(19)
(11) EP 2 765 251 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.12.2016  Patentblatt  2016/52

(21) Anmeldenummer: 13000724.8

(22) Anmeldetag:  12.02.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 1/76(2006.01)

(54)

Plattenförmiger Wärmedämmverbund und Wärmedämmverbundareal, insbesondere Wärmedämmplattenareal, umfassend plattenförmigen Wärmedämmverbünde, sowie Verfahren zur Herstellung von Wärmedämmverbünden und Verwendung von Wärmedämmverbünden für die Wärmedämmung von Gebäuden

Plate-shaped thermal insulation composite and thermal insulation composite area, in particular thermal insulation panel area, comprising plate-shaped thermal insulation composites, process for the preparation of thermal insulation composites, and use of thermal insulation composites for the thermal insulation of buildings

Composite d'isolation thermique en forme de plaque, et zones de composite d'isolation thermique, en particulier zones de plaque d'isolation thermique, comprenant des composites d'isolation thermique en forme de plaques, procédé de fabrication de composites d'isolation thermique et utilisation de composites d'isolation thermique pour l'isolation thermique de bâtiments


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.08.2014  Patentblatt  2014/33

(73) Patentinhaber: DAW SE
64372 Ober-Ramstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Lohmann, Thomas
    68526 Ladenburg (DE)
  • Bethmann, Björn
    64380 Roßdorf (DE)

(74) Vertreter: Metten, Karl-Heinz 
Boehmert & Boehmert Anwaltspartnerschaft mbB Patentanwälte Rechtsanwälte Pettenkoferstrasse 20-22
80336 München
80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 369 075
DE-A1- 10 246 587
DE-A1-102010 044 789
DE-U1- 20 319 109
WO-A1-2014/044709
DE-A1-102007 040 938
DE-U1- 8 004 361
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen plattenförmigen Wärmedämmverbund. Ferner betrifft die Erfindung ein Wärmedämmverbundareal, insbesondere Wärmedämmplattenareal, umfassend Wärmedämmverbünde bzw. Wärmedämmplatten, sowie Verfahren zur Herstellung von Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmplatten. Außerdem betrifft die Erfindung die Verwendung von Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmplatten, für die Wärmedämmung von Gebäuden.

    [0002] In verstärktem Umfang werden Gebäude nachträglich mit einer Wärmedämmung ausgestattet. Auch bei Neubauten wird der Wärmedämmung zwecks Energieeinsparung besonderes Augenmerk geschenkt. Die Fassadendämmung, d.h. die an der Außenseite der Gebäudeaußenwand angebrachte Wärmeisolierung ist bereits seit Jahrzehnten etabliert. Vorgaben des Denkmal- und Ensembleschutzes sowie anderweitige Verordnungen oder Wünsche des Bauherrn lassen jedoch eine Fassadendämmung häufig nicht zu. In diesen Fällen gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, auf die Innendämmung von Gebäuden, d.h. auf die Anbringung der Wärmedämmung an der Innenseite der Gebäudeaußenwand zu wechseln.

    [0003] Bei der Ausführung der Innendämmung ist aus unterschiedlichsten Gründen wichtig, auf eine fachgerechte Ausführung zu achten. Grundsätzlich stehen für die Innendämmung verschiedene Systeme zur Verfügung, beispielsweise solche mit und ohne Dampfbremsen bzw. -sperren, kapillarleitende Dämmstoffe sowie Verbundplatten mit integriertem Dämmstoff. Dampfdichte Innendämmungen haben den Nachteil, dass sie schon bei kleinen Reparaturen oder Installationen leicht beschädigt werden können und ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Des Weiteren ist zu beachten, dass der Feuchtehaushalt einer Gebäudeaußenwand, insbesondere Schlagregenwand durch eine Innendämmung merklich zum Nachteil beeinflusst werden kann. Denn eine Gebäudefassade nimmt im Laufe eines Jahres Wasser auf, was solange keine Schäden verursacht, wie das feuchte Mauerwerk im Sommer nach innen abtrocknen kann. Nach Anbringen einer dampfdichten Innendämmung ist dies nicht mehr möglich. Es kommt zur Ansammlung von Feuchtigkeit hinter dem Dämmmaterial, und das Mauerwerk wird kontinuierlich nasser. Hiermit steigen die Gefahr der Schimmelbildung und auch das Frostschadenrisiko. Bauschäden sind dann nicht mehr auszuschließen.

    [0004] Kapillaraktive bzw. -leitfähige Innendämmungen verwenden keine Dampfsperre. Die vorangehend geschilderten Nachteile treten bei einer solchen Innendämmung regelmäßig nicht oder nur abgeschwächt auf, je nach Güte der Innendämmung.

    [0005] Zur kapillaraktiven Innendämmung werden z.B. homogene offenporige mineralische Platten eingesetzt. Hierzu gehören Calciumsilikatplatten wie das kommerziell erhältliche Produkt Calsitherm, mineralische Dämmstoffe, die als Füllstoff Perlite enthalten, z.B. das Produkt Tectem, und der Porenbeton Multipor. In diesem Zusammenhang sei auch auf die DE 197 23 426 C1 und die DE 10 2010 005 361 A1 verwiesen. Die wesentliche Gemeinsamkeit dieser Dämmplatten ist, dass das homogene Material gleichzeitig die beiden Funktionen Wärmedämmung und kapillare Leitfähigkeit erfüllen muss, es stellt somit zwangsläufig nur einen Kompromiss dar. Diese Platten haben im Allgemeinen eine Rohdichte von ca. 120 bis 300 kg/m3 bei einer Wärmeleitfähigkeit (trocken) von ca. 0,045 bis 0,065 W/mK.

    [0006] Des Weiteren werden zur kapillaraktiven Innendämmung Platten aus geblähtem Kork, wie in der DE 10 2007 025303 A1 beschrieben, eingesetzt, deren durch die ganze Platte hindurchgehende Hohlräume unter Vakuum mit modifiziertem Lehm verfüllt worden sind. Während das erste Material für die Wärmedämmung verantwortlich ist (Kork), dient das weitere Material (Lehm) für die Kapillarleitfähigkeit. Die Rohdichte der gefüllten Korkplatte beträgt 120 bis 150 kg/m3 bei einer Wärmeleitfähigkeit (trocken) zwischen 0,04 bis 0,06 W/mK.

    [0007] In der EP 2 447 431 A2 dient eine Platte aus expandiertem Polystyrol, deren einzelne vorgeschäumte Kugeln noch weitgehend rund sind und nur wenig von der sonst üblichen Polyederform in Polystyrolplatten angenommen haben, als für die Wärmedämmung zuständige Komponente. Diese Platte ist mit durchgehenden und teilweise verbundenen Hohlräumen durchzogen, die, ähnlich wie in DE 10 2007 025 303 A1, unter Vakuum mit einer Zusammensetzung auf Kalk/Zementbasis als kapillarleitfähigem Material verfüllt worden sind. Wesentliches Merkmal der vorangehend beschriebenen Ausgestaltung von Dämmplatten ist, dass im Grunde genommen zwei einzelne anisotrope Gerüste, eines zuständig für die Wärmedämmung und eines für die kapillare Leitfähigkeit, ineinandergestellt sind. Demzufolge gibt es weder für die Wärme- noch für die Kapillarleitung eine Vorzugsrichtung.

    [0008] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung können Dämmplatten, wie der EP 86 681 B1 zu entnehmen ist, auch über schachbrettartig angeordnete Dämmplattenabschnitte verfügen, die über kapillaraktive quaderförmige Stege verbunden sind. Dämmplatten mit quaderförmigen kapillarleitfähigen Stegen finden sich auch in der DE 10 2010 044 791 A1 und DE 10 2010 044 789 A1 offenbart. Die Stege sind aus Calciumsilikat hergestellt, bei den Dämmplatten handelt es sich um Vakuumisolationspaneele und alukaschierten Polyurethanhartschaum.

    [0009] In der WO 92/10624 wird eine Dämmplatte mit durchgehenden Bohrungen versehen, die nach dem Anbringen an die Wand mit kapillarleitfähigem Material zu befüllen sind. Dämmplatten mit mit kapillaraktivem Material gefüllten durchgehenden Bohrungen werden auch in der DE 10 2007 040 938 A1 und DE 10 2011 050 830 A1 beschrieben.

    [0010] Viele Dämmmaterialien, die aus Fasern hergestellt sind, sind häufig nicht oder nicht ausreichend kapillarleitfähig, obwohl sie eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aufweisen. Auch sie bedürfen der zusätzlichen Ausrüstung mit einem kapillarleitfähigen Material, was ebenfalls durch entsprechend gefüllte Löcher sichergestellt werden kann.

    [0011] Die bislang verfügbaren kapillaraktiven Dämmplatten weisen unterschiedlichste Mängel auf.

    [0012] Dämmstoffe, wie in der DE 197 23 426 C1 und DE 10 2010 005 361 A1 offenbart, sind verhältnismäßig schwer und haben im trockenen Zustand deutlich schlechtere Dämmeigenschaften als die für die Außendämmung üblichen Dämmstoffe (wie EPS, PU oder PF). Aufgrund ihrer hohen Rohdichte und der wegen der nur mäßigen Wärmedämmung benötigten höheren Plattendicke für eine vergleichbare Energieeinsparung ist auch der Ressourcenverbrauch bei den vorangehend genannten Dämmstoffen hoch. Diese Dämmstoffe sind zudem in der Regel mechanisch kaum belastbar, was sich an den häufig kleinen Plattenmaßen zeigt, die in der Praxis angewendet werden müssen. Es kommt nicht selten bei der Erstellung einer gedämmten Innenwand zu Aus- und Abbrüchen, besonders an Plattenecken, die dann häufig mit Mörtel verfüllt werden, der jedoch keine wärmedämmenden Eigenschaften hat, mithin eine Wärmebrücke darstellt. Herstellungsbedingt können außerdem großflächig Risse und Blasen nicht ausgeschlossen werden. In diesen Bereichen ist die Kapillarleitung unterbrochen.

    [0013] Dämmstoffe, wie in der WO 92/10624 beschrieben, setzen im Allgemeinen nicht geringe Mengen an kapillarleitendem Material ein. Damit wird wertvoller Platz für die wärmedämmende Komponente verschenkt. Auch ist die Herstellung dieser Dämmstoffe häufig nicht trivial. Zudem ist der maschinelle Aufwand hoch. Aufgrund des erforderlichen Vakuums können die Anlagen nur kleindimensionierte Blöcke mit dem kapillaraktiven Material befüllen.

    [0014] Bei den Dämmplatten gemäß DE 10 2007 040 938 A1 und DE 10 2011 050 830 A1 hat man festgestellt, dass sich kühlere Stellen, d.h. die Bereiche der Durchbrüche enthaltend kapillaraktives Material, erfahrungsgemäß mit der Zeit dunkel abzeichnen. Auf der Innenseite der Wand entsteht dann ein unerwünschtes Muster. Zur Vermeidung dieses Effekts ist es deshalb regelmäßig erforderlich, eine mindestens 5 bis 10 mm dicke Endbeschichtung eines gut wärmeleitenden Materials vorzusehen. Gemäß der DE 10 2010 44 791 A1 und DE 10 2010 044 789 A1 wird hierfür auf ca. 10 mm dicke Deckplatten zurückgegriffen.

    [0015] Die DE 102 46 587 A1 betrifft eine versteifte Platte aus Mineralwolle mit Abmessungen: Höhe ab 10mm bis 200mm (z-Richtung), Breite ab 625mm bis 2000mm (x-Richtung) und Länge ab 1000mm bis unendlich lang (y-Richtung). Die versteifte Platte wird in Streifen (y/z- oder x/z-Ebene) zugeschnitten. In die dabei entstehenden Schlitze wird Klebstoff (Gips, Zementmörtel, Kunststoff-, Harz- oder Bitumenkleber) hineingespritzt. Auf diese Weise wird eine Querversteifung von Mineralwollplatten erzielt.

    [0016] Es wäre wünschenswert, auf Dämmstoffe bzw. Dämmplatten zurückgreifen zu können, welche nicht mehr mit den Nachteilen des Stands der Technik behaftet sind und die insbesondere eine durchgehend gute Wärmedämmung sicherstellen. Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zu Grunde, Dämmstoffe zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Stands der Technik überwinden und die insbesondere eine Gebäudeinnendämmung ermöglichen, die konstruktiv leicht umzusetzen ist und die gleichzeitig die Gefahr von Wärmebrücken minimiert bzw. vollständig ausschließt, und zwar ohne auf eine Dampfsperre angewiesen zu sein. Der vorliegenden Erfindung lag ferner die Aufgabe zu Grunde, eine Innendämmung verfügbar zu machen, die preiswert ist und die das Problem der Tauwasserbildung und/oder das Problem der Schimmelbildung minimiert bzw. eliminiert. Ferner lag der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, Dämmmaterialien bzw. Dämmstoffe zur Verfügung zu stellen, die sich durch eine gute Biegefestigkeit auszeichnen. Schließlich lag der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, Dämmstoffe bzw. -platten verfügbar zu machen, die keine Abzeichnungen bilden. Aufgabe der Erfindung war weiterhin, baustellengerechte, schnell zu verlegende große Plattenmaße zu ermöglichen und eine baustellengerechte Stabilität zur Verfügung zu stellen. Aufgabe der Erfindung war auch, eine leicht schleifbare Oberfläche zur Verfügung zu stellen, um die Entfernung von Unebenheiten nach Aufkleben der Dämmplatten auf die Innenseite der Außenwand bequem zu ermöglichen.

    [0017] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird demgemäß gelöst durch einen plattenförmigen Wärmedämmverbund gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

    [0018] Der Wärmedämmverbund weist eine erste Seite und eine gegenüberliegende zweite Seite auf und umfasst mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten mit jeweils einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf bzw. -fläche zumindest abschnittsweise entlang der Längen- und Breitenausdehnung, wobei diese benachbarten Dämmmaterialeinheiten entlang aneinander anliegender Kantenverläufe mit mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung verklebt sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckt.

    [0019] In einer beispielhaften Ausgestaltung ist die Aushärtung nach einer Zeit von, vorzugsweise maximal, drei Tagen bei 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 %, oder vorzugsweise auch darüber, regelmäßig so weit fortgeschritten, dass sich die kapillarleitenden Eigenschaften bereits eingestellt haben und dass vorzugsweise die mechanische Festigkeit für die weitere Bearbeitung ausreichend ist. In der Regel ist eine solche Aushärtung bereits häufig nach 24 Stunden eingetreten.

    [0020] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird, bei dem erfindungsgemäßen Wärmedämmverbund für die Innendämmung (d.h. an der Innenseite der Gebäudeaußenwand) bei der ersten Seite auch von der Feucht- bzw. Tauwasserseite und bei der zweiten Seite von der Trockenseite bzw. der dem Innenraum zugewandten Seite gesprochen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden die Begriffe kapillarlleitend und kapillaraktiv hier stets synonym verwandt. Die kapillaraktiven Klebeschichten können bevorzugt über eine Dicke von z.B. 0,2 mm bis 3 mm und besonders bevorzugt von 0,3 mm bis 1,2 mm verfügen. Auf der ersten und/oder der zweiten Seite der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten, nehmen die Klebeschichten dabei in der Summe in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung nur etwa 0,1 bis 5 %, bevorzugt 0,5 bis 3 % und besonders bevorzugt 1,0 bis 1,5 %, der Gesamtfläche der jeweiligen Seitenfläche ein. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der ursprüngliche Dämmstoff, d.h. das Schaumstoffprodukt, nur wenige Milliwatt pro Meter und Kelvin an Dämmleistung verliert. In weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde ist auch darin zu sehen, dass es in einer Ausgestaltung möglich ist, dass das Volumen an kapillarleitfähiger Klebeschicht, bezogen auf das Gesamtvolumen des Wärmedämmverbunds, nicht mehr als 1 Vol.-% beträgt. Selbst bei diesen geringen Volumenanteilen und auch noch bei Volumenanteilen unterhalb 1 % stellt sich der erfindungsgemäße Effekt ein. Die Wärmeleitfähigkeit des eigentlichen Materials wird durch die Klebeschicht nicht bzw. kaum merklich beeinträchtigt. Es ist von Vorteil, dass die schmalen kapillaraktiven Klebeschichten nicht als Wärmebrücke dienen und dass sich überdies in der Nutzungsphase diese Klebeschichten nicht auf der Oberfläche, z.B. in Form einer Verdunkelung, abzeichnen, und auch dann nicht, wenn nur ein sehr dünner Putz verwendet wird.

    [0021] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mindestens zwei benachbarte, insbesondere sämtliche, Dämmmaterialeinheiten aus Schaumstoffprodukten gebildet sind oder diese umfassen.

    [0022] Die Verwendung von Schaumstoffprodukten ist dabei bevorzugt. Geeignete Schaumstoffprodukte können ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Schaumglas, expandierten Styrolpolymeren, insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen, Elastomerschaum, Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum, Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele, extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem Kork oder deren beliebigen Mischungen.

    [0023] Besonders bevorzugt greift man für die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde auf solche Ausführungsvarianten zurück, bei denen mindestens zwei, insbesondere benachbarte, Dämmmaterialeinheiten, insbesondere sämtliche Dämmmaterialeinheiten, expandierte Styrolpolymere, insbesondere expandiertes Polystyrol, Polyurethanhartschaum und/oder Phenolharzschaum umfassen oder hieraus bestehen.

    [0024] Beispielsweise kommen natürliche, d.h. weiße expandierte Styrolpolymerisate, z.B. Polystyrol, ebenso in Frage wie schwarz eingefärbte Styrolpolymerisate (beispielsweise das Produkt Neopor), wie aus der EP 981 574 bekannt. Darüber hinaus kann selbstverständlich auch auf solche expandierten Styrolpolymerisatprodukte zurückgegriffen werden, die aus einer Mischung aus weißen, d.h. unpigmentierten, Styrolpolymerisatpartikeln und Pigment enthaltenden, beispielsweise Graphit enthaltenden Styrolpolymerisatpartikeln gebildet sind. Derartige Dämmplatten mit einem gesprenkelten Erscheinungsbild finden sich zum Beispiel in der EP 1 731 552 offenbart.

    [0025] Die den Wärmedämmverbund bildenden bzw. hierin enthaltenen Dämmmaterialeinheiten haben vorzugsweise eine quaderförmige, z.B. plattenförmige, oder eine würfelförmige Grundform.

    [0026] Besonders geeignete Wärmedämmverbünde sind plattenförmig und stellen demgemäß eine Wärmedämmplatte dar, insbesondere umfassend eine erste und eine gegenüberliegende zweite Seite.

    [0027] Es hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen, solche bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzungen zu verwenden, die als Bindemittel, insbesondere ausschließlich, mineralische Bindemittel enthalten. Besonders gute Resultate stellen sich auch dann ein, wenn die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung keine Füllstoffe enthält. In einer solchen Ausführungsform ist die kapillarleitende Wirkung, die die aus der Kleberzusammensetzung gebildete Klebeschicht im ausgehärteten Zustand aufweist, besonders ausgeprägt.

    [0028] Geeignete mineralische Bindemittel umfassen oder bestehen insbesondere aus hydratischen und/oder hydraulischen Bindemitteln und sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zement, Kalk, Gips, Tonerdeschmelzzement, Wasserglas oder beliebigen Mischungen hiervon.

    [0029] Die erfindungsgemäßen Klebeschichten zeichnen sich im ausgehärteten Zustand dadurch aus, dass sie mit Wasser benetzbar sind, insbesondere eine im Wesentlichen vollständige Benetzbarkeit mit Wasser vorliegt. Besonders geeignete ausgehärtete kapillaraktive Klebeschichten und/oder die hierfür verwendeten mineralischen Bindemittel weisen dabei vorzugsweise einen Kontaktwinkel (auch Randwinkel oder Benetzungswinkel genannt) mit Wasser im Bereich von 0° bis weniger als 90° auf, besonders bevorzugt von 0° oder nahezu 0°. Diese Materialien verfügen demgemäß in einer Ausgestaltung über eine Kapillaraktivität, wie sie zum Beispiel von den aus dem Stand der Technik bekannten Calciumsilicatplatten bekannt ist. Geeignete Materialien, die der Kleberzusammensetzung ebenfalls zugegeben werden können, umfassen zum Beispiel auch aktivierte Tonerde, Tonmineralien wie Bentonite und Atapulgite, Zeolithe, Superabsorber, Rheologiehilfsmittel oder beliebige Mischungen dieser Komponenten. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung hygroskopische Salze zwecks Erhöhung der kapillarleitenden Wirkung zugegeben werden.

    [0030] Eine Vergleichmäßigung der Wassertransportfähigkeit stellt sich insbesondere auch dadurch ein, dass man zwei oder mehr verschiedene kapillarleitfähige Materialien als Bestandteil der Kleberzusammensetzung miteinander kombiniert. Hierbei ist eine solche Ausführungsform von besonderem Vorteil, bei der das kapillaraktive Material mit den gröberen Poren zur Außenwand und das kapillaraktive Material mit den feineren Poren zum Innenraum hin innerhalb der Klebeschicht des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds vorliegen. Natürlich lassen sich die beiden vorangehend skizzierten Ausführungsformen auch kombinieren.

    [0031] Ein geeignetes, verwendbares kapillarleitfähiges bindemittelhaltiges Klebematerial hat vorzugsweise eine Rohdichte im Bereich von 0,1 bis 2,0 kg/l, und besonders bevorzugt von 0,5 bis 1,5 kg/l. Die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung enthält die, vorzugsweise hydraulischen und/oder hydratischen, Bindemittel und Wasser vorteilhafter Weise in einem Verhältnis, dass die vorangehend beschriebenen Trockendichten erreicht werden.

    [0032] Besonders bevorzugt bildet die Kleberzusammensetzung zusammenhängende Poren aus, vorzugsweise mit einem Durchmesser von 100 nm und darunter. Solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen, bei denen die Klebeschicht im ausgehärteten Zustand Kapillaren mit einem durchschnittlichen Durchmesser kleiner oder gleich 100 nm, insbesondere kleiner oder gleich 80 nm und besonders bevorzugt kleiner oder gleich 50 nm, enthält.

    [0033] Bei den besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden enthält die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung mindestens ein Fasermaterial, insbesondere Kunststofffasern, Naturfasern, Mineralfasern, z.B. Basalt- Keramik- und/oder Glasfasern, oder beliebige Mischungen hiervon. Als Fasern kommen zusätzlich oder alternativ auch Hohlfasern und/oder Nanoröhrchen in Betracht. Letztere haben den Vorteil, dass sie ebenfalls am Kapillartransport teilnehmen können. Darüber hinaus können bei den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden, zusätzlich oder alternativ, auch Fasermatten bzw. -gewebe in die Klebeschicht integriert, eingearbeitet bzw. aufgelegt werden.

    [0034] Sollen verschiedene kapillarleitfähige Materialien zum Einsatz kommen, kann der Auftrag von Kleberzusammensetzungen beispielsweise auch nacheinander erfolgen.

    [0035] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Fasern eine Länge im Bereich von 2 bis 40 mm, insbesondere im Bereich von 4 bis 20 mm, und besonders bevorzugt im Bereich von 8 bis 15 mm, aufweisen. Dabei ist besonders bevorzugt, dass die durchschnittliche Länge der Fasern bei maximal 16 mm, insbesondere bei maximal 12 mm und besonders bevorzugt bei maximal 8 mm, liegt. Mit dem Fasermaterial kann eine Verstärkung, Elastifizierung und/oder Verminderung der Schwindung der Klebeschichten erreicht werden. Zusätzlich oder alternativ können Fasern auch auf die frisch aufgetragene Klebeschicht aufgestreut oder aufgeblasen werden.

    [0036] Als besonders vorteilhaft haben sich auch solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde erwiesen, bei denen die Klebeschicht im ausgehärteten Zustand über eine durchschnittliche Dicke von maximal 1,0 mm, insbesondere von maximal 0,7 mm und besonders bevorzugt von maximal 0,5 mm verfügt. Darüber hinaus auch solche Wärmedämmverbünde besonders geeignet, bei denen die Klebeschicht im ausgehärteten Zustand über eine maximale Dicke von 2,0 mm, insbesondere 1,5 mm und besonders bevorzugt 1,0 mm verfügt. In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsvariante hat es sich als vorteilhaft erwiesen, der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung mindestens ein Stützkorn zuzugeben. Auf diese Weise gelingt die exakte Einhaltung einer gewünschten Schichtdicke besonders zuverlässig. Auch sind grobe Zuschläge wie z.B. Bimsgranulat möglich.

    [0037] Die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung liefert zum einen eine kapillarleitfähige (Klebe)-Schicht und zum anderen stellt sie die Verklebung der Dämmmaterialeinheiten untereinander sicher.

    [0038] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass die durchschnittliche Breite der Dämmmaterialeinheiten und/oder der Kantenverläufe im Bereich von 10 mm bis 200 mm, insbesondere Bereich von 20 mm bis 160 mm und vorzugsweise Bereich von 40 mm bis 140 mm liegt.

    [0039] Solche Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde lösen die der Erfindung zu Grunde liegenden Probleme in besonders zufriedenstellender Weise, bei denen die erste Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckenden Klebeschicht, zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial versehen ist, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer Klebeschicht.

    [0040] Von Vorteil sind in diesem Zusammenhang auch solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde, bei denen, alternativ oder zusätzlich, die zweite Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckenden Klebeschicht, zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial versehen ist, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer Klebeschicht.

    [0041] Hierbei kann auch vorgesehen sein, dass das erste und das zweite Beschichtungsmaterial im Wesentlichen übereinstimmen, insbesondere hinsichtlich Zusammensetzung und/oder Dicke des Auftrags dieser Beschichtungsmaterialien. In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform umfassen das erste und/oder das zweite Beschichtungsmaterial die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung oder sind hieraus gebildet.

    [0042] Dabei ist insbesondere eine solche Gestaltungsvariante eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds von Vorteil, bei der die erste Seite im Wesentlichen vollflächig mit dem ersten Beschichtungsmaterial versehen ist und/oder die zweite Seite im Wesentlichen vollflächig mit dem zweiten Beschichtungsmaterial versehen ist.

    [0043] Es reicht in der Regel aus, wenn die erste und/oder zweite Beschichtung nur wenige zehntel Millimeter dick ist. Schon auf diese Weise lässt sich die Zu- und Ableitung ggf. anfallenden Wassers zu den kapillaraktiven Klebestreifen merklich verbessern. In einer besonderen Ausführungsform können für die Beschichtung der ersten und/oder zweiten Seite auch Materialien eingesetzt werden, die nicht nur kapillaraktiv sind, sondern die ebenfalls zur Herabsetzung der Wasserdampfdurchlässigkeit der Dämmplatte beitragen.

    [0044] Besonders guten Resultate hinsichtlich einer gesteigerten Kapillaraktivität stellen sich auch dadurch ein, dass das erste Beschichtungsmaterial beabstandet von der Klebeschicht über eine geringere Dicke verfügt als im Bereich, insbesondere in Richtung der Verlängerung, der Klebeschicht und/oder das das zweite Beschichtungsmaterial beabstandet von der Klebeschicht über eine geringere Dicke verfügt als im Bereich, insbesondere in Richtung der Verlängerung, der Klebeschicht.

    [0045] Das erste Beschichtungsmaterial bzw. der erste Beschichtungsauftrag, der für die Beschichtung der ersten Seite, d.h. der Feucht- bzw. Tauwasserseite des Wärmedämmverbunds vorgesehen ist, kann, muss aber nicht mit dem zweiten Beschichtungsmaterial bzw. dem zweiten Beschichtungsauftrag, der für die Beschichtung der zweiten Seite, d.h. der Trockenseite bzw. der dem Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds vorgesehen ist, übereinstimmen. Erster wie auch zweites Beschichtungsmaterial bzw. Beschichtungsauftrag können auch aus mehreren unterschiedlichen, jeweils kapillaraktiven Komponenten gebildet sein bzw. diese umfassen. Auch ist es möglich, das erste und/oder zweite Beschichtungsmaterial bzw. den ersten und/oder zweiten Beschichtungsauftrag zwei- oder mehrlagig auszuführen, wobei die jeweiligen Lagen aus unterschiedlichen kapillaraktiven Materialien gebildet sind bzw. diese umfassen.

    [0046] Ein besonders zweckmäßiger erfindungsgemäßer Wärmedämmverbund zeichnet sich auch dadurch aus, dass mindestens zwei benachbarte Klebeschichten, insbesondere sämtliche Klebeschichten, mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.

    [0047] Mit den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden lassen sich die Klebeschichten in vorteilhafter Weise derart ausrichten, dass sie nach Anbringung an der Gebäudewand im Wesentlichen horizontal verlaufen. Ein Vorteil dieser im Wesentlichen horizontalen Anordnung der, insbesondere benachbarten, Klebeschichten ist, dass, kommt es z.B. zu einem punktuellen Feuchtigkeitsanfall hinter der Dämmplatte, die Flüssigkeit wegen der Schwerkraft nach unten abfließt und hierbei auf eine kapillarleitfähige Klebeschicht trifft. Feuchtigkeit kann sich bei dieser Anordnung nicht flächendeckend ausbreiten.

    [0048] Um die Wassertransportfähigkeit vorzugsweise in jedem Abschnitt von der Innenseite der Außenwand zum Innenraum hin zu vergleichmäßigen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, innerhalb der Wärmedämmverbünde zum Innenraum hin mehr bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung aufzutragen. Demgemäß können die Klebeschichten auch mit nicht gleichbleibender Dicke ausgeführt sein. Vielmehr sind auch solche erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde von Vorteil, insbesondere auch im Hinblick auf eine gesteigerte Kapillaraktivität, bei denen die Dicke der Klebeschicht von der ersten Seite zur zweiten Seite hin, d.h. zur Innenraumseite hin, insbesondere kontinuierlich, zunimmt.

    [0049] Der erfindungsgemäße Wärmedämmverbund stellt vorzugsweise eine Wärmedämmplatte, insbesondere eine Innenwärmedämmplatte, vorzugsweise mit einer polygonalen Grundform, insbesondere ausgewählt aus quadratischen, rechteckigen, dreieckigen Grundformen, dar.

    [0050] In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass die mindestens eine Klebeschicht, insbesondere sämtliche Klebeschichten, des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds sich entlang der, insbesondere gesamten, Längsausdehnung desselben erstrecken.

    [0051] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch ein Wärmedämmverbundareal, insbesondere Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmplatten, mit jeweils einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einer zumindest abschnittsweise umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenfläche mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten, zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenflächen, insbesondere bündig, benachbart sind.

    [0052] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird auch gelöst durch ein Wärmedämmverbundareal und/oder Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, Wärmedämmplatten und/oder, insbesondere erfindungsgemäßen, Wärmedämmverbünden mit jeweils einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einer zumindest abschnittsweise umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenfläche mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde bzw. -platten zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenflächen mit mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung, insbesondere bündig, miteinander verklebt sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckt.

    [0053] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Wärmedämmplatten bzw. -verbünde ein Schaumstoffprodukt darstellen, insbesondere enthaltend oder gebildet aus Schaumglas, expandierten Styrolpolymeren, insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen, Elastomerschaum, Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum, Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele, extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem Kork oder deren beliebigen Mischungen.

    [0054] In besonders geeigneten Wärmedämmplattenarealen liegt mindestens ein erfindungsgemäßer Wärmedämmverbund, vorzugsweise in Form einer Wärmedämmplatte, vor. Besonders bevorzugt liegen darin ausschließlich bzw. nahezu ausschließlich erfindungsgemäße Wärmedämmverbünde, insbesondere in Form von Wärmedämmplatten, vor.

    [0055] Dabei kann in eine besonders zweckmäßigen Ausgestaltung vorgesehen sein, dass mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an Wärmedämmplatten eine polygonale Grundform haben, insbesondere ausgewählt aus quadratischen, rechteckigen und dreieckigen Grundformen. Die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde bzw. Wärmedämmplatten sowie die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundareale werden geeigneter Weise für die Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere auf der Innenseite der Außenwände von Gebäuden eingesetzt.

    [0056] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds, umfassend die Schritte:
    1. 1) Zurverfügungstellung von mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten mit jeweils einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf zumindest abschnittsweise entlang der Längen- und Breitenausdehnung,
    2. 2) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung, die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
    3. 3) Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von Fasermaterial auf dem Kantenverlauf einer ersten Dämmmaterialeinheit,
    4. 4) gegebenenfalls Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von Fasermaterial auf dem Kantenverlauf einer zweiten Dämmmaterialeinheit,
    5. 5) Aneinanderfügen des Kantenverlaufs der ersten Dämmmaterialeinheit enthaltend die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung an den Kantenverlauf der zweiten Dämmmaterialeinheit, gegebenenfalls ebenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
    6. 6) Aushärten der zwischen den aneinander gefügten Dämmmaterialeinheiten befindlichen bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung unter Ausbildung einer Klebeschicht,
    7. 7) gegebenenfalls Wiederholen der Schritte 3) bis 6) mit einer dritten bzw. weiteren Dämmmaterialeinheit,
    unter Ausbildung eines Wärmedämmverbunds mit einer Vorder- und einer gegenüberliegenden Rückseite, wobei mindestens eine kapillaraktive Klebeschicht sich abschnittsweise von der Vorder- bis zur Rückseite erstreckt.

    [0057] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds, umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:
    1. a) Zurverfügungstellung eines Rohblocks aus mindestens einem Schaumstoffprodukt mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen, vorzugsweise rechteckigen, quadratischen oder dreieckigem, Querschnitt,
    2. b) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung, die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,
    3. c) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks in Längs- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Basisplatten mit einer Vorder- und Rückseite,
    4. d) Auftragen der Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von Fasermaterial auf die Rückseite einer ersten Basisplatte,
    5. e) Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls ebenfalls aufweisend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
    6. f) Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte, enthaltend die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung, mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,
    7. g) gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e) und f) mit weiteren, insbesondere beim Vereinzeln, benachbarten Basisplatten,
      wobei die Schritte c), d), e), f) und gegebenenfalls g) einen Sandwichblock ergeben mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die vorzugsweise im Wesentlichen der des Rohblocks entspricht,
    8. h) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Höhen- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit einer Vorder- und Rückseite.


    [0058] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds, umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:

    a') Zurverfügungstellung eines Rohblocks aus mindestens einem Schaumstoffprodukt mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen, vorzugsweise rechteckigen, quadratischen oder dreieckigem, Querschnitt,

    b') Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung, die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,

    c') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks in Höhen- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Basisplatten mit einer Vorder- und Rückseite,

    d') Auftragen der Kleberzusammensetzung und gegebenenfalls von Fasermaterial auf die Rückseite einer ersten Basisplatte,

    e') Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls ebenfalls aufweisend eine bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung und/oder gegebenenfalls Fasermaterial,

    f') Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte, enthaltend die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung, mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte, gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung,

    g') gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e') und f) mit weiteren, insbesondere beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatten,
    wobei die Schritte c'), d'), e'), f') und gegebenenfalls g') einen Sandwichblock ergeben mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die im Wesentlichen der des Rohblocks entspricht,

    h') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Längen- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Wärmedämmverbünden, insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit einer Vorder- und Rückseite.



    [0059] Dabei kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass die Vereinzelung, insbesondere das Zerschneiden, des Sandwichblocks in Schritt h) bzw. h') in der Weise geschieht, dass i) die miteinander verklebten Basisplatten quer zur Ausrichtung der Vorder- und Rückseiten vereinzelt werden oder ii) die miteinander verklebten Basisplatten jeweils in Richtung von der Vorderzur Rückseite, oder umgekehrt, vereinzelt werden.

    [0060] Geeignete Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verfahren zeichnen sich auch dadurch aus, dass man die Vorderseite des Wärmedämmverbunds insbesondere im Bereich der sich von der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial versieht, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten.

    [0061] In einer zweckmäßigen Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Verfahren kann dabei, alternativ oder zusätzlich, vorgesehen sein, dass man die Rückseite des Wärmedämmverbunds insbesondere im Bereich der sich von der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial versieht, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten.

    [0062] Des Weiteren ist es in diesem Zusammenhang möglich, dass das erste und das zweite Beschichtungsmaterial im Wesentlichen übereinstimmen, insbesondere hinsichtlich Zusammensetzung und/oder Dicke des Auftrags dieser Beschichtungsmaterialien.

    [0063] In einer zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verfahren kann auch vorgesehen werden, dass das erste und/oder das zweite Beschichtungsmaterial die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung umfassen oder hieraus gebildet sind.

    [0064] Es hat sich zumindest in einigen Fällen zudem als vorteilhaft erwiesen, die Vorderseite im Wesentlichen vollflächig mit dem ersten Beschichtungsmaterial und/oder die Rückseite im Wesentlichen vollflächig mit dem zweiten Beschichtungsmaterial zu versehen.

    [0065] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung und/oder das erste Beschichtungsmaterial und/oder das zweite Beschichtungsmaterial mittels Streichen, Rollen, Rakeln, Spritzen, Gießen und/oder Sprühen aufgetragen werden. Auf diese Weise gelingt regelmäßig zuverlässig und wiederholbar der Auftrag einer sehr dünnen Klebeschicht bzw. einer sehr dünnen, gleichwohl funktionsfähigen ersten oder zweiten Beschichtung.

    [0066] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt sich auch dadurch aus, dass man mindestens eine, insbesondere eine Vielzahl an nicht unmittelbar benachbarten, vorzugsweise im Wesentlichen jede übernächste, durch Vereinzelung aus dem Rohblock erhaltenen Basisplatten, vorzugsweise unter Beibehaltung in ihrer Abfolge von jeweils benachbarten Basisplatten, nach der Vereinzelung und vor dem Verkleben der, insbesondere benachbarten, Basisplatten um die Achse der Längsausdehnung und/oder um die Achse der Breitenausdehnung und/oder um die Achse der Höhenausdehnung, vorzugsweise um die Achse der Längsausdehnung, um 180° dreht. Demgemäß wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe auch durch die nach dieser Verfahrensvariante erhaltenen Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten gelöst.

    [0067] Auf diese Weise gelangt man besonders zuverlässig und bequem zu erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden, die dauerhaft verformungsfrei sind und bei denen mögliche innere Spannungen gegeneinander aufgehoben sind. Es ist bekannt, dass Dämmplatten aus geschäumten Materialien, z.B. Polyurethanhartschaum, aufgrund innerer Spannungen auch noch während der Verarbeitung Verformungen zeigen. Deshalb lässt man solche Dämmmaterialien häufig vor der eigentlichen Verwendung für einen langen Zeitraum ablagern. Mit der vorangehend geschilderten erfindungsgemäßen Verfahrensweise lässt sich dieses Problem abstellen.

    [0068] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Verfahren stellt sich auch insbesondere dann ein, wenn die Vereinzelung mittels Heißdrahtschnitts erfolgt. Die so entstehenden Flächen sind versiegelt und nehmen kein Wasser auf. Es handelt sich dabei gerade um diejenigen Flächen, die später die kapillarleitenden Klebeschichten umgeben. Nach dem Beschichten mit der mit Wasser angemachten, insbesondere hydraulischen, bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung verliert diese Masse kein Wasser an das umgebende Material und kann in gewünschter Weise aushärten. So werden weder Festigkeit noch Porengehalt des kapillarleitfähigen Materials negativ beeinflusst, wie das im Fall von saugfähigen Oberflächen der Fall wäre.

    [0069] Demgemäß werden die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegenden Aufgaben ebenfalls gelöst durch die nach den erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Produkte.

    [0070] Die Erfindung umfasst schließlich auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten, der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundareale, insbesondere der Wärmedämmplattenareale, für die Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere von Außenwänden, besonders bevorzugt an der Innenseite dieser Außenwände.

    [0071] Nachfolgend wird eine spezielle Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde beispielhaft näher erläutert.

    [0072] Ein Polystyrolpartikelschaumblock wird mit oszillierenden Heißdrähten in Streifen, z.B. mit den Maßen (1000 mm) x (20 bis 150 mm) x (Dämmdicke) geschnitten. Anschließend werden diese Streifen mit der kapillaraktiven bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung wieder miteinander verklebt. Die kapillaraktiven Klebeschichten können bevorzugt eine Dicke von z.B. 0,2 mm bis 3 mm und besonders bevorzugt von 0,3 mm bis 1,2 mm aufweisen. Auf diese Weise kann man zum Beispiel wieder, jedenfalls annähernd, das übliche Baustellenmaß einer Dämmplatte von 500 mm x 1000 mm x Dämmdicke erhalten. Die Streifenbreite, d.h. die Breite des Kantenverlaufs beträgt erfindungsgemäß vorzugsweise 20 mm bis 150 mm und besonders bevorzugt 50 mm bis 100 mm.

    [0073] Die Dämmplatte kann auf einer oder auf beiden Seiten mit einem kapillarleitfähigen Material beschichtet sein, bevorzugt mit dem Material der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung.

    [0074] Um die Wassertransportfähigkeit in jedem Abschnitt von der Innenseite der Außenwand zum Innenraum hin zu vergleichmäßigen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, innerhalb der Wärmedämmverbünde zum Innenraum hin mehr bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung aufzutragen. Demgemäß kann die Klebeschicht auch mit nicht gleichbleibender Dicke ausgeführt sein. Vielmehr ist es von Vorteil, wenn ihre Dicke zur Innenraumseite hin zunimmt.

    [0075] Eine Vergleichmäßigung der Wassertransportfähigkeit stellt sich insbesondere auch dadurch ein, dass man zwei oder mehr verschiedene mineralische Bindemittel bzw. kapillarleitfähige Materialien als Bestandteil der Kleberzusammensetzung miteinander kombiniert. Beispielsweise können in der Kleberzusammensetzung bzw. der ausgehärteten Klebeschicht Zement und Gips gleichzeitig vorliegen, gegebenenfalls ergänzt durch Kalk und/oder Tonerdeschmelzzement. Hierbei ist eine solche Ausführungsform von besonderem Vorteil, bei der das kapillaraktive Material bzw. die ausgehärtete Klebeschicht mit den gröberen Poren zur Außenwand und das kapillaraktive Material bzw. die ausgehärtete Klebeschicht mit den feineren Poren zum Innenraum hin innerhalb mindestens einer Klebeschicht des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds vorliegen. Natürlich lassen sich die beiden vorangehend skizzierten Ausführungsformen auch kombinieren.

    [0076] Des Weiteren kann auch durch eine Verjüngung des Querschnitts der Klebeschicht, vorzugsweise entfernt, z.B. 5 mm, von der innenraumseitigen Plattenoberfläche beginnend, auf der Plattenoberfläche ein so schmaler verbleibender Klebestreifen verbleiben, dass die Problematik des Abzeichnens von Temperaturunterschieden vollends in den Hintergrund tritt. In diesem Bereich nahe der Plattenoberfläche kann das transportierte Wasser bereits teilweise durch die Dämmplatte hindurch verdunsten.

    [0077] Um stabilere Wärmedämmverbünde, insbesondere Wärmedämmplatten, im Sinne der Erfindung zu erhalten, kann man das Profil der Klebeschichten durch besondere Formen stabilisieren. Auf diese Weise lässt sich die Biegefestigkeit beispielsweise um den Faktor 1,5 bis 2 erhöhen.

    [0078] Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann wie folgt vonstatten gehen: Ein expandierter Polystyrolhartschaumblock mit einem Volumen von mehreren Kubikmetern wird im Heißdrahtverfahren vereinzelt. Im nächsten Schritt erfolgt die einseitige Beschichtung mit der flüssigen bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung mittels Rakeln, Streichen, Gießen, Rollen, Sprühen, Rakeln und/oder Spritzen. Vorzugsweise enthält die Kleberzusammensetzung Fasern. Zusätzlich oder alternativ können Fasern auch auf die frisch aufgetragene Klebeschicht aufgestreut oder aufgeblasen werden. Bei dieser Vorgehensweise ist von Vorteil, dass hinsichtlich Faserlänge und/oder Fasermenge keine verfahrenstechnischen Beschränkungen bestehen. Dadurch sind ungewöhnlich hohe Faserkonzentrationen möglich. Je länger die Fasern sind, umso mehr kann die Schwindung zurückgedrängt werden, welche bei der Aushärtung der Kleberzusammensetzung auftreten kann. Auf diese Weise lässt sich wirkungsvoll die Entstehung von Fehlstellen, die die Kapillarleitung unterbrechen, unterbinden. Es ist darüber hinaus auch möglich, statt der Fasern oder zusätzlich ein Gewebe oder Vlies einzulegen und die frisch beschichteten Platten erst danach wieder zusammen zu fügen. Das Gewebe bzw. Vlies kann neben der stabilisierenden Aufgabe eine grobe Kapillarität aufweisen und so das Porengefüge der kapillarleitfähigen Klebeschicht nach oben abrunden. Als Fasern kommen auch Hohlfasern und/oder Nanoröhrchen und/oder Naturfasern wie Zellstofffasern oder Baumwolle, oder gegebenenfalls auch Holzpartikel, in Betracht, die ebenfalls am Kapillartransport teilnehmen können. Sollen verschiedene kapillarleitfähige Materialien zum Einsatz kommen, kann der Auftrag beispielsweise nacheinander erfolgen.

    [0079] Die einseitig beschichteten Platten fügt man anschließend wieder zu einem Block zusammen. Die Größe dieses Blocks kann von der ursprünglichen Form des geschäumten Blocks abweichen und ermöglicht so die verschnittarme Wahl verschiedener Plattendimensionen.

    [0080] Nach der Aushärtung, vorzugsweise unter hoher Luftfeuchtigkeit, kann ein Besäumschnitt, z.B. per Heißdraht oder Bandsäge, folgen. Anschließend folgt der Zuschnitt der gewünschten Plattendicken und gegebenenfalls ein letztes Besäumen und Vereinzeln der Platten. Diese können anschließend je nach Ausführung ein- oder zweiseitig beschichtet werden bzw. ohne Beschichtung verpackt werden.

    [0081] Das Beschichtungsmaterial für die erste und/oder zweite Seite bzw. die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung für die Klebeschichten ist vorzugsweise so gewählt, dass es ohne Wärmezufuhr oder Trocknung auf z.B. einem Hordenwagen aushärtet. Dieses erlaubt es, die beschichteten Platten sogleich zu verpacken.

    [0082] Überraschend wurde gefunden, dass sich die Oberflächentemperaturen, die auf bzw. in den die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde bildenden Dämmmaterialeinheiten, insbesondere mittig, nur geringfügig von der Temperatur, insbesondere Oberflächentemperatur, der Klebeschichten unterscheidet. Dieses Ergebnis ist nahezu unabhängig von der Dicke bzw. durchschnittlichen Dicke der Klebeschichten. Die durchschnittliche Dicke dieser Klebeschichten kann dabei im Bereich von zum Beispiel 0,25 mm bis 1,0 mm variieren, ohne dass eine Temperaturdifferenz größer 1°C erhalten wird. Computersimulationen haben bestätigt, dass sich bei einer durchschnittlichen Dicke der Klebeschicht von 0,25 mm und einer Breite bzw. Tiefe des Wärmedämmverbunds bzw. der Wäredämmplatte von 30 mm eine Temperaturdifferenz von 0,3°C zwischen der Oberflächentemperatur der Klebeschicht und der Oberflächentemperatur in der Mitte der Oberfläche einer Dämmmaterialeinheit ergibt. Erhöht man die durchschnittliche Dicke der Klebeschicht auf 1,0 mm beträgt die Temperaturdifferenz noch stets weniger als 1°C. Hier wurde ein Wert von 0,8°C ermittelt. Demgegenüber ergibt sich für die in der DE 10 21 00 44 791 A1 und DE 10 20 10 44 789 A1 offenbarten Wärmedämmplatten, bei denen stets ein breiter Zylinder aus kapillaraktivem Material von zum Beispiel 20 mm zum Einsatz kommt, eine Temperaturdifferenz zwischen der Temperatur an der Oberfläche dieses kapillaraktiven Materials und der Temperatur des Dämmmaterials von mehr als 2°C ermittelt. Mit den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden wird somit das Risiko, dass sich die Klebeschichten im Laufe der Nutzungsdauer auf der Oberfläche einer z.B. aufgebrachten Putzschicht abzeichnen, erheblich minimiert gegenüber herkömmlichen Innendämmungen.

    [0083] Um zu zeigen, dass sich mit den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden eine hinreichende kapillare Leitfähigkeit erhalten lässt, wurde ein Ausschnitt eines solchen erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds mit den Maßen 200 x 200 x 60 mm, welche über zwei im Wesentlichen parallele Klebeschichten mit einer durchschnittlichen Dicke von nicht mehr als 1 mm verfügten, in ein Gefäß mit Wasser bei einer Eintauchtiefe von ca. 5 mm eingetaucht. Hierbei waren die Vorder- und die Rückseite des Wärmedämmverbunds mit dem kapillaraktiven Material der Klebeschicht mit einer Dicke nicht oberhalb von durchschnittlich 1 mm beschichtet.

    [0084] Die Ränder der Platte sowie auch das Gefäß selber waren, in den Bereichen, in denen keine Wärmedämmplatte vorlag, abgedichtet bzw. abgedeckt. Auf diese Weise konnte Wasser nur mittels Kapillarleitung über die Wärmedämmverbundplatte verdunsten. Die Versuchsanordnung befand sich in einem Klimaraum bei einer geregelten Temperatur von 23°C und einer geregelten Luftfeuchtigkeit von 50%. Ferner herrschte in dem Klimaraum eine Luftbewegung von ca. 0,1 m/s. Das Gefäß enthaltend Wasser und die Wärmedämmplatte befanden sich auf einer Waage. Entsprechende Versuche wurden durchgeführt mit einer kommerziellen Calciumsilikatplatte sowie mit einer Dämmplatte aus Porenbeton. Hierbei ergab sich, dass sich für den erfindungsgemäßen Wärmedämmverbund eine Verdunstungsrate von etwa 130 kg/(m2 x a) einstellte, während sich für die Calciumsilikatplatte ein Wert von etwa 660 kg/(m2 x a) und für die Dämmplatte aus Porenbeton ein Wert von etwa 120 kg/(m2 x a) ergab.

    [0085] Berücksichtigt man, dass üblicherweise eine Verdunstungsrate von etwa 3 kg/(m2 x a) ausreicht, um z.B. Schimmelbildung oder Feuchteprobleme auf der Inneseite einer innenseitig wärmegedämmten Gebäudeaußenwand zu unterbinden, konnte somit der Nachweis erbracht werden, dass die erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünde den Anforderungen an eine Gebäudeinnendämmung gerecht werden.

    [0086] Von besonderem Vorteil bei dem erfindungsgemäßen Wärmedämmverbund ist auch, dass sich die in den Dämmmaterialeinheiten gespeicherte Wärmeenergie nutzen lässt, um das durch die Klebeschicht hindurchtretende Wasser auf der dem Innenraum eines Gebäudes zugewandten Seite zu verdunsten, insbesondere wenn auf der dieser Seite zugewandten Fläche des Wärmedämmverbunds eine kapillaraktive Beschichtung vorliegt.

    [0087] Dieses ist insofern überraschend, als sich diese sehr zufriedenstellende Verdunstungsrate mit einem Volumen der Klebeschichten von nicht mehr als 1%, und insbesondere sogar von nicht mehr als 0,5%, bezogen auf das Gesamtvolumen des Wärmedämmverbunds einstellt.

    [0088] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachgehenden Beschreibung, in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft anhand schematischer Zeichnungen erläutert sind.

    [0089] Dabei zeigen:
    Figur 1:
    eine schematische Darstellung einer innen gedämmten Gebäudeaußenwand,
    Figur 1:
    eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
    Figur 3:
    eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
    Figur 4:
    eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds
    Figur 5:
    eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
    Figur 6:
    eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds,
    Figur 7:
    einen Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens für die Herstellung von Wärmedämmverbünden,
    Figur 8:
    eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Herstellverfahrens und
    Figur 9:
    eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Herstellverfahrens.


    [0090] Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Gebäudeaußenwand 2, die an ihrer Innenseite 4 ein erfindungsgemäßes Wärmeverbundareal 6 aufweist. Das Wärmedämmverbundareal 6 wird gebildet aus einer Vielzahl an bündig aneinander über ihre Kantenflächen (in ihrer Längen- und Breitenausdehnung) angebrachte Wärmedämmverbünde 8 in Form von Wärmedämmplatten, welche mit der Innenseite der Gebäudeaußenwand 2 mit einem Kleber 9 verklebt sind. Die Wärmedämmverbünde 8 sind hierbei jeweils aus einer Vielzahl and im Wesentlichen quaderförmigen Dämmmaterialeinheiten 10 hergestellt worden, welche über benachbarte, im vorliegenden Fall jeweils parallel verlaufende kapillaraktive ausgehärtete Klebeschichten 12 miteinander verbunden sind. Das Wärmedämmverbundareal 6 kann, wie in Figur 1 gezeigt, innenseitig mit einer herkömmlichen Putzschicht 11 abgedeckt sein. Optional können auch benachbarte Wäremedämmverbünde 8 über ihre Kantenflächen mit der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung verklebt sein.

    [0091] Figur 2 zeigt schematisch eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds 8 in Form einer Wärmedämmplatte, gebildet aus insgesamt 5 Dämmmaterialeinheiten 10, in im Wesentlichen quaderförmiger Form, welche über ihre benachbarten Kantenverläufe (in Längen- (L) und Breitenausdehnung (B)) mittels der ausgehärteten Klebeschicht 12 miteinander verbunden sind. Die Dämmmaterialeinheiten verfügen über eine Längen- (L), Breiten- (B) und Höhenausdehnung (H). Bei der dargestellten Ausgestaltung ist die Klebeschicht 12 nicht in gleichbleibender Dicke ausgeführt, sondern deren Dicke nimmt zur Innenraumseite hin zu, wenn der Wärmedämmverbund 8 als Innendämmung eingesetzt wird. Auf diese Weise kann die Wassertransportfähigkeit der Innenseite der Außenwand des Gebäudes zum Innenraum hin vergleichmäßigt werden.

    [0092] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbunds 8, gebildet aus fünf im Wesentlichen quaderförmigen Dämmmaterialeinheiten 10, welche über ihre einander zugewandten Kantenverläufe (in Längen- (L) und Breitenausdehnung (B)) mittels einer kapillarleitfähigen ausgehärteten Klebeschicht 12 miteinander verbunden sind. Bei dem Wärmedämmverbund gemäß Figur 3 sind die kapillaraktiven Poren der Klebeschicht 12, wenn der Wärmedämmverbund als Innendämmung eingesetzt wird, zur der der Innenseite der Gebäudeaußenwand zugewandten Seite im Durchschnitt größer als die Poren der ausgehärteten Klebeschicht im Bereich der dem Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds. Auch auf diese Weise lässt sich eine Vergleichmäßigung der Wassertransportfähigkeit durch die Wärmedämmplatte hindurch erreichen.

    [0093] In Figur 4 ist eine solche Ausgestaltung schematisch gezeigt, welche die vorangehend herausgestellten spezifischen Merkmale der Klebeschicht 12 gemäß Figur 2 und 3 kombiniert.

    [0094] Figur 5 entnimmt man eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundes 8, bei dem die Klebeschicht 12, wenn der Wärmedämmverbund als Innendämmung eingesetzt wird, in Richtung des Innenraums, d.h. in der Nähe der dem Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds 8 sich verjüngt. Beispielsweise kann diese Verjüngung im Bereich von fünf bis zehn Millimetern im Abstand von der genannten Seite beginnen. Auf diese Weise gelangt man zu einem sehr schmalen Klebeschichtstreifen, der dann auf der dem Innenraum zugewandten Seite des Wärmedämmverbunds 8 verbleibt. Dadurch gelingt es, das Risiko des Abzeichnens bedingt durch Temperaturunterschiede zwischen der Klebeschicht und den Dämmmaterialeinheiten 10 nochmals zu vermindern. Solche temperaturbedingten Abzeichnungen sind dann auch nach längerer Nutzung nicht mehr zu befürchten.

    [0095] Die Ausführungsform gemäß Figur 6 entspricht im Wesentlichen der der Figur 5 mit dem Unterschied, dass, ähnlich wie bei der Ausgestaltung gemäß Figur 3, auf der der Gebäudeaußenwand zugewandten Seite die Klebeschicht 12 über im Durchschnitt gröbere Poren verfügt als auf der dem Innenraum zugewandten Seite.

    [0096] Figur 7 zeigt schematisch eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verfahrens für die Herstellung von erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden. Hierbei wird ein Polystyrolpartikelschaumblock 14 zum Beispiel mit oszilierenden Heißdrähten in Höhen- (H) und Breitenausdehnung (B) in Streifen bzw. Basisplatten 16, mit zum Beispiel den Maßen (1.000 mm x 20 bis 150 mm) x (Dämmdicke) geschnitten (Schritt b)). Anschließend werden die Basisplatten 16 auf einer Seite mit einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung 12 beaufschlagt, beispielsweise mittels Streichens (Schritt c)) und wieder miteinander verklebt (Schritt d)). Anschließend kann man optional ein- oder beidseitig die Besäumschnitte vornehmen, um einen glatten Kantenabschluss zu haben (Schritt e)). Sodann wird der wieder zusammengeklebte Rohblock beziehungsweise Sandwichblock, beispielsweise durch Schneiden mittels Heißdraht, vereinzelt entlang der Längen- (L) und Breitenausdehnung (B) dieses Rohblocks (Schritt f)). Die bei diesem Schritt erhaltenen separaten, aus über ausgehärtete Klebeschichten 12/18 verbundene Dämmmaterialeinheiten gebildete Wärmedämmverbünde können z.B. als solcher verwendet werden (8/20) oder in kleiner dimensionierte Wärmedämmverbünde (8) aufgespalten werden (angedeutet in Schritt g)). Entweder auf dieser Verfahrensstufe oder nach Vornahme der Aufteilung in kleinere Wärmedämmverbünde (8) kann deren erste bzw. Vorderseite und/oder zweite bzw. Rückseite mit einem kapillaraktiven Beschichtungsmaterial versehen werden (Schritt h)).

    [0097] Figur 8 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von erfindungsgemäßen Wärmedämmverbünden. Hierbei wird der Rohblock 14 aus z.B. Polystyrol mittels zum Beispiel Heißdrähten in Längen- (L) und Breitenausdehnung (B) vereinzelt unter Ausbildung einer Vielzahl an benachbarten Basisplatten 16 (siehe b)). Anschließend werden diese Platten 16 einseitig mit einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung 12/18 beschichtet (Schritt c)) und wieder miteinander zu einem Sandwichblock verklebt (Schritt d)). Hierauf kann optional ein ein- oder zweiseitiger Besäumschnitt erfolgen, um glatte Kantenflächen zu erzeugen (Schritt e)). Dieser aus zusammengeklebten Einzelplatten 16 bestehende Sandwich- beziehungsweise Rohblock wird vorzugsweise, wie in Schritt f) dargestellt, von derjenigen Seite in Höhen- (H) und Breitenausdehnung (B) in separate Wärmedämmverbünde 8/20 vereinzelt, in die in dem Rohblock die jeweiligen Klebeschichten 12/18 münden. Auf diese Weise erhält man einzelne Wärmedämmverbünde 8/20 (siehe Schritt g)), welche wiederum in kleinere Einheiten (8) unterteilt werden können (siehe Schritt h)). Die vorder- und/oder rückseitige Beschichtung dieser Wärmedämmverbünde kann auf der Verfahrensstufe g) und/oder h) vorgenommen werden.

    [0098] Figur 9 zeigt einen Ausschnitt aus einer Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Hierbei wird auf der Verfahrensstufe gemäß Schritt b), wie in Figur 8 gezeigt, mindestens eine, insbesondere mehrere, jeweils nicht unmittelbar benachbarte und vorzugsweise jede übernächste (xx) vereinzelte Basisplatte 16 vor der Verklebung mit der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung mit insbesondere der benachbarten Basisplatte um 180° bezogen auf die Längsausdehnungsachse LA und/oder um die Breitenausdehnungsachse BA und/oder um die Höhenausdehnungsachse HA um 180° gedreht wird. Vorzugsweise wird wenigstens ein, insbesondere mehrere, jeweils nicht unmittelbar benachbarte und besonders bevorzugt jede übernächste (xx) Basisplatte vor der Verklebung mit der, insbesondere benachbarten, Basisplatte um 180° um die Längsausdehnungsachse LA gedreht. Auf diese Weise lassen sich innere Verspannungen, die in dem Sandwich- beziehungsweise Rohblock auftreten, aufheben, so dass der letztendlich resultierende Wärmedämmverbund relativ spannungsfrei ist und auch bei längerer Lagerung keinen Verzug zeigt.

    [0099] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in den Zeichnungen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln aus auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.


    Ansprüche

    1. Plattenförmiger Wärmedämmverbund (8) für die Innendämmung mit einer ersten Seite und einer gegenüberliegenden zweiten Seite, umfassend mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten (10) mit jeweils einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf bzw. -fläche zumindest abschnittsweise entlang der Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Dämmmaterialeinheiten (10) entlang dieser aneinander anliegender Kantenverläufe mit mindestens einer, insbesondere mittels Streichen, Rollen, Rakeln, Gießen und/oder Sprühen aufgetragenen, bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) verklebt sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei benachbarte, insbesondere sämtliche, Dämmmaterialeinheiten (10) aus Schaumstoffprodukten gebildet sind oder diese umfassen.
     
    2. Wärmedämmverbund (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten (10), quaderförmige oder würfelförmige Dämmmaterialeinheiten (10) darstellen.
     
    3. Wärmedämmverbund (8) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffprodukte ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Schaumglas, expandierten Styrolpolymeren, insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen, Elastomerschaum, Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum, Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele, extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem Kork oder einer beliebigen Mischung dieser Komponenten.
     
    4. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, insbesondere keine Füllstoffe enthaltende, bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) als Bindemittel, insbesondere ausschließlich, mineralische Bindemittel, insbesondere hydratische und/oder hydraulische Bindemittel, enthält, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zement, Kalk, Gips, Tonerdeschmelzzement, Wasserglas oder beliebigen Mischungen hiervon.
     
    5. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) mindestens ein Fasermaterial, insbesondere Kunststofffasern, Naturfasern, Mineralfaser, z.B. Basalt- Keramik- und/oder Glasfasern, oder beliebige Mischungen hiervon, enthält, vorzugsweise mit einer durchschnittlichen Länge der Fasern von maximal 16 mm, insbesondere von maximal 12 mm und besonders bevorzugt von maximal 8 mm.
     
    6. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand Kapillaren mit einem durchschnittlichen Durchmesser kleiner oder gleich 100 nm, insbesondere kleiner oder gleich 80 nm und besonders bevorzugt kleiner oder gleich 50 nm, enthält.
     
    7. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand über eine durchschnittliche Dicke von maximal 1,0 mm, insbesondere von maximal 0,7 mm und besonders bevorzugt von maximal 0,5 mm verfügt, und/oder dass die Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand über eine maximale Dicke von 2,0 mm, insbesondere 1,5 mm und besonders bevorzugt 1,0 mm verfügt, und/oder dass die durchschnittliche Breite der Dämmmaterialeinheiten (10) und/oder der Kantenverläufe entlang der Längen- und Breitenausdehnung im Bereich von 10 mm bis 200 mm, insbesondere Bereich von 20 mm bis 160 mm und vorzugsweise Bereich von 40 mm bis 140 mm liegt.
     
    8. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei, insbesondere benachbarte, Dämmmaterialeinheiten (10), insbesondere sämtliche Dämmmaterialeinheiten (10), expandierte Styrolpolymere, insbesondere expandiertes Polystyrol, umfassen oder hieraus bestehen.
     
    9. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckenden Klebeschicht (12), zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial versehen ist, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer Klebeschicht (12), und/oder dass die zweite Seite, insbesondere im Bereich der sich von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckenden Klebeschicht (12), zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial versehen ist, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer Klebeschicht (12).
     
    10. Wärmedämmverbund (8) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Beschichtungsmaterial im Wesentlichen übereinstimmen, insbesondere hinsichtlich Zusammensetzung und/oder Dicke des Auftrags dieser Beschichtungsmaterialien, und/oder dass das erste und/oder das zweite Beschichtungsmaterial die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) umfassen oder hieraus gebildet sind.
     
    11. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei benachbarte Klebeschichten (12), insbesondere sämtliche Klebeschichten (12), mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
     
    12. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Wärmedämmplatte, insbesondere eine Innenwärmedämmplatte, vorzugsweise mit einer polygonalen Grundform, insbesondere ausgewählt aus quadratischen, rechteckigen, dreieckigen Grundformen, darstellt.
     
    13. Wärmedämmverbund (8) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klebeschicht (12), insbesondere sämtliche Klebeschichten (12), sich entlang der, insbesondere gesamten, Längsausdehnung desselben erstrecken.
     
    14. Wärmedämmverbundareal (6), insbesondere Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, Wärmedämmverbünden (8), gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 mit jeweils einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einem zumindest abschnittsweise umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenverlauf bzw. fläche mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde (8) zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenverläufe bzw. -flächen, insbesondere bündig, benachbart sind.
     
    15. Wärmedämmverbundareal (6) oder Wärmedämmplattenareal, umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, Wärmedämmverbünden (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mit jeweils einer ersten und einer gegenüberliegenden zweiten Seite und einem zumindest abschnittsweise umlaufenden, die erste und die zweite Seite verbindenden Kantenverlauf bzw. -fläche mit einer Längen- und Breitenausdehnung, wobei benachbarte Wärmedämmverbünde (8) zumindest abschnittsweise entlang ihrer Kantenflächen mit mindestens einer bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12), insbesondere bündig, miteinander verklebt sind, wobei die aus dieser Zusammensetzung gebildete Klebeschicht (12) im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist und sich zumindest abschnittsweise von der ersten Seite bis zur zweiten Seite erstreckt.
     
    16. Wärmedämmverbundareal (6) oder Wärmedämmplattenareal nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaumstoffprodukt der Wärmedämmverbünde (8) enthält oder gebildet ist aus Schaumglas, expandierten Styrolpolymeren, insbesondere expandiertem Polystyrol, expandiertem Polypropylen, Elastomerschaum, Polyisocyanuratschaum, Polyethylenschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanhartschaum, Harnstoff-Formaldehydharzschaum, hydrophobierte Kieselsäure, hydrophobierte Aerogele, extrudierten Styrolpolymeren, insbesondere extrudiertem Polystyrolschaum, expandiertem Kork oder einer beliebigen Mischung.
     
    17. Verfahren zur Herstellung mindestens eines Wärmedämmverbunds (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, umfassend die Schritte:

    1) Zurverfügungstellung von mindestens zwei Dämmmaterialeinheiten (10) mit jeweils einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung und mit einem Kantenverlauf bzw. -fläche zumindest abschnittsweise entlang der Längen- und Breitenausdehnung,

    2) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen, insbesondere hydratische und/oder hydraulische Bindemittel enthaltenden, Kleberzusammensetzung (12), die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,

    3) Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials auf dem Kantenverlauf bzw. -fläche einer ersten Dämmmaterialeinheit (10),

    4) gegebenenfalls Auftragen der bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials auf dem Kantenverlauf bzw.-fläche einer zweiten Dämmmaterialeinheit (10),

    5) Aneinanderfügen des Kantenverlaufs der ersten Dämmmaterialeinheit (10) enthaltend die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) an den Kantenverlauf der zweiten Dämmmaterialeinheit (10), gegebenenfalls ebenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12),

    6) Aushärten der zwischen den aneinander gefügten Dämmmaterialeinheiten (10) befindlichen bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) unter Ausbildung einer Klebeschicht (12),

    7) gegebenenfalls Wiederholen der Schritte 3) bis 6) mit einer dritten bzw. weiteren Dämmmaterialeinheit (10),

    unter Ausbildung eines Wärmedämmverbunds (8) mit einer Vorder- und einer gegenüberliegenden Rückseite, wobei mindestens eine kapillaraktive Klebeschicht (12) sich abschnittsweise von der Vorder- bis zur Rückseite erstreckt.
     
    18. Verfahren zur Herstellung mindestens eines Wärmedämmverbunds (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:

    a) Zurverfügungstellung eines Rohblocks (14) aus mindestens einem Schaumstoffprodukt mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen, vorzugsweise rechteckigen, quadratischen oder dreieckigen, Querschnitt,

    b) Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen, insbesondere hydratische und/oder hydraulische Bindemittel enthaltenden, Kleberzusammensetzung (12), die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,

    c) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks (14) in Längs- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Basisplatten (16) mit einer Vorder- und Rückseite,

    d) Auftragen der Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials auf die Rückseite einer ersten Basisplatte (16),

    e) Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls ebenfalls aufweisend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) und/oder gegebenenfalls mindestens ein Fasermaterial,

    f) Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte (16), enthaltend die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12), mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12),

    g) gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e) und f) mit weiteren, insbesondere beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatten (16),
    wobei die Schritte c), d), e), f) und gegebenenfalls g) einen Sandwichblock ergeben mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die vorzugsweise im Wesentlichen der des Rohblocks (14) entspricht,

    h) Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Höhen- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Wärmedämmverbünden (8), insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit einer Vorder- und Rückseite;

    oder
    umfassend, insbesondere in dieser Reihenfolge, die Schritte:

    a') Zurverfügungstellung eines Rohblocks (14) aus mindestens einem Schaumstoffprodukt mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, insbesondere mit einem polygonalen, vorzugsweise rechteckigen, quadratischen oder dreieckigen, Querschnitt,

    b') Zurverfügungstellung von mindestens einer bindemittelhaltigen, insbesondere hydratische und/oder hydraulische Bindemittel enthaltenden, Kleberzusammensetzung (12), die im ausgehärteten Zustand kapillaraktiv ist,

    c') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Rohblocks (14) in Höhen- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Basisplatten (16) mit einer Vorder- und Rückseite,

    d') Auftragen der Kleberzusammensetzung (12) und gegebenenfalls mindestens eines Fasermaterials auf die Rückseite einer ersten Basisplatte (16),

    e') Verkleben dieser Rückseite mit der Vorderseite einer zweiten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls ebenfalls aufweisend eine bindemittelhaltigen Kleberzusammensetzung (12) und/oder gegebenenfalls mindestens ein Fasermaterial,

    f') Verkleben der Rückseite der zweiten Basisplatte (16), enthaltend die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12), mit der Vorderseite einer dritten, insbesondere der beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatte (16), gegebenenfalls enthaltend eine bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12),

    g') gegebenenfalls, insbesondere mehrmaliges, Wiederholen der Schritte e') und f') mit weiteren, insbesondere beim Vereinzeln benachbarten, Basisplatten (16),
    wobei die Schritte c'), d'), e'), f') und gegebenenfalls g') einen Sandwichblock ergeben mit einer Längen-, Höhen- und Breitenausdehnung, die im Wesentlichen der des Rohblocks (14) entspricht,

    h') Vereinzeln, insbesondere Zerschneiden, des Sandwichblocks in Längen- und Breitenausdehnung in mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an, insbesondere im Wesentlichen einheitlich dimensionierten, Wärmedämmverbünden (8), insbesondere Wärmedämmverbundplatten, mit einer Vorder- und Rückseite.


     
    19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelung, insbesondere das Zerschneiden, des Sandwichblocks in Schritt h) bzw. h') in der Weise geschieht, dass i) die miteinander verklebten Basisplatten (16) quer zur Ausrichtung der Vorder- und Rückseiten vereinzelt werden oder ii) die miteinander verklebten Basisplatten (16) jeweils in Richtung von der Vorder- zur Rückseite, oder umgekehrt, vereinzelt werden.
     
    20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass man die Vorderseite des Wärmedämmverbunds (8) insbesondere im Bereich der sich von der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht (12) zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven ersten Beschichtungsmaterial versieht, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten (12), und/oder dass man die Rückseite des Wärmedämmverbunds (8) insbesondere im Bereich der sich von der Vorderseite bis zur Rückseite erstreckenden Klebeschicht (12) zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, mit mindestens einem kapillaraktiven zweiten Beschichtungsmaterial versieht, das zumindest abschnittsweise kapillaraktiv verbunden ist mit mindestens einer, insbesondere einer Vielzahl an Klebeschichten (12).
     
    21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die bindemittelhaltige Kleberzusammensetzung (12) und/oder das erste Beschichtungsmaterial und/oder das zweite Beschichtungsmaterial mittels Streichen, Rollen, Rakeln, Gießen und/oder Sprühen aufgetragen werden.
     
    22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens eine, insbesondere eine Vielzahl an nicht unmittelbar benachbarten, vorzugsweise im Wesentlichen jede übernächste, durch Vereinzelung aus dem Rohblock (14) erhaltenen Basisplatten (16), vorzugsweise unter Beibehaltung in ihrer Abfolge von jeweils benachbarten Basisplatten (16), nach der Vereinzelung und vor dem Verkleben der, insbesondere benachbarten, Basisplatten (16) um die Achse der Längsausdehnung und/oder um die Achse der Breitenausdehnung und/oder um die Achse der Höhenausdehnung, vorzugsweise um die Achse der Längsausdehnung, um 180° dreht.
     
    23. Verwendung der (plattenförmigen) Wärmedämmverbünde (8), nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder des Wärmedämmverbundareals (6), insbesondere des Wärmedämmplattenareals, nach einem der Ansprüche 14 bis 16 zur Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere von Außenwänden (2), besonders bevorzugt an der Innenseite (4) dieser Außenwände (2).
     


    Claims

    1. A plate-shaped thermal insulation composite (8) for internal insulation having a first side and an opposite second side, comprising at least two insulation material units (10) each having length, height and width extensions and having an edge profile and/or surface, at least in sections, along the length and width extensions, wherein adjacent insulation material units (10) are glued along these edge profiles which abut each other having at least one binding material-containing adhesive composition (12) which is, in particular, applied by means of spreading, rolling, knife coating, casting and/or spraying, wherein the adhesive layer formed from this composition is capillary-active in the cured state and extends, at least in sections, from the first side to the second side, characterized in that at least two adjacent, in particular all of the, insulation material units (10) are formed from foam products or comprise these.
     
    2. The thermal insulation composite (8) according to Claim 1, characterized in that the at least two insulation material units (10) constitute cuboid-shaped or cube-shaped insulation material units (10).
     
    3. The thermal insulation composite (8) according to Claim 2, characterized in that the foam products are selected from the group consisting of cellular glass, expanded styrene polymers, in particular expanded polystyrene, expanded polypropylene, elastomer foam, polyisocyanurate foam, polyethylene foam, phenolic resin foam, polyurethane hard foam, urea formaldehyde resin foam, hydrophobized silicic acid, hydrophobized aerogels, extruded styrene polymers, in particular extruded polystyrene foam, expanded cork or any mixture of these components.
     
    4. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that the adhesive composition (12) containing binding-materials, but in particular not containing any fillers, contains, in particular exclusively, mineral binding materials, in particular hydratic and/or hydraulic binding materials which are, in particular, selected from the group consisting of cement, lime, plaster, alumina cement, water glass or any mixtures thereof, as binding materials.
     
    5. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that the binding material-containing adhesive composition (12) contains at least one fiber material, in particular synthetic fibers, natural fibers, mineral fibers, e.g. basalt, ceramic and/or glass fibers, or any mixtures thereof, preferably with an average length of the fibers of a maximum of 16 mm, in particular of a maximum of 12 mm and, particularly preferably, of a maximum of 8 mm.
     
    6. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that, in the cured state, the adhesive layer (12) contains capillaries with an average diameter less than or equal to 100 nm, in particular less than or equal to 80 nm and, particularly preferably, less than or equal to 50 nm.
     
    7. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that, in the cured state, the adhesive layer (12) has an average thickness of a maximum of 1.0 mm, in particular of a maximum of 0.7 mm and, particularly preferably, of a maximum of 0.5 mm, and/or that, in the cured state, the adhesive layer (12) has a maximum thickness of 2.0 mm, in particular 1.5 mm and, particularly preferably, 1.0 mm, and/or that the average width of the insulation material units (10) and/or of the edge profiles along the length and width extensions is in the range of 10 mm to 200 mm, in particular in the range of 20 mm to 160 mm and preferably in the range of 40 mm to 140 mm.
     
    8. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least two, in particular adjacent, insulation material units (10), in particular all of the insulation material units (10), comprise expanded styrene polymers, in particular expanded polystyrene, or consist thereof.
     
    9. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that the first side, in particular in the region of the adhesive layer (12) extending from the first side to the second side, is provided, at least in sections, in particular completely, with at least one capillary active first coating material which is connected, at least in sections, in a capillary active form with at least one adhesive layer (12), and/or that the second side, in particular in the region of the adhesive layer (12) extending from the first side to the second side, is provided, at least in sections, in particular completely, with at least one capillary-active second coating material which is connected, at least in sections, in a capillary-active form with at least one adhesive layer (12).
     
    10. The thermal insulation composite (8) according to Claim 9, characterized in that the first and the second coating materials substantially coincide, in particular with regard to the composition and/or thickness of the application of these coating materials, and/or that the first and/or the second coating material comprise(s) the binding material-containing adhesive composition (12) or is/are formed therefrom.
     
    11. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least two adjacent adhesive layers (12), in particular all of the adhesive layers (12), extend, at least in sections, substantially parallel to one another.
     
    12. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that said thermal insulation composite constitutes a thermal insulation panel, in particular an internal thermal insulation panel, preferably having a polygonal basic form, in particular selected from square, rectangular or triangular basic forms.
     
    13. The thermal insulation composite (8) according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one adhesive layer (12), in particular all of the adhesive layers (12), extend(s) along the, in particular the entire, longitudinal extension of the same.
     
    14. A thermal insulation composite area (6), in particular a thermal insulation panel area, comprising at least two, in particular a plurality of, thermal insulation composites (8) according to any one of Claims 1 to 13, each having a first side and an opposite second side and an, at least in sections, circumferential edge profile and/or edge surface connecting the first and second sides and having length and width extensions, wherein adjacent thermal insulation composites are adjacent, in particular flush, at least in sections, along their edge profiles and/or surfaces.
     
    15. A thermal insulation composite area (6) or thermal insulation panel area, comprising at least two, in particular a plurality of, thermal insulation composites (8) according to any one of Claims 1 to 13, each having a first side and an opposite second side and an, at least in sections, circumferential edge profile and/or edge surface connecting the first and second sides and having length and width extensions, wherein adjacent thermal insulation composites (8) are glued to one another, at least in sections, along their edges surfaces with at least one binding material-containing adhesive composition (12), in particular in a flush manner, wherein the adhesive layer (12) formed from this composition is capillary-active in the cured state and extends, at least in sections, from the first side to the second side.
     
    16. The thermal insulation composite area (6) or thermal insulation panel area according to Claim 14 or 15, characterized in that the foam product of the thermal insulation composites contains or is formed from cellular glass, expanded styrene polymers, in particular expanded polystyrene, expanded polypropylene, elastomer foam, polyisocyanurate foam, polyethylene foam, phenolic resin foam, polyurethane hard foam, urea formaldehyde resin foam, hydrophobized silicic acid, hydrophobized aerogels, extruded styrene polymers, in particular extruded polystyrene foam, expanded cork or any mixture thereof.
     
    17. The process for the preparation of at least one thermal insulation composite (8) according to any one of Claims 1 to 13, comprising the steps:

    1) Provision of at least two insulation material units (10) each having length, height and width extensions and having an edge profile and/or surface, at least in sections, along the length and width extensions,

    2) Provision of at least one adhesive composition (12) containing binding material, in particular containing hydratic and/or hydraulic binding materials, which is capillary active in the cured state,

    3) Application of the binding material-containing adhesive composition (12) and, if necessary, at least one fiber material, to the edge profile and/or surface of a first insulation material unit (10),

    4) If necessary, application of the binding material-containing adhesive composition (12) and, if necessary, at least one fiber material, to the edge profile and/or surface of a second insulation material unit (10),

    5) Joining together of the edge profile of the first insulation material unit (10) containing the binding material-containing adhesive composition (12) and the edge profile of the second insulation material unit (10), if necessary also containing a binding material-containing adhesive composition (12),

    6) Curing of the binding material-containing adhesive composition (12) located between the insulation material units (10) joined together, forming an adhesive layer (12),

    7) If necessary, repetition of steps 3) to 6) with a third and/or additional insulating material unit (10),

    forming a thermal insulation composite (8) having a front side and an opposite rear side, wherein at least one capillary active adhesive layer (12) extends in sections from the front side to the rear side.
     
    18. The method for the preparation of at least one thermal insulation composite (8) according to any one of Claims 1 to 13, comprising, in particular in this order, the steps:

    a) Provision of a rough block (14) of at least one foam product having length, height and width extensions, in particular having a polygonal, preferably rectangular, square or triangular cross-section,

    b) Provision of at least one adhesive composition (12) containing binding materials, in particular containing hydratic and/or hydraulic binding materials, which is capillary active in the cured state,

    c) Separation, in particular cutting, of the rough block (14) in the length and width extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially uniformly sized, base panels (16) having a front side and a rear side,

    d) Application of the adhesive composition (12) and, if necessary, at least one fiber material to the rear side of a first base panel (16),

    e) Gluing of this rear side to the front side of a second base panel (16), in particular of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary also comprising a binding material-containing adhesive composition (12) and/or, if necessary, at least one fiber material,

    f) Gluing of the rear side of the second base panel (16) containing the binding material-containing adhesive composition (12) to the front side of a third base panel (16), in particular of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary containing a binding material-containing adhesive composition (12),

    g) If necessary, repetition, in particular several times, of steps e) and f) with additional base panels (16), in particular adjacent base panels (16) on separating,
    wherein steps c), d), e), f) and, if necessary, g) produce a sandwich block having length, height and width extensions which preferably substantially correspond to those of the rough block (14),

    h) Separation, in particular cutting, of the sandwich block in the height and width extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially uniformly sized, thermal insulation composites (8), in particular thermal insulation composite panels, having a front side and a rear side;

    or
    comprising, in particular in this order, the steps:

    a') Provision of a rough block (14) of at least one foam product having length, height and width extensions, in particular having a polygonal, preferably rectangular, square or triangular cross-section,

    b') Provision of at least one adhesive composition (12) containing binding materials, in particular containing hydratic and/or hydraulic binding materials, which is capillary-active in the cured state,

    c') Separation, in particular cutting, of the rough block (14) in the height and width extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially uniformly sized, base panels (16) having a front side and a rear side,

    d') Application of the adhesive composition (12) and, if necessary, at least one fiber material to the rear side of a first base panel (16),

    e') Gluing of this rear side to the front side of a second base panel (16), in particular of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary also comprising a binding material-containing adhesive composition (12) and/or, if necessary, at least one fiber material,

    f') Gluing of the rear side of the second base panel (16) containing the binding material-containing adhesive composition (12) to the front side of a third base panel (16), in particular of the adjacent base panel (16) on separating, if necessary containing a binding material-containing adhesive composition (12),

    g') If necessary, repetition, in particular several times, of steps e') and f') with additional base panels (16), in particular adjacent base panels (16) on separating, wherein steps c'), d'), e'), f') and, if necessary, g') produce a sandwich block having length, height and width extensions which substantially correspond to those of the rough block (14),

    h') Separation, in particular cutting, of the sandwich block in the length and width extensions into at least two, in particular a plurality of, in particular substantially uniformly sized, thermal insulation composites (8), in particular thermal insulation composite panels, having a front side and a rear side.


     
    19. The method according to Claim 18, characterized in that the separation, in particular the cutting, of the sandwich block in step h) or h') is done in such a way that i) the base panels (16) glued together are separated transversely to the orientation of the front and rear sides or ii) the base panels (16) glued together are each separated in the direction from the front side to the rear side, or vice versa.
     
    20. The method according to any one of Claims 17 to 19, characterized in that the front side of the thermal insulation composite (8), in particular in the region of the adhesive layer (12) extending from the front side to the rear side, is provided, at least in sections, in particular completely, with at least one capillary active first coating material, which is connected, at least in sections, in a capillary active form with at least one adhesive layer (12), in particular a plurality of adhesive layers (12), and/or that the rear side of the thermal insulation composite (8), in particular in the region of the adhesive layer (12) extending from the front side to the rear side, is provided, at least in sections, in particular completely, with at least one capillary active second coating material, which is connected, at least in sections, in a capillary active form with at least one adhesive layer (12), in particular, a plurality of adhesive layers (12).
     
    21. The method according to any one of Claims 17 to 20, characterized in that the binding material-containing adhesive composition (12) and/or the first coating material and/or the second coating material is/are applied by means of spreading, rolling, knife coating, casting and/or spraying.
     
    22. The method according to any one of Claims 18 to 21, characterized in that at least one base panel (16), in particular a plurality of not immediately adjacent, preferably substantially every next but one, base panels (16), obtained by separation from the rough block (14), preferably being retained in their sequence of adjacent base panels (16) in each case, following the separation and prior to the gluing of the, in particular adjacent, base panels (16), are rotated about the axis of the longitudinal extension and/or about the axis of the width extension and/or about the axis of the height extension, preferably about the axis of the longitudinal extension, by 180°.
     
    23. Use of the (plate-shaped) thermal insulation composites (8) according to any one of Claims 1 to 13 or of the thermal insulation composite area (6), in particular of the thermal insulation panel area, according to any one of Claims 14 to 16, for the thermal insulation of buildings, in particular of external walls (2), particularly preferably on the inner side (4) of these external walls (2).
     


    Revendications

    1. Composite d'isolation thermique (8) en forme de plaque pour l'isolation intérieure, présentant une première face et une deuxième face opposée, comprenant au moins deux unités en matériau isolant (10) ayant chacune une longueur, une hauteur et une largeur et avec une extension ou une surface de bordure située au moins en partie le long de la longueur et de la largeur, des unités en matériau isolant (10) adjacentes étant collées le long desdites extensions de bordure adjacentes avec au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, appliquée en particulier au pinceau, au rouleau, à la racle, par coulée et/ou par vaporisation, la couche d'adhésif formée par cette composition étant capillairement active en état durci et s'étendant au moins en partie de la première face à la deuxième face, caractérisé en ce qu'au moins deux, en particulier toutes les unités en matériau isolant (10) adjacentes sont constituées de produits en mousse synthétique ou contiennent ceux-ci.
     
    2. Composite d'isolation thermique (8) selon la revendication 1, caractérisé en ce que lesdites au moins deux unités en matériau isolant (10) forment des unités en matériau isolant (10) parallélépipédiques ou cubiques.
     
    3. Composite d'isolation thermique (8) selon la revendication 2, caractérisé en ce que les produits en mousse synthétique sont sélectionnés dans le groupe composé de verre cellulaire, de polymères styréniques expansés, en particulier de polystyrène expansé, de mousse élastomère, de mousse de polyisocyanurate, de mousse de polyéthylène, de mousse de résine phénolique, de mousse de polyuréthane rigide, de mousse de résine urée-formaldéhyde, d'acide silicique hydrophobé, d'aérogels hydrophobés, de polymères styréniques extrudés, en particulier de mousse de polystyrène extrudé, de liège expansé ou d'un mélange quelconque de ces composants.
     
    4. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la composition adhésive (12) contenant un liant et ne contenant en particulier aucun agent de charge, contient en tant que liant, en particulier un liant exclusivement minéral, en particulier un liant hydraté et/ou hydraulique, sélectionné en particulier dans le groupe composé de ciment, chaux, plâtre, ciment alumineux fondu, verre soluble ou des mélanges quelconques de ceux-ci.
     
    5. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la composition adhésive (12) contenant un liant contient au moins un matériau fibreux, en particulier des fibres synthétiques, des fibres naturelles, des fibres minérales telles que fibres de basalte, de céramique et/ou de verre, ou des mélanges quelconques de celles-ci, préférentiellement avec une longueur de fibre moyenne de 16 mm au maximum, en particulier de 12 mm au maximum et préférentiellement de 8 mm au maximum.
     
    6. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'adhésif (12) contient en état durci des capillaires de diamètre moyen inférieur ou égal à 100 nm, en particulier inférieur ou égal à 80 nm et préférentiellement inférieur ou égal à 50 nm.
     
    7. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'adhésif (12) en état durci présente une épaisseur moyenne de 1,0 mm au maximum, en particulier de 0,7 mm au maximum et préférentiellement de 0,5 mm au maximum, et/ou en ce que la couche d'adhésif (12) en état durci présente une épaisseur maximale de 2,0 mm, en particulier de 1,5 mm et préférentiellement de 1,0 mm, et/ou en ce que la largeur moyenne des unités en matériau isolant (10) et/ou des extensions de bordure le long de de la longueur et en largeur est comprise entre 10 mm et 200 min, en particulier entre 20 mm et 160 mm et préférentiellement entre 40 mm et 140 mm.
     
    8. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux unités en matériau isolant (10), en particulier adjacentes, en particulier toutes les unités en matériau isolant (10) comprennent des polymères styréniques expansés, en particulier du polystyrène expansé ou sont formées par ceux-ci.
     
    9. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première face, en particulier au niveau de la couche d'adhésif (12) s'étendant de la première face à la deuxième face, est dotée au moins en partie, en particulier totalement, d'au moins un premier matériau de revêtement capillairement actif, lequel est lié de manière capillairement active, au moins en partie, à au moins une couche d'adhésif (12), et/ou en ce que la deuxième face, en particulier au niveau de la couche d'adhésif (12) s'étendant de la première face à la deuxième face, est dotée au moins en partie, en particulier totalement, d'au moins un deuxième matériau de revêtement capillairement actif, lequel est lié de manière capillairement active, au moins en partie, à au moins une couche d'adhésif (12).
     
    10. Composite d'isolation thermique (8) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le premier et le deuxième matériau de revêtement correspondent sensiblement, en particulier quant à la composition et/ou à l'épaisseur de l'application desdits matériaux de revêtement, et/ou en ce que le premier et/ou le deuxième matériau de revêtement comprennent la composition adhésive (12) contenant un liant ou sont formés par celle-ci.
     
    11. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que au moins deux couches d'adhésif (12) contiguës, en particulier toutes les couches d'adhésif (12), s'étendant sensiblement parallèlement entre elles, au moins en partie.
     
    12. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci constitue une plaque d'isolation thermique, en particulier une plaque d'isolation thermique intérieure, ayant préférentiellement une forme de base polygonale, sélectionnée en particulier entre des formes de base carrées, rectangulaires, triangulaires.
     
    13. Composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ladite au moins une couche d'adhésif (12), en particulier toutes les couches d'adhésif (12), s'étendent sur la longueur, en particulier sur toute la longueur de celui-ci.
     
    14. Surface de composites d'isolation thermique (6), en particulier surface de plaques d'isolation thermique, comprenant au moins deux, en particulier une pluralité de composites d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications 1 à 13, présentant chacun une première et une deuxième face opposée et une extension ou une surface de bordure au moins partiellement périphérique, reliant la première et la deuxième face avec une longueur et une largeur, les composites d'isolation thermique (8) adjacents étant au moins en partie adjacents, en particulier affleurants le long de leurs extensions ou surfaces de bordure.
     
    15. Surface de composites d'isolation thermique (6) ou surface de plaques d'isolation thermique, comprenant au moins deux, en particulier une pluralité de composites d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications 1 à 13, présentant chacun une première et une deuxième face opposée et une extension ou une surface de bordure au moins partiellement périphérique, reliant la première et la deuxième face avec une longueur et une largeur, les composites d'isolation thermique (8) adjacents étant au moins en partie collés l'un à l'autre, en particulier de manière affleurante le long de leurs surfaces de bordure avec au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, la couche d'adhésif (12) formée par cette composition étant capillairement active en état durci et s'étendant au moins partiellement de la première face à la deuxième face.
     
    16. Surface de composites d'isolation thermique (6) ou surface de plaques d'isolation thermique selon la revendication 14 ou la revendication 15, caractérisé en ce que le produit en mousse synthétique des composites d'isolation thermique (8) contient ou est constitué de verre cellulaire, de polymères styréniques expansés, en particulier de polystyrène expansé, de mousse élastomère, de mousse de polyisocyanurate, de mousse de polyéthylène, de mousse de résine phénolique, de mousse de polyuréthane rigide, de mousse de résine urée-formaldéhyde, d'acide silicique hydrophobé, d'aérogels hydrophobés, de polymères styréniques extrudés, en particulier de mousse de polystyrène extrudé, de liège expansé ou d'un mélange quelconque.
     
    17. Procédé de fabrication d'au moins un composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications 1 à 13, comprenant les étapes suivantes :

    1) préparation d'au moins deux unités en matériau isolant (10) ayant chacune une longueur, une hauteur et une largeur et avec une extension ou une surface de bordure située au moins en partie le long de la longueur et de la largeur,

    2) préparation d'au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, en particulier un liant hydraté et/ou hydraulique, capillairement active en état durci,

    3) application de la composition adhésive (12) contenant un liant et le cas échéant d'au moins un matériau fibreux sur l'extension ou la surface de bordure d'une première unité en matériau isolant (10),

    4) le cas échéant, application de la composition adhésive (12) contenant un liant et, le cas échéant, d'au moins un matériau fibreux sur l'extension ou la surface de bordure d'une deuxième unité en matériau isolant (10),

    5) assemblage de l'extension de bordure de la première unité en matériau isolant (10) comprenant la composition adhésive (12) contenant un liant à l'extension de bordure de la deuxième unité en matériau isolant (10), comprenant elle aussi une composition adhésive (12) contenant un liant, le cas échéant,

    6) durcissement de la composition adhésive (12) contenant un liant comprise entre les unités en matériau isolant (10) assemblées, formant ainsi une couche d'adhésif (12),

    7) le cas échéant, répétition des étapes 3) à 6) avec une troisième, ou une autre unité en matériau isolant (10),

    formant ainsi un composite d'isolation thermique (8) avec une face avant et une face arrière opposée, ladite au moins une couche d'adhésif (12) capillairement active s'étendant en partie de la face avant à la face arrière.
     
    18. Procédé de fabrication d'au moins un composite d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications 1 à 13, comprenant les étapes suivantes, en particulier dans cet ordre :

    a) préparation d'un bloc brut (14) à partir d'au moins un produit en mousse synthétique ayant une longueur, une hauteur et une largeur, en particulier avec une section transversale polygonale, préférentiellement rectangulaire, carrée ou triangulaire,

    b) préparation d'au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, en particulier un liant hydraté et/ou hydraulique, capillairement active en état durci,

    c) tronçonnage, en particulier découpe, du bloc brut (14) en longueur et en largueur en au moins deux, en particulier en une pluralité de plaques de base (16), en particulier de dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière,

    d) application de la composition adhésive (12) et le cas échéant d'au moins un matériau fibreux sur la face arrière d'une première plaque de base (16),

    e) collage de ladite face arrière avec la face avant d'une deuxième plaque de base (16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, présentant également une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant et/ou au moins un matériau fibreux le cas échéant,

    f) collage de la face arrière de la deuxième plaque de base (16), comprenant la composition adhésive (12) contenant un liant, avec la face avant d'une troisième plaque de base (16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, comprenant une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant,

    g) le cas échéant, répétition des étapes e) et f), en particulier à plusieurs reprises, avec d'autres plaques de base (16), en particulier adjacentes lors du tronçonnage, les étapes c), d), e), f) et le cas échéant g) permettant d'obtenir un bloc sandwich ayant une longueur, une hauteur et une largeur correspondant de préférence sensiblement à celles du bloc brut (14),

    h) tronçonnage, en particulier découpe, du bloc sandwich en hauteur et en largueur en au moins deux, en particulier en une pluralité de composites d'isolation thermique (8), en particulier de plaques composites d'isolation thermique, en particulier de dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière ;

    ou
    comprenant les étapes suivantes, en particulier dans cet ordre :

    a') préparation d'un bloc brut (14) à partir d'au moins un produit en mousse synthétique ayant une longueur, une hauteur et une largeur, en particulier avec une section transversale polygonale, préférentiellement rectangulaire, carrée ou triangulaire,

    b') préparation d'au moins une composition adhésive (12) contenant un liant, en particulier un liant hydraté et/ou hydraulique, capillairement active en état durci,

    c') tronçonnage, en particulier découpe, du bloc brut (14) en hauteur et en largueur en au moins deux, en particulier en une pluralité de plaques de base (16), en particulier de dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière,

    d') application de la composition adhésive (12) et le cas échéant d'au moins un matériau fibreux sur la face arrière d'une première plaque de base (16),

    e') collage de ladite face arrière avec la face avant d'une deuxième plaque de base (16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, présentant également une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant et/ou au moins un matériau fibreux le cas échéant,

    f') collage de la face arrière de la deuxième plaque de base (16), comprenant la composition adhésive (12) contenant un liant, avec la face avant d'une troisième plaque de base (16), en particulier de la plaque de base adjacente lors du tronçonnage, comprenant une composition adhésive (12) contenant un liant le cas échéant,

    g') le cas échéant, répétition des étapes e') et f), en particulier à plusieurs reprises, avec d'autres plaques de base (16), en particulier adjacentes lors du tronçonnage, les étapes c'), d'), e'), f) et le cas échéant g') permettant d'obtenir un bloc sandwich ayant une longueur, une hauteur et une largeur correspondant de préférence sensiblement à celles du bloc brut (14),

    h') tronçonnage, en particulier découpe, du bloc sandwich en longueur et en largueur en au moins deux, en particulier en une pluralité de composites d'isolation thermique (8), en particulier de plaques composites d'isolation thermique, en particulier de dimensions sensiblement unitaires, avec une face avant et une face arrière.


     
    19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le tronçonnage, en particulier la découpe, du bloc sandwich lors de l'étape h) ou h') est exécuté de manière que i) les plaques de base (16) collées l'une à l'autre soient tronçonnées transversalement à l'alignement de la face avant et de la face arrière, ou que ii) les plaques de base (16) collées l'une à l'autre soient tronçonnées chacune dans la direction de la face avant vers la face arrière, ou inversement.
     
    20. Procédé selon l'une des revendications 17 à 19, caractérisé en ce que la face avant du composite d'isolation thermique (8), en particulier au niveau de la couche d'adhésif (12) s'étendant de la face avant à la face arrière, est dotée au moins en partie, en particulier totalement, d'au moins un premier matériau de revêtement capillairement actif, lequel est lié de manière capillairement active, au moins en partie, à au moins une, en particulier à une pluralité de couches d'adhésif (12), et/ou en ce que la face arrière du composite d'isolation thermique (8), en particulier au niveau de la couche d'adhésif (12) s'étendant de la face avant à la face arrière, est dotée au moins en partie, en particulier totalement, d'au moins un deuxième matériau de revêtement capillairement actif, lequel est lié de manière capillairement active, au moins en partie, à au moins une, en particulier à une pluralité de couches d'adhésif (12).
     
    21. Procédé selon l'une des revendications 17 à 20, caractérisé en ce que la composition adhésive (12) contenant un liant et/ou le premier matériau de revêtement et/ou le deuxième matériau de revêtement sont appliqués au pinceau, au rouleau, à la racle, par coulée et/ou par vaporisation.
     
    22. Procédé selon l'une des revendications 18 à 21, caractérisé en ce qu'au moins une, en particulier une pluralité de plaques de base (16) obtenues par tronçonnage du bloc brut (14), non immédiatement adjacentes, de préférence essentiellement en sautant une plaque de base immédiatement adjacente, sont pivotées de 180° autour de l'axe de la longueur et/ou autour de l'axe de la largueur et/ou autour de l'axe de la hauteur, préférentiellement autour de l'axe de la longueur, préférentiellement en conservant la suite des plaques de base (16) adjacentes, après tronçonnage et avant collage des plaques de base (16) en particulier adjacentes.
     
    23. Utilisation des composites d'isolation thermique (8) (en forme de plaques) selon l'une des revendications 1 à 13 ou de la surface de composites d'isolation thermique (6), en particulier de la surface de plaques d'isolation thermique selon l'une des revendications 14 à 16, pour l'isolation thermique d'immeubles, en particulier de parois extérieures (2), préférentiellement contre la face intérieure (4) desdites parois extérieures (2).
     




    Zeichnung


























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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