Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Magnetventil, insbesondere ein Servoventil, für einen
Kraftstoff-Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen Kraftstoff-Injektor gemäß Anspruch
11.
[0002] Der aus der
DE 10 2004 013 239 A1 bekannte Kraftstoff-Injektor umfasst ein als Servoventil ausgebildetes Magnetventil
zur Steuerung des Kraftstoffdrucks in einem Steuerraum des Kraftstoff-Injektors. Über
den Kraftstoffdruck im Steuerraum wird eine Hubbewegung eines Einspritzventilelementes
gesteuert, mit dem eine Einspritzöffnung des Kraftstoff-Injektors geöffnet oder geschlossen
wird. Das Magnetventil umfasst eine, eine elektrische Spule aufweisende Magnetbaugruppe
und einen Magnetanker, der bei Bestromung der Magnetbaugruppe in Richtung der Magnetbaugruppe
verstellt und bei Nicht-Bestromung der Magnetbaugruppe mit Hilfe einer Ventilschließfeder
in Schließrichtung federkraftbeaufschlagt wird.
[0003] Beim Öffnen des Magnetventils wird ein Flüssigkeitsvolumen entspannt und als sogenannte
Absteuermenge über einen Kraftstoff-Rücklaufanschluss abgelassen. Die Absteuermenge
wird dabei über eine die Ventilschließfeder aufnehmende Mittelbohrung zentral durch
den Magnetkern zum Injektor-Rücklaufanschluss geführt.
Zur Minimierung von magnetischen Klebeffekten ist es bekannt geworden, axial zwischen
der Magnetbaugruppe und dem relativ zur Magnetbaugruppe verstellbaren Magnetanker
eine Anschlagscheibe (Restluftscheibe) aufzunehmen, die einen bei dem aus der
DE 10 2004 013 239 A1 noch vorgesehenen Spalt axial zwischen der Magnetbaugruppe und dem Magnetanker hydraulisch
verschließt, sodass bei geöffnetem Magnetventil die Mittelbohrung hydraulisch abgekoppelt
ist. Zum Zuführen der Absteuermenge zum Injektorrücklaufanschluss ist es bei der Anmelderin
als hausinterner Stand der Technik für den Fall des Vorsehens einer Anschlagscheibe
bekannt geworden, am Außenumfang des Magnetkerns eine oder mehrere, in axialer Richtung
verlaufende Nut(en) vorzusehen, durch die die Absteuermenge in axialer Richtung zwischen
Magnetkern und hülsenförmigen Trägerkörper zum Injektor-Rücklauf strömen kann. Bedingt
durch eine gegebene Mindest-Wandstärke des Magnetkerns sowie eine geforderte minimale
Auflagefläche des Magnetkerns auf einer Ringschulter eines Trägerkörpers bei nach
oben begrenztem Außendurchmesser des Magnetkerns ist nur ein sehr begrenzter Durchfluss
möglich, sodass sich Durchmessertoleranzen am Trägerkörper und am Magnetkern stark
auf den Durchflussquerschnitt der gebildeten Nuten auswirken. Ebenso ist die Auflagefläche
des Magnetkerns am Trägerkörper stark limitiert, sodass die Gefahr des Einsinkens
des Magnetkerns gegeben ist, was wiederum eine unerwünschte Positionsänderung des
Magnetkerns im Trägerkörper zur Folge haben kann, die sich auf die Funktion des Magnetventils
auswirken würde. Aus den Dokumenten
DE102006061946A1 und
EP1517341A2 sind andere ähnliche Kraftstoffinjektoren mit Magnetventile bekannt.
Offenbarung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein alternatives Magnetventil vorzuschlagen,
bei dem auf einfache Weise mindestens ein Kraftstoffrücklaufkanal mit unkritischer
Querschnittsfläche vorgesehen ist. Ferner besteht die Aufgabe darin, einen Kraftstoff-Injektor
mit einem entsprechend optimierten Magnetventil vorzuschlagen.
Technische Lösung
[0005] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Magnetventils mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und hinsichtlich des Kraftstoff-Injektors mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von
in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0006] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, mindestens eine der axialen, im Stand der
Technik querschnittlich von jeweils einem Spulendom ausgefüllten Durchgangsöffnungen
im Magnetkern für die Spulenkontaktpins als Kraftstoffrücklaufkanal auszubilden, durch
den bei geöffnetem Magnetventil Kraftstoff in Richtung eines Injektor-Rücklaufanschlusses
abströmen kann. Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der beide Durchgangsöffnungen
für die Spulenkontaktpins (Anschlusspins) als Kraftstoff-Rücklaufkanäle, also mit
einem im Vergleich zum Stand der Technik erweiterten Querschnitt ausgebildet sind,
um somit ein symmetrisches Strömungsbild zu erreichen. Besonders bevorzugt ist eine
Ausführungsform, bei der auf zusätzlich zu den Durchgangsöffnungen vorgesehene, von
am Außenumfang des Magnetkerns angeordneten Axialnuten gebildete, keine Spulenkontaktpins
aufnehmende, Kraftstoff-Rücklaufkanäle verzichtet wird, sodass bei geöffnetem Magnetventil
der Kraftstoff im Wesentlichen ausschließlich durch mindestens eine der jeweils einen
Spulenkontaktpin aufnehmenden Durchgangsöffnungen im Magnetkern in Richtung Injektor-Rücklaufanschluss
strömen kann. Durch die Ausbildung mindestens einer einen Spulenkontaktpin aufnehmenden
Durchgangsöffnung als Kraftstoffrücklaufkanal können auf überraschend einfache Weise
ausreichend große, in weiten Grenzen wählbare, Kraftstoffrücklaufkanalquerschnitte
realisiert werden, die sich ggf. im Kennfeld und der Gegendruckempfindlichkeit des
Magnetventils positiv auswirken, insbesondere deshalb, weil die Druckdifferenz zwischen
dem Druck oberhalb und unterhalb des Magnetkerns besser gesteuert werden kann. Von
besonderem Vorteil ist es, dass die durchmesservergrößerten, Kraftstoffrücklaufkanäle
bildenden Durchgangsöffnungen für die Spulenkontaktpins ohne Mehrkosten in den Magnetkern
einbringbar, insbesondere in einen Grünling für einen nachfolgenden Sinterprozess
einpressbar sind. Dies wirkt sich auch positiv auf ein ggf. zum Einsatz kommendes
Presswerkzeug für den Magnetkern aus, da dieses aufgrund der im Vergleich zum Stand
der Technik größeren, herzustellenden Durchgangsöffnungsquerschnitte stabiler wird.
Darüber hinaus werden bei der Auslegung des Magnetventils größere Freiheiten zur Verteilung
des Kraftstoffrücklaufkanalquerschnittes gegenüber einer vom Trägerkörper für den
Magnetkern bereitgestellten Auflagefläche erhalten, mit der Folge, dass der Innenumfang
des Trägerkörpers enger, d.h. mit einem geringeren Durchmesser ausgelegt werden kann.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass zumindest eine der
jeweils einen Spulenkontaktpin aufnehmenden Durchgangsöffnungen, vorzugsweise sämtliche
Durchgangsöffnungen, entweder vollständig in einem Bereich radial außerhalb der axialen
Projektionsfläche des Magnetankers angeordnet ist, oder sich von einem Bereich radial
innen bis nach radial außen in einen Bereich außerhalb der axialen Projektionsfläche
des Magnetankers erstreckt. Auf diese Weise wird bei geöffnetem Magnetventil ein optimaler
Zuströmungspfad für Kraftstoff zu der entsprechenden Durchgangsöffnung bereitgestellt.
Im Falle des Vorsehens einer, insbesondere amagnetischen, Anschlagsscheibe (Restluftscheibe)
in einem Bereich axial zwischen dem Magnetkern und dem Magnetanker ist es bevorzugt,
wenn die mindestens eine, einen Spulenkontaktpin aufweisende und einen Kraftstoffrücklaufkanal
bildende Durchgangsöffnung in einem Bereich radial außerhalb der axialen Projektionsfläche
der Anschlagscheibe angeordnet ist bzw. sich zumindest in einen Bereich radial außerhalb
dieser erstreckt.
[0008] Ein maximaler Durchflussquerschnitt der zwei Kraftstoffrücklaufkanäle wird erzielt,
indem die von einem Spulenkontaktpin durchsetzten Durchgangsöffnungen bis nach radial
außen an den Außenumfang des Magnetkerns geführt sind, sodass die von den Durchgangsöffnungen
abschnittsweise begrenzten Kraftstoffrücklaufkanäle radial außen von dem, insbesondere
hülsenförmigen, Trägerkörper begrenzt sind.
[0009] Bei einer alternativen Ausführungsform erstreckt sich die mindestens eine den Kraftstoffrücklaufkanal
bildende Durchgangsöffnung nicht radial bis zum Außenumfang des Magnetkerns, sodass
die Durchgangsöffnung bzw. der Kraftstoffrücklaufkanal radial außen von dem Magnetkern
begrenzt ist. Letztere Ausführungsform hat den Vorteil, dass eine umfangsgeschlossene
axiale Auflagefläche für den Magnetkern am Trägerkörper bereitgestellt werden kann.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass in den von einem
Spulenkontaktpin durchsetzten Durchgangsöffnungen zusätzlich zu dem Spulenkontaktpin
ein Spulendom angeordnet ist, in dem der zugehörige Spulenkontaktpin auch abschnittsweise
aufgenommen ist. Dabei erstreckt sich der Spulendom vorzugsweise ausgehend von der
ringförmigen Spulenaufnahme in axialer Richtung und kapselt den Spulenkontaktpin abschnittsweise
in sich ein.
[0011] Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die maximale Umfangserstreckung der mindestens
einen, den Kraftstoffrücklaufkanal bildenden, Durchgangsöffnung zumindest näherungsweise
der maximalen Umfangserstreckung eines ihr zugeordneten, die Durchgangsöffnung durchsetzenden
Spulendoms entspricht. Im Gegensatz zu einer Lösung mit am Außenumfang des Magnetkerns
vorgesehenen, sich in Umfangsrichtung erstreckenden Axialnuten kann hierdurch ein
Kraftstoffrücklaufkanal mit wesentlich geringerer Umfangserstreckung erzielt werden,
wodurch insgesamt eine größere Anlagefläche des Magnetkerns am Trägerkörper bereitgestellt
werden kann. Die Querschnittsfläche des Durchgangskanals kann durch die Wahl der Radialerstreckung
der Durchgangsöffnung eingestellt werden.
[0012] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die minimale Querschnittsfläche
des mindestens einen Kraftstoffrücklaufkanals, also die Querschnittsfläche am engsten
Bereich des Kraftstoffrücklaufkanals mindestens 8 mm
2, insbesondere mindestens 9 mm
2, vorzugsweise mindestens 10 mm
2, besonders bevorzugt mindestens 11 mm
2, besonders bevorzugt mindestens 12 mm
2 beträgt, um somit einen großzügigen Abflussvolumenstrom zu realisieren.
[0013] Wie bereits erwähnt ist eine Ausführungsform des Magnetventils bevorzugt, bei der
der Magnetanker nicht unmittelbar am Magnetkern, sondern an einer am Magnetkern anliegenden
Anschlagscheibe (Restluftscheibe) anschlägt. Insbesondere bei einer derartigen Ausführungsform
ist es sinnvoll, die Absteuermenge durch mindestens eine einen Spulenkontaktpin aufnehmende
Durchgangsöffnung in axialer Richtung weiter hin zum Injektorrücklauf zu leiten, da
die Anschlagscheibe in der Regel bei geöffnetem Magnetventil eine zentrische Durchgangsöffnung
im Magnetkern hydraulisch versperrt.
[0014] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die axiale Anlagefläche des
Magnetkerns am Trägerkörper größer als 30 mm
2 ist. Bevorzugt wird die Trägerfläche, an der sich der Magnetkern am Trägerkörper
abstützen kann von einer inneren Ringschulter des Trägerkörpers gebildet. Bevorzugt
ist die Trägerfläche größer als 40 mm
2, bevorzugt größer als 50 mm
2, besonders bevorzugt größer als 60 mm
2.
[0015] Insbesondere dann, wenn die Umfangskontur des Kraftstoffrücklaufkanals zumindest
näherungsweise rechteckig gewählt wird, wird eine vergleichsweise geringe Toleranzabhängigkeit
der Querschnittsfläche des Kraftstoffrücklaufkanals erhalten.
[0016] Die Erfindung führt auch auf einen Kraftstoff-Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff
in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine mit einem, insbesondere als Servoventil
dienenden, nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Magnetventil. Das Magnetventil
zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest eine einen Spulenkontaktpin aufnehmende
Durchgangsöffnung als Kraftstoffrücklaufkanal ausgebildet ist. Bevorzugt sind beide,
jeweils einen Spulenkontaktpin aufnehmende Durchgangsöffnungen jeweils als Kraftstoffrücklaufkanal
ausgebildet. Ganz besonders bevorzugt sind zusätzlich zu der einen Durchgangsöffnung
oder zu den beiden Durchgangsöffnungen keine weiteren axialen Kraftstoff-Rücklaufkanäle
vorgesehen, durch die Kraftstoff bei geöffnetem Magnetventil von der dem Magnetanker
zugewandten Seite des Magnetkerns her in Richtung Injektor-Rücklaufanschluss strömen
kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Diese
zeigen in:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines als Servoventil ausgebildeten Magnetventils für
einen Kraftstoff-Injektor,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Magnetbaugruppe des Magnetventils gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine Magnetbaugruppe eines alternativen Magnetventils in einer Ansicht auf die Polflächen.
Ausführungsformen der Erfindung
[0018] In Fig. 1 ist in einer unvollständigen und schematischen Darstellung ein Magnetventil
1 für einen nicht weiter dargestellten, an sich bekannten, beispielsweise wie in der
DE 10 2004 013 239 A1 ausgebildeten, Kraftstoff-Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Brennkraftmaschine gezeigt. Das Magnetventil 1 dient als Servoventil, mit dem
der Kraftstoffdruck in einem nicht gezeigten, von einem Einspritzventilelement begrenzten
Steuerraum steuerbar ist. Bei geöffnetem Magnetventil kann Kraftstoff aus dem Steuerraum
an einem Magnetanker 2 vorbei zu einem nicht gezeigten, in der Zeichnungsebene oberhalb
des Magnetventils 1 angeordneten Injektor-Rücklaufanschluss strömen.
[0019] Das Magnetventil 1 umfasst eine Magnetbaugruppe 3, die innerhalb des nicht gezeigten
Kraftstoff-Injektors verspannt ist. Die Magnetbaugruppe 3 umfasst einen hülsenförmigen
Trägerkörper 4 aus Stahl, der eine radial innere Ringschulter 5 aufweist. Innerhalb
des Trägerkörpers 4 ist ein Magnetkern 6 angeordnet, der sich in axialer Richtung
mit einer von einem Außenpolabschnitt 7 gebildeten ringförmigen Auflagefläche auf
der eine Trägerfläche für den Magnetkern bildenden Ringschulter 5 abstützt. Mit Radialabstand
zu dem Außenpolabschnitt 7 befindet sich ein Innenpolabschnitt 8. Außenpolabschnitt
7 und Innenpolabschnitt 8 sind über einen in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 1 nicht
sichtbaren, ringförmigen Jochabschnitt miteinander verbunden. Der Jochabschnitt, der
Außenpolabschnitt 7 sowie der Innenpolabschnitt 8 begrenzen eine ringnutförmige Spulenausnehmung
9, die in Richtung des Magnetankers 2 offen ist. Innerhalb der Spulenausnehmung 9
ist eine elektrische Spule 10 (Magnetspule) angeordnet, die bei Bestromung ein magnetisches
Feld erzeugt, das eine Verstellbewegung des Magnetankers 2 in Richtung der Magnetbaugruppe
3 verursacht.
[0020] Die elektrische Spule 10 umfasst einen Wicklungsträger 11, der in einem axial unteren,
nutförmigen Abschnitt 12 einen gewickelten Wicklungsdraht 13 trägt. Ferner sind in
dem Wicklungsträger 11 zwei in axiale Richtung weisende Spulenkontaktpins 14, 15 verankert,
die in einem Bereich axial oberhalb des Wicklungsträgers 11 mit dem Wicklungsdraht
13 elektrisch kontaktiert sind. Hierzu sind die Spulenkontaktpins 14, 15 bereichsweise
von dem Wicklungsdraht 13 umwickelt, wobei die umwickelten Bereiche von jeweils einer
Kupferhülse 16, 17 (Schweißhülsen) umgeben sind. Jede Kupferhülse 16, 17 ist in einem
Spulendom 18, 19 angeordnet, wobei sich die Spulendome 18, 19 in axialer Richtung
über die ringnutförmige Spulenausnehmung 9 hinaus in Richtung in der Zeichnungsebene
nach oben durch später noch zu erläuternde Durchgangsöffnungen 21, 22 hindurch erstrecken.
Wie sich aus Fig. 1 ergibt, sind die Kupferhülsen 16, 17 sowie die Wicklungsdrähte
13 in einer Kunststoffvergussmasse 20 aufgenommen, die die Wicklungsdrähte 13 kraftstoffdicht
verschließt und einen Hauptbestandteil der Spulendome 18, 19 bildet.
[0021] Wie sich weiter aus Fig. 1 ergibt, ist jedem Spulenkontaktpin 14, 15 eine zuvor erwähnte,
von jeweils einem Spulendom 18, 19 durchsetzte, axiale Durchgangsöffnung 21, 22 im
topfförmigen Magnetkern 6 zugeordnet, durch die der jeweilige Spulenkontaktpin 14,
15 in axialer Richtung aus dem Magnetkern 6 herausgeführt ist. Jede axiale Durchgangsöffnung
21, 22, die von einer axial unteren Stirnseite bis zu einer axial oberen Stirnseite
des Magnetkerns 6 reicht, ist in einem radial äußeren Bereich als Kraftstoffrücklaufkanal
23, 24 ausgebildet, durch den Kraftstoff bei geöffnetem Magnetventil 1 in der Zeichnungsebene
in axialer Richtung nach oben zu einem nicht gezeigten Injektor-Rücklauf strömen kann.
[0022] Wie sich aus Fig. 1 ergibt, kann der Magnetanker 2 mit seinem in der Zeichnungsebene
oberen Ankerplattenabschnitt 25 nicht unmittelbar am Magnetkern 6, genauer an einer
Innenpolfläche 26 oder einer Außenpolfläche 27 des Magnetkerns 6, anschlagen, sondern
lediglich an einer axial zwischen dem Magnetkern 6 und dem Ankerplattenabschnitt 25
des Magnetankers 2 angeordneten Anschlagscheibe 28 aus einem amagnetischen Material.
Diese verschließt bei geöffnetem Magnetventil einen zentrischen Durchgangskanal 29
im Magnetkern 6, der radial außen von dem Innenpolabschnitt 8 des Magnetkerns 6 begrenzt
wird. Der Kraftstoff strömt also bei geöffnetem Magnetventil 1 am Magnetanker 2 in
axialer Richtung vorbei zu den von den Durchgangsöffnungen 21, 22 gebildeten Kraftstoff-Rücklaufkanälen
23, 24, die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel radial innen von der elektrischen
Spule 10, in den Umfangsrichtungen von dem Magnetkern 6, genauer von dem Außenpolabschnitt
7 und radial außen von dem Trägerkörper 4, begrenzt werden.
[0023] In den Durchgangskanal 29 ist eine Ventilschließfeder 30 aufgenommen, die sich in
axialer Richtung beispielsweise an einem nicht gezeigten Injektordeckel (Gehäuseteil)
abstützt und in axialer Richtung nach unten die Anschlagscheibe 28 durch sich an der
der Magnetbaugruppe 3 zugewandten Stirnseite des Magnetankers 2 abstützt.
[0024] Wie sich weiter aus Fig. 1 ergibt, erstrecken sich die Kraftstoff-Rücklaufkanäle
23, 24 von einem radial inneren Bereich, der radial innerhalb einer axialen, nicht
eingezeichneten Projektionsfläche des Ankerplattenabschnittes 25 des Magnetankers
2 liegt, bis in einen radial äußeren Bereich, der radial außerhalb der erwähnten,
axialen Projektionsfläche des Ankerplattenabschnitts 25 des Magnetankers liegt.
[0025] In Fig. 2 ist die Magnetbaugruppe 3 gemäß Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht
von schräg unten gezeigt. Zu erkennen ist der zentrische Durchgangskanal 29, der hier
nicht als Kraftstoffrücklaufkanal dient. Ferner sind die Kraftstoff-Rücklaufkanäle
23, 24 zu erkennen, die radial innen von der elektrischen Spule 10 und in Umfangsrichtung
von dem Außenpolabschnitt 7 begrenzt werden. Die Kraftstoff-Rücklaufkanäle 23, 24
werden gebildet von jeweils einer randseitig offenen Durchgangsöffnung 21, 22 im Magnetkern
6. Zu erkennen ist, dass die Umfangserstreckung der Kraftstoff-Rücklaufkanäle 23,
24 im Wesentlichen der Umfangserstreckung des jeweiligen Spulendoms 18, 19 entspricht.
Lediglich in radialer Richtung nach außen erstrecken sich die Durchgangsöffnungen
21, 22 über die Spulendome 18, 19 hinaus. Ferner ergibt sich aus Fig. 2 dass die Querschnittskontur
der Kraftstoff-Rücklaufkanäle 23, 24 im Wesentlichen rechteckig ausgeformt ist. Alternativ
ist beispielsweise auch eine tortenstückförmige (kreissegmentförmige) Ausformung realisierbar.
[0026] In Fig. 3 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Magnetbaugruppe 3 für ein
Magnetventil 1 eines Kraftstoff-Injektors in einer Ansicht von unten gezeigt. Zu erkennen
ist der zentrische Durchgangskanal 29 der radial außen von dem Innenpolabschnitt 8
begrenzt ist, wobei radial zwischen dem Innenpolabschnitt 8 und einem Außenpolabschnitt
7 eine ringförmige Spulenausnehmung 9 gebildet ist. Fig. 3 ist zu entnehmen, dass
die elektrische Spule 10 an zwei in 180° zueinander versetzten Stellen verdickt ausgebildet
ist. Hier sind die aus Fig. 3 nicht ersichtlichen Spulenkontaktpins 14, 15 sowie die
zugehörigen Spulendome 18, 19 angeordnet. Zu erkennen ist weiter, dass die verdickten
Bereiche in axialen Durchgangsöffnungen 21, 22 aufgenommen sind, die radial außerhalb
der elektrischen Spule 10 jeweils einen Kraftstoffrücklaufkanal 23, 24 bilden. Zu
erkennen ist ferner aus Fig. 3, dass die Durchgangsöffnungen 21, 22 nicht bis zum
Außenrand des Magnetkerns 6, genauer des Außenpolabschnitts 7, geführt sind, sondern
dass die Durchgangsöffnungen 21, 22 und damit die Kraftstoff-Rücklaufkanäle 23, 24
radial außen von dem Außenpolabschnitt 7 des Magnetkerns 6 begrenzt sind. Hieraus
resultiert der Vorteil einer größeren, randseitigen, ringförmigen Auflagefläche des
Magnetkerns 6 auf einer beispielhaft in Fig. 1 gezeigten inneren Ringschulter (Trägerfläche)
eines Trägerkörpers.
1. Magnetventil, insbesondere Servoventil, für einen Kraftstoff-Injektor zum Einspritzen
von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, mit einem Magnetanker
(2), der relativ zu einer Magnetbaugruppe (3) verstellbar ist, die einen in einem
Trägerkörper (4) aufgenommenen Magnetkern (6) aufweist, der in einer Spulenausnehmung
(9) eine mindestens zwei Spulenkontaktpins (14, 15) aufweisende elektrische Spule
(10) aufweist, wobei zumindest zwei Durchgangsöffnungen (21, 22) als Kraftstoffrücklaufkanäle
(23, 24) ausgebildet sind, und wobei sich die Durchgangsöffnungen (21, 22) nach radial
außen bis zum Außenumfang des Magnetkerns (6) erstrecken, derart, dass die Kraftstoffrücklaufkanäle
(23, 24) radial außen von dem Trägerkörper (4) begrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Spulenkontaktpin (14, 15) eine der den Magnetkern (6) axial durchsetzende Durchgangsöffnungen
(21, 22) zugeordnet ist.
2. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Durchgangsöffnungen (21, 22) in einem Bereich radial außerhalb
der axialen Projektionsfläche des Magnetankers (2) angeordnet ist, oder sich zumindest
eine der Durchgangsöffnungen (21, 22) bis in einen Bereich radial außerhalb der axialen
Projektionsfläche des Magnetankers (2) erstreckt.
3. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Spulenkontaktpin (14, 15) ein in der entsprechenden Durchgangsöffnung (21,
22) aufgenommener Spulendom (18, 19) zugeordnet ist.
4. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Umfangserstreckung jeder Durchgangsöffnung (21, 22) zumindest näherungsweise,
der maximalen Umfangserstreckung des ihr zugeordneten Spulendoms (18, 19) entspricht.
5. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale Querschnittsfläche des mindestens einen von den Durchgangsöffnungen
(21, 22) gebildeten Kraftstoffrücklaufkanals (23, 24) mindestens 6 mm2, insbesondere mindestens 8 mm2, vorzugsweise mindestens 10 mm2, bevorzugt mindestens 11 mm2, besonders bevorzugt mindestens 12 mm2 beträgt.
6. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass axial zwischen der Magnetbaugruppe (3) und dem Magnetanker (2) eine Anschlagscheibe
(28), vorzugsweise aus einem amagnetischen Material angeordnet ist.
7. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Anlagefläche des Magnetkerns (6) am Trägerkörper (4) größer als 30 mm2, insbesondere größer als 40 mm2, vorzugsweise größer als 50 mm2, besonders bevorzugt größer als 60 mm2 ist.
8. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenumfangskontur jedes Kraftstoffrücklaufkanals (23, 24) zumindest näherungsweise
rechteckig ist.
9. Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine,
mit einem, insbesondere als Servoventil ausgebildeten, Magnetventil (1) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
1. Solenoid valve, in particular servo valve, for a fuel injector for injecting fuel
into a combustion chamber of an internal combustion engine, having a magnet armature
(2) which is adjustable relative to a magnet assembly (3) which has a magnet core
(6) received in a carrier body (4), which magnet core has, in a coil recess (9), an
electrical coil (10) which has at least two coil contact pins (14, 15), wherein at
least two passage openings (21, 22) are formed as fuel return ducts (23, 24), and
wherein the passage openings (21, 22) extend radially outward as far as the outer
circumference of the magnet core (6), in such a way that the fuel return ducts (23,
24) are delimited radially at the outside by the carrier body (4), characterized in that each coil contact pin (14, 15) is assigned to one of the passage openings (21, 22)
extending axially through the magnet core (6).
2. Solenoid valve according to Claim 1, characterized in that at least one of the passage openings (21, 22) is arranged in a region radially outside
the axial projection surface of the magnet armature (2), or at least one of the passage
openings (21, 22) extends into a region radially outside the axial projection surface
of the magnet armature (2).
3. Solenoid valve according to Claim 1, characterized in that each coil contact pin (14, 15) is assigned a coil dome (18, 19) received in the corresponding
passage opening (21, 22).
4. Solenoid valve according to Claim 1, characterized in that the maximum circumferential extent of each passage opening (21, 22) corresponds at
least approximately to the maximum circumferential extent of the coil dome (18, 19)
assigned thereto.
5. Solenoid valve according to one of the preceding claims, characterized in that the minimum cross-sectional area of the at least one fuel return duct (23, 24) formed
by the passage openings (21, 22) amounts to at least 6 mm2, in particular at least 8 mm2, preferably at least 10 mm2, preferably at least 11 mm2, particularly preferably at least 12 mm2.
6. Solenoid valve according to one of the preceding claims, characterized in that a stop disk (28), preferably composed of a non-magnetic material, is arranged axially
between the magnet assembly (3) and the magnet armature (2).
7. Solenoid valve according to one of the preceding claims, characterized in that the axial contact surface of the magnet core (6) against the carrier body (4) is
larger than 30 mm2, in particular larger than 40 mm2, preferably larger than 50 mm2, particularly preferably larger than 60 mm2.
8. Solenoid valve according to one of the preceding claims, characterized in that the inner circumferential contour of each fuel return duct (23, 24) is at least approximately
rectangular.
9. Fuel injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion
engine, having a solenoid valve (1) according to one of the preceding claims, which
is in particular in the form of a servo valve.
1. Électrovanne, en particulier servovanne, pour un injecteur de carburant pour l'injection
de carburant dans une chambre de combustion d'un moteur à combustion interne, comprenant
un induit magnétique (2) qui peut être réglé par rapport à un module magnétique (3)
qui présente un noyau magnétique (6) reçu dans un corps de support (4), qui présente,
dans un évidement de bobine (9), une bobine électrique (10) présentant au moins deux
broches de contact de bobine (14, 15), au moins deux ouvertures de passage (21, 22)
étant réalisées sous forme de conduits de retour de carburant (23, 24) et les ouvertures
de passage (21, 22) s'étendant radialement vers l'extérieur jusqu'à la périphérie
extérieure du noyau magnétique (6) de telle sorte que les conduits de retour de carburant
(23, 24) soient limités radialement à l'extérieur par le corps de support (4), caractérisée en ce qu'à chacune des broches de contact de bobine (14, 15) est associée l'une des ouvertures
de passage (21, 22) traversant axialement le noyau magnétique (6).
2. Électrovanne selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins l'une des ouvertures de passage (21, 22) est disposée dans une région radialement
à l'extérieur de la surface en projection axiale de l'induit magnétique (2), ou au
moins l'une des ouvertures de passage (21, 22) s'étend jusque dans une région radialement
à l'extérieur de la surface en projection axiale de l'induit magnétique (2).
3. Électrovanne selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'à chaque broche de contact de bobine (14, 15) est associé un mandrin de bobine (18,
19) reçu dans l'ouverture de passage correspondante (21, 22).
4. Électrovanne selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'étendue périphérique maximale de chaque ouverture de passage (21, 22) correspond
au moins approximativement à l'étendue périphérique maximale du mandrin de bobine
(18, 19) qui lui est associé.
5. Électrovanne selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface minimale en section transversale de l'au moins un conduit de retour de
carburant (23, 24) formé par les ouvertures de passage (21, 22) vaut au moins 6 mm2, en particulier au moins 8 mm2, de préférence au moins 10 mm2, de préférence au moins 11 mm2, particulièrement préférablement au moins 12 mm2.
6. Électrovanne selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un disque de butée (28), de préférence en un matériau non magnétique, est disposé
axialement entre le module magnétique (3) et l'induit magnétique (2).
7. Électrovanne selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface de butée axiale du noyau magnétique (6) contre le corps de support (4)
est supérieure à 30 mm2, en particulier supérieure à 40 mm2, de préférence supérieure à 50 mm2, particulièrement préférablement supérieure à 60 mm2 .
8. Électrovanne selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le contour périphérique interne de chaque conduit de retour de carburant (23, 24)
est au moins approximativement rectangulaire.
9. Injecteur de carburant pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, comprenant une électrovanne (1), en particulier
réalisée sous forme de servovanne, selon l'une quelconque des revendications précédentes.