[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen plattenförmigen Wärmedämmverbund. Ferner
betrifft die Erfindung ein Wärmedämmverbundareal, insbesondere Wärmedämmplattenareal,
umfassend Wärmedämmverbünde bzw. Wärmedämmplatten, sowie Verfahren zur Herstellung
von Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmplatten. Außerdem betrifft die Erfindung
die Verwendung von Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmplatten, für die Wärmedämmung
von Gebäuden.
[0002] In verstärktem Umfang werden Gebäude nachträglich mit einer Wärmedämmung ausgestattet.
Auch bei Neubauten wird der Wärmedämmung zwecks Energieeinsparung besonderes Augenmerk
geschenkt. Die Fassadendämmung, d.h. die an der Außenseite der Gebäudeaußenwand angebrachte
Wärmeisolierung ist bereits seit Jahrzehnten etabliert. Vorgaben des Denkmal- und
Ensembleschutzes sowie anderweitige Verordnungen oder Wünsche des Bauherrn lassen
jedoch eine Fassadendämmung häufig nicht zu. In diesen Fällen gibt es zum Beispiel
die Möglichkeit, auf die Innendämmung von Gebäuden, d.h. auf die Anbringung der Wärmedämmung
an der Innenseite der Gebäudeaußenwand zu wechseln.
[0003] Bei der Ausführung der Innendämmung ist aus unterschiedlichsten Gründen wichtig,
auf eine fachgerechte Ausführung zu achten. Grundsätzlich stehen für die Innendämmung
verschiedene Systeme zur Verfügung, beispielsweise solche mit und ohne Dampfbremsen
bzw. -sperren, kapillarleitende Dämmstoffe sowie Verbundplatten mit integriertem Dämmstoff.
Dampfdichte Innendämmungen haben den Nachteil, dass sie schon bei kleinen Reparaturen
oder Installationen leicht beschädigt werden können und ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.
Des Weiteren ist zu beachten, dass der Feuchtehaushalt einer Gebäudeaußenwand, insbesondere
Schlagregenwand durch eine Innendämmung merklich zum Nachteil beeinflusst werden kann.
Denn eine Gebäudefassade nimmt im Laufe eines Jahres Wasser auf, was solange keine
Schäden verursacht, wie das feuchte Mauerwerk im Sommer nach innen abtrocknen kann.
Nach Anbringen einer dampfdichten Innendämmung ist dies nicht mehr möglich. Es kommt
zur Ansammlung von Feuchtigkeit hinter dem Dämmmaterial, und das Mauerwerk wird kontinuierlich
nasser. Hiermit steigen die Gefahr der Schimmelbildung und auch das Frostschadenrisiko.
Bauschäden sind dann nicht mehr auszuschließen.
[0004] Kapillaraktive bzw. -leitfähige Innendämmungen verwenden keine Dampfsperre. Die vorangehend
geschilderten Nachteile treten bei einer solchen Innendämmung regelmäßig nicht oder
nur abgeschwächt auf, je nach Güte der Innendämmung.
[0005] Zur kapillaraktiven Innendämmung werden z.B. homogene offenporige mineralische Platten
eingesetzt. Hierzu gehören Calciumsilikatplatten wie das kommerziell erhältliche Produkt
Calsitherm, mineralische Dämmstoffe, die als Füllstoff Perlite enthalten, z.B. das
Produkt Tectem, und der Porenbeton Multipor. In diesem Zusammenhang sei auch auf die
DE 197 23 426 C1 und die
DE 10 2010 005 361 A1 verwiesen. Die wesentliche Gemeinsamkeit dieser Dämmplatten ist, dass das homogene
Material gleichzeitig die beiden Funktionen Wärmedämmung und kapillare Leitfähigkeit
erfüllen muss, es stellt somit zwangsläufig nur einen Kompromiss dar. Diese Platten
haben im Allgemeinen eine Rohdichte von ca. 120 bis 300 kg/m
3 bei einer Wärmeleitfähigkeit (trocken) von ca. 0,045 bis 0,065 W/mK.
[0006] Des Weiteren werden zur kapillaraktiven Innendämmung Platten aus geblähtem Kork,
wie in der
DE 10 2007 025303 A1 beschrieben, eingesetzt, deren durch die ganze Platte hindurchgehende Hohlräume unter
Vakuum mit modifiziertem Lehm verfüllt worden sind. Während das erste Material für
die Wärmedämmung verantwortlich ist (Kork), dient das weitere Material (Lehm) für
die Kapillarleitfähigkeit. Die Rohdichte der gefüllten Korkplatte beträgt 120 bis
150 kg/m
3 bei einer Wärmeleitfähigkeit (trocken) zwischen 0,04 bis 0,06 W/mK.
[0007] In der
EP 2 447 431 A2 dient eine Platte aus expandiertem Polystyrol, deren einzelne vorgeschäumte Kugeln
noch weitgehend rund sind und nur wenig von der sonst üblichen Polyederform in Polystyrolplatten
angenommen haben, als für die Wärmedämmung zuständige Komponente. Diese Platte ist
mit durchgehenden und teilweise verbundenen Hohlräumen durchzogen, die, ähnlich wie
in
DE 10 2007 025 303 A1, unter Vakuum mit einer Zusammensetzung auf Kalk/Zementbasis als kapillarleitfähigem
Material verfüllt worden sind. Wesentliches Merkmal der vorangehend beschriebenen
Ausgestaltung von Dämmplatten ist, dass im Grunde genommen zwei einzelne anisotrope
Gerüste, eines zuständig für die Wärmedämmung und eines für die kapillare Leitfähigkeit,
ineinandergestellt sind. Demzufolge gibt es weder für die Wärme- noch für die Kapillarleitung
eine Vorzugsrichtung.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung können Dämmplatten, wie der
EP 86 681 B1 zu entnehmen ist, auch über schachbrettartig angeordnete Dämmplattenabschnitte verfügen,
die über kapillaraktive quaderförmige Stege verbunden sind. Dämmplatten mit quaderförmigen
kapillarleitfähigen Stegen finden sich auch in der
DE 10 2010 044 791 A1 und
DE 10 2010 044 789 A1 offenbart. Die Stege sind aus Calciumsilikat hergestellt, bei den Dämmplatten handelt
es sich um Vakuumisolationspaneele und alukaschierten Polyurethanhartschaum.
[0009] In der
WO 92/10624 wird eine Dämmplatte mit durchgehenden Bohrungen versehen, die nach dem Anbringen
an die Wand mit kapillarleitfähigem Material zu befüllen sind. Dämmplatten mit mit
kapillaraktivem Material gefüllten durchgehenden Bohrungen werden auch in der
DE 10 2007 040 938 A1 und
DE 10 2011 050 830 A1 beschrieben.
[0010] Viele Dämmmaterialien, die aus Fasern hergestellt sind, sind häufig nicht oder nicht
ausreichend kapillarleitfähig, obwohl sie eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aufweisen.
Auch sie bedürfen der zusätzlichen Ausrüstung mit einem kapillarleitfähigen Material,
was ebenfalls durch entsprechend gefüllte Löcher sichergestellt werden kann.
[0011] Die bislang verfügbaren kapillaraktiven Dämmplatten weisen unterschiedlichste Mängel
auf.
[0012] Dämmstoffe, wie in der
DE 197 23 426 C1 und
DE 10 2010 005 361 A1 offenbart, sind verhältnismäßig schwer und haben im trockenen Zustand deutlich schlechtere
Dämmeigenschaften als die für die Außendämmung üblichen Dämmstoffe (wie EPS, PU oder
PF). Aufgrund ihrer hohen Rohdichte und der wegen der nur mäßigen Wärmedämmung benötigten
höheren Plattendicke für eine vergleichbare Energieeinsparung ist auch der Ressourcenverbrauch
bei den vorangehend genannten Dämmstoffen hoch. Diese Dämmstoffe sind zudem in der
Regel mechanisch kaum belastbar, was sich an den häufig kleinen Plattenmaßen zeigt,
die in der Praxis angewendet werden müssen. Es kommt nicht selten bei der Erstellung
einer gedämmten Innenwand zu Aus- und Abbrüchen, besonders an Plattenecken, die dann
häufig mit Mörtel verfüllt werden, der jedoch keine wärmedämmenden Eigenschaften hat,
mithin eine Wärmebrücke darstellt. Herstellungsbedingt können außerdem großflächig
Risse und Blasen nicht ausgeschlossen werden. In diesen Bereichen ist die Kapillarleitung
unterbrochen.
[0013] Dämmstoffe, wie in der
WO 92/10624 beschrieben, setzen im Allgemeinen nicht geringe Mengen an kapillarleitendem Material
ein. Damit wird wertvoller Platz für die wärmedämmende Komponente verschenkt. Auch
ist die Herstellung dieser Dämmstoffe häufig nicht trivial. Zudem ist der maschinelle
Aufwand hoch. Aufgrund des erforderlichen Vakuums können die Anlagen nur kleindimensionierte
Blöcke mit dem kapillaraktiven Material befüllen.
[0014] Bei den Dämmplatten gemäß
DE 10 2007 040 938 A1 und
DE 10 2011 050 830 A1 hat man festgestellt, dass sich kühlere Stellen, d.h. die Bereiche der Durchbrüche
enthaltend kapillaraktives Material, erfahrungsgemäß mit der Zeit dunkel abzeichnen.
Auf der Innenseite der Wand entsteht dann ein unerwünschtes Muster. Zur Vermeidung
dieses Effekts ist es deshalb regelmäßig erforderlich, eine mindestens 5 bis 10 mm
dicke Endbeschichtung eines gut wärmeleitenden Materials vorzusehen. Gemäß der
DE 10 2010 44 791 A1 und
DE 10 2010 044 789 A1 wird hierfür auf ca. 10 mm dicke Deckplatten zurückgegriffen.
[0015] Die
DE 102 46 587 A1 betrifft eine versteifte Platte aus Mineralwolle mit Abmessungen: Höhe ab 10mm bis
200mm (z-Richtung), Breite ab 625mm bis 2000mm (x-Richtung) und Länge ab 1000mm bis
unendlich lang (y-Richtung). Die versteifte Platte wird in Streifen (y/z- oder x/z-Ebene)
zugeschnitten. In die dabei entstehenden Schlitze wird Klebstoff (Gips, Zementmörtel,
Kunststoff-, Harz- oder Bitumenkleber) hineingespritzt. Auf diese Weise wird eine
Querversteifung von Mineralwollplatten erzielt.
[0016] Es wäre wünschenswert, auf Dämmstoffe bzw. Dämmplatten zurückgreifen zu können, welche
nicht mehr mit den Nachteilen des Stands der Technik behaftet sind und die insbesondere
eine durchgehend gute Wärmedämmung sicherstellen. Der vorliegenden Erfindung lag daher
die Aufgabe zu Grunde, Dämmstoffe zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des
Stands der Technik überwinden und die insbesondere eine Gebäudeinnendämmung ermöglichen,
die konstruktiv leicht umzusetzen ist und die gleichzeitig die Gefahr von Wärmebrücken
minimiert bzw. vollständig ausschließt, und zwar ohne auf eine Dampfsperre angewiesen
zu sein. Der vorliegenden Erfindung lag ferner die Aufgabe zu Grunde, eine Innendämmung
verfügbar zu machen, die preiswert ist und die das Problem der Tauwasserbildung und/oder
das Problem der Schimmelbildung minimiert bzw. eliminiert. Ferner lag der Erfindung
die Aufgabe zu Grunde, Dämmmaterialien bzw. Dämmstoffe zur Verfügung zu stellen, die
sich durch eine gute Biegefestigkeit auszeichnen. Schließlich lag der Erfindung die
Aufgabe zu Grunde, Dämmstoffe bzw. -platten verfügbar zu machen, die keine Abzeichnungen
bilden. Aufgabe der Erfindung war weiterhin, baustellengerechte, schnell zu verlegende
große Plattenmaße zu ermöglichen und eine baustellengerechte Stabilität zur Verfügung
zu stellen. Aufgabe der Erfindung war auch, eine leicht schleifbare Oberfläche zur
Verfügung zu stellen, um die Entfernung von Unebenheiten nach Aufkleben der Dämmplatten
auf die Innenseite der Außenwand bequem zu ermöglichen.
[0017] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird demgemäß gelöst durch einen plattenförmigen
Wärmedämmverbund gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0018] Der Wärmedämmverbund weist eine erste Seite und eine gegenüberliegende zweite Seite
auf und umfasst mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten mit jeweils einer Längen-, Höhen-
und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf bzw. -fläche zumindest abschnittsweise
entlang der Längen- und Breitenausdehnung, wobei diese benachbarten Dämmmaterialeinheiten
entlang aneinander anliegender Kantenverläufe mit mindestens einer bindemittelhaltigen
Kleberzusammensetzung verklebt sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete
Klebeschicht im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise
von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckt.
[0019] In einer beispielhaften Ausgestaltung ist die Aushärtung nach einer Zeit von, vorzugsweise
maximal, drei Tagen bei 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 %, oder vorzugsweise
auch darüber, regelmäßig so weit fortgeschritten, dass sich die kapillarleitenden
Eigenschaften bereits eingestellt haben und dass vorzugsweise die mechanische Festigkeit
für die weitere Bearbeitung ausreichend ist. In der Regel ist eine solche Aushärtung
bereits häufig nach 24 Stunden eingetreten.
[0020] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird, bei dem erfindungsgemäßen Wärmedämmverbund
für die Innendämmung (d.h. an der Innenseite der Gebäudeaußenwand) bei der ersten
Seite auch von der Feucht- bzw. Tauwasserseite und bei der zweiten Seite von der Trockenseite
bzw. der dem Innenraum zugewandten Seite gesprochen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
werden die Begriffe kapillarlleitend und kapillaraktiv hier stets synonym verwandt.
Die kapillaraktiven Klebeschichten können bevorzugt über eine Dicke von z.B. 0,2 mm
bis 3 mm und besonders bevorzugt von 0,3 mm bis 1,2 mm verfügen. Auf der ersten und/oder
der zweiten Seite der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten,
nehmen die Klebeschichten dabei in der Summe in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
nur etwa 0,1 bis 5 %, bevorzugt 0,5 bis 3 % und besonders bevorzugt 1,0 bis 1,5 %,
der Gesamtfläche der jeweiligen Seitenfläche ein. Auf diese Weise kann sichergestellt
werden, dass der ursprüngliche Dämmstoff, d.h. das Schaumstoffprodukt, nur wenige
Milliwatt pro Meter und Kelvin an Dämmleistung verliert. In weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Wärmedämmverbünde ist auch darin zu sehen, dass es in einer Ausgestaltung möglich
ist, dass das Volumen an kapillarleitfähiger Klebeschicht, bezogen auf das Gesamtvolumen
des Wärmedämmverbunds, nicht mehr als 1 Vol.-% beträgt. Selbst bei diesen geringen
Volumenanteilen und auch noch bei Volumenanteilen unterhalb 1 % stellt sich der erfindungsgemäße
Effekt ein. Die Wärmeleitfähigkeit des eigentlichen Materials wird durch die Klebeschicht
nicht bzw. kaum merklich beeinträchtigt. Es ist von Vorteil, dass die schmalen kapillaraktiven
Klebeschichten nicht als Wärmebrücke dienen und dass sich überdies in der Nutzungsphase
diese Klebeschichten nicht auf der Oberfläche, z.B. in Form einer Verdunkelung, abzeichnen,
und auch dann nicht, wenn nur ein sehr dünner Putz verwendet wird.
[0021] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mindestens zwei benachbarte, insbesondere sämtliche,
Dämmmaterialeinheiten aus Schaumstoffprodukten gebildet sind oder diese umfassen.
[0022] Die Verwendung von Schaumstoffprodukten ist dabei bevorzugt. Geeignete Schaumstoffprodukte
können ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Schaumglas, expandierten Styrolpolymeren,
insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen, Elastomerschaum,
Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum,
Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele,
extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem
Kork oder deren beliebigen Mischungen.
[0023] Besonders bevorzugt greift man für die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde auf solche
Ausführungsvarianten zurück, bei denen mindestens zwei, insbesondere benachbarte,
Dämmmaterialeinheiten, insbesondere sämtliche Dämmmaterialeinheiten, expandierte Styrolpolymere,
insbesondere expandiertes Polystyrol, Polyurethanhartschaum und/oder Phenolharzschaum
umfassen oder hieraus bestehen.
[0024] Beispielsweise kommen natürliche, d.h. weiße expandierte Styrolpolymerisate, z.B.
Polystyrol, ebenso in Frage wie schwarz eingefärbte Styrolpolymerisate (beispielsweise
das Produkt Neopor), wie aus der
EP 981 574 bekannt. Darüber hinaus kann selbstverständlich auch auf solche expandierten Styrolpolymerisatprodukte
zurückgegriffen werden, die aus einer Mischung aus weißen, d.h. unpigmentierten, Styrolpolymerisatpartikeln
und Pigment enthaltenden, beispielsweise Graphit enthaltenden Styrolpolymerisatpartikeln
gebildet sind. Derartige Dämmplatten mit einem gesprenkelten Erscheinungsbild finden
sich zum Beispiel in der
EP 1 731 552 offenbart.
[0025] Die den Wärmedämmverbund bildenden bzw. hierin enthaltenen Dämmmaterialeinheiten
haben vorzugsweise eine quaderförmige, z.B. plattenförmige, oder eine würfelförmige
Grundform.
[0026] Besonders geeignete Wärmedämmverbünde sind plattenförmig und stellen demgemäß eine
Wärmedämmplatte dar, insbesondere umfassend eine erste und eine gegenüberliegende
zweite Seite.
[0027] Es hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen, solche bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzungen
zu verwenden, die als Bindemittel, insbesondere ausschließlich, mineralische Bindemittel
enthalten. Besonders gute Resultate stellen sich auch dann ein, wenn die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung keine Füllstoffe enthält. In einer solchen Ausführungsform ist
die kapillarleitende Wirkung, die die aus der Kleberzusammensetzung gebildete Klebeschicht
im ausgehärteten Zustand aufweist, besonders ausgeprägt.
[0028] Geeignete mineralische Bindemittel umfassen oder bestehen insbesondere aus hydratischen
und/oder hydraulischen Bindemitteln und sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Zement, Kalk, Gips, Tonerdeschmelzzement, Wasserglas oder beliebigen
Mischungen hiervon.
[0029] Die erfindungsgemäßen Klebeschichten zeichnen sich im ausgehärteten Zustand dadurch
aus, dass sie mit Wasser benetzbar sind, insbesondere eine im Wesentlichen vollständige
Benetzbarkeit mit Wasser vorliegt. Besonders geeignete ausgehärtete kapillaraktive
Klebeschichten und/oder die hierfür verwendeten mineralischen Bindemittel weisen dabei
vorzugsweise einen Kontaktwinkel (auch Randwinkel oder Benetzungswinkel genannt) mit
Wasser im Bereich von 0° bis weniger als 90° auf, besonders bevorzugt von 0° oder
nahezu 0°. Diese Materialien verfügen demgemäß in einer Ausgestaltung über eine Kapillaraktivität,
wie sie zum Beispiel von den aus dem Stand der Technik bekannten Calciumsilicatplatten
bekannt ist. Geeignete Materialien, die der Kleberzusammensetzung ebenfalls zugegeben
werden können, umfassen zum Beispiel auch aktivierte Tonerde, Tonmineralien wie Bentonite
und Atapulgite, Zeolithe, Superabsorber, Rheologiehilfsmittel oder beliebige Mischungen
dieser Komponenten. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, der bindemittelhaltigen
Kleberzusammensetzung hygroskopische Salze zwecks Erhöhung der kapillarleitenden Wirkung
zugegeben werden.
[0030] Eine Vergleichmäßigung der Wassertransportfähigkeit stellt sich insbesondere auch
dadurch ein, dass man zwei oder mehr verschiedene kapillarleitfähige Materialien als
Bestandteil der Kleberzusammensetzung miteinander kombiniert. Hierbei ist eine solche
Ausführungsform von besonderem Vorteil, bei der das kapillaraktive Material mit den
gröberen Poren zur Außenwand und das kapillaraktive Material mit den feineren Poren
zum Innenraum hin innerhalb der Klebeschicht des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
vorliegen. Natürlich lassen sich die beiden vorangehend skizzierten Ausführungsformen
auch kombinieren.
[0031] Ein geeignetes, verwendbares kapillarleitfähiges bindemittelhaltiges Klebematerial
hat vorzugsweise eine Rohdichte im Bereich von 0,1 bis 2,0 kg/l, und besonders bevorzugt
von 0,5 bis 1,5 kg/l. Die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung enthält die, vorzugsweise
hydraulischen und/oder hydratischen, Bindemittel und Wasser vorteilhafter Weise in
einem Verhältnis, dass die vorangehend beschriebenen Trockendichten erreicht werden.
[0032] Besonders bevorzugt bildet die Kleberzusammensetzung zusammenhängende Poren aus,
vorzugsweise mit einem Durchmesser von 100 nm und darunter. Solche erfindungsgemäßen
Wärmedämmverbünde haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen, bei denen die Klebeschicht
im ausgehärteten Zustand Kapillaren mit einem durchschnittlichen Durchmesser kleiner
oder gleich 100 nm, insbesondere kleiner oder gleich 80 nm und besonders bevorzugt
kleiner oder gleich 50 nm, enthält.
[0033] Bei den besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden enthält die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung mindestens ein Fasermaterial, insbesondere Kunststofffasern,
Naturfasern, Mineralfasern, z.B. Basalt- Keramik- und/oder Glasfasern, oder beliebige
Mischungen hiervon. Als Fasern kommen zusätzlich oder alternativ auch Hohlfasern und/oder
Nanoröhrchen in Betracht. Letztere haben den Vorteil, dass sie ebenfalls am Kapillartransport
teilnehmen können. Darüber hinaus können bei den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden,
zusätzlich oder alternativ, auch Fasermatten bzw. -gewebe in die Klebeschicht integriert,
eingearbeitet bzw. aufgelegt werden.
[0034] Sollen verschiedene kapillarleitfähige Materialien zum Einsatz kommen, kann der Auftrag
von Kleberzusammensetzungen beispielsweise auch nacheinander erfolgen.
[0035] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Fasern eine Länge im Bereich von 2 bis
40 mm, insbesondere im Bereich von 4 bis 20 mm, und besonders bevorzugt im Bereich
von 8 bis 15 mm, aufweisen. Dabei ist besonders bevorzugt, dass die durchschnittliche
Länge der Fasern bei maximal 16 mm, insbesondere bei maximal 12 mm und besonders bevorzugt
bei maximal 8 mm, liegt. Mit dem Fasermaterial kann eine Verstärkung, Elastifizierung
und/oder Verminderung der Schwindung der Klebeschichten erreicht werden. Zusätzlich
oder alternativ können Fasern auch auf die frisch aufgetragene Klebeschicht aufgestreut
oder aufgeblasen werden.
[0036] Als besonders vorteilhaft haben sich auch solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde
erwiesen, bei denen die Klebeschicht im ausgehärteten Zustand über eine durchschnittliche
Dicke von maximal 1,0 mm, insbesondere von maximal 0,7 mm und besonders bevorzugt
von maximal 0,5 mm verfügt. Darüber hinaus auch solche Wärmedämmverbünde besonders
geeignet, bei denen die Klebeschicht im ausgehärteten Zustand über eine maximale Dicke
von 2,0 mm, insbesondere 1,5 mm und besonders bevorzugt 1,0 mm verfügt. In einer besonders
zweckmäßigen Ausführungsvariante hat es sich als vorteilhaft erwiesen, der bindemittelhaltigen
Kleberzusammensetzung mindestens ein Stützkorn zuzugeben. Auf diese Weise gelingt
die exakte Einhaltung einer gewünschten Schichtdicke besonders zuverlässig. Auch sind
grobe Zuschläge wie z.B. Bimsgranulat möglich.
[0037] Die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung liefert zum einen eine kapillarleitfähige
(Klebe)-Schicht und zum anderen stellt sie die Verklebung der Dämmmaterialeinheiten
untereinander sicher.
[0038] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass die
durchschnittliche Breite der Dämmmaterialeinheiten und/oder der Kantenverläufe im
Bereich von 10 mm bis 200 mm, insbesondere Bereich von 20 mm bis 160 mm und vorzugsweise
Bereich von 40 mm bis 140 mm liegt.
[0039] Solche Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde lösen die der Erfindung
zu Grunde liegenden Probleme in besonders zufriedenstellender Weise, bei denen die
erste Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten Seite bis zur zweiten
Seite erstreckenden Klebeschicht, zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig,
mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial versehen ist, das
zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer Klebeschicht.
[0040] Von Vorteil sind in diesem Zusammenhang auch solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde,
bei denen, alternativ oder zusätzlich, die zweite Seite, insbesondere im Bereich der
sich von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckenden Klebeschicht, zumindest
abschnittsweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten
Beschichtungsmaterial versehen ist, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden
ist mit mindestens einer Klebeschicht.
[0041] Hierbei kann auch vorgesehen sein, dass das erste und das zweite Beschichtungsmaterial
im Wesentlichen übereinstimmen, insbesondere hinsichtlich Zusammensetzung und/oder
Dicke des Auftrags dieser Beschichtungsmaterialien. In einer besonders zweckmäßigen
Ausführungsform umfassen das erste und/oder das zweite Beschichtungsmaterial die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung oder sind hieraus gebildet.
[0042] Dabei ist insbesondere eine solche Gestaltungsvariante eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
von Vorteil, bei der die erste Seite im Wesentlichen vollflächig mit dem ersten Beschichtungsmaterial
versehen ist und/oder die zweite Seite im Wesentlichen vollflächig mit dem zweiten
Beschichtungsmaterial versehen ist.
[0043] Es reicht in der Regel aus, wenn die erste und/oder zweite Beschichtung nur wenige
zehntel Millimeter dick ist. Schon auf diese Weise lässt sich die Zu- und Ableitung
ggf. anfallenden Wassers zu den kapillaraktiven Klebestreifen merklich verbessern.
In einer besonderen Ausführungsform können für die Beschichtung der ersten und/oder
zweiten Seite auch Materialien eingesetzt werden, die nicht nur kapillaraktiv sind,
sondern die ebenfalls zur Herabsetzung der Wasserdampfdurchlässigkeit der Dämmplatte
beitragen.
[0044] Besonders guten Resultate hinsichtlich einer gesteigerten Kapillaraktivität stellen
sich auch dadurch ein, dass das erste Beschichtungsmaterial beabstandet von der Klebeschicht
über eine geringere Dicke verfügt als im Bereich, insbesondere in Richtung der Verlängerung,
der Klebeschicht und/oder das das zweite Beschichtungsmaterial beabstandet von der
Klebeschicht über eine geringere Dicke verfügt als im Bereich, insbesondere in Richtung
der Verlängerung, der Klebeschicht.
[0045] Das erste Beschichtungsmaterial bzw. der erste Beschichtungsauftrag, der für die
Beschichtung der ersten Seite, d.h. der Feucht- bzw. Tauwasserseite des Wärmedämmverbunds
vorgesehen ist, kann, muss aber nicht mit dem zweiten Beschichtungsmaterial bzw. dem
zweiten Beschichtungsauftrag, der für die Beschichtung der zweiten Seite, d.h. der
Trockenseite bzw. der dem Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds vorgesehen
ist, übereinstimmen. Erster wie auch zweites Beschichtungsmaterial bzw. Beschichtungsauftrag
können auch aus mehreren unterschiedlichen, jeweils kapillaraktiven Komponenten gebildet
sein bzw. diese umfassen. Auch ist es möglich, das erste und/oder zweite Beschichtungsmaterial
bzw. den ersten und/oder zweiten Beschichtungsauftrag zwei- oder mehrlagig auszuführen,
wobei die jeweiligen Lagen aus unterschiedlichen kapillaraktiven Materialien gebildet
sind bzw. diese umfassen.
[0046] Ein besonders zweckmäßiger erfindungsgemäßer Wärmedämmverbund zeichnet sich auch
dadurch aus, dass mindestens zwei benachbarte Klebeschichten, insbesondere sämtliche
Klebeschichten, mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
[0047] Mit den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden lassen sich die Klebeschichten in vorteilhafter
Weise derart ausrichten, dass sie nach Anbringung an der Gebäudewand im Wesentlichen
horizontal verlaufen. Ein Vorteil dieser im Wesentlichen horizontalen Anordnung der,
insbesondere benachbarten, Klebeschichten ist, dass, kommt es z.B. zu einem punktuellen
Feuchtigkeitsanfall hinter der Dämmplatte, die Flüssigkeit wegen der Schwerkraft nach
unten abfließt und hierbei auf eine kapillarleitfähige Klebeschicht trifft. Feuchtigkeit
kann sich bei dieser Anordnung nicht flächendeckend ausbreiten.
[0048] Um die Wassertransportfähigkeit vorzugsweise in jedem Abschnitt von der Innenseite
der Außenwand zum Innenraum hin zu vergleichmäßigen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
innerhalb der Wärmedämmverbünde zum Innenraum hin mehr bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung
aufzutragen. Demgemäß können die Klebeschichten auch mit nicht gleichbleibender Dicke
ausgeführt sein. Vielmehr sind auch solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde von
Vorteil, insbesondere auch im Hinblick auf eine gesteigerte Kapillaraktivität, bei
denen die Dicke der Klebeschicht von der ersten Seite zur zweiten Seite hin, d.h.
zur Innenraumseite hin, insbesondere kontinuierlich, zunimmt.
[0049] Der erfindungsgemäße Wärmedämmverbund stellt vorzugsweise eine Wärmedämmplatte, insbesondere
eine Innenwärmedämmplatte, vorzugsweise mit einer polygonalen Grundform, insbesondere
ausgewählt aus quadratischen, rechteckigen, dreieckigen Grundformen, dar.
[0050] In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass die mindestens
eine Klebeschicht, insbesondere sämtliche Klebeschichten, des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
sich entlang der, insbesondere gesamten, Längsausdehnung desselben erstrecken.
[0051] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch ein Wärmedämmverbundareal,
insbesondere Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl
an, erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmplatten, mit jeweils
einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einer zumindest abschnittsweise
umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenfläche mit einer Längen-
und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten,
zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenflächen, insbesondere bündig, benachbart
sind.
[0052] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird auch gelöst durch ein Wärmedämmverbundareal
und/oder Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl
an, Wärmedämmplatten und/oder, insbesondere erfindungsgemäßen, Wärmedämmverbünden
mit jeweils einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einer zumindest
abschnittsweise umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenfläche
mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde bzw.
-platten zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenflächen mit mindestens einer
bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung, insbesondere bündig, miteinander verklebt
sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht im ausgehärteten
Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite
bis zur zweiten Seite erstreckt.
[0053] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Wärmedämmplatten bzw. -verbünde ein Schaumstoffprodukt
darstellen, insbesondere enthaltend oder gebildet aus Schaumglas, expandierten Styrolpolymeren,
insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen, Elastomerschaum,
Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum,
Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele,
extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem
Kork oder deren beliebigen Mischungen.
[0054] In besonders geeigneten Wärmedämmplattenarealen liegt mindestens ein erfindungsgemäßer
Wärmedämmverbund, vorzugsweise in Form einer Wärmedämmplatte, vor. Besonders bevorzugt
liegen darin ausschließlich bzw. nahezu ausschließlich erfindungsgemäße Wärmedämmverbünde,
insbesondere in Form von Wärmedämmplatten, vor.
[0055] Dabei kann in eine besonders zweckmäßigen Ausgestaltung vorgesehen sein, dass mindestens
zwei, insbesondere eine Vielzahl an Wärmedämmplatten eine polygonale Grundform haben,
insbesondere ausgewählt aus quadratischen, rechteckigen und dreieckigen Grundformen.
Die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde bzw. Wärmedämmplatten sowie die erfindungsgemäßen
Wärmedämmverbundareale werden geeigneter Weise für die Wärmedämmung von Gebäuden,
insbesondere auf der Innenseite der Außenwände von Gebäuden eingesetzt.
[0056] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch ein Verfahren
zur Herstellung mindestens eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds, umfassend die
Schritte:
- 1) Zurverfügungstellung von mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten mit jeweils einer
Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf zumindest abschnittsweise
entlang der Längen- und Breitenausdehnung,
- 2) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung,
die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
- 3) Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von
Fasermaterial auf dem Kantenverlauf einer ersten Dämmmaterialeinheit,
- 4) gegebenenfalls Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls
von Fasermaterial auf dem Kantenverlauf einer zweiten Dämmmaterialeinheit,
- 5) Aneinanderfügen des Kantenverlaufs der ersten Dämmmaterialeinheit enthaltend die
bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung an den Kantenverlauf der zweiten Dämmmaterialeinheit,
gegebenenfalls ebenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
- 6) Aushärten der zwischen den aneinander gefügten Dämmmaterialeinheiten befindlichen
bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung unter Ausbildung einer Klebeschicht,
- 7) gegebenenfalls Wiederholen der Schritte 3) bis 6) mit einer dritten bzw. weiteren
Dämmmaterialeinheit,
unter Ausbildung eines Wärmedämmverbunds mit einer Vorder- und einer gegenüberliegenden
Rückseite, wobei mindestens eine kapillaraktive Klebeschicht sich abschnittsweise
von der Vorder- bis zur Rückseite erstreckt.
[0057] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren
zur Herstellung mindestens eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds, umfassend, insbesondere
in dieser Reihenfolge, die Schritte:
- a) Zurverfügungstellung eines Rohblocks aus mindestens einem Schaumstoffprodukt mit
einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen, vorzugsweise
rechteckigen, quadratischen oder dreieckigem, Querschnitt,
- b) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung,
die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
- c) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks in Längs- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Basisplatten mit einer Vorder- und Rückseite,
- d) Auftragen der Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von Fasermaterial auf die
Rückseite einer ersten Basisplatte,
- e) Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der
beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls ebenfalls aufweisend eine
bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
- f) Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte, enthaltend die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung, mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim Vereinzeln
benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
- g) gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e) und f) mit
weiteren, insbesondere beim Vereinzeln, benachbarten Basisplatten,
wobei die Schritte c), d), e), f) und gegebenenfalls g) einen Sandwichblock ergeben
mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die vorzugsweise im Wesentlichen
der des Rohblocks entspricht,
- h) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Höhen- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit einer
Vorder- und Rückseite.
[0058] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe
gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:
a') Zurverfügungstellung eines Rohblocks aus mindestens einem Schaumstoffprodukt mit
einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen, vorzugsweise
rechteckigen, quadratischen oder dreieckigem, Querschnitt,
b') Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung,
die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
c') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks in Höhen- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Basisplatten mit einer Vorder- und Rückseite,
d') Auftragen der Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von Fasermaterial auf die
Rückseite einer ersten Basisplatte,
e') Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der
beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls ebenfalls aufweisend eine
bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung und/oder gegebenenfalls Fasermaterial,
f') Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte, enthaltend die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung, mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim Vereinzeln
benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
g') gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e') und f)
mit weiteren, insbesondere beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatten,
wobei die Schritte c'), d'), e'), f') und gegebenenfalls g') einen Sandwichblock ergeben
mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die im Wesentlichen der des Rohblocks
entspricht,
h') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Längen- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit einer
Vorder- und Rückseite.
[0059] Dabei kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass die Vereinzelung, insbesondere
das Zerschneiden, des Sandwichblocks in Schritt h) bzw. h') in der Weise geschieht,
dass i) die miteinander verklebten Basisplatten quer zur Ausrichtung der Vorder- und
Rückseiten vereinzelt werden oder ii) die miteinander verklebten Basisplatten jeweils
in Richtung von der Vorderzur Rückseite, oder umgekehrt, vereinzelt werden.
[0060] Geeignete Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verfahren zeichnen sich auch dadurch
aus, dass man die Vorderseite des Wärmedämmverbunds insbesondere im Bereich der sich
von der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht zumindest abschnittweise,
insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial
versieht, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens
einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten.
[0061] In einer zweckmäßigen Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Verfahren kann dabei,
alternativ oder zusätzlich, vorgesehen sein, dass man die Rückseite des Wärmedämmverbunds
insbesondere im Bereich der sich von der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden
Klebeschicht zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem
kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial versieht, das zumindest abschnittsweise
kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten.
[0062] Des Weiteren ist es in diesem Zusammenhang möglich, dass das erste und das zweite
Beschichtungsmaterial im Wesentlichen übereinstimmen, insbesondere hinsichtlich Zusammensetzung
und/oder Dicke des Auftrags dieser Beschichtungsmaterialien.
[0063] In einer zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verfahren kann auch vorgesehen
werden, dass das erste und/oder das zweite Beschichtungsmaterial die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung umfassen oder hieraus gebildet sind.
[0064] Es hat sich zumindest in einigen Fällen zudem als vorteilhaft erwiesen, die Vorderseite
im Wesentlichen vollflächig mit dem ersten Beschichtungsmaterial und/oder die Rückseite
im Wesentlichen vollflächig mit dem zweiten Beschichtungsmaterial zu versehen.
[0065] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verfahren ist
vorgesehen, dass die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung und/oder das erste Beschichtungsmaterial
und/oder das zweite Beschichtungsmaterial mittels Streichen, Rollen, Rakeln, Spritzen,
Gießen und/oder Sprühen aufgetragen werden. Auf diese Weise gelingt regelmäßig zuverlässig
und wiederholbar der Auftrag einer sehr dünnen Klebeschicht bzw. einer sehr dünnen,
gleichwohl funktionsfähigen ersten oder zweiten Beschichtung.
[0066] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt sich auch
dadurch aus, dass man mindestens eine, insbesondere eine Vielzahl an nicht unmittelbar
benachbarten, vorzugsweise im Wesentlichen jede übernächste, durch Vereinzelung aus
dem Rohblock erhaltenen Basisplatten, vorzugsweise unter Beibehaltung in ihrer Abfolge
von jeweils benachbarten Basisplatten, nach der Vereinzelung und vor dem Verkleben
der, insbesondere benachbarten, Basisplatten um die Achse der Längsausdehnung und/oder
um die Achse der Breitenausdehnung und/oder um die Achse der Höhenausdehnung, vorzugsweise
um die Achse der Längsausdehnung, um 180° dreht. Demgemäß wird die der Erfindung zugrunde
liegende Aufgabe auch durch die nach dieser Verfahrensvariante erhaltenen Wärmedämmverbünde,
insbesondere Wärmedämmplatten gelöst.
[0067] Auf diese Weise gelangt man besonders zuverlässig und bequem zu erfindungsgemäßen
Wärmedämmverbünden, die dauerhaft verformungsfrei sind und bei denen mögliche innere
Spannungen gegeneinander aufgehoben sind. Es ist bekannt, dass Dämmplatten aus geschäumten
Materialien, z.B. Polyurethanhartschaum, aufgrund innerer Spannungen auch noch während
der Verarbeitung Verformungen zeigen. Deshalb lässt man solche Dämmmaterialien häufig
vor der eigentlichen Verwendung für einen langen Zeitraum ablagern. Mit der vorangehend
geschilderten erfindungsgemäßen Verfahrensweise lässt sich dieses Problem abstellen.
[0068] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Verfahren stellt sich auch insbesondere dann ein,
wenn die Vereinzelung mittels Heißdrahtschnitts erfolgt. Die so entstehenden Flächen
sind versiegelt und nehmen kein Wasser auf. Es handelt sich dabei gerade um diejenigen
Flächen, die später die kapillarleitenden Klebeschichten umgeben. Nach dem Beschichten
mit der mit Wasser angemachten, insbesondere hydraulischen, bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung
verliert diese Masse kein Wasser an das umgebende Material und kann in gewünschter
Weise aushärten. So werden weder Festigkeit noch Porengehalt des kapillarleitfähigen
Materials negativ beeinflusst, wie das im Fall von saugfähigen Oberflächen der Fall
wäre.
[0069] Demgemäß werden die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegenden Aufgaben ebenfalls
gelöst durch die nach den erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Produkte.
[0070] Die Erfindung umfasst schließlich auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde,
insbesondere Wärmedämmplatten, der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundareale, insbesondere
der Wärmedämmplattenareale, für die Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere von Außenwänden,
besonders bevorzugt an der Innenseite dieser Außenwände.
[0071] Nachfolgend wird eine spezielle Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde
beispielhaft näher erläutert.
[0072] Ein Polystyrolpartikelschaumblock wird mit oszillierenden Heißdrähten in Streifen,
z.B. mit den Maßen (1000 mm) x (20 bis 150 mm) x (Dämmdicke) geschnitten. Anschließend
werden diese Streifen mit der kapillaraktiven bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung
wieder miteinander verklebt. Die kapillaraktiven Klebeschichten können bevorzugt eine
Dicke von z.B. 0,2 mm bis 3 mm und besonders bevorzugt von 0,3 mm bis 1,2 mm aufweisen.
Auf diese Weise kann man zum Beispiel wieder, jedenfalls annähernd, das übliche Baustellenmaß
einer Dämmplatte von 500 mm x 1000 mm x Dämmdicke erhalten. Die Streifenbreite, d.h.
die Breite des Kantenverlaufs beträgt erfindungsgemäß vorzugsweise 20 mm bis 150 mm
und besonders bevorzugt 50 mm bis 100 mm.
[0073] Die Dämmplatte kann auf einer oder auf beiden Seiten mit einem kapillarleitfähigen
Material beschichtet sein, bevorzugt mit dem Material der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung.
[0074] Um die Wassertransportfähigkeit in jedem Abschnitt von der Innenseite der Außenwand
zum Innenraum hin zu vergleichmäßigen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, innerhalb
der Wärmedämmverbünde zum Innenraum hin mehr bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung
aufzutragen. Demgemäß kann die Klebeschicht auch mit nicht gleichbleibender Dicke
ausgeführt sein. Vielmehr ist es von Vorteil, wenn ihre Dicke zur Innenraumseite hin
zunimmt.
[0075] Eine Vergleichmäßigung der Wassertransportfähigkeit stellt sich insbesondere auch
dadurch ein, dass man zwei oder mehr verschiedene mineralische Bindemittel bzw. kapillarleitfähige
Materialien als Bestandteil der Kleberzusammensetzung miteinander kombiniert. Beispielsweise
können in der Kleberzusammensetzung bzw. der ausgehärteten Klebeschicht Zement und
Gips gleichzeitig vorliegen, gegebenenfalls ergänzt durch Kalk und/oder Tonerdeschmelzzement.
Hierbei ist eine solche Ausführungsform von besonderem Vorteil, bei der das kapillaraktive
Material bzw. die ausgehärtete Klebeschicht mit den gröberen Poren zur Außenwand und
das kapillaraktive Material bzw. die ausgehärtete Klebeschicht mit den feineren Poren
zum Innenraum hin innerhalb mindestens einer Klebeschicht des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
vorliegen. Natürlich lassen sich die beiden vorangehend skizzierten Ausführungsformen
auch kombinieren.
[0076] Des Weiteren kann auch durch eine Verjüngung des Querschnitts der Klebeschicht, vorzugsweise
entfernt, z.B. 5 mm, von der innenraumseitigen Plattenoberfläche beginnend, auf der
Plattenoberfläche ein so schmaler verbleibender Klebestreifen verbleiben, dass die
Problematik des Abzeichnens von Temperaturunterschieden vollends in den Hintergrund
tritt. In diesem Bereich nahe der Plattenoberfläche kann das transportierte Wasser
bereits teilweise durch die Dämmplatte hindurch verdunsten.
[0077] Um stabilere Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten, im Sinne der Erfindung
zu erhalten, kann man das Profil der Klebeschichten durch besondere Formen stabilisieren.
Auf diese Weise lässt sich die Biegefestigkeit beispielsweise um den Faktor 1,5 bis
2 erhöhen.
[0078] Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann wie folgt vonstatten gehen: Ein expandierter
Polystyrolhartschaumblock mit einem Volumen von mehreren Kubikmetern wird im Heißdrahtverfahren
vereinzelt. Im nächsten Schritt erfolgt die einseitige Beschichtung mit der flüssigen
bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung mittels Rakeln, Streichen, Gießen, Rollen,
Sprühen, Rakeln und/oder Spritzen. Vorzugsweise enthält die Kleberzusammensetzung
Fasern. Zusätzlich oder alternativ können Fasern auch auf die frisch aufgetragene
Klebeschicht aufgestreut oder aufgeblasen werden. Bei dieser Vorgehensweise ist von
Vorteil, dass hinsichtlich Faserlänge und/oder Fasermenge keine verfahrenstechnischen
Beschränkungen bestehen. Dadurch sind ungewöhnlich hohe Faserkonzentrationen möglich.
Je länger die Fasern sind, umso mehr kann die Schwindung zurückgedrängt werden, welche
bei der Aushärtung der Kleberzusammensetzung auftreten kann. Auf diese Weise lässt
sich wirkungsvoll die Entstehung von Fehlstellen, die die Kapillarleitung unterbrechen,
unterbinden. Es ist darüber hinaus auch möglich, statt der Fasern oder zusätzlich
ein Gewebe oder Vlies einzulegen und die frisch beschichteten Platten erst danach
wieder zusammen zu fügen. Das Gewebe bzw. Vlies kann neben der stabilisierenden Aufgabe
eine grobe Kapillarität aufweisen und so das Porengefüge der kapillarleitfähigen Klebeschicht
nach oben abrunden. Als Fasern kommen auch Hohlfasern und/oder Nanoröhrchen und/oder
Naturfasern wie Zellstofffasern oder Baumwolle, oder gegebenenfalls auch Holzpartikel,
in Betracht, die ebenfalls am Kapillartransport teilnehmen können. Sollen verschiedene
kapillarleitfähige Materialien zum Einsatz kommen, kann der Auftrag beispielsweise
nacheinander erfolgen.
[0079] Die einseitig beschichteten Platten fügt man anschließend wieder zu einem Block zusammen.
Die Größe dieses Blocks kann von der ursprünglichen Form des geschäumten Blocks abweichen
und ermöglicht so die verschnittarme Wahl verschiedener Plattendimensionen.
[0080] Nach der Aushärtung, vorzugsweise unter hoher Luftfeuchtigkeit, kann ein Besäumschnitt,
z.B. per Heißdraht oder Bandsäge, folgen. Anschließend folgt der Zuschnitt der gewünschten
Plattendicken und gegebenenfalls ein letztes Besäumen und Vereinzeln der Platten.
Diese können anschließend je nach Ausführung ein- oder zweiseitig beschichtet werden
bzw. ohne Beschichtung verpackt werden.
[0081] Das Beschichtungsmaterial für die erste und/oder zweite Seite bzw. die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung für die Klebeschichten ist vorzugsweise so gewählt, dass es
ohne Wärmezufuhr oder Trocknung auf z.B. einem Hordenwagen aushärtet. Dieses erlaubt
es, die beschichteten Platten sogleich zu verpacken.
[0082] Überraschend wurde gefunden, dass sich die Oberflächentemperaturen, die auf bzw.
in den die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde bildenden Dämmmaterialeinheiten, insbesondere
mittig, nur geringfügig von der Temperatur, insbesondere Oberflächentemperatur, der
Klebeschichten unterscheidet. Dieses Ergebnis ist nahezu unabhängig von der Dicke
bzw. durchschnittlichen Dicke der Klebeschichten. Die durchschnittliche Dicke dieser
Klebeschichten kann dabei im Bereich von zum Beispiel 0,25 mm bis 1,0 mm variieren,
ohne dass eine Temperaturdifferenz größer 1°C erhalten wird. Computersimulationen
haben bestätigt, dass sich bei einer durchschnittlichen Dicke der Klebeschicht von
0,25 mm und einer Breite bzw. Tiefe des Wärmedämmverbunds bzw. der Wäredämmplatte
von 30 mm eine Temperaturdifferenz von 0,3°C zwischen der Oberflächentemperatur der
Klebeschicht und der Oberflächentemperatur in der Mitte der Oberfläche einer Dämmmaterialeinheit
ergibt. Erhöht man die durchschnittliche Dicke der Klebeschicht auf 1,0 mm beträgt
die Temperaturdifferenz noch stets weniger als 1°C. Hier wurde ein Wert von 0,8°C
ermittelt. Demgegenüber ergibt sich für die in der
DE 10 21 00 44 791 A1 und
DE 10 20 10 44 789 A1 offenbarten Wärmedämmplatten, bei denen stets ein breiter Zylinder aus kapillaraktivem
Material von zum Beispiel 20 mm zum Einsatz kommt, eine Temperaturdifferenz zwischen
der Temperatur an der Oberfläche dieses kapillaraktiven Materials und der Temperatur
des Dämmmaterials von mehr als 2°C ermittelt. Mit den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden
wird somit das Risiko, dass sich die Klebeschichten im Laufe der Nutzungsdauer auf
der Oberfläche einer z.B. aufgebrachten Putzschicht abzeichnen, erheblich minimiert
gegenüber herkömmlichen Innendämmungen.
[0083] Um zu zeigen, dass sich mit den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden eine hinreichende
kapillare Leitfähigkeit erhalten lässt, wurde ein Ausschnitt eines solchen erfindungsgemäßen
Wärmedämmverbunds mit den Maßen 200 x 200 x 60 mm, welche über zwei im Wesentlichen
parallele Klebeschichten mit einer durchschnittlichen Dicke von nicht mehr als 1 mm
verfügten, in ein Gefäß mit Wasser bei einer Eintauchtiefe von ca. 5 mm eingetaucht.
Hierbei waren die Vorder- und die Rückseite des Wärmedämmverbunds mit dem kapillaraktiven
Material der Klebeschicht mit einer Dicke nicht oberhalb von durchschnittlich 1 mm
beschichtet.
[0084] Die Ränder der Platte sowie auch das Gefäß selber waren, in den Bereichen, in denen
keine Wärmedämmplatte vorlag, abgedichtet bzw. abgedeckt. Auf diese Weise konnte Wasser
nur mittels Kapillarleitung über die Wärmedämmverbundplatte verdunsten. Die Versuchsanordnung
befand sich in einem Klimaraum bei einer geregelten Temperatur von 23°C und einer
geregelten Luftfeuchtigkeit von 50%. Ferner herrschte in dem Klimaraum eine Luftbewegung
von ca. 0,1 m/s. Das Gefäß enthaltend Wasser und die Wärmedämmplatte befanden sich
auf einer Waage. Entsprechende Versuche wurden durchgeführt mit einer kommerziellen
Calciumsilikatplatte sowie mit einer Dämmplatte aus Porenbeton. Hierbei ergab sich,
dass sich für den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbund eine Verdunstungsrate von etwa
130 kg/(m
2 x a) einstellte, während sich für die Calciumsilikatplatte ein Wert von etwa 660
kg/(m
2 x a) und für die Dämmplatte aus Porenbeton ein Wert von etwa 120 kg/(m
2 x a) ergab.
[0085] Berücksichtigt man, dass üblicherweise eine Verdunstungsrate von etwa 3 kg/(m
2 x a) ausreicht, um z.B. Schimmelbildung oder Feuchteprobleme auf der Inneseite einer
innenseitig wärmegedämmten Gebäudeaußenwand zu unterbinden, konnte somit der Nachweis
erbracht werden, dass die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde den Anforderungen an
eine Gebäudeinnendämmung gerecht werden.
[0086] Von besonderem Vorteil bei dem erfindungsgemäßen Wärmedämmverbund ist auch, dass
sich die in den Dämmmaterialeinheiten gespeicherte Wärmeenergie nutzen lässt, um das
durch die Klebeschicht hindurchtretende Wasser auf der dem Innenraum eines Gebäudes
zugewandten Seite zu verdunsten, insbesondere wenn auf der dieser Seite zugewandten
Fläche des Wärmedämmverbunds eine kapillaraktive Beschichtung vorliegt.
[0087] Dieses ist insofern überraschend, als sich diese sehr zufriedenstellende Verdunstungsrate
mit einem Volumen der Klebeschichten von nicht mehr als 1%, und insbesondere sogar
von nicht mehr als 0,5%, bezogen auf das Gesamtvolumen des Wärmedämmverbunds einstellt.
[0088] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachgehenden Beschreibung,
in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft anhand schematischer
Zeichnungen erläutert sind.
[0089] Dabei zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer innen gedämmten Gebäudeaußenwand,
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
- Figur 3:
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
- Figur 4:
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
- Figur 5:
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
- Figur 6:
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
- Figur 7:
- einen Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens für die Herstellung
von Wärmedämmverbünden,
- Figur 8:
- eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Herstellverfahrens und
- Figur 9:
- eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Herstellverfahrens.
[0090] Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Gebäudeaußenwand 2, die an ihrer Innenseite
4 ein erfindungsgemäßes Wärmeverbundareal 6 aufweist. Das Wärmedämmverbundareal 6
wird gebildet aus einer Vielzahl an bündig aneinander über ihre Kantenflächen (in
ihrer Längen- und Breitenausdehnung) angebrachte Wärmedämmverbünde 8 in Form von Wärmedämmplatten,
welche mit der Innenseite der Gebäudeaußenwand 2 mit einem Kleber 9 verklebt sind.
Die Wärmedämmverbünde 8 sind hierbei jeweils aus einer Vielzahl and im Wesentlichen
quaderförmigen Dämmmaterialeinheiten 10 hergestellt worden, welche über benachbarte,
im vorliegenden Fall jeweils parallel verlaufende kapillaraktive ausgehärtete Klebeschichten
12 miteinander verbunden sind. Das Wärmedämmverbundareal 6 kann, wie in Figur 1 gezeigt,
innenseitig mit einer herkömmlichen Putzschicht 11 abgedeckt sein. Optional können
auch benachbarte Wäremedämmverbünde 8 über ihre Kantenflächen mit der bindemittelhaltigen
Kleberzusammensetzung verklebt sein.
[0091] Figur 2 zeigt schematisch eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
8 in Form einer Wärmedämmplatte, gebildet aus insgesamt 5 Dämmmaterialeinheiten 10,
in im Wesentlichen quaderförmiger Form, welche über ihre benachbarten Kantenverläufe
(in Längen- (L) und Breitenausdehnung (B)) mittels der ausgehärteten Klebeschicht
12 miteinander verbunden sind. Die Dämmmaterialeinheiten verfügen über eine Längen-
(L), Breiten- (B) und Höhenausdehnung (H). Bei der dargestellten Ausgestaltung ist
die Klebeschicht 12 nicht in gleichbleibender Dicke ausgeführt, sondern deren Dicke
nimmt zur Innenraumseite hin zu, wenn der Wärmedämmverbund 8 als Innendämmung eingesetzt
wird. Auf diese Weise kann die Wassertransportfähigkeit der Innenseite der Außenwand
des Gebäudes zum Innenraum hin vergleichmäßigt werden.
[0092] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
8, gebildet aus fünf im Wesentlichen quaderförmigen Dämmmaterialeinheiten 10, welche
über ihre einander zugewandten Kantenverläufe (in Längen- (L) und Breitenausdehnung
(B)) mittels einer kapillarleitfähigen ausgehärteten Klebeschicht 12 miteinander verbunden
sind. Bei dem Wärmedämmverbund gemäß Figur 3 sind die kapillaraktiven Poren der Klebeschicht
12, wenn der Wärmedämmverbund als Innendämmung eingesetzt wird, zur der der Innenseite
der Gebäudeaußenwand zugewandten Seite im Durchschnitt größer als die Poren der ausgehärteten
Klebeschicht im Bereich der dem Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds.
Auch auf diese Weise lässt sich eine Vergleichmäßigung der Wassertransportfähigkeit
durch die Wärmedämmplatte hindurch erreichen.
[0093] In Figur 4 ist eine solche Ausgestaltung schematisch gezeigt, welche die vorangehend
herausgestellten spezifischen Merkmale der Klebeschicht 12 gemäß Figur 2 und 3 kombiniert.
[0094] Figur 5 entnimmt man eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundes
8, bei dem die Klebeschicht 12, wenn der Wärmedämmverbund als Innendämmung eingesetzt
wird, in Richtung des Innenraums, d.h. in der Nähe der dem Innenraum zugewandten Seite
des Wärmedämmverbunds 8 sich verjüngt. Beispielsweise kann diese Verjüngung im Bereich
von fünf bis zehn Millimetern im Abstand von der genannten Seite beginnen. Auf diese
Weise gelangt man zu einem sehr schmalen Klebeschichtstreifen, der dann auf der dem
Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds 8 verbleibt. Dadurch gelingt es,
das Risiko des Abzeichnens bedingt durch Temperaturunterschiede zwischen der Klebeschicht
und den Dämmmaterialeinheiten 10 nochmals zu vermindern. Solche temperaturbedingten
Abzeichnungen sind dann auch nach längerer Nutzung nicht mehr zu befürchten.
[0095] Die Ausführungsform gemäß Figur 6 entspricht im Wesentlichen der der Figur 5 mit
dem Unterschied, dass, ähnlich wie bei der Ausgestaltung gemäß Figur 3, auf der der
Gebäudeaußenwand zugewandten Seite die Klebeschicht 12 über im Durchschnitt gröbere
Poren verfügt als auf der dem Innenraum zugewandten Seite.
[0096] Figur 7 zeigt schematisch eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verfahrens für
die Herstellung von erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden. Hierbei wird ein Polystyrolpartikelschaumblock
14 zum Beispiel mit oszilierenden Heißdrähten in Höhen- (H) und Breitenausdehnung
(B) in Streifen bzw. Basisplatten 16, mit zum Beispiel den Maßen (1.000 mm x 20 bis
150 mm) x (Dämmdicke) geschnitten (Schritt b)). Anschließend werden die Basisplatten
16 auf einer Seite mit einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung 12 beaufschlagt,
beispielsweise mittels Streichens (Schritt c)) und wieder miteinander verklebt (Schritt
d)). Anschließend kann man optional ein- oder beidseitig die Besäumschnitte vornehmen,
um einen glatten Kantenabschluss zu haben (Schritt e)). Sodann wird der wieder zusammengeklebte
Rohblock beziehungsweise Sandwichblock, beispielsweise durch Schneiden mittels Heißdraht,
vereinzelt entlang der Längen- (L) und Breitenausdehnung (B) dieses Rohblocks (Schritt
f)). Die bei diesem Schritt erhaltenen separaten, aus über ausgehärtete Klebeschichten
12/18 verbundene Dämmmaterialeinheiten gebildete Wärmedämmverbünde können z.B. als
solcher verwendet werden (8/20) oder in kleiner dimensionierte Wärmedämmverbünde (8)
aufgespalten werden (angedeutet in Schritt g)). Entweder auf dieser Verfahrensstufe
oder nach Vornahme der Aufteilung in kleinere Wärmedämmverbünde (8) kann deren erste
bzw. Vorderseite und/oder zweite bzw. Rückseite mit einem kapillaraktiven Beschichtungsmaterial
versehen werden (Schritt h)).
[0097] Figur 8 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Herstellung von erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden. Hierbei wird der Rohblock 14
aus z.B. Polystyrol mittels zum Beispiel Heißdrähten in Längen- (L) und Breitenausdehnung
(B) vereinzelt unter Ausbildung einer Vielzahl an benachbarten Basisplatten 16 (siehe
b)). Anschließend werden diese Platten 16 einseitig mit einer bindemittelhaltigen
Kleberzusammensetzung 12/18 beschichtet (Schritt c)) und wieder miteinander zu einem
Sandwichblock verklebt (Schritt d)). Hierauf kann optional ein ein- oder zweiseitiger
Besäumschnitt erfolgen, um glatte Kantenflächen zu erzeugen (Schritt e)). Dieser aus
zusammengeklebten Einzelplatten 16 bestehende Sandwich- beziehungsweise Rohblock wird
vorzugsweise, wie in Schritt f) dargestellt, von derjenigen Seite in Höhen- (H) und
Breitenausdehnung (B) in separate Wärmedämmverbünde 8/20 vereinzelt, in die in dem
Rohblock die jeweiligen Klebeschichten 12/18 münden. Auf diese Weise erhält man einzelne
Wärmedämmverbünde 8/20 (siehe Schritt g)), welche wiederum in kleinere Einheiten (8)
unterteilt werden können (siehe Schritt h)). Die vorder- und/oder rückseitige Beschichtung
dieser Wärmedämmverbünde kann auf der Verfahrensstufe g) und/oder h) vorgenommen werden.
[0098] Figur 9 zeigt einen Ausschnitt aus einer Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Hierbei wird auf der Verfahrensstufe gemäß Schritt b), wie in Figur 8
gezeigt, mindestens eine, insbesondere mehrere, jeweils nicht unmittelbar benachbarte
und vorzugsweise jede übernächste (xx) vereinzelte Basisplatte 16 vor der Verklebung
mit der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung mit insbesondere der benachbarten
Basisplatte um 180° bezogen auf die Längsausdehnungsachse LA und/oder um die Breitenausdehnungsachse
BA und/oder um die Höhenausdehnungsachse HA um 180° gedreht wird. Vorzugsweise wird
wenigstens ein, insbesondere mehrere, jeweils nicht unmittelbar benachbarte und besonders
bevorzugt jede übernächste (xx) Basisplatte vor der Verklebung mit der, insbesondere
benachbarten, Basisplatte um 180° um die Längsausdehnungsachse LA gedreht. Auf diese
Weise lassen sich innere Verspannungen, die in dem Sandwich- beziehungsweise Rohblock
auftreten, aufheben, so dass der letztendlich resultierende Wärmedämmverbund relativ
spannungsfrei ist und auch bei längerer Lagerung keinen Verzug zeigt.
[0099] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in den Zeichnungen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln aus auch in jeder beliebigen
Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
1. Plattenförmiger Wärmedämmverbund (8) für die Innendämmung mit einer ersten Seite und
einer gegenüberliegenden zweiten Seite, umfassend mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten
(10) mit jeweils einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf
bzw. -fläche zumindest abschnittsweise entlang der Längen- und Breitenausdehnung,
wobei benachbarte Dämmmaterialeinheiten (10) entlang dieser aneinander anliegender
Kantenverläufe mit mindestens einer, insbesondere mittels Streichen, Rollen, Rakeln,
Gießen und/oder Sprühen aufgetragenen, bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12)
verklebt sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht im ausgehärteten
Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite
bis zur zweiten Seite erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei benachbarte, insbesondere sämtliche, Dämmmaterialeinheiten (10) aus
Schaumstoffprodukten gebildet sind oder diese umfassen.
2. Wärmedämmverbund (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten (10), quaderförmige oder würfelförmige
Dämmmaterialeinheiten (10) darstellen.
3. Wärmedämmverbund (8) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffprodukte ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Schaumglas,
expandierten Styrolpolymeren, insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen,
Elastomerschaum, Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum,
Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele,
extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem
Kork oder einer beliebigen Mischung dieser Komponenten.
4. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, insbesondere keine Füllstoffe enthaltende, bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung
(12) als Bindemittel, insbesondere ausschließlich, mineralische Bindemittel, insbesondere
hydratische und/oder hydraulische Bindemittel, enthält, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Zement, Kalk, Gips, Tonerdeschmelzzement, Wasserglas oder
beliebigen Mischungen hiervon.
5. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) mindestens ein Fasermaterial, insbesondere
Kunststofffasern, Naturfasern, Mineralfaser, z.B. Basalt- Keramik- und/oder Glasfasern,
oder beliebige Mischungen hiervon, enthält, vorzugsweise mit einer durchschnittlichen
Länge der Fasern von maximal 16 mm, insbesondere von maximal 12 mm und besonders bevorzugt
von maximal 8 mm.
6. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand Kapillaren mit einem durchschnittlichen
Durchmesser kleiner oder gleich 100 nm, insbesondere kleiner oder gleich 80 nm und
besonders bevorzugt kleiner oder gleich 50 nm, enthält.
7. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand über eine durchschnittliche Dicke
von maximal 1,0 mm, insbesondere von maximal 0,7 mm und besonders bevorzugt von maximal
0,5 mm verfügt, und/oder dass die Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand über
eine maximale Dicke von 2,0 mm, insbesondere 1,5 mm und besonders bevorzugt 1,0 mm
verfügt, und/oder dass die durchschnittliche Breite der Dämmmaterialeinheiten (10)
und/oder der Kantenverläufe entlang der Längen- und Breitenausdehnung im Bereich von
10 mm bis 200 mm, insbesondere Bereich von 20 mm bis 160 mm und vorzugsweise Bereich
von 40 mm bis 140 mm liegt.
8. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei, insbesondere benachbarte, Dämmmaterialeinheiten (10), insbesondere
sämtliche Dämmmaterialeinheiten (10), expandierte Styrolpolymere, insbesondere expandiertes
Polystyrol, umfassen oder hieraus bestehen.
9. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten Seite bis zur zweiten
Seite erstreckenden Klebeschicht (12), zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig,
mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial versehen ist, das
zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer Klebeschicht
(12), und/oder dass die zweite Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten
Seite bis zur zweiten Seite erstreckenden Klebeschicht (12), zumindest abschnittsweise,
insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial
versehen ist, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens
einer Klebeschicht (12).
10. Wärmedämmverbund (8) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Beschichtungsmaterial im Wesentlichen übereinstimmen, insbesondere
hinsichtlich Zusammensetzung und/oder Dicke des Auftrags dieser Beschichtungsmaterialien,
und/oder dass das erste und/oder das zweite Beschichtungsmaterial die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung (12) umfassen oder hieraus gebildet sind.
11. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei benachbarte Klebeschichten (12), insbesondere sämtliche Klebeschichten
(12), mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
12. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Wärmedämmplatte, insbesondere eine Innenwärmedämmplatte, vorzugsweise
mit einer polygonalen Grundform, insbesondere ausgewählt aus quadratischen, rechteckigen,
dreieckigen Grundformen, darstellt.
13. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klebeschicht (12), insbesondere sämtliche Klebeschichten (12),
sich entlang der, insbesondere gesamten, Längsausdehnung desselben erstrecken.
14. Wärmedämmverbundareal (6), insbesondere Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens
zwei, insbesondere eine Vielzahl an, Wärmedämmverbünden (8), gemäß einem der Ansprüche
1 bis 13 mit jeweils einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einem
zumindest abschnittsweise umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden
Kantenverlauf bzw. fläche mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte
Wärmedämmverbünde (8) zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenverläufe bzw.
-flächen, insbesondere bündig, benachbart sind.
15. Wärmedämmverbundareal (6) oder Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere
eine Vielzahl an, Wärmedämmverbünden (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mit jeweils
einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einem zumindest abschnittsweise
umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenverlauf bzw. -fläche
mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde (8) zumindest
abschnittsweise entlang ihrer Kantenflächen mit mindestens einer bindemittelhaltigen
Kleberzusammensetzung (12), insbesondere bündig, miteinander verklebt sind, wobei
die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand
kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite bis zur
zweiten Seite erstreckt.
16. Wärmedämmverbundareal (6) oder Wärmedämmplattenareal nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaumstoffprodukt der Wärmedämmverbünde (8) enthält oder gebildet ist aus Schaumglas,
expandierten Styrolpolymeren, insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen,
Elastomerschaum, Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum,
Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele,
extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem
Kork oder einer beliebigen Mischung.
17. Verfahren zur Herstellung mindestens eines Wärmedämmverbunds (8) nach einem der Ansprüche
1 bis 13, umfassend die Schritte:
1) Zurverfügungstellung von mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten (10) mit jeweils
einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf bzw. -fläche
zumindest abschnittsweise entlang der Längen- und Breitenausdehnung,
2) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen, insbesondere hydratische
und/oder hydraulische Bindemittel enthaltenden, Kleberzusammensetzung (12), die im
ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
3) Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls
mindestens eines Fasermaterials auf dem Kantenverlauf bzw. -fläche einer ersten Dämmmaterialeinheit
(10),
4) gegebenenfalls Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) und
gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials auf dem Kantenverlauf bzw.-fläche einer
zweiten Dämmmaterialeinheit (10),
5) Aneinanderfügen des Kantenverlaufs der ersten Dämmmaterialeinheit (10) enthaltend
die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) an den Kantenverlauf der zweiten
Dämmmaterialeinheit (10), gegebenenfalls ebenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung (12),
6) Aushärten der zwischen den aneinander gefügten Dämmmaterialeinheiten (10) befindlichen
bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) unter Ausbildung einer Klebeschicht
(12),
7) gegebenenfalls Wiederholen der Schritte 3) bis 6) mit einer dritten bzw. weiteren
Dämmmaterialeinheit (10),
unter Ausbildung eines Wärmedämmverbunds (8) mit einer Vorder- und einer gegenüberliegenden
Rückseite, wobei mindestens eine kapillaraktive Klebeschicht (12) sich abschnittsweise
von der Vorder- bis zur Rückseite erstreckt.
18. Verfahren zur Herstellung mindestens eines Wärmedämmverbunds (8) nach einem der Ansprüche
1 bis 13, umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:
a) Zurverfügungstellung eines Rohblocks (14) aus mindestens einem Schaumstoffprodukt
mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen,
vorzugsweise rechteckigen, quadratischen oder dreieckigen, Querschnitt,
b) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen, insbesondere hydratische
und/oder hydraulische Bindemittel enthaltenden, Kleberzusammensetzung (12), die im
ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
c) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks (14) in Längs- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Basisplatten (16) mit einer Vorder- und Rückseite,
d) Auftragen der Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials
auf die Rückseite einer ersten Basisplatte (16),
e) Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der
beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls ebenfalls aufweisend
eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) und/oder gegebenenfalls mindestens
ein Fasermaterial,
f) Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte (16), enthaltend die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung (12), mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim
Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung (12),
g) gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e) und f) mit
weiteren, insbesondere beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatten (16),
wobei die Schritte c), d), e), f) und gegebenenfalls g) einen Sandwichblock ergeben
mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die vorzugsweise im Wesentlichen
der des Rohblocks (14) entspricht,
h) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Höhen- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Wärmedämmverbünden (8), insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit
einer Vorder- und Rückseite;
oder
umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:
a') Zurverfügungstellung eines Rohblocks (14) aus mindestens einem Schaumstoffprodukt
mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen,
vorzugsweise rechteckigen, quadratischen oder dreieckigen, Querschnitt,
b') Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen, insbesondere hydratische
und/oder hydraulische Bindemittel enthaltenden, Kleberzusammensetzung (12), die im
ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
c') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks (14) in Höhen- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Basisplatten (16) mit einer Vorder- und Rückseite,
d') Auftragen der Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials
auf die Rückseite einer ersten Basisplatte (16),
e') Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der
beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls ebenfalls aufweisend
eine bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) und/oder gegebenenfalls mindestens
ein Fasermaterial,
f') Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte (16), enthaltend die bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung (12), mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim
Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige
Kleberzusammensetzung (12),
g') gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e') und f')
mit weiteren, insbesondere beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatten (16),
wobei die Schritte c'), d'), e'), f') und gegebenenfalls g') einen Sandwichblock ergeben
mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die im Wesentlichen der des Rohblocks
(14) entspricht,
h') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Längen- und Breitenausdehnung
in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich
dimensionierten, Wärmedämmverbünden (8), insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit
einer Vorder- und Rückseite.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelung, insbesondere das Zerschneiden, des Sandwichblocks in Schritt h)
bzw. h') in der Weise geschieht, dass i) die miteinander verklebten Basisplatten (16)
quer zur Ausrichtung der Vorder- und Rückseiten vereinzelt werden oder ii) die miteinander
verklebten Basisplatten (16) jeweils in Richtung von der Vorder- zur Rückseite, oder
umgekehrt, vereinzelt werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass man die Vorderseite des Wärmedämmverbunds (8) insbesondere im Bereich der sich von
der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht (12) zumindest abschnittweise,
insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial
versieht, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens
einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten (12), und/oder dass man die Rückseite
des Wärmedämmverbunds (8) insbesondere im Bereich der sich von der Vorderseite bis
zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht (12) zumindest abschnittsweise, insbesondere
vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial versieht,
das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer, insbesondere
einer Vielzahl an Klebeschichten (12).
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) und/oder das erste Beschichtungsmaterial
und/oder das zweite Beschichtungsmaterial mittels Streichen, Rollen, Rakeln, Gießen
und/oder Sprühen aufgetragen werden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens eine, insbesondere eine Vielzahl an nicht unmittelbar benachbarten,
vorzugsweise im Wesentlichen jede übernächste, durch Vereinzelung aus dem Rohblock
(14) erhaltenen Basisplatten (16), vorzugsweise unter Beibehaltung in ihrer Abfolge
von jeweils benachbarten Basisplatten (16), nach der Vereinzelung und vor dem Verkleben
der, insbesondere benachbarten, Basisplatten (16) um die Achse der Längsausdehnung
und/oder um die Achse der Breitenausdehnung und/oder um die Achse der Höhenausdehnung,
vorzugsweise um die Achse der Längsausdehnung, um 180° dreht.
23. Verwendung der (plattenförmigen) Wärmedämmverbünde (8), nach einem der Ansprüche 1
bis 13 oder des Wärmedämmverbundareals (6), insbesondere des Wärmedämmplattenareals,
nach einem der Ansprüche 14 bis 16 zur Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere von
Außenwänden (2), besonders bevorzugt an der Innenseite (4) dieser Außenwände (2).
1. A plate-shaped thermal insulation composite (8) for internal insulation having a first
side and an opposite second side, comprising at least two insulation material units
(10) each having length, height and width extensions and having an edge profile and/or
surface, at least in sections, along the length and width extensions, wherein adjacent
insulation material units (10) are glued along these edge profiles which abut each
other having at least one binding material-containing adhesive composition (12) which
is, in particular, applied by means of spreading, rolling, knife coating, casting
and/or spraying, wherein the adhesive layer formed from this composition is capillary-active
in the cured state and extends, at least in sections, from the first side to the second
side, characterized in that at least two adjacent, in particular all of the, insulation material units (10) are
formed from foam products or comprise these.
2. The thermal insulation composite (8) according to Claim 1, characterized in that the at least two insulation material units (10) constitute cuboid-shaped or cube-shaped
insulation material units (10).
3. The thermal insulation composite (8) according to Claim 2, characterized in that the foam products are selected from the group consisting of cellular glass, expanded
styrene polymers, in particular expanded polystyrene, expanded polypropylene, elastomer
foam, polyisocyanurate foam, polyethylene foam, phenolic resin foam, polyurethane
hard foam, urea formaldehyde resin foam, hydrophobized silicic acid, hydrophobized
aerogels, extruded styrene polymers, in particular extruded polystyrene foam, expanded
cork or any mixture of these components.
4. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the adhesive composition (12) containing binding-materials, but in particular not
containing any fillers, contains, in particular exclusively, mineral binding materials,
in particular hydratic and/or hydraulic binding materials which are, in particular,
selected from the group consisting of cement, lime, plaster, alumina cement, water
glass or any mixtures thereof, as binding materials.
5. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the binding material-containing adhesive composition (12) contains at least one fiber
material, in particular synthetic fibers, natural fibers, mineral fibers, e.g. basalt,
ceramic and/or glass fibers, or any mixtures thereof, preferably with an average length
of the fibers of a maximum of 16 mm, in particular of a maximum of 12 mm and, particularly
preferably, of a maximum of 8 mm.
6. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that, in the cured state, the adhesive layer (12) contains capillaries with an average
diameter less than or equal to 100 nm, in particular less than or equal to 80 nm and,
particularly preferably, less than or equal to 50 nm.
7. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that, in the cured state, the adhesive layer (12) has an average thickness of a maximum
of 1.0 mm, in particular of a maximum of 0.7 mm and, particularly preferably, of a
maximum of 0.5 mm, and/or that, in the cured state, the adhesive layer (12) has a
maximum thickness of 2.0 mm, in particular 1.5 mm and, particularly preferably, 1.0
mm, and/or that the average width of the insulation material units (10) and/or of
the edge profiles along the length and width extensions is in the range of 10 mm to
200 mm, in particular in the range of 20 mm to 160 mm and preferably in the range
of 40 mm to 140 mm.
8. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that at least two, in particular adjacent, insulation material units (10), in particular
all of the insulation material units (10), comprise expanded styrene polymers, in
particular expanded polystyrene, or consist thereof.
9. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the first side, in particular in the region of the adhesive layer (12) extending
from the first side to the second side, is provided, at least in sections, in particular
completely, with at least one capillary active first coating material which is connected,
at least in sections, in a capillary active form with at least one adhesive layer
(12), and/or that the second side, in particular in the region of the adhesive layer
(12) extending from the first side to the second side, is provided, at least in sections,
in particular completely, with at least one capillary-active second coating material
which is connected, at least in sections, in a capillary-active form with at least
one adhesive layer (12).
10. The thermal insulation composite (8) according to Claim 9, characterized in that the first and the second coating materials substantially coincide, in particular
with regard to the composition and/or thickness of the application of these coating
materials, and/or that the first and/or the second coating material comprise(s) the
binding material-containing adhesive composition (12) or is/are formed therefrom.
11. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that at least two adjacent adhesive layers (12), in particular all of the adhesive layers
(12), extend, at least in sections, substantially parallel to one another.
12. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that said thermal insulation composite constitutes a thermal insulation panel, in particular
an internal thermal insulation panel, preferably having a polygonal basic form, in
particular selected from square, rectangular or triangular basic forms.
13. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the at least one adhesive layer (12), in particular all of the adhesive layers (12),
extend(s) along the, in particular the entire, longitudinal extension of the same.
14. A thermal insulation composite area (6), in particular a thermal insulation panel
area, comprising at least two, in particular a plurality of, thermal insulation composites
(8) according to any one of Claims 1 to 13, each having a first side and an opposite
second side and an, at least in sections, circumferential edge profile and/or edge
surface connecting the first and second sides and having length and width extensions,
wherein adjacent thermal insulation composites are adjacent, in particular flush,
at least in sections, along their edge profiles and/or surfaces.
15. A thermal insulation composite area (6) or thermal insulation panel area, comprising
at least two, in particular a plurality of, thermal insulation composites (8) according
to any one of Claims 1 to 13, each having a first side and an opposite second side
and an, at least in sections, circumferential edge profile and/or edge surface connecting
the first and second sides and having length and width extensions, wherein adjacent
thermal insulation composites (8) are glued to one another, at least in sections,
along their edges surfaces with at least one binding material-containing adhesive
composition (12), in particular in a flush manner, wherein the adhesive layer (12)
formed from this composition is capillary-active in the cured state and extends, at
least in sections, from the first side to the second side.
16. The thermal insulation composite area (6) or thermal insulation panel area according
to Claim 14 or 15, characterized in that the foam product of the thermal insulation composites contains or is formed from
cellular glass, expanded styrene polymers, in particular expanded polystyrene, expanded
polypropylene, elastomer foam, polyisocyanurate foam, polyethylene foam, phenolic
resin foam, polyurethane hard foam, urea formaldehyde resin foam, hydrophobized silicic
acid, hydrophobized aerogels, extruded styrene polymers, in particular extruded polystyrene
foam, expanded cork or any mixture thereof.
17. The process for the preparation of at least one thermal insulation composite (8) according
to any one of Claims 1 to 13, comprising the steps:
1) Provision of at least two insulation material units (10) each having length, height
and width extensions and having an edge profile and/or surface, at least in sections,
along the length and width extensions,
2) Provision of at least one adhesive composition (12) containing binding material,
in particular containing hydratic and/or hydraulic binding materials, which is capillary
active in the cured state,
3) Application of the binding material-containing adhesive composition (12) and, if
necessary, at least one fiber material, to the edge profile and/or surface of a first
insulation material unit (10),
4) If necessary, application of the binding material-containing adhesive composition
(12) and, if necessary, at least one fiber material, to the edge profile and/or surface
of a second insulation material unit (10),
5) Joining together of the edge profile of the first insulation material unit (10)
containing the binding material-containing adhesive composition (12) and the edge
profile of the second insulation material unit (10), if necessary also containing
a binding material-containing adhesive composition (12),
6) Curing of the binding material-containing adhesive composition (12) located between
the insulation material units (10) joined together, forming an adhesive layer (12),
7) If necessary, repetition of steps 3) to 6) with a third and/or additional insulating
material unit (10),
forming a thermal insulation composite (8) having a front side and an opposite rear
side, wherein at least one capillary active adhesive layer (12) extends in sections
from the front side to the rear side.
18. The method for the preparation of at least one thermal insulation composite (8) according
to any one of Claims 1 to 13, comprising, in particular in this order, the steps:
a) Provision of a rough block (14) of at least one foam product having length, height
and width extensions, in particular having a polygonal, preferably rectangular, square
or triangular cross-section,
b) Provision of at least one adhesive composition (12) containing binding materials,
in particular containing hydratic and/or hydraulic binding materials, which is capillary
active in the cured state,
c) Separation, in particular cutting, of the rough block (14) in the length and width
extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially
uniformly sized, base panels (16) having a front side and a rear side,
d) Application of the adhesive composition (12) and, if necessary, at least one fiber
material to the rear side of a first base panel (16),
e) Gluing of this rear side to the front side of a second base panel (16), in particular
of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary also comprising a binding
material-containing adhesive composition (12) and/or, if necessary, at least one fiber
material,
f) Gluing of the rear side of the second base panel (16) containing the binding material-containing
adhesive composition (12) to the front side of a third base panel (16), in particular
of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary containing a binding material-containing
adhesive composition (12),
g) If necessary, repetition, in particular several times, of steps e) and f) with
additional base panels (16), in particular adjacent base panels (16) on separating,
wherein steps c), d), e), f) and, if necessary, g) produce a sandwich block having
length, height and width extensions which preferably substantially correspond to those
of the rough block (14),
h) Separation, in particular cutting, of the sandwich block in the height and width
extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially
uniformly sized, thermal insulation composites (8), in particular thermal insulation
composite panels, having a front side and a rear side;
or
comprising, in particular in this order, the steps:
a') Provision of a rough block (14) of at least one foam product having length, height
and width extensions, in particular having a polygonal, preferably rectangular, square
or triangular cross-section,
b') Provision of at least one adhesive composition (12) containing binding materials,
in particular containing hydratic and/or hydraulic binding materials, which is capillary-active
in the cured state,
c') Separation, in particular cutting, of the rough block (14) in the height and width
extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially
uniformly sized, base panels (16) having a front side and a rear side,
d') Application of the adhesive composition (12) and, if necessary, at least one fiber
material to the rear side of a first base panel (16),
e') Gluing of this rear side to the front side of a second base panel (16), in particular
of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary also comprising a binding
material-containing adhesive composition (12) and/or, if necessary, at least one fiber
material,
f') Gluing of the rear side of the second base panel (16) containing the binding material-containing
adhesive composition (12) to the front side of a third base panel (16), in particular
of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary containing a binding material-containing
adhesive composition (12),
g') If necessary, repetition, in particular several times, of steps e') and f') with
additional base panels (16), in particular adjacent base panels (16) on separating,
wherein steps c'), d'), e'), f') and, if necessary, g') produce a sandwich block having
length, height and width extensions which substantially correspond to those of the
rough block (14),
h') Separation, in particular cutting, of the sandwich block in the length and width
extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially
uniformly sized, thermal insulation composites (8), in particular thermal insulation
composite panels, having a front side and a rear side.
19. The method according to Claim 18, characterized in that the separation, in particular the cutting, of the sandwich block in step h) or h')
is done in such a way that i) the base panels (16) glued together are separated transversely
to the orientation of the front and rear sides or ii) the base panels (16) glued together
are each separated in the direction from the front side to the rear side, or vice
versa.
20. The method according to any one of Claims 17 to 19, characterized in that the front side of the thermal insulation composite (8), in particular in the region
of the adhesive layer (12) extending from the front side to the rear side, is provided,
at least in sections, in particular completely, with at least one capillary active
first coating material, which is connected, at least in sections, in a capillary active
form with at least one adhesive layer (12), in particular a plurality of adhesive
layers (12), and/or that the rear side of the thermal insulation composite (8), in
particular in the region of the adhesive layer (12) extending from the front side
to the rear side, is provided, at least in sections, in particular completely, with
at least one capillary active second coating material, which is connected, at least
in sections, in a capillary active form with at least one adhesive layer (12), in
particular, a plurality of adhesive layers (12).
21. The method according to any one of Claims 17 to 20, characterized in that the binding material-containing adhesive composition (12) and/or the first coating
material and/or the second coating material is/are applied by means of spreading,
rolling, knife coating, casting and/or spraying.
22. The method according to any one of Claims 18 to 21, characterized in that at least one base panel (16), in particular a plurality of not immediately adjacent,
preferably substantially every next but one, base panels (16), obtained by separation
from the rough block (14), preferably being retained in their sequence of adjacent
base panels (16) in each case, following the separation and prior to the gluing of
the, in particular adjacent, base panels (16), are rotated about the axis of the longitudinal
extension and/or about the axis of the width extension and/or about the axis of the
height extension, preferably about the axis of the longitudinal extension, by 180°.
23. Use of the (plate-shaped) thermal insulation composites (8) according to any one of
Claims 1 to 13 or of the thermal insulation composite area (6), in particular of the
thermal insulation panel area, according to any one of Claims 14 to 16, for the thermal
insulation of buildings, in particular of external walls (2), particularly preferably
on the inner side (4) of these external walls (2).
1. Composite d'isolation thermique (8) en forme de plaque pour l'isolation intérieure,
présentant une première face et une deuxième face opposée, comprenant au moins deux
unités en matériau isolant (10) ayant chacune une longueur, une hauteur et une largeur
et avec une extension ou une surface de bordure située au moins en partie le long
de la longueur et de la largeur, des unités en matériau isolant (10) adjacentes étant
collées le long desdites extensions de bordure adjacentes avec au moins une composition
adhésive (12) contenant un liant, appliquée en particulier au pinceau, au rouleau,
à la racle, par coulée et/ou par vaporisation, la couche d'adhésif formée par cette
composition étant capillairement active en état durci et s'étendant au moins en partie
de la première face à la deuxième face, caractérisé en ce qu'au moins deux, en particulier toutes les unités en matériau isolant (10) adjacentes
sont constituées de produits en mousse synthétique ou contiennent ceux-ci.
2. Composite d'isolation thermique (8) selon la revendication 1, caractérisé en ce que lesdites au moins deux unités en matériau isolant (10) forment des unités en matériau
isolant (10) parallélépipédiques ou cubiques.
3. Composite d'isolation thermique (8) selon la revendication 2, caractérisé en ce que les produits en mousse synthétique sont sélectionnés dans le groupe composé de verre
cellulaire, de polymères styréniques expansés, en particulier de polystyrène expansé,
de mousse élastomère, de mousse de polyisocyanurate, de mousse de polyéthylène, de
mousse de résine phénolique, de mousse de polyuréthane rigide, de mousse de résine
urée-formaldéhyde, d'acide silicique hydrophobé, d'aérogels hydrophobés, de polymères
styréniques extrudés, en particulier de mousse de polystyrène extrudé, de liège expansé
ou d'un mélange quelconque de ces composants.
4. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la composition adhésive (12) contenant un liant et ne contenant en particulier aucun
agent de charge, contient en tant que liant, en particulier un liant exclusivement
minéral, en particulier un liant hydraté et/ou hydraulique, sélectionné en particulier
dans le groupe composé de ciment, chaux, plâtre, ciment alumineux fondu, verre soluble
ou des mélanges quelconques de ceux-ci.
5. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la composition adhésive (12) contenant un liant contient au moins un matériau fibreux,
en particulier des fibres synthétiques, des fibres naturelles, des fibres minérales
telles que fibres de basalte, de céramique et/ou de verre, ou des mélanges quelconques
de celles-ci, préférentiellement avec une longueur de fibre moyenne de 16 mm au maximum,
en particulier de 12 mm au maximum et préférentiellement de 8 mm au maximum.
6. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'adhésif (12) contient en état durci des capillaires de diamètre moyen
inférieur ou égal à 100 nm, en particulier inférieur ou égal à 80 nm et préférentiellement
inférieur ou égal à 50 nm.
7. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'adhésif (12) en état durci présente une épaisseur moyenne de 1,0 mm au
maximum, en particulier de 0,7 mm au maximum et préférentiellement de 0,5 mm au maximum,
et/ou en ce que la couche d'adhésif (12) en état durci présente une épaisseur maximale de 2,0 mm,
en particulier de 1,5 mm et préférentiellement de 1,0 mm, et/ou en ce que la largeur moyenne des unités en matériau isolant (10) et/ou des extensions de bordure
le long de de la longueur et en largeur est comprise entre 10 mm et 200 min, en particulier
entre 20 mm et 160 mm et préférentiellement entre 40 mm et 140 mm.
8. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux unités en matériau isolant (10), en particulier adjacentes, en particulier
toutes les unités en matériau isolant (10) comprennent des polymères styréniques expansés,
en particulier du polystyrène expansé ou sont formées par ceux-ci.
9. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première face, en particulier au niveau de la couche d'adhésif (12) s'étendant
de la première face à la deuxième face, est dotée au moins en partie, en particulier
totalement, d'au moins un premier matériau de revêtement capillairement actif, lequel
est lié de manière capillairement active, au moins en partie, à au moins une couche
d'adhésif (12), et/ou en ce que la deuxième face, en particulier au niveau de la couche d'adhésif (12) s'étendant
de la première face à la deuxième face, est dotée au moins en partie, en particulier
totalement, d'au moins un deuxième matériau de revêtement capillairement actif, lequel
est lié de manière capillairement active, au moins en partie, à au moins une couche
d'adhésif (12).
10. Composite d'isolation thermique (8) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le premier et le deuxième matériau de revêtement correspondent sensiblement, en particulier
quant à la composition et/ou à l'épaisseur de l'application desdits matériaux de revêtement,
et/ou en ce que le premier et/ou le deuxième matériau de revêtement comprennent la composition adhésive
(12) contenant un liant ou sont formés par celle-ci.
11. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que au moins deux couches d'adhésif (12) contiguës, en particulier toutes les couches
d'adhésif (12), s'étendant sensiblement parallèlement entre elles, au moins en partie.
12. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci constitue une plaque d'isolation thermique, en particulier une plaque d'isolation
thermique intérieure, ayant préférentiellement une forme de base polygonale, sélectionnée
en particulier entre des formes de base carrées, rectangulaires, triangulaires.
13. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ladite au moins une couche d'adhésif (12), en particulier toutes les couches d'adhésif
(12), s'étendent sur la longueur, en particulier sur toute la longueur de celui-ci.
14. Surface de composites d'isolation thermique (6), en particulier surface de plaques
d'isolation thermique, comprenant au moins deux, en particulier une pluralité de composites
d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications 1 à 13, présentant chacun
une première et une deuxième face opposée et une extension ou une surface de bordure
au moins partiellement périphérique, reliant la première et la deuxième face avec
une longueur et une largeur, les composites d'isolation thermique (8) adjacents étant
au moins en partie adjacents, en particulier affleurants le long de leurs extensions
ou surfaces de bordure.
15. Surface de composites d'isolation thermique (6) ou surface de plaques d'isolation
thermique, comprenant au moins deux, en particulier une pluralité de composites d'isolation
thermique (8) selon l'une des revendications 1 à 13, présentant chacun une première
et une deuxième face opposée et une extension ou une surface de bordure au moins partiellement
périphérique, reliant la première et la deuxième face avec une longueur et une largeur,
les composites d'isolation thermique (8) adjacents étant au moins en partie collés
l'un à l'autre, en particulier de manière affleurante le long de leurs surfaces de
bordure avec au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, la couche
d'adhésif (12) formée par cette composition étant capillairement active en état durci
et s'étendant au moins partiellement de la première face à la deuxième face.
16. Surface de composites d'isolation thermique (6) ou surface de plaques d'isolation
thermique selon la revendication 14 ou la revendication 15, caractérisé en ce que le produit en mousse synthétique des composites d'isolation thermique (8) contient
ou est constitué de verre cellulaire, de polymères styréniques expansés, en particulier
de polystyrène expansé, de mousse élastomère, de mousse de polyisocyanurate, de mousse
de polyéthylène, de mousse de résine phénolique, de mousse de polyuréthane rigide,
de mousse de résine urée-formaldéhyde, d'acide silicique hydrophobé, d'aérogels hydrophobés,
de polymères styréniques extrudés, en particulier de mousse de polystyrène extrudé,
de liège expansé ou d'un mélange quelconque.
17. Procédé de fabrication d'au moins un composite d'isolation thermique (8) selon l'une
des revendications 1 à 13, comprenant les étapes suivantes :
1) préparation d'au moins deux unités en matériau isolant (10) ayant chacune une longueur,
une hauteur et une largeur et avec une extension ou une surface de bordure située
au moins en partie le long de la longueur et de la largeur,
2) préparation d'au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, en particulier
un liant hydraté et/ou hydraulique, capillairement active en état durci,
3) application de la composition adhésive (12) contenant un liant et le cas échéant
d'au moins un matériau fibreux sur l'extension ou la surface de bordure d'une première
unité en matériau isolant (10),
4) le cas échéant, application de la composition adhésive (12) contenant un liant
et, le cas échéant, d'au moins un matériau fibreux sur l'extension ou la surface de
bordure d'une deuxième unité en matériau isolant (10),
5) assemblage de l'extension de bordure de la première unité en matériau isolant (10)
comprenant la composition adhésive (12) contenant un liant à l'extension de bordure
de la deuxième unité en matériau isolant (10), comprenant elle aussi une composition
adhésive (12) contenant un liant, le cas échéant,
6) durcissement de la composition adhésive (12) contenant un liant comprise entre
les unités en matériau isolant (10) assemblées, formant ainsi une couche d'adhésif
(12),
7) le cas échéant, répétition des étapes 3) à 6) avec une troisième, ou une autre
unité en matériau isolant (10),
formant ainsi un composite d'isolation thermique (8) avec une face avant et une face
arrière opposée, ladite au moins une couche d'adhésif (12) capillairement active s'étendant
en partie de la face avant à la face arrière.
18. Procédé de fabrication d'au moins un composite d'isolation thermique (8) selon l'une
des revendications 1 à 13, comprenant les étapes suivantes, en particulier dans cet
ordre :
a) préparation d'un bloc brut (14) à partir d'au moins un produit en mousse synthétique
ayant une longueur, une hauteur et une largeur, en particulier avec une section transversale
polygonale, préférentiellement rectangulaire, carrée ou triangulaire,
b) préparation d'au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, en particulier
un liant hydraté et/ou hydraulique, capillairement active en état durci,
c) tronçonnage, en particulier découpe, du bloc brut (14) en longueur et en largueur
en au moins deux, en particulier en une pluralité de plaques de base (16), en particulier
de dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière,
d) application de la composition adhésive (12) et le cas échéant d'au moins un matériau
fibreux sur la face arrière d'une première plaque de base (16),
e) collage de ladite face arrière avec la face avant d'une deuxième plaque de base
(16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, présentant
également une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant et/ou au
moins un matériau fibreux le cas échéant,
f) collage de la face arrière de la deuxième plaque de base (16), comprenant la composition
adhésive (12) contenant un liant, avec la face avant d'une troisième plaque de base
(16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, comprenant
une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant,
g) le cas échéant, répétition des étapes e) et f), en particulier à plusieurs reprises,
avec d'autres plaques de base (16), en particulier adjacentes lors du tronçonnage,
les étapes c), d), e), f) et le cas échéant g) permettant d'obtenir un bloc sandwich
ayant une longueur, une hauteur et une largeur correspondant de préférence sensiblement
à celles du bloc brut (14),
h) tronçonnage, en particulier découpe, du bloc sandwich en hauteur et en largueur
en au moins deux, en particulier en une pluralité de composites d'isolation thermique
(8), en particulier de plaques composites d'isolation thermique, en particulier de
dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière ;
ou
comprenant les étapes suivantes, en particulier dans cet ordre :
a') préparation d'un bloc brut (14) à partir d'au moins un produit en mousse synthétique
ayant une longueur, une hauteur et une largeur, en particulier avec une section transversale
polygonale, préférentiellement rectangulaire, carrée ou triangulaire,
b') préparation d'au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, en particulier
un liant hydraté et/ou hydraulique, capillairement active en état durci,
c') tronçonnage, en particulier découpe, du bloc brut (14) en hauteur et en largueur
en au moins deux, en particulier en une pluralité de plaques de base (16), en particulier
de dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière,
d') application de la composition adhésive (12) et le cas échéant d'au moins un matériau
fibreux sur la face arrière d'une première plaque de base (16),
e') collage de ladite face arrière avec la face avant d'une deuxième plaque de base
(16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, présentant
également une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant et/ou au
moins un matériau fibreux le cas échéant,
f') collage de la face arrière de la deuxième plaque de base (16), comprenant la composition
adhésive (12) contenant un liant, avec la face avant d'une troisième plaque de base
(16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, comprenant
une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant,
g') le cas échéant, répétition des étapes e') et f), en particulier à plusieurs reprises,
avec d'autres plaques de base (16), en particulier adjacentes lors du tronçonnage,
les étapes c'), d'), e'), f) et le cas échéant g') permettant d'obtenir un bloc sandwich
ayant une longueur, une hauteur et une largeur correspondant de préférence sensiblement
à celles du bloc brut (14),
h') tronçonnage, en particulier découpe, du bloc sandwich en longueur et en largueur
en au moins deux, en particulier en une pluralité de composites d'isolation thermique
(8), en particulier de plaques composites d'isolation thermique, en particulier de
dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le tronçonnage, en particulier la découpe, du bloc sandwich lors de l'étape h) ou
h') est exécuté de manière que i) les plaques de base (16) collées l'une à l'autre
soient tronçonnées transversalement à l'alignement de la face avant et de la face
arrière, ou que ii) les plaques de base (16) collées l'une à l'autre soient tronçonnées
chacune dans la direction de la face avant vers la face arrière, ou inversement.
20. Procédé selon l'une des revendications 17 à 19, caractérisé en ce que la face avant du composite d'isolation thermique (8), en particulier au niveau de
la couche d'adhésif (12) s'étendant de la face avant à la face arrière, est dotée
au moins en partie, en particulier totalement, d'au moins un premier matériau de revêtement
capillairement actif, lequel est lié de manière capillairement active, au moins en
partie, à au moins une, en particulier à une pluralité de couches d'adhésif (12),
et/ou en ce que la face arrière du composite d'isolation thermique (8), en particulier au niveau
de la couche d'adhésif (12) s'étendant de la face avant à la face arrière, est dotée
au moins en partie, en particulier totalement, d'au moins un deuxième matériau de
revêtement capillairement actif, lequel est lié de manière capillairement active,
au moins en partie, à au moins une, en particulier à une pluralité de couches d'adhésif
(12).
21. Procédé selon l'une des revendications 17 à 20, caractérisé en ce que la composition adhésive (12) contenant un liant et/ou le premier matériau de revêtement
et/ou le deuxième matériau de revêtement sont appliqués au pinceau, au rouleau, à
la racle, par coulée et/ou par vaporisation.
22. Procédé selon l'une des revendications 18 à 21, caractérisé en ce qu'au moins une, en particulier une pluralité de plaques de base (16) obtenues par tronçonnage
du bloc brut (14), non immédiatement adjacentes, de préférence essentiellement en
sautant une plaque de base immédiatement adjacente, sont pivotées de 180° autour de
l'axe de la longueur et/ou autour de l'axe de la largueur et/ou autour de l'axe de
la hauteur, préférentiellement autour de l'axe de la longueur, préférentiellement
en conservant la suite des plaques de base (16) adjacentes, après tronçonnage et avant
collage des plaques de base (16) en particulier adjacentes.
23. Utilisation des composites d'isolation thermique (8) (en forme de plaques) selon l'une
des revendications 1 à 13 ou de la surface de composites d'isolation thermique (6),
en particulier de la surface de plaques d'isolation thermique selon l'une des revendications
14 à 16, pour l'isolation thermique d'immeubles, en particulier de parois extérieures
(2), préférentiellement contre la face intérieure (4) desdites parois extérieures
(2).