(19)
(11) EP 2 983 830 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.12.2016  Patentblatt  2016/51

(21) Anmeldenummer: 14716245.7

(22) Anmeldetag:  07.04.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B05B 9/04(2006.01)
B05B 15/12(2006.01)
B05B 9/00(2006.01)
F28D 21/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/000925
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/166618 (16.10.2014 Gazette  2014/42)

(54)

BESCHICHTUNGSANLAGE MIT EINER KÜHLEINRICHTUNG

COATING SYSTEM HAVING A COOLING DEVICE

INSTALLATION DE REVÊTEMENT POURVUE D'UN DISPOSITIF DE REFROIDISSEMENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 12.04.2013 DE 102013006334

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.02.2016  Patentblatt  2016/07

(73) Patentinhaber: Dürr Systems AG
74321 Bietigheim-Bissingen (DE)

(72) Erfinder:
  • SCHENKE, Björn
    74223 Flein (DE)
  • SCHÄFER, Ralf
    71672 Marbach (DE)
  • HODERLEIN, Armin
    71691 Freiberg (DE)

(74) Vertreter: v. Bezold & Partner Patentanwälte - PartG mbB 
Akademiestraße 7
80799 München
80799 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-B1- 1 449 416
US-A- 4 351 482
DE-B3- 10 318 004
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Beschichtungsanlage zur Beschichtung von Bauteilen mit einem Beschichtungsmittel, insbesondere in Form einer Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen mit einem Lack.

    [0002] In modernen Lackieranlagen zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen werden zur Förderung des zu applizierenden Lacks oftmals pneumatisch angetriebene Farbversorgungspumpen eingesetzt, die in einem Farbversorgungsraum der Lackieranlage angeordnet sind. Der Antrieb dieser Farbversorgungspumpen erfolgt mittels Druckluft, die dann über einen Abluftanschluss von der Farbversorgungspumpe abgeführt wird. Eine Möglichkeit der Abführung der Abluft von den Farbversorgungspumpen besteht darin, diese über einen Schalldämpfer in die unmittelbare Umgebungsluft abzugeben. Eine andere Möglichkeit der Abführung der Abluft von den Farbversorgungspumpen besteht darin, diese über Luftkanäle im Farbversorgungsraum zu sammeln und dann ins Freie zu leiten. In beiden Fällen wird die Abluft der pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpen jedoch nicht weiter genutzt.

    [0003] Ferner ist zum Stand der Technik hinzuweisen auf DE 20 08 716 A, EP 2 359 940 A1, EP 1 449 416 B1 und DE 29 07 310 A1. Diese Druckschriften offenbaren jedoch keine Beschichtungsanlagen, bei denen die Abluft der pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpe in irgendeiner Weise genutzt wird.

    [0004] Aus DE 103 18 004 B3 ist eine Beschichtungsanlage gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Allerdings arbeitet diese Beschichtungsanlage noch nicht optimal.

    [0005] Schließlich ist zum Stand der Technik auch hinzuweisen auf US 4 351 482 A.

    [0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine entsprechend verbesserte Beschichtungsanlage zu schaffen.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Beschichtungsanlage gemäß dem Hauptanspruch gelöst.

    [0008] Die Erfindung beruht auf der technisch-physikalischen Erkenntnis, dass die Abluft der pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpen entspannt ist und sich aufgrund der Expansion abkühlt. Der kalte Abluftstrom der pneumatisch angetriebenen Pumpen kann deshalb zu Kühlzwecken eingesetzt werden.

    [0009] Die Erfindung sieht deshalb eine Kühleinrichtung vor, die eine erwärmungsempfindliche Komponente (z.B. Farbringleitung, Railhouse) der Beschichtungsanlage mittels des kalten Abluftstroms der Pumpe kühlt.

    [0010] Hierzu weist die Kühleinrichtung mindestens einen ersten Wärmetauscher auf, um Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente (z.B. Farbringleitung, Railhouse) der Beschichtungsanlage auf den kalten Abluftstrom der Pumpe zu übertragen, wodurch die erwärmungsempfindliche Komponente der Beschichtungsanlage gekühlt wird. In Abhängigkeit von der erforderlichen Kühlleistung ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, dass mehrere Wärmetauscher in Reihe geschaltet werden.

    [0011] In einer Variante der Erfindung ist der erste Wärmetauscher ein Luft/Luft-Wärmetauscher, d.h. sowohl die Wärmezufuhr auf der Warmseite des Wärmetauschers als auch die Wärmeabfuhr auf der Kaltseite des Wärmetauschers erfolgt über einen Luftstrom.

    [0012] In einer anderen Variante der Erfindung ist der erste Wärmetauscher dagegen ein Luft/Wasser-Wärmetauscher, d. h. auf der Kaltseite des Wärmetauschers wird ein Luftstrom durch den Wärmetauscher geleitet, nämlich der kalte Abluftstrom der Pumpe, wohingegen auf der Warmseite des Wärmetauschers ein Wasserstrom durch den Wärmetauscher geleitet wird.

    [0013] Hinsichtlich der Bauweise des Wärmetauschers ist weiterhin zu erwähnen, dass der Wärmetauscher vorzugsweise ein Rekuperator ist, d.h. ein Wärmetauscher mit einer indirekten Wärmeübertragung zwischen Kaltseite und Warmseite und einer Stofftrennung zwischen Kaltseite und Warmseite.

    [0014] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Kühleinrichtung einen Kühlkreislauf auf, der die erwärmungsempfindliche Komponente der Beschichtungsanlage mit dem ersten Wärmetauscher verbindet, wobei der Kühlkreislauf ein Kühlmedium (z.B. Luft, Wasser) enthält, um die abzuführende Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente der Beschichtungsanlage zu dem ersten Wärmetauscher zu transportieren.

    [0015] Das Kühlmedium wird in dem Kühlkreislauf vorzugsweise von einer Pumpe im Umlaufbetrieb gefördert.

    [0016] Es wurde bereits vorstehend kurz erwähnt, dass es sich bei der erwärmungsempfindlichen Komponente der Beschichtungsanlage beispielsweise um eine Rohrleitung handeln kann, beispielsweise eine Beschichtungsmittelleitung oder eine Farbringleitung. Derartige Rohrleitungen sind von herkömmlichen Beschichtungsanlagen bzw. Lackieranlagen bekannt und müssen deshalb nicht näher beschrieben werden.

    [0017] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Kühlkreislauf über einen zweiten Wärmetauscher mit der jeweiligen Beschichtungsmittelleitung verbunden, wobei der zweite Wärmetauscher die abzuführende Wärme von der Beschichtungsmittelleitung auf den Kühlkreislauf überträgt, von wo die abzuführende Wärme dann von dem ersten Wärmetauscher auf den kalten Abluftstrom der Pumpe übertragen wird.

    [0018] In einer anderen Variante der Erfindung handelt es sich bei der erwärmungsempfindlichen Komponente der Beschichtungsanlage um ein sogenanntes "Railhouse", d.h. um ein Schutzgehäuse, das eine Verfahrachse eines Roboters (z.B. Lackierroboter, Handhabungsroboter) umgibt. Derartige "Railhouses" sind beispielsweise in DE 102 34 915 A1 beschrieben und gehören auch zum allgemeinen Fachwissen, so dass diesbezüglich auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet werden kann. In dieser Erfindungsvariante leitet der Kühlkreislauf kalte Luft in das Schutzgehäuse ("Railhouse") ein und führt warme Luft aus dem Schutzgehäuse ("Railhouse") ab, um die Innentemperatur des Schutzgehäuses ("Railhouse") zu senken.

    [0019] Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Abkühlung der zum Antrieb der Pumpe dienenden Druckluft dazu führen kann, dass es an den Bauteilen der Anlage, die mit der entspannten, kalten Abluft der Pumpe in Kontakt kommen, zu Tauwasserbildung oder Eisbildung (Vereisung) kommen kann. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die an den Abluftanschluss der Pumpe angeschlossene Kaltluftleitung deshalb an ihrer Außenseite mit einer Wärmeisolierung versehen, um Tauwasserbildung bzw. Eisbildung an der Außenseite der Kaltluftleitung zu vermeiden. Der erfindungsgemäße Gedanke einer Wärmeisolierung der Kaltluftleitung ist auch unabhängig von einer Kühleinrichtung von eigener schutzwürdiger Bedeutung.

    [0020] Ferner ist zu erwähnen, dass die erfindungsgemäße Beschichtungsanlage vorzugsweise mehrere pneumatisch angetriebene Pumpen aufweist, die jeweils einen Abluftanschluss aufweisen, wobei die Abluftanschlüsse der Pumpen in eine gemeinsame Kaltluftleitung münden, die vorzugsweise mit dem ersten Wärmetauscher verbunden ist.

    [0021] Hinsichtlich der Bauweise und der Funktionsweise der pneumatisch angetriebenen Pumpe bestehen vielfältige Möglichkeiten. Beispielsweise kann die pneumatische Pumpe als Kolbenpumpe oder als Membranpumpe ausgeführt sein, jedoch ist die Erfindung nicht auf diese Bauweisen der Pumpe beschränkt.

    [0022] Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass die pneumatisch angetriebenen Pumpen vorzugsweise in einem Farbmischraum der Beschichtungsanlage angeordnet sind, was an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist und deshalb nicht näher beschrieben werden muss.

    [0023] Es wurde bereits vorstehend erwähnt, dass es sich bei der erwärmungsempfindlichen Komponente der Beschichtungsanlage beispielsweise um eine Rohrleitung oder ein sogenanntes "Railhouse" handeln kann. Ein anderes Beispiel für die erwärmungsempfindliche Komponente der Beschichtungsanlage ist eine Lackierkabine. So muss der Innenraum einer Lackierkabine üblicherweise klimatisiert werden, damit die Lackierung innerhalb der Lackierkabine unter möglichst konstanten Klimabedingungen erfolgt, was für ein optimales Lackierergebnis wichtig ist. Die kalte Abluft der pneumatisch angetriebenen Pumpen kann deshalb auch zur Kühlung bzw. Klimatisierung der Lackieranlage eingesetzt werden, wodurch sich der Energieaufwand zur Klimatisierung der Lackierkabine wesentlich verringern lässt. Dies ist von besonderer Bedeutung, weil der Energieverbrauch einer Lackieranlage einen großen Anteil des gesamten Energieverbrauchs eines Kraftfahrzeugwerks ausmacht.

    [0024] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Lackieranlage mit zahlreichen pneumatisch angetriebenen Pumpen, deren Abluft zur Kühlung von Farbringleitungen eingesetzt wird,
    Figur 2
    eine Abwandlung von Figur 1, wobei die kalte Abluft der Pumpen zur Kühlung eines sogenannten "Railhouses" eingesetzt wird, sowie
    Figur 3
    eine Querschnittsansicht durch eine Kaltluftleitung mit einer umgebenden Wärmeisolierung.


    [0025] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen, wobei die Lackieranlage weitgehend herkömmlich aufgebaut ist, so dass auf eine detaillierte Beschreibung des Aufbaus und der Funktionsweise der Lackieranlage verzichtet werden kann und im Folgenden nur die erfindungswesentlichen Teile der Lackieranlage beschrieben werden.

    [0026] Die Lackieranlage weist mehrere Farbringleitungen 1-5 auf, in denen Lacke unterschiedlicher Farben zirkulierend gefördert werden, um ein Absetzen der Lacke in den Ringleitungen 1-5 zu verhindern.

    [0027] Die Farbringleitungen 1-5 verlaufen jeweils durch Wärmetauscher 6-10, die beispielsweise als Rohr-in-Rohr-Wärmetauscher ausgeführt sein können und die Aufgabe haben, den Lack in den einzelnen Farbringleitungen 1-5 zu kühlen.

    [0028] Die Wärmetauscher 6-10 sind an einen gemeinsamen Kühlkreislauf 11 angeschlossen, der als Kühlmedium Wasser enthält, wobei das Kühlwasser in dem Kühlkreislauf 11 von einer Pumpe 12 im Umlaufbetrieb gefördert wird.

    [0029] Dabei verläuft der Kühlkreislauf 11 durch einen weiteren Wärmetauscher 13, wobei es sich um einen Luft/Wasser-Wärmetauscher handelt.

    [0030] An der Kaltseite des Wärmetauschers 13 verläuft eine Kaltluftleitung 14 durch den Wärmetauscher 13, wobei die Kaltluftleitung 14 von Abluftanschlüssen 15-21 von mehreren pneumatisch angetriebenen Farbversorgungspumpen 22-28 mit Kaltluft versorgt wird.

    [0031] Der Antrieb der Farbversorgungspumpen 22-28 erfolgt über Druckluft, die über jeweils einen Zuluftanschluss 29-35 zugeführt wird.

    [0032] Die Farbversorgungspumpen 22-28 können in herkömmlicher Weise als Membranpumpe oder als Kolbenpumpe ausgeführt sein, so dass auf eine detaillierte Beschreibung der Farbversorgungspumpen 22-28 verzichtet werden kann.

    [0033] Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Farbversorgungspumpen 22-28 vorzugsweise in einem Farbmischraum der Lackieranlage angeordnet sind.

    [0034] Im Betrieb der Farbversorgungspumpen 22-28 wird die über die Zuluftanschlüsse 29-35 zugeführte Druckluft entspannt und dadurch abgekühlt, so dass über die Abluftanschlüsse 15-21 Kaltluft in die Kaltluftleitung 14 abgegeben wird.

    [0035] In dem Wärmetauscher 13 nimmt die Kaltluft dann Wärme von dem Kühlwasser in dem Kühlkreislauf 11 auf, wodurch die Temperatur des Kühlwassers in dem Kühlkreislauf 11 verringert wird.

    [0036] Die Wärmetauscher 6-10 übertragen dann Wärme von dem Lack in den Farbringleitungen 1-5 auf das Kühlwasser in dem Kühlkreislauf 11, wodurch der Lack in den Farbringleitungen 1-5 gekühlt wird.

    [0037] Figur 2 zeigt eine Abwandlung des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.

    [0038] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass hierbei ein sogenanntes Railhouse 36 gekühlt wird, d.h. ein Schutzgehäuse, das eine Verfahrachse eines Roboters (Lackierroboter oder Handhabungsroboter) der Lackieranlage umgibt.

    [0039] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass das Kühlmedium in dem Kühlkreislauf 11 Luft ist, so dass auf die zusätzlichen Wärmetauscher 6-10 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 verzichtet werden kann.

    [0040] Die in dem Kühlkreislauf 11 zirkulierende Kaltluft wird in das Railhouse 36 eingeleitet und dabei erwärmt. Die erwärmte Luft wird dann wieder in den Kühlkreislauf 11 zurückgeführt und in dem Wärmetauscher 13 wieder herabgekühlt.

    [0041] Schließlich zeigt Figur 3 eine vereinfachte Querschnittsansicht durch die Kaltluftleitung 14, die an ihrer Außenseite mit einer Wärmeisolierung 37 versehen ist. Die Wärmeisolierung 37 soll erreichen, dass die Außentemperatur an der Mantelfläche der Wärmeisolierung 37 trotz der geringen Temperatur der Kaltluft in der Kaltluftleitung 14 ausreichend groß ist, um eine störende Tauwasserbildung oder Eisbildung an der Mantelfläche der Wärmeisolierung 37 zu verhindern.

    [0042] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Abwandlungen und Varianten möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Darüber hinaus beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch eigenständigen Schutz für den Gedanken einer Wärmeisolierung der Kaltluftleitung zur Vermeidung der störenden Tauwasserbildung bzw. Eisbildung.

    Bezugszeichenliste



    [0043] 
    1-5
    Farbringleitungen
    6-10
    Wärmetauscher
    11
    Kühlkreislauf
    12
    Pumpe
    13
    Wärmetauscher
    14
    Kaltluftleitung
    15-21
    Abluftanschlüsse
    22-28
    Farbversorgungspumpen
    29-35
    Zuluftanschlüsse
    36
    Railhouse
    37
    Wärmeisolierung * * * * *



    Ansprüche

    1. Beschichtungsanlage zur Beschichtung von Bauteilen mit einem Beschichtungsmittel, insbesondere Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen mit einem Lack, mit

    a) mindestens einer pneumatischen Pumpe (22-28) mit einem Zuluftanschluss (29-35) zur Zuführung eines Zuluftstroms zum mechanischen Antrieb der Pumpe (22-28) und mit einem Abluftanschluss (15-21) zum Abführen eines entspannten, kalten Abluftstroms, und

    b) einer erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage,

    c) eine Kühleinrichtung (6-21) zum Kühlen der erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage mittels des Abluftstroms der Pumpe (22-28).
    dadurch gekennzeichnet,

    d) dass die Kühleinrichtung (6-21) mindestens einen ersten Wärmetauscher (13) aufweist zur Übertragung von Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage auf den kalten Abluftstrom der Pumpe (22-28).


     
    2. Beschichtungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (6-21) eine Reihenschaltung aus mehreren ersten Wärmetauschern (13) aufweist zur Übertragung von Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage auf den kalten Abluftstrom der Pumpe (22-28).
     
    3. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass der erste Wärmetauscher (13) ein Luft/Luft-Wärmetauscher ist, oder

    b) dass der erste Wärmetauscher (13) ein Luft/Wasser-Wärmetauscher ist.


     
    4. Beschichtungsanlage nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Kühleinrichtung (6-21) einen Kühlkreislauf (11) aufweist, der die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage mit dem ersten Wärmetauscher (13) verbindet und

    b) dass der Kühlkreislauf (11) ein Kühlmedium enthält, um die abzuführende Wärme von der erwärmungsempfindlichen Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage zu dem ersten Wärmetauscher (13) zu transportieren.


     
    5. Beschichtungsanlage nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,

    a) dass das Kühlmedium in dem Kühlkreislauf (11) Luft ist, oder

    b) dass das Kühlmedium in dem Kühlkreislauf (11) Wasser ist.


     
    6. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage eine Rohrleitung (1-5) ist, insbesondere eine Beschichtungsmittelleitung oder eine Farbringleitung (1-5), und/oder

    b) dass der Kühlkreislauf (11) über einen zweiten Wärmetauscher (6-10) mit der Beschichtungsmittelleitung (1-5) verbunden ist, wobei der zweite Wärmetauscher die abzuführende Wärme von der Beschichtungsmittelleitung auf den Kühlkreislauf (11) überträgt.


     
    7. Beschichtungsanlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage ein Schutzgehäuse (36) ist, insbesondere ein Schutzgehäuse (36) um eine Verfahrachse eines Roboters, und

    b) dass der Kühlkreislauf (11) kalte Luft in das Schutzgehäuse (36) einleitet und warme Luft aus dem Schutzgehäuse abführt.


     
    8. Beschichtungsanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass der Abluftanschluss (15-21) der Pumpe (22-28) über eine Kaltluftleitung (14) mit dem ersten Wärmetauscher (13) verbunden ist, und

    b) dass die Kaltluftleitung (14) an ihrer Außenseite eine Wärmeisolierung aufweist, die sich über einen Großteil der Länge der Kaltluftleitung (14) erstreckt.


     
    9. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Beschichtungsanlage einen Farbmischraum aufweist, in dem zu applizierenden Beschichtungsmittel zubereitet werden, und

    b) dass die mindestens eine pneumatische Pumpe (22-28) in dem Farbversorgungsraum der Beschichtungsanlage angeordnet ist.


     
    10. Beschichtungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmungsempfindliche Komponente (1-5; 36) der Beschichtungsanlage eine Lackierkabine ist, die von der Kühleinrichtung (6-21) klimatisiert wird.
     


    Claims

    1. Coating system for coating components with a coating medium, in particular a painting system for painting motor vehicle bodywork components with a paint, having

    a) at least one pneumatic pump (22-28) with a feed air connection (29-35) for feeding in a feed air stream for mechanically powering the pump (22-28) and an exhaust air connection (15-21) for conducting away a depressurised, cold exhaust air stream, and

    b) a heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system,

    c) a cooling device (6-21) for cooling the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system by means of the exhaust air stream of the pump (22-28), characterised in that,

    d) the cooling device (6-21) has at least one first heat exchanger (13) in order to transfer heat from the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system to the cold exhaust air stream of the pump (22-28).


     
    2. Coating system according to claim 1, characterised in that the cooling device (6-21) comprises a series connection of several first heat exchangers (13) for transferring heat from the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system to the cold exhaust air stream of the pump (22-28).
     
    3. Coating system according to one of the preceding claims, characterized in that,

    a) the first heat exchanger (13) is an air/air heat exchanger, or

    b) the first heat exchanger (13) is an air/water heat exchanger.


     
    4. Coating system according to one of the claims 2 or 3, characterised in that

    a) the cooling device (6-21) has a cooling circuit (11) which connects the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system to the first heat exchanger (13) and

    b) the cooling circuit (11) contains a cooling medium in order to transport the heat to be removed from the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system to the first heat exchanger (13).


     
    5. Coating system according to claim 4,
    characterized in that

    a) the cooling medium in the cooling circuit (11) is air, or

    b) the cooling medium in the cooling circuit (11) is water.


     
    6. Coating system according to one of the preceding claims, characterized in that,

    a) the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system is a pipeline (1-5), in particular a coating medium line or a paint circuit line (1-5), and/or

    b) the cooling circuit (11) is connected by means of a second heat exchanger (6-10) to the coating medium line (1-5), wherein the second heat exchanger transfers the heat to be removed from the coating medium line to the cooling circuit (11).


     
    7. Coating system according to one of the claims 4 to 6, characterised in that

    a) the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system is a protective housing (36), in particular a protective housing (36) around a travel axis of a robot, and

    b) the cooling circuit (11) introduces cold air into the protective housing (36) and conducts warm air out of the protective housing.


     
    8. Coating system according to one of the claims 2 to 7, characterized in that

    a) the exhaust air connection (15-21) of the pump (22-28) is connected by means of a cold air line (14) to the first heat exchanger (13), and

    b) the cold air line (14) has a thermal insulation on the outside thereof, said thermal insulation extending over a large part of the length of the cold air line (14).


     
    9. Coating system according to one of the preceding claims, characterized in that,

    a) the coating system has a paint mixing room in which coatings to be applied are prepared, and

    b) the at least one pneumatic pump (22-28) is arranged in the paint supply room of the coating system.


     
    10. Coating system according to one of the preceding claims, characterised in that the heating-sensitive component (1-5; 36) of the coating system is a paint booth which is air-conditioned by the cooling device (6-21).
     


    Revendications

    1. Installation de revêtement pour le revêtement de composants avec un produit de revêtement, plus particulièrement installation de peinture pour la peinture de composants de carrosseries de véhicules avec une peinture, avec :

    a) au moins une pompe pneumatique (22-28) avec un raccord d'alimentation d'air (29-35) pour l'introduction d'un flux d'alimentation d'air pour l'entraînement mécanique de la pompe (22-28) et avec un raccord d'évacuation d'air (15-21) pour l'évacuation d'un flux d'évacuation d'air détendu froid et

    b) un composant sensible à l'échauffement (1-5; 36) de l'installation de revêtement,

    c) un dispositif de refroidissement (6-21) pour le refroidissement du composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement au moyen du flux d'évacuation d'air de la pompe (22-28),
    caractérisée en ce que

    d) le dispositif de refroidissement (6-21) comprend au moins un premier échangeur thermique (13) pour la transmission de la chaleur du composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement vers le flux d'évacuation d'air froid de la pompe (22-28).


     
    2. Installation de revêtement selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement (6-21) comprend un branchement en série de plusieurs premiers échangeurs thermiques (13) pour la transmission de chaleur du composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement vers le flux d'évacuation d'air froid de la pompe (22-28).
     
    3. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que

    a) le premier échangeur thermique (13) est un échangeur thermique air/air ou

    b) le premier échangeur thermique (13) est un échangeur thermique air/eau.


     
    4. Installation de revêtement selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisée en ce que

    a) le dispositif de refroidissement (6-21) comprend un circuit de refroidissement (11) qui relie le composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement avec le premier échangeur thermique (13) et

    b) le circuit de refroidissement (11) comprend un fluide de refroidissement afin de transporter la chaleur à évacuer du composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement vers le premier échangeur thermique (13).


     
    5. Installation de revêtement selon la revendication 4, caractérisée en ce que

    a) le fluide de refroidissement dans le circuit de refroidissement (11) est de l'air ou

    b) le fluide de refroidissement dans le circuit de refroidissement (11) est de l'eau.


     
    6. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que

    a) le composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement est une tuyauterie (1-5), plus particulièrement une conduite de produit de revêtement ou une conduite annulaire de peinture (1-5) et/ou

    b) le circuit de refroidissement (11) est relié, par l'intermédiaire d'un deuxième échangeur thermique (6-10), avec la conduite de produit de revêtement (1-5), le deuxième échangeur thermique transmettant la chaleur à évacuer de la conduite de produit de revêtement vers le circuit de refroidissement (11).


     
    7. Installation de revêtement selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que

    a) le composant sensible à l'échauffement (1-5 ; 36) de l'installation de revêtement est un boîtier de protection (36), plus particulièrement un boîtier de protection (36) autour d'un axe mobile d'un robot et

    b) le circuit de refroidissement (11) introduit de l'air froid dans le boîtier de protection (36) et évacue l'air chaud du boîtier de protection.


     
    8. Installation de revêtement selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que

    a) le raccord d'évacuation d'air (15-21) de la pompe (22-28) est relié, par l'intermédiaire d'une conduite d'air froid (14), avec le premier échangeur thermique (13) et

    b) la conduite d'air froid (14) comprend, à l'extérieur, une isolation thermique qui s'étend sur une grande partie de la longueur de la conduite d'air froid (14).


     
    9. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que

    a) l'installation de revêtement comprend un espace de mélange de peinture dans lequel le produit de revêtement à appliquer est préparé et

    b) l'au moins une pompe pneumatique (22-28) est disposée dans l'espace d'alimentation en peinture de l'installation de revêtement.


     
    10. Installation de revêtement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le composant sensible à l'échauffement (1-5; 36) de l'installation de revêtement est une cabine de peinture qui est climatisée par le dispositif de refroidissement (6-21).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente