[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine LED-Lichtquelle, welche mindestens eine LED-Platine
aufweist, die in einem durch Gehäuseteile gebildeten Aufnahmeraum angeordnet ist.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine LED-Lichtquelle, welche in der Lage ist,
herkömmliche längliche Leuchtstofflampen oder Gasentladungslampen zu ersetzen.
[0002] LEDs haben zwischenzeitlich in nahezu sämtlichen Bereichen der Beleuchtungstechnologie
klassische Lichtquellen wie bspw. Glühbirnen oder Leuchtstofflampen ersetzt. Aufgrund
der im Vergleich zu klassischen Lichtquellen geringen Abmessungen einer einzelnen
LED, die oftmals auch als punktförmige Lichtquelle bezeichnet wird, werden neu entwickelte
Leuchten in der Regel speziell auf die Anwendung von LEDs als Leuchtmittel ausgelegt.
Dies betrifft die Lagerung bzw. Anordnung der LED-Platinen in dem Leuchtengehäuse
sowie die den LEDs zugeordneten optischen Mittel, über die das Licht in der gewünschten
Weise beeinflusst wird.
[0003] Einen Sonderfall von Leuchtmitteln auf LED-Basis stellen sog. Retrofit-Lampen dar,
die klassische Leuchtmittel wie Glühbirnen oder Leuchtstofflampen ersetzen sollen.
Diese Retrofit-Lampen sind dabei derart ausgeführt, dass sie in gleicher Weise wie
eine herkömmliche Glühbirne bzw. Leuchtstofflampe verwendet werden können und somit
in bereits existierenden Leuchten, die für den Einsatz derartiger klassischer Leuchtmittel
ausgelegt waren, eingesetzt werden können. Eine Retrofit-LED-Glühbirne weist also
bspw. im Wesentlichen die Form einer klassischen Glühbirne auf sowie einen dem Standard
entsprechenden Sockel, der in eine entsprechende Fassung einer Leuchte eingeschraubt
werden kann.
[0004] Die vorliegende Erfindung befasst sich insbesondere mit LED-Lichtquellen, die Leuchtstofflampen
oder Gasentladungslampen ersetzen sollen. Es handelt sich hierbei also um längliche
Lichtquellen, die üblicherweise dadurch realisiert werden, dass mehrere in Längsrichtung
hintereinander angeordnete, üblicherweise auf einer oder mehreren Platinen angeordnete
einzelne LEDs zum Einsatz kommen. Hierzu sind aus dem Stand der Technik unterschiedliche
Lösungen bekannt, die insbesondere darauf abzielen, eine klassische Leuchtstofflampe
möglichst gut nachzuahmen. Bspw. wird von der Anmelderin eine Lichtquelle vertrieben,
bei der eine LED-Platine in ein längliches Kunststoffrohr eingeschoben wird, dessen
Außenabmessungen denjenigen einer Leuchtstofflampe entsprechen.
[0005] Es hat sich allerdings gezeigt, dass die bislang bekannten Lösungen eher Notlösungen
darstellen, welche die in der Regel höhere Effizienz der LEDs nur unzureichend nutzen.
Ferner sind die bislang bekannten Lösungen verhältnismäßig aufwendig in ihrer Herstellung
und Montage.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabenstellung zugrunde, eine neuartige
Lichtquelle auf LED-Basis zur Verfügung zu stellen, welche die oben genannten Nachteile
vermeidet. Es soll also insgesamt eine längliche Anordnung zur Lichtabgabe auf LED-Basis
zur Verfügung gestellt werden, welche einfach zu montieren bzw. herzustellen ist und
das von den LEDs abgegebene Licht effizient zu Beleuchtungszwecken nutzt.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Anordnung zur Lichtabgabe, welche die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
[0008] Das Hauptaugenmerk der erfindungsgemäßen Lösung wurde zunächst auf die Montage der
erfindungsgemäßen LED-Lichtquelle gelegt. Dabei hat sich bei aus dem Stand der Technik
bekannten Lösungen als nachteilig herausgestellt, dass die zum Einsatz kommenden LED-Platinen
verhältnismäßig aufwendig mit entsprechenden Stromversorgungsanschlüssen bzw. Betriebsgeräten
verbunden werden müssen. Es handelt sich hierbei um Arbeitsschritte, welche in der
Regel nicht automatisiert durchgeführt werden können sondern stattdessen von Hand
zu erledigen sind. Dies führt nicht nur zu einem erhöhten personellen Aufwand bei
der Montage und damit auch zu erhöhten Herstellungskosten, sondern erhöht auch die
Fehleranfälligkeit im Falle einer Produktion in hohen Stückzahlen.
[0009] Um diese Probleme zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Kontaktierung
der zum Einsatz kommenden LED-Platine(n) mit Hilfe von Leiterbahnen, Kontaktierungsflächen
und Federkontakten erfolgt. Diese sind einerseits an der LED-Platine sowie andererseits
an Gehäuseteilen der LED-Lichtquelle angeordnet, und zwar derart, dass die LED-Platine(n)
zwischen zwei Gehäuseteilen klemmend und elektrisch kontaktierend gehalten werden.
[0010] Erfindungsgemäß wird also eine LED-Lichtquelle bzw. eine Anordnung zur Lichtabgabe
vorgeschlagen, welche aufweist:
- ein erstes Gehäuseteil,
- ein zweites Gehäuseteil, welches mit dem ersten Gehäuseteil zusammenfügbar und zumindest
teillichtdurchlässig ausgebildet ist, wobei die beiden Gehäuseteile im zusammengefügten
Zustand einen Aufnahmeraum umschließen,
- mindestens eine in den dem Aufnahmeraum angeordnete LED-Platine sowie
- Mittel zur elektrischen Kontaktierung der mindestens einen LED-Platine, wobei die
Mittel zur elektrischen Kontaktierung der LED-Platine durch Leiterbahnen, Kontaktierungsflächen
und Federkontakte gebildet sind, welche an zumindest einem der beiden Gehäuseteile
und der mindestens einen LED-Platine derart angeordnet sind, dass die mindestens eine
LED-Platine zwischen beiden Gehäuseteilen klemmend und elektrisch kontaktierend gehalten
wird.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung führt also dazu, dass die LED-Platine bzw. LED-Platinen
nicht aufwendig an dem Gehäuse befestigt und insbesondere mit elektrischen Zuführungsleitungen
verbunden werden müssen, sondern sowohl die mechanische Halterung als auch die elektrische
Kontaktierung in einfacher Weise dadurch erfolgt, dass die Platinen in dem Gehäuse
an geeigneter Stelle positioniert werden und dieses dann entsprechend zusammengefügt
wird. Diesbezüglich wird also sozusagen eine kabellose LED-Lichtquelle realisiert,
bei welcher der üblicherweise aufwendige Verdrahtungsprozess während der Herstellung
vermieden wird.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist dabei ferner vorgesehen,
dass auch das Zusammenfügen der beiden Gehäuseteile werkzeuglos erfolgen kann. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass beide Gehäuseteile miteinander verrastbar ausgestaltet
sind, wobei eine besonders bevorzugte Ausführungsform auch darin bestehen kann, dass
die Gehäuseteile an einer gemeinsamen Seite über ein Scharnier schwenkbar miteinander
verbunden sind und an der dem Scharnier gegenüberliegenden Seite entsprechende Rastmittel
vorgesehen sind.
[0013] Um den Montageprozess der erfindungsgemäßen LED-Lichtquelle weiter vereinfachen zu
können, kann ferner vorgesehen sein, dass an der dem Aufnahmeraum abgewandten Rück-
bzw. Außenseite des ersten Gehäuseteils ein Betriebsgerät zur Stromversorgung der
mindestens einen LED-Platine angeordnet ist. Auch hier erfolgt die Verbindung mit
den Mitteln zur elektrischen Kontaktierung vorzugsweise über Federkontakte und zugehörige
Kontaktierungsflächen, sodass auch zur Montage des Betriebsgeräts kein aufwendiges
Anschließen eines Zuführungskabels oder gar ein Verlöten erforderlich ist.
[0014] Wie eingangs erwähnt, soll die erfindungsgemäße LED-Lichtquelle insbesondere dazu
dienen, in Leuchten zum Einsatz zu kommen, die ursprünglich für die Verwendung von
Leuchtstofflampen ausgelegt waren. Die LED-Lichtquelle weist somit eine entsprechende
Länge auf, die üblicherweise die Länge klassischer LED-Platinen überschreitet. Dies
bedeutet wiederum, dass innerhalb des Aufnahmeraums mehrere LED-Platinen hintereinander
angeordnet werden müssen. Da auch diese Platinen elektrisch miteinander verbunden
werden müssen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass an einem der beiden Gehäuseteile,
vorzugsweise an dem zweiten Gehäuseteil, in regelmäßigen Abständen Kontaktierungsflächen
oder Federkontakte angeordnet sind, welche dazu ausgebildet sind, jeweils zwei benachbarte
LED-Platinen elektrisch miteinander zu verbinden. Gemäß einer besonders bevorzugten
Variante kann hierbei vorgesehen sein, dass die Kontaktierungsflächen bzw. Federkontakte
zumindest zwei unterschiedlichen Platinenlängen entsprechend angeordnet sind. D.h.,
es können unterschiedliche LED-Platinen zum Einsatz kommen, die dann je nach ihrer
entsprechenden Länge jeweils nur bestimmte Kontaktierungsflächen bzw. Federkontakte
nutzen. Die Flexibilität hinsichtlich der Realisierung der LED-Lichtquelle wird hierdurch
beträchtlich erhöht, da je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Platinen mit entsprechend
ausgeführten LEDs zum Einsatz kommen können. Dabei erlaubt das vorgeschlagene Konzept,
die LED-Platinen sowohl seriell als auch parallel miteinander zu verbinden.
[0015] Alternativ zu den individuellen Kontaktierungsflächen wäre jedoch auch denkbar, an
einem der beiden Gehäuseteile ein oder mehrere durchgängig verlaufende Leiterbahnen
anzuordnen, welche dann wahlweise durch die Platinen kontaktiert werden können. Dabei
kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass die an den LED-Platinen vorgesehenen
Kontaktierungsmittel mit Mitteln zur Unterbrechung der Leiterbahn(en) ausgebildet
sind.
[0016] Ein andere Weiterbildung der Erfindung, welche sowohl die Montage vereinfacht als
auch eine qualitativ hochwertige Lichtabgabe gewährleistet, besteht darin, an zumindest
einem der beiden Gehäuseteile Mittel zur definierten Positionierung der LED-Platine(n)
vorzusehen. Bei diesen Mitteln kann es sich z.B. um einen Stift oder Vorsprung handeln,
der mit einer entsprechenden Ausnehmung oder Öffnung der LED-Platine zusammenwirkt.
Gleichzeitig sind vorzugsweise mehrere zu beiden Seiten der LED-Platine angeordnete
Führungselemente vorgesehen, die zwar die LED-Platine führen, jedoch eine Relativbewegung
gegenüber dem Gehäuse zulassen, so dass aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten
sich ergebende Verschiebungen aufgenommen bzw. ausgeglichen werden können.
[0017] Alternativ zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform können die Mittel zur definierten
Positionierung auch eine Rasterung umfassen, wobei insbesondere auch vorgesehen sein
kann, dass diese Rasterung zusätzlich auch zur definierten Positionierung optischer
Elemente in dem Gehäuse genutzt wird. Dies ist dann von Vorteil, wenn es sich um optische
Mittel z.B. in Form von Linsen oder dergleichen handelt, welche in exakter Weise in
Bezug auf die LEDs positioniert werden müssen, um eine gewünschte Beeinflussung des
Licht gewährleisten zu können. Alternativ oder ergänzen hierzu könnten allerdings
auch optische Mittel in Form von Folien, z.B. Streufolien oder Filtern in das Gehäuse
eingelegt werden, um die Lichtabgabe insgesamt an spezielle Anforderungen anzupassen.
[0018] Insgesamt wird also im Rahmen der Erfindung eine Lösung zur Verfügung gestellt, die
es ermöglicht, längliche LED-Lichtquellen in einfacher Weise herzustellen, da viele
Produktionsschritte im Rahmen automatisierter Herstellungsprozesse erfolgen können
und der manuell durchzuführende Montageaufwand auf ein Minimum reduziert wird. Trotz
allem ist das Konzept ausreichend flexibel, um mit Hilfe unterschiedlicher LEDs sowie
im Rahmen der Verwendung unterschiedlicher zweiter Gehäuseteile auch verschiedene
Lichtabstrahlcharakteristiken realisieren zu können, die jeweils speziellen Einsatzgebieten
der LED-Lichtquelle entsprechen.
[0019] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen LED-Lichtquelle in perspektivischer
Ansicht;
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung der in Figur 1 gezeigten LED-Lichtquelle;
- Figur 3
- das zweite Gehäuseteil mit den daran ausgebildeten Kontaktierungsflächen;
- Figuren 4-6
- Darstellungen der Kontaktierung der Kontaktierungsflächen durch die LED-Platinen;
- Figur 7
- eine Darstellung zur Verdeutlichung der elektrischen Verbindung zwischen den LED-Platinen
und dem Betriebsgerät;
- Figur 8
- eine erste Möglichkeit zur Realisierung einer definierten Positionierung der LED-Platinen
in den Gehäuseteilen;
- Figur 9
- eine zweite Möglichkeit zur Realisierung einer definierten Positionierung der LED-Platinen
in den Gehäuseteilen;
- Figur 10
- eine Weiterbildung der Variante von Figur 9, bei der zusätzlich auch optische Elemente
in definierter Weise in den Gehäuseteilen positioniert werden; und
- Figuren 11 bis 14
- unterschiedliche Varianten zur Verbindung der LED-Platinen mit zur Stromversorgung
vorgesehenen Kontaktierungsflächen oder Leiterbahnen.
[0020] Anhand der Figuren 1 bis 7 soll zunächst der grundsätzliche Aufbau der erfindungsgemäßen
LED-Lichtquelle erläutert werden, anschließend werden dann sinnvolle Weiterbildungen
oder Varianten besprochen.
[0021] Figur 1 zeigt hierzu in perspektivischer Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer mit
dem Bezugszeichen 100 versehene LED-Lichtquelle, in Figur 2 ist eine Schnittdarstellung
senkrecht zur Längsachse L der LED-Lichtquelle 100 gezeigt.
[0022] Grundsätzlich besteht die erfindungsgemäße LED-Lichtquelle 100 aus zwei Gehäuseteilen,
einem ersten rückseitigen Gehäuseteil 20 sowie einem zweiten Gehäuseteil 40, die miteinander
verbindbar sind und im verbundenen Zustand einen Aufnahmeraum 50 (siehe Fig. 2) umschließen,
in dem mindestens eine, üblicherweise jedoch mehrere LED-Platinen 10 mit darauf angeordneten
LEDs 11 angeordnet sind. Das zweite Gehäuseteil 40, über welches die Lichtabgabe erfolgt,
ist dabei zumindest teillichtdurchlässig ausgebildet und stellt das optisch wirksame
Element der LED-Lichtquelle 100 dar, über welches die Lichtabgabe beeinflusst werden
kann.
[0023] Die Ausgestaltung der beiden Gehäuseteile 20, 40 kann insbesondere der Schnittdarstellung
von Figur 2 entnommen werden. Das erste, rückwertige Gehäuseteil 20 dient dabei einerseits
der Lagerung der LED-Platinen 10 sowie andererseits zusätzlich auch der Lagerung eines
Betriebsgeräts 15 zur Stromversorgung der LED-Platinen 10. Es weist hierzu einen länglichen,
plattenförmigen Zentralbereich 21 auf. Zu beiden Längsseiten dieses plattenförmigen
Bereichs 21 verlaufen seitliche Vorsprünge oder Stege 22, die jeweils mit zur Innenseite
hin weisenden Rastnasen 23 ausgebildet sind. Über diese Rastnasen 23 erfolgt dann
die nachfolgend noch näher beschriebene, bevorzugte werkzeuglose Verbindung mit dem
zweiten Gehäuseteil 40.
[0024] Wie ferner in Figur 2, insbesondere jedoch auch in Figur 7 erkennbar ist, weist dabei
das erste Gehäuseteil 20 an der dem Aufnahmeraum 50 zugewandten Seite des plattenförmigen
Bereichs 21 in Längsrichtung verlaufende Rippen bzw. Vorsprünge 25 auf. Diese dienen
als Auflagefläche für die LED-Platinen 10.
[0025] Das zweite Gehäuseteil 40 weist ebenfalls einen sich in Längsrichtung erstreckenden,
zentralen Bereich 41 auf, der optisch wirksam und für die Lichtabgabe der LED-Lichtquelle
100 verantwortlich ist. Im vorliegenden Fall ist dieser zentrale Lichtabstrahlbereich
41 kuppelförmig ausgebildet und weist im Querschnitt in etwa eine Halbkreisform auf,
sodass die hierdurch gebildete Lichtabstrahlfläche in Wesentlichen der Oberfläche
einer mittig geteilten Leuchtstofflampe folgt.
[0026] Die dargestellte Form des Lichtabstrahlbereichs 41 ist jedoch lediglich als beispielhaft
anzusehen und kann grundsätzlich in beliebiger Weise gewählt werden, um eine entsprechend
gewünschte Lichtabgabe zu erzielen. Dies betrifft auch die Wahl des Materials für
diesen Lichtabstrahlbereich 41 des zweiten Gehäuseteils 40. Je nachdem, in welcher
Weise das von den LEDs 11 emittierte Licht durch die LED-Lichtquelle 100 insgesamt
abgegeben werden soll, kann der Lichtabstrahlbereich 41 aus einem klaren oder auch
einem lichtstreuenden Material bestehen. Die Innenseite oder Außenseite kann hierbei
zusätzlich auch noch mit weiteren lichtbeeinflussenden Strukturen wie bspw. Prismenstrukturen,
Facetten oder anderweitigen Strukturierungen versehen sein. Ferner bestünde ggf. auch
die - in den Figuren nicht näher dargestellte - Möglichkeit, in das zweite Gehäuseteil
zusätzlich optisch wirksame Elemente wie z.B. Folien, Filter oder der gleichen einzulegen,
um die Lichtabstrahleigenschaften in gewünschter Weise zu beeinflussen.
[0027] Zu beiden Seiten des Lichtabstrahlbereichs 41 sind nach außen stehende Arme bzw.
Flügel 42 ausgebildet, welche zum Verrasten mit den Rastnasen 23 des ersten Gehäuseteils
20 ausgebildet sind. Wie die Schnittdarstellung von Figur 2 zeigt, hintergreifen diese
Arme 42 im zusammengefügten Zustand beider Gehäuseteile 20,40 die Rastnasen 23, sodass
ein zuverlässiger Zusammenhalt gewährleistet ist. Gleichzeitig kann diese Verrastung
allerdings durch Ausbiegen eines oder beider seitlichen Stege 22 wieder gelöst werden,
sodass im Bedarfsfall auch ein Trennen beider Gehäuseteile 20, 40 wiederum ermöglicht
ist.
[0028] Da die seitlichen Arme 42 für die Lichtabgabe der LED-Lichtquelle 100 eine eher untergeordnete
Rolle spielen, könnte allerdings in gleicher Weise auch eine vertauschte Ausgestaltung
der Mittel zum lösbaren Verbinden beider Gehäuseteile 20 bzw. 40 vorgesehen sein.
Es wäre also in analoger Weise auch denkbar, dass entsprechende Stege mit Rastnasen
an dem zweiten Gehäuseteil 40 ausgebildet sind und dass das erste Gehäuseteil 20 lediglich
nach außen weisende Arme aufweist, die mit diesen Rastnasen zusammenwirken. Auch könnten
die Mittel zum Verrasten beider Gehäuseteile 20, 40 in beliebiger anderer Form ausgeführt
sein, wobei insgesamt jedoch bevorzug ein werkzeuglos durchzuführender Zusammenbau
ermöglicht sein sollte. Ferner wäre es auch denkbar, beide Gehäuseteile über ein oder
mehrere Scharniere schwenkbar miteinander zu verbinden.
[0029] Beide Gehäuseteile 20, 40 können also in einfacher Weise miteinander verbunden und
ggf. auch wieder voneinander gelöst werden. Eine weitere Besonderheit der erfindungsgemäßen
Lösung besteht allerdings insbesondere darin, in welcher Weise die LED-Platinen 10
in dem von beiden Gehäuseteilen 20, 40 umschlossenen Aufnahmeraum 50 angeordnet und
elektrisch kontaktiert werden. Die Besonderheit besteht dabei darin, dass die LED-Lichtquelle
100 kabellos ausgeführt wird und die elektrische Kontaktierung der LED-Platinen 10
ausschließlich über Leiterbahnen, Kontaktierungsflächen und Federkontakte erfolgt.
Dieses für die vorliegende Erfindung wesentliche Konzept soll nachfolgend näher beschrieben
werden.
[0030] Zur Realisierung der elektrischen Kontaktierung bzw. Stromversorgung der LED-Platinen
10 ist es erforderlich, dass eine durchgehende elektrisch leitende Verbindung ausgehend
von dem Betriebsgerät 15 zu den Platinen 10 hin und über diese hinweg erfolgt und
auch von den Platinen 10 zurück wieder eine Verbindung zum Betriebsgerät 15 vorliegt,
um einen geschlossenen Stromversorgungskreis zu erzielen. Hierfür sind zunächst an
der Rückseite des ersten Gehäuseteils 20 verlaufende längliche Leiterbahnen 51 und
52 verantwortlich, die von Kontaktierungsflächen 53 und 54 für das Betriebsgerät 15
weg verlaufen bzw. zu diesen hin verlaufen. Diese Kontaktierungsflächen 53 und 54
dienen dem elektrischen Anschluss des Betriebsgeräts 15 an den internen Stromversorgungskreis
für die LED-Platinen 10, wobei die Kontaktierung mittels an der Unterseite des Gehäuses
des Betriebsgeräts 15 vorgesehenen Federkontakten 16 und 17 erfolgt. Die mechanische
Befestigung des Betriebsgeräts 15 an der Rückseite des ersten Gehäuseteils 20 erfolgt
mit Hilfe einer Halteklammer 18, die einerseits an dem Gehäuseteil 20 fixiert ist
und andererseits mit einem das Betriebsgerät 15 überspannenden Bügel 19 federnd gegen
die Rück- bzw. Oberseite des Betriebsgeräts 15 drückt und dieses somit auf das erste
Gehäuseteil 20 presst. Hierdurch wird einerseits eine zuverlässige Befestigung sowie
andererseits eine sichere Kontaktierung der Kontaktierungsflächen 53 und 54 durch
die Federkontakte 16 und 17 des Betriebsgeräts 15 erzielt, ohne dass hierfür zusätzliche
Verbindungsmaßnahmen erforderlich wären.
[0031] Eine vergleichbare Vorgehensweise ist auch zur elektrischen Kontaktierung der LED-Platinen
10 vorgesehen. Da diese allerdings in der Regel eine kürzere Länge als die gesamte
LED-Lichtquelle 100 aufweisen und somit mehrere Platinen 10 in Längsrichtung hintereinander
angeordnet zum Einsatz kommen, muss zusätzlich Sorge dafür getragen werden, dass die
einzelnen Platinen 10 elektrisch miteinander verbunden werden können.
[0032] Hierzu sind im dargestellten Ausführungsbeispiel an dem zweiten Gehäuseteil 40, genauer
gesagt an den beiden dem Aufnahmeraum 50 zugewandten Oberseiten der Seitenarme 42
wiederum Kontaktierungsflächen 44 ausgebildet. Diese in regelmäßigen Abständen angeordneten,
länglich ausgeführten Kontaktierungsflächen 44 sind dazu vorgesehen, durch die LED-Platinen
10 kontaktiert zu werden, wobei hierfür an den Stirnbereichen der LED-Platinen 10
wiederum jeweils entsprechend ausgeführte Federkontakte 12 vorgesehen sind. Wie insbesondere
die Darstellung von Figur 6 zeigt, ist dabei die Positionierung der Kontaktierungsflächen
44 sowie der Federkontakte 12 derart gewählt, dass zwei in Längsrichtung hintereinander
angeordnete LED-Platinen 10 jeweils gemeinsam ein Kontaktierungsfeld 44 über die Federkontakte
12 kontaktieren, sodass hierdurch die zum Erzielen eines geschlossenen Stromversorgungskreises
erforderliche elektrische Verbindung der LED-Platinen 10 untereinander erzielt werden
kann.
[0033] Abschließend ist dann lediglich erforderlich, dass eine, vorzugsweise die in Längsrichtung
gesehen erste LED-Platine 10 mit den an der Rückseite des ersten Gehäuseteils 20 verlaufenden
Leiterbahnen 51 bzw. 52 verbunden wird. Dies wird in vorteilhafter Weise dadurch erzielt,
dass auch in diesem stirnseitigen Endbereich des zweiten Gehäuseteils 40 die bereits
erwähnten Kontaktierungsflächen 44 vorgesehen sind, wobei nunmehr allerdings diese
Kontaktierungsflächen 44 einerseits von den zugehörigen Federkontakten 12 der LED-Platine
10 sowie andererseits von an dem ersten Gehäuseteil 20 vorgesehenen Federkontakten
55 und 56 (siehe hierzu Fig. 7) kontaktiert werden, welche gleichzeitig über eine
entsprechende Durchkontaktierung mit den Leiterbahnen 51 und 52 verbunden sind. Diese
am ersten Gehäuseteil 20 angeordneten Federkontakte 55 und 56 übergreifen hierbei
die Stirnseite der LED-Platine 10 und sind in gleicher Weise positioniert, wie es
die Federkontakte einer benachbarten weiteren LED-Platine 10 wären. Die für den Anschluss
an die Leiterbahnen 51 und 52 vorgesehene stirnseitig angeordnete LED-Platine 10 muss
also nicht in spezieller Weise modifiziert werden sondern kann stattdessen identisch
zu allen weiteren LED-Platinen 10 ausgestaltet sein.
[0034] Die zuvor beschriebenen Maßnahmen haben zur Folge, dass zur Montage der LED-Lichtquelle
100 lediglich die LED-Platinen 10 in geeigneten Positionen in eines der beiden Gehäuseteile
20 bzw. 40 eingelegt bzw. aufgelegt und anschließend beide Gehäuseteile 20, 40 zusammengefügt
werden müssen. Hierbei erfolgt dann automatisch das zuvor erläuterte Zusammenfügen
bzw. Verbinden der einzelnen für die Stromversorgung vorgesehenen elektrisch leitenden
Komponenten, um letztendlich einen vollständig geschlossenen Stromversorgungskreis
ausgehend von dem Betriebsgerät 15 zu den LED-Platinen 10 hin und wieder zurück zu
bilden. Die Verwendung der Federkontakte 12 bringt dabei zusätzlich auch den Vorteil
mit sich, dass diese aufgrund ihrer Flexibilität für eine ausreichend zuverlässige
mechanische Arretierung der LED-Platinen 10 innerhalb des Gehäuses der LED-Lichtquelle
100 sorgen. Weitere Maßnahmen wie bspw. ein separates Befestigen der Platinen 10 in
einem eigenen Arbeitsschritt oder dergleichen sind ebenfalls nicht erforderlich.
[0035] Es ist also ersichtlich, dass eine Montage bzw. ein Zusammenfügen der verschiedenen
Komponenten der erfindungsgemäßen LED-Lichtquelle 100 in sehr einfacher Weise erfolgen
kann. Insbesondere sind keine aufwendigen Schritte zur Verkabelung bzw. elektrischen
Verbindung der verschiedenen Komponenten erforderlich. Stattdessen können alle wesentlichen
Maßnahmen wie das Aufbringen der Leiterbahnen und Kontaktierungsflächen sowie ggf.
das Befestigen der Federkontakte an den LED-Platinen in automatisierter Weise erfolgen.
Die manuell durchzuführenden Montagearbeiten können hierbei auf ein Minimum beschränkt
werden.
[0036] Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass alternativ zu der zuvor beschriebenen
Ausführungsform die Positionierung der Kontaktierungsflächen 44 sowie der Federkontakte
12 auch vertauscht erfolgen könnte. In diesem Fall müssten also an der entsprechenden
Oberfläche der LED-Platinen 10 Kontaktierungsflächen vorgesehen sein und die Federkontakte
würden stattdessen an dem zweiten Gehäuseteil 40 positioniert werden. Es würden sich
jedoch wiederum die gleichen Vorteile hinsichtlich der Herstellung der verschiedenen
Komponenten der LED-Lichtquelle sowie der Zusammenfügung bei der Endmontage ergeben.
[0037] Eine weitere Abwandlung könnte auch darin bestehen, dass entgegen der dargestellten
Ausführungsform die LED-Platinen 10 von der Rückseite her durch entsprechende Maßnahmen
kontaktiert werden. Die Federkontakte 12 bzw. Kontaktierungsflächen 44 müssten dann
an der Rückseite der LED-Platinen 10 bzw. an der entsprechenden Oberfläche des ersten
Gehäuseteils 20 ausgeführt werden. Die Ausführungsform, wie sie in den Figuren 1-7
dargestellt ist, ist jedoch insofern von Vorteil, als üblicherweise LED-Platinen für
eine Kontaktierung von der Vorderseite her ausgelegt sind und dementsprechend wiederum
auf Standardkomponenten zurückgegriffen werden kann.
[0038] Eine andere Weiterbildung könnte auch darin bestehen, dass die Kontaktierungsflächen
44 in unterschiedlichen Anordnungsmustern an dem entsprechenden Gehäuseteil, hier
also dem zweiten Gehäuseteil 40 ausgeführt sind, sodass die Möglichkeit besteht, LED-Platinen
unterschiedlicher Länge zu verwenden. D.h., die Anordnung bzw. Positionierung der
Kontaktierungsflächen 44 ist derart, dass Untergruppen hiervor jeweils ein Anordnungsmuster
mit gleichmäßigen Abständen untereinander in Längsrichtung bilden, wobei jedoch durchaus
eine einzelne Kontaktierungsfläche mehreren Mustern zugehörig sein kann. Je nachdem,
wie lang die zum Einsatz kommenden Platinen sind, werden dann jeweils nur die entsprechend
geeignet positionierten Kontaktierungsflächen 44 durch die LED-Platinen 10 kontaktiert,
während hingegen diejenigen Kontaktierungsflächen 44, die nicht im Übergangsbereich
zwischen zwei benachbarten LED-Platinen 10 angeordnet sind, funktionslos bleiben.
Hierdurch wird die Möglichkeit eröffnet, zur Realisierung der LED-Lichtquelle 100
auf unterschiedliche Platinen zurückgreifen zu können, die dann auch hinsichtlich
der zum Einsatz kommenden LEDs und des von diesen abgegebenen Lichts unterschiedliche
Eigenschaften aufweisen können. Trotz eines grundsätzlich gemeinsamen Konzepts können
auf diesem Wege verschiedenste LED-Lichtquellen zur Verfügung gestellt werden, abhängig
davon, in welcher Weise diese zum Einsatz kommen sollen.
[0039] Im Weiteren sollen nunmehr Details bzw. bevorzugte Weiterbildungen des bislang anhand
der Figuren 1-7 erläuterten erfindungsgemäßen Konzepts erläutert werden.
[0040] So ist zunächst vorzugsweise vorgesehen, dass beide Gehäuseteile 20 und 40 aus Kunststoff
bestehen. Hierfür kann jeweils das gleiche Material verwendet werden, es wäre allerdings
auch denkbar, unterschiedliche Materialien einzusetzen. Dies gilt auch für die einzelnen
Gehäuseteile selbst, wobei bspw. eine Kombination aus PMMA und PC zur Realisierung
des zweiten Gehäuseteils 40 sinnvoll wäre, um für die jeweiligen Bereiche jeweils
optimale Eigenschaften zu erzielen. Da nämlich PMMA in der Regel einen besseren optischen
Wirkungsgrad aufweist als PC, während PC wiederum weniger temperatur- und schlagempfindlich
ist, wäre es also sinnvoll, den für die Lichtabgabe verantwortlichen Bereich 41 aus
PMMA und die weiteren Bereiche aus PC zu bilden.
[0041] Ergänzend hierzu könnte zumindest in gewissen Bereichen ein Kunststoff mit verbesserten
Wärmeleiteigenschaften verwendet werden, der das thermische Verhalten der erfindungsgemäßen
LED-Lichtquelle 100 insgesamt unterstützt. Da in der Regel derartige Kunststoffe mit
verbesserten Wärmeleiteigenschaften auch teurer sind, wäre auch hier die Herstellung
eines Gehäuseteils aus mehreren Material-Komponenten durchaus sinnvoll.
[0042] Weiterhin wäre es denkbar, zur Realisierung der Gehäuseteile 20 und 40 Kunststoff
mit anderen Werkstoffen zu kombinieren. Dies betrifft insbesondere die Realisierung
des ersten Gehäuseteils 20, wobei bspw. metallische Materialien wie Aluminium, Kupfer,
Blech usw. oder Keramiken zum Einsatz kommen könnten. Der Einsatz von metallischen
Materialien dient dabei insbesondere der Wärmeabfuhr, während hingegen für den Einsatz
von Keramikmaterialien die isolierenden Eigenschaften sprechen sowie die Möglichkeit,
auf die Keramikmaterialien in einfacher Weise die Leiterbahnen und Kontaktierungsflächen
aufbringen zu können. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass Keramiken einen hohen
Reflexionsgrad haben können und hier ggf. die Effizienz der LED-Lichtquelle gesteigert
werden kann.
[0043] Eine verbesserte Wärmeankopplung zwischen den LED-Platinen 10 und dem ersten Gehäuseteil
20 könnte dabei auch dadurch erzielt werden, dass in dem verbleibenden Zwischenraum
ein separates Element mit hoher Wärmeleitfähigkeit eingebracht wird. Es kann sich
hierbei sowohl um Kunststoff mit verbesserter Wärmeleitung als auch um ein Metall
handeln, welches den Zwischenraum zwischen der Oberseite der LED-Platine und der Bodenfläche
des ersten Gehäuseteils ausfüllt und damit die Wärme unmittelbar von den LEDs 11 auf
die Rückseite des Gehäuseteils 20 überträgt.
[0044] Die Herstellung der Gehäuseteile 20, 40 kann abhängig von den zum Einsatz kommenden
Materialien erfolgen. Bei der Verwendung von Kunststoffen und/oder Aluminium ergibt
sich die Möglichkeit, die Gehäuseteile als Extrusionsteile auszuführen, ggf. auch
mit zwei unterschiedlichen Materialkomponenten. Das Extrusionsteil kann dann jeweils
auf die gewünschte Länge geschnitten und entweder alleine für sich stehend oder ggf.
mit weiteren Zusatzteilen verwendet werden. Bei diesen Zusatzteilen kann es sich z.B.
um zusätzliche Halter, welche die Befestigung der LED-Lichtquelle an einem Leuchtenträgerteil
ermöglichen, oder um Stirnteile handeln, welche den Aufnahmeraum 50 an den beiden
Stirnseiten der LED-Lichtquelle 100 abschließen.
[0045] Alternativ zur Herstellung als Extrusionsteil wäre es auch denkbar, eines oder ggf.
beide Gehäuseteile im Spritzgussverfahren herzustellen. Dies ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn verschiedene Materialien miteinander kombiniert werden und/oder
zusätzliche Formen bzw. Strukturierungen z.B. zum Beeinflussen der Lichtabgabe erforderlich
sind, die im Rahmen des Extrusionsverfahrens gar nicht oder zumindest nicht ohne Weiteres
nicht hergestellt werden können.
[0046] Darüber hinaus wäre auch eine Kombination eines Extrusionsteils zusammen mit einem
Spritzguss-Werkzeugteil möglich. Beide Teile können anschließend zu einer Gesamteinheit
zusammengefügt werden, wobei als weiterer Automationsschritt eine gleichzeitige Verarbeitung
denkbar wäre, bei der das in seiner Länge variable Extrusionsteil mit dem Werkzeug
zusammen verspritzt wird.
[0047] Im Falle des Herstellens eines oder beider Gehäuseteile im Spritzgussverfahren wäre
es ferner denkbar, das Werkzeug modular aufzubauen mit Grundeinheiten, welche - in
Längsrichtung gesehen - mittlere bzw. zentrale Bereiche des entsprechenden Gehäuseteils
bilden, und Zusatzelementen, welche die Stirnseiten mit ggf. gewünschten Abschlusskappen
realisieren. Durch Kombination der Anzahl verschiedener Grundeinheiten ggf. in verschiedenen
Längen mit den stirnseitigen Zusatzelementen könnten dann ohne großen Aufwand unterschiedlich
lange Gehäuseteile zur Realisierung der erfindungsgemäßen LED-Lichtquelle erstellt
werden.
[0048] Eine sinnvolle Weiterbildung insbesondere des ersten Gehäuseteils 20 könnte ferner
auch darin bestehen, Maßnahmen vorzusehen, welche die unterschiedliche Wärmeausdehnung
der LED-Platinen 10 im Vergleich zu den Gehäuseteilen berücksichtigen. Dies stellt
bekanntlicherweise durchaus ein Problem bei länglichen Anordnungen zur Lichtabgabe
dar, weshalb in vorteilhafter Weise vorgesehen sein kann, dass einerseits die LED-Platinen
10 jeweils mittig fixiert sind, sich von diesem Punkt ausgehend allerdings zur Seite
hin relativ zum Gehäuseteil 20 ausdehnen bzw. bewegen können.
[0049] Eine Möglichkeit hierfür würde wie in Figur 8 schematisch dargestellt darin bestehen,
zunächst einen entsprechenden Zapfen 26 an der Bodenfläche des ersten Gehäuseteils
20 vorzusehen, der in eine zugehörige Ausnehmung 13 der LED-Platine 10 eingreift.
Zu beiden Seiten in Längsrichtung sind dann jeweils seitlich zusätzliche Führungselemente
27 in Form von Stiften, Vorsprüngen oder dergleichen vorgesehen, welche die Platine
10 jeweils seitlich führen, sodass unterschiedliche Längenausdehnungen in einfacher
Weise aufgenommen werden können. Selbstverständlich könnten die entsprechenden Elemente
zur zentralen Fixierung einerseits und länglichen Führung der Platinen 10 andererseits
auch an dem zweiten Gehäuseteil vorgesehen sein.
[0050] Alternativ zu dieser Möglichkeit könnte ferner an oder in einem der beiden Gehäuseteile
20, 40 auch eine Rasterung vorgesehen sein, die seitlich, ober- oder unterhalb eingearbeitet
ist. Wie schematisch in Figur 9 dargestellt ist, muss dann an der jeweiligen Platine
10 ein zusätzliches Bauteil 14 in Form eines Stifts oder Vorsprungs angebracht werden,
das bspw. aufgelötet oder in vergleichbarer Weise befestigt ist. Dieses Bauteil 14
greift dann in die Rasterung 28 ein, um wiederum eine mittige Fixierung bzw. eine
Arretierung in der gewünschten Position in Längsrichtung zu erzielen. Auch in diesem
Fall kann -wie schematisch in der Figur 9 gezeigt - eine unterschiedliche Wärmeausdehnung
der Platine 10 gegenüber dem Gehäuseteil ermöglicht werden.
[0051] In einer in Figur 10 dargestellten Weiterbildung könnte die Rasterung 28 an dem Gehäuseteil
20 bzw. 40 dann auch dazu genutzt werden, zusätzliche optische Elemente 48, welche
in den Aufnahmeraum 50 eingebracht werden, in gewünschter Weise zu positionieren.
Dies ist insofern von Vorteil, als Optiken zur Beeinflussung des Lichts von LEDs 11
oftmals dazu ausgelegt sind, individuell einer LED zugeordnet zu werden. Die gewünschte
Beeinflussung der Lichtabgabe ist in diesem Fall nur dann gewährleistet, wenn sichergestellt
ist, dass die Optik auch tatsächlich in definierter Weise gegenüber der LED 11 positioniert
ist. Auch dies könnte mit Hilfe der oben angesprochenen zusätzlichen Rasterung 28
bzw. Verzahnung realisiert werden, wobei dann das optische Element 48 wiederum zu
dem Bauteil 14 vergleichbare Vorsprünge 49 oder Eingriffselemente 49 aufweist, welche
dazu geeignet sind, mit der Rasterung 28 zusammenzuwirken.
[0052] Eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Konzepts besteht in der Ausgestaltung
der an den Gehäuseteilen 20 oder 40 vorgesehenen Kontaktierungsflächen zur Stromversorgung
der LED-Platinen 10. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1-7 waren wie erläutert
in bestimmten Abschnitten positionierte Kontaktierungsflächen 44 vorgesehen, die jeweils
zwei stirnseitig aneinander grenzende LED-Platinen 10 miteinander elektrisch verbinden.
Es ergibt sich hierbei eine Verschaltung, wie sie schematisch nochmals in Figur 11
dargestellt ist, wobei die Darstellung denn Fall für eine Platinenlänge zeigt, bei
welcher lediglich jede zweite Kontaktierungsfläche 44 durch die Federkontakte 12 der
Platinen 10 berührt wird. Genauso wäre es bei dem dargestellten Beispiel allerdings
auch möglich, kürzere Platinen zu verwenden, die dann alle Kontaktierungsflächen 44
nutzen.
[0053] Alternativ hierzu wäre es allerdings auch denkbar, an dem für die Kontaktierung der
Platinen 10 verantwortlichen Gehäuseteil 20 oder 40 in Längsrichtung durchgängig verlaufende
Leiterbahnen 45
1, 45
2, 45
3 anzubringen. Durch eine unterschiedlich gestufte Abgriffposition der Kontakte 12
der LED-Platinen 10 erfolgt dann eine Kontaktierung der Leiterbahnen 45
1, 45
2, 45
3, wie sie schematisch in Figur 12 gezeigt ist. D.h., die erste LED-Platine 10 ist
eingangsseitig mit einem ersten Leiter 45
1 und ausgangsseitig mit einem zweiten Leiter 45
2 verbunden, während hingegen die zweite LED-Platine 10 eingangsseitig mit dem zweiten
und ausgangsseitig mit dem dritten Leiter 45
2 bzw. 45
3 verbunden wird. Dies setzt sich entsprechend fort, sodass in einfacher Weise eine
serielle Verschaltung der LED-Platinen 10 erzielt werden kann. In gleicher Weise wäre
allerdings auch parallele Verschaltung der LED-Platinen 10 denkbar
[0054] Alternativ hierzu könnte auch - wie in Figur 13 dargestellt - eine einzelne serielle
Leitung 45 genutzt werden, wobei dann einer der Kontakte 12 der LED-Platinen 10, hier
jeweils der erste bzw. linke, mit einer Unterbrechungsfunktion ausgeführt ist. Wie
schematisch dargestellt, wird also anschließend an den entsprechenden Kontakt 12 die
durchgehende Leiterbahn 45 unterbrochen, sodass auch in diesem Fall eine entsprechende
Verschaltung der LED-Platinen 10 erhalten werden kann. In diesem Fall müssten die
entsprechenden Kontakte 12 der LED-Platinen 11 in geeigneter Weise ausgelegt sein,
um die Unterbrechungsfunktion zu erzielen. Die hierfür verantwortliche - schematisch
dargestellte - Unterbrechungseinheit 12a muss dann entsprechend elektrisch isolierend
ausgeführt sein und sie kann bspw. in den Abgriff integriert oder auch separat ausgeführt
sein.
[0055] Als zusätzliche Sicherheitsfunktion kann dabei ferner auch, wie in Figur 14 dargestellt,
vorgesehen sein, dass auch der zweite bzw. ausgangsseitige Kontakt 12 der LED-Platine
10 zu einer Unterbrechung der Leiterbahn 45 führt. In diesem Fall muss dann die entsprechende
Unterbrechung vor der zugehörigen Kontaktstelle vorgesehen sein.
[0056] Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die beiden Gehäuseteile durchaus hinsichtlich
ihrer Gestaltung variabel ausgeführt sein können und bspw. auch die Möglichkeit besteht,
unterschiedlich ausgestaltete zweite Gehäuseteile jeweils in gewünschter Weise mit
einem ersten Gehäuseteil zu kombinieren. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn
unterschiedliche Lichtabstrahleigenschaften für die erfindungsgemäße LED-Lichtquelle
realisiert werden soll, was dadurch erreicht wird, dass unterschiedliche Typen für
das zweite Gehäuseteil mit unterschiedlichen Formen und/oder Materialien bzw. Strukturierungen
der Oberfläche zur Verfügung gestellt werden. Alle diese verschiedenen zweiten Gehäuseteile
können allerdings dann grundsätzlich mit dem ersten Gehäuseteil kombiniert werden,
um eine vollständige erfindungsgemäße LED-Lichtquelle zu bilden.
[0057] In gleicher Weise wäre es auch denkbar, für das erste Gehäuseteil unterschiedliche
Varianten zur Verfügung zu stellen, die dann ggf. in einzelnen Ausführungsformen zusätzliche
Bereiche, Kammern oder Befestigungsmittel aufweisen, um Zusatzkomponenten befestigen
zu können. In diesem Sinne könnten bspw. neben dem Betriebsgerät an der Rückseite
des ersten Gehäuseteils noch zusätzliche Sensoren, Notlicht-Betriebsgeräte, Kühlkörper
oder dergleichen angeordnet werden.
[0058] Letztendlich ist also das vorliegende erfindungsgemäße Konzept sehr flexibel ausgelegt
und gestattet es, in einfacher Weise längliche LED-Lichtquellen zur Verfügung zu stellen,
die hinsichtlich ihrer lichttechnischen Eigenschaften unterschiedlichsten Anforderungen
genügen. Trotz allem zeichnet sich das erfindungsgemäße Konzept grundsätzlich dadurch
aus, dass die LED-Lichtquelle aus verhältnismäßig wenigen separaten Baueinheiten besteht
und diese in sehr einfacher Weise während der Endmontage zusammengefügt werden können.
1. LED-Lichtquelle (100), aufweisend:
• ein erstes Gehäuseteil (20),
• ein zweites Gehäuseteil (40), welches mit dem ersten Gehäuseteil (20) zusammenfügbar
und zumindest teillichtdurchlässig ausgebildet ist, wobei die beiden Gehäuseteile
(20, 40) im zusammengefügten Zustand einen Aufnahmeraum (50) umschließen,
• mindestens eine in dem Aufnahmeraum (50) angeordnete LED-Platine (10), sowie
• Mittel zur elektrischen Kontaktierung der mindestens einen LED-Platine (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur elektrischen Kontaktierung durch Leiterbahnen (45), Kontaktierungsflächen
(44) und Federkontakte (12) gebildet sind, welche an zumindest einem der beiden Gehäuseteile
(20, 40) und der mindestens einen LED-Platine (10) derart angeordnet sind, dass die
mindestens eine LED-Platine (10) zwischen beiden Gehäuseteilen (20, 40) klemmend und
elektrisch kontaktierend gehalten wird.
2. LED-Lichtquelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Gehäuseteile (20, 40) werkzeuglos miteinander verbindbar, insbesondere
verrastbar sind,
wobei vorzugsweise die Gehäuseteile (20, 40) an einer gemeinsamen Seite über ein Scharnier
schwenkbar miteinander verbunden sind.
3. LED-Lichtquelle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der dem Aufnahmeraum (50) abgewandten Rück- bzw. Außenseite des ersten Gehäuseteils
(20) ein Betriebsgerät (15) zur Stromversorgung der mindestens einen LED-Platine (10)
angeordnet ist.
4. LED-Lichtquelle nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betriebsgerät (15) mittels Federkontakten (16, 17) elektrisch mit den Mitteln
zur elektrischen Kontaktierung verbunden ist.
5. LED-Lichtquelle nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem der beiden Gehäuseteile (20, 40), vorzugsweise an dem zweiten Gehäuseteil
(20), in regelmäßigen Abständen Kontaktierungsflächen (44) oder Federkontakte (12)
angeordnet sind, welche dazu ausgebildet sind, mehrere LED-Platinen (10) elektrisch
miteinander zu verbinden.
6. LED-Lichtquelle nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktierungsflächen (44) bzw. Federkontakte (12) in zumindest zwei unterschiedlichen
Platinenlängen entsprechenden Mustern angeordnet sind.
7. LED-Lichtquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem der beiden Gehäuseteile (20, 40), vorzugsweise an dem zweiten Gehäuseteil
(20), mindestens eine durchgängig verlaufende Leiterbahn (45) angeordnet ist, welche
durch die mindestens eine LED-Platine (10) kontaktierbar ist.
8. LED-Lichtquelle nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der mindestens einen LED-Platine (10) vorgesehene Kontaktierungsmittel mit Mitteln
zur Unterbrechung der Leiterbahn (45) versehen sind.
9. LED-Lichtquelle nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere parallel zueinander verlaufende Leiterbahnen (451, 452, 453) vorgesehen sind, welche durch die mindestens eine LED-Platine (10) wahlweise kontaktierbar
sind.
10. LED-Lichtquelle nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an zumindest einem der beiden Gehäuseteile (20, 40) Mittel zur definierten Positionierung
der mindestens einen LED-Platine (10) vorgesehen sind.
11. LED-Lichtquelle nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur definierten Positionierung einen Stift oder Vorsprung (26) umfassen,
der mit einer Ausnehmung (13) der LED-Platine (10) zusammenwirkt, sowie vorzugsweise
mehrere zu beiden Seiten der LED-Platine (10) angeordnete Führungselemente (27).
12. LED-Lichtquelle nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Mittel zur definierten Positionierung eine Rasterung (28) umfassen.
13. LED-Lichtquelle nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Aufnahmeraum (50) zusätzliche optische Mittel (48) angeordnet sind.
14. LED-Lichtquelle nach Anspruch 12 und Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die optischen Mittel (48) mit der Rasterung (28) zusammenwirken.
15. LED-Lichtquelle nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei den optischen Mitteln um Folien oder Filter handelt, welche in das zweite
Gehäuseteil (20) eingelegt sind.