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(11) |
EP 2 852 754 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2016 Patentblatt 2016/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.04.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/058491 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/174601 (28.11.2013 Gazette 2013/48) |
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| (54) |
INJEKTOR EINES KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEMS
INJECTOR OF A FUEL INJECTION SYSTEM
INJECTEUR D'UN SYSTÈME D'INJECTION DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.05.2012 AT 6012012
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.04.2015 Patentblatt 2015/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GUGGENBICHLER, Franz
A-5431 Kuchl (AT)
- BERNHAUPT, Martin
A-5411 Oberalm (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 314 883 WO-A1-02/090753 AT-A4- 509 877 JP-A- 2010 275 908
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WO-A1-02/46602 WO-A1-2007/143768 FR-A1- 2 862 352
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Injektor eines modularen Common-Rail-Kraftstoffeinspritzsystems
mit einem im Injektorkörper integrierten Hochdruckspeicher, wobei der Injektor eine
Einspritzdüse mit darin axial verschieblich geführter, von einem Düsenraum umgebener
Düsennadel, eine den Hochdruckspeicher mit dem Düsenraum verbindende Hochdruckbohrung,
eine parallel zur Hochdruckbohrung geschaltene Resonatorbohrung, die mit der Einspritzdüse
in Verbindung steht und über eine Resonatordrossel in den Hochdruckspeicher mündet,
und einen Haltekörper aufweist, der stirnseitig mit dem den Hochdruckspeicher bildenden
Bauteil, insbesondere einem Speicherrohr verschraubt ist und durch den die Hochdruckbohrung
und die Resonatorbohrung verlaufen.
[0002] Einspritzinjektoren dieser Art werden in modularen Common-Rail-Systemen verwendet,
die dadurch gekennzeichnet sind, dass ein Teil des im System vorhandenen Speichervolumens
im Injektor selbst vorhanden ist. Modulare Common-Rail-Systeme kommen bei besonders
großen Motoren zum Einsatz, bei welchen die einzelnen Injektoren unter Umständen in
erheblichem Abstand voneinander angebracht sind. Die alleinige Verwendung eines gemeinsamen
Rails für alle Injektoren ist bei solchen Motoren nicht sinnvoll, da es aufgrund der
langen Leitungen während der Einspritzung zu einem massiven Einbruch im Ein-spritzdruck
kommen würde, sodass bei längerer Spritzdauer die Einspritzrate merklich einbrechen
würde. Bei solchen Motoren ist es daher vorgesehen, einen Hochdruckspeicher im Inneren
eines jeden Injektors anzuordnen. Eine solche Bauweise wird als modularer Aufbau bezeichnet,
da jeder einzelne Injektor über seinen eigenen Hochdruckspeicher verfügt und somit
als eigenständiges Modul eingesetzt werden kann. Unter einem Hochdruckspeicher ist
hierbei nicht eine gewöhnliche Leitung zu verstehen, sondern es handelt sich bei einem
Hochdruckspeicher um ein druckfestes Gefäß mit einer Zu- bzw. Ableitung, dessen Durchmesser
im Vergleich zu den Hochdruckleitungen deutlich vergrößert ist, damit aus dem Hochdruckspeicher
eine gewisse Einspritzmenge abgegeben werden kann, ohne dass es zu einem sofortigen
Druckabfall kommt.
[0003] In einem Common-Rail-System werden elektronisch gesteuerte Einspritzinjektoren zum
Einspritzen des Kraftstoffs in den Motorbrennraum verwendet. Die in diesen Injektoren
verwendeten Servoventile bewirken ein sehr schnelles Schließen der Einspritzdüse.
Beim Schließen der Einspritzdüse läuft der Kraftstoff gegen ein geschlossenes Leitungsende,
wobei auf Grund der Trägheit des Kraftstoffes der Druck vor der Einspritzdüse deutlich
ansteigt. Diese Druckspitze läuft in der Folge in der Hochdruckbohrung zwischen Einspritzdüse
und dem Hochdruckspeicher hin und her, wobei am Düsensitz starke Druckpulsationen
entstehen, die hier zu starkem Verschleiß führen. Die dabei auftretenden Druckspitzen
liegen in ungünstigen Fällen um bis zu 500 bar über dem Raildruck.
[0004] Eine Möglichkeit der Reduktion von Druckpulsationen ist der
WO 2007/143768 A1 zu entnehmen, wobei eine parallel zur Hochdruckleitung zwischen Einspritzdüse und
Hochdruckspeicher geschaltene Resonatorleitung vorgesehen ist, die hochdruckspeicherseitig
eine Resonatordrossel aufweist. Bevorzugt ist die Resonatordrossel am Eintritt der
Resonatorleitung in den Hochdruckspeicher angeordnet.
[0005] Bei der Fertigung der Resonatorbohrung samt Resonatordrossel tritt das Problem auf,
dass es insbesondere bei Injektoren mit längerer Resonatorbohrung zu einem Bohrungsversatz
kommt, der die Hochdruckfestigkeit sehr reduziert. Der Bohrungsversatz kommt dabei
wie folgt zustande. Im Zuge der Fertigung wird zuerst die Resonatorbohrung in Form
einer Sacklochbohrung mit einem Durchmesser von z.B. 3mm von der einen Seite des Haltekörpers
her gebohrt. Danach wird von der gegenüberliegenden Seite her die Resonatordrossel
z.B. mit einem Durchmesser von 0,7 - 0,9 mm gebohrt, wobei diese Bohrung aus Gründen
der Hochdruckfestigkeit möglichst zentral in die Resonatorbohrung einmünden soll.
Die Achse der Resonatorbohrung soll somit mit der Achse der Resonatordrossel zusammenfallen.
Die hierfür erforderliche fertigungstechnische Genauigkeit ist in der Praxis jedoch
nicht realisierbar. Zum einen tritt beim Ansetzen des Bohrwerkzeuges immer ein Anbohrfehler
auf. Zum anderen kommt es bei längeren Bohrungen meist zu einer Abweichung von der
gewünschten axialen Bohrungsrichtung, was dazu führt, dass das eine Ende der Bohrung
gegenüber dem anderen Ende der Bohrung um bis zu 2 % axial versetzt ist. Gemeinsam
mit dem Anbohrfehler führt dies dazu, dass die Drosselbohrung nicht zentral in die
Resonatorbohrung mündet, sondern um bis zu 0,5 mm versetzt.
[0006] Die Erfindung zielt daher darauf ab, die beschriebene Resonatorfunktion auch bei
Injektoren mit längeren Hochdruckbohrungen in baulich einfacher Weise zu realisieren,
ohne die Hochdruckfestigkeit wesentlich zu verschlechtern.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ausgehend von einem Injektor der eingangs
genannten Art im Wesentlichen vor, dass ein dem Hochdruckspeicher zugewandter Endabschnitt
der Hochdruckbohrung und ein dem Hochdruckspeicher zugewandter und die Resonatordrossel
aufweisender Endabschnitt der Resonatorbohrung in einem gesonderten Bauteil ausgeführt
ist, welches zwischen dem Haltekörper und dem Speicherrohr eingelegt ist und durch
die Verschraubung von Haltekörper und Speicherrohr fixiert ist. Durch diese Maßnahme
wird erreicht, dass der fertigungstechnisch unvermeidbare Bohrungsversatz keinen Einfluss
auf den Übergang der Resonatorbohrung in die Resonatordrossel hat. Dieser Übergang
ist nämlich in dem gesonderten Bauteil angeordnet, bei dem das Problem des Bohrungsversatzes
auf Grund der geringeren axialen Länge keine merkbare Auswirkung auf die Hochdruckfestigkeit
hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn das gesonderte Bauteil kürzer als der Haltekörper
ausgeführt ist, also z.B. mit einer axialen Länge von weniger als 100mm, bevorzugt
weniger als 50 mm, besonders bevorzugt weniger als 30mm ausgebildet ist. Ein Versatz
tritt allenfalls am Übergang zwischen der im Haltekörper ausgeführten Resonatorbohrung
und dem im gesonderten Bauteil ausgeführten Endabschnitt der Resonatorbohrung auf,
was hinsichtlich der Hochdruckfestigkeit jedoch weniger kritisch ist.
[0008] Das gesonderte Bauteil wird hierbei lediglich durch die beim Verschrauben des Haltkörpers
mit dem Speicherrohr erzeugte axiale Kraft gehalten und zwischen diesen beiden Bauteilen
ohne die Notwendigkeit weiterer Befestigungsmittel gleichsam eingeklemmt.
[0009] Damit das beim Verschrauben des Haltekörpers mit dem Speicherrohr auf das gesonderte
Bauteil wirkende Drehmoment nicht zu einem Verdrehen des gesonderten Bauteils führt,
sieht eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung vor, dass der Haltekörper und das
gesonderte Bauteil mittels eines axialen Stiftes verdrehgesichert sind.
[0010] Um einerseits ein sicheres Halten des gesonderten Bauteils zu gewährleisten und andererseits
eine hochdruckdichte Verbindung zu schaffen, ist bevorzugt vorgesehen, dass das gesonderte
Bauteil eine kegelige Dichtfläche trägt, die mit einer an einem Absatz des Speicherrohrs
ausgebildeten kegeligen Gegendichtfläche des Speicherrohrs zusammenwirkt. An der dem
Haltekörper zugewandten Stirnseite weist das gesonderte Bauteil bevorzugt eine plane
Dichtfläche auf, die mit der planen Stirnseite des Haltekörpers zusammenwirkt.
[0011] Eine bevorzugte Ausbildung sieht vor, dass die beiden Endabschnitte zueinander konvergieren.
Insbesondere münden die beiden Endabschnitte in einem im gesonderten Bauteil ausgebildeten
Sackloch. Alternativ können die beiden Endabschnitte jedoch auch parallel zueinander
verlaufen.
[0012] Bevorzugt ist das gesonderte Bauteil als Platte ausgebildet.
[0013] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Resonatordrossel am Eintritt der Resonatorbohrung
in den Hochdruckspeicher angeordnet ist. Die Resonatordrossel ist somit in dem gesonderten
Bauteil ausgebildet. Dabei kann die Resonatordrossel in verschiedenen Längen ausgeführt
sein. Beispielsweise kann die Resonatordrossel relativ kurz ausgebildet sein, sodass
sie sich lediglich über einen kurzen axialen Teilabschnitt, insbesondere über einen
dem Hochdruckspeicher zugewandten Endabschnitt des gesonderten Bauteils, insbesondere
der Platte erstreckt. Alternativ kann sich die Resonatordrossel durch das gesonderte
Bauteil, insbesondere die Platte hindurch erstrecken, sodass ihre Länge der axialen
Erstreckung des gesonderten Bauteils, insbesondere der Platte entspricht.
[0014] Die erfindungsgemäße Ausbildung kommt besonders vorteilhaft bei Injektoren zum Tragen,
bei denen die Düsennadel zur Steuerung ihrer Öffnungs- und Schließbewegung von dem
in einem mit Kraftstoff unter Druck speisbaren Steuerraum herrschenden Druck in axialer
Richtung beaufschlagbar ist, wobei der Steuerraum mit einem eine Zulaufdrossel aufweisenden
Zulaufkanal und einem eine Ablaufdrossel aufweisenden Ablaufkanal in Verbindung steht
und wenigstens ein den Zu- oder Ablaufkanal öffnendes oder schließendes Steuerventil
vorgesehen ist, mit dem der Druck im Steuerraum gesteuert wird, dass die Zulaufdrossel
und die Ablaufdrossel in einer Drosselplatte ausgebildet sind, dass das Steuerventil
in einer Ventilplatte ausgebildet ist und dass die Hochdruckbohrung und die Resonatorbohrung
die Ventilplatte und die Drosselplatte durchsetzen. Der Injektor ist hierbei meist
so ausgebildet, dass ein den Hochdruckspeicher beherbergender Injektor- und/oder Haltekörper,
die Ventilplatte, die Drosselplatte und die Einspritzdüse von einer Düsenspannmutter
zusammengehalten werden. Die Hochdruckbohrung und die Resonatorbohrung erstrecken
sich dabei durch den Haltekörper, die Ventilplatte und die Drosselplatte und verbinden
dadurch den Hochdruckspeicher mit der Einspritzdüse.
[0015] Bevorzugt ist die Länge der Resonatorbohrung auf die Länge der Hochdruckbohrung abgestimmt,
sodass sich die vom Injektor induzierten Druckschwingungen gegenseitig ab-schwächen
oder auslöschen.
[0016] Bevorzugt ist die Länge der Resonatorbohrung zwischen der Einspritzdüse und der Resonatordrossel
sowie die Länge der Hochdruckbohrung zwischen der Einspritzdüse und dem Eintritt der
Hochdruckbohrung in den Druckspeicher jeweils ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge
der von der Einspritzdüse induzierten Druckschwingung.
[0017] Bevorzugt entspricht die Länge der Resonatorbohrung zwischen dem Düsenvorraum und
der Resonatordrossel im Wesentlichen der Länge der Hochdruckbohrung zwischen dem Düsenvorraum
und dem Eintritt der Hochdruckbohrung in den Druckspeicher.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 schematisch einen Querschnitt
eines mit einem Hochdruckspeicher ausgestatteten Injektors gemäß Stand der Technik
und Fig. 2 eine Detaildarstellung des Einmündungsbereichs der Resonatordrossel in
den Hochdruckspeicher.
[0019] In Fig. 1 ist ein Injektor 1 dargestellt, der eine Einspritzdüse 2, eine Drosselplatte
3, eine Ventilplatte 4, einen Haltekörper 5 und einen Hochdruckspeicher 6 aufweist,
wobei eine mit dem Haltekörper 5 verschraubte Düsenspannmutter 7 die Einspritzdüse
2, die Drosselplatte 3 und die Ventilplatte 4 zusammenhält. Im Ruhezustand ist das
Magnetventil 13 geschlossen, sodass Hochdruckkraftstoff aus dem Hochdruckspeicher
6 über die Hochdruckbohrung 8, die Querverbindung 9 und die Zulaufdrossel 10 in den
Steuerraum 11 der Einspritzdüse 2 strömt, der Abfluss aus dem Steuerraum 11 über die
Ablaufdrossel 12 aber am Ventilsitz des Magnetventils 13 blockiert ist. Der im Steuerraum
11 anliegende Systemdruck drückt gemeinsam mit der Kraft der Düsenfeder 14 die Düsennadel
15 in den Düsennadelsitz 16, sodass die Spritzlöcher 17 verschlossen sind. Wird das
Magnetventil 13 betätigt, gibt es den Durchfluss über den Magnetventilsitz frei, und
Kraftstoff strömt aus dem Steuerraum 11 durch die Ablaufdrossel 12, den Magnetventilankerraum
und die Niederdruckbohrung 18 zurück in den nicht dargestellten Kraftstofftank. Es
stellt sich ein durch die Strömungsquerschnitte von Zulaufdrossel 10 und Ablaufdrossel
12 definierter Gleichgewichtsdruck im Steuerraum 11 ein, der so gering ist, dass der
im Düsenraum 19 anliegende Systemdruck die im Düsenkörper längs verschieblich geführte
Düsennadel 15 zu öffnen vermag, sodass die Spritzlöcher 17 freigegeben werden und
eine Einspritzung erfolgt.
[0020] Aufgrund der Massenträgheit des Kraftstoffs in Speicher 6, Hochdruckbohrung 8 und
Düsenraum 19 kommt es direkt nach dem Schließen der Düsennadel 15 zu starken Druckschwingungen
am Düsensitz 16, da der fließende Kraftstoff in sehr kurzer Zeit abgebremst werden
muss. Zur Reduktion der Druckschwingungen kommt ein Resonator zum Einsatz. Dieser
besteht aus einer Resonatorbohrung 20, welche die gleiche Länge und ggf. den gleichen
Durchmesser wie die Hochdruckbohrung 8 aufweist, sowie einer Resonatordrossel 21,
die am speicherseitigen Ende der Resonatorbohrung 20 angebracht ist und diese mit
dem Hochdruckspeicher 6 verbindet. Beim Schließen des Magnetventils 13 pflanzt sich
der am Düsensitz 16 entstehende Druckpuls über den Düsenraum 19 in die Hochdruckbohrung
8 und die Resonatorbohrung 20 fort. Am Ende der Hochdruckbohrung 8 erfolgt eine Reflexion
des Druckpulses am offenen Ende am Übergang in den Hochdruckspeicher 6. Gleichzeitig
wird der in der Resonatorbohrung 20 laufende Druckpuls am geschlossenen Ende an der
Resonatordrossel 21 reflektiert. Die beiden reflektierten Druckpulse sind aufgrund
der unterschiedlichen Reflexionsart (offenes bzw. geschlossenes Ende) um 180° phasenverschoben,
so dass sie sich beim Aufeinandertreffen im Düsenraum 19 auslöschen. Dadurch kommt
es zu keinen weiteren Druckpulsen am Düsensitz 16, sodass hier deutlich weniger Verschleiß
auftritt.
[0021] Die Zuführung des Hochdruckkraftstoffs von einer nicht näher dargestellten Hochdruckpumpe
in den Injektor 1, kann über einen an der Oberseite des Injektors 1 angeordneten Hochdruckanschluss
22 erfolgen (Topfeed-Injektor).
[0022] In der Detaildarstellung gemäß Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Ausbildung dargestellt,
die mit Ausnahme der in Fig. 2 dargestellten Details identisch ist wie in Fig. 1,
so dass für gleiche Bauteile die in Fig. 1 verwendeten Bezugszeichen beibehalten wurden.
Fig. 2 zeigt eine zwischen dem Speicherrohr 25, dem Hochdruckspeicher 6 und dem Haltekörper
5 angeordnete Platte 23, die das erfindungsgemäß vorgesehene gesonderte Bauteil darstellt.
Die Platte 23 weist eine kegelige Dichtfläche 24 auf, die mit einer an einem Absatz
26 des Speicherrohrs 25 ausgebildeten kegeligen Gegendichtfläche zusammenwirkt. Der
Absatz 26 des Speicherrohrs 25 ist über eine ringnutartige Ausnehmung 27 mit einem
dünnwandigeren, mit einem Innengewinde 28 versehenen Abschnitt 29 des Speicherrohrs
25 verbunden. Die Platte 23 wird zwischen den Haltekörper 5 und das Speicherrohr 25
eingelegt und durch die Verschraubung dieser beiden Bauteile fixiert. Dabei wird die
Platte 23 mittels wenigstens eines Stiftes 30 gegen Verdrehen gesichert. Die Abdichtung
zum Haltekörper 5 erfolgt über eine Flachdichtstelle 31, welche von einer an der dem
Haltekörper 5 zugewandten Stirnseite ausgebildeten Plandichtfläche der Platte 23 ausgebildet
wird, welche mit der planen Stirnseite des Haltekörpers 5 zusammenwirkt. Eine Ringdichtung
36 sorgt für eine zusätzliche Abdichtung.
[0023] In der Platte 23 ist nun ein Endabschnitt 32 der Hochdruckbohrung 8 und ein Endabschnitt
33 der Resonatorbohrung 20 ausgebildet. Die beiden Endabschnitte verlaufen schräg
zur Injektorachse 34 und konvergieren in Richtung zu einem hochdruckspeicherseitigen
Sackloch 35, in das beide Endabschnitte 32, 33 münden. Der Endabschnitt 33 der Resonatorbohrung
20 mündet hierbei über die Resonatordrossel 21 in den Hochdruckspeicher 6. An der
Flachdichtstelle 31 geht der Endabschnitt 32 in die Hochdruckbohrung 8 und der Endabschnitt
3 in die Resonatorbohrung über.
1. Injektor eines modularen Common-Rail-Kraftstoffeinspritzsystems mit einem im Injektorkörper
integrierten Hochdruckspeicher, wobei der Injektor eine Einspritzdüse mit darin axial
verschieblich geführter, von einem Düsenraum umgebener Düsennadel, eine den Hochdruckspeicher
mit dem Düsenraum verbindende Hochdruckbohrung, eine parallel zur Hochdruckbohrung
geschaltene Resonatorbohrung, die mit der Einspritzdüse in Verbindung steht und über
eine Resonatordrossel in den Hochdruckspeicher mündet, und einen Haltekörper aufweist,
der stirnseitig mit dem den Hochdruckspeicher bildenden Bauteil, insbesondere Speicherrohr
verschraubt ist und durch den die Hochdruckbohrung und die Resonatorbohrung verlaufen,
dadurch gekennzeichnet, dass ein dem Hochdruckspeicher (6) zugewandter Endabschnitt (32) der Hochdruckbohrung
(8) und ein dem Hochdruckspeicher (6) zugewandter und die Resonatordrossel (21) aufweisender
Endabschnitt (33) der Resonatorbohrung (20) in einem gesonderten Bauteil (23) ausgeführt
ist, welches zwischen dem Haltekörper (5) und dem Speicherrohr (25) eingelegt ist
und durch die Verschraubung von Haltekörper (5) und Speicherrohr (25) fixiert ist.
2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesonderte Bauteil (23) eine kegelige Dichtfläche (24) trägt, die mit einer an
einem Absatz (26) des Speicherrohrs (25) ausgebildeten kegeligen Gegendichtfläche
des Speicherrohrs (25) zusammenwirkt.
3. Injektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das gesonderte Bauteil (23) an der dem Haltekörper (5) zugewandten Stirnseite eine
plane Dichtfläche aufweist, die mit der planen Stirnseite des Haltekörpers (5) zusammenwirkt.
4. Injektor nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (5) und das gesonderte Bauteil (23) mittels eines axialen Stiftes
(30) verdrehgesichert sind.
5. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Endabschnitte (32,33) zueinander konvergieren.
6. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Endabschnitte (32,33) in ein im gesonderten Bauteil (23) ausgebildetes
Sackloch (35) münden.
7. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonatordrossel (21) sich durch das gesonderte Bauteil (23) hindurch erstreckt.
8. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsennadel (15) zur Steuerung ihrer Öffnungs- und Schließbewegung von dem in
einem mit Kraftstoff unter Druck speisbaren Steuerraum (11) herrschenden Druck in
axialer Richtung beaufschlagbar ist, wobei der Steuerraum (11) mit einem eine Zulaufdrossel
(10) aufweisenden Zulaufkanal (9) und einem eine Ablaufdrossel (12) aufweisenden Ablaufkanal
in Verbindung steht und wenigstens ein den Zu- oder Ablaufkanal öffnendes oder schließendes
Steuerventil (13) vorgesehen ist, mit dem der Druck im Steuerraum (11) gesteuert wird.
1. Injector of a modular common-rail fuel injection system having a high-pressure accumulator
integrated in the injector body, wherein the injector has an injection nozzle, with
a nozzle needle which is guided in axially displaceable fashion therein and which
is surrounded by a nozzle chamber, a high-pressure bore, which connects the high-pressure
accumulator to the nozzle chamber, a resonator bore, which is connected in parallel
with respect to the high-pressure bore and which is connected to the injection nozzle
and which opens via a resonator throttle into the high-pressure accumulator, and a
holding body, which at a face side is screwed together with the component, in particular
accumulator pipe, which forms the high-pressure accumulator and through which the
high-pressure bore and the resonator bore extend, characterized in that an end section (32), facing toward the high-pressure accumulator (6), of the high-pressure
bore (8) and an end section (33), which faces toward the high-pressure accumulator
(6) and which has the resonator throttle (21), of the resonator bore (20) is formed
in a separate component (23) which is placed between the holding body (5) and the
accumulator pipe (25) and which is fixed by way of the screw connection of holding
body (5) and accumulator pipe (25).
2. Injector according to Claim 1, characterized in that the separate component (23) bears a conical sealing surface (24) which interacts
with a conical counterpart sealing surface of the accumulator pipe (25), said counterpart
sealing surface being formed on a shoulder (26) of the accumulator pipe (25).
3. Injector according to Claim 1 or 2, characterized in that the separate component (23) has, on the face side facing toward the holding body
(5), a planar sealing surface which interacts with the planar face side of the holding
body (5).
4. Injector according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the holding body (5) and the separate component (23) are rotationally secured by
way of an axial pin (30).
5. Injector according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the two end sections (32, 33) converge on one another.
6. Injector according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the two end sections (32, 33) open into a blind hole (35) formed in the separate
component (23).
7. Injector according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the resonator throttle (21) extends through the separate component (23).
8. Injector according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the nozzle needle (15) can, for the control of its opening and closing movement,
be acted on in an axial direction by the pressure prevailing in a control chamber
(11) which can be fed with pressurized fuel, wherein the control chamber (11) is connected
to an inflow duct (9), which has an inflow throttle (10), and to an outflow duct,
which has an outflow throttle (12), and at least one control valve (13) is provided
which opens or closes the inflow or outflow duct and by way of which the pressure
in the control chamber (11) is controlled.
1. Injecteur d'un système d'injection de carburant modulaire à rampe commune, comprenant
un accumulateur haute pression intégré dans le corps d'injecteur, l'injecteur présentant
une buse d'injection avec un pointeau de buse guidé de manière déplaçable axialement
dans celle-ci, entouré par un espace de buse, un alésage haute pression reliant l'accumulateur
haute pression à l'espace de buse, un alésage de résonateur monté en parallèle avec
l'alésage haute pression, qui est en liaison avec la buse d'injection et qui débouche
par le biais d'un étranglement de résonateur dans l'accumulateur haute pression, et
un corps de fixation qui est vissé du côté frontal avec le composant formant l'accumulateur
haute pression, en particulier le tube d'accumulateur, et à travers lequel s'étendent
l'alésage haute pression et l'alésage de résonateur, caractérisé en ce qu'une portion d'extrémité (32) de l'alésage haute pression (8) tournée vers l'accumulateur
haute pression (6) et une portion d'extrémité (33) de l'alésage de résonateur (20)
tournée vers l'accumulateur haute pression (6) et présentant l'étranglement de résonateur
(21) sont réalisées dans un composant séparé (23) qui est introduit entre le corps
de fixation (5) et le tube d'accumulateur (25) et qui est fixé par le vissage du corps
de fixation (5) et du tube d'accumulateur (25).
2. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le composant séparé (23) porte une surface d'étanchéité conique (24) qui coopère
avec une surface d'étanchéité conique conjuguée du tube d'accumulateur (25) réalisée
au niveau d'un épaulement (26) du tube d'accumulateur (25).
3. Injecteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le composant séparé (23) présente au niveau du côté frontal tourné vers le corps
de fixation (5) une surface d'étanchéité plane qui coopère avec le côté frontal plan
du corps de fixation (5).
4. Injecteur selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le corps de fixation (5) et le composant séparé (23) sont bloqués en rotation au
moyen d'une goupille axiale (30).
5. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les deux portions d'extrémité (32, 33) convergent l'une vers l'autre.
6. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les deux portions d'extrémité (32, 33) débouchent dans un trou borgne (35) réalisé
dans le composant séparé (23).
7. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'étranglement de résonateur (21) s'étend à travers le composant séparé (23).
8. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le pointeau de buse (15), pour la commande de son mouvement d'ouverture et de fermeture,
peut être sollicité dans la direction axiale par la pression régnant dans un espace
de commande (11) pouvant être alimenté en carburant sous pression, l'espace de commande
(11) étant en liaison avec un canal d'alimentation (9) présentant un étranglement
d'alimentation (10) et un canal de sortie présentant un étranglement de sortie (12)
et au moins une soupape de commande (13) ouvrant ou fermant le canal d'alimentation
ou de sortie étant prévue, avec laquelle la pression dans l'espace de commande (11)
est commandée.


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