| (19) |
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(11) |
EP 2 766 914 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.2017 Patentblatt 2017/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.11.2012 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/073260 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/079381 (06.06.2013 Gazette 2013/23) |
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| (54) |
SCHALTGERÄT
SWITCHING DEVICE
CONTACTEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.12.2011 DE 102011087630
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.08.2014 Patentblatt 2014/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- WOLF, Stefan
65760 Eschborn (DE)
- ZLYDNIK, Rene
04934 Hohenleipisch (DE)
- HOHMANN, Stefan
36100 Petersberg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 528 770 US-A- 2 469 203
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DE-U1-202010 009 448
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Dreistellungslasttrennschalter für Mittelspannungsschaltanlagen
mit einem Löschkontaktsystem zum Löschen eines Lichtbogens bei einem Ausschaltvorgang
des Schaltgerätes und einem zu dem Löschkontaktsystem in Reihe geschalteten Hauptkontaktsystem
zum Ausbilden einer dielektrischen Trennstrecke in einem geöffneten Zustand des Hauptkontaktsystems
und gelöschtem Lichtbogen, und einem Erdungskontaktsystem.
[0002] Ein Beispiel von einem Dreistellungslasttrennschalter ist in der
DE-U-202010009448 offenbart.
[0003] Bei einem aus dem landläufigen Stand der Technik bekannten Dreistellungslasttrennschalter
ist ein Löschkontaktsystem zum Löschen eines Lichtbogens in Form einer Vakuumschaltröhre
für einen Lasttrennschalter vorgesehen, welchem Löschkontaktsystem in Reihe geschaltet
ein Hauptkontaktsystem zum Ausbilden einer dielektrischen Trennstrecke in einem geöffneten
Zustand des Hauptkontaktsystems bei gelöschtem Lichtbogen in Form eines schwenkbaren
Kontaktes eines Trennschalters, welcher in einem mit einem Isolationsgas gefüllten
Behälter angeordnet ist, vorgesehen, wobei mittels einer mit dem schwenkbaren Kontakt
des Trennschalters gekoppelten Kurvenscheibe eine Antriebsbewegung in einen Bewegkontakt
der Vakuumschaltröhre des Löschkontaktsystems einleitbar ist, so dass bei einem Ausschaltvorgang
des Schaltgerätes über die Kurvenscheibe das Löschkontaktsystem geöffnet und ein Lichtbogen
gelöscht wird, bevor das Hauptkontaktsystem in seinen geöffneten Zustand unter Ausbildung
einer dielektrischen Trennstrecke überführt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schaltgerät der eingangs genannten
Art auszubilden, welches über einen kompakten Aufbau verfügt.
Erfindungsgemäß gelöst wird dies bei einem Dreistellungslasttrennschalter der eingangs
genannten Art dadurch, dass das Hauptkontaktsystem einen ersten Festkontakt und einen
zweiten Festkontakt, welche sich diametral gegenüberstehen, sowie einen mittels eines
mittig zwischen dem ersten und dem zweiten Festkontakt angeordneten Drehstützers drehbaren
Bewegkontakt mit darin integriertem Löschkontaktsystem aufweist.
[0004] Der erfindungsgemäße Dreistellungslasttrennschalter ist mit anderen Worten in Form
eines Dreistellungslasttrenn-Drehschalters ausgebildet mit sich diametral gegenüber
stehendem ersten und zweiten Festkontakt und einem mittels einer mittig zwischen dem
ersten und dem zweiten Festkontakt angeordneten Antriebswelle drehbaren Bewegkontakt,
welcher zur wahlweisen Ausbildung einer leitenden Verbindung zwischen dem ersten und
dem zweiten Festkontakt bzw. zum Unterbrechen der Verbindung zwischen dem ersten und
dem zweiten Festkontakt vorgesehen ist, und weist durch das in dem drehbaren Bewegkontakt
integrierte Löschkontaktsystem einen kompakten Aufbau auf, weil das Löschkontaktsystem
Teil des Bewegkontaktes des Hauptkontaktsystems ist, so dass auch der Raumbedarf im
Vergleich zu separaten, räumlich nacheinander angeordneten Komponenten deutlich reduziert
ist. Ein derart ausgebildeter Lasttrenn-Drehschalter kann in einem mit einem Isolationsgas,
beispielsweise N2 oder ähnlichem, gefüllten Behälter einer Mittelspannungsschaltanlage
angeordnet sein.
[0005] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Löschkontaktsystem durch
eine Vakuumschaltröhre gebildet, wobei ein Bewegkontakt-Anschlussbolzen der Vakuumschaltröhre
ein Führungselement aufweist, durch welches mittels einer Kurvenbahn des Schaltgerätes
eine Antriebsbewegung zum Öffnen bzw. Schließen des Löschkontaktsystems einleitbar
ist. Mit anderen Worten wird durch das am Bewegkontakt-Anschlussbolzen der Vakuumschaltröhre
angeordnete Führungselement im Zusammenwirken mit der Kurvenbahn des Schaltgerätes,
welche beispielsweise an einem Polgehäuse eines Pols des Schaltgerätes vorgesehen
sein kann, in einfacher Weise eine Antriebsbewegung als Zwangsbewegung in den Bewegkontakt-Anschlussbolzen
eingeleitet, so dass bei Ausführen einer Drehbewegung des Bewegkontaktes des Hauptkontaktsystems
das Löschkontaktsystem in Form der Vakuumschaltröhre in einfacher Weise durch Ausgestaltung
der Kurvenbahn entsprechend den Anforderungen an das Schaltgerät zum Öffnen bzw. Schließen
des Löschkontaktsystems veranlasst werden kann.
[0006] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Kurvenbahn zur Einleitung
der Antriebsbewegung in den Bewegkontakt-Anschlussbolzen zum Schließen des Löschkontaktsystems
während der Drehbewegung eines Einschaltvorganges des Schaltgerätes derart ausgebildet,
dass ein Einschaltlichtbogen nur im Hauptkontaktsystem zündbar ist. Bei einer derartigen
Ausgestaltung von Trennkontakt und Kurvenbahn zur Einleitung der Antriebsbewegung
in den Bewegkontaktanschlussbolzen des Löschkontaktsystems kann in vorteilhafter Weise
eine nichteinschaltfeste Vakuumschaltröhre im Schaltgerät eingesetzt werden, weil
bei derartiger Ausbildung die Vakuumschaltröhre durch Einleiten der Zwangsbewegung
über die Kurvenbahn geschlossen ist, bevor der Bewegkontakt des Hauptkontaktsystems
die nötige Distanz zum Ausbilden einer dielektrischen Trennstrecke zum ersten und
zum zweiten Festkontakt unterschreitet, so dass erst bei geschlossener Vakuumschaltröhre
bzw. geschlossenem Löschkontaktsystem ein Lichtbogen im Hauptkontaktsystem gezündet
werden kann, von dem die Vakuumschaltröhre aber mit ihrem geschlossenen Kontaktsystem
nicht betroffen ist, wodurch diese kostengünstig nicht einschaltfest ausführbar ist.
[0007] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Erdungskontaktsystem
durch einen Erdungskontakt, einen Erdungsgegenkontakt, welche sich diametral gegenüberstehen,
sowie den drehbaren Bewegkontakt gebildet. Durch ein derartiges Erdungskontaktsystem
ist in einfacher Weise ein Dreistellungslasttrennschalter ausgebildet, welcher mit
dem drehbaren Bewegkontakt die Schaltstellungen EIN, AUS und ERDE realisieren kann.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen und eines Ausführungsbeispiels
mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Schnittansicht durch den erfindungsgemäßen Dreistellungslasttrennschalter in
einer ersten Schaltstellung;
- Figur 2:
- eine Schnittansicht durch den erfindungsgemäßen Dreistellungslasttrennschalter in
einer zweiten Schaltstellung;
- Figur 3:
- eine Schnittansicht durch den erfindungsgemäßen Dreistellungslasttrennschalter in
einer dritten Schaltstellung; und
- Figur 4:
- eine Ansicht eines dreiphasigen Dreistellungslasttrennschalters.
[0009] Figur 1 zeigt einen Dreistellungslasttrenn-Drehschalter 1 mit einem ersten Festkontakt
2, beispielsweise vorgesehen zum Verbinden mit einem Sammelschienenanschluss einer
figürlich nicht dargestellten Schaltanlage und einem dem ersten Festkontakt 2 diametral
gegenüberliegenden zweiten Festkontakt 3, welcher beispielsweise zum Verbinden mit
einem Abgangsanschluss der Schaltanlage vorgesehen ist. Ein drehbarer Bewegkontakt
4 ist mittels eines mittig zwischen dem ersten Festkontakt 2 und dem zweiten Festkontakt
3 angeordneten Drehstützers 5 mit einer figürlich nicht dargestellten Antriebswelle
zum Einleiten einer Drehbewegung in den Drehstützer 5 und Ausführung einer Drehbewegung
des drehbaren Bewegkontaktes 4 gekoppelt und vorgesehen zum wahlweisen Ausbilden einer
leitenden Verbindung zwischen dem ersten Festkontakt 2 und dem zweiten Festkontakt
3, wie in der Figur 1 dargestellt, bzw. zum Unterbrechen der leitenden Verbindung
zwischen dem ersten Festkontakt 2 und dem zweiten Festkontakt 3, wie mit Bezug auf
die Figur 2 näher erläutere, oder zum Ausbilden einer Erdungsstellung über einen Erdungskontakt
6 zur Erdung von mit dem zweiten Festkontakt 3 elektrisch leitend verbundenen Schaltanlagenteilen,
wie mit Bezug auf Figur 3 weiter unten näher erläutert. Im Drehstützer 5 angeordnet
und in den Bewegkontakt 4 integriert ist ein Löschkontaktsystem in Form einer Vakuumschaltröhre
7, deren Festkontakt-Anschlussbolzen 8 mit dem Bewegkontakt 4 direkt leitend verbunden
ist, deren Bewegkontakt-Anschlussbolzen 9 ebenfalls mit dem drehbaren Bewegkontakt
4 direkt leitend verbunden ist. Der Bewegkontakt-Anschlussbolzen 9 der Vakuumschaltröhre
7 ist mit einer Schaltbrücke 10 mechanisch gekoppelt, welche zur Betätigung des Bewegkontakt-Anschlussbolzens
9 der Vakuumschaltröhre 7 und zum Einleiten einer Antriebsbewegung in den Bewegkontakt-Anschlussbolzen
9 zum Öffnen bzw. Schließen des Löschkontaktsystems der Vakuumschaltröhre 7 vorgesehen
ist. Die Schaltbrücke 10 weist dazu ein Führungselement 11 in Form beispielsweise
einer Rolle oder eines Vorsprungs auf, welches Führungselement 11 in eine Kurvenbahn
12 eines Polgehäuses 13 eingreift, so dass bei Einleiten einer Drehbewegung in den
drehbaren Bewegkontakt 4 über das Führungselement 11 eine Zwangsbewegung in den Bewegkontakt-Anschlussbolzen
9 der Vakuumschaltröhre 7 einleitbar ist zum Öffnen bzw. Schließen des Löschkontaktsystems
der Vakuumschaltröhre 7. Eine Führungshülse 14 ist zur axialen Führung des Bewegkontakt-Anschlussbolzens
9 und zur Aufnahme radialer Belastungen der Vakuumschaltröhre 7 vorgesehen. Zwischen
der Schaltbrücke 10 und dem Bewegkontakt-Anschlussbolzen 9 ist weiterhin eine Kontaktdruckfeder
15 angeordnet, welche im geschlossenen Zustand zur Aufwendung der nötigen Kontaktandruckkraft
auf das Löschkontaktsystem vorgesehen ist.
[0010] Die Funktion des Schaltgerätes 1 der Figur 1 wird mit Bezug auf die Figuren 1 bis
3 näher erläutert. In Figur 1 ist das Schaltgerät 1 der Figur 1 in einer geschlossenen
Stellung dargestellt, bei der sich der drehbare Bewegkontakt 4 in einer 0°-Position
in einer Einschaltstellung in Kontakt mit dem ersten Festkontakt 2 und dem zweiten
Festkontakt 3 befindet und das Löschkontaktsystem der Vakuumschaltröhre 7 mit dem
Löschbewegkontakt 17 und dem Löschfestkontakt 18 sich ebenfalls in seiner geschlossenen
Stellung befindet. Beim Auslösen eines Schaltvorganges durch eine figürlich nicht
dargestellte Steuerungseinheit wird eine Drehbewegung in die Antriebswelle und den
mit der Antriebswelle gekoppelten Drehstützer 5 eingeleitet, so dass sich der drehbare
Bewegkontakt 4 in die Ausschaltstellung nach einer Drehung um ca. 45° gegen den Uhrzeigersinn
wie in Figur 2 dargestellt bewegt, wobei während der Drehbewegung und nach Trennung
des Bewegkontaktes 4 von den Festkontakten 2 und 3 das Führungselement 11 der Schaltbrücke
10 in der Kurvenbahn 12 des Polgehäuses 13 zu einer Zwangsbewegung veranlasst ist
und den Bewegkontakt-Anschlussbolzen 9 des Löschkontaktsystems der Vakuumschaltröhre
7 zum Öffnen des Löschkontaktsystems und zur Trennung von Löschbewegkontakt 17 und
Löschfestkontakt 18 veranlasst. Dabei wird sowohl ein Ausschaltlichtbogen zwischen
Bewegkontakt 4 und den Festkontakten 2 und 3 gezündet sowie ein Lichtbogen in der
Vakuumschaltröhre 7, welcher in einem Stromnulldurchgang gelöscht wird. Durch die
weitere Drehbewegung bei gelöschtem Lichtbogen und geöffnetem Löschkontaktsystem der
Vakuumschaltröhre 7 wird schließlich die in der Figur 2 dargestellte Ausschaltstellung
erreicht, welche die Anforderungen an eine dielektrische Trennstrecke an den Lasttrennschalter
erfüllt.
[0011] Aus der Ausschaltstellung der Figur 2 ist ein Einschaltvorgang mittels einer umgekehrten
Drehbewegung der Antriebswelle und des Drehstützers 5 derart ausführbar, dass über
die Gestaltung der Kurvenbahn 12 beim Drehen des drehbaren Bewegkontaktes 4 zunächst
über die in das Führungselement 11 der Schaltbrücke 10 eingeleitete Zwangsbewegung
in den Bewegkontakt-Anschlussbolzen 9 das Löschkontaktsystem der Vakuumschaltröhre
7 über die Kontaktandruckfeder 15 geschlossen wird, bevor der drehbare Bewegkontakt
4 wieder eine leitende Verbindung mit dem ersten Festkontakt 2 und dem zweiten Festkontakt
3 des Hauptkontaktsystems eingeht, so dass ein Einschaltlichtbogen zwischen dem drehbaren
Bewegkontakt 4 und dem ersten Festkontakt 2 und dem zweiten Festkontakt 3 bei bereits
geschlossenem Löschkontaktsystem der Vakuumschaltröhre 7 gezündet wird, und schließlich
bei weiterer Drehbewegung die Einschaltstellung des Dreisstellungslasttrennschalters
1 der Figur 1 wieder erreicht ist.
[0012] Figur 3 zeigt das Schaltgerät 1 in einer Erdungsstellung, wobei nach dem mit Bezug
auf die Figur 2 bereits beschriebenen Ausschaltvorgang eine weitere Drehung der Antriebswelle
entgegen dem Uhrzeigersinn um im Ausführungsbeispiel ca. 60° zur Drehung des Drehstützers
5 das Führungselement 11 der Schaltbrücke 10 in der Kurvenbahn 12 des Polgehäuses
13 zu einer weiteren Zwangsbewegung veranlasst ist und den Bewegkontakt-Anschlussbolzen
9 des Löschkontaktsystems der Vakuumschaltröhre 7 zum Schließen des Löschkontaktsystems
aus Löschbewegkontakt 17 und Löschfestkontakt 18 veranlasst. Bei dieser Drehbewegung
gelangt der Bewegkontakt 4 einerseits in leitende Verbindung mit einem Erdungsgegenkontakt
19, welcher wiederum mit dem zweiten Festkontakt 3 elektrisch leitend verbunden ist,
sowie andererseits in leitende Verbindung mit dem Erdungskontakt 6, so dass bei geschlossenem
Löschkontaktsystem der Vakuumschaltröhre 7 die in der Figur 3 dargestellte Erdungsstellung
erreicht ist mit einer Erdung von mit dem zweiten Festkontakt verbundenen Bauteilen
der Schaltanlage.
[0013] Figur 4 zeigt eine dreipolige Ausführung eines Lasttrenn-Drehschalters 1 mit drei
Einzelpolen gemäß dem in den Figuren 1 bis 3 beschriebenen Dreistellungslasttrennschalters
1, welche über Kopplungselemente 20 miteinander gekoppelt sind, so dass über die Kopplungselemente
20 und die Anbindung der jeweils äußeren Seiten der Drehstützer 5 an Kopplungsseiten
21 an eine figürlich nicht dargestellte Antriebswelle ein synchroner Schaltvorgang
für alle drei Phasen ausführbar ist. Die Erdungskontakte 6 der drei Phasen sind dabei
über ein Verbindungselement 22 miteinander und mit Erdpotential verbunden.
[0014] Mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 wurde im Ausführungsbeispiel ein Schaltgerät 1
beschrieben, bei dem die Vakuumschaltröhre 7 als nicht einschaltfeste Vakuumschaltröhre
ausgeführt ist, d. h. die Vakuumschaltröhre 7 ist während eines Einschaltvorganges
des Schaltgerätes 1 bereits geschlossen, bevor ein Einschaltlichtbogen am Hauptkontaktsystem
gezündet wird. Eine derartige Vakuumschaltröhre, die nicht einschaltfest und damit
nicht auf einen Laststrom oder einen Kurzschluss geschaltet werden kann, ist besonders
kostengünstig und damit vorteilhaft. Das Schaltgerät 1 ist dabei vorzugsweise zur
Anordnung in einem mit einem Isolationsgas, wie beispielsweise N2, gefüllten Gasraum
einer Mittelspannungsschaltanlage vorgesehen.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Dreistellungslasttrennschalter
- 2
- erster Festkontakt
- 3
- zweiter Festkontakt
- 4
- drehbarer Bewegkontakt
- 5
- Drehstützer
- 6
- Erdungskontakt
- 7
- Vakuumschaltröhre
- 8
- Festkontakt-Anschlussbolzen Vakuumschaltröhre
- 9
- Bewegkontakt-Anschlussbolzen Vakuumschaltröhre
- 10
- Schaltbrücke
- 11
- Führungselement
- 12
- Kurvenbahn
- 13
- Polgehäuse
- 14
- Führungshülse
- 15
- Kontaktdruckfeder
- 17
- Löschbewegkontakt
- 18
- Löschfestkontakt
- 19
- Erdungsgegenkontakt
- 20
- Kopplungselemente
- 21
- Kopplungsseiten
- 22
- Verbindungselement
1. Dreistellungslasttrennschalter (1) für Mittelspannungsschaltanlagen mit einem Löschkontaktsystem
(7) zum Löschen eines Lichtbogens bei einem Ausschaltvorgang des Schaltgerätes (1)
und einem zu dem Löschkontaktsystem (7) in Reihe geschalteten Hauptkontaktsystem zum
Ausbilden einer dielektrischen Trennstrecke in einem geöffneten Zustand des Hauptkontaktsystems
und gelöschtem Lichtbogen, und einem Erdungskontaktsystem,
dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptkontaktsystem einen ersten Festkontakt (2) und einen zweiten Festkontakt
(3), welche sich diametral gegenüberstehen, sowie einen mittels eines mittig zwischen
dem ersten Festkontakt (2) und dem zweiten Festkontakt (3) angeordneten Drehstützers
(5) drehbaren Bewegkontakt (4) aufweist, und dass das Löschkontaktsystem (7) in dem
drehbaren Bewegkontakt (4) integriert ist.
2. Dreistellungslasttrennschalter (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Löschkontaktsystem durch eine Vakuumschaltröhre (7) gebildet ist, wobei ein Bewegkontakt-Anschlussbolzen
(9) der Vakuumschaltröhre (7) ein Führungselement (11) aufweist, durch welches mittels
einer Kurvenbahn (12) des Schaltgerätes (1) eine Antriebsbewegung zum Öffnen bzw.
Schließen des Löschkontaktsystems einleitbar ist.
3. Dreistellungslasttrennschalter (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahn (12) zur Einleitung der Antriebsbewegung in den Bewegkontakt-Anschlussbolzen
(9) zum Schließen des Löschkontaktsystems während der Drehbewegung eines Einschaltvorganges
des Schaltgerätes (1) derart ausgebildet ist, dass ein Einschaltlichtbogen nur im
Hauptkontaktsystem zündbar ist.
4. Dreistellungslasttrennschalter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Erdungskontaktsystem durch einen Erdungskontakt (6), einen Erdungsgegenkontakt
(19), welche sich diametral gegenüberstehen, sowie den drehbaren Bewegkontakt (4)
gebildet ist.
1. Three-position load isolating switch (1) for medium-voltage switchgear assemblies
having an extinguishing contact system (7) for extinguishing an arc during a switch-off
process of the switching device (1) and having a main contact system, which is connected
in series to the extinguishing contact system (7), for forming a dielectric isolating
gap in an open state of the main contact system and an extinguished arc, and having
a ground contact system,
characterised in that
the main contact system has a first fixed contact (2) and a second fixed contact (3),
which are situated diametrically opposite one another, and also a moving contact (4)
which can be rotated by means of a rotary support (5) which is arranged centrally
between the first fixed contact (2) and the second fixed contact (3), and in that the extinguishing contact system (7) is integrated in the rotatable moving contact
(4).
2. Three-position load isolating switch (1) according to claim 1,
characterised in that
the extinguishing contact system is formed by a vacuum interrupter (7), wherein a
moving contact connecting bolt (9) of the vacuum interrupter (7) has a guide element
(11) by means of which a drive movement for opening or closing the extinguishing contact
system can be initiated by means of a cam track (12) of the switching device (1).
3. Three-position load isolating switch (1) according to claim 1 or 2,
characterised in that
the cam track (12) for initiating the drive movement into the moving contact connecting
bolt (9) in order to close the extinguishing contact system during the rotary movement
of a switch-on procedure of the switching device (1) is formed in such a manner that
a switch-on arc can be ignited only in the main contact system.
4. Three-position load isolating switch (1) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the ground contact system is formed by a ground contact (6), a ground counter-contact
(19), which are situated diametrically opposite one another, and also the rotatable
moving contact (4).
1. Interrupteur (1) à coupure en charge à trois positions pour des installations de distribution
de moyenne tension, comprenant un système (7) de contact d'extinction pour l'extinction
d'un arc électrique lors d'une opération de déconnexion de l'appareil (1) de coupure
et un système de contact principal, monté en série avec le système (7) de contact
d'extinction, pour constituer une section de coupure diélectrique dans un état ouvert
du système de contact principal et alors que l'arc électrique est éteint, et un système
de contact de mise à la terre,
caractérisé en ce que
le système de contact principal a un premier contact (2) fixe et un deuxième contact
(3) fixe, qui sont opposés diamétralement, ainsi qu'un contact (4) mobile tournant
au moyen d'un support (5) de rotation monté au milieu, entre le premier contact (2)
fixe et le deuxième contact (3) fixe, et en ce que le système (7) de contact d'extinction est intégré au contact (4) mobile tournant.
2. Interrupteur (1) à coupure en charge à trois positions suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
le système de contact d'extinction est formé par un tube (7) de commutation à vide,
un axe (9) de connexion de contact mobile du tube (7) de commutation à vide ayant
un élément (11) de guidage, par lequel un mouvement d'entraînement, pour l'ouverture
et la fermeture du système de contact d'extinction, peut être commandé au moyen d'une
piste (12) incurvée de l'appareil (1) de coupure.
3. Interrupteur (1) à coupure en charge à trois positions suivant la revendication 1
ou 2,
caractérisé en ce que
la piste (12) incurvée, pour la commande du mouvement d'entraînement de l'axe (9)
de connexion du contact mobile est constituée pour la fermeture du système de contact
d'extinction pendant le mouvement de rotation d'une opération de connexion de l'appareil
de coupure, de manière à ce qu'un arc électrique de connexion ne puisse être amorcé
que dans le système de contact principal.
4. Interrupteur (1) à coupure en charge à trois positions suivant l'une des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
le système de contact de mise à la terre est formé par un contact (6) de mise à la
terre, par un contact (19) antagoniste de mise à la terre, qui sont opposés diamétralement,
ainsi que par le contact (4) mobile tournant.
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