[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umwandeln thermischer Energie niedriger
Temperatur in thermische Energie höherer Temperatur mittels mechanischer Energie und
umgekehrt, d.h. die Umwandlung thermischer Energie hoher Temperatur in thermische
Energie niederer Temperatur bei Abgabe von mechanischer Energie, mit einem Arbeitsmedium,
welches einen geschlossenen thermodynamischen Kreisprozess durchläuft, wobei der Kreisprozess
folgende Arbeitsschritte aufweist:
- reversible adiabate Verdichtung des Arbeitsmediums,
- isobare Wärmeabfuhr vom Arbeitsmedium,
- reversible adiabate Entspannung des Arbeitsmediums,
- isobare Wärmezufuhr zum Arbeitsmedium,
wobei zur Druckerhöhung bzw. -verringerung des Arbeitsmediums während der Verdichtung
bzw. Entspannung das Arbeitsmedium in Bezug auf eine Drehachse im Wesentlichen radial
nach außen bzw. nach innen geführt wird, wodurch eine Erhöhung bzw. Verringerung der
auf das Arbeitsmedium wirkenden Zentrifugalkraft erzeugt wird.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Durchführen eines erfindungsgemäßen
Verfahrens mit einem Verdichter, einer Entspannungseinheit und jeweils einem Wärmetauscher
zur Wärmezufuhr bzw. Wärmeabfuhr, wobei der Verdichter und die Entspannungseinheit
drehbar um eine Drehachse gelagert sind und der Verdichter bzw. die Entspannungseinheit
derart ausgestaltet sind, dass das Arbeitsmedium im Verdichter in Bezug auf die Drehachse
im Wesentlichen radial nach außen bzw. in der Entspannungseinheit im Wesentlichen
radial nach innen geführt wird, so dass eine Druckerhöhung bzw. -verringerung über
eine Erhöhung bzw. Verringerung der auf das Arbeitsmedium wirkenden Zentrifugalkraft
erzeugt wird.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Vorrichtungen, sog. Wärmepumpen bekannt,
bei welchen üblicherweise mit Hilfe eines Motors ein Arbeitsmedium niedriger Temperatur
auf höhere Temperatur durch Druckerhöhung erwärmt wird. Bei bekannten Wärmepumpen
wird das Arbeitsmedium in einem thermodynamischen Kreisprozess geführt, wobei dieser
thermodynamische Kreisprozess ein Verdampfen, Komprimieren, Verflüssigen und Expandieren
an einer Drossel des Arbeitsmediums umfasst; d.h. üblicherweise ändert sich der Aggregatzustand
des Arbeitsmediums.
[0004] Bei bekannten Wärmepumpen wird üblicherweise das Kältemittel R134a oder einem Gemisch,
das unter anderem aus R134a besteht eingesetzt, welches zwar keine ozonzerstörende
Wirkung aufweist, jedoch einen 1300fach höheren treibhausbildenden Effekt aufweist
als die gleiche Menge CO
2. Derartige Verfahren, welche im Wesentlichen nach dem Carnot-Prozess durchgeführt
werden, weisen eine theoretische Leistungszahl oder COP (Coefficient of Performance),
d.h. ein Verhältnis der abgegebenen Wärme zur eingesetzten elektrischen Energie von
ca. 5,5 auf (beim "Pumpen" des Arbeitsmediums von 0 auf 35°C). Praktisch wird bisher
jedoch bestenfalls eine Leistungszahl von 4,9 erreicht; in der Regel erreichen heutige
gute Wärmepumpen eine Leistungszahl von ca. 4,7.
[0005] Aus der
DE 27 29 134 A1 ist eine Vorrichtung mit einem hohlförmig ausgebildeten Rotor bekannt, wobei hier
Führungsdurchlässe bzw. Leitschaufeln vorgesehen sind, die am äußeren Umfang des Rotationskörpers
angeordnet sind und demzufolge eine hohe Relativgeschwindigkeit zwischen den Leitdurchlässen
und dem Arbeitsmedium auftritt. Durch derartige Leitschaufeln treten ebenfalls sehr
hohe Verluste der Strömungsenergie auf, welches zu einer relativ niedrigen Leistungszahl
führt.
[0006] In der
DE 30 18756 A1 ist zur Durchführung eines möglichst idealen thermodynamischen Kreisprozesses geoffenbart,
ein gasförmiges Arbeitsmedium einem starken Zentrifugal-Kraftfeld auszusetzen. Das
gezeigte Verfahren beruht auf einem Carnot-Kreisprozess. Eine Expansion des Gases
wird dadurch bewirkt, dass das Gas gegen die Richtung der Zentrifugalkraft geleitet
wird; in analoger Weise wird das Gas komprimiert, wenn das Gas in Richtung der Zentrifugalkraft
strömt. Die Wärmezufuhr bzw. Wärmeabfuhr erfolgt über Wärmetauscher.
[0007] In der
DE 22 27 189 A1 ist ein weiteres thermodynamisches Verfahren beschrieben, welches sich die Zentrifugalkraft
zunutze macht. Ein um eine Welle rotierbarer Läufer weist einen Kompressionskanal
bzw. einen Expansionskanal sowie einen Verbindungskanal auf, wobei eine Verdichtung
bzw. Entspannung eines gasförmigen Arbeitsmediums über die Zentrifugalwirkung bewirkt
wird.
[0008] In der
US 2 393 338 A ist ein sogenanntes "Roebuck-Verfahren" beschrieben, das auf einem offen ausgebildeten
thermodynamischen Prozess beruht.
[0009] Aus dem Artikel "Modified Roebuck compression device for cryogenic refrigeration
system of superconducting rotating machine" von Jeong et al. ist ein weiterer Kompressor
bekannt, welcher die Zentrifugalwirkung auf ein rotierendes Gas zur Verdichtung bzw.
Entspannung eines Gases ausnützt.
[0010] Aus der
WO 1998/30846 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, die als Kältemaschine oder als Motor eingesetzt werden
kann, wobei hier Luft als Arbeitsmedium eingesetzt wird und dieses von der Umgebung
angesaugt und nach einer Verdichtung bzw. Entspannung wieder an die Umgebung abgeführt
wird. Bei einem derartig offenen System wird nachteiligerweise beim Eintritt des Arbeitsmediums
in die Maschine ein Drehimpuls aufgebaut und beim Austritt des Arbeitsmediums aus
der Maschine Drehimpulse abgebaut, sodass erhebliche Reibungsverluste auftreten.
[0011] Aus der
FR 2 749 070 A1 ist lediglich eine andersartige Wärmepumpe mit einem herkömmlichen Turboverdichter
oder mit einem gezahnten Verdränger bekannt.
[0012] Zudem ist aus der
GB 1 217 882 A eine thermodynamische Vorrichtung bekannt, welche sich zwar grundsätzlich die Zentrifugalkraft
zunutze macht, wobei jedoch hier auch eine Drosselstelle vorgesehen ist, sodass erhebliche
Reibungsverluste auftreten.
[0013] Andererseits sind im Stand der Technik auch zahlreiche Verfahren bekannt, bei welchen
insbesondere die Wärme aus geothermischer Flüssigkeit und geothermischem Dampf in
elektrische Energie umgewandelt wird. Bei dem sog. KALINA-Prozess wird die Wärme von
Wasser an ein Ammoniak-Wasser Gemisch abgegeben, so dass schon bei wesentlich niedrigeren
Temperaturen Dampf entsteht, der zum Antrieb von Turbinen genutzt wird. Ein derartiger
KALINA-Prozess ist beispielsweise in der
US 4 489 563 beschrieben.
[0014] Bei den verschiedensten Wärmeaustauschverfahren ist theoretisch die Erzielung von
sehr hohen Leistungszahlen möglich, jedoch haben üblicherweise herkömmliche Verdichter
und Entspannungseinheiten, in welchen das Arbeitsmedium im gasförmigen Bereich verdichtet
bzw. entspannt wird, einen verhältnismäßig schlechten Wirkungsgrad.
[0015] Ziel der vorliegenden Erfindung ist demzufolge der Wirkungsgrad bzw. die Leistungszahl
bei der Umwandlung thermischer Energie niedriger Temperatur in thermische Energie
höherer Temperatur mittels mechanischer Energie und umgekehrt zu verbessern.
[0016] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass das Arbeitsmedium während des geschlossenen
Kreisprozesses sowie die Wärmetauschmedien zur Wärmezu- und abfuhr um die Drehachse
geleitet werden, so dass die Strömungsenergie des Arbeitsmediums während des geschlossenen
Kreisprozesses im Wesentlichen beibehalten wird. Durch die Ausnutzung der Zentrifugalbeschleunigung
und die Beibehaltung der Strömungsenergie des Arbeitsmediums wird gegenüber herkömmlichen
Verdichtern, bei welchen die hohe Geschwindigkeit des Arbeitsmediums am Umfang des
Verdichters in Druck umgesetzt wird und so ein schlechter Wirkungsgrad erzielt wird,
ein deutlich höherer Wirkungsgrad erzielt. Ebenso wird der Wirkungsgrad bei der Entspannung
erhöht, wenn die Druckverringerung des Arbeitsmediums während der Entspannung durch
eine Verringerung der Zentrifugalkraft erzielt wird. Hierdurch wird die Leistungszahl
bzw. der Wirkungsgrad des gesamten Verfahrens wesentlich verbessert.
[0017] Weiters ist es zur Verbesserung des Wirkungsgrads von Vorteil, wenn das Arbeitsmedium
während des gesamten Kreisprozess gasförmig ist, da bei der Expansion des gasförmigen
Arbeitsmediums energetisch sinnvoll Arbeit zurückgewonnen werden kann, welches bei
flüssigen Medien energetisch nicht relevant ist. Zudem ist der Einfluss auf den Wirkungsgrad
im gasförmigen Bereich größer als im 2-Phasenbereich.
[0018] Hinsichtlich einer hohen Verdichtung mit Hilfe der Zentrifugalbeschleunigung ist
es von Vorteil, wenn Gase mit niedriger spezifischer Wärmekapazität bei konstanten
Druck (cp) bzw. mit hoher Dichte eingesetzt werden. Demzufolge wird bevorzugt als
Arbeitsmedium ein Edelgas, insbesondere Krypton, Xenon, Argon, oder Radon bzw. ein
Gemisch davon verwendet. Weiters hat sich gezeigt, dass es günstig ist, wenn der Druck
im geschlossenen Kreisprozess zumindest über 50 bar, insbesondere über 70 bar, vorzugsweise
im Wesentlichen 100 bar beträgt, d.h. der Druck während des gesamten Verfahrens vergleichsweise
hoch ist. Aufgrund des vergleichsweise hohen Drucks kann der Druckverlust im Wärmetauscher
gering gehalten werden, da der Wärmeübergang bei vergleichsweise geringen Strömungsgeschwindigkeiten
vergleichsweise hoch ist.
[0019] Wenn der Kreisprozess in der Nähe des kritischen Punktes des gasförmigen Arbeitsmediums
durchgeführt wird, ergibt sich eine weitere Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades
bzw. eine Erhöhung der Leistungszahl, wobei der kritische Punkt in Abhängigkeit von
dem verwendeten Arbeitsmedium bei unterschiedlichem Druck bzw. Temperatur vorliegt.
Die Gesamtleistungszahl bzw. der Gesamtwirkungsgrad wird maximiert, indem die Entspannung
in einem Entropiebereich durchgeführt wird, welcher möglichst gleich der Entropie
des jeweils kritischen Punktes ist. Weiter ist es von Vorteil, wenn die untere Entspannungstemperatur
möglichst knapp über dem kritischen Punkt liegt. Der kritische Punkt kann durch Gasgemische
an die gewünschte Prozesstemperatur angepasst werden.
[0020] Eine konstruktiv einfache und effiziente Kühlung bzw. Erwärmung des Arbeitsmediums
ist gegeben, wenn zur Wärmeabfuhr und Wärmzufuhr ein Wärmetauschmedium mit einem Isentropenexponenten
Kappa ∼1, d.h. solche Medien, bei welchen bei einer Druckerhöhung die Temperatur im
Wesentlichen konstant bleibt, insbesondere ein flüssiges Wärmetauschmedium, verwendet
wird.
[0021] Bei der Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die Wärmetauscher
mit dem Verdichter und der Entspannungseinheit, in welchen das Arbeitsmedium während
des geschlossenen Kreisprozesses um die Drehachse geleitet wird, mitrotierend ausgebildet,
so dass die Strömungsenergie des Arbeitsmediums während des geschlossenen Kreisprozesses
im Wesentlichen beibehalten wird. Hierdurch wird, wie vorstehend in Zusammenhang mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren bereits beschrieben, eine deutliche Verbesserung des
Wirkungsgrads bei der Verdichtung und Entspannung des Arbeitsmediums erzielt und somit
die Leistungszahl bzw. der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber
bekannten Vorrichtungen deutlich verbessert.
[0022] Hinsichtlich einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung des Wärmetauschers ist es
vorteilhaft, wenn die Wärmetauscher jeweils zumindest ein von einem flüssigen Wärmeübertragungsmedium
durchströmtes Rohr aufweisen.
[0023] Hinsichtlich eines möglichst reibungsfreien Übergangs vom Verdichter in die Entspannungseinheit,
d.h. um die Strömungsenergie des Arbeitsmediums beizubehalten, ist es vorteilhaft,
wenn die Entspannungseinheit über die Wärmetauscher unmittelbar an den Verdichter
anschließt. Hinsichtlich einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung der Vorrichtung
ist es vorteilhaft, wenn die Laufräder des Verdichters und der Entspannungseinheit
auf einer gemeinsamen Drehwelle gelagert sind.
[0024] Auf konstruktiv einfache Weise kann die Druckerhöhung des Arbeitsmediums über eine
Zentrifugalbeschleunigung erzielt werden, wenn ein mit Laufrädern des Verdichters
und der Entspannungseinheit mitdrehendes Gehäuse vorgesehen ist.
[0025] Um eine effiziente Kühlung des verdichteten Arbeitsmediums zu erzielen, ist es vorteilhaft,
wenn in dem Gehäuse ein mitdrehender Wärmetauscher aufgenommen ist. Vorteilhafterweise
ist der mitdrehende Wärmetauscher umfangsseitig außen angeordnet.
[0026] Anstelle eines mit den Laufrädern mitrotierenden Gehäuses ist es jedoch ebenso denkbar,
dass die Laufräder von einem stillstehenden Gehäuse umgeben sind. Hierdurch kann der
konstruktive Aufwand verringert werden. Um jedoch Reibungsverluste des Arbeitsmediums
an einem mit dem stillstehenden Gehäuse verbundenen Rohr des Wärmetauschers zu vermeiden
ist es vorteilhaft, wenn in dem Gehäuse das Rohr des Wärmetauschers teilweise aufgenommen
ist, wobei die Oberfläche des stillstehenden Gehäuses, mit welchem das Arbeitsmedium
in Kontakt gelangt, möglichst glatt ausgebildet ist.
[0027] Um außenliegende, rotierende Teile zu vermeiden ist es günstig, wenn ein den Verdichter
und die Entspannungseinheit umgebendes drehfest angeordnetes Gehäuse vorgesehen ist.
[0028] Um eine effiziente Wärmezufuhr zum Arbeitsmedium zu erzielen, ist es vorteilhaft,
wenn die beiden Wärmetauscher in dem Gehäuse aufgenommen sind.
[0029] Wenn zumindest ein das Arbeitsmedium im Kreis führendes, drehbar gelagertes Rohrleitungssystem
vorgesehen ist, ergibt sich eine Vorrichtung mit einem vergleichsweise geringem Gesamtgewicht,
da die Wandstärke der das Arbeitsmedium führenden Rohre geringer ausgeführt sein kann
als jene von das Arbeitsmedium aufnehmenden Gehäusen.
[0030] Hinsichtlich der Verdichtung des Arbeitsmediums in dem Rohrleitungssystem mittels
der Zentrifugalkraft ist es günstig, wenn das Rohrleitungssystem lineare in radialer
Richtung verlaufende Verdichtungsrohre aufweist.
[0031] Um das Arbeitsmedium zuverlässig in dem Rohrleitungssystem im Kreis zu führen ist
es vorteilhaft, wenn das Rohrleitungssystem gegen die Drehrichtung der Drehwelle gekrümmte
Entspannungsrohre aufweist. Hierbei können die Entspannungsrohre zwecks einer konstruktiv
einfachen Ausgestaltung im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmt sein. Alternativ
ist es auch möglich, dass die Entspannungsrohre im Querschnitt eine Krümmung mit einem
sich zum Drehmittelpunkt konstant verringernden Radius aufweisen. Hierdurch können
etwaige Turbulenzen in dem Rohrleitungssystem reduziert werden.
[0032] Ebenso ist zuverlässig eine Strömung des Arbeitsmediums in dem Rohrleitungssystem
gewährleistet, wenn in dem Rohrleitungssystem eine relativ zu dem Rohrleitungssystem
rotierendes Schaufelrad aufgenommen ist. Hierbei kann das Schaufelrad, welches als
Verdichter, Entspannungsturbine oder Leitrad ausgeführt ist, drehfest angeordnet sein,
wobei sich aufgrund der drehfesten Anordnung eine Relativbewegung zu dem rotierenden
Rohrleitungssystem ergibt. Ebenso ist es denkbar, dass beispielsweise dem Schaufelrad
ein Motor zur Erzeugung oder zur Nutzung einer Relativbewegung zu dem Rohrleitungssystem
zugeordnet ist bzw. ein Generator, welcher die erzeugte Wellenleistung durch die Relativbewegung
des Schaufelrades in elektrische Energie umwandelt.
[0033] Hinsichtlich einer einfachen und effizienten Wärmezufuhr bzw. -abfuhr ist es vorteilhaft,
wenn axial verlaufende Abschnitte des Rohrleitungssystems von koaxial angeordneten
Rohren des Wärmetauschers umgeben sind.
[0034] Um die Differenz zwischen der notwendigen Energie aus der Verdichtung und der zurückgewonnenen
Energie aus der Entspannung der Vorrichtung beim Betrieb als Wärmepumpe zuzuführen,
ist es vorteilhaft, wenn mit der Drehwelle oder dem Rohrleitungssystem ein Motor verbunden
ist.
[0035] Um die aus unterschiedlichen Temperaturniveaus gewonnene mechanische Energie in elektrische
Energie umzuwandeln, d.h. wenn die Vorrichtung als Wärmekraftmaschine verwendet wird,
ist es vorteilhaft, wenn mit der Drehwelle ein Generator verbunden ist.
[0036] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch näher erläutert.
Selbstverständlich sind auch Kombinationen der dargestellten Ausführungsbeispiele
möglich. Im Einzelnen zeigen in der Zeichnung:
Fig. 1 schematisch ein Prozessblockschaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw.
des erfindungsgemäßen Verfahrens beim Betrieb als Wärmepumpe;
Fig. 2 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem mitdrehenden
Gehäuse;
Fig. 3 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem stillstehenden
Gehäuse;
Fig. 4 eine Schnittansicht ähnlich Fig. 3 jedoch mit einem im Inneren aufgenommenen
Motor;
Fig. 5 eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels mit Rohrleitungen,
in welchen das Arbeitsmedium geführt wird;
Fig. 6 einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 5;
Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII in Fig. 5;
Fig. 8 eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels mit einem das Arbeitsmedium
aufnehmenden Rohrleitungssystem;
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 8;
Fig. 10 eine Schnittansicht einer Vorrichtung ähnlich Fig. 5 jedoch mit einer stillstehenden
Turbine; und
Fig. 11 eine Schnittansicht ähnlich Fig. 10 jedoch mit einer relativ zum Rohrleitungssystem
rotierenden Turbine.
[0037] In Fig. 1 ist schematisch ein Prozessblockschaltbild eines thermodynamischen Kreisprozesses
gezeigt, wie dieser grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt ist. Bei der gezeigten
Verwendung als Wärmepumpe wird zunächst mit Hilfe eines Verdichters 1 eine isentrope
Verdichtung des gasförmigen Arbeitsmediums vorgenommen. Anschließend erfolgt über
einen Wärmetauscher 2 eine isobare Wärmeabfuhr, so dass die thermische Energie mit
hoher Temperatur über einen Kreislauf (mit Wasser, Wasser/Frostschutz oder sonstigen
flüssigen Wärmeübertragungsmedien) an einen Heizkreislauf abgegeben wird.
[0038] Anschließend wird in einer Turbine ausgebildeten Entspannungseinheit 3 eine isentrope
Entspannung durchgeführt, wodurch mechanische Energie rückgewonnen wird. Darauffolgend
wird über einen weiteren Wärmetauscher 4 eine isobare Wärmezufuhr durchgeführt, wodurch
thermische Energie niedriger Temperatur über einen Kreislauf (mit Wasser, Wasser/Frostschutz,
Sole oder sonstigen flüssigen Wärmeübertragungsmedien) dem System zugeführt wird.
Üblicherweise wird hierbei thermische Energie aus Brunnenwasser, aus sog. Tiefensonden,
bei welchen die in einem bis zu 200 m in der Erde befindlichen Wärmetauscher die Wärme
entzogen wird und der Wärmepumpe zugeführt wird, zugeführt oder die thermische Energie
aus knapp unter der Erde liegenden großflächigen Wärmetauschern (Rohrleitungen) oder
aus der Luft entnommen. Nach der isobaren Wärmezufuhr erfolgt wiederum eine isentrope
Verdichtung mit Hilfe der Verdichter 1, wie vorstehend beschrieben.
[0039] Sofern die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren zur Umwandlung
thermischer Energie höherer Temperatur in thermische Energie niedriger Temperatur
eingesetzt wird, erfolgt der vorstehend beschriebene Kreislauf in umgekehrter Reihenfolge.
Im Falle des Betriebs als Wärmepumpe ist ein Motor 5 zum Antrieb einer Drehwelle 5'
vorgesehen; beim Betrieb als Wärmekraftmaschine wird der Motor durch einen Generator
5 bzw. Motor-Generator 5 ersetzt.
[0040] In Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung gezeigt, bei welcher mit Hilfe des
Motors 5 über die Drehwelle 5' ein Verdichter 1 mit einem mitdrehenden Gehäuse 6 angetrieben
wird. Mit der von dem E-Motor 5 angetriebenen Drehwelle 5' werden zudem Laufräder
1' des Verdichters 1 angetrieben, so dass das in dem geschlossenen, stillstehenden
Gehäuse 8 aufgenommene Edelgas, vorzugsweise Krypton oder Xenon, auf Grund der Zentrifugalbeschleunigung
im mitdrehenden Gehäuse 6 verdichtet wird.
[0041] In dem mitdrehenden Gehäuse 6 ist eine spiralförmige Rohrleitung 9 des Wärmetauschers
2 aufgenommen, in welchem ein Wärmeaustauschmedium, z.B. Wasser, aufgenommen ist.
Das vergleichsweise kalte Wasser wird über einen Eingang 10 in Strömungsrichtung 10'
in die spiralförmige Rohrleitung 9 eingebracht und ist im mitdrehenden Gehäuse 6 umfangsaußenseitig
angeordnet, um bei einem möglichst hohen Druck des Arbeitsmediums eine isobare Wärmeabfuhr
vom Arbeitsmedium zu erzielen, so dass am Ausgang 11 ein vergleichsweise warmes Wasser
entnommen werden kann.
[0042] Das Arbeitsmedium strömt sodann ohne wesentliche Strömungsverluste zu Laufrädern
3' der Entspannungseinheit 3, über welche mechanische Energie rückgewonnen wird. Anschließend
erfolgt über eine spiralförmige Rohrleitung 12 des weiteren Wärmetauschers 4 im stillstehenden
Gehäuse 8 eine isobare Wärmezufuhr, bevor das Arbeitsmedium wiederum über die Laufräder
1' des Verdichters 1 einer adiabaten isentropen Verdichtung unterzogen wird.
[0043] Wesentlich ist jedoch lediglich, dass die Energie des Arbeitsmediums, das in der
ein geschlossenes System bildenden Vorrichtung aufgenommen ist, bei der Verdichtung
im Verdichter 1 und/oder bei der Entspannung in der Entspannungseinheit 3 seine Strömungsenergie
beibehält und lediglich über eine Zentrifugalbeschleunigung der Gasmoleküle des Arbeitsmediums
eine Druckerhöhung bzw. -verringerung des Arbeitsmediums erzielt wird. Hierdurch kann
der Wirkungsgrad bzw. die Leistungszahl bei der Umwandlung thermische Energie niedrigerer
Temperatur in thermische Energie höherer Temperatur mittels elektrischer bzw. mechanischer
Energie und umgekehrt wesentlich verbessert werden.
[0044] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei hier ein stillstehendes
Innengehäuse 6' vorgesehen ist. Hierdurch wird der konstruktive Aufwand vereinfacht.
Um Strömungsverluste des gasförmigen Arbeitsmediums gering zu halten bzw. den Drall
des Arbeitsmediums möglichst beizubehalten sind die stillstehenden Flächen, mit welchen
das Arbeitsmedium in Verbindung steht, möglichst glatt ausgebildet und es sind keine
quer zur Strömung liegenden Wärmeübertragungsrohre, welche den Druckverlust weiter
steigern würden, vorgesehen. So ist die spiralförmige Rohrleitung 9 des Wärmetauschers
2 nicht freiliegend, sondern in dem stillstehenden Gehäuse 6' mit einer glatten Oberfläche
2' aufgenommen. Um die Leistungszahl bzw. den Wirkungsgrad der Gesamtvorrichtung zu
erhöhen ist im Inneren des stillstehenden Gehäuses 6' eine Isolierung 13 aufgenommen.
[0045] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, welches im Wesentlichen jenem
von Fig. 3 entspricht und lediglich die Anordnung des Motors 5 unterschiedlich; in
diesem Ausführungsbeispiel ist nämlich der Motor 5 innerhalb des feststehenden Gehäuses
6 aufgenommen.
[0046] Um den Motor 5 mit Strom zu versorgen sind Leitungen 14 vorgesehen, welche durch
statisch druckfeste Stromdurchführungen 15 sowie eine stillstehende Motorwelle 16
geführt sind. Der Motor 5 ist hierbei mit dem Verdichter 1 bzw. der Entspannungseinheit
3 verbunden, so dass diese mitrotieren. Hierdurch können vorteilhafterweise dynamische
Dichtungen (Gas- sowie Flüssigdichtungen) entfallen, und somit Wartungsarbeiten reduziert
werden.
[0047] In den Fig. 5 bis 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gezeigt, wobei hier alle unter dem Druck des Arbeitsmediums stehenden Teile als Rohre
bzw. Rohrleitungssystem 17 ausgebildet sind, wodurch das Gesamtgewicht der Vorrichtung
verringert wird und die Wandstärke der Rohre 17 kann geringer ausgeführt sein als
jene der in den Fig. 2 bis 4 gezeigten Gehäuse 6, 6' und 8.
[0048] Hierbei wird das Arbeitsmedium zunächst in den radial verlaufenden Verdichtungsrohren
18 des Rohrleitungssystems 17 der Verdichtereinheit 1 aufgrund der Zentrifugalbeschleunigung
verdichtet. Der Wärmetauscher 2 weist hierbei zum außen liegenden, in axialer Richtung
verlaufenden Abschnitt der Rohre 17 koaxial angeordnete Rohre 19 auf, die das jeweilige
Rohr 17 umschließen, so dass die Wärme des verdichteten Arbeitsmediums im Gegenstrom
an das flüssige Wärmetauschmedium des Wärmetauschers 2 abgegeben wird.
[0049] Anschließend wird das Arbeitsmedium in Entspannungsrohren 20 (der Entspannungseinheit
3) entspannt. Die Entspannungsrohre 20 sind hierbei entgegen der Drehrichtung 21 der
Vorrichtung gekrümmt, wobei sich aufgrund der rückwärtigen Rohrkrümmung (vgl. Fig.
7) zuverlässig ein Kreislauf des Arbeitsmediums ergibt.
[0050] Wie insbesondere in Fig. 7 ersichtlich, können die Entspannungsrohre 20 halbkreisförmig
gebogen sein, so dass diese auf konstruktiv einfache Weise hergestellt werden können.
Anschließend strömt das Arbeitsmedium in axialer Richtung im Rohrleitungssystem 17,
wobei hier der Niederdruckwärmetauscher 4 wiederum ein koaxial angeordnetes Rohr 19
aufweist, so dass aus dem flüssigen Wärmetauschmedium Wärme an das kalte entspannte
Arbeitsmedium abgegeben wird.
[0051] Wie insbesondere in Fig. 7 ersichtlich, ergeben sich somit 2 geschlossene in Draufsicht
im Wesentlichen achterschleifenförmige Rohrleitungssysteme 17 für das Arbeitsmedium,
welche um 90° zueinander versetzt angeordnet sind. Selbstverständlich kann das Rohrleitungssystem
17 auch eine größere Anzahl von Leitungen 20 aufweisen, lediglich die Rotationssymmetrie
der Anordnung ist aufgrund des einfacheren Wuchtens zu wahren.
[0052] Die koaxial zu den axial verlaufenden Abschnitten der Rohre 17 angeordneten Rohre
19 der Wärmetauscher 2 und 4 sind über Leitungen 22, 23, 24, 25 miteinander flüssigkeitsleitend
verbunden, wobei dieses Rohrleitungssystem 22 bis 25 fest mit der übrigen Vorrichtung
verbunden ist, so dass die Leitungen 22 bis 25 mitrotierend ausgeführt sind. Das flüssige
Wärmeübertragungsmedium wird dem Rohrleitungssystem 17 über einen Zulauf 26' eines
statischen Verteilers 26 zugeführt; über einen mitdrehenden Verteiler 27 wird das
Wärmetauschmedium sodann über die Leitung 22 dem Wärmetauscher 2 zugeführt, in welchem
es erwärmt durch die Leitung 23 in den mitdrehenden Verteiler 27 rückgeführt wird.
Über den statischen Verteiler 26 bzw. einen Ablauf 26'' wird das erwärmte Wärmeübertragungsmedium
sodann dem Heizungskreislauf zugeführt.
[0053] Das kalte Wärmeaustauschmedium des Wärmetauschers 4 wird über einen Zulauf 28' eines
statischen Verteilers 28 geleitet, mit einem weiteren mitdrehenden Verteiler 29 in
diese mitdrehende Leitung 25 zum Niederdruckwärmetauscher 4 gefördert, wo Wärme an
das gasförmige Arbeitsmedium abgegeben wird. Anschließend wird das Wärmetauschmedium
über die mitdrehende Leitung 25 dem mitdrehenden Verteiler 29 sodann dem statischen
Verteiler 28 zugeführt, und verlässt abschließend über einen Ablauf 28'' die Vorrichtung.
[0054] Zum Antrieb von Verdichter 1, Wärmetauscher 2, 4 und Entspannungseinheit 3 ist wiederum
ein Motor 5 vorgesehen.
[0055] In Figuren 8 und 9 ist ein Ausführungsbeispiel ähnlich jenem der Figuren 5 bis 7
gezeigt, wobei hier jedoch die Entspannungsrohre 20 im Querschnitt nicht kreisbogenförmig
ausgebildet sind, sondern einen kontinuierlich kleiner werdenden Radius zum Drehachsenmittelpunkt
30 aufweisen. Hierdurch wird eine monoton fallend verzögerte Bewegung des Arbeitsmediums
erzielt, wodurch etwaige Turbulenzen reduziert werden können. Zudem sind bei dem in
den Figuren 8 und 9 gezeigten Ausführungsbeispiel zwei um 60° zueinander versetzt
angeordnete unabhängige Rohrleitungssysteme 17 gezeigt, wobei pro Rohrleitungssystem
17 drei Verdichtungen, Entspannungen etc. stattfinden.
[0056] In Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, welches Großteils jenem
gemäß der Figuren 5 bis 7 entspricht, jedoch wird der Kreislauf des Arbeitsmediums
nicht auf Grund entgegen der Drehrichtung gekrümmten Rohren 20 erzielt, sondern mit
Hilfe eines Schaufelrades 31, welches als Verdichter bzw. als Turbine wirkt. Das Schaufelrad
31 ist stillstehend angeordnet, wobei aufgrund der relativen Drehbewegung zu den das
Schaufelrad 31 umgebenden Rohren 17 eine Strömung des Arbeitsmediums in den Rohren
17 bewirkt wird.
[0057] Hierbei wird das Arbeitsmedium in den Rohren 17 der Entspannungseinheit 3 entspannt
und das Schaufelrad 31 zugeführt, wobei das Schaufelrad 31 in einem Schaufelradgehäuse
32 aufgenommen ist, welches über einen Deckel 33 geschlossen ist. Das Schaufelrad
31 ist über Lager 34 drehbar gelagert, weist jedoch Permanentmagnete 35 auf, welche
mit außerhalb des Schaufelradgehäuses 32 drehfest angeordneten Permanentmagneten 36
zusammenwirken, so dass das Schaufelrad 31 drehfest angeordnet ist. Die Magnete 36
sind hierbei auf einer statischen Welle 37 ruhend gehalten.
[0058] In Fig. 11 ist eine zu dem in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel sehr ähnlich
ausgebildete Vorrichtung gezeigt, wobei hier jedoch die relative Drehbewegung des
Schaufelrads 31 zu den Rohren 17 der Verdichter- und Entspannungseinheit 1 und 3 mit
Hilfe eines Motors 38 erzeugt wird. Der Motor 38 ist drehfest mit dem mitrotierenden
Verteiler 27 verbunden. Die Stromzuführung erfolgt hierbei über Leitungen 39, die
in einer Welle 40 aufgenommen sind. Zur Stromübertragung weist die Welle 40 Kontakte
41 auf. Der Motor 5 bringt bei dieser Ausführung nur Leistung zur Überwindung des
Luftwiderstandes des rotierenden Systems auf.
[0059] Dieser kann daher durch den Einsatz von Turbinen im Kreislauf des flüssigen Wärmeübertragungsmediums,
welche diese Leistung diesem Kreislauf entziehen, entfallen. Die für die Überwindung
des Luftwiderstandes benötigte Leistung wird dann von den Pumpen, welche den Kreislauf
des flüssigen Wärmeübertragungsmediums antreiben, zusätzlich erbracht.
1. Verfahren zum Umwandeln thermischer Energie niedriger Temperatur in thermische Energie
höherer Temperatur mittels mechanischer Energie und umgekehrt mit einem Arbeitsmedium,
welches einen geschlossenen thermodynamischen Kreisprozess durchläuft, wobei der Kreisprozess
folgende Arbeitsschritte aufweist:
- adiabate Verdichtung des Arbeitsmediums,
- isobare Wärmeabfuhr vom Arbeitsmedium mittels eines Wärmetauschmediums,
- adiabate Entspannung des Arbeitsmediums,
- isobare Wärmezufuhr zum Arbeitsmedium mittels eines Wärmetauschmediums,
wobei zur Druckerhöhung bzw. -verringerung des Arbeitsmediums während der Verdichtung
bzw. Entspannung das Arbeitsmedium in Bezug auf eine Drehachse im Wesentlichen radial
nach außen bzw. nach innen geführt wird, wodurch eine Erhöhung bzw. Verringerung der
auf das Arbeitsmedium wirkenden Zentrifugalkraft erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsmedium während des geschlossenen Kreisprozesses sowie die Wärmetauschmedien
zur Wärmezu- und abfuhr um die Drehachse geleitet werden, so dass die Strömungsenergie
des Arbeitsmediums während des geschlossenen Kreisprozesses im Wesentlichen beibehalten
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsmedium, vorzugsweise ein Edelgas, insbesondere Krypton, Xenon, Argon,
Radon bzw. ein Gemisch davon, während des gesamten Kreisprozesses gasförmig ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im geschlossenen Kreisprozess zumindest über 50 bar, insbesondere über
70 bar, vorzugsweise im Wesentlichen 100 bar beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreisprozess in der Nähe des kritischen Punktes des gasförmigen Arbeitsmediums
durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Wärmeabfuhr und Wärmezufuhr ein Wärmetauschmedium mit einem Isentropenexponenten
Kappa ∼1, insbesondere ein flüssiges Wärmetauschmedium, verwendet wird.
6. Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit
einem Verdichter (1), einer Entspannungseinheit (3), und jeweils einem Wärmetauscher
(2, 4) zur Wärmezufuhr bzw. Wärmeabfuhr, wobei der Verdichter (1) und die Entspannungseinheit
(3) drehbar um eine Drehachse gelagert sind und der Verdichter (1) bzw. die Entspannungseinheit
(3) derart ausgestaltet sind, dass das Arbeitsmedium im Verdichter (1) in Bezug auf
die Drehachse im Wesentlichen radial nach außen bzw. in der Entspannungseinheit (3)
im Wesentlichen radial nach innen geführt wird, so dass eine Druckerhöhung bzw. -verringerung
über eine Erhöhung bzw. Verringerung der auf das Arbeitsmedium wirkenden Zentrifugalkraft
erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscher (2,4) mit dem Verdichter (1) und der Entspannungseinheit (3), in
welchen das Arbeitsmedium während des geschlossenen Kreisprozesses um die Drehachse
geleitet wird, mitrotierend ausgebildet sind, so dass die Strömungsenergie des Arbeitsmediums
während des geschlossenen Kreisprozesses im Wesentlichen beibehalten wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscher (2, 4) jeweils zumindest ein von einem flüssigen Wärmeübertragungsmedium
durchströmtes Rohr (9) aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Entspannungseinheit (3) über die Wärmetauscher (2,4) unmittelbar an den Verdichter
(1) anschließt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Laufräder (1', 3') des Verdichters und der Entspannungseinheit (1, 3) auf einer gemeinsamen
Drehwelle (5') gelagert sind, wobei ein mit den Laufrädern (1') des Verdichters (1',
3') und der Entspannungseinheit (3) mitdrehendes Gehäuse (6) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Verdichter (1) und die Entspannungseinheit (3) umgebendes drehfest angeordnetes
Gehäuse (8) vorgesehen ist, in dem die beiden Wärmetauscher (2, 4) aufgenommen sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein das Arbeitsmedium im Kreis führendes, drehbar gelagertes Rohrleitungssystem
(17) vorgesehen ist, wobei das Rohrleitungssystem (17) lineare in radialer Richtung
verlaufende Verdichtungsrohre (18) und/oder gegen die Drehrichtung der Drehwelle (5')
gekrümmte Entspannungsrohre (20) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Entspannungsrohre (20) im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmt sind, wobei die
Entspannungsrohre (20) im Querschnitt eine Krümmung mit einem sich zum Drehmittelpunkt
(30) konstant verringernden Radius aufweisen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rohrleitungssystem (17) ein relativ zu dem Rohrleitungssystem (17) rotierendes
Schaufelrad (31) aufgenommen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaufelrad (31) drehfest angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Drehwelle (5') bzw. dem Rohrleitungssystem (17) ein Elektromotor oder Generator
(5) verbunden ist.
1. A method for converting thermal energy at a low temperature into thermal energy at
a higher temperature by means of mechanical energy and vice versa with a working medium,
which runs through a closed thermodynamic circulation process, wherein the circulation
process exhibits the following working steps:
- adiabatic compression of the working medium,
- isobaric removal of heat away from the working medium by means of a heat exchange
medium,
- adiabatic relaxing of the working medium,
- isobaric supply of heat to the working medium by means of a heat exchange medium,
wherein, in order to increase or decrease the pressure of the working medium during
compression or relaxation, respectively, the working medium is relayed essentially
radially outward or inward in relation to a rotational axis, which generates an increase
or decrease in the centrifugal force acting on the working medium,
characterized in that the working medium during the closed circulation process as well as the heat exchange
media are routed around the rotational axis for purposes of heat supply and removal,
so that the flow energy of the working medium is essentially retained during the closed
circulation process.
2. The method according to claim 1, characterized in that the working medium, preferably a noble gas, in particular krypton, xenon, argon,
radon or a mixture thereof, is gaseous during the entire circulation process.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the pressure in the closed circulation process measures at least in excess of 50
bar, in particular in excess of 70 bar, preferably essentially 100 bar.
4. The method according to claim 2 or 3, characterized in that the circulation process is carried out in close proximity to the critical point of
the gaseous working medium.
5. The method according to one of claims 1 to 4, characterized in that heat is removed and supplied using a heat exchange medium with an isentropic exponent
kappa ∼1, in particular a liquid heat exchange medium.
6. A device for implementing a method according to one of claims 1 to 5, with a compressor
(1), a relaxation unit (3) and respective heat exchangers (2, 4) for supplying or
removing heat, wherein the compressor (1) and relaxation unit (3) are mounted so that
they can rotate around a rotational axis, and the compressor (1) and/or relaxation
unit (3) are designed in such a way that the working medium in the compressor (1)
is essentially carried radially outward in relation to the rotational axis, or essentially
carried radially inward in the relaxation unit (3), thereby increasing or decreasing
the pressure by increasing or decreasing the centrifugal force acting on the working
medium, characterized in that the heat exchangers (2, 4) are designed to rotate together with the compressor (1)
and relaxation unit (3), in which the working medium is relayed around the rotational
axis during the closed circulation process, so that the flow energy of the working
medium is essentially retained during the closed circulation process.
7. The device according to claim 6, characterized in that the heat exchangers (2, 4) each comprise at least one pipe (9) that carries a liquid
heat transfer medium.
8. The device according to claim 6 or 7, characterized in that the relaxation unit (3) connects directly to the compressor (1) via the heat exchangers
(2, 4).
9. The device according to one of claims 6 to 8, characterized in that impellers (1', 3') of the compressor and of the relaxation unit (1, 3) are mounted
on a shared torque shaft (5'), wherein a casing (6) is provided that co-rotates with
the impellers (1') of the compressor (1', 3') and of the relaxation unit (3).
10. The device according to one of claims 5 to 9, characterized in that a casing (8) arranged to be torsion-resistant that envelops the compressor (1) and
the relaxation unit (3) is provided, in which the two heat exchanges (2, 4) are incorporated.
11. The device according to one of claims 5 to 7, characterized in that at least one rotatably mounted pipeline system (17) that circulates the working medium
is provided, wherein the pipeline system (17) comprises linear compression pipes (18)
that run in a radial direction and/or relaxation pipes (20) bent against the rotational
direction of the torque shaft (5').
12. The device according to claim 11, characterized in that the relaxation pipes (20) are circularly bent in cross section, wherein the relaxation
pipes (20) comprise in cross section a bend with a radius that constantly diminishes
towards the rotation center (30).
13. The device according to claim 11, characterized in that the pipeline system (17) incorporates a paddle wheel (31) that rotates relative to
the pipeline system (17).
14. The device according to claim 13, characterized in that the paddle wheel (31) is arranged in a torsion-resistant manner.
15. The device according to one of claims 8 to 14, characterized in that an electric motor or generator (5) is connected to the torque shaft (5') and/or the
pipeline system (17).
1. Procédé servant à convertir une énergie thermique à faible température en une énergie
thermique à température plus élevée au moyen d'une énergie mécanique et inversement
avec un milieu de travail, qui traverse un processus cyclique thermodynamique fermé,
dans lequel le processus cyclique présente des étapes de travail suivantes :
- la compression adiabatique du milieu de travail ;
- l'évacuation de chaleur isobare du milieu de travail au moyen d'un milieu échangeur
de chaleur ;
- la détente adiabatique du milieu de travail ;
- l'apport de chaleur isobare au milieu de travail au moyen d'un milieu échangeur
de chaleur,
dans lequel, aux fins de l'augmentation ou de la réduction de pression du milieu de
travail au cours de la compression ou de la détente, le milieu de travail est guidé,
par rapport à un axe de rotation, sensiblement de manière radiale vers l'extérieur
ou vers l'intérieur, ce qui permet de produire une augmentation ou une réduction de
la force centrifuge agissant sur le milieu de travail,
caractérisé en ce que le milieu de travail au cours du processus cyclique fermé ainsi que les milieux échangeurs
de chaleur sont acheminés autour de l'axe de rotation aux fins de l'apport et de l'évacuation
de chaleur de sorte que l'énergie d'écoulement du milieu de travail est sensiblement
conservée au cours du processus cyclique fermé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le milieu de travail, de préférence un gaz rare, en particulier du krypton, du xénon,
de l'argon, du radon ou un mélange de ces derniers, se présente sous forme gazeuse
au cours de l'ensemble du processus cyclique.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pression dans le processus cyclique fermé est au moins supérieure à 50 bar, en
particulier supérieure à 70 bar, est de préférence sensiblement de 100 bar.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le processus cyclique est effectué à proximité du point critique du milieu de travail
sous forme gazeuse.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un milieu échangeur de chaleur présentant un exposant isentropique Kappa ∼1, en particulier
un milieu échangeur de chaleur liquide, est utilisé aux fins de l'évacuation de chaleur
et de l'apport de chaleur.
6. Dispositif servant à réaliser un procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, comprenant un compresseur (1), une unité de détente (3) et respectivement un
échangeur de chaleur (2, 4) servant à l'apport de chaleur ou à l'évacuation de chaleur,
dans lequel le compresseur (1) et l'unité de détente (3) sont montés de manière à
pouvoir tourner autour d'un axe de rotation et le compresseur (1) ou l'unité de détente
(3) sont configurés de telle manière que le milieu de travail est guidé dans le compresseur
(1) par rapport à l'axe de rotation sensiblement de manière radiale vers l'extérieur
ou dans l'unité de détente (3) sensiblement de manière radiale vers l'intérieur, de
sorte qu'une augmentation ou une réduction de pression est produite par l'intermédiaire
d'une augmentation ou d'une réduction de la force centrifuge agissant sur le milieu
de travail, caractérisé en ce que les échangeurs de chaleur (2, 4) sont réalisés de manière à tourner en entraînement
avec le compresseur (1) et l'unité de détente (3), dans lesquels le milieu de travail
est acheminé autour de l'axe de rotation au cours du processus cyclique fermé de sorte
que l'énergie d'écoulement du milieu de travail est sensiblement conservée au cours
du processus cyclique fermé.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les échangeurs de chaleur (2, 4) présentent respectivement au moins un tuyau (9)
traversé par un milieu de transfert de chaleur liquide.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'unité de détente (3) est directement raccordée au compresseur (1) par l'intermédiaire
des échangeurs de chaleur (2, 4).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que des roues de roulement (1', 3') du compresseur et de l'unité de détente (1, 3) sont
montées sur un arbre de rotation (5') commun, dans lequel est prévu un boîtier (6)
tournant en entraînement avec les roues de roulement (1', 3') du et de l'unité de
détente (3).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisé en ce qu'est prévu un boîtier (8) disposé de manière solidaire en rotation entourant le compresseur
(1) et l'unité de détente (3), dans lequel les deux échangeurs de chaleur (2, 4) sont
logés.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'est prévu au moins un système de conduits tubulaires (17) guidant le milieu de travail
en circulation, monté de manière à pouvoir tourner, dans lequel le système de conduits
tubulaires (17) présente des tuyaux de compression (18) linéaires s'étendant dans
une direction radiale et/ou des tuyaux de détente (20) courbés à l'encontre de la
direction de rotation de l'arbre de rotation (5').
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que les tuyaux de détente (20) sont courbés dans la section transversale de manière à
présenter une forme d'arc de cercle, dans lequel les tuyaux de détente (20) présentent
dans la section transversale une courbure pourvue d'un rayon se réduisant de manière
constante en direction du point central de rotation (30).
13. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'une roue à aubes (31) tournant par rapport au système de conduits tubulaires (17)
est logée dans le système de conduits tubulaires (17).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que la roue à aubes (31) est disposée de manière solidaire en rotation.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 14, caractérisé en ce qu'un moteur électrique ou un générateur (5) est relié à l'arbre rotatif (5') ou au système
de conduits tubulaires (17).