[0001] Die Erfindung betrifft ein Seitenwandverkleidungselement für ein Schienenfahrzeug
und ein Schienenfahrzeug mit einem Seitenwandverkleidungselement.
[0002] Bisher war es üblich, Seitenwandverkleidungselemente eines Schienenfahrzeugs mit
dem Rohbau des Schienenfahrzeugs zu verschrauben. Ein Beispiel hierfür sind die Seitenwandverkleidungen
des Combino der Siemens AG. Um die Seitenwandverkleidungselemente vandalismussicher
mit dem Rohbau zu verbinden, ist eine Vielzahl an einzelnen Schraubverbindungen vorzusehen.
Dies erfordert einen erheblichen Montage- und gegebenenfalls Demontageaufwand.
[0003] Das dem Oberbegriff entsprechende Dokument
GB 03457 A (1912) betrifft die Außenbeplankung eines Güterwagens des Schienenverkehrs, die Druckschriften
DE 43 20 63 6 A1 und
DE 44 45 250 A1 lehren die Befestigung von Innenverkleidungsteilen in Kraftfahrzeugen, die jeweils
mit Haken zum Einhaken in Karosseriestrukturen versehen sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine montagefreundliche und vom Fahrgastraum
eines Schienenfahrzeugs unsichtbare und vandalismussichere Seitenwandverkleidungsbefestiqunq
vorzuschlagen.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs. Weiterbildungen
und Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche
wieder.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs,
umfasst ein Seitenwandverkleidungselement mit zumindest einem Haken und, zur Befestigung
des Seitenwandverkleidunqselements an einem Rohbau des Schienenfahrzeugs, eine zu
dem zumindest einen Haken des Seitenwandverkleidungselements komplementär ausgebildete
Führung, welche Führung mit einem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden ist, und
welcher Haken und welche Führung zum Einhaken des Hakens des Seitenwandverkleidungselements
in die Führung ausgestaltet sind. Der Haken des Seitenwandverkleidungselements ist
erfindungsgemäß in die Führung eingehakt und somit ist das Seitenwandverkleidungselement
mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden.
[0007] Die Führung ist eine Schiene, so ist das Seitenwandverkleidungselement entlang der
Schiene frei positionierbar. Sie verläuft insbesondere parallel zur Längsachse des
Schienenfahrzeugs.
[0008] Der Haken ist insbesondere derart ausgebildet, dass er zumindest senkrecht auf das
Seitenwandverkleidungselement wirkt, so dass das Seitenwandverkleidungselement zumindest
in dieser Richtung am Rohbau des Schienenfahrzeugs fixiert ist. Ist das Seitenwandverkleidungselement
seinerseits vertikal im Schienenfahrzeug ausgerichtet, wirkt der Haken einem horizontalen
Verschieben des Seitenwandverkleidungselements von der Führung weg entgegen.
[0009] Weitergebildet weist der zumindest eine Haken des Seitenwandverkleidungselements
einen Sporn auf, welcher zum Einhaken der Führung zwischen Sporn und Seitenwandverkleidungselement
vom Seitenwandverkleidungselement beabstandet angeordnet ist.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform ist der Sporn des Hakens elastisch verformbar, insbesondere
in eine Richtung senkrecht zum Seitenwandverkleidungselement. Dadurch ist die Führung
zwischen Seitenwandverkleidungselement und Haken einklemmbar. Indem durch Einhaken
der Führung der Sporn elastisch so verformt wird, dass der Abstand von dem Sporn zum
Seitenwandverkleidungselement zunimmt, wirkt der Haken wie eine Feder, wodurch er
gegen die Führung vorgespannt ist.
[0011] Beispielsweise ist der zumindest eine Haken des Seitenwandverkleidungselements nach
unten offen. Das Seitenwandverkleidungselement wird von oben in die Führung eingehakt
und ist entsprechend im montierten Zustand in die Führung eingehängt. Damit ist der
Haken so gegen die Richtung der Gewichtskraft des Seitenwandverkleidungselements in
die Führung eingehakt, dass Selbstsperrung eintritt und somit ein Absinken des Seitenwandverkleidungselements
blockiert ist.
[0012] Gemäß einer weiteren Weiterbildung des Schienenfahrzeugs ist der zumindest eine Haken
des Seitenwandverkleidungselements an einem unteren Ende des Seitenwandverkleidungselements
angeordnet. Insbesondere sind zur eigenen Befestigung des Seitenwandverkleidungselements
zumindest zwei oder mehrere Haken zum Einhaken und Befestigen des Seitenwandverkleidungselements
in zumindest eine komplementär zu den Haken ausgestaltete Führung des Schienenfahrzeugs
am unteren Ende des Seitenwandverkleidungselements angeordnet.
[0013] Das Seitenwandverkleidungselement zur Verkleidung der Seitenwände im Innenraum, insbesondere
im Fahrgastraum, des Schienenfahrzeugs erstreckt sich insbesondere zwischen dem Boden
des Schienenfahrzeugs und einer Decke des Schienenfahrzeugs. Wie nachfolgend noch
ausgeführt wird, kann es eine Höhe aufweisen, welche größer ist als der Abstand zwischen
Decke und Boden des Innenraums des Schienenfahrzeugs.
[0014] In einer weiteren Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Seitenwandverkleidungselement
zur eigenen Befestigung an dem Schienenfahrzeug zumindest eine erste Profilschiene
zur freien Positionierung eines komplementär zur ersten Profilschiene ausgestalteten
ersten Halters entlang der ersten Profilschiene und zur Befestigung des ersten Halters
an der ersten Profilschiene umfasst. Der erste Halter ist zunächst frei entlang der
ersten Profilschiene zu positionieren und anschließend an dieser Position mit der
ersten Profilschiene zu verbinden, beispielsweise durch Anklemmen des ersten Halters
an der ersten Profilschiene. Die Verbindung aus erster Profilschiene und erstem Halter
ist dabei so ausgestaltet, dass sie geeignet ist, das Seitenwandverkleidungselement
mit dem zumindest einen ersten Halter an einem Rohbau des Schienenfahrzeugs zu befestigen.
Der erste Halter ist dann seinerseits mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs, insbesondere
lösbar, verbunden, beispielsweise durch eine Schraubverbindung. Der erste Halter ist
zunächst entlang der ersten Profilschiene des Seitenwandverkleidungselements frei
positionierbar. Er wird insbesondere mit der Profilschiene verklemmt, verkeilt oder
verschraubt und mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs ebenfalls lösbar verbunden, beispielsweise
mittels einer Verschraubung.
[0015] Der Rohbau weist eine begrenzte Anzahl an Positionen zur Anordnung von ersten Haltern
auf. Durch die erste Profilschiene können Seitenwandverkleidungselemente jedoch unterschiedlich
groß ausgeformt sein und/oder variabel längs der Längsachse des Schienenfahrzeugs
angeordnet werden.
[0016] Zur Befestigung von weiteren Verkleidungselementen, insbesondere Deckenverkleidungselementen,
an dem Seitenwandverkleidungselement, kann es zumindest eine weitere, zweite Profilschiene
zur freien Positionierung eines komplementär zur zweiten Profilschiene ausgestalteten,
zweiten Halters entlang der zweiten Profilschiene und zur Befestigung des zweiten
Halters an der frei ausgewählten Position der zweiten Profilschiene aufweisen.
[0017] Das Seitenwandverkleidungselement umfasst sowohl die erste, als auch die zweite Profilschiene,
wodurch die weiteren Verkleidungselemente am Seitenwandverkleidungselement und dadurch
über das Seitenwandverkleidungselement am Rohbau des Schienenfahrzeugs befestigt sind.
[0018] Die erste und/oder die zweite Profilschiene sind vorteilhaft parallel zur Längsachse
des Schienenfahrzeugs angeordnet. Weitergebildet ist die erste und/oder die zweite
Profilschiene im Querschnitt C-förmig ausgestaltet. Weist die erste C-förmig ausgestaltete
Profilschiene eine vertikal ausgerichtete C-Öffnung auf und/oder weist die zweite
C-förmig ausgestaltete Profilschiene eine horizontal ausgerichtete C-Öffnung auf,
so weist die Öffnung der ersten Profilschiene insbesondere nach oben und/oder die
Öffnung der zweiten Profilschiene weist zur Seite, insbesondere ins Innere des Schienenfahrzeugs,
so dass der erste Halter von oben in die erste Profilschiene einführbar ist und insbesondere
längs zur Längsachse des Schienenfahrzeugs in der ersten Profilschiene geführt ist
und/oder der zweite Halter von oben in die zweite Profilschiene einführbar ist und
insbesondere längs zur Längsachse des Schienenfahrzeugs in der zweiten Profilschiene
geführt ist.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die erste und/oder die zweite Profilschiene
am oberen Ende des Seitenwandverkleidungselements angeordnet.
[0020] In vorteilhafter Weise sind die erste Profilschiene und die zweite Profilschiene
stoffschlüssig miteinander verbunden, insbesondere fügestellenfrei. Monolithisch ausgebildet
sind sie beispielsweise dadurch, dass sie aus einem Guss hergestellt sind, insbesondere
sind sowohl die erste, als auch die zweite Profilschiene aus einem Strangpressprofil
hergestellt.
[0021] Ist lediglich ein einzelner Haken zum Einhaken in eine Führung vorgesehen, so ist
auch dieser so dimensioniert, das Seitenwandverkleidungselement zusammen mit dem oder
den Haltern am Rohbau des Schienenfahrzeugs zu befestigen. Sind mehrere Haken vorgesehen,
so haltern sie das Seitenwandverkleidungselement gemeinschaftlich und können daher
entsprechend ausgestaltet sein. Ist zusätzlich lediglich ein erster Halter zur Befestigung
des Seitenwandverkleidungselements an einem Rohbau des Schienenfahrzeugs vorgesehen,
so sind sowohl der einzelne, erste Halter, sowie die erste Profilschiene so dimensioniert,
dass sie das Seitenwandverkleidungselement mit einer vorgegebenen Masse alleine haltern.
Insbesondere sind jedoch zwei oder mehrere erste Halter zur Befestigung des Seitenwandverkleidungselements
mit der ersten Profilschiene und dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden.
[0022] Darüber hinaus kann das Seitenwandverkleidungselement zur eigenen Befestigung mit
mehreren Abschnitten einer ersten Komponente eines aus zwei Komponenten bestehenden
Klettverschlusses versehen sein, insbesondere in vertikal angeordneten Streifen, insbesondere
an den Seiten oder Rändern des Seitenwandverkleidungselements, insbesondere entlang
seiner Hochachse, senkrecht zur Längsachse des Schienenfahrzeugs. Abschnitte der anderen,
zweiten Komponente des Klettverschlusses sind dann an dem Rohbau, beispielsweise an
Türund/oder Fenstersäulen, entsprechend angeordnet. Die ersten Abschnitte der ersten
Komponente des Klettverschlusses sind auf einer vom Innenraum, insbesondere Fahrgastraum,
des Schienenfahrzeugs abgewandten Rückseite des Seitenwandverkleidungselements angeordnet.
Die zweiten Abschnitte der zweiten Komponente des Klettverschlusses sind entsprechend
auf einer in das Fahrzeuginnere weisenden Seite des Rohbaus angebracht.
[0023] Wird das Seitenwandverkleidungselement bei der Montage in die untere Schiene einhakend
eingeführt, kann es anschließend mit den Klettverschlüssen an dem Rohbau festgemacht
werden, um es anschließend mit den ersten Haltern am Schienenfahrzeug zu befestigen.
[0024] Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs sieht vor, dass das Schienenfahrzeug
einen Innenraum, insbesondere einen Fahrgastraum, mit einem Boden aufweist, welcher
Boden im Bereich des Seitenwandverkleidungselements nach oben gekrümmt ist und an
dessen Rand im Bereich der Seitenwand die Führung zum Einhaken des Hakens angeordnet
ist. Der Boden erstreckt sich seitlich zumindest bis an die Seitenwände des Schienenfahrzeugs,
welche zumindest teilweise von den Seitenwandverkleidungselementen gebildet werden.
Insbesondere erstreckt sich der Boden bis jenseits der Seitenwandverkleidungselemente.
Er ist seitlich hochgezogen. Seine seitlichen Ränder bilden somit nach oben weisende
Abschlusskanten. Zumindest eine Führung zum Einhaken zumindest eines Seitenwandverkleidungselements
ist an einem seitlichen Rand des Bodens angeordnet. Somit befindet sich der seitliche
Rand des Bodens zwischen dem Rohbau des Schienenfahrzeugs und dem Seitenwandverkleidungselement,
so dass der Sporn des Hakens auf der dem Innenraum gegenüberliegenden Seite des Bodens
angeordnet ist, und insbesondere auf dieser Seite an der Führung anliegt. Wie oben
bereits ausgeführt, ist die Führung vorteilhaft als Schiene zur freien Positionierung
des Seitenwandverkleidungselements entlang der Führung ausgestaltet.
[0025] Gemäß einer weiteren Weiterbildung umfasst das Schienenfahrzeug im Bereich der Seitenwand
eine Dichtung, welche zwischen dem Boden und dem Seitenwandverkleidungselement angeordnet
und dichtend gegen das Seitenwandverkleidungselement vorgespannt ist. Die Dichtlippe
ist beispielsweise am Boden befestigt, kann jedoch auch direkt an der Führung angeordnet
sein. Zusätzlich oder alternativ ist eine gleich wirkende Dichtung am Seitenwandverkleidungselement
angeordnet. Die Dichtlippe weist insbesondere in das Innere des Schienenfahrzeugs.
[0026] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Sie wird anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert, in denen jeweils ein Ausgestaltungsbeispiel dargestellt ist.
Gleiche Elemente in den Figuren sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Fig. 1
- zeigt perspektivisch ein Seitenwandverkleidungselement von der zur Außenhaut eines
erfindungsgemässen Schienenefahrzeugs weisenden Seite,
- Fig. 2
- zeigt einen Detailschnitt eines Befestigungsmechanismus des Seitenwandverkleidungselements.
[0027] In Fig. 1 ist ein Seitenwandverkleidungs-element 1 dargestellt. Dieses weist zur
eigenen Befestigung an einem Rohbau eines erfindungsgemässen Schienenfahrzeugs an
ihrem unteren Ende drei Haken 2 auf zum Einhaken des Seitenwandverkleidungselements
1 in eine komplementär zu den Haken ausgestaltete Führung, welche ihrerseits am Rohbau
des Schienenfahrzeugs befestigt ist, wodurch auch das Seitenwandverkleidungselement
1 am Rohbau des Schienenfahrzeugs befestigt ist. Die Führung als einzuhakendes Objekt
bildet, beispielsweise als Schiene parallel zur Längsachse des Schienenfahrzeugs ausgeführt,
das Gegenstück zu den Haken 2, welches hier nicht näher dargestellt ist.
[0028] An ihrem oberen Ende umfasst das Seitenwandverkleidungselement 1 eine erste Profilschiene
3, in welcher hier drei erste Halter 4 geführt sind. Die erste Profilschiene 3 dient
der freien Positionierung der komplementär zur ersten Profilschiene 3 ausgestalteten
ersten Halter 4 entlang der ersten Profilschiene 3 und zur Befestigung der ersten
Halter 4 an der ersten Profilschiene 3. Die ersten Halter 4 sind mit der ersten Profilschiene
3 lösbar verbindbar ausgestaltet. Sie werden beispielsweise mit der ersten Profilschiene
3 verklemmt, verkeilt oder verschraubt. Zusätzlich sind sie mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs,
insbesondere lösbar, verbindbar, beispielsweise durch eine Schraubverbindung. Seitlich
sind zusätzlich mehrere Abschnitte einer ersten Komponente eines aus zwei Komponenten
bestehenden Klettverschlusses an dem Seitenwandverkleidungselement 1 appliziert, hier
in vertikal verlaufenden Streifen 5. Diese dienen ebenfalls der Befestigung des Seitenwandverkleidungselements
1 am Rohbau des Schienenfahrzeugs. Hier nicht gezeigt sind die Abschnitte der anderen,
zweiten Komponente des Klettverschlusses, welche an Tür- und/oder Fenstersäulen entsprechend
angeordnet sind.
[0029] Wird das hier skizzierte Seitenwandverkleidungselement 1 montiert, werden zunächst
die Haken 2 in die Führung eingehakt und das Seitenwandverkleidungselement 1 ausgerichtet.
Mittels Klettverschlüssen 5 erfolgt eine erste Fixierung. Anschließend werden die
ersten Halter 4 in der ersten Profilschiene 3 mit dem Rohbau, insbesondere lösbar
mittels Verschraubungen, verbunden. Ist eine doppelt wirkende oder eine zweite Profilschiene
6 vorgesehen, können anschließend noch Deckenelemente mit zweiten Haltern an dieser
ausgerichtet und mit dieser verbunden werden, wodurch diese über das Seitenwandverkleidungselement
1 mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden sind.
[0030] Fig. 2 veranschaulicht detailliert die Befestigung eines Seitenwandverkleidungselements
1 an einem erfindungsgemässen Schienenfahrzeug. Das Seitenwandverkleidungselement
1 weist an seinem oberen Ende einen Haken 2 auf. Der Haken 2 ist in eine komplementär
zum Haken 2 ausgestaltete Führung 10 des Schienenfahrzeugs eingehakt.
[0031] Der Haken 2 weist dazu einen Sporn 9 auf, welcher im Wesentlichen parallel zum Seitenwandverkleidungselement
1 verläuft. An seinem unteren Ende weist er etwas vom Seitenwandverkleidungselement
1 weg, um die Führung 10 leicht einzuhaken. Somit bildet er mit dem Seitenwandverkleidungselement
1 eine keilförmige Öffnung zur Aufnahme der Führung 10. Der Haken 2 ist hier eckig
gekrümmt, kann jedoch auch geschwungen ausgeformt sein. Der Sporn 9 des Hakens 2 bildet
mit dem Seitenwandverkleidungselement 1 eine hier nach unten offene Gabel zum Einhaken
der Führung 10. Die Führung 10 ist zwischen dem Seitenwandverkleidungselement 1 und
dem Sporn 9 des zumindest einen Hakens 2 in die Gabel eingehakt und durch eine elastische
Verformung des Sporns 9 festgeklemmt.
[0032] Die Führung 10 ist hier als Schiene ausgebildet, welche das Seitenwandverkleidungselement
1 in Längs- oder Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs führt. Sie befindet sich am Rand
eines im Bereich des Seitenwandverkleidungselements 1 nach oben gekrümmten Bodens
11. Der Boden 11 ist dabei Teil des Rohbaus des Schienenfahrzeugs oder unmittelbar
mit diesem verbunden. Dadurch ist die Führung 10 zum Einhaken des Hakens 2 zur Befestigung
des Seitenwandverkleidungselements 1 am Rohbau des Schienenfahrzeugs ebenfalls Teil
des Rohbaus oder direkt mit diesem verbunden. Der Boden 11 bildet hier eine einfach
gekrümmte Schale. In weiteren Ausführungsformen kann er auch die Form einer doppelt
gekrümmten Schale annehmen. Ist der Boden auch an seinen Stirnseiten nach oben gekrümmt,
ist er wannenförmig ausgestaltet.
[0033] Zwischen der Führung 10 und damit zwischen dem hochgezogenen und mit seinen seitlichen
Rändern nach oben weisenden Boden 11 und dem Seitenwandverkleidungselement 1 ist eine
nach innen in das Fahrzeuginnere weisende Dichtlippe 12 angeordnet. Diese ist im hier
gezeigten, montierten Zustand gegen das Seitenwandverkleidungselement 1 vorgespannt,
zur Abdichtung von Seitenwandverkleidungselement 1 und Boden 11. Die Dichtlippe 12
ist am Boden 11 montiert. Alternativ ist sie am Seitenwandverkleidungselement 1 montiert
und gegen den nach oben gekrümmten Boden 11 oder die Führung 10 vorgespannt.
1. Schienenfahrzeug mit zumindest einem Seitenwandverkleidungselement (1), wobei das
Seitenwandverkleidungselement (1) zur eigenen Befestigung zumindest einen Haken (2)
zum Einhaken des Seitenwandverkleidungselements (1) in eine Führung (10) aufweist,
welche Führung (10) mit einem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (10) als Schiene zur freien Positionierung des Seitenwandverkleidungselements
(1) entlang der Führung (10) ausgestaltet ist.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Haken (2) einen Sporn (9) aufweist, welcher zum Einhaken der Führung
(10) zwischen Sporn (9) und Seitenwandverkleidungselement (1) vom Seitenwandverkleidungselement
(1) beabstandet angeordnet ist.
3. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Haken (2) an einem unteren Ende des Seitenwandverkleidungselements
(1) angeordnet ist.
4. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Haken (2) nach unten offen ist.
5. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenwandverkleidungselement (1) zur eigenen Befestigung erste Abschnitte eines
Klettverschlusses (5) aufweist, und, dass zweite Abschnitte des Klettverschlusses
mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden sind, welche erste und zweite Abschnitte
miteinander verbindbar sind.
6. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Innenraum mit einem Boden (11) aufweist, welcher im Bereich des Seitenwandverkleidungselements
(1) nach oben gekrümmt ist und an dessen Rand im Bereich des Seitenwandverkleidungselements
(1) die Führung (10) zum Einhaken des Hakens (2) angeordnet ist.
7. Schienenfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) im Bereich des Seitenwandverkleidungselements eine Dichtung (12) umfasst,
welche zwischen dem Boden (11) und dem Seitenwandverkleidungselement (1) angeordnet
und dichtend gegen das Seitenwandverkleidungselement (1) vorgespannt ist.
8. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenwandverkleidungselement (1) zur eigenen Befestigung eine erste Profilschiene
(3) zur freien Positionierung eines komplementär zur ersten Profilschiene (3) ausgestalteten
ersten Halters (4) entlang der ersten Profilschiene (3) und zur Befestigung des ersten
Halters (4) am Seitenwandverkleidungselement (1) aufweist, wobei der erste Halter
(4) mit einem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden ist.
9. Schienenfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Profilschiene (3) an einem oberen Ende des Seitenwandverkleidungselements
(1) angeordnet ist.
1. Rail vehicle having at least one side wall cladding element (1), wherein, in order
to fasten itself, the side wall cladding element (1) has at least one hook (2) for
hooking the side wall cladding element (1) into a guide (10), which guide (10) is
connected to a framework of the rail vehicle, characterized in that the guide (10) is configured as a rail for free positioning of the side wall cladding
element (1) along the guide (10).
2. Rail vehicle according to Claim 1, characterized in that the at least one hook (2) has a nose (9) which is arranged spaced apart from the
side wall cladding element (1) in order to hook in the guide (10) between the nose
(9) and the side wall cladding element (1).
3. Rail vehicle according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the at least one hook (2) is arranged at a lower end of the side wall cladding element
(1).
4. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the at least one hook (2) is open toward the bottom.
5. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 4, characterized in that, in order to fasten itself, the side wall cladding element (1) has first sections
of a hook and loop fastener (5), and in that second sections of the hook and loop fastener are connected to the framework of the
rail vehicle, which first and second sections can be connected to one another.
6. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 5, characterized in that it has an interior with a floor (11) which is curved upward in the region of the
side wall cladding element (1) and at the edge of which the guide (10) for hooking
in the hook (2) is arranged in the region of the side wall cladding element (1).
7. Rail vehicle according to Claim 6, characterized in that the floor (11) comprises a seal (12) in the region of the side wall cladding element,
which seal (12) is arranged between the floor (11) and the side wall cladding element
(1) and is prestressed sealingly against the side wall cladding element (1).
8. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 7, characterized in that, in order to fasten itself, the side wall cladding element (1) has a first profiled
rail (3) for free positioning of a first holder (4) along the first profiled rail
(3), which first holder (4) is configured in a complementary manner with respect to
the first profiled rail (3), and for fastening of the first holder (4) to the side
wall cladding element (1), the first holder (4) being connected to a framework of
the rail vehicle.
9. Rail vehicle according to Claim 8, characterized in that the first profiled rail (3) is arranged at an upper end of the side wall cladding
element (1).
1. Véhicule ferroviaire ayant au moins un élément d'habillage de paroi latérale, l'élément
(1) d'habillage de paroi latérale ayant pour sa propre fixation au moins un crochet
(2) pour accrocher l'élément (1) d'habillage de paroi latérale dans un guidage (10),
lequel guidage (10) est relié à l'ossature du véhicule ferroviaire, caractérisé en ce que le guidage (10) est conformé en rail pour la mise en position à volonté de l'élément
(1) d'habillage de paroi latérale le long du guidage (10).
2. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un crochet (2) a une béquille (9) qui, pour l'accrochage du guidage (10)
entre la béquille (9) et l'élément (1) d'habillage de paroi latérale, est disposé
à distance de l'élément (1) d'habillage de paroi latérale.
3. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un crochet (2) est disposé à une extrémité inférieure de l'élément (1) d'habillage
de paroi latérale.
4. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins un crochet (2) est ouvert vers le bas.
5. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément (1) d'habillage de paroi latérale a pour sa propre fixation des premières
parties d'une fermeture (5) autoagrippante et en ce que des deuxièmes parties de la fermeture autoagrippante sont reliées à l'ossature du
véhicule ferroviaire, les premières et deuxièmes parties pouvant être reliées entre
elles.
6. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il a un espace intérieur ayant un fond (11) qui est courbé vers le haut dans la région
de l'élément (1) d'habillage de paroi latérale et à son bord, dans la région de l'élément
(1) d'habillage de paroi latérale, est disposé le guidage (10) d'accrochage du crochet
(2).
7. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le fond (11) comprend, dans la région de l'élément d'habillage de paroi latérale,
une garniture (12) d'étanchéité, qui est disposée entre le fond (11) et l'élément
(1) d'habillage de paroi latérale et qui est précontrainte d'une manière étanche contre
l'élément (1) d'habillage de paroi latérale.
8. Véhicule ferroviaire suivant les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément (1) d'habillage de paroi latérale a pour sa propre fixation un premier
rail (3) profilé, pour la mise en position à volonté le long du premier rail (3) profilé
d'une première fixation (4) conformée complémentairement au premier rail (3) profilé
et pour la fixation de la première fixation (4) à l'élément (1) d'habillage de paroi
latérale, la première fixation (4) étant reliée à une ossature du véhicule ferroviaire.
9. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 8, caractérisé en ce premier rail (3)
profilé est disposé à une extrémité supérieure de l'élément (1) d'habillage de paroi
latérale.