[0001] Die Erfindung betrifft ein Industriegerüst mit Vertikalstützen, welche mittels horizontal
verlaufender Riegel miteinander verbindbar sind, wobei in die Riegel zur Schaffung
einer begehbaren Arbeitsfläche Beläge einhängbar sind, welche sich in einer horizontalen
Ebene erstrecken.
[0002] Derartige Industriegerüste werden in der Praxis vielfach eingesetzt, um Industrieanlagen,
insbesondere chemische Anlagen zu warten oder zu erstellen. Auch im Schiffsbau oder
bei der Wartung von Schiffen kommen Industriegerüste zum Einsatz. Bei vielen dieser
Anwendungsfälle stellt sich das Problem, dass komplexe Konturen, die nur wenig gerade
Flächen aufweisen, eingerüstet werden müssen. Insbesondere ist es oftmals auch nötig,
Rohre oder Rohranlagen zu umbauen, was besonders schwierig ist, wenn - was generell
wünschenswert ist - die Arbeitsfläche des Gerüsts möglichst nahe an die zu umbauenden
Flächen herangeführt werden soll.
[0003] Diesen Anforderungen werden aus dem Stand der Technik bekannte Industriegerüste nur
dadurch gerecht, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen Gerüstteilen, die an unterschiedlichste
Formen angepasst sind, vorgehalten werden, was einen nachteilig hohen Aufwand bedeutet.
[0004] Weiterhin besteht im Industriegerüstbau das Erfordernis, zumindest weitgehend lückenlose
Arbeitsflächen zu schaffen, so dass z.B. bei der Durchführung von Arbeiten herabfallende
Kleinteile nicht durch die Arbeitsfläche hindurchfallen können. Da bei bekannten Industriegerüsten
jedoch zwischen aneinander angrenzenden Belägen oftmals Lücken bestehen, ist es nötig,
diese mit separaten Zusatzelementen abzudecken, was wiederum einen nachteiligen Aufwand
bedingt.
GB-A- 2 362 422 offenbart ein Gerüstsystem, bei dem Beläge in Riegel oder Träger eingehängt werden
können. Ausschließlich stirnseitig an den Belagelementen vorgesehene überkragende
Randbereiche überdecken einen Teilbereich des Riegels.
[0005] Dieses Dokument offenbart alle technischen Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
[0006] Die
GB 945 822 A zeigt ein Gerüstsystem, bei dem Riegel mit durch mehrfache Falzungen ausgebildeten
Nuten vorgesehen sind, in die ebenfalls mit Falzen versehene Beläge eingehängt werden
können.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Industriegerüst der eingangs genannten
Art bereitzustellen, mittels welchem weitestgehend lückenlose Arbeitsflächen unter
Vorhaltung einer geringstmöglichen Anzahl von unterschiedlichen Teilen geschaffen
werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Dem erfindungsgemäßen Industriegerüst liegt somit die einfache Idee zugrunde, bestimmte
Randbereiche der Beläge so zu modifizieren, dass sie einen ggf. parallel zu einem
solchen Randbereich verlaufenden Riegel bereichsweise überdecken, was dazu führt,
dass zwischen Belag und Riegel keine störende Lücke entstehen kann. Wenn weiterhin
beidseits eines Riegels parallel zueinander verlaufende Beläge angeordnet werden,
dessen dem Riegel zugewandte Randbereiche erfindungsgemäß ausgestaltet sind, wird
erreicht, dass sich diese Randbereiche gegenseitig fast berühren oder nur einen sehr
kleinen Spalt zwischen sich ausbilden. Auf diese Weise wird auch im Bereich des Riegels
eine praktisch durchgehende Arbeitsfläche ohne jegliche Lücke oder Stufe geschaffen,
wobei der von den ausgestalteten Randbereichen überdeckte Riegel von oben betrachtet
so gut wie nicht mehr zu sehen ist. Eine entsprechend durchgehende Arbeitsfläche ohne
jegliche Lücke wird erfindungsgemäß auch dann sichergestellt, wenn sich zwischen den
benachbarten Belägen kein Riegel befindet, da die überkragenden Randbereiche der Beläge
unabhängig vom Vorhandensein eines Riegels fast aneinander angrenzen.
[0008] Der Grundkörper der Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts erstreckt sich
in der Regel in der gleichen Ebene wie die Riegel, wobei die überkragenden Randbereiche
knapp oberhalb dieser Ebene angeordnet sind, so dass zwischen diesen Randbereichen
und den Riegeln keine Kollisionen auftreten können. Die Grundkörper der Beläge sind
dabei so bemessen, dass sie zwischen die Riegel eingeführt werden können, ohne dass
sie dabei an den Riegeln anstoßen.
All dies wird gemäß der Erfindung erreicht, ohne dass irgendwelche zusätzlichen Elemente
vorgesehen werden müssten, die dazu geeignet wären, Lücken zwischen Belägen abzudecken.
Derartige Lücken werden nämlich allein durch die spezielle Ausgestaltung der Beläge
des erfindungsgemäßen Industriegerüsts bzw. deren Randbereiche vollständig vermieden.
Da keine zusätzlichen Abdeckelemente benötigt werden, wird die Anzahl der für das
Industriegerüst benötigten unterschiedlichen Teile stark reduziert, was den Lageraufwand
und die damit verbundene Logistik minimiert, die Planung eines Industriegerüsts vereinfacht
und die Montage bzw. Demontage erleichtert.
[0009] Die Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts weisen eine rechteckige Form auf
und weisen an ihren Stirnseiten Hakenelemente zum Einhängen in einem Riegel auf so
dass diese Hakenelemente und eventuelle weitere stirnseitig an den Belägen vorgesehene
Stützelemente im Wesentlichen für die Kraftübertragung von den Belägen auf die Riegel
zuständig sind. Die Stirnseiten der Beläge weisen in diesem Fall im Gegensatz zu ihren
Längsseiten keine oder nur sehr geringfügig überkragende Randbereiche auf, da die
Beläge stirnseitig konstruktionsbedingt immer an einen Riegel anschließen müssen,
so dass hier zwischen stirnseitig aneinander angrenzenden Belägen keine Lücken auftreten
können. Derartige Lücken werden vielmehr von den zwingend vorhandenen Riegeln ausgefüllt.
[0010] Die Längsseiten der Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts hingegen sind mit
überkragenden Randbereichen versehen. Dies führt in vorteilhafter Weise dazu, dass
längsseitig aneinander angrenzende Beläge keine nennenswerte Lücke zwischen sich ausbilden,
und zwar unabhängig davon, ob zwischen den Belägen ein Riegel vorhanden ist oder nicht.
Die überkragenden Randbereiche grenzen vielmehr weitgehend direkt aneinander an und
bilden so eine durchgehende Fläche, wobei sie entweder einen zwischen den Belägen
vorhandenen Riegel abdecken oder - bei Fehlen eines solchen Riegels - den für einen
solchen Riegel vorgesehenen Hohlraum überdecken.
[0011] Erfindungsgemäß sind sich zwischen zwei Vertikalstützen erstreckende Grundriegel
und sich zwischen Grundriegeln und/oder Vertikalstützen erstreckende Zusatzriegel
vorgesehen. Weiterhin können auch Zusatzriegel vorgesehen werden, welche sich ihrerseits
zwischen Zusatzriegeln, Grundriegeln und/oder Vertikalstützen erstrecken. Grundriegel
sind somit immer zwischen zwei Vertikalstützen angeordnet, wohingegen Zusatzriegel
mit ihren stirnseitigen Kopplungsbereichen in beliebiger Weise mit Vertikalstützen,
Grundriegeln oder weiteren Zusatzriegeln koppelbar sind. Die Zusatzriegel erstrecken
sich dabei senkrecht zu denjenigen Riegeln, an denen sie befestigt werden, wobei sich
alle Riegel einer Arbeitsebene in ein und derselben Ebene befinden.
[0012] Durch die Vorsehung der erwähnten Zusatzriegel wird es möglich, das erfindungsgemäße
Industriegerüst sehr variabel an unterschiedlichste Konturen anzupassen und insbesondere
auch vergleichsweise kleine Aussparungen in den zu schaffenden Arbeitsflächen vorzusehen,
ohne dass hierfür eine Vielzahl von unterschiedlichen Teilen nötig wäre. Die Vorsehung
der erwähnten Zusatzriegel ermöglicht es dabei insbesondere, dass in einer begehbaren
Arbeitsfläche eine Anzahl von ersten Belägen vorhanden sein kann, die parallel zueinander
ausgerichtet sind, wobei weiterhin zweite Beläge vorhanden sind, die sich senkrecht
zu den ersten Belägen erstrecken. Entsprechende Beispiele werden im Rahmen der Figurenbeschreibung
nachstehend noch erläutert.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Grund- und Zusatzriegel identische Querschnitte
besitzen und auch identische stirnseitige Kopplungsabschnitte aufweisen. Hierdurch
wird der Produktionsaufwand minimiert, und zudem wird es möglich, die vorhandenen
Riegel vielseitig sowohl als Grund- als auch als Zusatzriegel einzusetzen, da zwischen
Grund- und Zusatzriegel praktisch keine Unterschiede bestehen. Die einzig relevanten
Unterschiede bestehen in der Länge der Riegel, wobei aber durchaus Einsatzfälle denkbar
sind, bei denen Grund- und Zusatzriegel untereinander gleiche Längen aufweisen.
[0013] Da die Riegel des erfindungsgemäßen Industriegerüsts die sowohl als Grund- als auch
als Zusatzriegel einsetzbar sind, entweder als Grundriegel mit Vertikalstützen oder
als Zusatzriegel auch mit weiteren Riegeln koppelbar sein müssen, ist es sinnvoll,
die stirnseitigen Kopplungsabschnitte der Riegel so auszubilden, dass sie beispielsweise
zur Befestigung an mit den Vertikalstützen verbundenen Rosetten geeignet sind, wobei
dann für die Befestigung eines Zusatzriegels an einem weiteren Riegel separate Kopplungselemente
vorgesehen werden müssen, die dazu geeignet sind, einen Riegel mit einem stirnseitigen
Kopplungsabschnitt eines Zusatzriegels zu verbinden. Derartige Kopplungselemente können
dann entlang eines Riegels an beliebigen Stellen angebracht werden.
[0014] Die Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts liegen bevorzugt in unterschiedlichen,
an ein Rastermaß angepassten Größen vor, wobei der Abstand der Längsachsen benachbarter
Vertikalstützen ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermaßes beträgt. Das Rastermaß
kann beispielsweise eine Länge von 25 cm oder beliebige andere Längen besitzen. Dementsprechend
liegen in diesem Fall dann auch die als Grund- und Zusatzriegel einsetzbaren Riegel
in an das Rastermaß angepassten Größen vor, so dass das Gesamtsystem bei einer minimalen
Anzahl von vorzuhaltenden Teilen mit einem höchstmöglichen Maß an Variabilität einsetzbar
ist.
Die Längserstreckung der Beläge einschließlich der stirnseitigen Hakenelemente zum
Einhängen in einen Riegel kann etwas mehr als ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermaßes
betragen, so dass die Hakenelemente die Riegel vollständig übergreifen können. Ein
derartiges Übergreifen verhindert wirksam eine Relativbewegung der Beläge senkrecht
zu denjenigen Riegeln an denen die Beläge eingehängt sind. Wenn die Längserstreckung
der Beläge einschließlich der stirnseitigen Hakenelemente lediglich ein ganzzahliges
Vielfaches des Rastermaßes betragen würde, wäre lediglich ein Aufliegen auf den Riegeln,
jedoch kein Einhängen möglich, so dass dann auf nachteilige Weise die erwähnte Relativbewegung
nicht verhindert würde.
Wenn im Rahmen der Erfindung von einem Vielfachen des Rastermaßes gesprochen wird,
umfasst dieses Vielfache auch das Einfache des Rastermaßes.
[0015] Die Längserstreckung der Beläge ohne die stirnseitigen Hakenelemente beträgt bevorzugt
etwas weniger als ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermaßes, so dass ein Einhängen
zweier stirnseitig benachbarter Beläge in einen gemeinsamen Riegel möglich ist, ohne
dass ein bereits eingehängter Belag das Einhängen eines weiteren Belags verhindert.
[0016] Die Breite der Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts einschließlich der überkragenden
Randbereiche kann gleich dem ein-, zwei- oder dreifachen Rastermaß sein. Durch diese
Abmessungen wird erreicht, dass längsseitig aneinander angrenzende Beläge praktisch
keine Lücke zwischen sich ausbilden. In den überkragenden Randbereichen können in
diesem Fall bevorzugt Aussparungen für Keile vorhanden sein, mit denen die Riegel
an den Vertikalstützen befestigbar sind. Derartige Aussparungen werden sinnvollerweise
ausschließlich in denjenigen Abschnitten der Randbereiche vorgesehen, die sich in
unmittelbarer Nähe der Vertikalstützen und somit der Keile befinden.
Alternativ kann die Breite der Beläge einschließlich der überkragenden Randbereiche
auch etwas weniger als das ein-, zwei- oder dreifache Rastermaß betragen, so dass
die genannten Keile zwischen zwei längsseitig aneinander angrenzenden Belägen Platz
finden. In diesem Fall wird dann ein geringfügiger Spalt zwischen aneinander angrenzenden
Belägen in Kauf genommen.
Schließlich ist es sinnvoll, die Beläge stirnseitig mit einer Abhebesicherung auszustatten,
wie sie aus dem Stand der Technik bereits bekannt ist.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben; in diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine dreidimensionale Darstellung eines an einen konkreten Anwendungsfall angepassten
erfindungsgemäßen Industriegerüsts,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch zwei Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts mit dazwischen
angeordnetem Riegel,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch zwei Beläge des erfindungsgemäßen Industriegerüsts ohne dazwischen
angeordneten Riegel,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Arbeitsfläche des Gerüsts gemäß Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine weitere, erfindungsgemäß ausgestaltete Arbeitsfläche,
- Fig. 6
- eine dreidimensionale Ansicht des Endbereichs eines Belags des erfindungsgemäßen Industriegerüsts
- Fig. 7
- eine dreidimensionale Ansicht mehrerer, parallel zueinander verlaufender Beläge gemäß
Fig. 6, welche in einen Riegel eingehängt sind,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf zwei stirnseitig aneinander angrenzende Beläge des erfindungsgemäßen
Industriegerüsts gemäß Fig. 6, welche in einen gemeinsamen Riegel eingehängt sind,
und
- Fig. 9
- eine dreidimensionale Ansicht des Endbereichs eines in einen Zusatzriegel eingehängten
Belags gemäß Fig. 6, des erfindungsgemäßen Industriegerüsts.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Rohre 2, 4 und Wände 6 aufweisende Industrieanlage, welche mit
einem erfindungsgemäßen Industriegerüst eingerüstet ist, um im Bereich der Rohre 2,
4 sowie der Wände 6 Wartungsarbeiten in einer Ebene ausführen zu können, die vom Boden
8 ungefähr 4 m beabstandet ist. Das Gerüst besteht aus einer Mehrzahl von Vertikalstützen
10a bis k, welche im dargestellten Anwendungsfall aus mehreren ineinander gesteckten
Teilen bestehen, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind. Die Vertikalstützen
10a bis k sind mit äquidistant voneinander beabstandeten Rosetten 12 versehen, in
welche unter anderem Riegel 14 einhängbar sind, welche benachbarte Vertikalstützen
10a bis k miteinander verbinden.
Zur Stabilisierung des dargestellten Gerüsts sind ferner in bekannter Weise Diagonalstützen
16 vorgesehen, welche ebenfalls in die Rosetten 12 einhängbar sind. Ferner können
in die Rosetten 12 auch Geländerelemente 18 zur Sicherung von Arbeitsebenen eingehängt
werden.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden eine vergleichsweise kleine, lediglich
rechteckig ausgebildete untere Arbeitsebene 20 sowie eine größere und komplexere ausgebildete
obere Arbeitsebene 22 geschaffen. Beide Arbeitsebenen werden jeweils durch eine Mehrzahl
von Belägen 24 gebildet, wobei die untere Arbeitsebene 20 ausschließlich aus sechs
parallel zueinander verlaufenden Belägen 24 besteht. Die obere Arbeitsebene 22 hingegen
besteht aus einer größeren Anzahl von Belägen 24, welche drei unterschiedliche Längen,
jedoch untereinander gleiche Breiten aufweisen, wobei einige dieser Beläge 24 parallel
zueinander und andere dieser Beläge 24 senkrecht zueinander orientiert sind.
[0019] Alle Beläge 24 der beiden Arbeitsebenen 20, 22 sind in Riegel 14 eingehängt, was
nachfolgend in Verbindung mit Fig. 4 noch näher erläutert wird.
[0020] Fig. 1 veranschaulicht, dass ein erfindungsgemäßes Industriegerüst sehr individuell
und genau an die jeweils zu umbauenden Formen der Rohre 2, 4 sowie der Wände 6 angepasst
werden kann, ohne dass hier beispielsweise nennenswerte Lücken zwischen den Belägen
24 und den Rohren 2 auftreten. Ferner sind die Beläge 24 so ausgestaltet, dass zwischen
ihnen ebenfalls keine Lücken auftreten, was nachfolgend in Verbindung mit den Fig.
2 und 3 erläutert wird.
[0021] Fig. 2 zeigt im Schnitt zwei parallel zueinander verlaufende Beläge 24, zwischen
denen ein Riegel 14 angeordnet ist, dessen Längserstreckung parallel zu den Längsseiten
der Beläge 24 verläuft. Die Beläge 24 bestehen jeweils aus einem Grundkörper 26, welcher
eine vergleichsweise dünne, sich horizontal erstreckende, begehbare Ebene besitzt,
von der aus sich in den Außenbereichen stabile Versteifungselemente im Wesentlichen
senkrecht nach unten erstrecken. Diese Versteifungselemente sind ausschließlich an
den Längsseiten der Beläge 24 und nicht an deren Stirnseiten angeordnet. Bei aufgebautem
Gerüst befinden sich die Versteifungselemente im Wesentlichen in der gleichen Ebene
wie der Riegel 14, was bedeutet, dass die Gerüstteile so dimensioniert werden müssen,
dass die Versteifungselemente sowie die Riegel 14 beim Montieren bzw. Demontieren
des Gerüstes nicht miteinander kollidieren.
[0022] Die sich horizontal erstreckende Ebene des Grundkörpers 26 besitzt aus Gründen der
Material- und Gewichtsersparnis Durchbrechungen 28, welche gleichzeitig als Antirutschelemente
dienen und deren Form beispielsweise aus Fig. 6 besser ersichtlich ist.
Die Längsseiten der Beläge 24 sind jeweils mit überkragenden Randbereichen 30 versehen,
welche über den Grundkörper 26 seitlich hinausstehen und sich bei montiertem Gerüst
oberhalb derjenigen Ebene befinden, in der sich die Riegel 14 erstrecken. Auf diese
Weise wird erreicht, dass zwei einander zugewandte überkragende Randbereiche 30 zweier
benachbarter Riegel 24 einen Riegel 14 weitgehend überdecken, so dass zwischen den
beiden überkragenden Randbereichen 30 nur noch ein geringer Spalt ausgebildet ist.
Um zu verhindern, dass herabfallende Kleinteile durch die Arbeitsebene eines erfindungsgemäßen
Gerüsts hindurchfallen können, würde es im Prinzip genügen, wenn die Randbereiche
der Beläge 24 ausreichend nahe an den Riegel 14 gemäß Fig. 2 herangeführt werden.
Es ist dabei jedoch zu berücksichtigen, dass es bei einer konkreten Gerüstanwendung
häufiger vorkommt, dass zwischen parallel zueinander verlaufenden Belägen 24 kein
Riegel 14 vorhanden ist, was dann zu störenden Lücken zwischen den Belägen 24 führen
würde.
[0023] Die Vorsehung überkragender Randbereiche 30 ermöglicht jedoch gemäß Fig. 3 auch im
Falle eines nicht vorhandenen Riegels die Ausbildung von Arbeitsflächen ohne störende
Lücken zwischen aneinander angrenzenden Belägen, da die überkragenden Randbereiche
30 benachbarter Beläge ausreichend nahe aneinander herangeführt sind. Der aus Fig.
3 ersichtliche Spalt 32 zwischen den überkragenden Randbereichen 30 ist in der Praxis
so klein, dass er letztlich keine störende Lücke bildet.
[0024] Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die obere Arbeitsebene 22 gemäß Fig. 1.
[0025] Zwischen den Vertikalstützen 10a und 10d, sowie zwischen den Vertikalstützen 10b
und 10f ist jeweils ein Riegel 14a, b befestigt, so dass in die Riegel 14a, b Beläge
24a einhängbar sind, welche den Raum zwischen den Riegeln 14a und 14b ausfüllen. Die
Riegel 14a und 14b bilden somit Vertikalstützen 10a und 10d sowie 10b und 10f verbindende
Grundriegel im Sinne der Erfindung.
[0026] Folgende weitere Grundriegel sind zwischen folgenden weiteren Vertikalstützen ausgebildet:
Grundriegel 14c zwischen Vertikalstützen 10d und 10e
Grundriegel 14d zwischen Vertikalstützen 10e und 10g
Grundriegel 14e zwischen Vertikalstützen 10g und 10f
Grundriegel 14f zwischen Vertikalstützen 10d und 10f
Grundriegel 14g zwischen Vertikalstützen 10g und 10h
Grundriegel 14h zwischen Vertikalstützen 10f und 10i
[0027] Die Vertikalstützen 10h und 10i sind in Fig. 4 nicht dargestellt, jedoch aus Fig.
1 ersichtlich.
[0028] Neben den Belägen 24a ist lediglich der Belag 24b noch zwischen zwei Grundriegeln,
nämlich zwischen den Grundriegeln 14g und 14h eingehängt, alle anderen Beläge befinden
sich zwischen einem Grundriegel und einem Zusatzriegel, was nachstehend noch erläutert
wird.
[0029] Ein Zusatzriegel 14i ist zwischen der Vertikalstütze 10c und dem Grundriegel 14h
derart angeordnet, dass er sich parallel zum Grundriegel 14b erstreckt. Somit können
zwischen dem Grundriegel 14b und dem Zusatzriegel 14i Beläge 24c eingehängt werden,
welche die gleichen Abmessungen besitzen, wie die Beläge 24a und 24b.
[0030] Um ein optimales Umbauen der Rohre 2 zu ermöglichen, sind ferner zwei Zusatzriegel
14k und 14l vorgesehen, welche sich parallel zueinander zwischen dem Zusatzriegel
14i und dem Grundriegel 14b erstrecken. Diese Zusatzriegel 14k, 14l sind möglichst
nahe an den Rohren 2 vorgesehen und derart voneinander beabstandet, dass kleinere
Beläge 24d in die Zusatzriegel 14k, 14l eingehängt werden können. Zwei Beläge 24d
sind auf der dem Zusatzriegel 14i zugewandten Seite der Rohre 2 angeordnet, drei weitere
Beläge 24d auf der dem Zusatzriegel 14i abgewandten Seite der Rohre 2.
[0031] Ein weiterer Zusatzriegel 14m verläuft parallel zum Grundriegel 14c zwischen den
beiden Grundriegeln 14f und 14d, wobei sich der Zusatzriegel 14m mittig zwischen den
beiden Grundriegeln 14e und 14c befindet. Somit sind Beläge 24e zum einen zwischen
Grundriegel 14e und Zusatzriegel 14m und zum anderen zwischen Zusatzriegel 14m und
Grundriegel 14c in der Weise einhängbar, dass sowohl das Rohr 4 als auch ein Durchstieg
34 optimal L-förmig umbaut werden können.
[0032] Ein weiterer Zusatzriegel 14n verläuft parallel zu derjenigen Längsseite des Belags
24b, welche dem Grundriegel 14e abgewandt ist. Zwischen diesem Zusatzriegel 14n und
einem zwischen den aus Fig. 1 ersichtlichen Vertikalstützen 10h und 10i ausgebildeten
Grundriegel sind auf diese Weise Beläge 24f einhängbar, deren Länge ungefähr das Doppelte
der Beläge 24c beträgt.
[0033] Fig. 4 veranschaulicht somit, dass durch eine geschickte Kombination von Grundriegeln
14a bis h mit Zusatzriegeln 14i bis n ein an individuelle Gegebenheiten anpassbares
Raster geschaffen werden kann, in welches dann Beläge 24a bis f unterschiedlicher
Größe derart einhängbar sind, dass die Arbeitsebene 22 möglichst dicht an die zu umbauenden
Konturen herangeführt werden kann. Im Beispiel gemäß Fig. 4 ist ein Zusatzriegel 14i
eingesetzt, welcher sich zwischen einer Vertikalstütze 10c und einem Grundriegel 14h
erstreckt. Weiterhin sind Zusatzriegel 14k, m und n dargestellt, welche sich zwischen
zwei Grundriegeln erstrecken. Schließlich ist auch ein Zusatzriegel 14l eingesetzt,
welcher sich zwischen einem Grundriegel und einem Zusatzriegel erstreckt.
[0034] Fig. 5 veranschaulicht nun, dass auch Zusatzriegel möglich sind, welche sich ihrerseits
ausschließlich zwischen Zusatzriegeln erstrecken:
[0035] Zwischen vier ein Quadrat aufspannenden Vertikalstützen 10k bis 10m sind Grundriegel
14o bis 14r derart angeordnet, dass sie gemeinsam ebenfalls die Form eines Quadrats
beschreiben. Zwischen die Grundriegel 14p und 14r sind insgesamt vier lange Beläge
24g eingehängt. Der durch die Beläge 24g abgedeckte Bereich ist durch einen Zusatzriegel
14s begrenzt, welcher die gleiche Länge aufweist wie die Beläge 24g und welcher sich
zwischen den Grundriegeln 14p und 14r befindet. Zwischen diesen Zusatzriegel 14s und
den Grundriegel 14q sind Beläge mittlerer Länge 24h eingehängt.
[0036] Die zwei Bereiche, die durch die Beläge 24h abgedeckt sind, sind jeweils wiederum
durch einen Zusatzriegel 14t bzw. 14u begrenzt, welche sich jeweils zwischen dem Grundriegel
14q und dem Zusatzriegel 14s befinden. Zwischen die beiden Zusatzriegel 14t und 14u
ist ein weiterer Zusatzriegel 14v eingehängt, welcher sich senkrecht zu den beiden
Zusatzriegeln 14t und 14u erstreckt. Ein weiterer Zusatzriegel 14w, der sich parallel
zum Zusatzriegel 14u erstreckt, ist zwischen den Zusatzriegeln 14v und 14s eingehängt.
Schließlich befindet sich ein letzter Zusatzriegel 14x zwischen den Zusatzriegeln
14u und 14w. Dieser Zusatzriegel 14x erstreckt sich dabei parallel zum Grundriegel
14q.
Auf diese Weise wird durch die Zusatzriegel 14t bis x ein Raster geschaffen, in welches
kleine Beläge 24i einhängbar sind, die gemeinsam eine L-förmige Fläche abdecken.
Fig. 6 zeigt den Endbereich eines Belags 24 mit den bereits erwähnten Durchbrechungen
28 sowie mit zwei stirnseitigen Hakenelementen 34, welche dazu geeignet sind, einen
Riegel 14 zu übergreifen. Weiterhin sind stirnseitig am Belag 24 insgesamt vier Stützelemente
36 vorgesehen, welche derart angeordnet sind, dass sie sich letztlich auf demjenigen
Riegel 14 abstützen können, der von den Hakenelementen 34 übergriffen wird.
Schließlich ist der Belag 24 auch noch mit einer in dafür vorgesehenen Aussparungen
verschiebbaren Abhebesicherung 38 ausgestattet, welche durch einen Stahlbügel gebildet
ist, welcher derart unter einen Riegel 14 bewegt werden kann, dass der Riegel 14 letztlich
zwischen den Hakenelementen 34 und der Abhebesicherung 38 fixiert ist.
[0037] Gut zu erkennen sind in Fig. 6 auch die vorgesehenen überkragenden Randbereiche 30,
die bereits in Verbindung mit den Fig. 2 und 3 erläutert wurden.
[0038] Fig. 7 zeigt, wie Beläge 24 gemäß Fig. 6 in einen Riegel 14 eingehängt werden können.
Gemäß Fig. 7 erstrecken sich zwei Beläge 24 parallel zueinander, so dass ihre Hakenelemente
34 von der gleichen Seite her einen gemeinsamen Riegel 14 übergreifen, wobei sich
auch die Stützelemente 36 beider Beläge 24 auf diesem Riegel 14 abstützen.
[0039] Aufgrund der überkragenden Randbereiche 30 befinden sich die beiden Beläge 24 in
unmittelbarer Nachbarschaft zueinander, ohne dass ein störender Spalt zwischen ihnen
ausgebildet würde. Dies würde in gleicher Weise gelten, wenn unterhalb des Bereichs,
an dem die beiden Randbereiche 30 aneinander angrenzen, ein weiterer Riegel 14 vorhanden
wäre.
[0040] Fig. 8 zeigt zwei Beläge gemäß Fig. 6, die stirnseitig aneinander angrenzen und von
entgegengesetzten Seiten in einen gemeinsamen Riegel 14 eingehängt sind. Dadurch,
dass die Hakenelemente 34 nicht mittig an den Stirnseiten der Beläge 24, sondern etwas
versetzt zur Mitte angeordnet sind, können die beiden Beläge in Längsrichtung miteinander
ausgerichtet werden, ohne dass ihre den gemeinsamen Riegel 14 übergreifenden Hakenelemente
34 aneinander anstoßen. Die Zwischenräume, die zwischen den Belagelementen 24 und
dem Riegel 14 ausgebildet sind, besitzen in etwa die gleiche Größenordnung wie die
Durchbrechungen 28 der Belagelemente, so dass diese Zwischenräume letztlich nicht
störend sind. Die Stützelemente 36 der Beläge 24 sind so kurz bemessen, dass sie bei
stirnseitig aneinander angrenzenden Belägen 24 nicht miteinander kollidieren, sondern
vielmehr zwischen sich noch einen Platz für gegebenenfalls erforderliche Befestigungselemente
30 lassen, mittels derer Riegel 14 an weiteren Riegeln 14 oder an Rosetten 12 befestigbar
sind.
[0041] Fig. 9 zeigt in perspektivischer Darstellung einen zwischen zwei Riegeln 14 befestigten
kurzen Zusatzriegel 14y, welcher von Hakenelementen 34 eines Belages 24 übergriffen
wird.
[0042] Zur Befestigung des Zusatzriegels 14y sind spezielle Kopplungselemente 42 vorgesehen,
welche die parallel zueinander verlaufenden Riegel 14 klammernd umgreifen und entlang
der Riegel 14 an eine beliebige, jeweils erforderliche Position verschoben werden
können. Die Kopplungselemente 42 weisen dabei dann geeignete Befestigungspositionen
für den Zusatzriegel 14y auf, an welchen dieser festgelegt und gesichert werden kann.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 2
- Rohre
- 4
- Rohr
- 6
- Wände
- 8
- Boden
- 10a - 10n
- Vertikalstützen
- 12
- Rosetten
- 14a - 14y
- Riegel
- 16
- Diagonalstützen
- 18
- Geländerelemente
- 20
- Arbeitsebene
- 22
- Arbeitsebene
- 24a - 24i
- Beläge
- 26
- Grundkörper
- 28
- Durchbrechung
- 30
- überkragender Randbereich
- 32
- Spalt
- 34
- Hakenelemente
- 36
- Stützelemente
- 38
- Abhebesicherung
- 40
- Befestigungselemente
- 42
- Kopplungselement
1. Industriegerüst mit Vertikalstützen (10), welche mittels horizontal verlaufender Riegel
(14) miteinander verbindbar sind, wobei in die Riegel (14) zur Schaffung einer begehbaren
Arbeitsfläche (20, 22) Beläge (24) einhängbar sind, welche sich in einer horizontalen
Ebene erstrecken, wobei
Randbereiche (30) der Beläge (24) im eingehängten Zustand über den Grundkörper (26)
der Beläge (24) derart überkragen, dass ein parallel zu einem solchen Randbereich
(30) verlaufender Riegel (14) bereichsweise von diesem Randbereich (30) überdeckt
wird, wobei die Beläge (24) eine rechteckige Form besitzen und an ihren Stirnseiten
Hakenelemente (34) zum Einhängen in einen Riegel (14) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseiten der Beläge (24) mit den überkragenden Randbereichen (30) versehen
sind, welche über den Grundkörper (26) seitlich hinausstehen, wobei sich die Randbereiche
(30) bei montiertem Gerüst oberhalb derjenigen Ebene befinden, in der sich die Riegel
(14) erstrecken und wobei sich zwischen zwei Vertikalstützen (10) erstreckende Grundriegel
(14a-h, 14o-r) und sich zwischen Grundriegeln (14a-h, 14o-r) und/oder Vertikalstützen
(10) erstreckende Zusatzriegel (14i-n, 14s-y) vorgesehen sind, wobei das Industriegerüst
separate Kopplungselemente (42) aufweist, die für die Befestigung eines Zusatzriegels
(14i-n, 14s-y) an einem weiteren Riegel (14) vorgesehen und dazu geeignet sind, einen
Riegel (14) mit einem stirnseitigen Kopplungsabschnitt eines Zusatzriegels (14i-n,
14s-y) zu verbinden.
2. Industriegerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich Grund- und Zusatzriegel (14) in derselben Ebene erstrecken.
3. Industriegerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer begehbaren Arbeitsfläche (22) eine Anzahl von ersten Belägen (24a, c, e,
f) vorhanden ist, die parallel zueinander ausgerichtet sind und weiterhin zweite Beläge
(24b, d) vorhanden sind, die senkrecht zu den ersten Belägen (24a, c, e, f) ausgerichtet
sind.
4. Industriegerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet,
dass Grund- und Zusatzriegel (14) identische Querschnitte besitzen und identische stirnseitige
Kopplungsabschnitte aufweisen.
5. Industriegerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beläge (24) in unterschiedlichen, an ein Rastermaß angepassten Größen vorliegen,
wobei der Abstand der Längsachsen benachbarter Vertikalstützen (10) ein ganzzahliges
Vielfaches des Rastermasses beträgt.
6. Industriegerüst nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längserstreckung der Beläge (24) einschließlich der stirnseitigen Hakenelemente
(34) etwas mehr als ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermasses beträgt, so dass
ein Übergreifen der Riegel (14) durch die Hakenelemente (34) möglich ist.
7. Industriegerüst nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längserstreckung der Beläge (24) ohne die stirnseitigen Hakenelemente (34) etwas
weniger als ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermasses beträgt, so dass ein Einhängen
zweier stirnseitig benachbarter Beläge (24) in einen gemeinsamen Riegel (14) möglich
ist.
8. Industriegerüst nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Beläge (24) einschließlich der überkragenden Randbereiche (30) gleich
dem 1-, 2- oder 3-fachen Rastermass ist, wobei insbesondere in den überkragenden Randbereichen
(30) Aussparungen für Keile vorhanden sind, mit denen die Riegel (14) an den Vertikalstützen
(10) befestigbar sind.
9. Industriegerüst nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Beläge (24) einschließlich der überkragenden Randbereiche (30) etwas
weniger als das 1-, 2- oder 3-fache Rastermass beträgt.
10. Industriegerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beläge (24) stirnseitig mit einer Abhebesicherung (38) ausgestattet sind.
1. Industrial scaffold having vertical supports (10) which can be connected to one another
by means of horizontally extending bars (14), wherein decking units (24), which extend
in a horizontal plane, can be hung into the bars (14) to create a walk-on working
surface (20, 22), wherein, in the hung-in state, marginal regions (30) of the decking
units (24) overhang the base body (26) of the decking units (24) in such a way that
a bar (14) extending parallel to such a marginal region (30) is covered regionally
by this marginal region (30), wherein the decking units (24) have a rectangular shape
and have, at their end sides, hook elements (34) for hanging into a bar (14), characterized in that the longitudinal sides of the decking units (24) are provided with the overhanging
marginal regions (30) which project laterally beyond the base body (26), wherein,
with the scaffold mounted, the marginal regions (30) are situated above that plane
in which the bars (14) extend, and wherein base bars (14a-h, 14o-r) extending between
two vertical supports (10) and additional bars (14i-n, 14s-y) extending between base
bars (14a-h, 14o-r) and/or vertical supports (10) are provided, wherein the industrial
scaffold has separate coupling elements (42) which are provided for fastening an additional
bar (14i-n, 14s-y) to a further bar (14) and are suitable for connecting a bar (14)
to an end-side coupling portion of an additional bar (14i-n, 14s-y).
2. Industrial scaffold according to Claim 1, characterized in that the base bars and additional bars (14) extend in the same plane.
3. Industrial scaffold according to one of the preceding claims, characterized in that a number of first decking units (24a, c, e, f) which are oriented parallel to one
another are present in a walk-on working surface (22) and, furthermore, second decking
units (24b, d) which are oriented perpendicular to the first decking units (24a, c,
e, f) are present.
4. Industrial scaffold according to one of the preceding claims, characterized in that the base bars and additional bars (14) have identical cross sections and have identical
end-side coupling portions.
5. Industrial scaffold according to one of the preceding claims, characterized in that the decking units (24) are present in different sizes which are adapted to a grid
dimension, wherein the spacing between the longitudinal axes of adjacent vertical
supports (10) is an integral multiple of the grid dimension.
6. Industrial scaffold according to Claim 5, characterized in that the longitudinal extent of the decking units (24), including the end-side hook elements
(34), is somewhat more than an integral multiple of the grid dimension, with the result
that it is possible for the hook elements (34) to engage over the bars (14).
7. Industrial scaffold according to either of Claims 5 and 6, characterized in that the longitudinal extent of the decking units (24), without the end-side hook elements
(34), is somewhat less than an integral multiple of the grid dimension, with the result
that it is possible for two decking units (24) which are adjacent at their end sides
to be hung into a common bar (14).
8. Industrial scaffold according to one of Claims 5 to 7, characterized in that the width of the decking units (24), including the overhanging marginal regions (30),
is equal to 1, 2 or 3 times the grid dimension, wherein cutouts for wedges, by means
of which the bars (14) can be fastened to the vertical supports (10), are present
in particular in the overhanging marginal regions (30) .
9. Industrial scaffold according to one of Claims 5 to 7, characterized in that the width of the decking units (24), including the overhanging marginal regions (30),
is somewhat less than 1, 2 or 3 times the grid dimension.
10. Industrial scaffold according to one of the preceding claims, characterized in that the decking units (24) are equipped at their end sides with a lift-off safeguard
(38).
1. Echafaudage industriel doté de montants verticaux (10) pouvant être reliés les uns
aux autres au moyen de verrous (14) s'étendant horizontalement, des planchers (24),
s'étendant dans un plan horizontal, pouvant être enchâssés dans lesdits verrous (14)
en vue de créer une surface de travail (20, 22) praticable, sachant que des régions
marginales (30) des planchers (24) sont en débord au-delà du corps de base (26) desdits
planchers (24), à l'état enchâssé, de façon telle qu'un verrou (14) s'étendant parallèlement
à une région marginale (30) de ce type soit recouvert, par zones, par cette région
marginale (30), lesdits planchers (24) étant de forme rectangulaire et présentant,
à leurs faces extrêmes, des éléments d'accrochage (34) dévolus à l'encastrement dans
un verrou (14),
caractérisé par le fait
que les côtés longitudinaux des planchers (24) sont pourvus des régions marginales (30)
en débord, qui font saillie latéralement au-delà du corps de base (26), lesquelles
régions marginales (30) se trouvent au-dessus du plan de l'étendue des verrous (14)
à l'état monté de l'échafaudage, sachant qu'il est prévu des verrous principaux (14a-h,
14o-r) s'étendant entre deux montants verticaux (10), et des verrous additionnels
(14i-n, 14s-y) s'étendant entre des verrous principaux (14a-h, 14o-r) et/ou des montants
verticaux (10),
ledit échafaudage industriel étant muni d'éléments distincts d'accouplement (42) qui
sont prévus pour la fixation d'un verrou additionnel (14i-n, 14s-y) à un verrou (14)
supplémentaire, et se prêtent à la liaison d'un verrou (14) avec un tronçon extrême
d'accouplement d'un verrou additionnel (14i-n, 14s-y).
2. Echafaudage industriel selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que les verrous (14) principaux et additionnels s'étendent dans le même plan.
3. Echafaudage industriel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
par la présence, dans une surface de travail (22) praticable, d'un certain nombre de
premiers planchers (24a, c, e, f) orientés parallèlement les uns aux autres et, en
outre, par la présence de seconds planchers (24b, d) orientés perpendiculairement
auxdits premiers planchers (24a, c, e, f).
4. Echafaudage industriel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que les verrous (14), principaux et additionnels, possèdent des sections transversales
identiques et comportent des tronçons extrêmes d'accouplement identiques.
5. Echafaudage industriel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que les planchers (24) se présentent sous des tailles différentes adaptées à une cote
modulaire, la distance, séparant les axes longitudinaux de montants verticaux (10)
voisins, représentant un multiple entier de ladite cote modulaire.
6. Echafaudage industriel selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
que l'étendue longitudinale des planchers (24), incluant les éléments extrêmes d'accrochage
(34), représente sensiblement plus d'un multiple entier de la cote modulaire, permettant
ainsi, auxdits éléments d'accrochage (34), de venir coiffer les verrous (14).
7. Echafaudage industriel selon l'une des revendications 5 ou 6,
caractérisé par le fait
que l'étendue longitudinale des planchers (24), excluant les éléments extrêmes d'accrochage
(34), représente sensiblement moins d'un multiple entier de la cote modulaire, permettant
ainsi un encastrement, dans un verrou (14) commun, de deux planchers (24) voisins
par les faces extrêmes.
8. Echafaudage industriel selon l'une des revendications 5 à 7,
caractérisé par le fait
que la largeur des planchers (24), incluant les régions marginales (30) en débord, est
égale au simple, au double ou au triple de la cote modulaire, sachant notamment que
des évidements, dédiés à des cales à l'aide desquelles les verrous (14) peuvent être
fixés aux montants verticaux (10), sont présents dans lesdites régions marginales
(30) en débord.
9. Echafaudage industriel selon l'une des revendications 5 à 7,
caractérisé par le fait
que la largeur des planchers (24), incluant les régions marginales (30) en débord, représente
sensiblement moins du simple, du double ou du triple de la cote modulaire.
10. Echafaudage industriel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que les planchers (24) sont équipés, aux faces extrêmes, d'une sûreté (38) interdisant
un soulèvement.