[0001] Die Erfindung betrifft einen Baukasten eines Warenpräsentationssystems, der zumindest
eine in einer Längsrichtung orientierte Warenschieber-Führungsschiene und mindestens
einen Warentrenner umfasst.
[0002] Aus der
DE 10 2013 104 045 A1 ist ein Warenpräsentationssystem bekannt, bei dem die Warentrenner mittels Haltern
an einer Quertraverse befestigt sind und mehrere Auflagen mit Warenschiebern tragen.
[0003] Die
DE 20 2015 105 469 U1 offenbart ein Warenpräsentationssystem, bei dem eine Warenvorschubvorrichtung und
ein Warentrenner nebeneinander auf einem Regalboden positioniert werden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Warenpräsentationssystem
flexibel an die Ware anzupassen und damit die Regalausnutzung zu verbessern.
[0005] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Dazu weist
die Warenschieber-Führungsschiene an ihrer in Längsrichtung orientierten Längsseite
mindestens eine eine Aufnahmenut begrenzende Übergriffsleiste auf. Der Warentrenner
weist mindestens eine in die Aufnahmenut montierbare Federleiste auf.
[0006] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung schematisch dargestellter Ausführungsformen.
- Figur 1:
- Warenpräsentationssystem;
- Figur 2:
- Querschnitt des Warenpräsentationssystems;
- Figur 3:
- Baukasten eines Warenpräsentationssystems mit Warenschieber-Führungsschiene, Warentrenner
und Auflagestreifen;
- Figur 4:
- Unteransicht von Figur 3;
- Figur 5:
- Isometrische Teilansicht einer Warenschieber-Führungsschiene;
- Figur 6:
- Isometrische Teilansicht eines Warentrenner;
- Figur 7:
- Schnittdarstellung des Warentrenners;
- Figur 8:
- Isometrische Unteransicht eines Auflagestreifen;
- Figur 9:
- Isometrische Draufsicht eines Auflagestreifens;
- Figur 10:
- Führungsanker;
- Figur 11:
- Endstück.
[0007] Die Figur 1 zeigt ein Warenpräsentationssystem (10). Dieses ist baukastenartig aufgebaut.
Es umfasst eine Warenschieber-Führungsschiene (11), deren Längsrichtung (15) beispielsweise
quer zu einem Regalboden (1) ausgerichtet ist. Entlang dieser Warenschieber-Führungsschiene
(11) ist ein Warenschieber (91) von einer beispielsweise arretierbaren Bereitschaftsposition
in einer Förderrichtung (95) in Richtung eines Führungsankers (32) verstellbar. Der
Warenschieber (91) wird dabei z.B. mittels einer Zugfeder (92) in der Bauform einer
Rollfeder (92) belastet. Das eine Ende dieser Rollfeder (92) ist im Warenschieber
(91) z.B. an einem Rotationsdämpfer gelagert und das andere Ende ist am Führungsanker
(32) fixiert. Die Warenschieber-Führungsschiene (11) ist beispielsweise mittels des
Führungsankers (32) an einer T-förmig ausgebildeten Regalschiene (2) z.B. temporär
fixiert. Diese Regalschiene (2) ist an der Vorderkante (3) des Regalbodens (1) befestigt.
Die Warenschieber-Führungsschiene (11) kann zusätzlich mit einem Endstück (41) in
dem dem Kunden abgewandten Bereich des Regalbodens (1) geführt oder temporär fixiert
sein. Das Endstück (41), vgl. Figur 11, hat Einschubelemente (42) zum Einsetzen in
die Warenschieber-Führungsschiene (11) und einen Adapter (43), der z.B. verschiebbar
an einer am Regalboden (1) befestigten Schiene gelagert ist.
[0008] Der Führungsanker (32) ist im Ausführungsbeispiel Teil eines Frontanschlags (31).
Dieser Frontanschlag (31) weist ein Frontschild (33) auf, der von einer Betriebsposition
(34) in eine Endposition bewegbar ist. Die Figur 1 zeigt den Frontschild (33) in der
Betriebsposition (34), in der er z.B. normal zum Regalboden (1) steht. In dieser Betriebsposition
(34) arretiert der Frontschild (33) beispielsweise mittels eines Keilgetriebes die
Lage des Frontanschlags (31) relativ zur Regalschiene (2). Aus der stabilen Betriebsposition
(34) wird der Frontschild (33) beispielsweise in eine labile Zwischenposition angehoben
und aus dieser in eine Endposition geschwenkt. Die Schwenkachse liegt hierbei z.B.
normal zur Längsrichtung (15) und parallel zu den Tragflächen (12) der Warenschieber-Führungsschiene
(11). In der Endlage kann der Frontschild (33) beispielsweise auf dem Führungsanker
(32) und/oder auf der Warenschieber-Führungsschiene (11) aufliegen. Es ist aber auch
denkbar, dass der Frontschild (33) in der Endlage mit der Ebene der Warenschieber-Führungsschiene
(11) einen Winkel von z.B. 15 Grad, 20 Grad, 30 Grad, etc. einschließt. Dieser Winkel
kann fest eingestellt oder einstellbar sein. Auch ein Schwenken des Frontschilds (33)
nach vorne - also in Richtung des Bedieners bzw. Kunden - ist denkbar.
[0009] Neben der Warenschieber-Führungsschiene (11) sind auf dem Regalboden (1) zwei nebeneinanderliegende
Auflagestreifen (51, 61) angeordnet, vgl. Figur 2. Diese identisch ausgebildeten Auflagestreifen
(51, 61) liegen parallel zur Warenschieber-Führungsschiene (11). Beispielsweise sind
sie in der Längsrichtung (15) der Warenschieber-Führungsschiene (11) relativ zu dieser
verschiebbar. An der warenschieber-Führungsschiene (11) können Anschläge vorgesehen
sein, um das Verschieben zu begrenzen. In der normal zur Längsrichtung (15) und normal
zur durch die Tragflächen (12) bestimmte Tragebene der Warenschieber-Führungsschiene
(11) orientierten Querrichtung sind sie an der Warenschieber-Führungsschiene (11)
gehalten.
[0010] Seitlich an der Längsseite der Warenschieber-Führungsschiene (11) und am außen liegenden
Ausgleichsstreifen (61) ist jeweils ein Warentrenner (71) angeordnet. Der einzelne
Warentrenner (71) ist blattartig ausgebildet und ragt über die Tragebene der Warenschieber-Führungsschiene
(11) hinaus. Seine in der Längsrichtung (15) orientierte Länge entspricht in der Darstellung
der Figur 1 der Länge eines Auflagestreifens (51; 61).
[0011] Außerhalb der Warentrenner (71) sind Tragelemente (81) angeordnet. Diese liegen im
Ausführungsbeispiel auf dem Regalboden (1) auf. Die Tragelemente (81) tragen jeweils
an beiden Enden Endadapter (82), mit denen sie kraft- und/oder formschlüssig verbunden
sind. Mittels diesen Endadapter (82) sind die Tragelemente (81) beispielsweise mittels
Rastelementen an der Regalschiene (2) und gegebenenfalls an einer zweiten, zur Regalschiene
(2) parallelen Schiene befestigt.
[0012] Die Tragelemente (81) haben an ihrer Oberseite (83) Abstützflächen (84), die in einer
gemeinsamen Tragebene liegen. Zwischen den Abstützflächen (84) sind voneinander beabstandete
Längsrillen (85) angeordnet. Die Tragelemente (81) haben über ihre Länge eine konstante
Querschnittsfläche. Sie sind beispielsweise aus einem Zwei-Komponenten-Werkstoff im
Extrusionsverfahren hergestellt.
[0013] Die Figur 2 zeigt einen Querschnitt des Warenpräsentationssystems (10), wobei die
Schnittebene normal zur Längsrichtung (15) liegt. Die Schnittansicht ist in der Förderrichtung
(95) in Richtung des Frontanschlags (31) gerichtet.
[0014] In der Tragebene der Tragelemente (81) liegen die ebenen Oberflächen der Auflagestreifen
(51, 61) sowie die Tragflächen (12) der Warenschieber-Führungsschiene (11). Die Warenschieber-Führungsschiene
(11) ist symmetrisch zu einer in Längsrichtung (15) orientierten vertikalen Mittenlängsebene
ausgebildet. Sie ist außerdem achsensymmetrisch zu einer normal zur Längsrichtung
(15) orientierten Mittenquerebene. Die Warenschieber-Führungsschiene (11) hat z.B.
ein entlang ihrer Längsrichtung (15) konstantes Querschnittsprofil, das beispielsweise
in einem Extrusionsverfahren hergestellt ist.
[0015] In der Figur 5 ist eines der Enden der Warenschieber-Führungsschiene (11) dargestellt.
Die Warenschieber- Führungsschiene (11) hat zwischen den Tragflächen (12) einen Aufnahme-
und Führungsraum (13). Dieser hat zwei dreiseitig begrenzte Längsführungsnuten (14).
In diesen Längsführungsnuten (14) ist der Warenschieber (91) geführt. Bei eingesetztem
Warenschieber (91) ist weiterhin die Zugfeder (92) zwischen einem Schieberschild (93)
und dem Frontanschlag (31) im Aufnahme- und Führungsraum (13) geführt. Die untere
Begrenzung der Längsführungsnuten (14) wird durch zwei Auflageschienen (16) gebildet,
zwischen denen ein abgesenkter Freiraum (17) angeordnet ist.
[0016] Die Tragflächen (12) bilden die Oberseiten zweier in Längsrichtung (15) orientierter
Tragplatten (18). An jeder der Tragplatten (18) ist eine Übergriffsleiste (21) angeformt,
die die Warenschieber-Führungsschiene (11) seitlich mit einer Seitenfläche (19) begrenzen.
Die Höhe der Übergriffsleiste (21) beträgt beispielsweise 74 % der Höhe der Warenschieber-Führungsschiene
(11), sodass in den Darstellungen der Figuren 1 und 2 zwischen der Übergriffsleiste
(21) und dem Regalboden (1) ein konstanter Abstand besteht, dessen Höhe z.B. 30 %
größer ist als die Dicke der Übergriffsleiste (21). Die Übergriffsleiste (21) begrenzt
eine Aufnahmenut (22), die stegartig nach oben in die Warenschieber-Führungsschiene
(11) hineinragt. Die jeweilige Tragplatte (18) begrenzt das obere Ende der einzelnen
Aufnahmenut (22). Die Aufnahmenut (22) ist im Ausführungsbeispiel um 10 % dicker als
die Dicke der Übergriffsleiste (21).
[0017] Die jeweilige Innenseite der Aufnahmenut (22) ist mittels eines Tragstegs (23) begrenzt.
Dieser stützt die jeweilige Tragplatte (18) ab und liegt mit einem Tragschuh (24)
auf dem Regalboden (1) auf. Die vertikalen Innenflächen der beiden Tragschuhe (24)
sind jeweils bündig mit den entsprechenden Innenflächen der Tragplatten (18). Die
beiden Tragstege (23) sind z.B. mittig mittels eines Quersteges (25) verbunden. Die
Oberseite des Querstegs (25) begrenzt den Aufnahme- und Führungsraum (13) und den
Freiraum (17). Mittig an der Unterseite des Querstegs (25) verläuft ein Längssteg
(26), der beispielsweise die Warenschieber-Führungsschiene (11) zusätzlich am Regalboden
(1) abstützt. In dem durch die Tragstege (23) und den Quersteg (25) begrenzten Raum
ist der Führungsanker (32) eingesetzt. Der Führungsanker (32), vgl. Figur 10, hat
beispielsweise zwei Einsetzelemente (35), die kraftschlüssig am Quersteg (25) und
an den Tragstegen (23) anliegen. Der Aufnahme- und Führungsraum (13) und der Quersteg
(25) sind im Führungsanker (32) fortgesetzt. Im Frontanschlag (31) ist auf dem Quersteg
ein Federhalter (36) angeformt. In diesem ist die Rollfeder (92) gehalten. Die Rollfeder
(92) liegt beispielsweise auf dem Quersteg (25) auf oder hat einen geringen vertikalen
Abstand zu diesem.
[0018] Der Warentrenner (71) ist als Einzelteil in der Figur 6 dargestellt. Die Figur 7
zeigt eine Schnittdarstellung des Warentrenners (71). Der einzelne Warentrenner (71)
ist symmetrisch zu einer vertikalen Mittenquerebene ausgebildet. Er besteht aus einem
Trennblatt (72) und z.B. vier daran angeformten, im Querschnitt L-förmigen Riegeln
(73). Die Höhe des einzelnen Warentrenners (71) beträgt im Ausführungsbeispiel das
Sechsfache der Höhe der Warenschieber-Führungsschiene (11). Die Dicke des Warentrenners
(71) beträgt z.B. ein Viertel der Höhe der Warenschieber-Führungsschiene (11). Der
Warentrenner (71) ist beispielsweise kürzer als die Warenschieber-Führungsschiene
(11) ausgebildet.
[0019] Die Figuren 1 - 4 zeigen zwei Warentrenner (71) im eingebauten Zustand. Das einzelne
Trennblatt (72) hat zwei einander abgewandte planparallele, zumindest annähernd rechteckige
Trennflächen (74). Die oberen Ecken sind abgerundet. Die Unterseite des Trennblatts
(72) weist im Ausführungsbeispiel an beiden Enden Ausklingungen (75) auf. Die Länge
dieser Ausklingungen (75) beträgt z.B. jeweils 5 % der Länge des Warentrenners (71),
ihre Höhe beträgt Höhe 3 % der Warentrennerhöhe.
[0020] Im unteren Bereich des Trennblatts (72) sind im Ausführungsbeispiel vier Durchbrüche
(76) mit rechteckiger Querschnittsfläche angeordnet, an deren unterer Begrenzung die
Riegel (73) angeformt sind. Die Länge des einzelnen Durchbruchs (76) entspricht der
Länge des angrenzenden Riegels (73). Beispielsweise beträgt diese Länge 10,5 % der
Länge des Warentrenners (71). Die Höhe des einzelnen Durchbruchs (76) beträgt beispielsweise
10 % der Höhe des Warentrenners (71). Der Abstand der einzelnen Riegel (73) zueinander
ist im Ausführungsbeispiel um 60 % größer als die Länge eines Riegels (73). Im dargestellten
Ausführungsbeispiel sind alle Riegel (73) auf einer Seite des Trennblatts (72) angeformt
und fluchten miteinander. Es ist aber auch denkbar, Riegel (73) auf beiden Trennflächen
(74) eines Trennblatts (72) anzuordnen. Beispielsweise sind diese dann in der Längsrichtung
des Warentrenners (71) zueinander versetzt angeordnet. Jedem Riegel (73) ist dann
z.B. ein Durchbruch (76) zum Einführen eines Schiebers bei der Herstellung des Warentrenners
(71) zugeordnet. Die Herstellung des Warentrenners (71) erfolgt beispielsweise in
einem Spritzgussverfahren.
[0021] Der einzelne Riegel (73) besteht aus einem an das Trennblatt (72) angeformten Verbindungssteg
(77) und einer normal zu diesem und parallel zum Trennblatt (72) angeordneten Federleiste
(78). Die Höhe des Durchbruchs (76) ist um ein Drittel höher als die Höhe einer Federleiste
(78) des Riegels (73). Die Länge der Federleiste (78) entspricht der Länge des Verbindungsstegs
(77). An der dem Durchbruch (76) zugewandten Innenfläche der Federleiste (78) ist
ein Klemmsteg (79) angeformt. Dieser verläuft beispielsweise in Richtung der Höhe
des Warentrenners (71). Seine Breite beträgt z.B. 7,5 % der Dicke der Federleiste
(78).
[0022] Die Figuren 8 und 9 zeigen in isometrischen Ansichten eine Teil-Unteransicht und
eine Teil-Draufsicht eines Auflagestreifens (51; 61). Der einzelne Auflagestreifen
(51; 61) hat die gleiche Länge wie der Warentrenner (71). Die Höhe des Auflagestreifens
(51; 61) entspricht der Höhe der Warenschieber-Führungsschiene (11). Die Breite eines
Auflagestreifens (51; 61) beträgt im Ausführungsbeispiel 44 % der Breite der Warenschieber-Führungsschiene
(11). Die Auflagefläche (52) des Auflagestreifens (51; 61) ist eben ausgebildet. Ihre
Breite beträgt z.B. ein Drittel der Breite der Warenschieber-Führungsschiene (11).
[0023] Die Auflagefläche (52) bildet die obere Begrenzung einer Trägerplatte (53). Diese
Trägerplatte (53) ist auf einem in Längsrichtung des Auflagstreifens (51; 61) verlaufenden
Tragsteg (54) und einem hierzu parallelen Stützsteg (55) abgestützt, die beide an
die Trägerplatte (53) angeformt sind. Der Tragsteg (54) hat entlang seiner Länge z.B.
vier Tragelemente (56), mit denen der Tragsteg (54) in den Ausführungsbeispielen der
Figuren 1 und 2 auf dem Regalboden (1) abgestützt ist. An der Unterseite des Stützstegs
(55) sind nach außen ragende Riegel (57) angeordnet, mit denen der Stützseteg (55)
auf dem Regalboden (1) aufliegt. Die Riegel (57) haben einen normal zum Stützsteg
orientierten Verbindungssteg (59), an denen eine parallel zum Stützsteg (55) ausgerichtete
Federleiste (58) angeformt ist. Gegebenenfalls können die Federleisten (58) mit Klemmstegen
ausgebildet sein. Die Längen der einzelnen Riegel (57) des einzelnen Auflagestreifens
(51; 61) und deren Abstände zueinander stimmen mit den entsprechenden Abmessungen
der Bauteile des Warentrenners (71) überein. Zwischen den Riegeln (57) weist der Stützsteg
(55) Ausklinkungen (64) auf.
[0024] An der dem Stützsteg (55) abgewandten Längsseite des Auflagestreifens (51; 61) ist
eine Übergriffsleiste (62) angeordnet, die eine Aufnahmenut (63) begrenzt. Die Übergriffsleiste
(62) und die Aufnahmenut (63) sind so ausgebildet wie die im Zusammenhang mit der
Warenschieber-Führungsschiene (11) beschriebene Übergriffsleiste (21) und Aufnahmenut
(22).
[0025] Beim Aufbau des Warenpräsentationssystems wird beispielsweise der Warenschieber (91)
mit der Zugfeder (92) und gegebenenfalls mit dem Rotationsdämpfer in die Warenschieber-Führungsschiene
(11) eingesetzt. Das freie Ende der Zugfeder (92) wird am Frontanschlag (31) befestigt,
der in die Warenschieber-Führungsschiene (11) eingesteckt wird. In das andere Ende
der Warenschieber-Führungsschiene (11) wird das Endstück (41), vgl. Figur 11 eingeschoben.
Seitlich an der Warenschieber-Führungsschiene (11) wird beispielsweise ein Warentrenner
(71) eingesteckt. Hierbei greift die Federleiste (78) des Warentrenners (71) in die
Aufnahmenut (22) der Warenschieber-Führungsleiste (11) ein. Aufgrund der in Längsrichtung
(15) verteilten Federleisten (78) ist der Warentrenner (71) gut gegen ein Ausbeulen
oder Ausbiegen gesichert.
[0026] An der anderen Längsseite der Warenschieber-Führungsschiene (11) wird im Ausführungsbeispiel
ein Auflagestreifen (51; 61) angesetzt. Die Federleisten (58) des Auflagestreifens
(51; 61) werden in die Aufnahmenut (22) der Warenschieber-Führungsleiste (11) eingeschoben,
bis die Auflagefläche (52) bündig mit der Tragfläche (12) der Warenschieber-Führungsschiene
(11) ist.
[0027] Anschließend wird im Ausführungsbeispiel ein zweiter Auflagestreifen (61; 51) an
dem ersten Auflagestreifen (51; 61) fixiert, indem die Federleiste (58) des zweiten
Auflagestreifens (61, 51) in die Aufnahmenut (63) des ersten Auflagestreifens (51;
61) eingesetzt wird. Nach der Montage liegen die Auflagefläche (52) des zweiten Auflagestreifens
(61; 51) und die Auflagefläche (52) des ersten Auflagestreifens (51; 61) in derselben
Ebene.
[0028] An den zweiten Auflagestreifen (61; 51) ist in den Darstellungen der Figuren 1 -
4 ein zweiter Warentrenner (71) montiert. Hierbei ist die Federleiste (78) des Warentrenners
(71) in die Aufnahmenut (63) des zweiten Auflagestreifens (61; 51) eingesetzt. Der
einzelne Warentrenner (71) kann in der Höhe verstellbar sein, indem er z.B. weiter
in die Aufnahmenut (63) eingeschoben wird.
[0029] Die zusammengebaute Warenpräsentationsvorrichtung (10) wird beispielsweise mittels
des Fontanschlags (31) und des Endstücks (41) an der oder den Regalschienen (2) fixiert
und auf dem Regalboden (1) abgelegt. Zusätzlich können die Tragelemente (81) z.B.
am Regalboden (1) fixiert werden.
[0030] Auch eine andere Reihenfolge der Montage ist denkbar. So können beispielsweise der
Warentrenner (71) und der Ausgleichsstreifen (51; 61) in Längsrichtung (15) der Warenschieber-Führungsschiene
(11) eingeschoben werden. Auch ist es denkbar, die Übergriffsleisten (21; 62) der
Warenschieber-Führungsschiene (11) und der Ausgleichsstreifen (51; 61) mit unten liegenden
Ausklinkungen auszubilden, deren Länge größer ist als die Länge der Riegel (57; 73).
Diese Ausklinkungen sind z.B. in Längsrichtung (15) versetzt zur Lage der montierten
Riegel (57; 73). Bei der Montage kann dann z.B. die Warenschieber-Führungsschiene
(11) auf dem Regalboden (1) aufliegen. Der ebenfalls auf den Regalboden (1) aufliegende
Warentrenner (71) oder der Ausgleichsstreifen (51; 61) wird dann quer zur Längsrichtung
(15) in die Ausklinkungen der Warenschieber-Führungsschiene (11) eingeschoben, bis
die Federleiste (58; 78) in der Aufnahmenut (22; 63) liegt. Nun wird der Warentrenner
(71) oder der Ausgleichsstreifen (51; 61) in Längsrichtung (15) relativ zur Warenschieber-Führungsschiene
(11) verschoben, bis die Federleisten die Übergriffsleiste (21; 62) hintergreifen.
Die Montage der weiteren Bauelemente erfolgt analog.
[0031] Beim Betrieb des Warenpräsentationssystems (10) werden beispielsweise Waren auf die
Warenschieber-Führungsschiene (11) zwischen dem Warenschieber (91) und dem Frontanschlag
(31) eingesetzt. Der Warenschieber (91) belastet die präsentierten Waren in der Förderrichtung
(95). Nach der Entnahme einer Ware wird der restliche Warenstapel mittels der sich
entspannenden Zugfeder (92) in der Förderrichtung (95) in Richtung des Frontanschlags
(31) gefördert. Diese Förderbewegung wird beispielsweise mittels des Rotationsdämpfers
gedämpft.
[0032] Die Figuren 3 und 4 zeigen den Baukasten des Warenpräsentationssystems (10) mit einer
Warenschieber-Führungsschiene (11), zwei Auflagestreifen (51, 61) und zwei Warentrennern
(71). Hierbei zeigt die Figur 3 eine isometrische Ansicht von oben und die Figur 4
eine isometrische Ansicht von unten. Die einzelnen Bauteile (11, 51, 61, 71) sind
so aneinander gehalten, dass sie auch bei schräg oder quer auftretender Belastung
ihre Lage zueinander nicht verändern. Gegebenenfalls kann die einzelne Federleiste
(58; 78) kraftschlüssig in der jeweiligen Aufnahmenut (22; 63) gehalten sein.
[0033] Es ist auch denkbar, die einzelnen Bauteile (11, 51, 61, 71) anders als in den Figuren
3 und 4 dargestellt zusammenzusetzen. So kann beispielsweise bei einer Ausführungsform
ohne Auflagestreifen jeweils ein Warentrenner (71) auf jeder Seite der Warenschieber-Führungsschiene
(11) angeordnet sein. Auch ist es denkbar, nur auf einer Seite der Warenschieber-Führungsschiene
(11) einen Warentrenner (71) anzuordnen. Der Baukasten ermöglicht es auch, beidseitig
der Warenschieber-Führungsschiene (11) jeweils z.B. einen oder mehrere Auflagestreifen
(51; 61) und einen Warentrenner (71) anzuordnen. Auch andere Aufbauten sind denkbar.
Das Warenpräsentationssystem (10) kann somit problemlos auf die Warenbreite eingestellt
werden. Damit kann die Regalausnutzung verbessert werden.
[0034] Das Warenpräsentationssystem (10) kann auch ohne Warenschieber (91) eingesetzt werden.
Der Regalboden (1) kann dann waagerecht oder schräg ausgebildet sein. Auch ist es
denkbar, die Warenschieber-Führungsschiene (11) nur an ihrem vorderen Ende oder an
ihrem hinteren Ende am Regalboden (1) zu fixieren. Hierbei kann die Warenschieber-Führungsschiene
(11) verschiebbar und/oder schwenkbar relativ zum Regalboden (1) sein. Hat der Regalboden
(1), der als Drahtgestell oder mit einem Vollboden ausgebildet ist, einen vorderen
und/oder hinteren, nach oben stehenden Rand, kann die Warenschieber-Führungsschiene
(11) ohne Fixierung in den Regalboden (1) eingelegt sein.
[0035] Auch Kombinationen der einzelnen Ausführungsbeispiele sind denkbar.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1
- Regalboden
- 2
- Regalschiene
- 3
- Vorderkante
- 10
- Warenpräsentationssystem
- 11
- Warenschieber-Führungsschiene
- 12
- Tragfläche
- 13
- Aufnahme- und Führungsraum
- 14
- Längsführungsnuten
- 15
- Längsrichtung
- 16
- Auflageschienen
- 17
- Freiraum
- 18
- Tragplatten
- 19
- Seitenfläche
- 21
- Übergriffsleiste
- 22
- Aufnahmenut
- 23
- Tragsteg
- 24
- Tragschuh
- 25
- Quersteg
- 26
- Längssteg
- 31
- Frontanschlag
- 32
- Führungsanker
- 33
- Frontschild
- 34
- Betriebsposition
- 35
- Einsetzelemente
- 36
- Federhalter
- 41
- Endstück
- 42
- Einschubelemente
- 43
- Adapter
- 51
- Auflagestreifen, Ausgleichsstreifen
- 52
- Auflagefläche
- 53
- Trägerplatte
- 54
- Tragsteg
- 55
- Stützsteg
- 56
- Tragelemente
- 57
- Riegel
- 58
- Federleisten
- 59
- Verbindungssteg
- 61
- Auflagestreifen, Ausgleichsstreifen
- 62
- Übergriffsleiste
- 63
- Aufnahmenut
- 64
- Ausklinkungen
- 71
- Warentrenner
- 72
- Trennblatt
- 73
- Riegel
- 74
- Trennflächen
- 75
- Ausklinkungen
- 76
- Durchbrüche
- 77
- Verbindungssteg
- 78
- Federleiste
- 79
- Klemmsteg
- 81
- Tragelemente
- 82
- Endadapter
- 83
- Oberseite
- 84
- Abstützflächen
- 85
- Längsrillen
- 91
- Warenschieber
- 92
- Zugfeder, Rollfeder
- 93
- Schieberschild
- 95
- Förderrichtung
1. Baukasten eines Warenpräsentationssystems (10), der zumindest eine in einer Längsrichtung
(15) orientierte Warenschieber-Führungsschiene (11) und mindestens einen warentrenner
(71) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Warenschieber-Führungsschiene (11) an ihrer in Längsrichtung (15) orientierten
Längsseite mindestens eine eine Aufnahmenut (22) begrenzende Übergriffsleiste (21)
aufweist und
- dass der Warentrenner (71) mindestens eine in die Aufnahmenut (22) montierbare Federleiste
(78) aufweist.
2. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmenut (22) einer Tragfläche (12) der Warenschieber-Führungsschiene (11)
abgewandt ist.
3. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenschieber-Führungsschiene (11) achsensymmetrisch zu einer normal zur Längsrichtung
(15) orientieren Mittenquerebene ausgebildet ist.
4. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Auflagestreifen (51; 61) mit zwei Längsseiten umfasst, der an einer ersten
Längsseite mindestens eine eine Aufnahmenut (63) begrenzende Übergriffsleiste (62)
und parallel hierzu an der anderen Längsseite eine in eine Aufnahmenut (22; 63) montierbare
Federleiste (58) aufweist.
5. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenschieber-Führungsschiene (11) an ihren beiden in Längsrichtung (15) orientierten
Längsseiten mindestens eine eine Aufnahmenut (22) begrenzende Übergriffsleiste (21)
aufweist.
6. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Warentrenner (71) mindestens drei miteinander fluchtende Federleisten (78) aufweist.
7. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Warentrenner (71) zwei an einander abgewandten Seiten des Warentrenners (71)
angeordnete, zueinander parallele Federleisten (78) aufweist.
8. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens ein Tragelement (81) umfasst.
9. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenschieber-Führungsschiene (11) einen Warenschieber (91) trägt.