[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türgriff zur, insbesondere horizontalen,
Montage an einer Möbeltür, insbesondere einer Kühlmöbeltür.
[0002] Türgriffe zur horizontalen Montage an Kühlmöbeltüren, wie z. B. an Kühl- oder Gefrierschranktüren
sind aus dem Stand der Technik bekannt. So beschreibt beispielsweise
DE 197 51 310 A1 einen einstückigen Türgriff, welcher mit einem Befestigungselement an der Tür kombiniert
ist. Durch die mittige Platzierung des Befestigungselements an der Tür soll ein Türanschlagwechsel
erleichtert werden.
[0003] Auf Grund der Tatsache, dass die in der Regel bombierten Türen der Kühl- bzw. Gefrierschranktüren
- je nach Modell bzw. Hersteller - unterschiedliche Breiten aufweisen, müssen auch
unterschiedlich lange Türgriffe gefertigt werden. Jede Anpassung der Türgriffe an
eine neue Türbreite erfordert jedoch erheblichen technischen und damit auch finanziellen
Aufwand.
[0004] Ebenfalls ist es bei den Türgriffen aus dem Stand der Technik in der Regel mit erheblichem
Aufwand verbunden, wenn Designvarianten, insbesondere aus unterschiedlichen Werkstoffen,
hergestellt werden sollen. Formwerkzeuge zum plastischen Formen eines solchen einteiligen
Türgriffs sind in der Regel für den verwendeten Werkstoff spezifisch, d.h. Formwerkzeuge,
die zur Herstellung des Türgriffs aus einer bestimmten Kunststoffzusammensetzung taugen,
sind nicht brauchbar für die Herstellung eines Türgriffs mit gleicher Gestalt aus
Metall oder aus einem anderen Kunststoffmaterial. Selbst der Austausch eines dem verwendeten
Kunststoff zugesetzten Farbstoffs kann zu Formabweichungen führen, die die fertigen
Griffe für die ihnen zugedachte Funktion ungeeignet machen.
[0005] Flexiblere Möglichkeiten zur Gestaltung des Türgriffs, insbesondere hinsichtlich
der Wahl des Werkstoffs, ergeben sich bei einem mehrteiligen Türgriff nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, wie insbesondere in
DE 196 50 776 A1 beschrieben.
[0006] Dieses Dokument beschreibt einen Türgriff mit einem langgestreckten Griffmittelstück
und zwei in das Griffmittelstück eingreifenden, seitlich von diesem abstehenden Griffendstücken,
die zur Befestigung an einer Kühlmöbeltür vorgesehen sind. Insbesondere Fig. 3 dieses
Dokuments zeigt ein Griffendstück in Form eines zylindrischen Steckerelements, von
dem eine flache Zunge radial absteht. Das Griffmittelstück weist eine zu dem Steckerelement
komplementäre Aufnahme auf, deren Wand seitlich geschlitzt ist, um die Zunge durchzulassen.
Der seitliche Schlitz beeinträchtigt die Belastbarkeit des Griffmittelstücks durch
seitlichen Zug, wenn die Tür geöffnet wird. Ein dauerhafter Griff erfordert daher
eine hohe Wandstärke der Hülse und führt zu hohen Materialkosten.
[0007] Die Offenlegungsschrift
GB 225 971 A zeigt einen Türgriff mit einem Aluminiumrohr, wobei an gegenüberliegenden Enden des
Aluminiumrohrs jeweils ein Endstück angeordnet ist.
[0008] Die Offenlegungsschrift
DE 34 36 990 A1 zeigt einen Bausatz für griffartige Beschläge. Die Offenlegungsschrift
US 5 144 718 A offenbart einen Türgriff zum Öffnen und Schließen einer Tür, wobei der Türgriff ein
längliches, hohles Griffelement, zwei Anschlusselemente sowie zwei elastische, rohrförmige
Zwischenstücke aufweist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türgriff zur, insbesondere horizontalen,
Montage an einer Möbeltür, insbesondere einer Kühlmöbeltür, zu schaffen, welcher die
Nachteile des Standes der Technik überwindet, insbesondere die gestalterische Flexibilität
eines mehrteilig aufgebauten Griffs mit ökonomischem Materialeinsatz verbindet.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Türgriff gemäß Anspruch 1.
Der erfindungsgemäße Türgriff zur, insbesondere horizontalen, Montage an einer Möbeltür,
insbesondere einer Kühlmöbeltür, umfasst ein langgestrecktes Griffmittelstück, welches
aus einem hohlen Strangpressprofil hergestellt ist, und umfasst zwei Griffendstücke,
die am Griffmittelstück fixiert sind durch Einfügen eines Steckerelements in eine
Aufnahme des Griffmittelstücks, wobei die Griffendstücke das Griffmittelstück in seiner
Längsrichtung verlängernd an diesem angebracht sind und wobei die Aufnahme eine auf
ihrer gesamten Länge durchgehende Umfangswand aufweist, wobei eines der Griffendstücke
abgewinkelt ausgebildet und mit einer im Wesentlichen senkrecht zum Griffmittelstück
verlaufenden Abflachung versehen ist, welche als Anlagefläche beim Befestigen des
Türgriffs an einer Seitenfläche der Möbeltür dient, wobei die Abflachung eine Durchgangsbohrung
aufweist
[0011] Indem also im Gegensatz zu
DE 196 50 776 A1 die Griffendstücke jeweils über die Enden des Griffmittelstücks hinausragen, entfällt
die Notwendigkeit, wie in diesem Dokument die Umfangswand der Aufnahme zu schlitzen,
um die Griffendstücke hinausführen zu können. D. h., auch wenn wie in diesem Dokument
das Steckerelement am Griffendstück und die Buchse am Griffmittelstück gebildet sind,
entfällt die Abschwächung des Griffmittelstücks durch den Schlitz, und eine gute Festigkeit
und Belastbarkeit des Griffs kann mit einer geringeren Wandstärke der Aufnahme erreicht
werden.
[0012] Durch die Tatsache, dass der Türgriff aus mindestens drei Bauteilen besteht, können
beispielsweise in einfacher Weise Designvarianten von Türgriffen gefertigt werden,
indem z. B. für die unterschiedlichen Bauteile unterschiedliche Materialien verwendet
werden. So kann das Griffmittelstück beispielsweise aus Aluminium, Edelstahl oder
Kunststoff bestehen. Auch die Griffendstücke können aus verschiedenen Materialien
bestehen, wobei Kunststoff, insbesondere PA6 GK30, bevorzugt ist, da dadurch im montierten
Zustand Beschädigungen der Türbleche vermieden werden können. Zudem können die einzelnen
Bauteile verschiedene Farben aufweisen.
[0013] Erfindungsgemäß ist, das Griffmittelstück aus einem Profilmaterial, nämlich einem
Strangpressprofil, herzustellen. Dadurch ist es möglich, Längenvarianten des Türgriffs
herstellen, indem lediglich das Griffmittelstück an die gewünschte Länge durch geeignetes
Ablängen aus dem Profilmaterial angepasst wird. Die Größen der Griffendstücke können
dagegen unverändert bleiben.
[0014] Erfindungsgemäß ist das Griffmittelstück hohl ausgebildet. Dies bringt z. B. eine
signifikante Materialeinsparung trotz hoher Stabilität.
[0015] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türgriffs weist
das Griffmittelstück einen geraden Verlauf auf und ist nicht gebogen. Dies bewirkt
erhebliche Vorteile bei der Montage des Griffmittelstückes mit den Griffendstücken
und reduziert den Teilepreis, da die Griffmittelstücke nur abgelängt und nicht gebogen
werden müssen. Erfindungsgemäß ist eine der Aufnahmen am Griffmittelstück und ein
dazu komplementäres Steckerelement an einem der Endstücke vorgesehen. Insbesondere
kann der innere Hohlraum eine solche Buchse bilden.
[0016] Wenn die Steckrichtung von Steckerelement und Aufnahme parallel zur Längsrichtung
des Griffmittelstücks ist, so wirken von einem Benutzer beim Öffnen der Tür ausgeübte
Zugkräfte quer zur Steckrichtung und bewirken kein Verrutschen der Griffstücke gegeneinander
und keine Lockerung.
[0017] Vorzugsweise ist das Steckerelement an seiner Basis von einem umlaufenden Vorsprung
umgeben. Ein solcher Vorsprung kann beim Zusammenbau des Türgriffs als Anschlag für
die Aufnahme des jeweils anderen Griffstücks dienen.
[0018] Zweckmäßig ist auch, wenn die Außenkontur des Griffmittelstücks an einem von dessen
Längsenden kontinuierlich in die Außenkontur des daran anschließenden Griffendstücks
übergeht. so lässt sich die Länge des Türgriffs, auf der dieser bequem mit der Hand
gefasst werden kann, über die Länge des Griffmittelstücks hinaus verlängern.
[0019] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türgriffs weist mindestens
eines, vorzugsweise eines, der Griffendstücke einen Halteknebel, zur formschlüssigen
Verbindung mit der Möbeltüre auf. Dies erleichtert die Montage des Griffes an der
Tür, indem der Halteknebel an einer Seite lediglich mit einem passenden Befestigungselement
an der Tür verbunden (zusammengesteckt) werden muß. Durch die formschlüssige Verbindung
kann der Griff auch einfach wieder entfernt werden.
[0020] Erfindungsgemäß weist mindestens eines der Griffendstücke mindestens eine Durchgangsbohrung,
insbesondere zur Einbringung mindestens eines Befestigungsmittels zur Befestigung
an die Möbeltüre, auf. Die genannten Befestigungsmittel sind in der Regel Schrauben.
[0021] Die Erfindung betrifft weiterhin einen Bausatz eines erfindungsgemäßen Türgriffes
mit einem Griffmittelstück und zwei Griffendstücken. Mit diesem Bausatz können auf
einfache Weise unterschiedliche Design- und Längenvarianten von Griffen, insbesondere
von Griffen für Kühlgeräte, hergestellt werden.
[0022] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Türgriffes, wobei die beiden Griffendstücke sowie das Griffmittelstück getrennt hergestellt
und anschließend zusammengefügt werden und die Länge des Griffes durch die Länge des
Griffmittelstückes bestimmt wird, welches durch Ablängen, z. B. durch Absägen, aus
einem Ausgangsmaterial hergestellt wird. Das Ausgangsmaterial weist in der Regel bereits
die Querschnittsform des Griffmittelstücks auf, sodass nach dem Ablängen des gewünschten
Griffmittelstücks keine größeren Nachbehandlungen mehr nötig sind.
[0023] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen und
den Unteransprüchen. Hierbei können die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein
oder in Kombination miteinander verwirklicht sein.
[0024] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Türgriffes,
- Figur 2:
- eine perspektivische Darstellung eines Griffmittelstücks eines erfindungsgemäßen Türgriffes,
welches mit einem Griffendstück verbunden ist,
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung eines Griffendstückes eines erfindungsgemäßen Türgriffes,
- Figur 4:
- eine perspektivische Darstellung eines Ausschnittes einer Kühlgerätetür mit einem
frontseitig festgesetzten Befestigungselement zur Halterung des aus seiner Befestigungsposition
gelösten erfindungsgemäßen Türgriffes,
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Öffnung des Befestigungselements
nach Figur 4 mit eingefügtem Halteknebel.
[0025] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Türgriffs 1. Der gezeigte Türgriff weist ein Griffmittelstück 2 auf, welches einen
geraden Verlauf zeigt. Das Griffmittelstück 2 ist an seinen Stirnseiten jeweils mit
einem Griffendstück 3, 4 kraftschlüssig verbunden. Dabei schließen das Griffmittelstück
2 und die beiden Griffendstücke 3, 4 bündig miteinander ab, d.h. sie gehen ohne Diskontinuität
ihrer Querschnittsform ineinander über.
[0026] Das Griffendstück 3 weist einen gebogenen Verlauf auf und schließt mit dem Griffmittelstück
2 einen stumpfen Innenwinkel ein. Das dem Griffmittelstück 2 abgewandte Ende des Griffendstücks
3 weist eine ebene, die Form eines abgerundeten Schildes aufweisende Fläche 5 auf.
Diese Fläche 5 ist im wesentlichen parallel zum Griffmittelstück 2 angeordnet. Die
Fläche 5 weist eine größere Fläche auf als die Querschnittsfläche des anderen Endes
des Griffendteils 3. Relativ im Zentrum der Fläche 5 befindet sich ein Halteknebel
6 zur Halterung des Türgriffs 1 an einer Tür. Dieser Halteknebel 6 ist einstückig
mit dem Griffendteil 3 verbunden und weist einen Sockel 7 und einen Querbalken 8,
welcher mit dem Sockel 7 einstückig verbunden ist, auf. Der Sockel 7 weist eine rechteckige
Grundfläche 9 und eine parallel zu dieser verlaufende Deckfläche 10 auf. Auch die
Deckfläche 10 ist rechteckig ausgebildet und weist die selbe Breite, aber eine geringere
Länge als die Grundfläche 9 auf. Die dem Griffmittelstück 2 zugewandte Schmalkante
11 der Grundfläche 9 ist mit der dem Griffmittelstück 2 zugewandten Schmalkante 12
der Deckfläche 10 über die bogenförmige Schmalseite 13 verbunden.
[0027] Der mit dem Sockel 7 einstückig verbundene Querbalken 8 weist die Form eines Keiles
auf. Die obere Kante 14 des Querbalkens 8, welche die Spitzkante des Keiles darstellt,
fällt teilweise mit der dem Griffmittelstück 2 abgewandten Schmalkante 12a der Deckfläche
10 zusammen, wobei die Kante 14 etwa die dreifache Länge wie die Schmalkante 12 bzw.
12a aufweist, so dass die Kante 14 links und rechts von der Schmalkante 12a hinaus
ragt. Der Querbalken 8 weist eine ebene, dem Sockel 7 abgewandte Vorderseite (in der
Zeichnung nicht dargestellt) und eine bogenförmige Rückseite 15 auf, über die der
Querbalken 6 mit dem Sockel 7 verbunden ist.
[0028] Das Griffendstück 4 weist ebenfalls einen gebogenen Verlauf auf. Das Griffendstück
4 weist an seinem, dem Griffmittelstück abgewandten Ende einen abgeflachten Bereich
16 auf, welcher wenigstens eine Durchgangsbohrung 17 zur Einführung eines Befestigungsmittels,
insbesondere einer Schraube, aufweist.
[0029] Im vorliegende Ausführungsbeispiel bestehen die Griffendstücke 3, 4 aus Kunststoff
und das Griffmittelstück besteht aus Aluminium.
[0030] Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung des Griffmittelstücks 2 des erfindungsgemäßen
Türgriffes von Figur 1, welches nur mit einem Griffendstück, nämlich mit dem Griffendstück
3 aus Figur 1 verbunden ist.
[0031] Das Griffmittelstück 2 hat einen, als Aufnahme dienenden inneren Hohlraum 35 und
ist an den Stirnseiten offen. Das Griffmittelstück zeigt eine obere, stärker gebogene
Seite 18 und eine untere, weniger stark gebogene Seite 19, die durch die Schmalseiten
20 miteinander verbunden sind.
[0032] Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Griffendstücks 3 der Figuren 1
oder 2 im nicht montierten Zustand. Das Griffendstück 3 weist auf der mit dem Griffmittelstück
zu verbindenden Seite ein Steckerelement 21 auf, welches vom Rest des Griffendstückes
3 durch einen umlaufenden Vorsprung 36 abgesetzt ist und somit eine kleinere Querschnittsfläche
aufweist als der Rest des Griffendstückes 3. Dieses Steckerelement 21 hat dieselbe
Querschnittsfläche wie der innere Hohlraum 35 des Griffmittelstücks 2 aus Figur 1
oder 2 (stärker gebogene Oberseite, weniger stark gebogene Unterseite, zwei verbindende
Schmalseiten), so dass im montierten Zustand der Figs. 1 und 2 der umlaufende Vorsprung
36 durch das Griffmittelstück 2 vollständig verdeckt ist und die Griffstücke 2, 3
ohne Unstetigkeit des Querschnitts aneinandergrenzen. Aufgrund der Kongruenz von Steckerelement
21 und Hohlraum 35 kann das Steckerelement 21 in den als Aufnahme fungierenden Hohlraum
35 des Griffmittelstückes 2 gepresst werden, wodurch eine kraftschlüssige Verbindung
entsteht. Des weiteren weist der Einführabschnitt 21 eine Rillung 22 auf, welche die
kraftschlüssige Verbindung verstärkt.
[0033] Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausschnittes einer Kühlgerätetür
23 mit einem frontseitig festgesetzten Befestigungselement 24 zur Halterung des aus
seiner Befestigungsposition gelösten erfindungsgemäßen Türgriffs 1.
[0034] Die Kühlgerätetür 23 weist eine Außenverkleidung 25 auf, die den als Sichtfläche
dienenden Außenmantel der Tür 23 bildet. Außerdem ist die Tür 23 an ihrer dem Kühlraum
zugewandten Seite mit einer Innenverkleidung 26 ausgestattet, an welche sich eine
aufgeschäumte Wärmeisolationsschicht 27 anschließt.
[0035] Die Außenverkleidung 25 ist an ihren im Einbauzustand der Tür 23 vertikal verlaufenden
Seitenflächen 28 mit einer Befestigungsaufnahme, die in der Zeichnung nicht dargestellt
ist, versehen, welche z.B. als verstärkt ausgeführter Gewindedurchzug ausgebildet
ist. Ferner ist die Außenverkleidung 25 an ihrer Frontseite 29 mit einem ovalen Durchbruch
30 ausgestattet. Der Durchbruch 30 dient zur Aufnahme eines hohlkörperähnlichen Befestigungselementes
24, welches in die Wärmeisolationsschicht 27 ragt und welches im Durchbruch 30 sowohl
durch die Wärmeisolationsschicht 27 als auch durch nicht gezeigte Maßnahmen sowohl
form- als auch kraftschlüssig festgesetzt ist. Das Befestigungselement 24 schließt
im Einbauzustand mit der Außenseite seines Deckels 31 bündig mit der Frontseite 29
der Außenverkleidung 25 ab. Der Deckel ist mit einer kreuzförmigen Öffnung 32 versehen,
die zur Aufnahme des Halteknebels 6 und damit zur Halterung des Griffes 1 dient. Der
Halteknebel 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel hinsichtlich seiner Form, Länge und
Breite so bemessen, dass er sich in die Öffnung 32 mit geringem Spiel einfügen lässt
und anschließend in dem Befestigungselement 24 parallel zur Frontseite 29 so weit
verschiebbar ist, dass der Querbalken 8 des Knebels 6 mit der Öffnung außer Deckung
kommt, so dass eine formschlüssige Verbindung hergestellt werden kann. Die bogenförmige
Schmalseite 13 dient einem erleichterten Einfügen des Halteknebels 6 in die Öffnung
32, indem der Halteknebel 6 entlang der bogenförmigen Schmalseite 13 am Rand der Öffnung
32 in diese hineingleiten kann.
[0036] Es versteht sich, dass hier zur Erreichung einer formschlüssigen Verbindung verschiedene
Formen von Halteknebeln und dazu passenden Befestigungselementen vorgesehen sein können.
Es ist auch vorstellbar, dass das Befestigungselement mit einer Befestigungsaufnahme
zum Einbringen einer Gewindeschraube versehen ist, welche das Griffendstück 3 durchdringt
und in die Befestigungsaufnahme einzudringen vermag.
[0037] Das Griffendstück 4 ist abgewinkelt ausgebildet und mit einer im Wesentlichen senkrecht
zum Griffmittelstück 2 verlaufenden Abflachung 16 versehen, welche als Anlagefläche
beim Befestigen des Türgriffes 1 an der Seitenfläche 28 dient. Die Abflachung weist
eine Durchgangsbohrung 17 auf.
[0038] Zur Befestigung des Türgriffes 1 an der Tür 23 wird zunächst der Halteknebel 6 in
das Befestigungselement 24 eingefügt und durch einen anhand von Figur 5 beschriebenen
Mechanismus formschlüssig mit diesem verbunden.
[0039] Zur weiteren Halterung und endgültigen Fixierung des Türgriffes 1 an der Tür 23 wird
in die Durchgangsbohrung 17 eine Befestigungsschraube 33 eingebracht, welche in eine
als Muttergewinde ausgebildete Befestigungsaufnahme an der Seitenfläche 28 einzugreifen
vermag, wodurch nicht nur das Griffendstück 4 an der Seitenfläche 28 dreidimensional
festgesetzt ist, sondern auch der Halteknebel 6 daran gehindert ist, sich aus seinem
Formschluss zu lösen.
[0040] Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Öffnung 32 des
Befestigungsmittels 24 mit eingefügtem Halteknebel 6. Zur endgültigen formschlüssigen
Fixierung des Türgriffs 1 im Befestigungselement 24 wird der Türgriff in Richtung
des Pfeiles I bewegt bis der Querbalken 8 an der Begrenzung 34 der Öffnung 32 anschlägt.
1. Türgriff (1) zur, insbesondere horizontalen, Montage an einer Möbeltür (23), insbesondere
einer Kühlmöbeltür, mit einem langgestreckten Griffmittelstück (2), welches aus einem
hohlen Strangpressprofil hergestellt ist, und mit zwei Griffendstücken (3,4), die
am Griffmittelstück (2) fixiert sind durch Einfügen eines Steckerelements (21) in
eine Aufnahme (35) des Griffmittelstücks (2), wobei die Griffendstücke (3, 4) das
Griffmittelstück (2) in seiner Längsrichtung verlängernd an diesem angebracht sind
und wobei die Aufnahme (35) eine auf ihrer gesamten Länge durchgehende Umfangswand
aufweist, wobei eines der Griffendstücke (4) abgewinkelt ausgebildet und mit einer
im Wesentlichen senkrecht zum Griffmittelstück (2) verlaufenden Abflachung (16) versehen
ist, welche als Anlagefläche beim Befestigen des Türgriffs (1) an einer Seitenfläche
(28) der Möbeltür (23) dient, wobei die Abflachung (16) eine Durchgangsbohrung (17)
aufweist.
2. Türgriff (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffmittelstück (2) einen geraden Verlauf aufweist.
3. Türgriff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (35) an dem Mittelstück und ein zu der Aufnahme komplementäres Steckerelement
(21) an jedem der Griffendstücke (3, 4) gebildet ist.
4. Türgriff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckrichtung von Aufnahme (35) und Steckerelement (21) parallel zur Längsachse
des Griffmittelstücks (2) ist.
5. Türgriff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckerelement (21) an seiner Basis von einem umlaufenden Vorsprung (36) umgeben
ist, der einen Anschlag für die Aufnahme (35) bildet.
6. Türgriff (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckerelement (21) eine Rillung (22) aufweist.
7. Türgriff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur des Griffmittelstücks (2) kontinuierlich in die eines Griffendstücks
(3, 4) übergeht.
8. Türgriff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Griffendstücke (3,4) einen Halteknebel (6) zur formschlüssigen
Verbindung mit der Möbeltüre (23) aufweist.
9. Bausatz eines Türgriffes (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei zur Herstellung
von Längenvarianten des Türgriffs (1) das Griffmittelstück (2) an eine gewünschte
Länge, durch geeignetes Ablängen aus dem Profilmaterial, anpassbar ist, bestehend
aus einem Griffmittelstück (2), welches durch Ablängen aus einem Ausgangsmaterial
hergestellt wird, und zwei Griffendstücken (3, 4), deren Größen unverändert bleiben.
10. Verfahren zur Herstellung eines Türgriffes (1) oder Bausatzes nach einem der Ansprüche
1 bis 9, wobei die beiden Griffendstücke (3,4) einzeln geformt werden, und wobei die
beiden Griffendstücke (3, 4) sowie das Griffmittelstück (2) getrennt hergestellt und
anschließend zusammengefügt werden, und wobei die Länge des Türgriffs (1) durch die
Länge des Griffmittelstücks (2) bestimmt wird, welches durch Ablängen aus dem Ausgangsmaterial
hergestellt wird, wobei das Ausgangsmaterial in der Regel bereits die Querschnittsform
des Griffmittelstücks (2) aufweist und das Griffmittelstück (2) in einer vorgegebenen
Länge von einem Profilstrang geschnitten wird.
1. Door handle (1) for assembly, in particular horizontal assembly, on a furniture door
(23), in particular a refrigeration furniture door, with a longitudinally extended
handle centre piece (2), which is produced from a hollow extruded profile, and with
two handle end pieces (3, 4), which are fixed to the handle centre piece (2) by inserting
a plug element (21) into a recess (35) of the handle centre piece (2), wherein the
handle end pieces (3, 4) are attached to the handle centre piece (2) so as to extend
it in its longitudinal direction and wherein the recess (35) has a circumferential
wall passing through its entire length, wherein one of the handle end pieces (4) is
embodied at an angle and is provided with a flat area (16) running essentially perpendicularly
to the handle centre piece (2), which flat area (16) serves as a contact area when
fastening the door handle (1) to a side surface (28) of the furniture door (23), wherein
the flat area (16) has a through hole (17).
2. Door handle (1) according to claim 1, characterised in that the handle centre piece (2) has a straight profile.
3. Door handle (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the recesses (35) are formed on the centre piece and a plug element (21) on each
of the handle end pieces (3, 4) which complements the recess.
4. Door handle (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the plug-in direction of recess (35) and plug element (21) is parallel to the longitudinal
axis of the handle centre piece (2).
5. Door handle (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the plug element (21) is surrounded at its base by a circumferential projection (36),
which forms an abutment for the recess (35).
6. Door handle (1) according to one of claims 4 or 5, characterised in that the plug element (21) has a groove pattern (22).
7. Door handle (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the outer contour of the handle centre piece (2) transitions continuously into the
one handle end piece (3, 4).
8. Door handle (1) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one of the handle end pieces (3, 4) has a retaining knob (6) for the form-fit
connection to the furniture door (23).
9. Assembly set of a door handle (1) according to one of claims 1 to 8, wherein in order
to produce longitudinal variants of the door handle (1), the handle centre piece (2)
is able to be adjusted to a desired length, by suitably cutting to length from the
profile material, consisting of a handle centre piece (2), which is produced by cutting
to length from a source material, and two handle end pieces (3, 4), whose sizes remain
unchanged.
10. Method for producing a door handle (1) or assembly set according to one of claims
1 to 9, wherein the two handle end pieces (3, 4) are moulded individually, and wherein
the two handle end pieces (3, 4) and the handle centre piece (2) are produced separately
and are subsequently assembled, and wherein the length of the door handle (1) is determined
by the length of the handle centre piece (2), which is produced by cutting to length
from the source material, wherein the source material as a rule already has the cross-sectional
shape of the handle centre piece (2) and the handle centre piece (2) is cut to a predefined
length from a profile strand.
1. Poignée de porte (1) pour le montage, notamment horizontal, sur une porte de meuble
(23), notamment une porte de meuble frigorifique, comprenant une partie centrale (2)
de poignée allongée, laquelle est fabriquée à partir d'un profilé extrudé creux, et
comprenant deux parties terminales (3, 4) de poignée, qui sont fixées sur la partie
centrale (2) de poignée et par insertion d'un élément d'emboîtement (21) dans un logement
(35) de la partie centrale (2) de poignée, les parties terminales (3, 4) de poignée
étant placées sur la partie centrale (2) de poignée en prolongeant celle-ci dans sa
direction en longueur, et le logement (35) présentant une paroi circonférentielle
continue sur toute sa longueur, une des parties terminales (4) de poignée étant réalisée
de manière angulaire et munie d'un aplatissement (16) s'étendant essentiellement perpendiculairement
à la partie centrale (2) de poignée, lequel aplatissement sert de surface d'appui
lors de la fixation de la poignée de porte (1) sur une surface latérale (28) de la
porte de meuble (23), l'aplatissement (16) présentant un trou de passage (17).
2. Poignée de porte (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie centrale (2) de poignée présente une allure rectiligne.
3. Poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les logements (35) sont réalisés sur la partie centrale et en ce qu'un élément d'emboîtement (21) complémentaire au logement est réalisé sur chacune des
parties terminales (3, 4) de poignée.
4. Poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la direction d'emboîtement du logement (35) et de l'élément d'emboîtement (21) est
parallèle à l'axe longitudinal de la partie centrale (2) de poignée.
5. Poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément d'emboîtement (21) est entouré sur sa base par une saillie (36) périphérique
qui forme une butée pour le logement (35).
6. Poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisée en ce que l'élément d'emboîtement (21) présente une rainure (22).
7. Poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le contour extérieur de la partie centrale (2) de poignée se transforme de manière
continue en celui d'une partie terminale (3,4) de poignée.
8. Poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une des parties terminales (3, 4) de poignée présente une manette de maintien
(6) pour la liaison par adhérence de forme avec la porte de meuble (23).
9. Kit de montage d'une poignée de porte (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, la partie centrale (2) de poignée, pour la fabrication de variantes en longueur
de la poignée de porte (1), étant adaptable à une longueur souhaitée par coupure appropriée
de la matière profilée, consistant en une partie centrale (2) de poignée, laquelle
est fabriquée par coupure d'une matière de départ, et en deux parties terminales (3,
4) de poignée dont les tailles restent inchangées.
10. Procédé de fabrication d'une poignée de porte (1) ou d'un kit de montage selon l'une
quelconque des revendications 1 à 9, les deux parties terminales (3, 4) de poignée
étant formées individuellement, et les deux partie terminales (3, 4) de poignée ainsi
que la partie centrale (2) de poignée étant fabriquées séparément et ensuite assemblées,
et la longueur de la poignée (1) étant déterminée par la longueur de la partie centrale
(2) de poignée, laquelle est fabriquée à partir de la matière de départ en la coupant
à la longueur voulue, la matière de départ présentant, en général, déjà la forme de
la section transversale de la partie centrale (2) de poignée, et la partie centrale
(2) de poignée étant coupée dans une barre profilée à une longueur prédéfinie.