[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuumschublade zum Vakuumieren von Lebensmitteln mit
einer verschließbaren Vakuumkammer und wenigstens einer Vakuumpumpe, deren Saugleitung
über mindestens einen Ventilblock mit der Vakuumkammer verbunden ist.
[0002] Vakuumiergeräte umfassen eine Vakuumkammer, in die ein geeignetes Behältnis, beispielsweise
in Form eines versiegelbaren Beutels, eingelegt wird. Innerhalb der Kammer erstreckt
sich ein Schweißbalken, der in vertikaler Richtung höhenverstellbar ist. Das mit dem
Lebensmittel befüllte Behältnis wird in die Vakuumkammer eingelegt, diese im Anschluss
über einen Deckel luftdicht verschlossen, um mittels einer Vakuumpumpe ein Kammervakuum
zu erzeugen.
[0003] Der Sauganschluss der Vakuumpumpe ist über eine Saugleitung mit dem Innenraum der
Vakuumkammer verbunden. Zur Steuerung der Zugangsleitung zur Vakuumkammer ist zwischengeschalteter
Ventilblock vorgesehen, der den Volumenstrom zur Entlüftung aus der Vakuumkammer in
Richtung der Pumpe bzw. zur Belüftung in die Vakuumkammer steuert.
[0004] Aus der
EP 0 405 680 A2 ist ein Kühlgerät mit einer integrierten vakuumierbaren Schublade zur Lagerung von
Kühlgut bekannt.
[0005] Die
US 2009/0255221 A1 offenbart ein Vakuummiergerät zum Vakuumieren von Lebensmitteln.
[0006] Aus der
EP 2 062 823 A1 ist eine Vakuumschublade für ein Küchenmöbel bekannt.
[0007] Die
DE 299 22 199 U1 offenbart eine manuelle Frischhaltevorrichtung, die einen Klemmkörper und eine Handpumpe
mit Saugleitung aufweist.
[0008] Aus der
US 6,148,875 A ist eine ausziehbare Vakuumkammer für ein Kühlgerät bekannt, deren Luftvolumen mittels
einer Vakuumierpumpe abgesaugt werden kann.
[0009] Aus der
US 4,164,111 ist eine weitere Vakuumverpackungsmaschine bekannt, bei der der Vakuumiervorgang
über zwei getrennte Ventile steuerbar ist.
[0010] Üblicherweise wird bei Vakuumschubladen eine ölgeschmierte Drehschiebervakuumpumpe
eingesetzt. Diese unterliegt bestimmten Wartungsintervallen, wobei zum Beispiel das
Öl wie beim Auto regelmäßig gewechselt werden muss. Ein regelmäßiger Wartungszyklus
ist jedoch bei Haushaltsgeräten nicht akzeptabel, da derartige Bedingungen den angesprochenen
Verbrauchern kaum zu vermitteln sind.
[0011] Die objektive Aufgabe der vorliegenden Erfindung beschäftigt sich demnach mit dem
Auffinden einer Lösung, die einen wartungsfreien Betrieb einer Vakuumschublade ermöglicht.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vakuumschublade mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vakuumschublade sind Gegenstand der sich an den
Hauptanspruch anschließenden abhängigen Unteransprüche.
[0013] Gemäß Anspruch 1 wird also bei einer gattungsgemäßen Vakuumschublade vorgeschlagen,
wenigstens ein Filterelement in den vorhandenen Ventilblock zu integrieren, wobei
das integrierte Filterelement eine Reinigung bzw. Filterung des durch die Vakuumpumpe
aus der Vakuumkammer angesaugten Volumens ermöglicht. Dadurch wird effektiv eine Verunreinigung
der Pumpe bzw. des verwendeten Öls bei Einsatz einer ölgeschmierten Drehschiebervakuumpumpe
vermieden.
[0014] Neben der effektiven Filterung des angesaugten Volumenstroms kann durch die direkte
Integration des wenigstens einen Filterelementes in den Ventilblock auf eine zusätzliche
Komponente der Vakuumschublade verzichtet werden. Die Kombination aus Ventilblock
und Filter erlaubt zudem eine Reduzierung ansonsten notwendiger Verbindungsleitungen
zwischen den Bauteilen, wodurch gleichermaßen die Gefahr für undichte Stellen innerhalb
des Systems deutlich reduziert werden kann.
[0015] In bevorzugter Ausgestaltung der Vakuumschublade ist der Ventilblock mittelbar oder
unmittelbar an der Vakuumkammer, idealerweise an der Außenwandung der Vakuumkammer
montiert. Dadurch ergibt sich ein vereinfachter Zugang zum integrierten Filterelement
bei Auftreten eines Fehlerfalls, da die Vakuumkammer üblicherweise mit dem Schubladenauszugselement
ausziehbar ist und dadurch einfach von außen zugänglich ist.
[0016] Erfindungsgemäß ist der Ventilblock bzw. das Filterelement derart in den Ventilblock
integriert, dass der Filter vom Innenraum der Vakuumkammer zugänglich ist. Wie bereits
vorstehend erläutert, sind aufwändige Wartungsarbeiten bei Möbelstücken, insbesondere
Küchenmöbeln, nahezu inakzeptabel. Allerdings sind Küchenmöbel für einen möglichst
langjährigen Betrieb wartungsfrei auszulegen, dies gilt insbesondere für die verwendete
Vakuumpumpe. Um jedoch für diesen Zeitraum eine effektive Filterung des Ansaugvolumens
zu garantieren, muss der Filter regelmäßig von Einlagerungen gesäubert bzw. ausgetauscht
werden, was eine tolerierbare Maßnahme für den Verbraucher darstellt, da er diese
Tätigkeit ganz einfach selbst ohne fremde Fachhilfe bewerkstelligen kann. Vor diesem
Hintergrund ist es besonders zweckmäßig, wenn dieser Filter vom Innenraum der Vakuumkammer
zugänglich ist, um aufwändige Demontagearbeiten für den Filteraustausch zu vermeiden
[0017] Vorstellbar ist es, dass über den Ventilblock zusätzlich ein oder mehrere Hubzylinder
geschaltet werden können, die für die Betätigung des Schweißbalkens innerhalb der
Vakuumkammer zuständig sind. Der Ventilblock umfasst folglich mindestens zwei Ventile,
insbesondere Magnetventile, die zum einen die Saugleitung in die Kammer steuern als
auch die Anschlussleitung der Hubzylinder betätigen. Denkbar ist es weiterhin, dass
am Ventilblock ein oder mehrere Belüftungsöffnungen vorgesehen sind, die eine Kammerbelüftung
über die Saugleitung gestatten.
[0018] Idealerweise eignet sich der verbaute Filter nicht nur zur Filterung von Stäuben,
sondern auch zur Filterung bzw. Abscheidung von Flüssigkeiten aus dem Volumenstrom.
Dies gilt gerade für den Anwendungsfehlerfall, bei dem beispielsweise ein flüssiges
bzw. suppenartiges Lebensmittel aus der Vakuumkammer in Richtung der Vakuumpumpe angesaugt
wird.
[0019] Denkbar ist der Einsatz eines Flachfilters, insbesondere einer Filtermatte bzw. einer
Filtermembran als Filterelement. Denkbar ist jedoch auch ein rohr- bzw. zylinderförmiges
Filterelement.
[0020] Um zunehmende Einlagerungen im Filter bzw. Verunreinigungen innerhalb der Saugleitung
zu erkennen und der damit zunehmenden Gefahr für einen Pumpenschaden vorzubeugen,
ist es vorteilhaft, wenn wenigstens ein Drucksensor, insbesondere ein elektronischer
Drucksensor, innerhalb des Ventilblockes bzw. der Saugleitung eingesetzt ist, der
die Durchflussmenge kontinuierlich, periodisch oder zufällig beobachtet und Abweichungen
gegenüber dem Regelbetrieb ohne Filterverstopfung erkennt. In diesem Zusammenhang
ist es weiter sinnvoll, wenn entsprechende Mittel vorgesehen sind, die auf Grundlage
des Sensorsignals ein entsprechendes Servicesignal zur Indikation eines notwendigen
Filterwechsels generieren. Dadurch kann der Nutzer gezielt auf einen anstehenden Filterwechsel
aufmerksam gemacht werden.
[0021] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Ventilblock ein dem Filterelement in Saugrichtung
vorgeordnetes Gitterelement, vorzugsweise ein Drahtgewebe, vorsieht. Das Gitterelement
ist folglich zwischen der kammerseitigen Eingangsöffnung des Ventilblocks und dem
Filterelement angeordnet. Das vorgeordnete Gitterelement sorgt für eine gleichmäßige
Verteilung des Durchflusses auf die zur Verfügung stehende Filterfläche, sodass eine
zufriedenstellende Reinigung des angesaugten Volumenstroms erreicht wird. Daneben
sorgt das Gitterelement dafür, dass der Filter beim Rückbelüften der Vakuumkammer
nicht aus dem Ventilblock in die Kammer hinein geschleudert wird.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der in der Kammerwanne innen liegende Anschlussstutzen
des Ventilblocks lösbar mit dem hinter der Kammerwand montierten Ventilblockkorpus
verbunden ist. Die Saugleitung verläuft demnach ausgehend von dem Ventilblock durch
eine in der Kammerwandung vorhandene Bohrung über den innerhalb der Kammerwanne liegenden
Anschlussstutzen und mündet über die die Stutzenöffnung innerhalb der Kammer. Die
Verbindung basiert idealerweise auf einer Schraubverbindung, um die Bedienbarkeit
durch den Nutzer zu vereinfachen. In diesem Fall kann der Nutzer einfach den Anschlussstutzen
vom Ventilblockkorpus abschrauben und dadurch Zugang zum Filterelement erhalten. Denkbar
ist es ebenfalls, dass die Schraubverbindung zwischen dem Anschlussstutzen und dem
hinter der Kammerwandung liegenden Ventilblockkorpus gleichzeitig zur Stabilisierung
und Befestigung des Ventilblockes an der Kammerwandung dient. Das Gewinde des Ventilblockkorpus
reicht vorzugsweise durch die Bohrung der Kammerwandung in den Innenraum der Kammer.
Die Verbindung kann allerdings auch durch einen Bajonettverschluss und/oder durch
einen Schnapphaken erfolgen.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorstellbar, dass wenigstens
ein Filterelement innerhalb des Anschlussstutzens angeordnet ist, vorzugsweise unmittelbar
hinter dem lösbar angeordneten Anschlussstutzen innerhalb der Saugleitung. Die Öffnungsfläche
des Anschlussstutzens ist bevorzugt siebartig ausgeführt, d.h. die kreisförmige Deckelfläche
weist ein oder mehrere Öffnungen in Form von Bohrungen auf und deckt die Öffnung des
Anschlussstutzens bzw. den darin platzierten Filter luftdurchlässig ab.
[0024] Um ein Andrücken bzw. Anpressen des Filterelements auf die Verschraubung des Ventilblockkorpus
zu vermeiden, umfasst diese ein oder mehrere Abstandshalter, die für einen bestimmten
Abstand zwischen Filterelement und Verschraubung sorgen. Derartige Abstandshalter
können beispielsweise in Form von ein oder mehreren Rippen, insbesondere radial nach
außen verlaufender Rippen, ausgebildet sein.
[0025] Zusätzlich oder anstatt der Verwendung eines elektronischen Drucksensors kann der
Ventilblock zudem wenigstens ein federvorgespanntes Ventil umfassen, das die Saugleitung
beim Auftreten nicht tolerierbarer Verunreinigungen innerhalb der Leitung sperrt und
den Pumpenbetrieb automatisch unterbricht.
[0026] Die vorliegende Erfindung betrifft zudem die Verwendung einer Vakuumschublade gemäß
der vorliegenden Erfindung für ein Möbel, insbesondere für ein Küchenmöbel. Für die
erfindungsgemäße Verwendung ergeben sich folglich dieselben Vorteile und Eigenschaften,
die bereits vorstehend bezüglich der beanspruchten Vakuumschublade vorgetragen wurden.
Auf eine wiederholende Beschreibung soll aus diesem Grund verzichtet werden.
[0027] Neben der erfindungsgemäßen Verwendung betrifft die Erfindung zudem ein Küchenmöbel
mit einer erfindungsgemäßen Vakuumschublade. Derartige Vakuumschubladen für Küchenmöbel
zeichnen sich üblicherweise durch eine besonders kompakte Bauweise aus, die vorgeschriebenen
Normvorgaben bezüglich der Abmessung entsprechen. Beispielsweise kennzeichnet sich
die Vakuumschublade in diesem Fall durch eine maximale Bauhöhe von ca. 140 mm, was
insbesondere die Integration der notwendigen Baugruppen und Bauteile für den Vakuumierbetrieb
erschwert. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Anordnung des Ventilblocks mit integriertem
Filter besonders vorteilhaft, wobei sich ebenfalls durch die vorbeschriebene Befestigung
und Montage an der Kammerwandung enorme Vorteile ergeben.
[0028] Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen im Folgenden anhand der in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer Vakuumschublade einschließlich des Innenraums der
Vakuumkammer und des kammerseitigen Saugstutzen des Ventilblocks,
- Fig. 2:
- eine Ansicht der Vakuumschublade einschließlich der äußeren Kammerwandung mit montiertem
Ventilblock,
- Fig. 3:
- eine Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Ventilblocks gemäß einer ersten Ausführungsvariante,
- Fig. 4:
- unterschiedliche Darstellungen des erfindungsgemäßen Ventilblocks gemäß Fig. 3,
- Fig. 5:
- unterschiedliche Darstellungen des erfindungsgemäßen Ventilblocks gemäß einer alternativen
Ausführungsform,
- Fig. 6:
- eine Detaildarstellung des Anschlussstutzens der Ausführungsform gemäß Fig. 5 und
- Fig. 7:
- einen Schnitt durch den Ventilblock in einer vergrößerten Darstellung.
[0029] Die nachfolgenden erfindungsgemäßen Ausführungsvarianten betreffen eine Vakuumschublade
für ein Küchenmöbel. Die Schublade zeichnet sich durch eine Einbauhöhe von nur 140
mm aus und entspricht demnach dem Normmaß von Einbauküchen. Die Vakuumschublade umfasst
einen Schubladenauszug, der in einem Schubladenkorpus über seitliche Führungsschienen
längsverschieblich geführt ist. Die Frontabdeckung des Schubladenauszugs kann einen
Griff zum Ein- und Ausfahren der Schublade in den Korpus aufweisen. Stattdessen oder
zusätzlich kann der Schubladenauszug eine Push-Pull-Einrichtung zum Öffnen und Schließen
aufweisen. Innerhalb des Schubladenauszuges ist eine Vakuumkammer gelagert, die mit
einer Vakuumpumpe der Vakuumschublade strömungstechnisch gekoppelt ist und zur Vakuumerzeugung
die Luft aus der Kammer abpumpen kann. Die Vakuumpumpe ist am Schubladenauszug befestigt.
[0030] Für den Vakuumiervorgang kann die Vakuumkammer mit einem Deckel luftdicht verschlossen
werden, sodass über die Vakuumpumpe das notwendige Vakuum innerhalb der geschlossenen
Vakuumkammer erzeugt werden kann.
[0031] Für das Versiegeln eines eingelegten Beutels dient ein innerhalb der Vakuumkammer
vorgesehener Schweißbalken, der sich in Schubladeneinschubrichtung über die gesamte
Kammerbreite erstreckt. Ein mit Lebensmitteln befüllter Beutel wird zum Vakuumieren
in die Kammer eingelegt, wobei der Beutel auf dem Schweißbalken abgelegt wird und
die Beutelöffnung über den Schweißbalken zum Kammerrand hin übersteht.
[0032] Nach dem Entlüften der Vakuumkammer im Betrieb wird der Schweißbalken gegen eine
Andruckfläche gepresst und durch Zuführung der Schweißenergie verschweißt. Für das
Anpressen des Beutels gegen die Anpressfläche sind entsprechende Hubzylinder vorgesehen,
die den Schweißbalken in vertikaler Richtung nach oben bzw. unten verlagern. Als Vakuumpumpe
werden üblicherweise ölgeschmierte Drehschiebervakuumpumpen eingesetzt, welche aufgrund
von Herstellerangaben in bestimmten Wartungsintervallen einen Ölwechsel erfordern.
Die vorgestellte erfindungsgemäße Vakuumpumpe soll jedoch ohne einen Ölwechsel über
die gesamte Lebensdauer auskommen.
[0033] Zu diesem Zweck ist in den üblicherweise notwendigen Ventilblock wenigstens ein Filterelement
integriert, das die aus der Vakuumkammer angesaugte Luft filtert und dadurch Verunreinigungen
der Vakuumpumpe bzw. des verwendeten Pumpenöls verhindert.
[0034] Fig. 1 zeigt eine Darstellung der hinteren Seitenwand 10 der Vakuumschublade. Erkennbar
ist der in den Innenraum der Vakuumschublade hineinreichende Anschlussstutzen 20,
dessen kreisrunde Deckelfläche 21 eine zentrale Durchgangsöffnung 23 und mehrere ringförmig
um die Durchgangsöffnung 23 angeordnete kleinere Bohrungen 22 umfasst. Über die Öffnungen
22, 23 kann das in der Vakuumkammer vorliegende Luftvolumen angesaugt und in Richtung
der Vakuumpumpe befördert werden. Die Saugleitung gelangt durch eine hinter dem Anschlussstutzen
20 liegende Bohrung der Kammerwand 10 zur Wandungsrückseite.
[0035] Fig. 2 zeigt die entsprechende Rückseite 11 der Kammerwandung, wobei hier im Bereich
der Bohrung und des durchgeführten Anschlussstutzens 20 der Ventilblockkorpus 30 montiert
ist. Am hinteren Ende des Ventilblocks 30 ist der Anschluss 31 für die Saugleitung
der Vakuumpumpe erkennbar. Durch die Verschraubung des Anschlussstutzen 20 mit dem
passenden Gewinde des Ventilblockkorpus 30 kann der Ventilblock 30 unter Umständen
ausreichend an der Kammerwand 10 befestigt und stabilisiert werden.
[0036] Zur detaillierten Beschreibung des erfindungsgemäßen Ventilblocks 30 der Vakuumschublade
wird auf die Explosionsdarstellung der Fig. 3 verwiesen. Erkennbar ist hier der Anschlussstutzen
20 des Vakuumbehälters, der ebenfalls in Fig. 1 zu sehen war. Der Anschlussstutzen
20 wird über das Schraubgewinde mit dem passenden Gegengewinde des Anschlussstutzens
des Ventilblocks 30 verschraubt.
[0037] Das zylinderförmige Filterelement 40 lässt sich in den rohrförmigen Kanal 36 des
Ventilblockes 30 einsetzen, der Anschlussstutzen 20 wird anschließend mit dem Ventilkorpus
30 über das vorgesehene Gewinde im Bereich des Kanals 36 verschraubt. Die Schraubverbindung
wird zusätzlich über den O-Ring 50 gegenüber der Innenfläche der Kammerwand 10 abgedichtet.
Der O-Ring 51 dichtet die Saugleitung gegenüber der äußeren Wandung 11 ab.
[0038] Weiterhin umfasst der Ventilbock ein linkes und rechtes Magnetventil 32, 33, wobei
das linke Magnetventil 32 zur Schaltung der Hubzylinder für die Betätigung des Schweißbalkens
verantwortlich ist und das rechte Magnetventil 33 für die Schaltung des Volumenstroms
aus der Vakuumkammer in Richtung der Vakuumpumpe dient. Am hinteren Ende des Ventilblocks
ist ebenfalls der Anschluss 31 für die Vakuumpumpe erkennbar. Auf der Oberseite des
Ventilblocks 30 sitzt ein Anschlussstutzen 34, an dem ein Schlauch befestigbar ist,
der zu einem Drucksensor führt, wobei dieser Drucksensor die Durchflussmenge vom Anschlussstutzen
20 aus der Vakuumkammer zur Vakuumpumpe erfasst und bei Abweichungen auf entsprechende
Einlagerungen innerhalb des Filterelementes 40 schließt. Durch eine gegebenenfalls
vorhandene Auswerteeinheit können die Messwerte des Drucksensors ausgewertet und bei
Bedarf ein entsprechendes Servicesignal generiert werden, das dem Nutzer die Notwendigkeit
eines anstehenden Filterwechsels anzeigt.
[0039] Weiterhin sind auf der Vorder- und Oberseite des Ventilblocks 30 Lüftungsöffnungen
35 erkennbar, über die die Vakuumkammer nach beendetem Vakuumiervorgang belüftet werden
kann.
[0040] Diverse Schnittdarstellungen bzw. Detaildarstellungen des Ventilblocks der Fig. 3
sind den Figuren 4 zu entnehmen. Der Schnittdarstellung der Fig. 4a ist erneut die
Verschraubung des Anschlussstutzens 20 mit der Verschraubung 37 des Ventilblockes
zu entnehmen. Durch Abschrauben der ersten Verschraubung 20 erhält der Nutzer Zugang
zum Filterelement 40 vom Innenraum der Vakuumkammer.
[0041] Ein alternatives Ausführungsbeispiel des Ventilblocks ist der Fig. 5 zu entnehmen.
Hierbei wird anstatt eines zylinderförmigen Filterelementes ein Flachfilter 41 verwendet,
der ebenfalls zwischen der Verschraubung des Filters 20 und der Verschraubung des
Ventilblocks 37 eingesetzt wird. Eine Detailansicht der Verschraubung des Ventilblocks
37 ist der Fig. 6 zu entnehmen. Dabei ist erkennbar, dass die Oberfläche der Verschraubung
37 mit radial verlaufenden Rippen 39 versehen ist, die sternförmig um die zentrale
Bohrung der Verschraubung angeordnet sind und ein Anlegen des eingesetzten Filterelementes
41 auf die Fläche der Verschraubung 37 verhindern.
[0042] Um einen gleichflächigen Durchfluss über den Filterquerschnitt zu gewährleisten,
wird diesem ein Drahtgitter 27 vorgeordnet. Dieses sorgt gleichzeitig dafür, dass
bei Umkehrung des Volumenstroms der Filter 41 nicht in die Vakuumkammer gedrückt wird.
[0043] Für beide Varianten der Fig. 4 und 5 kann entweder ein Drucksensor 34 zur Erkennung
von Filterverunreinigungen eingesetzt werden, oder alternativ auf ein federbelastetes
Ventil 50 zurückgegriffen werden, wie es im Ausführungsbeispiel der Figuren 4 gezeigt
ist. Das federvorgespannte Ventil 50 schließt bei Verunreinigungen des Filters die
Saugleitung zur Vakuumpumpe um Beschädigung der Vakuumpumpe zu verhindern. Das Ventil
50 bietet somit einen direkten und mechanischen Schutz für die Vakuumpumpe, auf einen
zusätzlichen Drucksensor kann demnach verzichtet werden.
[0044] Das federvorgespannte Ventil 50 schließt über die Sperrdichtung 51 die Saugleitung,
sobald der Filter verstopft und durch das Vakuum die Feder 52 zusammengedrückt wird.
1. Vakuumschublade zum Vakuumieren von Lebensmitteln mit einer verschliessbaren Vakuumkammer
und wenigstens einer Vakuumpumpe, deren Saugleitung über mindestens einen Ventilblock
mit der Vakuumkammer verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Ventilblock (30) mindestens ein integriertes Filterelement (40,
41) zur Filterung der Saugleitung umfasst , wobei der Filter (40) vom Innenraum der
Vakuumkammer zugänglich ist.
2. Vakuumkammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Filterelement (41) ein Flachfilter, insbesondere eine Filtermatte
oder eine Filtermembran ist.
3. Vakuumkammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilblock (30) wenigstens einen Anschluss für einen Drucksensor (34) zur Messung
der Durchflussmenge in der Saugleitung aufweist, wobei vorzugsweise Mittel vorgesehen
sind, die bei Überschreiten einer definierten Durchflussmenge ein Servicesignal zur
Indikation eines notwendigen Filterwechsels generieren.
4. Vakuumschublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Filterelement (40, 41) wenigstens ein Gitterelement (27), vorzugsweise ein Drahtgewebe,
in Saugrichtung vorgeordnet ist, wobei das Gitterelement (27) insbesondere im Bereich
des kammerseitigen Anschlussstutzen (20) des Ventilblockes (30) sitzt.
5. Vakuumschublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Kammerwanne innenliegender Anschlussstutzen (20) des Ventilblockes (30)
lösbar mit dem hinter der Kammerwandung (10) liegenden Ventilblockkorpus (30) verbunden
ist, idealerweise mit einem Schraubgewinde (37) des Ventilblockes (30) verschraubt
ist und/oder durch einen Bajonettverschluss und/oder durch einen Schnapphaken verbunden
ist.
6. Vakuumschublade nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Filterelement (40, 41) im Saugkanal hinter dem lösbaren Anschlussstutzen
(20) liegt.
7. Vakuumschublade nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Filterelement (40, 41) zugewandte Fläche der für den Anschlussstutzen (20)
vorgesehenen Verschraubung (37) ein oder mehrere Abstandshalter umfasst, vorzugsweise
in Form radial nach außen verlaufender Rippen (39), um ein vollständiges Anlegen des
Filterelementes (40, 41), insbesondere Flachfilterelementes, an die Fläche der Verschraubung
(37) im Saugbetrieb zu unterbinden.
8. Vakuumschublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilblock (30) wenigstens ein federvorgespanntes Ventil (50) umfasst, dass
die Saugleitung bei Verunreinigungen verschließt.
9. Verwendung einer Vakuumschublade gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 für ein Möbel,
insbesondere für ein Küchenmöbel.
10. Küchenmöbel mit einer Vakuumschublade gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8.
1. A vacuum drawer for vacuum-packing food with a closable vacuum chamber and at least
one vacuum pump whose suction line is connected with the vacuum chamber by at least
one valve block,
characterized in
that the at least one valve block (30) comprises at least one integrated filter element
(40, 41) for filtering the suction line, wherein the filter (40) is accessible from
the interior space of the vacuum chamber.
2. The vacuum chamber according to any of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (41) is a flat filter, in particular a filter mat
or a filter membrane.
3. The vacuum chamber according to any of the preceding claims, characterized in that the valve block (30) includes at least one port for a pressure sensor (34) for measuring
the flow rate in the suction line, wherein there are preferably provided means which
upon exceedance of a defined flow rate generate a service signal for indicating a
necessary filter change.
4. The vacuum drawer according to any of the preceding claims, characterized in that at least one grating element (27), preferably a wire mesh, is arranged upstream of
the filter element (40, 41) in suction direction, wherein the grating element (27)
is seated in particular in the region of the chamber-side connecting port (20) of
the valve block (30).
5. The vacuum drawer according to any of the preceding claims, characterized in that a connecting port (20) of the valve block (30), which is located on the inside of
the chamber trough, is releasably connected with the valve block body (30) located
behind the chamber wall (10), ideally is screwed to a screw thread (37) of the valve
block (30) and/or is connected thereto by a bayonet lock and/or by a snap hook.
6. The vacuum drawer according to claim 5, characterized in that the at least one filter element (40, 41) is located behind the releasable connecting
port (20) in the suction channel.
7. The vacuum drawer according to claim 6, characterized in that the surface of the screw connection provided for the connecting port (20), which
faces the filter element (40, 41), comprises one or more spacers, preferably in the
form of ribs (39) extending radially to the outside, in order to inhibit full contact
of the filter element (40, 41), in particular flat filter element, with the surface
of the screw connection (37) in the suction mode.
8. The vacuum drawer according to any of the preceding claims, characterized in that the valve block (30) comprises at least one spring-biased valve (50) which closes
the suction line in the case of impurities.
9. Use of a vacuum drawer according to any of claims 1 to 8 for a piece of furniture,
in particular for a piece of kitchen furniture.
10. Kitchen furniture with a vacuum drawer according to any of claims 1 to 8.
1. Tiroir à vide destiné à mettre sous vide des denrées alimentaires, comportant une
chambre à vide fermable et au moins une pompe à vide dont la conduite d'aspiration
est reliée à la chambre à vide par au moins un bloc de soupapes,
caractérisé en ce que
ledit au moins un bloc de soupapes (30) comprend au moins un élément filtrant (40,
41) intégré pour le filtrage de la conduite d'aspiration, le filtre (40) étant accessible
de l'espace intérieur de la chambre à vide.
2. Chambre à vide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que ledit au moins un élément filtrant (41) est un filtre plat, en particulier une natte
filtrante ou une membrane filtrante.
3. Chambre à vide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le bloc de soupapes (30) comprend au moins un raccord pour un capteur de pression
(34) pour mesurer le débit dans la conduite d'aspiration, des moyens étant prévus
de préférence qui lors du dépassement d'un débit défini génèrent un signal de service
pour indiquer un changement de filtre nécessaire.
4. Tiroir à vide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de grille (27), de préférence un tissu métallique, est placé en
amont de l'élément filtrant (40, 41) en direction d'aspiration, l'élément de grille
(27) étant situé in particulier dans la région de la tubulure de raccordement (20)
côté chambre du bloc de soupapes (30).
5. Tiroir à vide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une tubulure de raccordement (20) située à l'intérieur de la cuve de chambre est reliée
de façon amovible au corps du bloc de soupapes (30) situé derrière la paroi de chambre
(10), idéalement est vissée à un filetage (37) du bloc de soupapes (30) et/ou est
reliée par une fermeture à baïonnette et/ou par un crochet d'encliquetage.
6. Tiroir à vide selon la revendication 5, caractérisé en ce que ledit au moins un élément filtrant (40, 41) est situé derrière la tubulure de raccordement
(20) amovible dans le canal d'aspiration.
7. Tiroir à vide selon la revendication 6, caractérisé en ce que la surface du raccord à vis (37) prévu pour la tubulure de raccordement (20), qui
fait face à l'élément filtrant (40, 41), comporte un ou plusieurs écarteurs, de préférence
sous forme de nervures (39) s'étendant radialement vers l'extérieur, afin d'éviter
un contact complet de l'élément filtrant (40, 41), en particulier de l'élément filtrant
plat, avec la surface du raccord à vis (37) en mode aspiration.
8. Tiroir à vide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bloc de soupapes (30) comporte au moins une soupape (50) sollicitée par ressort,
qui ferme la conduite d'aspiration en cas d'impuretés.
9. Utilisation d'un tiroir à vide selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 pour
un meuble, en particulier pour un meuble de cuisine.
10. Meuble de cuisine avec un tiroir à vide selon l'une quelconque des revendications
1 à 8.