Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Turbinensystem, insbesondere ein Dampfturbinensystem,
und ein Verfahren zum Betreiben des Turbinensystems.
Hintergrund der Erfindung
[0002] In Dampfkraftwerken wird zum Betrieb von Dampfturbinen als Arbeitsmedium Dampf verwendet.
Der Wasserdampf wird in einem Dampfkessel erwärmt und strömt über Rohrleitungen in
die Dampfturbine. In der Dampfturbine wird die zuvor aufgenommene Energie des Arbeitsmediums
in Bewegungsenergie umgewandelt. Mittels der Bewegungsenergie wird ein Generator betrieben,
welcher die erzeugte mechanische Leistung in elektrische Leistung umwandelt. Danach
strömt der entspannte und abgekühlte Dampf in einen Kondensator, wo er durch Wärmeübertragung
in einem Wärmetauscher kondensiert und als flüssiges Wasser erneut dem Dampfkessel
zum Erhitzen zugeführt wird.
[0003] Um die Effizienz eines Dampfkraftwerks zu erhöhen, wird der Wasserdampf nach einer
ersten Turbinenstufe in einem Zwischenüberhitzer zwischenerhitzt, bevor der Wasserdampf
einer zweiten Turbinenstufe erneut zugeführt wird. In dem Überhitzer wird der Wasserdampf
über seine Verdampfungstemperatur hinaus weiter erhitzt und der folgenden zweiten
Turbinenstufe zugeführt. Bei mehrstufigen Dampfturbinen wird zwischen den einzelnen
Turbinenstufen eine solche Zwischenüberhitzung des Wasserdampfs durchgeführt. Dies
führt zu einer höheren Effizienz, da mittels des überhitzten Wasserdampfs effizienter
mechanische Energie in den Turbinenstufen erzeugbar ist.
[0004] Bei der Implementierung von Zwischenüberhitzungssystemen in Dampfturbinen wird das
Material der Außenwand insbesondere zwischen den einzelnen Turbinenstufen hoch beansprucht.
An der ersten Turbinenstufe wird der kältere Wasserdampf entnommen, dem Zwischenüberhitzer
zugeführt und der aufgeheizte Wasserdampf der zweiten Turbinenstufe zugeführt. Dabei
treten in der Außenwand im Übergang zwischen der ersten Turbinenstufe und der zweiten
Turbinenstufe hohe Temperaturdifferenzen auf. Da das Ende der ersten Turbinenstufe,
aus der der kältere Wasserdampf entnommen wird und der Beginn der zweiten Turbinenstufe,
in welchem der heiße Wasserdampf aus dem Zwischenüberhitzer zugeführt wird, eng beieinander
liegen, treten hohe thermische Spannungen in der Außenwand auf. Dies kann zu Undichtigkeiten
oder zu Rissen in der Außenwand führen. Ferner besteht die Gefahr, dass bei Entnahme
des kalten Wasserdampfes aus der ersten Turbinenstufe Nassdampfparameter herrschen
und dadurch an der Innenwand des Außengehäuses Kondensat beaufschlagt wird. Das Kondensat
kühlt die Innenseite der Außenwand zusätzlich ab. Somit wird die thermische Spannung
an der Außenwand erhöht. Die Temperaturen des überhitzten Wasserdampfes werden zur
Reduktion der thermischen Spannungen daher abgekühlt, damit der überhitzte Wasserdampf
keine schädlichen thermischen Spannungen verursacht. Dies wird üblicherweise in vorgeschalteten
Einströmgehäusen durchgeführt. Diese zusätzlichen Einströmgehäuse können allerdings
zu Energieverlusten führen.
[0005] Aus der
JP 06 185303 ist beispiesweise ein Turbinensystem bekannt, welches eine Reibung-verhindernde Vorrichtung
für ein Dampfturbinen-Dichtungsgehäuse (2) beinhaltet. Die Vorrichtung weist eine
Rotorwelle (1) auf, welche von Dichtungslamellen (3) umgeben ist, wobei diese auf
einen Dichtungsring (2a) angebracht sind. Der Dichtungsring (2a) ist dabei über Stützringe
(2b) an das Dichtungsgehäuse (2) radial innen verbunden. Der Dichtungsring (2a) ist
mit einer Heizvorrichtung (4) gekoppelt, mittels welcher der Dichtungsring erwärmt
werden kann. Sofern die Temperatur eines Hilfsdampfstroms welcher von einem Hilfsdampfkessel
bereitgestellt wird zu niedrig ist, wird über das Heizsystem (4) der Dichtungsring
(2a) erwärmt, um eine Kontraktion des Dichtungsrings zu vermeiden. Dabei erfolgt das
Erwärmen in dem Masse, dass gleichzeitig ein Reiben der Dichtungslamellen (5) mit
der Rotorwelle (1) vermieden wird. Zu diesem Zweck weist das Dichtungsgehäuse (2)
einen Temperatursensor (5) auf, um die Temperatur des Dichtungsrings konstant zu halten.
Darstellung der Erfindung
[0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, thermische Spannungen in einer Außenwand
einer Turbine zu reduzieren. Diese Aufgabe wird durch ein Turbinensystem, insbesondere
ein Dampfturbinensystem, und ein Verfahren zum Betreiben des Dampfturbinensystems
gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Turbinensystem, insbesondere
ein Dampfturbinensystem geschaffen. Das Turbinensystem weist eine Turbinenwelle, einen
ersten Turbinenbereich und einen zweiten Turbinenbereich auf. Der zweite Turbinenbereich
ist in Axialrichtung der Turbinenwelle nach dem ersten Turbinenbereich angeordnet.
Ferner weist das Turbinensystem ein Gehäuse mit einer Außenwand, einer ersten Trennwand
und einer zweiten Trennwand auf. Die Außenwand weist eine Ausdehnung entlang des ersten
Turbinenbereichs und des zweiten Turbinenbereichs in Axialrichtung auf. Die Außenwand
verläuft z.B. entlang des ersten Turbinenbereichs und des zweiten Turbinenbereichs
im Wesentlichen in Axialrichtung. Die erste Trennwand und die zweite Trennwand sind
jeweils mit der Außenwand gekoppelt und weisen jeweils eine radiale Ausdehnung hin
zu der Turbinenwelle auf, so dass die erste Trennwand die Ausdehnung des ersten Turbinenbereichs
in Axialrichtung eingrenzt und die zweite Turbinenwand die Ausdehnung des zweiten
Turbinenbereichs in Axialrichtung eingrenzt. Die erste Trennwand ist von der zweiten
Trennwand entlang der Axialrichtung derart beabstandet, dass ein Zwischenraum gebildet
ist, welcher zumindest von einem Teil der Außenwand, der ersten Trennwand und der
zweiten Trennwand eingegrenzt ist. Die erste Trennwand ist derart eingerichtet, dass
ein erstes Arbeitsmedium mit einem ersten Arbeitsdruck aus dem ersten Turbinenbereich
in den Zwischenraum einströmbar ist und wobei die zweite Trennwand derart eingerichtet
ist, dass ein zweites Arbeitsmedium mit einem zweiten Arbeitsdruck, welcher z.B. niedriger
als der erste Arbeitsdruck sein kann, aus dem zweiten Turbinenbereich in den Zwischenraum
einströmbar ist, so dass eine Fluidmischung des ersten Arbeitsmediums und des zweiten
Arbeitsmediums in dem Zwischenraum erzeugbar ist, wobei ein erster Massenstrom (m1)
des ersten Arbeitsmediums (A1) aufgrund der Ausbildung der ersten Trennwand (111)
und ein zweiter Massenstrom (m2) des zweiten Arbeitsmediums (A2) aufgrund der Ausbildung
der zweiten Trennwand (112) derart einstellbar sind, dass in dem Zwischenraum (104)
die Fluidmischung (Fm) einen mittleren Temperaturbereich bezüglich der ersten Temperatur
(T1) des ersten Arbeitsmediums (A1) im ersten Turbinenbereich (101) und der zweiten
Temperatur (T2) des zweiten Arbeitsmediums (A2) im zweiten Turbinenbereich (102) aufweist,
und wobei das erste Arbeitsmedium (A1) und das zweite Arbeitsmedium (A2) zu der Fluidmischung
(Fm) vermischt werden, so dass dadurch je nach anteiligem Volumen eine bestimmte Fluidtemperatur
entsteht, welche den Temperaturbereich zwischen der ersten Temperatur (T1) des ersten
Arbeitsmediums (A1) und der zweiten Temperatur (T2) des zweiten Arbeitsmediums (A2)
aufweist.
[0008] Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben
des oben beschriebenen Turbinensystems beschrieben. Gemäß dem Verfahren wird das erste
Arbeitsmedium mit dem ersten Arbeitsdruck aus dem ersten Turbinenbereich in den Zwischenraum
eingeströmt. Das zweite Arbeitsmedium wird mit dem zweiten Arbeitsdruck, welcher niedriger
als der erste Arbeitsdruck ist, aus dem zweiten Turbinenbereich in dem Zwischenraum
eingeströmt, so dass eine Fluidmischung des ersten Arbeitsmediums und des zweiten
Arbeitsmediums in dem Zwischenraum erzeugt wird, und Einstellen des ersten Massenstroms
(m1) des ersten Arbeitsmediums (A1) aufgrund der Ausbildung der ersten Trennwand (111)
und des zweiten Massenstroms (m2) des zweiten Arbeitsmediums (A2) aufgrund der Ausbildung
der zweiten Trennwand (112) derart, dass in dem Zwischenraum (104) die Fluidmischung
(Fm) einen mittleren Temperaturbereich bezüglich der ersten Temperatur (T1) des ersten
Arbeitsmediums (A1) im ersten Turbinenbereich (101) und der zweiten Temperatur (T2)
des zweiten Arbeitsmediums (A2) im zweiten Turbinenbereich (102) aufweist, wobei das
erste Arbeitsmedium (A1) und das zweite Arbeitsmedium (A2) zu der Fluidmischung (Fm)
vermischt werden, so dass dadurch je nach anteiligem Volumen eine bestimmte Fluidtemperatur
entsteht, welche den Temperaturbereich zwischen der ersten Temperatur (T1) des ersten
Arbeitsmediums (A1) und der zweiten Temperatur (T2) des zweiten Arbeitsmediums (A2)
aufweist.
[0009] In einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung weist der erste Arbeitsdruck
in dem ersten Turbinenbereich einen höheren Arbeitsdruck als ein zweiter Arbeitsdruck
des zweiten Arbeitsmediums auf. Der erste Turbinenbereich kann daher die Hochdruckturbine
und der zweite Turbinenbereich die Niederdruckturbine des Turbinensystems bilden.
[0010] Unter dem Begriff "Turbinenbereich" wird beispielsweise eine Turbinenstufe beschrieben.
Ein Turbinenbereich beinhaltet beispielsweise funktionale Elemente, wie beispielsweise
einen Stator oder einen Bewegungsraum und/oder eine Führung für einen Rotor bzw. einen
Turbinenläufer. In einem Turbinenbereich wird ein Energieanteil des Arbeitsmediums
in mechanische Energie umgewandelt. Ferner kann in einem Turbinenbereich eine Brennkammer
eingerichtet sein.
[0011] Als Arbeitsmedium können beispielsweise Wasserdampf oder auch andere Fluide im gasförmigen
Zustand eingesetzt werden. Ferner kann als Arbeitsmedium auch ein beliebiges Fluid
im Dampfstadium mit flüssigen und gasförmigen Bestandteilen verstanden werden. Das
erste Arbeitsmedium wird als das Arbeitsmedium verstanden, welches den ersten Turbinenbereich
durchströmt und in dem ersten Turbinenbereich einen ersten Arbeitsdruck und eine erste
Temperatur aufweist. Das zweite Arbeitsmedium wird als dasjenige Arbeitsmedium verstanden,
welches den zweiten Turbinenbereich durchströmt und einen zweiten Arbeitsdruck und
eine zweite Temperatur aufweist.
[0012] Die Außenwand des Gehäuses wird als diejenige Begrenzung des Gehäuses verstanden,
welche insbesondere den größten radialen Abstand zur Turbinenwelle aufweist. Ferner
erstreckt sich die Außenwand in Längsrichtung im Wesentlichen parallel zu der Turbinenwelle.
Dabei verläuft die Außenwand entlang des ersten Turbinenbereichs, des zweiten Turbinenbereichs
und des Zwischenraums und bildet einen Teil der Mantelfläche des Gehäuses.
[0013] Die Axialrichtung kann als diejenige Richtung verstanden werden, welche entlang der
Turbinenwelle von dem ersten Turbinenbereich zu dem zweiten Turbinenbereich verläuft.
Die Axialrichtung wird beispielsweise als die Richtung entlang der Turbinenwelle definiert,
entlang welcher das Arbeitsmedium von einem ersten Turbinenbereich mit einem hohen
Druck zu einem zweiten Turbinenbereich mit einem niedrigeren Druck als im ersten Turbinenbereich
strömt.
[0014] Unter dem Begriff "Trennwand" wird eine im Wesentlichen radial verlaufende bzw. eine
sich radial ausdehnende Wand verstanden, welche ausgehend von der Außenwand in Richtung
Turbinenwelle verläuft. Eine Trennwand grenzt insbesondere einen Turbinenbereich in
Axialrichtung ein. Mit anderen Worten wird ein Turbinenbereich in Axialrichtung durch
den Bereich definiert, welcher durch zwei Trennwände, welche im Wesentlichen radial
verlaufen, eingegrenzt ist. Die erste Trennwand ist insbesondere diejenige Trennwand,
welche den ersten Turbinenbereich in Richtung des angrenzenden zweiten Turbinenbereichs
begrenzt. Die zweite Trennwand ist diejenige Trennwand des zweiten Turbinenbereichs,
welche am nächsten zu der ersten Trennwand angeordnet ist.
[0015] Durch eine Beabstandung der ersten Trennwand in Axialrichtung zu der zweiten Trennwand
entsteht der Zwischenraum. Der Zwischenraum ist von der ersten Trennwand, der Außenwand
und der zweiten Trennwand eingegrenzt. In radialer Richtung wird der Zwischenraum
beispielsweise durch die Turbinenwelle oder durch andere radial angeordnete Elemente
begrenzt. Der Zwischenraum unterscheidet sich beispielsweise von den Turbinenbereichen
dadurch, dass ein Medium in dem Zwischenraum keine Arbeit verrichtet, so dass keine
Energie des Mediums im Zwischenraum in mechanische Energie umgesetzt wird. Der Zwischenraum
weist insbesondere keine funktionalen Einbauten, welche an der Energieumwandlung beteiligt
sind (z.B. Rotoren, Statoren), auf. Der Zwischenraum kann darüber hinaus auch funktionale
Einrichtungen aufweisen, welche nicht direkt an der Energieumwandlung beteiligt sind.
[0016] In den Zwischenraum können durch Vorrichtungen in der ersten Trennwand und der zweiten
Trennwand jeweils das erste Arbeitsmedium und das zweite Arbeitsmedium einströmen.
Dadurch entsteht im Zwischenraum die Fluidmischung. Je nach einströmender Masse pro
Zeiteinheit (Massenstrom) des ersten Arbeitsmediums und des zweiten Arbeitsmediums
in den Zwischenraum entstehen für die Fluidmischung jeweils Mischparameter, wie beispielsweise
eine bestimmte Fluidtemperatur und ein bestimmter Fluiddruck, welche das Ergebnis
der Mischung der jeweiligen ersten und zweiten Parameter des ersten und zweiten Arbeitsmediums
sind. Der Zwischenraum ist insbesondere dadurch gebildet, dass die Fluidmischung in
dem Zwischenraum in thermischem Kontakt mit der Außenwand steht, bzw. mit dem Bereich
der Außenwand, welcher den Zwischenraum bildet. Somit kann ein Erwärmen bzw. ein Abkühlen
der Außenwand durch die Fluidmischung erzeugt werden.
[0017] Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Zwischenraum zwischen dem ersten Turbinenbereich
und dem zweiten Turbinenbereich bereitgestellt. Dadurch grenzt der Bereich der Außenwand,
welcher entlang des ersten Turbinenbereichs verläuft, nicht länger direkt an dem Bereich
der Außenwand an, welcher entlang des zweiten Turbinenbereichs verläuft. Bei einem
solchen direkten Übergang des ersten Turbinenbereichs auf den zweiten Turbinenbereich
entstehen im Übergang an der Außenwand hohe Temperatursprünge. Aufgrund der unterschiedlichen
Temperaturen zwischen dem ersten Arbeitsmedium und dem zweiten Arbeitsmedium können
daher große Temperatursprünge in dem Übergangsbereich an der Außenwand entstehen,
welche zu hohen thermischen Spannungen im Material der Außenwand führen.
[0018] Mit dem erzeugten Zwischenraum gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun das erste
Arbeitsmedium und das zweite Arbeitsmedium zu einer Fluidmischung vermischt, so dass
dadurch je nach anteiligem Volumen eine bestimmte Fluidtemperatur entsteht, welche
insbesondere einen Temperaturbereich zwischen der ersten Temperatur des ersten Arbeitsmediums
und der zweiten Temperatur des zweiten Arbeitsmediums aufweist. Dadurch wird im Bereich
des Zwischenraums an der Außenwand eine mittlere Temperatur entsprechend der Fluidtemperatur
der Fluidmischung eingestellt. Dadurch reduzieren sich an der Außenwand die hohen
Temperaturunterschiede zwischen dem ersten Arbeitsmedium im ersten Turbinenbereich
und dem zweiten Arbeitsmedium im zweiten Temperaturbereich im Übergangsbereich zwischen
dem ersten Turbinenbereich und dem zweiten Turbinenbereich. Somit wird auch die Materialbeanspruchung
der Außenwand reduziert. Mit anderen Worten wird aufgrund des Zwischenraums der Temperaturübergang
entlang der Außenwand von dem ersten Turbinenbereich zu dem zweiten Turbinenbereich
gestreckt bzw. ein größerer Übergangsbereich bereitgestellt.
[0019] Durch die geringeren thermischen Spannungen an der Außenwand im Übergangsbereich
wird insbesondere die Materialbeanspruchung der Außenwand reduziert. Ferner werden
die thermischen Dehnungen der Außenwand beherrschbarer, so dass geringe Spaltenmaße
an der Außenwand eingeplant werden müssen. Dies führt insbesondere dazu, dass die
Dichtigkeit des Gehäuses erhöht wird.
[0020] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform ist die Außenwand einstückig
geformt. Gemäß der beispielhaften Ausführungsform ist die Außenwand insbesondere einstückig
entlang des ersten Turbinenbereichs, des Zwischenraums und des zweiten Turbinenbereichs
ausgebildet. Aufgrund der Verringerung der thermischen Spannungen durch Bilden eines
Zwischenraums zwischen dem ersten Turbinenbereich und dem zweiten Turbinenbereich
ist eine einstückig geformte Außenwand möglich. Das Material der Außenwand wird aufgrund
der reduzierten thermischen Spannungen entlang des ersten Turbinenbereichs und des
zweiten Turbinenbereichs durch den dazwischen liegenden Zwischenraum reduziert, so
dass beispielsweise keine Dehnungsspalten notwendig sind. Damit kann in ein und demselben
Fertigungsvorgang, z.B. in ein und demselben Gießvorgang, die Außenwand gegossen werden,
so dass ein kostengünstigeres und schnelleres Herstellverfahren der Außenwand und
somit des Gehäuses ermöglicht wird. Ferner fallen Montageschritte weg, welche notwendig
wären, um eine Vielzahl von verschiedenen Außenwandteilen zu montieren.
[0021] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform sind ein erster Massenstrom des
ersten Arbeitsmediums aufgrund der Ausbildung der ersten Trennwand und ein zweiter
Massenstrom des zweiten Arbeitsmediums aufgrund der Ausbildung der zweiten Trennwand
derart einstellbar, dass in dem Zwischenraum die Fluidmischung ein mittlerer Temperaturbereich
bezüglich der ersten Temperatur des ersten Arbeitsmediums im ersten Turbinenbereich
und der zweiten Temperatur des zweiten Arbeitsmediums im zweiten Temperaturbereich
erzeugbar ist. Der mittlere Temperaturbereich umfasst eine Temperatur der Fluidmischung,
welche zwischen der Temperatur des ersten Arbeitsmediums und der Temperatur des zweiten
Arbeitsmediums liegt. Mit dieser mittleren Fluidtemperatur im Zwischenraum wird entsprechend
der Bereich der Außenwand im Zwischenraum temperiert. Somit wird ein schonenderer
Temperaturübergang von der ersten Temperatur zu der zweiten Temperatur geschaffen,
so dass thermische Spannungen der Außenwand reduziert werden.
[0022] Die Trennwände können aufgrund ihrer Ausbildung die Massenströme dadurch steuern,
indem die Trennwände beispielsweise eine Öffnung mit einem vorbestimmten Öffnungsdurchmesser
aufweisen. Darüber hinaus können in diese Öffnungen jeweils Steuerventile eingebaut
sein, um variabel den ersten Massenstrom bzw. den zweiten Massenstrom zu steuern.
[0023] Ferner kann der erste Massenstrom bzw. der zweite Massenstrom durch die Ausbildung
der jeweiligen Trennwand dadurch gesteuert werden, dass eine radiale Ausdehnung der
jeweiligen Trennwand von der Außenwand in Richtung Turbinenwelle vorbestimmt ist,
so dass sich ein vordefinierter Öffnungsspalt zwischen der Turbinenwelle und der jeweiligen
Trennwand bildet. Dementsprechend ist in einer weiteren beispielhaften Ausführungsform
der Erfindung die erste Trennwand derart ausgebildet, dass ein erster Spalt zwischen
der ersten Trennwand und der Turbinenwelle gebildet ist, so dass das erste Arbeitsmedium
von dem ersten Turbinenbereich in den Zwischenraum, insbesondere mit einem vorbestimmten
ersten Massenstrom, einströmbar ist. Entsprechend kann in einer weiteren beispielhaften
Ausführungsform die zweite Trennwand derart ausgebildet sein, dass ein zweiter Spalt
zwischen der zweiten Trennwand und der Turbinenwelle gebildet ist, so dass das zweite
Arbeitsmedium mit einem vorbestimmten zweiten Massenstrom von dem zweiten Turbinenbereich
in den Zwischenraum, einströmbar ist.
[0024] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das Turbinensystem ein
Dichtelement auf, welches zwischen der ersten Trennwand und/oder der zweiten Trennwand
und der Turbinenwelle angeordnet ist, um das Einströmen des ersten Massenstroms oder
des zweiten Massenstroms in dem Zwischenraum zu steuern. Das Dichtelement kann insbesondere
in dem ersten Spalt und/oder dem zweiten Spalt angeordnet sein, damit ein vorbestimmter
erster Massenstrom bzw. ein vorbestimmter zweiter Massenstrom einstellbar ist. Das
Dichtelement kann beispielsweise an der Turbinenwelle oder an der jeweiligen Trennwand
drehfest angeordnet sein. Das Dichtelement kann einen Dichtungsring oder eine Labyrinthdichtung
aufweisen.
[0025] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist die Außenwand in dem ersten
Turbinenbereich eine erste Öffnung zum Ausströmen des ersten Arbeitsmediums aus dem
Gehäuse auf. Durch das Ausströmen des ersten Arbeitsmediums aus der ersten Öffnung
kann ein bestimmter erster Arbeitsdruck im ersten Turbinenbereich eingestellt werden.
Darüber hinaus ist das ausströmende Arbeitsmedium einem Zwischenüberhitzer zuführbar.
In dem Zwischenüberhitzer wird beispielsweise bei im Wesentlichen gleichbleibendem
erstem Arbeitsdruck die erste Temperatur des ersten Arbeitsmediums erhöht, bis die
erste Temperatur dem Wert der zweiten Temperatur entspricht. Mittels einer Zwischenüberhitzung
des Arbeitsmediums wird die Effizienz des Turbinensystems erhöht.
[0026] In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist die Außenwand in dem zweiten
Turbinenbereich eine zweite Öffnung zum Einströmen des zweiten Arbeitsmediums in das
Gehäuse auf. Durch die zweite Öffnung kann beispielsweise das überhitzte zweite Arbeitsmedium
einströmen, damit die Effektivität des Turbinensystems erhöht wird. Die zweite Öffnung
ist insbesondere derart eingerichtet, dass das zweite Arbeitsmedium von dem Zwischenüberhitzer
zuführbar ist. In dem Zwischenüberhitzer wird beispielsweise das erste Arbeitsmedium
zugeführt, anschließend überhitzt und als zweites Arbeitsmedium mit der zweiten Temperatur
und dem zweiten Arbeitsdruck abgeführt. Das zweite Arbeitsmedium weist im Wesentlichen
den gleichen Druck wie der ersten Arbeitsdruck auf, wobei das zweite Arbeitsmedium
durch die Zwischenüberhitzung eine deutlich höhere zweite Temperatur im Vergleich
zu der ersten Temperatur des ersten Arbeitsmediums aufweist.
[0027] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist die Außenwand im Bereich
des Zwischenraums eine dritte Öffnung auf, aus welcher die Fluidmischung aus dem Gehäuse
ausströmbar ist. Durch ein gesteuertes Ausströmen der Fluidmischung aus dem Zwischenraum
kann beispielsweise der Fluiddruck in dem Zwischenraum eingestellt werden.
[0028] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform ist das Ausströmen der Fluidmischung
mittels der dritten Öffnung derart steuerbar, dass ein Fluiddruck der Fluidmischung
im Zwischenraum kleiner als der erste Arbeitsdruck des ersten Arbeitsmediums in dem
ersten Turbinenbereich und kleiner als der zweite Arbeitsdruck des zweiten Arbeitsmediums
in dem zweiten Turbinenbereich ist. Durch die Einstellung des Fluiddrucks der Fluidmischung
im Zwischenraum kann darüber hinaus der erste Massenstrom des ersten Arbeitsmediums
und der zweite Massenstrom des zweiten Arbeitsmediums eingestellt werden. Je höher
das Druckgefälle zwischen dem Fluiddruck und dem ersten Arbeitsdruck bzw. dem zweiten
Arbeitsdruck, desto höher ist der erste Massenstrom bzw. der zweite Massenstrom.
[0029] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das Turbinensystem ein
Steuerventil auf, welches zur Steuerung des Ausströmens der Fluidmischung an die dritte
Öffnung gekoppelt ist. Mittels des Steuerventils ist der Fluiddruck einstellbar.
[0030] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das Turbinensystem ferner
eine Druckkammer auf, welche zur Steuerung des Ausströmens der Fluidmischung an die
dritte Öffnung gekoppelt ist. In die Druckkammer ist die Fluidmischung aus dem Zwischenraum
einströmbar. Die Druckkammer ist eingerichtet, den Fluiddruck der Fluidmischung in
der Druckkammer einzustellen. Abhängig von dem Fluiddruck der Fluidmischung in der
Druckkammer kann ebenfalls ein Massenstrom der ausströmenden Fluidmischung eingestellt
werden. Somit kann beispielsweise die Druckdifferenz des Fluiddrucks in dem Zwischenraum
einerseits und dem ersten Arbeitsdruck bzw. dem zweiten Arbeitsdruck andererseits
erhöht oder reduziert werden, womit wiederum den erste Massenstrom und der zweite
Massenstrom einstellbar ist.
[0031] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform verläuft die Außenwand in Axialrichtung
entlang eines dritten Turbinenbereichs, wobei der dritte Turbinenbereich in Axialrichtung
nach dem zweiten Turbinenbereich angeordnet ist. Die Außenwand in dem dritten Turbinenbereich
weist eine vierte Öffnung auf, welche mit der dritten Öffnung derart gekoppelt ist,
dass die Fluidmischung von außerhalb des Gehäuses in den dritten Turbinenbereich durch
die vierte Öffnung einströmbar ist. Mit der beispielhaften Ausführungsform kann insbesondere
die Fluidmischung zur weiteren Energieabgabe in den dritten Turbinenbereich eingeströmt
werden. Die Fluidmischung, welche zum thermischen Ausgleich der Außenwand zwischen
dem ersten und zweiten Turbinenbereich dient, kann somit effizient weiterverarbeitet
werden. Damit wird im gesamten Dampfkreislauf des Turbinensystems eine hohe Effizienz
erzeugt.
[0032] Der dritte Turbinenbereich kann ferner im Bereich der Einströmung der Fluidmischung
durch die vierte Öffnung einen weiteren Zwischenraum aufweisen, so dass die einströmende
Fluidmischung den Bereich entlang des weiteren Zwischenraums der Außenwand temperiert.
Somit kann dieselbe Fluidmischung thermische Spannungen auch in einem Übergangsbereich
der Außenwand zwischen dem zweiten Turbinenbereich und dem dritten Turbinenbereich
reduzieren.
[0033] Mit der vorliegenden Erfindung wird an der Außenwand entlang des Zwischenraums eine
Trennung des meist kälteren ersten Arbeitsmediums und des zwischenüberhitzten heißeren
zweiten Arbeitsmediums geschaffen. Aus dem Zwischenraum wird die im Zwischenraum erzeugte
Fluidmischung abgeführt, beispielsweise durch Ankopplung einer Druckkammer an den
Zwischenraum, wobei die Fluidmischung in der Druckkammer einen niedrigeren Druck als
der Fluiddruck im Zwischenraum aufweist. In dem Zwischenraum stellt sich durch das
Einströmen des ersten Arbeitsmediums und des zweiten Arbeitsmediums eine Mischtemperatur
ein, womit das Temperaturgefälle zwischen dem meist kälteren ersten Arbeitsmedium
und dem meist heißeren zweiten Arbeitsmedium auf eine größere axiale Erstreckung verteilt
wird. Somit können z.B. Dichtigkeiten von Trennfugen in den Grenzbereichen der Turbinenbereiche
besser eingestellt werden. Darüber hinaus kann ein einstückig geformtes Außengehäuse
geschaffen werden, so dass Trennfugen gar unnötig werden können. Ferner kann auf ein
zusätzliches Einströmgehäuse zum Reduzieren der Temperatur des überhitzten Wasserdampfes
verzichtet werden. Damit sind größere Volumen bzw. Massenströme des Arbeitsmediums
beherrschbar, insbesondere, da die Dampfanschlüsse direkt an dem Außengehäuse ohne
ein Durchlaufen des zusätzlichen Einströmgehäuses angeschlossen werden können.
[0034] Es wird darauf hingewiesen, dass die hier beschriebenen Ausführungsformen lediglich
eine beschränkte Auswahl an möglichen Ausführungsvarianten der Erfindung darstellen.
So ist es möglich, die Merkmale einzelner Ausführungsformen in geeigneter Weise miteinander
zu kombinieren, so dass für den Fachmann mit den hier expliziten Ausführungsvarianten
eine Vielzahl von verschiedenen Ausführungsformen als offensichtlich offenbart anzusehen
sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0035] Im Folgenden werden zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der vorliegenden
Erfindung Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügte Figur näher beschrieben.
[0036] Die Figur zeigt eine beispielhafte Ausführungsform des Turbinensystems gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Detaillierte Beschreibung von exemplarischen Ausführungsformen
[0037] Gleiche oder ähnliche Komponenten sind in der Figur mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Die Darstellung in der Figur ist schematisch und nicht maßstäblich.
[0038] Die Figur zeigt ein Turbinensystem 100, insbesondere ein Dampfturbinensystem, gemäß
einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Das Turbinensystem
100 weist eine Turbinenwelle 105, einen ersten Turbinenbereich 101 und einen zweiten
Turbinenbereich 102 auf. Der zweite Turbinenbereich 101 ist in Axialrichtung 106 der
Turbinenwelle 105 nach dem ersten Turbinenbereich 101 angeordnet.
[0039] Ferner weist das Turbinensystem 100 ein Gehäuse 110 mit einer Außenwand 113, einer
ersten Trennwand 111 und einer zweiten Trennwand 112 auf. Die Außenwand 113 weist
eine Ausdehnung entlang der Turbinenwelle 105 auf. Insbesondere verläuft die Außenwand
113 entlang des ersten Turbinenbereichs 101 und des zweiten Turbinenbereichs 102 in
Axialrichtung 106. Die erste Trennwand 111 und die zweite Trennwand 112 sind jeweils
mit der Außenwand 113 gekoppelt und weisen jeweils eine radiale Ausdehnung hin zu
der Turbinenwelle 105 auf, so dass die erste Trennwand 111 die Ausdehnung des ersten
Turbinenbereichs 101 in Axialrichtung 106 eingrenzt und die zweite Trennwand 112 die
Ausdehnung des zweiten Turbinenbereichs in Axialrichtung eingrenzt.
[0040] Die erste Trennwand 111 ist von der zweiten Trennwand 112 entlang der Axialrichtung
106 derart beabstandet, dass ein Zwischenraum 104 gebildet ist, welcher zumindest
von einem Teil der Außenwand 113 der ersten Trennwand 111 und der zweiten Trennwand
112 eingegrenzt ist. Die erste Trennwand 111 ist derart eingerichtet, dass ein erstes
Arbeitsmedium A1 mit einem ersten Arbeitsdruck P1 aus dem ersten Turbinenbereich 101
in den Zwischenraum 104 einströmbar ist. Ferner ist die zweite Trennwand 112 derart
eingerichtet, dass ein zweites Arbeitsmedium A2 mit einem zweiten Arbeitsdruck P2,
welcher beispielsweise niedriger als der erste Arbeitsdruck P1 ist, aus dem zweiten
Turbinenbereich 102 in den Zwischenraum 104 einströmbar ist, so dass eine Fluidmischung
Fm des ersten Arbeitsmediums A1 und des zweiten Arbeitsmediums A2 in dem Zwischenraum
104 erzeugbar ist.
[0041] Die erste Trennwand 111 und/oder die zweite Trennwand 112 kann beispielsweise einstückig
zusammen mit der Außenwand 113 hergestellt werden, insbesondere mittels eines Gießverfahrens.
Darüber hinaus kann die erste Trennwand 111 und/oder die zweite Trennwand 112 separat
bzw. unabhängig von der Außenwand 113 gefertigt werden und nachträglich, beispielsweise
mittels einer Schraubverbindung oder mittels Elektronenstrahlschweißens, mit der Außenwand
113 verbunden werden.
[0042] In dem ersten Turbinenbereich 101 befindet sich beispielsweise eine Turbineneinrichtung
130, wie beispielsweise ein Rotor oder ein Stator, über welche das erste Arbeitsmedium
A1 Energie abgibt und diese in mechanische Energie umwandelt. Das erste Arbeitsmedium
A1 kann durch die erste Trennwand 111 durchströmen. Beispielsweise weist die erste
Trennwand 111 eine Durchströmöffnung auf, oder, wie in der Figur dargestellt, einen
ersten Spalt 114. Der erste Spalt 114 wird beispielsweise durch den Abstand des radialen
Endes der ersten Turbinenwand 111 zur Turbinenwelle 105 definiert. In diesem ersten
Spalt 114 kann ein Dichtelement 116, wie beispielsweise eine Labyrinthdichtung, angeordnet
sein. Durch die Dimensionierung des Spalts 114 und/oder die Dimensionierung des Dichtelements
116 kann ein erster Massenstrom m1 des ersten Arbeitsmediums A1 in dem Zwischenraum
104 gesteuert werden.
[0043] Entsprechend befindet sich in dem zweiten Turbinenbereich 102 das zweite Arbeitsmedium
A2. Zwischen der zweiten Trennwand 112 und der Turbinenwelle 105 ist ein zweiter Spalt
115 bereitgestellt, durch welchen das zweite Arbeitsmedium A2 in den Zwischenraum
104 einströmt. Der zweite Massenstrom M2 des zweiten Arbeitsmediums A2 kann über die
Dimensionierung des zweiten Spalts 115 und/oder über ein im zweiten Spalt 115 angeordnetes
Dichtelement 116 eingestellt werden.
[0044] In dem Zwischenraum 104 vermischt sich das erste Arbeitsmedium A1 und das zweite
Arbeitsmedium A2 zu einer Fluidmischung Fm. Der Fluiddruck Pm der Fluidmischung Fm
hängt einerseits von der Größe des ersten Massenstroms m1 und des zweiten Massenstroms
m2 ab. Der erste Massenstrom m1 und der zweite Massenstroms m2 hängen wiederum von
der Größe des Durchgangs in der ersten Trennwand 111 bzw. der zweiten Trennwand 112
ab und zusätzlich von dem ersten Arbeitsdruck P1 und dem zweiten Arbeitsdruck P2.
Zusätzlich hängt der Druck Pm der Fluidmischung Fm davon ab, wie viel Fluidmischung
Fm beispielsweise über eine dritte Öffnung 119 aus dem Zwischenraum 104 abströmt.
[0045] Aufgrund der zugeführten ersten und zweiten Massenströme m1, m2 und aufgrund der
ersten Temperatur T1 des ersten Arbeitsmediums A1 und der zweiten Temperatur T2 des
zweiten Arbeitsmediums A2 wird eine vorbestimmte Fluidtemperatur Tm in dem Zwischenraum
104 eingestellt. Die Fluidmischung Fm überträgt thermische Energie an den Bereich
der Außenwand 113, welcher sich in longitudinaler Richtung (Axialrichtung 106) entlang
des Zwischenraums 104 erstreckt.
[0046] Beispielsweise herrscht in dem ersten Turbinenbereich 101 ein erster Arbeitsdruck
von ungefähr 40-50 bar und eine erste Temperatur von ungefähr 300-400°C. In dem zweiten
Turbinenbereich 102 kann über eine zweite Öffnung 118 das überhitzte zweite Arbeitsmedium
A2 einströmen. In dem zweiten Turbinenbereich 102 herrscht aufgrund der Parameter
des zweiten Arbeitsmediums A2 beispielsweise ein Arbeitsdruck P2 von ca. 35-45 bar
und eine zweite Temperatur T2 von ungefähr 500-600°C. Entsprechend wird die Außenwand
113 in dem Bereich des ersten Turbinenbereichs 101 mit der ersten Temperatur T1 und
die Außenwand 113 entlang des zweiten Turbinenbereichs 102 mit der zweiten Temperatur
T2 aufgeheizt. Durch das Einströmen des ersten Arbeitsmediums A1 und das Einströmen
des zweiten Arbeitsmediums A2 in den Zwischenraum 104 stellt sich durch Regelung des
ersten Massenstroms m1 und des zweiten Massenstroms m2 eine Fluidtemperatur Tm von
ca. 400-500°C ein. Die Fluidtemperatur Tm wird insbesondere so gewählt, dass ungefähr
die mittlere Temperatur zwischen der ersten Temperatur T1 und der zweiten Temperatur
T2 im Zwischenraum 104 eingestellt wird. Ferner stellt sich ein Fluiddruck Pm der
Fluidmischung Fm in dem Zwischenraum 104 ein, welcher kleiner ist als der erste Arbeitsdruck
P1 und der zweite Arbeitsdruck P2, d.h. ungefähr 30 bis 40 bar. Die Außenwand 113
im Bereich des Zwischenraums 104 wird mit der Fluidtemperatur Tm der Fluidmischung
Fm erwärmt. Damit weist die Außenwand 113 entlang des Zwischenraums 104 die entsprechende
mittlere Temperatur auf, da die Außenwand 113 entlang des Zwischenraums 104 durch
die Fluidmischung temperiert wird. Durch das Einbringen des Zwischenraums 104 ist
somit die thermische Spannung in der Außenwand 113 in Axialrichtung 106 reduziert,
da kleinere Temperatursprünge entstehen.
[0047] Die Figur zeigt, dass im ersten Turbinenbereich 101 die erste Öffnung 117 angeordnet
ist, durch welche das erste Arbeitsmedium A1 ausströmen kann und beispielsweise einer
Heizvorrichtung 109 (z.B. Zwischenüberhitzer) zuführbar ist.
[0048] In der Heizvorrichtung 109 wird der erste Arbeitsdruck P1 weitestgehend konstant
gehalten, während das erste Arbeitsmedium A1 auf die zweite Temperatur T2 erhitzt
wird. Aus der Heizvorrichtung 109 strömt das zweite Arbeitsmedium A2 aus, welches
nunmehr die zweite Temperatur T2 aufweist, welche im Allgemeinen höher als die erste
Temperatur T1 ist.
[0049] Anschließend wird das zweite Arbeitsmedium A2 durch die zweite Öffnung 118 dem zweiten
Turbinenbereich 102 zugeführt. Der zweite Arbeitsdruck P2 des zweiten Arbeitsmediums
A2 ist aufgrund von Leitungsverlusten in der Regel etwas geringer als der erste Arbeitsdruck
P1 des ersten Arbeitsmediums A1.
[0050] In dem zweiten Turbinenbereich 102 wird Energie des zweiten Arbeitsmediums A2, beispielsweise
über die Turbineneinrichtung 130, in mechanische Energie umgesetzt.
[0051] Über die dritte Öffnung 119 strömt die Fluidmischung Fm aus. Zur Steuerung des Ausströmens
der Fluidmischung Fm kann ein Steuerventil 107 an die dritte Öffnung 119 gekoppelt
sein. Über das Steuerventil 107 wird das Ausströmen gezielt gesteuert, so dass ein
vorbestimmter Fluiddruck Pm in dem Zwischenraum 104 herrscht. Dies erfolgt insbesondere
dadurch, dass durch ein gezieltes Ausströmen der Fluidmischung Fm aus dem Zwischenraum
104 ein Zuströmen des ersten Arbeitsmediums A1 mit dem ersten Massenstrom M1 und ein
Zuströmen des zweiten Arbeitsmediums A2 mit dem zweiten Massenstrom M2 steuerbar ist.
Je mehr Fluidmischung Fm durch die dritte Öffnung 119 ausströmt, desto geringer ist
der Fluiddruck Pm, wodurch umso mehr von dem ersten Arbeitsmedium A1 und dem zweiten
Arbeitsmedium A2 in den Zwischenraum 104 einströmt.
[0052] Alternativ oder zusätzlich zum Steuerventil 107 kann eine Druckkammer 108 an die
dritten Öffnung 119 gekoppelt sein. In der Druckkammer 108 wird die Fluidmischung
Fm zwischengespeichert und weiterverarbeitet. Ferner kann ebenfalls mittels der Druckkammer
108 ein gezieltes Ausströmen der Fluidmischung Fm durch die dritte Öffnung 119 eingestellt
werden.
[0053] Die Fluidmischung Fm kann entweder der Umgebung zugeführt werden oder über eine Leitung
durch eine vierte Öffnung 120 in einen dritten Turbinenbereich 103 eingeströmt werden.
In diesem dritten Turbinenbereich 103 dient die Fluidmischung Fm als drittes Arbeitsmedium
A3, welches einen dritten Arbeitsdruck P3 und eine dritte Temperatur T3 aufweist.
In dem dritten Turbinenbereich 103 kann über Turbineneinrichtung 130 dem dritten Arbeitsmedium
A3 Energie entzogen werden und in mechanische Energie umgewandelt werden.
[0054] Anstatt direkt in einem dritten Turbinenbereich 103 einzuströmen, kann die Fluidmischung
Fm auch einem weiteren Zwischenraum zugeführt werden, welcher beispielsweise zwischen
dem zweiten Turbinenbereich 102 und dem dritten Turbinenbereich 103 gebildet wird.
Somit kann auch mittels des weiteren Zwischenraums thermische Spannungen an der Außenwand
113 reduziert werden.
[0055] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden ist, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer
oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in
den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Turbinensystem (100) aufweisend
eine Turbinenwelle (105),
einen ersten Turbinenbereich (101),
einen zweiten Turbinenbereich (102), welcher in Axialrichtung (106) der Turbinenwelle
(105) nach dem ersten Turbinenbereich (101) angeordnet ist, und
ein Gehäuse (110) mit einer Außenwand (113), einer ersten Trennwand (111) und einer
zweiten Trennwand (112),
wobei die Außenwand (113) eine Ausdehnung entlang des ersten Turbinenbereichs (101)
und des zweiten Turbinenbereichs (102) aufweist,
wobei die erste Trennwand (111) und die zweite Trennwand (112) jeweils mit der Außenwand
(113) gekoppelt sind und jeweils eine radiale Ausdehnung hin zu der Turbinenwelle
(105) aufweisen, so dass die erste Trennwand (111) die Ausdehnung des erster Turbinenbereich
(101) in Axialrichtung (106) eingrenzt und die zweite Trennwand (112) die Ausdehnung
des zweiten Turbinenbereichs (102) in Axialrichtung (106) eingrenzt,
wobei die erste Trennwand (111) von der zweiten Trennwand (112) entlang der Axialrichtung
(106) derart beabstandet ist, dass ein Zwischenraum (104) gebildet ist, welcher zumindest
von einem Teil der Außenwand (113), der ersten Trennwand (111) der zweiten Trennwand
(112) eingegrenzt ist,
wobei die erste Trennwand (111) derart eingerichtet ist, dass ein erstes Arbeitsmedium
(A1) mit einem ersten Arbeitsdruck (P1) aus dem ersten Turbinenbereich (101) in den
Zwischenraum (104) einströmbar ist und wobei die zweite Trennwand (112) derart eingerichtet
ist, dass ein zweites Arbeitsmedium (A2) mit einem zweiten Arbeitsdruck (P2) aus dem
zweiten Turbinenbereich (102) in den Zwischenraum (104) einströmbar ist, sodass eine
Fluidmischung (Fm) des ersten Arbeitsmediums (A1) und des zweiten Arbeitsmediums (A2)
in dem Zwischenraum (104) erzeugbar ist,
wobei ein erster Massenstrom (m1) des ersten Arbeitsmediums (A1) aufgrund der Ausbildung
der ersten Trennwand (111) und ein zweiter Massenstrom (m2) des zweiten Arbeitsmediums
(A2) aufgrund der Ausbildung der zweiten Trennwand (112) derart einstellbar sind,
dass in dem Zwischenraum (104) die Fluidmischung (Fm) einen mittleren Temperaturbereich
bezüglich der ersten Temperatur (T1) des ersten Arbeitsmediums (A1) im ersten Turbinenbereich
(101) und der zweiten Temperatur (T2) des zweiten Arbeitsmediums (A2) im zweiten Turbinenbereich
(102) aufweist, und
wobei das erste Arbeitsmedium (A1) und das zweite Arbeitsmedium (A2) zu der Fluidmischung
(Fm) vermischt werden, so dass dadurch je nach anteiligem Volumen eine bestimmte Fluidtemperatur
entsteht, welche den Temperaturbereich zwischen der ersten Temperatur (T1) des ersten
Arbeitsmediums (A1) und der zweiten Temperatur (T2) des zweiten Arbeitsmediums (A2)
aufweist.
2. Turbinensystem (100) nach Anspruch 1,
wobei die Außenwand (113) einstückig geformt ist.
3. Turbinensystem (100) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die erste Trennwand (111) derart ausgebildet ist, dass ein erster Spalt (114)
zwischen der ersten Trennwand (111) und der Turbinenwelle (105) gebildet ist, so dass
das erste Arbeitsmedium (A1) von dem ersten Turbinenbereich (101) in den Zwischenraum
(104) einströmbar ist.
4. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die zweite Trennwand (112) derart ausgebildet ist, dass ein zweiter Spalt (115)
zwischen der zweiten Trennwand (112) und der Turbinenwelle (105) gebildet ist, so
dass das zweite Arbeitsmedium (A2) von dem zweiten Turbinenbereich (102) in den Zwischenraum
(104) einströmbar ist.
5. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner aufweisend
ein Dichtelement (116), welches zwischen der ersten Trennwand (111) oder der zweiten
Trennwand (112) und der Turbinenwelle (105) angeordnet ist, um das Einströmen des
ersten Massenstroms (m1) oder des zweiten Massenstroms (m2) in den Zwischenraum (104)
zu steuern.
6. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei die Außenwand (113) in dem ersten Turbinenbereich (101) eine erste Öffnung (117)
zum Ausströmen des ersten Arbeitsmediums (A1) aus dem Gehäuse (110) aufweist.
7. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die Außenwand (113) in dem zweiten Turbinenbereich (102) eine zweite Öffnung
(118) zum Einströmen des zweiten Arbeitsmediums (A2) in das Gehäuse (110) aufweist.
8. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei die Außenwand (113) im Bereich des Zwischenraums (104) eine dritte Öffnung (119)
aufweist, aus welcher die Fluidmischung (Fm) aus dem Gehäuse (110) ausströmbar ist.
9. Turbinensystem (100) nach Anspruch 8,
wobei mittels der dritten Öffnung (119) das Ausströmen der Fluidmischung (Fm) derart
steuerbar ist, dass ein Fluiddruck (Pm) der Fluidmischung (Fm) im Zwischenraum (104)
kleiner als der erste Arbeitsdruck des ersten Arbeitsmediums (A1) in dem ersten Turbinenbereich
(101) und kleiner als der zweite Arbeitsdruck (P2) des zweiten Arbeitsmediums (A2)
in dem zweiten Turbinenbereich (102) ist.
10. Turbinensystem (100) nach Anspruch 8 oder 9, ferner aufweisend
ein Steuerventil (107), welches zur Steuerung des Ausströmens der Fluidmischung (Fm)
an die dritte Öffnung (119) gekoppelt ist.
11. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, ferner aufweisend
eine Druckkammer (108), welche zur Steuerung des Ausströmens der Fluidmischung (Fm)
an die dritte Öffnung (119) gekoppelt ist,
wobei in die Druckkammer (108) die Fluidmischung (Fm) aus dem Zwischenraum (104) einströmbar
ist, und
wobei die Druckkammer (108) eingerichtet ist, den Fluiddruck (Pm) der Fluidmischung
(Fm) in der Druckkammer (108) einzustellen.
12. Turbinensystem (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
wobei die Außenwand (113) in Axialrichtung (106) entlang eines dritten Turbinenbereichs
(103) verläuft, wobei der dritte Turbinenbereich in Axialrichtung (106) nach dem zweiten
Turbinenbereich (102) angeordnet ist, und
wobei die Außenwand (113) in dem dritten Turbinenbereich (103) eine vierte Öffnung
(120) aufweist, welche mit der dritten Öffnung (119) derart gekoppelt ist, dass die
Fluidmischung (Fm) von außerhalb des Gehäuses (110) in den dritten Turbinenbereich
(103) durch die vierte Öffnung (120) einströmbar ist.
13. Verfahren zum Betreiben eines Turbinensystems (100) nach einem der Ansprüche 1 bis
12, das Verfahren aufweisend
Einströmen des ersten Arbeitsmediums (A1) mit dem ersten Arbeitsdruck (P1) aus einem
ersten Turbinenbereich (101) in den Zwischenraum (104),
Einströmen des zweiten Arbeitsmediums (A2) mit dem zweiten Arbeitsdruck (P2) aus dem
zweiten Turbinenbereich (102) in den Zwischenraum (104), sodass eine Fluidmischung
(Fm) des ersten Arbeitsmediums (A1) und des zweiten Arbeitsmediums (A2) in dem Zwischenraum
(104) erzeugt wird, und
Einstellen des ersten Massenstroms (m1) des ersten Arbeitsmediums (A1) aufgrund der
Ausbildung der ersten Trennwand (111) und des zweiten Massenstroms (m2) des zweiten
Arbeitsmediums (A2) aufgrund der Ausbildung der zweiten Trennwand (112) derart, dass
in dem Zwischenraum (104) die Fluidmischung (Fm) einen mittleren Temperaturbereich
bezüglich der ersten Temperatur (T1) des ersten Arbeitsmediums (A1) im ersten Turbinenbereich
(101) und der zweiten Temperatur (T2) des zweiten Arbeitsmediums (A2) im zweiten Turbinenbereich
(102) aufweist, wobei das erste Arbeitsmedium (A1) und das zweite Arbeitsmedium (A2)
zu der Fluidmischung (Fm) vermischt werden, so dass dadurch je nach anteiligem Volumen
eine bestimmte Fluidtemperatur entsteht, welche den Temperaturbereich zwischen der
ersten Temperatur (T1) des ersten Arbeitsmediums (A1) und der zweiten Temperatur (T2)
des zweiten Arbeitsmediums (A2) aufweist.
1. Turbine system (100) having
a turbine shaft (105),
a first turbine region (101),
a second turbine region (102), which is arranged after the first turbine region (101)
in the axial direction (106) of the turbine shaft (105), and
a casing (110) with an outer wall (113), a first partition (111) and a second partition
(112),
wherein the outer wall (113) extends along the first turbine region (101) and the
second turbine region (102),
wherein the first partition (111) and the second partition (112) are each coupled
to the outer wall (113) and each extend radially towards the turbine shaft (105) such
that the first partition (111) bounds the extent of the first turbine region (101)
in the axial direction (106) and the second partition (112) bounds the extent of the
second turbine region (102) in the axial direction (106),
wherein the first partition (111) is spaced apart from the second partition (112)
in the axial direction (106) so as to form an interspace (104) which is bounded at
least by part of the outer wall (113), the first partition (111) and the second partition
(112),
wherein the first partition (111) is set up such that a first working medium (A1)
at a first working pressure (P1) can be made to flow from the first turbine region
(101) into the interspace (104) and wherein the second partition (112) is set up such
that a second working medium (A2) at a second working pressure (P2) can be made to
flow from the second turbine region (102) into the interspace (104) so as to be able
to generate a fluid mixture (Fm) of the first working medium (A1) and the second working
medium (A2) in the interspace (104),
wherein a first mass flow (m1) of the first working medium (A1) can be set on the
basis of the design of the first partition (111) and a second mass flow (m2) of the
second working medium (A2) can be set on the basis of the design of the second partition
(112) such that, in the interspace (104), the fluid mixture (Fm) has an average temperature
range with respect to the first temperature (T1) of the first working medium (A1)
in the first turbine region (101) and the second temperature (T2) of the second working
medium (A2) in the second turbine region (102), and
wherein the first working medium (A1) and the second working medium (A2) are mixed
to give the fluid mixture (Fm) such that, thereby, depending on the volume fraction,
there results a certain fluid temperature in the temperature range between the first
temperature (T1) of the first working medium (A1) and the second temperature (T2)
of the second working medium (A2).
2. Turbine system (100) according to Claim 1,
wherein the outer wall (113) is formed in one piece.
3. Turbine system (100) according to Claim 1 or 2,
wherein the first partition (111) is designed such that a first gap (114) is formed
between the first partition (111) and the turbine shaft (105), such that the first
working medium (A1) can be made to flow from the first turbine region (101) into the
interspace (104).
4. Turbine system (100) according to one of Claims 1 to 3,
wherein the second partition (112) is designed such that a second gap (115) is formed
between the second partition (112) and the turbine shaft (105), such that the second
working medium (A2) can be made to flow from the second turbine region (102) into
the interspace (104).
5. Turbine system (100) according to one of Claims 1 to 4, further having,
a sealing element (116) which is arranged between the first partition (111) - or the
second partition (112) - and the turbine shaft (105) in order to control the inflow
of the first mass flow (m1) or of the second mass flow (m2) into the interspace (104).
6. Turbine system (100) according to one of Claims 1 to 5,
wherein the outer wall (113) in the first turbine region (101) has a first opening
(117) for the first working medium (A1) to flow out of the casing (110).
7. Turbine system (100) according to one of Claims 1 to 6,
wherein the outer wall (113) in the second turbine region (102) has a second opening
(118) for the second working medium (A2) to flow into the casing (110).
8. Turbine system (100) according to one of Claims 1 to 7,
wherein the outer wall (113) in the region of the interspace (104) has a third opening
(119) out of which the fluid mixture (Fm) can be made to flow out of the casing (110).
9. Turbine system (100) according to Claim 8,
wherein the outflow of the fluid mixture (Fm) can be controlled by means of the third
opening (119) such that a fluid pressure (Pm) of the fluid mixture (Fm) in the interspace
(104) is smaller than the first working pressure of the first working medium (A1)
in the first turbine region (101) and smaller than the second working pressure (P2)
of the second working medium (A2) in the second turbine region (102).
10. Turbine system (100) according to Claim 8 or 9, further having
a control valve (107) which is coupled to the third opening (119) for the purpose
of controlling the outflow of the fluid mixture (Fm).
11. Turbine system (100) according to one of Claims 8 to 10, further having
a pressure chamber (108) which is coupled to the third opening (119) for the purpose
of controlling the outflow of the fluid mixture (Fm),
wherein the fluid mixture (Fm) can be made to flow from the interspace (104) into
the pressure chamber (108), and
wherein the pressure chamber (108) is set up to set the fluid pressure (Pm) of the
fluid mixture (Fm) in the pressure chamber (108).
12. Turbine system (100) according to one of Claims 8 to 11,
wherein the outer wall (113) runs in the axial direction (106) along a third turbine
region (103), wherein the third turbine region is arranged after the second turbine
region (102) in the axial direction (106), and
wherein the outer wall (113) in the third turbine region (103) has a fourth opening
(120) which is coupled to the third opening (119) such that the fluid mixture (Fm)
can be made to flow from outside the casing (110) into the third turbine region (103)
via the fourth opening (120).
13. Method for operating a turbine system (100) according to one of Claims 1 to 12, the
method comprising
making the first working medium (A1) at the first working pressure (P1) flow from
the first turbine region (101) into the interspace (104),
making the second working medium (A2) at the second working pressure (P2) flow from
the second turbine region (102) into the interspace (104) so as to generate a fluid
mixture (Fm) of the first working medium (A1) and the second working medium (A2) in
the interspace (104), and
setting the first mass flow (m1) of the first working medium (A1) on the basis of
the design of the first partition (111) and setting the second mass flow (m2) of the
second working medium (A2) on the basis of the design of the second partition (112)
such that, in the interspace (104), the fluid mixture (Fm) has an average temperature
range with respect to the first temperature (T1) of the first working medium (A1)
in the first turbine region (101) and the second temperature (T2) of the second working
medium (A2) in the second turbine region (102), wherein the first working medium (A1)
and the second working medium (A2) are mixed to give the fluid mixture (Fm) such that,
thereby, depending on the volume fraction, there results a certain fluid temperature
in the temperature range between the first temperature (T1) of the first working medium
(A1) and the second temperature (T2) of the second working medium (A2).
1. Système de turbine (100) présentant
un arbre de turbine (105),
un premier secteur de turbine (101),
un deuxième secteur de turbine (102), qui est agencé après le premier secteur de turbine
(101) dans la direction axiale (106) de l'arbre de turbine (105), et
un carter (110) avec une paroi extérieure (113), une première cloison (111) et une
deuxième cloison (112),
dans lequel la paroi extérieure (113) présente une extension le long du premier secteur
de turbine (101) et du deuxième secteur de turbine (102),
dans lequel la première cloison (111) et la deuxième cloison (112) sont couplées avec
respectivement la paroi extérieure (113) et présentent respectivement une extension
radiale dirigée vers l'arbre de turbine (105), de sorte que la première cloison (111)
limite l'extension du premier secteur de turbine (101) en direction axiale (106) et
la deuxième cloison (112) limite l'extension du deuxième secteur de turbine (102)
en direction axiale (106),
dans lequel la première cloison (111) est à une distance de la deuxième cloison (112)
le long de la direction axiale (106) de telle manière qu'un espace intermédiaire (104)
est formé, qui est limité au moins par une partie de la paroi extérieure (113), de
la première cloison (111), ou de la deuxième cloison (112),
dans lequel la première cloison (111) est conçue de telle manière qu'un premier milieu
de travail (A1) peut être admis dans l'espace intermédiaire (104) avec une première
pression de travail (P1) à partir du premier secteur de turbine (101) et dans lequel
la deuxième cloison (112) est conçue de telle manière qu'un deuxième milieu de travail
(A2) peut être admis dans l'espace intermédiaire (104) avec une deuxième pression
de travail (P2) à partir du deuxième secteur de turbine (102), de sorte qu'un mélange
de fluide (Fm) du premier milieu de travail (A1) et du deuxième milieu de travail
(A2) peut être produit dans l'espace intermédiaire (104),
dans lequel un premier débit massique (m1) du premier milieu de travail (A1) peut
être ajusté grâce à la configuration de la première cloison (111) et un deuxième débit
massique (m2) du deuxième milieu de travail (A2) peut être ajusté grâce à la configuration
de la deuxième cloison (112) de telle manière que, dans l'espace intermédiaire (104),
le mélange de fluide (Fm) présente une plage moyenne de température en ce qui concerne
la première température (T1) du premier milieu de travail (A1) dans le premier secteur
de turbine (101) et la deuxième température (T2) du deuxième milieu de travail (A2)
dans le deuxième secteur de turbine (102), et
dans lequel le premier milieu de travail (A1) et le deuxième milieu de travail (A2)
sont mélangés pour donner le mélange de fluide (Fm), de telle manière qu'une température
de fluide définie est de ce fait créée en fonction du volume en part, ladite température
présentant la plage de température comprise entre la première température (T1) du
premier milieu de travail (A1) et la deuxième température (T2) du deuxième milieu
de travail (A2).
2. Système de turbine (100) selon la revendication 1,
dans lequel la paroi extérieure (113) est formée d'un seul tenant.
3. Système de turbine (100) selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel la première cloison (111) est configurée de telle manière qu'un premier
écart (114) est formé entre la première cloison (111) et l'arbre de turbine (105),
de sorte que le premier milieu de travail (A1) peut être admis dans l'espace intermédiaire
(104) à partir du premier secteur de turbine (101).
4. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
dans lequel la deuxième cloison (112) est configurée de telle manière qu'un deuxième
écart (115) est formé entre la deuxième cloison (112) et l'arbre de turbine (105),
de sorte que le deuxième milieu de travail (A2) peut être admis dans l'espace intermédiaire
(104) à partir du deuxième secteur de turbine (102).
5. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
présentant en outre
un élément d'étanchéité (116), qui est agencé entre la première cloison (111) ou la
deuxième cloison (112) et l'arbre de turbine (105), afin de réguler l'admission du
premier débit massique (m1) ou du deuxième débit massique (m2) dans l'espace intermédiaire
(104).
6. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
dans lequel la paroi extérieure (113) présente dans le premier secteur de turbine
(101) une première ouverture (117) destinée à un écoulement du premier milieu de travail
(A1) hors du carter (110).
7. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
dans lequel la paroi extérieure (113) présente dans le deuxième secteur de turbine
(102) une deuxième ouverture (118) destinée à une admission du deuxième milieu de
travail (A2) dans le carter (110).
8. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
dans lequel la paroi extérieure (113) présente une troisième ouverture (119) dans
le secteur de l'espace intermédiaire (104), à partir de laquelle le mélange de fluide
(Fm) peut s'écouler hors du carter (110).
9. Système de turbine (100) selon la revendication 8,
dans lequel l'écoulement du mélange de fluide (Fm) peut être régulé au moyen de la
troisième ouverture (119) de telle manière qu'une pression de fluide (Pm) du mélange
de fluide (Fm) dans l'espace intermédiaire (104) est inférieure à la première pression
de travail du premier milieu de travail (A1) dans le premier secteur de turbine (101)
et est inférieure à la deuxième pression de travail (P2) du deuxième milieu de travail
(A2) dans le deuxième secteur de turbine (102).
10. Système de turbine (100) selon la revendication 8 ou 9, présentant en outre
une soupape de régulation (107), qui est couplée à la troisième ouverture (119) en
vue d'une régulation de l'écoulement du mélange de fluide (Fm).
11. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, présentant
en outre
une chambre de pression (108), qui est couplée à la troisième ouverture (119) en vue
d'une régulation de l'écoulement du mélange de fluide (Fm),
dans lequel le mélange de fluide (Fm) en provenance de l'espace intermédiaire (104)
peut être admis dans la chambre de pression (108), et
dans lequel la chambre de pression (108) est conçue pour ajuster la pression de fluide
(Pm) du mélange de fluide (Fm) dans la chambre de pression (108).
12. Système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications 8 à 11,
dans lequel la paroi extérieure (113) passe le long d'un troisième secteur de turbine
(103) en direction axiale (106), dans lequel le troisième secteur de turbine est agencé
après le deuxième secteur de turbine (102) dans la direction axiale (106), et
dans lequel la paroi extérieure (113) présente dans le troisième secteur de turbine
(103) une quatrième ouverture (120) qui est couplée avec la troisième ouverture (119)
de telle manière que le mélange de fluide (Fm) en provenance de l'extérieur du carter
(110) peut être admis dans le troisième secteur de turbine (103) à travers la quatrième
ouverture (120).
13. Procédé d'exploitation d'un système de turbine (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, ledit procédé présentant les étapes consistant à
admettre le premier milieu de travail (A1) dans l'espace intermédiaire (104) avec
la première pression de travail (P1) à partir d'un premier secteur de turbine (101),
admettre le deuxième milieu de travail (A2) dans l'espace intermédiaire (104) avec
la deuxième pression de travail (P2) à partir du deuxième secteur de turbine (102),
de telle manière qu'un mélange de fluide (Fm) du premier milieu de travail (A1) et
du deuxième milieu de travail (A2) est produit dans l'espace intermédiaire (104),
et
ajuster le premier débit massique (m1) du premier milieu de travail (A1) grâce à la
configuration de la première cloison (111) et ajuster le deuxième débit massique (m2)
du deuxième milieu de travail (A2) grâce à la configuration de la deuxième cloison
(112) de telle manière que, dans l'espace intermédiaire (104), le mélange de fluide
(Fm) présente une plage moyenne de température en ce qui concerne la première température
(T1) du premier milieu de travail (A1) dans le premier secteur de turbine (101) et
la deuxième température (T2) du deuxième milieu de travail (A2) dans le deuxième secteur
de turbine (102), dans lequel le premier milieu de travail (A1) et le deuxième milieu
de travail (A2) sont mélangés pour donner le mélange de fluide (Fm) de telle manière
qu'une température de fluide définie est de ce fait créée en fonction du volume en
part, ladite température présentant la plage de température comprise entre la première
température (T1) du premier milieu de travail (A1) et la deuxième température (T2)
du deuxième milieu de travail (A2).