(19)
(11) EP 3 109 396 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.12.2016  Patentblatt  2016/52

(21) Anmeldenummer: 16176125.9

(22) Anmeldetag:  24.06.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06C 7/48(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 26.06.2015 CH 9242015

(71) Anmelder: Hartmann, Jürg
4243 Dittingen (CH)

(72) Erfinder:
  • Hartmann, Jürg
    4243 Dittingen (CH)

(74) Vertreter: Braun, André jr. 
Braunpat Braun Eder AG Reussstrasse 22
4054 Basel
4054 Basel (CH)

   


(54) SICHERUNGSVORRICHTUNG


(57) Sicherungsvorrichtung für eine Leiter, wobei die Sicherungsvorrichtung eine Klemme ist, welche aus zwei Klemmhälften besteht und beliebig an eine Leiter geklemmt werden kann, um die Leiter gegen Weggleiten und/oder Umkippen von einem Objekt, an welchem die Leiter anlehnbar ist, an diesem anklemmbar zu sichern.




Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik



[0002] Sicherungsvorrichtungen zur Sicherung von Leitern, werden dort verwendet, wo ein Weggleiten oder Umkippen einer Leiter, beispielsweise bei einer solchen, die an einer Dachrinne anlehnt, verhindert werden soll. Im Bedarfsfall ergibt sich dabei das Problem, dass solche Sicherungsvorrichtungen nicht für jede beliebige Leiter und/oder Anlehnobjekt geeignet sind. Zudem sind bekannte Sicherungsvorrichtungen auf eine bestimmte Gruppe von Leitern derart angepasst, dass sie sich nicht auf einen anderen Leitertyp anbringen lassen können und sehr aufwendig anzubringen sind.

Aufgabe der Erfindung



[0003] Die Erfindung löst die Aufgabe, eine beliebige Leiter, welche an ein Anlehnobjekt anlehnbar ist, derart zu sichern, dass die Leiter bei Benutzung durch eine Person gegen Weggleiten, Umkippen oder dergleichen auf einfache und kostengünstige Art sicherbar ist. Die Benutzung kann dabei Tätigkeiten wie Besteigen, auf der Leiter stehen und/oder aufsteigen und/oder absteigen sowie ein bewusst und/oder gewolltes Verlassen der Leiter umfassen.

Lösung der Aufgabe



[0004] Zur Lösung der Aufgabe führen die Merkmale nach Anspruch 1.

[0005] Eine erfindungsgemässe Sicherungsvorrichtung für eine beliebige Leiter ist idealerweise eine Klemme, welche aus zwei Klemmhälften, einer ersten und einer zweiten Klemmhälfte, besteht, wobei die erste Klemmhälfte einenends eine zweite Klemme aus zwei starren parallel zueinander und orthogonal zu der ersten Klemmhälfte angebrachte Arme mit einer Klemmschraube umfasst, und die erste Klemmhälfte mit der zweiten Klemmhälfte mittels zweier Verbindungselemente beliebig an die Leiter ohne einer Zuhilfenahme von Werkzeug geklemmt werden kann, um die Leiter mit der zweiten Klemme gegen Weggleiten und/oder Umkippen von einem Objekt, an welchem die Leiter anlehnbar ist, an diesem anklemmbar ohne einer Zuhilfenahme von Werkzeug zu sichern.

[0006] Eine erfindungsgemässe Klemme zur Sicherung einer Leiter ist ohne Werkzeug für alle Auszugsleitern geeignet und an eine beliebige Dachrinne anlehnbar.

[0007] Eine erfindungsgemässe Klemme ist jederzeit einfach transportierbar und/oder mitführbar und kann so bei Bedarf an eine Leiter angebracht werden.

[0008] Eine erfindungsgemässe Klemme lässt sich vorzugsweise in einer Tasche eines Bekleidungsstückes mit sich führen. Auch ist ein Mitführen einer erfindungsgemässen Klemme in einem Werkzeugbehältnis denkbar.

[0009] Eine erfindungsgemässe Klemme ist idealerweise aus einem leichten und sehr steifen Material wie beispielsweise Aluminium gefertigt. Auch sind Kompositwerkstoffe, welche glasfaserverstärkt sein können und/oder leichte Kunststoffe als Materialien für eine erfindungsgemässe Klemme möglich.

[0010] Die beiden Klemmhälften lassen sich mittels zweier Verbindungselementen durch endseitig eingelassene Lochdurchführungen miteinander derart verbinden, dass sie einen Leiterholm umklemmen können. Geeignete Verbindungselemente sind beispielsweise Schrauben und/oder Gewindestangen mit Muttern und/oder dem Fachmann auch bekannte Zahnstangen mit einem Schnellarretierungsverschluss. Weitere dem Fachmann bekannte schnell verschliessbare Verschlüsse wie Bajonettverschlüsse, Schiebe- oder Klemmverschlüsse sind ebenfalls möglich und im Rahmend des Erfindungsgedankens möglich.

[0011] Eine der beiden Klemmhälften, die zweite Klemmhälfte, einer erfindungsgemässen Klemme ist einenends mit einer Zwinge, vorzugsweise einer Schraubzwinge versehen. Diese Schraubzwinge umfasst zwei starr ausgeformte Arme, welche fest mit der zweiten Klemmhälfte verbunden sind und zudem als Haken zum einhaken an ein beliebiges Anlehnobjekt dienen. Weiter sind die beiden Arme zueinander parallel beabstandet angeordnet, wobei ein erster Arm in einem Abstand von einem Drittel oder einem Viertel der Gesamtlänge der zweiten Klemmhälfte von einem der beiden Ende der zweiten Klemmhälfte angebracht ist. Der zweite zum ersten Arm parallel beabstandete Arm weist ein Führungselement auf. Durch das Führungselement ist ein Spannelement hindurchgeführt. Das Spannelement weist zudem dem ersten Arm zugewandten Ende einen Aufsatz zum Einspannen auf. Dieser Aufsatz ist vorzugsweise aus einem rutschfesten Gummi ausgebildet. Die beiden Arme bilden somit zusammen mit dem Führungselement und dem Spannelement eine Zwinge aus. Vorzugsweise ist das Spannelement eine Spannschraube.

[0012] Eine so an einem Ende eines Leiterholms geklemmte erfindungsgemässe Klemme ist mittels der zwei starr ausgeformten Arme nicht nur an ein Anlehnobjekt wie eine Dachrinne und/oder eine Fensterbank und/oder ein Balkongeländer und/oder ein Dachvorsprung anlehnbar, sondern zugleich an und/oder in diesen einhakbar.

[0013] Eine erfindungsgemässe Klemme ist selbstzentrierend. Eine erfindungsgemässe Klemme wirkt während dem Anbringen und/oder Einhaken selbstzentrierend und richtet sich derart aus, sodass in Folge ein Nachjustieren der Klemme an der Leiter und/oder dem Anlehnobjekt nicht erforderlich ist.

[0014] Die Einhakfunktion einer erfindungsgemässen Klemme dient als erste Sicherungsvorrichtung der Leiter gegen ein Umkippen während der Benutzung.

[0015] Nach Anbringen einer erfindungsgemässen Klemme an einer beliebigen Leiter und Besteigen der Leiter kann die Schraubzwinge geschlossen werden und so als zweite Sicherungsvorrichtung einer erfindungsgemässen Klemme wirken, die ein seitliches Weggleiten insbesondere mit dem geschlossenen Spannelement mit dem rutschfesten Gummi als Aufsatz verhindert.

Figurenbeschreibung



[0016] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in Figur 1 die erfindungsgemässe Sicherungsvorrichtung an einem Leiterholm.

[0017] In Figur 1 ist eine erfindungsgemässe Sicherungsvorrichtung für eine beliebige Leiter als eine Klemme 1, welche aus zwei Klemmhälften, einer ersten Klemmhälfte 2 und einer zweiten Klemmhälfte 3, besteht, dargestellt. Die Klemme 1 ist mit der ersten Klemmhälfte 2 und der zweiten Klemmhälfte 3 mittels je zweier Verbindungselementen 4,5 und Befestigungselementen 6,7 um einen angedeuteten Leiterholm 8 mit einer angedeuteten Leitersprosse 9 einer somit angedeuteten beliebigen Leiter, einfach wiederlösbar geklemmt.

[0018] An der zweiten Klemmhälfte 3 sind zwei zu einander parallel beabstandete Arme 11 und 12 angebracht, wobei der Arm 12 ein Führungselement 15 aufweist. Durch das Führungselement 15 ist ein Spannelement 13 hindurchgeführt. Das Spannelement 13 verfügt über einen Aufsatz 14. Die beiden Arme 11 und 12 bilden somit zusammen mit dem Führungselement 15 und dem Spannelement 13 eine Zwinge 10 aus. Der Aufsatz 14 setzt im geschlossenen Zustand der Zwinge 10 an den Arm 11 an und liegt im geöffneten Zustand der Zwinge 10 dem Arm 11 gegenüber und stösst an den Arm 12 an.
Bezugszeichenliste
1 Klemme
2 Klemmhälfte
3 Klemmhälfte
4 Verbindungselement
5 Verbindungselement
6 Befestigungselement
7 Befestigungselement
8 Leiterholm
9 Leitersprosse
10 Zwinge
11 Arm
12 Arm
13 Spannelement
14 Führungselement



Ansprüche

1. Sicherungsvorrichtung für eine Leiter, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung eine Klemme ist, welche aus zwei Klemmhälften besteht, wobei eine Klemmhälfte einenends eine starr ausgebildete Zwinge umfasst, und die zwei Klemmhälften mittels zweier Verbindungs- und Befestigungselemente beliebig an die Leiter klemmbar ausgebildet sind, um die Leiter an einem Objekt, an welchem die Leiter anlehnbar ist, anklemmbar zu sichern.
 
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt eine Dachrinne ist.
 
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungs- und/oder Befestigungselemente einen Schnellarretierungsverschluss umfassen.
 
4. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung aus Aluminium gefertigt ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht