[0001] Die Erfindung betrifft einen Werkzeugkoffer zur Lagerung, zur Reinigung und zum Transport
von Werkzeugen für eine Rundläufertablettenpresse.
[0002] Rundläufertablettenpressen besitzen einen drehend angetriebenen Rotor, der typischerweise
eine Oberstempelaufnahme, eine Unterstempelaufnahme sowie eine Matrizenscheibe umfasst.
In der Matrizenscheibe können Matrizen lösbar befestigt sein, die die Bohrungen zum
Abbilden der herzustellenden Tabletten aufweisen. Es ist aber auch möglich, dass Pressstempel
der Rundläufertablettenpresse unmittelbar mit Bohrungen der Matrizenscheibe zusammenwirken.
Die Matrizenscheibe kann auch aus mehreren Ringsegmenten aufgebaut sein. Die Unterstempelaufnahme
nimmt in achsparallelen Bohrungen einzelne Unterstempel auf, die zu den Bohrungen
der Matrizenscheibe ausgerichtet sind. Die Oberstempelaufnahme nimmt in achsparallelen
Bohrungen Oberstempel auf, die zu den Bohrungen der Matrizenscheibe ebenfalls ausgerichtet
sind. Im Zuge des Umlaufs des Rotors wirken die Pressstempel mit geeigneten Führungen,
beispielsweise Steuerkurven, zusammen und werden durch diese axial in den Ober- bzw.
Unterstempelaufnahmen bewegt. Im Bereich einer oder mehrerer Pressstationen, umfassend
beispielsweise Druckrollen, werden die Pressstempel in den ihnen jeweils zugeordneten
Bohrungen der Matrizenscheibe gegeneinander gepresst, wodurch in die Bohrungen gefülltes
pulverförmiges Material zu Tabletten verpresst wird.
[0003] Es besteht die Notwendigkeit, insbesondere jeweils nicht genutzte Pressstempel und/oder
Matrizen in einfacher Weise zu lagern und gegebenenfalls zu transportieren. Im Stand
der Technik erfolgt die Lagerung der Matrizen und Pressstempel in der Regel in fest
verbauten Lagerschränken. Die Pressstempel werden zur Lagerung teilweise auch lose
in Drahtkörbe eingehängt, die die Reinigung und das anschließende Trocknen der Pressstempel
erleichtern sollen. Ein Transport der Matrizen und Pressstempel in diesen Lagerschränken
ist naturgemäß nicht möglich. Ein Transport der Pressstempel in den Drahtkörben ist
nicht ratsam, da dies zu einer Beschädigung der gegeneinander schlagenden Pressstempel,
insbesondere der empfindlichen Stempelköpfe, führen würde.
[0004] Zum Transport von Pressstempeln existieren auch Transportboxen mit einem Schaumstoffeinsatz,
in dem an die Größe und Form bestimmter Pressstempel angepasste Vertiefungen ausgebildet
sind. Dadurch kann bei einem Transport verhindert werden, dass die Pressstempel beispielsweise
durch Anschlagen an Innenflächen der Transportbox beschädigt werden. Pressstempel
für unterschiedliche herzustellende Tabletten besitzen allerdings regelmäßig eine
unterschiedliche Größe und/oder Form, beispielsweise bedingt durch die Beschaffenheit
der Rundläuferpresse und durch die gewünschte Form und Prägung der herzustellenden
Tabletten. Mit den bekannten Transportboxen für Pressstempel können jeweils nur Pressstempel
einer bestimmten Größe und Form transportiert werden.
[0005] Matrizen werden im Stand der Technik üblicherweise gemeinsam mit den Pressstempeln
in einer der genannten Transportboxen transportiert. Hierfür weisen die Transportboxen
häufig einen verbreiterten oberen Rand auf, in den die Matrizen eingelegt werden.
Durch den Deckel der Transportbox werden die Matrizen wie auch die Pressstempel vor
dem Herausfallen geschützt. Nachteilig ist bei dieser Transportform der Matrizen insbesondere,
dass die Matrizen ungesichert sind und daher beim Transport gegeneinanderstoßen, was
zu einer Beschädigung der Matrizen führen kann. Weiterhin ist an den genannten Lagerungs-
und Transportmöglichkeiten sowohl für Pressstempel als auch für Matrizen nachteilig,
dass ein häufiges Einsetzen und Entnehmen der Werkzeuge für den Einsatz in einer Rundläuferpresse,
aber auch für eine Reinigung notwendig ist. Dies erhöht wiederum das Risiko einer
Beschädigung und den Aufwand.
[0006] Aus
US 5 004 103 A ist eine Transportbox für Pressstempel und Matrizen bekannt, die auch zur Lagerung
dienen kann. Die Transportbox umfasst einen entnehmbaren Einsatz, der zur Aufnahme
der Pressstempel und Matrizen dient. Die Pressstempel werden in für eine bestimmte
Größe und Form der Pressstempel ausgelegte Halterungen in dem Einsatz eingesetzt.
Die Matrizen werden in der oben erwähnten Weise in einen oberen Rand des Einsatzes
beweglich eingelegt.
[0007] Ausgehend von dem erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Werkzeugkoffer der eingangs genannten Art bereitzustellen, der einen Transport
und eine Lagerung von Werkzeugen für eine Rundläufertablettenpresse auch bei unterschiedlicher
Größe und/oder Form der Werkzeuge erlaubt und die Werkzeuge gleichzeitig vor Beschädigungen
schützt.
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den
Figuren.
[0009] Die Erfindung löst die Aufgabe durch einen Werkzeugkoffer zur Lagerung und zum Transport
von Werkzeugen für eine Rundläufertablettenpresse, umfassend eine tragbare Werkzeugkofferschale,
in der mindestens ein Werkzeugeinsatz angeordnet ist, wobei der mindestens eine Werkzeugeinsatz
mehrere Halteaufnahmen zum Halten von Werkzeugen aufweist, wobei die Halteaufnahmen
so ausgebildet sind, dass in benachbarten Halteaufnahmen gehaltene Werkzeuge derart
voneinander beabstandet sind, dass sie einander nicht berühren, und die Halteaufnahmen
jeweils mindestens zwei für die Aufnahme unterschiedlich bemaßter Werkzeuge ausgebildete
Halteflächen aufweisen.
[0010] Der erfindungsgemäße Werkzeugkoffer besitzt eine Werkzeugkofferschale, die in der
Regel ein Unterteil und ein Oberteil aufweist. Das Oberteil kann zwischen einer geöffneten
und einer geschlossenen Position gegenüber dem Unterteil bewegbar, beispielsweise
verschwenkbar, sein. Außerdem weist die Werkzeugkofferschale insbesondere einen Haltegriff
umfassend einen Klemmschutz auf, an dem der Werkzeugkoffer für einen Transport insbesondere
einhändig getragen werden kann. Der Klemmschutz kann beispielsweise eine geeignete
Fase und Nut umfassen, die ein Einklemmen von Fingern vermeiden. Insbesondere in dem
Unterteil der Werkzeugkofferschale ist mindestens ein Werkzeugeinsatz zum Halten von
Werkzeugen angeordnet. Wie eingangs erläutert, ist der Grundaufbau einer Rundläufertablettenpresse
bekannt. Die mit dem erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer zu transportierenden bzw. zu
lagernden Werkzeuge können insbesondere Pressstempel, wie Ober- und Unterstempel,
oder Matrizen sein. Die Matrizen können in konventioneller Weise in einer Matrizenscheibe
lösbar angeordnet sein, sie können beispielsweise in der Matrizenscheibe verschraubt
sein, wobei die Pressstempel dann mit Bohrungen der Matrizen in der erläuterten Weise
zusammenwirken.
[0011] Erfindungsgemäß weist der mindestens eine Werkzeugeinsatz mehrere Halteaufnahmen
auf, in denen Werkzeuge für eine Rundläufertablettenpresse gehalten werden können.
Die Halteaufnahmen sind so ausgebildet, dass in benachbarten Halteaufnahmen gehaltene
Werkzeuge derart voneinander beabstandet und sicher gehalten sind, dass sie einander
auch bei einem Transport, und insbesondere den damit verbundenen Bewegungen und unterschiedlichen
Anordnungen im Raum, nicht berühren. Die Halteaufnahmen, beispielsweise alle Halteaufnahmen
des Werkzeugeinsatzes, weisen jeweils mindestens zwei Halteflächen auf, in denen unterschiedlich
bemaßte Werkzeuge aufgenommen werden können. So kann ein Werkzeug eines ersten Maßes,
beispielweise eines ersten Durchmessers, durch die erste Haltefläche einer Halteaufnahme
gehalten werden und es kann alternativ ein Werkzeug eines zweiten, anderen Maßes,
beispielsweise eines zweiten, anderen Durchmessers, durch die zweite Haltefläche derselben
Halteaufnahme gehalten werden. Es kann auch eine dritte Haltefläche an derselben Halteaufnahme
vorgesehen sein, die zum Halten eines Werkzeuges eines dritten, wiederum anderen Maßes,
beispielsweise eines dritten, wiederum anderen Durchmessers, ausgebildet ist. Natürlich
können auch mehr als drei derartige Halteflächen vorgesehen sein. Die Halteflächen
können passgenau für die jeweiligen Werkzeuge ausgebildet sein. Die Halteflächen können
die Werkzeuge verschiebungssicher halten. Insbesondere können die Werkzeuge so gehalten
sein, dass sie nicht in seitlicher Richtung auf dem Werkzeugeinsatz verschoben werden
können, so dass sie einander berühren.
[0012] Erfindungsgemäß sind insbesondere im geschlossenen Zustand des Werkzeugkoffers eine
Lagerung und ein Transport der Werkzeuge ohne die Gefahr einer Beschädigung möglich.
Die Werkzeuge werden sicher in ihrer jeweiligen Position gehalten. Gleichzeitig erlauben
die Halteflächen der Halteaufnahmen in flexibler Weise das sichere Halten von Werkzeugen
unterschiedlicher Abmessungen mit nur einem Werkzeugeinsatz. Es dient also ein Werkzeugeinsatz
zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen unterschiedlicher Größe. Die Werkzeuge
können sich beispielsweise in ihrer Höhe und/oder in ihrem Durchmesser unterscheiden.
Bei Pressstempeln können sich beispielsweise die Höhe und/oder der Durchmesser der
jeweiligen Stempelköpfe unterscheiden.
[0013] Die Halteaufnahmen können eine kreisförmige Querschnittsfläche aufweisen. Es sind
aber auch andere Querschnittsflächen denkbar. Auch können insbesondere die für die
jeweiligen Werkzeugmaße ausgebildeten Halteflächen kreisförmige Querschnittsflächen
aufweisen. Es sind aber auch hier andere Querschnittsflächen denkbar.
[0014] Der erfindungsgemäße Werkzeugkoffer erlaubt ein leichtes Handling unterschiedlicher
Werkzeuge, wie beispielsweise unterschiedlicher Größe und/oder Form. Es wird ein einheitliches
Transport- und Lagerungskonzept bereitgestellt. Die Lebenszeit der Werkzeuge wird
durch Vermeidung von Beschädigungen verlängert. Die Werkzeuge müssen weniger oft zwischen
unterschiedlichen Lager- bzw.
[0015] Transportmitteln umgepackt werden, was den Ablauf weiter erleichtert. Die Werkzeuge
können von einem Bediener in dem erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer einhändig getragen
werden, wodurch sich ergonomische Vorteile und eine Verringerung der gesundheitlichen
Belastung ergeben. Eine Lagerung von in mehreren Werkzeugkoffern angeordneten Werkzeugen
ist in einfacher Weise möglich, beispielsweise durch Stapeln der Werkzeugkoffer. Die
Werkzeugkoffer können zum einfachen Aufeinanderstapeln von zwei oder mehreren Werkzeugkoffern
Stapelhilfen, wie beispielsweise Stapelrippen, aufweisen.
[0016] Der erfindungsgemäße Werkzeugkoffer kann auch mehrere in der erfindungsgemäßen Weise
ausgestaltete Werkzeugeinsätze aufnehmen. Auch können in der Werkzeugkofferschale
mehrere Werkzeugeinsätze nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sein. Insbesondere
können sowohl Werkzeugeinsätze für Matrizen sowie Werkzeugeinsätze für Pressstempel
in der Werkzeugkofferschale angeordnet sein. Die Werkzeugkofferschale kann zur Aufnahme
der Werkzeugeinsätze für Matrizen und der Werkzeugeinsätze für Pressstempel unterschiedlich
tiefe Einbuchtungen aufweisen.
[0017] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung kann der mindestens eine Werkzeugeinsatz lösbar
in der Werkzeugkofferschale gehalten sein, so dass in den Halteaufnahmen des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes gehaltene Werkzeuge für eine Reinigung gemeinsam mit dem mindestens
einen Werkzeugeinsatz aus der Werkzeugkofferschale entnommen werden können. Es ergibt
sich dadurch eine Vereinfachung der regelmäßig erforderlichen Reinigung der Werkzeuge,
da die jeweiligen Werkzeuge gemeinsam mit dem Werkzeugeinsatz aus der Werkzeugkofferschale
entnommen und in eine Reinigungsvorrichtung zum Reinigen eingesetzt werden kann. Ein
Umpacken der Werkzeuge ist nicht erforderlich. Dadurch werden die Gefahr von Beschädigungen
und die körperliche Belastung für eine Bedienperson sowie der Reinigungsaufwand weiter
reduziert. Auch ist so eine einfache Reinigung des Werkzeugeinsatzes ohne eingesetzte
Werkzeuge möglich.
[0018] Der mindestens eine Werkzeugeinsatz kann beispielsweise klemmend in einem Halterahmen
der Werkzeugkofferschale, insbesondere eines Unterteils der Werkzeugkofferschale,
lösbar gehalten sein. Es sind aber auch andere lösbare Haltemechanismen denkbar.
[0019] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Werkzeugeinsatz fest in
der Werkzeugkofferschale angeordnet ist, insbesondere einstückig mit der Werkzeugkofferschale
verbunden ist. Es ergeben sich hierdurch ein besonders einfacher Aufbau und damit
eine besonders einfache Herstellung des Werkzeugkoffers. Der Werkzeugkoffer kann dann
derart ausgebildet sein, dass die Werkzeugkofferschale gemeinsam mit dem fest in der
Werkzeugkofferschale angeordneten Werkzeugeinsatz sowie den in dem Werkzeugeinsatz
angeordneten Werkzeugen gereinigt werden kann.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung können die Halteaufnahmen des mindestens einen
Werkzeugeinsatzes derart ausgebildet sein, dass in den Halteaufnahmen gehaltene Werkzeuge
um eine gleiche Höhe über eine Oberseite des mindestens einen Werkzeugeinsatzes hinausragen.
Die Oberseiten der Werkzeuge, beispielsweise die im Betrieb mit einer Presseinrichtung,
insbesondere Druckrollen, der Rundläufertablettenpresse zusammenwirkende Spiegelflächen
von Pressstempeln oder die Oberseiten von Matrizen liegen bei dieser Ausgestaltung
also in einer gemeinsamen Ebene. Insbesondere können die mindestens zwei Halteflächen
der Halteaufnahmen so ausgebildet sein, dass Werkzeuge einer ersten Höhe auf Halteflächen
einer ersten Tiefe und Werkzeuge einer zweiten, größeren Höhe auf Halteflächen einer
zweiten, größeren Tiefe auffliegen, so dass beide Werkzeuge um eine im Wesentlichen
gleiche Höhe über eine Oberseite des mindestens einen Werkzeugeinsatzes hinausragen.
Durch die vorgenannte Ausgestaltung wird sichergestellt, dass beispielsweise eine
Innenseite eines Oberteils der Werkzeugkofferschale im geschlossenen Zustand sicher
auf allen Werkzeugoberseiten aufliegt. Die Werkzeuge werden damit besonders sicher
gehalten.
[0021] Der mindestens eine Werkzeugeinsatz kann mindestens eine Kennzeichnung besitzen,
die angibt, welche Werkzeuge in dem mindestens einen Werkzeugeinsatz gehalten werden
können. Insbesondere kann die Kennzeichnung angeben, für das Halten welcher Werkzeugtypen
die mindestens zwei Halteflächen der Halteaufnahmen des Werkzeugeinsatzes geeignet
sind. Die Kennzeichnung kann insbesondere angeben, ob zwei oder mehr Werkzeugtypen
in den Halteaufnahmen des Werkzeugeinsatzes gehalten werden können. Beispielsweise
kann als Kennzeichnung eine Bezeichnung der zu haltenden Werkzeuge vorgesehen sein.
Die vorgenannte Ausgestaltung erlaubt ein einfaches und schnelles Erkennen, ob der
Werkzeugeinsatz ein benötigtes Werkzeug enthält und/oder ob der Werkzeugeinsatz für
die Aufnahme eines bestimmten Werkzeugs geeignet ist. Der Werkzeugeinsatz kann aus
Kunststoff gefertigt sein, beispielsweise in einem Spritzgussverfahren. Die Beschriftung
kann in diesem Fall durch die Spritzgussforn bei der Herstellung des Werkzeugeinsatzes
in diesen ein- oder aufgebracht sein.
[0022] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Werkzeugkofferschale
ein den mindestens einen Werkzeugeinsatz aufnehmendes Unterteil und ein gegenüber
dem Unterteil zwischen einer geöffneten Position und einer geschlossenen Position
verschwenkbares Oberteil besitzt, wobei das Oberteil in der geschlossenen Position
mit einer Innenseite auf von dem mindestens einen Werkzeugeinsatz gehaltenen Werkzeugen
aufliegt, so dass die Werkzeuge zwischen dem mindestens einen Werkzeugeinsatz und
der Innenseite des Oberteils fest gehalten sind. Insbesondere kann der mindestens
eine Werkzeugeinsatz in dem erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer, beispielsweise durch
eine Steckverbindung, arretierbar sein. So kann ein sicherer Halt des mindestens einen
Werkzeugeinsatzes in dem Werkzeugkoffer auch dann gewährleistet werden, wenn keine
Werkzeuge in den Halteaufnahmen gehalten sind. Die Werkzeugkofferschale kann außerdem
ein Schloss besitzen, mit dem der Werkzeugkoffer abschließbar ist. Im geschlossenen
Zustand ist das Werkzeug zwischen dem Werkzeugeinsatz und der Innenfläche des Oberteils
auch hinsichtlich einer Bewegungsrichtung senkrecht zur Oberseite des Werkzeugeinsatzes
positionssicher gehalten. Insbesondere ist es in dieser Ausgestaltung von Vorteil,
wenn die Werkzeuge um eine gleiche Höhe über eine Oberseite des mindestens einen Werkzeugeinsatzes
hinausragen. Eine Bewegung des Werkzeugs in dem Werkzeugkoffer und eine damit verbundene
Beschädigungsgefahr können dann vollständig unterbunden werden. Auch ein oder mehrere
das Oberteil und das Unterteil verbindende Scharniere können an dem positionssicheren
Halten des Werkzeugs teilnehmen.
[0023] Das Oberteil und/oder das Unterteil der Werkzeugkofferschale können einstückig ausgebildet
sein, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial. Es können also auch das Oberteil
und das Unterteil einstückig miteinander verbunden sein, beispielsweise durch ein
oder mehrere Filmscharniere. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Oberteil und das
Unterteil separate Teile sind, die durch ein oder mehrere separate Scharniere verbunden
sind. Auch der Werkzeugeinsatz kann einstückig ausgebildet sein, beispielsweise aus
Kunststoffmaterial. Sämtliche Teile des Werkzeugkoffers aus einem Kunststoffmaterial
können in herstellungstechnisch besonders einfacher Weise in einem Kunststoffspritzgussverfahren
oder dergleichen hergestellt sein.
[0024] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann die Innenseite des Oberteils der Werkzeugkofferschale
einen gegenüber dem Oberteil aus einem weicheren Material, vorzugsweise einem Kunststoff-
oder Schaumstoffmaterial, bestehenden Einsatz aufweisen, der in der geschlossenen
Position des Oberteils auf den von dem mindestens einen Werkzeugeinsatz gehaltenen
Werkzeugen aufliegt. Hieraus ergibt sich ein besonders guter Schutz der Werkzeuge.
[0025] Die Werkzeugkofferschale kann weiterhin mindestens ein Sichtfenster aufweisen, durch
das mindestens ein durch mindestens einen Werkzeugeinsatz gehaltenes Werkzeug von
außen sichtbar ist. Damit ist insbesondere der Belegungsgrad des Werkzeugkoffers erkennbar.
Wenn kein Werkzeug in dem mindestens einen Werkzeugkoffer gehalten ist, ist natürlich
kein Werkzeug durch das Sichtfenster von außen sichtbar. Es können auch Beschriftungsfelder
vorgesehen sein, die zum Beispiel einen in dem Werkzeugkoffer gelagerten Werkzeugtyp
und/oder einen Hersteller des Werkzeugs und/oder einen Verwender des Werkzeugs etc.
kennzeichnen. Auch eine identifizierende Farbgebung zumindest eines Teils des Werkzeugkoffers
ist möglich, anhand der von außen erkennbar ist, dass der Werkzeugkoffer zum Halten
bestimmter Werkzeuge dient.
[0026] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann der mindestens eine Werkzeugeinsatz eine erste
Seite und eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite aufweisen, wobei der
Werkzeugeinsatz wendbar ist, so dass die mindestens zwei unterschiedlich bemaßten
Werkzeuge von der ersten oder von der zweiten Seite in die Halteaufnahmen des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes eingesetzt werden können. Insbesondere können die mindestens
zwei Halteflächen der Halteaufnahmen jeweils auf einer der gegenüberliegenden Seiten
des Werkzeugeinsatzes angeordnet sein. Hierdurch wird das Einsetzen eines Werkzeugs
eines ersten Maßes auf eine Haltefläche in die Halteaufnahme von einer ersten Seite
und das Einsetzen eines Werkzeugs eines zweiten Maßes auf die andere Haltefläche in
dieselbe Halteaufnahme ermöglicht. Die Fähigkeit des Werkzeugeinsatzes zur wahlweisen
Aufnahme von mehreren Werkzeugen unterschiedlicher Maße kann also in einfacher Weise
(auch) durch eine Wendbarkeit des Werkzeugeinsatzes gegeben sein.
[0027] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung sind die mindestens zwei Halteflächen stufenartig
versetzt zueinander ausgebildet. Die mindestens zwei Halteflächen können parallel
zueinander liegen und durch eine Stufe derart versetzt sein, dass eine der Halteflächen
tiefer in der Halteaufnahme liegt als die andere Haltefläche. Sind beispielsweise
zwei Halteflächen vorgesehen, so kann ein Werkzeug eines ersten Maßes von der ersten
Haltefläche aufgenommen werden und alternativ ein Werkzeug eines zweiten, anderen
Maßes von der zweiten Haltefläche aufgenommen werden, wobei das Werkzeug zweiten Maßes
beispielsweise einen anderen Durchmesser als das Werkzeug ersten Maßes aufweisen kann.
Sind als Werkzeuge Matrizen vorgesehen, so kann beispielsweise eine untere, tiefer
in der Halteaufnahme liegende Haltefläche als geschlossene Fläche und mindestens eine
darüber liegende, stufenartig dazu versetzte Haltefläche als offene Fläche ausgebildet
sein. Bei Halteaufnahmen mit kreisförmigem Querschnitt kann die tiefer liegende Haltefläche
als Kreisfläche und die mindestens eine versetzt darüber liegende Haltefläche als
die untere Haltefläche ringförmig umschließende Fläche ausgebildet sein. Hierdurch
wird eine Aufnahme eines ersten oder eines zweiten Werkzeugs unterschiedlicher Größe
in derselben Halteaufnahme bei gleichzeitig verschiebungssicherem Halt des jeweiligen
Werkzeugs in der Halteaufnahme in einfacher Weise ermöglicht. Es können aber auch
drei oder mehr stufenartig zueinander versetzte Halteflächen vorgesehen sein, um eine
wahlweise Aufnahme von drei oder mehr als drei Werkzeugen unterschiedlicher Maße zu
ermöglichen.
[0028] Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung können die mindestens zwei Halteflächen
durch mehrere Auflagestege gebildet sein, die sich jeweils ausgehend von einer inneren
Wandung der jeweiligen Halteaufnahme in Richtung des Zentrums der jeweiligen Halteaufnahme
erstrecken. Insbesondere können sich die Auflagestege von einer inneren Wandung der
jeweiligen Halteaufnahme so weit in Richtung des Zentrums der jeweiligen Halteaufnahme
erstrecken, dass sie einander berühren. So können die Auflagestege durchgehende Stege
bilden. Alternativ können die Auflagestege derart ausgebildet sein, dass sie sich
mit ihren ins Zentrum der jeweiligen Haltefläche ragenden freien Enden nicht berühren.
Insbesondere können die Halteaufnahmen bevorzugt eine kreisförmige Querschnittsfläche
aufweisen. Weiterhin können die Halteaufnahmen bevorzugt als eine den Werkzeugeinsatz
von der ersten zur zweiten Seite durchdringende Öffnung ausgebildet sein. Insbesondere
können die mindestens zwei Halteflächen durch genau drei Auflagestege oder genau sechs
Auflagestege gebildet sein. Werkzeuge, die in den Halteaufnahmen des mindestens einen
Werkzeugeinsatzes gehalten werden, können auf diese Auflagestege aufgelegt werden.
Diese Ausgestaltung ermöglicht ein sicheres Halten der Werkzeuge und gleichzeitig
ein besonders gründliches und effizientes Reinigen der in dem Werkzeugeinsatz gehaltenen
Werkzeuge, da nur ein geringer Teil der Werkzeuge von den Auflagestegen abgedeckt
wird und beispielsweise ein fluidförmiges Reinigungsmittel die Werkzeuge daher von
beiden Seiten gut erreichen kann. Auch können die Auflagestege jeweils gestuft ausgebildet
sein. Die Auflagestege können jeweils eine oder mehrere Stufen aufweisen. Insbesondere
können die Auflagestege derart versetzt sein, dass die durch die Auflagestege gebildeten
Halteflächen in unterschiedlicher Höhe in den Halteaufnahmen angeordnet sind. Auf
gleicher Höhe befindliche Stufen der Auflagestege können so gemeinsam jeweils eine
Haltefläche definieren.
[0029] Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung können die Auflagestege auf einer ersten
Seite mindestens zwei, insbesondere genau zwei, stufenartig versetzte Tragebenen aufweisen
und auf einer zweiten Seite mindestens eine, beispielsweise genau eine, Tragebene
aufweisen, so dass auf die mindestens zwei stufenartig versetzten Tragebenen auf der
ersten Seite wahlweise mindestens zwei unterschiedlich bemaßte Werkzeuge aufgenommen
werden können und auf die mindestens eine Tragebene auf der zweiten Seite durch Wenden
des Werkzeugeinsatzes mindestens ein, beispielsweise genau ein, Werkzeug eines bestimmten
Maßes aufgenommen werden kann. Nach dieser Ausgestaltung können die Halteaufnahmen
des Werkzeugeinsatzes jeweils mindestens drei Werkzeuge unterschiedlichen Maßes wahlweise
aufnehmen. Der Vorteil dieser Ausgestaltung ist, dass ein einziger Werkzeugeinsatz
für die Aufnahme von mindestens drei Werkzeugen unterschiedlicher Größe geeignet ist.
[0030] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist der mindestens eine Werkzeugeinsatz stapelbar
ausgebildet. Insbesondere können mehrere erfindungsgemäße Werkzeugeinsätze aufeinander
oder ineinander stapelbar ausgebildet sein. Die Werkzeugeinsätze können unabhängig
davon, ob die Halteaufnahmen der stapelbaren Werkzeugeinsätze für die Aufnahme von
Matrizen oder Stempeln ausgebildet sind, stapelbar sein. Es können Werkzeugeinsätze
für Matrizen auf Werkzeugeinsätze für Matrizen oder Werkzeugeinsätze für Stempel auf
Werkzeugeinsätze für Stempel stapelbar sein. Auch können Werkzeugeinsätze für Matrizen
auf Werkzeugeinsätze für Stempel stapelbar oder Werkzeugeinsätze für Stempel auf Werkzeugeinsätze
für Matrizen stapelbar sein. Der mindestens eine Werkzeugeinsatz kann beispielsweise
Erhebungen und/oder Vertiefungen aufweisen, welche mit Vertiefungen und/oder Erhebungen
eines weiteren Werkzeugeinsatzes in Eingriff gebracht werden können, um die Werkzeugeinsätze
zu stapeln.
[0031] Nach einer weiteren Ausgestaltung können die in den Halteaufnahmen des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes gehaltenen Werkzeuge Matrizen für Rundläufertablettenpressen
sein. Matrizen sind bekanntlich hülsenförmige Einsätze, die in entsprechende Aufnahmebohrungen
der Matrizenscheibe eingesetzt und darin lösbar fixiert werden, beispielsweise durch
eine geeignete Verschraubung. Die Matrizen besitzen jeweils mindestens eine Bohrung,
in die im Betrieb das zu verpressende Material gefüllt wird. Die Ober- und Unterstempel
wirken dann in den Bohrungen zum Erzeugen der Tabletten zusammen.
[0032] Nach einer anderen Ausgestaltung können die in den Halteaufnahmen des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes gehaltenen Werkzeuge Pressstempel für Rundläufertablettenpressen
sein, insbesondere Ober- und Unterstempel, wobei die Pressstempel jeweils einen Stempelkopf
und einen Stempelschaft aufweisen sowie einen am, dem Stempelkopf abgewandten, Ende
des Stempelschafts ausgebildeten Pressabschnitt aufweisen. Der Pressabschnitt besitzt
die in die Bohrungen der Matrizenscheibe eintauchende und die Tabletten erzeugende
Pressgeometrie. Auch können die Pressstempel als geführte Stempel, insbesondere mit
Passfeder, ausgebildet sein.
[0033] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann der mindestens eine Werkzeugeinsatz an einem
oberen Ende mindestens eines Stempelkorbs gehalten sein und mindestens ein Schafteinsatz
unterhalb des mindestens einen Werkzeugeinsatzes in dem mindestens einen Stempelkorb
gehalten sein, wobei der mindestens eine Schafteinsatz mehrere Schafthalteaufnahmen
zum Halten der Stempelschäfte der in dem mindestens einen Werkzeugeinsatz gehaltenen
Pressstempel aufweist kann, wobei die Schafthalteaufnahmen für die Aufnahme von Stempelschäften
bis zu einem definierten Durchmesser ausgebildet sein können. Pressstempel für Rundläufertablettenpressen
haben üblicherweise eine längliche Form und weisen wie erläutert einen Stempelkopf
sowie einen Stempelschaft auf. Die Pressstempel können in einem erfindungsgemäßen
Werkzeugeinsatz durch ihren Stempelkopf gehalten werden. Der Stempelkopf kann dafür
in einer der mindestens zwei Halteflächen einer der Halteaufnahmen gehalten werden.
Der an den Stempelkopf anschließende Stempelschaft kann dann durch den mindestens
einen Werkzeugeinsatz hindurch in den mindestens einen Stempelkorb hineinragen, in
welchem der mindestens eine Werkzeugeinsatz gehalten sein kann. Um zu verhindern,
dass in benachbarten Halteaufnahmen des mindestens einen Werkzeugeinsatzes gehaltene
Pressstempel beim Transport gegeneinanderstoßen, können die Stempelschäfte mindestens
zu einem Teil in jeweils eine Schafthalteaufnahme mindestens eines Schafteinsatzes
ragen. Dieser mindestens eine Schafteinsatz kann sich tiefer in dem mindestens einen
Stempelkorb unterhalb des mindestens einen Werkzeugeinsatzes befinden und die Schafthalteaufnahmen
können sich im Wesentlichen zentral unterhalb der jeweiligen Halteaufnahmen des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes befinden. Die Schafthalteaufnahmen können für die Aufnahme
von Stempelschäften bis zu einem definierten Durchmesser ausgebildet sein.
[0034] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann der mindestens eine Werkzeugeinsatz lösbar
in dem mindestens einen Stempelkorb gehalten sein. Alternativ oder zusätzlich kann
der mindestens eine Schafteinsatz lösbar in dem mindestens einen Stempelkorb gehalten
sein. Lösbare Werkzeugeinsätze haben den Vorteil, dass sie gewendet oder ausgetauscht
werden können, um die Aufnahme von Pressstempeln mit Stempelköpfen anderer Maße, beispielsweise
größeren Durchmessers, in den Stempelkorb zu ermöglichen. Bevorzugt sind sowohl der
mindestens eine Werkzeugeinsatz als auch der mindestens eine Schafteinsatz lösbar
in dem mindestens einen Stempelkorb gehalten. Dies ermöglicht das Halten mehrerer,
insbesondere aller, unterschiedlicher Stempelgrößen und Stempelformen in nur einer
Ausführungsform des Stempelkorbs.
[0035] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann der mindestens eine Stempelkorb lösbar in
der Werkzeugkofferschale gehalten sein, so dass in den Halteaufnahmen des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes gehaltene Presstempel für eine Reinigung gemeinsam mit dem
mindestens einen Stempelkorb und dem mindestens einen Werkzeugeinsatz und dem mindestens
einen Schafteinsatz aus der Werkzeugkofferschale entnommen werden können. Eine Entnahme
des Stempelkorbs samt der Einsätze und der darin befindlichen Pressstempel aus dem
Werkzeugkoffer ist besonders vorteilhaft, da die Stempel stets sicher gehalten sind
und nicht zur Reinigung aus dem Stempelkorb entnommen werden müssen. Dies verringert
das Risiko einer Beschädigung. Der mindestens eine Stempelkorb kann in einer, insbesondere
in allen, Seitenwänden möglichst große Maschen aufweisen, um eine ausreichende Benetzung
der Pressstempel mit Reinigungsmittel zu ermöglichen.
[0036] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert.
Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Werkzeugkoffers in einer ersten
Ausführung mit einem Werkzeugeinsatz für Matrizen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht zweier Seiten eines wendbaren Werkzeugeinsatzes für Matrizen,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer aus Figur 1 mit geschlossenem
Oberteil mit zwei Werkzeugeinsätzen für Matrizen,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Werkzeugkoffers in einer zweiten
Ausführung mit einem Werkzeugeinsatz für Pressstempel,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht zweier Seiten eines erfindungsgemäßen wendbaren Werkzeugeinsatzes
für Pressstempel, gehalten in jeweils einem Stempelkorb,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch zwei Ansichten zweier erfindungsgemäßer Werkzeugeinsätze für Pressstempel
mit darin gehaltenen Pressstempeln,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer aus Fig. 4 mit drei Werkzeugeinsätzen
für Pressstempel, gehalten in jeweils einem Stempelkorb.
[0037] Soweit nichts anderes angegeben ist, bezeichnen in den Figuren gleiche Bezugszeichen
gleiche Gegenstände. Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer zur Lagerung,
zum Transport und zur Reinigung zweier Werkzeugeinsätze für Matrizen einer Rundläufertablettenpresse.
Der Werkzeugkoffer weist ein Unterteil 10 einer Werkzeugkofferschale auf, das im vorliegenden
Beispiel einstückig aus einem Kunststoffmaterial gefertigt ist, hergestellt beispielsweise
in einem Kunststoffspritzgussverfahren. Das Unterteil 10 ist über vorliegend drei
Scharniere 12 mit einem Oberteil 14 der Werkzeugkofferschale schwenkbar verbunden,
so dass das Oberteil 14 zwischen einer geöffneten Position und einer geschlossenen
Position verstellbar ist. Das Oberteil 14 kann ebenfalls einstückig aus einem Kunststoffmaterial
bestehen, hergestellt beispielsweise in einem Kunststoffspritzgussverfahren. Das Unterteil
10 umfasst einen Griffabschnitt 16 und das Oberteil 14 umfasst einen Griffabschnitt
18. Im geschlossenen Zustand bilden die Griffabschnitte 16, 18 einen Haltegriff zum
Tragen des Werkzeugkoffers. Außerdem umfasst die Werkzeugkofferschale zwei Schlösser
20 durch die der Werkzeugkoffer in der geschlossenen Position verschließbar ist.
[0038] In dem Unterteil 10 der Werkzeugkofferschale ist ein Werkzeugeinsatz 26 für Matrizen
lösbar in den dafür vorgesehenen Einsatzhalterungen 25 gehalten und arretiert. Der
Werkzeugeinsatz 26 kann in die Einsatzhalterungen 25 eingesetzt und verschiebungssicher
und/oder klemmend gehalten werden. Der Werkzeugkoffer aus Fig. 1 verfügt über zwei
Einsatzhalterungen 25, kann also bis zu zwei Werkzeugeinsätze 26 aufnehmen, wobei
in dieser Darstellung nur ein Werkzeugeinsatz 26 aufgenommen ist.
[0039] Der erfindungsgemäße Werkzeugeinsatz 26 für Matrizen aus Fig. 1 ist in Fig. 2 im
Detail zu erkennen. Es handelt sich bei dem Werkzeugeinsatz 26 in Fig. 2 um zwei Ansichten
desselben Werkzeugeinsatzes 26. Der Werkzeugeinsatz 26 ist wendbar, so dass die rechte
Ansicht eine erste Seite und die linke Ansicht eine zweite Seite des Werkzeugeinsatzes
26 zeigt. Eine auf beiden Seiten des Werkzeugeinsatzes befindliche Beschriftung 27
gibt die Bezeichnung der Matrizen an, die in den Werkzeugeinsatz 26 eingesetzt werden
können. Weiterhin verfügt der Werkzeugeinsatz 26 auf zwei gegenüberliegenden Seiten
über Haltegriffe 36, von denen nur einer sichtbar ist. Die Haltegriffe 36 erleichtern
ein Einsetzen des Werkzeugeinsatzes 26 in die Werkzeugkofferschale und ein Herausnehmen
des Werkzeugeinsatzes 26 aus der Werkzeugkofferschale sowie den Transport des Werkzeugeinsatzes
26.
[0040] Eine Vielzahl von Halteaufnahmen 28 mit kreisförmiger Querschnittsfläche ist erkennbar.
Die Halteaufnahmen 28 bilden Löcher in dem Werkzeugeinsatz 26, ragen also durch den
Werkzeugeinsatz 26 hindurch. In jeder der Halteaufnahmen 28 sind Halteflächen durch
Tragebenen 34, 34', 34" von Auflagestegen 32 ausgebildet. Jede Halteaufnahme 28 weist
in dieser Ausführung drei Auflagestege 32 auf, die von der inneren Wandung der lochartigen
Halteaufnahmen 28 jeweils in das Zentrum der Halteaufnahmen 28 gerichtet sind. Die
Auflagestege 32 ragen in etwa bis zum halben Radius der kreisförmigen Halteaufnahmen
28 in diese hinein und sind in gleichmäßigen Winkelabständen von ungefähr 120° an
der inneren Wandung der Halteaufnahmen 28 angeordnet. Die Auflagestege 32 weisen auf
einer ersten Seite (rechte Ansicht in Fig. 2) zwei Tragebenen 34, 34' auf und auf
einer zweiten Seite (linke Ansicht in Fig. 2) eine Tragebene 34" auf. Insgesamt verfügt
der Werkzeugeinsatz 26 also über drei durch die drei Tragebenen 34, 34', 34" gebildete
Halteflächen für die Aufnahme von Matrizen. Die Tragebenen 34, 34' der ersten Seite
der Auflagestege 32 sind stufenartig derart versetzt, dass eine Tragebene 34' tiefer
in der jeweiligen Halteaufnahme 28 liegt, als die andere Tragebene 34. Die Tragebenen
34, 34', 34" liegen in zueinander parallelen Ebenen. Auf jeder der Tragebenen 34,
34', 34" kann eine Matrize einer anderen Größe aufgenommen werden. Die obere der stufenartig
versetzten Tragebenen 34 der ersten Seite der Auflagestege 32 ist für die Aufnahme
der Matrizen 38 ausgebildet. Dabei liegen die Matrizen 38 auf der entsprechenden Tragebene
34 so auf, dass sie seitlich im Wesentlichen verschiebungssicher gehalten sind, da
die Matrizen 38 und die zugeordneten Tragebenen 34 einen vergleichbaren Durchmesser
haben. Zum anderen ragen die Matrizen 38 bedingt durch eine definierte Tiefe der Tragebenen
34 um eine definierte Höhe über die Oberseite des Werkzeugeinsatzes 26 hinaus. Die
Matrizen 38' werden durch die für diese Matrizen 38' ausgebildeten Tragebenen 34'
in den Halteaufnahmen 28 gehalten. Die Tragebenen 34' liegen stufenartig versetzt
etwas tiefer in den Halteaufnahmen 28 als die Tragebenen 34. Die Matrizen 38' weisen
einen geringeren Durchmesser auf als die Matrizen 38, so dass die Matrizen 38' ebenfalls
verschiebungssicher in den zugeordneten Tragebenen 34' eines ebenfalls geringeren
Durchmessers gehalten werden. Auf der zweiten Seite der Auflagestege 32, wie in der
linken Ansicht des Werkzeugeinsatzes 26 in Fig. 2 zu erkennen, sind die dritten Tragebenen
34" zu finden. Die Tragebenen 34" sind für die Aufnahme von Matrizen 38" einer dritten
Größe ausgebildet. Die Matrizen 38" weisen einen Durchmesser auf, der größer ist als
der Durchmesser der Matrizen 38 und 38'. Auch die Matrizen 38" werden in den Halteaufnahmen
28 dementsprechend verschiebungssicher gehalten. Weiterhin sind in Figur 2 noch Matrizen
38"' einer vierten Größe gezeigt, welche ebenfalls auf den Tragebenen 34' aufgenommen
sind. Da die Matrizen 38"' einen geringeren Durchmesser als die Matrizen 38' aufweisen,
sind die Matrizen 38"' auf den Tragebenen 34' im Wesentlichen verschiebungssicher
mit mehr Toleranz gehalten.
[0041] Der Werkzeugeinsatz 26 kann in die Einsatzhalterungen 25 der Werkzeugkofferschale
eines erfindungsgemäßen Werkzeugkoffers eingesetzt werden und zum Reinigen gemeinsam
mit den darin gehaltenen Matrizen entnommen werden. Eine Reinigung kann beispielsweise
in einer dafür vorgesehenen Spülmaschine erfolgen. Aufgrund der beschriebenen Form
der Auflagestege wird nur eine sehr geringe Fläche der Matrizen verdeckt, so dass
die Matrizen besonders gut mit Reinigungsmittel umspült werden können. Auch die lochartige
Form der Halteaufnahmen trägt zu einer guten Reinigung der Matrizen bei. Besonders
vorteilhaft ist, dass die Matrizen für die Reinigung nicht aus den Halteaufnahmen
entfernt werden müssen, sondern gemeinsam mit dem Werkzeugeinsatz gereinigt werden
können.
[0042] Zwei der erfindungsgemäßen Werkzeugeinsätze 26 können in den Einsatzhalterungen 25
der Werkzeugkofferschale des erfindungsgemäßen Werkzeugkoffers aus Fig. 1 aufgenommen
werden. In der geschlossenen Position hält die Innenseite des Oberteils 14 der Werkzeugkofferschale
die in den Werkzeugeinsätzen gehaltenen Matrizen im Wesentlichen positionsfest. Hierfür
kann die Innenseite des Oberteils 14 einen Einsatz 39 aus Kunststoff- oder Schaumstoffmaterial
aufweisen, der in der geschlossenen Position des Oberteils 14 auf den Matrizen aufliegt.
Figur 3 zeigt einen derartigen erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer in geschlossenem Zustand
in einer Schnittansicht. Zu erkennen sind zwei Werkzeugeinsätze 26 mit jeweils zwei
unterschiedlichen in den jeweiligen Halteaufnahmen 28 gehaltenen Matrizen 38, 38".
Die Matrizen 38 liegen auf den Tragebenen 34 der ersten Seite der Auflagestege 32
auf, die Matrizen 38" liegen auf den Tragebenen 34" der Auflagestege 32 auf der zweiten
Seite eines baugleichen, aber gewendeten Werkzeugeinsatzes 26 auf. Ein an der Innenseite
des Oberteils 14 der Werkzeugkofferschale angeordneter Kunststoff- oder Schaumstoffeinsatz
39 hält die Matrizen 38, 38" positionsfest in den Halteaufnahmen 28. Aufgrund des
geringen Unterschiedes in der Höhe der Tragebenen 34, 34', 34" der Auflagestege 32
ragen die Matrizen 38 etwas weiter in den Schaumstoffeinsatz als die Matrizen 38".
[0043] Figur 4 zeigt den erfindungsgemäßen Werkzeugkoffer in einer zweiten Ausführung, die
sich von der in Fig. 1 dargestellten Ausführung darin unterscheidet, dass dieser Werkzeugkoffer
für die Aufnahme von drei Werkzeugeinsätzen 126, 126', 126" für Pressstempel ausgebildet
ist. Zusätzlich weist dieser Werkzeugkoffer in dem Oberteil 14 der Werkzeugkofferschale
ein Sichtfenster 24 auf, durch welches sich auch bei geschlossenem Werkzeugkoffer
erkennen lässt, welche Stempelgrößen in dem Werkzeugkoffer gehalten sind. Die Werkzeugeinsätze
126, 126', 126" sind in Stempelkörben 144 gehalten, welche in Figur 5 im Detail zu
erkennen sind. In die Stempelkörbe 144 können Werkzeugeinsätze 126, 126', 126" unterschiedlicher
Ausführungen für Pressstempel 138 unterschiedlicher Größe eingesetzt werden. In Fig.
4 sind drei Stempelkörbe 144 mit jeweils unterschiedlichen Werkzeugeinsätzen 126,
126', 126" für sehr unterschiedliche Stempelgrößen in die Werkzeugkofferschale eines
erfindungsgemäßen Werkzeugkoffers eingesetzt.
[0044] Die in Fig. 5 gezeigten Stempelkörbe 144 sind in die Einsatzhalterungen 25 der Werkzeugkofferschale
aus Fig. 4 einsetzbar und arretierbar und aus diesen entnehmbar. Die hier gezeigte
Ausführung des Werkzeugeinsatzes 126 entspricht der Ausführung in Fig. 4 ganz rechts.
Der erfindungsgemäße Werkzeugeinsatz 126 für Pressstempel ist, wie auch der Werkzeugeinsatz
26 für Matrizen, für die Aufnahme mehrerer unterschiedlich bemaßter Werkzeuge geeignet.
Die linke und die rechte Ansicht in Fig. 5 zeigen respektive eine erste und eine zweite
Seite des wendbaren Werkzeugeinsatzes 126. Eine Vielzahl von Halteaufnahmen 128 mit
kreisförmiger Querschnittsfläche ist erkennbar. Die Halteaufnahmen 128 bilden Löcher
in dem Werkzeugeinsatz 126, ragen also von einer ersten zu einer zweiten Seite des
Werkzeugeinsatzes 126 durch den Werkzeugeinsatz 126 hindurch. In den Halteaufnahmen
128 sind Halteflächen durch die Tragebenen 134, 134' von Auflagestegen 132 ausgebildet.
Jede Halteaufnahme 128 weist in dieser Ausführung sechs Auflagestege 132 auf, die
von der inneren Wandung der lochartigen Halteaufnahmen 128 jeweils in das Zentrum
der Halteaufnahmen 128 gerichtet sind. Die Auflagestege 132 sind in gleichmäßigen
Winkelabständen von ungefähr 60° an der inneren Wandung der Halteaufnahmen 128 angeordnet.
Natürlich können auch weniger oder mehr als sechs, insbesondere mindestens drei, Auflagestege
132 vorgesehen sein, wobei die jeweiligen Winkelabstände zwischen den Auflagestegen
132 sich dann durch eine im Wesentlichen gleichmäßige Verteilung der Auflagestege
132 in der Halteaufnahme 128 ergeben können. Die Auflagestege 132 weisen auf einer
ersten Seite, linke Ansicht in Fig. 5, eine Tragebene 134 auf und auf einer zweiten
Seite, rechte Ansicht in Fig. 5, eine zweite Tragebene 134' auf. Insgesamt verfügt
der Werkzeugeinsatz 126 also über zwei durch die zwei Tragebenen 134, 134' gebildete
Halteflächen für die Aufnahme von Pressstempeln 138, 138' unterschiedlicher Größe.
Es liegen jeweils die Stempelköpfe 140, 140' der Presstempel 138, 138' auf den Auflagestegen
132 der Halteaufnahmen 128 auf, während die Stempelschäfte 142, 142' durch die Halteaufnahmen
128 hindurch in den Stempelkorb 144 hineinragen.
[0045] Die Tragebenen 134 sind nicht mittig, sondern an einem Ende der Halteaufnahmen 128
angeordnet. In der linken Ansicht in Fig. 5 liegt dieses Ende an einer Unterseite
des Werkzeugeinsatzes 126. Dementsprechend liegt das Ende der Halteaufnahmen 128 in
der rechten Ansicht an einer Oberseite des gewendeten Werkzeugeinsatzes 126. Folglich
sind die Tragebenen 134 in der linken Ansicht für die Aufnahme von Pressstempeln 138
mit einem höheren Stempelkopf 140 ausgebildet, als die Tragebenen 134', welche für
die Aufnahme von Pressstempeln 138' mit einem niedrigeren Stempelkopf 140' ausgebildet
sind. Generell sind beide Tragebenen 134, 134' gerade so ausgebildet, dass die Stempelköpfe
der Pressstempel 138, 138' um eine gleiche Höhe über die Oberfläche des jeweiligen
Werkzeugeinsatzes 126 hinausragen, wie in Fig. 6 und Fig. 7 zu erkennen. Wie bei den
Werkzeugeinsätzen für die Matrizen liegt auch hier der Grund darin, dass die Pressstempel
durch das in Fig. 4 gezeigte Oberteil 14 der Werkzeugkofferschale, insbesondere durch
einen an der Innenseite des Oberteils 14 angeordneten Kunststoff- oder Schaumstoffeinsatz
39, positionsfest in den Halteaufnahmen 128 gehalten werden. Weiterhin werden die
Pressstempel 138, 138' auf den entsprechenden Tragebenen 134, 134' im Wesentlichen
auch verschiebungssicher gehalten.
[0046] Zusätzlich zu dem Werkzeugeinsatz 126 kann der Stempelkorb 144 unterschiedliche Schafteinsätze
146 zum Halten der Stempelschäfte 142 der Pressstempel 138, 138' aufnehmen, wie in
Fig. 5 und insbesondere in Fig. 7 zu erkennen. Die Schafteinsätze 146 sind jeweils
für die Aufnahme von Stempelschäften 142 bis zu einem gewissen Durchmesser geeignet
und geben den Pressstempeln 138 zusätzlichen Halt beim Transport. Insbesondere verhindern
die Schafteinsätze ein Aneinanderstoßen der Stempelschäfte 142 benachbarter Pressstempel
138. Auch diese Schafteinsätze 146 sind aus dem Stempelkorb 144 entnehmbar, um beispielsweise
gegen Schafteinsätze einer anderen Größe ausgetauscht zu werden.
[0047] Ein Vorteil der Entnehmbarkeit der Werkzeugeinsätze 126 und der Schafteinsätze 146
aus dem Stempelkorb 144 ist die Möglichkeit der Verwendung nur einer einzigen Ausführung
des Stempelkorbs 144. Der Stempelkorb 144 kann zum Reinigen gemeinsam mit dem darin
gehaltenen Werkzeugeinsatz 126, dem Schafteinsatz 146 sowie den darin gehaltenen Pressstempeln
138 aus dem Werkzeugkoffer entnommen werden. Eine Reinigung kann beispielsweise in
einer dafür vorgesehenen Spülmaschine erfolgen. Aufgrund der beschriebenen Form der
Auflagestege 132 wird nur eine sehr geringe Fläche der Stempelköpfe 140, 140' verdeckt,
so dass die Stempelköpfe 140, 140' wie auch die ganzen Pressstempel 138, 138' besonders
gut mit Reinigungsmittel umspült werden können. Außerdem werden aufgrund der beschriebenen
Form der Auflagestege 132 die in den Stempelkorb 144 und den Schafteinsatz 146 eingesetzten
Pressstempelspitzen 188 durch eine höhere Lage geschützt. Besonders vorteilhaft ist,
dass die Pressstempel 138, 138' für die Reinigung nicht aus den Halteaufnahmen 128
entfernt werden müssen, sondern gemeinsam mit dem Werkzeugeinsatz 126 und dem Schafteinsatz
146 gereinigt werden können. Um das Reinigungsergebnis weiter zu verbessern, weist
der Stempelkorb 144 größtmögliche Maschen oder Öffnungen auf, ohne an Stabilität einzubüßen.
[0048] In Fig. 6 sind unterschiedliche Ausführungen von Pressstempeln 138 zu erkennen, welche
sich insbesondere in der Höhe ihrer Stempelköpfe 140 und der Ausführung ihrer Stempelschäfte
142 unterscheiden. Die vier unterschiedlichen dargestellten Ausführungen von Pressstempeln
138 sind in jeweils zwei unterschiedlichen Seiten zweier unterschiedlicher Werkzeugeinsätze
126, 126' gehalten. Deutlich zu erkennen ist, dass alle Pressstempel 138, insbesondere
die Stempelköpfe 140, um eine gleiche Höhe über die Werkzeugeinsätze 126, 126' hinausragen.
Die Spiegelflächen der Stempelköpfe liegen also in einer gemeinsamen Ebene. Dies ist
auch in Fig. 7 zu erkennen. Hierdurch wird ein besonders sicherer Halt der Pressstempel
in dem Werkzeugkoffer ermöglicht, da das Oberteil 14 der Werkzeugkofferschale die
Pressstempel 138 im Wesentlichen positionsfest hält.
1. Werkzeugkoffer zur Lagerung und zum Transport von Werkzeugen (38, 138) für eine Rundläufertablettenpresse,
gekennzeichnet durch
- eine tragbare Werkzeugkofferschale, in der mindestens ein Werkzeugeinsatz (26, 126)
angeordnet ist, wobei
- der mindestens eine Werkzeugeinsatz (26, 126) mehrere Halteaufnahmen (28, 128) zum
Halten von Werkzeugen (38, 138) aufweist, wobei
- die Halteaufnahmen (28, 128) so ausgebildet sind, dass in benachbarten Halteaufnahmen
(28, 128) gehaltene Werkzeuge (38, 138) derart voneinander beabstandet sind, dass
sie einander nicht berühren, und
- die Halteaufnahmen (28, 128) jeweils mindestens zwei für die Aufnahme unterschiedlich
bemaßter Werkzeuge (38, 138) ausgebildete Halteflächen aufweisen.
2. Werkzeugkoffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Werkzeugeinsatz (26, 126) lösbar in der Werkzeugkofferschale
gehalten ist, so dass in den Halteaufnahmen (28, 128) des mindestens einen Werkzeugeinsatzes
(26, 126) gehaltene Werkzeuge (38, 138) für eine Reinigung gemeinsam mit dem mindestens
einen Werkzeugeinsatz (26, 126) aus der Werkzeugkofferschale entnommen werden können.
3. Werkzeugkoffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteaufnahmen (28, 128) des mindestens einen Werkzeugeinsatzes (26, 126) derart
ausgebildet sind, dass in den Halteaufnahmen (28, 128) gehaltene Werkzeuge (38, 138)
um eine gleiche Höhe über eine Oberseite des mindestens einen Werkzeugeinsatzes (26,
126) hinausragen.
4. Werkzeugkoffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugkofferschale ein den mindestens einen Werkzeugeinsatz (26, 126) aufnehmendes
Unterteil (10) und ein gegenüber dem Unterteil (10) zwischen einer geöffneten Position
und einer geschlossenen Position verschwenkbares Oberteil (14) besitzt, wobei das
Oberteil (14) in der geschlossenen Position mit einer Innenseite auf von dem mindestens
einen Werkzeugeinsatz (26, 126) gehaltenen Werkzeugen (38, 138) aufliegt, so dass
die Werkzeuge (38, 138) zwischen dem mindestens einen Werkzeugeinsatz (26, 126) und
der Innenseite des Oberteils (14) fest gehalten sind.
5. Werkzeugkoffer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite des Oberteils (14) der Werkzeugkofferschale einen gegenüber dem Oberteil
(14) aus einem weicheren Material, vorzugsweise einem Kunststoff- oder Schaumstoffmaterial,
bestehenden Einsatz aufweist, der in der geschlossenen Position des Oberteils (14)
auf den von dem mindestens einen Werkzeugeinsatz (26, 126) gehaltenen Werkzeugen (38,
138) aufliegt.
6. Werkzeugkoffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Werkzeugeinsatz (26, 126) eine erste Seite und eine der ersten
Seite gegenüberliegende zweite Seite aufweist, wobei der Werkzeugeinsatz (26, 126)
wendbar ist, so dass die mindestens zwei unterschiedlich bemaßten Werkzeuge (38, 138)
von der ersten oder von der zweiten Seite in die Halteaufnahmen (28, 128) des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes (26, 126) eingesetzt werden können.
7. Werkzeugkoffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Halteflächen stufenartig versetzt zueinander ausgebildet sind.
8. Werkzeugkoffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Halteflächen durch mehrere Auflagestege (32, 132) gebildet sind,
die sich jeweils ausgehend von einer inneren Wandung der jeweiligen Halteaufnahme
(28, 128) in Richtung des Zentrums der jeweiligen Halteaufnahme (28, 128) erstrecken.
9. Werkzeugkoffer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Auflagestege (32, 132) nicht berühren.
10. Werkzeugkoffer nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagestege (32) auf einer ersten Seite mindestens zwei stufenartig versetzte
Tragebenen (34, 34') aufweisen und auf einer zweiten Seite mindestens eine Tragebene
(34") aufweisen, so dass auf die mindestens zwei stufenartig versetzten Tragebenen
(34, 34') auf der ersten Seite der Auflagestege (32) wahlweise mindestens zwei unterschiedlich
bemaßte Werkzeuge (38, 38') aufgenommen werden können und auf die mindestens eine
Tragebene (34") auf der zweiten Seite der Auflagestege (32) mindestens ein Werkzeug
(38") eines bestimmten Maßes aufgenommen werden kann.
11. Werkzeugkoffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Halteaufnahmen (28) des mindestens einen Werkzeugeinsatzes (26) gehaltenen
Werkzeuge Matrizen (38) für Rundläufertablettenpressen sind.
12. Werkzeugkoffer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Halteaufnahmen (128) des mindestens einen Werkzeugeinsatzes (126) gehaltenen
Werkzeuge Pressstempel (138) für Rundläufertablettenpressen sind, wobei die Pressstempel
(138) einen Stempelkopf (140) und einen Stempelschaft (142) aufweisen.
13. Werkzeugkoffer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Werkzeugeinsatz (126) an einem oberen Ende mindestens eines Stempelkorbs
(144) gehalten ist und mindestens ein Schafteinsatz (146) unterhalb des mindestens
einen Werkzeugeinsatzes (126) in dem mindestens einen Stempelkorb (144) gehalten ist,
wobei der mindestens eine Schafteinsatz (146) mehrere Schafthalteaufnahmen (128) zum
Halten der Stempelschäfte (142) der in dem mindestens einen Werkzeugeinsatz (126)
gehaltenen Pressstempel (138) aufweist, wobei die Schafthalteaufnahmen (128) für die
Aufnahme von Stempelschäften (142) bis zu einem definierten Durchmesser ausgebildet
sind.
14. Werkzeugkoffer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Werkzeugeinsatz (126) lösbar in dem mindestens einen Stempelkorb
(144) gehalten ist und/oder dass der mindestens eine Schafteinsatz (146) lösbar in
dem mindestens einen Stempelkorb (144) gehalten ist.
15. Werkzeugkoffer nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Stempelkorb (144) lösbar in der Werkzeugkofferschale gehalten
ist, so dass in den Halteaufnahmen (128) des mindestens einen Werkzeugeinsatzes (126)
gehaltene Presstempel (138) für eine Reinigung gemeinsam mit dem mindestens einen
Stempelkorb (144) und dem mindestens einen Werkzeugeinsatz (126) und dem mindestens
einen Schafteinsatz (146) aus der Werkzeugkofferschale entnommen werden können.