(19)
(11) EP 2 469 099 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.08.2017  Patentblatt  2017/31

(21) Anmeldenummer: 10016065.4

(22) Anmeldetag:  23.12.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F04D 29/02(2006.01)

(54)

Laufrad für eine Pump- sowie Kernanordnung und Verfahren zum Gießen eines Laufrades einer Pumpe

Rotor for a pump and core assembly and method for casting a wheel of a pump

Roue de pompe et ensemble de noyau et procédé de moulage d'une roue de pompe


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2012  Patentblatt  2012/26

(73) Patentinhaber: Grundfos Management A/S
8850 Bjerringbro (DK)

(72) Erfinder:
  • Nielsen, John Ricky
    8800 Viborg (DK)
  • Jørgensen, Christian A.
    8800 Viborg (DK)

(74) Vertreter: Hemmer, Arnd et al
Patentanwälte Vollmann & Hemmer Wallstrasse 33a
23560 Lübeck
23560 Lübeck (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2007/046565
JP-A- 2008 303 740
JP-A- 2007 309 193
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Laufrad für eine Pumpe mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen sowie eine Kernanordnung und ein Verfahren zum Gießen eines solchen Laufrades.

    [0002] JP 2007309193 offenbart ein aus Kunststoff geformtes Laufrad einer Pumpe. Dieses ist so ausgebildet, dass es ohne Kerne durch ein einfach geteilte Formwerkzeug ausgebildet werden kann.

    [0003] JP 2008303740 offenbart ein Laufrad, welches zweiteilig ausgebildet ist, wobei in einem offenen Teil Schaufeln ausgeformt sind und dieses offene Teil durch eine Deckplatte geschlossen wird. Auch dieses Laufrad mit den Schaufeln kann in einem zweiteiligen Formwerkzeug ohne Verwendung von Kernen ausgebildet werden.

    [0004] WO 2007/046565 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines Laufrades für eine Wasserpumpe im Spritzgussverfahren. Zur Herstellung dieses Laufrades werden mehrere nacheinander aus der Form herausziehbare Ziehkerne verwendet, um das Laufrad nach dem Spritzgießen entkernen zu können.

    [0005] Laufräder von Pumpen werden in der Regel entweder aus Blechteilen zusammengesetzt oder aber als Gussteile aus Kunststoff oder Metall ausgebildet. Aufgrund der Form der Strömungskanäle im Laufrad sind beim Gießen Kerne erforderlich, um die sich durch die Form der Strömungskanäle ergebenden Hinterschneidungen ausbilden zu können. Bei Gusslaufrädern aus Metall werden häufig verlorene Kerne verwendet.

    [0006] Die Kerne sind häufig derart komplex ausgebildet, dass die Innenkontur, welche die Negativform für das auszubildende Laufrad definiert, häufig nicht voll einsehbar ist, sodass vor dem Gießen nicht erkennbar ist, ob der Kern in einwandfreiem Zustand ist. Dabei ist es insbesondere problematisch, den Eintrittsbereich der Strömungskanäle, d. h. insbesondere die in Strömungsrichtung vordere Schaufelkante fehlerfrei auszubilden. Es ist daher wünschenswert, bei der Kernherstellung sicherstellen zu können, dass dieser Bereich fehlerfrei ausgebildet ist, um eine fehlerfreie Formung der Schaufelvorderkante zu gewährleisten. Dies ist ein für die Strömungsführung wesentlicher Bereich und insbesondere bei selbstansaugenden Pumpen ist es wichtig, dass dieser Bereich fehlerfrei ausgebildet ist, um die gewünschte Saugleistung sicherstellen zu können.

    [0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein in einer Form aus Formsand gegossenes metallisches Laufrad dahingehend zu verbessern, dass eine fehlerfreie Ausbildung des Eintrittsbereiches der Strömungskanäle auf vereinfachte Weise sichergestellt werden kann. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, eine entsprechende Kernanordnung und ein Verfahren zum Gießen eines Laufrades bereitzustellen, bei welchem es möglich ist, den Eintrittsbereich der Strömungskanäle in verbesserter Qualität auszubilden.

    [0008] Diese Aufgabe wird durch ein Laufrad mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen, durch eine Kernanordnung mit den in Anspruch 4 angegebenen Merkmalen sowie durch ein Verfahren mit den in Anspruch 9 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren.
    Das erfindungsgemäße Laufrad für eine Pumpe weist zumindest eine Schaufel auf und ist als Gussteil ausgebildet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Laufrad beim Guss mittels zumindest zweier zusammengesetzter Kernteile geformt wurde, wobei die Trennlinie bzw. Trennlinien zwischen den beiden Kernteilen so gelegen ist/sind, dass sie von der in Strömungsrichtung gesehen vorderen Stirnkante der zumindest einen Schaufel beabstandet ist/sind. D. h. es wird sichergestellt, dass die Trennlinien bzw. Trennfugen, an denen die zumindest zwei Kernteile zusammengesetzt sind, nicht im Bereich der vorderen Stirnkante der Schaufel gelegen sind, welche den Eintrittsbereich für den Strömungskanal durch das Laufrad bildet. Auf diese Weise wird erreicht, dass diese sensible Stirnkante in nur einem Kernteil ausgebildet wird. Dadurch kann besser gewährleistet werden, dass diese Stirnkante in ihrer vordefinierten Form ohne Fehler, welche beispielsweise von Verunreinigungen oder Beschädigungen im Bereich der Trennfugen der Kerne herrühren könnten, ausgebildet wird. Durch die Teilung der Form in zumindest zwei Kernteile kann darüber hinaus sichergestellt werden, dass die Negativform für die Stirnkante in dem entsprechenden Kernteil so gelegen ist, dass sie vor dem Zusammensetzen der Kernteile von außen einsehbar ist. Dies ermöglicht es dann, vor dem Gießen des Laufrades zu überprüfen, ob die Negativform für die vordere Stirnkante des Laufrades fehlerfrei ist.

    [0009] Bevorzugt ist die zumindest eine Trennlinie zwischen den zumindest zwei Kernteilen an einer strömungsführenden Vorderseite der zumindest einen Schaufel von der vorderen Stirnkante weiter beabstandet als eine Trennlinie bzw. Trennfuge zwischen den beiden Kernteilen an der Rückseite der Schaufel. Die Vorderseite der Schaufel ist dabei die strömungsführende Seite, welche im Betrieb eine Strömungsumlenkung bewirkt. Dies ist der Bereich der Schaufel, welcher zur Strömungsführung besonders genau ausgebildet sein muss, insbesondere im Eintrittsbereich nahe der vorderen Stirnkante der Schaufel, um die gewünschten Ansaugeigenschaften eines Laufrades sicherstellen zu können. Daher ist es wünschenswert, dass mögliche Beeinträchtigungen der vordefinierten Schaufelform, welche von der Trennfuge zwischen den Kernteilen herrühren, in diesem Bereich möglichst weit von der vorderen Stirnkante der Schaufel beabstandet sind, um diesen sensiblen Schaufelbereich möglichst fehlerfrei ausbilden zu können. Die Schaufelrückseite ist weniger sensibel, sodass in diesem Bereich die Trennfuge oder Trennlinie näher zur vorderen Stirnkante der Schaufel gelegen sein kann.

    [0010] Weiter bevorzugt ist die zumindest eine Trennlinie an einer strömungsführenden Vorderseite der zumindest einen Schaufel in Strömungsrichtung in den hinteren 70 % der Schaufellänge, bevorzugt in der hinteren Hälfte, weiter bevorzugt im hinteren Drittel der Schaufel gelegen, um einen ausreichenden Abstand von der in Strömungsrichtung gesehen vorderen Stirnkante der Schaufel sicherzustellen.

    [0011] Erfindungsgemäß ist das Laufrad als ein Gussteil aus Metall ausgebildet. Die Formen bzw. Kerne sind unter Verwendung von Formsand ausgebildet. Daher besteht das Problem, dass einzelne Partikel aus der Form bzw. dem Kern herausbrechen können, insbesondere an den Schnittstellen, an denen die Kerne zusammengesetzt werden. Darüber hinaus besteht auch die Gefahr, dass einzelne Partikel sich in unzugänglichen Bereichen der Form bzw. des Kerns ansammeln. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung, bei welcher die Trennebene bzw. Teilungslinie für die Kerne in einem Bereich des Laufrades gelegt wird, in welchen Formabweichungen einen geringeren Einfluss auf die Strömungsführung haben, ist die Gefahr einer negativen Beeinflussung des zu gießenden Laufrades durch eventuell an den Trennlinien sich lösende Formpartikel und damit verbundene Geometrieabweichungen des gegossenen Laufrades weniger problematisch. Darüber hinaus kann durch die Teilung des Kernes erreicht werden, dass der Bereich, welcher die in Strömungsrichtung gesehen vordere Stirnkante der Schaufel bildet, frei einsehbar ist, sodass dieser Bereich besonders darauf kontrolliert werden kann, ob dort Verunreinigungen oder Beschädigungen der Formoberfläche gegeben sind. Gegebenenfalls können diese dann vor dem Gießen des Laufrades ausgebessert werden oder eben der Kern aussortiert und durch einen anderen Kern ersetzt werden.

    [0012] Gegenstand der Erfindung ist darüber eine Kernanordnung zur Ausbildung eines Laufrades gemäß der vorangehenden Beschreibung. Die Kernanordnung weist zumindest zwei Kernteile auf, wobei die Form für zumindest eine Schaufel des Laufrades in den Kernteilen derart ausgebildet ist, dass die Form für die in Strömungsrichtung vordere Stirnkante der Schaufel vollständig von allein einem der Kernteile gebildet ist. Dadurch wird erreicht, dass, wie oben bereits beschrieben, die Trennlinie bzw. Trennfuge zwischen den beiden Kernteilen nicht in dem in Strömungsrichtung gesehen vorderen Schaufelbereich gelegen ist, bei welchem es auch besonders auf die exakte Geometrie des Schaufelverlaufes ankommt. Insbesondere ist sichergestellt, dass die vordere Stirnkante, welche möglichst präzise und genau ausgebildet werden soll, nicht von einer Trennfuge bzw. -linie des Kernes gekreuzt oder tangiert wird. Auf diese Weise wird verhindert, dass in diesem Bereich Geometrieabweichungen oder unerwünschte Grate entstehen.

    [0013] Besonders bevorzugt ist die Form für die in Strömungsrichtung vordere Stirnkante der Schaufel in dem einen Kernteil derart ausgebildet, dass sie an dem Kernteil von außen einsehbar ist. Dies hat, wie bereits oben beschrieben, den Vorteil, dass dieser sehr wichtige Formbereich vor dem Gießen genau begutachtet und gegebenenfalls gereinigt oder ausgebessert werden kann, sodass das Gießen einer einwandfreien vorderen Schaufelkante ohne Formabweichungen, Verunreinigungen, unerwünschte Grate sichergestellt werden kann.

    [0014] Weiter bevorzugt ist die Trennlinie oder sind die Trennlinien zwischen den zumindest zwei Kernteilen in einem Formabschnitt gelegen, welcher die Vorder- und/oder Rückseite zumindest einer Schaufel des Laufrades definiert. Die Vorder- und die Rückseite der Schaufel sind dabei die Seiten, welche einen Strömungskanal durch das Laufrad definieren bzw. begrenzen. Wenn die Trennlinien in diesen Bereichen gelegen sind, ist sichergestellt, dass die Trennlinie nicht den Bereich der Schaufelvorderkante, d. h. am Eintritt des Strömungskanals kreuzt oder tangiert.

    [0015] Weiter bevorzugt ist die Trennlinie an der Vorderseite der Schaufel weiter von der in Strömungsrichtung vorderen Stirnkante der Schaufel beabstandet als die Trennlinie an der Rückseite der Schaufel. Die Vorderseite der Schaufel ist die Seite der Schaufel, welche eine Strömungsumlenkung erreicht, d. h. die in Drehrichtung des Laufrades vorne gelegene Seite. Dies ist in der Regel insbesondere eine konkav gekrümmte Fläche, an welcher eine Strömung geführt bzw. umgelenkt wird. Dabei ist insbesondere der an die vordere Schaufelkante angrenzende Bereich für die Strömungsführung entscheidend. Dadurch, dass die Trennlinie zwischen den Kernteilen aus diesem an die vordere Stirnseite angrenzenden Bereich herausverlagert ist, wird sichergestellt, dass das zu gießende Laufrad in diesen für die Strömungsführung entscheidenden Bereich möglichst fehlerfrei ohne Grate oder Beschädigungen der Oberfläche gegossen werden kann.

    [0016] Besonders bevorzugt ist die Trennlinie an der Vorderseite der Schaufel in der in Strömungsrichtung hinteren Hälfte vorzugsweise im hinteren Drittel der Schaufel gelegen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass ein möglichst langer Eintrittsbereich an der Vorderseite der Schaufel optimal in bester Oberflächenqualität gegossen werden kann, ohne dass die Trennfuge zwischen den Kernteilen die Qualität der Schaufeloberfläche z. B. durch Grate beeinträchtigt.

    [0017] Erfindungsgemäß ist zumindest eines der Kernteile als verlorener Kern ausgebildet. D. h. der Kern ist so ausgestaltet, dass er nach dem Gießen des Laufrades zerstört wird. Auf diese Weise ist es möglich, Hinterschneidungen auszubilden, welche ein Herausziehen der Kerne verhindern. Der Kern wird dann durch Zerstörung entfernt. Das Erzeugen des Kernes bzw. der Kernteile erfolgt besonders bevorzugt durch Drucken oder Generieren, wobei der Kern schichtweise aus Formmaterial ausgebildet wird. Dabei können Kern oder Kernteile nahezu beliebiger Formen erzeugt werden.

    [0018] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Gießen eines Laufrades einer Pumpe gemäß obiger Beschreibung. Bei diesem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Gussform verwendet, welche eine Kernanordnung gemäß der vorangehenden Beschreibung aufweist. Dabei weist die Kernanordnung zumindest zwei getrennt geformte Kernteile auf, welche nach dem Formen zusammengesetzt werden, um einen größeren Formteil oder die vollständige Form auszubilden. Die Teilung des Kernes hat den Vorteil, dass die einzelnen Kernteile besser und präziser aufgebildet werden können und darüber hinaus die später die Laufradschaufeln bildenden Formräume bzw. Negativformen im Kern so gelegt werden können, dass sie von außen vollständig einsehbar sind, um Beschädigungen oder Ungenauigkeiten in der Form vor dem Gießen erkennen und gegebenenfalls ausbessern zu können.

    [0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beigefügten Figuren beschrieben. In diesen zeigt:
    Fig. 1
    eine Schnittansicht eines Laufrades für ein Pumpenaggregat entlang Linie A - A in Fig. 2,
    Fig. 2
    eine Draufsicht auf das Laufrad gemäß Fig. 1 und
    Fig. 3
    eine Kernanordnung zur Ausbildung des Laufrades gemäß Fig. 1 und 2.


    [0020] Das in Fig. 1 gezeigte Laufrad weist mehrere Schaufeln 4 auf, welche sich ausgehend vom Saugmund 6 des Laufrades gekrümmt zum Außenumfang 8 erstrecken. Auf diese Weise werden zwischen den Schaufeln 4 Strömungskanäle gebildet, welche sich bogenförmig radial nach außen erstrecken und zum Außenumfang 8 hin geöffnet sind. In Strömungsrichtung gesehen, weisen die Schaufeln 4 vordere Stirnkanten 10 auf, welche am Strömungseintritt dem Saugmund 6 zugewandt gelegen sind. Die Strömungsrichtung ist dabei die Richtung S, in welcher die Strömung zwischen den Schaufeln 4 bei Drehung des Laufrades 2 verläuft. Diese vorderen Stirnkanten 10 und die angrenzenden Oberflächen der Schaufeln 4 müssen um die gewünschten Fördereigenschaften des Laufrades, insbesondere Saugeigenschaften des Laufrades, sicherstellen zu können, besonders präzise ausgebildet sein und sollten nach Möglichkeit eine fehlerfreie Oberfläche aufweisen. Um dies zu erreichen wird das Laufrad als Gussteil, vorzugsweise aus Metall, unter Verwendung zweier Kernteile, welche in Fig. 3 gezeigt sind, ausgebildet.

    [0021] Der in Fig. 3 gezeigte Kern 12 bildet Teil einer Gussform zum Gießen des Laufrades 2 und ist aus zwei Kernteilen 14 und 16 gebildet. Dabei ist der Kern 12 so in die Kernteile 14 und 16 geteilt, dass die vorderen Stirnkanten 10 in ihrer Form vollständig von dem Kernteil 16 definiert werden. Dieses weist Formen bzw. Formbereiche 18 auf, welche die Negativform für die vorderen Stirnkanten 10 der Schaufeln 4 darstellen. Da diese Formbereiche 18, welche die vordere Stirnkante 10 ausformen, vollständig im Kernteil 16 gelegen sind, ist sichergestellt, dass die Trennfuge 20 zwischen den Kernteilen 14 und 16 eben nicht im Bereich dieser vorderen Stirnkante 10 der Schaufeln 4 verläuft, sodass die Trennfuge 20, welche am Gussstück Grate oder Oberflächenungenauigkeiten verursachen könnte, die vordere Stirnkanten 10 nicht kreuzt oder tangiert. Darüber hinaus sind die Formbereiche 18 so gelegen und angeordnet, dass sie an dem Kernteil 16 von außen vollständig einsehbar sind. Dies ermöglicht es, die Formen bzw. Formbereiche 18, welche die vordere Stirnkante 10 der Schaufeln 4 definieren, vor dem Zusammensetzten der Kernteile 14 und 16 zu inspizieren, um eventuelle Fehler in der Form vor dem Gießen feststellen zu können und dann entweder das Formteil 16 ersetzten zu können oder aber die Form entsprechend nachbearbeiten zu können.

    [0022] Darüber hinaus sind die Trennfugen 20, an welchen die Kernteile 14 und 16 zusammengesetzt werden und aneinander zu liegen kommen, so gelegen, dass die Trennlinien an der Schaufelvorderseite 22 und der Schaufelrückseite 24 unterschiedlich weit von der Vorderkante 10 der Schaufel beabstandet sind. Dies ist in Fig. 2 schematisch dargestellt. Die Schaufelvorderseite 22 ist dabei die in Drehrichtung D vorne gelegene Seite des Laufrades. In Fig. 2 ist der Trennfugenverlauf bzw. die Trennlinie 26 an der Schaufelvorderseite 22 schematisch als durchgezogene Linie darstellt und der Trennfugenverlauf bzw. die Trennlinie 28 an der Schaufelrückseite 24 schematisch als gestrichelte Linie dargestellt. Dabei ist zu erkennen, dass die Trennlinie 26 an der Schaufelvorderseite in Strömungsrichtung um ein Maß I beabstandet ist, während die Trennlinie 28 an der Schaufelrückseite um ein Maß s in Strömungsrichtung S von der vorderen Stirnkante 10 der Schaufel beabstandet ist. Dabei ist der Abstand I größer als der Abstands. Die Schaufelvorderseite 22 stellt die strömungsführende Seite der Schaufeln 4 dar. Insofern ist die Ausgestaltung der Oberfläche der vorderen Schaufelseite 22, insbesondere in dem an die vordere Stirnkaten 10 angrenzenden Bereich von entscheidender Bedeutung, um eine optimale Strömungsführung im Laufrad zu erreichen. Daher ist es hier vorgesehen, die Trennlinie 26 in diesen Bereich um das Maß I weiter von der vorderen Stirnkante 10 zu beabstanden. Die Schaufelrückseite 24 hat weniger strömungsführende Funktionen. Daher kann in diesem Bereich die Trennlinie 28 näher angrenzend an die vordere Stirnkante 10 verlaufen, da möglicherweise geringfügige Beeinträchtigungen der Oberflächenqualität in diesem Bereich der Schaufelrückseite weniger problematisch sind.

    Bezugzeichenlisten



    [0023] 
    2
    - Laufrad
    4
    - Schaufeln
    6
    - Saugmund
    8
    - Außenumfang
    10
    - vordere Stirnkanten
    12
    - Kern
    14, 16
    - Kernteile
    18
    - Formbereiche
    20
    - Trennfugen
    22
    - Schaufelvorderseite
    24
    - Schaufelrückseite
    26, 28
    - Trennfugenverlauf
    I,s
    - Abstand
    S
    - Strömungsrichtung
    D
    - Drehrichtung



    Ansprüche

    1. Laufrad (2) für eine Pumpe, welches zumindest eine Schaufel (4) aufweist und als Gussteil aus Metall ausgebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Laufrad (2) beim Guss mittels zumindest zweier Kernteile (14, 16) unter Verwendung von Formsand geformt wurde, wobei die Trennlinien (26, 28) zwischen den beiden Kernteilen (14, 16) von einer in Strömungsrichtung (S) vorderen Stirnkante (10) der zumindest einen Schaufel beabstandet sind.
     
    2. Laufrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trennlinie (26) an einer strömungsführenden Vorderseite (22) der zumindest einen Schaufel (4) von der vorderen Stirnkante (10) weiter beabstandet ist als eine Trennlinie (28) an der Rückseite (24) der Schaufel (4).
     
    3. Laufrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trennlinie (26) an einer strömungsführenden Vorderseite (22) der zumindest einen Schaufel (4) in der in Strömungsrichtung (S) hinteren Hälfte, vorzugsweise im hinteren Drittel der Schaufel (4) gelegen ist.
     
    4. Kernanordnung zum Gießen eines Laufrades einer Pumpe gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernanordnung zumindest zwei Kernteile (14, 16) aufweist, von welchen zumindest eines als verlorener Kern aus Form sand ausgebildet ist, wobei die Form für zumindest eine Schaufel (4) des Laufrades in den Kernteilen (14, 16) derart ausgebildet ist, dass die Form (18) für die in Strömungsrichtung (S) vordere Stirnkante (10) der Schaufel (4) vollständig von allein einem der Kernteile (16) gebildet ist.
     
    5. Kernanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Form (18) für die in Strömungsrichtung (S) vordere Stirnkante (10) der Schaufel (4) in dem Kernteil (16) derart ausgebildet ist, dass sie an dem Kernteil (16) von außen einsehbar ist.
     
    6. Kernanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennlinien (26, 28) zwischen den zumindest zwei Kernteilen (14, 16) in einem Formabschnitt gelegen sind, welcher die Vorder- (22) und/oder Rückseite (24) zumindest einer Schaufel (4) des Laufrades (2) definiert.
     
    7. Kernanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennlinie (26) an der Vorderseite (22) der Schaufel (4) weiter von der in Strömungsrichtung (S) vorderen Stirnkante (10) beabstandet ist als die Trennlinie (28) an der Rückseite (24) der Schaufel (4).
     
    8. Kernanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennlinie (26) an der Vorderseite (22) der Schaufel (4) in der in Strömungsrichtung (S) hinteren Hälfte, vorzugsweise im hinteren Drittel der Schaufel (4) gelegen ist.
     
    9. Verfahren zum Gießen eines Laufrades einer Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem eine Gusstorm aus Form sand verwendet wird, welche eine Kernanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8 aufweist, für welche zumindest zwei getrennt geformte Kernteile (14, 16) nachdem Formen zusammengesetzt werden.
     


    Claims

    1. An impeller for a pump (2), said impeller comprising at least one blade (4) and being designed as a cast part of metal,
    characterised in that
    on casting, the impeller (2) was moulded by way of at least two core parts (14, 16) whilst using moulding sand, wherein the partition lines (26, 28) between the two core parts (14, 16) are distanced to a face edge (10) of the at least one blade, said face edge being at the front in the flow direction (S).
     
    2. An impeller according to claim 1, characterised in that a partition line (26) on a flow-leading front side (22) of the at least one blade (4) is distanced further to the front face edge (10) than a partition line (28) on the rear side (24) of the blade (4).
     
    3. An impeller according to claim 1 or 2, characterised in that a partition line (26) on a flow-leading front-side (22) of the at least one blade (4) is situated in the half which is at the rear in the flow direction (S), preferably in the rear third of the blade (4).
     
    4. A core arrangement for casting an impeller of a pump, according to one of the preceding claims, characterised in that the core arrangement comprises at least two core parts (14, 16), of which at least one is designed as a lost core of moulding sand, wherein the mould in the core parts (14, 16), for at least one blade (4) of the impeller, is designed in a manner such that the mould (18) for the face edge (10) of the blade (4) which is at the front in the flow direction (S) is completely formed solely by one of the core parts (16).
     
    5. A core arrangement according to claim 4, characterised in that the mould (18) in the core part (16), for the face edge (10) of the blade (4) which is at the front in the flow direction (S), is designed in a manner such that it can be seen on the core part (16) from the outside.
     
    6. A core arrangement according to claim 4 or 5, characterised in that the partition lines (26, 28) between the at least two core parts (14, 16) are situated in a mould section which defines the front (22) and/or the rear side (24) of at least one blade (4) of the impeller (2).
     
    7. A core arrangement according to claim 6, characterised in that the partition line (26) on the front side (22) of the blade (4) is distanced further to the face edge (10) which is at the front in the flow direction (S), than the partition line (28) on the rear side (24) of the blade (4).
     
    8. A core arrangement according to claim 7, characterised in that the partition line (26) on the front side (22) of the blade (4) is situated in the half which is at the rear in the flow direction (S), preferably in the rear third of the blade (4).
     
    9. A method for casting an impeller of a pump according to one of the claims 1 to 4, with which a casting mould of moulding sand is used, said casting mould comprising a core arrangement according to one of the claims 4 to 8, for which arrangement at least two separately moulded core parts (14, 16) are put together after the moulding.
     


    Revendications

    1. Roue (2) de pompe, comportant au moins une aube (4) et réalisée sous forme de pièce moulée en métal,
    caractérisée en ce que
    la roue (2) a été formée lors du moulage à l'aide d'au moins deux parties de noyau (14, 16) en utilisant du sable de moulage, les lignes de séparation (26, 28) entre les deux parties de noyau (14, 16) étant espacées d'un bord d'attaque (10) avant, vu dans la direction d'écoulement (S), de ladite au moins une aube.
     
    2. Roue de pompe selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une ligne de séparation (26) sur une face avant (22) de ladite au moins une aube (4) guidant l'écoulement est plus éloignée du bord d'attaque avant (10) qu'une ligne de séparation (28) sur la face arrière (24) de l'aube (4).
     
    3. Roue de pompe selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'une ligne de séparation (26) sur une face avant (22) de ladite au moins une aube (4) guidant l'écoulement est située dans la moitié arrière, vue dans la direction d'écoulement (S), de préférence dans le tiers arrière de l'aube (4).
     
    4. Ensemble de noyau pour le moulage d'une roue de pompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ensemble de noyau présente au moins deux parties de noyau (14, 16) dont au moins l'une est réalisée sous forme de noyau perdu en sable de moulage, le moule pour au moins une aube (4) de la roue dans les parties de noyau (14, 16) étant réalisé de telle sorte que le moule (18) pour le bord d'attaque (10) avant, vu dans la direction d'écoulement (S), de l'aube (4) est entièrement formé par une seule des parties de noyau (16).
     
    5. Ensemble de noyau selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moule (18) pour le bord d'attaque (10) avant, vu dans la direction d'écoulement (S), de l'aube (4) est réalisé dans la partie de noyau (16) de manière à pouvoir être observé de l'extérieur sur la partie de noyau (16).
     
    6. Ensemble de noyau selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les lignes de séparation (26, 28) entre lesdites au moins deux parties de noyau (14, 16) sont situées dans une partie de moule qui définit la face avant (22) et/ou la face arrière (24) d'au moins une aube (4) de la roue (2).
     
    7. Ensemble de noyau selon la revendication 6, caractérisé en ce que la ligne de séparation (26) sur la face avant (22) de l'aube (4) est plus éloignée du bord d'attaque (10) avant, vu dans la direction d'écoulement (S), que la ligne de séparation (28) sur la face arrière (24) de l'aube (4).
     
    8. Ensemble de noyau selon la revendication 7, caractérisé en ce que la ligne de séparation (26) sur la face avant (22) de l'aube (4) est située dans la moitié arrière, vue dans la direction d'écoulement (S), de préférence dans le tiers arrière de l'aube (4).
     
    9. Procédé de moulage d'une roue de pompe selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel est utilisé un moule en sable de moulage qui présente un ensemble de noyau selon l'une des revendications 4 à 8 pour lequel sont assemblées, après le moulage, au moins deux parties de noyau (14, 16) formées séparément.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente