[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein pneumatisches Bauelement nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] In der Regel balkenartige pneumatische Bauelemente und auch mit flächenhafter Ausformung
sind in den letzten Jahren mehrere bekannt geworden. Sie gehen zumeist zurück auf
EP 01 903 559 (D1). Eine Weiterentwicklung der genannten Erfindung liegt vor in
WO 2005/007991 (D2). Hier ist der Druckstab fortentwickelt zu einem Paar von bogenförmigen Druckstäben,
die auch Zugkräfte aufnehmen können und daher auch als Zug/Druckglieder bezeichnet
sind. Diese laufen entlang je einer Mantellinie des zigarrenförmigen pneumatischen
Hohlkörpers. D2 wird als der nächstliegende Stand der Technik betrachtet.
[0003] Die starke erhöhte Knicksteifigkeit der auf Druckkräfte belasteten Zug/Druckglieder
beruht auf der Tatsache, dass ein gemäss D2 eingesetzter Druckstab als auf seine ganze
Länge elastisch gebetteter Stab betrachtet werden kann, wobei ein solcher Stab auf
virtuelle verteilte Elastizitäten gebettet ist, welche je die Federhärte
k aufweisen. Die Federhärte
k ist dort bestimmt durch

wo
k = virtuelle Federhärte [N/m2]
p = Druck im Hohlkörper [N/m2]
wodurch sich die Knicklast F
k ergibt zu

mit
E = E-modul [N/m2]
I = Flächenträgheitsmoment [m4]
[0004] In der
WO 2005/042880 A wird überdies ein pneumatisches Plattenelement offenbart, bestehend aus einem Hohlkörper,
der mit einem Druckmedium mit Überdruck beaufschlagt werden kann. Das aus dem Dokument
WO 2005/042880 A bekannte pneumatische Bauelement weist die Merkmale des Oberbegriffes des Anspruchs
1 auf. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines pneumatischen
Bauelementes mit Zug/Druckelementen und einem langgestreckten gasdichten Hohlkörper,
welches sowohl zu bogenartigen und/oder flächenhaften Gebilden geformt und ausgedehnt
werden kann, mit einer gegenüber den aus dem Stande der Technik bekannten pneumatischen
Trägern und Bauelementen wesentlich erhöhten Knicklast F
K.
[0005] Über die gestellte Aufgabe hinaus soll ein pneumatisches Bauelement mit einem Hohlkörper
bereitgestellt werden, der unabhängig von der durch statische Gegebenheiten bedingten
Form der Zug-/Druckelemente ausgebildet werden kann, insbesondere unabhängig von der
Form des Zugelements ist.
[0006] Ebenfalls über die gestellte Aufgabe hinaus soll ein pneumatisches Bauelement bereitgestellt
werden, das unter Betriebslast eine geringere Verformung aufweist, als es bei den
pneumatischen Bauelementen des Stands der Technik der Fall ist.
[0007] Die Lösung der gestellten Aufgabe ist bezüglich ihrer Hauptmerkmale wiedergegeben
im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1, bezüglich weiterer vorteilhafter Merkmale
in den folgenden Patentansprüchen.
[0008] Anhand der beiliegenden Zeichnung wird der Erfindungsgegenstand näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen pneumatischen Bauelementes
in der Draufsicht,
- Fig. 2
- das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 im Längsschnitt BB,
- Fig. 3
- einen Querschnitt AA durch das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 mit den wirkenden Kräften,
- Fig. 4
- den Querschnitt AA mit einem Ausführungsbeispiel eines ZugDruck-Elementes,
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiels eines Zug-Druck-Elementes
im Detail,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Zug-Druck-Elementes,
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel eines Zug-Druck-Elementes,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines Knotenelementes,
- Fig. 9
- eine Isometrie einer flächigen Ausbildung von pneumatischen Bauelementen,
- Fig. 10
- eine Isometrie eines Flächentragwerkes aus erfindungsgemässen pneumatischen Bauelementen,
- Fig. 11
- eine Isometrie eines aerodynamischen Tragflügelprofils,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines pneumatischen Bauelementes,
- Fig. 13
- eine Isometrie eines zweiten Ausführungsbeispiels einer flächigen Ausbildung von pneumatischen
Bauelementen.
[0009] Fig. 1 zeigt das erfindungsgemässe pneumatische Bauelement in einem ersten Ausführungsbeispiel
in einer Draufsicht. Es ist gebildet aus zwei langgestreckten beispielsweise zigarrenförmigen
gasdichten Hohlkörpern 1 mit einer Hülle 9 und je zwei Endkappen 5, wobei die Hohlkörper
1 je eine gerade Mittellinie
L aufweisen. Andere Formen von Hohlkörpern 1 sind in der Beschreibung zu Fig. 12 enthalten.
[0010] Die Hülle 9 besteht jeweils aus z . Bsp. einer textilarmierten Kunststoff-Folie oder
aus flexiblem kunststoffbeschichtetem Gewebe. Diese Hohlkörper 1 schneiden einander
- abstrakt geometrisch - in einer Schnittfläche 2, wie aus Fig. 2 ersichtlich, welche
einen Schnitt BB durch Fig. 1 darstellt.
[0011] Werden die zwei Hohlkörper 1 mit Druckgas befüllt, so nehmen sie - unter nachfolgend
beschriebenen Bedingungen - die im Schnitt AA von Fig. 4 gezeigte Form an. Durch den
Druck
p im Innern der Hohlkörper 1 baut sich in deren Hüllen 9 eine Linienspannung σ auf,
welche durch
σ = p·R
σ = Linienspannung [N/m]
p = Druck [N/m2]
R = Radius des Hohlkörpers 1 [m]
gegeben ist.
[0012] In den Schnittlinien der beiden Hohlkörper 1 ist, in der Schnittfläche 2, ein beispielsweise
textiler Steg 4 eingelegt, auf welchen sich die Linienspannungen σ der beiden Hohlkörper
1 in der Schnittlinie übertragen, wie in Fig. 3 dargestellt. Wesentlich ist die Zugfestigkeit
des Steges 4. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache sind selbstverständlich auch
andere Materialen in der Form von Folien, erfindungsgemäss.
[0013] Eine im Wesentlichen gleiche Konfiguration, wie in den Fig. 1 und 2, kann selbstverständlich
auch als ein einziger Hohlkörper betrachtet werden, welcher durch die beiden mit einander
verbundenen Zug-Druck-Elemente 3, bzw. den Steg 4 längs eingeschnürt wird, womit die
gleichen Linienspannungs-Verhältnisse auftreten, wie zu Fig. 1 bis 3 beschrieben.
Fig. 4 lässt zwanglos beide Betrachtungsweisen zu. Die beiden Endkappen 5 gehen jedoch
dann in eine einzige Endkappe 5 über.
[0014] Fig. 3 zeigt die vektorielle Addition der Linienspannungen σ zur Linienkraft
f im textilen Steg 4:

wo
f = Linienkraft im Steg 4
σl = Linienspannung im linken Hohlkörper 1
σr = Linienspannung im rechten Hohlkörper 1
[0015] Die absolute Grösse von
f ist bei gleichem Druck p und gleichem Radius R abhängig vom Schnittwinkel der beiden
Schnittkreise der zwei Hohlkörper 1.
[0016] Um Zug- und Druckkräfte des so aufgebauten pneumatischen Bauelementes aufzunehmen,
ist der Steg 4 eingespannt in ein Zug-Druck-Element 3, welches die in Fig. 2 dargestellte
Form aufweist. Das Zug-Druck-Element 3 übernimmt den durch die Vektoraddition bestimmten
Teil dieser oben dargestellten Linienkraft und wird damit in der durch die Vektordarstellung
gegebenen Richtung vorgespannt. Durch das Befüllen der Hohlkörper 1 mit Druckluft
ergibt sich eine Vorspannung des Steges 4 durch die Linienkraft
f zu f = 2 σ sinϕ. Die Linienkraft
f beschreibt also die Resultierende der von der Hülle auf den
[0017] Steg ausgeübten Kräfte, die in Figur 3 mit σ bezeichnet sind. Da der Radius entlang
des Bauelementes im Allgemeinen nicht konstant ist, verändert sich auch die Vorspannung
des Steges entlang des Bauelementes. Durch geeignete Wahl von Hüllenumfang und Steghöhe
kann die Vorspannung des Steges gemäss dem Einsatz des pneumatischen Bauelementes
optimiert werden.
[0018] Diese Vorspannung bewirkt ein Verhalten der Zug-Druck-Elemente 3 analog zu einer
vorgespannten Feder, welche erst bei Überschreiten der Vorspannkraft mit einer Längenänderung
reagiert. Erst bei diesem Überschreiten der Vorspannkraft tritt Gefahr des Einknickens
der Zug-Druck-Elemente 3 auf. Durch die gezeigte Art der elastischen Bettung des Zug-Druck-Elementes
3 ist die Federkonstante k, im Unterschied zu der aus D2 bekannten, im erfindungsgemässen
pneumatischen Bauelement durch die Elastizität des Steges bestimmt

wo

[0019] Der Elastizitätsmodul des Steges ist durch das Material bestimmt. Für textile Stege
liegt der Elastizitätsmodul im Bereich von 10
8 N/m
2. Ein typischer Wert für den Innendruck p ist 10
4 N/m
2 (100 mBar). Durch das Einbringen des Steges ist also die Federhärte um Grössenordnungen
erhöht worden und entsprechend auch die Knicklast.
[0020] Im erfindungsgemässen pneumatischen Bauelement wird also die komprimierte Luft zur
Vorspannung des biegeweichen Steges benutzt, so dass dieser Zugund Druckkräfte übertragen
kann und das Druckglied optimal gegen Ausknicken stabilisiert. Dadurch wird das pneumatische
Bauelement stabiler und leichter und kann besser lokale Lasten tragen. Ferner lassen
sich mit den Stegen 4 komplizierte dreidimensionale pneumatische Bauelemente wie zum
Beispiel ein Flügel realisieren, die durch die Kombination mit den Zug-Druck-Elementen
3 wesentlich tragfähiger sind als herkömmliche pneumatische Strukturen.
[0021] Seitlich ist das Zug-Druck-Element 3 durch die Linienspannungen σ in der Hülle 9
stabilisiert.
[0022] Der durch das Bauelement hindurchverlaufende Steg 4 bildet, zusammen mit den Zug-/Druckelementen
3, einen unterspannten Träger für eine jeweils auf den Träger wirkende, gegen die
Unterspannung hin gerichtete Last. Ebenso kann der Steg 4 mit den Zug-/Druckelementen
3 wie folgt als Fachwerk interpretiert werden:
[0023] Wirkt im Betrieb eine Last auf eines der Zug-/Druckelemente 3, z.Bsp. auf das dann
aufgrund der Lastrichtung (Pfeil 40) als druckbelastbares Versteifungselement 30 ausgebildete
Zug-/Druckelement, siehe Figur 2b, erfüllt das Element 30 die Funktion eines Obergurts
des Fachwerks 50, und das als zugbelastbares Element 33 ausgebildete Zug-/Druckelement
die Funktion eines Untergurts. Das Fachwerk 50 besteht somit aus Steg 4, druckbelastbarem
Versteifungselement 30 und zugbelastbarem Versteifungselement 33.
[0024] Die durch den Pfeil 40 symbolisierte Last wird in der Regel eine über die Länge des
Elements 30 verteilte Last sein. Im Fall einer ebenfalls möglichen lokalen Last muss
das Element 30 entsprechend biegesteif ausgebildet werden, um lokales Knicken zu verhindern.
[0025] Wie erwähnt, ist der Steg 4 durch den im Bauelement herrschenden Innendruck um eine
der Linienkraft
f entsprechende Kraft vorgespannt. Belastet verschiebt sich das druckbelastbare Versteifungselement
30 in Wirkrichtung der Last 40. Verbleibt Letztere im Fall der verteilten Last unter
der Linienkraft
f, ist die Verschiebung gering (und erfolgt ensprechend dem E Modul des immer noch
vorgespannten Stegs 4). Übersteigt diese jedoch die Linienkraft
f, ist die Verschiebung grösser, mit der Gefahr, dass das Fachwerk 50 überbeanstprucht
wird.
[0026] Die Verformung bei einer Last unterhalb der Linienkraft
f ist somit geringer als es bei den pneumatischen Bauelementen des Stands der Technik
der Fall ist. Überschreitet die Betriebslast die Linienkraft
f nicht, ist in erster Näherung auch bei nicht konstanter Last keine Verformung des
erfindungsgemässen Bauelements gegeben.
[0027] Sind das druckbelastbare Versteifungselement 30 und das zugbelastbare Verbindungselement
33 gleich ausgebildet, z.Bsp. als Träger, wie sie in den Figuren 4 bis 8 dargestellt
sind, besitzt das Fachwerk 50 Symmetrie, mit der Folge, dass bei Angriff einer Last
44 dieselben Verhältnisse herrschen: Das Versteifungselement 33 ist druckbelastbar
und wirkt als Obergurt des Fachwerks 50; das Versteifungselement 30 ist zugbelastbar
und wirkt als dessen Untergurt. Belastbarkeit ist also von beiden Seiten her (Last
40 und Last 44) gegeben.
[0028] In einer weiteren, erfindungsgemässen Ausführungsform ist das zugbelastbare Versteifungselement
33 ausschliesslich zugbelastbar ausgebildet, z.Bsp. als flexibles Zugglied, wie es
ein Seil darstellt. Dann ist die Belastbarkeit des Fachwerks 50 nur einseitig, hier
durch die Last 40 gegeben. Der für die Funktion des Fachwerks 50 notwendige, vorbestimmte
Abstand der Versteifungselemente 30,33 (Zug-/Druckglieder 3) wird durch den Innendruck
p sichergestellt, der den flexiblen Steg 4 über die Linienkraft
f betriebsfähig z.Bsp. in der in Figur 4 dargestellten Art vorspannt. Diese Ausführungsform
zeichnet sich durch geringes Gewicht aus und ist, wie erwähnt, für einseitige Last
(Last 40) geeignet.
[0029] Erfindungsgemäss sind der Steg 4 und die an ihm angeordneten Elemente (Zug-/Druckglieder
3 bzw. druckbelastbares Versteifungselement 30 und zugbelastbares Versteifungselement
33 in der Ausführungsform von Figur 2b) mit der Hülle 9 wirkverbunden, d.h. derart
verbunden, dass Kräfte übertragen werden können und das druckbelastbare Versteifungselement
in der Art eines Obergurts die entsprechende (d.h. in Richtung des Untergurts wirkende),
auf das Bauelement wirkende Last aufnehmen kann. Damit kommt es nicht darauf an, ob
die am Versteifungselement 30,33 angreifende Last (40,44) direkt am Element 30,33
angreift oder über die Hülle 9 (Figur 4) in das Element 30,33 eingeleitet wird. Letzteres
wäre denkbar, wenn ein Dach gemäss Figur 13 eine Schneelast trägt oder bei einem Tragflügel
nach den Figuren 10 und 11. Es ist auch denkbar, dass die Last direkt am Steg 4 angreift
und über diesen in das Element 30,33 eingeleitet wird, was zum Zweck der Beschreibung
der Erfindung ebenfalls als direkt am Element 30,33 angreifende Last verstanden wird.
[0030] Überschreitet die Last 40, die Linienkraft
f, verformt sich das Fachwerk 50 entsprechend, trägt aber die Last 40,44 solange weiter,
bis entweder das druckbelastbare Element 30 knickt bzw. aufgrund der Druckspannungen
zerstört wird oder das zugbelastbare Element 33 reisst. Dabei ist natürlich Voraussetzung,
dass die Elemente 30,33 ihre relative Lage zueinander behalten, die für die tragenden
Eigenschaften des Fachwerks 50 massgebend ist. Diese relative Lage wird durch die
aufgrund der Linienkraft
f im Steg 4 herrschende Vorspannung sichergestellt. Damit ergibt sich neben der oben
erwähnten mechanischen Beanspruchbarkeit der Elemente 30,33 als zweite Randbedingung
für die maximale Last 40 die zulässige Deformation des Fachwerks 50, die solange gegeben
ist, wie die Vorspannung des Stegs 4 als solche noch existiert. Letzteres ist abhängig
vom Innendruck p.
[0031] Erfindungsgemäss ergeben sich hervorragende Lasteigenschaften des pneumatischen Bauelements,
zusammen mit den Vorteilen eines pneumatischen Bauelements, dessen Elemente 30,33
von vergleichsweise geringer und minimal möglicher Masse sind. Es besitzt darüber
hinaus die Eigenschaften (Lastaufnahme, Masse) eines optimierten, konventionellen
Fachwerks, ohne dass aber der beträchtliche Aufwand (Auslegung, Fertigung und Kosten)
zur Optimierung des konventionellen Fachwerks aufgebracht werden muss.
[0032] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Bauelements ist
in Figur 2c dargestellt.
[0033] Die Figur zeigt ein pneumatisches Bauelement 100, das durch einen Steg 110 zu zwei
Zylinderförmigen Abschnitten 101 und 102 in der Art eines Doppelzylinders geformt
ist. Die Hülle 103 (bestehend aus einem flexiblen, gasdichten Material) ist mit einem
als geraden, druckbelastbaren Träger 104 ausgebildeten druckbelastbarem Element, und
über dieses mit dem Steg 110, betriebsfähig verbunden, in der Art, wie dies beispielhaft
in den Figuren 4 bis 7 gezeigt ist. Entlang seiner anderen Längsseite 111 ist der
Steg 110 mit der Hülle 103 z.Bsp. durch verschweissen oder durch gasdichte Vernähung
verbunden. Der Innendruck p spannt den aus flexiblem Material bestehenden Steg 110
zur dargestellten, ebenen Rechtecksform auf.
[0034] Im Steg 110 verläuft ein zugbelastbares flexibles Zugglied, z.Bsp. ein Drahtseil
113, das über Verbindungen 114 am Steg 110 ortsfest in betriebsfähiger Lage festgelegt
ist. Damit ergibt sich ein Fachwerk 120, gebildet aus dem Seil 113, dem Träger 104
und dem Steg 110, welcher durch seine Vorspannung (Linienkraft
f) die betriebsfähige Lage der Fachwerkselemente sicherstellt.
[0035] Die Verbindungen 114 können als durch den Steg 110 hindurchgeführte Laschen ausgebildet
werden oder durch jede geeignete, fachmännische Weise.
[0036] Durch diese Anordnung wird ermöglicht, die äussere Form der Hülle unabhängig von
der Anordnung der Elemente des Fachwerks 120 auszubilden; die Notwendigkeit der spindelähnlichen
Form gemäss den Figuren 1 und 2 entfällt.
[0037] Es liegt im Bereich der vorliegenden Erfindung, sowohl den Steg 110 als auch das
zugbelastbare Versteifungselement 113 teilweise fest und teilweise flexibel auszubilden,
was z.Bsp. beim Zugelement 113 zur besseren Festlegung am Steg 110 oder auch anderen
Zwecken dienen mag.
[0038] Ebenso kann neben der Form des Doppelzylinders noch eine weitere, im Rahmen der erfindungsgemässen
Ausführung beliebige Ausbildung der Hülle 103 vorgesehen werden.
[0039] Figur 2d zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen Bauelements, wobei
die dargestellten Teile dieselben Referenzzeichen wie in Figur 2c tragen. Der Träger
104 ist im Steg 110 nach unten versetzt angeordnet und ist mit der Hülle 103 nicht
mehr direkt, aber dennoch wirkverbunden. Zudem ist der Träger 104 gekrümmt angeordnet.
Der Fachmann kann die zulässige Krümmung des Trägers 104 je nach Auslegungsfall frei
bestimmen; Randbedingung ist, dass der Träger 104 dann über seine gesamte Länge in
der Druckzone des Fachwerks (Träger 104, Steg 110 und Zugelement 113) verbleibt. Die
Trageigenschaften dieser Ausführungsform sind dieselben wie diejenigen der Ausführungsform
von Figur 2c.
[0040] Fig. 4 ist eine technische Ausführungsversion der Darstellung gemäss Fig. 3 im Schnitt
AA gemäss Fig. 1. Das Zug-Druck-Element 3 besteht hier beispielsweise aus zwei miteinander
verschraubten C-Profilen 8. Die Hülle 9 der Hohlkörper 1 ist ohne Unterbrechung zwischen
den C-Profilen 8 hindurchgezogen und wird aussen am Zug-Druck-Element 3 durch einen
Keder 10 gesichert. Der Steg 4 ist zwischen die aussen liegenden Lagen der Hülle 9
eingelegt und wird durch die Schraubenverbindung der C-Profile 8 festgeklemmt.
[0041] Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch das so ausgeführte Zug-Druck-Element 3 im Detail.
[0042] In Fig. 6 ist eine Variante zur Ausführung des Zug-Druck-Elementes 3 im Querschnitt
dargestellt. Das Zug-Druck-Element 3 weist hier drei Nuten für Keder 10 auf. In die
oberen beiden Nuten sind die Hüllen 9 der beiden Hohlkörper 1 mittels Kedern 10 eingelassen,
in die untere Nut der Steg 4.
[0043] Fig. 7 ist die Querschnittsdarstellung einer weiteren Variante des Zug-Druck-Elementes
3 mit seiner Befestigung. Das Zug-Druck-Element 3 weist hier beispielsweise einen
rechteckigen Querschnitt auf, kann jedoch zur Optimierung des Flächenträgheitsmomentes
auch anders ausgeführt sein. Es ist in eine Tasche 11 eingelegt, welche mit der Hülle
9 durch Schweissen oder Nähen und anschliessendes Abdichten verbunden ist.
[0044] An ihren Enden sind die Zug-Druck-Elemente 3 in einem Knoten 14 zusammengeführt,
wie in Fig. 8 dargestellt. Ein solcher Knoten 14 kann in mannigfacher Art ausgeführt
sein und ist in der Baustatik an sich bekannt. Hier besteht er beispielsweise aus
einer Platte 13, welche mit den Zug-Druck-Elementen 3 beispielsweise verschraubt ist.
Der luftdichte Abschluss der Hülle 9 kann ebenso auf viele Arten gelöst werden. Das
Wesentliche ist hier, dass die Zug-Druck-Elemente 3 aus der Hülle 9 herausgeführt
sind und der Knoten 14 frei liegt zur geeigneten Befestigung beispielsweise auf einem
Auflager.
[0045] Fig. 9 ist die Isometrie einer flächigen Ausbildung eines pneumatischen Bauelementes
gemäss dieser Erfindung. Hier ist eine Vielzahl von Zug-Druck-Elementen 3 vorgesehen,
wobei jeweils ein Steg 4 gemäss Fig. 2 eingelegt ist. Zwischen zwei benachbarten Zug-Druck-Elementen
3 ist jeweils ein Hohlkörper 1 eingespannt und mit Druckgas befüllt. An die zwei zu
äusserst liegenden Zug-Druck-Elemente 3 schliesst sich jeweils ein unpaariger Hohlkörper
1 an, um die Vorspannung der Zug-Druck-Elemente 3 zu erzeugen und um die Zug-Druck-Elemente
3 seitlich zu stabilisieren. Für den Aufbau eines solchen flächigen Bauelementes kann
so vorgegangen werden, dass alle Zug-Druck-Elemente 3 und die Hüllen 9 der Hohlkörper
1 bereits montiert sind und das ganze beschriebene Arrangement auf Auflager 15 aufgelegt
und anschliessend mit Druckgas befüllt wird. Oder die Montage kann vor Ort geschehen,
indem die Zug-Druck-Elemente 3 auf den Auflagern befestigt und die Hüllen 9 anschliessend
an die Zug-Druck-Elemente 3 angefügt werden.
[0046] In der Darstellung von Fig. 10 sind zwei Scharen von Zug-Druck-Elementen 3 gekreuzt
angeordnet und bilden ein Flächentragwerk 16 mit hoher Biegesteifigkeit in zwei, beispielsweise
zueinander senkrechten, Achsenrichtungen. Die gasdichten Abschlüsse in den Regionen,
wo die Zug-Druck-Elemente 3 einander kreuzen, können beispielsweise ebenfalls mit
Kedern gelöst werden; selbstverständlich sind auch hier mannigfache andere Lösungen
vorhanden.
[0047] Der Vorteil einer Ausgestaltung als eigentliches Flächentragwerk 16 gemäss Fig. 10
hat den Vorteil, dass die einzelnen Zug-Druck-Elemente 3 vorzugsweise gegen Kippen
stabilisiert sind, und von einem geeigneten Auflager keine Momente aufgebracht werden
müssen.
[0048] Fig. 11 zeigt, ausgehend von Fig. 10, ein erfindungsgemässes Tragflügel-Profil 17.
Wie gemäss Fig. 10 sind hier zwei Scharen von Zug-Druck-Elementen 3 gekreuzt angeordnet.
Die Mengen von Zug-Druck-Elementen 3 in den beiden Scharen - hier zwei in der einen,
acht in der anderen Richtung - können den Anforderungen an das Tragflügel-Profil 17
angepasst werden. Ebenso ist die Ausbildung der Konturen der Zug-Druck-Elemente 3
variabel in dem Sinne, dass neben den statischen Anforderungen an ein solches Profil
auch die aerodynamischen Formen von Anström- und Abströmkanten 18, 19 entsprechend
ausgestaltet werden können, dies allenfalls mit Profilaufsätzen, welche zwar aerodynamisch
wirksam sind, jedoch nicht Bestandteil der Statik des Tragflügelprofils 17 hinsichtlich
seiner Eigenschaften als Flächentragwerk.
[0049] Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 12 sind die Mittellinien
L der Hohlkörper 1 nicht, wie im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1, gerade, sondern
von der Schnittfläche 2 der zwei Hohlkörper 1 aus, nach aussen gebogen. Die zwei Hohlkörper
1 - welche einander hier in der Schnittfläche 2 gemäss Fig. 2 schneiden und welche
in ihrer Form unverändert bleibt - weisen also im Querschnitt AA gemäss Fig. 1 den
kleinsten Durchmesser auf. Zu den Enden der Höhlkörper 1 nimmt dieser jedoch zu. Damit
steigt auch die zum lokalen Radius
R proportionale Linienspannung σ an. Und damit kann die auf den Steg 4 übertragene
Linienkraft gesteigert oder - allgemein gesagt - optimiert werden. Anstelle eines
nach den Enden der Hohlkörper 1 zunehmenden lokalen Radius kann selbstverständlich
auch ein konstant bleibender oder auch ein abnehmender gewählt werden. Im letzteren
Falle nimmt die Linienspannung gegen die Enden der Hohlkörper 1 und damit auch des
Steges 4 ab. Dies kann erreicht werden durch eine Mittellinie
L, welche im Gegensatz zu der in Fig. 12 gezeigten, gegen die Enden der Hohlkörper
1 zu der Schnittfläche 2 hin gebogen ist. Dasselbe gilt auch für Hohlkörper 1 mit
beispielsweise konstantem Radius, also von toroidischer Form.
[0050] Fig. 13 ist die Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des Erfindungsgedankens.
Hier sind eine Vielzahl - in Fig. 13 beispielsweise fünf - von Hohlkörpern 1 an eine
weitere, kleinere, Vielzahl von Zug-Druck-Elementen 3 angeordnet. Diese tragen wiederum
Stege 4 und sind aus den Hohlkörpern 1 gasdicht herausgeführt. Die Zug-Druck-Elemente
können unterschiedlich gewählt werden, sowohl ihrer Länge, ihrer Höhe als auch ihrer
Richtung nach. Jeweils anschliessend an die zwei äussersten Zug-Druck-Elemente 3 und
an ihnen befestigt ist, wie zu Fig. 9 ausgeführt, je ein Hohlkörper 1 angefügt, zum
Symmetrisieren der Linienspannungen in den genannten zwei äussersten Zug-Druck-Elementen
3 und deren Stegen 4 und zu deren seitlicher Stabilisierung.
1. Pneumatisches Bauelement mit einer gasdichten Hülle (9,103) und mit Druck-Zugelementen
(3), bestehend aus mindestens einem druckbelastbaren (3,30,104) und mindestens einem
zugbelastbaren (3,33,113) Versteifungselement, wobei weiter ein durch das Bauelement
hindurch verlaufender, unter Betriebsdruck des Bauelements durch diesen vorgespannter
Steg (2,4,110) vorgesehen ist, der im Betrieb einander gegenüber liegende Seiten der
Hülle (9,103) miteinander verbindet, dass die Versteifungselemente (3,30,104; 3,33,113)
an ihren zugeordneten Enden beidseitig in je einem gemeinsamen Knoten miteinander
verbunden und über ihre Länge am Steg (2,4,110) betriebsfähig und in vorbestimmt maximalem
Abstand zueinander angeordnet sind, wobei der Steg (2,4,110) und die an ihm angeordneten
Versteifungselemente (3,30,104; 3,33,113) mit der Hülle (9,103) wirkverbunden sind,
derart, dass das druckbelastbare Versteifungselement (3,30,104) in der Art eines Obergurts
eines Fachwerks (50) entsprechende, auf das Bauelement wirkende Last (40,44) aufnehmen
kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg aus Textil oder aus anderen Materialien in der Form von Folien besteht.
2. Pneumatisches Bauelement nach Anspruch 1, wobei der Steg (2,4,110) mindestens teilweise
aus flexiblem, zugfestem Material besteht und über seine Länge beidseitig mit der
jeweils zugeordneten Hüllenwand der Hülle (9,103) verbunden ist, derart, dass er im
unter Betriebsdruck stehenden Bauelement betriebsfähig vorgespannt wird.
3. Pneumatisches Bauelement nach Anspruch 1 oder 2, wobei das zugbelastbare Versteifungselement
(3,33,113) mindestens teilweise flexibel ausgebildet und über seine Länge am Steg
(2,4,110) ortsfest festgelegt ist, derart, dass es im unter Betriebsdruck stehenden
Bauelement eine betriebsfähige Lage in der Art eines Untergurts eines Fachwerks einnimmt.
4. Pneumatisches Bauelement nach Anspruch 1 oder 2, wobei das zugbelastbare Versteifungselement
(3,33,113) auch druckbelastbar und das druckbelastbare Versteifungselement (3,30,104)
auch zugbelastbar ausgebildet ist.
5. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das druckbelastbare
Versteifungselement (3,30,104) als gerader Träger ausgebildet ist.
6. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei vorzugsweise mindestens
zwei langgestreckte Hohlkörper (1) bestehend aus einer gasdichten Hülle (9) aus flexiblem
Material, und mindestens zwei Zug-Druck-Versteifungselemente (3), welche an beiden
Enden in einem Knoten (14) miteinander verbunden sind und im Wesentlichen auf ihrer
ganzen Länge mit der Hülle (9) verbunden sind, vorgesehen sind, und wobei
- jeweils zwischen zwei miteinander in einem Knoten (14) verbundenen Zug-Druck-Elemente
(3) ein Steg (4) aus zugfestem Material angeordnet und mit den zwei Zug-Druck-Elementen
(3) im Wesentlichen auf deren ganzen Länge zugfest verbunden ist, dergestalt, dass
beim Befüllen der Hohlkörper (1) mit Druckgas die Spannung der Hüllen auf die Zug-Druck-Elemente
(3) und auf den Steg (4) übertragen wird und diesen damit vorspannt.
7. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mindestens eines
der Zug-Druck-Element (3) aus zwei miteinander verschraubten C-Profilen aufgebaut
ist,
- für das mindestens eine Zug-Druck-Element (3) ein Keder (10) vorhanden ist, welcher
vom Material der Hülle (9) umfasst wird, und welcher auf der Außenseite des Zug-Druck-Elementes
(3) angeordnet ist,
- der Steg (4) zwischen den beiden C-Profilen des mindestens einen Zug-Druck-Elementes
(3) durch die Verschraubung festgeklemmt wird.
8. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mindestens eines
der Zug-Druck-Elemente (3) aus einem Profilstab besteht, welcher drei Nuten für je
einen Keder (10) aufweist, wobei zwei Nuten für Keder (10) seitlich und eine dritte
Nut für einen Keder (10) mittig angeordnet ist,
- die Hülle (9) durch die seitlichen Keder (10), und der Steg (4) durch den mittig
angeordneten Keder (10) festgeklemmt werden.
9. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mindestens eines
der Zug-Druck-Elemente (3) aus einem Profilstab mit geeignetem Flächenträgheitsmoment
besteht,
- jeder Profilstab in eine längs zum Zug-Druck-Element (3) verlaufende Tasche (11)
eingelegt wird,
- die Hülle (9) der Hohlkörper (1) mit dieser Tasche (11) gasdicht verbunden sind,
- der Steg (4) mit dieser Tasche (11) ebenfalls verbunden ist,
- die Verbindungen von Hüllen (9) und Steg (4) mit der Tasche (11) durch Schweißen
oder Kleben oder Nähen mit anschließendem Abdichten erzeugt werden.
10. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei Mittel vorhanden
sind, um mindestens ein Paar von einander zugeordneten Zug-Druck-Elementen (3) gasdicht
aus dem oder den Hohlkörpern (1) herauszuführen, und wobei
- die Knoten (14) dieser einander zugeordneten Elemente (3) außerhalb der Hohlkörper
(1) angeordnet sind.
11. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei mindestens eine
Vielzahl von Zug-Druck-Elementen (3) vorhanden ist,
- jeweils zwischen zwei benachbarten Paaren von Zug-Druck-Elementen (3) ein gegen
außen gasdichter Hohlkörper (1) eingelegt und mit den Zug-Druck-Elementen (3) verbunden
ist,
- die beiden äußersten Zug-Druck-Elemente (3) je einen unpaarigen Hohlkörper (1) tragen,
um die Vorspannung des Steges (4) symmetrisch zu machen und um diesen seitlich zu
stabilisieren.
12. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei aus den Hohlkörpern
(1) herausgeführten Knoten (14) auf ein Auflager (15) gelegt und darauf befestigt
sind.
13. Pneumatisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Vielzahl von
je einander zugeordneten Zug-Druck-Elementen (3) vorhanden und in zwei Scharen angeordnet
sind, welche einander kreuzen, wodurch ein Flächentragwerk (16) gebildet wird,
- die gasdichten Hohlkörper (1) ebenfalls in zwei einander kreuzenden Scharen vorhanden
und angeordnet sind,
- die Hohlkörper (1) miteinander und mit den Zug-Druck-Elementen (3) gasdicht verbunden
sind,
- die Stege (4) zwischen den beiden sie spannenden Zug-Druck-Elementen (3) verlaufen.
14. Pneumatisches Bauelement nach Patentanspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächentragwerk (16) eine geeignete aerodynamische Form aufweist, so dass es
als Tragflügelprofil (17) eingesetzt werden kann.
15. Pneumatisches Bauelement nach Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Aufsätze auf die Zug-Druck-Elemente (3) vorhanden sind zur Optimierung der Anström-
und/oder Abströmkanten (18, 19) des Tragflügelprofiles (17).
16. Dach oder Boden für eine Baute mit nebeneinander angeordneten Bauelementen nach einem
der Ansprüche 1 bis 13.
1. A pneumatic structural element with a gas-tight casing (9,103) and with tension/compression
elements (3), consisting of at least one compressively loadable (3,30,104) and at
least one tensile-loadable (3,33,103) stiffening element, wherein further a web (2,4,110)
running through said structural element, pre-tensioned by said structural element
under operating pressure of said structural element is provided, which connects to
one another the opposite sides of the casing (9,103) in operation, said stiffening
elements (3,30,104; 3,33,103) are connected to one another at their associated ends
on both sides in respectively one common node, and are operational over their length
on the web (2,4,110), and are arranged at a pre-determined maximum spacing with respect
to one another, wherein the web (2,4,110) and the stiffening elements (3,3,104; 3,33,103)
arranged thereon are operatively connected to the casing (9,103) in such a manner
that the compressively loadable stiffening element (3,30,104) can absorb a corresponding
load (40,44) acting on the structural element in the manner of an upper chord of a
truss (50), characterized in that the web is made of textile material or other materials in the form of films.
2. The pneumatic structural element according to claim 1, wherein the web (2,4,110) consists
at least in part of a flexible material with tensile strength and is connected to
the respectively associated casing wall of the casing (9,103) over its length on both
sides in such a manner that it is operationally pre-tensioned in the structural element
under operating pressure.
3. The pneumatic structural element according to claim 1 or 2, wherein the tensile-loadable
stiffening element (3,33,113) is at least partially flexible und is fixed in a fixed
position on the web (2,4,110) over its length in such a manner that it takes an operational
position in the form of an lower chord of a truss in the structural element under
operating pressure.
4. The pneumatic structural element according to claim 1 or 2, wherein the tensile-loadable
stiffening element (3,33,113) is also compressively loadable and the compressively
loadable stiffening element (3,30,104) is also tensile-loadable.
5. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 4, wherein the
compressively loadable stiffening element (3,30,104) is a straight support.
6. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 5, comprising
preferably at least two elongated hollow bodies (1) consisting of a gas-tight casing
(9) of flexible material and at least two tension/compression stiffening elements
(3) connected to one another at respective ends in a node (14) and connected to the
casing (9) substantially over their entire length, und wherein
- the web (4) of a high-tensile-strength material is disposed between the at least
two tension/compression elements (3) connected to one another at respective ends in
a node (14) and is connected to the two tension/compression elements (3) in a tensile
manner over substantially the entire length in such a manner that when the at least
two hollow bodies (1) are filled with a compressed gas, the stress of the casings
is transmitted to the tension/compression elements (3) and to the web (4) and pre-tensioning
the web thereby.
7. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 5, wherein at
least one of the tension/compression elements (3) comprises two C profiles secured
to one another by a screw connection,
- at least one of the tension/compression elements (3) has a bead (10) comprised by
the material of the casing (9) and disposed on the outside of the tension/compression
element (3),
- the web (4) is firmly clamped between the two C profiles of the at least one tension/compression
element (3) by the screw connection.
8. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 5, wherein at
least one of the tension/compression elements (3) comprises a profile rod having three
grooves for each one of the beads (10), two grooves for beads (10) are disposed laterally
and a third groove for a bead (10) is disposed centrally,
- the casing (9) is firmly clamped by a lateral bead (10) and the web (4) is firmly
clamped by a centrally disposed bead (10).
9. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 5, wherein at
least one of the tension/compression elements (3) comprises a profile rod with a suitable
planar moment of inertia,
- each profile rod is inserted in a pocket (11) running longitudinally to the tension/compression
element (3),
- the casing (9) of a hollow body (1) is connected to the pocket (11) in a gas-tight
manner,
- the web (4) is also connected to this pocket (11),
- the connections of casings (9) and the web (4) to the pocket (11) are produced by
welding or adhesive bonding or sewing with subsequent sealing.
10. The pneumatic structural element according to anyone of claims 1 to 9, wherein means
are provided for guiding at least one pair of associated tension/compression elements
(3) in a gas-tight manner out from a hollow body or the hollow bodies (1), and wherein
- the nodes (14) of the tension/compression elements (3) associated to one another
are disposed outside the hollow body (1).
11. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 10, wherein at
least a plurality of tension/compression elements (3) are present,
- a hollow body (1) gas-tight with respect to the outside is inserted between two
neighboring pairs of tension/compression elements (3) and is connected to the tension/compression
elements (3),
- the two outermost tension/compression elements (3) each support an unpaired hollow
body (1) operable to make pre-tensioning of the web (4) symmetrical and to laterally
stabilize the web.
12. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 5, wherein the
nodes (14) guided out of the hollow bodies (1) are placed on a support (15) and fixed
thereon.
13. The pneumatic structural element according to any one of claims 1 to 5, wherein a
plurality of tension/compression elements (3) each assigned to one another are present
and arranged in two groups, which cross one another, thereby forming a two-dimensional
member (16),
- the gas-tight bodies (1) are also present and arranged in two groups, which cross
one another,
- the hollow bodies (1) are connected to one another and to the tension/compression
elements (3) in a gas-tight manner,
- the webs (4) run between the two tension/compression elements (3) stretching them.
14. The pneumatic structural element according to claim 13, characterized by the two-dimensional member (16) having a suitable aerodynamic form in such a way
that it can be inserted as an airfoil profile (17).
15. The pneumatic structural element according to claim 14, characterized by the element comprising attachments disposed on the tension/compression elements (3)
for optimizing the leading and trailing edges (18, 19) of the airfoil profile (17).
16. Roof or base for a building comprising the pneumatic structural elements according
to any one of claims 1 to 13 arranged adjacent to one another.
1. Elément de construction pneumatique comprenant une enveloppe (9, 103) étanche aux
gaz et comprenant des éléments de traction-pression (3), constitué d'au moins un élément
de renfort pouvant être soumis à des contraintes de pression (3, 30, 104) et d'au
moins un élément de renforcement pouvant être soumis à des contraintes de traction
(3, 33, 113), dans lequel est prévue une entretoise (2, 4, 110) s'étendant à travers
l'élément de construction, précontrainte sous l'effet de la pression de fonctionnement
de l'élément de construction par cette dernière, laquelle entretoise relie les uns
aux autres des côtés, se faisant face les uns les autres lors du fonctionnement, de
l'enveloppe (9, 103), les éléments de renforcement (3, 30, 104 ; 3, 33, 113) sont
reliés les uns aux autres en respectivement un noeud commun au niveau de leurs extrémités
associées de part et d'autre et sont disposés sur leur longueur au niveau de l'entretoise
(2, 4, 110) de manière opérationnelle et à une distance maximale prédéfinie les uns
des autres, dans lequel l'entretoise (2, 4, 110) et les éléments de renforcement (3,
30, 104 ; 3, 33, 113) disposés au niveau de l'entretoise coopèrent avec l'enveloppe
(9, 103) de telle manière que l'élément de renforcement pouvant être soumis à des
contraintes de pression (3, 30, 104) peut absorber, à la manière d'une membrure supérieure
d'une charpente (50), une charge (40, 44) correspondante agissant sur l'élément de
construction, caractérisé en ce que l'entretoise est constituée de textile ou d'autres matériaux sous la forme de films.
2. Elément de construction pneumatique selon la revendication 1, dans lequel l'entretoise
(2, 4, 110) est constituée au moins en partie d'un matériau flexible résistant à la
traction et est reliée, sur sa longueur, des deux côtés, à la paroi d'enveloppe respectivement
associée de l'enveloppe (9, 103) de telle manière qu'elle est précontrainte de manière
opérationnelle dans l'élément de construction sous pression de fonctionnement.
3. Elément de construction pneumatique selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément
de renforcement pouvant être soumis à des contraintes de traction (3, 33, 113) est
réalisé au moins en partie de manière flexible et est fixé de manière stationnaire
sur sa longueur au niveau de l'entretoise (2, 4, 110) de telle manière qu'il adopte,
dans l'élément de construction sous pression de fonctionnement, une position opérationnelle
à la manière d'une membrure inférieure d'une charpente.
4. Elément de construction pneumatique selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément
de renforcement pouvant être soumis à des contraintes de traction (3, 33, 113) est
réalisé également de manière à pouvoir être soumis à des contraintes de pression et
l'élément de renforcement pouvant être soumis à des contraintes de pression (3, 30,
104) est réalisé également de manière à pouvoir être soumis à des contraintes de traction.
5. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, dans lequel l'élément de renforcement pouvant être soumis à des contraintes de
pression (3, 30, 104) est réalisé sous la forme d'un support rectiligne.
6. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, dans lequel de préférence sont prévus au moins deux corps creux (1) étirés en longueur
constitués d'une enveloppe (9) étanche aux gaz composée d'un matériau flexible, et
au moins deux éléments de renforcement de pression-traction (3), qui sont reliés les
uns aux autres au niveau des deux extrémités en un noeud (14) et qui sont reliés sensiblement
sur toute leur longueur à l'enveloppe (9), et dans lequel
- une entretoise (4) composée d'un matériau résistant à la traction est disposée respectivement
entre deux éléments de pression-traction (3) reliés l'un à l'autre en un noeud (14)
et est reliée de manière résistante à la traction aux deux éléments de pression-traction
(3) sensiblement sur toute sa longueur de telle manière que lors du remplissage des
corps creux (1) en gaz comprimé, la tension des enveloppes est transmise sur les éléments
de pression-traction (3) et sur l'entretoise (4) et précontraint ainsi cette dernière.
7. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, dans lequel au moins un des éléments de pression-traction (3) est élaboré à partir
de deux profils en C vissés l'un à l'autre,
- un bourrelet (10) est présent pour l'au moins un élément de pression-traction (3),
lequel bourrelet est encadré par le matériau de l'enveloppe (9) et qui est disposé
sur le côté extérieur de l'élément de pression-traction (3),
- l'entretoise (4) est fermement serrée par le vissage entre les deux profils en C
de l'au moins un élément de pression-traction (3).
8. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, dans lequel au moins un des éléments de pression-traction (3) est constitué d'une
barre profilée, qui présente trois rainures pour respectivement un bourrelet (10),
dans lequel deux rainures pour des bourrelets (10) sont disposés sur le côté et une
troisième rainure pour un bourrelet (10) est disposée au centre,
- l'enveloppe (9) est serrée fermement par les bourrelets (10) latéraux et l'entretoise
(4) est serrée fermement par le bourrelet (10) disposé au centre.
9. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, dans lequel au moins un des éléments de pression-traction (3) est constitué d'une
barre profilée présentant un moment géométrique d'inertie adapté,
- chaque barre profilée est placée dans un compartiment (11) s'étendant en longueur
par rapport à l'élément de pression-traction (3),
- l'enveloppe (9) des corps creux (1) est reliée de manière étanche aux gaz audit
compartiment (11),
- l'entretoise (4) est reliée de la même manière audit compartiment (11),
- les liaisons des enveloppes (9) et de l'entretoise (4) au compartiment (11) sont
produites par soudage ou collage ou couture avec une étanchéification subséquente.
10. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
9, dans lequel des moyens sont présents afin de guider au moins une paire d'éléments
de pression-traction (3) associés l'un à l'autre de manière étanche aux gaz hors du
ou des corps creux (1), et dans lequel
- les noeuds (14) desdits éléments (3) associés les uns aux autres sont disposés à
l'extérieur des corps creux (1).
11. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
10, dans lequel au moins une pluralité d'éléments de pression-traction (3) est présente,
- un corps creux (1) étanche aux gaz par rapport à l'extérieur est introduit respectivement
entre deux paires adjacentes d'éléments de pression-traction (3) et est relié aux
éléments de pression-traction (3),
- les deux éléments de pression-traction (3) situés le plus à l'extérieur supportent
respectivement un corps creux (1) dépareillé afin de rendre symétrique la précontrainte
de l'entretoise (4) et de la stabiliser sur le côté.
12. Elément de construction pneumatique selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, dans lequel des noeuds (14) guidés hors des corps creux (1) sont placés sur un
support (15) et y sont fixés.
13. Elément de construction selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel
une pluralité d'éléments de pression-traction (3) associés respectivement les uns
aux autres sont présents et sont disposés dans deux assemblages, qui se croisent l'un
l'autre, ce qui permet de former une structure porteuse plane (16),
- les corps creux (1) étanches aux gaz sont présents et disposés également en deux
assemblages se croisant l'un l'autre,
- les corps creux (1) sont reliés les uns aux autres et aux éléments de pression-traction
(3) de manière étanche aux gaz,
- les entretoises (4) s'étendent entre les deux éléments de pression-traction (3)
serrant les entretoises.
14. Elément de construction pneumatique selon la revendication 13, caractérisé en ce que la structure porteuse plane (16) présente une forme aérodynamique adaptée de sorte
qu'elle peut être employée en tant que profilé de voilure porteuse (17).
15. Elément de construction pneumatique selon la revendication 14, caractérisé en ce que sont présents des chapiteaux sur les éléments de pression-traction (3) servant à
optimiser les bords d'attaque et/ou de fuite (18, 19) du profilé de voilure porteuse
(17).
16. Toit ou sol pour un bâtiment comprenant des éléments de construction disposés les
uns à côté des autres selon l'une quelconque des revendications 1 à 13.