(19)
(11) EP 2 825 701 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.08.2017  Patentblatt  2017/31

(21) Anmeldenummer: 12791846.4

(22) Anmeldetag:  05.10.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01B 27/08(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/IB2012/001980
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2013/057552 (25.04.2013 Gazette  2013/17)

(54)

FAHRZEUGKOMBINATION

VEHICLE COMBINATION

COMBINAISON DE VÉHICULE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.10.2011 CH 16932011

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.01.2015  Patentblatt  2015/04

(73) Patentinhaber: Matisa Matériel Industriel SA
1023 Crissier 1 (CH)

(72) Erfinder:
  • GANZ, Jörg
    1163 Etoy (CH)

(74) Vertreter: Bugnion Genève 
Bugnion S.A. Conseils en Propriété Industrielle Route de Florissant 10 Case Postale 375
1211 Genève 12
1211 Genève 12 (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2007/034309
FR-A1- 2 362 966
WO-A1-2008/022475
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugkombination zur Aufnahme von Schotter einer Schotterbettung, bestehend aus einem eine Aushubkette aufweisenden Schotteraufnahmefahrzeug und einem an dieses angeschlossenen Speicherfahrzeug.

    [0002] Eine derartige Fahrzeugkombination ist durch EP 1 264 933 A2 bekannt, um unter kontinuierlicher Vorfahrt auf einem Gleis den darunter befindlichen Schotter aufzunehmen.

    [0003] Ferner ist aus der Schrift WO-A-2008/022475 eine Fahrzeugkombination zur Aufnahme von Schotter einer Schotterbettung bekannt, welche aus einem einen Schraubenförderer aufweisenden Schotteraufnahmefahrzeug und einem an dieses angeschlossenen Speicherfahrzeug besteht, wobei beide Fahrzeuge jeweils mit zwei Schienenfahrwerken ausgestattet sind und das Schotteraufnahmefahrzeug mit einem, sowie das Speicherfahrzeug mit zwei Raupenfahrwerken ausgestattet sind und wobei der Schraubenförderer an einem - bezüglich einer Arbeitsrichtung - hinteren Rahmenende hinter dem hintersten Fahrwerk des Schotteraufnahmefahrzeuges angeordnet ist.

    [0004] FR-A-2362966 betrifft eine Fahrzeugkombination zur Aufnahme von Schotter einer Schotterbettung, bestehend aus einem eine Aushubkette aufweisenden Schotteraufnahmefahrzeug, das mit zwei Schienenfahrwerken und mit einem Raupenfahrwerk ausgestattet ist, wobei die Aushubkette an einem - bezüglich einer Arbeitsrichtung - hinteren Rahmenende hinter dem hintersten Fahrwerk des Schotteraufnahmefahrzeuges angeordnet ist.

    [0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Fahrzeugkombination der eingangs genannten Art, mit der in einem gleislosen Bettungsabschnitt befindlicher Schotter optimal gereinigt oder auch entfernt werden kann.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem Fahrzeug der gattungsgemässen Art durch die Merkmalkombination des Patentanspruchs 1 gelöst.

    [0007] Der besondere Vorteil dieser Ausbildung besteht darin, dass sich die Fahrzeugkombination auf dem vor der Aushubkette befindlichen Schotterabschnitt abstützt. Damit ist eine nachteilige Einwirkung sämtliche Fahrwerke auf das freigelegte bzw. durch den gereinigten Schotter wiederhergestellte Planum oder auch auf weitere Schutzschichten zuverlässig ausgeschlossen.

    [0008] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnungsbeschreibung.

    [0009] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels naher beschrieben. Es zeigen Fig.1 und 2 je eine Seitenansicht einer Fahrzeugkombination in Ausserbetriebsstellung bzw. im Arbeitseinsatz.

    [0010] Eine in den Fig. 1 und 2 dargestellte Fahrzeugkombination 1 zur Aufnahme von Schotter 2 einer Schotterbettung 3 besteht aus einem eine Aushubkette 4 aufweisenden Schotteraufnahmefahrzeug 5 und einem an dieses angeschlossenen Speicherfahrzeug 6. Beide Fahrzeuge 5, 6 sind jeweils mit zwei Schienenfahrwerken 7 und mit zwei Raupenfahrwerken 8 ausgestattet. Die Aushubkette 4 ist an einem - bezüglich einer Arbeitsrichtung 9 der Fahrzeuge 5, 6- hinteren Rahmenende 14 eines Fahrzeugrahmens 11 hinter dem hintersten Fahrwerk 7, 8 des Schotteraufnahmefahrzeuges 5 angeordnet. Die endlos ausgebildete, durch einen Antrieb 12 in Umlauf versetzbare Aushubkette 4 ist durch nicht näher dargestellte Antriebe von einer in Fig. 1 ersichtlichen Ausserbetriebsstellung in eine Arbeitsstellung gem. Fig. 2 absenkbar.

    [0011] Ein zur Aufnahme des Schotters 2 ausgebildetes, im Arbeitseinsatz unteres Ende 13 der Aushubkette 4 ist bezüglich der Arbeitsrichtung 9 hinter dem hintersten Fahrwerk 7 angeordnet und in Bezug auf das hintere Rahmenende 14 des Fahrzeugrahmens 11 des Schotteraufnahmefahrzeuges 5 distanziert ausgebildet. Ein im Arbeitseinsatz oberes, für einen Schotterabwurf ausgebildetes Ende 15 der Aushubkette 4 ist bezüglich der Arbeitsrichtung 9 vor dem unteren Ende 13 positioniert.

    [0012] Ein Abwurfende 16 eines zum Abwurf von gereinigtem Schotter vorgesehenen Förderbandes 17 ist über das hintere Rahmenende 14 nach hinten vorkragend ausgebildet und befindet sich zwischen diesem und dem unteren Ende 13 der Aushubkette 4. Das Schotteraufnahmefahrzeug 5 ist mit einer Siebanlage 18, einem Förderband 17, 19 für die Einbringung von durch die Siebanlage gereinigtem Schotter und einem Förderband 20 zum Abtransport von Abraum auf das angeschlossene Speicherfahrzeug 6 ausgestattet. Dieses weist ein in Arbeits- bzw. Fahrzeuglängsrichtung 9 verlaufendes und durch einen Antrieb 21 in Bewegung versetzbares Förderband 22 am Boden eines Speicherbehälters auf.

    [0013] Für den Arbeitseinsatz werden beide miteinander gekoppelten Fahrzeuge 5, 6 - nach Entfernung eines Schutzwagens 23 - unter Absenkung der Raupenfahrwerke 8 auf den gleislosen Bettungsabschnitt verfahren. Nach Absenkung der Aushubkette 4 erfolgt eine Aufnahme des Schotters 2 sowie dessen Weitertransport zur Siebanlage 18. Der gereinigte Schotter wird durch das Förderband 17 auf ein freigelegtes Planum 24 abgeworfen, während der Abraum im angeschlossenen Speicherfahrzeug 6 gespeichert wird.

    [0014] Wahlweise kann natürlich auch der gesamte Schotter unter Umgehung der Siebanlage 18 in das Speicherfahrzeug transportiert werden. Durch den Schutzwagen 23 und die endseitigen Fahrzeugkupplungen kann die Fahrzeugkombination 1 problemlos als Regelfahrzeug in einen Zugverband eingegliedert werden.


    Ansprüche

    1. Fahrzeugkombination zur Aufnahme von Schotter (2) einer Schotterbettung (3), bestehend aus einem eine Aushubkette (4) aufweisenden Schotteraufnahmefahrzeug (5) und einem an dieses angeschlossenen Speicherfahrzeug (6), wobei

    a) die Aushubkette (4) an einem - bezüglich einer Arbeitsrichtung (9) - hinteren Rahmenende (14) hinter dem hintersten Fahrwerk (7, 8) des Schotteraufnahmefahrzeuges (5) angeordnet ist,

    b) ein zur Aufnahme von Schotter (2) ausgebildetes, im Arbeitseinsatz unteres Ende (13) der Aushubkette (4) in Bezug auf das hintere Rahmenende (14) eines Fahrzeugrahmens (11) des Schotteraufnahmefahrzeuges (5) nach hinten distanziert ausgebildet ist,

    c) das Schotteraufnahmefahrzeug (5) mit einer Siebanlage (18), einem Förderband (17,19) für die Einbringung von gereinigtem Schotter und einem Förderband (20) zum Abtransport von Abraum auf das angeschlossene Speicherfahrzeug (6) ausgestattet ist, und

    d) ein Abwurfende (16) des zum Abwurf des gereinigten Schotters auf ein freigelegtes Planum (24) vorgesehenen Förderbandes (17) über das hintere Rahmenende (14) des Schotteraufnahmefahrzeuges (5) vorkragend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass

    e) beide Fahrzeuge (5,6) jeweils mit zwei Schienenfahrwerken (7) und mit zwei Raupenfahrwerken (8) ausgestattet sind, und

    f) das Abwurfende (16) zwischen dem unteren Ende (13) der Aushubkette (4) und dem hinteren Rahmenende (14) angeordnet ist.


     


    Claims

    1. Vehicle combination for the reception of ballast (2) of a ballast bed (3) consisting of a ballast receiving vehicle (5) having an excavation chain (4) and a storage vehicle (6) connected thereto, wherein

    a) the excavation chain (4) is arranged on a, with respect to a working direction (9), rear frame end (14) behind the rearmost chassis (7, 8) of the ballast receiving vehicle (5),

    b) in a working position, a lower end (13) of the excavation chain (4) which is formed to receive ballast (2), is at a distance to the rear than the rear frame end (14) of a vehicle frame (11) of the ballast receiving vehicle (5),

    c) the ballast receiving vehicle (5) is equipped with a screening plant (18), a conveyor belt (17, 19) for the introduction of cleaned ballast, and a conveyor belt (20) for the removal of tailings on the connected storage vehicle (6), and

    d) a discharge end (16) of the conveyor belt (17) for discharging the cleaned ballast onto an open planar (24) is arranged to project forward over the rear frame end (14) of the ballast receiving vehicle (5),

    characterized in that

    e) the two vehicles (5, 6) are each equipped with two rail bodies (7) and two crawler bogies (8), and

    f) the discharge end (16) is arranged between the lower end (13) of the excavation chain (4) and the rear frame end (14).


     


    Revendications

    1. Ensemble de véhicule destiné à recevoir du ballast (2) d'un lit de ballast (3), composée d'un véhicule de réception de ballast (5) présentant une chaîne d'excavation (4) et d'un véhicule de stockage (6) raccordé à celui-ci, dans laquelle

    a) la chaîne d'excavation (4) est disposée sur une extrémité de châssis arrière (14) - par rapport à une direction de travail (9) - derrière le train de roulement (7, 8) situé le plus à l'arrière du véhicule de réception de ballast (5),

    b) en position de fonctionnement, l'extrémité inférieure (13) de la chaîne d'excavation (4) qui est destinée à recevoir du ballast, est distante vers l'arrière par rapport à l'extrémité arrière (14) du châssis du véhicule destiné à recevoir du ballast (2)

    c) le véhicule de réception de ballast (5) est équipé d'une installation de tamisage (18), d'une bande transporteuse (17, 19) pour la mise en place de ballast nettoyé, et d'une bande transporteuse (20) pour l'évacuation des débris sur le véhicule de stockage (6) raccordé, et

    d) une extrémité de déversement (16) de la bande transporteuse (17) destinée au déversement du ballast nettoyé sur une surface (24) dégagée est disposée en saillie par rapport à l'extrémité arrière du châssis (14) du véhicule de réception de ballast (5), caractérisée en ce que

    e) les deux véhicules (5, 6) sont respectivement équipés de deux trains de roulement ferroviaires (7) et de deux trains de roulement à chenilles (8), et

    f) l'extrémité de déversement (16) est disposée entre l'extrémité inférieure (13) de la chaîne d'excavation (4) et l'extrémité arrière de châssis (14).


     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente