[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung an einer
Kapillarrohrmatte. So ein Verfahre ist aus
JP 58072893 bekannt.
[0002] Es ist bekannt, Kapillarrohranschlüsse bei Kapillaren aus Metall durch Schraubverbindungen,
Löten oder Schweißen herzustellen.
[0003] Die im Stand der Technik bekannten Schraubverbindungen sind jedoch nur bis zu Kapillarrohrdurchmessern
von etwa 2 mm kostengünstig herstellbar.
[0004] Werden Kapillarrohre aus Kunststoffen verwendet, vor allem solche, die eine gewisse
Elastizität haben, kann anstelle der obengenannten Verbindungstechniken auch mit Steckverbindungen
oder geklebten Verbindungen gearbeitet werden. Solche Verbindungstechniken müssen
an jedem Kapillarrohr individuell erzeugt werden. Sie eignen sich etwa bis zu Außendurchmessern
von 1 mm.
[0005] Es sind Kapillarrohre bekannt, die mit ihren Außendurchmessern bis herab zu wenigen
µm ausführbar sind. Solcher Art Mikrokapillaren lassen sich beispielsweise mithilfe
textiltechnologischer Verfahren zu textilen Flächengebilden oder auch zu dreidimensionalen
Gestricken verarbeiten. Entsprechende Vorschläge enthält
DE 10 2009 018 197 A1.
[0006] In
DE 10 2009 018 197 A1 und
DE 10 2011 001 915 A1 ist bereits vorgeschlagen, solcherart textile Flächengebilde als Wärmetauscher einzusetzen.
Dies scheitert jedoch daran, dass eine Vielzahl an sich gleichartiger Kapillarrohre
mit ihren Enden mit einer Sammelleitung verbunden werden müssen, um dem jeweiligen
Wärmetauscher ein Medium zu- oder abführen zu können. Dieses Erfordernis besteht jeweils
zweifach, da sowohl eine Zu- als auch eine Abflussleitung erforderlich sind.
[0007] Der besondere Vorteil der als Flächengebilde vorliegenden Kapillarrohrmatten, dass
diese durch individuellen Zuschnitt an den jeweiligen Anwendungsfall anpassbar sind,
ist zugleich deren größter Nachteil, da nach jedem Zuschnitt eine Vielzahl offener
Kapillarrohrenden vorhanden ist, die dauerhaft dicht mit einer Sammelleitung verbunden
werden müssen.
[0008] Die bisher praktizierte Herstellungsmethode von Kapillarrohrmatten mit einem mäanderförmigen
Verlauf und insoweit stets nur einer Zu- und einer Ableitung würde bei der Vielzahl
offener Kapillarrohrenden diese Anschlussmethode aus wirtschaftlichen Gründen ausschließen.
[0009] Es ist aus
JP 04 035 926 A ein Vorschlag bekannt, ein Bündel von Mikrokapillaren in einem ringförmigen Bauteil
zusammenzufassen und mithilfe einer Vergussmasse beides miteinander zu verbinden.
[0010] Der obengenannte Vorschlag ist für den Anschluss von Sammelleitungen an Kapillarrohrmatten
nicht geeignet. Eine endliche Zahl von Kapillarrohrenden müsste zu einem Bündel zusammengefasst
werden, was bei einer sich flächig erstreckenden Kapillarrohrmatte unmöglich ist.
[0011] Der Anschluss einer großen Zahl von Mikrokapillaren in einer linienförmigen Anordnung
an einer Sammelleitung ist bisher nicht zufriedenstellend gelöst, weshalb die in
DE 10 2009 018 197 A1 und
DE 10 2011 001 915 A1 enthaltenen Vorschläge ohne eine Lösung dafür nicht ausführbar sind.
[0012] Für Kapillaranordnungen und Leitungskanäle kleinen Durchmessers mit einer geometrisch
festen Grundordnung sind einige Vorschläge bekannt. So ist in
EP 82 111 327 vorgeschlagen, Kapillaren mit etwas größerem Durchmesser durch Einsatz von kammförmigen
Dichtleisten so auszurichten, dass sie im Anschlussbereich regelmäßige Abstände haben.
Mit Hilfe eines einseitig geschlitzten Rohres kann dann eine Sammelleitung erzeugt
werden, die in Verbindung mit den Dichtelementen den Anschluss ermöglicht. Eine weitere
in
EP 0 086 268 A1 beschriebene Lösung sieht vor, die Dichtelemente materialeinheitlich mit einem Zwischenstück
auszuführen, wobei durch hälftiges Umklappen des Zwischenstücks die Sammelleitung
ausgebildet wird, während die Dichtelemente die Kapillaren aufnehmen.
[0013] In
US 4 350 374 A,
DE 41 17 273 A1 und
JP A 02 306 069 A sind Ausführungsformen für Sammelleitungen beschrieben, die das Vorhandensein von
Kapillarrohrmatten mit einer wiederholbaren geometrischen Anordnung, wie sie bei Doppelstegplatten,
eingegossenen Kapillaren und ähnlichem vorhanden sind, vorgeschlagen, wobei die Sammelleitung
in den meisten Fällen an ihrem Umfang einen Schlitz geometrisch bestimmter Länge hat.
[0014] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung
an einer Kapillarrohrmatte mit unregelmäßiger Verteilung der Kapillaren vorzuschlagen,
durch das eine Vielzahl vorhandener Enden von Mikrokapillaren leicht, einfach, kostengünstig
und dauerhaft mit einer Sammelleitung verbindbar sind. Es ist weiter Aufgabe der Erfindung,
eine Anordnung für eine Sammelleitung an einer Kapillarrohrmatte mit einer Vielzahl
unregelmäßig verteilter Enden von Mikrokapillaren vorzuschlagen.
[0015] Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, die zur Durchführung des Verfahrens und zur
Realisierung der entsprechenden Anordnungen erforderlichen Mittel für die Sammelleitungen
vorzuschlagen.
[0016] Die Aufgabe wird gelöst für die Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung an
einer Kapillarrohrmatte mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des unabhängigen
Patentanspruches 1 in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes dieses Patentanspruches.
[0017] Nachgeordnete Patentansprüche betreffen am Anmeldetag bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung, ohne deren Schutzbereich zu beschränken.
[0018] In der nachstehenden Beschreibung, den Ausführungsbeispielen und den Patentansprüchen
werden die nachstehend aufgeführten Begriffe mit folgendem Bedeutungsinhalt verwendet:
Kapillarrohrmatte - ist ein im Wesentlichen flächiges Gebilde, das Kapillarrohre enthält,
die an wenigstens einem Ende mit wenigstens einer Sammelleitung verbunden sind, wobei
die Verbindung der Kapillarrohre mit der Sammelleitung nach der Herstellung nicht
mehr lösbar ist. Bevorzugt werden dabei Kapillarrohrmatten mit einem Durchmesser der
Kapillarrohre, bei dem die übliche Herstellungsweise einer Rohrverbindung durch Schrauben,
Stecken, Schweißen oder Löten nicht zufriedenstellend lösbar ist oder aus wirtschaftlichen
Erwägungen nicht mehr in Frage kommt. Die Kapillarrohre sind beispielsweise Rohre
mit Außendurchmessern von etwa 2 mm bis herab in den Bereich weniger µm.
Mikrokapillare - ist ein Kapillarrohr, das einen sehr kleinen Innendurchmesser hat
und mit Steck-, Schraub- oder Klemmverbindungen nicht oder nur unter erheblichem Aufwand
an eine Sammelleitung anschließbar ist.
Sammelleitung - ist ein Element mit einem gegenüber den Mikrokapillaren größeren Querschnitt,
durch das eine endliche Zahl Enden von Mikrokapillaren zusammengefasst ist.
Leitungskanal - ist ein sich entlang eines oder mehrerer strangförmiger Formteile
ausbildender Hohlraum, der mit Enden der Mikrokapillaren in Verbindung steht und in
dem ein Wärmetauschermedium zirkulieren kann.
[0019] Nach der Erfindung besteht ein Verfahren zur Herstellung erfindungsgemäßer Sammelleitungen
an einer Kapillarrohrmatte darin, dass zunächst an das Ende einer Kapillarrohrmatte
eine Zwischenstruktur angeformt wird.
[0020] Hierzu wird das Ende einer Kapillarrohrmatte mit den offenen Enden der Mikrokapillaren
so über dem Unterteil einer Form positioniert, dass die Enden der Mikrokapillaren
weit in einen von der Form ausgebildeten ersten Abschnitt einer späteren Raumform
hineinragen.
[0021] Bevorzugt wird dabei, dass die Kapillarrohrmatte mit den freien Enden der Mikrokapillaren
den ersten Abschnitt des Hohlraums vollständig überdeckt und die Enden der Mikrokapillaren
auf der gegenüberliegenden Seite der Form wieder aufliegen.
[0022] Ein oberer Teil der Form mit einem ausgeformten zweiten Abschnitt einer Raumform
wird sodann über den unteren Teil der Form positioniert und damit die Form geschlossen.
[0023] Nach dem Schließen der Form wird die entstandene Raumform mit einem Werkstoff ausgefüllt,
der bevorzugt eine Gießmasse ist. Hierbei kommen sowohl extrudierbare als auch durch
Schwerkraft einfüllbare Formmassen in Betracht.
[0024] Nach dem Füllen der Form und dem Erstarren der Formmasse wird die Form geöffnet und
die Kapillarrohrmatte mit der angeformten Zwischenstruktur entnommen.
[0025] Durch einen Trennvorgang wird sodann ein Teil der Zwischenstruktur entfernt, wobei
die in der Zwischenstruktur enthaltenen Enden der Mikrokapillaren angeschnitten werden.
[0026] Eine weitere Ausführungsform kann vorsehen, durch einen zusätzlichen Trennschnitt
die in den Querschnitt der Sammelleitung ragenden Kapillarrohrenden so weit zu verkürzen,
dass diese die Strömung in der Sammelleitung nicht mehr wesentlich beeinflussen. Dieser
Trennschnitt kann unmittelbar während der Positionierung der Kapillarrohrmatte zur
Sammelleitung erfolgen oder auch bei fest angeschlossener Sammelleitung mit Hilfe
eines Spezialwerkzeuges.
[0027] Bevorzugt wird jedoch eine Anordnung der oben beschriebenen Zwischenstruktur dergestalt,
dass diese in der Fläche einer vorgefertigten Kapillarrohrmatte angeordnet wird. Das
heißt, auf beiden Seiten der Zwischenstruktur befindet sich nutzbare Fläche einer
Kapillarrohrmatte.
[0028] In einem solchen Fall wird das Außenprofil der Zwischenstruktur so gestaltet, dass
nach dem Teilen zwei vollwertige Endstrukturen von Kapillarrohrmatten vorhanden sind.
Ein besonderer Vorteil ist dabei, dass bei der Herstellung der Zwischenstruktur innerhalb
des Formenhohlraums kein offenes Ende eines Kapillarrohres vorhanden ist und Verstopfungen
nicht zu befürchten sind.
[0029] Bei nach diesem Verfahren hergestellten Endstrukturen kann die Sammelleitung mit
Hilfe eines geschlitzten hülsenförmigen Bauteils erzeugt werden, indem die Hülse aufgebogen
wird, die Endstruktur der Kapillarrohrmatte zwischen die Schenkel der Hülse positioniert
wird und sodann die Hülse in ihre Urform zurückkehren kann, wobei eine Restspannung
verbleibt, durch die die Dichtheit gegenüber der Endstruktur der Kapillarrohrmatte
erreicht wird.
[0030] Bei dem, mit einer Zwischenstruktur auszuführenden Verfahren kann ebenfalls auf verschiedene
Weise eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens und seiner Merkmale erfolgen.
[0031] Es können Mehrkomponentengemische als Formmasse eingesetzt werden.
[0032] Die Zwischenstruktur kann vorteilhaft aus gummielastischen Werkstoffen erzeugt werden.
Besonders vorteilhaft ist dies dann, wenn die Zwischenstruktur in ihrem Inneren eine
geringe und an der äußeren Hülle eine große Shore-Härte hat.
[0033] Das Außenprofil der Zwischenstruktur kann beliebig gestaltet sein. Bevorzugt werden
Profilformen, bei denen entweder zur Kapillarrohrmatte planparallele Flächen oder
Flächen mit rillenförmigen Vertiefungen verwendet werden.
[0034] Durch das Teilen der Zwischenstruktur entsteht ein nicht weiter verwertbares Reststück.
[0035] Diese Ausgestaltung des Verfahrens ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Vorprodukt
der Kapillarrohrmatte beispielsweise als textiles Flächengebilde in Bahnen vorliegt
und die Zwischenstrukturen in bestimmten Längenintervallen einzubringen sind.
[0036] Weitere Ausgestaltungsformen können darin bestehen, dass das hülsenförmige Bauteil
aus einem Federwerkstoff erzeugt ist. Ebenso, dass es sich um ein durch Urformen erzeugtes
Kunststoffteil handelt, das zusätzlich zur Federwirkung auch stoffschlüssig oder mit
Hilfe eines nachträglichen Vergusses gegenüber der Kapillarrohrmatte abgedichtet werden
kann.
[0037] Bei dem oben beschriebenen Herstellungsverfahren entsteht eine Sammelleitung im Bereich
eines Endes einer Kapillarrohrmatte dergestalt, dass ein rohrförmiges Profil als Sammelleitung
mit an den stirnseitigen Enden vorhandenen Öffnungen entsteht. In diese Öffnungen
können angepasste und nach bekannten Verfahren des Maschinenbaus bzw. der Kunststoffverarbeitung
hergestellte Endstücke eingesetzt werden. Ebenso können alle bekannten Verbindungslösungen
an den Endstücken der Sammelleitungen realisiert werden, sodass spezifischen Einsatzerfordernissen
jederzeit Rechnung getragen werden kann.
[0038] Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger Ausführungsbeispiele und Zeichnungen
näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1 -
- Eine zweite Ausführungsform des Anschlusses einer Sammelleitung an eine Kapillarrohrmatte
und deren Lage mit einem Zwischenschritt betreffend die Herstellung einer Zwischenstruktur
mit Hilfe eines Formwerkzeuges.
- Fig. 3 -
- Eine Kapillarrohrmatte mit angeformter Zwischenstruktur und durch einen Trennschnitt
innerhalb der Zwischenstruktur geöffneten Mikrokapillaren und einem hülsenförmigen
Ummantelungsteil für die Sammelleitung in einer Explosivdarstellung.
- Fig. 4 -
- Eine mit einer Zwischenstruktur erzeugte Sammelleitung, die durch eine zusätzliche
Behandlung abgedichtet ist.
- Fig. 5 -
- Eine schematische Darstellung der Möglichkeit, in einem fortlaufenden Verfahren an
flächenhafte Kapillarrohrmatten Zwischenstrukturen anzubringen und damit vorkonfektionierte
Kapillarrohrmatten herzustellen.
[0039] Das Verfahren zur Herstellung der Sammelleitung besteht darin, dass eine Kapillarrohrmatte
16 über dem Unterteil
17 eines Formwerkzeugs so positioniert wird, dass die Enden der Mikrokapillaren zumindest
in den Abschnitt
18 des Formenhohlraums hineinragen. Nach der Positionierung der Kapillarrohrmatte
16 wird durch Absenken des Oberteils
19 die Form geschlossen und nachfolgend mit einer Formmasse gefüllt. Die Formmasse kann
dabei entweder eine thermoplastische Masse sein, die in die Form eingespritzt wird,
oder eine Gießmasse, beispielsweise ein Reaktionsharzgemisch. Nach Aushärten der Formmasse
wird das Oberteil
19 wieder abgehoben und die Kapillarrohrmatte
16 mit der dann an deren Ende befindlichen Zwischenstruktur
20 entnommen. Danach wird in einer Ebene
21 ein Trennschnitt dergestalt ausgeführt, dass ein Teil der Zwischenstruktur
20 abgetrennt und gleichzeitig alle Kapillarrohrenden abgeschnitten und damit geöffnet
werden.
[0040] Wie in Fig. 1 dargestellt, wird die Kapillarrohrmatte
16 bevorzugt so eingelegt, dass ihr vorderes Ende
22 über die Form hinausragt. Damit wird vermieden, dass einzelne Mikrokapillaren Formmasse
aufnehmen und dadurch vielleicht dauerhaft verschlossen werden.
[0041] Die Kapillarrohrmatte mit der nun vorhandenen Endstruktur
23 hat an ihrer Vorderseite
24 offene Enden
25 von Mikrokapillaren.
[0042] Die Kapillarrohrmatte mit der nun vorhandenen Endstruktur
23 hat an ihrer Vorderseite
24 offene Enden
25 von Mikrokapillaren.
[0043] Für die zu erzeugende Sammelleitung wird sodann ein hülsenförmiges Bauteil
26 verwendet, das federnde Eigenschaften besitzt und mit seiner Öffnung
27 auf die Oberseite
28 und Unterseite
29 der Endstruktur
23 einwirkt. Die Federwirkung des Bauteils
26 erzeugt an den Auflageflächen
30 und
31 der Endstruktur
23 die notwendige Presskraft, um diesen Bereich dicht zu verschließen.
[0044] Es ist möglich, die Endstruktur
23 und das Bauteil
26 partiell, insbesondere in den für die Dichtheit verantwortlichen Übergangbereichen
32 und
33, zusätzlich mit einem Verguss zu versehen. Ebenso kann die Endstruktur
23 vor der Montage des Bauteils
26 mit einem Klebstoff und/oder einer Dichtmasse überzogen werden.
[0045] Für das Bauteil
26 können alle Werkstoffe Verwendung finden, die geeignet sind, über einen längeren
Zeitraum die notwendigen Anpresskräfte zur Erreichung der Dichtheit sicherzustellen.
In Betracht kommen hier sowohl vorgefertigte Kunatstoffteile als auch metallische
Hülsen, die bevorzugt aus Federwerkstoffen hergestellt sind.
[0046] Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen des Verfahrens zur Herstellung des Anschlusses
einer Kapillarrohrmatte
16 über eine daran angebrachte Zwischenstruktur
20 besteht eine Möglichkeit, das Herstellungsverfahren so auszugestalten, dass bei einer
durchlaufenden Kapillarrohrmatte
16 in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen Zwischenstrukturen
20 erzeugt werden, die dann jeweils durch einen Trennschnitt zu zwei Endstrukturen
23 weiterverarbeitet werden. Diese Ausgestaltung des Verfahrens erlaubt es, quasi kontinuierlich
vorgefertigte Kapillarrohrmatten zu erzeugen, die an beiden Stirnseiten jeweils eine
Endstruktur
23 angeordnet haben und bei denen so durch zusätzliche Bauteile
26 Sammelleitungen für die Zu- bzw. Ableitung von einer Kapillarrohrmatte anbringbar
sind. Somit besteht eine einfache Möglichkeit zur Herstellung weitgehend vorkonfektionierter
Kapillarrohrmatten für häufig wiederkehrende Baugrößen und Verwendungsformen.
[0047] Die erfindungsgemäßen Verfahren sind so ausgestaltet, dass die oben beschriebenen
Anordnungen in der Reihenfolge, wie beschrieben, nacheinander hergestellt bzw. montiert
werden und schließlich eine Sammelleitung an einem Ende einer Kapillarrohrmatte vorhanden
ist.
[0048] Die Erfindung hat den Vorteil, dass sie ein Verfahren zur Herstellung von Sammelleitungen
an Kapillarrohrmatten, das vor allem mit Mikrokapillaren ausgerüstet ist und die Teile
zu dessen Herstellung sowie einfach und kostengünstig zu realisierende Lösungen vorschlägt.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 16
- Kapillarrohrmatte
- 17
- Unterteil
- 18
- Abschnitt
- 19
- Oberteil
- 20
- Zwischenstruktur
- 21
- Ebene
- 22
- Vorderes Ende
- 23
- Endstruktur
- 24
- Vorderseite
- 25
- Offene Enden von Mikrokapillaren
- 26
- Bauteil
- 27
- Öffnung
- 28
- Oberseite
- 29
- Unterseite
- 30
- Auflagefläche
- 31
- Auflagefläche
- 32
- Übergangsbereich
- 33
- Übergangsbereich
1. Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung an einer Kapillarrohrmatte (16),
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kapillarrohrmatte (16) über einem ersten Abschnitt (18) eines Hohlraums in einem
Unterteil (17) einer Form dergestalt positioniert wird, dass die darin angeordneten
Mikrokapillaren in etwa quer zu diesem verlaufen und wenigstens in diesen hineinragen,
durch Aufbringen eines Oberteils (19) der Form mit dem zweiten Abschnitt eines Hohlraums
ein Formenhohlraum gebildet wird, in den die Kapillarrohrmatte (16) hineinragt,
der ausgebildete Hohlraum mit einem Werkstoff ausgefüllt, der Werkstoff verfestigt
und eine Zwischenstruktur (20) erzeugt wird,
nach dem Öffnen der Form und Entformen der Kapillarrohrmatte (16) mit der Zwischenstruktur
(20) diese mit einem Trennschnitt geteilt wird und sich in der Ebene (21) der Endstruktur
(23) die offenen Enden (25) der Kapillarrohre befinden,
nachfolgend die Endstruktur (23) in Längsrichtung mit einer Hohlstruktur dergestalt
verbunden wird, dass sich unter Einbeziehung der Schnittfläche des Formteils und der
Hohlstruktur eine Sammelleitung ausbildet.
2. Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung an einer Kapillarrohrmatte (16) nach
Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zwischenstruktur (20) in der Fläche der Kapillarrohrmatte (16) angeordnet wird
und durch einen Trennschnitt zwei einander gegenüberliegende Endstrukturen (23) erzeugt
werden.
3. Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung an einer Kapillarrohrmatte (16) nach
einem der Patentansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hohlstruktur durch ein langgestrecktes hülsenförmiges und Federelastizität aufweisendes
Bauteil (26) gebildet wird und dieses in einem zusätzlichen Arbeitsschritt mit dem
verbleibenden Teil der Endstruktur (23) verbunden wird.
4. Verfahren zur Herstellung einer Sammelleitung an einer Kapillarrohrmatte (16) nach
Patentanspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die an der Kapillarrohrmatte (16) verbliebene Endstruktur (23) stoffschlüssig mit
dem langgestreckten hülsenförmigen Bauteil (26) verbunden wird./
1. A method for the manufacture of a manifold in a capillary tube mat (16),
characterised in that,
a capillary tube mat (16) is positioned above a first section (18) of a cavity in
a lower part (17) of a mould, such that the micro-capillaries therein arranged run
approximately transverse to the latter, and at least protrude into the latter,
by attaching an upper part (19) of the mould to the second section of a cavity, a
mould cavity is formed into which the capillary tube mat (16) protrudes,
the formed cavity is filled with a material, the material is solidified and an intermediate
structure (20) is generated,
after the opening of the mould, and the removal of the capillary tube mat (16) from
the mould with the intermediate structure (20), the latter is severed with a parting
cut, and the open ends (25) of the capillary tubes are located in the plane (21) of
the end structure (23),
the end structure (23) is then connected in the longitudinal direction with a hollow
structure, such that a manifold is formed incorporating the cut surface of the mould
part and the hollow structure.
2. A method for the manufacture of a manifold in a capillary tube mat (16) in accordance
with patent claim 1,
characterised in that,
the intermediate structure (20) is arranged in the surface of the capillary tube mat
(16),
and by means of a parting cut two end structures (23) are generated, located opposite
one another.
3. A method for the manufacture of a manifold in a capillary tube mat (16) in accordance
with one of the patent claims 1 or 2,
characterised in that,
the hollow structure is formed by an elongated sleeve-form component (26) having spring
elasticity, and in an additional operational step the latter is connected with the
remaining part of the end structure (23).
4. A method for the manufacture of a manifold in a capillary tube mat (16) in accordance
with patent claim 3,
characterised in that,
the end structure (23) remaining in the capillary tube mat (16) is materially bonded
with the elongated sleeve-form component (26).