[0001] Die Erfindung betrifft ein Außenrohr einer Teleskopstütze sowie eine Teleskopstütze
mit einem dünnwandigen Rohrabschnitt.
[0002] Im Bausektor werden Teleskopstützen für vielfältige Abstützaufgaben verwendet, beispielsweise
als Decken- oder Einrichtstützen zum Abstützen von Betonschalungen. Die Teleskopstützen
weisen ein Außenrohr und ein relativ zu dem Außenrohr axial verschiebbares Innenrohr
auf. Das Außenrohr kann ein Gewinde aufweisen, an dem sich das Innenrohr mittelbar
oder unmittelbar abstützt. Bei dem Gewinde des Außenrohres handelt es sich dabei in
der Regel um ein Außengewinde. Derartige Teleskopstützen sind beispielsweise aus der
DE 10 2009 054 628 A1 bekannt geworden.
[0003] Bei den eingesetzten Außenrohren der Teleskopstützen handelt es sich üblicherweise
um verzinkte Stahlrohre. Auf die verzinkten Stahlrohre kann das Gewinde aufgerollt
werden.
[0004] Um das Gewicht der Außenrohre bei gleichbleibender Tragkraft zu reduzieren, werden
Außenrohre mit möglichst großem Außendurchmesser und geringer Wandstärke eingesetzt.
[0005] Bei der Fertigung solcher Außenrohre hat sich jedoch herausgestellt, dass auf die
Außenrohre nur schwer ein Gewinde aufgerollt werden kann. Die aufgerollten Gewinde
weisen nicht die nötige Stabilität auf, um die auf das Gewinde übertragene Last aufzunehmen.
Beispielsweise wurde in Versuchen beobachtet, dass eine auf ein Außengewinde eines
Außenrohres aufgeschraubte Mutter auf dem Außengewinde "durchrutscht". In anderen
Fällen ist das Gewinde beim Aufrollen abgerissen. Dies liegt einerseits an den geringen
Wandstärken der eingesetzten Rohre und andererseits an den Toleranzen in der Rundheit
des Rohrquerschnitts und dem Außendurchmesser des Rohres.
[0006] Dem Problem kann abgeholfen werden, indem ein fertiges Gewindestück auf ein gewindefreies
Außenrohr aufgeschweißt wird. Die dabei entstehende Schweißnaht kann jedoch eine Schwachstelle
der Teleskopstütze darstellen. Weiterhin muss die Schweißnaht nachbehandelt werden,
um einen ausreichenden Korrosionsschutz zu gewährleisten.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein verbessertes Außenrohr einer
Teleskopstütze und eine Teleskopstütze mit einem solchen Außenrohr bereitzustellen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Außenrohr nach Anspruch 1 und eine Teleskopstütze
nach Anspruch 3 gelöst. Die Unteransprüche geben bevorzugte Weiterbildungen wieder.
[0009] Ein Rohrabschnitt eines Außenrohrs einer Teleskopstütze für den Baubereich kann mit
den aufeinander folgenden Schritten verfestigt und kalibriert werden:
- a) Aufschieben eines Rings auf den Rohrabschnitt, wobei der Innendurchmesser des Rings
dem Außendurchmesser des Rohrabschnittes entspricht,
- b) Einschieben eines Stempels in den Rohrabschnitt, wobei der Außendurchmesser des
Stempels größer ist als der Innendurchmesser des Rohrabschnittes, sodass der Rohrabschnitt
aufgeweitet wird,
- c) Herausziehen des Stempels aus dem Rohrabschnitt,
- d) Überziehen des aufgeweiteten Rohrabschnitts mit dem Ring, sodass der aufgeweitete
Rohrabschnitt wieder auf seinen ursprünglichen Außendurchmesser verjüngt wird,
wobei Schritt d) nach Schritt c) oder gleichzeitig mit Schritt c) durchgeführt wird.
[0010] Hierdurch kann auf einfache Art und Weise ein Endabschnitt eines Rohres verfestigt
und kalibriert werden, wobei das verwendete Rohr während der Durchführung des Verfahrens
ständig einseitig eingespannt bleiben kann.
[0011] Schritt b) wird nach Schritt a) oder gleichzeitig mit Schritt a) durchgeführt. Die
Schritte c) und d) werden nach den Schritten a) und b) durchgeführt.
[0012] Das Verfahren kann auf das gesamte Rohr oder einen Rohrabschnitt angewendet werden.
Der Stempel kann dabei vollständig durch das Rohr geschoben werden. Vorzugsweise wird
der Stempel lediglich abschnittsweise in einen Rohrabschnitt eingeschoben und wieder
herausgezogen. Besonders bevorzugt wird der Stempel ca. 300mm in das Rohr eingeschoben.
[0013] Das in dem Verfahren eingesetzte Rohr wird somit von einem Stempel bzw. Dorn aufgeweitet,
der von innen in das Rohr eingeführt wird. Beim Aufweiten des Rohrabschnittes wird
das Rohr vorzugsweise um ca. 1mm aufgeweitet, d.h. der Außendurchmesser nimmt durch
das Aufweiten um ca. 1mm zu. Bei der Aufweitung des Rohres entsteht eine Gefügeänderung,
die eine Festigung des aufgeweiteten Rohrabschnittes bewirkt. Weiterhin erfolgt durch
das Einschieben des Stempels eine Kalibrierung des Innendurchmessers des aufgeweiteten
Rohrabschnittes. Der Innendurchmesser des Rohrabschnittes wird dabei auf den Außendurchmesser
des Stempels geformt.
[0014] Um das Einführen des Stempels zu erleichtern, kann ein Stempel verwendet werden,
der eine erste Fase bzw. Rundung zwischen seiner zuerst in das Rohr eindringenden
Vorderseite und seiner an der Innenseite des Rohrabschnittes anliegenden Außenseite
aufweist.
[0015] Weiterhin kann das Herausziehen des Stempels aus dem Rohr erleichtert werden, wenn
ein Stempel verwendet wird, der eine zweite Fase bzw. Rundung zwischen seiner an der
Innenseite des Rohrabschnittes anliegenden Außenseite und seiner der Vorderseite gegenüberliegenden
Rückseite aufweist.
[0016] Das Einführen des Stempels wird vorzugsweise bei Zimmertemperatur durchgeführt, sodass
eine Kaltverformung bzw. Kaltumformung des aufgeweiteten Rohrabschnittes erfolgt.
[0017] Eine weitere Festigung des Rohres und eine Kalibrierung des Außendurchmessers des
im Verfahren behandelten Rohrabschnittes erfolgt dadurch, dass nach dem Aufweiten
des Rohrabschnittes das Rohr zumindest abschnittsweise von dem Ring überzogen wird,
dessen Innendurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser des aufgeweiteten Rohrabschnittes.
Der aufgeweitete Rohrabschnitt wird dabei durch die Innenseite des Rings verjüngt,
der über den aufgeweiteten Rohrabschnitt gezogen wird. Hierbei erfolgt eine Gefügeänderung
des verjüngten Rohrabschnittes. Durch den kalibrierten Außendurchmesser kann besonders
gut ein Außengewinde auf das Rohr aufgebracht werden.
[0018] Das Ziehen des Rings über die Außenseite des aufgeweiteten Rohrabschnittes wird vorzugsweise
bei Zimmertemperatur durchgeführt, sodass eine Kaltverformung des jetzt verjüngten
Rohrabschnittes erfolgt.
[0019] Es wird ein Ring verwendet, dessen Innendurchmesser im Wesentlichen dem Außendurchmesser
des Rohrabschnittes vor der Aufweitung durch den Stempel entspricht. Hierdurch kann
im Ergebnis ein Rohr bzw. Rohrabschnitt gefertigt werden, dessen Außendurchmesser
nach Durchführung des Verfahrens dem Außendurchmesser vor Durchführung des Verfahrens
entspricht. Wird das Verfahren nur an einem Rohrabschnitt durchgeführt, so kann ein
Rohr mit gleichbleibendem Außendurchmesser an dem behandelten und dem nicht behandelten
Rohrabschnitt des Rohres erzielt werden. Gleichzeitig ist jedoch der behandelte Rohrabschnitt
verfestigt und sein Außendurchmesser kalibriert bzw. die Rundheit verbessert.
[0020] Die Toleranz des Außendurchmessers kann dabei von typischerweise ±0,3mm auf ±0,15mm
verbessert werden.
[0021] Das Verfahren wird an dem Rohr besonders einfach durchgeführt, da der Ring vor dem
Einschieben des Stempels auf das Rohr aufgeschoben und der Stempel nach dessen Einführen
in das Rohr aus dem Rohr herausgezogen wird. Das Verfahren weist somit folgende Schritte
auf:
- a) Aufschieben des Rings auf das Rohr;
- b) Einschieben des Stempels in das Rohr, wobei ein Rohrabschnitt aufgeweitet wird;
- c) Herausziehen des Stempels aus dem Rohr;
- d) Überziehen des aufgeweiteten Rohrabschnittes mit dem Ring, wobei der aufgeweitete
Rohrabschnitt wieder verjüngt wird.
[0022] Der Stempel und der Ring werden vorzugsweise in einem festen Abstand zueinander geführt.
Hierdurch kann eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens konstruktiv einfach
ausgebildet werden. Stempel und Ring können dabei beispielsweise an einer gemeinsamen
Halterung angeordnet sein. Alternativ dazu können Stempel und Ring einteilig ausgebildet
sein. Der Ring wird dabei vorzugsweise ca. 20mm vor dem Stempel geführt.
[0023] Auf den gefestigten und kalibrierten Rohrabschnitt wird ein Gewinde aufgebracht.
Das Gewinde wird, insbesondere in Form eines Außengewindes, aufgerollt. Hierdurch
kann das behandelte Rohr als Außenrohr einer Teleskopstütze im Baubereich eingesetzt
werden.
[0024] Auf den behandelten Rohrabschnitt wird besonders bevorzugt ein Gewinde in Form eines
Trapezgewindes mit einem Flankenwinkel von weniger als 15°, insbesondere 10°, gerollt.
Durch den kleinen Flankenwinkel kann eine sehr hohe Last auf das Gewinde übertragen
werden.
[0025] Zur Durchführung des Verfahrens kann ein Rohr in Form eines verzinkten Stahlrohres
verwendet werden. Nach Durchführung des Verfahrens weist ein solches Rohr zumindest
einen behandelten Rohrabschnitt mit hoher Stabilität, Maßhaltigkeit und Korrosionsbeständigkeit
auf. Verzinkte Stahlrohre werden mit standardisierten Durchmessern in großen Mengen
hergestellt und können dadurch preiswert bezogen werden.
[0026] Die Vorteile des Verfahrens kommen besonders gut zum Tragen, wenn ein Rohr mit einem
Außendurchmesser von mehr als 60mm und einer Wandstärke von weniger als 3mm, insbesondere
mit einer Wandstärke von weniger als 2,7mm, zur Durchführung des Verfahrens verwendet
wird. In diesem Fall können auch auf diese Rohre Gewinde aufgerollt werden.
[0027] Die Erfindung kann somit ein Verfahren zur Herstellung eines Außenrohrs einer Teleskopstütze
für den Baubereich betreffen, wobei zumindest ein Rohrabschnitt des Außenrohrs mit
einem zuvor beschriebenen Verfahren behandelt wird.
[0028] Die Erfindung kann ferner eine Vorrichtung zur Durchführung eines zuvor beschriebenen
Verfahrens, mit einer Spannvorrichtung zur festen Aufnahme eines Rohres, einem im
Querschnitt runden Stempel, der in Längsrichtung eines eingespannten Rohres in das
Rohr einpressbar ist und einem Ring, der in Längsrichtung des eingespannten Rohres
über die Außenseite des Rohres ziehbar ist, betreffen.
[0029] Vorzugsweise weist der Ring dabei - bis auf eine oder zwei endseitige Fasen - einen
konstanten Innendurchmesser auf. Hierdurch ist der Ring konstruktiv einfach und kostengünstig
herstellbar und ermöglicht darüber hinaus die Herstellung einer qualitativ besonders
hochwertigen Außenoberfläche des bearbeiteten Rohrabschnittes.
[0030] Der Stempel ist vorzugsweise zusammen mit dem Ring entlang der Längsachse eines eingespannten
Rohres bewegbar. Hierdurch kann eine Steuerung des mit der Vorrichtung ausgeführten
Verfahrens vereinfacht werden.
[0031] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der Stempel mit dem Ring
verbunden. Die Vorrichtung ist dadurch konstruktiv besonders einfach ausführbar. Vorzugsweise
ist die Verbindung zwischen Stempel und Ring unmittelbar und starr.
[0032] Die Erfindung betrifft ein Außenrohr einer Teleskopstütze für den Baubereich, wobei
das Außenrohr einstückig mit durchgehendem Außendurchmesser ausgebildet ist und zumindest
abschnittsweise ein auf seine äußere Mantelfläche aufgerolltes Außengewinde und/oder
ein auf seine innere Mantelfläche aufgerolltes Innengewinde aufweist, wobei das Verhältnis
des Außendurchmessers des Außenrohrs zur Wandstärke des Außenrohrs größer als 26,2
ist.
[0033] Einstückige Außenrohre von Teleskopstützen mit durchgehendem Außendurchmesser und
einem so großen Außendurchmesser-zu-Wandstärke-Verhältnis sind sowohl sehr leicht
als auch äußerst stabil. Die Herstellung solcher Außenrohre erfolgt zumindest teilweise
durch das zuvor beschriebene Verfahren.
[0034] Das Außenrohr besteht vorzugsweise aus verzinktem Stahl. Verzinkter Stahl ist korrosionsbeständig,
stabil und vergleichsweise kostengünstig.
[0035] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der Außendurchmesser des
Außenrohres größer als 60,3mm, d.h. es ist für Lasten über 30kN geeignet. Das Außenrohr
ist dadurch besonders stabil und leicht ausgebildet. Die Querschnittsfläche des Außenrohres
ist dabei vorzugsweise stets größer als 419mm
2.
[0036] Die Erfindung betrifft schließlich eine Teleskopstütze für den Baubereich mit einem
zuvor beschriebenen Außenrohr und einem axial darin verschiebbar angeordneten Innenrohr.
[0037] Bei der erfindungsgemäßen Teleskopstütze kann ein Anschlagelement erfindungsgemäß
im Bereich eines Endes des Außenrohres vorgesehen sein, wobei das Anschlagelement
die freie Querschnittsfläche des Außenrohrs zumindest teilweise verdeckt. Unter Verdecken
der Querschnittsfläche wird in der vorliegenden Anmeldung dabei auch ein zumindest
teilweises Vorstehen des Anschlagelements in den lichten Querschnitt des Außenrohres
verstanden. Der Vorteil besteht im Wesentlichen darin, dass das Anschlagselement auf
einfache Weise an dem Außenrohr angeordnet werden kann, ohne dass hierzu eine aufwändige
Veränderung des Innenquerschnitts des Außenrohres bzw. ein Anschweißen von separaten
Rohrstücken erforderlich ist. Je nach der gewählten Befestigungsart kann dabei eine
robuste und gegenüber axial angreifenden Kräften hoch belastbare Ausziehbegrenzung
des Innenrohrs verwirklicht werden. Das Anschlagelement ist nach der Erfindung vorzugsweise
ohne separate Verbindungsmittel an dem Außenrohr befestigt und im einfachsten Fall
lediglich im Presssitz an bzw. in dem Außenrohr angeordnet. Das Anschlagelement kann
aber auch im Sinne eines Sprengrings in einer an dem Außenrohr angeordneten Nut bzw.
über eine Rastverbindung oder eine bajonettverschlussartige Befestigung an dem Außenrohr
angeordnet sein. Das Anschlagelement ist mit dem Außenrohr verbunden und dies im Bereich
des freien Endes des Außenrohrs.
[0038] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung greift das Anschlagelement in
ein an einer Mantelfläche des Außenrohrs angeordnetes Innen- und/oder Außengewinde
des Außenrohrs ein, wobei eine besonders belastbare Anordnung des Anschlagselements
dadurch erreicht wird, dass das Anschlagselement mit einem Außen- und/oder einem Innengewinde
in das bzw. in die korrespondierenden Gewinde des Außenrohrs eingreift.
[0039] Zwecks Sicherung des Anschlagelements gegenüber einem unbeabsichtigten Lösen aus
seiner Montageposition hat es sich dabei in der Praxis als vorteilhaft erwiesen, dass
dem Anschlagelement eine Ausdrehsicherung zugeordnet ist. Die Ausdrehsicherung kann
dabei insbesondere eine an dem Anschlagelement angeordnete und in das Gewinde des
Außenrohrs einschlagbare Sicherungslasche aufweisen. Das Anschlagelement, hier eine
Einschlaglasche, greift in eine Durchtrittsöffnung des Außenrohrs.
[0040] Die Belastbarkeit des Anschlagselements gegenüber axialen Belastungen, wie diese
insbesondere bei einem Einschieben eines verschmutzten Innenrohrs in das Außenrohr
auftreten können, wird dadurch weiter verbessert, dass das Anschlagelement eine Stirnfläche,
d.h. einen stirnseitigen Wandungsabschnitt, des einen Endes des Außenrohres zumindest
teilweise überdeckt.
[0041] Das Anschlagelement ist nach einer Ausführungsform der Erfindung vorzugsweise als
Kappe oder als Hülse ausgebildet. Dadurch kann einerseits einem Eindringen von Verunreinigungen,
beispielsweise Frischbeton, in das Innere des Außenrohres entgegengewirkt werden,
was für eine wartungsarme und zuverlässige Funktion günstig ist. Andererseits kann
das Anschlagelement dadurch als (Gleit-) Lager und zugleich als Abstreifelement für
ein verunreinigtes Innenrohr dienen. Ist das Anschlagselement als Kappe oder als Hülse
ausgebildet, so muss zur Schaffung eines Anschlagselements am Außenrohr keine zusätzliche
Bearbeitung erfolgen.
[0042] Zwecks einer von der Orientierung des Innenrohrs in dem Außenrohr unabhängigen Funktion
der Ausfallsicherung ist das Anschlagmittel des Innenrohrs vorzugsweise als aufgeweitetes,
beispielsweise aufgebördeltes, Ende des Innenrohrs ausgebildet. Dadurch kann das Innenrohr
selbst bei sehr großen angreifenden Kräften, wie diese in der Praxis auftreten können,
nicht aus dem Außenrohr entfernt werden.
[0043] Damit das Anschlagelement selbst unter hohen Biegemomenten des ausgezogenen Innenrohrs
nicht aus seiner montierten Position gelöst werden kann, weist das Innenrohr nach
einer Weiterbildung der Erfindung wenigstens einen radialwärts über seine Außenmantelfläche
seitlich vorstehenden Vorsprung auf, der von dem aufgeweiteten Ende des Innenrohrs,
dem Anschlagmittel, axial beabstandet angeordnet ist. Der Vorsprung ist dabei vorzugsweise
einstückig mit dem Innenrohr ausgebildet und insbesondere über einen Umformprozess
am Innenrohr gefertigt. Der Vorsprung ist vorteilhafterweise in Gestalt einer Noppe
oder eines Sickenvorsprung ausgebildet und kann sich in Umfangsrichtung des Innenrohrs
über einen vorzugsweise großen Umfangswinkel erstrecken. Nach einer Ausführungsform
der Erfindung können auch mehrere Vorsprünge vorgesehen sein, die entlang des äußeren
Umfangs des Innenrohrs zueinander beabstandet aufgereiht sind und die vorzugsweise
in einer zur Längsachse des Innenrohrs orthogonal angeordneten Ebene angeordnet sind.
[0044] Das Innenrohr ist zwecks einer verbesserten Positioniergenauigkeit sowie eines zuverlässigen
Stützverhaltens an dem Anschlagelement und/oder an einer Innenmantelfläche des Außenrohres,
vorzugsweise im Gleitspiel-Formschluss, axial geführt. Dabei ist das Innenrohr an
der Innenmantelfläche des Außenrohrs zweckmäßiger Weise mit dem einen Anschlagsmittel,
hier beispielsweise mit dem aufgebördelten Rand seines in dem Außenrohr angeordneten
Endes, und/oder mit dem wenigstens einen Vorsprung geführt.
[0045] Das vorzugsweise als Kappe ausgebildete Anschlagelement weist nach einer unter fertigungstechnischen
Aspekten besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ein Innengewinde auf, das
in ein Außengewinde des Außenrohrs eingreift, wobei das Außengewinde zusätzlich mit
einem Innengewinde einer Absenkmutter im Eingriff steht, an der ein quer zur Längsachse
der Teleskopstütze durch das Außen- und Innenrohr führbarer Sicherungsbolzen abstützbar
ist. Dadurch ist einerseits eine Feineinstellung der funktionellen Gesamtlänge der
Teleskopstütze sowie ein erleichtertes Ausschalen möglich, andererseits kann das Anschlagelement
unmittelbar auf ein ohnehin vorgesehenes Gewinde aufgeschraubt werden. Das Anschlagelement
fungiert dabei zugleich im Sinne einer Kontermutter bzw. eines Anschlagelements für
die Absenkmutter, so dass diese unverlierbar an der Teleskopstütze angeordnet ist.
[0046] Im Hinblick auf eine besonders kostengünstige Fertigung der Teleskopstütze weist
das Außenrohr vorzugsweise über seine gesamte axiale Länge einen im Wesentlichen gleichbleibenden
Innendurchmesser auf.
[0047] Im Falle eines zumindest abschnittsweisen Aufweitens des Außenrohrs durch den Stempel
kann das Außenrohr jedoch auch einen abschnittsweise aufgeweiteten Innendurchmesser
aufweisen.
[0048] Insgesamt hat die beschriebene Baustütze (Teleskopstütze) den Vorteil, dass sie einfachst
zu montieren (Endmontage) ist. Das Außen- wie auch Innenrohr können ohne Zusatzelemente
bearbeitet und hergestellt werden und erst beim Zusammenfügen des Außen- und Innenrohrs
wird die Absenkmutter mit den damit verbundenen Elementen auf das Außenrohr aufgeschraubt.
Ebenfalls wird vor dem Zusammenfügen des Innenrohrs mit dem Außenrohr der Sicherungsbolzen
am Außenrohr angebracht. Ist die Baustütze erfindungsgemäß zusammengefügt, kann der
Sicherungsbolzen nur noch im Bereich der Durchstecköffnung verwendet werden, sofern
das Anschlagelement einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist, als die lichte
Weite eines das Außenrohr umfassenden Abschnitts des entsprechend geformten Sicherungsbolzens.
[0049] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt sowie aus den Ansprüchen.
[0050] Die in der Zeichnung dargestellten Merkmale sind nicht notwendigerweise maßstäblich
zu verstehen und derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich
sichtbar gemacht werden können. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich
oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht
sein.
[0051] In der schematischen Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Teleskopstütze mit einem erfindungsgemäßen Außenrohr sowie ein Teil des Herstellungsprozesses
des Außenrohrs dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0052] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer ausschnittsweise dargestellten erfindungsgemäßen
Teleskopstütze mit einem Außenrohr und einem als Kappe ausgebildeten Anschlagselement;
- Fig. 2
- ausschnittsweise einen Längsschnitt durch eine der Fig. 1 entsprechende Teleskopstütze;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Kappe aus Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung der in Fig. 3 gezeigten Kappe;
- Fig. 5
- die Einzelteile der erfindungsgemäßen Teleskopstütze vor dem Zusammenfügen des Innenrohrs
mit dem Außenrohr; und
- Fig. 6a
- eine geschnittene Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung des Außenrohrs in
einer ersten Stellung;
- Fig. 6b
- die Vorrichtung zur Herstellung des Außenrohrs in einer zweiten Stellung;
- Fig. 6c
- die Vorrichtung zur Herstellung des Außenrohrs in einer dritten Stellung;
- Fig. 6d
- die Vorrichtung zur Herstellung des Außenrohrs in einer vierten Stellung;
- Fig. 6e
- das Außenrohr aus Fig. 6d mit einem Gewinde; und
- Fig. 6f
- einen Ausschnitt aus Fig. 6e.
[0053] In Fig. 1 ist eine insgesamt mit 10 bezeichnete erfindungsgemäße Teleskopstütze für
den Baubereich in einem ausgewählten Stützenabschnitt wiedergegeben. Die Teleskopstütze
10 weist ein erfindungsgemäßes Außenrohr 12 und ein darin axial verschiebbar angeordnetes
Innenrohr 14 auf. Das Innenrohr 14 weist an seinem in der Figur oben dargestellten
freien Ende 16 eine an sich bekannte Tragplatte 18 auf, während das Außenrohr 12 an
seinem in der Fig. nicht näher wiedergegebenen fussseitigen Ende eine Fußplatte für
ein sicheres Positionieren auf einem jeweiligen Untergrund aufweist.
[0054] An einem kopfseitigen, d.h. der Tragplatte 18 des Innenrohrs 14 zugewandten, Ende
20 des Außenrohrs 12 ist eine Kappe 22 angeordnet, die als Anschlagelement für das
Innenrohr 14 dient und durch die ein axiales Entfernen bzw. ein Ausfallen des Innenrohrs
14 aus dem Außenrohr 12 verhindert ist.
[0055] Die Kappe 22 ist in einer zu einer Überwurfmutter entsprechenden Weise ausgebildet
und weist einen im Wesentlichen zylindrischen Wandabschnitt 24 mit einem Innengewinde
26 auf. An den zylindrischen Wandabschnitt 24 schließt sich ein in der Fig. oberhalb
des zylindrischen Wandabschnitts 24 angeordneter Randbereich 28 der Kappe 22 an, der
gegenüber dem zylindrischen Wandbereich 24 radial in Richtung auf eine Längsachse
30 der Teleskopstütze 10 hin abgewinkelt ist und der eine freie Querschnittsfläche
32 des Außenrohrs 12 teilweise überdeckt.
[0056] Die Kappe 22 bzw. deren Innengewinde 26 befindet sich im Eingriff mit einem auf der
äußeren Mantelfläche 34 des Außenrohrs 12 angeordneten Außengewinde 36. In das Außengewinde
36 des Außenrohrs 12 greift zugleich eine sogenannte Absenkmutter 38 ein, an der eine
Handhabe 38' verschwenkbar angeordnet ist und die durch Verdrehen um die Längsachse
30 der Teleskopstütze 10 axial an dem Außenrohr 12 entlang bewegbar ist.
[0057] An der Absenkmutter 38 ist ein quer zur Längsachse 30 der Teleskopstütze 10 durch
das Außen- und Innenrohr 12, 14 gesteckter Sicherungsbolzen 40 abgestützt. Das Außenrohr
12 weist diesbezüglich zwei einander gegenüberliegende und parallel zur Längsachse
30 der Teleskopstütze 10 längserstreckte erste Durchstecköffnungen (Langlöcher) 42
auf, während das Innenrohr 14 eine Mehrzahl kreisförmiger einander gegenüberliegender
(fluchtend) zweiter Durchstecköffnungen 44 aufweist, die längs des Innenrohrs 14 in
jeweils zueinander regelmäßigen Abständen unter- bzw. übereinander angeordnet sind.
[0058] Zur ungefähren Längeneinstellung der Teleskopstütze 10 wird das Innenrohr 14 zunächst
bis zu einer gewünschten Länge der Teleskopstütze 10 ausgezogen und der Sicherungsbolzen
40 nachfolgend durch die ersten Durchstecköffnungen 42 des Außenrohrs sowie mit diesen
jeweils fluchtenden zweiten Durchstecköffnungen 44 des Innenrohrs14 gesteckt.
[0059] Durch Verdrehen der in der Fig. unterhalb des Sicherungsbolzens 40 angeordneten Absenkmutter
38 kann nachfolgend deren relative Position längs des Außenrohres 12 stufenlos verändert
werden. Dadurch kann zugleich die axiale Abstützposition des Sicherungsbolzens 40
an dem Außenrohr 12 bzw. des mit diesem gekoppelten Innenrohrs 14 längs des Außenrohrs
12, d.h. die Länge der Teleskopstütze 10, bedarfsgerecht feinreguliert werden.
[0060] Wie insbesondere aus der Fig. 2, einem über einen Teilbereich der Teleskopstütze
10 gezeigten Längsschnitt, hervorgeht, überdeckt die Kappe 22 mit ihrem abgewinkelten
Randbereich eine Stirnfläche 46 des einen Endes 20 des Außenrohres 12. Das Innenrohr
14 weist ein als aufgeweitetes Ende ausgebildetes Anschlagmittel 48 auf, das zwecks
Ausfallsicherung des Innenrohrs 14 aus dem Außenrohr 12 an die Kappe 22 bzw. an deren
abgewinkelten Randbereich 28 zur Anlage bringbar ist, sofern keine weiteren Sicherungselemente
wirksam sind.
[0061] Das Innenrohr 14 weist zusätzlich mehrere noppenartige Vorsprünge 50 auf, die zu
dem Anschlagmittel (aufgeweitetes Ende) 48 des Innenrohrs 14 beabstandet angeordnet
sind und die radialwärts über eine Außenmantelfläche 34 'des Innenrohrs 14 seitlich
vorstehen. Die noppenartigen Vorsprünge 50 sind bei Erreichen einer vorbestimmten
maximalen Auszugsweite des Innenrohrs 14 an der Kappe 22 zur Anlage gebracht und erzwingen
so eine im Außenrohr 12 verbleibende Mindestlänge des Innenrohrs 14. Bei auftretenden
Biegemomenten stützt sich das Innenrohr 14 daher an einer Innenmantelfläche 52 des
Außenrohrs 12 ab, wodurch ein Abhebeln der Kappe 22 von dem Außenrohr 12 sicher vermieden
wird.
[0062] Die noppenartigen Vorsprünge 50 haben eine Funktion wie das Anschlagmittel 48 und
begrenzen die Teleskopierlänge der Teleskopstütze.
[0063] Das Innengewinde 26 der Kappe 22 ist, wie in den Fign. 3 und 4 näher gezeigt ist,
als Flachprofil ausgeführt und weist ein längs des Gewindes unterbrochenes Gewindeprofil
54 auf.
[0064] Aus der Darstellung in der Fig. 4 ist ersichtlich, dass an dem zylindrischen Kappenabschnitt
24 der Kappe 22 eine als Einschlaglasche ausgebildete Aufdrehsicherung 56 angeordnet
ist, die nach Aufschrauben der Kappe auf das Außengewinde 36 (Fig. 1 und 2) des Außenrohrs
12 in das Außengewinde 36 des Außenrohrs 12 eingeschlagen wird und die sich in einer
Öffnung 57 (siehe Fig. 5) im Außengewinde 36 des Außenrohrs 12 festkrallt.
[0065] In der Fig. 5 sind die Einzelteile der erfindungsgemäßen Teleskopstütze 10 vor dem
Zusammenfügen des Innenrohrs 14 mit dem Außenrohr 12 gezeigt. An dem Innenrohr 14
ist bereits die vorstehend erläuterte Stützplatte 18 angeschweißt, während an dem
fußseitigen Ende des Außenrohrs 12 eine Fußplatte 58 angeschweißt ist. Die Absenkmutter
38 ist auf das Außengewinde 36 des Außenrohrs 12 geschraubt, während die Kappe 22
auf das Innenrohr 14 aufgeschoben und durch die noppenartigen Vorsprünge 50 bzw. die
Tragplatte 18 gegenüber einem axialen Entfernen von dem Innenrohr 14 gesichert ist.
Zum Zusammenfügen des Innenrohrs 14 mit dem Außenrohr 12 wird das Innenrohr 14 mit
seinem aufgeweiteten Endes 48 (Anschlagmittel) soweit an dem kopfseitigen Ende 20
des Außenrohrs 12 axial in das Außenrohr 12 eingeschoben, bis zumindest die noppenartigen
Vorsprünge 50 innerhalb des Außenrohrs 12 zu liegen kommen. Nachfolgend wird die Kappe
22 auf das Außengewinde 36 des Außenrohrs 12 aufgeschraubt und die Einschlaglasche
56 mit einem Werkzeug in die Öffnung 57 des Außenrohrs 12 eingeschlagen.
[0066] Fig. 6a zeigt eine geschnittene Seitenansicht einer Vorrichtung 60 zur Durchführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des Außenrohres 12. Die Vorrichtung
60 ist in einer ersten Stellung dargestellt. Die Vorrichtung 60 ist dabei stark vereinfacht
und schematisiert gezeigt. Führungen, Antriebe und dergleichen der Vorrichtung 60
wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0067] Das Außenrohr 12 ist in Fig. 6a in einem unbehandelten Zustand. Bei dem Außenrohr
12 kann es sich um ein verzinktes Stahlrohr mit einem Außendurchmesser von über 60,3mm,
insbesondere von 71mm, 76,5mm, 83mm oder 83,5mm, und einer Wandstärke von 2,6mm handeln.
Das Außenrohr ist rechts in einer Spannvorrichtung (nicht gezeigt) der Vorrichtung
60 eingespannt.
[0068] Das Außengewinde 36 (siehe Fig. 1, 2, 5) des Außenrohrs 12 könnte in dem in Fig.
6a dargestellten Zustand des Außenrohrs 12 nicht aufgerollt werden, da das Verhältnis
von Außendurchmesser zu Wandstärke und die Toleranz des Außendurchmessers des Außenrohres
hierzu im Falle der angeführten Außendurchmesser und Wandstärken zu groß ist. Das
Außenrohr 12 wird daher in dem erfindungsgemäßen Verfahren, das in den Fig. 6a-6d
dargestellt ist, im Bereich der Umformung verfestigt und der Außendurchmesser kalibriert,
d.h. die Toleranz des Außendurchmessers verringert.
[0069] Die Vorrichtung 60 weist hierfür gemäß Fig. 6a einen Stempel 62 und einen Ring 64
auf. Der Stempel 62 und der Ring 64 sind rotationssymmetrisch zu der strichpunktiert
eingezeichneten Längsachse des Außenrohrs 12 ausgebildet. Der Innendurchmesser der
inneren Mantelfläche 66 des Rings 64 entspricht dem kalibrierten Außendurchmesser,
d.h. dem zu erreichenden Außendurchmesser des Außenrohrs 12. Weiterhin ist die innere
Mantelfläche 66 des Rings 64 kreisrund ausgebildet, um eine verbesserte Rundheit der
äußeren Mantelfläche des Außenrohrs 12 zu erreichen.
[0070] Der Ring 64 weist eine erste Rundung 68 und eine zweite Rundung 70 auf, um besser
über das Außenrohr 12 geführt werden zu können.
[0071] Fig. 6b zeigt die Vorrichtung 60 in einer zweiten Stellung. Der Stempel 62 und der
Ring 64 sind in dieser Darstellung gemeinsam nach rechts verschoben. Hierbei ist der
Stempel 62 mit dem Ring 64 verbunden. Die Verbindung zwischen dem Stempel 62 und dem
Ring 64 ist in den Darstellungen der Fig. 6a-6d aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellt. Der Innendurchmesser des Rings 64 entspricht im Wesentlichen dem
Außendurchmesser des unbehandelten Außenrohrs 12. Der Ring 64 kann daher mit geringem
Kraftaufwand auf das Außenrohr 12 aufgeschoben werden.
[0072] Fig. 6c zeigt die Vorrichtung 60 in einer dritten Stellung. Der Stempel 62 ist unter
Kraftaufwand abschnittsweise in das Außenrohr 12 eingeführt. Um das Einführen des
Stempels 62 zu erleichtern weist dieser eine dritte Rundung 72 auf. Bei weit in das
Außenrohr 12 eingefahrenem Stempel 62 ermöglicht eine vierte Rundung 74 ein leichtes
Ausfahren aus dem Außenrohr 12 (nicht gezeigt). Durch das Einfahren des Stempels 62
wird das Außenrohr 12 in einem ersten Rohrabschnitt 76 durch eine Kaltumformung geweitet.
Der erste Rohrabschnitt 76 wird dadurch etwas länger und die Wandstärke in dem ersten
Rohrabschnitt 76 etwas kleiner.
[0073] Fig. 6d zeigt die Vorrichtung 60 in einer vierten Stellung. Der Stempel 62 ist zusammen
mit dem Ring 64 nach links von dem Außenrohr 12 weg bewegt worden. Dabei wurde der
Ring 64 unter Kraftaufwand über den aufgeweiteten ersten Rohrabschnitt 76 gezogen.
Der Außendurchmesser des aufgeweiteten ersten Rohrabschnitts 76 wurde dadurch wieder
auf den ursprünglichen Außendurchmesser des Rohres 12 gemäß Fig. 6a verjüngt. Die
Rundheit und Toleranz des Außendurchmessers wurde dabei verbessert. Die Verjüngung
bewirkt weiterhin eine Kaltumformung des ersten Rohrabschnittes 76. Hierdurch wird
eine weitere Verfestigung des ersten Rohrabschnittes 76 erzielt. Die Wandstärke des
ersten Rohrabschnittes 76 wurde vergrößert, ebenso die Länge des Außenrohres 12.
[0074] Die Vorrichtung 60 in Fig. 6d ist in der gleichen Stellung wie in Fig. 6a. Die Fig.
6a-6d zeigen daher einen kompletten Zyklus des zuvor beschriebenen Verfahrens. Ein
solcher Zyklus dauert ca. 8s, wobei der Stempel 62 ca. 300mm in den Rohrabschnitt
76 eingebracht wird.
[0075] Durch die Behandlung des ersten Rohrabschnittes 76 kann auf diesen ersten Rohrabschnitt
76 nun problemlos das Außengewinde 36 aufgerollt werden.
[0076] Fig. 6e zeigt das Außenrohr 12, wobei der erste Rohrabschnitt 76 das Außengewinde
36 aufweist. Das Außengewinde 36 wurde auf den ersten Rohrabschnitt 76 aufgerollt.
In Fig. 6e ist ein Ausschnitt 78 des Außengewindes 36 gekennzeichnet.
[0077] Fig. 6f zeigt den Ausschnitt 78 des Außengewindes 36 aus Fig. 6e. Aus Fig. 6f ist
ersichtlich, dass das Außengewinde 36 einen Flankenwinkel F aufweist. Der Flankenwinkel
F beträgt 10° (aus Gründen der Darstellbarkeit ist ein größerer Winkel in der Zeichnung
gezeigt). Durch den kleinen Flankenwinkel von weniger als 15° müssen weniger nach
innen gerichtete radiale Kräfte von dem Außenrohr 12 bei Belastung des Außengewindes
36 aufgenommen werden.
[0078] Zusammengefasst betrifft die Erfindung insbesondere ein Außenrohr einer Teleskopstütze
sowie die Teleskopstütze und das darin enthaltene Außenrohr. Das Außenrohr kann aus
Gewichts- und Stabilitätsgründen aus einem standardisierten verzinkten Stahlrohr mit
großem Außendurchmesser und geringer Wandstärke hergestellt werden. Ein Rohrabschnitt
des Außenrohrs kann in einem Verfahren mit einem Stempel geweitet und anschließend
mit einem Ring wieder auf den ursprünglichen Außendurchmesser verjüngt. Hierdurch
kann eine Verfestigung des Rohrabschnitts und eine Kalibrierung des Außendurchmessers
des Rohrabschnitts erreicht werden. Ein Außengewinde kann auf den Rohrabschnitt aufgerollt
werden.