[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur, insbesondere eine Waschtischarmatur,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei bekannten Sanitärarmaturen wird ein Wasserauslaufgehäuse mit einem Einsteckstutzen
von oben beispielsweise in eine Öffnung eines Waschtisches eingesteckt. Das Funktionsbauteil,
beispielsweise ein Ventilblock und ein daran befestigter Mischblock, wird von unten
an dem Einsteckstutzen befestigt. Der Monteur benötigt üblicherweise zum Halten des
Funktionsbauteils beide Hände, da das Funktionsbauteil oft sehr schwer und unhandlich
und im Verhältnis zum Einbauraum relativ groß ist. Darüber hinaus ist der Bereich
unterhalb des Waschtisches häufig schlecht zugänglich. Der Monteur hat zum Befestigen,
Justieren und Verschrauben dann allerdings keine Hand mehr frei.
[0003] Die
EP 1 039 043 A2 beschreibt eine Sanitärarmatur mit einer Mutter zu deren Befestigung an einem Waschtisch.
Die Mutter weist Federzungen auf, die derart abgewinkelt sind, dass die Mutter einfach
von unten auf einen Gewindeschaft aufschiebbar ist, jedoch infolge der Rastwirkung
der Federzungen dann von selbst hält. Mittels zweier Schrauben lässt sich die Mutter
dann derart gegen den Waschtisch anlegen, dass die Vorspannung der Federzungen erhöht
wird und so die Sanitärarmatur, welche am Gewindeschaft befestigt ist, an den Waschtisch
spannt.
[0004] Ebenfalls mit der Befestigung von Sanitärarmaturen an einem Waschtisch befassen sich
die
US 2003/0 051 758 A1 und die
US 5 718 464. Dort sind Lösungen angegeben, wie ein Auslaufkörper der Sanitärarmatur drehbar mit
dem Armaturengehäuse verbindbar ist.
[0005] Die
US 4,852,192 A1 zeigt eine Sanitärarmatur, die zur Befestigung an einem Waschtisch einen Einsteckstutzen
aufweist, über welchen von unten teleskopartig ein Befestigungs- und Anschlussteil
axial übergeschoben wird, wobei zwischen dem Einsteckstutzen und dem Befestigungs-
und Anschlussteil ein Dichtring vorgesehen ist. In dieses Befestigungs- und Anschlussteil
wird dann von unten ein Schraubeinsatz eingesetzt, welcher mit einem Innengewinde
des Einsteckstutzens der Sanitärarmatur zusammenarbeitet, um das Befestigungs- und
Anschlussteil gegen den Waschtisch zu pressen.
[0006] Aus der
DE 33 24 603 C1 ist eine Auslaufarmatur bekannt, bei der ein schwenkbarer Auslaufarm ein Einsteckendteil
hat, das unter Verwendung von Dichtringen in einen oberhalb des Waschtisches angeordneten
Auslaufstutzen gesteckt wird. Ein Fixierung in axialer Richtung wird dabei über einen
in eine Radialbohrung des Auslaufstutzen eingeschraubten Zapfen erreicht, der mit
einer Nut des Einsteckendteils zusammenarbeitet.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sanitärarmatur der eingangs genannten
Art so auszugestalten, dass eine schnelle und technisch einfach Montage ermöglicht
wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfingdungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Erfingdungsgemäß
ist also eine Klemmeinrichtung vorgesehen, mit der das Funktionsbauteil mit einem
Handgriff an dem Wasserauslaufgehäuse vorfixiert werden kann, so dass der Monteur
für die anschließende Befestigung, Justage und Verschraubung beide Hände frei hat.
Mit der Spanneinrichtung können anschließend das Wasserauslaufgehäuse und das Funktionsbauteil
gegeneinander verspannt werden. So können auch schwere und in Relation zum Einbauraum
sperrige Funktionsbauteile oder komplizierte Funktionsbauteile mit wenigen Handgriffen
schnell und einfach montiert werden.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst das Funktionsbauteil einen Ventilblock und/oder einen Mischblock.
Ventilblöcke und daran befestigte Mischblöcke sind schwere und unhandliche Bauteile,
die mit der Verbindungseinrichtung besonders einfach mit dem Wasserauslaufgehäuse
verbunden werden können.
[0010] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Klemmeinrichtung folgende
zusammenwirkende Bauteile:
- a) wenigstens eine Klemmfeder;
- b) eine erste an die Klemmfeder angepasste Nut in einem ersten Bauteil, insbesondere
eine Flanschnut in einem mit dem Funktionsbauteil verbundenen Federflansch;
- c) eine zweite an die Klemmfeder angepasste, der ersten Nut zugewandte Nut in einem
relativ zu dem ersten Bauteil verschiebbaren zweiten Bauteil, insbesondere eine Gehäusenut
im Wasserauslaufgehäuse.
[0011] Eine Klemmfeder und Nuten sind technisch besonders einfach realisierbar und robust.
[0012] Um die vorfixierten Bauteile einfach und ohne großen technisch Aufwand miteinander
verspannen zu können, umfasst die Spanneinrichtung wenigstens eine Verbindungsschraube
und ein entsprechendes Gewinde, mit denen das erste Bauteil, insbesondere der Federflansch,
mit dem Funktionsbauteil spannbar verbunden ist.
[0013] Eine deutlich schnellere Montage wird ermöglicht, wenn eine Gewindefeder zur Aufnahme
der Verbindungsschraube vorgesehen ist, in die die Verbindungsschraube ohne zu schrauben
schnell eingesteckt werden kann. Zum Verspannen kann die Verbindungsschraube anschließend
nachgezogen werden.
[0014] Um zu verhindern, dass die Verbindungseinrichtung insbesondere bei großen Zugbelastungen
durch schwere Funktionsbauteile von dem Wasserauslaufgehäuse abrutscht, kann die Klemmeinrichtung
eine insbesondere progressive Selbstsicherungseinrichtung, insbesondere wenigstens
eine Führungsschräge für die Klemmfeder, insbesondere für wenigstens einen Führungsstift
der Klemmfeder, aufweisen, mit der bei zunehmenden Zug auf die Klemmeinrichtung deren
Klemmwirkung verbessert wird.
[0015] Vorteilhafterweise weist die Verbindungseinrichtung wenigstens eine Fixiereinrichtung
zum Fixieren der Winkellage des Funktionsbauteils relativ zum Wasserauslaufgehäuse,
insbesondere einen Fixierstift und eine mit diesem zusammenwirkende Fixierstiftaufnahme,
auf. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Funktionsbauteil in der richtigen
Position am Wasserauslaufgehäuse anliegt.
[0016] Das Wasserauslaufgehäuse kann mit einer Formdichtung gegen das Funktionsbauteil abgedichtet
sein.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigen
- Figur 1
- schematisch eine perspektivische Darstellung einer Sanitärarmatur, bei der ein Wasserauslaufgehäuse
über einen Federflansch mit einem Ventilblock verbunden ist;
- Figur 2
- schematisch eine linke Seitenansicht der in Figur 1 dargestellten Sanitärarmatur;
- Figur 3
- schematisch einen Längsschnitt der in Figur 2 dargestellten Sanitärarmatur entlang
der dortigen Linie III-III, wobei das Gehäuseoberteil abgeschnitten ist;
- Figur 4
- schematisch einen Querschnitt der in Figur 2 dargestellten Sanitärarmatur in einem
Bereich oberhalb des Federflansches entlang der dortigen Linie IV-IV;
- Figur 5
- schematisch einen Längsschnitt der in Figur 2 dargestellten Sanitärarmatur im Bereich
des Federflansches entlang der Linie V-V in Figur 5.
[0018] In Figur 1 ist eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 versehene Sanitärarmatur für
einen nicht gezeigten Waschtisch dargestellt.
[0019] Die Sanitärarmatur 1 umfasst in Figur 1 oben ein Wasserauslaufgehäuse 2 mit einem
stilisiert dargestellten Gehäuseoberteil 3 und einem Einsteckstutzen 25, und unten
einen bekannten Ventilblock 4, der über eine übliche Blockverbindung 5 mit einem ebenfalls
bekannten Mischblock 6 verschraubt ist. Dem Mischblock 6 werden kaltes und warmes
Wasser in einem bestimmten Mischungsverhältnis zugeführt. Im Ventilblock 4 befindet
sich ein elektrisch betätigbares Ventil, das den Wasserfluß zum Auslauf im Gehäuseoberteil
3 beherrscht.
[0020] Der Einsteckstutzen 25 ist durch eine Verbindungseinrichtung 7 mit dem Ventilblock
4 verbunden.
[0021] Der Einsteckstutzen 25 hat einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt (Figur
4). In seiner Mantelfläche verlaufen spiegelbildlich gegenüberliegend zwei identische
Gehäusemulden 8 axial über die gesamte Länge des Einsteckstutzens 25 jeweils mit einem
konstanten kreisabschnittsförmigen Querschnitt.
[0022] An seinem in Figur 3 im Längsschnitt dargestellten unteren Ende weist der Einsteckstutzen
25 eine Verjüngung 28 mit einer einen O-Ring enthaltenden umlaufenden Ringnut 30 auf.
[0023] Auf einem Außengewinde der Mantelfläche des Einsteckstutzens 25 ist eine Haltemutter
9 verschraubbar.
[0024] Das Wasserauslaufgehäuse 2 ist von oben in eine Öffnung des nicht dargestellten Waschtisches
eingesteckt, wobei das Gehäuseoberteil 3 oberhalb des am Waschtisches angeordnet ist.
Die restlichen Bauteile der Sanitärarmatur 1 befinden sich unterhalb des Waschtisches.
Mit der Haltemutter 9 wird das Wasserauslaufgehäuse 2 von unten am Waschtisch fixiert.
[0025] Darüber hinaus weist der Einsteckstutzen 25 in seiner äußeren Mantelfläche etwas
oberhalb der Verjüngung 28 eine umlaufende Gehäusenut 10 auf (Figur 3) .
[0026] Auf Höhe der Gehäusenut 10 ist ein hohlzylinderförmiger Federflansch 11 als Teil
der Verbindungseinrichtung 7 koaxial auf dem Mantel des Einsteckstutzens 25 angeordnet.
Der Federflansch 11 hat einen ellipsenähnlichen Außenquerschnitt und einen kreisförmigen
Innenquerschnitt (Figur 4), so dass zwei gegenüberliegende Wandverdickungen realisiert
sind. Der Innenquerschnitt des Federflansches 11 entspricht dem Außenquerschnitt des
Einsteckstutzens 25.
[0027] In den Wandverdickungen ist jeweils eine durchgängige Gewindebohrung 19 angeordnet,
deren Achsen parallel zur Achse des Federflansches 11 verlaufen.
[0028] Entlang seiner Innenmantelfläche ist im Federflansch 11 gegenüber der Gehäusenut
10 eine umlaufende Flanschnut 12 angeordnet. Die Flanschnut 12 ist in axialer Richtung
des Federflansches 11 etwa doppelt so breit wie die Gehäusenut 10 (Figur 3).
[0029] Darüber hinaus weist der Federflansch 11 im Boden der Flanschnut 12 eine radial verlaufende
durchgängige Klemmfederstiftöffnung 13 (Figur 1) und auf der gegenüberliegenden Seite
ebenfalls im Boden der Flanschnut 12 eine radial verlaufenden durchgängige Klemmfedervorsprungsöffnung
14 auf (Figur 4).
[0030] In dem durch die Gehäusenut 10 und die Flanschnut 12 gebildeten Raum befindet sich
eine geschlitzte, ringförmige Klemmfeder 15 mit rundem Profil (Figur 3).
[0031] Der Durchmesser der Klemmfeder 15 ist in ihrem entspannten Zustand kleiner als der
Außendurchmesser des Einsteckstutzens 25, so dass er sich in der Gehäusenut 10 verspannt.
Der Profildurchmesser der Klemmfeder 15 ist etwa doppelt so groß wie die Tiefe der
Gehäusenut 10 in radialer Richtung des Einsteckstutzens 25, so dass die äußere Profilhälfte
der Klemmfeder 15 über den Rand der Gehäusenut 10 in die Flanschnut 12 hineinragt.
Auf diese Weise wird verhindert, dass der Federflansch 11 relativ zum Einsteckstutzen
25 in Figuren 1, 2, 3 nach oben oder unten verrutschen kann. Die Klemmfeder 15, die
Gehäusenut 10 und die Flanschnut 11 wirken so als Klemmeinrichtung.
[0032] Außerdem ist der Profildurchmesser der Klemmfeder 15 etwas kleiner als die Tiefe
der Flanschnut 12 in radialer Richtung des Federflansches 11, so dass die Klemmfeder
15, sofern sie radial nach außen aufgebogen wird, vollständig in die Flanschnut 12
versenkt und der Federflansch 11 vom Einsteckstutzen 25 abgezogen werden kann.
[0033] Die beiden Enden der Klemmfeder 15 ragen etwa in radialer Richtung des Federflansches
11 nach außen und bilden so zwei Führungsstifte 16 (Figur 4).
[0034] Auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsstifte 16 weist die Klemmfeder 15 einen
in Figur 4 quadratischen Klemmfedervorsprung 17 auf. Der Klemmfedervorsprung 17 ist
aus zwei parallelen, im Wesentlichen in radialer Richtung des Federflansches 11 nach
außen gebogenen Bereichen der Klemmfeder 15 gebildet, deren radial äußeren Enden einstückig
miteinander verbunden sind.
[0035] Die Führungsstifte 16 ragen durch die Klemmfederstiftöffnung 13 und der Klemmfedervorsprung
17 ragt, durch die Klemmfedervorsprungsöffnung 14 hindurch, über die äußeren Mantelfläche
des Federflansches 11 hinaus, so dass die Klemmfeder 15 in der Flanschnut 12 gehalten
wird.
[0036] Die Führungsstifte 16 können von außerhalb des Federflansches 11 auseinander gedrückt
werden, um den Durchmesser der Klemmfeder 15 zu vergrößern und diese so in der Flanschnut
12 zu versenken.
[0037] Der Querschnitt der Klemmfederstiftöffnung 13 hat die Form eines Dreiecks, dessen
Spitze nach oben zeigt (Figur 1, 2). Die beiden oberen Schenkelflächen der Klemmfederstiftöffnung
13 bilden jeweils eine Führungsschräge 18 für den entsprechenden Führungsstift 16
der Klemmfeder 15. Wird die Klemmfeder 15 relativ zum Federflansch 11 in Figuren 1,
2 nach oben verschoben, so werden die Führungsstifte 16 entlang der Führungsschrägen
18 geführt und aufeinander zu bewegt, so dass sich der Durchmesser der Klemmfeder
15 zunehmend verkleinert und die Klemmfeder 15 in die Gehäusenut 10 gepresst wird.
Dies ist der Fall, wenn der Federflansch 11 relativ zum Wasserauslaufgehäuse 2 in
Figuren 1, 2, 3 nach unten gezogen wird. Auf diese Weise wird bei Zug nach unten eine
progressive Selbstsicherung des Federflansches 11 auf dem Einsteckstutzen 25 realisiert.
[0038] Die Klemmfederstiftöffnung 13 weist in ihrer Grundfläche eine Öffnung zur unteren
Stirnseite des Federflansches 11 auf. Beim werkseitigen Einbringen der Klemmfeder
15 in die Gehäusenut 10 werden die Führungsstifte 16 durch diese Öffnung hindurch
in die Klemmfederstiftöffnung 13 geführt.
[0039] In den Gewindebohrungen 19 des Federflansches 11 befindet sich jeweils eine Verbindungsschraube
20, vorzugsweise eine Innensechskantschraube, mit denen der Federflansch 11 mit dem
Ventilblock 4 verschraubt ist.
[0040] Im Ventilblock 4 sind zwei Durchgangsbohrungen 21 für die Verbindungsschrauben 20
vorgesehen, deren Achsen jeweils koaxial zu den Achsen der Gewindebohrungen 19 verlaufen.
Die Köpfe der Verbindungsschrauben 20 sind in Figuren 1, 2, 3 unterhalb des Ventilblocks
4 positioniert. Durch die Verbindungsschrauben 20, die Gewindebohrungen 19 und die
Durchgangsbohrungen 21 wird eine Spanneinrichtung realisiert.
[0041] Der Ventilblock 4 hat im Wesentlichen die Form eines Quaders. Aus seiner in Figur
3 oberen Stirnseite geht eine hohlzylinderförmige Steckaufnahme 26 hervor, in die
die Verjüngung 28 des Wasserauslaufgehäuses 2 eingesteckt ist. Der Innendurchmesser
der Steckaufnahme 26 entspricht dem Außendurchmesser der Verjüngung 28 des Einsteckstutzens
25. Die Verjüngung 28 wird mit dem O-Ring in der Ringnut 30 gegenüber der Steckaufnahme
26 abgedichtet.
[0042] Zwischen der oberen ebenen Stirnseite des Ventilblocks 4 innerhalb der Steckaufnahme
26 und der unteren ebenen Stirnseite des Einsteckstutzens 25 ist eine Formdichtung
22 vorgesehen.
[0043] Darüber hinaus weist die obere Stirnseite des Ventilblocks 4 in einem Bereich innerhalb
der Steckaufnahme 26 außerhalb deren Zentrums eine Bohrung 27 für einen Fixierstift
23 auf.
[0044] In der unteren Stirnseite des Einsteckstutzens 25 ist eine zu dem Fixierstift 23
komplementäre Fixierstiftaufnahme 24 vorgesehen.
[0045] Durch den Fixierstift 23 in der Fixierstiftaufnahme 24 wird die Winkelstellung des
Ventilblocks 4 gegenüber dem Einsteckstutzen 25 festgelegt.
[0046] Um die Sanitärarmatur 1 am Waschtisch zu montieren, wird zunächst der Einsteckstutzen
25 von oben durch die Öffnung des Waschtisches hindurch gesteckt, bis die Unterseite
des Gehäuseoberteils 3 auf der Oberseite des Waschtischs anliegt.
[0047] Daraufhin wird das Wasserauslaufgehäuse 2 mit der Haltemutter 9 von unten gegen die
Unterseite des Waschtisches verspannt.
[0048] Anschließend wird der Ventilblock 4 mit den beiden Verbindungsschrauben 20 an den
Federflansch 11 geschraubt. Der Ventilblock 4 selbst ist mit dem Mischblock 6 in bekannter
Weise verschraubt.
[0049] Nun wird der Federflansch 11 von unten auf die Verjüngung 28 des Wasserauslaufgehäuses
2 aufgesteckt. Hierbei dient die Verjüngung 28 als Aufsteckhilfe für die Klemmfeder
15, die beim Aufstecken zunächst aufgespreizt wird.
[0050] Wegen ihrer Vorspannung taucht die Klemmfeder 15 beim Erreichen der Gehäusenut 10
mit etwa ihrer halben Profil - tiefe in diese ein. Ein weiteres Eindringen wird durch
die Tiefe der Gehäusenut 10 begrenzt. Die Klemmfeder 15 befindet sich nun mit ihrer
inneren Profilhälfte in der Gehäusenut 10 und mit ihrer äußeren Profilhälfte in der
Flanschnut 12, so dass der Federflansch 11 relativ zum Einsteckstutzen 25 axial nahezu
fixiert wird. Der Federflansch 11 und der Ventilblock 4 sind so auf dem Einsteckstutzen
25 vorfixiert, dass der Monteur beide Hände frei hat, um die Verbindungsschrauben
20 gleichmäßig weiter in die jeweiligen Gewindebohrungen 19 im Federflansch 11 einzuschrauben.
[0051] Sobald der Fixierstift 23 an die untere Stirnseite des Einsteckstutzens 25 anstößt,
werden der Federflansch 11 und der Ventilblock 4 vom Monteur relativ zum Wasserauslaufgehäuse
2 so gedreht, dass der Fixierstift 23 gegenüber der Fixierstiftaufnahme 24 positioniert
ist.
[0052] Beim weiteren Anziehen der Verbindungsschrauben 20 dringt der Fixierstift 23 in die
Fixierstiftaufnahme 24 ein, der Federflansch 11 wird verspannt und die untere Stirnseite
des Einsteckstutzens 25 wird mit der Formdichtung 22 gegen die obere Stirnseite des
Ventilblocks 4 abgedichtet.
[0053] Durch den Zug am Federflansch 11 wird die Klemmfeder 15 relativ zu Federflansch 11
nach oben bewegt, so dass die beiden Führungsstifte 16 entlang der jeweiligen Führungsschrägen
18 geführt und aufeinander zu bewegt werden. Durch die progressive Selbstsicherung
wird verhindert, dass der Federflansch 11 vom Wasserauslaufgehäuse 2 nach unten rutschen
kann.
[0054] Statt der Gewindebohrungen 19 im Federflansch 11 können auch Bohrungen ohne Gewinde
vorgesehen sein, die jeweils eine ein Gewinde nachbildende Gewindefeder aufweisen.
Die Gewindefedern sind so angeordnet, dass sie in Einschubrichtung der Verbindungsschrauben
20, nämlich in Figuren 1, 2, 3 von unten nach oben, öffnen. Auf diese Weise können
die Verbindungsschrauben 20 ohne geschraubt zu werden schnell eingesteckt werden,
wodurch eine deutlich schnellere Montage möglich ist. Sobald die Gewindefedern unter
Zug stehen, ziehen sie sich zusammen und sperren die jeweilige Verbindungsschraube
20, so dass diese nicht mehr nach unten aus den Bohrungen im Federflansch 11 heraus
gezogen werden können. Anschließend werden die Verbindungsschrauben 20 weiter eingeschraubt,
um die Verbindung zu fixieren.
[0055] Die Gewindebohrungen 19 beziehungsweise die Gewindefedern können statt im Federflansch
11 auch im Ventilblock 4 angeordnet sein.
[0056] Es können auch nur eine oder mehr als zwei Verbindungsschrauben 20 mit entsprechenden
Gewindebohrungen 19 beziehungsweise Gewindefedern vorgesehen sein.
[0057] Die Klemmfeder 15 kann statt eines runden beispielsweise auch ein flaches oder eckiges
Profil aufweisen.
[0058] Statt der Führungsschrägen 18 können auch Führungsschrägen beispielsweise entlang
der Flanschnut 12 verlaufen. Beispielsweise kann die obere Wand der Flanschnut 12
umlaufend abgeschrägt sein, so dass die Klemmfeder 15 gleichmäßig radial nach innen
gedrückt wird, sobald der Federflansch 11 unter Zug steht. In diesem Fall sind die
Führungsstifte 16 nicht erforderlich.
1. Sanitärarmatur mit
a) einem Wasserauslaufgehäuse, das einen in eine Öffnung eines Waschtisches einsteckbaren
Einsteckstutzen (25) aufweist,
b) einem Funktionsbauteil (4), das von unten an dem Einsteckstutzen (25) befestigbar
ist, wobei das Funktionsbauteil einen Ventilblock (4) und/oder einen Mischblock (6)
umfasst,
c) einer Verbindungseinrichtung (7) zum Verbinden des Wasserauslaufgehäuses (2) mit
dem Funktionsbauteil (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungseinrichtung (7) eine Klemmeinrichtung (10, 11, 12, 15), mit welcher
das Funktionsbauteil (4) durch eine Relativbewegung an dem Einsteckstutzen (25) des
Wasserauslaufgehäuses (2) vorläufig fixierbar ist und die verhindert, dass das Funktionsbauteil
(4) von dem Wasserauslaufgehäuse (2) abrutschen kann, und eine Spanneinrichtung (19,
20, 21), mit welcher das Funktionsbauteil (4) stabil mit dem Wasserauslaufgehäuse
(2) verbindbar ist, aufweist.
2. Sanitärarmatur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (10, 11, 12, 15) folgende zusammenwirkende Bauteile umfasst:
a) wenigstens eine Klemmfeder (15),
b) eine erste an die Klemmfeder (15) angepasste Nut (12) in einem ersten Bauteil (11),
insbesondere eine Flanschnut in einem mit dem Funktionsbautei! (4) verbundenen Federflansch,
c) eine zweite an die Klemmfeder (15) angepasste, der ersten Nut (12) zugewandte Nut
(10) in einem relativ zu dem ersten Bauteil (11) verschiebbaren zweiten Bauteil (2),
insbesondere eine Gehäusenut im Wasserauslaufgehäuse.
3. Sanitärarmatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (19, 20) wenigstens eine Verbindungsschraube (20) und ein entsprechendes
Gewinde (19) umfaßt, mit denen das erste Bauteil (11), insbesondere der Federflansch,
mit dem Funktionsbauteil (4) spannbar verbunden ist.
4. Sanitärarmatur nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Gewindefeder zur Aufnahme der Verbindungsschraube (20).
5. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (10, 11, 12, 15) eine insbesondere progressive Selbstsicherungseinrichtung,
insbesondere wenigstens eine Führungsschräge (18) für die Klemmfeder (15), insbesondere
für wenigstens einen Führungsstift (16) der Klemmfeder (15), aufweist.
6. Sanitärarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (7) wenigstens eine Fixiereinrichtung zum Fixieren der
Winkellage des Funktionsbauteils (4) relativ zum Wasserauslaufgehäuse (2), insbesondere
einen Fixierstift (23) und eine mit diesem zusammenwirkende Fixierstiftaufnahme (24),
aufweist.
7. Sanitärarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserauslaufgehäuse (2) mit einer Formdichtung (22) gegen das Funktionsbauteil
(4) abgedichtet ist.
8. Sanitärarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sanitärarmatur als Waschtischarmatur ausgebildet ist.
1. Sanitary fitting comprising
a) a water outlet housing which has a plug-in connection piece (25) which can be plugged
into an opening of a wash basin,
b) a functional component (4) which can be fastened to the plug-in connection piece
(25) from below, wherein the functional component comprises a valve block (4) and/or
a mixer block (6),
c) a connecting device (7) for connecting the water outlet housing (2) to the functional
component (4),
characterized in that
the connecting device (7) has a clamping device (10, 11, 12, 15) by means of which
the functional component (4) can be temporarily fixed to the plug-in connection piece
(25) of the water outlet housing (2) by a relative movement and which prevents the
functional component (4) from being able to slide off the water outlet housing (2),
and a bracing device (19, 20, 21) by means of which the functional component (4) can
be stably connected to the water outlet housing (2).
2. Sanitary fitting according to Claim 1,
characterized in that the clamping device (10, 11, 12, 15) comprises the following interacting components:
a) at least one clamping spring (15),
b) a first groove (12), which is adapted to the clamping spring (15), in a first component
(11), in particular a flange groove in a spring flange connected to the functional
component (4),
c) a second groove (10), which is adapted to the clamping spring (15) and faces the
first groove (12), in a second component (2) which is displaceable relative to the
first component (11), in particular a housing groove in the water outlet housing.
3. Sanitary fitting according to Claim 2, characterized in that the bracing device (19, 20) comprises at least one connecting screw (20) and a corresponding
thread (19), by means of which the first component (11), in particular the spring
flange, is braceably connected to the functional component (4).
4. Sanitary fitting according to Claim 3, characterized by a threaded spring for receiving the connecting screw (20).
5. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterized in that the clamping device (10, 11, 12, 15) has an in particular progressive self-locking
device, in particular at least one guide bevel (18) for the clamping spring (15),
in particular for at least one guide pin (16) of the clamping spring (15).
6. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting device (7) has at least one fixing device for fixing the angular position
of the functional component (4) relative to the water outlet housing (2), in particular
a fixing pin (23) and a fixing pin receptacle (24) interacting therewith.
7. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterized in that the water outlet housing (2) is sealed with respect to the functional component (4)
by a shaped seal (22).
8. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterized in that the sanitary fitting takes the form of a wash basin fitting.
1. Robinetterie sanitaire comprenant
a) un boîtier de sortie d'eau muni d'un embout d'enfichage (25) pouvant être enfilé
dans une ouverture d'un lavabo,
b) un composant fonctionnel (4) pouvant être fixé par en-dessous à l'embout d'enfichage
(25), le composant fonctionnel étant muni d'un bloc de valve (4) et/ou d'un bloc mitigeur
(6),
c) un dispositif de connexion (7) pour connecter le boîtier de sortie d'eau (2) au
composant fonctionnel (4),
caractérisée en ce que
le dispositif de connexion (7) est muni d'un dispositif de blocage (10, 11, 12, 15)
avec lequel le composant fonctionnel (4) peut être fixé temporairement à l'embout
d'enfichage (25) du boîtier de sortie d'eau (2) par un mouvement relatif, et qui empêche
que le composant fonctionnel (4) puisse glisser hors du boitier de sortie d'eau (2),
ainsi que d'un dispositif de serrage (19, 20, 21) avec lequel le composant fonctionnel
(4) peut être connecté de manière stable au boîtier de sortie d'eau (2).
2. Robinetterie sanitaire selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le dispositif de blocage (10, 11, 12, 15) comprend les composants coopérants ensemble
suivants :
a) au moins un ressort de blocage (15),
b) une première rainure (12) adaptée au ressort de blocage (15) réalisée dans un premier
composant (11), en particulier une rainure de bride réalisée dans une bride à ressort
raccordée au composant fonctionnel (4),
c) une seconde rainure (10), adaptée au ressort de blocage (15) et faisant face à
la première rainure (12) réalisée dans un second composant (2) pouvant être déplacé
par rapport au premier composant (11), en particulier une rainure de boîtier réalisée
dans le boîtier de sortie d'eau.
3. Robinetterie sanitaire selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif de serrage (19, 20) comprend au moins une vis de liaison (20) et un
filetage correspondant (19) à l'aide desquels le premier composant (11), en particulier
la bride à ressort, est relié au composant fonctionnel (4) en pouvant être serré.
4. Robinetterie sanitaire selon la revendication 3, caractérisée par un ressort fileté destiné à recevoir la vis de liaison (20).
5. Robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de blocage (10, 11, 12, 15) est muni d'un dispositif de verrouillage
autobloquant, en particulier progressif, en particulier au moins une pente de guidage
(18) pour le ressort de blocage (15), en particulier pour au moins une broche de guidage
(16) du ressort de blocage (15).
6. Robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de connexion (7) est muni d'au moins un dispositif de fixation pour
fixer la position angulaire du composant fonctionnel (4) par rapport au boîtier de
sortie d'eau (2), en particulier une broche de fixation (23) et un logement de broche
de fixation (24) coopérant avec celle-ci.
7. Robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le boîtier de sortie d'eau (2) est rendu étanche par rapport au composant fonctionnel
(4) à l'aide d'un joint moulé (22).
8. Robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la robinetterie sanitaire est conçue comme une robinetterie de lavabo.