(19)
(11) EP 2 654 979 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.02.2017  Patentblatt  2017/08

(21) Anmeldenummer: 12700446.3

(22) Anmeldetag:  05.01.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B08B 3/02(2006.01)
B05B 15/02(2006.01)
B08B 3/10(2006.01)
B08B 3/04(2006.01)
B08B 3/00(2006.01)
B44D 3/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2012/000038
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/130349 (04.10.2012 Gazette  2012/40)

(54)

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM REINIGEN VON BECHERARTIGEN BEHÄLTNISSEN VON SPRITZPISTOLEN, SPRITZPISTOLEN UND DEREN TEILEN

APPARATUS AND METHOD FOR CLEANING CUP-LIKE CONTAINERS OF SPRAY GUNS, SPRAY GUNS AND PARTS THEREOF

DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE NETTOYAGE DE CONTENANTS DE TYPE GODETS DE PISTOLETS-PULVÉRISATEURS, PISTOLETS-PULVÉRISATEURS ET LEURS PARTIES CONSTITUTIVES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 30.03.2011 DE 102011015614

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.10.2013  Patentblatt  2013/44

(73) Patentinhaber: B-Tec GmbH
30419 Hannover (DE)

(72) Erfinder:
  • BELLROTH, Michael
    30900 Wedemark (DE)
  • BÖDRICH, Hans-Joachim
    31275 Lehrte (DE)

(74) Vertreter: Habenicht, Wieland et al
Nymphenburger Strasse 79
80636 München
80636 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 19 741 546
US-A- 5 154 200
DE-A1-102007 005 834
US-B1- 6 306 222
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen.

    [0002] Aus dem Stand der Technik sind Vorrichtungen zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen bekannt, bei denen mittels gestellähnlicher Aufnahmeeinrichtungen die zu reinigenden Teile, Spritzpistolen und Behältnisse von Spritzpistolen, im nachfolgenden als "zu reinigende Gegenstände" bezeichnet, aufgenommen werden, wobei im Anschluß daran die drahtgestellartigen Aufnahmeeinrichtungen - ähnlich wie bei einem Geschirrspüler - eingesetzt werden in die vorhandenen Reinigungsvorrichtungen, um dann anschließend diese mittels mindestens eines Reinigungsmittels zu reinigen. Dabei können in mehreren Reinigungsschritten aufgrund der hintereinander folgenden Reinigungsschritte durch Vorreinigen der vorhergehenden Reinigungen die unterschiedlich mit den zu entfernenden Stoffen belasteten Reinigungsflüssigkeiten über unterschiedliche Abläufe im Inneren solcher Reinigungsvorrichtungen unterschiedlichen Auffangbehältnissen zugeführt werden. Da selbst bei gezieltem Einsatz von entsprechend im Inneren eingebauten Düsen es nicht vollständig zu vermeiden ist, daß zumindest ein kleiner Teil der unterschiedlich stark belasteten Reinigungsmittel bei den jeweiligen Reinigungsschritten auch unbeabsichtigt in den eigentlich dafür vorgesehenen Ablauf läuft und es somit nicht zu einem wirklich sehr sauberen Auffangen der unterschiedlich stark belasteten Reinigungsfraktionen der entsprechenden Auffangbehälter realisierbar ist, ist es in nicht wenigen Fällen nicht mehr möglich, ein weniger stark mit zu entfernenden Stoffen kontaminiertes Reinigungsmittel, das normalerweise aufgrund der Tatsache, daß es sich um einen Reinigungsschritt handelt, der nach einer ersten Vorreinigung stattfindet, nicht ohne weiteres wiederverwendet werden kann, so daß ein zum Teil nicht unbeträchtlicher Reinigungsmittelverbrauch festzustellen ist.

    [0003] DE 10 2007 005 834 A1 offenbart eine Spülmaschine für den gewerblichen Einsatz, wobei die Spülmaschine ausgestaltet ist, um im zyklischen Betrieb Spülgut in einer Spülkammer zu reinigen, wobei die Spülmaschine mindestens einen Tank zur Aufnahme einer Spülflüssigkeit, mindestens eine Heizvorrichtung zum Aufheizen der Spülflüssigkeit und mindestens einen Temperatursensor zur Erfassung der Temperatur der Spülflüssigkeit umfaßt, wobei die Spülmschine weiterhin eine Steuerung umfaßt, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um in wenistens einem Programmschritt eines Spülprogramms ein Aufheizen der Spülflüssigkeit zu steuern, wobei das Aufheizen mindestens so lange durchgeführt wird, bis eine vorgegebene Zieltemperatur erreicht ist, wobei vor oder in einer Anfangsphase des Aufheizens eine Starttemperatur erfaßt wird, wobei aus der Starttemperatur eine Mindestdauer des Aufheizens bestimmt wird und das Aufheizen entsprechend mit dieser Mindestdauer erfolgt.

    [0004] DE 197 41 546 A1 offenbart insbesondere ein Reinigungsverfahren mit zwei Flüssigkeitskreisläufen sowie mit Vorweichbad, Laugenbad- und Spülbad-Reinigungsstationen insbesondere zur Reinigung rückgeführter Mehrwegflaschen in Getränkebetrieben, wobei das Reingungsgut in Flüssigkeitskreisläufen jeweils im Gegenstrom zur gegebenenfalls ergänzten Kreislaufflüssigkeit durch die Reinigungsstationen geführt wird und im ersten, das Laugenbad umfassenden Flüssigkeitskreislauf die Lauge nach einer Ultrafiltration im wesentlichen vollständig im Kreislauf geführt wird, wobei im zweiten, das Spülbad erfassenden Flüssigkeitskreislauf das Spülwasser nach einer reinigenden Aufbereitung zum Teil zusammen mit Frischwasser wieder der für das Reinigungsgut letzten Reinigungsstation zugeführt wird, während der andere Teil nach Verwendung im Vorweichbad mäßig belastet entsorgt wird.

    [0005] US 5,143,200 offenbart insbesondere eine Waschstation für Glaswaren, wobei bei der Reinigung ein Sprühfächer aufheizt und gegen das zu reinigende Gut gerichtet wird und ein drehbares Antriebsrad oberhalb der Spülbox zum weiteren Verteilen des Reinigungsmittels gedreht wird, um die Reinigungsleistung zu erhöhen.

    [0006] US 6,303,222 B1 offenbart insbesondere ein Verfah ren zum Reinigen von Plastikmaterialien, bei dem fremde anhaftende Materialien und im Plastik sich befindende Materialien entfernt werden, um die Plastikteile zu recyceln, wobei zunächst eine erste Reinigung durchgeführt wird, um eine Grobreinigung bereitzustellen durch Verwendung eines Lösungsmittels innerhalb einer Trommel, wobei das Lösungsmittel verworfen wird, wobei bei einem zweiten Reinigungsschritt ein Lösungsmittel verwendet wird innerhalb der Trommel nach der ersten Reinigung, wobei auch dieses Lösungsmittel verworfen wird, um die Plastikteile anschließend zu trocknen nach der zweiten Reinigung durch Einleiten heißen Stickstoffgases in die Trommel, wobei anschließend das Stickstoffgas verworfen wird.

    [0007] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem besteht daher darin, den oben genannten Nachteil zumindest teilweise zu verringern bis hin zu vermeiden, insbesondere darin, eine entsprechende Reinigungsvorrichtung bereitzustellen, die sauber voneinander und somit definiert unterschiedlich mit zu entfernenden Stoffen belastete Reinigungsmittel bereitstellt, so daß es ermöglicht wird, daß zumindest ein Teil der nach einem ersten groben Reinigungsschritt nachfolgenden Reinigungsmittelfraktionen zumindest teilweise unmittelbar weiterverwendet werden können für weitere Reinigungsschritte bzw. später zu reinigende Gegenstände.

    [0008] Dieses Problem bzw. diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch 5.

    [0009] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es nunmehr möglich, daß bezüglich des Belastungsgrades von mit zu entfernenden Stoffen aufweisende Reinigungsmittelfraktionen sauber voneinander getrennt werden können, so daß eine Mehrfachnutzung einzelner Fraktionen möglich ist, was naturgemäß immense Mengen an ansonsten frischem Reinigungsmittel einspart, was ökonomisch wie auch ökologisch ausgesprochen sinnvoll erscheint.

    [0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen ist derart ausgestaltet, daß beim Durchlaufen einer Reinigung mittels mindestens einer Ablaufzuteilungseinrichtung, in Form einer pneumatischen Einrichtung beispielsweise und insbesondere in Form eines pneumatisch zu betreibenden Schieberventils, mit zu entfernenden Stoffen unterschiedlich verunreinigte Reinigungsflüssigkeit als Ablauf zumindest teilweise unterschiedlichen Auffangbehältnissen, beispielsweise und insbesondere in Form von Fässern, zugeteilt werden. Dabei weist die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Regel lediglich einen Ablauf auf, unter dem eine entsprechende Ablaufzuteilungseinrichtung angeordnet ist, die automatisch, programmierbar automatisch, halbmanuell oder manuell bedient werden kann, um die unterschiedlichen Fraktionen sauber voneinander zu trennen.

    [0011] Im manuellen Betrieb können Erfahrungswerte oder rein visuelle Kontrollen erfolgen, ob die zu reinigenden Gegenstände tatsächlich ausreichend bereits gereinigt sind oder nunmehr mit frischem oder weniger stark belastetem Reinigungsmittel ein weiterer Reinigungsschritt vorgenommen werden muß.

    [0012] Es ist unter anderem erfindungswesentlich, daß somit eine vom mechanischen Aufwand her relativ einfache und saubere Fraktionierung durch genaues Zuteilen und somit dann auch Zuführen zu unterschiedlichen Auffangbehältnissen ermöglicht wird, um auf diese Art und Weise erhebliche Mengen an ansonsten einzusetzende Reinigungsmittelmengen einzusparen.

    [0013] In diesem Kontext ist es besonders vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung derart ausgestaltet ist, daß mindestens eine mit zu entfernenden Stoffen verunreinigte Reinigungsflüssigkeit einer weiteren Reinigung der zu reinigenden Gegenstände zugeführt wird, wenn somit bereits während einer laufenden Reinigung mit ihren gegebenenfalls unterschiedlichen Reinigungsschritten einzelne Reinigungsmittelfraktionen verwendet werden können, da diese noch nicht so stark belastet sind und daher für einen weiteren Einsatz zur Verfügung stehen, ggf. nach einer weiteren Vorreinigung, beispielsweise und insbesondere mittels eines Edelstahlfilters. Beispielsweise und insbesondere können dann die wiederzuverwendende Reinigungsflüssigkeit über Pumpsysteme nach einem oder auch während eines Reinigungsschrittes wieder appliziert werden.

    [0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist lediglich eine einzige Ablaufzuteilungseinrichtung auf.

    [0015] Weiterhin ist es erfindungswesentlich, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Dreheinrichtung, ein pneumatisch betriebenes Getriebe, zum Drehen einer Aufnahmeeinrichtung, beispielsweise und insbesondere in Form eines Karussels, zur Aufnahme der zu reinigenden becherartigen Behältnisse von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen aufweist, da sich durch das Drehen der Aufnahmeeinrichtung in der Regel sehr gute und gleichmäßige Reinigungsergebnisse erzielen lassen.

    [0016] Schließlich ist es erfindungswesentlich, wenn der pneumatische Betrieb der Dreheinrichtung von der ersten Pneumatikeinrichtung bewerkstelligt wird, so daß mit lediglich einer pneumatischen Einrichtung sowohl die Abflußzuteilungseinrichtung als auch die Dreheinrichtung betrieben werden und auf diese Art und Weise kostengünstig sowohl Reinigung als auch Zuteilung bzw. Zuführung durchgeführt werden können.

    [0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht in der Regel überwiegend aus Edelstahl oder Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen, wobei diese im wesentlichen kastenartig ausgestaltet ist mit einem klappbaren oder verschwenkbaren Deckel, der während der Reingung geschlossen ist und während der Reinigung gesperrt werden/sein kann, beispielsweise und insbesondere pneumatisch gesperrt ist.

    [0018] Die in der Regel vom Reingungsmittel trennbaren und zu entfernenden Stoffe können über Abscheiden und/oder Filtrieren vom Reinigungsmittel getrennt werden bzw. findet eine entsprechende zumindest partielle Trennung statt, so daß dann je nach Einsatzzweck und Verschmutzungsgrad in das eine oder andere Auffangbehältnis die eine oder andere Reinigungsmittelfraktion direkt wiederverwendet werden kann, entweder für eine während des laufenden Betriebs durchgeführte Reinigung, während eines darauffolgenden Schrittes oder aber für die Reinigung einer anderen zu reinigenden Charge an Gegenständen.

    [0019] Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet.

    [0020] Dabei ist es vorteilhaft, daß zunächst während eines ersten Reinigungsschrittes mittels der Ablaufzuteilungseinrichtung das eingesetzte Reinigungsmittel einem ersten Auffangbehälter zugeteilt wird, wobei es insbesondere vorteilhaft ist, wenn während eines weiteren Reingungsschrittes mittels der Ablaufzuteilungseinrichtung das eingesetzte Reinigungsmittel einem weiteren Auffangbehälter zugeteilt wird, da somit unterschiedlich stark mit zu entfernenden Stoffen verunreinigte Reinigungsflüssigkeiten jeweiligen entsprechenden Auffangbehältern zugeteilt werden und somit zumindest die nicht am stärksten verunreinigten Reinigungsflüssigkeiten zumindest teilweise wiederverwendet werden können im laufenden Betrieb oder aber für nachfolgende Reingungsaufgaben. In vorteilhafter Weise können beim Reinigen mehrere Reinigungsmittel - gleichzeitig oder aber insbesondere sukzessive - verwendet werden, um den jeweiligen Reinigungsanforderungen gerecht zu werden. Dabei können pH-Wert, Polarisierbarkeit und Dipolmoment wichtige zu variierende Reinigungsmitteleigenschaften sein; beispielsweise und insbesondere können wässrige alkalische und alkoholische Reinigungsmittel eingesetzt werden.

    [0021] Es ist insgesamt mit erfindungswesentlich, daß die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung es nunmehr ermöglicht, mit Hilfe einer umschaltbaren Ablaufzuteilungseinrichtung gezielt eine entsprechende Zuteilung und somit Zuführung des mit zu entfernenden Stoffe verunreinigten Reinigungsmittels in unterschiedliche Auffangbehältnisse zu ermöglichen, um je nach Anwendungsfall eine entsprechende Zuteilung vorzunehmen, um auf diese Art und Weise einzusetzendes Reingungsmittel hoch effizient einzusetzen bzw. im Extremfall lediglich so geringe Mengen wie möglich an Reinigungsmittel möglichst stark mit zu entfernenden Stoffen zu belasten, um für nachfolgendes Reinigen das dann eingesetzte Reinigungsmittel möglichst wenig mit zu entfernenden Stoffen zu belasten, um dieses entweder weiteren Anwendungen zuzuführen bzw. dieses direkt wieder in Reinigungsschritte der erfindungsgemäßen Vorrichtung zurückzuführen und wiederzuverwenden bis ein nicht mehr sinnvoller Belastungsgrad/Kontamination erreicht ist.

    [0022] Die Erfindung wird anhand eines nachfolgenden Ausführungsbeispiels nicht beschränkend näher erläutert, wobei

    FIG. 1- eine schematische, perspektivische Darstellung einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung darstellt, und FIG. 2-eine schematische, perspektivische Darstellung der in Figur 1 gezeigten Reinigungsvorrichtung darstellt, in der eine Aufnahmeeinrichtung mit zu reinigenden Gegenständen eingesetzt ist.



    [0023] In Figur 1 ist skizzenhaft und perspektivisch eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen gezeigt.

    [0024] Die Reinigungsvorrichtung ist kastenförmig aufgebaut, wobei diese mittels eines Deckels 7 geschlossen werden kann vor einer Reinigung. Dabei werden aufgewirbelte Reinigungsmitteldämpfe optional abgesaugt über eine entsprechende Absaugung 8, wobei mittels einer optionalen Programmiereinheit und/oder einer Zeitschaltuhr für den Benutzer die einzelnen Reinigungsschritte oder jeweils nur ein einzelner Reinigungsschritt von der Zeitdauer her eingestellt werden kann. Nach Beladen der zu reinigenden Gegenstände, insbesondere in Form von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, aber auch Spritzpistolen und deren Teilen, in eine Aufnahmeeinrichtung 5 in Form eines karusselartig ausgestalteten Aufnahmekorbes wird dieser an einer Dreheinrichtung 4, beispielsweise und insbesondere über einen drehenden Stift, der in eine entsprechende Aufnahme in einem Fußteil der Aufnahmeeinrichtung 4 eingreift, befestigt. Anschließend wird der Deckel 7 geschlossen und optional verriegelt, um dann ein Reinigungsprogramm oder aber einfach lediglich einen Reinigungsschritt bzw. eine Reinigung als solche zu beginnen. Durch entsprechende (nicht gezeigte) Betätigungsorgane wird über eine erste (nicht näher gezeigte) Pneumatikeinrichtung die Aufnahmeeinrichtung 4 drehend in Bewegung gesetzt, wobei gleichzeitig oder aber auch leicht zeitversetzt ein Besprühen mit einer entsprechenden Reinigungsflüssigkeit/Reinigungsmittel über (nicht näher gezeigte) Düsenelemente im Innenraum der Reinigungsvorrichtung durchgeführt wird. Das Reinigungsmittel (die Begriffe Reinigungsmittel und Reinigungsflüssigkeit werden im Beschreibungstext synonym verwandt) für diesen ersten Reinigungsschritt, bei dem eine Grobreinigung stattfindet, wird aus einem (nicht gezeigten) Auffangbehältnis, somit noch nicht verunreinigte Reinigungsflüssigkeit, oder aber auch teilweise bis vollständig aus einem ersten Auffangbehältnis 2 mit einer (nicht gezeigten) Pumpeneinrichtung fördernd verwendet. Für den Fall, daß die Reinigungsflüssigkeit bereits aus vorherigen Reinigungen entsprechend mit zu entfernenden Stoffen verunreinigt ist, kann dies jedoch im Einzelfall zumindest für eine grobe Vorreinigung dennoch ausreichend sein, um auf diese Art und Weise Reinigungsmittel einzusparen.

    [0025] Der (nicht gezeigte) Pumpmechanismus besteht im wesentlichen aus einer Pumpe und entsprechenden Schlauch- bzw. Rohrleitungen, die in die jeweiligen Vorrats- bzw. Auffangbehältnisse reichen, um eben eine Förderung bis hin zum Innenraum der Reinigungsvorrichtung zu ermöglichen.

    [0026] Das während der Reinigung und frisch mit den zu entfernenden Stoffen beladene Reinigungsmittel fließt über eine ventilartige Einrichtung 1 gezielt in das Auffangbehältnis 2. Nach Durchführung dieses ersten Reinigungsschrittes zum Vorreinigen der zu reinigenden Geräte wird entweder vollautomatisch, halbautomatisch oder manuell ein zweiter Reinigungsschritt zum weiteren oder sogar schon abschließenden Reinigen eingeleitet, indem die Ablaufzuteilungseinrichtung 1 pneumatisch umgeschaltet wird, beispielsweise und insbesondere mittels Verschieben der quasi als Schiebeventil ausgestalteten Ablaufzuteilungseinrichtung derart, daß dann das bei diesem weiteren Reinigungsschritt eingesetzte Reinigungsmittel - wiederum frisch beladen mit den Resten der zu entfernenden Stoffe - gezielt einem Auffangbehältnis 2' zugeteilt und über einen entsprechenden Schlauch oder Rohr zugeführt wird. Auch während dieses Schrittes kann wie im vorherigen Schritt das einzusetzende Reinigungsmittel entweder aus einem (nicht gezeigten) eventuell weiteren Auffangbehältnis frisch und unverbraucht - aber auch bereits bei vorherigen Reinigungen anderer Gerätschaften verwendet - eingesetzt werden, wobei es jedoch in vielen Fällen sinnvoll und ausreichend sein kann, teilweise bis ausschließlich Reinigungsmittel aus dem Auffangbehältnis 2' zu verwenden, das während dieses Reinigungsschrittes oder aber aus vorherigen Reinigungen nur leicht mit zu entfernenden Stoffen verunreinigt ist, so daß dieses je nach Anforderungsgrad noch verwendet werden kann.

    [0027] In der Regel trennen sich die zu entfernenden Stoffe von der eigentlichen Reinigungsflüssigkeit/Reinigungsmittel, wobei dann über Edelstahlventile oder andere bekannten Filtereinrichtungen eine Vorfilterung stattfinden kann.

    [0028] Grundsätzlich kann die Steuerung oder auch Regelung der Ablaufzuteilungseinrichtung 1, die Teil der ersten Pneumatikeinrichtung 3 ist (nicht gezeigt) auch gleichzeitig über entsprechende Wellen, Getriebe und andere Übertragungsglieder und bekannte Mechanismen die Dreheinrichtung 4 angetrieben, gesteuert bzw. geregelt werden.

    [0029] Nach Beendigung des zweiten Reinigungsschrittes durch entsprechende Einstellungen/Programmierungen oder aber manuelle Beendigung wird der optional während des Betriebs verriegelbare Deckel 7 wieder geöffnet, so dass der Anwender die karusselartige Aufnahmeeinrichtung 5 aus der Reinigungsvorrichtung entnehmen kann.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen, wobei diese derart ausgestaltet ist, daß beim Durchlaufen einer Reinigung mittels lediglich einer Ablaufzuteilungseinrichtung (1) mit zu entfernenden Stoffen unterschiedlich verunreinigte Reinigungsflüssigkeit als Ablauf unterschiedlichen Auffangbehältnissen (2,2') zugeteilt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Ablaufzuteilungseinrichtung (1) Teil einer ersten Pneumatik-Einrichtung (3) ist, wobei diese eine Dreheinrichtung (4) zum Drehen einer Aufnahmeeinrichtung (5) zur Aufnahme der zu reinigenden becherartigen Behältnisse von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen aufweist, wobei der pneumatische Betrieb der Dreheinrichtung (4) von der ersten Pneumatik-Einrichtung (3) bewerkstelligt wird.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufzuteilungseinrichtung (1) eine ventilartige Einrichtung (3) ist.
     
    3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese derart ausgestaltet ist, daß mindestens eine mit zu entfernenden Stoffen verunreinigte Reinigungsflüssigkeit einer weiteren Reinigung der zu reinigenden Gegenstände zugeführt wird.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese derart ausgestaltet ist, daß mehrere Reinigungsmittel verwendet werden.
     
    5. Verfahren zum Reinigen von becherartigen Behältnissen von Spritzpistolen, Spritzpistolen und deren Teilen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 verwendet wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst während eines ersten Reinigungsschrittes mittels der Ablaufzuteilungseinrichtung (1) das eingesetzte Reinigungsmittel einem ersten Auffangbehälter (2) zugeteilt wird.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß während eines weiteren Reinigungsschrittes mittels der Ablaufzuteilungseinrichtung (1) das eingesetzte Reinigungsmittel einem weiteren Auffangbehälter (2') zugeteilt wird.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Reinigungsmittel verwendet werden.
     


    Claims

    1. Apparatus for cleaning cup-like containers of spray guns, spray guns and parts thereof, wherein the latter is designed such that when undergoing a cleaning process by means of at least one process allocation device (1) cleaning fluid contaminated variously with substances to be removed is assigned in sequence to different collecting vessels (2 , 2'),
    characterised in that
    the sequence allocation device (1) is part of a first pneumatic device (3), wherein the latter comprises a rotary device (4) for rotating a receiving device (5) for receiving the cup-like containers of spray guns, spray guns and parts thereof to be cleaned, wherein the pneumatic operation of the rotary device (4) is performed by the first pneumatic device (3).
     
    2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the sequence allocation device (1) is a valve-like device (3).
     
    3. Apparatus according to any of claims 1 to 2, characterised in that that latter is designed such that at least one cleaning fluid contaminated with substances to be removed is supplied for further cleaning of the matter to be cleaned.
     
    4. Apparatus according to any of claims 1 to 3, characterised in that the latter is designed such that a plurality of cleaning agents are used.
     
    5. Method for cleaning the cup-like containers of spray guns, spray guns and the parts thereof, characterised in that an apparatus according to any of claims 1 to 4 is used.
     
    6. Method according to claim 5, characterised in that firstly during a first cleaning stage by means of the sequence allocation device (1) the cleaning agent used is allocated to a first collecting vessel (2).
     
    7. Method according to any of claims 5 to 6, characterised in that during a further cleaning stage by means of the sequence allocation device (1) the cleaning agent used is allocated to an additional collecting vessel (2').
     
    8. Method according to any of claims 5 to 7, characterised in that a plurality of cleaning agents is used.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour le nettoyage de récipients de type godet de pistolets pulvérisateurs, de pistolets pulvérisateurs et de leurs parties, ce dispositif étant conçu de telle sorte que, lors de l'exécution d'un nettoyage, à l'aide de seulement un dispositif de répartition de l'écoulement d'évacuation (1), un liquide de nettoyage, sali de différentes manières par des substances à éliminer, soit réparti en tant qu'écoulement d'évacuation vers différents bacs de récupération (2, 2'), caractérisé en ce que le dispositif de répartition de l'écoulement d'évacuation (1) est une partie d'un premier dispositif pneumatique (3), ce dernier comprenant un dispositif de rotation (4), pour mettre en rotation un dispositif de réception (5) destiné à recevoir les récipients de type godet à nettoyer de pistolets pulvérisateurs, des pistolets pulvérisateurs et leurs parties, le fonctionnement pneumatique du dispositif de rotation (4) étant assuré par le premier dispositif pneumatique (3).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de répartition de l'écoulement d'évacuation (1) est un dispositif (3) de type vanne.
     
    3. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'il est conçu de telle sorte qu'au moins un liquide de nettoyage, sali par des substances à éliminer, soit envoyé à un nettoyage supplémentaire des objets à nettoyer.
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est conçu de façon à utiliser plusieurs détergents.
     
    5. Procédé pour nettoyer des récipients de type godet de pistolets pulvérisateurs, des pistolets pulvérisateurs et leurs parties, caractérisé en ce qu'on utilise un dispositif selon l'une des revendications 1 à 4.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que c'est d'abord pendant une première étape de nettoyage que le détergent utilisé est, à l'aide du dispositif de répartition de l'écoulement d'évacuation (1), réparti vers un premier bac de récupération (2).
     
    7. Procédé selon l'une des revendications 5 à 6, caractérisé en ce que c'est au cours d'une étape supplémentaire de nettoyage que le détergent utilisé est, à l'aide du dispositif de répartition de l'écoulement d'évacuation (1), réparti vers un bac de récupération supplémentaire (2').
     
    8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'on utilise plusieurs détergents.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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