Die Armierungsleisten können entweder separat, zum Beispiel als Rollenware, vorliegen
und der Extrusionsdüse zugeführt werden oder sie werden zweckmäßig selbst, parallel
zum Extrusionsprozess des Hohlprofils, als Endlosband extrudiert und der Düse zugeführt.
In beiden Fällen ergibt sich der Vorteil, dass die Armierung zusammen mit dem Hohlprofil
koextrudiert wird und zumindest in ihrem Kopf- und Fußbereich dadurch eine innige
kraftschlüssige und gegebenenfalls auch stoffschlüssige Verbindung zwischen beiden
Teilen entsteht.
[0015] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass die Armierungsleiste annähernd hochkant stehend
in ein mehrkammeriges Kunststoff-Hohlprofil einextrudiert und zumindest an ihrem Kopf-
und Fußbereich mit dem Kunststoff-Hohlprofil verbunden ist.
[0016] Eine andere günstige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass der thermoplastische
Kunststoff der Armierung einen E-Modul > 8.000 N/mm
2, vorzugsweise > 10.000 N/mm
2 aufweist, dass seine Erweichungstemperatur höher liegt als 100°C, vorzugsweise >
150°C, wogegen sein Dehnungskoeffizient mindestens 10 % niedriger liegt als bei PVC.
[0017] Die Kombination aus hohem E-Modul, hoher Erweichungstemperatur und geringem Dehnungskoeffizienten
hat den Vorteil, dass die Armierung neben den statischen Anforderungen auch wesentlich
wirksamer gegenüber temperaturbedingten Einflüssen agiert, indem thermisch bedingte
Längenänderungen des Hohlprofils erheblich stärker gedrosselt werden als bisher.
[0018] Zweckmäßig liegt der Dehnungskoeffizient der Armierung bei weniger als 6 · 10
-5 K
-1, vorzugsweise bei weniger als 5 · 10
-5 K
-1, höchst vorzugsweise bei weniger als 4 · 10
-5 K
-1.
[0019] Besonders günstig ist es, wenn die Armierung zumindest überwiegend aus Polybutylenterephthalath
und/oder Polyethylenterephthalat oder Mischungen hiervon, insbesondere in faserverstärkter
Form besteht. Dadurch lassen sich die gewünschten Festigkeits- und Dehnungswerte erreichen,
so dass sich das erfindungsgemäße Profil trotz Verzicht auf eine Stahlarmierung durch
hohe Stabilität und Maßbeständigkeit auszeichnet.
[0020] Außerdem hat es sich als günstig erwiesen, für die Armierung einen Kunststoff zu
verwenden, der sich durch eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme auszeichnet, derart,
dass die Gewichtszunahme durch aufgenommene Feuchtigkeit weniger als 0,5 %, bevorzugt
weniger als 0,25 % beträgt. Dadurch behält die Armierung die gewünschten Festigkeitswerte
auch in feuchtem Zustand. Die vorgenannten Eigenschaften lassen sich mit dem eingangs
genannten Polybutylenterephthalath und/oder Polyethylenterephthalat garantieren.
[0021] Bisher sind derartige Kunststoffe beispielsweise für spritzgegossene Platinen und
Gehäuse für Kleinmotoren verwendet worden, so dass eine Verwendung im Fensterbau für
den Fachmann nicht nahe gelegen hat, insbesondere nicht der spezielle Einsatz als
extrudierte Armierungsleiste innerhalb eines aus anderem Kunststoff bestehenden Hohlprofils.
[0022] Hinsichtlich der Verarbeitungstemperatur der Armierung, also der Temperatur, bei
der das Verschweißen aufeinander folgender Profilabschnitte erfolgt, empfiehlt es
sich, dass diese Temperatur bei 220°C bis 300°C, bevorzugt etwa bei 250°C liegt. Dadurch
ist die Armierung bestens für das übliche Spiegelschweiß-Verfahren geeignet, das zur
Verbindung aufeinander folgender Profilabschnitte verwendet wird.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles und aus der Zeichnung; dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Profilquerschnitt des Blendrahmens;
- Fig. 2
- einen alternativen Profilquerschnitt des Blendrahmens;
- Fig. 3
- eine weitere Alternative für den Blendrahmen;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch Blend- und Flügelrahmen und
- Fig. 5
- einen Profilquerschnitt des Flügelrahmens.
[0024] In Figur 1 erkennt man ein Hohlprofil 1 eines Blendrahmens mit integrierter erfindungsgemäßer
Armierung 2.
[0025] Die Außenkontur des extrudierten PVC-Hohlprofils 1 stimmt mit den bisher bekannten
Hohlprofilen überein, so dass es mit den herkömmlichen Flügelrahmen kompatibel ist.
Die Aufteilung des Innenraumes des Hohlprofils 1 weicht jedoch von den bisher üblichen
Profilen in mehrfacher Hinsicht ab:
[0026] Zum einen befindet sich in der der Gebäudeaußenseite zugewandten Profilhälfte die
weitgehend frei stehende Armierung 2 in Form einer hochkant, also parallel zur Rahmenebene
verlaufenden Leiste, die aus Polybutylenterephthalath mit über 40% Glasfasergehalt,
einem E-Modul von 12.000 N/mm
2, einer Erweichungstemperatur von > 200°C und einem Dehnungskoeffizient von etwa 3
· 10
-5 K
-1 besteht. Diese Armierungsleiste ist an ihrem oberen und unteren Rand jeweils in beiden
Querrichtungen verdickt und diese Verdickungen 2a und 2b sind in entsprechende in
das Profilinnere hineinlaufende Wandteile 1a beziehungsweise 1b klammerartig eingebunden.
Da das Hohlprofil 1 mit der Armierung 2 koextrudiert wird, ergibt sich zwischen beiden
Teilen eine kraftschlüssige (infolge Reibung) Verbindung infolge Aufschrumpfens des
sich abkühlenden PVC und darüber hinaus ein in Richtung der Rahmenebene, in Figur
1 also in Vertikalrichtung wirksamer Formschluss. Die Verbindung kann noch dadurch
intensiviert werden, dass die Armierung in bevorzugter Weiterbildung im Verbindungsbereich
mit dem Hohlprofil eine Rändelung oder vergleichbare Aufrauhung aufweist, die in Profil-Längsrichtung
eine quasi formschlüssige Verbindung erzeugt.
[0027] Zum anderen enthält das Hohlprofil 1 anstelle der bisher üblichen Armierungskammer
zwei Vertikalwände 3 und 4, die das Hohlprofil in Vertikalrichtung durchqueren und
vorzugsweise noch durch eine Querwand 5 verbunden sind. Dadurch bilden sie im mittleren
Bereich des Hohlprofils eine Verstärkung, in welcher Montageschrauben, Anker und dergleichen
angesetzt werden können, um den Blendrahmen mit dem Mauerwerk zu verbinden.
[0028] Figur 2 zeigt im Prinzip den gleichen Querschnitt, jedoch ist hier zusätzlich noch
eine Armierung 6 parallel zur Armierung 2, aber nahe der rechten Innenwand des Hohlprofils
1 angeordnet. Die Armierung 6 hat im Prinzip die gleiche Form wie die Armierung 2
und ist ebenfalls mit dem Hohlprofil 1 koextrudiert worden.
[0029] Während sich die Armierungen 2 in Figur 1 und 2 jeweils nur über den niedrigen Profilquerschnitt
erstrecken, ist in Figur 3 eine Armierung 7 näher an der Profilaußenseite vorgesehen,
so dass sie sich auch in die nach oben ragende Profilverlängerung 1c hineinerstreckt.
Sie verläuft nur mit einem geringen Spalt neben der Profilaußenwand und ist an ihrem
oberen und unteren Rand ebenfalls nach beiden Querseiten verdickt, derart, dass ihre
Verdickungen 7a und 7b wieder von entsprechenden Wandteilen des Hohlprofils 1 beziehungsweise
1c umfasst sind und eine formschlüssige Verbindung entsteht.
[0030] Außerdem stützen sich in diesem Fall noch horizontale Wandfortsätze 1d und 1e im
Zwischenbereich der Armierung 7 ab. Die Armierung 7 bewirkt dadurch eine zusätzliche
Aussteifung des Hohlprofils in Querrichtung.
[0031] Figur 4 zeigt das Zusammenspiel des beschriebenen Blendrahmens 1 mit einem Flügelrahmen
10. Dieser Flügelrahmen hat eine an sich bekannte Konfiguration. Erweist insbesondere
eine Zentrierlippe 11 auf, die das Einsetzen der Verglasung 12 erleichtert und die
zugleich den Abschluss einer Kammer zur Aufnahme des die Verglasung mit dem Flügelrahmen
verbindenden Klebers 13 bilden kann.
[0032] Figur 5 zeigt, dass die erfindungsgemäße Armierung gleichermaßen auch für den Flügelrahmen
geeignet ist. Hierzu wird das Hohlprofil 10 in der linken Hälfte und optional auch
in der rechten Hälfte jeweils von einer Armierung 14 beziehungsweise 15 durchquert.
Beide Armierungen sind an ihren Enden wiederum verdickt und dort von entsprechenden
Wandteilen des Hohlprofils 10 umfasst.
[0033] Schließlich zeigt Figur 5 am Beispiel der Armierung 15, dass es durchaus auch möglich
ist, die Armierung nicht vertikal sondern geneigt einzubauen.
[0034] In allen Ausführungsbeispielen ergibt sich durch die erfindungsgemäße Armierung anstelle
metallischer Armierungsleisten eine hohe Wärmedämmung bei ausgezeichneter Stabilität
und Maßbeständigkeit,
1. Profil für Fenster- oder Türrahmen bestehend aus einem mehrkammerigen, extrudierten
Hohlprofil (1, 10) aus thermoplastischem Kunststoff und einer Armierung (2, 6, 7,
14, 15) aus zumindest einer Kunststoffleiste, die zumindest lokal mit dem Hohlprofil
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Armierung (2, 6, 7, 14, 15) weitgehend freistehend in dem Hohlprofil angeordnet
ist,
die Armierung (2, 6, 7, 14, 15) im Einbauzustand des Rahmens vertikal oder geneigt
in das Hohlprofil eingebaut ist,
die Armierung (2, 6, 7, 14, 15) selbst zur Bildung eines in der Rahmenebene wirksamen
Formschlusses mit dem Hohlprofil (1, 10) durch in Querrichtung der Armierung vorstehende
Ausformungen, wie Leisten oder dergleichen, profiliert ist und
die formschlüssige Verbindung der Armierung (2, 6, 7, 14, 15) mit dem Hohlprofil (1,
10) durch die Profilierung der Armierung gebildet ist.
2. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Profilierung der Armierung (2, 6, 7, 14, 15) durch randständige Verdickungen
(2a, 2b) gebildet ist.
3. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Armierung zur Bildung eines in Langsrichtung/Extrusionsrichtung wirksamen Reib-
oder Formschlusses eine Rändelung, eine Aufrauhung oder lokale Ausnehmungen oder dergleichen
aufweist.
4. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Armierung (2, 6, 7, 14, 15) als schmale Leiste etwa hochkant, also etwa parallel
zur Rahmenebene in dem Hohlprofil (1, 10) angeordnet ist.
5. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,,
dass der Kunststoff der Armierung (2, 8, 7, 14, 15) einen E-Modul > 8,000 N/mm2, vorzugsweise > 10.000 N/mm2 aufweist, dass seine Erweichungstemperatur höher liegt als etwa 100°C, insbesondere
höher als 150°C, wogegen sein Dehnungskoeffizient mindestens 10 % niedriger liegt
als bei PVC.
6. Profil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dehnungskoeffizient der Armierung (2, 6, 7, 14, 15) bei weniger als 6 · 10-5 K-1, vorzugsweise bei weniger als 5 · 10-5 K-1, höchst vorzugsweise bei weniger als 4 · 10-5 K-1 liegt.
7. Profil nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Armierung zumindest überwiegend aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht.
8. Profil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Armierung (2, 6, 7, 14, 15) überwiegend aus Polybutylenterephthalath, Polyethylenterephthalat
oder Mischungen hiervon, insbesondere mit Faserverstärkung besteht.
9. Profil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kunststoff der Armierung über 30 Gew. % Faseranteile, insbesondere Glasfasern
enthält.
10. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Hohlprofil (1) in seinem mittleren Bereich zur Montage dienende Wandaussteifungen
(3, 4, 5) aufweist.
11. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Armierung (2, 6, 7, 14, 15) zusammen mit dem Hohlprofil (1, 10) koextrudiert
worden ist.
12. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feuchtigkeitsaufnahme der Armierung weniger als 0,5 %, bevorzugt weniger als
0,25 % beträgt.
13. Profil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verarbeitungstemperatur des Armierungskunststoffes bei 220°C bis 300°C, bevorzugt
bei etwa 250°C liegt.
1. Profile for window or door frames, consisting of a multi-chambered, extruded hollow
profile (1, 10) made of thermoplastic plastics and a reinforcement (2, 6, 7, 14, 15)
composed of at least one plastics strip which is at least locally connected to the
hollow profile, characterised in that
the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) is arranged so as to be substantially free-standing
in the hollow profile,
the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15), in the installed state of the frame, is installed
in a vertical or inclined position in the hollow profile,
to form an interlocking connection with the hollow profile (1, 10) effective in the
plane of the frame, the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) itself has profiling in the
form of shaped portions, such as strips or the like, which project in the transverse
direction of the reinforcement, and
the interlocking connection between the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) and the hollow
profile (1, 10) is formed by the profiling of the reinforcement.
2. Profile according to claim 1,
characterised in that
the profiling of the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) is formed by thickened portions
(2a, 2b) located at the edges.
3. Profile according to claim 1,
characterised in that
to form a frictional or interlocking connection effective in the longitudinal direction/extrusion
direction, the reinforcement has knurling, roughening or local recesses or the like.
4. Profile according to claim 1,
characterised in that
the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) is arranged as a narrow strip in an approximately
upright position, that is to say approximately parallel to the plane of the frame,
in the hollow profile (1, 10).
5. Profile according to claim 1,
characterised in that
the plastics of the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) has an elasticity modulus > 8,000
N/mm2, preferably > 10,000 N/mm2, its softening temperature is higher than approximately 100°C, especially higher
than 150°C, whereas its coefficient of expansion is at least 10 % lower than in the
case of PVC.
6. Profile according to claim 5,
characterised in that
the coefficient of expansion of the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) is less than 6
x 10-5 K-1, preferably less than 5 x 10-5 K-1, most preferably less than 4 x 10-5 K-1.
7. Profile according to claim 5,
characterised in that
the reinforcement consists at least predominantly of a thermoplastic plastics.
8. Profile according to claim 5,
characterised in that
the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) consists predominantly of polybutylene terephthalate,
polyethylene terephthalate or mixtures thereof, especially fibre-reinforced.
9. Profile according to claim 5,
characterised in that
the plastics of the reinforcement contains more than 30 % by weight fibres, especially
glass fibres.
10. Profile according to claim 1,
characterised in that
the hollow profile (1) has, in its central region, stiffening walls (3, 4, 5) which
serve for mounting purposes.
11. Profile according to claim 1,
characterised in that
the reinforcement (2, 6, 7, 14, 15) has been co-extruded together with the hollow
profile (1, 10).
12. Profile according to claim 1,
characterised in that
the moisture absorption of the reinforcement is less than 0.5 %, preferably less than
0.25 %.
13. Profile according to claim 1,
characterised in that
the processing temperature of the reinforcement plastics is from 220°C to 300°C, preferably
approximately 250°C.
1. Profilé destiné à des encadrements de fenêtres ou de portes, comprenant un profilé
creux extrudé (1, 10) en matière thermoplastique, renfermant plusieurs cavités, et
une armature (2, 6, 7, 14, 15) constituée d'au moins une barrette en matière plastique
reliée au moins localement audit profilé creux,
caractérisé par le fait que
l'armature (2, 6, 7, 14, 15) est disposée, dans une large mesure, avec montage libre
dans le profilé creux,
ladite armature (2, 6, 7, 14, 15) est logée verticalement ou à l'oblique dans le profilé
creux à l'état intégré de l'encadrement,
ladite armature (2, 6, 7, 14, 15) est par elle-même profilée avec des déformations,
telles que des barrettes ou des parties similaires faisant saillie au-delà de ladite
armature dans le sens transversal en vue d'instaurer, avec le profilé creux (1, 10),
un assemblage par complémentarité de formes à action efficace dans le plan de l'encadrement,
et
la liaison par complémentarité de formes de ladite armature (2, 6, 7, 14, 15), avec
ledit profilé creux (1, 10), est instaurée par le profilage de ladite armature.
2. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que le profilage de l'armature (2, 6, 7, 14, 15) est constitué par des renflements marginaux
(2a, 2b).
3. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'armature est dotée d'un moletage, d'un grainage, voire d'évidements ou de configurations
localisées similaires, en vue d'instaurer un assemblage par frottement ou par complémentarité
de formes à action efficace dans la direction longitudinale/direction d'extrusion.
4. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'armature (2, 6, 7, 14, 15), se présentant comme une étroite barrette, est disposée
sensiblement de chant dans le profilé creux (1, 10), c'est-à-dire à peu près parallèlement
au plan de l'encadrement.
5. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que la matière plastique de l'armature (2, 6, 7, 14, 15) présente un module d'élasticité
> 8000 N/mm2, de préférence > 10 000 N/mm2, sa température de ramollissement étant supérieure à environ 100 °C, de préférence
supérieure à 150 °C, son coefficient de dilatation étant, en revanche, d'au moins
10 % inférieur à celui du PVC.
6. Profilé selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
que le coefficient de dilatation de l'armature (2, 6, 7, 14, 15) est de l'ordre de moins
de 6. 10-5 K-1, préférentiellement de moins de 5. 10-5 K-1, et de moins de 4. 10-5 K-1 avec préférence maximale.
7. Profilé selon la revendication 6,
caractérisé par le fait
que l'armature est constituée d'une matière thermoplastique, au moins en majeure partie.
8. Profilé selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
que l'armature (2, 6, 7, 14, 15) consiste majoritairement en du polytéréphtalate de butylène,
en du polytéréphtalate d'éthylène ou en des mélanges de ces derniers, notamment avec
renfort fibreux.
9. Profilé selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
que la matière plastique de l'armature contient plus de 30 % en poids de parts de fibres,
en particulier de fibres de verre.
10. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que le profilé creux (1) est pourvu, dans sa région centrale, de rigidifications de paroi
(3, 4, 5) servant au montage.
11. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'armature (2, 6, 7, 14, 15) est venue d'extrusion conjointe avec le profilé creux
(1, 10).
12. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'absorption de l'humidité, par l'armature, est inférieure à 0,5 %, de préférence
inférieure à 0,25 %.
13. Profilé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que la température de transformation de la matière plastique de l'armature est de l'ordre
de 220 °C à 300 °C, de préférence d'environ 250 °C.
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