[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbinenleitschaufel mit einem aerodynamisch gekrümmten
Schaufelblatt, welches ein mit einem Drosselelement ausgestattetes Kanalsystem zur
Führung von Kühlmittel aufweist.
[0002] Derartige Schaufel einer Gasturbine sind im Stand der Technik in vielfältiger Art
und Weise bekannt. Beispielsweise offenbart die
WO 01/36790 A1 die Drosselung des Kühlluftverbrauchs einer Turbinenschaufel mit Hilfe eines Stopfens,
der an einer Umkehrstelle des Kühlkanals von außen in die Turbinenleitschaufel eingebracht
wird. In Abhängigkeit der Eindringtiefe des Stopfens lässt sich der durchströmbare
Querschnitt der Umkehrstelle und somit die Durchflussmenge an Kühlluft in vorbestimmten
Maße einfach einstellen. Hierdurch können Maßdifferenzen, die aufgrund des Gießprozesses
vorhanden sind, mit Hilfe des Stopfens kompensiert werden, wodurch ein übermäßiger
Verbrauch an Kühlluft vermieden werden kann.
[0003] Weiter ist aus der
WO 2009/118245 A1 eine Turbinenschaufel mit einer Drosselvorrichtung bekannt, welche stromab der Umkehrstelle
angeordnet und als ein in den Kühlkanal quer hineinragender gegossener Steg ausgebildet
ist. In diesem Fall ist jedoch die Größe der Drosselwirkung nach dem Gießen der Turbinenschaufel
nicht mehr einstellbar.
[0004] Eine einstellbare Drosselung der Kühlluftmenge einer Turbinenleitschaufel mit gleichzeitiger
Entnahme eines Teils der Kühlluft ist in der
EP 2 628 900 A1 beschrieben. Deren Drosselelement weist einen Hohlraum auf, in den ein Teil der Kühlluft
in das Drosselelement einströmen und durch dieses aus der Turbinenschaufel herausgeführt
werden kann. Diese Lösung ist jedoch vergleichsweise aufwändig in der Herstellung
und somit kostenträchtig.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative Turbinenleitschaufel bereitzustellen,
bei der trotz einer an der Umlenkstelle vorhandenen Öffnung zum Herausführen von Kühlmittel
aus der Turbinenschaufel eine Drosselung einfach und kostengünstig möglich ist.
[0006] Die auf die Turbinenleitschaufel gerichtete Aufgabe wird mit einer solchen gemäß
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
angegeben. Deren Merkmale können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden.
[0007] Erfindungsgemäß ist bei einer Turbinenleitschaufel mit einem aerodynamisch gekrümmten
Schaufelblatt, welches eine saugseitige Seitenwand und eine druckseitige Seitenwand
umfasst und zwischen denen ein zumindest zwei Kanalabschnitte umfassendes Kanalsystem
des Schaufelblatts zur Führung von Kühlmittel angeordnet ist, wobei die Kanalabschnitte
im wesentlichen parallel zueinander angeordnet und über einen eine Drosseleinrichtung
aufweisenden Umlenkbereich miteinander strömungsverbunden sind und wobei im Umlenkbereich
eine Öffnung angeordnet ist, durch welche ein Teil des im Umlenkbereich strömenden
Kühlmittels aus dem Schaufelblatt hinausführbar ist, vorgesehen, dass die Drosseleinrichtung
eine Anzahl von Drosselelementen umfasst, von denen zumindest eines, vorzugsweise
alle mit lediglich einer der beiden Seitenwände verbunden ist.
[0008] Üblicherweise handelt es sich bei der Turbinenleitschaufel um ein Gussbauteil, welches
weitestgehend oder vollständig monolithisch ausgestaltet ist. Zweckmäßigerweise kann
die Turbinenleitschaufel einen Fußbereich und einen Kopfbereich zur Befestigung umfassen.
Beide Bereiche sind am Schaufelblatt beidendseitig angeordnet. Der Fußbereich der
Turbinenleitschaufel dient zur Befestigung der Turbinenleitschaufel an einem ringförmigen
Leitschaufelträger. Vom Fußbereich erstreckt sich nach radial innen das Schaufelblatt,
an dessen inneren Ende sich der Kopfbereich anschließt. Im Schaufelblatt sind zwei
annähernd parallele Kanalabschnitte über den fußseitig oder kopfseitig angeordneten
Umlenkbereich strömungstechnisch miteinander verbunden und die betreffenden Drosselelemente
ragen quer in Bezug auf die lokale Durchströmungsrichtung des Kühlmittels im Umlenkbereich
in diesen hinein. Die beiden annähernd parallel zueinander angeordneten und in ihrer
Form länglichen Kanalabschnitte sind durch eine Trennwand voneinander getrennt. Letztere
endet am Umlenkbereich.
[0009] Fußbereich und Kopfbereich können jeweils eine sogenannte Plattform zur lokalen,
radialen Begrenzung des Heißgaskanals der Gasturbine umfassen. An der dem Heißgaskanal
abgewandten Seite der inneren Plattform können Haken vorgesehen sein, welche Teil
des Kopfbereichs sind und an welchem in der Regel ein sogenannter U-Ring befestigt
werden kann. Mit diesem werden die Turbinenleitschaufeln oder auch Turbinenleitschaufelsegmente
eines Leitschaufelkranzes der Gasturbine miteinander gekoppelt. Da diese U-Ringe gegebenenfalls
gekühlt werden müssen und die von diesen Komponenten mit dem Rotor gebildeten Spalte
gegen ein Eindringen von Heißgas gesperrt werden müssen, ist es von besonderem Vorteil,
wenn das üblicherweise durch die Turbinenleitschaufel geführte Kühlmittel am kopfseitigen
Ende der Turbinenleitschaufel durch eine weitere Öffnung austreten und dort nabenseitig
verwendet werden kann.
[0010] Der Erfindung liegt zudem die Erkenntnis zugrunde, dass zusätzliche thermische Spannungen
in der Turbinenleitschaufel vermieden werden können, wenn die betreffenden Drosselelemente,
sofern sie beim Gießen der Turbinenleitschaufel direkt mit hergestellt werden, nur
mit einer der beiden Seitenwände verbunden sind. Bei Verbindung des betreffenden Drosselelements
mit beiden Schaufelwänden gleichzeitig würde jedes derartige Drosselelement die mechanische
Integrität der Turbinenleitschaufel ungewollt verändern. Dies ist jedoch nicht immer
gewünscht. Gleichzeitig ist die Herstellung der erfindungsgemäßen Drosseleinrichtung
vergleichsweise einfach, da üblicherweise Turbinenleitschaufeln im Gießverfahren hergestellt
werden und die Drosselelemente somit allein im Gusskern der Gießvorrichtung berücksichtigt
werden müssen. D.h., im Gusskern sind in demjenigen Abschnitt, der den späteren Umlenkbereich
der Turbinenschaufel repräsentiert, lediglich entsprechend der Gestalt der Drosselelemente
geformte Sacklöcher als Negativform der Drosselelemente einzubringen. Andere Änderungen
an einer bereits bestehenden Gießvorrichtung sind nicht vorzunehmen, was zu einer
Kosteneinsparung führt.
[0011] Hierdurch kann eine einfach herzustellende sowie im Umlenkbereich von thermischen
Spannungen nicht zusätzlich belastete Turbinenleitschaufel bereitgestellt werden.
[0012] Zweckmäßigerweise ist das betreffende Drosselelement pinförmig ausgestaltet. Damit
kann eine einfache Geometrie der Drosselelemente bereitgestellt werden. Zudem lassen
sich bestehende Gusskerne durch das Bohren von Löchern, welche die Negativform der
Pin-Form darstellen, vergleichsweise einfach umrüsten bzw. herstellen.
[0013] Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung weist das betreffende Drosselelement
eine von 90° zur Innenfläche der Seitenwand, an der sie befestigt ist, abweichende
Neigung auf, die vorzugsweise derart orientiert ist, dass sie einer Kühlmittelströmungsrichtung
entgegen gerichtet ist. Damit lässt sich eine besonders gute Drosselwirkung erzielen.
[0014] Weiter bevorzugt sind zwei oder mehr Drosselelemente in Kühlmittelströmungsrichtung
aufeinander folgend angeordnet, die mit stromabwärtigerer Position eine größere Drosselwirkung
aufweisen. Vorzugsweise nimmt dabei die Querschnittsfläche der weiter stromab angeordneten
Drosselelemente in einer Größenordnung von 30% bis 70% zu, verglichen mit den unmittelbar
davon stromauf angeordneten Drosselelemente. Dadurch lässt sich die Drosselwirkung
lokal sehr gezielt einstellen, wobei mehrere dieser Drosselelementreihen möglich sind.
[0015] Weiter vorteilhaft ist diejenige Ausgestaltung, bei der das betreffende Drosselelement
eine sich von seinem befestigungsseitigen Ende bis zum freien Ende erstreckende Höhe
aufweist, die mindestens 30% des dortigen Abstands der Innenflächen der Seitenwände
entspricht. Damit unterscheiden sich die Drosselelemente von ggf. dort angesiedelten
Turbulatoren oder auch Einbauten, von denen letztere häufig eine verlustarme Umlenkung
des dort strömenden Kühlmittels bewirken sollen. Weiter kann mit einer entsprechenden
Höhe die Drosselwirkung ebenso einfach eingestellt werden.
[0016] Besonders bevorzugt ist die Ausgestaltung, bei der der Umlenkbereich unter Berücksichtigung
der Drosseleinrichtung einen lokalen Minimalquerschnitt aufweist, wobei an dieser
Stelle ein theoretischer Maximalquerschnitt unter Nichtberücksichtigung der Drosseleinrichtung
ermittelbar ist, wobei der Minimalquerschnitt kleiner ist als 50% des theoretischen
Maximalquerschnitts. Weiter bevorzugt ist die Öffnung derart dimensioniert, dass durch
diese zumindest eine teilweise Entfernung zumindest eines der Drosselelemente möglich
ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass bei Bedarf Teile der mitgegossenen Drosseleinrichtung
wieder entfernt werden können, wenn sich herausstellt, dass aufgrund von Gießtoleranzen
die Drosselwirkung der Drosseleinrichtung größer als spezifiziert ist. Das teilweise
Entfernen der Drosselelemente bzw. Drosseleinrichtung reduziert die Drosselwirkung,
so dass eine nach dem Gießen wegen zu geringer Kühlung nicht spezifikationskonforme
Turbinenleitschaufel nach besagtem Entfernen dennoch verwendet werden kann. Dies verringert
die Ausschussrate bei der Herstellung von Turbinenleitschaufeln.
[0017] Für die Erfindung ist es unwesentlich, ob die Zuführung von Kühlmittel fußseitig
oder kopfseitig erfolgt. Vorzugsweise ist jedoch das Drosselelement in demjenigen
Bereich angeordnet, welcher der Zuführung gegenüber liegt.
[0018] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Turbinenleitschaufel in perspektivischer Darstellung mit einem aufgeschnittenen
Schaufelblatt und einer fußseitig angeordneten Drosseleinrichtung und
- Figur 2
- einen nabenseitigen Querschnitt durch das Schaufelblatt der Turbinenleitschaufel gemäß
FIG 1.
[0019] Identische Merkmale sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0020] Eine Turbinenleitschaufel 10 für eine stationäre Gasturbine ist in Figur 1 perspektivisch
dargestellt. Die Turbinenleitschaufel 10 umfasst einen Fußbereich 12, ein aerodynamisch
gekrümmtes Schaufelblatt 14 sowie einen Kopfbereich 16, die entlang einer Längsachse
18 aufeinander folgen. In der Einbaulage in einer Gasturbine ist der Fußbereich 12
radial außen angesiedelt und der Kopfbereich 16 radial innen. Sowohl Fußbereich 12
als auch Kopfbereich 16 umfassen jeweils eine Plattform 20, die die lokale, radiale
Begrenzung des ringförmigen Heißgaspfads der Gasturbine im Bereich der betreffenden
Turbinenleitschaufel 10 bilden. Insofern erstreckt sich das Schaufelblatt 14 durch
den ringförmigen Heißgaskanal 22. Sowohl Fußbereich 12 als auch Kopfbereich 16 haben
an ihren dem Heißgaskanal 22 abgewandten Seiten mehrere Haken 24 zur Befestigung.
Die am Fußbereich 12 vorgesehenen Haken 24 dienen zur Befestigung der Turbinenleitschaufel
10 an einem nicht dargestellten ringförmigen Turbinenleitschaufelträger. Die im Kopfbereich
16 angesiedelten Haken dagegen dienen zur Befestigung eines sogenannten U-Rings, welcher
hier auch nicht weiter dargestellt ist. Für die Erfindung ist es dabei unerheblich,
ob die Turbinenleitschaufel mit oder ohne Plattform oder hakenförmigen Befestigungsmitteln
ausgestattet ist.
[0021] Das Schaufelblatt 14 umfasst eine Vorderkante 17 und eine Hinterkante 19, zwischen
denen sich eine druckseitige und eine saugseitige Schaufelblattwand 40, 42 (FIG 2)
erstrecken. Das in Figur 1 dargestellte Schaufelblatt 14 ist nicht vollständig perspektivisch,
sondern teilweise im Längsschnitt gezeigt. Dadurch sind die im Inneren des Schaufelblatts
14 vorhandenen Kanalabschnitte 26 eines Kanalsystems 28 dargestellt. Somit ist das
Kanalsystem 28 mit den Kanalabschnitten 26 zwischen den beiden Seitenwänden 40, 42
des Schaufelblatts 14 angeordnet. Das Kanalsystem 28 ist zur Führung von Kühlmittel
43 ausgestaltet, welches der Turbinenleitschaufel 10 über eine fußseitig angeordnete
Öffnung 30 zuführbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei parallel nebeneinander
angeordnete, längliche Kanalabschnitte 26 vorgesehen, von denen zwei über eine Rippe
36 größtenteils voneinander getrennt und am kopfseitigen Bereich über einen Umlenkbereich
30 strömungstechnisch miteinander verbunden sind. In diesem Umlenkbereich 30 weist
die Turbinenleitschaufel 10 eine weitere Öffnung 31 auf.
[0022] Im Umlenkbereich 30 ist eine Drosseleinrichtung 32 vorgesehen. Sie umfasst eine gemäß
diesem Ausführungsbeispiel sechs (FIG 2) pinförmige Drosselelemente 33, von denen
in FIG 1 lediglich drei dargestellt sind. Die drei dargestellten Drosselelemente 33
sind an der gezeigten Seitenwand befestigt und ragen frei endend in den Umlenkbereich
hinein: sie sind mit der gegenüberliegenden (nicht dargestellten) Seitenwand nicht
verbunden.
[0023] Die sechs Drosselelemente 33 sind in zwei Reihen zu je drei Drosselelementen 33 rasterförmig
angeordnet. Andere Muster für die Drosselelemente 33 und andere Anzahlen an Drosselelementen
33 sind denkbar. In Bezug auf die Strömungsrichtung des Kühlmittels 43 weisen die
stromauf angeordneten Drosselelemente 33 einen geringeren Querschnitt auf als die
stromab davon angeordneten.
[0024] FIG 2 zeigt die Turbinenleitschaufel 10 gemäß dem Schnitt II-II aus Figur 1 mit dem
Kopfbereich 16 und den daran angeordneten Haken 24 in perspektivischer Darstellung.
Die Drosseleinrichtung 32 ist perspektivisch dargestellt und umfasst die sechs Drosselelemente
33. Diese sind derart gegenüber der Innenfläche der Seitenwände 40, 42 geneigt, dass
diese der ankommenden Kühlmittelströmung entgegen gerichtet sind.
[0025] Im dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die pinförmigen Drosselelemente 33 eine
Höhe auf, die 60% des Abstands A der beiden Innenflächen der Seitenwände 40, 42 entspricht.
Aus diesem Grunde sind die Drosselelemente 33 der einen Seitenwand in Bezug auf die
Drosselelemente 33 der anderen Seitenwand zueinander versetzt, sie sind verzahnt angeordnet
und überlappen sich.
[0026] Das aus dem Kanalabschnitt 26a ankommende Kühlmittel 43, zumeist Kühlluft, wird auch
aufgrund der Drosseleinrichtung 32 in zwei Teilströme aufgeteilt: ein erster Teil
wird durch die weitere Öffnung 31 aus dem Schaufelblatt 14 und somit aus der Turbinenleitschaufel
10 hinausgeführt. Dort kann das Kühlmittel 43 nabenseitig zur Kühlung der dort angesiedelten
Bauteile oder zur Sperrung von Spalten gegen Heißgaseinzug eingesetzt werden. Der
restliche Teil des Kühlmittels 43 strömt in den Kanalabschnitt 26b und verbleibt vorerst
in der Turbinenleitschaufel 10.
[0027] Von besonderem Vorteil ist, dass mit Hilfe der Drosseleinrichtung 32 die gesamte
Kühlluftmenge der Turbinenleitschaufel 10 einerseits und auch das Verhältnis der Aufteilung
der beiden Kühlmittelteilströme andererseits eingestellt werden kann, selbst nachdem
die Turbinenleitschaufel 10 gegossen wurde. Durch die Einsparung von Kühlluft weist
eine mit den erfindungsgemäßen Turbinenleitschaufeln 10 ausgestattete Gasturbine einen
verbesserten Wirkungsgrad auf. Auch ist es möglich, neuwertige, jedoch nicht spezifikationskonforme
Turbinenleitschaufeln 10 mit Hilfe des Drosselelements 32 für den Einsatz in einer
Gasturbine zu ertüchtigen. Damit kann die Ausschussrate an Bauteilen vermindert werden,
was Kosten minimiert.
[0028] Insgesamt betrifft die Erfindung eine Turbinenleitschaufel 10 mit einem aerodynamisch
gekrümmten Schaufelblatt 14, welches ein mit einem Drosselelement 32 ausgestattetes
Kanalsystem 28 zur Führung von Kühlmittel aufweist. Um eine alternative Turbinenleitschaufel
10 bereitzustellen, bei der sowohl ein im Inneren strömender Kühlmittelteilstrom als
auch ein aus der Turbinenleitschaufel 10 wieder herausgeführter Kühlmittelteilstrom
einstellbar ist, wird vorgeschlagen, dass die Drosseleinrichtung 32 eine Anzahl von
Drosselelementen 33 umfasst, von denen zumindest eines, vorzugsweise alle mit nur
einer der beiden Seitenwände 40, 42 verbunden ist.
1. Turbinenleitschaufel (10)
mit einem aerodynamisch gekrümmten Schaufelblatt (14), welches eine saugseitige Seitenwand
(42) und eine druckseitige Seitenwand (40) umfasst und zwischen denen ein zumindest
zwei Kanalabschnitte (26) umfassendes Kanalsystem (28) des Schaufelblatts (14) zur
Führung von Kühlmittel (43) angeordnet ist,
wobei die Kanalabschnitte (26) im wesentlichen parallel zueinander angeordnet und
über einen eine Drosseleinrichtung (32) aufweisenden Umlenkbereich (30) miteinander
strömungsverbunden sind und
wobei im Umlenkbereich (30) eine Öffnung (31) angeordnet ist, durch welche ein Teil
des im Umlenkbereich (30) strömenden Kühlmittels (43) aus dem Schaufelblatt hinausführbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Drosseleinrichtung (32) eine Anzahl von Drosselelementen (32) umfasst, von denen
zumindest eines, vorzugsweise alle mit nur einer der beiden Seitenwände (40, 42) verbunden
ist.
2. Turbinenleitschaufel (10) nach Anspruch 1,
bei der das betreffende Drosselelement (33) pinförmig ausgestaltet ist.
3. Turbinenleitschaufel (10) nach Anspruch 1 oder 2,
bei der das betreffende Drosselelement (33) eine von 90° zur Innenfläche der Seitenwand
(40, 42), an der sie befestigt ist, abweichende Neigung aufweist, die vorzugsweise
derart orientiert ist, dass sie einer Kühlmittelströmungsrichtung entgegen gerichtet
ist.
4. Turbinenleitschaufel (10) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
bei der zwei oder mehr Drosselelemente (33) in Kühlmittelströmungsrichtung aufeinander
folgend angeordnet sind, die mit stromabwärtigerer Position eine größere Drosselwirkung
aufweisen.
5. Turbinenleitschaufel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei der das betreffende Drosselelement (33) eine sich von seinem befestigungsseitigen
Ende bis zum freien Ende erstreckende Höhe aufweist, die mindestens 30% des dortigen
Abstands der Innenflächen der Seitenwände (40, 42) entspricht.
6. Turbinenleitschaufel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
bei der der Umlenkbereich (30) unter Berücksichtigung der Drosseleinrichtung einen
Minimalquerschnitt aufweist und an dieser Stelle ein theoretischer Maximalquerschnitt
unter Nichtberücksichtigung der Drosseleinrichtung ermittelbar ist,
wobei der Minimalquerschnitt kleiner ist als 50% des Maximalquerschnitts.
7. Turbinenleitschaufel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
bei der die Öffnung (31) derart dimensioniert ist, dass durch sie zumindest eine teilweise
Entfernung der Drosselelemente (33) möglich ist.