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(11) |
EP 2 477 930 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2016 Patentblatt 2016/51 |
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Anmeldetag: 15.07.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/060197 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/032744 (24.03.2011 Gazette 2011/12) |
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LASTENFAHRZEUG MIT HÖHENVERSTELLBARER HUBEINRICHTUNG
LOAD-CARRYING VEHICLE WITH VERTICALLY ADJUSTABLE LIFTING DEVICE
VÉHICULE DE MANUTENTION À DISPOSITIF DE LEVAGE RÉGLABLE EN HAUTEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.09.2009 DE 102009029467
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.07.2012 Patentblatt 2012/30 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- REINERT, Ulrich
31157 Sarstedt (DE)
- SCHUBERT, Peter
74211 Leingarten (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 975 114 WO-A1-2006/137761 DE-A1-102007 020 182
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WO-A1-2004/069568 DE-A1-102005 012 004
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Lastenfahrzeug mit einer höhenverstellbaren Hubeinrichtung,
insbesondere ein Flurförderfahrzeug wie beispielsweise ein Gabelstapler, nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Stand der Technik
[0002] In der
DE 103 04 658 A1 wird ein als Gabelstapler ausgeführtes Flurförderfahrzeug beschrieben, das mit einer
Einrichtung zur Steuerung der Fahrstabilität ausgestattet ist, um die Umkippgefahr
zu reduzieren. Bei Gabelstaplern besteht generell das Problem, dass aufgrund des kurzen
Radstandes, der geringen Spurbreite und dem bei angehobener Last vergleichsweise hohen
Schwerpunkt eine erhöhte Kippgefahr im Falle eines Bremsvorgangs nach vorne und bei
hohen Kurvengeschwindigkeiten zur Seite besteht. Die in der
DE 103 04 658 A1 offenbarte Einrichtung zur Steuerung der Fahrstabilität umfasst eine Sensorik zum
Ermitteln von Fahrzeugzustands- und Kenngrößen wie Beschleunigungen, aufgenommene
Last sowie Hubhöhe und eine Steuerungseinrichtung, in der ausgehend von den gemessenen
Größen Grenzwerte zu zulässigen Beschleunigungen ermittelt und Maßnahmen zum Einhalten
der Grenzwerte ergriffen werden. Bei den Maßnahmen zur Erhöhung der Stabilität handelt
es sich je nach Fahrsituation um einen Brems- oder Beschleunigungsvorgang, um die
Veränderung der Hubhöhe, um einen Eingriff in die Lenkung oder um einen Eingriff in
die Winkelstellung des die Hubeinrichtung tragenden Mastes.
[0003] Mithilfe dieser Einrichtung kann zwar die Umkippgefahr signifikant reduziert werden.
Die Kippgefahr wird jedoch auch durch dynamische Einflüsse, beispielsweise ein Schwingen
der Hubgabel beeinflusst, was über die Steuerung bzw. Regelung im Fahrzeug nur in
unzureichender Weise erfasst wird.
[0004] Aus der
EP 1 975 114 A1 ist ein Flurförderfahrzeug, insbesondere ein Schubmaststapler, mit einem Hubgerüst
und einen Stellglied zum bewegen des Hubgerüsts relativ zu einem Fahrzeugrahmen des
Flurförderfahrzeugs bekannt. Mindestens ein Sensor zum Erkennen eines elastischen
Schwingens des Hubgerüsts weist dabei mindestens einen Dehnungsmessreifen auf.
[0005] Aus der
DE 10 2005 012 004 A1 ist weiter ein Flurförderfahrzeug mit erhöhter statischer und dynamischer Kippstabilität
bekannt.
[0006] Die
DE 10 2007 020 182 A1 offenbart ein Verfahren zur Messung und Regelung der Höhe eines beweglichen Bauteils
einer Arbeitsmaschine.
[0007] Die
WO 2006/137761 A1 zeigt ein System zur Steuerung der Neigung des Hubgerüsts einer beweglichen Arbeitsmaschine.
[0008] Die Merkmale der Oberbegriffe der unabhängigen Ansprüche sind der
WO 2006/137761 A1 entnommen.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kippgefahr in einem Lastenfahrzeug
mit einer höhenverstellbaren Hubeinrichtung weiter zu reduzieren.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die
Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.
[0011] Die Erfindung bezieht sich auf Lastenfahrzeuge mit einer höhenverstellbaren Hubeinrichtung,
zu denen insbesondere gleislose Flurfördermittel wie Gabelstapler oder Reachstacker
gehören, aber auch Traktoren mit Frontlader, Radlader oder dergleichen. Grundsätzlich
ist die Erfindung auch auf gleisgebundene Flurfördermittel anwendbar, soweit diese
mit einer höhenverstellbaren Hubeinrichtung ausgestattet sind.
[0012] Das Lastenfahrzeug ist zusätzlich zu der höhenverstellbaren Hubeinrichtung zur Aufnahme
einer zu transportierenden Last mit einer Beschleunigungssensorik ausgestattet, die
das Messen der Beschleunigung in zumindest einer Bewegungsrichtung ermöglicht. Des
Weiteren sind Sensoren zum Ermitteln der aufgenommenen Last sowie zum Ermitteln der
Hubhöhe der Hubeinrichtung vorgesehen. Über ein Regel- bzw. Steuergerät im Lastenfahrzeug
können Stellsignale erzeugt werden, die mindestens einem Fahrzeugaggregat zur Einstellung
zuführbar sind, bei dessen Betätigung der Fahrzustand des Lastenfahrzeugs beeinflusst
wird. Bei diesem Aggregat handelt es sich insbesondere um einen Antriebsmotor zum
Antrieb des Lastenfahrzeugs und/oder die Bremseinrichtung, wobei gegebenenfalls auch
die Beeinflussung der Lenkeinrichtung im Fahrzeug sowie die Hubhöhe der Hubeinrichtung
und gegebenenfalls der Schwenkwinkel eines verstellbaren Mastes zur Aufnahme der Hubeinrichtung
in Betracht kommen.
[0013] Die Stellsignale werden insbesondere wenigstens abhängig von der gemessenen Beschleunigung
erzeugt. Die Stellsignale können zusätzlich auch abhängig von der ermittelten aufgenommenen
Last und der ermittelten Hubhöhe sein.
[0014] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Beschleunigungssensorik an der Hubeinrichtung
angeordnet ist und gemeinsam mit der Hubeinrichtung in der Höhe verstellbar ist. Diese
Ausführung hat den Vorteil, dass Beschleunigungen unmittelbar benachbart zu der angehobenen
Last ermittelbar sind, so dass dynamische Zustandsänderungen wie beispielsweise Schwingungen
ermittelt werden können, denen die angehobene Last ausgesetzt ist und die zu erheblichen
auf das Fahrzeug wirkenden Kräften führen. Derartige dynamische Vorgänge werden ohne
zeitliche Verzögerung, ohne Phasenverschiebung und ohne Amplitudendämpfung unmittelbar
am Ort des Entstehens erfasst und können in dem Regel- bzw. Steuergerät verarbeitet
werden. Im Unterschied zu Ausführungen aus dem Stand der Technik, bei dem die Beschleunigungssensorik
karosseriefest im Fahrzeug angeordnet ist, steht ein empfindlicheres Instrumentarium
zum Registrieren von Beschleunigungen zur Verfügung, denen die Last ausgesetzt ist.
Beim Stand der Technik können dagegen derartige Schwingungen in der Hubeinrichtung
nicht oder nur in stark gedämpfter sowie phasenverzögerter Form ermittelt werden.
Auf diese Weise kann bei der erfindungsgemäßen Einrichtung früher als im Stand der
Technik auf eine drohende Gefahrensituation reagiert werden, wodurch die Kippgefahr
weiter reduziert ist. Es können zusätzliche Gefahrensituationen erfasst werden, insbesondere
beim Überfahren von Hindernissen, und geeignete Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Reduzierung
der Kippgefahr ergriffen werden.
[0015] Die Beschleunigungssensorik in oder an der Hubeinrichtung ist vorzugsweise so angeordnet,
dass bei den üblicherweise aufzunehmenden Lasten die Position der Beschleunigungssensorik
nahe am Lastschwerpunkt liegt. Möglich ist aber auch eine Anordnung benachbart zum
höchsten Punkt der Hubeinrichtung, der bezogen auf die Fahrbahn den größten Auslenkungen
unterworfen ist. Grundsätzlich möglich ist aber auch eine Anordnung der Beschleunigungssensorik
im Bereich der Gabeln, auf die die anzuhebende Last aufzusetzen ist.
[0016] Die Beschleunigungssensorik umfasst einen Beschleunigungssensor, über den zumindest
eine Beschleunigung in einer Fahrzeugrichtung gemessen werden kann, insbesondere die
Längsbeschleunigung. Vorzugsweise ist die Beschleunigungssensorik aber zumindest als
2D-Beschleunigungssensorik ausgebildet, die Sensoren zum Messen der Längsbeschleunigung
und der Querbeschleunigung umfasst. Gemäß vorteilhafter Ausführung ist eine 3D-Sensorik
vorgesehen, die zusätzlich zu den Sensoren zum Messen der Längs- und Querbeschleunigung
auch einen Sensor zum Messen der Vertikalbeschleunigung umfasst. Die 3D-Beschleunigungssensorik
hat den Vorteil, dass über den Vertikalbeschleunigungssensor gemeinsam mit dem Längsbeschleunigungssensor
ein Kippen des Fahrzeugs nach vorne oder nach hinten mit höherer Genauigkeit erfasst
werden kann. Über die Querbeschleunigung kann Einfluss auf Kurvenfahrten genommen
werden.
[0017] Zusätzlich zur Beschleunigungssensorik ist das Lastenfahrzeug mit einem Sensor zur
Ermittlung der aufgenommenen Last ausgestattet, der beispielsweise als ein Drucksensor
in einem die Hubeinrichtung verstellenden Hubzylinder ausgeführt ist. Alternativ kann
mit Hilfe von Piezoelementen die Last ermittelt werden, die beispielsweise zwischen
Hubzylinder und Hubeinrichtung angeordnet sind. Das Gewicht der Last stellt eine wesentliche
Information dar, da die Kippgefahr maßgeblich von dem Gewicht der Last beeinflusst
wird.
[0018] Das Lastenfahrzeug ist des Weiteren mit einem Sensor zum Ermitteln der aktuellen
Hubhöhe der Hubeinrichtung ausgestattet, da auch die Hubhöhe einen maßgeblichen Einflussfaktor
auf die Kippgefahr darstellt. Die Hubhöhe wird beispielsweise mithilfe eines barometrischen
Sensors ermittelt, der an der Hubeinrichtung angeordnet ist und insbesondere Bestandteil
der an der Hubeinrichtung angeordneten Sensorik ist, die auch die Beschleunigungssensorik
umfasst. Der Drucksensor im Hubzylinder, über den die Hubeinrichtung zu verstellen
ist, befindet sich dagegen zweckmäßigerweise am Fuß der Hubeinrichtung.
[0019] Die Hubhöhe der Hubeinrichtung kann gegebenenfalls aber auch über eine Sensoreinrichtung
ermittelt werden, mit der eine Messung der vertikalen Wegstrecke der Hubeinrichtung
möglich ist. In diesem Fall kommt eine Anordnung des Sensors sowohl an der Fahrzeugkarosserie
als auch an der Hubeinrichtung in Betracht.
[0020] Die Hubeinrichtung befindet sich vorzugsweise an einem mit der Fahrzeugkarosserie
verbundenen Mast, der gegenüber der Fahrzeugkarosserie insbesondere um eine Querachse
verschwenkbar gehalten ist. Die Schwenkbarkeit stellt einen weiteren Freiheitsgrad
im Lastenfahrzeug dar, der die Fahrstabilität beeinflusst und zweckmäßigerweise über
einen weiteren Sensor ermittelt wird.
[0021] Je nach Ausführung des Lastenfahrzeugs kommen verschiedenartige Antriebsmotoren in
Betracht. Möglich ist beispielsweise eine Ausführung als Brennkraftmaschine oder als
Elektromotor, wobei der elektrische Antrieb sowohl über einen oder mehrere auf die
Fahrzeugachsen wirkende Antriebsmotoren als auch über Radnabenmotoren möglich ist.
Über die Antriebsmotoren kommt sowohl eine Einstellung des Antriebsmomentes als auch
eines motorischen Bremsmomentes in Betracht. Zusätzlich oder alternativ können Bremsmomente
aber auch über die Bremseinrichtung des Lastenfahrzeugs, insbesondere über die Radbremsen
eingestellt werden. Des Weiteren kommt eine Regulierung der Höhe der Hubeinrichtung
sowie des Schwenkwinkels des Mastes in Betracht, der die Hubeinrichtung trägt. Außerdem
kann, soweit dies im Lastenfahrzeug möglich ist, auch die Lenkeinrichtung des Lastenfahrzeugs
beeinflusst werden. Beispielsweise kommt bei einer Ausführung der Lenkeinrichtung
als hydrostatische Lenkung ein selbsttätiger Eingriff in das Lenksystem in Betracht,
ebenso bei aktiven Lenksystemen, die die Vorgabe eines Überlagerungslenkwinkels erlauben.
Bei passiven Lenksystemen, bei denen kein Überlagerungslenkwinkel erzeugbar ist, ist
ein Eingriff in die Servostelleinrichtung möglich.
[0022] Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung
und der Zeichnung zu entnehmen, in der ein Gabelstapler mit angehobener Last dargestellt
ist.
[0023] Der in der Figur dargestellte Gabelstapler 1 weist einen karosseriefest angeordneten
Antriebsmotor 2 zum Antrieb einer oder beider Achsen des Fahrzeugs auf. Im vorderen
Bereich des Gabelstaplers 1 befindet sich eine Hubeinrichtung 3, die als Hubgabel
ausgeführt ist und an einem Mast 4 höhenverstellbar gehalten ist. Der Mast 4 kann
gegenüber der Fahrzeugkarosserie zwischen verschiedenen Positionen um einen Schwenkwinkel
α verschwenkt werden, wobei die Schwenkachse in Querrichtung benachbart zum Boden
des Fahrzeugs verläuft. Die Hubeinrichtung 3 ist über eine geeignete Verstelleinrichtung
höhenverstellbar an dem Mast 4 gehalten, insbesondere über einen hydraulisch betätigbaren
Hubzylinder, und kann zwischen beliebigen Positionen zwischen der maximal abgesenkten
und der maximal angehobenen Position am Mast 4 verstellt werden. Die Einstellung des
Schwenkwinkels α erfolgt unabhängig von der Höhenverstellung der Hubeinrichtung 3.
[0024] Der Gabelstapler 1 ist mit einer Sensorik zur Erfassung diverser Zustands- und Kenngrößen
des Fahrzeugs ausgerüstet. Die Sensorik umfasst eine 3D-Beschleunigungssensorik 5,
die am oberen Bereich der Hubeinrichtung 3 angeordnet ist und die bezogen auf die
Fahrzeugkarosserie die gleiche vertikale Stellbewegung sowie die Schwenkbewegung um
den Schwenkwinkel α ausführt wie die Hubeinrichtung 3. Mithilfe der Beschleunigungssensorik
5 kann die Längsbeschleunigung, die Querbeschleunigung sowie die Vertikalbeschleunigung
in der Hubeinrichtung 3 gemessen werden.
[0025] Darüber hinaus umfasst die Sensorik einen Drucksensor 6, der im Hubzylinder angeordnet
ist, über den die Hubeinrichtung 3 in Vertikalrichtung am Mast 4 verstellbar ist.
Der Drucksensor ermittelt den Druck im Hydraulikmedium, welches den Hubzylinder verstellt.
Aus dem gemessenen Druck kann auf das Gewicht der Last 7 geschlossen werden, die sich
auf der Hubeinrichtung 3 befindet.
[0026] Des Weiteren umfasst die Sensorik einen Sensor zum Ermitteln der aktuellen Hubhöhe
der Hubeinrichtung, wofür beispielsweise eine Ausführung als barometrischer Sensor
in Frage kommt, der ebenso wie die Beschleunigungssensorik 5 an der Hubeinrichtung
angeordnet ist. Gegebenenfalls ist der barometrische Sensor in einem gemeinsamen Gehäuse
mit der Beschleunigungssensorik 5 angeordnet.
[0027] Grundsätzlich kommen aber auch alternative Ausführungen für den Sensor zum Ermitteln
der aktuellen Hubhöhe der Hubeinrichtung 3 in Betracht, beispielsweise Wegsensoren,
die entweder am Fuße des Mastes 4 angeordnet sind und die aktuelle Hubhöhe der Hubeinrichtung
3 bezogen auf den Fuß des Mastes ermitteln oder fest mit der Hubeinrichtung verbunden
sind und den Abstand der Hubeinrichtung vom Fuß des Mastes messen. Im letztgenannten
Fall ist der Sensor zum Ermitteln der Hubhöhe zweckmäßigerweise ebenfalls in einem
gemeinsamen Gehäuse mit der Beschleunigungssensorik 5 angeordnet.
[0028] Im Gabelstapler 1 befindet sich des Weiteren ein Regel- bzw. Steuergerät 8, welches
die sensorisch ermittelten Daten empfängt und auswertet und auf der Grundlage der
Daten Stellsignale erzeugt, über die der aktuelle Fahrzustand des Fahrzeugs beeinflussbar
ist. Über die Stellsignale des Regel- bzw. Steuergeräts 8 werden insbesondere der
Antriebsmotor 2, die Bremseinrichtung im Fahrzeug, die Lenkeinrichtung, die Hubhöhe
der Hubeinrichtung 3 sowie der Schwenkwinkel α des Mastes 4 selbsttätig eingestellt.
Über die selbsttätige Einstellung der Aktoren im Fahrzeug wird insbesondere Einfluss
auf die Fahrstabilität genommen. Mit der beschriebenen Sensorik im Fahrzeug kann der
Gesamtschwerpunkt 9 des Fahrzeuges bestimmt werden, der sich aus dem Fahrzeugschwerpunkt
10 und dem Lastschwerpunkt 11 zusammensetzt, wobei neben der jeweiligen Masse der
Last 7 auch die aktuelle Hubhöhe sowie der Schwenkwinkel α für die Bestimmung des
Gesamtschwerpunktes 9 zu beachten sind.
[0029] Mittels der 3D-Beschleunigungssensorik 5, die fest mit der Hubeinrichtung 3 verbunden
ist, können Beschleunigungen, insbesondere auch Schwingungen in der Hubeinrichtung
3 unmittelbar am Entstehungsort gemessen werden, was zum einen eine schnellere Reaktion
über eine Ansteuerung der Aktoren im Fahrzeug und zum anderen eine präzisere Einstellung
in Grenzbereichen der Stabilität ermöglicht. Berücksichtigt werden können sowohl die
Längsdynamik als auch die Querdynamik des Fahrzeugs, insbesondere die Kippgefahr um
die Querachse oder die Längsachse des Fahrzeugs.
1. Lastenfahrzeug mit einer höhenverstellbaren Hubeinrichtung (3), insbesondere Flurförderfahrzeug
wie beispielsweise ein Gabelstapler (1), mit einer höhenverstellbaren Hubeinrichtung
(3) zur Aufnahme einer Last (7), mit einer Beschleunigungssensorik (5) zum Messen
der Beschleunigung in zumindest einer Bewegungsrichtung, wobei in einem Regel- bzw.
Steuergerät (8) Stellsignale zur Einstellung mindestens eines den Fahrzustand beeinflussenden
Aggregats im Fahrzeug erzeugbar sind, wobei die Beschleunigungssensorik (5) an der
Hubeinrichtung (3) angeordnet ist und gemeinsam mit der Hubeinrichtung in der Höhe
verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor (2) des Lastenfahrzeugs von Stellsignalen des Regel- bzw. Steuergeräts
(8) einstellbar ist.
2. Lastenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über die an der Hubeinrichtung (3) angeordneten Beschleunigungssensorik (5) die Längsbeschleunigung
messbar ist.
3. Lastenfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass über die an der Hubeinrichtung (3) angeordneten Beschleunigungssensorik (5) die Querbeschleunigung
messbar ist.
4. Lastenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der an der Hubeinrichtung (3) angeordneten Beschleunigungssensorik (5) die Vertikalbeschleunigung
messbar ist.
5. Lastenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, ein Sensor zum Ermitteln der aufgenommenen Last (7) vorgesehen ist.
6. Lastenfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor zum Ermitteln der aufgenommenen Last (7) als ein Drucksensor (6) in einem
die Hubeinrichtung (3) verstellenden Hubzylinder ausgeführt ist.
7. Lastenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (6) zum Ermitteln der Hubhöhe der Hubeinrichtung (3) vorgesehen ist.
8. Lastenfahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor zum Ermitteln der Hubhöhe der Hubeinrichtung (3) als ein barometrischer
Sensor ausgeführt ist, der an der Hubeinrichtung (3) angeordnet ist.
9. Lastenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (3) an einem Mast (4) angeordnet, der verschwenkbar am Fahrzeug
angeordnet ist.
10. Lastenfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor zum Ermitteln des Schwenkwinkels des Mastes (4) vorgesehen ist.
11. Lastenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremseinrichtung des Lastenfahrzeugs von Stellsignalen des Regel- bzw. Steuergeräts
(8) einstellbar ist.
12. Regel- bzw. Steuergerät (8) zur Erzeugung von Stellsignalen zur Beeinflussung mindestens
eines Aggregats in einem Lastenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Load-carrying vehicle having a vertically adjustable lifting device (3), in particular
industrial truck such as, for example, a fork lift truck (1), having a vertically
adjustable lifting device (3) for picking up a load (7), having an acceleration sensor
system (5) for measuring the acceleration in at least one direction of movement, wherein
in a closed-loop or open-loop control unit (8) actuation signals for setting at least
one assembly, which influences the driving state, in the vehicle can be generated,
wherein the acceleration sensor system (5) is arranged on the lifting device (3) and
can be vertically adjusted together with the lifting device, characterized in that a drive motor (2) of the load-carrying vehicle can be adjusted by actuation signals
of the closed-loop or open-loop control unit (8).
2. Load-carrying vehicle according to Claim 1, characterized in that the longitudinal acceleration can be measured by means of the acceleration sensor
system (5) arranged on the lifting device (3).
3. Load-carrying vehicle according to Claim 1 or 2, characterized in that the transverse acceleration can be measured by means of the acceleration sensor system
(5) arranged on the lifting device (3).
4. Load-carrying vehicle according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the vertical acceleration can be measured in the acceleration sensor system (5) arranged
on the lifting device (3).
5. Load-carrying vehicle according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a sensor is provided for determining the picked-up load (7).
6. Load-carrying vehicle according to Claim 5, characterized in that the sensor is designed to determine the picked-up load (7) as a pressure sensor (6)
in a lifting cylinder which adjusts the lifting device (3).
7. Load-carrying vehicle according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a sensor (6) is provided for determining the lifting height of the lifting device
(3).
8. Load-carrying vehicle according to Claim 7, characterized in that the sensor is designed to determine the lifting height of the lifting device (3)
as a barometric sensor which is arranged on the lifting device (3).
9. Load-carrying vehicle according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the lifting device (3) is arranged on a mast (4) which is pivotably arranged on the
vehicle.
10. Load-carrying vehicle according to Claim 9, characterized in that a sensor is provided for determining the pivoting angle of the mast (4).
11. Load-carrying vehicle according to one of Claims 1 to 10, characterized in that a brake device of the load-carrying vehicle can be adjusted by actuation signals
of the closed-loop or open-loop control device (8).
12. Closed-loop or open-loop control device (8) for generating actuation signals for influencing
at least one assembly in a load-carrying vehicle according to one of the preceding
claims.
1. Véhicule de transport de charges comprenant un dispositif de levage (3) positionnable
en hauteur, notamment un véhicule de manutention comme, par exemple, un chariot-élévateur
(1), comprenant un dispositif de levage (3) positionnable en hauteur destiné à accueillir
une charge (7), comprenant un système de détection d'accélération (5) destiné à mesurer
l'accélération dans au moins un sens de déplacement, des signaux de commande servant
à régler au moins un groupe dans le véhicule et influençant l'état de déplacement
pouvant être générés dans un régulateur ou contrôleur (8), le système de détection
d'accélération (5) étant monté sur le dispositif de levage (3) et pouvant être positionné
en hauteur conjointement avec le dispositif de levage, caractérisé en ce qu'un moteur d'entraînement (2) du véhicule de transport de charges peut être réglé par
des signaux de commande du régulateur ou contrôleur (8).
2. Véhicule de transport de charges selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accélération longitudinale peut être mesurée par le biais du système de détection
d'accélération (5) monté sur le dispositif de levage (3).
3. Véhicule de transport de charges selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'accélération transversale peut être mesurée par le biais du système de détection
d'accélération (5) monté sur le dispositif de levage (3).
4. Véhicule de transport de charges selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'accélération verticale peut être mesurée dans le système de détection d'accélération
(5) monté sur le dispositif de levage (3).
5. Véhicule de transport de charges selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il existe un capteur destiné à déterminer la charge (7) accueillie.
6. Véhicule de transport de charges selon la revendication 5, caractérisé en ce que le capteur destiné à déterminer la charge (7) accueillie est réalisé sous la forme
d'un capteur de pression (6) dans un vérin de levage qui positionne le dispositif
de levage (3).
7. Véhicule de transport de charges selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il existe un capteur (6) destiné à déterminer la hauteur de levage du dispositif de
levage (3).
8. Véhicule de transport de charges selon la revendication 7, caractérisé en ce que le capteur destiné à déterminer la hauteur de levage du dispositif de levage (3)
est réalisé sous la forme d'un capteur barométrique qui est monté sur le dispositif
de levage (3).
9. Véhicule de transport de charges selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de levage (3) est disposé sur un mât (4), lequel est monté pivotant
sur le véhicule.
10. Véhicule de transport de charges selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il existe un capteur destiné à déterminer l'angle de pivotement du mât (4).
11. Véhicule de transport de charges selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un dispositif de freinage du véhicule de transport de charges peut être réglé par
les signaux de commande du régulateur ou contrôleur (8).
12. Régulateur ou contrôleur (8) destiné à générer des signaux de commande pour influencer
au moins un groupe dans un véhicule de transport de charges selon l'une des revendications
précédentes.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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