[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zentrifugentrommel mit einem Trommelmantel,
eine innerhalb der Trommel in Anpassung an den Trommelmantel angeordneten Filterpaket
mit einer Filterfolie oder einem entsprechenden Filtertuch und einer am Trommelmantel
gelagerten Stützeinrichtung für die Filterfolie oder das Filtertuch sowie eine Befestigungsvorrichtung
für die Filterfolie oder das Filtertuch.
[0002] Filtrationseinrichtungen zum Abscheiden von mikrofeinen Feststoffanteilen aus Suspensionen
werden in vielfältiger Form als Zentrifugen ausgebildet. Zum Abtrennen der mikrofeinen
Feststoffanteile, wie sie typischerweise in Suspensionen bei chemischen Prozessen
anfallen, sind Filterelemente mit entsprechendem Rückhaltevermögen erforderlich. Hierzu
werden überwiegend auswechselbare Filterfolien oder Filtertücher verwendet. Diese
Filterfolien bzw. Filtertücher sind auf Stützeinrichtungen aufgelegt, die auf der
Innenseite des Trommelmantels einer entsprechenden Zentrifugentrommel angeordnet sind.
[0003] Auf den Filterfolien bzw. Filtertüchern bildet sich im Betrieb eine dicker werdende
Schicht aus den zurückgehaltenen Feststoffpartikeln, die in entsprechenden Zeitabständen
abgetragen werden muss. Dabei können der Schaber bzw. die Messer zum Ab- bzw. Austragen
der Feststoffschicht nicht bis ganz an die Filterfolie bzw. das Filtertuch herangefahren
werden, um Beschädigungen zu vermeiden, aber auch, da beispielsweise Falten im Tuch
dies nicht zulassen.
[0004] Die Befestigung der Filterfolie bzw. des Filtertuches erfolgt beispielsweise über
Spannrahmen oder Spannringe mit Schrauben oder Nuten, in denen das Filtertuch gehalten
wird. Insbesondere bei Zentrifugen, bei denen die Filterfolie bzw. das Filtertuch
in der Trommel auf einem Stützsieb aufliegt, sind die Filtertuchbefestigungen herstellungsmäßig
schwierig und teuer. Zur Lösung dieses Problems ist aus der
DE 39 16 383 C2 eine Vorrichtung zum Halten von Filterfolien oder Filtertüchern bekannt geworden,
die ein Schutzsieb aufweist, durch das eine Beschädigung der Filterfolie oder des
Filtertuches beim Abtragen oder Ausräumen der Feststoffschicht sicher vermieden wird.
Es ist dabei möglich, diese Schicht nahezu vollständig abzutragen, da der Schaber
bzw. die Messer bis auf das Schutzsieb herangefahren werden können. Darüber hinaus
wird mithilfe des Schutzsiebes in radialer Richtung eine Vorspannung aufgebracht,
so dass die Ränder des Stützsiebes und der Filterfolie oder des Filtertuches sicher
zwischen Dichtlippen eines Dichtelementes fixiert werden.
[0005] Bei Zentrifugentrommeln, die mit hohen Drehzahlen arbeiten, ist die auf diese Weise
mit dem Schutzsieb erzeugte Vorspannung völlig ausreichend. Es ergeben sich jedoch
immer mehr Anwendungsbereiche für derartige Zentrifugen, bei denen mit relativ niedrigen
Drehzahlen gearbeitet werden muss, um eine schonende Behandlung des zu filtrierenden
Materiales zu ermöglichen. Hierbei besteht die Gefahr, dass die auf die vorstehend
geschilderte Weise mit dem Schutzsieb aufgebrachte Vorspannung zum Fixieren der Filterfolie
bzw. des Filtertuches nicht ausreicht, um die Filterfolie bzw. das Filtertuch sicher
zu fixieren. Die Filterfolie bzw. das Filtertuch kann sich daher im Betrieb lösen,
was zu Beschädigungen mit entsprechenden Stillliegezeiten und Reparaturarbeiten führen
kann.
[0006] Um dieses Problem zu lösen, hat man gemäß der
DE 10 2009 024 760 A eine Vorrichtung zum Halten einer Filterfolie oder eines Filtertuches geschaffen,
die mindestens einen Spannring aufweist, der im installierten Zustand das Schutzsieb
radial nach außen presst. Das Schutzsieb ist auf seiner Innenseite mit mindestens
einem Vorsprung versehen, der den installierten Spannring in Axialrichtung fixiert.
Auf diese Weise wird eine besonders sichere Halterung von Sieb, Filterfolie bzw. Filtertuch
und Stützeinrichtung erreicht.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zentrifugentrommel der
eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die eine besonders einfach ausgebildete und
handhabe Befestigungsvorrichtung für die Filterfolie oder das Filtertuch aufweist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Zentrifugentrommel der angegebenen Art
dadurch gelöst, dass die Befestigungsvorrichtung als Kniehebelschlossring ausgebildet
ist, der einen offenen Ring mit zwei Enden, in deren Bereichen auf der Innenseite
jeweils ein Anschlag vorgesehen ist, und ein zugehöriges Schloss mit zwei über ein
Scharnier verbundenen Schenkeln, deren Enden im montierten Zustand des Kniehebelschlossringes
an den Anschlägen anliegen, und dessen Scharnierbereich in der Form eines Kniehebels
zum Auseinanderspreizen des Ringes radial nach außen gepresst ist, umfasst.
[0009] Der erfindungsgemäß ausgebildete Kniehebelschlossring setzt sich somit aus zwei Teilen
zusammen, nämlich dem Ring und dem Schloss. Der Ring weist in seinen beiden Endbereichen
je einen Anschlag auf, an denen die beiden Schenkel des Schlosses angeordnet werden
können, um durch radiales Auswärtsbewegen des Scharnierbereiches des Schlosses (über
die Nulllinie hinaus) den Ring auseinanderzuspreizen und gegen die Filterfolie bzw.
das Filtertuch oder gegen ein hierauf angeordnetes Schutzsieb zu pressen bzw. zu verspannen.
Zur Montage des Kniehebelschlossringes wird der Ring an der Innenseite der Filterfolie
bzw. des Filtertuches oder des Schutzsiebes angeordnet, und das Schloss wird in seiner
Entriegelungsstellung an den entsprechenden Anschlägen vorgesehen. Mithilfe eines
geeigneten Werkzeuges werden die sich radial einwärts zum Scharnier hin erstreckenden
Schenkel im Scharnierbereich radial nach außen geschlagen bzw. gepresst, wodurch beide
Ringenden mit den Anschlägen in Umfangsrichtung vom Schloss wegbewegt werden, so dass
ein Auseinanderspreizen des Ringes erfolgt und dieser gegen die Filterfolie bzw. das
Filtertuch oder das Schutzsieb gepresst wird.
[0010] Der Kniehebelschlossring ist somit einfach ausgebildet und lässt sich in einfacher
Weise montieren. Ein Lösen des Schlosses aus der verriegelten Stellung kann wiederum
über ein geeignetes Werkzeug erfolgen. Das Schloss wird geöffnet, indem der Scharnierbereich
radial nach innen bewegt wird, wodurch sich die Ringenden zusammenschieben und der
Ring aus seinem Eingriff mit der Filterfolie bzw. dem Filtertuch oder dem Schutzsieb
gelöst wird.
[0011] Zweckmäßigerweise liegen die Endbereiche des Ringes gleitend aneinander an, so dass
sie sich überlappen und im Wesentlichen ein Vollring gebildet wird. Das Schloss befindet
sich auf der radialen Innenseite des Ringes und überbrückt die Überlappungsbereiche.
Wenn das Schloss verriegelt wird, führen die beiden aneinanderliegenden Endbereiche
des Ringes eine Gleitbewegung voneinander weg in Umfangsrichtung aus, während beim
Lösen der Verriegelung eine Bewegung in umgekehrter Richtung erfolgt.
[0012] Vorzugsweise besitzt der Kniehebelschlossring Einrichtungen zur Durchmesser/Längenveränderung.
Hierbei kann beispielsweise der Anschlag als Teil einer mehrere Zähne aufweisenden
Verzahnung ausgebildet sein. Das Schloss kann somit beispielsweise in unterschiedliche
Zahnlücken eingesetzt werden, so dass auf diese Weise der Durchmesser bzw. die Länge
beim Auseinanderspreizen desselben variiert werden kann.
[0013] Bei einer anderen Ausführungsform ist das Scharnier des Schlosses exzentrisch ausgebildet,
so dass sich auch hierdurch unterschiedliche Maße beim Auseinanderspreizen des Ringes
einstellen lassen. Auch können der Ring und/oder das Schloss Schraubverbindungen aufweisen.
[0014] Bei noch einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Schloss im verriegelten
bzw. gespannten Zustand fixiert werden, so dass es durch angreifende Kräfte, beispielsweise
Erschütterungen, nicht mehr lösbar ist. Eine derartige Fixierung kann beispielsweise
mithilfe einer geeigneten Sicherheitsverschraubung erreicht werden.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform setzt sich der Kniehebelschlossring aus zwei
Teilen zusammen, nämlich einem Ring und dem Schloss. Der offene Ring kann jedoch auch
von zwei Teilringen gebildet sein, die mit zwei Schlössern verspannt sind. Hierbei
kommen zwei Schlösser zum Einsatz, die an entsprechenden Anschlägen an den Endbereichen
der Teilringe anliegen und durch radiales Auswärtsbewegen ihrer Scharnierbereiche
zu einem Auseinanderspreizen der Teilringe führen.
[0016] Im gespannten Zustand presst der Kniehebelschlossring die Filterfolie bzw. das Filtertuch
oder ein Schutzsieb, falls ein solches vorhanden ist, radial nach außen gegen die
vorgesehene Stützeinrichtung bzw. die Filterfolie/das Filtertuch und damit das gesamte
Filterpaket gegen den Trommelmantel. Durch die Verspannung des Ringes ist dieser normalerweise
auch in Axialrichtung gesichert und kann dabei keine unerwünschten Bewegungen durchführen.
Um eine derartige Bewegungsmöglichkeit mit großer Sicherheit auszuschließen, ist die
Zentrifugentrommel in Weiterbildung der Erfindung so ausgebildet, dass der Kniehebelschlossring
im montierten Zustand auch in Axialrichtung der Trommel fixiert ist. Hierzu kann der
Kniehebelschlossring beispielsweise in einer in Umfangsrichtung verlaufenden Vertiefung
des Filterpaketes angeordnet sein, oder es können seitliche Anschläge vorgesehen sein,
die eine Axialbewegung verhindern. Diese Maßnahmen erleichtern im Übrigen auch die
Montage des Kniehebelschlossringes.
[0017] Die erfindungsgemäß ausgebildete Zentrifugentrommel weist vorzugsweise zwei Kniehebelschlossringe
auf, die jeweils in einem axialen Endbereich des Trommelmantels montiert sind.
[0018] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Kniehebelschlossring
in die Filterfolie oder das Filtertuch integriert, insbesondere eingenäht, ist. Hierdurch
wird eine Fixierung des Kniehebelschlossringes an der Filterfolie oder dem Filtertuch
erreicht, wobei natürlich der Schlossbereich des Kniehebelschlossringes offen bleibt
und nicht von der Filterfolie bzw. dem Filtertuch bedeckt ist, um ein Verriegeln bzw.
Verspannen des Kniehebelschlossringes zu erreichen. Diese Ausführungsform ist besonders
praktikabel, da hier die axiale Lage des Ringes bereits durch die Stelle, an der der
Ring in das Filtermedium integriert ist, vorgegeben ist.
[0019] Die vorliegende Erfindung bezieht sich ferner auf einen Kniehebelschlossring zur
Befestigung einer Filterfolie oder eines Filtertuches am Trommelmantel einer Zentrifugentrommel.
Dieser Kniehebelschlossring ist dadurch gekennzeichnet, dass er einen offenen Ring
mit zwei Enden, in deren Bereichen auf der Innenseite jeweils ein Anschlag vorgesehen
ist, und ein zugehöriges Schloss mit zwei über ein Scharnier verbundenen Schenkeln,
deren Enden zum Anlegen an die Anschläge ausgebildet sind, und dessen Scharnierbereich
in der Form eines Kniehebels zum Auseinanderspreizen des Ringes radial nach außen
pressbar ist, umfasst.
[0020] Es versteht sich, dass der offene Ring auch von mehr als zwei Teilringen gebildet
sein kann, die mit entsprechenden Schlössern verspannt sind. So kann beispielsweise
ein dritter Teilring vorgesehen sein.
[0021] Ferner kann das hier beschriebene Kniehebelprinzip auch bei einem Kniehebelschlossring
verwirklicht sein, der einen vorgespannten Federbandstahl aufweist, welcher eine entsprechende
Krümmung hat und durch eine entsprechende Bewegung in Radialrichtung in seine Spannstellung
gebracht werden kann. Die als Kniehebelschlossring ausgebildete Befestigungsvorrichtung
umfasst daher bei dieser Ausführungsform anstelle von zwei Schenkeln und einem Scharnier
ein durchlaufendes Federband.
[0022] In Weiterbildung des Kniehebelschlossringes ist der Anschlag als Teil einer mehrere
Zähne aufweisenden Verzahnung ausgebildet. Auch ist das Scharnier des Schlosses vorzugsweise
exzentrisch ausgebildet. Der Ring und/oder das Schloss können Schraubverbindungen
zur Längenänderung aufweisen.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit
der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine geschnittene Zentrifugentrommel in räumlicher Darstellung;
- Figur 2
- ein Detail an der Stelle A in Figur 1;
- Figur 3
- die Darstellung eines Randlappens zur axialen Fixierung eines Kniehebelschlossringes;
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht des Schlossbereiches eines Kniehebelschlossringes
im ungespannten Zustand; und
- Figur 5
- eine Draufsicht auf den Gegenstand von Figur 4.
[0024] Die in Figur 1 dargestellte Zentrifugentrommel 1 weist einen Trommelmantel 2 auf,
auf dessen Innenseite ein Stützsieb 3, ein Filtertuch 4 und ein Schutzsieb 5 angeordnet
sind (in Figur 2 im größeren Maßstab gezeigt). Das Stützsieb 3 liegt auf der Innenseite
des Trommelmantels 2 auf, darauf liegt das Filtertuch 8 dicht anliegend auf. Das Schutzsieb
5, das entsprechende Durchlassöffnungen aufweist, wird durch Vorspannung fest gegen
das Filtertuch 4 gedrückt, so dass dieses fest auf dem Stützsieb 3 aufliegt.
[0025] In Figur 2 sind das Stützsieb 3, das Filtertuch 4 und das Schutzsieb 5 zum besseren
Verständnis im unverspannten Zustand dargestellt. Im Betriebszustand liegen jedoch
alle Teile dicht aufeinander. Das Stützsieb 3 und das Filtertuch 4 werden in zwei
ringförmigen Dichtelementen 6 gehalten, die im Bereich des Bodens und des Deckels
der Zentrifugentrommel angeordnet sind. Die ringförmigen Dichtelemente 6 weisen drei
Dichtlippen 10 auf, die zwei Kammern bilden, in denen die Ränder des Stützsiebes 3
und des Filtertuches 4 im flachgepressten Zustand angeordnet sind. Nach Einbau des
Stützsiebes 3 und des Filtertuches 4 zusammen mit den Dichtelementen 6 ist das Schutzsieb
5 so eingelegt, dass es auf die inneren Flächen der Dichtelemente 6 drückt und auf
dem Filtertuch unter Spannung aufliegt.
[0026] Zusätzlich sind an der Innenseite des Schutzsiebes 5 zwei Kniehebelschlossringe 7
angeordnet, welche auf den axialen Randbereichen des Schutzsiebes 5 aufliegen, d.h.
am Boden und am Deckel der Zentrifugentrommel angeordnet sind. Die Kniehebelschlossringe
7 sind zweiteilig ausgebildet und weisen jeweils einen offenen Ring 16 und ein Schloss
9 auf. Mithilfe der Schlösser 9 werden die Ringe 16 verspannt und üben dabei einen
radialen Druck auf das Schutzsieb 5 aus.
[0027] Um eine axiale Bewegung der Kniehebelschlossringe 7 zur axialen Mitte der Zentrifugentrommel
hin zu verhindern, sind über den Umfang des Schutzsiebes 5 verteilt mehrere Vorsprünge
8 in der Form von einwärts gebogenen Lappen vorgesehen, welche den zugehörigen Kniehebelschlossring
7 in Axialrichtung festlegen. Die Ausbildung dieser Lappen ist speziell in Figur 3
gezeigt. Die Lappen werden hergestellt, indem ein Rand des zylindrischen Schutzsiebes
5 mit zwei benachbarten Schlitzen bzw. Einschnitten versehen und der dazwischen angeordnete
Abschnitt des Schutzsiebes um 180° nach innen gebogen wird, so dass sich der in Figur
3 dargestellte lappenförmige Vorsprung 8 ergibt. Die hierdurch gebildete Ausnehmung
am Rand des Schutzsiebes 5 ist mit 10 bezeichnet. Mehrere dieser lappenförmigen Vorsprünge
8, die über den Umfang des Schutzsiebes 5 verteilt sind, bilden die entsprechende
Axialfixierung des Kniehebelschlossringes 7.
[0028] Anstelle einer derartigen axialen Sicherung kann auch eine entsprechende Vertiefung
im aus Schutzsieb, Filtertuch und Stützsieb bestehenden Filterpaket vorgesehen sein,
die eine axiale Bewegung des Kniehebelschlossringes verhindert.
[0029] Die Ausbildung des Kniehebelschlossringes 7 ist in den Figuren 4 und 5 dargestellt.
Wie bereits erwähnt, setzt sich der Kniehebelschlossring 7 aus einem offenen Ring
16 und einem Schloss 9 zusammen. Der offene Ring 16 weist zwei abgeflachte, sich überlappende
Endbereiche 15 auf, die aneinanderliegen und bei einer Spreizung des Ringes oder einer
Verengung des Ringes aufeinandergleiten. Zum Verspannen bzw. Auseinanderspreizen des
Ringes dient das Schloss 9, das zwei Schenkel 11 aufweist, die über ein Scharnier
12 gelenkig miteinander verbunden sind. Figur 4 zeigt das Schloss im ungespannten
Zustand.
[0030] Bei der Montage des Kniehebelschlossringes 7 wird dieser in die Zentrifugentrommel
eingesetzt. Das Schloss 9 wird so eingesetzt, dass seine Schenkel 11 mit ihren freien
Enden in entsprechende Zahnlücken 14 einer an der Innenseite des offenen Ringes 16
angeordneten Verzahnung 13 eingreifen. Je nach Durchmesser und Grad der gewünschten
Verspannung können hierbei entsprechende Zahnlücken 14 zur Anbringung des Schlosses
ausgewählt werden. Das Schloss 9 wird dann mit seinem Scharnierbereich radial nach
außen bewegt, beispielsweise mit einem geeigneten Werkzeug radial nach außen geschlagen
oder gepresst, so dass es in der Form eines Kniehebels über seine Nullstellung hinaus
in die gestrichelt dargestellte Verriegelungsposition gelangt. Hierdurch wird der
offene Ring 16 auseinandergespreizt und gegen das Schutzsieb, an dem er anliegt, gepresst.
Die beiden sich überlappenden Endbereiche 15 des Ringes 16 bleiben dabei auseinander.
[0031] Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf den in Figur 4 dargestellten Schlossbereich.
[0032] Um den Kniehebelschlossring aus seiner verspannten bzw. verriegelten Stellung zu
lösen, wird das Schloss mit einem geeigneten Werkzeug im Scharnierbereich 12 radial
nach innen bewegt, wodurch das Schloss wieder die in Figur 4 dargestellte verriegelte
Stellung einnimmt. Die beiden Enden des Ringes 16 bewegen sich dadurch wieder gegeneinander,
so dass der Ring aus seinem gespannten Zustand gelöst wird.
[0033] Wie vorstehend beschrieben, können daher die Montage und Demontage dieses Ringes
auf sehr einfache Weise erfolgen, so dass sich das Filterpaket im Inneren der Zentrifugentrommel
besonders einfach installieren lässt.
1. Zentrifugentrommel mit einem Trommelmantel, einem innerhalb der Trommel in Anpassung
an den Trommelmantel angeordneten Filterpaket mit einer Filterfolie oder einem entsprechenden
Filtertuch und einer am Trommelmantel gelagerten Stützeinrichtung für die Filterfolie
oder das Filtertuch sowie einer Befestigungsvorrichtung für die Filterfolie oder das
Filtertuch, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung als Kniehebelschlossring (7) ausgebildet ist, der einen
offenen Ring (16) mit zwei Enden (15), in deren Bereichen auf der Innenseite jeweils
ein Anschlag vorgesehen ist, und ein zugehöriges Schloss (9) mit zwei über ein Scharnier
(12) verbundenen Schenkeln (11), deren Enden im montierten Zustand des Kniehebelschlossringes
(7) an den Anschlägen anliegen, und dessen Scharnierbereich in der Form eines Kniehebels
zum Auseinanderspreizen des Ringes (16) radial nach außen gepresst ist, umfasst.
2. Zentrifugentrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endbereiche (15) des Ringes (16) gleitend aneinanderliegen.
3. Zentrifugentrommel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kniehebelschlossring (7) Einrichtungen zur Durchmesser/Längenveränderung aufweist.
4. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Ring von zwei Teilringen gebildet ist, die mit zwei Schlössern verspannt
sind.
5. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kniehebelschlossring (7) im montierten Zustand in Axialrichtung der Trommel (1)
fixiert ist.
6. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Kniehebelschlossringe (7) aufweist, die jeweils in einem axialen Endbereich
des Trommelmantels (2) montiert sind.
7. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag als Teil einer mehrere Zähne aufweisenden Verzahnung (13) ausgebildet
ist.
8. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier des Schlosses exzentrisch ausgebildet ist.
9. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring und/oder das Schloss Schraubverbindungen zur Längenveränderung aufweisen.
10. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kniehebelschlossring in die Filterfolie oder das Filtertuch integriert, insbesondere
eingenäht, ist.
11. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kniehebelschlossring (7) gegen ein auf der radialen Innenseite der Filterfolie
oder des Filtertuches (4) angeordnetes Schutzsieb (5) gespannt ist.
12. Kniehebelschlossring zur Befestigung einer Filterfolie oder eines Filtertuches am
Trommelmantel einer Zentrifugentrommel, dadurch gekennzeichnet, dass er einen offenen Ring (16) mit zwei Enden (15), in deren Bereichen auf der Innenseite
jeweils ein Anschlag vorgesehen ist, und ein zugehöriges Schloss (9) mit zwei über
ein Scharnier (12) verbundenen Schenkeln (11), deren Enden zum Anlegen an die Anschläge
ausgebildet sind, und dessen Scharnierbereich in der Form eines Kniehebels zum Auseinanderspreizen
des Ringes (16) radial nach außen pressbar ist, umfasst.
13. Kniehebelschlossring nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Endbereiche (15) des Ringes (16) gleitend aneinanderliegen.
14. Kniehebelschlossring nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass er Einrichtungen zur Durchmesser/Längenveränderung aufweist.
15. Kniehebelschlossring nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Ring von zwei Teilringen gebildet ist, die mit zwei Schlössern verspannbar
sind.