[0001] Die Erfindung betrifft ein Seitenschutzsystem für Baustellen mit an mehreren Trägern
befestigten Sicherungselementen. Derartige Seitenschutzsysteme dienen dazu, während
der Bauphase Abstürzen von Personen oder dem Austreten von Baumaterial durch Windeinfluss
entgegenzuwirken.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind beispielsweise Seitenschutzsysteme bekannt, bei denen
an bodenseitig befestigten Geländerpfosten Querlatten oder Gitter angebracht werden.
An diesen Systemen ist von Nachteil, dass sich die üblicherweise mittels Schrauben
und Dübeln bewerkstelligte Befestigung der Geländerpfosten aufwendig gestaltet und
dass sich mit vernünftigem Aufwand lediglich brüstungshohe Seitenschutzsysteme aufbauen
lassen. Weiterhin ist es bekannt, zum Aufbau eines raumhohen Seitenschutzsystems Vertikalpfosten
zwischen Boden und Decke einzuklemmen und an diesen Vertikalpfosten dann geeignete
Sicherungselemente zu befestigen. Die Vertikalpfosten sind hierbei jedoch lediglich
mittels Reibung zwischen Boden und Decke gehalten, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Schließlich sind auch Seitenschutzsysteme bekannt, bei denen Elemente mittels Dübeln
und Schrauben an Wand- oder Stützenelementen befestigt werden, was neben dem benötigten
Zeitaufwand auf nachteilige Weise dazu führt, dass hierfür vorgesehene Löcher in den
Wand- oder Stützenelementen nach Beseitigung des Seitenschutzsystems aus kosmetischen
Gründen wieder verschlossen werden müssen.
[0003] Aus der
US 6,840,015 B1 ist ein Seitenschutzsystem bekannt geworden. Das Seitenschutzsystem weist eine Fangnetzanordnung
auf, die oberhalb eines zu errichtenden Dachstuhls angeordnet wird. Die Fangnetzanordnung
besteht im Wesentlichen aus mehreren Netzen, die sich zwischen oberhalb des Dachstuhls
montierten Pfosten erstrecken.
[0004] Die
US 2004/0135134 A1 offenbart eine Absturzsicherung mit einem netzartigen Gewebe, das mit vertikal zueinander
beabstandeten Befestigungsgurten an
[0005] Pfosten befestigt werden kann. Die Pfosten sind durch Dübel an einer Decke befestigbar.
[0006] Aus der
DE 201 09 216 U1 ist eine Dachrandsicherung für Flachdächer bekannt geworden. Die Dachrandsicherung
weist eine Anzahl senkrechter, oben offener Hülsen auf, die auf Stahlteilen im Abstand
zum Dachrand befestigt sind. In die Hülsen sind Pfosten eingesetzt. Entlang der Pfosten
sind in Abständen übereinander verspannte flexible Zugorgane vorgesehen.
[0007] Weiterhin offenbart die
US 4,815,562 A eine Barriere zum Zurückhalten von Bauschutt. Die Barriere weist ein gewobenes Netz
auf. Das Netz wird an seiner Oberseite an einer Sicherheitsleine angeordnet.
[0008] Schließlich ist aus der
US 6,182,790 B1 ein gattungsgemäßes Seitenschutzsystem für Baustellen bekannt geworden. Das bekannte
Seitenschutzsystem weist mehrere Träger aus flexiblem Material auf, an denen Sicherheitsnetze
befestigt sind. Die Träger aus flexiblem Material sind unter Zugspannung in einer
Stützkonstruktion gespannt.
[0009] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Seitenschutzsystem zu
schaffen, das unter Gewährleistung einer hohen Sicherheit auf einfache Weise aufgebaut
werden kann.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 und insbesondere
dadurch gelöst, dass die jeweils aus einem flexiblen Material bestehenden Träger unter
Zugspannung zwischen je zwei sich vertikal erstreckenden Wand- oder Stützenelementen
angeordnet sind, wobei platten- oder gitterförmige Sicherungselemente, die in sich
steif sind, mit zumindest zwei vertikal voneinander beabstandeten Trägern lösbar verbunden
sind.
[0011] Anstelle der aus dem Stand der Technik bekannten Träger, die oftmals als sich vertikal
erstreckende starre Pfosten ausgebildet sind, werden erfindungsgemäß flexible Träger
eingesetzt, die sich in der Regel in horizontaler Richtung zwischen voneinander beabstandeten
Wand- oder Stützenelementen erstrecken. Durch den Einsatz eines flexiblen Materials
wird zumindest in horizontaler Richtung eine unkomplizierte und stufenlose Längenanpassung
möglich, da es unproblematisch ist, von einem vergleichsweise langen flexiblen Träger
nur einen solchen Abschnitt unter Zugspannung zu setzen, der dem Abstand zwischen
den beiden Wandoder Stützenelementen entspricht, wohingegen der restliche Abschnitt
des flexiblen Trägers ungenutzt frei herabhängen kann. Die Befestigung eines flexiblen
Trägers an einem Wand- oder Stützenelement gestaltet sich erfindungsgemäß ebenfalls
äußerst vorteilhaft, da bei Stützenelementen und auch bei schmalen Wandelementen diese
Elemente einfach von dem flexiblen Träger umschlungen werden können, woraufhin der
Träger dann unter Zugspannung gesetzt wird. In diesem Fall bildet der flexible Träger
eine Schlinge aus, die das Wand- oder Stützenelement umgreift, ohne dass der flexible
Träger mit zusätzlichen Befestigungselementen wie Schrauben oder Dübeln am Wand- oder
Stützenelement fixiert werden muss. In diesem Fall kann das aus dem Stand der Technik
bekannte Bohren, Dübeln und Schrauben folglich komplett entfallen. Entsprechendes
gilt für das bisher nach Entfernung des Seitenschutzsystems erforderliche Verschließen
von Bohr- und Dübellöchern aus kosmetischen Gründen, da keinerlei derartige Löcher
benötigt werden, wenn ein Wand- oder Stützenelement von einem erfindungsgemäßen flexiblen
Träger umschlungen wird.
[0012] Falls ein flexibler Träger gemäß der Erfindung an einem vergleichsweise breiten Wandelement
befestigt werden muss, welches vom Träger nicht umschlungen werden kann, ist es möglich,
am Wandelement unter Vermeidung von Bohrlöchern Klemmen oder Zwingen anzubringen,
an denen der flexible Träger dann befestigt, insbesondere eingehängt werden kann.
Alternativ ist es natürlich auch möglich, ein geeignetes Wandanschlusselement mittels
Schrauben oder Dübeln an einem Wandelement zu befestigen und den flexiblen Träger
dann mit diesem Wandanschlusselement zu verbinden.
[0013] Erfindungsgemäß werden also für die Anbringung des Seitenschutzsystems nur sehr wenige
oder überhaupt keine Bohrlöcher in Wand- oder Stützenelementen und keinerlei Bohrlöcher
im Boden und Deckenbereich benötigt, was die Erstellung des erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems
stark vereinfacht. Weiterhin ist es mit dem erfindungsgemäßen Seitenschutzsystem ohne
die Vorhaltung von Elementen unterschiedlicher Größe ohne Schwierigkeiten möglich,
die jeweils benötigte Länge der flexiblen Träger stufenlos anzupassen. Schließlich
wird durch das erfindungsgemäße Umschlingen von Wand- oder Stützenelementen durch
die flexiblen Träger eine sehr sichere Befestigung dieser Träger an den Wand- oder
Stützenelementen erreicht, was beispielsweise einen wesentlichen Vorteil gegenüber
solchen Seitenschutzsystemen bedingt, bei denen vertikal verlaufende Pfosten zwischen
Boden und Decke unter Reibschluss eingeklemmt werden.
[0014] Von Vorteil ist ferner, dass die erfindungsgemäßen Träger an den Wandoder Stützenelementen
befestigt werden können, wenn der Monteur noch durch Geländerelemente einer in der
Ebene unter ihm befindlichen Deckenschalung gesichert ist. Der Aufbau des erfindungsgemäßen
Seitenschutzsystems ist somit möglich, bevor die nächste Decke betoniert wird, so
dass die Sicherheit des Monteurs zu jedem Zeitpunkt gegeben ist. Die Sicherheit beim
Montieren des erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems kann zusätzlich dadurch erhöht
werden, dass ein Monteur seine persönliche Sicherungseinrichtung an bereits montierten
erfindungsgemäßen Trägern einhängt.
[0015] Schließlich ergibt sich beim erfindungsgemäßen Seitenschutzsystem nur eine äußerst
geringe Geräuschentwicklung, da keine Komponenten dieses Seitenschutzsystems mit hohlen
Metallteilen verbunden werden müssen, so wie dies beim Stand der Technik oftmals der
Fall ist.
[0016] Besonders vorteilhaft lässt sich die Erfindung realisieren, wenn der flexible Träger
aus textilem Material gefertigt und gurtförmig ausgestaltet wird. Vorzugsweise ist
ein solcher Träger mehrere Zentimeter breit und/oder höchstens 5 mm dick. Derartige
Träger sind in stabilen und kostengünstigen Varianten im Handel erhältlich, können
im aufgerollten Zustand Platz sparend transportiert und gelagert sowie mittels handelsüblicher
Spannratschen unter Zugspannung gesetzt werden, so dass das erfindungsgemäße Seitenschutzsystem
ohne Sicherheitseinbußen mit geringem wirtschaftlichen Aufwand bereitgestellt werden
kann.
Alternativ zu gurtförmigen Trägern können beispielsweise aber auch Träger in Form
von Seilen zum Einsatz gelangen.
[0017] Bei einer besonders wirtschaftlichen Variante des erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems
weist ein aus flexiblem Material bestehender Träger genau eine Spannratsche auf, mit
der ein zwischen zwei Wand- oder Stützenelementen angeordneter Träger unter Zugspannung
gesetzt werden kann. Dabei kann das freie Ende eines Trägerabschnitts eine Öse und
das freie Ende eines anderen Trägerabschnitts einen Haken aufweisen, der so bemessen
ist, dass er durch die Öse hindurch bewegbar ist. Diese Ausführungsform, die von einem
einzelnen Monteur ohne Schwierigkeiten montierbar ist, wird nachstehend anhand von
Fig. 13 noch näher erläutert.
[0018] Alternativ weist jeder aus flexiblem Material bestehende Träger eine oder mehrere
Spannratschen auf. Im einfachsten Fall befinden sich dabei die beiden Wand- oder Stützenelemente
innerhalb einer einzigen Schlinge, die dann mit einer einzigen Spannratsche unter
Zugspannung gesetzt wird. In dieser Version wird zum Aufbau des erfindungsgemäßen
Seitenschutzsystems nur eine geringe Anzahl von Spannratschen benötigt, allerdings
sind vergleichsweise große Trägerlängen erforderlich, da sich immer zwei Trägerabschnitte
parallel zueinander zwischen den beiden innerhalb der gemeinsamen Schlinge befindlichen
Wand- oder Stützenelementen erstrecken, obwohl zur Befestigung der Sicherungselemente
ein einziger solcher Abschnitt ausreichen würde. Zudem ist bei dieser Variante von
Nachteil, dass sie von einem einzelnen Monteur nur unter Schwierigkeiten montiert
werden kann, da der Träger vor dem Festzurren schwerkraftbedingt an den Wand- oder
Stützenelementen dazu neigt, nach unten zu verrutschen.
[0019] Eine weitere alternative Möglichkeit zum Befestigen und Spannen eines Trägers zwischen
zwei Wand- oder Stützenelementen besteht darin, dass ein Abschnitt des Trägers mittels
einer Spannratsche um ein sich vertikal erstreckendes erstes Wand- oder Stützenelement
gespannt ist, und/oder ein Abschnitt des Trägers mittels einer Spannratsche um ein
sich vertikal erstreckendes zweites Wand- oder Stützenelement gespannt ist, und/oder
ein Abschnitt des Trägers mittels einer Spannratsche zwischen zwei weiteren Abschnitten
des Trägers oder zwischen einem weiteren Abschnitt des Trägers und einem sich vertikal
erstreckenden Wand- oder Stützenelement gespannt ist.
Im Folgenden wird zur Vereinfachung ein mittels einer Spannratsche um ein Wand- oder
Stützenelement gespannter Trägerabschnitt als "Stützengurt" und ein sich zwischen
zwei Wand- oder Stützenelementen erstreckender Trägerabschnitt als "Horizontalgurt"
bezeichnet. Dennoch ist es möglich, die so bezeichneten Stützen- und Horizontalgurte
als Seil auszubilden.
[0020] Gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsform, bei der mehrere Spannratschen
an mehreren Abschnitten eines Trägers eingesetzt werden, ist es bevorzugt, wenn jeweils
ein Stützengurt mittels jeweils einer Spannratsche an jeweils einem Wand- oder Stützenelement
durch Festspannen befestigt wird. Jeder dieser Stützengurte kann dann beispielsweise
ein, zwei oder drei Ösen bzw. Haken aufweisen, an denen ein Horizontalgurt auf einfache
Weise befestigt werden kann. Ein solcher, sich dann zwischen zwei Stützengurten erstreckender
Horizontalgurt kann seinerseits mittels einer dritten Spannratsche gespannt werden,
woraufhin der aus insgesamt drei Abschnitten (zwei Stützengurten und einem Horizontalgurt)
bestehende Träger fertig montiert ist. Eine derartige Montage kann auf einfache Weise
durch einen einzelnen Monteur durchgeführt werden, da aufgrund des zuerst erfolgenden
Festspannens der Stützengurte an den Wand- oder Stützenelementen ein Abrutschen dieser
Stützengurte zuverlässig verhindert wird.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird ein Stützengurt lediglich an
einem der beiden Wand- oder Stützenelemente mit einer Spannratsche verspannt, woraufhin
ein Horizontalgurt an diesem Stützengurt befestigt, um das andere Wand- oder Stützenelement
herum geschlungen, wieder zurück zum Stützengurt geführt und schließlich dort befestigt
wird. Anschließend kann dieser Horizontalgurt dann mittels einer Spannratsche gespannt
werden. In diesem Fall wird die Verwendung einer dritten Spannratsche eingespart,
allerdings wird eine deutlich größere Länge des Horizontalgurts benötigt.
[0021] Alternativ zur Verwendung eines Stützengurts kann ein Träger bzw. Horizontalgurt
auch an einem Wandanschlusselement befestigt werden, welches an ein Wandelement angeklemmt
oder angeschraubt wird. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn ein Wandelement
derart bemessen ist, dass ein Stützengurt mit einem sehr großen Umfang benötigt würde.
Ein Horizontalgurt kann dabei entweder zwischen zwei Wandanschlusselementen oder zwischen
einem Wandanschlusselement und einem Stützengurt gespannt werden.
[0022] Besonders bevorzugt ist es, wenn ein Wandanschlusselement einen Fixierabschnitt zum
Eingriff in eine Ausnehmung eines Sicherungselements aufweist. In diesem Fall kann
beim Befestigen des Sicherungselements am Träger der Fixierabschnitt in die Ausnehmung
des Sicherungselements eingeführt werden, wodurch das Sicherungselement in horizontaler
Richtung entlang des Trägers fixiert wird. Auf diese Weise wird vermieden, dass zwischen
dem das Wandanschlusselement tragenden Wandelement und dem daran angrenzenden Sicherungselement
ein zu großer Spalt entsteht. Zudem wird einem nachträglichen Verrutschen dieses Sicherungselements
wirksam begegnet. In diesem Fall besitzt das Wandanschlusselement also eine Doppelfunktion.
Zum einen bietet es eine Befestigungsmöglichkeit für einen Träger bzw. einen Horizontalgurt,
zum anderen fixiert es ein Sicherungselement.
Bei der Verwendung von gitterförmigen Sicherungselementen kann der Fixierabschnitt
einfach in eine ohnehin im Gitterraster vorhandene Ausnehmung eingreifen, ohne dass
hier eine spezielle Ausnehmung im Sicherungselement vorgesehen werden müsste.
[0023] Die Sicherungselemente werden an den Trägern bevorzugt mit Koppelelementen befestigt,
welche jeweils eine offene oder geschlossene Öse aufweisen, deren Größe an den Querschnitt
der Träger angepasst ist. Die Koppelelemente können dabei als einfache Drahtbiegeteile
ausgeführt werden. Die Funktion der Koppelelemente besteht darin, eine Bewegung der
Sicherungselemente senkrecht zum Träger bzw. senkrecht zur Ebene der Sicherungselemente
zu verhindern. Zu diesem Zweck ist an der Öse eines Koppelelements ein geeigneter
Riegelfortsatz angebracht, der unter anderem im Rahmen der Figurenbeschreibung noch
näher erläutert wird.
Bei der Verwendung von geschlossenen Ösen ist es nötig, die Koppelelemente vor Anbringung
der Träger an den Wand- oder Stützenelementen auf die Träger aufzufädeln, was dann
den Vorteil bedingt, dass die Koppelelemente keine separaten, verlierbaren Teile mehr
darstellen. Bei der Verwendung von offenen Ösen ist es hingegen auch möglich, Koppelelemente
an bereits gespannten Trägern zu befestigen.
[0024] Wenn ein Träger bzw. Horizontalgurt über eine besonders große Länge gespannt wird,
ist es möglich, den Träger mit einem Koppelelement an einer zusätzlich vorgesehenen
Deckenstütze zu befestigen, wobei das Koppelelement dabei bevorzugt in ein Absteckloch
einer solchen Deckenstütze eingeführt werden kann, um so eine zusätzliche vertikale
Abstützung des Trägers zu erreichen.
[0025] Bei der Montage der Sicherungselemente an Trägern mittels der genannten Koppelelemente
werden die Sicherungselemente von der Gebäudeinnenseite her an die Träger angelehnt
und dann mit Koppelelementen an diesen fixiert. Wenn gitterförmige Sicherungselemente
mit einem entsprechenden Gitterraster verwendet werden, sind diese nach Fixierung
mittels der Koppelelemente immer noch über einen gewissen Abstand vertikal beweglich.
Im Regelfall sind derart bewegliche Sicherungselemente in vertikaler Richtung bodenseitig
abgestützt.
[0026] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Koppelelement einen Riegelfortsatz aufweist,
welcher sich schräg zu der von der Öse begrenzten Ebene erstreckt. Dabei kann das
mit einem gurtförmigen Träger verbundene Koppelelement zur Erzeugung einer Bajonettverriegelung
zwischen Koppelelement und Sicherungselement um eine senkrecht zum gurtförmigen Träger
verlaufende Achse unter geringfügiger Verformung desselben verschwenkbar sein. Um
dieses Verschwenken zu ermöglichen, ist es sinnvoll, das Koppelelement mit einem zusätzlichen
Griffabschnitt zu versehen, an dem das Koppelelement vom Monteur ergriffen werden
kann. Die letztgenannte Ausführungsform des Koppelelements wird im Rahmen der Figurenbeschreibung
noch näher erläutert.
[0027] Alternativ zur Verwendung der vorstehenden Koppelelemente können die Sicherungselemente
auch mit fest daran angebrachten Ösen versehen werden, in die die jeweiligen Träger
eingefädelt werden.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn aneinander angrenzende Sicherungselemente gelenkig
miteinander verbunden oder verbindbar, insbesondere verhakbar sind, wobei bevorzugt
jedes Sicherungselement an einer Längsseite Hakenelemente und an der anderen Längsseite
Ösenelemente aufweist. Ebenso ist es aber auch möglich, benachbarte Sicherungselemente
mittels Kabelbindern, Gurten, Spanngurten, Drähten oder Seilen gelenkig miteinander
zu verbinden. Bei gitterförmigen Sicherungselementen werden dabei z.B. die jeweils
einander zugewandten, äußersten Vertikalstreben miteinander gekoppelt. Mehrere gelenkig
miteinander verbundene Sicherungselemente sind dabei um eine entlang ihrer Koppellinie
verlaufende Achse verschwenkbar, so dass sie nach dem Ziehharmonikaprinzip stufenlos
auf einfache Weise an verschiedene Breiten angepasst werden können. Dabei ist es nicht
nötig, jedes Sicherungselement mit Koppelelementen an den Trägern zu befestigen. Vielmehr
können beispielsweise zwei miteinander gekoppelte Sicherungselemente V-förmig von
einem gespannten Träger weggeknickt werden, ohne dass sie selbst direkt am Träger
befestigt sind, da diese beiden Sicherungselemente durch die an sie angrenzenden weiteren
Sicherungselemente ausreichend fixiert sind. Die weiteren Sicherungselemente sind
dabei mit Koppelelementen an den gespannten Trägern angebracht. Durch derart V-förmig
vom Träger weggeknickte Sicherungselemente lassen sich je nach Knickwinkel problemlos
unterschiedliche Breitenanpassungen vornehmen. Zudem ist es beispielsweise auch möglich,
Säulen oder Stützen zu umbauen, ohne eine Folge von horizontal aneinander angrenzenden
Sicherungselementen zu unterbrechen. Zu diesem Zweck können bei Bedarf auch mehr als
zwei Sicherungselemente vom Träger weggeknickt werden.
[0029] Von Vorteil ist es, wenn jedes Sicherungselement an einer Längsseite zwei voneinander
beabstandete Hakenelemente und an der anderen Längsseite zwei entsprechend voneinander
beabstandete Ösenelemente aufweist, wobei die freien Endabschnitte der beiden Hakenelemente
bevorzugt unterschiedlich lang ausgebildet werden können. Beim Einführen der beiden
Hakenelemente eines Sicherungselements in die beiden Ösenelemente eines daran angrenzenden
Sicherungselements kann sich der Monteur zuerst auf das Einhängen des Hakenelements
mit dem längeren freien Endabschnitt konzentrieren. Wenn dieser freie Endabschnitt
in das zugehörige Ösenelement eingeführt wurde, kann dann problemlos das andere Hakenelement
mit dem kürzeren freien Endabschnitt in das zweite Ösenelement des angrenzenden Sicherungselements
eingehängt werden. Auf diese Weise lässt sich das Koppeln aneinander angrenzender
Sicherungselemente besonders einfach von einem einzelnen Monteur bewerkstelligen.
[0030] Die Hakenelemente einer Reihe von mehreren, miteinander verhakten Sicherungselementen
können sich alternierend nach oben und nach unten erstrecken, wobei insbesondere alle
Sicherungselemente untereinander gleich ausgebildet sind. Die untereinander gleiche
Ausbildung der Sicherungselemente bedingt dabei eine kostengünstige Herstellung und
Lagerung, da keine voneinander verschiedenen Sicherungselemente produziert und vorgehalten
werden müssen. Alternativ ist es im Rahmen der Erfindung aber auch möglich, beispielsweise
Sicherungselemente von zwei unterschiedlichen Typen bereitzustellen, wobei jeweils
unterschiedliche Typen von Sicherungselementen aneinander angrenzend miteinander gekoppelt
werden.
[0031] Wenn sich die Hakenelemente der Sicherungselemente alternierend nach oben und unten
erstrecken, ist es von Vorteil, wenn die Sicherungselemente vor deren Befestigung
am Träger paarweise miteinander verhakt und dann anschließend als Paar von Sicherungselementen
mit bereits am Träger befestigten Sicherungselementen gekoppelt werden. Hierbei wird
es möglich, in Abhängigkeit von der Orientierung des ersten am Träger montierten Sicherungselements
die Paare von Sicherungselementen entweder von oben oder von unten auf die bereits
am Träger befestigten Sicherungselemente aufzufädeln. Wenn Sicherungselemente bodenseitig
abgestützt werden, werden sie in der Regel von oben aufgefädelt, wenn sie an eine
Decke angrenzen sollen, von unten.
[0032] Erfindungsgemäß ist es möglich, erste Sicherungselemente bodenseitig abzustützen
und Horizontalstreben von zweiten Sicherungselementen mit benachbarten Horizontalstreben
der ersten Sicherungselemente kraftschlüssig zu verbinden, wobei insbesondere erste
und zweite Sicherungselemente einander in vertikaler Richtung überlappen. Die kraftschlüssige
Verbindung kann auf beliebige Weise hergestellt werden, insbesondere mittels Kabelbindern,
Gurten, Spanngurten, Drähten oder Seilen. All diese Mittel ermöglichen es, die Länge
der Schlaufe, die die beiden Horizontalstreben miteinander verbindet, an die jeweiligen
Gegebenheiten anzupassen. Eine derartige Anordnung von in vertikaler Richtung überlappenden
Reihen von Sicherungselementen ist insbesondere dann sinnvoll, wenn ein raumhoher
Seitenschutz erstellt werden soll.
Anstelle der Vorsehung der genannten kraftschlüssigen Verbindung können die zweiten
Sicherungselemente auch an Koppelelementen abgestützt werden, welche die ersten Sicherungselemente
an einem Träger halten.
[0033] Wenn die vertikal versetzt zueinander angeordneten Reihen von Sicherungselementen
auf die beschriebene Weise kraftschlüssig miteinander verbunden werden, kann eine
zusätzliche Stabilität der Gesamtanordnung dadurch erreicht werden, dass in demjenigen
Bereich, in dem von insgesamt vier Sicherungselementen jeweils zwei horizontal aneinander
angrenzen und zugleich jeweils zwei einander in vertikaler Richtung überlappen, auch
Vertikalstreben kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Dabei ist darauf zu achten,
dass Vertikalstreben von allen vier Sicherungselementen miteinander, z.B. mit Kabelbindern,
verbunden werden. Auf diese Weise kann ein Verbund von vier Sicherungselementen erzeugt
werden, dessen Höhe durch die Schlaufenlänge der kraftschlüssigen Verbindung zwischen
den Horizontalstreben individuell eingestellt werden kann.
[0034] Die im Rahmen der Erfindung einsetzbaren Sicherungselemente werden bevorzugt gitterförmig
ausgeführt. Ebenso ist es jedoch möglich, in einem Rahmen gespannte Netze, Holzplatten,
Kunststoffplatten, Plexiglasplatten oder dgl. zu verwenden. Die vorstehend erläuterten
Sicherungselemente, die gelenkig miteinander verbindbar sind, können auch ohne die
erfindungsgemäßen Träger als herkömmliche Zaunelemente eingesetzt werden.
[0035] Ein Vorteil der Erfindung ist auch darin zu sehen, dass nur sehr wenige unterschiedliche
Teile benötigt werden. Es genügt die Bereitstellung von jeweils untereinander gleich
ausgebildeten Sicherungselementen, Säulengurten, Horizontalgurten, Wandanschlusselementen
und Koppelelementen, um Öffnungen in Bauwerken von beliebiger Größe praktisch lückenlos
mit geringem Aufwand zu verschließen.
[0036] Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen und in der Figurenbeschreibung
erläutert.
[0037] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Figuren näher beschrieben; in diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäß verwendbares Sicherungselement,
- Fig. 2
- eine dreidimensionale Ansicht des Sicherungselements gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine dreidimensionale Detailansicht eines ersten Koppelbereichs zwischen zwei Sicherungselementen,
- Fig. 4
- eine dreidimensionale Detailansicht eines zweiten Koppelbereichs zwischen zwei Sicherungselementen,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf vier miteinander gekoppelte Sicherungselemente gemäß den Fig.
1 bis 4,
- Fig. 6
- eine dreidimensionale Ansicht von drei miteinander gekoppelten Sicherungselementen
gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- eine dreidimensionale Ansicht von drei miteinander gekoppelten und gegeneinander verschwenkten
Sicherungselementen,
- Fig. 8
- eine dreidimensionale Ansicht von miteinander gekoppelten Sicherungselementen, welche
an einem Träger fixiert sind,
- Fig. 9
- eine weitere dreidimensionale Ansicht von miteinander gekoppelten Sicherungselementen,
welche an einem Träger fixiert sind,
- Fig. 10
- eine dreidimensionale Ansicht eines erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems mit einer
Reihe von Sicherungselementen,
- Fig. 11
- eine dreidimensionale Ansicht eines erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems mit zwei
Reihen von Sicherungselementen,
- Fig. 12
- eine dreidimensionale Ansicht einer mit einem erfindungsgemäßen Seitenschutzsystem
umbauten Säule
- Fig. 13
- eine dreidimensionale Ansicht von zwei Säulen, zwischen denen ein erfindungsgemäß
einsetzbarer Träger gespannt ist, und
- Fig. 14
- eine dreidimensionale Ansicht eines Stapels von erfindungsgemäß verwendbaren Sicherungselementen.
[0038] Die Fig. 1 und 2 zeigen ein erfindungsgemäß verwendbares Sicherungselement in Form
eines Gitters, das mit Vertikalstreben 12 und Horizontalstreben 14 ausgebildet ist.
Ein solches Sicherungselement 10 kann beispielsweise Abmessungen von 200 cm x 60 cm
und ein Gewicht von ungefähr 7,5 kg besitzen, so dass es von einem einzelnen Monteur
gut handhabbar ist. Andere Abmessungen und Gewichte sind aber ebenso möglich. Das
durch die Vertikalstreben 12 und die Horizontalstreben 14 festgelegte Gitterraster
kann beispielsweise 20 mm x 100 mm betragen. Auch hier sind andere Abmessungen möglich.
Derartige, in ihrer Grundform rechteckige Sicherungselemente 10 können erfindungsgemäß
sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Ausrichtung an horizontal oder vertikal
verlaufenden Trägern befestigt werden.
[0039] Die zweite Horizontalstrebe 14 von oben ist an ihrem linken Ende als Hakenelement
16 mit einem langen, sich vertikal nach oben erstreckenden freien Endabschnitt 18
ausgebildet. In entsprechender Weise ist das linke Ende der zweiten Horizontalstrebe
14 von unten als weiteres Hakenelement 19 mit einem kurzen, vertikal nach oben ragenden
freien Endabschnitt 21 ausgebildet.
[0040] Die freien Endabschnitte 18 und 21 befinden sich innerhalb randseitiger Ausnehmungen
20 des Sicherungselements 10, so dass sie das Raster der Vertikalstreben 12 im Wesentlichen
fortsetzen. Diese Anordnung ermöglicht die Kopplung von zwei Sicherungselementen 10
ohne die Ausbildung eines relevanten Spalts zwischen diesen.
[0041] Die den Hakenelementen 16, 19 gegenüberliegenden rechten Enden der jeweiligen Horizontalstreben
14 sind jeweils als Ösenelemente 22 ausgebildet, welche sich ebenfalls innerhalb von
randseitigen Ausnehmungen 24 des Sicherungselements 10 befinden, um wiederum eine
weitgehend spaltfreie Kopplung zweier Sicherungselemente 10 zu ermöglichen. Die Ösenelemente
22 erstrecken sich in einer senkrecht zu den Vertikalstreben 12 und den Horizontalstreben
14 verlaufenden Ebene, so dass zwei Hakenelemente 16, 19 eines weiteren Sicherungselements
10 problemlos in die Ösenelemente 22 des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Sicherungselements
10 eingeführt werden können.
[0042] Die beiden Horizontalstreben 14, die mit Haken- und Ösenelementen 16, 19, 22 versehen
sind, sind jeweils zweiteilig und sich in der Mitte der Sicherungselemente 10 überlappend
ausgebildet, um so die Fertigung der beiden Teile dieser Horizontalstreben 14 zu erleichtern.
Jedoch ist auch eine einteilige Ausbildung der Horizontalstreben 14 möglich. Eines
der beiden Teile dieser Horizontalstreben 14 weist jeweils die Hakenelemente 16, 19
und das andere Teil die Ösenelemente 22 auf.
[0043] Fig. 3 zeigt links ein Sicherungselement 10, welches mit seinem Hakenelement 19 mit
kurzem freiem Endabschnitt 21 von oben in ein Ösenelement 22 eines rechts dargestellten
weiteren Sicherungselements 10 eingehängt ist. Der freie Endabschnitt 21 erstreckt
sich dabei vertikal nach unten.
[0044] In entsprechender Weise zeigt Fig. 4 links ein Sicherungselement 10, welches mit
seinem Hakenelement 16 mit langem freiem Endabschnitt 18 von unten in das Ösenelement
22 eines rechts dargestellten weiteren Sicherungselements 10 eingeführt wurde. Der
freie Endabschnitt 18 erstreckt sich dabei vertikal nach oben.
[0045] Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen somit, dass Sicherungselemente 10 an bereits montierten
Sicherungselementen 10 einerseits dadurch montiert werden können, dass sie mit ihren
Hakenelementen 16, 19 von oben (Fig. 3) als auch von unten (Fig. 4) in die Ösenelemente
22 der bereits montierten Sicherungselemente 10 eingeführt werden. Alternativ ist
es natürlich auch möglich, zu montierende Sicherungselemente 10 mit ihren Ösenelementen
22 von oben oder von unten auf die Hakenelemente 16, 19 von bereits montierten Sicherungselementen
10 aufzustecken bzw. aufzufädeln.
[0046] Die Fig. 3 und 4 zeigen, dass die in Verbindung mit Fig. 1 beschriebenen randseitigen
Ausnehmungen 20, 24 sicherstellen, dass zwischen miteinander gekoppelten Sicherungselementen
10 kein Spalt existiert, der wesentlich größer ist als der Abstand zweier benachbarter
Vertikalstreben 12, so dass auch durch gekoppelte Sicherungselemente 10 ein weitestgehend
durchgängiges Gitterraster erzeugt werden kann.
[0047] Fig. 5 zeigt in Draufsicht vier miteinander gekoppelte Sicherungselemente 10, wobei
hier gut ersichtlich ist, dass sich die Hakenelemente 16, 19 der einzelnen, aufeinander
folgenden Sicherungselemente 10 alternierend nach oben und nach unten erstrecken.
Bei der Montage der Sicherungselemente 10 gemäß Fig. 5 wird folgendermaßen vorgegangen:
Wenn beispielsweise das links dargestellte Sicherungselement 10 bereits montiert ist
und alle Sicherungselemente 10 bodenseitig abgestützt werden sollen, werden zuerst
die beiden mittleren Sicherungselemente 10 miteinander verhakt und dann als Paar von
oben auf die Hakenelemente 16, 19 des links dargestellten Sicherungselements 10 aufgefädelt.
Anschließend kann dann ein weiteres Paar von Sicherungselementen 10 oder ein einzelnes
Sicherungselement 10 von oben auf die Hakenelemente 16, 19 des dritten Sicherungselements
von links gemäß Fig. 5 aufgefädelt werden.
[0048] Wenn die Sicherungselemente 10 angrenzend an eine Decke montiert werden sollen und
die beiden links dargestellten Sicherungselemente 10 beispielsweise bereits montiert
sind, werden die beiden rechts dargestellten Sicherungselemente 10 zuerst miteinander
verhakt und dann als Paar von unten auf die Hakenelemente 16, 19 des zweiten Sicherungselements
10 von links gemäß Fig. 5 aufgefädelt. Entsprechend können dann weitere Sicherungselemente
paarweise oder einzeln an die in Fig. 5 dargestellten Sicherungselemente 10 angekoppelt
werden.
[0049] Da die Hakenelemente 16 einen längeren freien Endabschnitt 18 als die Hakenelemente
19 aufweisen, kann sich ein Monteur zuerst auf das Auffädeln eines Ösenelements 22
auf den freien Endabschnitt 18 und anschließend dann auf das Auffädeln des weiteren
Ösenelements 22 auf den freien Endabschnitt 21 konzentrieren. Während des zweiten
Auffädelns ist das erste Ösenelement 22 bereits mit dem Hakenelement 16 verbunden,
so dass sich der Monteur auf das Auffädeln des zweiten Ösenelements 22 auf das Hakenelement
16 konzentrieren kann. Entsprechendes gilt für das Einstecken von Hakenelementen 16,
19 in Ösenelemente 22.
[0050] Fig. 6 zeigt eine dreidimensionale Darstellung einer Anordnung gemäß Fig. 5, wobei
hier allerdings nur drei Sicherungselemente 10 dargestellt sind.
[0051] Fig. 7 zeigt in dreidimensionaler Ansicht drei Sicherungselemente 10, die ziehharmonikaartig
gegeneinander verkippt wurden. Dieses Verkippen ist möglich, da die in die Ösenelemente
22 eingeführten Hakenelemente 16, 19 die Wirkung von Scharnieren besitzen, die ein
Verschwenken der Sicherungselemente um die Achse der freien Endabschnitte 18, 21 der
Hakenelemente 16, 19 ermöglichen. Durch diese Möglichkeit des Verschwenkens lässt
sich die Gesamtbreite von mehreren miteinander gekoppelten Sicherungselementen 10
stufenlos einstellen. Ein vergrößerter Schwenkwinkel bewirkt dabei eine Verkürzung
der Gesamtbreite einer solchen Reihe. Weiterhin eröffnet das Verschwenken die Möglichkeit,
mit erfindungsgemäß gekoppelten Sicherungselementen 10 beispielsweise Säulen zu umbauen,
so wie dies in Verbindung mit Fig. 12 nachstehend noch näher erläutert wird.
[0052] Fig. 8 zeigt zwei mittels Hakenelement 16 und Ösenelement 22 miteinander gekoppelte
Sicherungselemente 10, die an einem horizontal gespannten gurtförmigen Träger 26 fixiert
sind, wobei hier eine Ansicht von einer Gebäudeinnenseite dargestellt ist. Eine Ansicht
von der Gebäudeaußenseite ist in Fig. 9 dargestellt, wobei hier die Kopplung der beiden
Sicherungselemente 10 mittels des Hakenelements 19 und des Ösenelements 22 dargestellt
ist. Der Träger 26 verläuft bei dieser Darstellung vor den Sicherungselementen 10,
wohingegen er gemäß Fig. 8 hinter den Sicherungselementen 10 verläuft.
[0053] Gemäß Fig. 8 und Fig. 9 ist jeweils ein Sicherungselement 10 mittels eines Koppelelements
28 mit dem Träger 26 verbunden, wobei die Koppelelemente 28 gemäß Fig. 8 und Fig.
9 untereinander identisch ausgebildet sind.
[0054] Das Koppelelement 28 besitzt eine offene Öse 30, deren Form an den Querschnitt des
gurtförmigen Trägers 26 angepasst ist. Die Öse 30 des Koppelelements 28 kann entweder
vor dem Spannen des Trägers 26 auf diesen aufgefädelt werden oder ein bereits gespannter
Träger 26 kann unter einer gewissen Verformung desselben durch die Öffnung der Öse
30 (sichtbar in Fig. 8) in diese eingeführt werden. Da der Träger 26 die Form eines
Gurtes aufweist und die Form der Öse 28 an die Form des Trägers 26 angepasst ist,
ist es nicht möglich, das Koppelelement 28 über einen größeren Winkelbereich um die
Längsachse eines gespannten Trägers 26 zu drehen. Insofern ist sichergestellt, dass
ein sich von der Öse 30 senkrecht zu einem Sicherungselement 10 durch dessen Vertikalstreben
12 hindurch erstreckender Fortsatz 32 des Koppelelements 28 relativ stabil in seiner
Position gehalten wird. Der Fortsatz 32 geht über in einen im Wesentlichen U-förmig
gebogenen Griffabschnitt 34, an dem ein Monteur das Koppelelement 28 ergreifen und
unter geringfügiger Verformung des Trägers 26 um die Achse des Fortsatzes 32 verdrehen
kann.
[0055] An den Griffabschnitt 34 schließt sich ein Riegelfortsatz 36 an, der sich schräg
zu der von der Öse 30 begrenzten Ebene erstreckt und somit gemeinsam mit einem senkrecht
in Richtung des Trägers 26 von ihm abstehenden Sicherungsabschnitt 38 eine Vertikalstrebe
12 hintergreift, so dass sich eine Bajonettverriegelung zwischen Koppelelement 28,
Träger 26 und Sicherungselement 10 ergibt.
[0056] Beim Herstellen einer Verbindung zwischen Träger 26 und Sicherungselement 10 wird
das Sicherungselement 10 von der Gebäudeinnenseite her an den Träger 26 angelehnt,
so dass sich der Griffabschnitt 34 zumindest eines Koppelelements 28 durch zwei Vertikalstreben
12 des Sicherungselements hindurch erstreckt. Anschließend ergreift ein Monteur den
Griffabschnitt 34 und verdreht ihn bei der in Fig. 8 dargestellten Anordnung im Uhrzeigersinn
derart, dass sich der Riegelfortsatz 36 in vertikaler Richtung nach unten erstreckt.
Dabei wird der gurtförmige Träger 26 durch die Öse 30 geringfügig verformt. In dieser
Position kann dann auch der Riegelfortsatz 36 mit dem an ihn anschließenden Sicherungsabschnitt
38 durch die zwei Vertikalstreben 12 des Sicherungselements 10 hindurch bewegt werden,
bis die Vertikalstreben 12 den Träger 26 berühren. Anschließend lässt der Monteur
den Griffabschnitt 34 wieder los, woraufhin der unter Zugspannung stehende Träger
26 sich wieder entformt und dadurch die Öse 30 vertikal ausrichtet. Dies führt dazu,
dass sich der Riegelfortsatz 36 mit seinem Sicherungsabschnitt 38 wieder in die in
Fig. 8 dargestellte Position bewegt, in der er eine Vertikalstrebe 12 hintergreift
und dadurch das Sicherungselement 10 am Träger 26 fixiert. Das Entkoppeln von Sicherungselement
10 und Träger 26 verläuft in umgekehrter Reihenfolge.
[0057] Erfindungsgemäß ist es nicht nötig, jedes Sicherungselement 10 einer Reihe von miteinander
gekoppelten Sicherungselementen 10 mittels Koppelelementen 28 am Träger 26 zu fixieren.
Vielmehr können hier ohne weiteres einige Sicherungselemente 10 ausgespart werden,
da diese über die Hakverbindungen 16, 19, 22 in ausreichender Weise an solchen Sicherungselementen
10 gehalten werden, die ihrerseits mit dem Träger 26 gekoppelt sind.
[0058] Fig. 10 zeigt eine in einer gewölbten Fassade ausgebildete Gebäudeöffnung 40, die
von einem Boden 42, einer Decke 44 und zwei Säulen 46 begrenzt ist.
[0059] An beiden Säulen 46 sind vertikal voneinander beabstandet jeweils drei Säulengurte
48 mittels Spannratschen 50 befestigt. Die Säulengurte 48 weisen jeweils mindestens
eine Öse 52 auf, in die die Enden eines Horizontalgurts 54 eingehakt werden können.
[0060] Jeweils zwei auf gleicher Höhe befindliche Säulengurte 48 der beiden Säulen 46 sind
miteinander über einen Horizontalgurt 54 verbunden, der seinerseits ebenfalls jeweils
eine Spannratsche 50 aufweist, mit der er zwischen den beiden Säulen 46 gespannt werden
kann. Eine Einheit aus zwei Säulengurten 48 und einem Horizontalgurt 54 stellt einen
erfindungsgemäßen Träger 26 dar. Bei der Montage eines solchen Trägers 26 werden zuerst
die beiden Säulengurte 48 mit ihren Spannratschen 50 an den Säulen 46 fixiert. Anschließend
wird der Horizontalgurt 54 mit seinen beiden Enden in die Ösen 52 der Säulengurte
48 eingehängt und anschließend mittels einer Spannratsche 50 gespannt. Dieser Vorgang
kann problemlos von einem einzelnen Monteur durchgeführt werden.
[0061] Im rechten äußeren Bereich der Fig. 10 ist erkennbar, dass die Säulengurte 48 jeweils
auch noch eine weitere Öse 52 aufweisen, in die weitere Horizontalgurte 54 eingehängt
werden können, die sich dann zu einer in Fig. 10 nicht dargestellten, rechts von der
rechten Säule der Fig. 10 befindlichen Säule erstrecken, was veranschaulicht, dass
das erfindungsgemäße Seitenschutzsystem in horizontaler Richtung beliebig fortgesetzt
werden kann.
[0062] In etwa mittig zwischen den beiden Säulen 46 gemäß Fig. 10 ist eine Deckenstütze
56 angeordnet, wobei die Horizontalgurte 54 auf der Gebäudeaußenseite an dieser Deckenstütze
56 anliegen, so dass die Horizontalgurte 54 im Bereich der Deckenstütze jeweils etwas
abgeknickt sind. Hierdurch wird erreicht, dass sich das erfindungsgemäße Seitenschutzsystem
maximal weit an der Gebäudeaußenseite erstreckt, so dass der Arbeitsraum im Gebäudeinneren
nicht beschränkt wird. Zudem ist es möglich, die Horizontalgurte 54 beispielsweise
mittels Koppelelementen 28 an der Deckenstütze 56 in vertikaler Richtung abzustützen,
um so zusätzliche Stabilität zu erzielen.
[0063] Die in Fig. 10 dargestellten Sicherungselemente 10 sind mittels Koppelelementen 28
entsprechend der Fig. 8 und 9 mit den beiden unteren Horizontalgurten 54 gekoppelt,
welche sich parallel zueinander erstrecken. Dabei ist es - wie bereits erwähnt - nicht
nötig, jedes Sicherungselement 10 mit den Horizontalgurten 54 zu verbinden. Vielmehr
können beispielsweise diejenigen Sicherungselemente 10, die sich im Bereich der Deckenstütze
56 oder im Bereich der Säulen 46 befinden, etwas von den Horizontalgurten 54 weggeschwenkt
werden, ohne mit ihnen direkt gekoppelt zu sein.
[0064] Die Funktion des obersten Horizontalgurts 54 gemäß Fig. 10 ergibt sich aus der Darstellung
der Fig. 11, welche im Wesentlichen der Darstellung der Fig. 10 entspricht, zusätzlich
jedoch noch eine obere Reihe von Sicherungselementen 10 aufweist. Durch die beiden
übereinander angeordneten, einander überlappenden Reihen von Sicherungselementen 10
wird im Unterschied zu Fig. 10 ein raumhoher Seitenschutz geschaffen. Die obere Reihe
von Sicherungselementen 10 ist dabei mittels Koppelelementen 28 mit den oberen beiden
Horizontalgurten 54 verbunden. Das Eigengewicht der Sicherungselemente 10 der oberen
Reihe wird von Koppelelementen 28 aufgenommen, die mit dem mittleren Horizontalgurt
54 gekoppelt sind. An diesen Koppelelementen 28 bzw. an deren Fortsätzen 32 (siehe
Fig. 8) stützen sich Horizontalstreben 14 der oberen Reihe von Sicherungselementen
10 ab. Wie vorstehend bereits erwähnt, ist es alternativ und bevorzugt möglich, benachbarte
Horizontalstreben 14 von einander vertikal überlappenden unteren und oberen Sicherungselementen
10 kraftschlüssig miteinander zu verbinden, was beispielsweise mittels Kabelbindern
bewerkstelligbar ist.
[0065] Fig. 12 veranschaulicht, in welcher Weise mit einem erfindungsgemäßen Seitenschutzsystem
eine rechteckige oder runde Säule 46 umbaut werden kann. An der Säule 46 ist mittels
einer Spannratsche 50 ein Säulengurt 48 festgezurrt, von dem aus sich Horizontalgurte
54 in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Fig. 12 zeigt, dass lediglich das ganz
links dargestellte Sicherungselement 10 sowie das zweite Sicherungselement 10 von
rechts mittels Koppelelementen 28 an jeweils einem Horizontalgurt 54 gehalten sind.
Das rechts dargestellte Koppelelement 28 ist dabei im Bereich der äußersten Vertikalstrebe
12 des jeweilige Sicherungselements 10 vorgesehen, so dass letzteres um diese Vertikalstrebe
12 herum vom Horizontalgurt 54 weggeschwenkt werden kann. Die beiden Sicherungselemente
10, die an das ganz links dargestellte Sicherungselement 10 anschließen, sind nicht
mit Horizontalgurten 54 gekoppelt, so dass insgesamt der geknickte Verlauf von Sicherungselementen
10 gemäß Fig. 12 erreicht werden kann, mit dem eine Säule 46 umbaubar ist.
[0066] Fig. 13 zeigt zwei vertikal voneinander beabstandete Säulen 46, zwischen denen ein
Träger 26' gespannt ist. Der Träger 26' besteht dabei aus einer Spannratsche 50, an
der in handelsüblicher Weise zwei Trägerabschnitte befestigt sind, welche mit der
Spannratsche 50 gegeneinander verspannt werden können. Ein erster kurzer Trägerabschnitt
weist an seinem freien, der Spannratsche abgewandten Ende eine Öse 58 auf, wohingegen
ein zweiter langer Trägerabschnitt an seinem freien, der Spannratsche abgewandten
Ende einen Haken 60 aufweist. Weiterhin ist auf den langen Trägerabschnitt eine zusätzliche
Öse 59 aufgefädelt.
[0067] Bei der bevorzugt durch einen einzelnen Monteur erfolgenden Anbringung des genannten
Trägers an einer Säule 46 wird folgendermaßen vorgegangen:
Der lange Trägerabschnitt wird um die Säule herum geschlungen und mit dem Haken 60
voraus durch die Öse 58 gefädelt. Auf diese Weise ergibt sich eine Schlinge, welche
die Säule 46 umgibt. Die auf den langen Trägerabschnitt aufgefädelte zusätzliche Öse
59 wird so positioniert, dass sie im Wesentlichen gegenüber der Öse 58 zu liegen kommt.
Anschließend wird dann der Haken 60 in die Öse 59' eines bereits montierten Trägers
26" eingehängt, woraufhin ein Verspannen des Trägers 26' mittels der Spannratsche
50 erfolgt. Dieser Spannvorgang bewirkt - da der lange Trägerabschnitt in der Öse
58 frei beweglich ist - zum einen ein Spannen desjenigen Trägerbereichs, der sich
zwischen den beiden Säulen 46 befindet und zum anderen ein Festzurren der Schlinge,
die die Säule 46 umgibt. So wird durch die Betätigung einer einzigen Spannratsche
der komplette Träger 26' zwischen zwei Säulen 46 gespannt und zuverlässig fixiert,
wobei gleichzeitig nur eine minimale Trägerlänge benötigt wird.
[0068] Die in Bezug auf Fig. 13 beschriebene Trägerkonstruktion kann in Verbindung mit allen
vorstehend beschriebenen Ausführungsformen auf vorteilhafte Art und Weise eingesetzt
werden.
[0069] Fig. 14 veranschaulicht die Tatsache, dass sich die vorstehend erläuterten erfindungsgemäßen
Sicherungselemente 10 auf besonders vorteilhafte Art und Weise Platz sparend stapeln,
lagern und transportieren lassen.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend erläuterten Ausführungsformen beschränkt.
Der Schutzumfang der Erfindung wird ausschließlich durch die nachfolgenden Ansprüche
definiert.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 10
- Sicherungselement
- 12
- Vertikalstreben
- 14
- Horizontalstreben
- 16
- Hakenelement
- 18
- freier Endabschnitt
- 19
- Hakenelement
- 20
- randseitige Ausnehmungen
- 21
- freier Endabschnitt
- 22
- Ösenelemente
- 24
- randseitige Ausnehmungen
- 26, 26', 26"
- Träger
- 28
- Koppelelement
- 30
- Öse
- 32
- Fortsatz
- 34
- Griffabschnitt
- 36
- Riegelfortsatz
- 38
- Sicherungsabschnitt
- 40
- Gebäudeöffnung
- 42
- Boden
- 44
- Decke
- 46
- Säulen
- 48
- Säulengurte
- 50, 50'
- Spannratsche
- 52
- Öse
- 54
- Horizontalgurte
- 56
- Deckenstütze
- 58, 58'
- Öse
- 59, 59'
- Öse
- 60
- Haken
1. Seitenschutzsystem für Baustellen mit an mehreren Trägern (26, 48, 54) befestigten
Sicherungselementen (10), wobei
die jeweils aus einem flexiblen Material bestehenden Träger (26, 48, 54) unter Zugspannung
zwischen je zwei sich vertikal erstreckenden Wand- oder Stützenelementen (46) angeordnet
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass platten- oder gitterförmige Sicherungselemente (10), die in sich steif sind, mit
zumindest zwei vertikal voneinander beabstandeten Trägern (26, 48, 54) lösbar verbunden
sind.
2. Seitenschutzsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der insbesondere aus textilem Material bestehende Träger (26, 48,
54) gurtförmig ausgestaltet und vorzugsweise mehrere Zentimeter breit und/ oder höchstens
5 mm dick ist.
3. Seitenschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein aus flexiblem Material bestehender Träger (26', 26") genau eine Spannratsche
(50, 50') aufweist, wobei das freie Ende eines Trägerabschnitts eine Öse (58, 58')
und das freie Ende eines anderen Trägerabschnitts einen Haken (60) aufweist, der so
bemessen ist, dass er durch die Öse (58, 58') hindurch bewegbar ist.
4. Seitenschutzsystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein aus flexiblem Material bestehender Träger (26, 48, 54) mindestens eine Spannratsche
(50) aufweist, wobei insbesondere ein Abschnitt (48) des Trägers (26, 48, 54) mittels
einer Spannratsche (50) um ein sich vertikal erstreckendes erstes Wand- oder Stützenelement
(46) gespannt ist, und/ oder
ein Abschnitt (48) des Trägers (26, 48, 54) mittels einer Spannratsche (50) um ein
sich vertikal erstreckendes zweites Wand- oder Stützenelement (46) gespannt ist, und/
oder
ein Abschnitt (48) des Trägers (26, 48, 54) mittels einer Spannratsche (50) zwischen
zwei weiteren Abschnitten (48) des Trägers (26, 48, 54) oder zwischen einem weiteren
Abschnitt (48) des Trägers (26, 48, 54) und einem sich vertikal erstreckenden Wand-
oder Stützenelement (46) gespannt ist.
5. Seitenschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger an einem Wandanschlusselement befestigt ist, welches einen Fixierabschnitt
zum Eingriff in eine Ausnehmung eines Sicherungselements (10) aufweist.
6. Seitenschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherungselemente (10) an den Trägern (26, 48, 54) mit Koppelelementen (28)
befestigt sind, welche jeweils eine offene oder geschlossene Öse (30) aufweisen, deren
Größe an den Querschnitt der Träger (26, 48, 54) angepasst ist.
7. Seitenschutzsystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (28) einen Riegelfortsatz (36) aufweist, welcher sich schräg zu
der von der Öse (30) begrenzten Ebene erstreckt, und dass das mit einem gurtförmigen
Träger (26, 48, 54) verbundene Koppelelement (28) zur Erzeugung einer Bajonettverriegelung
zwischen Koppelelement (28) und Sicherungselement (10) um eine senkrecht zum gurtförmigen
Träger (26, 48, 54) verlaufende Achse unter geringfügiger Verformung desselben verschwenkbar
ist.
8. Seitenschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass aneinander angrenzende Sicherungselemente (10) gelenkig miteinander verbindbar, insbesondere
verhakbar sind, wobei bevorzugt jedes Sicherungselement (10) an einer Längsseite Hakenelemente
(16, 19) und an der anderen Längsseite Ösenelemente (22) aufweist.
9. Seitenschutzsystem nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Sicherungselement (10) an einer Längsseite zwei voneinander beabstandete Hakenelemente
(16, 19) und an der anderen Längsseite zwei entsprechend voneinander beabstandete
Ösenelemente (22) aufweist, wobei die freien Endabschnitte (18, 21) der beiden Hakenelemente
(16, 19) unterschiedlich lang ausgebildet sind.
10. Seitenschutzsystem nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Hakenelemente (16, 19) einer Reihe von mehreren, miteinander verhakten Sicherungselementen
(10) alternierend nach oben und nach unten erstrecken, wobei insbesondere alle Sicherungselemente
(10) untereinander gleich ausgebildet sind.
11. Seitenschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass erste Sicherungselemente (10) bodenseitig abgestützt und Horizontalstreben (14) von
zweiten Sicherungselementen (10) mit benachbarten Horizontalstreben (14) der ersten
Sicherungselemente (10) kraftschlüssig, insbesondere mittels Kabelbindern, miteinander
verbunden sind, wobei insbesondere erste und zweite Sicherungselemente (10) einander
in vertikaler Richtung überlappen.
1. Side protection system for building sites, with securing elements (10) fastened to
a plurality of carriers (26, 48, 54), wherein the carriers (26, 48, 54) which are
each composed of a flexible material are arranged under tensile stress between every
two vertically extending wall or support elements (46), characterized in that panel- or grid-shaped securing elements (10) which are inherently stiff are releasably
connected to at least two carriers (26, 48, 54) spaced apart vertically from one another.
2. Side protection system according to Claim 1, characterized in that the carrier (26, 48, 54) which is composed in particular of textile material is configured
in the form of a strap and preferably has a width of several centimetres and/or a
thickness of at most 5 mm.
3. Side protection system according to either of the preceding claims, characterized in that a carrier (26', 26") which is composed of flexible material has precisely one ratchet,
tensioner (50, 50'), wherein the free end of a carrier section has an eye (58, 58')
and the free end of another carrier section has a hook (60) which is dimensioned in
such a manner that it is movable through the eye (58, 58').
4. Side protection system according to either of Claims 1 and 2, characterized in that a carrier (26, 48, 54) which is composed of flexible material has at least one ratchet
tensioner (50), wherein in particular a section (48) of the carrier (26, 48, 54) is
tensioned about a vertically extending first wall or support element (46) by means
of a ratchet tensioner (50), and/or a section (48) of the carrier (26, 48, 54) is
tensioned about a vertically extending second wall or support element (46) by means
of a ratchet tensioner (50), and/or a section (48) of the carrier (26, 48, 54) is
tensioned between two further sections (48) of the carrier (26, 48, 54) or between
a further section (48) of the carrier (26, 48, 54) and a vertically extending wall
or support element (46) by means of a ratchet tensioner (50).
5. Side protection system according to one of the preceding claims, characterized in that the carrier is fastened to a wall connection element which has a fixing section for
engagement in a recess of a securing element (10).
6. Side protection system according to one of the preceding claims, characterized in that the securing elements (10) are fastened to the carriers (26, 48, 54) with coupling
elements (28) which each have an open or closed eye (30), the size of which is matched
to the cross section of the carriers (26, 48, 54).
7. Side protection system according to Claim 6, characterized in that the coupling element (28) has a locking extension (36) which extends obliquely with
respect to the plane bounded by the eye (30), and in that the coupling element (28), which is connected to a strap-shaped carrier (26, 48,
54), is pivotable about an axis running perpendicularly to the belt-shaped carrier
(26, 48, 54), with slight deformation of the latter, in order to produce a bayonet
locking between coupling element (28) and securing element (10).
8. Side protection system according to one of the preceding claims, characterized in that mutually adjacent securing elements (10) are connectable, in particular hookable,
to one another in an articulated manner, wherein each securing element (10) preferably
has hook elements (16, 19) on one longitudinal side and eye elements (22) on the other
longitudinal side.
9. Side protection system according to Claim 8, characterized in that each securing element (10) has two spaced-apart hook elements (16, 19) on one longitudinal
side and two correspondingly spaced-apart eye elements (22) on the other longitudinal
side, wherein the free end sections (18, 21) of the two hook elements (16, 19) are
formed differing in length.
10. Side protection system according to either of Claims 8 and 9, characterized in that the hook elements (16, 19) of a row of a plurality of hooked-together securing elements
(10) extend upwards and downwards in an alternating manner, wherein in particular
all of the securing elements (10) are formed identically to one another.
11. Side protection system according to one of the preceding claims, characterized in that first securing elements (10) are supported on the bottom side, and horizontal struts
(14) of second securing elements (10) are connected to adjacent horizontal struts
(14) of the first securing elements (10) with a force fit, in particular by means
of cable binders, wherein in particular first and second securing elements (10) overlap
one another in the vertical direction.
1. Système de protection latérale dévolu à des chantiers de construction, comprenant
des éléments de sécurisation (10) fixés à plusieurs supports (26, 48, 54), lesdits
supports (26, 48, 54) respectivement constitués d'un matériau flexible étant interposés,
avec contrainte de traction, entre deux éléments respectifs (46) de cloisonnement
ou de soutien s'étendant verticalement,
caractérisé par le fait
que des éléments de sécurisation (10) en forme de panneaux ou de treillis, doués par
eux-mêmes de rigidité, sont reliés amoviblement à au moins deux supports (26, 48,
54) distants l'un de l'autre dans le sens vertical.
2. Système de protection latérale selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que le support (26, 48, 54), notamment constitué d'un matériau textile, est configuré
en une membrure et présente, de préférence, une largeur de plusieurs centimètres et/ou
une épaisseur de 5 mm au maximum.
3. Système de protection latérale selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'un support (26', 26") constitué d'un matériau flexible est muni d'exactement un cliquet
de tension (50, 50'), l'extrémité libre d'un tronçon du support étant pourvue d'un
oeillet (58, 58'), et l'extrémité libre d'un autre tronçon dudit support étant dotée
d'un crochet (60) dimensionné de manière à pouvoir être engagé à travers ledit oeillet
(58, 58').
4. Système de protection latérale selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé par le fait
qu'un support (26, 48, 54) constitué d'un matériau flexible est muni d'au moins un cliquet
de tension (50), sachant notamment qu'un tronçon (48) dudit support (26, 48, 54) est
tendu, au moyen d'un cliquet de tension (50), autour d'un premier élément (46) de
cloisonnement ou de soutien s'étendant verticalement, et/ou
un tronçon (48) dudit support (26, 48, 54) est tendu, au moyen d'un cliquet de tension
(50), autour d'un second élément (46) de cloisonnement ou de soutien s'étendant verticalement,
et/ou
un tronçon (48) dudit support (26, 48, 54) est tendu, au moyen d'un cliquet de tension
(50), entre deux autres tronçons (48) dudit support (26, 48, 54), ou entre un autre
tronçon (48) dudit support (26, 48, 54) et un élément (46) de cloisonnement ou de
soutien s'étendant verticalement.
5. Système de protection latérale selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que le support est fixé à un élément de rattachement à une paroi, muni d'un tronçon de
blocage à demeure conçu pour pénétrer dans un évidement d'un élément de sécurisation
(10).
6. Système de protection latérale selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que les éléments de sécurisation (10) sont fixés aux supports (26, 48, 54) par des éléments
d'accouplement (28) respectivement dotés d'un oeillet (30) ouvert ou fermé, dont la
taille est adaptée à la section transversale desdits supports (26, 48, 54).
7. Système de protection latérale selon la revendication 6,
caractérisé par le fait
que l'élément d'accouplement (28) est pourvu d'un appendice de verrouillage (36) s'étendant
à l'oblique par rapport au plan délimité par l'oeillet (30) ; et par le fait que,
pour instaurer un verrouillage de type baïonnette entre l'élément d'accouplement (28)
et l'élément de sécurisation (10), ledit élément d'accouplement (28), relié à un support
(26, 48, 54) en forme de membrure, peut pivoter autour d'un axe s'étendant perpendiculairement
audit support (26, 48, 54) en forme de membrure, avec légère déformation de ce dernier.
8. Système de protection latérale selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que des éléments de sécurisation (10) limitrophes les uns des autres peuvent être reliés,
notamment accrochés les uns aux autres de manière articulée, chaque élément de sécurisation
(10) étant préférentiellement muni d'éléments (16, 19) formant crochets, sur un côté
longitudinal, et d'éléments (22) formant oeillets sur l'autre côté longitudinal.
9. Système de protection latérale selon la revendication 8,
caractérisé par le fait
que chaque élément de sécurisation (10) comprend deux éléments (16, 19) formant crochets
et distants l'un de l'autre sur un côté longitudinal, et deux éléments (22) formant
oeillets et mutuellement distants de façon correspondante, sur l'autre côté longitudinal,
les tronçons extrêmes libres (18, 21) des deux éléments (16, 19) formant crochets
étant réalisés avec longueurs différentes.
10. Système de protection latérale selon l'une des revendications 8 ou 9,
caractérisé par le fait
que les éléments (16, 19) formant crochets s'étendent en alternance vers le haut et vers
le bas, dans un alignement de plusieurs éléments de sécurisation (10) accrochés les
uns aux autres, tous les éléments de sécurisation (10) présentant, en particulier,
des réalisations identiques les unes aux autres.
11. Système de protection latérale selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que des premiers éléments de sécurisation (10) sont soutenus côté sol, et des entretoises
horizontales (14) de seconds éléments de sécurisation (10) sont reliées par engagement
positif, en particulier au moyen d'attaches par câbles, à des entretoises horizontales
adjacentes (14) desdits premiers éléments de sécurisation (10), sachant notamment
que des premiers et seconds éléments de sécurisation (10) se chevauchent les uns les
autres dans la direction verticale.