1. Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Schneidlinien zum Schneiden gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine solche Schneidlinie ist aus
DE 31 35 980 C bekannt.
2. Stand der Technik
[0002] Schneidlinien sind im Stand der Technik bekannt und bestehen aus einem Stahlband
mit einer Schneidkante, zwei parallelen Seitenflächen und einem Rücken gegenüber der
Schneidkante. Schneidlinien werden entsprechend der gewünschten Form eines Zuschnittes
gebogen, abgelängt und in eine Trägerplatte eingesetzt. Das so entstandene Stanzwerkzeug
wird u.a. in Flachbettstanzen eingesetzt, um beispielsweise Kartonagen auszustanzen.
Üblicherweise umfasst eine Flachbettstanzmaschine eine ebene obere Platte, an der
das Werkzeug befestigt wird, sowie eine ebene untere Platte, mit der das Werkstück
gegen das Stanzwerkzeug gepresst wird. Das Stanzwerkzeug besteht aus einer mit Schlitzen
versehenen Trägerplatte, üblicherweise aus einem Holzwerkstoff, wobei in die Schlitze
die vorgebogenen Schneidlinien eingesetzt werden. Die Schlitze in der Trägerplatte
sind üblicherweise durchgängig, so dass der Rücken der Schneidlinien an der oberen
Platte der Flachbettstanzmaschine ansteht.
[0003] Um ein gleichmäßiges Stanzergebnis zu erhalten, müssen die Schneidlinien in ihrer
Höhe eingestellt werden. Zunächst wird eine Probestanzung durchgeführt und beobachtet,
an welchen Stellen das Werkstück geeignet geschnitten ist und an welchen Stellen kein
vollständiger Schnitt erfolgt ist. An diesen Stellen werden Zwischenlagen aus Papier
oder speziellen Metall- oder Kunststoffbändern zwischen einer Rückenplatte und der
oberen Platte der Flachbettstanzmaschine eingefügt, um dort lokal den Druck auf die
Schneidlinien zu erhöhen. Dieser Vorgang wird als Zurichten bezeichnet.
[0004] Dieses Zurichten kann sich auf größere Bereiche erstrecken (das sogenannte "Zonenzurichten")
oder auf nur bestimmte lokale Stellen, an denen eine unzureichende Stanzung auftritt
(das sogenannte "lokale Zurichten"). Es erfolgt auf einem Zurichtbogen, einer Materialschicht
die zwischen einer Rückenplatte hinter den Schneidlinien und einer Schutzplatte der
oberen Platte der Flachbettstanzmaschine liegt. Auf dem Zurichtbogen werden dann von
Hand beispielsweise kleinere oder größere Stücke der Zwischenlagen an bestimmten Stellen
fixiert. Dazwischen erfolgen jeweils Probestanzungen, um die Auswirkungen des Zurichtens
zu beurteilen. Das Zurichten ist daher ein zeitaufwändiger, iterativer Prozess, bei
dem viel Erfahrung notwendig ist und die Flachbettstanzmaschine nicht produktiv verwendet
werden kann.
[0005] Da solch ein manuelles Zurichten zeitaufwändig ist und teuren Maschinenstillstand
erfordert, ergibt sich einen Bedarf für Verfahren und Hilfsmittel zur Verringerung
dieses Aufwands.
[0006] Dazu wurden bereits verschiedene Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen, unter Anderem
elastisch-plastisch verformbare Zwischenlagen, die hinter der Stanzform oder unter
der Stanzplatte eingebracht werden, um Druckunterschiede auszugleichen. So zeigt beispielsweise
die
DE 33 17 777 C1 ein System, bei dem die Schneidlinien auf ihrer Rückenseite gehärtete Schneiden aufweisen,
die bei den Stanzvorgängen in eine derartige Zwischenplatte eindringen können.
[0007] Weiterhin wurde beispielsweise in der
DE 199 13 216 C1 vorgeschlagen, Schneidlinien mit einem querschnittsreduzierten Bereich zu verwenden,
der sich bei der Verwendung der Schneidlinie staucht, um eine Höhenanpassung der Schneidlinie
automatisch durchzuführen.
[0008] Schließlich wurde in der
DE 31 35 980 C1 vorgeschlagen, eine Schneidlinie zu verwenden, die einen verformbaren Rücken aufweist,
der eine selbstregulierende Stanzmessereinstellung ermöglichen soll. Es wird vorgeschlagen,
den Rücken der Schneidlinie beidseitig über einen großen Bereich anzufasen, den Messerrücken
im Querschnitt mit Zähnen zu versehen oder seitliche Nuten einzubringen.
[0009] Die vorgeschlagenen Geometrien weisen allerdings den Nachteil auf, dass sie entweder
nicht im gewünschten Maß zum Erfolg oder zu einer Instabilität der Schneidlinie führen,
was zu einem unvollständigen Höhenausgleich und einem ungenauen Stanzergebnis führt.
Aus diesem Grund wurden derartig geformte Schneidlinien auf dem Markt nicht angenommnen.
[0010] Weiterhin wären die im Stand der Technik vorgeschlagenen Linienquerschnitte nur sehr
aufwendig fertigen, was derartige Linien sehr teuer machen würde. Weiterhin ist eine
automatische Bearbeitung, insbesondere ein automatisches Biegen derartiger Linienquerschnitte
nicht oder nicht ohne Randaufstauchung möglich.
[0011] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Ausgangsmaterial für Schneidlinien
bereitzustellen, welches einerseits eine automatische Zurichtung ermöglicht, aber
andererseits nicht die Nachteile der im Stand der Technik bereits bekannten Schneidlinien
aufweist. Da Schneidlinien heute größtenteils maschinell verarbeitet, insbesondere
gebogen werden, muss gewährleistet sein, dass eine derartige Schneidlinienausführung
dies auch störungsfrei zulässt.
3. Zusammenfassung der Erfindung
[0012] Die oben genannten Aufgaben werden gelöst durch eine Schneidlinie gemäß Patentanspruch
1.
[0013] Aufgrund von Berechnungen und Versuchen wurde herausgefunden, dass ein derartiges
Ausgangsmaterial, welches an seinem Rücken Vorsprünge aufweist, die ein bestimmtes
Verhältnis von ihrer Höhe zu der Dicke des Stahlbandes aufweisen, einerseits einen
selbständigen Höhenausgleich der Schneidlinie ermöglichen, wobei andererseits die
Stabilität dieser Schneidlinie nicht beeinträchtigt wird. Bei der erstmaligen Belastung
eines Werkzeugs mit derartigen Schneidlinien werden die am höchsten belasteten Vorsprünge
durch die auftretenden lokalen Druckspannungen plastisch verformt, wobei eine automatische
Zurichtung erfolgt. Bei den folgenden Belastungen des Werkzeugs herrscht dann idealerweise
auf jedem Abschnitt der Schneidlinie die gleiche Druckspannung.
[0014] Die besten Ergebnisse im Hinblick auf Stabilität und Verformbarkeit wurden erzielt,
wenn die Vorsprünge im Wesentlichen eine Höhe h aufweisen, die im Bereich der halben
Dicke D des Stahlbandes lagen. Höhere Vorsprünge, wie sie beispielsweise der Stand
der Technik vorschlägt, verformen sich eher elastisch, kippen unkontrolliert zur Seite,
oder das Stahlband kippt in der Nut der Trägerplatte.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wurden die Vorsprünge durch Einfräsen
oder Einschleifen von Aussparungen in Querrichtung des Stahlbandes in den Rücken erzeugt.
Dieses Einfräsen oder Einschleifen wird bevorzugt nach der Bearbeitung der Querschnittsform
der Rill- und Schneidlinie durchgeführt.
[0016] In einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die o.g. Aufgabe durch eine
Schneidlinie gelöst, aufweisend ein Stahlband mit einer Schneidkante einen der Schneidkante
gegenüberliegenden Rücken des Stahlbandes, wobei der Rücken Vorsprünge aufweist, die
bei der ersten Verwendung der Schneidlinie plastisch verformbar sind; und die Vorsprünge
durch Einfräsen oder Einschleifen von Aussparungen in Querrichtung des Stahlbandes
in den Rücken erzeugt wurden.
[0017] Hierbei wurde überraschend festgestellt, dass es bei derartigen Schneidlinien aufgrund
der quer zur Biegerichtung eingebrachten Aussparungen zu keiner Randüberhöhung bzw.
Rückenaufstauchung während des Biegens kommt, da der Rückenbereich durch die quer
verlaufenden Aussparungen entlastet ist. Dies hat Vorteile im Hinblick auf das Zurichten,
da auch gebogene Schneidlinien dann ihre ursprüngliche Höhe beibehalten und insgesamt
viel weniger Zurichtung erforderlich ist. Durch die quer zum Stahlband angeordneten
Aussparungen kann daher auch die eigentliche Höhe der Vorsprünge für eine automatische
Zurichtung durch plastische Verformung kleiner gewählt werden.
[0018] Auch mit derartigen Schneidlinien verformen sich bei der erstmaligen Belastung eines
Werkzeugs mit solchen Schneidlinien die am höchsten belasteten Vorsprünge durch die
auftretenden lokalen Druckspannungen plastisch, wobei eine automatische Zurichtung
erfolgt. Bei den folgenden Belastungen des Werkzeugs herrscht dann idealerweise auf
jedem Abschnitt der Schneidlinie die gleiche Druckspannung wodurch eine manuelle Zurichtung
eingespart werden kann oder nur noch sehr wenig manuell zugerichtet werden muss.
[0019] Weiterhin können quer zum Stahlband verlaufende Aussparungen viel einfacher und genauer
eingebracht werden als anders angeordnete Aussparungen. Sie lassen sich erfindungsgemäß
einfach und kostengünstig in den Rücken einschleifen oder einfräsen. Hierbei ist zu
beachten, dass Schneidlinien oft nur eine sehr geringe Dicke von unter einem Millimeter
aufweisen, so dass komplexe Rückenformen technologisch und wirtschaftlich nicht herstellbar
sind. Weiterhin ist durch diese spanabhebenden Bearbeitungsarten gewährleistet, dass
sich an der gewünschten und exakt einzuhaltenden Höhe der Schneidlinie bei der Bearbeitung
nichts ändert. Erfindungsgemäße selbst zurichtende Schneidlinien lassen sich daher
sehr exakt und dennoch kostengünstig fertigen.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Vorsprünge im Wesentlichen eine Höhe
h von 0,5% - 70% und noch bevorzugter von im Wesentlichen 2%-20% und noch bevorzugter
von 6% - 10% der Dicke D des Stahlbandes auf. Überraschenderweise wurde festgestellt,
dass bei quer zum Stahlband eingebrachten Aussparungen nur Aussparungen mit vergleichsweise
geringen Höhen notwendig sind für eine automatische Zurichtung. Dies hat selbstverständlich
auch große Vorteile im Hinblick auf die Stabilität der Schneidlinie in der Nut der
Trägerplatte.
[0021] In einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die o.g. Aufgabe durch eine
Schneidlinie gelöst, aufweisend ein Stahlband mit einer Schneidkante einen der Schneidkante
gegenüberliegenden Rücken des Stahlbandes, wobei der Rücken randentkohlt ist, um sich
bei der ersten Verwendung der Schneidlinie plastisch verformen zu können.
[0022] Die plastische Verformbarkeit des Rückens einer Schneidlinie, die für ein selbsttätiges
Zurichten gewünscht ist, kann erfindungsgemäß auch dadurch gewährleistet werden, dass
der Rücken randentkohlt wird. Dies kann sowohl bei üblichen Rückenformen geschehen,
als auch bei Rückenformen mit Vorsprüngen und Aussparungen gemäß den anderen Aspekten
dieser Erfindung erfolgen, wobei sich die jeweiligen Effekte, insbesondere die plastische
Verformbarkeit des Rückens, verstärken können.
[0023] Für eine Randentkohlung wird dem Stahl im Bereich des Rückens durch Diffusion der
Kohlenstoff entzogen und so ein weiches ferritisches Gefüge im Bereich des Rückens
erzeugt, welches sich leicht plastisch verformen lässt. Prozesstechnisch kann eine
solche Entkohlung erzielt werden, indem der Randbereich der Schneidlinie unter erhöhten
Temperaturen einer reduzierenden Schutzgasatmosphäre ausgesetzt wird.
[0024] Auch mit derartigen, im Rückenbereich randentkohlten Schneidlinien, verformt sich
bei der erstmaligen Belastung eines Werkzeugs mit solchen Schneidlinien der Rückenbereich
durch die auftretenden lokalen Druckspannungen plastisch, wobei eine automatische
Zurichtung erfolgt. Bei den folgenden Belastungen des Werkzeugs herrscht dann idealerweise
auf jedem Abschnitt der Schneidlinie die gleiche Druckspannung wodurch eine manuelle
Zurichtung eingespart werden kann oder nur noch sehr wenig manuell zugerichtet werden
muss.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Rücken der Schneidlinie bis zu einer
Tiefe von 5 µm - 100 µm randentkohlt.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Rücken in einem Querschnitt
durch eine Spitze der Vorsprünge abgerundet. Durch diese Rückenform, die zusätzlich
in Querrichtung abgerundet ist, ergibt sich eine linien- oder punktförmige Auflagefläche
des Rückens an der Rückenplatte des Werkzeugs, wodurch die plastische Verformung der
Vorsprünge weiterhin erleichtert wird. Zudem wird das Einführen der Schneidlinien
in die Nuten des Trägerbandes erleichtert. Schließlich vermindert eine derartige Querschnittsform
weiterhin den Effekt der sog. Rückenaufstauchung in engen Biegeradien. Beim Biegen
von engen Radien ergäbe sich üblicherweise eine Vergrößerung der Gesamthöhe H der
Schneidlinien im Bereich von bis zu 0,2 mm je nach Dicke der Schneidlinien und Biegeradius,
was erfindungsgemäß vermieden wird.
[0027] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der Rücken in einem Querschnitt
durch eine Spitze der Vorsprünge beidseitig abgeschrägt oder doppelt-konkav ausgebildet.
Auch diese Rückenformen erleichtern ein genau definiertes Maß an plastischer Verformung
bei ausreichender Stabilität des Rückens.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Rücken in einem Querschnitt
durch eine Spitze der Vorsprünge halbkreisförmig abgerundet, wobei der Rundungsradius
r der halben Dicke D des Stahlbandes entspricht. Diese Ausführungsform ist besonders
vorteilhaft im Hinblick auf die Rückenaufstauchung wobei gleichzeitig eine ausreichend
hohe Stabilität des Rückens der Rill- und Schneidlinie in Querrichtung bereitgestellt
wird. Es ergibt sich durch den in Querrichtung abgerundeten Rücken eine quasi mittige
Krafteinleitung auf die Rill- oder Schneidlinien, wodurch Querkräfte vermieden werden.
Ein Kippen der Rill- und Schneidlinie in der Nut der Trägerplatte wird daher wirkungsvoll
verhindert.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Vorsprünge in einem Längsschnitt
durch eine Spitze der Vorsprünge konkave Flanken auf. Weiter bevorzugt weist der Rücken
im Längsschnitt kreisabschnittsförmige, insbesondere halbrunde, Aussparungen mit einem
Radius auf. Durch die konkaven, insbesondere runden Flanken der Vorsprünge - in Längsrichtung
der Rill- und Schneidlinie gesehen - weisen die Vorsprünge eine progressive Kennlinie
gegenüber von oben eingeleiteten Druckkräften auf. Dies ist insbesondere vorteilhaft,
um sowohl bei auszugleichenden kleinen Höhenunterschieden als auch bei großen Höhenunterschieden
eine plastische und nicht nur eine elastische Verformung der Vorsprünge sicherzustellen.
Bevorzugt entspricht der Radius der Aussparungen 10% - 250%, bevorzugter 20% - 150%
und noch bevorzugter im Wesentlichen 100% der Dicke des Stahlbandes.
[0030] Bevorzugt weisen die Vorsprünge in einem Längsschnitt durch eine Spitze der Vorsprünge
eine spitz zulaufende Spitze auf. Im Extremfall wird beispielsweise der Radius der
Flanken und der Abstand der Vorsprünge zueinander so gewählt, dass sich eine spitz
zulaufende Spitze der Vorsprünge ergibt. Damit ergibt sich vor der ersten Belastung
ein punkförmiger Kontakt zwischen den Vorsprüngen und der Schutzplatte des Werkzeugs,
der nach der Belastung zu einem flächigen Kontakt wird.
[0031] Bevorzugt weisen die Vorsprünge in einem Längsschnitt durch eine Spitze der Vorsprünge
eine stumpf zulaufende Spitze auf. Hier wird beispielsweise der Radius der Flanken
und der Abstand der Vorsprünge zueinander so gewählt, dass sich eine stumpf zulaufende
Spitze der Vorsprünge ergibt. Damit ergibt sich vor der ersten Belastung ein linienförmiger
Kontakt zwischen den Vorsprüngen und der Schutzplatte des Werkzeugs, der nach der
Belastung zu einem flächigen Kontakt wird.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die stumpf zulaufende Spitze eine Länge
1 von 1% - 50%, bevorzugter 5% - 30% und noch bevorzugter 20% der Dicke D des Stahlbandes
auf.
[0033] Bevorzugt wurde der Rücken angelassen und/oder weichgeglüht und/oder randentkohlt,
um seine plastische Verformbarkeit zu erhöhen. Durch das Anlassen oder auch durch
partielles Weichglühen oder die Randentkohlung wird eine plastische Verformbarkeit
des Rückens erhöht und damit durch die niedrigeren Druckkräfte beim automatischen
Zurichten die Schneidkante geschont.
[0034] Die oben genannten Aufgaben werden ebenfalls gelöst durch das Verwenden einer oben
beschriebenen Schneidlinie in einer Stanzmaschine, insbesondere in einer Flachbettstanzmaschine
oder in einer Rotationsstanzmaschine.
4. Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0035] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine vergrößerte Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Schneidlinie;
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Figur 1, die den oberen Teil einer erfindungsgemäßen Schneidlinie
im in Querrichtung Q geschnittenen Zustand, entlang der Linie A-A aus Fig. 3 zeigt;
- Fig. 3
- eine Detailansicht von der Seite einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schneid-
oder Rilllinie, im in Längsrichtung L geschnittenen Zustand, entlang der Linie B-B
aus Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rill- oder
Schneidlinie, im in Längsrichtung L geschnittenen Zustand, entlang der Linie B-B aus
Fig. 2;
- Fig. 5
- eine Detailansicht des oberen Teils einer erfindungsgemäßen Schneidlinie im in Querrichtung
Q geschnittenen Zustand mit einer beidseitig abgeschrägten Rückenform;
- Fig. 6
- eine Detailansicht des oberen Teils einer erfindungsgemäßen Schneidlinie im in Querrichtung
Q geschnittenen Zustand mit einer doppelt-konkaven Rückenform;
- Fig. 7
- eine kombinierte Seitenansicht (links) und Schnittansicht in Querrichtung (rechts)
einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schneidlinie; und
- Fig. 8 und 9
- mikroskopische Detailansichten von längsgeschnittenen Rückenbereichen von erfindungsgemäßen
Schneidlinien.
5. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
[0036] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf die Figuren im Detail erläutert.
[0037] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schneidlinie 1.
Die Schneidlinie 1 besteht im Wesentlichen aus einem flachen Stahlband 10 mit einer
Höhe H im Bereich von ca. 8 bis 100 mm, einer Dicke D im Bereich von 0,45 bis 2,13
mm (1,3 - 6 pt), einer beliebigen Länge sowie einer Schneidkante 20. Sonderformen
der Schneidlinien, wie oben erwähnt, weisen andere Kantenformen 20 auf und sind ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
[0038] Gegenüber der Schneidkante 20 befindet sich der Rücken 30 des Stahlbandes 10 bzw.
der Schneidlinie 1, der in dieser bevorzugten Ausführungsform abgerundet ist. In der
dargestellten Ausführungsform ist der Rücken 30 halbkreisförmig abgerundet und weist
einen Rundungsradius r auf, der im Wesentlichen der halben Dicke D des Stahlbandes
10 entspricht.
[0039] In Figur 2 ist ein Querschnitt durch den Bereich des Rückens 30 im Detail dargestellt.
Hier ist besonders gut die halbkreisförmige Abrundung des Rückenbereichs 30 im Querschnitt
dargestellt. Die Abrundung des Rückenbereichs 30 wird ähnlich zu den Facetten des
Schneidenbereichs 20 durch Schleifen oder Schaben des Stahlbandes 10 erzeugt.
[0040] Figur 3 zeigt den Rückenbereich des Stahlbandes in der Seitenansicht. Man erkennt,
dass der Rücken Vorsprünge 32 aufweist, die dadurch hergestellt werden, dass in den
Rücken Aussparungen 36 eingeschliffen werden. In der in Figur 3 dargestellten bevorzugten
Ausführungsform weist der Rücken im Längsschnitt halbrunde Aussparungen 36 auf, die
einen Radius R
1 aufweisen. Der Radius R
1 kann in einer Ausführungsform im Bereich der halben Dicke D des Stahlbandes 10 liegen.
[0041] In anderen in den Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsformen ist der Rücken
30 im Querschnitt beidseitig-abgeschrägt oder doppelt-konkav ausgebildet.
[0042] Der Abstand zwischen den Aussparungen 36 wurde so gewählt, dass sich eine stumpf
zulaufende Spitze 34 der Vorsprünge 32 ergibt, die somit eine Länge 1 aufweisen. Bevorzugt
beträgt die Länge 11 % bis 20 % der Dicke D des Stahlbandes 10 und in einer Ausführungsform
0,05 bis 0,15 mm, bevorzugt 0,08 mm bis 0,13 mm und besonders bevorzugt 0,11 mm.
[0043] In dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Höhe h ca. 0,35 mm
und damit ca. 50 % der Dicke D des Stahlbandes 10 von 0,71 mm.
[0044] In Figur 4 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Rückenbereichs eines Ausgangsmaterials
1 für Schneidlinien dargestellt. In dieser Ausführungsform wurde der Radius R
2 größer gewählt als der Radius R
1 der Aussparungen 36 aus Figur 3. Dadurch ergibt sich spitz zulaufende Spitze 34 der
Vorsprünge 32 und eine geringere Höhe h der Vorsprünge 32. Der Radius R
2 kann bevorzugt im Bereich der Dicke D des Stahlbandes 10 liegen. Bevorzugt entspricht
der Radius R2 50% - 150%, noch bevorzugter im Wesentlichen 100% der Dicke D des Stahlbandes
10.
[0045] Bei einer ersten Verwendung des Ausgangsmaterials 1 als Rill- oder Schneidlinie verformt
sich erfindungsgemäß der Rückenbereich 30 des Stahlbandes 10. An Stellen hoher Belastung
der Rill- oder Schneidlinie verformt sich das Stahlband 10 zunächst elastisch und
bei Übersteigen der Streckgrenze auch plastisch und zwar zuerst im Bereich mit der
höchsten Druckbelastung. Beim erfindungsgemäßen Ausgangsmaterial 1 sind die Bereiche
der höchsten Belastungen die Spitzen 34 der Vorsprünge 32. Die Vorsprünge 32 wirken
daher zunächst wie elastische Federn. Bei Überstreiten der Streckgrenze in diesen
lokalen Bereich verformen sie sich plastisch, d.h. sie werden plastisch zusammengedrückt,
und sorgen so für ein automatisches Zurichten. Diese plastische Änderung der Höhe
ist in Figur 3 durch die Höhe h
v nach der Verformung dargestellt. Beim Zusammendrücken der Vorsprünge 34 vergrößert
sich demgemäß auch die Länge der stumpfen Spitze von 1 auf l
v.
[0046] Gleiches gilt für eine Rill- und Schneidlinie gemäß der Ausführungsform von Figur
4. Bei einer ersten Belastung werden die Vorsprünge 32 an ihrer Spitze plastisch verformt,
so dass sie abgeflacht werden und nach der Verformung eine Höhe h
v und eine stumpf zulaufende Spitze 34 mit einer Länge l
v aufweisen.
[0047] Durch die bevorzugten in Längsrichtung der Rill- und Schneidlinen konkaven Flanken
38 und die in Querrichtung halbrunden bzw. konvexen Flanken 39 der Vorsprünge 32 ergibt
sich eine progressive Kraft-Weg-Kennline die eine Zurichtung über einen großen Bereich
ermöglicht und dennoch die notwendige Stabilität aufweist, um ein einwandfreies Stanzergebnis
oder Rillergebnis zu gewährleisten. Dies gilt im besonderen Maße dann, wenn die Rill-
oder Schneidlinien gebogen oder abgeknickt werden müssen, für den Bereich des Biege-Radiuses.
Insbesondere tritt in diesem Bereich ein verringerter Effekt der Rückenaufstauchung
auf, der zu einem erhöhten Druck in diesem Bereich führen würde.
[0048] Durch die eingeschliffenen oder eingefrästen Aussparungen verringert sich die Kontaktfläche
zwischen dem Rücken 30 und der Rückenplatte der Stanzmaschine, wodurch die Kontaktspannungen
im Vergleich zu gewöhnlichen Rückenformen stark erhöht werden. Dadurch wird gewährleistet,
dass bei der ersten Verwendung an den Spitzen 34, die der höchsten Belastung ausgesetzt
sind, eine derart hohe Kontaktspannung entsteht, die eine plastische Verformung an
dieser Stelle hervorruft, ohne dass das Stahlband 10 und insbesondere die Schneid-
oder Rillkante 20 plastisch verformt wird. Daraus ergibt sich eine Höhenreduktion
der Höhe H des Stahlbandes 10 und somit ein automatisches Zurichten der Schneidlinien.
[0049] Durch die Abrundung des Rückens im Querschnitt lässt sich darüber hinaus die Rill-
oder Schneidlinie einfach in die gelaserten Schlitze der Trägerplatte einbringen.
[0050] Andere Rückenformen sind ebenfalls denkbar, die auch im Querschnitt Abschnitte mit
geraden oder konkaven Konturen aufweisen, und so die Progressivität des plastischen
Widerstandes weiter verstärken.
[0051] Figur 7 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Rückens 30 eine Schneidlinie
1, wobei die Höhe h der Vorsprünge geringer ist, als in der Ausführungsform von Fig.
3. Insbesondere zeigt diese Ausführungsform einen im Querschnitt abgerundeten Rücken
mit einem Radius r, der der Hälfte der Dicke D der Schneidlinie 1 entspricht.
[0052] Die gestrichelte Line 33 im rechten Teil der Figur 7 verdeutlicht, dass sich die
Aussparungen 36 und die Vorsprünge 32 nur im oberen Teil der Abrundung des Rückens
30 befinden.
[0053] In dieser Ausführungsform wurden zwei Versuchsmuster gefertigt, die beim Einsatz
in einer Stanzmaschine eine ausreichende Selbstzurichtung zeigten. Die Schneidlinien
hatten die folgenden Maße:
| |
Muster I |
Muster II |
| D |
0,71 mm |
0,71 mm |
| r |
0,35 mm |
0, 35 mm |
| t |
45 µm |
75 µm |
| b |
345 µm |
485 µm |
| l |
145 µm |
5 µm |
[0054] In Figur 8 ist eine mikroskopische Schnittansicht des Musters I entlang der Linie
C-C aus Figur 7 dargestellt. In Figur 9 ist eine mikroskopische Schnittansicht des
Musters II entlang der Linie C-C aus Figur 7 dargestellt. An den mikroskopischen Riefen
in Querriehtung Q ist erkennbar, dass die Aussparungen 36 mit einer-dünnen Schleifscheibe
(Dicke der Schleifscheibe ca. 0,5 mm) eingeschliffen wurden.
[0055] Zur Verbesserung der plastischen Verformbarkeit des Rückens 30 wird dieser nach dem
Härten des Ausgengsmaterials 1 angelassen oder sogar partiell weichgeglüht.
[0056] Alternativ oder zusätzlich zu den oben beschriebenen Ausführungsformen kann ein automatisches
Zurichten auch mit einer Schneidlinie erfolgen, deren Rücken bis zu einer Tiefe von
5 µm - 100 µm randentkohlt ist. Das randentkohlte ferritische Material des Rückenbereichs
ist vergleichsweise weich und lässt sich leicht plastisch verformen, was ebenfalls
zu einer automatischen Zurichtung bei der ersten Verwendung derartiger Schneidlinien
führt. Über die Tiefe der Randentkohlung lässt sich die maximal mögliche Zurichtung
einstellen und so die Schneidlinien auf unterschiedliche Anwendungsfälle anpassen.
[0057] Selbstverständlich ist es auch möglich, die oben beschriebenen Schneidlinie mit Vorsprüngen
und Aussparungen im Rücken zusätzlich im Rückenbereich zu entkohlen, um damit die
plastische Verformbarkeit weiter zu erhöhen.
[0058] Derartige Schneidlinien können in Stanzmaschinen, insbesondere in einer Flachbettstanzmaschine
oder in einer Rotationsstanzmaschine verwendet werden. Durch die besondere Ausgestaltung
und Dimensionierung der Vorsprünge 32 des Rückens 30 wird eine Schneidlinie 1 für
Stanzwerkzeuge bereitgestellt, die zum ersten Mal in der Praxis einsetzbar ist, und
den Aufwand für zeit- und kostenintensives manuelles Zurichten deutlich reduziert.
[0059] Bevorzugt besteht das Ausgangsmaterial 1 aus einem Werkzeugstahl und besitzt eine
mittige Schneide mit einfachen Ebenenfacetten (CF). Andere Schneiden- und Facettenformen
sind ebenfalls möglich. Übliche Schneidenwinkel liegen im Bereich von 30° und 60°.
Die Facetten sind geschabt oder geschliffen, die Schneidspitze ist auf übliche Weise
CF oder HF gehärtet.
1. Schneidlinie (1) aufweisend:
a. ein Stahlband (10) mit einer Schneidkante (20);
b. einen der Schneidkante (20) gegenüberliegenden Rücken (30) des Stahlbandes (10);
wobei
c. der Rücken (30) Vorsprünge (32) aufweist, die derart bemessen sind, dass sie bei
der ersten Verwendung der Schneidlinie (1) plastisch verformbar sind; dadurch gekennzeichnet, dass
d. die Vorsprünge (32) eine Höhe (h) von im Wesentlichen 2% - 20% der Dicke (D) des
Stahlbandes (10) aufweisen, und dass
e. die Vorsprünge (32) von in Querrichtung (Q) des Stahlbandes (10) eingebrachten
Aussparungen (36) erzeugt sind.
2. Schneidlinie gemäß Anspruch 1 wobei die Vorsprünge (32) im Wesentlichen eine Höhe
(h) von 6% - 10% der Dicke (D) des Stahlbandes (10) aufweisen.
3. Schneidlinie gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Vorsprünge (32) durch Einfräsen oder
Einschleifen der Aussparungen (36) in Querrichtung (Q) des Stahlbandes (10) in den
Rücken (30) erzeugt sind.
4. Schneidlinie gemäß einem der Ansprüche 1 - 3, wobei der Rücken (30) bis zu einer Tiefe
von 5 µm - 100 µm randentkohlt ist.
5. Schneidlinie gemäß einem der Ansprüche 1 - 4, wobei der Rücken (30) in einem Querschnitt
durch eine Spitze (34) der Vorsprünge (32) abgerundet ist oder wobei der Rücken (30)
in einem Querschnitt durch eine Spitze (34) der Vorsprünge beidseitig abgeschrägt
oder doppelt-konkav ausgebildet ist.
6. Schneidlinie gemäß Anspruch 1 - 5, wobei der Rücken (30) in einem Querschnitt durch
eine Spitze (34) der Vorsprünge (32) halbkreisförmig abgerundet ist, wobei der Rundungsradius
(r) im Wesentlichen der halben Dicke (D) des Stahlbandes (10) entspricht.
7. Schneidlinie gemäß einem der Ansprüche 1 - 6, wobei die Vorsprünge (32) in einem Längsschnitt
durch eine Spitze (34) der Vorsprünge (32) konkave Flanken (38) aufweisen.
8. Schneidlinie gemäß einem der Ansprüche 1 - 7, wobei die Aussparungen (36) im Längsschnitt
kreisabschnittsförmig, insbesondere halbrund, mit einem Radius (R1, R2). geformt sind.
9. Schneidlinie gemäß Anspruch 8, wobei der Radius (R2) der Aussparungen 10% - 250%, bevorzugt 20% - 150% und noch bevorzugter im Wesentlichen
100% der Dicke (D) des Stahlbandes (10) entspricht.
10. Schneidlinie gemäß einem der Ansprüche 1 - 9, wobei die Vorsprünge (32) in einem Längsschnitt
durch eine Spitze (34) der Vorsprünge (32) eine spitz zulaufende Spitze (34) aufweisen
oder eine stumpf zulaufende Spitze (34) mit einer Länge (1) von 1% - 50%, bevorzugt
5% - 30%, noch bevorzugter 20% der Dicke (D) des Stahlbandes (10) aufweisen.
11. Schneidlinie gemäß einem der Ansprüche 1 - 10, wobei der Rücken (30) angelassen und/oder
weichgeglüht und/oder randentkohlt wurde, um seine plastische Verformbarkeit zu erhöhen.
12. Verwendung einer Schneidlinie (1) gemäß einem der Ansprüche 1 - 11 in einer Stanzmaschine,
insbesondere in einer Flachbettstanzmaschine oder in einer Rotationsstanzmaschine.
1. Cutting line (1) comprising:
a. a steel band (10) with a cutting edge (20);
b. a back (30) of the steel band (10) opposite to the cutting edge (20); wherein
c. the back (30) comprises protrusions (32) that are sized such that they are plastically
deformable during the first use of the cutting line (1); characterized in that
d. the protrusions (32) comprise a height (h) of essentially 2% - 20% of the thickness
(D) of the steel band (10), and that
e. the protrusions (32) are generated by cavities (36) that are introduced in a cross
direction (Q) of the steel band (10).
2. Cutting line according to claim 1, wherein the protrusions (32) essentially comprise
a height (h) of 6% - 10% of the thickness (D) of the steel band (10).
3. Cutting line according to claim 1 or 2, wherein the protrusions (32) are generated
by milling or grinding the cavities (36) in cross direction (Q) of the steel band
(10) into the back (30).
4. Cutting line according to one of the claims 1 - 3, wherein the back (30) is decarbonized
at the rim up to a depth of 5 µm - 100 µm.
5. Cutting line according to one of the claims 1 - 4, wherein the back (30) is rounded
down in a cross-section through a head (34) of the protrusions (32) or wherein the
back (30) is formed slanted on both sides or double-concave in a cross-section through
a head (34) of the protrusions.
6. Cutting line according to claim 1 - 5, wherein the back (30) is semi-circular rounded
down in a cross-section through a head (34) of the protrusions (32), wherein the radius
of the rounding (r) essentially corresponds to half of the thickness (D) of the steel
band (10).
7. Cutting line according to one of the claims 1 - 6, wherein the protrusions (32) comprise
concave flanks (38) in a longitudinal cut through a head (34) of the protrusions (32).
8. Cutting line according to one of the claims 1 - 7, wherein the cavities (36) in the
longitudinal cut are formed segment-like, in particular semicircle, with a radius
(R1, R2).
9. Cutting line according to claim 8, wherein the radius (R2) of the cavities corresponds to 10% - 250%, preferably 20% - 150% and more preferably
essentially 100% of the thickness (D) of the steel band (10).
10. Cutting line according to one of the claims 1 - 9, wherein the protrusions (32) comprise
a pointed head (34) in a longitudinal cut through a head (34) of the protrusions (32)
or comprise a butted head (34) with a length (1) of 1% - 50%, preferably 5% - 30%,
more preferably 20% of the thickness (D) of the steel band (10).
11. Cutting line according to one of the claims 1 - 10, wherein the back (30) is tempered
and/or soft-annealed and/or decarbonized at the rim, in order to increase its plastic
deformability.
12. Usage of a cutting line (1) according to one of the claims 1 - 11 in a stamping machine,
in particular in a flatbed stamping machine or in a rotation stamping machine.
1. Ligne de coupe (1) présentant :
a. une bande d'acier (10) avec une arête de coupe (20) ;
b. un dos (30) en regard de l'arête de coupe (20) de la bande d'acier (10) ; dans
laquelle
c. le dos (30) présente des saillies (32) qui sont dimensionnées de telle manière
qu'elles soient déformables plastiquement lors de la première utilisation de la ligne
de coupe (1) ; caractérisée en ce que
d. les saillies (32) présentent une hauteur (h) de sensiblement 2 % à 20 % de l'épaisseur
(D) de la bande d'acier (10) et en ce que
e. les saillies (32) sont générées par des évidements (36) introduits dans le sens
transversal (Q) de la bande d'acier (10).
2. Ligne de coupe selon la revendication 1, dans laquelle les saillies (32) présentent
sensiblement une hauteur (h) de 6 % à 10 % de l'épaisseur (D) de la bande d'acier
(10).
3. Ligne de coupe selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle les saillies (32) sont
générées dans le dos (30) par fraisage ou rodage des évidements (36) dans le sens
transversal (Q) de la bande d'acier (10).
4. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle le dos
(30) est décarburé au bord jusqu'à une profondeur de 5 µm à 100 µm.
5. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans laquelle le dos
(30) est arrondi dans une section transversale par une pointe (34) des saillies (32)
ou dans laquelle le dos (30) est réalisé biseauté ou doublement concave de part et
d'autre dans une section transversale par une pointe (34) des saillies.
6. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans laquelle le dos
(30) est arrondi en demi-cercle dans une section transversale par une pointe (34)
des saillies (32), dans laquelle le rayon d'arrondi (r) correspond sensiblement à
la demi-épaisseur (D) de la bande d'acier (10).
7. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans laquelle les
saillies (32) présentent des flancs concaves (38) dans une coupe longitudinale par
une pointe (34) des saillies (32).
8. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans laquelle les
évidements (36) sont formés avec un rayon (R1, R2) dans une coupe longitudinale en forme de section circulaire, en particulier en demi-cercle.
9. Ligne de coupe selon la revendication 8, dans laquelle le rayon (R2) des évidements correspond à 10 % à 250 %, de préférence à 20 % à 150 % et de manière
davantage préférée sensiblement à 100 % de l'épaisseur (D) de la bande d'acier (10).
10. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans laquelle les
saillies (32) présentent une pointe se terminant en pointe (34) dans une coupe longitudinale
par une pointe (34) des saillies (32) ou présentent une pointe (34) se terminant épointée
avec une longueur (1) de 1 % à 50 %, de préférence de 5 % à 30 %, de manière davantage
préférée de 20 % de l'épaisseur (D) de la bande d'acier (10).
11. Ligne de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, dans laquelle le
dos (30) a été revenu et/ou recuit et/ou décarburé au bord afin d'augmenter sa déformabilité
plastique.
12. Utilisation d'une ligne de coupe (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à
11 dans une poinçonneuse, en particulier dans une poinçonneuse plate ou dans une poinçonneuse
rotative.