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(11) |
EP 2 458 091 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.08.2017 Patentblatt 2017/34 |
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Anmeldetag: 23.11.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Pistenraupe mit einer Seilwindenanordnung
Snowgroomer with cable winch
Dameuse avec un treuil à câble
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
25.11.2010 DE 102010061982
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.05.2012 Patentblatt 2012/22 |
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Patentinhaber: Kässbohrer Geländefahrzeug AG |
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88471 Laupheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Mayer, Stephan
79853 Lenzkirch (DE)
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Vertreter: Patentanwälte
Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner mbB |
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Kronenstraße 30 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 331 198 US-A- 5 765 782
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WO-A1-2010/095016 US-A1- 2004 069 981
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistenraupe mit einer Seilwindenanordnung, die einen
drehbaren Windenarm sowie eine Haspel umfasst, auf der ein Windenseil auf- und abwickelbar
gehalten ist. Eine Pistenraupe für die Bearbeitung von Schneegelände ist allgemein
bekannt, vgl.
EP1 331 198 A1 und
US 5 765 782 A. Um auch eine Schneepistenbearbeitung in steilem Gelände zu ermöglichen, sind Pistenraupen
mit einer Seilwindenanordnung versehen, die hinter einem Fahrerhaus angeordnet ist.
Die Seilwindenanordnung weist einen das Windenseil führenden Windenarm auf, der relativ
zum Fahrzeug drehbar gelagert ist. Die Seilwindenanordnung umfasst eine Haspel, auf
der das Windenseil auf- und abwickelbar gehalten ist. In einem Windenbetrieb der Pistenraupe
wird ein in Auszugrichtung vorderes Seilende des Windenseils an einem stationären
Punkt oberhalb des zu bearbeitenden Steilhanges befestigt. Die Seilwindenanordnung
ist mit einem Windenantrieb versehen, der im Windenbetrieb einen Kettenantrieb der
Pistenraupe unterstützt und so eine Bodenbearbeitung auch in steilem Gelände zulässt.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pistenraupe sowie eine Seilwindenanordnung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die erweiterte Einsatzmöglichkeiten für die Pistenraupe
zulassen.
[0003] Diese Aufgabe wird durch eine Pistenraupe nach Anspruch 1 gelöst. Durch die erfindungsgemäße
Lösung ist es möglich, auch längere Steilhänge in Skigebieten durch Pistenraupen so
zu bearbeiten, dass einfach befahrbare Schneepisten geschaffen werden.
[0004] In Ausgestaltung der Erfindung weist das Windenseil der Seilwindenanordnung eine
maximale Seilzugkraft von mehr als 40.000 N, insbesondere im Bereich zwischen 41.000
N und 50.000 N, auf. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform weist eine Zugkraft
von 45 kN auf, die im Fachjargon auch als Zugkraft von 4,5 t bezeichnet wird. Die
hohe maximale Zugkraft ermöglicht eine Oberflächenbearbeitung in besonders steilem
Gelände, in dem eine Gewichtskraft der Pistenraupe eine größere Rolle spielt als bei
flacherem Gelände.
[0005] Für die Seilwindenanordnung mit einem drehbaren Windenarm, mit einer Haspel sowie
mit einem Spillgetriebe, über das im Windenbetrieb das Windenseil von der Haspel abgezogen
oder der Haspel zugeführt wird, sowie mit einem Haspelantrieb und mit einem Antrieb
für das Spillgetriebe, wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe dadurch gelöst,
dass der Haspelantrieb steuerbar gestaltet ist, dass Mittel zum Erfassen einer Seillage
des Windenseiles auf der Haspel vorgesehen sind, und dass Mittel zum Steuern des Haspelantriebs
unter Berücksichtigung der Seillage des Windenseils auf der Haspel derart vorgesehen
sind, dass eine Seilspannung des Windenseils im Bereich zwischen Haspel und Spillgetriebe
zumindest weitgehend konstant gehalten ist. Laut der Erfindung liegt ein im Wesentlichen
konstanter Bereich einer Vorspannung des Windenseils im Betrieb zwischen der Haspel
und dem Spillgetriebe zwischen 1500 und 3000 N. Durch die im Wesentlichen konstante
Vorspannung ist ein besonders exaktes und gleichmäßiges Auf- oder Abwickeln des Windenseils
von der Haspel ermöglicht. Damit können auch große Seillängen auf die Haspel aufgewickelt
oder von dieser abgezogen werden, ohne dass Fehlwicklungen oder Beschädigungen des
Windenseiles auftreten.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Seilwindenanordnung mit einem einer Haspel zugeordneten
Spillgetriebe, das zwei um zueinander parallele Drehachsen auf Spillwellen gelagerte
Spillkopfeinheiten sowie eine dem Antrieb für das Spillgetriebe zugeordnete, zu den
Drehachsen parallele Antriebswelle umfasst, die die Spillwelle mittels eines Zahnradgetriebes
antreibt, wobei die Spillwellen mittels Wälzlagerungen in einem Spillgehäuse gelagert
sind, ist vorgesehen, dass die Wälzlagerungen auf ihren zu den offenen Abschnitten
eines Spillgetriebegehäuses gerichteten Seiten mit verstaubungs- oder verschmutzungsfesten
Dichtungen versehen sind. Geeignete Dichtungen sind insbesondere Labyrinth- oder Kanaldichtungen.
Dadurch wird verhindert, dass die Wälzlagerungen verschmutzen und vorzeitig ausgetauscht
werden müssen.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jede Spillkopfeinheit sechs Spillköpfe
auf, um die das Windenseil umlenkbar ist. Bekannte Spillgetriebe für Pistenraupen
weisen sieben oder mehr Spillköpfe pro Spillkopfeinheit auf. Die reduzierte Anzahl
von lediglich sechs Spillköpfen reduziert die Anzahl notwendiger Biegewechsel für
das Windenseil, wodurch eine reduzierte Beanspruchung des Windenseiles gegeben ist.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen alle Spillköpfe einen nutzbaren Durchmesser
zwischen 300 und 330 mm auf. Dieser nutzbare Durchmesser ist gegenüber bekannten Spillköpfen
vergrößert. Der vergrößerte nutzbare Durchmesser führt zwangsläufig zu einem größeren
Radius für eine Umlenkung des Windenseiles und demzufolge zu einer geringeren Krümmung
oder Biegung des Windenseiles. Auch durch diese Maßnahme wird die Beanspruchung des
Windenseiles in einem Windenbetrieb der Pistenraupe reduziert. Durch die vergrößerten
Durchmesser entsprechend auftretende, höhere Belastungen auf das Spillgetriebe werden
durch die Auslegung der Komponenten des Spillgetriebes, insbesondere von Zahnradpaarungen
des Spillgetriebes, mit höheren Sicherheiten ausgeglichen.
[0009] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.
- Fig. 1
- zeigt in einer Seitenansicht eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pistenraupe,
- Fig. 2
- in einer Seitenansicht einen Teil einer Seilwindenanordnung der Pistenraupe nach Fig.
1,
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung den Teil der Seilwindenanordnung nach Fig. 2,
- Fig. 4
- in vergrößerter, perspektivischer Darstellung einen Ausschnitt IV der Seilwindenanordnung
nach Fig. 3,
- Fig. 5
- in einer stirnseitigen, schematischen und vergrößerten Ansicht einen Teil der Seilwindenanordnung
nach den Fig. 2 bis 4 und
- Fig. 6
- in vergrößerter Querschnittsdarstellung eine obere Hälfte eines Spillgetriebes nach
Fig. 5.
[0010] Eine Pistenraupe 1 nach Fig. 1 ist für die Bearbeitung von Schneegelände vorgesehen.
Die Pistenraupe 1 ist in grundsätzlich bekannter Weise mit einem durch ein Kettenlaufwerk
gebildeten Fahrantrieb versehen. Frontseitig ist ein Räumschild angebaut. Heckseitig
ist die Pistenraupe 1 mit einer Heckfräse versehen. Die Pistenraupe 1 weist hinter
einem Fahrerhaus eine Funktionsplattform auf, auf der eine Seilwindenanordnung 2 befestigt
ist. Die Seilwindenanordnung 2 weist einen in der Darstellung nach Fig. 1 über das
Fahrerhaus nach vorne abragenden Windenarm 3 auf, der zur Seilführung dient. Die Seilwindenanordnung
2 weist zudem eine in Fig. 1 lediglich angedeutete Haspel 6 auf, auf der das Windenseil
auf- und abwickelbar gehalten ist. Der Haspel 6 ist ein in Fig. 1 lediglich angedeutetes
Spillgetriebe 7 zugeordnet, das zum Aufbringen einer entsprechend hohen Seilkraft
sowie zum Auf- und Abwickeln des Windenseiles relativ zur Haspel 6 vorgesehen ist.
Die Haspel 6 und das Spillgetriebe 7 sind in einem Tragrahmen 4 der Seilwindenanordnung
2 gehalten, der relativ zu einem mit der Ladeplattform der Pistenraupe 1 festen Sockel
5 um eine in Fahrzeughochrichtung erstreckte Drehachse gemeinsam mit dem Windenarm
3 drehbeweglich gelagert ist. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform weist
die Seilwindenanordnung 2 einen stationären Tragrahmen auf, in dem Haspel und Spillgetriebe
untergebracht sind. Der Windenarm ist bei dieser Ausführungsform relativ zu dem stationären
Tragrahmen um eine in Fahrzeughochrichtung erstreckte Drehachse drehbeweglich gelagert.
[0011] Die Seilwindenanordnung 2 weist ein Windenseil W auf, das bei dem dargestellten,
bevorzugten Ausführungsbeispiel eine nutzbare Seillänge von 1400 m aufweist. Die tatsächliche
Seillänge des Windenseiles W ist etwas größer als die nutzbare Seillänge. Die nutzbare
Seillänge ist die Seillänge, um die das Windenseil W in vollständig ausgezogenem und
gestreckten Zustand sich zwischen dem in Auszugrichtung vorderen Seilende und einem
vorderen Ende des Windenarmes 3 erstreckt, an dem das Windenseil W den Windenarm 3
verlässt.
[0012] Wie anhand der Fig. 2 bis 6 erkennbar ist, handelt es sich bei der Seilwindenanordnung
2 um eine Treibtrommelwindenanordnung, die eine stationär in dem Trägerrahmen 4 drehbeweglich
gelagerte Haspel 6 sowie ein der Haspel 6 vorgelagertes Spillgetriebe 7 umfasst. Das
Spillgetriebe 7 weist zwei zueinander mit parallelen Drehachsen beabstandete Spillkopfeinheiten
11, 12 auf, die durch jeweils sechs nebeneinander angeordnete Spillköpfe 11a gebildet
sind. Jeder Spillkopf stellt eine Riemenscheibe dar, wobei die sechs Spillköpfe 11a
in nicht näher dargestellter Weise koaxial aneinander geflanscht sind und eine kompakte,
einteilig funktionale Baueinheit, nämlich die Spillkopfeinheit 11, 12, bilden. Alle
Spillköpfe der beiden Spillkopfeinheiten 11, 12 sind identisch gestaltet und weisen
einen nutzbaren Durchmesser von 310 mm auf. Der nutzbare Durchmesser ist gemessen
im Bereich eines Grundes jeder rinnenförmigen Ringnut jedes Spillkopfes 11a. Die beiden
Spillkopfeinheiten 11, 12 weisen im Bereich ihrer Drehachsen einen Abstand zueinander
auf, der 350 mm beträgt. Die beiden Spillkopfeinheiten 11, 12 sind mittels eines Zahnradgetriebes,
wie in den Fig. 4 und 6 mit dem Bezugszeichen 9, 10, 18 angedeutet ist, gemeinsam
antreibbar. Als Antrieb für das Zahnradgetriebe ist ein steuerbarer Hydromotor 8 vorgesehen,
der an eine fahrzeugseitige Hydrauliksteuerung angeschlossen ist.
[0013] Auf einer durch den Hydromotor 8 angetriebenen Antriebswelle sitzt gemäß Fig. 6 gegenüberliegend
zu dem Hydromotor 8 eine nicht näher beschriebene und in Fig. 6 angedeutete Bremse
15. Die Darstellung in den Fig. 2 bis 4 ist lediglich funktional. Bei der Darstellung
gemäß Fig. 5 ist aus Übersichtlichkeitsgründen die Bremse 15 weggelassen.
[0014] Das Spillgetriebe 7, das das Zahnradgetriebe und die Spillkopfeinheiten 11, 12 sowie
entsprechende, zur Lagerung der Spillkopfeinheiten 11, 12 dienende Spillwellen umfasst,
ist innerhalb eines Spillgetriebegehäuses 13, 14 untergebracht. Die nicht näher bezeichneten
Spillwellen (Fig. 6) der beiden Spillkopfeinheiten 11, 12 sind mit Hilfe von Wälzlagerungen
16 in dem Spillgetriebegehäuse 13, 14 drehbar gelagert. Den Lagerungen 16 ist auf
ihren den Spillkopfeinheiten 11, 12 zugewandten Seiten jeweils eine Kanaldichtung
17 zugeordnet, die eine Abdichtung der zu der jeweiligen Spillkopfeinheit 11, 12 offenen
Gehäuseabschnitte des Spillgetriebegehäuses 13, 14 vornimmt. Statt Kanaldichtungen
17 können auch Labyrinthdichtungen vorgesehen sein. Die Kanaldichtungen 17 oder auch
entsprechende Labyrinthdichtungen dichten entsprechende Spalte zwischen Spillkopfeinheit
11, 12 und Gehäusewandungen des Spillgetriebegehäuses 13, 14 derart verschmutzungs-
und verstaubungsfrei ab, dass keine Verschmutzungen in die Wälzlagerungen 16 gelangen
können. Das Zahnradgetriebe und die entsprechenden Wellen sind nass laufend gelagert.
Durch die beschriebenen Abdichtungen mittels der Kanaldichtungen 17 oder Labyrinthdichtungen
wird für das Spillgetriebe 7 eine Lebensdauer von mehr als 5000 Betriebsstunden und
ein Ölwechselzyklus nach jeweils etwa 600 Betriebsstunden erzielt.
Die sechs Spillköpfe 11a an den beiden Spillkopfeinheiten 11, 12 führen zu entsprechenden
Seilumlenkungen des Windenseiles W im Bereich des Spillgetriebes 7 von insgesamt zwei
mal sechs Biegewechseln. Diese sind anhand der Fig. 4 und 5 erkennbar.
[0015] Der Haspel 6 ist ein Seilwickelarm 19 zugeordnet (Fig. 5), der das Windenseil W für
parallel zueinander verlaufende, über die gesamte Breite der Haspel 6 verteilte Seilwicklungen
in verschiedenen, gleichmäßigen Wickellagen exakt führt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst jede Wickellage des Windenseiles W auf der Haspel 6 fünfzig Seilwicklungen,
die auch als Seilwindungen bezeichnet werden. Jede Seilwicklung bzw. Seilwindung entspricht
einer 360°-Umschlingung des Windenseiles W auf der Zylinderoberfläche der Haspel 6.
[0016] Einer Drehachse der Haspel 6 ist ein Sensor S zum Erfassen der Umdrehungen der Haspel
6 zugeordnet, der als Absolutwertgeber in Form eines Drehgebers gestaltet ist. Dieser
Sensor S umfasst Drehwinkel und Umdrehungen der Haspel 6. Da die Anzahl von Seilwicklungen
in jeder Wickellage des Windenseiles W auf der Haspel 6 durch eine Seildicke und eine
entsprechende, für Seilwicklungen nutzbare Breite der Haspel 6 vorgegeben ist, kann
der Sensor S erfassen, sobald eine Wickellage des Windenseiles W auf der Haspel 6
abgeschlossen ist und die Aufwicklung oder Abwicklung der nächsten Wickellage beginnt.
Diese durch den Sensor S ermittelten Informationen nutzt eine elektronische Steuereinheit
St, die die ermittelten Informationen auswertet und einen Antrieb M ansteuert. Dies
erfolgt derart, dass das Windenseil W im Bereich zwischen der Haspel 6 und dem Spillgetriebe
7 eine relativ konstante Seilspannung im Bereich zwischen 1500 und 3000 N während
eines Auf- oder Abwickelvorganges beibehält. Eine Ansteuerung des Antriebs M durch
geeignete Erhöhung oder Reduzierung der Umdrehungen der Haspel 6 erfolgt abhängig
vom Abstand der jeweiligen Wickellage zur Drehachse der Haspel 6. Die entsprechende
Ansteuerung des Antriebs M berücksichtigt, dass weiter außen liegende Wickellagen
einen größeren radialen Abstand zur Drehachse der Haspel 6 haben als weiter innen
liegende Wickellagen. Um die Seilspannung des Windenseiles W beim Abziehen von der
Haspel 6 oder beim Aufwickeln auf die Haspel 6 in dem Bereich zwischen Haspel 6 und
Spillgetriebe 7 in einem relativ konstanten Vorspannungsbereich zu halten, muss die
Drehzahl des Antriebs M, der auf die Haspel 6 wirkt, abhängig vom Auf- oder Abwickelzustand
des Windenseiles W entsprechend angepasst werden. Da die Seilgeschwindigkeit des Windenseiles
W relativ einfach aus der Drehzahl der Haspel 6 und dem Abstand der momentan abgezogenen
oder aufgewickelten Wickellage zur Drehachse der Haspel 6 berechnet werden kann, ist
über die Steuereinheit St mit der Erfassung der momentanen Wickellage durch Zählung
der Umdrehungen der Haspel 6 in Ab- oder Aufwickelrichtung auch die Zuordnung zu entsprechenden
Solldaten ermöglicht, die in einem Speicher der Steuereinheit St abgelegt sind. Ein
entsprechender Vergleich zwischen Ist- und Sollwerten führt zur entsprechenden Ansteuerung
des Antriebes M. Der Antrieb M ist als Hydraulikantrieb ausgeführt, der druckabhängig
gesteuert wird. Hierzu ist der Antrieb M als hydraulischer Verstellmotor ausgeführt.
[0017] Die Ansteuerung des Haspelantriebs erfolgt demzufolge in folgenden Schritten: Der
Sensor S zählt die Anzahl von Umdrehungen, die die Haspel 6 in beiden Drehrichtungen
vollführt. Wenn die Haspel 6 in einer Drehrichtung - beginnend bei vollständig abgezogenem
Windenseil W - fünfzig Umdrehungen vollendet hat, ist die erste Wickellage aufgefüllt.
Eine weitere Drehung der Haspel 6 in die gleiche Drehrichtung führt zu einer Auffüllung
der Seilwicklungen der zweiten Wickellage. Nach erneuten fünfzig Umdrehungen wird
die dritte Wickellage begonnen und so weiter. Ergänzend kann auch eine Überwachung
des Seilwickelarmes 19 vorgesehen werden, um zu gewährleisten, dass der Seilwickelarm
19 die einzelnen Seilwicklungen tatsächlich über jeweils die gesamte Breite der Haspel
6 verteilt. In einem Speicher der Steuereinheit St sind Sollwerte abgelegt, bei welcher
Haspeldrehzahl sich für jede Wickellage ein konstanter Seilspannungsbereich zwischen
1500 und 3000 N - gemessen im Bereich des Windenseiles W zwischen Haspel 6 und Spillgetriebe
7 - ergibt. Nach Erfassung der Istwerte durch den Sensor S, d.h. der Zählung, in welcher
Wickellage sich die äußere, jeweils momentan abgezogene oder aufgewickelte Seilwicklung
des Windenseiles W befindet, führt ein Vergleich mit dem Sollwert zwangsläufig zu
einer gewünschten Drehzahl für den Haspelantrieb M, der bei den Solldaten ein entsprechend
passender Hydraulikdruck zugeordnet ist. Dieser wird durch entsprechende Ansteuerung
mittels der Steuereinheit St eingestellt und bei einem entsprechenden Aufwickel- oder
Abwickelbetrieb der Haspel 6 jeweils angepasst. Durch die Druckregelung erfolgt die
gewünschte Drehzahländerung der Haspel 6 abhängig von der erfassten Wickellage.
[0018] Durch die beschriebene Seilwindenanordnung wird eine maximale Seilzugkraft von 45
kN erzielt. Dabei sind 40 kN für eine Fahrgeschwindigkeit bis zu 8 km/h erzielbar
und 25 kN bei einer Geschwindigkeit von 16,5 km/h. Für wenigstens 3000 Betriebsstunden,
vorzugsweise sogar für 5000 Betriebsstunden, ist keine Revision des Spillgetriebes
7 notwendig. Bei Installation einer hydraulischen Windenpumpe mit größerem Fördervolumen
können die Seilzugkräfte von 25 kN bzw. 40 kN auch bis zu höheren Geschwindigkeitsbereichen
erzielt werden.
1. Pistenraupe (1) mit einer Seilwindenanordnung (2), die einen drehbaren Windenarm (3)
sowie eine Haspel (6) umfasst, auf der ein Windenseil (W) auf- und abwickelbar gehalten
ist, sowie mit einem Spillgetriebe (7), über das im Windenbetrieb das Windenseil (W)
von der Haspel (6) abgezogen oder der Haspel (6) zugeführt wird, sowie mit einem Haspelantrieb
(M) und mit einem Antrieb (8) für das Spillgetriebe (7), dadurch gekennzeichnet, dass eine für einen Windenbetrieb der Pistenraupe nutzbare Seillänge größer als 1200 m
ist, und dass der Haspelantrieb (M) steuerbar gestaltet ist, wobei Mittel (S) zum
Erfassen einer Seillage des Windenseiles (W) auf der Haspel (6) vorgesehen sind, und
dass Mittel (St) zum Steuern des Haspelantriebs (M) unter Berücksichtigung der Seillage
des Windenseiles (W) auf der Haspel (6) derart vorgesehen sind, dass eine Seilspannung
des Windenseiles (W) zwischen Haspel (6) und Spillgetriebe (7) in einem Bereich zwischen
1.500 N und 3.000 N konstant gehalten ist, wobei die Mittel (S) zum Erfassen einer
Seillage des Windenseiles auf der Haspel (6) einen einer Drehachse der Haspel (6)
zugeordneten Drehgeber (S) umfassen.
2. Pistenraupe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Windenseil (W) der Seilwindenanordnung (2) eine maximale Seilzugkraft von mehr
als 40 kN, insbesondere im Bereich von 41 bis 50 kN, aufweist.
3. Pistenraupe nach Anspruch 1 oder 2, mit einem einer Haspel (6) zugeordneten Spillgetriebe
(7), das zwei um zueinander parallele Drehachsen auf Spillwellen gelagerte Spillkopfeinheiten
(11, 12) sowie eine dem Antrieb (8) für das Spillgetriebe (7) zugeordnete, zu den
Drehachsen parallele Antriebswelle umfasst, die die Spillwellen mittels eines Zahnradgetriebes
(9, 10, 18) antreibt, wobei die Spillwellen mittels Wälzlagerungen (16) in einem Spillgetriebegehäuse
(13, 14) gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzlagerungen (16) auf ihren zu den offenen Abschnitten eines Spillgetriebegehäuses
(13, 14) gerichteten Seiten mit staubund schmutzdichten Dichtungen, insbesondere mit
Kanal- oder Labyrinth-Dichtungen, versehen sind.
4. Pistenraupe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Spillkopfeinheit durch sechs Spillköpfe (11a) gebildet ist, um die das Windenseil
(W) umgelenkt ist.
5. Pistenraupe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass alle Spillköpfe (11a) einen nutzbaren Durchmesser im Bereich zwischen 300 und 330
mm aufweisen.
1. Piste grooming vehicle (1) with a cable winch arrangement (2), comprising a rotatable
winch arm (3) and a reel (6) on which a winch cable (W) is held for winding up and
off, and with a capstan gear mechanism (7) by means of which during winch operation
the winch cable (W) is pulled off the reel (6) or led to the reel (6), and with a
reel drive (M) and with a drive (8) for the capstan gear mechanism (7),
characterized in that
a cable length utilizable for a winch operation of the piste grooming vehicle is greater
than 1200 m, and in that the reel drive (M) is configured to be controllable, wherein means (S) for detecting
a cable position of the winch cable (W) on the reel (6) are provided, and in that means (St) for controlling the reel drive (M), considering the cable position of
the winch cable (W) on the reel (6), are provided such that a cable tension of the
winch cable (W) between reel (6) and capstan gear mechanism (7) is kept constant in
a range between 1,500 N and 3,000 N, wherein the means (S) for detecting a cable position
of the winch cable on the reel (6) comprise a rotary encoder (S) associated with a
rotational axis of the reel (6).
2. Piste grooming vehicle according to claim 1, characterized in that the winch cable (W) of the cable winch arrangement (2) has a maximum cable traction
force of more than 40 kN, in particular in the range from 41 to 50 kN.
3. Piste grooming vehicle according to claim 1 or 2, including a capstan gear mechanism
(7) associated with a reel (6), which gear mechanism comprises two capstan head units
(11, 12) mounted on capstan shafts about mutually parallel rotational axes and a drive
shaft parallel to the rotational axes associated with the drive (8) for the capstan
gear mechanism (7), which drive shaft drives the capstan shafts by means of a toothed
gear mechanism (9, 10, 18), wherein the capstan shafts are mounted in a capstan gear
mechanism housing (13, 14) using roller bearings (16),
characterized in that
the roller bearings (16) are provided, on the sides thereof oriented towards the open
sections of a capstan gear mechanism housing (13, 14), with dust-tight and dirt-tight
sealings, in particular with duct seals or labyrinth seals.
4. Piste grooming vehicle according to claim 3, characterized in that each capstan head unit is constituted by six capstan heads (11 a) and the winch cable
(W) is deflected about them.
5. Piste grooming vehicle according to claim 4, characterized in that all of the capstan heads (11 a) have a utilizable diameter in the range between 300
and 330 mm.
1. Dameuse chenillée (1) avec un agencement de treuil à câble (2), comprenant un bras
de treuil (3) rotatif ainsi qu'un enrouleur (6), sur ledit enrouleur un câble de treuil
(W) est retenu pour enrouler et dérouler, ainsi qu'avec une transmission de cabestan
(7) par le biais de laquelle, lors de l'opération du treuil, le câble de treuil (W)
est enlevé de l'enrouleur (6) ou amené à l'enrouleur (6), ainsi qu'avec un entraînement
de l'enrouleur (M) et avec un entraînement (8) pour la transmission de cabestan (7),
caractérisée en ce que
une longueur de câble utilisable pour une opération du treuil de la dameuse est supérieure
à 1200 m, et en ce que l'entraînement de l'enrouleur (M) est conçu de façon à être contrôlable, des moyens
(S) pour détecter une position de câble du câble de treuil (W) sur l'enrouleur (6)
étant prévus, et en ce que des moyens (St) pour contrôler l'entraînement de l'enrouleur (M) en considérant la
position de câble du câble de treuil (W) sur l'enrouleur (6) sont prévus de manière
à ce qu'une tension de câble du câble de treuil (W) entre enrouleur (6) et transmission
de cabestan (7) est maintenue à un niveau constant dans une plage entre 1.500 N et
3.000 N, les moyens (S) pour détecter une position de câble du câble de treuil sur
l'enrouleur (6) comprenant un codeur rotatif (S) attribué à un axe de rotation de
l'enrouleur (6).
2. Dameuse chenillée selon la revendication 1, caractérisée en ce que le câble de treuil (W) de l'agencement de treuil à câble (2) présente une force de
traction de câble maximale de plus de 40 kN, en particulier dans la plage de 41 à
50 kN.
3. Dameuse chenillée selon la revendication 1 ou 2, avec une transmission de cabestan
(7) attribuée à un enrouleur (6), la transmission comprenant deux unités de tête de
cabestan (11, 12) montées sur des arbres de cabestan autour des axes de rotation parallèles
l'un à l'autre ainsi qu'un arbre d'entraînement parallèle aux axes de rotation attribué
à un entraînement (8) pour la transmission de cabestan (7), l'arbre d'entraînement
entraînant les arbres de cabestan par le biais d'un engrenage par roue dentée (9,
10, 18), les arbres de cabestan étant montés dans un boîtier de transmission de cabestan
(13, 14) par le biais de paliers à rouleau (16),
caractérisée en ce que
les paliers à rouleau (16) sont fournis, sur les côtés orientés vers les sections
ouvertes d'un boîtier de transmission de cabestan (13, 14), de joints d'étanchéité
étanches à la poussière et étanches à la salissure, en particulier de joints d'étanchéité
du conduit ou de joints labyrinthe.
4. Dameuse chenillée selon la revendication 3, caractérisée en ce que chaque unité de tête de cabestan est constituée de six têtes de cabestan (11a) autour
desquels le câble de treuil (W) est détourné.
5. Dameuse chenillée selon la revendication 4, caractérisée en ce que toutes les têtes de cabestan (11a) présentent un diamètre utilisable dans la plage
entre 300 et 330 mm.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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