[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft einen Applikator zum Auftragen von Flüssigkeiten,
insbesondere für dekorative Medien im kosmetischen Bereich gemäß Anspruch 1 und deren
Verwendung gemäß Anspruch 14.
[0002] Der vorliegend beschriebene Applikator ist in verschiedenen Anwendungsgebieten einsetzbar.
Beispielhaft wird im Folgenden von der Applikation von Nagellack, insbesondere von
UV härtbaren Nagellack und UV-Gel zur Nagelverstärkung, ausgegangen, wobei der vorliegende
Applikator auch für das Aufbringen von anderen flüssigen Kosmetika, wie z.B. Farbe
oder Reinigungsmitteln geeignet ist.
Beschreibung
[0003] Verschiedene Applikatoren zum Auftragen von flüssiger dekorativer Kosmetik wie z.B.
UV-Nagellack, UV-Nagelgel bzw. Nagelverstärker sind bekannt, siehe z.B.
WO 2012/082138 A1. Ein Applikator für den Bereich der Nagelmodelage, d.h. für das Auftragen von UV-Nagelgel
oder UV-Nagellack sollte einen gleichmäßigen Flüssigkeitsauftrag auf der gekrümmten
Nageloberfläche ermöglichen und vollständig abdecken. Neben den weiteren Anforderungen
an einen klecksfreien Auftrag sollte der Applikator auch an das zu applizierende Medium
anpassbar sein und ein möglichst sauberes Arbeiten z.B. in einem Nagelstudio ermöglichen.
[0004] Insbesondere in Nagelstudios wird das zum Zwecke der Nagelverlängerung mit sogenannten
Tips und zum Zwecke der Nagelverstärkung verwendete UV-Gel und UV-Nagellack mittels
eines einfachen pinselartigen Applikators aufgetragen, wobei die Pinselspitze des
Applikators zunächst in den offenen, das Gel bzw. den Nagellack enthaltenen Behälter
eingetaucht wird und anschließend die mit der Pinselspitze aufgenommene Flüssigkeit
auf das zu bearbeitenden Nagelbett aufgetragen wird. Diese Arbeitsweise ist mit einer
erheblichen Verschmutzung des Arbeitsplatzes verbunden und birgt darüber hinaus erheblich
gesundheitliche Risiken, da der Anwender das aus dem UV-Gel bzw. UV-Nagellack freigesetzte
Lösungsmittel einatmet.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Applikator für
flüssige Medien der genannten Art bereitzustellen, der die Nachteile von aus dem Stand
der Technik bekannten Applikatoren nicht aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Applikator mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0007] Demnach wird ein Applikator zum Auftragen eines flüssiges Mediums, insbesondere für
ein flüssiges dekoratives Medium im kosmetischen Bereich, bereitgestellt, der
- mindestens einen ersten Abschnitt mit einem Applikatorkopf,
- mindestens einen zweiten Abschnitt angepasst zur Aufnahme von mindestens einem Vorratsbehälter
für das flüssige Medium, wobei der Vorratsbehälter mindestens einen Kolben umfasst,
und
- mindestens einen dritten Abschnitt mit mindestens einem elektrischen Getriebemotor
und mindestens einen Vorschubmechanismus zum Entleeren des Vorratsbehälters durch
Bewegen des Kolbens umfasst, wobei der mindestens eine Vorschubmechanismus durch den
mindestens einen elektrischen Getriebemotor antreibbar ist, und der mindestens eine
Vorschubmechanismus mindestens eine Druckstange, mindestens einen die Druckstange
umgebenden Mantel und mindestens einen an einem Ende des Mantels vorgesehenen Stempel
zum Bewegen des Kolbens umfasst.
[0008] Von außen gesehen umfasst der Applikator bevorzugt ein Gehäuse, das in die genannten
Abschnitte B und C unterteilt bzw. aufgeteilt ist, und wobei der Abschnitt A an einer
dem Abschnitt B benachbarten Seite des Gehäuses angefügt bzw. angeordnet ist. Das
Gehäuse ist bevorzugterweise zylindrisch, insbesondere kreiszylindrisch mit einem
Kreisdurchmesser d und einer Höhe bzw. Länge h ausgebildet. Es ist auch denkbar, dass
das Gehäuse derart gestaltet ist, so dass die Kreisdurchmesser in den Abschnitten
B und C jeweils verschieden voneinander ist. Dass heißt, dass der Abschnitt B einen
größeren Kreisdurchmesser aufweisen kann als der Abschnitt C und andersherum.
[0009] Das Gehäuse weist bevorzugt eine Oberseite und eine Unterseite auf. Die Oberseite
des Gehäuses wird insbesondere durch die Anordnung eines noch später zu definierenden
Schalters z.B. in Form eines Druckknopfes als Betätigungsmechanismus für den Vorschubmechanismus
definiert.
[0010] In einer Ausführungsform umfasst der mindestens eine Applikatorkopf eine Auftragsspitze
zum Auftragen des flüssigen Mediums wie z.B. UV-Gel oder UV-Nagellack. Auch kann der
mindestens eine Applikatorkopf eine Auftragsspitze in Form einer Kreuzöffnung, insbesondere
einer Kreuzöffnung verbunden mit einer löffelförmigen Spitze und/oder in Form einer
Kreuzöffnung verbunden mit einem Pinsel (Pinselkopf) umfassen.
[0011] Die Verwendung einer Auftragsspitze mit Kreuzöffnung ermöglicht das Auftragen eines
bestimmten und einstellbaren Flüssigkeitsvolumens wie z.B. eines einstellbaren UV-Gelvolumens
auf die Nageloberfläche. Der Applikatorkopf mit Auftragsspitze z.B. in Form einer
Kreuzöffnung mit löffelförmiger Spitze und ggf. Pinselkopf ist austauschbar und kann
in einem Deckel angeordnet sein, der an dem Applikator z.B. in Form einer drehbaren
Kappe befestigbar ist. Dies ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Austausch
des Applikatorkopfes bei Verschleiß und Wechsel zwischen verschiedenen Flüssigkeiten
und Anwendern.
[0012] In einer Ausführungsform ist der zweite Abschnitt B des vorliegenden Applikators
zur Aufnahme eines zylindrischen Vorratsbehälters geeignet. Der zylindrische Vorratsbehälter
umfasst demnach jeweils eine kreisförmige vordere Seite, d.h. die Seite die bei Aufnahme
des Vorratsbehälters nächst zum Applikatorkopf angeordnet ist, und eine kreisförmige
hintere Seite, die entsprechend gegenüberliegend zur vorderen Seite entfernt vom Applikatorkopf
angeordnet ist.
[0013] Der vorliegend zum Einsatz kommende Vorratsbehälter umfasst bevorzugterweise einen
sich hin zum Applikatorkopf öffnenden Bereich und einen gegenüber dem sich öffnenden
Bereich angeordneten, in axialer Richtung des Applikators bewegbaren Kolben. Der sich
hin zum Applikatorkopf öffnende Bereich ist demnach in der kreisförmigen vorderen
Seite des Vorratsbehälters angeordnet und der Kolben ist in bzw. an der kreisförmigen
hinteren Seite des Vorratsbehälters angeordnet. Der Kolben weist entsprechend bevorzugt
eine kreisförmige Form mit einem im Wesentlichen dem inneren Durchmesser des Vorratsbehälters
entsprechenden Durchmesser auf.
[0014] Der Kolben ist bevorzugterweise in Form eines als Kolben wirkenden verschiebbaren
Bodens ausgebildet.
[0015] Zwischen dem Kolben bzw. dem als Kolben fungierenden Boden des Vorratsbehälters und
dem Innenraum des Vorratsbehälters sind bevorzugt weitere Schichten bzw. Lagen aus
verschiedenen Materialien angeordnet, die einem Auslaufen und Austrocknen des flüssigen
Mediums aus dem Vorratsbehälter entgegenwirken. So schließt sich unmittelbar an den
als Kolben fungierenden Boden eine Folie an, gefolgt von einer weichen Lage z.B. aus
Zellstoff oder Schaumstoff und einer Kunststoffschicht als letzter Lage.
[0016] Der zu öffnende Bereich des Vorratsbehälters ist vor der Verwendung mit einem geeigneten
Verschluss wie z.B. Deckel oder Folie verschlossen. Der zu öffnende Bereich des Vorratsbehälters
kann in Größe des Gesamtumfangs bzw. des inneren Durchmessers des zylindrischen Vorratsbehälters
ausgebildet sein oder kann auch einen kleineren Durchmesser als der zylindrische Vorratsbehälters
aufweisen. In letzterem Fall ist die Öffnung bzw. der zu öffnende Bereich des Vorratsbehälters
mittig in der Umfangsfläche des Vorratsbehälters angeordnet. Der zu öffnende Bereich
ist bevorzugterweise vor Verwendung des Vorratsbehälters mit einer geeigneten Folie
z.B. Kunststofffolie verschlossen.
[0017] Der im vorliegenden Applikator verwendete Vorschubmechanismus umfasst mindestens
eine Druckstange und mindestens einen an einem Ende der Druckstange vorgesehenen Stempel
zum Bewegen des Kolbens des Vorratsbehälters. Druckstange und Stempel können zweiteilig
ausgebildet sein, wobei Druckstange und Stempel in einer Wirkverbindung miteinander
stehen.
[0018] Die Druckstange ist von einem Mantel umgeben, mit welchen die
[0019] Druckstange in einer Wirkverbindung steht. Hierfür weist die Druckstange ein Außengewinde
auf, mit welchem diese in das Innengewinde des Mantels eingreifen kann. An dem vorderen
Ende des Mantels, d.h. dem Ende des Mantels welches nächstliegend zum Kolben des Vorratsbehälter
ist, ist wiederum der Stempel zum Bewegen des Kolbens vorgesehen. Mantel und Stempel
sind bevorzugt miteinander verbunden und in einem festen Kontakt miteinander. Die
Wirkverbindung zwischen Stempel und Druckstange wird entsprechend über den Mantel
bewirkt.
[0020] Die Druckstange, insbesondere mit Mantel und Stempel, ist vor Benutzung des Applikators
bevorzugt mittig im dritten, bevorzugt zylindrischen Abschnitt des Applikators angeordnet
und erstreckt sich in ihrer Gesamtlänge durch den gesamten dritten Abschnitt bis hin
zum zweiten Abschnitt, d.h. die Kombination von Druckstange, Mantel und Stempel weist
eine Gesamtlänge auf, die der Gesamtlänge des dritten Abschnitts entspricht und ragt
nicht aus dem Applikator heraus.
[0021] Der Stempel ist an dem Ende des die Druckstange umgebenden Mantels angeordnet, das
sich nächstliegend zum Boden und Kolben des Vorratsbehälters befindet. Der Stempel
kann jede für einen Fachmann geläufige, insbesondere kreisförmige Form aufweisen,
wobei der Durchmesser des Stempels bevorzugt dem Durchmesser des Bodens bzw. Kolbens
des Vorratsbehälters entspricht.
[0022] Die Bewegung der Kombination aus Druckstange, Mantel und Stempel wird durch den elektrischen
Getriebemotor ausgelöst, wodurch wiederum eine Bewegung des Kolbens des Vorratsbehälters
verursacht wird, wodurch der Kolben des Vorratsbehälters weiter in den Vorratsbehälter
hineingeschoben wird und eine Entleerung des Inhaltes des Vorratsbehälters durch die
Öffnung des zu öffnenden Bereich des Vorratsbehälters hin zum Applikatorkopf ermöglicht
wird.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der elektrische Getriebemotor mit der mindestens
einen Druckstange fest verbunden.
[0024] Wird nun die Druckstange durch den elektrischen Getriebemotor in eine Drehung bzw.
Rotation und damit in eine rotierende Vorwärtsbewegung versetzt, dann greift das Außengewinde
der Druckstange in das Innengewinde des Mantels ein. Durch die (Vorwärts)drehbewegung
der Druckstange werden der Mantel und der sich daran befindliche Stempel ebenfalls
in eine Vorwärtsbewegung versetzt und der Stempel wird auf den Kolben des Vorratsbehälters
gedrückt, wobei der Kolben des Vorratsbehälters (nach vorne) in den Vorratsbehälter
hinein geschoben und der Inhalt des Vorratsbehälters über den Applikatorkopf herausgedrückt
wird.
[0025] Beim Umschalten des elektrischen Getriebemotors in die der rotierenden Vorwärtsbewegung
der Druckstange entgegengesetzte Rotationsrichtung wird die Druckstange aus dem Mantel
herausgedreht. Entsprechend ist es vorliegend möglich, die Druckstange über das elektrische
Getriebe in eine rechtsgerichtete und eine linksgerichtete Rotation zu versetzen.
Wird nun die Druckstange aus dem Mantel herausgedreht, dann wird der Druck des Stempels
auf den Kolben des Vorratsbehälters aufgehoben und der Kolben nicht länger im Vorratsbehälter
bewegt. Auch kann der Stempel durch die (Rückwärts)rotation der Druckstange aus dem
Vorratsbehälter entfernt werden. Dies ermöglicht einen Austausch eines leeren Vorratsbehälters
gegen einen neuen Vorratsbehälter.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform des vorliegenden Applikators ist in dem dritten
Abschnitt C mindestens ein Stützelement oder auch Führungselement zur Halterung und
Führung des Vorschubmechanismus angeordnet. Dieses Stütz- bzw. Führungselement ist
bevorzugt am die Druckstange umgebenden Mantel vorgesehen. In einer Ausführungsform
besteht das Stütz- bzw. Führungselement aus einem den Mantel umschließenden Ring,
z.B. Gummiring, an welchem zusätzlich jeweils sich gegenüberliegende Nuten oder Kerben
vorgesehen sind. Diese Nuten bzw. Kerben greifen in jeweils dazu korrespondierende
Schienen ein, die im Abschnitt C zumindest teilweise entlang der Innenwand des Applikatorgehäuses
verlaufen. Durch diesen Mechanismus ist eine sichere Führung des Vorschubmechanismus,
insbesondere des Mantels im Applikatorgehäuse gewährleistet.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung des vorliegenden Applikators ist auf der Außenseite
des Applikatorgehäuses mindestens ein Betätigungsmechanismus, insbesondere in Form
von mindestens einem Schalter, Druckknopf oder Taster, zur Betätigung des mindestens
einen elektrischen Getriebemotors vorgesehen. Der mindestens eine Betätigungsmechanismus
zur Betätigung des elektrischen Getriebemotors und damit auch zur Betätigung des Vorschubmechanismus
ist bevorzugt zwischen dem ersten Abschnitt A und dem zweiten Abschnitt B, d.h. an
dem dem Abschnitt A (d.h. dem Applikatorkopf) benachbarten Ende des Abschnitts B auf
der Außenseite des Applikatorgehäuses angeordnet. Demnach kann z.B. ein Schalter oder
Knopf derart auf der Gehäuseseite des Applikators angeordnet sein, dass die Betätigung
des Vorschubmechanismus und somit das Auftragen des Nagelgels durch einen einfachen
Druck auf den Knopf z.B. mit dem Zeigefinger zielgenau und dosiert möglich ist.
[0028] Bevorzugterweise umfasst der Betätigungsmechanismus zwei Schalter oder Druckknöpfe
zur Betätigung des elektrischen Getriebemotors. Dabei ist ein Schalter bzw. Druckknopf
zur Betätigung der Vorwärtsrotation bzw. Vorwärtsbewegung der Druckstange vorgesehen,
und der zweite Schalter bzw. Druckknopf zur Betätigung der Rückwärtsrotation bzw.
Rückwärtsbewegung der Druckstange vorgesehen.
[0029] Ebenfalls kann es vorgesehen sein, den mindestens einen Betätigungsmechanismus, wie
einen Schalter, mit dem mindestens einen elektrischen Getriebemotor über mindestens
einen Verbindungsleiter zu verbinden. Dieser Verbindungsleiter kann ein elektrisches
Kabel sein, das beginnend am Betätigungsmechanismus entlang des Gehäuses (innen oder
außen) führt, in den Abschnitt C in das Gehäuse eingeführt wird und dort am elektrischen
Getriebemotor endet.
[0030] Die elektrische Energie für den mindestens einen elektrischen Getriebemotor wird
bevorzugt durch einen direkten Anschluss an ein Stromnetz, durch eine Batterie und/oder
einen Akku bereitgestellt. Im Falle der Verwendung eines Akkus ist für den Akku ein
Aufladegerät vorgesehen, welches z.B. in seinen Abmaßen an die Dimensionen des Applikators
angepasst ist und an den Applikator z.B. an das freie Ende des Abschnitts C angesetzt
werden kann. Das Aufladegerät verfügt entsprechend auch über eine geeigneten Netzanschluss,
z.B. in Form eines elektrischen Kabelanschlusses.
[0031] Der vorliegende Applikator kann zum Auftragen eines flüssigen Mediums, insbesondere
zum Auftragen von dekorativen und/oder adhäsiven Medien im kosmetischen Bereich wie
z.B. der Nagelmodellage verwendet werden.
[0032] So ist der vorliegende Applikator insbesondere zum Auftragen von flüssigen Medien
bei der Nagelmodellage, wie z.B. von UV-Nagellack, UV-Gele zur Nagelverstärkung oder
anderen flüssigen Medien im kosmetischen Bereich geeignet.
[0033] Die Vorteile des vorliegenden Applikators insbesondere für die genannten Verwendungszwecke
sind vielfältig. So ermöglicht der Applikator das Auftragen einer vorbestimmten Flüssigkeits-
oder Gelmenge und einen gleichmäßigen Flüssigkeits- bzw. Gelauftrag. Sämtliche für
das Gelauftragen erforderliche Komponente wie Pinsel, Vorratsbehälter etc. sind in
einem einzigen, bevorzugterweise geschlossenem Gehäuse angeordnet. Es entfällt somit
das Erfordernis der Verwendung von separaten Pinsel und Vorratsbehälter, wobei die
sonst einhergehende Verschmutzung des Arbeitsplatzes vermieden wird.
[0034] Der vorliegende Applikator ermöglicht zudem ein effizienteres Auftragen des Gels,
so dass sowohl die Gelmenge als auch die üblicherweise notwendige Zeit bei der Nagelmodellage
verkürzt und eingespart werden. Auch wird das Einatmen des in den Gelen vorhandenen
Lösungsmittels vermieden und der Applikator kann mehrmals verwendet werden.
[0035] Die spezifische Anordnung eines Schalters oder Druckknopfes als Betätigungsmechanismus
ermöglicht zudem eine einfache Betätigung z.B. lediglich mit einem Finger des Vorschubmechanismus
zum Entleeren des Vorratsbehälters, wobei gleichzeitig der gesamte Applikator in einer
Hand gehalten werden kann. Mit anderen Worten, der vorliegende Applikator ermöglicht
das gleichzeitige Halten des Applikators und Entleeren des Vorratsbehälters durch
einfaches Betätigen des Betätigungsmechanismus mittels eines Fingers. Es ist demnach
nicht notwendig, den Applikator während des Modellierungsvorganges aus der Hand zu
legen, um ein Auffüllen bzw. Entleeren des Vorratsbehälters mit der kompletten Hand
oder sogar einer zweiten Hand zu bewirken.
[0036] Der vorliegende Applikator wird bevorzugt wie folgt verwendet: zunächst wird der
Vorratsbehälter enthaltend das aufzutragende flüssige Medium in das Applikatorgehäuse
und hier insbesondere in den Aufnahmebereich im Abschnitt B eingeführt, wobei vor
Einführen die sich auf dem zu öffnenden Bereich des Vorratsbehälters befindliche Abdeckung
wie z.B. eine Kappe oder Folie entfernt werden. Nach Einführen des Vorratsbehälters
wird der Betätigungsmechanismus z.B. in Form eines Druckknopfes betätigt, wodurch
wiederum ein Signal an den elektrischen Getriebemotor gesendet wird und der Vorschubmechanismus
bestehend aus Druckstange, Mantel und Stempel aktiviert und bewegt wird. Vom elektrischen
Getriebemotor wird die elektrische Energie auf die Druckstange als mechanische Rotationsenergie
übertragen, so dass sich die Druckstange axial rotierend vorwärts bewegt und in das
Innengewinde des Mantels eingreift, wodurch der Mantel und der am Mantel angeordnete
Stempel in Richtung des Vorratsbehälters und Applikatorkopfes bewegt werden. Der Stempel
drückt in der Folge den als Kolben ausgebildeten Boden des Vorratsbehälters ebenfalls
in Richtung des Applikatorkopfes und ggf. weitere als Lagerungsschutz verwendete Folien
oder Kunststofflagen im Vorratsbehälter werden durch Bewegung des Kolbens aufgebrochen
und ebenfalls in Richtung des Applikatorkopfes bewegt. Durch die Vorwärtsbewegung
des Kolbens des Vorratsbehälters in Richtung Applikatorkopf wird eine durch das Pressen
bzw. Drücken des Betätigungshebels vorbestimmte Menge an Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter
in den Applikatorkopf gedrückt und letztendlich z.B. auf den zu modellierenden Nagel
aufgetragen.
[0037] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Applikators gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht eines Applikators gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines am Vorschubmechanismus vorgesehenen Führungselementes,
- Fig. 4 A
- eine schematische Ansicht einer ersten Variante eines Applikatorkopfes,
- Fig. 4 B
- eine schematische Ansicht einer zweiten Variante eines Applikatorkopfes, und
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht einer Variante eines Vorratsbehälters.
[0038] Ein allgemeiner Aufbau einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist in Fig. 1 gezeigt.
[0039] Diese erste Ausführungsform des Applikators 1 umfasst einen ersten Abschnitt A mit
Applikatorkopf 2, einen zweiten Abschnitt B angepasst zur Aufnahme des zylindrischen
Vorratsbehälter 3 für das flüssige Medium, wobei der Vorratsbehälter einen als Kolben
ausgebildeten Boden 4 umfasst, und einen dritten Abschnitt C mit einen Vorschubmechanismus
zum Entleeren des Vorratsbehälters 3 durch Bewegen des Kolbens 4. Die Abschnitte B
und C des Applikators sind in einem zylindrischen Gehäuse angeordnet.
[0040] In der Ausführungsform des Applikators 1 gemäß der Figur 1 ist der Applikatorkopf
2 in Form eines Kegels ausgebildet, wobei sich der Kegel weg von dem Applikatorgehäuse
verjüngt. Die entsprechend ausgebildete Spitze des kegelförmigen Applikatorkopfes
2 weist eine kreuzförmige Öffnung auf, kann aber auch zusätzlich mit einem löffelförmigen
Ende oder Spitz oder mit einem Pinsel versehen sein (siehe hierzu auch Figuren 4A,
4B). Der Applikatorkopf 2 ist aus einem flexiblen oder starren Kunststoffmaterial
hergestellt.
[0041] Der Vorratsbehälter 3 weist den zu öffnenden Bereich 3a auf, der mittig auf der dem
Applikatorkopf nächstliegenden Seite des Vorratsbehälters angeordnet ist, und der
vor Verwendung des Vorratsbehälters mit einer Folie abgedeckt ist. Der Vorratsbehälter
3 weist ebenfalls zwei Vorsprünge 14 auf, die jeweils auf der Oberseite und Unterseite
des Vorratsbehälters angeordnet sind und die z.B. aus Schaumstoff oder ähnliches geformt
sind und die einer Fixierung des Vorratsbehälters im Aufnahmebereich des Applikators
1 dienen.
[0042] Der Vorratsbehälter weist zudem eine Kappe 15 auf, die zur zusätzlichen Abdeckung
des zu öffnenden Bereichs 3a vor Verwendung des Vorratsbehälters dient. Wie ausgeführt,
weist der Vorratsbehälter 3 einen als Kolben fungierenden Boden 4 auf, der sich gegenüberliegend
zur dem sich öffnenden Bereich 3a befindet und an den sich auf der zum Innenraum des
Vorratsbehälters 3 mehrere Lagen bzw. Schichten anschließen. Genauer folgt dem Boden
4 eine Folie 16, eine weiche Anlage 17 und eine weitere Kunststoffschicht 18 (siehe
auch Figur 5), die eine Beschädigung des Behälters und ein Austrocknen des sich im
Vorratsbehälter befindlichen Mediums verhindern.
[0043] Der Vorschubmechanismus besteht aus der Druckstange 7, die mit ihrem Außengewinde
in das Innengewinde eines die Druckstange umgebenden Mantels 8 eingreift. An dem vorderen
(d.h. dem Vorratsbehälter am nächstliegenden) Ende des Mantels 8 ist ein Stempel 5
angeordnet.
[0044] Der Mantel 8 ist von einem Ring, z.B. Gummi-Ring als Führungselement 9 umgeben. Das
Führungselement 9 weist zwei Führungseinkerbungen 9i, 9k, z.B. zwei Nuten auf, die
sich am Führungselement gegenüberliegen (siehe hierzu Figur 3). Diese Führungseinkerbungen
9i, 9k können aus einem anderen Material bestehen als der Führungsring 9. So können
diese Einkerbungen 9i, 9k aus einem Kunststoff, z.B. Hartkunststoff bestehen, der
auf der Oberfläche des Führungsringes 9 aufgebracht ist.
[0045] Die Führungseinkerbungen 9i, 9k greifen jeweils in die Führungsschienen 10 ein, die
gegenüberliegend entlang des Abschnitts C an der Innenseite des Applikatorgehäuses
vorgesehen sind.
[0046] Der Vorschubmechanismus wird über den elektrischen Getriebemotor 6E angetrieben,
wobei die elektrische Energie des Motors über ein Getriebe in mechanische Energie
zur Bewegung der Druckstange 7 und damit des Mantels 8 und des Stempels 5 umgewandelt
wird. Der elektrische Motor 6E ist im dritten Abschnitt C im Applikatorgehäuse vorgesehen.
[0047] Der elektrische Motor 6E wird durch ein Betätigen von zwei Tastern oder Druckknöpfen
6D, 6K mittels eines Fingers betätigt. Die Druckknöpfe 6D, 6K sind auf der Oberseite
des Applikatorgehäuses am Ende des Abschnittes B vorgesehen, welcher benachbart zum
Abschnitt A liegt. Die Druckknöpfe 6D, 6K befinden sich somit in unmittelbarer Nähe
zum Applikatorkopf 2. Bei Betätigen des Druckknopfes 6D wird eine Vorwärtsbewegung
bzw. Vorwärtsrotation der Druckstange 7 (und damit das Eingreifen der Druckstange
in den Mantel 8) bewirkt und bei Betätigen des Druckknopfes 6K wird eine Rückwärtsbewegung
bzw. Rückwärtsrotation der Druckstange 7 (und damit ein Lösen oder Entkoppeln der
Druckstange aus dem Mantel 8) bewirkt.
[0048] Druckknöpfe 6D, 6K und der elektrische Getriebemotor 6E sind über ein elektrisches
Kabel 6M verbunden. Das elektrische Kabel 6M führt von den Druckknöpfen 6D, 6K entlang
des Abschnitts A des Applikatorgehäuses (außen oder innen) bis zum Abschnitt C des
Applikatorgehäuses, wo es mit dem elektrischen Motor 6E verbunden ist.
[0049] Der elektrische Motor 6E wird im Falle der Figur 1 über einen externen Stromanschluss
(elektrisches Kabel 6i) mit elektrischer Energie versorgt. Der Strom kann aber auch
von einer Batterie oder einem Akku bereitgestellt werden.
[0050] Wie bereits erwähnt weist die Druckstange 7 ein Außengewinde auf, mit welchem sie
in ein Innengewinde des die Druckstange 7 umgebenden Mantels 8 (der z.B. aus Kunststoff
besteht) eingreift. An dem dem Kolben 4 nächstliegenden Ende des Mantels 8 ist wiederum
der Stempel 5 vorgesehen.
[0051] Bei Pressen des Druckknopfes 6D erfolgt eine Übertragung eines Signals über das elektrische
Kabel 6M zum elektrischen Motor 6E, der eine entsprechende mechanische (Vorwärts)Drehbewegung
der Druckstange 7 verursacht. Das Außengewinde der Druckstange 7 greift in das Innengewinde
des Mantels 8 ein. Durch die (Vorwärts)Drehbewegung der Druckstange 7 wird der Mantel
8 mit dem daran angeordneten Stempel 5 ebenfalls in eine Vorwärtsbewegung versetzt
und der Stempel 5 drückt auf den Kolben 4 des Vorratsbehälters 3, wobei der Kolben
4 des Vorratsbehälters (nach vorne) in den Vorratsbehälter 3 hinein geschoben und
der Inhalt des Vorratsbehälters 3 über den Applikatorkopf 2 herausgedrückt wird.
[0052] Der Stempel 5 drückt den Boden 4 des Vorratsbehälters hin zum Applikatorkopf 2, wodurch
eine vorbestimmte Menge an Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 3 durch die Öffnung
3a auf den Applikatorkopf 2 aufgetragen wird.
[0053] Bei Loslassen des Druckknopfes 6D und damit Unterbrechung der Aktivierung des elektrischen
Motors 6E wird zunächst die Vorwärtsbewegung der Druckstange 7 und des Stempels 5
gestoppt. Die Druckstange 7 verbleibt in einer um einen bestimmten Betrag in axialer
Richtung gegenüber der Position vor Betätigung des Druckknopfes 6D versetzten Position.
[0054] Um den leeren Vorratsbehälter 3 auszuwechseln, ist es notwendig die Druckstange 7
mit Mantel 8 und Stempel 5 in die ursprüngliche Position zurück zu bringen. Hierzu
erfolgt ein Umschalten der Rotationsbewegung der Druckstange 7 durch Betätigen des
Druckknopfes 6K, so dass die Druckstange 7 nunmehr in entgegengesetzter Richtung rotiert
und hierdurch die Druckstange 7 mit dem Stempel 5 aus dem leeren Vorratsbehälter 3
heraus bewegt wird. Eine weitere Ausführungsform des vorliegenden Applikators ist
in Figur 2 gezeigt. Der wesentliche Aufbau des Applikators entspricht der ersten Ausführungsform
der Figur 1.
[0055] Zusätzlich weist der Applikator gemäß der zweiten Ausführungsform ein Ladegerät 6U
für einen Akku auf. Entsprechend erfolgt die Stromversorgung des elektrischen Motors
6E in der Ausführungsform der Figur 2 über einen Akku, der unter Verwendung des Akkuladegerätes
6U wieder aufladbar ist. Das Akkuladegerät 6U ist dabei in seinen Dimensionen an die
Dimension des Applikatorgehäuses angepasst und kann unmittelbar auf den Applikator
aufgesetzt werden.
Liste der Referenzzeichen
[0056]
- 1
- Applikator
- 2
- Applikatorkopf
- 3
- Vorratsbehälter
- 3a
- Öffnung des Vorratsbehälters
- 4
- Kolben
- 5
- Stempel
- 6D
- erster Druckknopf als Betätigungsmechanismus
- 6E
- elektrischer Getriebemotor
- 6K
- zweiter Druckknopf als Betätigungsmechanismus
- 6M
- erstes elektrisches Kabel
- 6i
- zweites elektrisches Kabel
- 6U
- Akkuladegerät
- 7
- Druckstange
- 8
- Mantel mit Innengewinde
- 9
- Führungselement
- 9i, k
- Führungseinkerbungen
- 10
- Führungsschiene
- 14
- Fixator
- 15
- Kappe bzw. Deckel
- 16
- Folie
- 17
- weiche Lage
- 18
- Kunststofflage
- 19
- Abdeckung
- A
- erster Abschnitt
- B
- zweiter Abschnitt
- C
- dritter Abschnitt
1. Applikator (1) zum Auftragen eines flüssigen dekorativen Mediums im kosmetischen Bereich,
umfassend
- mindestens einen ersten Abschnitt (A) mit Applikatorkopf (2),
- mindestens einen zweiten Abschnitt (B) angepasst zur Aufnahme von mindestens einem
Vorratsbehälter (3) für das flüssige Medium, wobei der Vorratsbehälter (3) mindestens
einen Kolben (4) umfasst, und
- mindestens einen dritten Abschnitt (C) mit mindestens einem elektrischen Getriebemotor
(6E) und mindestens einem Vorschubmechanismus zum Entleeren des Vorratsbehälters (3)
durch Bewegen des Kolbens (4), wobei der mindestens eine Vorschubmechanismus durch
den mindestens einen elektrischen Getriebemotor (6E) antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorschubmechanismus mindestens eine Druckstange (7), mindestens
einen die Druckstange (7) umgebenden Mantel (8) und mindestens einen an einem Ende
des Mantels (8) vorgesehenen Stempel (5) zum Bewegen des kolbens (4) umfasst.
2. Applikator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Applikatorkopf (2) eine Auftragsspitze zum Auftragen des flüssigen
Mediums umfasst.
3. Applikator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Applikatorkopf (2) eine Auftragsspitze in Form einer Kreuzöffnung,
insbesondere in Form einer Kreuzöffnung mit einem löffelförmigen Ende und/oder in
Form einer Kreuzöffnung verbunden mit einem Pinsel umfasst.
4. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (B) zur Aufnahme eines zylindrischen Vorratsbehälters (3) geeignet
ist.
5. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (3) einen sich hin zum Applikatorkopf (2) öffnenden Bereich (3a)
und einen gegenüber dem sich öffnenden Bereich (3a) angeordneten, in axialer Richtung
des Applikators bewegbaren Kolben (4) umfasst.
6. Applikator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Kolben (4) in Form eines als Kolben verschiebbaren Bodens des Vorratsbehälters
ausgebildet ist.
7. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (B) und (C) des Applikators von einem Gehäuse umgeben sind.
8. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenseite des Applikatorgehäuses als Betätigungsmechanismus mindestens ein
Schalter (6D, 6K) zur Betätigung des mindestens einen elektrischen Getriebemotors
(6E) vorgesehen ist.
9. Applikator nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Schalter (6D) mit dem mindestens einen elektrischen Getriebemotor
(6E) über mindestens einen Verbindungsleiter (6M) verbunden ist.
10. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine elektrische Getriebemotor (6E) mit dem Vorschubmechanismus verbunden
ist.
11. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Energie für den mindestens einen elektrischen Getriebemotor (6E)
durch einen direkten Anschluss an eine Stromnetz, durch eine Batterie und/oder einen
Akku bereitgestellt wird.
12. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dritten Abschnitt (C) mindestens ein Führungselement (9) zur Führung des Vorschubmechanismus
vorgesehen ist.
13. Applikator nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Führungselement (9) den Mantel (8) des Vorschubmechanismus umschließt.
14. Verwendung eines Applikators nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Auftragen
eines flüssigen Mediums, insbesondere zum Auftragen von dekorativen und/oder adhäsiven
Medien im kosmetischen Bereich, insbesondere der Nagelmodellage.
1. Applicator (1) for applying a liquid medium, in particular a liquid decorative medium
in the cosmetic field,
comprising
- at least one first section (A) having an applicator head (2),
- at least one second section (B) adapted to receive at least one reservoir container
(3) for the liquid medium, wherein the reservoir container (3) comprises at least
one piston (4), and
- at least one third section (C) having at least one electrical gear motor (6E) and
at least one advancing mechanism for emptying the reservoir container (3) by moving
the piston (4), wherein the at least one advancing mechanism can be driven by at least
one electrical gear motor (6E),
characterized in that
the at least one advancing mechanism comprises at least on pressure rod (7), at least
one mantle (8) surrounding the pressure rod and at least one stamp (5) for moving
the piston (4) provided at one end of the mantle (8).
2. Applicator according to claim 1, characterized in that the at least one applicator head (2) comprises an application tip for applying the
liquid medium.
3. Applicator according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one applicator head (2) comprises an application tip in form of a cross
opening, in particular in form of a cross opening with a spoon-shaped end and/or in
form of a cross opening connected to a brush.
4. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that the second section (B) is suitable for receiving a cylindrical reservoir container
(3).
5. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that the reservoir container (3) comprises a portion (3a), which opens up towards the
applicator head (2), and a piston (4) arranged opposite to the opening portion (3a)
and movable in axial direction of the applicator.
6. Applicator according to claim 5, characterized in that the movable piston (4) is designed in form of a base of the reservoir container that
is slidable as a piston.
7. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that the sections (B) and (C) of the applicator are surrounded by a housing.
8. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that on the outer side of the applicator housing at least one switch (6D, 6K) for actuating
the at least one electrical gear motor (6E) is provided as actuating mechanism.
9. Applicator according to claim 8, characterized in that the at least one switch (6D) is connected to the at least one electrical gear motor
(6E) via at least one connecting cable (6M).
10. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one electrical gear motor (6E) is connected to the advancing mechanism.
11. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that the electrical energy for the at least one electrical gear motor (6E) is provided
by a direct connection to a power supply, by a battery and/or a rechargeable battery.
12. Applicator according to one of the preceding claims, characterized in that at least one guiding element (9) for guiding the advancing mechanism is provided
in the third section (C).
13. Applicator according to claim 12, characterized in that the at least one guiding element (9) encloses the mantle (8) of the advancing mechanism.
14. Use of an applicator according to one of the preceding claims for applying a liquid
medium, in particular for applying decorative and/or adhesive mediums in the cosmetic
field, in particular the nail modellage.
1. Applicateur (1) pour appliquer un agent décoratif liquide dans le domaine de la cosmétique,
comprenant
- au moins une première partie (A) avec une tête d'applicateur (2),
- au moins une deuxième partie (B) apte à recevoir au moins un réservoir de stockage
(3) pour l'agent liquide, dans lequel le réservoir de stockage (3) comprend au moins
un piston (4), et
- au moins une troisième partie (C) avec au moins un motoréducteur électrique (6E)
et au moins un mécanisme d'avance pour vider le réservoir de stockage (3) par déplacement
du piston (4),
dans lequel ledit au moins un mécanisme d'avance peut être entraîné par ledit au moins
un motoréducteur électrique (6E),
caractérisé en ce que ledit au moins un mécanisme d'avance comprend au moins une tige de poussée (7), au
moins une gaine (8) entourant la tige de poussée (7) et au moins un poussoir (5) prévu
à une extrémité de la gaine (8) pour le déplacement du piston (4).
2. Applicateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que ladite au moins une tête d'applicateur (2) comprend une pointe d'application pour
appliquer l'agent liquide.
3. Applicateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que ladite au moins une tête d'applicateur (2) comprend une pointe d'application sous
la forme d'une ouverture en croix, en particulier sous la forme d'une ouverture en
croix avec une extrémité en forme de cuiller et/ou sous la forme d'une ouverture en
croix couplée à un pinceau.
4. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième partie (B) convient pour recevoir un réservoir de stockage cylindrique
(3).
5. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réservoir de stockage (3) comprend une zone (3a) s'ouvrant en direction de la
tête d'applicateur (2) et un piston (4) disposé en face de la zone qui s'ouvre (3a)
et mobile dans la direction axiale de l'applicateur.
6. Applicateur selon la revendication 5, caractérisé en ce que le piston mobile (4) est réalisé sous la forme d'un fond du réservoir de stockage
déplaçable à la façon d'un piston.
7. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les parties (B) et (C) de l'applicateur sont entourées d'un boîtier.
8. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le côté extérieur du boîtier d'applicateur, comme mécanisme d'actionnement,
au moins un interrupteur (6D, 6K) pour actionner ledit au moins un motoréducteur électrique
(6E).
9. Applicateur selon la revendication 8, caractérisé en ce que ledit au moins un interrupteur (6D) est relié audit au moins un motoréducteur électrique
(6E) par au moins un conducteur de liaison (6M).
10. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un motoréducteur électrique (6E) est relié au mécanisme d'avance.
11. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'énergie électrique pour ledit au moins un motoréducteur électrique (6E) est fournie
par un raccordement direct à un réseau de distribution, par une batterie et/ou par
un accumulateur.
12. Applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu dans la troisième partie (C) au moins un élément de guidage (9) pour
le guidage du mécanisme d'avance.
13. Applicateur selon la revendication 12, caractérisé en ce que ledit au moins un élément de guidage (9) entoure la gaine (8) du mécanisme d'avance.
14. Utilisation d'un applicateur selon l'une quelconque des revendications précédentes
pour appliquer un agent liquide, en particulier pour appliquer des agents décoratifs
et/ou adhésifs dans le domaine de la cosmétique, en particulier du modelage d'ongles.