[0001] Die Erfindung betrifft ein Beinbekleidungsstück, insbesondere eine Socke, die aus
einem Gestrick gearbeitet ist, das zumindest bereichsweise einen elastischen Grundfaden
und wenigstens einen auf diesen aufplattierten Plüschfaden enthält, durch den aus
dem Gestrick heraus ragende Plüschhenkel ausgebildet sind.
[0002] Socken werden in der Regel glatt, d.h. in Rechts-/ Linksbindung gestrickt. Bei Socken
für besondere Anwendungen, insbesondere im Bereich Sport, werden die Socken jedoch
auch wenigstens bereichsweise mit Plüschhenkeln ausgestattet. Ein Beispiel dafür ist
in der
DE 42 34 379 C1 beschrieben. Dem Plüsch kommen je nach Einsatzgebiet die Funktionen mechanischer
Dämpfung und/oder Wärmeisolation zu.
[0003] Die aus dem Gestrick heraus ragenden Plüschhenkel bilden ein zusätzliches Volumen,
dessen Material für eine höhere Dämpfung zwischen dem Fuß und dem Schuh sorgt. Mit
dem höheren Volumen wird auch mehr Luft eingeschlossen, was wiederum zu einer besseren
Wärmeisolation führt.
[0004] Ein grundsätzlicher Nachteil des Plüschs besteht darin, dass das zusätzliche Garnmaterial
auch zusätzliches Wasser speichern kann, wobei dieser Effekt noch durch den wegen
der Gestrickstruktur vorhandenen zusätzlichen Hohlraum verstärkt wird. Dies führt
dazu, dass mit Plüsch gearbeitete Socken sich nach längerem Tragen nass anfühlen und
auch länger zum Trocknen brauchen, als glatt gestrickte Socken. Nasse Socken isolieren
jedoch nicht mehr so gut die Wärme und sorgen beim Ausziehen der Schuhe für kalte
Füße. Außerdem wird die Haut der Füße durch die Feuchtigkeit aufgeweicht. Der Fuß
ist empfindlicher für Verletzungen, wie z.B. Blasen.
[0005] Um hier einen Ausweg zu finden, ist es in der Praxis bekannt, Socken zum Teil auch
in so genanntem 1:1 Plüsch zu stricken. Dabei wird in dem Plüschbereich in nur jeder
zweiten Masche einer Maschenreihe ein Plüschhenkel gebildet. Damit ist der Plüsch
nicht mehr so dicht, und es wird weniger Material eingesetzt. Dies hat zur Folge,
dass sich die Socke beim Tragen nicht mehr so stark mit Wasser auflädt, während die
Dämpfungseigenschaften noch weitgehend erhalten bleiben.
[0006] Um die Feuchtigkeitsregulierung zu verbessern sind in der Praxis auch Sockenkonstruktionen
bekannt, bei denen in dem Gestrick ein hydrophober Grundfaden aus Polyamid mit einem
hydrophilen Plattierfaden aus 80% Wolle und 20% Polyamid kombiniert ist, und in den
Bereichen von Hochferse, Ferse, Fußsohle, -spitze und hochgezogener Spitze zu diesem
Grund- und Plattierfaden noch ein Plüschfaden aus einem hydrophilen Material (80%
Wolle und 20% Polyamid) eingearbeitet ist. Da der elastische hydrophobe Grundfaden
in dem Gestrick in der Regel innen zu Liegen kommt, entsteht hier eine hydrophobe
Innenschicht, durch die die Feuchtigkeit zur äußeren, Wolle enthaltenden Schicht geleitet
wird. Das Feuchtigkeitsaufnahmevermögen des Gestricks ist insbesondere bei glatter
Ware begrenzt und kann bei sehr starker Belastung durch den Träger (z.B. beim Sport)
nicht mehr ausreichend sein. Unter starker Belastung fallen nämlich am Fuß bis zu
20 ml Schweiß pro Stunde an. Ein zu Plüschhenkeln ausgezogener, auf den Grundfaden
aufplattierter hydrophiler Plüschfaden, beispielsweise mit hohem Wollanteil, erhöht
zwar die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit des Gestricks und bewirkt auch eine zusätzliche
mechanische Dämpfung, doch wird der elastische Faden durch die Masse in seiner Wirkung
eingeschränkt, abgesehen davon, dass die Wärmeisolation durch die nassen, mit Feuchtigkeit
vollgesaugten hydrophilen Plüschhenkel beeinträchtigt wird.
[0007] In der
DE 692 06 832 T2 ist eine Socke beschrieben, bei der zumindest im Fußbereich innerhalb einer Maschenreihe
ein Wechsel zwischen hydrophilem und hydrophoben Plattierfaden erfolgt. Der Grundfaden
ist in aufeinander folgenden Maschenreihen im gesamten Bein- und Fuß abgestrickt.
Der hydrophobe Gaden ist auf den Grundfaden aufplattiert und in Teilmaschenreihen
gestrickt, die sich über die Sohle erstrecken, während der hydrophile Faden auf den
Grundfaden aufplattiert seinerseits in Teilmaschenreihen abgestrickt ist, die sich
über den gesamten Spann erstrecken. Dadurch wird im Spann eine hydrophile Zone geschaffen,
während die Sohle als hydrophober Bereich ausgebildet ist, von dem Wasser mittels
Adsorption in den hydrophilen Bereich gelangen soll. Längs der Verbindung der Sohle
und des Spanns, treten offene Fadenenden auf, die automatisch beim Fadenwechsel innerhalb
einer Maschenreihe entstehen.
[0008] Daneben ist aus der
DE 197 07 053 A1 eine Hoch/Tief-Plüschstrickware bekannt, bei der in das Grundgestrick zusätzlich
zwei Flottungsfäden eingebunden sind, wobei jeder Flottungsfaden innerhalb einer bestimmten
Zone mustergemäß flottgelegt oder zu einer Masche verarbeitet ist. Auf eine Sockenkonstruktion
mit besonderer Feuchtigkeitsregulierung findet sich hier kein Hinweis.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Beinbekleidungsstück, insbesondere eine Socke zu schaffen, das bzw. die sich auch
unter sehr starker Belastung, beispielsweise als Sportsocke, durch eine gute Wärmeisolation
im nassen Zustand zusammen mit einer raschen Trocknung, bei hoher Elastizität des
Gestricks auszeichnet.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe weist das Beinbekleidungsstück erfindungsgemäß die Merkmale
des Patentanspruchs 1 auf.
[0011] Unter "Beinbekleidungsstück" sind hier alle Arten von gestrickten Beinkleidern verstanden,
abgesehen von den erwähnten Socken, auch Kniestrümpfe, lange Strümpfe, Leggins, Strumpfhosen,
Füßlinge und dergleichen.
[0012] Das neue Beinbekleidungsstück ist aus einem Gestrick gearbeitet, das zumindest bereichsweise
einen elastischen Grundfaden und wenigstens einen auf diesen aufplattierten Plüschfaden
enthält, durch den aus dem Gestrick heraus ragende Plüschhenkel ausgebildet sind.
In den mit Plüschhenkeln gearbeiteten Bereichen enthalten alle Maschenreihen den elastischen
Grundfaden, der z.B. aus einem Elastangarn, einfach umwunden mit einem Polyamidfaden,
bestehen kann. In bestimmten, zur Unterscheidung als "erste" bezeichneten Maschenreihen,
ist auf den Grundfaden ein hydrophober Faden (z.B. aus einem Polypropylengarn) aufplattiert
und als Plüsch verstrickt, so dass diese Maschenreihen aus dem Gestrick hervortretende
Plüschhenkel aus dem hydrophoben Plüschfaden enthalten. In anderen, hier als "zweite"
Maschenreihen bezeichneten Maschenreihen, ist mit dem Grundfaden ein auf diesen aufplattierter
hydrophiler Faden, beispielsweise in Gestalt eines Wollgarns mit hohem Wollanteil
abgestrickt, wobei diese zweiten Maschenreihen frei von Plüschhenkeln sind. Die Anordnung
ist dabei derart getroffen, dass zwischen zwei ersten Maschenreihen mit hydrophoben
Plüschhenkeln jeweils zumindest eine zweite Maschenreihe mit hydrophilem Plattierfaden
und ohne Plüschhenkel angeordnet ist. Mit anderen Worten, in dem Gestrick wechseln,
in Maschenstäbchenrichtung gesehen, erste und zweite Maschenreihen miteinander ab.
[0013] Durch diese Konstruktion wird eine hohe Elastizität des Gestricks sichergestellt,
wobei das Massenverhältnis zwischen der hydrophoben und hydrophilem Fasermaterial
nahezu beliebig eingestellt werden kann. Dazu kann in den ersten Maschenreihen zwischen
Plüschhenkel enthaltenden Maschen jeweils zumindest eine plüschhenkelfreie Masche
liegen. Das heißt, der hydrophobe Faden ist vorzugsweise als 1:1 Plüsch verstrickt,
was bedeutet, dass abwechselnd eine Masche in Plüsch und eine glatt gestrickt ist.
Dieser Rapport kann auch variiert werden, so dass zum Beispiel 1:2, 2:4, 1:3 etc.
Plüschvarianten in diesen Maschenreihen gestrickt werden können.
[0014] Das neue Beinbekleidungsstück eignet sich besonders zur Herstellung auf einer zwei-
oder mehrsystemigen Rundstrickmaschine, es kann aber auch auf einer einsystemigen
Maschine gestrickt werden, wenn Schnittfäden in den einzelnen Maschenreihen akzeptabel
sind. Wird das Gestrick beispielsweise auf einer zweisystemigen Maschine gestrickt,
so kann in dem zweiten Stricksystem ein anderer Grund- und/
oder Plattierfaden verwendet werden wie in dem ersten Stricksystem. Damit wird erreicht,
dass auf der Außenseite des Beinbekleidungsstücks in den Plüschhenkel enthaltenden
ersten Maschenreihen ein anderes Garnmaterial in Erscheinung tritt, als in den Plüschhenkel
freien zweiten Maschenreihen. Wird in den ersten Maschenreihen ein volles Plüschgestrick
gearbeitet, das heißt, dass jede Masche einen Plüschhenkel aufweist, so ergibt sich
u.U. ein gewisses "ringeliges" Aussehen des Beinbekleidungsstückes. Um dies zu vermeiden
und die Optik in Richtung der Maschenreihen an die Optik in Richtung der Maschenstäbchen
anzupassen, ist es in der Regel zweckmäßig in den ersten Maschenreihen nur jede zweite
Masche in Plüsch zu stricken. Die Plüschhenkel sind mit Vorteil, in Maschenreihenrichtung
gesehen, in einem 1:1 Rapport angeordnet.
[0015] Messungen der Wärmeisolation im nassen Zustand haben bei erfindungsgemäßen Socken
ergeben, dass die Wärmeisolation überraschender Weise um ein Vielfaches besser ist,
als bei anderen für Socken bekannten Gestrickkonstruktionen. Gleichzeitig weisen die
neuen Socken eine hohe Elastizität und damit einen hervorragenden Tragekomfort auf.
Die Gestrickkonstruktion ergibt ein hohes Maß an Lufteinschluss und damit verbunden
eine gute Isolation bei angenehmer Tragephysiologie. Zusätzlich wird aber auch eine
Gewichtsersparnis gegenüber bekannten vergleichbaren Socken erzielt, weil Plüschhenkel
enthaltende, erste Maschenreihen mit plüschenkelfreien zweiten Maschenreihen abwechseln
und damit eine "Leichtbaukonstruktion" erzeugt ist, wobei eine wirksame Trennung von
hydrophobem Plüsch und hydrophiler Außenschicht vorhanden ist.
[0016] Das neue Beinbekleidungsstück kann sowohl im Fußteil, als auch im Schaft (Längen)
in der beschriebenen Weise gearbeitet sein, doch sind auch Ausführungsformen denkbar
bei denen das ganze Beinbekleidungsstück in dieser Weise gestrickt ist.
[0017] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Figur 1 eine Socke gemäß der Erfindung in einer schematischen Seitenansicht,
Figur 2 eine Skizze zur Veranschaulichung der Erzeugung von Plüschhenkeln in einer
Strickmaschine,
Figur 3 einen Ausschnitt aus dem Gestrick der Socke nach Figur 1 in der Draufsicht
auf die rechte Warenseite,
Figur 4 das Gestrick nach Figur 3 in der Draufsicht auf die linke Warenseite und
Figur 5 eine Skizze zur Erläuterung der in dem Gestrick nach den Figuren 3 und 4 verwendeten
Fäden.
[0018] Das in Figur 1 dargestellte Beinbekleidungsstück in Gestalt einer Socke 1, weist
einen durch ein Bündchen 2 abgeschlossenen Schaft 3 und ein Fußteil 4 auf. Das Fußteil
4 setzt sich aus einem Fersenteil 5, einem Sohlenteil 6, einem Spitzenteil 7 und einem
Ristteil 8 zusammen. Zumindest der Schaft 3 ist im Rundlauf gestrickt, während das
Fersenteil 5 und das Spitzenteil 7 im Pendelgang gestrickt sind. Veranschaulicht ist
am Fersenteil 5 eine sogenannte Keilferse, deren Minderungslinien bei 9 angedeutet
sind.
[0019] Entweder die ganze Socke (einschließlich des Schaftes 3) oder aber zumindest einzelne
ihrer Teile 4 bis 8 bestehen aus einem Gestrick dessen Einzelheiten aus den Figuren
3, 4 zu entnehmen sind und das folgendermaßen aufgebaut ist:
Das Gestrick ist in Rechts/Linksbindung gestrickt und enthält in allen seinen Maschenreihen
einen elastischen Grundfaden 10, der bei dem angeführten Ausführungsbeispiel ein Elastangarn
(EL), einfach umwunden mit einem Polyamidgarn (PA) ist, dessen genaue Spezifikation
aus Figur 5 zu entnehmen ist. In einzelnen, als "erste" bezeichneten Maschenreihen
11 ist auf den Grundfaden 10 ein hydrophober Faden 12 aufplattiert, der bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel aus einem Polypropylen(PP)-Garn besteht, dessen genaue Spezifikation
aus Figur 5 hervorgeht. Der Grundfaden 10 mit dem aufplattierten hydrophoben Faden
12 ist in den ersten Maschenreihen 11 so abgestrickt, dass abwechselnd eine Masche
mit einem Plüschhenkel 13, das heißt in Plüsch und eine Masche ohne Plüschhenkel,
das heißt glatt gestrickt ist. In den Figuren 3 und 4 ist der aufplattierte hydrophobe
Faden 12 in den Maschen, in denen er glatt gestrickt ist, strichpunktiert und im Bereich
der Plüschhenkel 13 mit schwarzer Farbe stark hervorgehoben veranschaulicht, wobei
die schwarz angelegten Plüschhenkel 13 in dem stark ausgezogenen Gestrick in der Maschenebene
liegend dargestellt sind. Tatsächlich ragen die Plüschhenkel 13 wie an sich bekannt
aus dem Gestrick hervor, wie dies aus der schematischen Darstellung der Herstellung
der Plüschhenkel 13 in Figur 2 ohne weiteren zu verstehen ist:
Beim Stricken einer Maschenreihe 11 wird der hydrophobe Faden 12 gemeinsam mit dem
Grundfaden 10 durch Zungennadeln 14 in an sich bekannter Weise zu Maschen verstrickt,
wobei der hydrophobe Faden 12 über in geeignetem Abstand voneinander angeordnete Plüschplatinen
15 kuliert wird, wie den Faden 12 zu Plüschhenkel 13 ausziehen, welche aufrecht stehend
aus dem Gestrick hervorstehen. Das Stricken von Plüsch ist an sich bekannt, so dass
dieser Hinweis genügt. Zu bemerken ist allerdings, dass es mehrere unterschiedliche
Plüscharten gibt, die alle hier eingesetzt werden können. So wird in der Praxis beispielsweise
zwischen "Normalplüsch" und "Sandwich-Plüsch" unterschieden. Beim Normalplüsch liegen
der Grundfaden 10 und der auf diesen aufplattierte hydrophobe Faden 12 auf der rechten
Warenseite (Fig. 3) eher zufällig "durchmischt" neben- bzw. übereinander. Dies rührt
daher, dass die in der Rundstrickmaschine verwendete Normalplüschplatine lediglich
eine Kehle aufweist, in der beide Fäden gemeinsam gehalten werden und sich somit eher
zufällig anordnen.
[0020] Beim Stricken von Sandwich-Plüsch werden dagegen der Grundfaden 10 und der aufplattierte
hydrophobe Faden 12 in zwei voneinander getrennten Kehlen der Plüschplatine so geführt,
dass auf der rechten Warenseite der aufplattierte Faden 12 auf der Warenaußenseite
liegt.
[0021] Zwischen den Plüschhenkel 13 enthaltenden ersten Maschenreihen 11 liegt bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel jeweils eine Maschenreihe 16, die hier als "zweite" Maschenreihe
bezeichnet ist und in der der Grundfaden 10 mit einem aufplattierten hydrophilen Faden
17 glatt abgestrickt ist. Die zweiten Maschenreihen 16 sind ersichtlich plüschhenkelfrei.
Der hydrophile Faden 17 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Wollgarn
dessen Spezifikation der Figur 5 zu entnehmen ist.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 sind die Plüschhenkel 13 in
den ersten Maschenreihen 11 jeweils mit einem Rapport 1:1 (abwechselnd ist eine Masche
in Plüsch und eine Masche glatt gestrickt) gearbeitet. Dieser Rapport kann auch unterschiedlich
gewählt sein, zum Beispiel 1:2, 2:4, 1:3 etc.
[0023] Außerdem können zwischen zwei aufeinanderfolgenden hydrophoben Plüschhenkeln 13 enthaltenden
ersten Maschenreihen 11 mehr als eine plüschhenkelfreie und einen hydrophilen Faden
17 enthaltende zweite Maschenreihen liegen. Auf diese Weise kann das Massenverhältnis
zwischen hydrophobem und hydrophilem Fasermaterial in dem Gestrick den Bedürfnissen
des jeweiligen Einsatzzweckes entsprechend variiert werden. Das Verhältnis von ersten
Maschenreihen 11 zu zweiten Maschenreihen 16 kann auch in einzelnen Bereichen der
Socke 1 unterschiedlich sein, wenn dies in dem jeweiligen Anwendungsfall angezeigt
ist.
[0024] Das in den Figuren 3 und 4 dargestellte Gestrick ist besonders vorteilhaft auf einer
zweisystemigen Rundstrickmaschine herzustellen. Dabei können in den zwei Stricksystemen
voneinander verschiedene Fäden verarbeitet werden. Beispielsweise ist es damit möglich
auf einfache Weise auf der Gestrickaußenseite ein anderes Garnmaterial in Erscheinung
treten zu lassen wie im Plüsch.
[0025] Bei dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten Gestrick ist, wie bereist erwähnt, jede
zweite Masche in den ersten Maschenreihen 11 mit einem Plüschhenkel 13 gestrickt.
Da die ersten Maschenreihen 11 und die zweiten Maschenreihen 16 in Maschenstäbchenrichtung
miteinander abwechseln, ergibt sich in Richtung der Maschenstäbchen ebenfalls ein
1:1 Rapport für die Plüschhenkel. Dies hat den Vorteil, dass das Aussehen, d.h. die
Optik der Socke in Richtung der Maschenreihen an die Optik in Richtung der Maschenstäbchen
angepasst ist und die Socke kein "ringeliges" Aussehen erhält.
[0026] Der hydrophobe Faden besteht in der Regel ganz oder teilweise aus synthetischem Fasermaterial,
wie Polypropylen, Polyamid, Polyurethan, Polyester, etc.
[0027] Für den hydrophilen Faden 17 können natürliche und synthetische Fasermaterialien
benutzt werden, wie Wolle, zellulosische Fasern, einschließlich Baumwolle und Viskose,
Acetatseide, etc.
[0028] Die Socke 1 selbst kann in konventioneller Weise hergestellt sein, wobei auch einzelne
Teile mit dem neuen Gestrick nach den Figuren 3, 4 ausgeführt und in Intarsientechnik
in den Socken eingearbeitet sein können.
[0029] Abschließend ist noch zu erwähnen, dass der Grundfaden 10, der bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel ein mit einem Polyamidfaden umgewickeltes Elastangarn ist, ebenfalls
zweckentsprechend gewählt werden kann, ohne auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt
zu sein. In Frage kommen texturierte Garne, Core-Garne, usf. wie sie in vielfältigen
Ausführungsformen im Handel sind. Der verwendete Grundfaden 11 ist in der Regel hydrophob.
1. Beinbekleidungsstück, insbesondere Socke, die aus einem Gestrick gearbeitet ist, das
zumindest bereichsweise einen elastischen Grundfaden (10) und wenigstens einen auf
diesen aufplattierten Plüschfaden (12) enthält, durch den aus dem Gestrick herausragende
Plüschhenkel (13) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass in den mit Plüschhenkeln gearbeiteten Bereichen des Gestricks erste Maschenreihen
(11), die den Grundfaden (10) und einen auf diesen aufplattierten und als Plüsch verstrickten
hydrophoben Faden (12) enthalten, und zweite Maschenreihen (16), die den Grundfaden
(16) und einen auf diesen aufplattierten hydrophilen Faden (17) enthalten und die
frei von Plüschhenkeln sind, gestrickt sind und dass zwischen zwei ersten Machenreihen
(11) jeweils zumindest eine zweite Maschenreihe (16) angeordnet ist.
2. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophobe Faden (12) zumindest teilweise aus synthetischem Fasermaterial besteht.
3. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophobe Faden (12) Polypropylen- und/
oder Polyamidfasern enthält.
4. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophile Faden (17) zumindest teilweise aus natürlichem Fasermaterial besteht.
5. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophile Faden (17) Wolle und/oder zellulosische Fasern enthält.
6. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophile Faden (17) Viskosefasern enthält.
7. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den ersten Machenreihen (11) zwischen Plüschhenkel (13) enthaltenden Maschen jeweils
zumindest eine plüschhenkelfreie Masche liegt.
8. Beinbekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gestrick die Plüschhenkel (13), in Maschenreihenrichtung gesehen, in einem
1:1 Rapport angeordnet sind.
1. Leg clothing item, in particular sock, made from a knitted fabric which contains at
least in regions an elastic base thread (10) and at least one plush thread (12) plated
thereon and formed from the plush loop (13) protruding from the knitted fabric, characterised in that in the regions of the knitted fabric worked with plush loops, first rows of stitches
(11) are knitted which contain the base thread (10) and a hydrophobic thread (12)
plated thereon and enlaced as plush, and second rows of stitches (16) are knitted
which contain the base thread (16) and a hydrophilic thread (17) plated thereon and
which are free from plush loops, and that at least one second row of stitches (16)
is arranged between two respective first rows of stitches (11).
2. Leg clothing item according to claim 1, characterised in that the hydrophobic thread (12) consists at least partially of synthetic fibre material.
3. Leg clothing item according to claim 2, characterised in that the hydrophobic thread (12) contains polypropylene and/or polyamide fibres.
4. Leg clothing item according to claim 1, characterised in that the hydrophilic thread (17) consists at least partially of natural fibre material.
5. Leg clothing item according to claim 1, characterised in that the hydrophilic thread (17) contains wool and/or cellulose fibres.
6. Leg clothing item according to claim 5, characterised in that the hydrophilic thread (17) contains viscose fibres.
7. Leg clothing item according to claim 1, characterised in that in the first row of stitches (11), at least one stitch without plush loop lies between
stitches containing plush loops (13).
8. Leg clothing item according to claim 1, characterised in that, viewed in the direction of the rows of stitches, the plush loops (13) are arranged
in a 1:1 ratio in the knitted fabric.
1. Pièce de vêtement pour les jambes, notamment chaussette, qui est réalisée à partir
d'une structure tricotée qui comporte au moins dans certaines zones un fil de base
(10) élastique et au moins un fil peluche (12) plaqué sur celui-ci et formant des
bouclettes de peluche (13) dépassant de la structure tricotée, caractérisée en ce que dans les zones de la structure tricotée qui sont réalisées avec des bouclettes de
peluche, des premières rangées de mailles (11) sont tricotées, qui comportent le fil
de base (10) et un fil hydrophobe (12) appliqué sur celui-ci et tricoté sous forme
de peluche, et des deuxièmes rangées de mailles (16) sont tricotées, qui comportent
le fil de base (16) et un fil hydrophile (17) appliqué sur celui-ci et qui sont dépourvues
de bouclettes de peluche, et en ce que, entre deux premières rangées de mailles (11), est disposée respectivement au moins
une deuxième rangée de mailles (16).
2. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 1, caractérisée en ce que le fil hydrophobe (12) est constitué au moins en partie d'un matériau en fibres synthétiques.
3. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 2, caractérisée en ce que le fil hydrophobe (12) contient des fibres de polypropylène et/ou de polyamide.
4. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 1, caractérisée en ce que le fil hydrophile (17) est constitué au moins en partie d'un matériau en fibres naturelles.
5. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 1, caractérisée en ce que le fil hydrophile (17) contient de la laine et/ou des fibres cellulosiques.
6. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 5, caractérisée en ce que le fil hydrophile (17) contient des fibres de viscose.
7. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans les premières rangées de mailles (11), respectivement au moins une maille dépourvue
de bouclettes de peluche se trouve entre des mailles contenant des bouclettes de peluche
(13).
8. Pièce de vêtement pour les jambes selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans la structure tricotée, les bouclettes de peluche (13) sont disposées dans un
rapport de 1:1, vu dans le sens des rangées de mailles.