[0001] Die Erfindung betrifft eine Warnbekleidung für einen Nutzer eines Kraftfahrzeugs
mit wenigstens einem lichtreflektierenden Muster, wobei die Warnbekleidung aus einem
einlagigen Textilbahn- oder Kunststofffolienmaterial hergestellt ist, dessen Dicke
so gering bemessen ist, dass die Warnbekleidung auf ein Packungsvolumen aus einem
Bereich von 20 cm
3 bis 50 cm
3 zusammenlegbar ist.
[0002] Eine derartige Warnbekleidung ist aus der
DE 199 20 197 C1 bekannt. Die bekannte Warnbekleidung ist aus einem einlagigen Kunststofffolienmaterial
hergestellt und lässt sich auf ein Maß von 80 bis 120 mm Länge, 70 bis 90 mm Breite
und 7,5 bis 12,5 mm Höhe zusammenfalten.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Warnbekleidung der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei der aufeinanderliegende Lagen in zusammengelegtem Zustand nicht miteinander verkleben
oder in anderer Art und Weise zusammenhaften.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass wenigstens ein Zuschnittteil aus dem Textilbahn-
oder Kunststofffolienmaterial mit einer dreidimensionalen Strukturierung, insbesondere
einer Anordnung von Einprägungen, versehen ist, wobei insbesondere die Strukturierung
ein über die Oberfläche des Zuschnittteiles verteilt angeordnetes Muster von pyramidenförmigen
Einprägungen aufweist.
[0005] Die dreidimensionale Strukturierung gewährleistet, dass aufeinanderliegende Lagen
der Warnbekleidung in zusammengelegtem Zustand nicht miteinander verkleben oder in
anderer Art und Weise zusammenhaften. Besonders vorteilhaft ist eine Strukturierung
durch einkalandrierte, pyramidenartige Vertiefungen. Eine derartige Strukturierung
ermöglicht eine platzsparende Zusammenlegung der Warnbekleidung, da jeweils Pyramidenspitzen
und Pyramidenvertiefungen der verschiedenen Lagen beim Übereinanderliegen ineinander
finden können.
[0006] Durch das Packungsvolumen aus einem Bereich von 20 cm
3 bis 50 cm
3 ist es möglich, die Warnbekleidung besonders platzsparend zu verstauen. Sie kann
insbesondere im Fahrzeuginnenraum an Stellen untergebracht werden, die von den Sitzpositionen
des Kraftfahrzeugs aus einfach zugänglich sind, ohne den zur Verfügung stehenden Stauraum
im Fahrzeuginnenraum nennenswert einzuschränken. Die Warnbekleidung kann als klassische
Warnweste mit zwei seitlichen Armöffnungen und mit oder ohne vorderseitigem Verschluss
gestaltet sein. Alternativ ist es möglich, die Warnbekleidung nach Art eines Ponchos
auszuführen, wobei die Warnbekleidung eine Kopföffnung aufweist, um von oben her übergestülpt
zu werden. Wesentlich bei der Warnbekleidung ist es, dass eine ausreichend große Rücken-
und Brustfläche vorgesehen ist, um eine gute Erkennbarkeit einer mit der Warnbekleidung
versehenen Person zu ermöglichen. Offene Seiten der Warnbekleidung, d.h. bei einer
Weste die Vorderseite und bei einem Poncho die Seitenflanken können durch wenigstens
ein Gummiband, durch einen Klettverschluss, durch Bänder oder Schnüre oder durch ähnliches
geschlossen werden. Es kann eine umlaufende Seil- oder Riemenanordnung vorgesehen
sein, die weit genug ist, um ein Überwerfen oder Überstülpen der Warnbekleidung zu
ermöglichen. Nach dem Überwerfen oder Überstülpen wird die Seil- oder Riemenanordnung
im Hüft- oder Brustbereich zugezogen. In Ausgestaltung der Erfindung ist das lichtreflektierende
Muster retroreflektierend gestaltet. Dies bedeutet, dass eine Reflektion weitgehend
unabhängig von einer Ausrichtung des Reflektors zumindest weitgehend in Richtung der
Strahlungsquelle erfolgt. In vorteilhafter Weise erfolgt die Retroreflektion gemäß
der deutschen Industrienorm DIN EN471.
[0007] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.
- Fig. 1
- zeigt in verschiedenen Schritten eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Warnweste
zwischen einem aufgefalteten Funktionszustand und einem zusammengefalteten Transportzustand,
- Fig. 2
- schematisch unterschiedliche Verpackungen für eine Warnweste nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Packungsanordnung aus mehreren zylindrischen Verpackungen nach Fig. 2,
- Fig. 4
- eine weitere Packungsanordnung aus mehreren Verpackungen mit dreieckigem Querschnitt
nach Fig. 2 und
- Fig. 5a und 5b sowie 6a und 6b
- in vergrößerter Darstellung perspektivische Ausschnitte einer Warnbekleidung nach
Fig. 1.
[0008] Eine Warnweste 1 nach Fig. 1 ist aus einem einlagigen, dünnen und flexiblen Kunststofffolienmaterial
hergestellt und mit einem klassischen Warnwestenzuschnitt versehen. Die Warnweste
weist zwei in einem Bauch- und Rückenbereich umlaufende, lichtreflektierende Streifen
2 auf, die auf das Kunststofffolienmaterial aufgedruckt sind. Das Kunststofffolienmaterial
der Warnweste 1 ist derart dünn ausgeführt, dass die Warnweste zusammengefaltet werden
kann und in zusammengefaltetem Zustand (in Pfeilrichtung die letzte Darstellung) ein
Packungsvolumen von 1 cm Höhe, 4 cm Breite und 9 cm Länge aufweist. Damit ergibt sich
ein Packungsvolumen von 36 cm
3.
[0009] Alternativ kann die Warnweste 1 auch in eine andere geometrische Form zusammengefaltet
werden. Schließlich ist es auch möglich, die Warnweste 1 zunächst auf die Hälfte ihrer
Höhe zusammenzufalten und anschließend die einmal gefaltete Warnweste 1 zusammenzurollen,
wodurch sich ein zylinderartig zusammengerollter Zustand ergibt.
[0010] Anhand der Fig. 2 sind vier unterschiedliche Verpackungen 4a bis 4d vorgesehen, die
alle ein Aufnahmevolumen von 36 cm
3 aufweisen. Die Verpackung 4a stellt eine Quaderform mit geringer Breite und großer
Höhe dar. Die Verpackung 4b besitzt ebenfalls Quaderform mit geringer Höhe und größerer
Breite. Die Verpackung 4c stellt eine Zylinderform dar. Die Verpackung 4d weist einen
dreieckigen Querschnitt auf. Alle Verpackungen sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einem formstabilen Papp- oder Kunststoffmaterial nach Art einer Schachtel hergestellt.
Sie sind derart gestaltet, dass die Warnweste in entsprechend zusammengelegtem, d.h.
zusammengefalteten oder zusammengerollten Zustand, in die Verpackung eingebracht werden
kann. Anschließend kann die Verpackung geschlossen werden. Jede der dargestellten
Verpackungen 4a bis 4d ist für die Einmalbenutzung gestaltet. Dies bedeutet, dass
die Verpackung 4a bis 4d für eine entsprechende Benutzung der Warnweste 1 aufgerissen,
aufgeschnitten oder in anderer Art und Weise zerstört und anschließend entsorgt wird.
[0011] Anhand der Fig. 3 und 4 sind zwei Ausführungsformen für Packungsanordnungen mit jeweils
insgesamt fünf Verpackungen 4c bzw. 4d gezeigt. Bei der Ausführungsform nach Fig.
3 sind fünf zylindrische Verpackungen 4c in ein Kunststofffolienmaterial hintereinander
aufgereiht eingeschweißt. Zwischen jeweils zwei benachbarten Verpackungen 4c weist
die Packungsanordnung 5 Solltrennlinien 6 auf, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel
als Perforationen ausgeführt sind. Dadurch ist es möglich, bei Bedarf eine oder mehrere
Verpackungen von der Packungsanordnung 5 abzureißen und zu benutzen.
[0012] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind fünf Verpackungen 4d mit dreieckförmigem
Querschnitt in zwei unterschiedlichen Ebenen parallel zueinander angeordnet, wobei
die Verpackungen 4d blockförmig zusammengefügt sind. Hierdurch ergibt sich ein trapezförmiger
Querschnitt mit einer Breite I und einer Höhe h. Bei dem beschriebenen Aufnahmevolumen
von 36 cm
3 für eine Verpackung ergibt sich eine Breite I von 90 mm und eine Höhe h von 30 mm.
Die Verpackungen 4d können in der kompakt zusammengefügten Packungsanordnung gemäß
Fig. 4 durch ein Band oder eine ähnliche Umhüllung miteinander verbunden sein. Alternativ
ist es möglich, die Verpackungen 4d über Klebepunkte oder ähnliche Verbindungspunkte
lösbar miteinander zu verbinden, so dass bei Bedarf eine oder mehrere Verpackungen
von den übrigen Verpackungen 4d abgetrennt werden können, ohne die übrigen Verpackungen
4d zu beschädigen.
[0013] Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 5a und 5b ist eine Warnbekleidung als mehrteiliger
Zuschnitt aus einem Kunststofffolienmaterial hergestellt. Gemäß einer Variante nach
Fig. 5a werden die Zuschnittteile an ihren Rändern durch flächige Überlappung und
Verklebung oder Verschweißung miteinander verbunden. Bei der Variante gemäß Fig. 5b
erfolgt ein Zusammenfügen im Wesentlichen auf Stoß, wobei Randkanten der Zuschnittteile
geringfügig rechtwinklig umgebogen werden, um eine bessere Verschweißung oder Verklebung
der Randkanten miteinander zu ermöglichen. Die Fügevariante gemäß Fig. 5b ermöglicht
ein besonders einfaches und schnelles Entfalten einer Warnbekleidung aus dem zusammengelegten
Zustand. Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform nach den Fig. 6a und 6b ist ein
Textilbahn- oder Kunststofffolienmaterial der Warnbekleidung mit einer dreidimensionalen
Strukturierung versehen, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch einkalandrierte,
pyramidenartige Vertiefungen ausgeführt ist. Anhand der Schnittdarstellung gemäß Fig.
6b ist die Dimensionierung dieser Vertiefungen im Vergleich zur Dicke des Textilbahn-
oder Kunststofffolienmaterials erkennbar. Eine Vertiefung entspricht demnach in ihrer
Tiefe etwa einer ein bis dreifachen Dicke des Textilbahn- oder Kunststofffolienmaterials.
Eine Breite jeder pyramidenartigen Vertiefung entspricht vorzugsweise einer drei-
bis fünffachen Dicke des Textilbahn- oder Kunststofffolienmaterials. Die pyramidenartigen
Vertiefungen sind in mehreren Reihen und in gleichmäßigen Abständen über eine Oberfläche
des Zuschnittes der Warnbekleidung verteilt angeordnet.
1. Warnbekleidung für einen Nutzer eines Kraftfahrzeugs mit wenigstens einem lichtreflektierenden
Muster, wobei die Warnbekleidung (1) aus einem einlagigen Textilbahn- oder Kunststofffolienmaterial
hergestellt ist, dessen Dicke so gering bemessen ist, dass die Warnbekleidung auf
ein Packungsvolumen aus einem Bereich von 20 cm3 bis 50 cm3 zusammenlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Zuschnittteil aus dem Textilbahn- oder Kunststofffolienmaterial mit
einer dreidimensionalen Strukturierung, insbesondere einer Anordnung von Einprägungen,
versehen ist, wobei insbesondere die Strukturierung ein über die Oberfläche des Zuschnittteiles
verteilt angeordnetes Muster von pyramidenförmigen Einprägungen aufweist.
2. Warnbekleidung nach Anspruch 1, dass das lichtreflektierende Muster retroreflektierend
gestaltet ist.
1. Warning clothing for a user of an automotive vehicle, having at least one light reflecting
pattern, wherein the warning clothing (1) is produced from a single-layer textile
sheet or synthetic film material, the thickness thereof being dimensioned small enough
that the warning clothing is foldable to a package volume in a range of 20 cm3 to 50 cm3,
characterized in that
at least one cut piece from the textile sheet or synthetic film material is provided
with a three-dimensional structuring, in particular an arrangement of impressions,
wherein in particular the structuring includes a pattern of pyramidal impressions
distributed over the surface of the cut piece.
2. Warning clothing according to claim 1, characterized in that the light reflecting pattern is configured to be retroreflecting.
1. Vêtement de signalisation pour l'utilisateur d'un véhicule automobile, comprenant
au moins un motif reflétant la lumière, dans lequel le vêtement de signalisation (1)
est produit à partir d'un matériau à une couche de panneau textile ou film synthétique,
l'épaisseur duquel est dimensionnée assez faible que le vêtement de signalisation
peut être plié dans un volume d'emballage dans une plage de 20 cm
3 à 50 cm
3,
caractérisé en ce que
au moins une pièce découpée du matériau de panneau textile ou film synthétique est
- fournie d'une structuration tridimensionnelle, en particulier un arrangement d'impressions,
dans lequel en particulier la structuration comprend un motif d'impressions pyramidales
réparti sur la surface de la pièce découpée.
2. Vêtement de signalisation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le motif reflétant la lumière est configuré pour rétroréflexion.