[0001] Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit einem Seitenwandverkleidungselement.
[0002] Bisher war es üblich, Seitenwandverkleidungselemente eines Schienenfahrzeugs mit
dem Rohbau des Schienenfahrzeugs zu verschrauben. Ein Beispiel hierfür sind die Seitenwandverkleidungen
des Combino der Siemens AG. Um die Seitenwandverkleidungselemente vandalismussicher
mit dem Rohbau zu verbinden, ist eine Vielzahl an einzelnen Schraubverbindungen vorzusehen.
Dies erfordert einen erheblichen Montage- und gegebenenfalls Demontageaufwand.
[0003] Die Offenlegungsschriften
US 2011/0206877 A1 und
US 2004/0012227 A1 offenbaren die Befestigung eines Verkleidungselements mit einem Rohbau eines Fahrzeugs
mittels einer Profilschiene und eines komplementär zur Profilschiene ausgestalteten
ersten Halters.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine montagefreundliche und vom Fahrgastraum
eines Schienenfahrzeugs unsichtbare und vandalismussichere Seitenwandverkleidungsbefestigung
vorzuschlagen.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs. Weiterbildungen
und Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche
wieder.
[0006] Ein Seitenwandverkleidungselement für ein erfindungsgemässes Schienenfahrzeug, insbesondere
ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs, umfasst zur eigenen Befestigung an dem
Schienenfahrzeug zumindest eine erste Profilschiene zur freien Positionierung eines
komplementär zur ersten Profilschiene ausgestalteten ersten Halters entlang der ersten
Profilschiene und zur Befestigung des ersten Halters an der ersten Profilschiene.
Der erste Halter ist zunächst frei entlang der ersten Profilschiene zu positionieren
und anschließend an dieser Position mit der ersten Profilschiene zu verbinden, beispielsweise
durch Anklemmen des ersten Halters an der ersten Profilschiene. Die Verbindung aus
erster Profilschiene und erstem Halter ist dabei so ausgestaltet, dass sie geeignet
ist, das Seitenwandverkleidungselement mit dem zumindest einen ersten Halter an einem
Rohbau des Schienenfahrzeugs zu befestigen. Der erste Halter ist dann seinerseits
mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden, beispielsweise durch eine Schraubverbindung.
[0007] Der Rohbau weist eine begrenzte Anzahl an Positionen zur Anordnung von ersten Haltern
auf. Durch die erste Profilschiene können Seitenwandverkleidungselemente jedoch unterschiedlich
groß ausgeformt sein und/oder variabel längs der Längsachse des Schienenfahrzeugs
angeordnet werden.
[0008] Zur Befestigung von weiteren Verkleidungselementen, insbesondere Deckenverkleidungselementen,
an dem Seitenwandverkleidungselement, weist es zumindest eine weitere, zweite Profilschiene
zur freien Positionierung eines komplementär zur zweiten Profilschiene ausgestalteten,
zweiten Halters entlang der zweiten Profilschiene und zur Befestigung des zweiten
Halters an der frei ausgewählten Position der zweiten Profilschiene auf.
[0009] Das Seitenwandverkleidungselement umfasst sowohl die erste, als auch die zweite Profilschiene,
wodurch die weiteren Verkleidungselemente am Seitenwandverkleidungselement und dadurch
über das Seitenwandverkleidungselement am Rohbau des Schienenfahrzeugs befestigt sind.
[0010] Die erste und/oder die zweite Profilschiene sind vorteilhaft parallel zueinander
und/oder parallel zur Längsachse des Schienenfahrzeugs angeordnet. Weitergebildet
ist die erste und/oder die zweite Profilschiene im Querschnitt C-förmig ausgestaltet.
Weist die erste C-förmig ausgestaltete Profilschiene eine vertikal ausgerichtete C-Öffnung
auf und/oder weist die zweite C-förmig ausgestaltete Profilschiene eine horizontal
ausgerichtete C-Öffnung auf, so weist die Öffnung der ersten Profilschiene insbesondere
nach oben und/oder die Öffnung der zweiten Profilschiene weist zur Seite, insbesondere
ins Innere des Schienenfahrzeugs, so dass der erste Halter von oben in die erste Profilschiene
einführbar ist und insbesondere längs zur Längsachse des Schienenfahrzeugs in der
ersten Profilschiene geführt ist und/oder der zweite Halter von oben in die zweite
Profilschiene einführbar ist und insbesondere längs zur Längsachse des Schienenfahrzeugs
in der zweiten Profilschiene geführt ist.
[0011] Gemäß einer weiteren Weiterbildung sind die erste und/oder die zweite Profilschiene
am oberen Ende des Seitenwandverkleidungselements angeordnet.
[0012] In vorteilhafter Weise sind die erste Profilschiene und die zweite Profilschiene
stoffschlüssig miteinander verbunden, insbesondere fügestellenfrei. Monolithisch ausgebildet
sind sie beispielsweise dadurch, dass sie aus einem Guss hergestellt sind, insbesondere
sind sowohl die erste, als auch die zweite Profilschiene aus einem Strangpressprofil
hergestellt. Das Seitenwandverkleidungselement zur Verkleidung der Seitenwände im
Innenraum, insbesondere im Fahrgastraum, des Schienenfahrzeugs erstreckt sich insbesondere
zwischen dem Boden des Schienenfahrzeugs und einer Decke des Schienenfahrzeugs. Wie
nachfolgend noch ausgeführt wird, kann es eine Höhe aufweisen, welche größer ist als
der Abstand zwischen Decke und Boden des Innenraums des Schienenfahrzeugs.
[0013] In einer weiteren Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Seitenwandverkleidungselement
zur Befestigung des Seitenwandverkleidungselements an einem Rohbau des Schienenfahrzeugs
zumindest einen Haken zum Einhaken des Seitenwandverkleidungselements in eine Führung
aufweist. Die Führung zum Einhaken des zumindest einen Hakens des Seitenwandverkleidungselements
ist zu dem zumindest einen Haken komplementär ausgestaltet und mit einem Rohbau des
Schienenfahrzeugs verbunden. Der Haken des Seitenwandverkleidungselements ist in die
Führung eingehakt und somit ist das Seitenwandverkleidungselement mit dem Rohbau des
Schienenfahrzeugs verbunden.
[0014] Die Führung kann dabei als Öse ausgeformt sein. Ist sie eine Schiene, so ist das
Seitenwandverkleidungselement entlang der Schiene frei positionierbar. Sie verläuft
insbesondere parallel zur Längsachse des Schienenfahrzeugs.
[0015] Der Haken ist insbesondere derart ausgebildet, dass er zumindest senkrecht auf das
Seitenwandverkleidungselement wirkt, so dass das Seitenwandverkleidungselement zumindest
in dieser Richtung am Rohbau des Schienenfahrzeugs fixiert ist. Ist das Seitenwandverkleidungselement
seinerseits vertikal im Schienenfahrzeug ausgerichtet, wirkt der Haken einem horizontalen
Verschieben des Seitenwandverkleidungselements von der Führung weg entgegen.
[0016] Beispielsweise weist der zumindest eine Haken des Seitenwandverkleidungselements
einen Sporn auf, welcher zum Einhaken der Führung zwischen Sporn und Seitenwandverkleidungselement
vom Seitenwandverkleidungselement beabstandet angeordnet ist. Gemäß einer Ausführungsform
ist der Sporn des Hakens elastisch verformbar, insbesondere in eine Richtung senkrecht
zum Seitenwandverkleidungselement. Dadurch ist die Führung zwischen Seitenwandverkleidungselement
und Haken einklemmbar. Indem durch Einhaken der Führung der Sporn elastisch so verformt
wird, dass der Abstand von dem Sporn zum Seitenwandverkleidungselement zunimmt, wirkt
der Haken wie eine Feder, wodurch er gegen die Führung vorgespannt ist.
[0017] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der zumindest eine Haken des Seitenwandverkleidungselements
nach unten offen. Das Seitenwandverkleidungselement wird von oben in die Führung eingehakt
und ist entsprechend im montierten Zustand in die Führung eingehängt. Damit ist der
Haken so gegen die Richtung der Gewichtskraft des Seitenwandverkleidungselements in
die Führung eingehakt, dass Selbstsperrung eintritt und somit ein Absinken des Seitenwandverkleidungselements
blockiert ist.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Schienenfahrzeugs ist der zumindest eine Haken
des Seitenwandverkleidungselements an einem unteren Ende des Seitenwandverkleidungselements
angeordnet. Insbesondere sind zur eigenen Befestigung des Seitenwandverkleidungselements
zumindest zwei oder mehrere Haken zum Einhaken und Befestigen des Seitenwandverkleidungselements
in zumindest eine komplementär zu den Haken ausgestaltete Führung des Schienenfahrzeugs
am unteren Ende des Seitenwandverkleidungselements angeordnet.
[0019] Eine Ausbildung des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs sieht vor, dass das Schienenfahrzeug
einen Innenraum, insbesondere einen Fahrgastraum, mit einem Boden aufweist, welcher
Boden im Bereich des Seitenwandverkleidungselements nach oben gekrümmt ist und an
dessen Rand im Bereich der Seitenwand die Führung zum Einhaken des Hakens angeordnet
ist. Der Boden erstreckt sich seitlich zumindest bis an die Seitenwände des Schienenfahrzeugs,
welche zumindest teilweise von den Seitenwandverkleidungselementen gebildet werden.
Insbesondere erstreckt sich der Boden bis jenseits der Seitenwandverkleidungselemente.
Er ist seitlich hochgezogen. Seine seitlichen Ränder bilden somit nach oben weisende
Abschlusskanten. Zumindest eine Führung zum Einhaken zumindest eines Seitenwandverkleidungselements
ist an einem seitlichen Rand des Bodens angeordnet. Somit befindet sich der seitliche
Rand des Bodens zwischen dem Rohbau des Schienenfahrzeugs und dem Seitenwandverkleidungselement,
so dass der Sporn des Hakens auf der dem Innenraum gegenüberliegenden Seite des Bodens
angeordnet ist, und insbesondere auf dieser Seite an der Führung anliegt. Wie oben
bereits ausgeführt, ist die Führung vorteilhaft als Schiene zur freien Positionierung
des Seitenwandverkleidungselements entlang der Führung ausgestaltet.
[0020] Weitergebildet umfasst das Schienenfahrzeug dann im Bereich der Seitenwand eine Dichtung,
welche zwischen dem Boden und dem Seitenwandverkleidungselement angeordnet und dichtend
gegen das Seitenwandverkleidungselement vorgespannt ist. Die Dichtlippe ist beispielsweise
am Boden befestigt, kann jedoch auch direkt an der Führung angeordnet sein. Zusätzlich
oder alternativ ist eine gleich wirkende Dichtung am Seitenwandverkleidungselement
angeordnet. Die Dichtlippe weist insbesondere in das Innere des Schienenfahrzeugs.
[0021] Darüber hinaus kann das Seitenwandverkleidungselement zur eigenen Befestigung mit
mehreren Abschnitten einer ersten Komponente eines aus zwei Komponenten bestehenden
Klettverschlusses versehen sein, insbesondere in vertikal angeordneten Streifen, insbesondere
an den Seiten oder Rändern des Seitenwandverkleidungselements, insbesondere entlang
seiner Hochachse, senkrecht zur Längsachse des Schienenfahrzeugs. Abschnitte der anderen,
zweiten Komponente des Klettverschlusses sind dann an dem Rohbau, beispielsweise an
Tür- und/oder Fenstersäulen, entsprechend angeordnet. Die ersten Abschnitte der ersten
Komponente des Klettverschlusses sind, wie auch die Haken zum Einhaken der Führung,
auf einer vom Innenraum, insbesondere Fahrgastraum, des Schienenfahrzeugs abgewandten
Rückseite des Seitenwandverkleidungselements angeordnet. Die zweiten Abschnitte der
zweiten Komponente des Klettverschlusses sind entsprechend auf einer in das Fahrzeuginnere
weisenden Seite des Rohbaus angebracht.
[0022] Wird das Seitenwandverkleidungselement bei der Montage in die untere Schiene einhakend
eingeführt, kann es anschließend mit den Klettverschlüssen an dem Rohbau festgemacht
werden, um es anschließend mit den ersten Haltern am Schienenfahrzeug zu befestigen.
[0023] Ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs,
umfasst zumindest ein Seitenwandverkleidungselement und zur Befestigung des Seitenwandverkleidungselements
an einem Rohbau des Schienenfahrzeugs zumindest einen komplementär zur ersten Profilschiene
des Seitenwandverkleidungselements ausgestalteten und an der ersten Profilschiene
befestigten Halter, welcher seinerseits mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs, insbesondere
lösbar, verbunden ist. Der erste Halter ist entlang der ersten Profilschiene des Seitenwandverkleidungselements
frei positionierbar.
[0024] Der Halter wird insbesondere mit der Profilschiene verklemmt, verkeilt oder verschraubt
und mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs ebenfalls lösbar verbunden, beispielsweise
mittels einer Verschraubung.
[0025] Ist lediglich ein einzelner erster Halter zur Befestigung des Seitenwandverkleidungselements
an einem Rohbau des Schienenfahrzeugs vorgesehen, so sind sowohl der einzelne erste
Halter, sowie die erste Profilschiene so dimensioniert, dass sie das Seitenwandverkleidungselement
mit einer vorgegebenen Masse alleine haltern. Insbesondere sind jedoch zwei oder mehrere
erste Halter zur Befestigung des Seitenwandverkleidungselements mit der ersten Profilschiene
und dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden.
[0026] Ist zusätzlich lediglich ein einzelner Haken zum Einhaken in eine Führung vorgesehen,
so ist auch dieser so dimensioniert, das Seitenwandverkleidungselement zusammen mit
dem oder den Haltern am Rohbau des Schienenfahrzeugs zu befestigen. Sind mehrere Haken
vorgesehen, so haltern sie das Seitenwandverkleidungselement gemeinschaftlich und
können daher entsprechend ausgestaltet sein.
[0027] Wie oben bereits ausgeführt, umfasst das Seitenwandverkleidungselement eine zweite
Profilschiene, um weitere Verkleidungselemente, insbesondere Deckenelemente, im Schienenfahrzeug
zu befestigen. Zumindest ein zweiter Halter ist, analog zum ersten Halter, entsprechend
komplementär zur zweiten Profilschiene des Seitenwandverkleidungselements ausgestaltet
und mit zumindest einem weiteren Verkleidungselement, insbesondere einem Deckenelement,
verbunden. Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Sie wird anhand der
nachfolgenden Figuren näher erläutert, in denen jeweils ein Ausgestaltungsbeispiel
dargestellt ist. Gleiche Elemente in den Figuren sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Fig. 1
- zeigt perspektivisch ein Seitenwandverkleidungselement von der zur Außenhaut eines
erfindungesgemässen Schienenfahrzeugs weisenden Seite,
- Fig. 2
- zeigt einen Detailschnitt eines Befestigungsmechanismus des Seitenwandverkleidungselements.
[0028] In Fig. 1 ist ein Seitenwandverkleidungselement 1 dargestellt. Dieses weist zur eigenen
Befestigung an einem Rohbau eines Schienenfahrzeugs an ihrem unteren Ende drei Haken
2 auf zum Einhaken des Seitenwandverkleidungselements 1 in eine komplementär zu den
Haken ausgestaltete Führung, welche ihrerseits am Rohbau des Schienenfahrzeugs befestigt
ist, wodurch auch das Seitenwandverkleidungselement 1 am Rohbau des Schienenfahrzeugs
befestigt ist. Die Führung als einzuhakendes Objekt bildet, beispielsweise als Schiene
parallel zur Längsachse des Schienenfahrzeugs ausgeführt, das Gegenstück zu den Haken
2, welches hier nicht näher dargestellt ist.
[0029] An ihrem oberen Ende umfasst das Seitenwandverkleidungselement 1 eine erste Profilschiene
3, in welcher hier drei erste Halter 4 geführt sind. Die erste Profilschiene 3 dient
der freien Positionierung der komplementär zur ersten Profilschiene 3 ausgestalteten
ersten Halter 4 entlang der ersten Profilschiene 3 und zur Befestigung der ersten
Halter 4 an der ersten Profilschiene 3. Die ersten Halter 4 sind mit der ersten Profilschiene
3 lösbar verbindbar ausgestaltet. Sie werden beispielsweise mit der ersten Profilschiene
3 verklemmt, verkeilt oder verschraubt. Zusätzlich sind sie mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs,
insbesondere lösbar, verbindbar, beispielsweise durch eine Schraubverbindung.
[0030] Seitlich sind zusätzlich mehrere Abschnitte einer ersten Komponente eines aus zwei
Komponenten bestehenden Klettverschlusses an dem Seitenwandverkleidungselement 1 appliziert,
hier in vertikal verlaufenden Streifen 5. Diese dienen ebenfalls der Befestigung des
Seitenwandverkleidungselements 1 am Rohbau des Schienenfahrzeugs. Hier nicht gezeigt
sind die Abschnitte der anderen, zweiten Komponente des Klettverschlusses, welche
an Tür- und/oder Fenstersäulen entsprechend angeordnet sind.
[0031] Wird das hier skizzierte Seitenwandverkleidungselement 1 montiert, werden zunächst
die Haken 2 in die Führung eingehakt und das Seitenwandverkleidungselement 1 ausgerichtet.
Mittels Klettverschlüssen 5 erfolgt eine erste Fixierung. Anschließend werden die
ersten Halter 4 in der ersten Profilschiene 3 mit dem Rohbau, insbesondere lösbar
mittels Verschraubungen, verbunden. Ist eine doppelt wirkende oder eine zweite Profilschiene
vorgesehen, können anschließend noch Deckenelemente mit zweiten Haltern an dieser
ausgerichtet und mit dieser verbunden werden, wodurch diese über das Seitenwandverkleidungselement
1 mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden sind.
[0032] Fig. 2 veranschaulicht detailliert die Befestigung eines erfindungsgemäßen Seitenwandverkleidungselements
1 an einem Rohbau 13 eines Schienenfahrzeugs. Das Seitenwandverkleidungselement 1
weist an seinem oberen Ende eine erste Profilschiene 3 auf, welche im Querschnitt
C-förmig ausgestaltet ist, wobei die Öffnung der C-förmig ausgestalteten Profilschiene
3 nach oben zeigt - das C liegt auf dem Rücken. In der ersten Profilschiene 3 ist
ein erster Halter 4 axial geführt und zunächst frei entlang dieser positionierbar.
Durch eine Klemmverbindung mittels einer Schraube 14 ist er dann auch gegen ein Verschieben
längs der ersten Profilschiene 3 mit der Profilschiene 3 lösbar verbunden. Gleichzeitig
ist der erste Halter 4 mit einer Tür- oder Fenstersäule des Rohbaus 13 des Schienenfahrzeugs
verschraubt. Somit ist das Seitenwandverkleidungselement 1 mit dem Rohbau 13 des Schienenfahrzeugs
lösbar verbunden. Die erste Profilschiene 3 ist dabei komplementär zum ersten Halter
4 ausgestaltet, um diesen frei entlang der ersten Profilschiene 3 aufzunehmen.
[0033] Hier weist die erste Profilschiene 3 einen C-förmigen Querschnitt auf. Sie könnte
ja auch T-Förmig, G-förmig oder als Hutschiene und der Halter entsprechend ausgeformt
sein. Den Profilschienen im Sinne der Erfindung ist gemein, dass sie zunächst der
Aufnahme und Führung eines entsprechend zur Profilschiene komplementär ausgestalteten
Halters dienen. Da die Halter nach ihrer Montage an den Profilschienen nicht mehr
entlang dieser verschiebbar sind, wirken die Profilschienen weniger als Führungsschienen,
sondern vielmehr als Tragschienen.
[0034] Neben der ersten Profilschiene 3 weist das Seitenwandverkleidungselement 1 eine weitere,
zweite Profilschiene 6 auf. Die zweite dient Profilschiene 6 zur Befestigung von weiteren
Verkleidungselementen, hier Deckenverkleidungselementen 8. Analog zur ersten Profilschiene
3 ist auch an der zweiten Profilschiene 6 ein komplementär zur zweiten Profilschiene
ausgestalteter, zweiter Halter 7 frei entlang der zweiten Profilschiene 6 positionierbar
und, insbesondere lösbar, befestigbar. Der zweite Halter 7 ist mit dem zumindest einen
weiteren Verkleidungselement, hier ein Deckenverkleidungselement 8, verbunden. Somit
sind auch die Deckenverkleidungselemente 8 mit dem Rohbau 13 des Schienenfahrzeugs
verbunden.
[0035] Die erste und zweite Profilschiene 3 und 6 sind hier einstückig ausgearbeitet. Sie
weisen senkrecht voneinander wegweisende Öffnungen auf. Die erste Profilschiene 3
weist eine vertikal wirkende Öffnung, die zweite Profilschiene 6 eine horizontal wirkende
Öffnung auf. Eine vertikale oder vertikal wirkende C-Öffnung bedeutet, dass das C
nach rechts oder links geöffnet ist, insbesondere, wie hier, in den Innenraum des
Schienenfahrzeugs gewandt. Eine horizontale oder horizontal wirkende C-Öffnung liegt
hingegen vor, wenn das C nach unten oder insbesondere nach oben geöffnet ist.
[0036] Unter vertikaler C-Öffnung wird hier nicht ein senkrecht zum Boden verlaufender Schlitz
verstanden. Als horizontale C-Öffnung gilt nicht ein parallel zum Boden verlaufender
Schlitz, wie ihn die zweite Profilschiene 6 aufweist.
1. Schienenfahrzeug mit zumindest einem Seitenwandverkleidungselement (1), wobei das
Seitenwandverkleidungselement (1) zur eigenen Befestigung eine erste Profilschiene
(3) zur freien Positionierung eines komplementär zur ersten Profilschiene (3) ausgestalteten
ersten Halters (4) entlang der ersten Profilschiene (3) und zur Befestigung des ersten
Halters (4) am Seitenwandverkleidungselement (1) aufweist, wobei der erste Halter
(4) mit einem Rohbau (13) des Schienenfahrzeugs verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenwandverkleidungselement (1) zur Befestigung von weiteren Verkleidungselementen,
insbesondere Deckenverkleidungselementen (8), zumindest eine weitere, zweite Profilschiene
(6) zur freien Positionierung eines komplementär zur zweiten Profilschiene (6) ausgestalteten,
zweiten Halters (7) entlang der zweiten Profilschiene (6) und zur Befestigung des
zweiten Halters (7) am Seitenwandverkleidungselement (1) aufweist, welcher zweite
Halter (7) mit zumindest einem weiteren Verkleidungselement verbunden ist.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Profilschiene (3, 6) im Querschnitt C-förmig ausgestaltet
sind.
3. Schienenfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste C-förmige Profilschiene (3) eine nach oben weisende Öffnung aufweist und,
dass die zweite C-förmige Profilschiene (6) eine zur Seite weisende Öffnung aufweist.
4. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Profilschiene (3) und die zweite Profilschiene (6) stoffschlüssig miteinander
verbunden sind.
5. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Profilschiene (3, 6) an einem oberen Ende des Seitenwandverkleidungselements
(1) angeordnet sind.
6. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Halter (4) klemmend an der ersten Profilschiene (3) befestigt ist.
7. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenwandverkleidungselement (1) zur eigenen Befestigung erste Abschnitte eines
Klettverschlusses (5) aufweist, und, dass zweite Abschnitte des Klettverschlusses
mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden sind, welche erste und zweite Abschnitte
miteinander verbunden sind.
8. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenwandverkleidungselement zur eigenen Befestigung zumindest einen Haken (2)
zum Einhaken des Seitenwandverkleidungselements (1) in eine Führung aufweist, welche
mit dem Rohbau des Schienenfahrzeugs verbunden ist.
9. Schienenfahrzeug des Personenverkehrs nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Haken (2) an einem unteren Ende des Seitenwandverkleidungselements
(1) angeordnet ist.
1. Rail vehicle having at least one side wall cladding element (1), wherein the side
wall cladding element (1) for dedicated fastening has a first profile rail (3) for
freely positioning along the first profile rail (3) a first holder (4), which is configured
so as to be complementary to the first profile rail (3), and for fastening the first
holder (4) to the side wall cladding element (1), wherein the first holder (4) is
connected to a body shell (13) of the rail vehicle, characterized in that the side wall cladding element (1), for fastening further cladding elements, in particular
ceiling cladding elements (8), has at least one further, second profile rail (6) for
freely positioning along the second profile rail (6) a second holder (7), which is
configured so as to be complementary to the second profile rail (6), and for fastening
the second holder (7) to the side wall cladding element (1), said second holder (7)
is connected to at least one further cladding element.
2. Rail vehicle according to Claim 1, characterized in that the first and/or the second profile rail (3, 6) in the cross section are/is configured
so as to be C-shaped.
3. Rail vehicle according to Claim 2, characterized in that the first C-shaped profile rail (3) has an upwardly pointing opening, and in that the second C-shaped profile rail (6) has a laterally pointing opening.
4. Rail vehicle according to either of Claims 2 and 3, characterized in that the first profile rail (3) and the second profile rail (6) are interconnected in
a materially integral manner.
5. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the first and/or the second profile rail (3, 6) are/is disposed at an upper end of
the side wall cladding element (1).
6. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the first holder (4) is fastened to the first profile rail (3) in a clamping manner.
7. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the side wall cladding element (1) for dedicated fastening has first portions of
a hook-and-loop fastener (5), and in that second portions of the hook-and-loop fastener are connected to the body shell of
the rail vehicle, said first and second portions being interconnected.
8. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the side wall cladding element for dedicated fastening has at least one hook (2)
for hooking the side wall cladding element (1) into a guide which is connected to
the body shell of the rail vehicle.
9. Rail vehicle for passenger transit according to Claim 8, characterized in that the at least one hook (2) is disposed at a lower end of the side wall cladding element
(1).
1. Véhicule ferroviaire comprenant au moins un élément ( 1 ) d'habillage de paroi latérale,
l'élément ( 1 ) d'habillage de paroi latérale ayant pour sa propre fixation un premier
rail ( 3 ) profilé de mise en position librement d'une première fixation ( 4 ) conformée
complémentairement au premier rail ( 3 ) profilé, le long du premier rail ( 3 ) profilé
et de fixation de la première fixation ( 4 ) à l'élément ( 1 ) d'habillage de paroi
latérale, la première fixation ( 4 ) étant reliée à un chaudron ( 13 ) du véhicule
ferroviaire caractérisé en ce que l'élément ( 1 ) d'habillage de paroi latérale a, pour la fixation d'autres éléments
d'habillage, notamment d'éléments ( 8 ) d'habillage de plafond, au moins un autre
deuxième rail ( 6 ) profilé de mise en position librement d'une deuxième fixation
( 7 ) conformée complémentairement au deuxième rail ( 6 ) profilé le long du deuxième
rail ( 6 ) profilé et de fixation de la deuxième fixation ( 7 ) à l'élément ( 1 )
d'habillage de paroi latérale, laquelle deuxième fixation ( 7 ) est reliée à au moins
un autre élément d'habillage.
2. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième rail ( 3, 6 ) profilé sont en forme de C en section
transversale.
3. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le premier rail ( 3 ) profilé en forme de C a une ouverture tournée vers le haut
et en ce que le deuxième rail ( 6 ) profilé en forme de C a une ouverture tournée vers le côté.
4. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que le premier rail ( 3 ) profilé et le deuxième rail ( 6 ) profilé sont reliés entre
eux à coopération de matière.
5. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième ( 3, 6 ) profilés sont disposés à une extrémité supérieure
de l'élément ( 1 ) d'habillage de paroi latérale.
6. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la première fixation ( 4 ) est fixée par serrage au premier rail ( 3 ) profilé.
7. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément ( 1 ) d'habillage de paroi latérale a, pour sa propre fixation, des premières
parties d'une fermeture ( 5 ) autoagrippante et en ce que des deuxièmes parties de la fermeture autoagrippante sont reliées au chaudron du
véhicule ferroviaire, lesquelles premières et deuxièmes parties sont reliées entre
elles.
8. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément d'habillage de paroi latérale a pour sa propre fixation au moins un crochet
( 2 ) pour accrocher l'élément ( 1 ) d'habillage de paroi latérale à un guidage, lequel
est relié au chaudron du véhicule ferroviaire.
9. Véhicule ferroviaire pour le transport des voyageurs suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le au moins un crochet ( 2 ) est monté à une extrémité inférieure de l'élément (
1 ) d'habillage de paroi latérale.