[0001] Die Erfindung betrifft eine Beschichtungsanlage zur Beschichtung von Bauteilen mit
einem Beschichtungsmittel, insbesondere in Form einer Lackieranlage zur Lackierung
von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen mit einem Lack.
[0002] In modernen Lackieranlagen zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen werden
zur Förderung des zu applizierenden Lacks oftmals pneumatisch angetriebene Farbversorgungspumpen
eingesetzt, die in einem Farbversorgungsraum der Lackieranlage angeordnet sind. Der
Antrieb dieser Farbversorgungspumpen erfolgt mittels Druckluft, die dann über einen
Abluftanschluss von der Farbversorgungspumpe abgeführt wird. Eine Möglichkeit der
Abführung der Abluft von den Farbversorgungspumpen besteht darin, diese über einen
Schalldämpfer in die unmittelbare Umgebungsluft abzugeben. Eine andere Möglichkeit
der Abführung der Abluft von den Farbversorgungspumpen besteht darin, diese über Luftkanäle
im Farbversorgungsraum zu sammeln und dann ins Freie zu leiten. In beiden Fällen wird
die Abluft der pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpen jedoch nicht weiter
genutzt.
[0003] Ferner ist zum Stand der Technik hinzuweisen auf
DE 20 08 716 A,
EP 2 359 940 A1,
EP 1 449 416 B1 und
DE 29 07 310 A1. Diese Druckschriften offenbaren jedoch keine Beschichtungsanlagen, bei denen die
Abluft der pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpe in irgendeiner Weise genutzt
wird.
[0004] Aus
DE 103 18 004 B3 ist eine Beschichtungsanlage gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Allerdings
arbeitet diese Beschichtungsanlage noch nicht optimal.
[0005] Schließlich ist zum Stand der Technik auch hinzuweisen auf
US 4 351 482 A.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine entsprechend verbesserte Beschichtungsanlage
zu schaffen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Beschichtungsanlage gemäß dem Hauptanspruch
gelöst.
[0008] Die Erfindung beruht auf der technisch-physikalischen Erkenntnis, dass die Abluft
der pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpen entspannt ist und sich aufgrund
der Expansion abkühlt. Der kalte Abluftstrom der pneumatisch angetriebenen Pumpen
kann deshalb zu Kühlzwecken eingesetzt werden.
[0009] Die Erfindung sieht deshalb eine Kühleinrichtung vor, die eine erwärmungsempfindliche
Komponente (z.B. Farbringleitung, Railhouse) der Beschichtungsanlage mittels des kalten
Abluftstroms der Pumpe kühlt.
[0010] Hierzu weist die Kühleinrichtung mindestens einen ersten Wärmetauscher auf, um Wärme
von der erwärmungsempfindlichen Komponente (z.B. Farbringleitung, Railhouse) der Beschichtungsanlage
auf den kalten Abluftstrom der Pumpe zu übertragen, wodurch die erwärmungsempfindliche
Komponente der Beschichtungsanlage gekühlt wird. In Abhängigkeit von der erforderlichen
Kühlleistung ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, dass mehrere Wärmetauscher
in Reihe geschaltet werden.
[0011] In einer Variante der Erfindung ist der erste Wärmetauscher ein Luft/Luft-Wärmetauscher,
d.h. sowohl die Wärmezufuhr auf der Warmseite des Wärmetauschers als auch die Wärmeabfuhr
auf der Kaltseite des Wärmetauschers erfolgt über einen Luftstrom.
[0012] In einer anderen Variante der Erfindung ist der erste Wärmetauscher dagegen ein Luft/Wasser-Wärmetauscher,
d. h. auf der Kaltseite des Wärmetauschers wird ein Luftstrom durch den Wärmetauscher
geleitet, nämlich der kalte Abluftstrom der Pumpe, wohingegen auf der Warmseite des
Wärmetauschers ein Wasserstrom durch den Wärmetauscher geleitet wird.
[0013] Hinsichtlich der Bauweise des Wärmetauschers ist weiterhin zu erwähnen, dass der
Wärmetauscher vorzugsweise ein Rekuperator ist, d.h. ein Wärmetauscher mit einer indirekten
Wärmeübertragung zwischen Kaltseite und Warmseite und einer Stofftrennung zwischen
Kaltseite und Warmseite.
[0014] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Kühleinrichtung
einen Kühlkreislauf auf, der die erwärmungsempfindliche Komponente der Beschichtungsanlage
mit dem ersten Wärmetauscher verbindet, wobei der Kühlkreislauf ein Kühlmedium (z.B.
Luft, Wasser) enthält, um die abzuführende Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente
der Beschichtungsanlage zu dem ersten Wärmetauscher zu transportieren.
[0015] Das Kühlmedium wird in dem Kühlkreislauf vorzugsweise von einer Pumpe im Umlaufbetrieb
gefördert.
[0016] Es wurde bereits vorstehend kurz erwähnt, dass es sich bei der erwärmungsempfindlichen
Komponente der Beschichtungsanlage beispielsweise um eine Rohrleitung handeln kann,
beispielsweise eine Beschichtungsmittelleitung oder eine Farbringleitung. Derartige
Rohrleitungen sind von herkömmlichen Beschichtungsanlagen bzw. Lackieranlagen bekannt
und müssen deshalb nicht näher beschrieben werden.
[0017] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Kühlkreislauf über
einen zweiten Wärmetauscher mit der jeweiligen Beschichtungsmittelleitung verbunden,
wobei der zweite Wärmetauscher die abzuführende Wärme von der Beschichtungsmittelleitung
auf den Kühlkreislauf überträgt, von wo die abzuführende Wärme dann von dem ersten
Wärmetauscher auf den kalten Abluftstrom der Pumpe übertragen wird.
[0018] In einer anderen Variante der Erfindung handelt es sich bei der erwärmungsempfindlichen
Komponente der Beschichtungsanlage um ein sogenanntes "Railhouse", d.h. um ein Schutzgehäuse,
das eine Verfahrachse eines Roboters (z.B. Lackierroboter, Handhabungsroboter) umgibt.
Derartige "Railhouses" sind beispielsweise in
DE 102 34 915 A1 beschrieben und gehören auch zum allgemeinen Fachwissen, so dass diesbezüglich auf
eine detaillierte Beschreibung verzichtet werden kann. In dieser Erfindungsvariante
leitet der Kühlkreislauf kalte Luft in das Schutzgehäuse ("Railhouse") ein und führt
warme Luft aus dem Schutzgehäuse ("Railhouse") ab, um die Innentemperatur des Schutzgehäuses
("Railhouse") zu senken.
[0019] Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Abkühlung der zum Antrieb der Pumpe dienenden
Druckluft dazu führen kann, dass es an den Bauteilen der Anlage, die mit der entspannten,
kalten Abluft der Pumpe in Kontakt kommen, zu Tauwasserbildung oder Eisbildung (Vereisung)
kommen kann. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die an den Abluftanschluss
der Pumpe angeschlossene Kaltluftleitung deshalb an ihrer Außenseite mit einer Wärmeisolierung
versehen, um Tauwasserbildung bzw. Eisbildung an der Außenseite der Kaltluftleitung
zu vermeiden. Der erfindungsgemäße Gedanke einer Wärmeisolierung der Kaltluftleitung
ist auch unabhängig von einer Kühleinrichtung von eigener schutzwürdiger Bedeutung.
[0020] Ferner ist zu erwähnen, dass die erfindungsgemäße Beschichtungsanlage vorzugsweise
mehrere pneumatisch angetriebene Pumpen aufweist, die jeweils einen Abluftanschluss
aufweisen, wobei die Abluftanschlüsse der Pumpen in eine gemeinsame Kaltluftleitung
münden, die vorzugsweise mit dem ersten Wärmetauscher verbunden ist.
[0021] Hinsichtlich der Bauweise und der Funktionsweise der pneumatisch angetriebenen Pumpe
bestehen vielfältige Möglichkeiten. Beispielsweise kann die pneumatische Pumpe als
Kolbenpumpe oder als Membranpumpe ausgeführt sein, jedoch ist die Erfindung nicht
auf diese Bauweisen der Pumpe beschränkt.
[0022] Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass die pneumatisch angetriebenen Pumpen vorzugsweise
in einem Farbmischraum der Beschichtungsanlage angeordnet sind, was an sich aus dem
Stand der Technik bekannt ist und deshalb nicht näher beschrieben werden muss.
[0023] Es wurde bereits vorstehend erwähnt, dass es sich bei der erwärmungsempfindlichen
Komponente der Beschichtungsanlage beispielsweise um eine Rohrleitung oder ein sogenanntes
"Railhouse" handeln kann. Ein anderes Beispiel für die erwärmungsempfindliche Komponente
der Beschichtungsanlage ist eine Lackierkabine. So muss der Innenraum einer Lackierkabine
üblicherweise klimatisiert werden, damit die Lackierung innerhalb der Lackierkabine
unter möglichst konstanten Klimabedingungen erfolgt, was für ein optimales Lackierergebnis
wichtig ist. Die kalte Abluft der pneumatisch angetriebenen Pumpen kann deshalb auch
zur Kühlung bzw. Klimatisierung der Lackieranlage eingesetzt werden, wodurch sich
der Energieaufwand zur Klimatisierung der Lackierkabine wesentlich verringern lässt.
Dies ist von besonderer Bedeutung, weil der Energieverbrauch einer Lackieranlage einen
großen Anteil des gesamten Energieverbrauchs eines Kraftfahrzeugwerks ausmacht.
[0024] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Lackieranlage mit zahlreichen
pneumatisch angetriebenen Pumpen, deren Abluft zur Kühlung von Farbringleitungen eingesetzt
wird,
- Figur 2
- eine Abwandlung von Figur 1, wobei die kalte Abluft der Pumpen zur Kühlung eines sogenannten
"Railhouses" eingesetzt wird, sowie
- Figur 3
- eine Querschnittsansicht durch eine Kaltluftleitung mit einer umgebenden Wärmeisolierung.
[0025] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lackieranlage
zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen, wobei die Lackieranlage weitgehend
herkömmlich aufgebaut ist, so dass auf eine detaillierte Beschreibung des Aufbaus
und der Funktionsweise der Lackieranlage verzichtet werden kann und im Folgenden nur
die erfindungswesentlichen Teile der Lackieranlage beschrieben werden.
[0026] Die Lackieranlage weist mehrere Farbringleitungen 1-5 auf, in denen Lacke unterschiedlicher
Farben zirkulierend gefördert werden, um ein Absetzen der Lacke in den Ringleitungen
1-5 zu verhindern.
[0027] Die Farbringleitungen 1-5 verlaufen jeweils durch Wärmetauscher 6-10, die beispielsweise
als Rohr-in-Rohr-Wärmetauscher ausgeführt sein können und die Aufgabe haben, den Lack
in den einzelnen Farbringleitungen 1-5 zu kühlen.
[0028] Die Wärmetauscher 6-10 sind an einen gemeinsamen Kühlkreislauf 11 angeschlossen,
der als Kühlmedium Wasser enthält, wobei das Kühlwasser in dem Kühlkreislauf 11 von
einer Pumpe 12 im Umlaufbetrieb gefördert wird.
[0029] Dabei verläuft der Kühlkreislauf 11 durch einen weiteren Wärmetauscher 13, wobei
es sich um einen Luft/Wasser-Wärmetauscher handelt.
[0030] An der Kaltseite des Wärmetauschers 13 verläuft eine Kaltluftleitung 14 durch den
Wärmetauscher 13, wobei die Kaltluftleitung 14 von Abluftanschlüssen 15-21 von mehreren
pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpen 22-28 mit Kaltluft versorgt wird.
[0031] Der Antrieb der Farbversorgungspumpen 22-28 erfolgt über Druckluft, die über jeweils
einen Zuluftanschluss 29-35 zugeführt wird.
[0032] Die Farbversorgungspumpen 22-28 können in herkömmlicher Weise als Membranpumpe oder
als Kolbenpumpe ausgeführt sein, so dass auf eine detaillierte Beschreibung der Farbversorgungspumpen
22-28 verzichtet werden kann.
[0033] Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Farbversorgungspumpen 22-28 vorzugsweise in einem
Farbmischraum der Lackieranlage angeordnet sind.
[0034] Im Betrieb der Farbversorgungspumpen 22-28 wird die über die Zuluftanschlüsse 29-35
zugeführte Druckluft entspannt und dadurch abgekühlt, so dass über die Abluftanschlüsse
15-21 Kaltluft in die Kaltluftleitung 14 abgegeben wird.
[0035] In dem Wärmetauscher 13 nimmt die Kaltluft dann Wärme von dem Kühlwasser in dem Kühlkreislauf
11 auf, wodurch die Temperatur des Kühlwassers in dem Kühlkreislauf 11 verringert
wird.
[0036] Die Wärmetauscher 6-10 übertragen dann Wärme von dem Lack in den Farbringleitungen
1-5 auf das Kühlwasser in dem Kühlkreislauf 11, wodurch der Lack in den Farbringleitungen
1-5 gekühlt wird.
[0037] Figur 2 zeigt eine Abwandlung des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels gemäß
Figur 1, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung
verwiesen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet
werden.
[0038] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass hierbei ein sogenanntes
Railhouse 36 gekühlt wird, d.h. ein Schutzgehäuse, das eine Verfahrachse eines Roboters
(Lackierroboter oder Handhabungsroboter) der Lackieranlage umgibt.
[0039] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass das Kühlmedium in dem Kühlkreislauf
11 Luft ist, so dass auf die zusätzlichen Wärmetauscher 6-10 bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 verzichtet werden kann.
[0040] Die in dem Kühlkreislauf 11 zirkulierende Kaltluft wird in das Railhouse 36 eingeleitet
und dabei erwärmt. Die erwärmte Luft wird dann wieder in den Kühlkreislauf 11 zurückgeführt
und in dem Wärmetauscher 13 wieder herabgekühlt.
[0041] Schließlich zeigt Figur 3 eine vereinfachte Querschnittsansicht durch die Kaltluftleitung
14, die an ihrer Außenseite mit einer Wärmeisolierung 37 versehen ist. Die Wärmeisolierung
37 soll erreichen, dass die Außentemperatur an der Mantelfläche der Wärmeisolierung
37 trotz der geringen Temperatur der Kaltluft in der Kaltluftleitung 14 ausreichend
groß ist, um eine störende Tauwasserbildung oder Eisbildung an der Mantelfläche der
Wärmeisolierung 37 zu verhindern.
[0042] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Abwandlungen und Varianten möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen. Darüber hinaus beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und
die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen.
Insbesondere beansprucht die Erfindung auch eigenständigen Schutz für den Gedanken
einer Wärmeisolierung der Kaltluftleitung zur Vermeidung der störenden Tauwasserbildung
bzw. Eisbildung.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1-5
- Farbringleitungen
- 6-10
- Wärmetauscher
- 11
- Kühlkreislauf
- 12
- Pumpe
- 13
- Wärmetauscher
- 14
- Kaltluftleitung
- 15-21
- Abluftanschlüsse
- 22-28
- Farbversorgungspumpen
- 29-35
- Zuluftanschlüsse
- 36
- Railhouse
- 37
- Wärmeisolierung * * * * *
1. Beschichtungsanlage zur Beschichtung von Bauteilen mit einem Beschichtungsmittel,
insbesondere Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen mit
einem Lack, mit
a) mindestens einer pneumatischen Pumpe (22-28) mit einem Zuluftanschluss (29-35)
zur Zuführung eines Zuluftstroms zum mechanischen Antrieb der Pumpe (22-28) und mit
einem Abluftanschluss (15-21) zum Abführen eines entspannten, kalten Abluftstroms,
und
b) einer erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage,
c) eine Kühleinrichtung (6-21) zum Kühlen der erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5;
36) der Beschichtungsanlage mittels des Abluftstroms der Pumpe (22-28).
dadurch gekennzeichnet,
d) dass die Kühleinrichtung (6-21) mindestens einen ersten Wärmetauscher (13) aufweist zur
Übertragung von Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage
auf den kalten Abluftstrom der Pumpe (22-28).
2. Beschichtungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (6-21) eine Reihenschaltung aus mehreren ersten Wärmetauschern
(13) aufweist zur Übertragung von Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente
(1-5; 36) der Beschichtungsanlage auf den kalten Abluftstrom der Pumpe (22-28).
3. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der erste Wärmetauscher (13) ein Luft/Luft-Wärmetauscher ist, oder
b) dass der erste Wärmetauscher (13) ein Luft/Wasser-Wärmetauscher ist.
4. Beschichtungsanlage nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Kühleinrichtung (6-21) einen Kühlkreislauf (11) aufweist, der die erwärmungsempfindliche
Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage mit dem ersten Wärmetauscher (13) verbindet
und
b) dass der Kühlkreislauf (11) ein Kühlmedium enthält, um die abzuführende Wärme von der
erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage zu dem ersten
Wärmetauscher (13) zu transportieren.
5. Beschichtungsanlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Kühlmedium in dem Kühlkreislauf (11) Luft ist, oder
b) dass das Kühlmedium in dem Kühlkreislauf (11) Wasser ist.
6. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage eine Rohrleitung
(1-5) ist, insbesondere eine Beschichtungsmittelleitung oder eine Farbringleitung
(1-5), und/oder
b) dass der Kühlkreislauf (11) über einen zweiten Wärmetauscher (6-10) mit der Beschichtungsmittelleitung
(1-5) verbunden ist, wobei der zweite Wärmetauscher die abzuführende Wärme von der
Beschichtungsmittelleitung auf den Kühlkreislauf (11) überträgt.
7. Beschichtungsanlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage ein Schutzgehäuse
(36) ist, insbesondere ein Schutzgehäuse (36) um eine Verfahrachse eines Roboters,
und
b) dass der Kühlkreislauf (11) kalte Luft in das Schutzgehäuse (36) einleitet und warme Luft
aus dem Schutzgehäuse abführt.
8. Beschichtungsanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der Abluftanschluss (15-21) der Pumpe (22-28) über eine Kaltluftleitung (14) mit
dem ersten Wärmetauscher (13) verbunden ist, und
b) dass die Kaltluftleitung (14) an ihrer Außenseite eine Wärmeisolierung aufweist, die sich
über einen Großteil der Länge der Kaltluftleitung (14) erstreckt.
9. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Beschichtungsanlage einen Farbmischraum aufweist, in dem zu applizierenden Beschichtungsmittel
zubereitet werden, und
b) dass die mindestens eine pneumatische Pumpe (22-28) in dem Farbversorgungsraum der Beschichtungsanlage
angeordnet ist.
10. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage eine Lackierkabine
ist, die von der Kühleinrichtung (6-21) klimatisiert wird.
1. Coating system for coating components with a coating medium, in particular a painting
system for painting motor vehicle bodywork components with a paint, having
a) at least one pneumatic pump (22-28) with a feed air connection (29-35) for feeding
in a feed air stream for mechanically powering the pump (22-28) and an exhaust air
connection (15-21) for conducting away a depressurised, cold exhaust air stream, and
b) a heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system,
c) a cooling device (6-21) for cooling the heating-sensitive component (1-5; 36) of
the coating system by means of the exhaust air stream of the pump (22-28), characterised in that,
d) the cooling device (6-21) has at least one first heat exchanger (13) in order to
transfer heat from the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system
to the cold exhaust air stream of the pump (22-28).
2. Coating system according to claim 1, characterised in that the cooling device (6-21) comprises a series connection of several first heat exchangers
(13) for transferring heat from the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating
system to the cold exhaust air stream of the pump (22-28).
3. Coating system according to one of the preceding claims,
characterized in that,
a) the first heat exchanger (13) is an air/air heat exchanger, or
b) the first heat exchanger (13) is an air/water heat exchanger.
4. Coating system according to one of the claims 2 or 3,
characterised in that
a) the cooling device (6-21) has a cooling circuit (11) which connects the heating-sensitive
component (1-5; 36) of the coating system to the first heat exchanger (13) and
b) the cooling circuit (11) contains a cooling medium in order to transport the heat
to be removed from the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system
to the first heat exchanger (13).
5. Coating system according to claim 4,
characterized in that
a) the cooling medium in the cooling circuit (11) is air, or
b) the cooling medium in the cooling circuit (11) is water.
6. Coating system according to one of the preceding claims,
characterized in that,
a) the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system is a pipeline (1-5),
in particular a coating medium line or a paint circuit line (1-5), and/or
b) the cooling circuit (11) is connected by means of a second heat exchanger (6-10)
to the coating medium line (1-5), wherein the second heat exchanger transfers the
heat to be removed from the coating medium line to the cooling circuit (11).
7. Coating system according to one of the claims 4 to 6,
characterised in that
a) the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system is a protective
housing (36), in particular a protective housing (36) around a travel axis of a robot,
and
b) the cooling circuit (11) introduces cold air into the protective housing (36) and
conducts warm air out of the protective housing.
8. Coating system according to one of the claims 2 to 7,
characterized in that
a) the exhaust air connection (15-21) of the pump (22-28) is connected by means of
a cold air line (14) to the first heat exchanger (13), and
b) the cold air line (14) has a thermal insulation on the outside thereof, said thermal
insulation extending over a large part of the length of the cold air line (14).
9. Coating system according to one of the preceding claims,
characterized in that,
a) the coating system has a paint mixing room in which coatings to be applied are
prepared, and
b) the at least one pneumatic pump (22-28) is arranged in the paint supply room of
the coating system.
10. Coating system according to one of the preceding claims, characterised in that the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system is a paint booth
which is air-conditioned by the cooling device (6-21).
1. Installation de revêtement pour le revêtement de composants avec un produit de revêtement,
plus particulièrement installation de peinture pour la peinture de composants de carrosseries
de véhicules avec une peinture, avec :
a) au moins une pompe pneumatique (22-28) avec un raccord d'alimentation d'air (29-35)
pour l'introduction d'un flux d'alimentation d'air pour l'entraînement mécanique de
la pompe (22-28) et avec un raccord d'évacuation d'air (15-21) pour l'évacuation d'un
flux d'évacuation d'air détendu froid et
b) un composant sensible à l'échauffement (1-5; 36) de l'installation de revêtement,
c) un dispositif de refroidissement (6-21) pour le refroidissement du composant sensible
à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement au moyen du flux d'évacuation
d'air de la pompe (22-28),
caractérisée en ce que
d) le dispositif de refroidissement (6-21) comprend au moins un premier échangeur
thermique (13) pour la transmission de la chaleur du composant sensible à l'échauffement
(1-5 ; 36) de l'installation de revêtement vers le flux d'évacuation d'air froid de
la pompe (22-28).
2. Installation de revêtement selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement (6-21) comprend un branchement en série de plusieurs
premiers échangeurs thermiques (13) pour la transmission de chaleur du composant sensible
à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement vers le flux d'évacuation
d'air froid de la pompe (22-28).
3. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) le premier échangeur thermique (13) est un échangeur thermique air/air ou
b) le premier échangeur thermique (13) est un échangeur thermique air/eau.
4. Installation de revêtement selon l'une des revendications 2 ou 3,
caractérisée en ce que
a) le dispositif de refroidissement (6-21) comprend un circuit de refroidissement
(11) qui relie le composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation
de revêtement avec le premier échangeur thermique (13) et
b) le circuit de refroidissement (11) comprend un fluide de refroidissement afin de
transporter la chaleur à évacuer du composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36)
de l'installation de revêtement vers le premier échangeur thermique (13).
5. Installation de revêtement selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
a) le fluide de refroidissement dans le circuit de refroidissement (11) est de l'air
ou
b) le fluide de refroidissement dans le circuit de refroidissement (11) est de l'eau.
6. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) le composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement
est une tuyauterie (1-5), plus particulièrement une conduite de produit de revêtement
ou une conduite annulaire de peinture (1-5) et/ou
b) le circuit de refroidissement (11) est relié, par l'intermédiaire d'un deuxième
échangeur thermique (6-10), avec la conduite de produit de revêtement (1-5), le deuxième
échangeur thermique transmettant la chaleur à évacuer de la conduite de produit de
revêtement vers le circuit de refroidissement (11).
7. Installation de revêtement selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisée en ce que
a) le composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement
est un boîtier de protection (36), plus particulièrement un boîtier de protection
(36) autour d'un axe mobile d'un robot et
b) le circuit de refroidissement (11) introduit de l'air froid dans le boîtier de
protection (36) et évacue l'air chaud du boîtier de protection.
8. Installation de revêtement selon l'une des revendications 2 à 7,
caractérisée en ce que
a) le raccord d'évacuation d'air (15-21) de la pompe (22-28) est relié, par l'intermédiaire
d'une conduite d'air froid (14), avec le premier échangeur thermique (13) et
b) la conduite d'air froid (14) comprend, à l'extérieur, une isolation thermique qui
s'étend sur une grande partie de la longueur de la conduite d'air froid (14).
9. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) l'installation de revêtement comprend un espace de mélange de peinture dans lequel
le produit de revêtement à appliquer est préparé et
b) l'au moins une pompe pneumatique (22-28) est disposée dans l'espace d'alimentation
en peinture de l'installation de revêtement.
10. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le composant sensible à l'échauffement (1-5; 36) de l'installation de revêtement
est une cabine de peinture qui est climatisée par le dispositif de refroidissement
(6-21).