[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Wärmetauschereinrichtung
für eine Kälteanlage, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung
eine Kälteanlage mit einer Wärmetauschereinrichtung, die durch ein solches Verfahren
hergestellt ist und ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Kälteanlage.
[0002] Solche Wärmetauschereinrichtungen werden in Kälteanlagen, insbesondere in Kälteanlagen
einer Klimaanlage, bspw. einer Fahrzeugklimaanlage, verwendet. Durch die Verwendung
dieser Wärmetauschereinrichtungen kann der Wirkungsgrad der Kälteanlage, insbesondere
bei Verwendung von CO
2 (R744) als Kältemittel, verbessert werden. Durch die Wärmetauschereinrichtung kann
das niedrige Temperaturniveau des Niederdruckbereichs des Kältekreislaufs genutzt
werden, um das wärmere Kältemittel in dem Hochdruckbereich unmittelbar nach dem Gaskühler
weiter abzukühlen. Dabei kann die Wärmetauschereinrichtung mit einem Kältemittelsammelbehälter
(Akkumulator) kombiniert werden.
[0003] Bei der Verwendung von CO
2 als Kältemittel herrschen relativ hohe Drücke im Kältekreislauf. Daher ist die Herstellung
der Wärmetauschereinrichtung, insbesondere des Gehäuses, des Wärmeübertragers und
des Kältemittelsammelbehälters aufwendig. Bei üblichen Gusserfahren, wie beispielsweise
Aluminiumdruckgussverfahren, treten in dem Bauteil Fehlstellen, so genannte Lunker
und Poren, auf. Dadurch ist die Festigkeit des Bauteils reduziert. Bei Druckgefäßen
müsste daher mit einer großen Wandstärke gearbeitet werden. Die Verwendung von geschmiedeten
oder nachbearbeiteten Gehäuseteilen ist erheblich teurer und aufwendiger.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine verbesserte oder zumindest andere Ausführungsform
eines Verfahrens zur Herstellung einer Wärmetauschereinrichtung bereitzustellen, dass
sich insbesondere durch geringere Herstellungskosten und eine höhere Bauteilqualität
auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken ein Formgebungsverfahren zur Herstellung
des Gehäuses, des Wärmeübertragers und/oder des Kältemittelsammelbehälters anzugeben,
das die Ausbildung von komplexen und feinen Strukturen erlaubt und gleichzeitig eine
hohe Bauteilqualität, bzw. geringe Fehlstellen im Bauteil, erlaubt. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass zur Herstellung des Gehäuses, des Wärmeübertragers und/oder des
Kältemittelsammelbehälters ein Werkstoff durch Erwärmen in einen thixotropen Zustand
versetzt wird, dass als Werkstoff Aluminium oder eine Aluminiumlegierung verwendet
wird und dass der Werkstoff im thixotropen Zustand in eine Negativform geleitet wird.
In dem thixotropen Zustand liegt eine Mischphase aus festen und flüssigen Phasen des
Werkstoffes vor, wobei die festen Phasen klein und fein verteilt sind und von einer
durchgehenden flüssigen Phase umgeben sind. Ein thixotroper Zustand zeichnet sich
dadurch aus, dass sich die Viskosität durch Einbringung von mechanischer Energie,
insbesondere durch Scherspannungen, verringert. Beim Einleiten des Werkstoffs im thixotropen
Zustand in die Negativform können dadurch Turbulenzen verhindert werden, so dass Lufteinschlüsse
in den Werkstoff verhindert werden können. Dadurch kann zum einen eine sehr hohe Bauteilqualität
und damit hohe Festigkeit des Bauteils erzielt werden. Zum anderen können auf diese
Weise sehr feine und filigrane Details an dem Bauteil ausgebildet werden.
[0007] In der Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen beziehen sich die Begriffe Hochdruck
und Niederdruck aufeinander, das heißt, dass im Betrieb im Hochdruckbereich ein höherer
Druck herrscht als im Niederdruckbereich. Typische Drücke im Hochdruckbereich liegen
bei ungefähr 15 MPa. Typische Drücke im Niederdruckbereich liegen bei ungefähr 10
MPa.
[0008] Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass als Werkstoff für den Kältemittelsammelbehälter
Kunststoff verwendet wird und dass der Kältemittelsammelbehälter durch Kunststoffspritzguss
hergestellt ist.
[0009] Eine günstige Möglichkeit sieht vor, dass der Werkstoff laminar in die Negativform
geleitet wird. Durch die laminare Einleitung des Werkstoffes in die Negativform treten
keine Wirbel auf, welche Luft in den Werkstoff einleiten könnten und dadurch zu Fehlstellen,
Poren oder Lunkern führen könnten. Folglich ist die Qualität des Bauteils dadurch
erhöht.
[0010] Eine weitere günstige Möglichkeit sieht vor, dass an einer Außenseite des Wärmeübertragers
Rippen ausgebildet werden, die in den äußeren Ringraum ragen. Diese Rippen sind dabei
schon in der Negativform ausgebildet, so dass der derart gebildete Teil des Wärmeübertrages
nur wenige Nachbearbeitungsschritte benötigt.
[0011] Eine weitere besonders günstige Möglichkeit sieht vor, dass der Wärmeübertrager derart
in dem Gehäuse angeordnet wird, dass sich die Rippen an der Außenseite des Wärmeübertragers
bis zu dem Gehäuse erstrecken. Dadurch kann die radiale Rippenlänge vergrößert werden,
wodurch die Oberfläche des Wärmeübertragers an der Außenseite vergrößert wird. Folglich
kann somit die Wärmekopplung zu dem Kältemittel im äußeren Ringraum verbessert werden.
[0012] Eine vorteilhafte Lösung sieht vor, dass an einer Innenseite des Wärmeübertragers
Rippen ausgebildet werden, die in den inneren Ringraum ragen. Dadurch vergrößert sich
die Wärmeübertragungsfläche auf das Kältemittel in dem Niederdruckkanal. Vorzugsweise
sind die Rippen bereits in der Negativform des Wärmeübertragers vorgesehen, so dass
für die Rippen kein Nachbearbeitungsschritt notwendig ist.
[0013] Eine besonders vorteilhafte Lösung sieht vor, dass der Kältemittelsammelbehälter
derart in dem Wärmeübertrager angeordnet wird, dass sich die Rippen an der Innenseite
des Wärmeübertragers bis zu dem Kältemittelsammelbehälter erstrecken. Dadurch wird
die radiale Rippelänge vergrößert, sodass die Wärmeübertragungsfläche an der Innenseite
des Wärmeübertragers noch weiter vergrößert wird. Des Weiteren wird dadurch der innere
Ringraum zwischen dem Kältemittelsammelbehälter und dem Wärmeübertrager in mehrere
Kanäle unterteilt wird, wodurch die Wärmeübertragung auf das Kältemittel ebenfalls
verbessert wird.
[0014] Eine weitere besonders vorteilhafte Lösung sieht vor, dass eine Wandstärke des Wärmeübertragers
zwischen 0,5 mm und 2 mm beträgt. Eine solche Wandstärke ist durch das erfindungsgemäße
Verfahren herstellbar. Aufgrund der hohen Festigkeit des derart hergestellten Wärmeübertragers
ist eine derartige Wandstärke ausreichend um den Drücken des Kältemittels standzuhalten.
Gleichzeitig führt die relativ geringe Wandstärke zu einer hohen Wärmeübertragung
zwischen dem Niederdruckkanal und dem Hochdruckkanal.
[0015] Eine günstige Variante sieht vor, dass zwei Gleichteile des Wärmeübertragers hergestellt
werden, und dass die Gleichteile des Wärmeübertragers miteinander verbunden werden.
Auf diese Weise kann für beide Gleichteile die gleiche Negativform verwendet werden
um aus den beiden Gleichteilen den Wärmeübertrager herzustellen. Um einen weitgehend
geschlossenen Hohlkörper herzustellen ist bei einem Gießverfahren notwendig, das Bauteil
in zwei Teile zu unterteilen, da ansonsten das Bauteil nicht aus der Negativform entfernt
werden kann. Durch die Bildung von zwei Gleichteilen kann dennoch erheblich der Herstellungsaufwand
reduziert werden, da dieselbe Negativform für beide Gleichteile verwendet werden kann.
[0016] Eine weitere günstige Variante sieht vor, dass an einer Außenseite des Kältemittelsammelbehälters
Rippen ausgebildet werden, die in den inneren Ringraum ragen. Dadurch ist die Wärmeübertragung
von dem Kältemittelbehälter zu dem Kühlmittel in dem inneren Ringraum verbessert.
Vorzugsweise werden die Rippen bereits in der Negativform vorgesehen, so dass für
die Rippen keine Nachbearbeitungsschritte notwendig sind.
[0017] Eine besonders günstige Variante sieht vor, dass der Kältemittelsammelbehälter derart
in dem Wärmeübertrager angeordnet wird, dass sich die Rippen an der Außenseite des
Kältemittelsammelbehälters bis zu dem Wärmeübertrager erstrecken. Dadurch wird der
innere Ringraum zwischen dem Kältemittelsammelbehälter und dem Wärmeübertrager in
mehrere Kanäle unterteilt wird, wodurch die Wärmeübertragung auf das Kältemittel ebenfalls
verbessert wird.
[0018] Eine weitere besonders günstige Variante sieht vor, dass zwei Gleichteile des Kältemittelsammelbehälters
hergestellt werden, und dass die Gleichteile des Kältemittelsammelbehälters miteinander
verbunden werden. Auf diese Weise wird nur eine Negativform benötigt, um den Kältemittelsammelbehälter
herzustellen.
[0019] Vorzugsweise sind die beiden Gleichteile des Kältemittelsammelbehälters miteinander
verschweißt. Dadurch kann eine Fluiddichte und stabile Verbindung zwischen den beiden
Gleichteilen hergestellt werden.
[0020] Eine vorteilhafte Möglichkeit sieht vor, dass an einer Innenseite des Gehäuses Rippen
ausgebildet werden, die in den äußeren Ringraum ragen. Dadurch wird die Steifigkeit
des Gehäuses verbessert, sodass die Wandstärke reduziert und somit Material eingespart
werden kann. Darüber hinaus erzeugen die Rippen in dem äußeren Ringraum Turbulenzen
in dem Kältemittel, sodass die Wärmeübertragung zwischen dem Kältemittel und dem Wärmeübertrager
verbessert wird.
[0021] Vorzugsweise werden die Rippen bereits in der Negativform des Gehäuses vorgesehen,
so dass für die Rippen kein weiterer Nachbearbeitungsschritt notwendig ist.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit sieht vor, dass der Wärmeübertrager derart
in dem Gehäuse angeordnet wird, dass die Rippen an der Innenseite des Gehäuses an
dem Wärmeübertrager anliegen. Auf diese Weise kann sich der Wärmeübertrager radial
nach außen an dem Gehäuse abstützen, so dass die Wandstärke des Wärmeübertragers weiter
reduziert werden kann.
[0023] Eine besonders vorteilhafte Möglichkeit sieht vor, dass zwei Gleichteile des Gehäuses
hergestellt werden, und dass die Gleichteile des Gehäuses miteinander verbunden werden.
Dadurch kann bei der Herstellung des Gehäuses eine Form genutzt werden. Vorzugsweise
werden die beiden Gleichteile des Gehäuses miteinander verschweißt, um das Gehäuse
zu bilden.
[0024] Eine günstige Lösung sieht vor, dass an einer Außenseite des Gehäuses eine Gitterstruktur
ausgebildet wird. Vorzugsweise ist die Gitterstruktur bereits in der Negativform des
Gehäuses ausgebildet, so dass zur Ausbildung der Gitterstruktur keine Nachbearbeitungsschritte
notwendig sind. Die Gitterstruktur an der Außenseite erhöht die Druckstabilität des
Gehäuses.
[0025] Eine weitere günstige Lösung sieht vor, dass die Gitterstruktur an der Außenseite
des Gehäuses ein Dreiecks- oder Viereckgitter bildet, so genannte Isogrid- oder Orthogrid-Strukturen.
Solche Gitter sind regelmäßige Strukturen, die sich leicht entwerfen lassen und die
die Stabilität erhöhen.
[0026] Eine besonders günstige Lösung sieht vor, dass das Gehäuse, der Wärmeübertrager und
der Kältemittelsammelbehälter derart angeordnet werden, dass die jeweiligen einander
zugewandten Rippen ineinander greifen. Auf diese Weise kann eine platzsparende Anordnung
gefunden werden, bei welcher eine ausgezeichnete Erhöhung der Wärmeübertragungsfläche
erzielt werden kann.
[0027] Eine weitere besonders günstige Lösung sieht vor, dass der innere Ringraum zumindest
teilweise den Niederdruckkanal bildet. Dadurch muss das Kühlmittel, welches durch
den Niederdruckkanal strömt auch durch den inneren Ringraum strömen und kann dadurch
Wärme von dem Wärmeübertrager aufnehmen.
[0028] Eine vorteilhafte Variante sieht vor, dass der äußere Ringraum zumindest teilweise
den Hochdruckkanal bildet. Dadurch muss das Kühlmittel, das durch den Hochdruckkanal
strömt auch durch den äußeren Ringraum strömen und kann somit Wärme an den Wärmeübertrager
abgeben.
[0029] Eine weitere vorteilhafte Variante sieht vor, dass in dem Hochdruckkanal im Bereich
des Hochdruckeinlasses ein Trockenmittel angeordnet wird. Dadurch kann Wasser, das
sich in dem Kältemittel befindet, aufgefangen werden. Durch die, durch das Verfahren
erzielte, hohe Festigkeit des Werkstoffes können die Wandstärken des Gehäuses und
des Wärmeübertragers reduziert werden, so dass der äußere und der innere Ringraum
vergrößert sein können. Daher ist es möglich, in den äußeren Ringraum ein Trockenmittel
anzuordnen. Entsprechend kann auch in dem Niederdruckkanal im Bereich des Niederdruckauslasses
ein Trockenmittel angeordnet werden.
[0030] Ferner beruht die Erfindung auf dem allgemeinen Gedanken eine Kälteanlage für CO
2 mit einem Kältemittelkreislauf zu verwenden, in welchem Kältemittel im Betrieb zirkuliert,
mit einem Kompressor zum Antreiben des Kältemittels, mit einem Expansionsventil, das
einen Hochdruckbereich und einen Niederdruckbereich des Kältemittelkreislaufs voneinander
trennt, mit einem Gaskühler zum Kühlen des Kältemittels im Hochdruckbereich, mit einem
Verdampfer, mit einer Wärmetauschereinrichtung, die durch ein Verfahren gemäß der
vorstehenden Beschreibung hergestellt ist, wobei der Hochdruckkanal der Wärmetauschereinrichtung
in dem Hochdruckbereich des Kältemittelkreislaufs stromab des Gaskühlers und stromauf
des Expansionsventils angeschlossen ist, und wobei der Niederdruckkanal der Wärmetauschereinrichtung
in dem Niederdruckbereich des Kältemittelkreislaufs stromab des Expansionsventils
angeordnet ist. Dadurch können sich die Vorteile des Herstellungsverfahrens der Wärmetauschereinrichtung
optimal ausgenutzt werden, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen
wird.
[0031] Ferner ist es günstig, wenn die Wärmetauschereinrichtung derart in dem Kältemittelkreislauf
angeschlossen ist, dass der Hochdruckkanal und der Niederdruckkanal im Gegenstrom
oder Kreuzstrom oder einer Mischform daraus durchströmt werden. Dadurch kann die Wärme
zwischen zwei Medien optimal ausgetauscht werden.
[0032] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn das Kältemittel CO
2 ist. Bisher übliche Kältemittel sind häufig umweltschädlich. Schon seit langem sind
FCKW-haltige Kältemittel verboten, die das Ozonloch angreifen. Die daraufhin verwendeten
Austauschkältemittel sind allerdings sehr stark klimaaktiv. Das heißt, sie haben einen
sehr hohen Treibhauskoeffizienten. CO
2 ist zwar auch treibhausaktiv, allerdings deutlich geringer als die bisher verwendeten
Kältemittel.
[0033] Darüber hinaus beruht die Erfindung auf dem allgemeinen Gedanken eine Kälteanlage
gemäß der vorstehenden Beschreibung in einem Kraftfahrzeug zu verwenden. Die Vorteile
der Kälteanlage übertragen sich somit auf das Kraftfahrzeug auf deren vorstehende
Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
[0034] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0035] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0036] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0037] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung entlang eines Längsschnittes durch eine erfindungsgemäße Wärmetauschereinrichtung,
- Fig. 2
- eine Längsschnittdarstellung durch eine erste Variante eines Gleichteils des Gehäuses,
- Fig. 3
- eine Längsschnittdarstellung durch eine zweite Variante eines Gleichteils des Gehäuses,
- Fig. 4
- ein Ausschnitt einer Schnittdarstellung entlang der Schnittebene A-A aus Fig. 1, bei
einer ersten Variante der Rippenanordnung,
- Fig. 5
- eine der Fig. 4 entsprechende Schnittdarstellung gemäß einer zweiten Variante der
Rippenanordnung,
- Fig. 6
- eine der Fig. 4 entsprechende Schnittdarstellung einer dritten Variante der Rippenanordnung,
- Fig. 7
- eine der Fig. 4 entsprechende Schnittdarstellung einer vierten Variante der Rippenanordnung,
- Fig. 8
- eine Längsschnittdarstellung durch einen Niederdruckeinlassadapter, in einer ersten
Variante,
- Fig. 9
- eine Längsschnittdarstellung durch einen Niederdruckeinlassadapter einer zweiten Variante,
bei welcher ein Filterelement vorgesehen ist,
- Fig. 10
- eine Längsschnittdarstellung durch einen Niederdruckauslassadapter einer ersten Variante,
- Fig. 11
- eine Längsschnittdarstellung durch einen Niederdruckauslassadapter gemäß einer zweiten
Variante, bei welcher ein Filterelement an dem Niederdruckauslassadapter angeordnet
ist,
- Fig. 12
- eine Schnittdarstellung einer Ölaustragseinrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 13
- eine Schnittdarstellung durch eine Ölaustragseinrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform,
und
- Fig. 14
- eine Schnittdarstellung durch eine Ölaustragseinrichtung gemäß einer vierten Ausführungsform.
[0038] Eine in den Fig. 1 bis 11 dargestellte erste Ausführungsform einer Wärmetauschereinrichtung
10 wird in Klimaanlagen für Kraftfahrzeuge verwendet, die insbesondere CO
2 als Kältemittel 12 verwenden. Die Wärmetauschereinrichtung 10 umfasst einen Kältemittelsammelbehälter
28 und einen Wärmeübertrager 26. Die Wärmetauschereinrichtung 10 wird üblicherweise
in einen Kältemittelkreislauf der Kälteanlage eingebaut, wobei eine typische Reihenfolge
wie folgt ist. Vom Kompressor wird das Kältemittel zu einem Gaskühler geleitet, in
welchen es Wärme an die Umgebung abgeben kann, weiter zu einem inneren Wärmetauscher
16, der zumindest teilweise durch den Wärmeübertrager 26 gebildet ist und an welchem
das Kältemittel 12 noch weitere Wärme abgeben kann. Insbesondere strömt das Kältemittel
12 durch einen Hochdruckkanal 18 der Wärmetauschereinrichtung 10. Von der Wärmetauschereinrichtung
10 aus wird das Kältemittel 12 zu einem Expansionsventil geleitet, welches einen Hochdruckbereich
des Kältemittelkreislaufs von einem Niederdruckbereich des Kältemittelkreislaufs trennt.
Hinter dem Expansionsventil kann das Kältemittel 12 expandieren und sich dadurch abkühlen.
Nach dem Expansionsventil wird das Kältemittel 12 wieder zu der Wärmetauschereinrichtung
10, insbesondere zu dem inneren Wärmetauscher 16 in einen Niederdruckkanal 20 geleitet,
in welchem das Kältemittel Wärme aus dem Hochdruckkanal 18 aufnehmen kann. Von dort
wird das Kältemittel 12 zu einem Wärmetauscher geleitet, der dazu dient, Wärme von
einem zu kühlenden Objekt oder Bauteil oder Medium aufzunehmen. Von diesem Wärmetauscher
wird das Kältemittel 12 wieder zu dem Kompressor geleitet, der das Kältemittel 12
antreibt und somit den Kreislauf schließt.
[0039] Durch den inneren Wärmetauscher 16 wird das Kältemittel 12 am Expansionsventil auf
tieferes Temperaturniveau gebracht. Bei der Verwendung von CO
2 als Kältemittel 12 kann dadurch der Wirkungsgrad der Kälteanlage verbessert werden.
[0040] Die Wärmetauschereinrichtung 10 weist ein Gehäuse 22 auf, das einen Innenraum 24
umschließt. In dem Innenraum 24 sind der Wärmeübertrager 26 und der Kältemittelsammelbehälter
28 angeordnet.
[0041] An einem ersten axialen Ende 30 sind eine Niederdrucköffnung 32 und eine Hochdrucköffnung
34 angeordnet. Die Niederdrucköffnung 32 ist vorzugsweise koaxial zu einer Längsmittelachse
36 der Wärmetauschereinrichtung 10 angeordnet. Die Hochdrucköffnung 34 ist vorzugsweise
exzentrisch zu der Längsmittelachse 36 angeordnet.
[0042] Die Niederdrucköffnung 32 bietet eine Fluidverbindung zu dem Niederdruckkanal 20.
Entsprechend bietet die Hochdrucköffnung 34 eine Fluidverbindung zu dem Hochdruckkanal
18. Der Niederdruckkanal 20 und der Hochdruckkanal 18 sind wärmegekoppelt und mediengetrennt
ausgebildet. Die Wärmekopplung und die Medientrennung werden durch den Wärmeübertrager
26 bewirkt. Somit bilden der Hochdruckkanal 18, der Niederdruckkanal 20 und der Wärmeübertrager
26 den inneren Wärmetauscher 16.
[0043] Zwischen dem Wärmeübertrager 26 und dem Gehäuse 22 ist ein äußerer Ringraum 38 gebildet.
Es besteht eine Fluidverbindung von dem äußeren Ringraum 38 zu der Hochdrucköffnung
34. Somit bildet der äußere Ringraum 38 zumindest einen Teil des Hochdruckkanals 18.
An einer Außenwand 40 des Gehäuses 22 können Rippen 42 vorgesehen sein. Dabei können
Rippen 42 an einer Außenseite 44 angeordnet sein und die Stabilität des Gehäuses 22
erhöhen. Beispielsweise können die Rippen 42 an der Außenseite 44 der Außenwand 40
in Form eines Gitters angeordnet sein, bspw. eines Dreiecksgitters oder eines Viereckgitters.
[0044] Des Weiteren können Rippen 42 an einer Innenseite 46 der Außenwand 40 angeordnet
sein, welche ebenfalls die Stabilität des Gehäuses verbessern. Darüber hinaus können
die Rippen 42 in dem äußeren Ringraum 38 Turbulenzen in das Kältemittel 12 induzieren,
so dass die Wärmeübertragung zwischen dem Kältemittel 12 und dem Wärmeübertrager 26
verbessert wird.
[0045] Das Gehäuse 22 weist vorzugsweise zwei Gleichteile 48 auf. Die Gleichteile 48 weisen
eine leicht konische Form auf, so dass sie durch ein Gießverfahren oder durch ein
einem Gießverfahren ähnliches Herstellungsverfahren hergestellt werden können. Insbesondere
können die Gleichteile 48 dadurch hergestellt werden, das Material in eine Negativform
eingebracht wird. Durch die leicht konische Form können die Gleichteile 48 aus der
Negativform einfach herausgenommen werden.
[0046] Die Gleichteile 48 sind miteinander verbunden, um das Gehäuse 22 zu bilden und somit
den Innenraum 24 zu umschließen.
[0047] Die Verbindung der Gleichteile 48 kann dabei bspw. durch Formschluss, Stoffschluss
oder Reibschluss, besonders bevorzugt durch Verschweißen oder Verschrauben hergestellt
sein. Beide Gleichteile 48 weisen jeweils eine der Niederdrucköffnungen 32 und eine
der Hochdrucköffnungen 34 auf.
[0048] Durch die Ausbildung des Gehäuses 22 aus zwei Gleichteilen 48 sind die Herstellungskosten
reduziert, da durch eine identische Negativform beide für die Herstellung des Gehäuses
22 benötigte Gleichteile 48 hergestellt werden können.
[0049] An einem zweiten axialen Ende 50 weist das Gehäuse 22 ebenfalls eine Niederdrucköffnung
32 und eine Hochdrucköffnung 34 auf. Auch im zweiten axialen Ende 50 ist die Niederdrucköffnung
32 vorzugsweise koaxial angeordnet und die Hochdrucköffnung 34 vorzugsweise exzentrisch
angeordnet. Dadurch kann eines der Gleichteile 48 das erste axiale Ende 30 und das
andere Gleichteil 48 das zweite axiale Ende 50 des Gehäuses 22 bilden.
[0050] In den Fig. 2 und 3 sind zwei Varianten der Gleichteile 48 des Gehäuses 22 dargestellt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Variante sind Anschlüsse 51 für die Niederdrucköffnung
32 und die Hochdrucköffnung 34 axial gerichtet. Bei der in Fig. 3 dargestellten Variante
sind die Anschlüsse 51 radial gerichtet. Andere schräge Ausrichtungen der Anschlüsse
51 sind ebenfalls möglich. Dadurch kann die Wärmetauschereinrichtung 10 an verschieden
Anordnungen der der Kälteanlage angepasst werden.
[0051] In dem Innenraum 24 des Gehäuses 22 ist der Wärmeübertrager 26 angeordnet und umschließt
seinerseits einen Innenraum 52 des Wärmeübertragers 26. In dem Innenraum 52 des Wärmeübertragers
26 ist der Kältemittelsammelbehälter 28 angeordnet.
[0052] Der Wärmeübertrager 26 weist an einem ersten axialen Ende 54 des Wärmeübertragers
26 einen Einlassstutzen 56 auf, welcher eine Öffnung zu dem Innenraum 52 bildet. Ferner
greift der Einlassstutzen 56 in eine der Niederdrucköffnungen 32 des Gehäuses 22.
Dadurch bildet der Einlassstutzen eine Fluidverbindung von dem Innenraum 52 des Wärmeübertragers
26 nach außen.
[0053] Ferner weist der Wärmeübertrager 26 an einem zweiten axialen Ende 58 einen Auslassstutzen
60 auf, welcher eine Öffnung in den Innenraum 52 des Wärmeübertragers 26 bildet. Der
Auslassstutzen 60 greift in eine der Niederdrucköffnungen 32 des Gehäuses 22 ein,
vorzugsweise in die Niederdrucköffnung 32 am zweiten axialen Ende 50 des Gehäuses
22. Somit bildet der Auslassstutzen 60 eine Fluidverbindung von dem Innenraum 52 des
Wärmeübertragers 26 nach außen.
[0054] Eine Außenwand 62 begrenzt mit einer Außenseite 64 der Außenwand 62 den äußeren Ringraum
38 nach innen. Mit einer Innenseite 66 begrenzt die Außenwand 62 einen inneren Ringraum
68 nach außen. Der innere Ringraum 68 ist zwischen dem Wärmeübertrager 26 und dem
Kältemittelsammelbehälter 28 ausgebildet. Der innere Ringraum 68 bildet zumindest
teilweise den Niederdruckkanal 20.
[0055] An der Außenseite 64 der Außenwand 62 können Rippen 42 vorgesehen sein, die in den
äußeren Ringraum 38 ragen. Dadurch kann die Wärmeübertragung zwischen dem Kältemittel
12 in dem äußeren Ringraum 38 und dem Wärmeübertrager 26 verbessert werden.
[0056] Des Weiteren kann an der Innenseite 66 der Außenwand 62 Rippen 42 vorgesehen sein,
welche in den inneren Ringraum 68 greifen, um die Wärmeübertragung zwischen dem Kältemittel
12 im inneren Ringraum 68 und dem Wärmeübertrager 26 zu verbessern.
[0057] Auch der Wärmeübertrager 26 weist vorzugsweise zwei Gleichteile 70 auf, die miteinander
verbunden sind. An einem ersten der Gleichteile 70 ist dabei der Einlassstutzen 56
gebildet und an einem zweiten der Gleichteile 70 des Wärmeübertragers 26 ist der Auslassstutzen
60 gebildet, die geometrisch an sich gleich sind. Die Verbindung der Gleichteile 70
des Wärmeübertragers 26 zu dem Wärmeübertrager 26 kann dabei durch Formschluss, Stoffschluss
oder Reibschluss erfolgen. Besonders bevorzugt werden die Gleichteile 70 miteinander
verschweißt oder verschraubt.
[0058] Zwischen dem Wärmeübertrager 26 und dem Gehäuse 22 sind mehrere, beispielweise vier,
Dichtelemente 71 vorgesehen. An dem ersten axialen Ende 54 ist eines der Dichtelemente
71 angeordnet. Es liegt in einer an der entsprechenden Niederdrucköffnung 32 des Gehäuses
22 gebildeten Nut und dichtet somit den Einlassstutzen 56 gegen die Niederdrucköffnung
32 ab. Somit ist der äußere Ringraum 38 und somit der Hockdruckkanal 18 gegen die
Niederdrucköffnung 32 abgedichtet. Entsprechend ist am zweiten axialen Ende 58 des
Wärmeübertragers 26 eines der Dichtelemente 71 angeordnet.
[0059] Des Weiteren sind im Bereich einer Verbindungsstelle der jeweiligen Gleichteile 48
und 70 des Gehäuses 22 und des Wärmeübertragers 26 solche Dichtelemente 71 angeordnet.
Die Gleichteile 70 des Wärmeübertragers 26 weisen an der Verbindungsstelle jeweils
einen umlaufenden Kragen 73 auf, zu dem jeweiligen axialen Ende 54, 58 hin gerichtete
Dichtflächen bilden. An diesen Dichtflächen liegt jeweils eines der ringförmigen Dichtelemente
71 an.
[0060] In den Gleichteilen 48 des Gehäuses 22 ist an der Verbindungsstelle eine Ausnehmung
angeordnet, an welcher eine axiale Dichtfläche 75 gebildet ist an welcher eines der
Dichtelemente 71 anliegt. Somit wird durch die Dichtelemente 71 an der Verbindungsstelle
eine zusätzliche Abdichtung des Hochdruckkanals 18 gegen die Umgebung gebildet.
[0061] In dem umlaufenden Kragen 73 sind mehrere Durchgangsbohrungen 77 ausgebildet, welche
in axialer Richtung die äußeren Ringraume 38, die jeweils in einer Hälfte der Wärmetauschereinrichtung
10 gebildet sind, miteinander verbinden.
[0062] In dem Innenraum 52 des Wärmeübertragers 26 ist der Kältemittelsammelbehälter 28
angeordnet und umschließt seinerseits einen Innenraum 72, der einen Kältemittelsammelbereich
74 bildet.
[0063] An einem ersten axialen Ende 76 des Kältemittelsammelbehälters 28 sind mindestens
eine, vorzugsweise zwei Einlassbohrungen 78 angeordnet, die exzentrisch zu der Längsmittelachse
36 der Wärmetauschereinrichtung 10 angeordnet sind. Die Einlassbohrungen 78 bilden
somit einen Kältemitteleinlass 79 des Kältemittelsammelbehälters 28. Des Weiteren
weist der Kältemittelsammelbehälter 28 am ersten axialen Ende 76 eine Auslassbohrung
80 auf, welche vorzugsweise koaxial zur Längsmittelachse 36 angeordnet ist.
[0064] Um Kältemittel, dass durch eine Niederdrucköffnung 32 am ersten axialen Ende 30 des
Gehäuses 22 einströmt direkt in den Kältemittelsammelbereich 74 des Kältemittelsammelbehälters
28 leiten zu können, ist ein Niederdruckeinlassadapter 82 vorgesehen. Der Niederdruckeinlassadapter
82 bietet eine Fluidverbindung von der Niederdrucköffnung 32 am ersten axialen Ende
30 in den Innenraum 72 und damit in den Kältemittelsammelbereich 74 des Kältemittelsammelbehälters
28.
[0065] Der Niederdruckeinlassadapter 82 greift in die mindestens eine Einlassbohrung 78
ein, so dass eine Fluidverbindung in den Innenraum 72 des Kältemittelsammelbehälters
28 erreicht werden kann. Des Weiteren greift der Niederdruckeinlassadapter 82 in den
Einlassstutzen 56 des Wärmeübertragers 26 ein, so dass die Fluidverbindung zu der
Niederdrucköffnung 32 des Gehäuses 22 hergestellt ist.
[0066] An einem zweiten axialen Ende 84 ist der Kältemittelsammelbehälter 28 geschlossen
ausgebildet. Insbesondere ist am zweiten axialen Ende 84 ein Boden 86 ausgebildet,
an welchem sich Kältemittel in fester und/oder flüssiger Form ansammeln kann.
[0067] Am zweiten axialen Ende 84, außerhalb des Kältemittelsammelbehälters 28, ist ein
Niederdruckauslassadapter 88 angeordnet. Der Niederdruckauslassadapter 88 ist also
zwischen dem Kältemittelsammelbehälter 28 und dem Wärmeübertrager 26 angeordnet. Vorzugsweise
greift der Niederdruckauslassadapter 88 in den Auslassstutzen 60 des Wärmeübertragers
26 ein und bietet somit eine Fluidverbindung zu der Niederdrucköffnung 32 am zweiten
axialen Ende 50 des Gehäuses 22. Ferner bietet der Niederdruckauslassadapter 88 eine
Fluidverbindung zu dem inneren Ringraum 68.
[0068] Somit ist der Niederdruckkanal 20 zwischen den beiden Niederdrucköffnungen 32 des
Gehäuses 22 gebildet. Der Niederdruckkanal 20 erstreckt sich von der Niederdrucköffnung
32 am ersten axialen Ende 76 in den Kältemittelsammelbehälter 28 hinein und am ersten
axialen Ende 76 wieder aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 heraus in den inneren
Ringraum 68 hinein. Weiter erstreckt sich der Niederdruckkanal 20 entlang des inneren
Ringraums 68 bis zum zweiten axialen Ende 84 des Kältemittelsammelbehälters 28 und
dort durch den Niederdruckauslassadapter 88 und durch den Auslassstutzen 60 des Wärmeübertragers
26.
[0069] Auch der Kältemittelsammelbehälter 28 weist zwei Gleichteile 90 auf, die miteinander
verbunden sind. Die beiden Gleichteile 90 des Kältemittelsammelbehälters 28 unterscheiden
sich durch die Einlassbohrung 78 und die Auslassbohrung 80 an dem ersten axialen Ende
76 des Kältemittelsammelbehälters 28 voneinander. Dennoch können die beiden Gleichteile
90 durch eine gemeinsame Negativform hergestellt werden. Lediglich kleine Nachbearbeitungsschritte,
nämlich das Bohren der Einlassbohrung 78 und der Auslassbohrung 80 sind notwendig,
um die Gleichteile 90 anzupassen.
[0070] Der Niederdruckeinlassadapter 82 und der Niederdruckauslassadapter 88 bewirken die
benötigte Asymmetrie für die Strömungsführung. So können das Gehäuse 22, der Wärmeübertrager
26 und der Kältemittelsammelbehälter 28 aus den Gleichteilen 48, 70 und 90 hergestellt
sein.
[0071] An einer Außenseite 92 kann der Kältemittelsammelbehälter 28 Rippen 42 aufweisen,
die in den inneren Ringraum 68 greifen. Dadurch kann zum einen die Stabilität des
Kältemittelsammelbehälters 28 verbessert werden. Zum anderen werden durch die Rippen
42 Turbulenzen in das Kältemittel im inneren Ringraum 68 induziert, die auch eine
verbesserte Wärmeübertragung zum dem Wärmeübertrager 26 ermöglichen. Dadurch ist die
Wärmeübertragung zwischen dem Kältemittel 12 in dem Niederdruckkanal 20 und dem Kältemittel
12 in dem Hochdruckkanal 18 verbessert.
[0072] In den Fig. 4 bis 7 sind vier verschiedene beispielhafte Varianten für die Anordnung
der Rippen 42 an dem Gehäuse 22, an dem Wärmeübertrager 26 und dem Kältemittelsammelbehälter
28 dargestellt. Bei der in Fig. 4 dargestellten Variante sind an der Außenwand 40
des Gehäuses 22 sowohl an der Außenseite 44 als auch an der Innenseite 46 Rippen 42
angeordnet. Ebenfalls sind an der Außenwand 62 des Wärmeübertragers 26 sowohl an der
Außenseite 64 als auch an der Innenseite 66 Rippen 42 angeordnet. Auch am Kältemittelsammelbehälter
28 sind an der Außenseite Rippen 42 angeordnet. Der Kältemittelsammelbehälter 28,
der Wärmeübertrager 26 und das Gehäuse 22 sind derart angeordnet, dass die Rippen
42 ineinander greifen.
[0073] Bei der in Fig. 5 dargestellten Variante sind an der Außenseite 44 der Außenwand
40 des Gehäuses 22 keine Rippen angeordnet. Ebenso sind an der Außenseite 92 des Kältemittelsammelbehälters
28 keine Rippen 42 angeordnet. Die am Wärmeübertrager 26 angeordneten Rippen und die
am Gehäuse 22 angeordneten Rippen 42 erstrecken sich soweit in den jeweiligen Ringraum
38, 68, dass sie die gegenüberliegende Wand berühren.
[0074] Die an der Außenwand 40 des Gehäuses 22 angeordneten Rippen 42 ragen in den äußeren
Ringraum 38 hinein und berühren die Außenseite 64 des Wärmeübertragers 26. Die an
der Außenseite 64 des Wärmeübertragers 26 angeordneten Rippen 42 ragen in den äußeren
Ringraum 38 und berühren die Innenseite 46 des Gehäuses 22. Die an der Innenseite
66 der Außenwand 62 des Wärmeübertragers 26 angeordneten Rippen 42 ragen in den innere
Ringraum 68 hinein und berühren die Außenseite 92 des Kältemittelsammelbehälters 28.
[0075] Bei der in Fig. 6 dargestellten Variante sind nur Rippen 42 vorgesehen, die in den
äußeren Ringraum 38 ragen. Dabei sind sowohl am Wärmeübertrager als auch am Gehäuse
22 zwei verschiedene Sorten von Rippen vorgesehen. Eine erste Sorte erstreckt sich
durch den gesamten äußeren Ringraum 38 und berührt die jeweils gegenüberliegende Wand.
Die andere Sorte der Rippen 42 ragt nur zu einem Teil in den äußeren Ringraum 38 hinein.
[0076] Bei einer in Fig. 7 dargestellten Variante sind nur in den äußeren Ringraum 38 ragende
Rippen 42 vorgesehen. Die Rippen sind im Querschnitt T-förmig ausgebildet und hintergreifen
sich dadurch gegenseitig. Dadurch kann eine besonders hohe Oberfläche für die Wärmeübertragung
zwischen dem Kältemittel 12 in dem äußeren Ringraum 38 und den entsprechenden Wänden
erzielt werden.
[0077] In Fig. 8 und Fig. 9 sind zwei verschiedene Varianten für den Niederdruckeinlassadapter
82 dargestellt. Bei der in Fig. 8 dargestellten Variante weist der Niederdruckeinlassadapter
82 einen zylinderförmigen Einlassabschnitt 94 auf, der eine zentrale Bohrung 96 aufweist.
Von der zentralen Bohrung 96 verzweigen sich zwei Teilkanäle 98, die jeweils in zwei
Auslassabschnitten 100 münden. Der Einlassabschnitt 94 ist derart ausgebildet, dass
er von dem Innenraum 52 des Wärmeübertragers 26 in den Einlassstutzen 56 eingesetzt
werden kann. Die beiden Auslassabschnitte 100 sind derart ausgebildet, dass sie von
außen in die Einlassbohrungen 78 des Kältemittelsammelbehälter 28 eingreifen können.
[0078] Bei der in Fig. 9 dargestellten Variante ist am Einlassabschnitt 94 zusätzlich ein
Filterelement 102 vorgesehen, welches das durch den Niederdruckeinlassadapter 82 einströmende
Kältemittel 12 filtert.
[0079] In den Fig. 10 und 11 sind zwei Varianten eines Niederdruckauslassadapters 88 dargestellt.
Der Niederdruckauslassadapter 88 weist eine zentrale Längsbohrung 104 und eine quer
dazu verlaufende Querbohrung 106 auf. Die Querbohrung 106 liegt im späteren eingebauten
Zustand im inneren Ringraum 68. Die Längsbohrung 104 stößt an einer Seite an den Boden
86 des Kältemittelsammelbehälters 28 und ist damit durch den Boden 86 verschlossen.
Eine gegenüberliegende Öffnung der Längsbohrung 104 liegt im Auslassstutzen 60 des
Wärmeübertragers 26. Dadurch bietet der Niederdruckauslassadapter 88 eine Fluidverbindung
von dem inneren Ringraum 68 zu dem Auslassstutzen 60.
[0080] Bei der in Fig. 11 dargestellten Variante des Niederdruckauslassadapters 88 ist ein
Filterelement 102 vorgesehen, welches aus dem Niederdruckauslassadapter 88 ausströmendes
Kältemittel 12 filtert.
[0081] In dem Innenraum 72 des Kältemittelsammelbehälters 28 ist ein Wirbelgenerator 108
vorgesehen, welcher am ersten axialen Ende 76 des Kältemittelsammelbehälters 28 angeordnet
ist. Der Wirbelgenerator 108 ist derart angeordnet, das Kältemittel, das durch die
Einlassbohrungen 78 in den Innenraum 72 einströmt, verwirbelt, insbesondere in Rotation
versetzt wird.
[0082] Axial angrenzend dazu ist ein Strömungsleitelement 110 angeordnet. Das Strömungsleitelement
110 weist eine den Einlassbohrungen 78 zugewandte konische Fläche 112 auf. Die konische
Fläche 112 ist zu den Einlassbohrungen 78 hin konvex, so dass das Kältemittel 12,
das durch die Einlassbohrungen 78 in den Innenraum 72 einströmt an der konischen Fläche
112 radial nach außen geleitet wird, so dass es zu der Außenwand 114 des Kältemittelsammelbehälters
28 gelenkt wird. Dadurch werden feste und flüssige Phasen des Kältemittels 12 sich
an der Außenwand 114 niederschlagen, so dass sie entlang der Außenwand 114 in Richtung
Boden 86 des Kältemittelsammelbehälters 28 befördert werden.
[0083] Das Strömungsleitelement 110 weist ferner eine Einströmöffnung 116 auf, welche zu
einer Mitte des Innenraums 72 gerichtet ist. Vorzugsweise ist die Einströmöffnung
116 koaxial angeordnet.
[0084] Um Verunreinigungen zurückhalten zu können ist ein Filterelement 118 vorgesehen,
welches in der Einströmöffnung 116 angeordnet ist.
[0085] Kältemittel 12, das aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 ausströmt muss durch das
Strömungsleitelement 110 strömen. Folglich muss das Kältemittel 12 dazu in die Einströmöffnung
116 einströmen und wird somit durch das Filterelement 118 gereinigt.
[0086] Ferner ist in dem Innenraum 72 ein Rohr 120 angeordnet, welches als Saugrohr 122
ausgebildet ist. Das Rohr 120 bildet eine Fluidverbindung zwischen dem Innenraum 72
des Kältemittelsammelbehälters 28 und dem inneren Ringraum 68. Dazu durchgreift das
Rohr 120 die Auslassbohrung 80 im Kältemittelsammelbehälter 28.
[0087] Das Rohr 120 verläuft ausgehend vom Strömungsleitelement 110 in Richtung Boden 86
des Kältemittelsammelbehälters 28. In der Nähe des Bodens 86 weist das Rohr 120 eine
Biegung 124 auf, durch welche das Rohr 120 im Wesentlichen um 180° umgelenkt ist.
[0088] Im Wesentlichen 180° bedeutet dabei eine Abweichung von 180° von weniger als 10°,
bevorzugt weniger als 5°, besonders bevorzugt weniger als 2°. Von der Biegung 124
aus erstreckt sich das Rohr 120 bis zu dem Strömungsleitelement 110 und durch dieses
hindurch bis zu der Auslassbohrung 80.
[0089] Kältemittel 12, das aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 ausströmt, wird am Strömungsleitelement
110 in das Rohr 120 einströmen durch das Rohr in Richtung Boden strömen an der Biegung
124 umgelenkt werden und durch das Rohr 120 aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 in
den inneren Ringraum 68 einströmen.
[0090] An der Biegung 124 ist eine Saugöffnung 126 in dem Rohr 120 ausgebildet. Durch die
Saugöffnung 126 kann Flüssigkeit, insbesondere Schmiermittel, bspw. Öl des Kompressors,
das sich in dem Kältemittelsammelbereich 74 des Kältemittelsammelbehälter 28 ansammelt,
angesaugt werden. Durch die Strömung des Kältemittels 12 in dem Rohr 120 wird das
Öl durch den Venturi-Effekt in das Rohr 120 geleitet. Das Öl wird somit zusammen mit
dem Kältemittel 12 aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 befördert. Somit ist eine
Ölaustragseinrichtung 127 gebildet.
[0091] Am Boden 86 des Kältemittelsammelbehälters 28 kann ein Ölfilterelement 128 vorgesehen
sein, bevorzugt deckt das Ölfilterelement 128 die Saugöffnung 126 ab, so dass das
Öl, das in das Rohr 120 angesaugt wird von Verschmutzungen befreit wird.
[0092] Bei der Herstellung der Gleichteile 48, 70, 90 wird für die Gleichteile eine Negativform
hergestellt. In die Negativform wird ein Werkstoff, aus welchem die entsprechenden
Bauteile gefertigt werden sollen, eingeleitet.
[0093] Als Werkstoff ist Aluminium oder eine Aluminiumlegierung vorgesehen. Vor dem Einleiten
des Werkstoffs in die Negativform wird der Werkstoff in einen pastösen, thixotropen
Zustand versetzt. Dies erfolgt insbesondere durch Erhitzen. Alternativ oder ergänzend
hierzu kann vorgesehen, dass der Werkstoff zusätzlich geknetet wird.
[0094] Der thixotrope Zustand zeichnet sich insbesondere durch eine Mischphase zwischen
flüssigen und festen Teilen aus. Die festen Teile sind dabei fein in einer durchgängigen
flüssigen Phase verteilt. In Ruhe ist der Werkstoff dadurch fest, da sich die festen
Phasen gegeneinander verkeilen. Sobald Scherkräfte auf den Werkstoff ausgeübt werden,
beginnen die festen Partikel gegeneinander sich zu verschieben, so dass der Werkstoff
sich wie eine Flüssigkeit verhält. Dieses Verhalten wird auch als thixotrop bezeichnet.
[0095] Vor dem Einbringen des Werkstoffs in die Negativform wird die Negativform vorgeheizt,
insbesondere auf eine Temperatur bei welcher der Werkstoff einen thixotropen Zustand
erreichen kann.
[0096] Die Einbringung des Werkstoffs in die Negativform erfolgt so langsam, dass eine laminare
Strömung des Werkstoffs ermöglicht ist. Dadurch können Fehlstellen, wie Lunker oder
Poren vermieden werden. Dennoch ist eine Ausbildung von sehr feinen Strukturen möglich.
[0097] Durch das Fehlen von Fehlstellen weist der fertige Körper eine höhere Festigkeit
auf, als bspw. ein durch Aluminiumdruckguß hergestelltes Bauteil. Somit können geringere
Wandstärken der Bauteile erzielt werden. Darüber hinaus sind die derart gefertigten
Bauteile schweißbar.
[0098] Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass als Werkstoff für den Kältemittelsammelbehälter
28 Kunststoff verwendet wird und dass der Kältemittelsammelbehälter 28 durch Kunststoffspritzguss
hergestellt ist.
[0099] Aufgrund der geringeren Wandstärke der Bauteile kann in den äußeren Ringraum 38 und
den inneren Ringraum 68 jeweils ein Trockenmittel 131 vorgesehen sein, die ansonsten
üblicherweise in dem Kältemittelsammelbereich 74 angeordnet sind und dadurch das Volumen
des Kältemittelsammelbereichs 74 verringern.
[0100] Eine in Fig. 12 dargestellte zweite Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 11 dargestellten ersten Ausführungsform
der Wärmetauschereinrichtung 10 dadurch, dass das Rohr 120 der Ölaustragseinrichtung
127 gerade verläuft. Das Rohr 120 erstreckt sich von dem Strömungsleitelement 110
in Richtung Boden 86 des Kältemittelsammelbehälters. Wenn Kältemittel 12 aus dem Kältemittelsammelbehälter
28 ausströmt muss dieses nicht zwangsläufig durch das Rohr 120 strömen. Das Kältemittel
12 kann durch die Einströmöffnung 116 in das Strömungsleitelement 110 einströmen und
über eine Ausströmöffnung 117 aus dem Strömungsleitelement 110 und damit aus dem Kältemittelsammelbehälter
28 ausströmen.
[0101] Wenn das Kältemittel 12 durch die Einströmöffnung 116 in das Strömungsleitelement
110 strömt, strömt es an einem ersten Ende des Rohrs 120 vorbei und kann auf diese
Weise an der Öffnung des Rohrs 120 einen Unterdruck erzeugen, durch welchen Flüssigkeit,
insbesondere Schmiermittel, beispielsweise Öl, aus dem Rohr 120 angesaugt werden kann.
[0102] Der Durchmesser des Rohrs 120 ist derart gewählt, dass aufgrund des Kapillareffekts
das Öl zumindest teilweise in das Rohr 120 gesaugt wird. Durch die kombinierte Wirkung
aus Kapillareffekt und Venturi-Effekt kann das Öl vom Boden 86 des Kältemittelsammelbehälters
28 abgesaugt werden. Somit ist das Rohr 120 ein Saugrohr 122.
[0103] An einem bodenseitigen Ende des Rohrs 120 ist das Ölfilterelement 128 angeordnet
und bedeckt die an dem Ende des Rohrs 120 gebildete Saugöffnung 126.
[0104] Im Übrigen stimmt die in Fig. 12 dargestellte zweite Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 mit der in den Fig. 1 bis 11 dargestellten ersten Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 hinsichtlich Aufbau und Funktion überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit
Bezug genommen wird.
[0105] Eine in Fig. 13 dargestellte dritte Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 11 dargestellten ersten Ausführungsform
der Wärmetauschereinrichtung 10 dadurch, dass die Ölaustragseinrichtung 127 ein gerades
Rohr 120 aufweist, das in dem Kältemittelsammelbehälter 28 angeordnet ist. Das Rohr
120 dient dabei als Führung für eine Steuerstange 130, welche einen Antriebsteller
132 mit einem Ventilkörper 134 verbindet.
[0106] Der Ventilkörper 134 bildet zusammen mit einer Ölaustragsöffnung 136, welche im Boden
86 des Kältemittelsammelbehälters 28 gebildet ist ein Ölaustragsventil 138, wenn der
Ventilkörper 134 durch die Steuerstange 130 von der Ölaustragsöffnung 136 abgehoben
wird, kann Öl, das sich am Boden 86 des Kältemittelsammelbehälters 28 angesammelt
hat, aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 ausströmen.
[0107] Der Antriebsteller 132 bedeckt eine Ausströmöffnung 117 des Strömungsleitelements
110. Kältemittel 12, das aus dem Kältemittelsammelbehälter 28 ausströmt, muss durch
diese Ausströmöffnung 117 strömen. Dabei hebt das Kältemittel 12 den Antriebsteller
132 an, um die Ausströmöffnung 117 zu öffnen. Durch das Anheben des Antriebstellers
132 wird über die Steuerstange 130 auch der Ventilkörper 134 angehoben, so dass das
Ölaustragsventil 138 geöffnet wird. Somit wird das Ölaustragsventil 138 durch die
Strömung des Kältemittels 12 gesteuert.
[0108] Auf diese Weise kann erreicht werden, dass in regelmäßigen Abständen, Öl aus dem
Kältemittelsammelbehälter abgelassen wird und dadurch dem Kompressor zurückgeführt
werden kann.
[0109] Im Übrigen stimmt die in Fig. 13 dargestellte dritte Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 mit der in den Fig. 1 bis 11 dargestellten ersten Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 hinsichtlich Aufbau und Funktion überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit
Bezug genommen wird.
[0110] Eine in Fig. 14 dargestellte vierte Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 unterscheidet sich von der in Fig. 13 dargestellten dritten Ausführungsform der
Wärmetauschereinrichtung 10 dadurch, dass die Ölaustrageeinrichtung 127 statt eines
Ölaustragsventils 138 eine Hubkolbenpumpe 140 aufweist. Die Hubkolbenpumpe 140 wird
über den Antriebsteller 132 und die Steuerstange 130 angetrieben.
[0111] Die Steuerstange 130 ist mit einem Kolben 142 der Hubkolbenpumpe 140 verbunden. Der
Kolben 142 kann in einem Zylinder 144, welcher in dem Rohr 120 gebildet ist, hin und
her bewegt werden. In dem Rohr 120 ist im Bereich des Zylinders 144 eine Ölansaugöffnung
146 seitlich angeordnet, durch welche Öl in den Zylinder 144 angesaugt werden kann.
In einer Ruhestellung, ist der Kolben 142 an einer tiefsten Position, bei welcher
der Kolben 142 dem Boden 86 nahe ist. In dieser tiefsten Position ist die Ölansaugöffnung
146 freigegeben. Wird der Kolben 142 durch den Antriebsteller 132 vom Boden 86 weg
gehoben, verschließt der Kolben 142 die Ölansaugöffnung 146. Auf dem weiteren Weg
bis zu einer oberen Endlage kann somit ein Druck aufgebaut werden, um das Öl aus dem
Kältemittelsammelbehälter 28 zu befördern.
[0112] In dem Rohr ist ein Rückschlagventil 148 ausgebildet, durch welches das Öl aus dem
Zylinder 144 ausströmen kann. Durch die Ausbildung als Rückschlagventil 148 verhindert
das Rückschlagventil 148, dass das Öl zurück in den Zylinder 144 strömen kann. Dadurch
kann durch eine Auf- und Ab-Bewegung des Kolbens 142 das Öl nach und nach abgepumpt
werden.
[0113] Vorzugsweise weist das Rückschlagventil 148 eine Ventilkugel 150 auf, welche durch
eine Feder 152 gegen einen konisch ausgebildeten Ventilsitz 154 gedrückt ist. Der
konisch ausgebildete Ventilsitz 154 umschließt dabei eine Ventilöffnung 156, welche
eine Öffnung zu dem Zylinder 144 darstellt.
[0114] Im Übrigen stimmt die in Fig. 14 dargestellte vierte Ausführungsform der Wärmetauschereinrichtung
10 mit der in Fig. 13 dargestellten dritten Ausführungsform der Wärmetauscheinrichtung
10 hinsichtlich Aufbau und Funktion überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit
Bezug genommen wird.
1. Verfahren zur Herstellung einer Wärmetauschereinrichtung (10) für eine Kälteanlage,
insbesondere für eine Kälteanlage, die mit CO
2 arbeitet,
- mit einem Gehäuse (22), in welchem ein Hochdruckkanal (18) und ein Niederdruckkanal
(20) für ein Kältemittel (12) ausgebildet sind,
- mit einem Wärmeübertrager (26), der den Hochdruckkanal (18) und den Niederdruckkanal
(20) fluidisch voneinander trennt und thermisch koppelt, und
- mit einem Kältemittelsammelbehälter (28), der in dem Niederdruckkanal (20) angeordnet
wird,
- wobei zwischen dem Gehäuse (22) und dem Wärmeübertrager (26) ein äußerer Ringraum
(38) ausgebildet wird,
- wobei zwischen dem Wärmeübertrager (26) und dem Kältemittelsammelbehälter (28) ein
innerer Ringraum (68) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zur Herstellung des Gehäuses (22), des Wärmeübertragers (26) und/oder des Kältemittelsammelbehälters
(28) ein Werkstoff durch erwärmen in einen thixotropen Zustand versetzt wird,
- dass als Werkstoff Aluminium oder eine Aluminium-Legierung verwendet wird, und
- dass der Werkstoff im thixotropen Zustand in eine Negativform geleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Werkstoff laminar in die Negativform geleitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Außenseite (64) des Wärmeübertragers (26) Rippen (42) ausgebildet werden,
die in den äußeren Ringraum (38) ragen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Innenseite (66) des Wärmeübertragers (26) Rippen (42) ausgebildet werden,
die in den inneren Ringraum (68) ragen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zwei Gleichteile (70) des Wärmeübertragers (26) hergestellt werden, und
- dass die Gleichteile (70) des Wärmeübertragers (26) miteinander verbunden werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Außenseite (92) des Kältemittelsammelbehälters Rippen (42) ausgebildet werden,
die in den inneren Ringraum (68) ragen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zwei Gleichteile (90) des Kältemittelsammelbehälters (28) hergestellt werden, und
- dass die Gleichteile (90) des Kältemittelsammelbehälters (28) miteinander verbunden werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Innenseite (46) des Gehäuses (22) Rippen (42) ausgebildet werden, die in
den äußeren Ringraum (38) ragen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zwei Gleichteile (48) des Gehäuses (22) hergestellt werden, und
- dass die Gleichteile (48) des Gehäuses (22) miteinander verbunden werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Außenseite (44) des Gehäuses (22) eine Gitterstruktur ausgebildet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gitterstruktur an der Außenseite (44) des Gehäuses (22) ein Dreiecks- oder Viereckgitter,
bildet.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (22), der Wärmeübertrager (26) und der Kältemittelsammelbehälter (28)
derart angeordnet werden, dass die jeweiligen einander zugewandten Rippen (42) ineinander
greifen.
13. Kälteanlage für CO2 mit einem Kältemittelkreislauf, in welchem Kältemittel (12) im Betrieb zirkuliert,
mit einem Kompressor zum Antreiben des Kältemittels (12), mit einem Expansionsventil,
das einen Hochdruckbereich und einen Niederdruckbereich des Kältemittelkreislaufes
voneinander trennt, mit einem Gaskühler zum Kühlen des Kältemittels (12) im Hochdruckbereich,
mit einem Verdampfer und mit einer Wärmetauschereinrichtung (10), die durch ein Verfahren
nach einem der Ansprüche 1 bis 12 hergestellt ist, wobei der Hochdruckkanal (18) der
Wärmetauschereinrichtung (10) in dem Hochruckbereich des Kältemittelkreislauf stromab
des Gaskühlers und stromauf des Expansionsventils angeschlossen ist, und wobei der
Niederdruckkanal (20) der Wärmetauschereinrichtung (10) in dem Niederdruckbereich
des Kältemittelkreislauf stromab des Expansionsventils angeordnet ist.
14. Kälteanlage nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wärmetauschereinrichtung (10) derart in dem Kältemittelkreislauf angeschlossen
ist, dass der Hochdruckkanal (18) und der Niederdruckkanal (20) im Gegenstrom oder
Kreuzstrom oder einer Mischform daraus durchströmt werden.
15. Kälteanlage nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kältemittel (12) CO2 ist.
16. Kraftfahrzeug mit einer Kälteanlage nach einem der Ansprüche 13 bis 15.