[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wand- oder Fassadenelement umfassend eine
Trägerplatte mit einer Vielzahl von regelmässig angeordneten Durchgangsöffnungen,
in welchen jeweils ein an der Trägerplatte festgelegtes Leuchtmittel aufgenommen ist.
[0002] Aluminium-Verbundplatten werden seit Jahren im Architekturbereich mit anhaltendem
Erfolg als Fassadenverkleidungen eingesetzt. Neben Verbundplatten, wie sie beispielsweise
unter der Bezeichnung ALUCOBOND
® erhältlich sind und die keine Leuchtmittel beinhalten, werden auch Verbundplatten
mit integrierten Leuchtmittein angeboten. Ein Beispiel hierfür ist ALUCOBONDmedia
®, worin modernste LED- und Steuerungstechnik in ALUCOBOND
® Verbundplatten integriert ist. Bekannte Anwendungen sind dabei zum Beispiel niedrig
aufgelöste, fassadenintegrierte Grossbildschirme, zu deren Herstellung mehrere Zehntausend
LEDs in die Verbundplatten integriert werden müssen.
[0003] WO 2010/105763 beschreibt eine Leuchtvorrichtung mit einer Trägerplatte, die eine Vielzahl von eine
kreisrunde Querschnittsfläche aufweisenden Durchgangsöffnungen umfasst, in welchen
jeweils ein an der Trägerplatte befestigtes LED aufgenommen ist.
[0004] EP 2 568 466 offenbart eine Leuchtvorrichtung umfassend eine Trägerplatte, wobei die LEDs mittels
an der Rückseite der Trägerplatte angeordneter Halterungsprofile in der Trägerplatte
befestigt werden.
[0005] Ein Aspekt bei der Herstellung solcher Leuchtvorrichtungen ist die möglichst kostengünstige
Integration der LEDs in den Trägerplatten. In einer bekannten Variante werden die
LEDs mittels Clipringen von der Rückseite der Trägerplatte in die Durchgangsöffnungen
eingesetzt. Dies hat den Nachteil, dass derart eingesetzte LEDs mit verhältnismässig
geringem Kraftaufwand von der Frontseite her eingedrückt werden können. Dies geschieht
recht oft, wenn sich die LEDs in einem für Passanten zugänglichen Bereich befinden.
Solche eingedrückten LEDs jedoch stören die Optik der Fassade und verursachen erhebliche
Kosten bei ihrem Wiedereinsetzen. Alternative Befestigungsarten, beispielsweise mittels
rückseitigen Halterungsprofilen vermeiden zwar ein leichtes Herausdrücken der LEDs,
verursachen aber über das notwendige Verkleben der Halterungsprofile mit der Trägerplatte
einen aufwändigen Fertigungsschritt.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchtvorrichtung der
eingangs genannten Art bereitzustellen, wobei die Leuchtmittel mittels einfach und
kostengünstig herzustellenden Mitteln in der Trägerplatte integriert werden können
und gegen unerwünschte Manipulation wie Herausdrücken gesichert sind und wobei die
Leuchtmittel in einem weiteren Aspekt im Falle eines Defekts leicht ersetzt werden
können.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Trägerplatte gemäss Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Eine erfindungsgemässe Leuchtvorrichtung umfasst eine mehrschichtige Trägerplatte,
die eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen aufweist. In jede dieser Durchgangsöffnungen
ist ein Leuchtmittel aufgenommen. Dabei ist jedes dieser Leuchtmittel in einen transparenten
Adapter einschiebbar und wird mittels eines Rastmittels lösbar im Adapter gehalten.
Der Adapter ist über die Rückseite der Trägerplatte in eine der Durchgangsöffnungen
einschiebbar, wobei der Adapter über mindestens ein integrales Rastmittel an der Trägerplatte
festgelegt ist. Die Durchgangsöffnung ist durch den Adapter auf der Vorderseite der
Platte bündig abgeschlossen.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Leuchtmittel aus der Gruppe bestehend
aus Licht emittierenden Dioden (light emitting diode; LED) und Laser Crystal Ceramic
(LCC) ausgewählt. Während LEDs an sich bereits sehr günstig sind hinsichtlich ihres
Energieverbrauchs, ermöglichen Leuchtmittel auf der Basis von LCC weitere Energieeinsparungen.
Durch die geringe Energieaufnahme werden auch die Verlustleistung und damit die Abwärme
der Leuchtmittel geringer.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform greifen Rastmittel des Adapters in radialer
Richtung in eine unter einer Deckschicht liegende Zwischenschicht der Trägerplatte
ein. Die Rastmittel sind vorzugsweise integrale Bestandteile des Adapters und stehen
in radialer Richtung von diesem ab. Das Rastmittel hat beispielsweise die Form einer
umlaufenden Rastnase oder bevorzugt die Form eines umlaufenden Wulstes.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform weist der Adapter an seiner auf der Rückseite der
Trägerplatte liegenden Seite Axialanschläge auf. Die Axialanschläge des Adapters erstrecken
sich in radialer Richtung und bilden eine zur Rückseite der Trägerplatte parallele
Auflagefläche aus. Bevorzugt weist der Adapter einen Einsatzteil auf, der in die Durchgangsöffnung
der Trägerplatte einsetzbar ist und dessen Höhe im Wesentlichen der Dicke der Trägerplatte
entspricht. Damit wird erreicht, dass der Adapter die Durchgangsöffnung der Trägerplatte
auf deren Vorderseite praktisch bündig abschliesst. Dadurch kann die Bildung von Wasser-Ablaufspuren
vermieden werden, die sich bei über die Vorderseite der Trägerplatte vorstehendem
Einsatzteil unweigerlich bilden würden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Adapter im Bereich seines Axialanschlags
zumindest teilflächig mit der Trägerplatte verklebt. Der Adapter kann im Bereich seines
Axialanschlags auch vollflächig mit der Trägerplatte verklebt sein. Der Adapter wird
über die Rückseite der Trägerplatte in eine Durchgangsöffnung eingesetzt, daher erfolgt
die Verklebung mit der rückseitigen Deckschicht der Trägerplatte. Durch die Verklebung
wird eine starke, unlösbare Verbindung zwischen Adapter und Trägerplatte erreicht.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Adapter mindestens zwei vorzugsweise
integrale, mit der Trägerplatte unlösbar verbindbare Spreizdübel auf. Die Spreizdübel
sind zweckmässigerweise auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet, zum Beispiel auf
einer Diagonale im Falle einer im Wesentlichen quadratischen Form des Axialanschlages.
Mittels der Spreizdübel ist der Adapter über den auf der Rückseite der Trägerplatte
aufliegenden Axialanschlag unlösbar mit der Trägerplatte verbindbar.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform bildet der Adapter mit dem eingesetzten Leuchtmittel,
z.B. einer LED oder LCC, einen der Vorderseite der Trägerplatte zugewandten abgeschlossenen,
vorzugsweise kuppelförmigen, Hohlraum aus. Dieser luftgefüllte Hohlraum bewirkt eine
thermische Isolierung des eingesetzten Leuchtmittels, wodurch ein beispielsweise durch
Sonneneinstrahlung auf die Leuchtvorrichtung entstehender Wärmeeintrag auf das Leuchtmittel
erheblich reduziert wird. Dies wirkt sich direkt auf die Lebensdauer des Leuchtmittels
aus und verlängert diese wesentlich.
[0015] Der vom Adapter und dem eingesetzten Leuchtmittel ausgebildete Hohlraum kann durch
seine gekrümmte, d.h. kuppelförmige Seite eine aus Richtung des Leuchtmittels konkave
Linse ausbilden. Die konkave Linse bewirkt eine optimierte Lichtstreuung.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform weist der Adapter auf seiner die Durchgangsöffnung
zur Vorderseite der Trägerplatte bündig abschliessenden Seite einen Glasaufsatz auf.
Dabei ragt der Glasaufsatz nicht über die Vorderseite der Trägerplatte hinaus, sondern
schliesst diese bündig ab. Mittels des Glasaufsatzes kann die Lichtstreuung noch weitergehend
optimiert werden.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Adapter ganz oder zumindest grösstenteils
aus einem Kunststoff. Ein bevorzugter Kunststoff ist aufgrund seiner Transparenz und
seiner Verarbeitbarkeit in Spritzgussverfahren Polycarbonat, besonders bevorzugt ist
Polybutylenterephtalat.
[0018] Die erfindungsgemässe Leuchtvorrichtung ist auch als Fassadenelement und / oder als
Anzeigentafel verwendbar. Vorzugsweise sind die einzelnen Leuchtmittel, insbesondere
bei Verwendung als Anzeigentafel, einzeln ansteuerbar, um unterschiedliche Einzelbilder
oder auch bewegte Bilder darstellen zu können.
[0019] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen und anhand der Figuren. Dabei zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- die Vorderansicht einer Leuchtvorrichtung umfassend Trägerplatte mit einer Vielzahl
von Durchgangsöffnungen mit je einem mittels eines Adapters darin gehaltenen Leuchtmittel;
- Fig. 2
- die Vorderseite einer ersten Ausführungsform eines Adapters für ein Leuchtmittel;
- Fig. 3
- die Rückseite des Adapters aus Figur 2;
- Fig. 4
- den Adapter aus Figur 2 in Seitenansicht;
- Fig. 5
- einen Querschnitt des Adapters gemäss Fig. 4 entlang der Linie D-D ;
- Fig. 6
- einen Querschnitt des Adapters gemäss Fig. 4 entlang der Linie D-D mit zusätzlicher
Schulter;
- Fig. 7
- eine Vergrösserung des Details I aus Fig. 5;
- Fig. 8
- einen Querschnitt entlang der Linie F-F (aus Fig. 3);
- Fig. 9
- einen Querschnitt entlang der Linie H-H (aus Fig. 3).
- Fig. 10
- einen Querschnitt entlang der Linie G-G (aus Fig. 3).
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht der Vorderseite der ersten Ausführungsform eines Adapters;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht der Rückseite der ersten Ausführungsform eines Adapters;
- Fig. 13
- die Vorderseite einer zweiten Ausführungsform eines Adapters für ein Leuchtmittel;
- Fig. 14
- eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform eines Adapters für ein Leuchtmittel;
- Fig. 15
- eine um 90° gedrehte Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Adapters;
- Fig. 16
- eine perspektivische Ansicht der Rückseite der zweiten Ausführungsform des Adapters.
[0020] Fig. 1 zeigt eine als Fassadenelement ausgestaltete Leuchtvorrichtung 1 von ihrer
Vorderseite. Eine derartige Leuchtvorrichtung umfasst eine vorzugsweise als Verbundplatte
ausgebildete Trägerplatte 3, die zwei Deckschichten aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
und einer aus Kunststoff oder aus mineralischem Material gebildete Zwischenschicht.
Als Kunststoff für die Zwischenschicht kann Polyethylen (PE) verwendet werden.
[0021] In der Trägerplatte 3 ist eine Vielzahl von sich senkrecht zur Ebene der Trägerplatte
3 erstreckenden Durchgangsöffnungen 5 angeordnet. Die Durchgangsöffnungen 5 sind dabei
in parallel zu einander liegenden Reihen angeordnet.
[0022] Alle Durchgangsöffnungen 5 weisen eine kreisförmige Querschnittsfläche 7 auf, wobei
die kreisförmige Querschnittsfläche 7 axial durchgängig realisiert ist.
[0023] Die in Fig. 1 gezeigte Trägerplatte 3 weist eine rechteckige Umfangskontur auf. Andere
Umfangskonturen sind jedoch auch realisierbar, so könnten beispielsweise kreis- oder
U-förmige Umfangskonturen realisiert werden.
[0024] In jeder der Durchgangsöffnungen 5 ist mittels eines Adapters 11 ein Leuchtmittel
9, zum Beispiel eine LED, angeordnet. Vorliegend ist aus Gründen der Übersichtlichkeit
lediglich in der in der Zeichnungsebene in der linken oberen Ecke befindlichen Durchgangsöffnung
5 ein mittels eines Adapters 11 eingesetztes Leuchtmittel 9 gezeigt. Die elektrischen
Kabel, welche die Leuchtmittel verbinden, sind vorliegend nicht dargestellt.
[0025] Fig. 2 zeigt einen Adapter 11 für ein Leuchtmittel in Vorderansicht. Der Adapter
11 weist in der gezeigten Ausführungsform eine im Wesentlichen quadratische Umfangskontur
auf. Andere Konturen, beispielsweise runde oder ovale sind jedoch ebenfalls denkbar.
Der Adapter 11 weist einen sich in senkrechter Richtung zu einem Axialanschlag 27
erstreckenden Einsatzteil 13 auf. Der Einsatzteil 13 ist im verbauten Zustand in einer
Durchgangsöffnung der Trägerplatte angeordnet, dabei kommt der Axialanschlag 27 auf
die Rückseite der Trägerplatte zu liegen. Auf der Vorderseite der Trägerplatte schliesst
der Einsatzteil 13 die jeweilige Durchgangsöffnung bündig ab. In der gezeigten Ausführungsform
sind auf dem Axialanschlag 27 auf der gleichen Seite wie der Einsatzteil 13 Stege
15, 17 und 19 angeordnet. Der Steg 15 erstreckt sich entlang des gesamten Umfangs
des Axialanschlages 27. Dagegen sind die Stege 17 und 19 im Inneren der Fläche des
Axialanschlags 27 angeordnet und umgeben zwei in diagonal gegenüberliegenden Ecken
des Axialanschlags 27 angeordnete Spreizdübel 23. Der Spreizdübel 23 umfasst zwei
Eingreifvorsprünge 25, die in verbautem Zustand in entsprechend auf der Rückseite
der Trägerplatte neben den Durchgangsöffnungen 5 angeordnete Sacklöcher eingreifen.
Die Tiefe dieser Sacklöcher entspricht mindestens der Höhe der Eingreifvorsprünge
25. Vorzugsweise sind sie jedoch etwas tiefer ausgestaltet. Die Stege 17 und 19 sind
nicht durchgängig ausgestaltet, sondern weisen Unterbrechungen 29 auf. Die Stege 15,
17 und 19 bewirken, dass der Axialanschlag 27 nicht direkt auf der Rückseite der Trägerplatte
aufliegt, sondern um die Höhe der Stege von dieser beabstandet ist. Die Höhe der Stege
kann beispielsweise 0.5 mm betragen. Im Weiteren weist der Axialanschlag 27 zwei in
Eckbereichen sich diagonal gegenüberliegend angeordnete Öffnungen 21 auf. Die Öffnungen
21 sind axial durchgängig realisiert. Ihre Funktion besteht darin, im Falle einer
zusätzlichen Verklebung des Adapters mit der Trägerplatte überschüssigen Klebstoff
abfliessen zu lassen. Damit soll verhindert werden, dass überschüssiger Klebstoff
zu einer unerwünschten Aufwölbung des Axialanschlags führt. Auch die Unterbrechungen
29 zwischen den Stegen 17 und 19 dienen im Falle der Verklebung des Adapters 11 mit
der Trägerplatte dazu den Durchtritt des Klebers in die Eckbereiche und damit zu den
dort angeordneten Spreizdübeln 23 zu ermöglichen. Vorteilhafterweise würde sich der
Kleber bis hinein in die Sacklöcher auf der Rückseite der Trägerplatte mit den darin
angeordneten Spreizdübeln 23 verteilen.
[0026] Fig. 3 zeigt den Adapter 11 aus Fig. 2 von seiner Rückseite. In den Eckbereichen
sind wiederum die einander diagonal gegenüberliegend angeordneten Öffnungen 21 sowie
Spreizdübel 23 zu sehen. Auf Rückseite des Adapters 11 ist hinsichtlich eines Spreizdübels
23 dessen Stift 39 angeordnet. Im verbauten Zustand wirkt der Stift 39 mit den auf
der Vorderseite des Adapters 11 angeordneten Eingreifvorsprüngen 25 zusammen. Die
zwei Spreizdübel 23 der vorliegenden Ausführungsform sind integrale Bestandteile des
Adapters 11. Der Stift 39 eines Spreizdübels 23 ist daher über Sollbruchstelle mit
dem Axialanschlag 27 verbunden. In einem zentralen Bereich des Adapters 11 ist ein
kreisförmiger Steg 31 mit auf seiner dem Mittelpunkt zugewandten Seite vorhandenen
Einbuchtungen 35 angeordnet. Die Einbuchtungen 35 dienen als Rastmittel, die mit entsprechenden
Rastnasen des Leuchtmittels zusammenwirken und das Leuchtmittel lösbar im Adapter
halten. Der Einsatzteil 13 des Adapters 11 bildet auf seiner Rückseite einen Hohlraum
37 aus. Dieser Hohlraum 37 wird bei eingesetztem Leuchtmittel von dessen Frontseite
abgeschlossen. Dabei kommt die Frontseite des Leuchtmittels auf der Auflagefläche
33 zu liegen beziehungsweise wirkt mit dieser zusammen.
[0027] Fig. 4 zeigt den Adapter 11 aus Fig. 3 in Seitenansicht. Sichtbar sind hierbei die
Eingreifvorsprünge 25 der Spreizdübel 23 sowie der Einsatzteil 13, die sich im Wesentlichen
senkrecht vom Axialanschlag 27 wegerstrecken. Der Einsatzteil 13 weist zudem einen
umlaufenden Wulst 41 auf, der als Rastmittel dient und den Adapter nach Anordnung
in einer Durchgangsöffnung der Trägerplatte lösbar festlegt. Dabei schliesst die Stirnseite
43 des Einsatzteils 13 die Durchgangsöffnung zur Vorderseite der Trägerplatte hin
bündig ab. Auf der Rückseite des Adapters 11 sind die beiden Stifte 39 angeordnet,
die zusammen mit den entsprechenden Eingreifvorsprüngen 25 die beiden Spreizdübel
23 bilden. Da die Stifte 39 in sich diagonal gegenüberliegenden Ecken auf dem Axialanschlag
27 angeordnet sind, ist der eine der beiden Stifte 39 vom kreisförmigen Steg 31 teilweise
verdeckt.
[0028] Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch den Adapter 11 entlang der Linie D-D aus Fig.
4. Der auf dem Axialanschlag 27 im zentralen Bereich angeordnete kreisförmige Steg
31 weist Einbuchtungen 35 auf, die als Rastmittel dienen und mit entsprechenden Rastnasen
des Leuchtmittels zusammenwirken. Der kreisförmige Steg 31 weist insgesamt vier solcher
Einbuchtungen 35 auf die regelmässig um jeweils 90° versetzt im kreisförmigen Steg
31 angeordnet sind. Vorliegend sind aufgrund des Querschnitts lediglich 3 der Einbuchtungen
35 sichtbar. Es ist nicht erforderlich, dass vier Einbuchtungen 35 vorhanden sind,
eine kleinere Anzahl, beispielsweise 3 oder 2 sind ebenfalls möglich. Im Weiteren
ist es nicht zwingend, dass das Leuchtmittel die gleiche Anzahl Rastmittel, vorzugsweise
Rastnasen, aufweist, wie im kreisförmigen Steg Einbuchtungen 25 vorhanden sind. Es
ist beispielsweise denkbar, dass der vorliegende Adapter 11 mit vier Einbuchtungen
35 ein Leuchtmittel aufnimmt, das lediglich zwei entsprechende Rastnasen aufweist.
Von den beiden Spreizdübeln 23 des Adapters 11 ist in diesem Querschnitt lediglich
der hintere Spreizdübel 23 sichtbar. Dabei wird der Stift 39 des Spreizdübels 23 teilweise
vom kreisförmigen Steg 31 verdeckt. Die auf der Vorderseite des Adapters 11 angeordneten
Eingreifvorsprünge 25 bilden mit dem Stift 39 den Spreizdübel 23 aus. Die beiden Eingreifvorsprünge
sind durch eine Kerbe 45 getrennt. Dabei erstreckt sich die Kerbe 45 über vier Fünftel
der Höhe der Eingreifvorsprünge 25, gemessen von der Fläche des Axialanschlags bis
zum Ende der Eingreifvorsprünge. Der im zentralen Teil auf der Vorderseite des Adapters
11 angeordnete Einsatzteil 13 bildet den zur Rückseite des Adapters 11 hin offenen
Hohlraum 37 aus. Der Hohlraum 37 hat vorliegend die Form einer abgeflachten Kuppel.
Der Hohlraum 37 wird erst mit im Adapter 11 eingesetzten Leuchtmittel zum geschlossenen
Hohlraum. Der Hohlraum 37 muss nicht zwingend die Form einer abgeflachten Kuppel aufweisen,
andere Formgebungen sind ebenfalls realisierbar. Der Einsatzteil 13 weist den umlaufenden
Wulst 41 auf. Dieser Wulst 41 hat die Funktion eines Rastmittels, das den Adapter
11 nach Einsetzen des Einsatzteils 13 in eine Durchgangsöffnung der Trägerplatte lösbar
mit dieser verbindet. Dabei schliesst die Stirnseite 43 des Einsatzteils 13 die Durchgangsöffnung
zur Vorderseite der Trägerplatte hin bündig ab. An der Aussenkante des Axialanschlags
27 ist der umlaufende Steg 15 angeordnet. Der Steg 15 liegt nach Einsetzen des Einsatzteils
13 in eine Durchgangsöffnung der Trägerplatte an der Rückseite der Trägerplatte an.
Der Steg 15 legt durch seine Höhe, beispielsweise 0.5 mm, einen definierten und konstanten
Abstand des Axialanschlags 27 zur Rückseite der Trägerplatte fest. Dieser definierte
Abstand kann für eine Verklebung des Adapters mit der Rückseite der Trägerplatte von
Bedeutung sein.
[0029] Fig. 6 zeigt den Querschnitt einer Variante der ersten Ausführungsform. Dabei ist
direkt am Einsatzteil 13 eine umlaufende Schulter 47 angeordnet. Diese umlaufende
Schulter 47 besitzt die gleiche Höhe, beispielsweise 0.5 mm, wie der an der Aussenkante
des Axialanschlags 27 umlaufende Steg 15. Damit wird sichergestellt, dass der definierte
Abstand des Axialanschlags 27 zur Rückseite der Trägerplatte nicht durch zu starken
Kraftaufwand beim Einsetzen des Einsatzteils in Durchgangsöffnung der Trägerplatte
unerwünscht verändert wird.
[0030] Fig. 7 zeigt das Detail aus Fig. 5 (eingekreister Ausschnitt). In der Vergrösserung
deutlich sichtbar ist der als Rastmittel dienende umlaufende Wulst 41, der nahe der
Stirnseite 43 des Einsatzteils angeordnet ist.
[0031] Die Fig. 8 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie F-F aus Fig. 3 und Fig. 9 zeigt
einen Querschnitt entlang der Linie H-H aus Fig. 3. Der Querschnitt zeigt in vergrösserter
Form einen Ausschnitt des Axialanschlags 27 mit den beiden Stegen 15 und 31 sowie
der Einbuchtung 35.
[0032] Die Fig. 10 zeigt einen vergrösserten Querschnitt durch einen Spreizdübel 23 entlang
der Linie G-G aus Fig. 3. Der Spreizdübel 23 umfasst den Stift 39 und die Eingreifvorsprünge
25, wobei sowohl der Stift 39 als auch die Eingreifvorsprünge 25 integral mit dem
Axialanschlag 27 verbunden sind. Ebenfalls sichtbar ist ein Teil des umlaufenden Stegs
15. Der Stift 39 ist mit dem Axialanschlag 27 über die Sollbruchstelle 49 verbunden.
Die beiden Eingreifvorsprünge 25 bilden einen Konus, dessen Durchmesser an seinem
vom Axialanschlag 27 abgewandten Ende ein wenig grösser ist als an seinem dem Axialanschlag
27 zugewandten Ende. Daher werden die beiden Eingreifvorsprünge beim Einsetzen in
das dafür vorgesehene Sackloch der Trägerplatte, ermöglicht über die vorhandene Kerbe
45, leicht zusammengedrückt. Wird nach dem Einsetzen in der beiden Eingreifvorsprünge
25 in das Sackloch der Stift 39 des Spreizdübels 23 durch Brechen der Sollbruchstelle
49 ebenfalls in das Sackloch gedrückt, werden die beiden Eingreifvorsprünge des Spreizdübels
23 wieder auseinander gedrückt und so in die Zwischenschicht der Trägerplatte ein.
Dadurch wird der Adapter unlösbar mit der Trägerplatte verbunden.
[0033] Fig. 11 zeigt eine perspektivische Ansicht des Adapters 11 aus Fig. 2. Sichtbar ist
die Vorderseite des Adapters 11, der eine im Wesentlichen quadratische Form besitzt.
Der Einsatzteil 13 ist im zentralen Teil des Axialanschlags 27 angeordnet und weist
ein Rastmittel in der Form eines umlaufenden Wulstes 41 auf, wobei der Wulst 41 am
Einsatzteil 13 näher zur Stirnseite 43 des Einsatzteils 13 hin angeordnet ist. Von
den auf einer Diagonale in sich gegenüberliegenden Eckbereichen des Axialanschlags
angeordneten Spreizdübeln 23 sind im Wesentlichen die Eingreifvorsprünge 25 sichtbar.
Die Stifte 39 der Spreizdübel 23 sind in dieser Ansicht fast vollständig vom Axialanschlag
27 abgedeckt. Die beiden Spreizdübel 23 sind von den Stegen 15, 17 und 19 umgeben.
An der äusseren Kante des Axialanschlags 27 ist der Steg 15 umlaufend angeordnet.
Die durchgängig realisierten Öffnungen 21 sind ebenfalls auf einer Diagonale in gegenüberliegenden
Eckbereichen des Axialanschlags 27 angeordnet.
[0034] Fig. 12 zeigt eine ebenfalls perspektivische Ansicht von der Rückseite des Adapters
11 aus Fig. 2. Auf dem Axialanschlag 27 sind in einem zentralen Bereich der kreisförmige
Steg 31 und der kuppelförmige zu seiner Rückseite hin offene Hohlraum 37 angeordnet.
Der den Hohlraum 37 umgebende Steg 31 weist insgesamt 4 Einbuchtungen 35 auf, wovon
jedoch nur zwei sichtbar sind. In den Eckbereichen des Axialanschlags 27 sind je auf
einer Diagonale sich gegenüberliegende Öffnungen 21 und Spreizdübel 23 angeordnet.
Dabei sind von den Spreizdübeln 23 im Wesentlichen die Stifte 39 sichtbar.
[0035] Fig. 13 zeigt die Vorderseite einer zweiten Ausführungsform des Adapters 11. Der
Aufbau und die Struktur entsprechen auf der Vorderseite der ersten Ausführungsform
des Adapters 11. An der äusseren Kante des Axialanschlags 27 ist wiederum der umlaufende
Steg 15 angeordnet. Im Flächeninneren des Axialanschlags 27 sind in zwei sich auf
einer Diagonale gegenüberliegenden Eckbereichen die beiden Stege 17 und 19 angeordnet.
Die Stege 17 und 19 umgeben die im Eckbereich angeordneten Spreizdübel 23, wobei von
den beiden Spreizdübeln lediglich die Eingreifvorsprünge 25 beziehungsweise die Kerbe
45 sichtbar sind. Die beiden Öffnungen 21 ebenfalls auf einer Diagonale in gegenüberliegenden
Eckbereichen des Adapters 11 angeordnet. Im zentralen Bereich des Axialanschlags 27
ist der Einsatzteil 13 angeordnet, der sich im Wesentlichen senkrecht vom Axialanschlag
wegerstreckt, wobei in der Aufsicht lediglich die Stirnfläche 43 des Einsatzteils
13 sichtbar ist.
[0036] Fig. 14 zeigt eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Adapters 11. Der
Einsatzteil 13 ist mittig auf dem Axialanschlag 27 angeordnet und erstreckt sich im
Wesentlichen in senkrechter Richtung von diesem weg. Die Höhe des Einsatzteils 13,
gemessen von der Oberfläche des Axialanschlags 27 bis zur Stirnseite 43 des Einsatzteils
13, entspricht der Dicke der Trägerplatte. Das heisst, die Stirnseite 43 des Einsatzteils
13 schliesst im verbauten Zustand die Durchgangsöffnung, in die der Einsatzteil eingesetzt
wurde, bündig zur Vorderseite der Trägerplatte ab (nicht gezeigt). Der am Einsatzteil
13 angeordnete umlaufende Wulst 41 dient als Rastmittel, um den in die Durchgangsöffnung
eingesetzten Einsatzteil 13 beziehungsweise den Adapter 11 lösbar mit der Trägerplatte
zu verbinden. Von den in diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen des Axialanschlags
27 angeordneten Spreizdübeln 23 ist auf der Vorderseite des Adapters 11 je ein Eingreifvorsprung
25 sowie auf der Rückseite des Adapters 11 je der entsprechende Stift 39 zu sehen.
In den verbleibenden zwei ebenfalls diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen ist auf
der Rückseite des Adapters 11 je ein Schnapphaken 51 angeordnet. Die Schnapphaken
sind einstückig am Axialanschlag 27 angeformt und erstrecken sich im Wesentlichen
senkrecht davon weg. Die Schnapphaken 51 dienen als Rastmittel und halten das in den
Adapter 11 eingesetzte Leuchtmittel fest. Die Länge des Schnapphakens, gemessen von
seinem Fuss bis zur Unterseite der Rastnase 53 entspricht der Dicke des eingesetzten
Leuchtmittels und kann bei der Herstellung des Adapters 11 leicht an diese angepasst
werden.
[0037] Fig. 15 zeigt eine um 90° gedrehte Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des
Adapters 11. Der Adapter 11 weist einen Axialanschlag 27 auf. Auf der Rückseite des
Axialanschlags 27 sind die beiden Schnapphaken 51 ebenso wie die Stifte 39 der beiden
Spreizdübel 23 angeordnet. Dabei sind sowohl die beiden Stifte 39 als auch die beiden
Schnapphaken 51 in sich diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen des Axialanschlags
angeordnet. Auf der Vorderseite des Axialanschlags 27 sind die Eingreifvorsprünge
25 der Spreizdübel, die je mit dem entsprechenden Stift 39 zusammenwirken beziehungsweise
den Spreizdübel 23 bilden, angeordnet. Im zentralen Bereich ist auf der Vorderseite
des Axialanschlags der Einsatzteil 13 mittig angeordnet. Dieser erstreckt sich im
Wesentlichen senkrecht vom Axialanschlag 27 weg, wobei die Höhe des Einsatzteils im
Wesentlichen der Dicke der Trägerplatte entspricht. Dadurch kann die Stirnseite des
Einsatzteils im eingesetzten Zustand die entsprechende Durchgangsöffnung der Trägerplatte
bündig abschliessen. Der umlaufende Wulst in der Mantelfläche des Einsatzteils 27
dient als Rastmittel.
[0038] Fig. 16 zeigt eine perspektivische Ansicht des Adapters 11 in seiner zweiten Ausführungsform,
wobei die Rückseite des Adapters 11 gezeigt wird. In den Eckbereichen des Axialanschlags
27 sind auf dessen Rückseite die Stifte 39 der beiden Spreizdübel 23 angeordnet, wobei
diese in diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen angeordnet sind. Die beiden Schnapphaken
51 mit den Rastnasen 53 sind ebenfalls einander diagonal gegenüberliegend angeordnet.
In denselben Eckbereichen wie die Schnapphaken liegen die beiden durchgängig realisierten
Öffnungen 21. Die Schnapphaken 51 sind in der vorliegenden Ausführungsform nicht in
den gleichen Eckbereichen angeordnet, sondern liegen den Spreizdübeln 23 gegenüber.
Im zentralen Bereich des Axialanschlags 27 ist der zur Rückseite des Axialanschlags
hin offenen Hohlraum 37 ausgebildet. Der Hohlraum 37 erst nach allen Seiten hin abgeschlossen,
wenn ein Leuchtmittel in den Adapter 11 eingesetzt ist und in der gezeigten Ausführungsform
mittels der Schnapphaken gehalten wird.
1. Leuchtvorrichtung umfassend eine mehrschichtige Trägerplatte mit einer Vielzahl von
Durchgangsöffnungen in denen jeweils ein Leuchtmittel aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Leuchtmittel in einen transparenten Adapter einschiebbar ist und mittels
eines Rastmittels lösbar im Adapter gehalten wird, wobei der Adapter über die Rückseite
der Trägerplatte in eine Durchgangsöffnung einschiebbar ist und der Adapter über mindestens
ein integrales Rastmittel an der Trägerplatte festgelegt ist und die Durchgangsöffnung
auf der Vorderseite der Trägerplatte bündig abschliesst.
2. Leuchtvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus LED und LCC.
3. Leuchtvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel des Adapters in radialer Richtung in eine unter einer Deckschicht
liegende Zwischenschicht der Trägerplatte eingreift.
4. Leuchtvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter an seiner auf der Rückseite der Trägerplatte liegenden Seite sich in
radialer Richtung erstreckende Axialanschläge, die eine zur Rückseite der Trägerplatte
parallele Auflagefläche ausbilden, aufweist.
5. Leuchtvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter im Bereich der Axialanschläge mit der Trägerplatte mindestens teilflächig
verklebt ist.
6. Leuchtvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter auf seinen Axialanschlägen mindestens zwei, vorzugsweise integrale, mit
der Trägerplatte unlösbar verbindbare Spreizdübel aufweist.
7. Leuchtvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter mit der eingeschobenen LED einen der Vorderseite zugewandten kuppelförmigen
Hohlraum ausbildet.
8. Leuchtvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der kuppelförmige Hohlraum die Form einer konkaven Linse ausbildet.
9. Leuchtvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter auf seiner die Durchgangsöffnung zur Vorderseite der Trägerplatte bündig
abschliessenden Seite einen Glasaufsatz aufweist.
10. Leuchtvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter aus einem Kunststoff, bevorzugt aus Polycarbonat, besonders bevorzugt
aus Polybutylenterephtalat, besteht.
11. Verwendung einer Leuchtvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche als Fassadenplatte
und / oder als Anzeigetafel.